Konventionelle und alternativeHormonersatztherapieUniv.-Doz. Dr. med. Martin ImhofAbt. f. Gynäkologie und GeburtshilfeKlin...
Klimakterium• LH,FSH• E2• Symptome:– unregelmäßige Blutungen– Depressio, depressive Verstimmung– Wallungen– Schlaflosigkei...
• Die Menopause ist ein natürlicher,physiologischer Prozess im weiblichenKörper• es handelt sich um keine Krankheit• die B...
Nicht jede Frau leidet gleicharbeitsunfähig5%sehr starkeBeschwerden25%mittelstarkeBeschwerden30%leichteBeschwerden40%
Lebensqualität• Selbstbestimmung• ist es verboten– attraktiv– begehrenswert zu bleiben ?• Muss ein Gesundheitsrisiko akzep...
Allgemeine Empfehlungen• Hitzewallungen: Auslöser vermeiden– Koffein, Alkohol, Scharfes Essen, warme Umgebung• Stress Redu...
Was kann man tun?Phyto-ÖstrogeneErnährungHomöopathischePräparateHormonersatztherapie (HRT)Hormonersatztherapie (HRT)mit Ab...
Wannist eine Hormonersatz-Therapieangezeigt?•Wechselbeschwerden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen.
HRT- Therapiebeginn• Generell gilt, dass das Alter einer Fraudie wichtigste Rolle für dasGleichgewicht von therapieassozii...
Menopause• Beginnt mit einem ProgesteronabfallunregelmäßigeZyklenGewichtsproblemeWasserstau
• Östrogenmangel• Schlaflosigkeit• Hitzewallungen• Trockenheitsgefühl• Androgenmangel• Libidoverlust• Gewichtsprobleme• Br...
HRT• Rechtzeitiger Beginn– Metabolischer und– Kardiovaskulärer Nutzen– Reduktion der Herzinfarkte um 44%• ( 50-59 Jährigen...
Wie soll eine HRTdurchgeführt werden-oral, als Gel oder als Pflaster?
HRT - MöglichkeitenSequentiell Progesteron 20 mg/dieTag 11-25kombiniert ProgesteronTag 1-28Oestrogene durchgehend
Gelbkörperhormon nach WahlGestagenÖstrogen1. Monat 2. Monat 3.Monatmonatlich: Blutungmonatlich: Blutungvariabel: Blutungko...
Tibolon• Oestrogen-gestagen-androgene Wirkung• Positiv auf: vaginale TrockenheitDyspareunieVaginale InfektionenOsteopenieL...
Mit welchen Risiken undNebenwirkungen ist eineHormonersatztherapieverbunden?KurzfristigGewichtszunahmeGeblähtes AbdomenMas...
In welchen Fällen ist eineHormontherapie nicht erlaubt?Ungeklärte vaginale BlutungenMammakarzinomEndometriumkarzinomThromb...
1996: Erste Risiken werden dokumentiert• Daly E, Vessey MP, Hawkins MM et al. (1996) Riskof venous thromboembolism in user...
LebensgefährlicheHormontherapieTödliche TherapieWeg mit den HormonenDie große HormonblamageTiefpunkt der Frauenheilkunde
Risikofaktoren relatives RisikoGeschlecht: männlich : weiblich 1:100Alter: 25 Jahre : 45 Jahre 1 : 20Körpergewicht: Normal...
Brustkrebs durchHormonersatztherapie?• Bei 1000 Frauen– Ohne Hormonbehandlung: 45 Brustkrebsfälle– Mit Hormonbehandlung: 4...
Östrogenmono-Arm• Anderson GL, Limacher M, Assaf AR etal. (2004) Effects of conjugated equineestrogen in postmenopausal wo...
HRT und Kreislaufsystem• > 50 % der Frauen sterben an Herz-Kreislauferkrankungen.• Mortalitätsrate am Mammakarzinomliegt v...
HRT• Rechtzeitiger Beginn– Metabolischer und– Kardiovaskulärer Nutzen– Reduktion der Herzinfarkte um 44%• ( 50-59 Jährigen...
Was kann man noch tun?Phyto-ÖstrogeneErnährungHomöopathischePräparateHormonersatztherapie (HRT)Hormonersatztherapie (HRT)m...
Wanzenkraut(Cimicifuga racemosa)– Linderung menopausalerSymptome : Depressionen,Nervenschmerzen,Rückenschmerzen bei starke...
Agnus castus-Mönchspfeffer, KeuschlammWirkung:dopaminerge Wirkungsenkt HPRL-SpiegelIndikationen:MastodynieMenstruationsbes...
Ginseng (Panax ginseng)– Linderung menopausaler Symptomebesseres Durchhaltevermögen– Bei ErschöpfungszuständenNebenwirkung...
Was sind Isoflavone/Phytoöstrogene?•Pflanzeninhaltsstoffe –struktureller Ähnlichkeit zum weiblichenSexualhormon Östradiol•...
Soja Bohne (Glycine max)– 25g/d Sojaprotein reduziert denCholesterin-spiegel– Linderung menopausaler SymptomePharmakologie...
RotkleeRotklee (Trifolium pratense)– Dermatologisch (Psoriasis, Ekzeme)– Expektorierend– Linderung Menopausaler SymptomePh...
Strukturelle Ähnlichkeit zumweiblichen SexualhormonOHOHOOHOHIsoflavoneEstradiol
Selektive Bindung am ß-Östrogenrezeptornach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip+ Knochen+ Kapillaren+ ZNS+ Darm- Gebärmutter- Br...
Isoflavone• Verhalten sich nicht wie Östrogen• Wirkung GewebsspezifischRezpetorabhängig α, ßα- Leber, Uterus, Brustß- Knoc...
Selektive Estrogen RezeptorModulatoren (SERMs)
Therapieschema• Praemenopause Isoflavone• P-Mangelsymptome : Stimmungsschwankungen,Müdigkeit,Konzentrationsschwäche, Blutu...
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BINDING of damagedDNALegendAll figures show data of significantexpression levels relativated to eachother.sample 1: 17-b e...
Gemeinsame Empfehlungen derDGGG und des BVF zurHormonersatztherapie (I)1. Hormontherapie im Klimakterium und in der Postme...
Gemeinsame Empfehlungen derDGGG und des BVF zurHormonersatztherapie (II)5. Die Östrogendosis sollte so niedrig wie möglich...
Die Frage,wie alt wir werden,ist sicher nicht so bedeutsam wie die Frage"wie wir alt werden",also die Frage nach der Leben...
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Klimakterium therapie m imhof ii

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  • Immer dann, wenn eine Patientin massiv unter den geschilderten neurovegetativen Beschwerden leidet. Dann ist eine Hormonsubstitution das Mittel der Wahl und auch die einzige wirklich erfolgversprechende Therapie. Denn dieses schwere Krankheitsbild des „klimakterischen Syndroms “ lässt sich mit homöopathischen oder naturheilkundlichen Mitteln nicht behandeln. Etwas anders liegt der Fall bei einer Patientin, die vielleicht gar nicht so sehr unter neurovegetativen Beschwerden wie Hitzewallungen und Depressionen leidet, sondern eher unter den geschilderten Veränderungen im Genitalbereich. Bei solchen Frauen können auch sehr niedrig dosierte Salben mit dem schwächsten zur Verfügung stehenden Östrogen (dem Östriol) angewandt werden. Solche Salben können im Scheidenbereich Wunder wirken, ohne eine systemische Belastung der Frau zu bewirken.
  • Ein vom Alter + BMI unabhängiger sign. Anstieg von HbA1c, TG, Gesamtcholesterin, LDL Frauen unter HRT weisen praemenopausale Werte auf Gestörte Glucosetoleranz in etwa 20 % allerpostmenopausaler Frauen: geringere Insulinkonzentationen erhöhte Glucose/Insulin-Ratio höhere HbA1c Werte, NBZ, OGTT-Werte Der e2- Mangel und/oder der relative Androgenanstieg in der Postmenopause führen zu einer reduzierten pankreatischen Insulinsekretion sowie zu einer erhöhten metabolischen Clearence von Insulin Übergewichtige postmenopausale Frauen weisen niedrige FSH + LH Konzentrationen auf als normalgewichtige Frauen auf Grund eines neg. feed- back Mechanismus an der Hypophyse –bedingt durch fettbedingte höhere E2- Spiegel Effekt einer Diät durch gleichzeitige HRT signifikant gesteigert !!
  • Es gibt mehrere Möglichkeiten. Gels werden gewissermaßen von der Frau selbst dosiert und auf der Haut verrieben. Als Alternative mit fester Dosis gibt es Östrogenpflaster (oder auch Kombinationspflaster mit Östrogen und Gestagen) – und natürlich die orale Einnahme, also Tabletten. Der große Unterschied zwischen der transdermalen Verabreichung (über die Haut) und der oralen Einnahme liegt darin, dass man bei der transdermalen Medikation die Leber umgeht und somit auch nicht belastet. Das kann im Einzelfall durchaus von Vorteil sein, vor allem, wenn bereits eine leichte Leberschädigung (z. B. eine Fettleber) vorliegt. Aber nicht jede Frau mag regelmäßig Gels oder Pflaster anwenden. Insofern ist die Tablette immer noch die häufigste Form der Hormonverabreichung.
  • Wie fast jede medizinische Behandlung ist auch die Hormontherapie nicht nebenwirkungsfrei. Sie hat einerseits positive Nebenwirkungen: z. B. die Stärkung des Knochens (was zu einer Verminderung der Oberschenkelhalsbruchrate führt), aber auch eine deutliche Verminderung des Risikos, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Aber es gibt auch Risiken, die sich durch eine Hormonsubstitution erhöhen: z. B. das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Schlaganfall und das Brustkrebsrisiko. All diese Risiken steigen nur minimal an. Aber sie sind höher als bei einer Patientin, die keine Hormone einnimmt. Deshalb sollte man sich vor Beginn einer Hormontherapie schon einen Überblick darüber verschaffen, wie gesund die Patientin ist. Ich denke, eine Basismammografie gehört immer dazu. Ich empfehle meinen Patientinnen, bei denen eine Hormonersatztherapie durchgeführt wird, sich alle halben Jahre zu einer gynäkologischen Untersuchung vorzustellen und einmal im Jahr eine Mammografie durchführen zu lassen. Ganz wichtig ist, dass die Patientin informiert und aufgeklärt in diese Art der Behandlung hineingeht.
  • In welchen Fällen ist eine Hormontherapie nicht erlaubt? Für Patientinnen, bei denen schon einmal ein hormonsensibles Mammakarzinom diagnostiziert wurde, ist eine Hormontherapie nach unserem heutigen Wissensstand tabu. In solchen Fällen muss man es mit alternativen Behandlungen versuchen.
  • Es erscheint wenig wahrscheinlich, dass die Reduktion des Brustkrebsrisikos tatsächlich auf einen unmittelbaren Effekt der Östrogene zurückgeführt werden kann. Zur Zeit wird diskutiert, ob die beobachtete Risikoreduktion vielmehr Folge eines günstigen Effektes der Therapie mit CEE auf den Insulinstoffwechsel ist, indem die sonst bei Frauen mit zentraler Adipositas häufig vorhanden Insulinresistenz und Hyperinsulinämie (ein Risikofaktor für die Entstehung von Mammakarzinomen wie Karzinomen generell) positiv beeinflusst wird. Dennoch passen die Ergebnisse ins Bild. Sowohl die epidemiologischen als auch die prospektiv randomisierten Studien zum Mammakarzinomrisiko zeigen den gleichen Trend: Eine kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie ist risikoreicher als eine Östrogen-Monotherapie, die nur mit einer geringfügigen Risikoerhöhung assoziiert zu sein scheint. Der Effekt ist zeitabhängig, mit einer signifikanten Erhöhung des Risikos muss vermutlich im Fall der kombinierten Therapie erst etwa ab einer Anwendungsdauer von 5 Jahren gerechnet werden [ 8 ]. Aktuell wird auf Grundlage der Daten einer großen französischen Beobachtungsstudie diskutiert, ob es möglicherweise Unterschiede zwischen den einzelnen Gestagenen im Hinblick auf das Mammakarzinomrisiko gibt. Es wird vermutet, dass die synthetischen Gestagene ein besonders ungünstiges Profil haben. Die Diskussion ist aber noch nicht abgeschlossen. Leider fand sich im Östrogenmonoarm der WHI-Studie wie schon im Kombinationsarm eine Erhöhung des Insult- und Thromboembolierisikos ( Tab. 1 , Tab. 2 ). Der osteoprotektive Effekt der Therapie wurde erneut bestätigt. Ein Anstieg des kardialen Risikos fand sich nicht. Auch dem erhofften kardioprotektiven Effekt war zumindest in den ersten Auswertungen nichts zu sehen [ 2 ].
  • The WHI results show that HRT may counteract insulin resistance. In the HERS study, no increased or decreased risk of CVD was found for HRT. An increase in risk was found in the first few months, however, which has also been found in the Nurse ’ s Health study (Grodstein 2000). It should be noted that the WHI included only asymptomatic women and therefore does not reflect the treatment population. In HERS, women who receive HRT and have high lipids and then receive a statin had no increase in CVD risk compared with those who did not receive statins. In the CORA study, HRT users in general have a healthier lifestyle than non-users. The small group of HRT users who acquire disease in CORA have a high risk profile.
  • Ein vom Alter + BMI unabhängiger sign. Anstieg von HbA1c, TG, Gesamtcholesterin, LDL Frauen unter HRT weisen praemenopausale Werte auf Gestörte Glucosetoleranz in etwa 20 % allerpostmenopausaler Frauen: geringere Insulinkonzentationen erhöhte Glucose/Insulin-Ratio höhere HbA1c Werte, NBZ, OGTT-Werte Der e2- Mangel und/oder der relative Androgenanstieg in der Postmenopause führen zu einer reduzierten pankreatischen Insulinsekretion sowie zu einer erhöhten metabolischen Clearence von Insulin Übergewichtige postmenopausale Frauen weisen niedrige FSH + LH Konzentrationen auf als normalgewichtige Frauen auf Grund eines neg. feed- back Mechanismus an der Hypophyse –bedingt durch fettbedingte höhere E2- Spiegel Effekt einer Diät durch gleichzeitige HRT signifikant gesteigert !!
  • Klimakterium therapie m imhof ii

    1. 1. Konventionelle und alternativeHormonersatztherapieUniv.-Doz. Dr. med. Martin ImhofAbt. f. Gynäkologie und GeburtshilfeKlinikum Weinviertel Korneuburgmartin.imhof@meduniwien.ac.at
    2. 2. Klimakterium• LH,FSH• E2• Symptome:– unregelmäßige Blutungen– Depressio, depressive Verstimmung– Wallungen– Schlaflosigkeit– Gelenksbeschwerden– Alterungsprozesse: Haut, Haare
    3. 3. • Die Menopause ist ein natürlicher,physiologischer Prozess im weiblichenKörper• es handelt sich um keine Krankheit• die Beschwerden können jedoch für diebetroffene Frau einen Krankheitswerthaben
    4. 4. Nicht jede Frau leidet gleicharbeitsunfähig5%sehr starkeBeschwerden25%mittelstarkeBeschwerden30%leichteBeschwerden40%
    5. 5. Lebensqualität• Selbstbestimmung• ist es verboten– attraktiv– begehrenswert zu bleiben ?• Muss ein Gesundheitsrisiko akzeptiertwerden
    6. 6. Allgemeine Empfehlungen• Hitzewallungen: Auslöser vermeiden– Koffein, Alkohol, Scharfes Essen, warme Umgebung• Stress Reduzieren– Training, Biofeedback, Yoga, Massage, Bäder• Nahrungsergänzung/pflanzlichePräparate– Schwache hormonartige Wirkung:Verbesserung,Reduktion, aber nicht immer Symptomfreiheit
    7. 7. Was kann man tun?Phyto-ÖstrogeneErnährungHomöopathischePräparateHormonersatztherapie (HRT)Hormonersatztherapie (HRT)mit Abstand diemit Abstand dieeffektivste Behandlungeffektivste BehandlungKörperlicheAktivität
    8. 8. Wannist eine Hormonersatz-Therapieangezeigt?•Wechselbeschwerden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen.
    9. 9. HRT- Therapiebeginn• Generell gilt, dass das Alter einer Fraudie wichtigste Rolle für dasGleichgewicht von therapieassoziiertenVor – und Nachteilen spielt
    10. 10. Menopause• Beginnt mit einem ProgesteronabfallunregelmäßigeZyklenGewichtsproblemeWasserstau
    11. 11. • Östrogenmangel• Schlaflosigkeit• Hitzewallungen• Trockenheitsgefühl• Androgenmangel• Libidoverlust• Gewichtsprobleme• Brustwachstum• chronische Müdigkeit
    12. 12. HRT• Rechtzeitiger Beginn– Metabolischer und– Kardiovaskulärer Nutzen– Reduktion der Herzinfarkte um 44%• ( 50-59 Jährigen – der Östrogengruppe)– 30 % weniger Brustkrebsrisiko
    13. 13. Wie soll eine HRTdurchgeführt werden-oral, als Gel oder als Pflaster?
    14. 14. HRT - MöglichkeitenSequentiell Progesteron 20 mg/dieTag 11-25kombiniert ProgesteronTag 1-28Oestrogene durchgehend
    15. 15. Gelbkörperhormon nach WahlGestagenÖstrogen1. Monat 2. Monat 3.Monatmonatlich: Blutungmonatlich: Blutungvariabel: Blutungkontinuierlich: blutungsfrei
    16. 16. Tibolon• Oestrogen-gestagen-androgene Wirkung• Positiv auf: vaginale TrockenheitDyspareunieVaginale InfektionenOsteopenieLibido
    17. 17. Mit welchen Risiken undNebenwirkungen ist eineHormonersatztherapieverbunden?KurzfristigGewichtszunahmeGeblähtes AbdomenMastodynieKopfschmerzenStimmungsschwankungenLangfristigKardiovaskuläres RisikoMammakarzinom
    18. 18. In welchen Fällen ist eineHormontherapie nicht erlaubt?Ungeklärte vaginale BlutungenMammakarzinomEndometriumkarzinomThrombembolieAkute LebererkrankungCholestasePankreatitisHyper-Lipoproteinämie Typ 4 + 5Gastrointerstinale StörungenHypertonieThrombophilieAbsolute KontraindikationenRelative Kontraindikationen
    19. 19. 1996: Erste Risiken werden dokumentiert• Daly E, Vessey MP, Hawkins MM et al. (1996) Riskof venous thromboembolism in users of hormonereplacement therapy. Lancet 348: 977–980• Grodstein F, Stampfer MJ, Goldhaber SZ et al.(1996) Prospective study of exogenous hormonesand risk of pulmonary embolism in women. Lancet348: 983–987• Jick H, Derby LE, Myers MW et al. (1996) Risk ofhospital admission for idiopathic venousthromboembolism among users of postmenopausaloestrogens. Lancet 348: 981–983
    20. 20. LebensgefährlicheHormontherapieTödliche TherapieWeg mit den HormonenDie große HormonblamageTiefpunkt der Frauenheilkunde
    21. 21. Risikofaktoren relatives RisikoGeschlecht: männlich : weiblich 1:100Alter: 25 Jahre : 45 Jahre 1 : 20Körpergewicht: Normalgewicht : Adipositas 1 : 2.5 (+150%)Menopausealter: 42 Jahre : 52 Jahre 1 : 2.0 (+100%)Serum-Lipide: normal : erhöht 1 : 1,6 (+60%)Antibiotika: nie : insgesamt 50 Tage Einnahme 1 : 1.5 (+45%)Alter bei erster Geburt: 20 Jahre : 35 Jahre 1 : 1.4 (+40%)Menarchealter: 14 Jahre : 11 Jahre 1 : 1.3 (+30%)Alkoholkonsum: Abstinenz : > 20 g täglich 1 : 1.3 (+30%)Hormonsubstitution: nie : 5 Jahre 1 : 1.3 (+30%)Parität: Multiparae : Nulliparae 1 : 1.3 (+30%)Körperliche Belastung: aktiv : inaktiv 1 : 1,2 (+20%)Stillen: Gesamtdauer 5 Jahre : nie 1 : 1.2 (+20%)Orale Kontrazeptiva: nein : ja 1 : 1.1 (+10%)Risikofaktoren für dieEntwicklung von Brustkrebs
    22. 22. Brustkrebs durchHormonersatztherapie?• Bei 1000 Frauen– Ohne Hormonbehandlung: 45 Brustkrebsfälle– Mit Hormonbehandlung: 47 Brustkrebsfälle– Also 2 zusätzliche Fälle bei 1000 Frauen• Tatsache ist auch– Hormone sind nicht der Auslöser– Der Krebs ist besser heilbar– Die Sterblichkeit ist sogar niedriger
    23. 23. Östrogenmono-Arm• Anderson GL, Limacher M, Assaf AR etal. (2004) Effects of conjugated equineestrogen in postmenopausal womenwith hysterectomy: the Women’s HealthInitiative randomized controlled trial.JAMA 291: 1701–1712• Reduktion Mammakarzinomrisikos um33% nach 7-jähriger Beobachtungszeit
    24. 24. HRT und Kreislaufsystem• > 50 % der Frauen sterben an Herz-Kreislauferkrankungen.• Mortalitätsrate am Mammakarzinomliegt vergleichsweise bei 3 %.• HRT doch sinnvoll?• = früher postmenopausaler Beginn derHRT-bringt Risikoreduktion
    25. 25. HRT• Rechtzeitiger Beginn– Metabolischer und– Kardiovaskulärer Nutzen– Reduktion der Herzinfarkte um 44%• ( 50-59 Jährigen – der Östrogengruppe)– 30 % weniger Brustkrebsrisiko
    26. 26. Was kann man noch tun?Phyto-ÖstrogeneErnährungHomöopathischePräparateHormonersatztherapie (HRT)Hormonersatztherapie (HRT)mit Abstand diemit Abstand dieeffektivste Behandlungeffektivste BehandlungKörperlicheAktivität
    27. 27. Wanzenkraut(Cimicifuga racemosa)– Linderung menopausalerSymptome : Depressionen,Nervenschmerzen,Rückenschmerzen bei starkerBlutungserotoninerge, dopaminerge, gabaergeserotoninerge, dopaminerge, gabaergeZNS-WirkungZNS-WirkungNebenwirkungen– Häufig: gastrointestinale NW– Sehr hohe Dosen: evtl.Erbrechen, Kopfschmerz,Schwindel, verminderterBlutdruck, Gliederschmerzen– Zwei Australische Fälle von Leberversagen mitfolgender Transplantation
    28. 28. Agnus castus-Mönchspfeffer, KeuschlammWirkung:dopaminerge Wirkungsenkt HPRL-SpiegelIndikationen:MastodynieMenstruationsbeschwerdenPraemenstruelle StörungenInhaltsstoffe:Iridoide
    29. 29. Ginseng (Panax ginseng)– Linderung menopausaler Symptomebesseres Durchhaltevermögen– Bei ErschöpfungszuständenNebenwirkungen undKontraindikationen– Sehr hohe Dosen könnenSchlaflosigkeit, Ödeme undHypertonie auslösen
    30. 30. Was sind Isoflavone/Phytoöstrogene?•Pflanzeninhaltsstoffe –struktureller Ähnlichkeit zum weiblichenSexualhormon Östradiol•Wirken schwach östrogen, antiöstrogen,selektiv an den Hormonrezeptoren•natürliche und sanfte Alternative zur HRT•Isoflavone sind die am besten untersuchtenPhytoöstrogene
    31. 31. Soja Bohne (Glycine max)– 25g/d Sojaprotein reduziert denCholesterin-spiegel– Linderung menopausaler SymptomePharmakologie– Flavonoide und IsoflavonoideNebenwirkungen undKontraindikationen– Keine (in Nahrungsmittel-Mengen)– Hypothyroidismus
    32. 32. RotkleeRotklee (Trifolium pratense)– Dermatologisch (Psoriasis, Ekzeme)– Expektorierend– Linderung Menopausaler SymptomePharmakologie– Flavonoide und Isoflavonoide(D,G,F,B) agieren als schwacheÖstrogene oder Antiöstrogene undAntioxidantienNebenwirkungen undKontraindikationen– keinebei Nahrungsergänzungsmittel - Dosen
    33. 33. Strukturelle Ähnlichkeit zumweiblichen SexualhormonOHOHOOHOHIsoflavoneEstradiol
    34. 34. Selektive Bindung am ß-Östrogenrezeptornach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip+ Knochen+ Kapillaren+ ZNS+ Darm- Gebärmutter- BrustO OOHOHOHO OO HOHGenisteinbeta - Estrogenrezeptoralpha - EstrogenrezeptorGenistein
    35. 35. Isoflavone• Verhalten sich nicht wie Östrogen• Wirkung GewebsspezifischRezpetorabhängig α, ßα- Leber, Uterus, Brustß- Knochen, Blutgefäße, ZNS, Darm
    36. 36. Selektive Estrogen RezeptorModulatoren (SERMs)
    37. 37. Therapieschema• Praemenopause Isoflavone• P-Mangelsymptome : Stimmungsschwankungen,Müdigkeit,Konzentrationsschwäche, Blutungsstörungen• Perimenopause HRT + Isoflavone• E2-Mangelsymptome: Klimakterische Beschwerden, Gelenks-Muskelschmerzen• Postmenopause HRT + Isoflavone + Vit D + Ca• Osteoporose
    38. 38. 0,0010,0020,0030,0040,0050,0060,0070,0080,00ASR (W)Finland Gr eece China Nor ther nEur ope Souther nEur ope East AsiaPr ostateBr eastColon/ RectumManColon/ RectumWomanCancer Mondial/ Globocan 2000Epidemiological Data CancerEpidemiological Data Cancer
    39. 39. BINDING of damagedDNALegendAll figures show data of significantexpression levels relativated to eachother.sample 1: 17-b estradiol, E2sample 2: soy, unmetabolized, Ssample 3: soy metabolized,S metColor Code for generegulationGrey: not regulatedWhite: same as controlBlue: down regulatedRed: up regulated
    40. 40. Gemeinsame Empfehlungen derDGGG und des BVF zurHormonersatztherapie (I)1. Hormontherapie im Klimakterium und in der Postmenopause nurbei zugelassener Indikation2. Individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung und individuelleTherapieentscheidung gemeinsam durch Patientin und Arzt3. HRT ist die wirksamste medikamentöse Behandlungsformklimakterischer Beschwerden4. Wirksame Vorbeugung und Therapie von sog. urogenitalenSymptomen* DGGG: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe * BVF: Berufsverband der Frauenärzte
    41. 41. Gemeinsame Empfehlungen derDGGG und des BVF zurHormonersatztherapie (II)5. Die Östrogendosis sollte so niedrig wie möglich gewählt werden6. Zur Zeit keine Empfehlung zu einem bestimmten Präparat7. Bei vorhandener Gebärmutter muss die Östrogentherapie durchGestagene ergänzt werden8. Nach Gebärmutterentfernung sollen ausschließlich Östrogeneverabreicht werden9. HRT ist zur Vorbeugung von Osteoporose geeignet(Langzeitanwendung)10. HRT ist nicht zur Vorbeugung der koronaren Herzkrankheit unddes Schlaganfalls geeignet
    42. 42. Die Frage,wie alt wir werden,ist sicher nicht so bedeutsam wie die Frage"wie wir alt werden",also die Frage nach der Lebensqualität.
    43. 43. Vielen Danke für IhreAufmerksamkeit

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