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Stäffele Stadtrallye – „auf der Suche nach Stuttgarts Wassergeister“
Historie im Detail & Sightseeing Tipps, die im Spiel (folgender Link) erwähnt wurden
https://www.stuttgarter-staeffelestour.de/staeffele-stadtrallye
Historie im Detail: Am Startpunkt, der Musik-Pavillon auf dem Schlossplatz von 1871 befand sich
ursprünglich viel näher am Neuen Schloss. Seinen heutigen Platz bekam er, als der Schlossplatz anlässlich
der Bundesgartenschau 1977 und der Verlegung der Straßenbahn unter die Erde neu gestaltet wurde.
Seit 1863 fährt die Tube im Untergrund von London, in Paris ab 1900 die Metro, und die U-Bahn in Berlin
ging 1902 an den Start.
Stuttgart musste etwas länger warten. Erst 1961 beschließt der Gemeinderat, die zentralen Strecken des
öffentlichen Nahverkehrs tieferzulegen – insgesamt sind es 17 Kilometer. Man nennt die neuen Linien „U-
Straßenbahn“ – denn die Bahnen schauen immer wieder an das Tageslicht.
1962 beginnt die Stadt damit zu unterkellern. Am Charlottenplatz sticht der erste Spaten fürs Tunnelnetz
ins Erdreich. 1966 wird die erste Fahrt gefeiert.
Seit 1977 sind auf der unteren Königstraße die Fußgänger unter sich, seit 1979 auch auf dem oberen
Abschnitt.
Sightseeing Tipp: Im Straßenbahnmuseum der SSB (Stuttgarter Straßenbahnen) befinden Sie noch viele
Wagen aus dieser Zeit und auch aus den Epochen davor und danach. Zu finden ist das Museum in Bad
Cannstatt. ( www.ssb-ag.de/strassenbahnmuseum-stuttgart )
Nicht nur während Corona kann man das Museum auch virtuell besuchen.
( 360gmbh.de/vrs_tour/ssb_stuttgart )
Historie im Detail: Beide Schlossplatzbrunnen sollten anlässlich des Geburtstags des Königs am 27.
September 1863 auf dem Schlossplatz aufgestellt werden, dabei waren technische Probleme zu lösen. Für
die in Wasseralfingen hergestellten Wasserschalen mussten Spezialwagen für den Transport auf der
Remstalbahn konstruiert werden. Zu dicht beieinanderstehende Pfeiler der Remstalbrücke in Schwäbisch
Gmünd mussten abgerissen werden. In Stuttgart wurde für die Durchfahrt durch das Königstor eines der
beiden flankierenden Wachhäuschen abgetragen und nach der Passage der Brunnenschalen wieder
aufgebaut. Trotz dieser Widrigkeiten konnten die beiden Springbrunnen termingerecht in Betrieb
genommen werden.
In Wasseralfingen lagen damals die Hüttenwerke
Württembergs, die nach 1803 staatlich wurden und mit Beginn
des Königreiches 1806 eben als solche „Königliche
Hüttenwerke“ geführt wurden.
Ab 1921 wurde das Unternehmen teil-privatisiert und firmierte
unter dem Namen Schwäbische Hüttenwerke, später als SHW
AG bekannt.
Unter anderem fertigte das Unternehmen Schachtabdeckungen
Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch
wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich.
www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 1 von 6 | Stand 05/2021
für Kanäle (Bild), welche heute noch teilweise an den Stäffele Stuttgarts zu finden sind.
Historie im Detail: Karl Donndorf (*1870 in Dresden; † 1941 in Stuttgart) absolvierte seine Ausbildung
an der Stuttgarter Kunstschule. Neben dem Schicksalsbrunnen schuf er weitere Denkmale in Stuttgart.
Die Schiller Statur vor dem Großen Haus, der Oper, sowie einem Brunnen auf der Karlshöhe (Pallas-
Athene-Brunnen) im Stadtbezirk Süd (zur Oper findet Ihr weiter unten Infos).
Gerade an der Karlshöhe lohnt es zu verweilen. In den Sommermonaten hat hier der wohl schönste
Biergarten der Stadt geöffnet ( www.biergarten-karlshoehe.com ). Die Stäffele in die Höhe haben es in
sich, doch die Aussicht lohnt!
Unter anderem bieten wir auch eine Stadtrallye zur Karlshöhe an: „Zur Krone der Stadt“
( www.stuttgarter-staeffelestour.de/staeffele-stadtrallye )
Sightseeing-Tipp: Ein Besuch der Staatsgalerie und / oder ein Museumsbesuch im Haus der Geschichte
von Baden-Württemberg. ( www.staatsgalerie.de ) und ( www.hdgbw.de )
Der Travertinpark im Stadtteil Hallschlag, Bezirk Bad Cannstatt zeigt noch heute wie der „Schwäbische
Marmor“ abgebaut wurde. Der Travertin ist ein Kalkstein mit gelblich-bräunlicher Färbung, der entsteht,
wenn stark mineralhaltige Quellen an die Oberfläche treten. Stuttgart hat nach Budapest das zweitgrößte
Mineralwasservorkommen Europas. Davon zeugen noch heute die 3 großen Mineralbäder Leuze, Berg und
Bad Cannstatt.
( www.stuttgart.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/mineralbaeder )
Zum sogenannten Travertinpark kommt Ihr mit der U14 bis Haltestelle Kraftwerk-Münster.
( www.stuttgart.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/travertinpark-stuttgart )
Historie im Detail: Zu den Stäffele; Der Weinbau war ein sehr wichtiger Teil der Landwirtschaft in
Württemberg. Noch vor der Zeit der Industrialisierung gab es fast ausschließlich das Handwerk und die
Landwirtschaft, um den Menschen ihren eher kargen Lebensunterhalt zu sichern. Württemberg war früher
verhältnismäßig arm. Dies änderte sich erst durch die aufkommende Industrie und die Reichsgründung
1871, bei der sich die souveränen deutschen Staaten zum Kaiserreich zusammenschlossen.
Mit Beginn der Industrialisierung um 1850 hatte Stuttgart noch über 1200 Hektar Weinbaufläche
vorzuweisen. Um 1900 herum waren es bereits weniger als 1000 Hektar. Die heutige, überbaute Hang-
Struktur entstand durch die aufkommende Wohnungsnot ab etwa 1900. So entstanden auch neue Wege,
Straßen und Stäffele.
Der Weinbau in Stuttgart umfasst insgesamt ca. 423 Hektar Rebfläche – das sind gut zwei Prozent der
Stadtfläche. Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart liegt im klimatisch begünstigten
Neckartal und zählt zu Deutschlands größten Weinbaugemeinden. In 16 der 23 Stadtbezirke wird Weinbau
betrieben, von den meisten der ca. 500 Betriebe im Nebenerwerb. Die Anbaufläche verteilt sich auf 18
Einzellagen, die alle zur Großlage Weinsteige gehören. Bewirtschaftet werden großenteils Steillagen. Gut
2/3 der Produktion entfallen auf Rotwein. Aktuell gibt es in Stuttgart nur noch ca. 17 Hektar Weinbau,
welcher von der Stadt selbst bewirtschaftet wird.
Sightseeing Tipp: ein Besuch im Städtischen Weinbaumuseum, in der „alten Kelter“ in Uhlbach und von
dort einen Spaziergang hoch zur Grabkapelle auf den Württemberg im Stadtteil Rotenberg.
( www.weinbaumuseum.de )
Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch
wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich.
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Historie im Detail: Am Galatea Brunnen ging es um die beiden Kindsfiguren. Diese deuten wie erwähnt
auf das damalige Sozialengagement Königin Olgas hin. Sie unterstützte mehrerer Wohltätigkeitsvereine
und trug maßgeblich zur Gründung der "Stuttgarter Heilanstalt für Kinder", dem Olga-Hospital, bei. Heute
kennt man das Krankenhaus noch immer unter dem schwäbischen Begriff "Olgäle", auch wenn es
mittlerweile in den Klinikkomplex des Katharinenhospital integriert wurde.
Ein weiteres Stiftungs-Projekte war die Nikolauspflege, das Blindenhilfswerk, welches 1856 von
Kronprinzessin Olga gegründet wurde. Den Bau von 1908 habt Ihr bei der Aussicht vom Galateabrunnen
zur gegenüberliegenden Talseite beschrieben bekommen.
Historie im Detail: Loriot kam 1937 im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie nach Stuttgart und wohnte
drei Jahre im obersten Stock des Gebäudes, in dem sich die "Apotheke" befindet. Hier in Stuttgart begann
seine Bühnenerfahrung als Statist an der Oper. Zum Gedenken an seine Zeit in Stuttgart bekam er eine
Säule mit einer bronzenen Möpsin.
Die Mopsfigur jedoch wurde erst ein halbes Jahr nach der Einweihung der Gedenksäule gefertigt und
aufgestellt. Davor hatte sich jemand einen Spaß gemacht und eine Deko-Mops-Figur hinauf gestellt
gehabt. Nachdem diese dann kurz danach wieder verschwunden war, wurde der Ruf in der Bevölkerung
und den Medien laut, dass da doch tatsächlich eine standesgemäße Mops Statue hinauf gehört. Der
Bildhauer Uli Gsell aus Ostfildern fertigte darauf hin die Möpsin.
( uli-gsell.de/angewandtes-denkmaeler )
Lorio prägte den Satz "Ein Leben ohne Mops ist möglich - aber sinnlos." im Jahr 2002. Darin spielte er
auf die Aussage Friedrich Nietzsches an, "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum". Zeitgleich drückte er
seine Liebe zu dieser Hunderasse aus.
Sightseeing-Tipp: die Stuttgarter Oper, in der Loriot um 1937 den Start seiner Kariere begründete, wurde
von ihm 1984 nochmals bespielt. Damals inszenierte er die Oper Martha.
Die Staatstheater Stuttgart gehören mit fast 1500 Mitarbeitern zum größten Drei-Sparten-Theater (Oper,
Schauspiel und Ballett) in Europa und bieten Führungen durch ihre Räumlichkeiten an. So sind neben der
Bühne auch die Schneiderei, die Bühnenmaler Werkstätten und weitere technische Einrichtungen zu
bestaunen.
( www.staatstheater-stuttgart.de/entdecken/fuehrungen )
Historie im Detail: Der Stuttgarter Hauptbahnhof wurde zwischen 1914 und 1928 erbaut. Der Turm mit
dem markanten Firmenstern wurde bei der Planung des Bahnhofes als Ankunftsgebäude für die
Königsfamilie gedacht. Jedoch fiel die Bauzeit in den Ersten Weltkrieg und nach dessen Ende wurde die
Monarchie sowohl in Deutschland als auch in Württemberg abgeschafft.
Den Turm baute man dennoch wie geplant fertig.
Nach den Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkriegs half das
Unternehmen Daimler-Benz beim Wiederaufbau. Im Gegenzug
verhandelte man einen Vertrag für einen Werbe-Stern auf dem Turm aus.
Dies war 1952. Im März 2021 wurde der Stern nun vorübergehend
abmontiert, denn das alte Bahnhofsgebäude wird umgebaut und soll
geplant 2025 neu eröffnet werden. Dann wieder mit dem Stern auf dem
Turm.
Sightseeing-Tipp: Ein Besuch im Mercedes-Benz Museum in
Untertürkheim. Bis 2025 soll der Stern des Bahnhofs noch vor dem
Eingang zu sehen sein.
( www.mercedes-benz.com/de/classic/museum )
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www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 3 von 6 | Stand 05/2021
Im Rätsel wurde das Märchen „die Sterntaler“
gesucht. Direkt hat das Märchen nichts mit Stuttgart
zu tun, jedoch gibt es an der Stuttgarter Sternwarte
auf der Uhlandshöhe einen Sternenbrunnen. Die
Darstellung erinnert stark an das erwähnte Märchen.
Die Sternwarte kann besucht werden:
( www.sternwarte.de )
Über das Bahnhofsprojekt S21 wurde viel gebruddelt und genörgelt. Darum die Bruddlerstaffel?
Der tatsächliche Grund für die Namensgebung ist nicht bekannt.....
Sightseeing-Tipp: Gerne wird über Dinge „gebruddelt“, die für unnötig befunden werden. Besucht daher
doch einmal das Schweinemuseum am alten Schlachthof im Stadtteil Gaisburg / Bezirk Ost.
( www.schweinemuseum.de )
Historie im Detail: Zum Stadtteil Gaisburg ist zu sagen, dass von dort aus das schwäbische
Nationalgericht, der Eintopf „Gaisburger Marsch“, in die Welt hinausgetragen wurde. Hierbei handelt es
sich um einen Eintopf mit Rindfleisch, Kartoffeln und Spätzle. Etwas Gemüse ist auch dabei.
Hier ein Rezept vom Sterne Koch Vincent Klink
Zutaten:
500g Suppenfleisch vom Schulterblatt, 2 Zwiebeln, 200-300 gekochte Spätzle, 4 Kartoffeln, 2 Karotten 1
große Petersilienwurzel, 1 kleines Stück Sellerie, 1 Stange Lauch, 5 Pfefferkörner, 1 Prise Muskat, etwas
Pfeffer, 2 EL Butterschmalz - das vollständige Rezept findet Ihr hier: REZEPT (PDF 28 kB)
Der Name „Gaisburger Marsch“ soll daher rühren, dass im 19. Jahrhundert Offiziersanwärter eine
Vorliebe für einen kräftigen Ochsenfleischeintopf mit Spätzle und Kartoffeln hatten, welcher in der
Gaisburger Gaststätte Bäckerschmiede serviert wurde. Da die Offiziersanwärter auf dem Weg von der
Berger Kaserne in dieses Wirtshaus eine militärische Marschordnung einhielten, bekam das Gericht den
Namen Gaisburger Marsch.
Historie im Detail: John Cyril Cranko (* 1927,† 1973) war ein britischer Tanzregisseur und Choreograf.
Er leitete ab 1961 das Stuttgarter Ballett, das er innerhalb weniger Jahre zu einer der führenden
Ballettkompanien der Welt machte.
Nach Stuttgart kam er jedoch eher zufällig: Als der aus Südafrika stammende Choreograf nämlich nach
einer Anzeige wegen "homosexueller Vergehen" in die Schlagzeilen geraten war, bat die bekannte Tänzerin
Beriosova ihren Vater, der damals Ballettmeister in Stuttgart war, etwas für ihren Freund zu tun. Nicolas
Beriosoff ging zu seinem Intendanten, klagte über Überarbeitung und schlug Schäfer vor: "Holen wir doch
einen Gast. Da gibt es in London beim Royal Ballet zwei Youngsters, von denen man spricht, MacMillan
und Cranko. Cranko hätte im Augenblick Zeit, wie ich zufällig von meiner Tochter gehört habe.“
John Cranko starb am 26. Juni 1973 während des Rückfluges von einer erfolgreichen USA-Tournee. Sein
Grab befindet sich auf dem kleinen Friedhof beim Schloss Solitude (Stuttgart).
Mehr zur Ballettschule gibt es hier: www.john-cranko-schule.de
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www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 4 von 6 | Stand 05/2021
Historie im Detail: Die von der Landeswasserversorgung gewonnenen Wassermengen verteilen sich auf
40% Grundwasser, 40% Flusswasser, das der Donau bei Leipheim (Bayern) entnommen wird, und 20%
Quellwasser aus der Buchbrunnenquelle im Egautal bei Dischingen. Die Landeswasserversorgung wurde
1912 gegründet um der Bevölkerung hygienisch einwandfreies und bezahlbares Wasser zur Verfügung zu
stellen.
Historie im Detail: Bei einer Züchtung in Weinsberg wurden 1929 roter Trollinger und weißer Riesling
gekreuzt. Die Neuzüchtung erhielt 1969 Sortenschutz und wurde im selben Jahr in die Sortenliste
eingetragen. Zu Beginn sprach man vom „Weißen Herold“, später wurde die Rebsorte mit Bezug auf den
schwäbischen Dichter Justinus Kerner, der in Weinsberg lebte, in „Kerner“ umbenannt.
Vorteilhaft ist die gute Winterfrostwiderstandsfähigkeit, die starke Wüchsigkeit und der spätere Austrieb.
Dadurch entgeht er eventuellen späten Frühjahrsfrösten.
Die relativ robuste Sorte stellt nur mittelhohe Ansprüche an die Lage. Extrem trockene Standorte sind
ungeeignet, was in den nächsten Jahren aufgrund des veränderten Klimas zu Problemen führen kann.
Der Wein ist dem Silvaner ähnlich. Leichtere Kerner-Weine mit höheren Säuregehalten erinnern an
Rieslinge. Als Prädikatswein zeigt er sich kräftig, rund und nussartig, manchmal mit leichter Muskatnote.
In Württemberg werden ca. 2,5% der Anbauflächen mit Kerner bewirtschaftet. In Baden fehlt er ganz.
Historie im Detail: 1859 erwarb Ernst Immanuel Wulle zusammen mit seinem Partner, dem Braumeister
Maier, die Grundstücke Neckarstraße 60 und 62 bis zur Mitte des Kernerplatzes in Stuttgart Mitte. Wulle
Bier gab es dann von 1861 bis 1971. Durch die damalige Übernahme der Wulle Brauerei durch
Dinkelacker waren die Braurechte in der heutigen Familienbrauerei gesichert. Seit 2008 wird es nun im
Stuttgarter Süden an der Tübingerstraße erneut gebraut.
Sightseeing-Tipp: Ein Besuch mit Führung in der Dinkelacker Brauerei in Stuttgart Süd.
( www.familienbrauerei-dinkelacker.de/brauereifuehrung )
Historie im Detail: Der Nesenbach ist ein Nebenfluss des Neckars mit einer Länge von knapp 13 km. Der
Nesenbach hat die Talmulde eingeschnitten, in der sich Stuttgart entwickelt hat. Der kleine Bach
durchquerte die Stadt früher von Südwest nach Nordost, ist jedoch heute auf ganzer Länge durch den
gleichnamigen Hauptsammler der Stuttgarter Kanalisation ersetzt. Der ursprüngliche Bachlauf ist auf etwa
einem Kilometer Länge zwischen den Stadtteilen Kaltental und Heslach, wo die geschlossene Bebauung
der Kernstadt beginnt, renaturiert worden. Diesen zur Unterscheidung vom Hauptsammler als Stadtbach
Nesenbach bezeichneten Lauf speist jedoch nicht mehr die Nesenbachquelle, sondern nur kleinere lokale
Zuläufe.
Der Volkskundler Helmut Dölker spricht davon, dass der Begriff „Nesenbach“ von dem Personennamen
Nes abgeleitet ist. Dieser könnte sich von einem Familiennamen oder dem Namen Agnes abgeleitet haben.
Erstmals als Nesenbach wurde das Gewässer 1504 bezeichnet. Davor wurde Bezeichnungen wie „der
Bach“, „Vaihinger Bach“ oder „Kaltentaler Bach“. In Richtung Stadtmitte als Furtbach bezeichnet. Daran
erinnert bis heute die Furtbachstraße in Stuttgart-Süd und die Bachstraße in Stuttgart-Vaihingen.
Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch
wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich.
www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 5 von 6 | Stand 05/2021
Bis zur Inbetriebnahme des Nesenbachdükers, also der Unterquerung des neuen Bahnhofs im Herbst 2020,
unterquerte der seitherige Nesenbachkanal das Carl-Zeiss-Planetarium. Mit Fertigstellung des neuen
Dükers wurde das alte Teilstück zwischen Königin-Katharina-Stift-Gymnasium und Planetarium
stillgelegt.
Wer noch mehr über den Nesenbach erfahren möchte, kann hier in einem weiteren PDF Einblick
bekommen: Reportage Nesenbach (5 MB)
Alles zu den Wasserflächen und -stellen in Stuttgart:
Laut Statistik der Stadt Stuttgart gibt es auf der Stadtgemarkung ca. 170 Kilometer an Bächen und über 65
Hektar Seen. Zudem noch um die 250 Brunnen und Wasserspiele.
Auch hier ein PDF zum Thema: www.stuttgart-gewaesser-im-portrait-2020.pdf (11 MB)
Eine sehr informative Seite zu den Stuttgarter Brunnen: www.stuttgarter-brunnen.de
Danke, dass Ihr die Stäffele Stadtrallye gespielt habt und Euch für die historischen Themen der
Stadt Stuttgart interessiert. Da dieses Spiel während der Corona Pandemie 2021 geschrieben wurde
werden sicherlich nicht alle Sightseeing Tipps möglich sein zu besuchen*. Ich bitte hierfür um
Verständnis und eventuell klappt es dann bei einem der nächsten Besuche nach der Pandemie.
Sollten Links nicht funktionieren oder andere Fehler im Dokument festgestellt werden, so würde ich mich
sehr über eine kurze Rückmeldung freuen.
Die „Krone zur Stadt“ Stadtrally ist auch als Englische Version erhältlich:
https://www.stuttgarter-staeffelestour.de/en/stuttgart-cityquest/
*einige Museen hatte bei dieser Zusammenstellung online Angebote und digitale Führungen. Dies findet
Ihr ebenfalls unter den angegebenen Links.
Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch
wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich.
www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 6 von 6 | Stand 05/2021

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Stuttgart Stäffele Stadtrallye Wassergeister Tipps

  • 1. Stäffele Stadtrallye – „auf der Suche nach Stuttgarts Wassergeister“ Historie im Detail & Sightseeing Tipps, die im Spiel (folgender Link) erwähnt wurden https://www.stuttgarter-staeffelestour.de/staeffele-stadtrallye Historie im Detail: Am Startpunkt, der Musik-Pavillon auf dem Schlossplatz von 1871 befand sich ursprünglich viel näher am Neuen Schloss. Seinen heutigen Platz bekam er, als der Schlossplatz anlässlich der Bundesgartenschau 1977 und der Verlegung der Straßenbahn unter die Erde neu gestaltet wurde. Seit 1863 fährt die Tube im Untergrund von London, in Paris ab 1900 die Metro, und die U-Bahn in Berlin ging 1902 an den Start. Stuttgart musste etwas länger warten. Erst 1961 beschließt der Gemeinderat, die zentralen Strecken des öffentlichen Nahverkehrs tieferzulegen – insgesamt sind es 17 Kilometer. Man nennt die neuen Linien „U- Straßenbahn“ – denn die Bahnen schauen immer wieder an das Tageslicht. 1962 beginnt die Stadt damit zu unterkellern. Am Charlottenplatz sticht der erste Spaten fürs Tunnelnetz ins Erdreich. 1966 wird die erste Fahrt gefeiert. Seit 1977 sind auf der unteren Königstraße die Fußgänger unter sich, seit 1979 auch auf dem oberen Abschnitt. Sightseeing Tipp: Im Straßenbahnmuseum der SSB (Stuttgarter Straßenbahnen) befinden Sie noch viele Wagen aus dieser Zeit und auch aus den Epochen davor und danach. Zu finden ist das Museum in Bad Cannstatt. ( www.ssb-ag.de/strassenbahnmuseum-stuttgart ) Nicht nur während Corona kann man das Museum auch virtuell besuchen. ( 360gmbh.de/vrs_tour/ssb_stuttgart ) Historie im Detail: Beide Schlossplatzbrunnen sollten anlässlich des Geburtstags des Königs am 27. September 1863 auf dem Schlossplatz aufgestellt werden, dabei waren technische Probleme zu lösen. Für die in Wasseralfingen hergestellten Wasserschalen mussten Spezialwagen für den Transport auf der Remstalbahn konstruiert werden. Zu dicht beieinanderstehende Pfeiler der Remstalbrücke in Schwäbisch Gmünd mussten abgerissen werden. In Stuttgart wurde für die Durchfahrt durch das Königstor eines der beiden flankierenden Wachhäuschen abgetragen und nach der Passage der Brunnenschalen wieder aufgebaut. Trotz dieser Widrigkeiten konnten die beiden Springbrunnen termingerecht in Betrieb genommen werden. In Wasseralfingen lagen damals die Hüttenwerke Württembergs, die nach 1803 staatlich wurden und mit Beginn des Königreiches 1806 eben als solche „Königliche Hüttenwerke“ geführt wurden. Ab 1921 wurde das Unternehmen teil-privatisiert und firmierte unter dem Namen Schwäbische Hüttenwerke, später als SHW AG bekannt. Unter anderem fertigte das Unternehmen Schachtabdeckungen Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich. www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 1 von 6 | Stand 05/2021
  • 2. für Kanäle (Bild), welche heute noch teilweise an den Stäffele Stuttgarts zu finden sind. Historie im Detail: Karl Donndorf (*1870 in Dresden; † 1941 in Stuttgart) absolvierte seine Ausbildung an der Stuttgarter Kunstschule. Neben dem Schicksalsbrunnen schuf er weitere Denkmale in Stuttgart. Die Schiller Statur vor dem Großen Haus, der Oper, sowie einem Brunnen auf der Karlshöhe (Pallas- Athene-Brunnen) im Stadtbezirk Süd (zur Oper findet Ihr weiter unten Infos). Gerade an der Karlshöhe lohnt es zu verweilen. In den Sommermonaten hat hier der wohl schönste Biergarten der Stadt geöffnet ( www.biergarten-karlshoehe.com ). Die Stäffele in die Höhe haben es in sich, doch die Aussicht lohnt! Unter anderem bieten wir auch eine Stadtrallye zur Karlshöhe an: „Zur Krone der Stadt“ ( www.stuttgarter-staeffelestour.de/staeffele-stadtrallye ) Sightseeing-Tipp: Ein Besuch der Staatsgalerie und / oder ein Museumsbesuch im Haus der Geschichte von Baden-Württemberg. ( www.staatsgalerie.de ) und ( www.hdgbw.de ) Der Travertinpark im Stadtteil Hallschlag, Bezirk Bad Cannstatt zeigt noch heute wie der „Schwäbische Marmor“ abgebaut wurde. Der Travertin ist ein Kalkstein mit gelblich-bräunlicher Färbung, der entsteht, wenn stark mineralhaltige Quellen an die Oberfläche treten. Stuttgart hat nach Budapest das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas. Davon zeugen noch heute die 3 großen Mineralbäder Leuze, Berg und Bad Cannstatt. ( www.stuttgart.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/mineralbaeder ) Zum sogenannten Travertinpark kommt Ihr mit der U14 bis Haltestelle Kraftwerk-Münster. ( www.stuttgart.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/travertinpark-stuttgart ) Historie im Detail: Zu den Stäffele; Der Weinbau war ein sehr wichtiger Teil der Landwirtschaft in Württemberg. Noch vor der Zeit der Industrialisierung gab es fast ausschließlich das Handwerk und die Landwirtschaft, um den Menschen ihren eher kargen Lebensunterhalt zu sichern. Württemberg war früher verhältnismäßig arm. Dies änderte sich erst durch die aufkommende Industrie und die Reichsgründung 1871, bei der sich die souveränen deutschen Staaten zum Kaiserreich zusammenschlossen. Mit Beginn der Industrialisierung um 1850 hatte Stuttgart noch über 1200 Hektar Weinbaufläche vorzuweisen. Um 1900 herum waren es bereits weniger als 1000 Hektar. Die heutige, überbaute Hang- Struktur entstand durch die aufkommende Wohnungsnot ab etwa 1900. So entstanden auch neue Wege, Straßen und Stäffele. Der Weinbau in Stuttgart umfasst insgesamt ca. 423 Hektar Rebfläche – das sind gut zwei Prozent der Stadtfläche. Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart liegt im klimatisch begünstigten Neckartal und zählt zu Deutschlands größten Weinbaugemeinden. In 16 der 23 Stadtbezirke wird Weinbau betrieben, von den meisten der ca. 500 Betriebe im Nebenerwerb. Die Anbaufläche verteilt sich auf 18 Einzellagen, die alle zur Großlage Weinsteige gehören. Bewirtschaftet werden großenteils Steillagen. Gut 2/3 der Produktion entfallen auf Rotwein. Aktuell gibt es in Stuttgart nur noch ca. 17 Hektar Weinbau, welcher von der Stadt selbst bewirtschaftet wird. Sightseeing Tipp: ein Besuch im Städtischen Weinbaumuseum, in der „alten Kelter“ in Uhlbach und von dort einen Spaziergang hoch zur Grabkapelle auf den Württemberg im Stadtteil Rotenberg. ( www.weinbaumuseum.de ) Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich. www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 2 von 6 | Stand 05/2021
  • 3. Historie im Detail: Am Galatea Brunnen ging es um die beiden Kindsfiguren. Diese deuten wie erwähnt auf das damalige Sozialengagement Königin Olgas hin. Sie unterstützte mehrerer Wohltätigkeitsvereine und trug maßgeblich zur Gründung der "Stuttgarter Heilanstalt für Kinder", dem Olga-Hospital, bei. Heute kennt man das Krankenhaus noch immer unter dem schwäbischen Begriff "Olgäle", auch wenn es mittlerweile in den Klinikkomplex des Katharinenhospital integriert wurde. Ein weiteres Stiftungs-Projekte war die Nikolauspflege, das Blindenhilfswerk, welches 1856 von Kronprinzessin Olga gegründet wurde. Den Bau von 1908 habt Ihr bei der Aussicht vom Galateabrunnen zur gegenüberliegenden Talseite beschrieben bekommen. Historie im Detail: Loriot kam 1937 im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie nach Stuttgart und wohnte drei Jahre im obersten Stock des Gebäudes, in dem sich die "Apotheke" befindet. Hier in Stuttgart begann seine Bühnenerfahrung als Statist an der Oper. Zum Gedenken an seine Zeit in Stuttgart bekam er eine Säule mit einer bronzenen Möpsin. Die Mopsfigur jedoch wurde erst ein halbes Jahr nach der Einweihung der Gedenksäule gefertigt und aufgestellt. Davor hatte sich jemand einen Spaß gemacht und eine Deko-Mops-Figur hinauf gestellt gehabt. Nachdem diese dann kurz danach wieder verschwunden war, wurde der Ruf in der Bevölkerung und den Medien laut, dass da doch tatsächlich eine standesgemäße Mops Statue hinauf gehört. Der Bildhauer Uli Gsell aus Ostfildern fertigte darauf hin die Möpsin. ( uli-gsell.de/angewandtes-denkmaeler ) Lorio prägte den Satz "Ein Leben ohne Mops ist möglich - aber sinnlos." im Jahr 2002. Darin spielte er auf die Aussage Friedrich Nietzsches an, "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum". Zeitgleich drückte er seine Liebe zu dieser Hunderasse aus. Sightseeing-Tipp: die Stuttgarter Oper, in der Loriot um 1937 den Start seiner Kariere begründete, wurde von ihm 1984 nochmals bespielt. Damals inszenierte er die Oper Martha. Die Staatstheater Stuttgart gehören mit fast 1500 Mitarbeitern zum größten Drei-Sparten-Theater (Oper, Schauspiel und Ballett) in Europa und bieten Führungen durch ihre Räumlichkeiten an. So sind neben der Bühne auch die Schneiderei, die Bühnenmaler Werkstätten und weitere technische Einrichtungen zu bestaunen. ( www.staatstheater-stuttgart.de/entdecken/fuehrungen ) Historie im Detail: Der Stuttgarter Hauptbahnhof wurde zwischen 1914 und 1928 erbaut. Der Turm mit dem markanten Firmenstern wurde bei der Planung des Bahnhofes als Ankunftsgebäude für die Königsfamilie gedacht. Jedoch fiel die Bauzeit in den Ersten Weltkrieg und nach dessen Ende wurde die Monarchie sowohl in Deutschland als auch in Württemberg abgeschafft. Den Turm baute man dennoch wie geplant fertig. Nach den Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkriegs half das Unternehmen Daimler-Benz beim Wiederaufbau. Im Gegenzug verhandelte man einen Vertrag für einen Werbe-Stern auf dem Turm aus. Dies war 1952. Im März 2021 wurde der Stern nun vorübergehend abmontiert, denn das alte Bahnhofsgebäude wird umgebaut und soll geplant 2025 neu eröffnet werden. Dann wieder mit dem Stern auf dem Turm. Sightseeing-Tipp: Ein Besuch im Mercedes-Benz Museum in Untertürkheim. Bis 2025 soll der Stern des Bahnhofs noch vor dem Eingang zu sehen sein. ( www.mercedes-benz.com/de/classic/museum ) Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich. www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 3 von 6 | Stand 05/2021
  • 4. Im Rätsel wurde das Märchen „die Sterntaler“ gesucht. Direkt hat das Märchen nichts mit Stuttgart zu tun, jedoch gibt es an der Stuttgarter Sternwarte auf der Uhlandshöhe einen Sternenbrunnen. Die Darstellung erinnert stark an das erwähnte Märchen. Die Sternwarte kann besucht werden: ( www.sternwarte.de ) Über das Bahnhofsprojekt S21 wurde viel gebruddelt und genörgelt. Darum die Bruddlerstaffel? Der tatsächliche Grund für die Namensgebung ist nicht bekannt..... Sightseeing-Tipp: Gerne wird über Dinge „gebruddelt“, die für unnötig befunden werden. Besucht daher doch einmal das Schweinemuseum am alten Schlachthof im Stadtteil Gaisburg / Bezirk Ost. ( www.schweinemuseum.de ) Historie im Detail: Zum Stadtteil Gaisburg ist zu sagen, dass von dort aus das schwäbische Nationalgericht, der Eintopf „Gaisburger Marsch“, in die Welt hinausgetragen wurde. Hierbei handelt es sich um einen Eintopf mit Rindfleisch, Kartoffeln und Spätzle. Etwas Gemüse ist auch dabei. Hier ein Rezept vom Sterne Koch Vincent Klink Zutaten: 500g Suppenfleisch vom Schulterblatt, 2 Zwiebeln, 200-300 gekochte Spätzle, 4 Kartoffeln, 2 Karotten 1 große Petersilienwurzel, 1 kleines Stück Sellerie, 1 Stange Lauch, 5 Pfefferkörner, 1 Prise Muskat, etwas Pfeffer, 2 EL Butterschmalz - das vollständige Rezept findet Ihr hier: REZEPT (PDF 28 kB) Der Name „Gaisburger Marsch“ soll daher rühren, dass im 19. Jahrhundert Offiziersanwärter eine Vorliebe für einen kräftigen Ochsenfleischeintopf mit Spätzle und Kartoffeln hatten, welcher in der Gaisburger Gaststätte Bäckerschmiede serviert wurde. Da die Offiziersanwärter auf dem Weg von der Berger Kaserne in dieses Wirtshaus eine militärische Marschordnung einhielten, bekam das Gericht den Namen Gaisburger Marsch. Historie im Detail: John Cyril Cranko (* 1927,† 1973) war ein britischer Tanzregisseur und Choreograf. Er leitete ab 1961 das Stuttgarter Ballett, das er innerhalb weniger Jahre zu einer der führenden Ballettkompanien der Welt machte. Nach Stuttgart kam er jedoch eher zufällig: Als der aus Südafrika stammende Choreograf nämlich nach einer Anzeige wegen "homosexueller Vergehen" in die Schlagzeilen geraten war, bat die bekannte Tänzerin Beriosova ihren Vater, der damals Ballettmeister in Stuttgart war, etwas für ihren Freund zu tun. Nicolas Beriosoff ging zu seinem Intendanten, klagte über Überarbeitung und schlug Schäfer vor: "Holen wir doch einen Gast. Da gibt es in London beim Royal Ballet zwei Youngsters, von denen man spricht, MacMillan und Cranko. Cranko hätte im Augenblick Zeit, wie ich zufällig von meiner Tochter gehört habe.“ John Cranko starb am 26. Juni 1973 während des Rückfluges von einer erfolgreichen USA-Tournee. Sein Grab befindet sich auf dem kleinen Friedhof beim Schloss Solitude (Stuttgart). Mehr zur Ballettschule gibt es hier: www.john-cranko-schule.de Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich. www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 4 von 6 | Stand 05/2021
  • 5. Historie im Detail: Die von der Landeswasserversorgung gewonnenen Wassermengen verteilen sich auf 40% Grundwasser, 40% Flusswasser, das der Donau bei Leipheim (Bayern) entnommen wird, und 20% Quellwasser aus der Buchbrunnenquelle im Egautal bei Dischingen. Die Landeswasserversorgung wurde 1912 gegründet um der Bevölkerung hygienisch einwandfreies und bezahlbares Wasser zur Verfügung zu stellen. Historie im Detail: Bei einer Züchtung in Weinsberg wurden 1929 roter Trollinger und weißer Riesling gekreuzt. Die Neuzüchtung erhielt 1969 Sortenschutz und wurde im selben Jahr in die Sortenliste eingetragen. Zu Beginn sprach man vom „Weißen Herold“, später wurde die Rebsorte mit Bezug auf den schwäbischen Dichter Justinus Kerner, der in Weinsberg lebte, in „Kerner“ umbenannt. Vorteilhaft ist die gute Winterfrostwiderstandsfähigkeit, die starke Wüchsigkeit und der spätere Austrieb. Dadurch entgeht er eventuellen späten Frühjahrsfrösten. Die relativ robuste Sorte stellt nur mittelhohe Ansprüche an die Lage. Extrem trockene Standorte sind ungeeignet, was in den nächsten Jahren aufgrund des veränderten Klimas zu Problemen führen kann. Der Wein ist dem Silvaner ähnlich. Leichtere Kerner-Weine mit höheren Säuregehalten erinnern an Rieslinge. Als Prädikatswein zeigt er sich kräftig, rund und nussartig, manchmal mit leichter Muskatnote. In Württemberg werden ca. 2,5% der Anbauflächen mit Kerner bewirtschaftet. In Baden fehlt er ganz. Historie im Detail: 1859 erwarb Ernst Immanuel Wulle zusammen mit seinem Partner, dem Braumeister Maier, die Grundstücke Neckarstraße 60 und 62 bis zur Mitte des Kernerplatzes in Stuttgart Mitte. Wulle Bier gab es dann von 1861 bis 1971. Durch die damalige Übernahme der Wulle Brauerei durch Dinkelacker waren die Braurechte in der heutigen Familienbrauerei gesichert. Seit 2008 wird es nun im Stuttgarter Süden an der Tübingerstraße erneut gebraut. Sightseeing-Tipp: Ein Besuch mit Führung in der Dinkelacker Brauerei in Stuttgart Süd. ( www.familienbrauerei-dinkelacker.de/brauereifuehrung ) Historie im Detail: Der Nesenbach ist ein Nebenfluss des Neckars mit einer Länge von knapp 13 km. Der Nesenbach hat die Talmulde eingeschnitten, in der sich Stuttgart entwickelt hat. Der kleine Bach durchquerte die Stadt früher von Südwest nach Nordost, ist jedoch heute auf ganzer Länge durch den gleichnamigen Hauptsammler der Stuttgarter Kanalisation ersetzt. Der ursprüngliche Bachlauf ist auf etwa einem Kilometer Länge zwischen den Stadtteilen Kaltental und Heslach, wo die geschlossene Bebauung der Kernstadt beginnt, renaturiert worden. Diesen zur Unterscheidung vom Hauptsammler als Stadtbach Nesenbach bezeichneten Lauf speist jedoch nicht mehr die Nesenbachquelle, sondern nur kleinere lokale Zuläufe. Der Volkskundler Helmut Dölker spricht davon, dass der Begriff „Nesenbach“ von dem Personennamen Nes abgeleitet ist. Dieser könnte sich von einem Familiennamen oder dem Namen Agnes abgeleitet haben. Erstmals als Nesenbach wurde das Gewässer 1504 bezeichnet. Davor wurde Bezeichnungen wie „der Bach“, „Vaihinger Bach“ oder „Kaltentaler Bach“. In Richtung Stadtmitte als Furtbach bezeichnet. Daran erinnert bis heute die Furtbachstraße in Stuttgart-Süd und die Bachstraße in Stuttgart-Vaihingen. Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich. www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 5 von 6 | Stand 05/2021
  • 6. Bis zur Inbetriebnahme des Nesenbachdükers, also der Unterquerung des neuen Bahnhofs im Herbst 2020, unterquerte der seitherige Nesenbachkanal das Carl-Zeiss-Planetarium. Mit Fertigstellung des neuen Dükers wurde das alte Teilstück zwischen Königin-Katharina-Stift-Gymnasium und Planetarium stillgelegt. Wer noch mehr über den Nesenbach erfahren möchte, kann hier in einem weiteren PDF Einblick bekommen: Reportage Nesenbach (5 MB) Alles zu den Wasserflächen und -stellen in Stuttgart: Laut Statistik der Stadt Stuttgart gibt es auf der Stadtgemarkung ca. 170 Kilometer an Bächen und über 65 Hektar Seen. Zudem noch um die 250 Brunnen und Wasserspiele. Auch hier ein PDF zum Thema: www.stuttgart-gewaesser-im-portrait-2020.pdf (11 MB) Eine sehr informative Seite zu den Stuttgarter Brunnen: www.stuttgarter-brunnen.de Danke, dass Ihr die Stäffele Stadtrallye gespielt habt und Euch für die historischen Themen der Stadt Stuttgart interessiert. Da dieses Spiel während der Corona Pandemie 2021 geschrieben wurde werden sicherlich nicht alle Sightseeing Tipps möglich sein zu besuchen*. Ich bitte hierfür um Verständnis und eventuell klappt es dann bei einem der nächsten Besuche nach der Pandemie. Sollten Links nicht funktionieren oder andere Fehler im Dokument festgestellt werden, so würde ich mich sehr über eine kurze Rückmeldung freuen. Die „Krone zur Stadt“ Stadtrally ist auch als Englische Version erhältlich: https://www.stuttgarter-staeffelestour.de/en/stuttgart-cityquest/ *einige Museen hatte bei dieser Zusammenstellung online Angebote und digitale Führungen. Dies findet Ihr ebenfalls unter den angegebenen Links. Alle Infos und Links waren bei der Erstellung dieser Übersicht erreichbar. Bitte prüft vor einer Anreise ob das Ausgewählte Ziel auch wirklich geöffnet hat. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für den Inhalt ist der jeweilige Betreiber der Homepage verantwortlich. www.stuttgarter-staeffelestour.de Seite 6 von 6 | Stand 05/2021