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Stuttgart, Juni 2017
Roland Berger
Krankenhaus-
studie 2017
2RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
> Die große Mehrheit der deutschen Krankenhäuser konnte im vergangenen Jahr
ihren Umsatz steigern – auch für 2017 wird weiteres Wachstum erwartet.
> Nach einer Erholung in 2015 hat sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser
im Jahr 2016 wieder verschlechtert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten 40%
der befragten Krankenhäuser keinen Überschuss erwirtschaften.
> Die Krankenhäuser gehen für das laufende Geschäftsjahr 2017 von einer
Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation aus. Mittelfristig sehen mehr
als 60% der Krankenhausmanager von eine Eintrübung ihrer wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen.
> Als größte Herausforderungen sehen Krankenhäuser den zunehmenden
Fachkräftemangel sowie den anhaltend hohen Investitionsbedarf.
Sowohl der steigende Qualitätswettbewerb als auch die zunehmende
Digitalisierung werden als Chancen gesehen.
> Die Krankenhäuser wollen besonders in Fachbereiche mit einem hohen Anteil
an älteren Patienten investieren. Knapp 60% der Krankenhäuser verfügen jedoch
nicht über ausreichende Investitionsmittel – 90% begründen dies mit nicht
ausreichenden Fördermitteln der Bundesländer.
Kernergebnisse der Krankenhausstudie 2017 (1/3)
3RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Kernergebnisse der Krankenhausstudie 2017 (2/3)
> Digitalisierung ist mittlerweile auf der Agenda deutscher Krankenhausmanager
angekommen – knapp 90% geben an, eine Digitalisierungsstrategie zu haben.
> 64% der deutschen Krankenhäuser wurden schon einmal Opfer eines Hacker-
angriffs. Zur Abwehr wird vor allem auf die Verbesserung der Firewalls, Notfall-
konzepte und die Aufklärung der Mitarbeiter/Mitarbeiterschulungen gesetzt.
> Über 60% der befragten Krankenhäuser befinden sich nach eigener Aussage in
einer Phase der umfangreichen Ergebnisverbesserung. Die Initiativen hierzu
werden mit hoher Intensität betrieben.
> Zur Ergebnisverbesserung setzen die Krankenhäuser dabei weiter auf die
klassischen Hebel der Steigerung der stationären Erlöse sowie die Opti-
mierung des medizinischen Sachbedarfs. Die größten Potenziale zur
Ergebnisverbesserung sehen die befragten Krankenhausmanager in der
strategischen Ausrichtung ihres Hauses, zum Beispiel der Optimierung
des Medizinportfolios.
> Die Krankenhäuser sind mit dem Erfolg ihrer Ergebnisverbesserungsmaß-
nahmen unzufrieden.
> Hierfür wird vor allem die Komplexität der notwendigen Maßnahmen verantwort-
lich gemacht. Auch die nachhaltige und dauerhafte Maßnahmenumsetzung
wird als große Herausforderung wahrgenommen.
4RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Kernergebnisse der Krankenhausstudie 2017 (3/3)
> Ein erfolgreiches Komplexitätsmanagement sowie die Unterstützung von
Führungskräften und Mitarbeitern sind nach Meinung der Studienteilnehmer die
Schlüssel zur erfolgreichen Ergebnisverbesserung.
> Nur knapp 60% der Krankenhäuser setzen Digitalisierungsmaßnahmen im
Rahmen ihrer Ergebnisverbesserung ein – gegenüber 70% im Vorjahr. Allerdings
erzielen die Krankenhäuser zunehmend signifikante wirtschaftliche
Wertbeiträge durch Digitalisierung.
> Die zunehmende Ambulantisierung des deutschen Gesundheitsmarktes bewer-
ten die Krankenhausmanager als Chance. Über 80% der Krankenhäuser
arbeiten aktuell an Initiativen zur Ambulantisierung.
> Die erhofften positiven Effekte eines MVZ können nur teilweise realisiert
werden. So konnte die Zunahme von Zuweisungen und die Entlastung des
stationären Bereiches in vielen Krankenhäusern nicht im erhofften Maße
erreicht werden.
> Die größte Herausforderung für Wachstum im ambulanten Bereich ist die
Verfügbarkeit geeigneten Personals. Außerdem erfordert die Erweiterung des
eigenen ambulanten Angebots Fingerspitzengefühl im Umgang mit nieder-
gelassenen Ärzten in ihrer Doppelfunktion als Zuweiser und Konkurrenten.
5RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Inhalt Seite
A. Aktuelle und zukünftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage 6
B. Ergebnisverbesserung im Krankenhaus: Maßnahmen und Erfolgsfaktoren 16
C. Ambulantisierung – Chance oder Herausforderung? 25
D. Ihre Ansprechpartner 29
Kommentar
Die Roland Berger-Krankenhausstudie
untersucht die wirtschaftliche Lage
deutscher Krankenhäuser und
analysiert die von ihnen eingesetzten
Maßnahmen zur Verbesserung ihres
Ergebnisses. Die Studie wird bereits
zum dritten Mal durchgeführt, zeigt
also klare Trends und Entwicklungen.
Ziel der Studie ist es, die Einschätzung
der Führungskräfte zur aktuellen
Situation und zur zukünftigen
Entwicklung der deutschen
Krankenhauslandschaft. Ein
Sonderthema dieser Studie ist der
Trend hin zur Ambulantisierung.
Dazu hat Roland Berger im Mai 2017
die Vorstände und Geschäftsführer-
/innen der 500 größten Krankenhäuser
in Deutschland befragt.
Die Teilnehmer haben unterschied-
liche Umsatzgrößen, Versorgungs-
stufen und Trägerschaften, die Studie
basiert also auf einer heterogenen
Stichprobe.
6RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
A. Aktuelle und zukünftige
Entwicklung der
wirtschaftlichen Lage
7RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Ein Großteil der Krankenhäuser konnte 2016 erneut den
Umsatz steigern – auch der Umsatzausblick bleibt positiv
Wie hat sich Ihr Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelt?
Was erwarten Sie für das aktuelle Geschäftsjahr? [% der Nennungen]
Wie in den Vorjahren konnten die
meisten Krankenhäuser ihre Umsätze
im abgelaufenen Geschäftsjahr
steigern.
Ein Großteil der Krankenhäuser
erwartet auch für das aktuelle
Geschäftsjahr eine positive
Umsatzentwicklung.
Gründe für die stetig wachsenden
Umsätze sind neben der Entwicklung
der Landesbasisfallwerte (reiner
Preiseffekt) vor allem die demo-
graphische Entwicklung, die steigende
Multimorbidität und der medizinisch-
technische Fortschritt: Diese Faktoren
sorgen für höhere Fallzahlen und
einen Anstieg des durchschnittlichen
Fallschweregrades.
2%2%
96%
0%
6%
94%
8%
3%
89%
Anstieg RückgangKonstant
Krankenhausstudie 2017 Krankenhausstudie 2016 Krankenhausstudie 2015
2%
12%
86%
6%7%
87%
0%
11%
89%
RückgangKonstantAnstieg
Umsatzentwicklung
abgelaufenes Jahr
Erwartung
aktuelles Jahr
Kommentar
8RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Weniger als 59% der Krankenhäuser konnten 2016 einen
Überschuss erwirtschaften – Negative Erwartung für 2017
Wie hat sich Ihr Jahresergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelt?
Was erwarten Sie für das aktuelle Geschäftsjahr? [% der Nennungen]
Nach einer Verbesserung der wirt-
schaftlichen Situation im Jahr 2015 ist
in 2016 wieder eine Verschlechterung
der Situation zu erkennen.
Der Anteil der Krankenhäuser mit
positivem Jahresergebnis ging um 13
Prozentpunkte (pp.) auf 59% zurück.
Dieser Rückgang spiegelt sich
entsprechend im Anstieg der ausge-
glichenen Ergebnisse (+6pp.) und der
defizitären Häuser (+7pp.) wider.
Die Erwartungen für das aktuelle
Geschäftsjahr bleiben, wie im Vorjahr,
verhalten bis pessimistisch: Der
Krankenhausmarkt steht weiterhin
unter wirtschaftlichem Druck. Diesem
müssen Krankenhausmanager durch
das Ergreifen frühzeitiger Maßnahmen
zur Erlössteigerung und
Kostensenkung entgegentreten.
Überschuss
Ausgeglichen
Defizit
Ergebnis 2015
59%
47%
14% 20%
27% 33%
Ergebnis 2016 Erwartung 2017
72%
8%
20%
Kommentar
9RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Verschlechterung
der wirtschaftlichen
Situation von
Krankenhäusern
60% der Krankenhäuser erwarten auch mittelfristig eine
Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation
Wie schätzen Sie die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation von Krankenhäusern
(deutscher Markt) in den kommenden 5 Jahren ein? [% der Nennungen]
Die Mehrheit der teilnehmenden
Krankenhäuser erwartet eine
Verschlechterung der wirtschaftlichen
Situation. Allerdings ist ihr Anteil in den
letzten beiden Jahren deutlich
gesunken.
Weiter angestiegen ist der Anteil an
Studienteilnehmern, die in Zukunft
weder eine Verbesserung noch eine
Verschlechterung der wirtschaftlichen
Situation erwarten. Rd. 36% der
Teilnehmer erwarten eine konstante
Entwicklung.
Der Anteil jener Befragten, die von
einer Verbesserung ausgehen, ist
weiterhin marginal – der systemische
Druck auf die Akteure bleibt hoch.
Krankenhaus-
studie 2016
92%
72%
Krankenhaus-
studie 2015
Krankenhaus-
studie 201760%
Kommentar
10RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Fachkräftemangel und Effizienzdruck werden als eher negativ,
Qualitätswettbewerb und Digitalisierung als Chance bewertet
Wie stark schätzen Sie die Auswirkung der folgenden Trends auf Ihr Haus ein? Wie beurteilen
Sie die Auswirkungen dieser Trends auf die wirtschaftliche Situation Ihres Hauses?
Der viel beklagte "Fachkräftemangel"
und der wachsende Kostendruck
werden die wirtschaftliche Situation
deutscher Krankenhäuser in den
Augen der Studienteilnehmer, stark
beeinflussen – und zwar überwiegend
negativ.
Die Auswirkung einer vermehrten
Qualitätsorientierung wird als relevant
und überwiegend positiv eingeschätzt.
Deutsche Krankenhäuser sehen sich
für den Qualitätswettbewerb
offensichtlich gut gerüstet. Dieses
deutliche Ergebnis überrascht
insofern, als dass im Rahmen der
geplanten qualitätsorientierten Vergü-
tung in erster Linie der aktuelle Erlös-
pool umverteilt wird. Es sind daher
Gewinner und Verlierer zu erwarten.
Die Auswirkungen der zunehmenden
Digitalisierung werden positiv
bewertet. Entsprechend sind sich die
Studienteilnehmer der Chancen der
Digitalisierung für die stationäre
Patientenversorgung (Verbesserung
der Kommunikation, Analytik und
Behandlungsprozesse etc.) bewusst.
61
Vermehrte Qualitäts-
orientierung/-wettbewerb
4,7
Zunehmende Digitalisierung
der Krankenversorgung
4,9
Kosten- und
Effizienzdruck
5,0
Innovationen und
erhöhter Investitionsbedarf
5,1
Vermehrter Wettbewerb
um Fachkräfte
5,3
Relevanz der Trends
[Zustimmungen]
Auswirkungen der Trends
[Mittelwerte]
Negativ Positiv1 2 3 4 5 6Gering Hoch
Kommentar
11RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
1 +1
Die befragten Krankenhäuser sehen Neurologie und Kardio-
logie als Wachstumsschwerpunkte – Geriatrie konstant
Welche 5 Fachbereiche stellen für Sie Wachstums- und Investitionsschwerpunkte dar?
[Top 10 Ergebnisse, % der Nennungen]
Wie im vergangenen Jahr werden
Fachabteilungen mit einem hohen
Anteil älterer Patienten (zum Beispiel
Neurologie und Kardiologie) als
Wachstums- und Investitionsschwer-
punkte gesehen.
Die Geriatrie stagniert hingegen auf
der "Prioritätenliste" der befragten
Krankenhausmanager. In 2015 hatte
sie die Liste angeführt und war 2016
auf den vierten Platz gefallen. Diese
Entwicklung kann möglicherweise mit
den bereits getätigten Investitionen in
diesem Bereich begründet werden.
Dadurch besteht aktuell ein geringerer
Investitionsbedarf.
Die Fachgebiete Pneumologie und
Allgemein- und Viszeralchirurgie sind
die "Aufsteiger" der Krankenhaus-
studie 2017 – beide können in der
Priorität um 3 Plätze steigen.
20%
20%
22%
24%
25%
29%
43%
51%
53%
69%
Hämatologie, Onkologie
Geriatrie
Allgemein- und Viszeralchirurgie
Kardiologie
Psychiatrie
Orthopädie
Innere Medizin
Neurochirurgie
Pneumologie
Neurologie
3 0
4 0
6 +3
8 +1
8 -1
10 -4
Entwicklung des Rangs im Vergleich zum Vorjahr
Rang
2 -1
5 +3
7 -2
Kommentar
12RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Die Investitionsfähigkeit der Krankenhäuser wird weiterhin als
kritisch bewertet – Fast 60% investieren unzureichend
Investieren Sie in ausreichendem Maße?
Falls nein: Wodurch können Sie nicht ausreichend investieren? [% der Nennungen]
Investieren Sie in
ausreichendem Maße?
Gründe für mangelnde
Investitionsfähigkeit1)
57%
Nein
Vorjahr: 40%
Ja
Keine ausreichende
Möglichkeit zur
Refinanzierung 26%
Unzureichende
Einnahmen aus dem
laufenden Betrieb 63%
Keine
ausreichenden
Fördermittel 100%
90%
53%
27%
20162017
Die Beurteilung der eigenen Investi-
tionstätigkeit und -fähigkeit fällt in 2017
deutlich schlechter aus als in 2016.
57% der befragten Krankenhaus-
manager bezeichnen ihr aktuelles
Investitionsniveau als unzureichend.
90% der Manager machen dafür zu
geringe Fördermittel verantwortlich.
Für 53% der Befragten sind
unzureichende Einnahmen ein Grund.
Das Thema Refinanzierung (bspw.
über Bankkredite) stellt, vor dem
Hintergrund des hohen Interesse der
Banken am Gesundheitssektor und
des niedrigen Zinsniveaus, nur für
wenige Krankenhäuser eine
Herausforderung dar.
1) Prozentualer Anteil bezogen auf Teilnehmer, die Frage zur ausreichenden
Investition mit "Nein" beantwortet haben
Kommentar
13RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Die IT-Ausgaben machen nur einen geringen Umsatzanteil
aus – Bei 91% der Häuser weniger als 2%
Welchen Anteil Ihres Umsatzes geben Sie für IT aus? [% der Nennungen]
Ein Großteil der befragten
Krankenhäuser gibt weniger als 2%
ihres Umsatzanteils für IT aus. Bei
knapp der Hälfte (41%) ist es sogar
weniger als 1%.
Nur jedes 10. Krankenhaus betrachtet
den IT-Bereich als wichtiges
Investitionsfeld und investiert mehr als
2% des Umsatzes in die IT.
In Zukunft können sich die IT-
Ausgaben jedoch deutlich erhöhen.
Eine Verbesserung der IT-Security ,
die Einstellung von neuem IT-Personal
sowie neue digitale Medizinkonzepte
sind die Hauptreiber.
9%
1,5% - 2% 27%
1% - 1,5% 23%
0,5% - 1% 34%
Unter 0,5% 7%
Mehr als 2,0 %
Anteil am
Umsatz
Kommentar
91%
geben weniger
als 2% des
Umsatzes für IT-
Ausgaben aus
14RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Während die Mehrheit der Krankenhäuser eine Digitalstrate-
gie hat, arbeiten nur 24% mit Start-ups zusammen
Trotz des geringen Ausgabenanteil
steht das Thema Digitalisierung weit
oben auf der Agenda der
Krankenhausmanager. Fast 90% der
Befragten geben an, eine
Digitalisierungsstrategie entwickelt zu
haben.
In der Umsetzung greifen deutsche
Krankenhäuser nur selten auf Start-
ups zurück. Lediglich 24% der
befragten Häuser arbeiten mit Start-
ups zusammen. Überwiegend wird auf
eigene Entwicklungen oder die
Software und Lösungen etablierter
Anbieter gesetzt.
89%
haben eine
Digitalstrategie
24%
arbeiten mit Start-ups
zusammen
Haben Sie/Ihr Krankenhaus eine Strategie für die Digitalisierung/eine "Digitalstrategie"?
Arbeiten Sie mit "Start-ups" zusammen? [% der Nennungen]
Zusammenarbeit mit
Start-ups?
Digitalisierungs-
strategie?
Kommentar
15RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Rund 2/3 der befragten Häuser waren bereits Opfer eines
Hackerangriffs – Firewalls als wichtigste Gegenmaßnahme
Gab es in Ihrem Haus schon einmal einen Hackerangriff? Welche Maßnahmen haben Sie ins-
besondere ergriffen, um sich vor unberechtigtem Datenzugriff zu schützen? [% der Nennungen]
64% der befragten Krankenhäuser
wurden bereits Opfer eines
Hackerangriffs. Dies umfasst sowohl
aktive "Angriffe" durch das Internet als
auch durch unachtsame Nutzung ein-
geschleuster Viren/Trojaner (zum
Beispiel über USB-Sticks).
Für den Schutz vor derartigen
Attacken setzen Krankenhäuser vor
allem auf die Verstärkung und Durch-
setzung existierender Mechanismen.
Hierbei ist insbesondere die
Verstärkung der Firewall zu nennen.
Zu einer Aufstockung des Personals in
den jeweiligen IT-Abteilungen haben
die Angriffe nur selten (rd. 31%)
geführt.
Bereits Opfer eines
Hackerangriffs?
64%
Ja
Nein
Welche Gegenmaßnahmen
eingeleitet?
31%
Begrenzung des Zugriffs
auf externe Inhalte
69%
Schulungen von Mitarbeitern
Aufstockung von Personal
in der IT-Abteilung
73%
Ausarbeitung Notfallplan
Verschärfung der
Firewall-Absicherung
98%
75%
Kommentar
16RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
B. Ergebnisverbesserung
im Krankenhaus:
Maßnahmen und
Erfolgsfaktoren
17RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Über 60% der Krankenhäuser arbeiten aktuell mit überwie-
gend hoher Intensität an Ergebnisverbesserungsmaßnahmen
Befindet sich Ihr Haus aktuell in einer Phase der Ergebnisverbesserung? Mit welcher Intensität
werden Sie solche Maßnahmen in den kommenden Jahren betreiben? [% der Nennungen]
63% der befragten Krankenhäuser
befinden sich aktuell in einer Phase
der Ergebnisverbesserung. Dieser
Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr
(65%) stabil.
Die geplante Intensität der Ergebnis-
verbesserungsmaßnahmen ist
weiterhin sehr hoch. Mehr als 80% der
Teilnehmer wollen diese auch in den
kommenden Jahren mit sehr hoher
oder hoher Intensität weiterführen.
Aktuell in einer Ergebnis-
verbesserung?
63%
Ja
Vorjahr: 65%
Nein
Geplante Intensität der Ergebnis-
verbesserungsmaßnahmen
0%
3%
0%
14%
47%
36% 83%
Sehr hohe /
hohe Intensität
Vorjahr: 75%
(Sehr) hoch
(Sehr) gering
Mittel
Kommentar
18RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Kurzfristig liegt der Fokus auf der weiteren Steigerung der
Erlöse sowie der Reduktion der Sachaufwendungen
In welchen Bereichen liegen die größten Potenziale für Optimierungen? [% der Nennungen]
Die befragten Krankenhausmanager
sehen die größten Optimierungs-
potenziale in der strategischen
Ausrichtung, zum Beispiel in der
optimalen Ausrichtung ihres
Medizinportfolios am Markt.
Auch im medizinischen Bereich sehen
rd. 73% der Befragten hohes
Optimierungspotenzial, zum Beispiel
durch die Steigerung der Auslastung
des Personals.
Den Bereich der nicht-medizinischen
Dienstleistungen scheinen die
Befragten als weitgehend optimiert
anzusehen – nur rd. 10% sehen hier
weitere Potenziale.
Verwaltung 18%
Medizinische Dienstleistungen
(Labor, Radiologie, etc.)
Nicht-Medizinische Dienstleistungen
(Reinigung, Catering, etc.)
10%
25%
Strategische Ausrichtung
(Medizinportfolio, Standortwahl, etc.)
78%
Medizin
(Auslastung med. Personal, etc.)
73%
1
3
4
2
5
Rang
Kommentar
19RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Dennoch werden weiterhin klassische Optimierungsthemen
priorisiert – Stationäre Erlöse und medizinischer Sachbedarf
In welchen 5 Bereichen liegen die wichtigsten der in 2017 zu ergreifenden Maßnahmen?
[% der Nennungen]
Trotz des mittlerweile eingeführten
Fixkostendegressionsabschlags steht
die Steigerung der stationären Erlöse
weiter im Fokus. Aktuell ist die
Auswirkung des Abschlags für viele
Kliniken noch schwer einzuschätzen.
Auch bei der Senkung des
medizinischen Sachbedarfs sieht der
Großteil der Krankenhäuser noch
weiteres Optimierungspotenzial.
Der nicht-medizinische Sachbedarf ist
wieder stärker in den Fokus der
Studienteilnehmer gerückt.
Personalkosten wandern auf der
Prioritätenliste der Krankenhaus-
manager 4 Plätze nach unten.
Trotz hoher Potenziale (vgl. Roland
Berger Fundraising Studie 2016)
sehen nur wenige Krankenhaus-
manager das Einwerben weiterer
Fördermittel oder Spenden als
Fokusthema.
0
0
0
+3
+1
-4
-2
+1
-1 10%
13%
23%
29%
31%
38%
42%
50%
83%
94%Höhere stationäre Erlöse
Geringerer sonstiger betr. Aufwand
Geringerer medizinischer Sachbedarf
Reduktion Finanzierungskosten
Höhere ambulante Erlöse
Verstärktes Liquiditätsmanagement
Geringerer nicht-med. Sachbedarf
Niedrigere Personalkosten
Höhere Fördermittel/Spenden
Höhere sonstige Erlöse
AusgabensenkungenEinnahmensteigerungenEntwicklung des Rangs im Vergleich zum Vorjahr
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Rang
+2
Kommentar
20RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Mit dem Erfolg ihrer Initiativen zur Ergebnisverbesserung ist
mehr als die Hälfte der Krankenhäuser unzufrieden
Wie zufrieden sind Sie mit dem Erfolg Ihrer bisherigen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung?
[% der Nennungen]
Mit dem Erfolg ihrer Maßnahmen zur
Ergebnisverbesserung sind deutsche
Krankenhäuser eher unzufrieden.
Aktuell geben 57% von ihnen an, dass
sie mit ihren bisherigen Maßnahmen
nur wenig oder mittelmäßig zufrieden
sind.
In 2017 sind nur noch 8% der befrag-
ten Krankenhäuser sehr zufrieden mit
den bisherigen Maßnahmen zur
Ergebnisverbesserung.
Die überwiegende Mehrheit der deut-
schen Krankenhäuser sieht also noch
deutliches Verbesserungspotenzial bei
der Umsetzung ihrer Maßnahmen.
50%
9%
Ergebnisse 2016 Ergebnisse 2017
(Sehr) niedrige / mittlere ZufriedenheitSehr hohe Zufriedenheit
Sehr zufrieden
57%
8%
Sehr zufrieden
Eher unzufriedenEher unzufrieden
Kommentar
21RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Hohe Komplexität ist die größte Herausforderung bei Maß-
nahmen zur Ergebnisverbesserung im Krankenhaus
Was sind die 5 größten Herausforderungen bei der Durchführung von Maßnahmen zur Ergeb-
nisverbesserung im Krankenhaus? Was die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren? [% der Nennungen]
Die drei größten Herausforderungen
Die drei größten Erfolgsfaktoren
74%
Komplexität der zu
ergreifenden Maßnahmen
Umsetzung Widerstände bei
Mitarbeitern
71% 66%
Unterstützung
Führungskräfte / Mitarbeiter
Management der
Komplexität
Klare Kommunikation von
Zielen & Fortschritten
80% 71%
Die hohe Komplexität der Maßnahmen-
pakete und deren konkrete Umsetzung
werden als große Herausforderung
angesehen.
Die häufige Nennung von Wider-
ständen seitens der Beschäftigten
macht deutlich, dass erfolgreiche
Ergebnisverbesserung nicht "top-down"
durch Vorgaben des Managements
funktioniert – Vielmehr müssen
Krankenhausmanager die gesamte
Organisation überzeugen, um
gemeinsam am wirtschaftlichen
Turnaround zu arbeiten.
Als Erfolgsfaktoren sehen die Studien-
teilnehmer Faktoren, die helfen die
Herausforderungen zu überwinden:
Das Gewinnen von Führungskräften
und Mitarbeitern als Unterstützer, eine
klare Kommunikation von Zielen und
das erfolgreiche Management der
hohen Komplexität.
70%
Kernpunkte
bei Maßnahmen
zur Ergebnisver-
besserung
Management von
Komplexität1
Einbindung
Mitarbeiter
durch klare
Kommunikation
2
Frühe Umsetzungs-
fokussierung3
Kommentar
22RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Die existierende Komplexität wird durch häufige Wechsel in
der Geschäftsführung weiter angetrieben
Gab es bei Ihnen in den letzten 3 Jahren personelle Änderungen in der Geschäftsführung? Wie
gestaltete sich die Suche nach geeigneten Nachfolgekandidaten/innen? [% der Nennungen]
Über die Hälfte der Krankenhäuser
wechselte in den vergangenen drei
Jahren einen Teil der Geschäfts-
führung aus.
Die Neubesetzung der Position mit
geeigneten Nachfolgekandidaten/
-innen gestaltete sich dabei etwas
leichter als in den Vorjahren.
Häufige Wechsel in der Geschäfts-
führung können die Umsetzung von
Ergebnisverbesserungsmaßnahmen
weiter verkomplizieren. Gerade kom-
plexe Maßnahmen erfordern eine
aufwändige und tiefe Einarbeitung –
bei häufigem Wechsel der Geschäfts-
führung fallen diese Maßnahmen
mehrfach an.
Auch die Kontinuität ist in solchen
Fällen nicht immer gewährleistet –
neue Geschäftsführungen setzen
häufig eigene, neue Akzente. Dies
kann die Umsetzung laufender Maß-
nahmen zur Ergebnisverbesserung
beeinträchtigen.
20%
16%
12%
44%
4%
Wie gestaltete sich die
Nachfolgesuche?
36%
schwierig
Vorjahr: 48%
Geschäftsführerwechsel
innerhalb der letzten 3 Jahre?
56%
Ja
Vorjahr: 51%
(Sehr) einfach
(Sehr) schwierig
Mittel
Nein
Kommentar
23RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Krankenhäuser setzen Digitalisierung mittlerweile zielge-
richteter bei Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung ein
Im Vergleich zum Vorjahr geben
weniger Krankenhäuser (58%) an, zur
Ergebnisverbesserung auf Digitalisie-
rungsmaßnahmen zu setzen.
Gleichzeitig steigt der Anteil der
Häuser, die mit Digitalisierungsmaß-
nahmen einen signifikanten Ergebnis-
beitrag erreichen konnten auf 31%.
Diese Ergebnisse legen den Schluss
nahe, dass die Krankenhäuser im
Bereich Digitalisierung mittlerweile
zielgerichteter investieren.
Ihre Erfahrungen aus den vergange-
nen Jahren helfen den ihnen, ihre
Ressourcen genau in die Maßnahmen
zu investieren, durch die ein
größtmöglicher Ergebnisbeitrag zu
erwarten ist.
58%
berücksichtigen
Digitalisierungs-
maßnahmen
31%
sehen einen
signifikanten
wirtschaftlichen
Beitrag
Haben Sie Digitalisierungsmaßnahmen in Ihren bisherigen Maßnahmen zur Ergebnisverbesse-
rung berücksichtigt? Falls ja: Wie sehr konnten Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbesserung
Ihrer wirtschaftlichen Situation beitragen? [% der Nennungen]
Verbesserung der wirtschaft
-lichen Situation?
Bestandteil von Maßnahmen zur
Ergebnisverbesserung?
Vorjahr: 79% Vorjahr: 17%
Kommentar
24RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Hoher Investitionsbedarf ist die größte Hürde für die
Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen im Krankenhaus
Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen bei der Umsetzung von
Digitalisierungsmaßnahmen? [Mittelwerte]
Digitalisierung im Krankenhaus ist
nach Ansicht der Studienteilnehmer
wünschenswert aber teuer und
aufwändig.
Als größte Herausforderungen werden
der hohen Investitionsaufwand und die
Zusatzbelastung für Organisation und
Beteiligte angegeben.
Datensicherheit und mangelndes
digitales Know-How stellen deutsche
Krankenhäuser bei der Digitalisierung
vor Herausforderungen.
Gleichzeitig ist "mangelnde Priorität"
die geringste Umsetzungshürde. Dem
Thema Digitalisierung wird also eine
hohe Priorität beigemessen.
Umsetzungshürden
in 2017
Gering Hoch
2,1
2,8
3,7
4,1
4,6
4,8
61
Probleme beim Daten-
austausch / Datensicherheit
Zusatzbelastung für
Organisation und Beteiligte
Zu hoher Investitionsbedarf /
fehlende finanzielle Mittel
Widerstände innerhalb
der Belegschaft
Geringe Priorität
des Themas
Mangelndes digitales
Know-How
Kommentar
25RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
C. Ambulantisierung –
Chance oder Heraus-
forderung?
26RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Ambulantisierung als Chance – Vier von fünf Krankenhäusern
führen derzeit Projekte zur Ambulantisierung durch
Arbeitet Ihr Krankenhaus aktuell an Initiativen oder Projekten zum Thema Ambulantisierung?
Sehen Sie die Ambulantisierung für Ihr Haus als Chance oder Risiko? [% der Nennungen]
Die zunehmende Ambulantisierung
bewegt den deutschen Gesundheits-
markt stark. Über 80% der
teilnehmenden Krankenhäuser
arbeiten aktuell an Initiativen zur
Ambulantisierung.
Eine deutliche Mehrheit von über 70%
der Teilnehmer sieht in der Ambu-
lantisierung eher eine Chance als ein
Risiko. Dies ist ein beachtlicher Wert –
repräsentieren die Studienteilnehmer
doch ausschließlich den "klassischen"
stationären Sektor.
Offensichtlich haben deutsche
Krankenhäuser Wege entwickelt, die
Ambulantisierung erfolgreich
mitzugestalten.
13%
35%
17%
12%
0%
23%
Risiko
oder Chance?
71%
eher Chance
als Risiko
Aktuelle Projekte zur
Ambulantisierung?
83%
Ja
Chance
Risiko
Mittel
Nein
Kommentar
27RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Kliniken sehen die größten Chancen in der Erweiterung des
eigenen ambulanten Leistungsportfolios durch MVZs
Wie sollten Krankenhäuser agieren, um die Ambulantisierung als Chance zu nutzen?
[Mittelwerte]
Die befragten Krankenhäuser sehen in
der Ambulantisierung die Möglichkeit,
Patienten im Rahmen eigener
ambulanter Infrastruktur zu behandeln.
Chancen werden vor allem in der
Einrichtung eigener ambulanter
Strukturen (z.B. MVZs) und der
Verlagerung von Patienten in eigene
ambulante Bereiche gesehen.
Der Verlagerung von Patienten in
externe ambulante Angebote stehen
die befragten Klinikmanager eher
kritisch gegenüber.
Wie wird Ambulantisierung
zur Chance?
2,6
4,3
4,8
1 6
Verlagerung von stationären
Behandlungen in den eigenen
ambulanten Bereich (z.B. AOP)
Verlagerung von stationären
Behandlungen in externe
ambulante Bereiche
(z.B. Niedergelassene)
Erweiterung des eigenen
ambulanten Leistungsportfolios
(MVZ)
Stimme nicht zu Stimme voll zu
Kommentar
28RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
MVZs werden den an sie gerichteten Erwartungen nicht
immer gerecht – Kernherausforderung ist der Ärztemangel
Was war die Motivation für die Einrichtung eines MVZs in Ihrem Haus? Sind die erhofften
Effekte eingetreten? Welche Herausforderungen haben Sie mit Ihrem MVZ? [Mittelwerte]
Die medizinischen Versorgungs-
zentren (MVZ) der Studienteilnehmer
konnten den Erwartungen nicht immer
gerecht werden.
Insbesondere die erhoffte verstärkte
Zuweisung sowie eine spürbare
Entlastung der stationären Bereiche
sind nicht im erhofften Maß
eingetreten.
Der mit 4,1 am stärksten erhoffte
Effekt – die Sicherstellung der
regionalen Versorgung – konnte
hingegen nahezu im erhofften Maß,
erreicht werden.
Die größten Herausforderungen für
MVZs sehen die Studienteilnehmer im
Mangel an geeignetem/ interessiertem
Personal und in Konflikten mit den
Zuweisern.
Die Wirtschaftlichkeit von MVZs und
ihre Expertise im Management
ambulanter Einrichtungen bewerten
die Studienteilnehmer relativ neutral.
Mangelnde Auslastung ist nach
Erfahrung der Studienteilnehmer kein
großes Problem für MVZs.
Herausforderungen
mit MVZ?
Erhoffte und eingetretene
Effekte durch MVZ
4,1
3,7
3,8
4,0
3,9
3,4
3,2
3,3
61
Versorgungseffekt –
Sicherstellung
der regionalen Versorgung
Marketingeffekt –
gesteigerte Attraktivität
für Patienten
Entlastungseffekt –
Entlastung der
stationären Bereiche
Zuweisungseffekt – Mehr
Zuweisungen durch eigene
ambulante Infrastruktur
Stimme
nicht zu
Stimme
voll zu
EingetretenErhofft
2,2
3,0
3,2
3,6
3,6
61
Fehlende Auslastung
Fehlende Kompetenzen im
Management des ambulanten
Bereichs
Betrieb ist unwirtschaftlich
Konflikte mit Zuweisern
(MVZ wird als Konkurrenz
empfunden)
Mangel an geeignetem/
interessiert. ärztl. Personal
Stimme
nicht zu
Stimme
voll zu
Kommentar
29RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
D. Ihre Ansprechpartner
30RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Ihre Ansprechpartner
Oliver Rong
Roland Berger GmbH
Am Sandtorkai 41
20457 Hamburg
E-Mail: Oliver.Rong@rolandberger.com
Tel.: +49 (0) 160 744 - 4423
Head
Healthcare
D-A-CH
Senior Partner
Dr. med. Peter
Magunia
Roland Berger GmbH
Löffelstraße 46
70597 Stuttgart
E-Mail: Peter.Magunia@rolandberger.com
Tel.: +49 (0) 160 744 - 3587
Head
Healthcare
Germany
Partner
31RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx
Roland Berger unterstützt Krankenhäuser seit vielen Jahren
erfolgreich bei strategischen und operativen Themen
Roland Berger-Erfahrung im Bereich Krankenhäuser
> Standort-, Verbundstrategien
und Strukturgutachten
> Medizinstrategie und -
Portfoliooptimierung
> Medizinische Schwerpunkt-/
Zentrenbildung
> Digitalisierungsstrategie
> Ergebnisverbesserung
> Restrukturierung
> Wachstumsstrategien
> Konsolidierungsstrategien
> Liquiditätsoptimierung
> Finanzierungssicherung
> Kooperationen
> Fusionen
> M&A
> Führungsorganisation
> Change-Management
Strategie Ergebnisverbesserung Weitere
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Rb krankenhausstudie 2017 v_f

  • 1. Stuttgart, Juni 2017 Roland Berger Krankenhaus- studie 2017
  • 2. 2RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx > Die große Mehrheit der deutschen Krankenhäuser konnte im vergangenen Jahr ihren Umsatz steigern – auch für 2017 wird weiteres Wachstum erwartet. > Nach einer Erholung in 2015 hat sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser im Jahr 2016 wieder verschlechtert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten 40% der befragten Krankenhäuser keinen Überschuss erwirtschaften. > Die Krankenhäuser gehen für das laufende Geschäftsjahr 2017 von einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation aus. Mittelfristig sehen mehr als 60% der Krankenhausmanager von eine Eintrübung ihrer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. > Als größte Herausforderungen sehen Krankenhäuser den zunehmenden Fachkräftemangel sowie den anhaltend hohen Investitionsbedarf. Sowohl der steigende Qualitätswettbewerb als auch die zunehmende Digitalisierung werden als Chancen gesehen. > Die Krankenhäuser wollen besonders in Fachbereiche mit einem hohen Anteil an älteren Patienten investieren. Knapp 60% der Krankenhäuser verfügen jedoch nicht über ausreichende Investitionsmittel – 90% begründen dies mit nicht ausreichenden Fördermitteln der Bundesländer. Kernergebnisse der Krankenhausstudie 2017 (1/3)
  • 3. 3RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Kernergebnisse der Krankenhausstudie 2017 (2/3) > Digitalisierung ist mittlerweile auf der Agenda deutscher Krankenhausmanager angekommen – knapp 90% geben an, eine Digitalisierungsstrategie zu haben. > 64% der deutschen Krankenhäuser wurden schon einmal Opfer eines Hacker- angriffs. Zur Abwehr wird vor allem auf die Verbesserung der Firewalls, Notfall- konzepte und die Aufklärung der Mitarbeiter/Mitarbeiterschulungen gesetzt. > Über 60% der befragten Krankenhäuser befinden sich nach eigener Aussage in einer Phase der umfangreichen Ergebnisverbesserung. Die Initiativen hierzu werden mit hoher Intensität betrieben. > Zur Ergebnisverbesserung setzen die Krankenhäuser dabei weiter auf die klassischen Hebel der Steigerung der stationären Erlöse sowie die Opti- mierung des medizinischen Sachbedarfs. Die größten Potenziale zur Ergebnisverbesserung sehen die befragten Krankenhausmanager in der strategischen Ausrichtung ihres Hauses, zum Beispiel der Optimierung des Medizinportfolios. > Die Krankenhäuser sind mit dem Erfolg ihrer Ergebnisverbesserungsmaß- nahmen unzufrieden. > Hierfür wird vor allem die Komplexität der notwendigen Maßnahmen verantwort- lich gemacht. Auch die nachhaltige und dauerhafte Maßnahmenumsetzung wird als große Herausforderung wahrgenommen.
  • 4. 4RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Kernergebnisse der Krankenhausstudie 2017 (3/3) > Ein erfolgreiches Komplexitätsmanagement sowie die Unterstützung von Führungskräften und Mitarbeitern sind nach Meinung der Studienteilnehmer die Schlüssel zur erfolgreichen Ergebnisverbesserung. > Nur knapp 60% der Krankenhäuser setzen Digitalisierungsmaßnahmen im Rahmen ihrer Ergebnisverbesserung ein – gegenüber 70% im Vorjahr. Allerdings erzielen die Krankenhäuser zunehmend signifikante wirtschaftliche Wertbeiträge durch Digitalisierung. > Die zunehmende Ambulantisierung des deutschen Gesundheitsmarktes bewer- ten die Krankenhausmanager als Chance. Über 80% der Krankenhäuser arbeiten aktuell an Initiativen zur Ambulantisierung. > Die erhofften positiven Effekte eines MVZ können nur teilweise realisiert werden. So konnte die Zunahme von Zuweisungen und die Entlastung des stationären Bereiches in vielen Krankenhäusern nicht im erhofften Maße erreicht werden. > Die größte Herausforderung für Wachstum im ambulanten Bereich ist die Verfügbarkeit geeigneten Personals. Außerdem erfordert die Erweiterung des eigenen ambulanten Angebots Fingerspitzengefühl im Umgang mit nieder- gelassenen Ärzten in ihrer Doppelfunktion als Zuweiser und Konkurrenten.
  • 5. 5RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Inhalt Seite A. Aktuelle und zukünftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage 6 B. Ergebnisverbesserung im Krankenhaus: Maßnahmen und Erfolgsfaktoren 16 C. Ambulantisierung – Chance oder Herausforderung? 25 D. Ihre Ansprechpartner 29 Kommentar Die Roland Berger-Krankenhausstudie untersucht die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser und analysiert die von ihnen eingesetzten Maßnahmen zur Verbesserung ihres Ergebnisses. Die Studie wird bereits zum dritten Mal durchgeführt, zeigt also klare Trends und Entwicklungen. Ziel der Studie ist es, die Einschätzung der Führungskräfte zur aktuellen Situation und zur zukünftigen Entwicklung der deutschen Krankenhauslandschaft. Ein Sonderthema dieser Studie ist der Trend hin zur Ambulantisierung. Dazu hat Roland Berger im Mai 2017 die Vorstände und Geschäftsführer- /innen der 500 größten Krankenhäuser in Deutschland befragt. Die Teilnehmer haben unterschied- liche Umsatzgrößen, Versorgungs- stufen und Trägerschaften, die Studie basiert also auf einer heterogenen Stichprobe.
  • 6. 6RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx A. Aktuelle und zukünftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage
  • 7. 7RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Ein Großteil der Krankenhäuser konnte 2016 erneut den Umsatz steigern – auch der Umsatzausblick bleibt positiv Wie hat sich Ihr Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelt? Was erwarten Sie für das aktuelle Geschäftsjahr? [% der Nennungen] Wie in den Vorjahren konnten die meisten Krankenhäuser ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr steigern. Ein Großteil der Krankenhäuser erwartet auch für das aktuelle Geschäftsjahr eine positive Umsatzentwicklung. Gründe für die stetig wachsenden Umsätze sind neben der Entwicklung der Landesbasisfallwerte (reiner Preiseffekt) vor allem die demo- graphische Entwicklung, die steigende Multimorbidität und der medizinisch- technische Fortschritt: Diese Faktoren sorgen für höhere Fallzahlen und einen Anstieg des durchschnittlichen Fallschweregrades. 2%2% 96% 0% 6% 94% 8% 3% 89% Anstieg RückgangKonstant Krankenhausstudie 2017 Krankenhausstudie 2016 Krankenhausstudie 2015 2% 12% 86% 6%7% 87% 0% 11% 89% RückgangKonstantAnstieg Umsatzentwicklung abgelaufenes Jahr Erwartung aktuelles Jahr Kommentar
  • 8. 8RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Weniger als 59% der Krankenhäuser konnten 2016 einen Überschuss erwirtschaften – Negative Erwartung für 2017 Wie hat sich Ihr Jahresergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelt? Was erwarten Sie für das aktuelle Geschäftsjahr? [% der Nennungen] Nach einer Verbesserung der wirt- schaftlichen Situation im Jahr 2015 ist in 2016 wieder eine Verschlechterung der Situation zu erkennen. Der Anteil der Krankenhäuser mit positivem Jahresergebnis ging um 13 Prozentpunkte (pp.) auf 59% zurück. Dieser Rückgang spiegelt sich entsprechend im Anstieg der ausge- glichenen Ergebnisse (+6pp.) und der defizitären Häuser (+7pp.) wider. Die Erwartungen für das aktuelle Geschäftsjahr bleiben, wie im Vorjahr, verhalten bis pessimistisch: Der Krankenhausmarkt steht weiterhin unter wirtschaftlichem Druck. Diesem müssen Krankenhausmanager durch das Ergreifen frühzeitiger Maßnahmen zur Erlössteigerung und Kostensenkung entgegentreten. Überschuss Ausgeglichen Defizit Ergebnis 2015 59% 47% 14% 20% 27% 33% Ergebnis 2016 Erwartung 2017 72% 8% 20% Kommentar
  • 9. 9RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation von Krankenhäusern 60% der Krankenhäuser erwarten auch mittelfristig eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation Wie schätzen Sie die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation von Krankenhäusern (deutscher Markt) in den kommenden 5 Jahren ein? [% der Nennungen] Die Mehrheit der teilnehmenden Krankenhäuser erwartet eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. Allerdings ist ihr Anteil in den letzten beiden Jahren deutlich gesunken. Weiter angestiegen ist der Anteil an Studienteilnehmern, die in Zukunft weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation erwarten. Rd. 36% der Teilnehmer erwarten eine konstante Entwicklung. Der Anteil jener Befragten, die von einer Verbesserung ausgehen, ist weiterhin marginal – der systemische Druck auf die Akteure bleibt hoch. Krankenhaus- studie 2016 92% 72% Krankenhaus- studie 2015 Krankenhaus- studie 201760% Kommentar
  • 10. 10RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Fachkräftemangel und Effizienzdruck werden als eher negativ, Qualitätswettbewerb und Digitalisierung als Chance bewertet Wie stark schätzen Sie die Auswirkung der folgenden Trends auf Ihr Haus ein? Wie beurteilen Sie die Auswirkungen dieser Trends auf die wirtschaftliche Situation Ihres Hauses? Der viel beklagte "Fachkräftemangel" und der wachsende Kostendruck werden die wirtschaftliche Situation deutscher Krankenhäuser in den Augen der Studienteilnehmer, stark beeinflussen – und zwar überwiegend negativ. Die Auswirkung einer vermehrten Qualitätsorientierung wird als relevant und überwiegend positiv eingeschätzt. Deutsche Krankenhäuser sehen sich für den Qualitätswettbewerb offensichtlich gut gerüstet. Dieses deutliche Ergebnis überrascht insofern, als dass im Rahmen der geplanten qualitätsorientierten Vergü- tung in erster Linie der aktuelle Erlös- pool umverteilt wird. Es sind daher Gewinner und Verlierer zu erwarten. Die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung werden positiv bewertet. Entsprechend sind sich die Studienteilnehmer der Chancen der Digitalisierung für die stationäre Patientenversorgung (Verbesserung der Kommunikation, Analytik und Behandlungsprozesse etc.) bewusst. 61 Vermehrte Qualitäts- orientierung/-wettbewerb 4,7 Zunehmende Digitalisierung der Krankenversorgung 4,9 Kosten- und Effizienzdruck 5,0 Innovationen und erhöhter Investitionsbedarf 5,1 Vermehrter Wettbewerb um Fachkräfte 5,3 Relevanz der Trends [Zustimmungen] Auswirkungen der Trends [Mittelwerte] Negativ Positiv1 2 3 4 5 6Gering Hoch Kommentar
  • 11. 11RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx 1 +1 Die befragten Krankenhäuser sehen Neurologie und Kardio- logie als Wachstumsschwerpunkte – Geriatrie konstant Welche 5 Fachbereiche stellen für Sie Wachstums- und Investitionsschwerpunkte dar? [Top 10 Ergebnisse, % der Nennungen] Wie im vergangenen Jahr werden Fachabteilungen mit einem hohen Anteil älterer Patienten (zum Beispiel Neurologie und Kardiologie) als Wachstums- und Investitionsschwer- punkte gesehen. Die Geriatrie stagniert hingegen auf der "Prioritätenliste" der befragten Krankenhausmanager. In 2015 hatte sie die Liste angeführt und war 2016 auf den vierten Platz gefallen. Diese Entwicklung kann möglicherweise mit den bereits getätigten Investitionen in diesem Bereich begründet werden. Dadurch besteht aktuell ein geringerer Investitionsbedarf. Die Fachgebiete Pneumologie und Allgemein- und Viszeralchirurgie sind die "Aufsteiger" der Krankenhaus- studie 2017 – beide können in der Priorität um 3 Plätze steigen. 20% 20% 22% 24% 25% 29% 43% 51% 53% 69% Hämatologie, Onkologie Geriatrie Allgemein- und Viszeralchirurgie Kardiologie Psychiatrie Orthopädie Innere Medizin Neurochirurgie Pneumologie Neurologie 3 0 4 0 6 +3 8 +1 8 -1 10 -4 Entwicklung des Rangs im Vergleich zum Vorjahr Rang 2 -1 5 +3 7 -2 Kommentar
  • 12. 12RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Die Investitionsfähigkeit der Krankenhäuser wird weiterhin als kritisch bewertet – Fast 60% investieren unzureichend Investieren Sie in ausreichendem Maße? Falls nein: Wodurch können Sie nicht ausreichend investieren? [% der Nennungen] Investieren Sie in ausreichendem Maße? Gründe für mangelnde Investitionsfähigkeit1) 57% Nein Vorjahr: 40% Ja Keine ausreichende Möglichkeit zur Refinanzierung 26% Unzureichende Einnahmen aus dem laufenden Betrieb 63% Keine ausreichenden Fördermittel 100% 90% 53% 27% 20162017 Die Beurteilung der eigenen Investi- tionstätigkeit und -fähigkeit fällt in 2017 deutlich schlechter aus als in 2016. 57% der befragten Krankenhaus- manager bezeichnen ihr aktuelles Investitionsniveau als unzureichend. 90% der Manager machen dafür zu geringe Fördermittel verantwortlich. Für 53% der Befragten sind unzureichende Einnahmen ein Grund. Das Thema Refinanzierung (bspw. über Bankkredite) stellt, vor dem Hintergrund des hohen Interesse der Banken am Gesundheitssektor und des niedrigen Zinsniveaus, nur für wenige Krankenhäuser eine Herausforderung dar. 1) Prozentualer Anteil bezogen auf Teilnehmer, die Frage zur ausreichenden Investition mit "Nein" beantwortet haben Kommentar
  • 13. 13RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Die IT-Ausgaben machen nur einen geringen Umsatzanteil aus – Bei 91% der Häuser weniger als 2% Welchen Anteil Ihres Umsatzes geben Sie für IT aus? [% der Nennungen] Ein Großteil der befragten Krankenhäuser gibt weniger als 2% ihres Umsatzanteils für IT aus. Bei knapp der Hälfte (41%) ist es sogar weniger als 1%. Nur jedes 10. Krankenhaus betrachtet den IT-Bereich als wichtiges Investitionsfeld und investiert mehr als 2% des Umsatzes in die IT. In Zukunft können sich die IT- Ausgaben jedoch deutlich erhöhen. Eine Verbesserung der IT-Security , die Einstellung von neuem IT-Personal sowie neue digitale Medizinkonzepte sind die Hauptreiber. 9% 1,5% - 2% 27% 1% - 1,5% 23% 0,5% - 1% 34% Unter 0,5% 7% Mehr als 2,0 % Anteil am Umsatz Kommentar 91% geben weniger als 2% des Umsatzes für IT- Ausgaben aus
  • 14. 14RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Während die Mehrheit der Krankenhäuser eine Digitalstrate- gie hat, arbeiten nur 24% mit Start-ups zusammen Trotz des geringen Ausgabenanteil steht das Thema Digitalisierung weit oben auf der Agenda der Krankenhausmanager. Fast 90% der Befragten geben an, eine Digitalisierungsstrategie entwickelt zu haben. In der Umsetzung greifen deutsche Krankenhäuser nur selten auf Start- ups zurück. Lediglich 24% der befragten Häuser arbeiten mit Start- ups zusammen. Überwiegend wird auf eigene Entwicklungen oder die Software und Lösungen etablierter Anbieter gesetzt. 89% haben eine Digitalstrategie 24% arbeiten mit Start-ups zusammen Haben Sie/Ihr Krankenhaus eine Strategie für die Digitalisierung/eine "Digitalstrategie"? Arbeiten Sie mit "Start-ups" zusammen? [% der Nennungen] Zusammenarbeit mit Start-ups? Digitalisierungs- strategie? Kommentar
  • 15. 15RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Rund 2/3 der befragten Häuser waren bereits Opfer eines Hackerangriffs – Firewalls als wichtigste Gegenmaßnahme Gab es in Ihrem Haus schon einmal einen Hackerangriff? Welche Maßnahmen haben Sie ins- besondere ergriffen, um sich vor unberechtigtem Datenzugriff zu schützen? [% der Nennungen] 64% der befragten Krankenhäuser wurden bereits Opfer eines Hackerangriffs. Dies umfasst sowohl aktive "Angriffe" durch das Internet als auch durch unachtsame Nutzung ein- geschleuster Viren/Trojaner (zum Beispiel über USB-Sticks). Für den Schutz vor derartigen Attacken setzen Krankenhäuser vor allem auf die Verstärkung und Durch- setzung existierender Mechanismen. Hierbei ist insbesondere die Verstärkung der Firewall zu nennen. Zu einer Aufstockung des Personals in den jeweiligen IT-Abteilungen haben die Angriffe nur selten (rd. 31%) geführt. Bereits Opfer eines Hackerangriffs? 64% Ja Nein Welche Gegenmaßnahmen eingeleitet? 31% Begrenzung des Zugriffs auf externe Inhalte 69% Schulungen von Mitarbeitern Aufstockung von Personal in der IT-Abteilung 73% Ausarbeitung Notfallplan Verschärfung der Firewall-Absicherung 98% 75% Kommentar
  • 16. 16RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx B. Ergebnisverbesserung im Krankenhaus: Maßnahmen und Erfolgsfaktoren
  • 17. 17RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Über 60% der Krankenhäuser arbeiten aktuell mit überwie- gend hoher Intensität an Ergebnisverbesserungsmaßnahmen Befindet sich Ihr Haus aktuell in einer Phase der Ergebnisverbesserung? Mit welcher Intensität werden Sie solche Maßnahmen in den kommenden Jahren betreiben? [% der Nennungen] 63% der befragten Krankenhäuser befinden sich aktuell in einer Phase der Ergebnisverbesserung. Dieser Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr (65%) stabil. Die geplante Intensität der Ergebnis- verbesserungsmaßnahmen ist weiterhin sehr hoch. Mehr als 80% der Teilnehmer wollen diese auch in den kommenden Jahren mit sehr hoher oder hoher Intensität weiterführen. Aktuell in einer Ergebnis- verbesserung? 63% Ja Vorjahr: 65% Nein Geplante Intensität der Ergebnis- verbesserungsmaßnahmen 0% 3% 0% 14% 47% 36% 83% Sehr hohe / hohe Intensität Vorjahr: 75% (Sehr) hoch (Sehr) gering Mittel Kommentar
  • 18. 18RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Kurzfristig liegt der Fokus auf der weiteren Steigerung der Erlöse sowie der Reduktion der Sachaufwendungen In welchen Bereichen liegen die größten Potenziale für Optimierungen? [% der Nennungen] Die befragten Krankenhausmanager sehen die größten Optimierungs- potenziale in der strategischen Ausrichtung, zum Beispiel in der optimalen Ausrichtung ihres Medizinportfolios am Markt. Auch im medizinischen Bereich sehen rd. 73% der Befragten hohes Optimierungspotenzial, zum Beispiel durch die Steigerung der Auslastung des Personals. Den Bereich der nicht-medizinischen Dienstleistungen scheinen die Befragten als weitgehend optimiert anzusehen – nur rd. 10% sehen hier weitere Potenziale. Verwaltung 18% Medizinische Dienstleistungen (Labor, Radiologie, etc.) Nicht-Medizinische Dienstleistungen (Reinigung, Catering, etc.) 10% 25% Strategische Ausrichtung (Medizinportfolio, Standortwahl, etc.) 78% Medizin (Auslastung med. Personal, etc.) 73% 1 3 4 2 5 Rang Kommentar
  • 19. 19RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Dennoch werden weiterhin klassische Optimierungsthemen priorisiert – Stationäre Erlöse und medizinischer Sachbedarf In welchen 5 Bereichen liegen die wichtigsten der in 2017 zu ergreifenden Maßnahmen? [% der Nennungen] Trotz des mittlerweile eingeführten Fixkostendegressionsabschlags steht die Steigerung der stationären Erlöse weiter im Fokus. Aktuell ist die Auswirkung des Abschlags für viele Kliniken noch schwer einzuschätzen. Auch bei der Senkung des medizinischen Sachbedarfs sieht der Großteil der Krankenhäuser noch weiteres Optimierungspotenzial. Der nicht-medizinische Sachbedarf ist wieder stärker in den Fokus der Studienteilnehmer gerückt. Personalkosten wandern auf der Prioritätenliste der Krankenhaus- manager 4 Plätze nach unten. Trotz hoher Potenziale (vgl. Roland Berger Fundraising Studie 2016) sehen nur wenige Krankenhaus- manager das Einwerben weiterer Fördermittel oder Spenden als Fokusthema. 0 0 0 +3 +1 -4 -2 +1 -1 10% 13% 23% 29% 31% 38% 42% 50% 83% 94%Höhere stationäre Erlöse Geringerer sonstiger betr. Aufwand Geringerer medizinischer Sachbedarf Reduktion Finanzierungskosten Höhere ambulante Erlöse Verstärktes Liquiditätsmanagement Geringerer nicht-med. Sachbedarf Niedrigere Personalkosten Höhere Fördermittel/Spenden Höhere sonstige Erlöse AusgabensenkungenEinnahmensteigerungenEntwicklung des Rangs im Vergleich zum Vorjahr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Rang +2 Kommentar
  • 20. 20RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Mit dem Erfolg ihrer Initiativen zur Ergebnisverbesserung ist mehr als die Hälfte der Krankenhäuser unzufrieden Wie zufrieden sind Sie mit dem Erfolg Ihrer bisherigen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung? [% der Nennungen] Mit dem Erfolg ihrer Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung sind deutsche Krankenhäuser eher unzufrieden. Aktuell geben 57% von ihnen an, dass sie mit ihren bisherigen Maßnahmen nur wenig oder mittelmäßig zufrieden sind. In 2017 sind nur noch 8% der befrag- ten Krankenhäuser sehr zufrieden mit den bisherigen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung. Die überwiegende Mehrheit der deut- schen Krankenhäuser sieht also noch deutliches Verbesserungspotenzial bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen. 50% 9% Ergebnisse 2016 Ergebnisse 2017 (Sehr) niedrige / mittlere ZufriedenheitSehr hohe Zufriedenheit Sehr zufrieden 57% 8% Sehr zufrieden Eher unzufriedenEher unzufrieden Kommentar
  • 21. 21RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Hohe Komplexität ist die größte Herausforderung bei Maß- nahmen zur Ergebnisverbesserung im Krankenhaus Was sind die 5 größten Herausforderungen bei der Durchführung von Maßnahmen zur Ergeb- nisverbesserung im Krankenhaus? Was die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren? [% der Nennungen] Die drei größten Herausforderungen Die drei größten Erfolgsfaktoren 74% Komplexität der zu ergreifenden Maßnahmen Umsetzung Widerstände bei Mitarbeitern 71% 66% Unterstützung Führungskräfte / Mitarbeiter Management der Komplexität Klare Kommunikation von Zielen & Fortschritten 80% 71% Die hohe Komplexität der Maßnahmen- pakete und deren konkrete Umsetzung werden als große Herausforderung angesehen. Die häufige Nennung von Wider- ständen seitens der Beschäftigten macht deutlich, dass erfolgreiche Ergebnisverbesserung nicht "top-down" durch Vorgaben des Managements funktioniert – Vielmehr müssen Krankenhausmanager die gesamte Organisation überzeugen, um gemeinsam am wirtschaftlichen Turnaround zu arbeiten. Als Erfolgsfaktoren sehen die Studien- teilnehmer Faktoren, die helfen die Herausforderungen zu überwinden: Das Gewinnen von Führungskräften und Mitarbeitern als Unterstützer, eine klare Kommunikation von Zielen und das erfolgreiche Management der hohen Komplexität. 70% Kernpunkte bei Maßnahmen zur Ergebnisver- besserung Management von Komplexität1 Einbindung Mitarbeiter durch klare Kommunikation 2 Frühe Umsetzungs- fokussierung3 Kommentar
  • 22. 22RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Die existierende Komplexität wird durch häufige Wechsel in der Geschäftsführung weiter angetrieben Gab es bei Ihnen in den letzten 3 Jahren personelle Änderungen in der Geschäftsführung? Wie gestaltete sich die Suche nach geeigneten Nachfolgekandidaten/innen? [% der Nennungen] Über die Hälfte der Krankenhäuser wechselte in den vergangenen drei Jahren einen Teil der Geschäfts- führung aus. Die Neubesetzung der Position mit geeigneten Nachfolgekandidaten/ -innen gestaltete sich dabei etwas leichter als in den Vorjahren. Häufige Wechsel in der Geschäfts- führung können die Umsetzung von Ergebnisverbesserungsmaßnahmen weiter verkomplizieren. Gerade kom- plexe Maßnahmen erfordern eine aufwändige und tiefe Einarbeitung – bei häufigem Wechsel der Geschäfts- führung fallen diese Maßnahmen mehrfach an. Auch die Kontinuität ist in solchen Fällen nicht immer gewährleistet – neue Geschäftsführungen setzen häufig eigene, neue Akzente. Dies kann die Umsetzung laufender Maß- nahmen zur Ergebnisverbesserung beeinträchtigen. 20% 16% 12% 44% 4% Wie gestaltete sich die Nachfolgesuche? 36% schwierig Vorjahr: 48% Geschäftsführerwechsel innerhalb der letzten 3 Jahre? 56% Ja Vorjahr: 51% (Sehr) einfach (Sehr) schwierig Mittel Nein Kommentar
  • 23. 23RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Krankenhäuser setzen Digitalisierung mittlerweile zielge- richteter bei Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung ein Im Vergleich zum Vorjahr geben weniger Krankenhäuser (58%) an, zur Ergebnisverbesserung auf Digitalisie- rungsmaßnahmen zu setzen. Gleichzeitig steigt der Anteil der Häuser, die mit Digitalisierungsmaß- nahmen einen signifikanten Ergebnis- beitrag erreichen konnten auf 31%. Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass die Krankenhäuser im Bereich Digitalisierung mittlerweile zielgerichteter investieren. Ihre Erfahrungen aus den vergange- nen Jahren helfen den ihnen, ihre Ressourcen genau in die Maßnahmen zu investieren, durch die ein größtmöglicher Ergebnisbeitrag zu erwarten ist. 58% berücksichtigen Digitalisierungs- maßnahmen 31% sehen einen signifikanten wirtschaftlichen Beitrag Haben Sie Digitalisierungsmaßnahmen in Ihren bisherigen Maßnahmen zur Ergebnisverbesse- rung berücksichtigt? Falls ja: Wie sehr konnten Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbesserung Ihrer wirtschaftlichen Situation beitragen? [% der Nennungen] Verbesserung der wirtschaft -lichen Situation? Bestandteil von Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung? Vorjahr: 79% Vorjahr: 17% Kommentar
  • 24. 24RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Hoher Investitionsbedarf ist die größte Hürde für die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen im Krankenhaus Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen? [Mittelwerte] Digitalisierung im Krankenhaus ist nach Ansicht der Studienteilnehmer wünschenswert aber teuer und aufwändig. Als größte Herausforderungen werden der hohen Investitionsaufwand und die Zusatzbelastung für Organisation und Beteiligte angegeben. Datensicherheit und mangelndes digitales Know-How stellen deutsche Krankenhäuser bei der Digitalisierung vor Herausforderungen. Gleichzeitig ist "mangelnde Priorität" die geringste Umsetzungshürde. Dem Thema Digitalisierung wird also eine hohe Priorität beigemessen. Umsetzungshürden in 2017 Gering Hoch 2,1 2,8 3,7 4,1 4,6 4,8 61 Probleme beim Daten- austausch / Datensicherheit Zusatzbelastung für Organisation und Beteiligte Zu hoher Investitionsbedarf / fehlende finanzielle Mittel Widerstände innerhalb der Belegschaft Geringe Priorität des Themas Mangelndes digitales Know-How Kommentar
  • 25. 25RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx C. Ambulantisierung – Chance oder Heraus- forderung?
  • 26. 26RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Ambulantisierung als Chance – Vier von fünf Krankenhäusern führen derzeit Projekte zur Ambulantisierung durch Arbeitet Ihr Krankenhaus aktuell an Initiativen oder Projekten zum Thema Ambulantisierung? Sehen Sie die Ambulantisierung für Ihr Haus als Chance oder Risiko? [% der Nennungen] Die zunehmende Ambulantisierung bewegt den deutschen Gesundheits- markt stark. Über 80% der teilnehmenden Krankenhäuser arbeiten aktuell an Initiativen zur Ambulantisierung. Eine deutliche Mehrheit von über 70% der Teilnehmer sieht in der Ambu- lantisierung eher eine Chance als ein Risiko. Dies ist ein beachtlicher Wert – repräsentieren die Studienteilnehmer doch ausschließlich den "klassischen" stationären Sektor. Offensichtlich haben deutsche Krankenhäuser Wege entwickelt, die Ambulantisierung erfolgreich mitzugestalten. 13% 35% 17% 12% 0% 23% Risiko oder Chance? 71% eher Chance als Risiko Aktuelle Projekte zur Ambulantisierung? 83% Ja Chance Risiko Mittel Nein Kommentar
  • 27. 27RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Kliniken sehen die größten Chancen in der Erweiterung des eigenen ambulanten Leistungsportfolios durch MVZs Wie sollten Krankenhäuser agieren, um die Ambulantisierung als Chance zu nutzen? [Mittelwerte] Die befragten Krankenhäuser sehen in der Ambulantisierung die Möglichkeit, Patienten im Rahmen eigener ambulanter Infrastruktur zu behandeln. Chancen werden vor allem in der Einrichtung eigener ambulanter Strukturen (z.B. MVZs) und der Verlagerung von Patienten in eigene ambulante Bereiche gesehen. Der Verlagerung von Patienten in externe ambulante Angebote stehen die befragten Klinikmanager eher kritisch gegenüber. Wie wird Ambulantisierung zur Chance? 2,6 4,3 4,8 1 6 Verlagerung von stationären Behandlungen in den eigenen ambulanten Bereich (z.B. AOP) Verlagerung von stationären Behandlungen in externe ambulante Bereiche (z.B. Niedergelassene) Erweiterung des eigenen ambulanten Leistungsportfolios (MVZ) Stimme nicht zu Stimme voll zu Kommentar
  • 28. 28RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx MVZs werden den an sie gerichteten Erwartungen nicht immer gerecht – Kernherausforderung ist der Ärztemangel Was war die Motivation für die Einrichtung eines MVZs in Ihrem Haus? Sind die erhofften Effekte eingetreten? Welche Herausforderungen haben Sie mit Ihrem MVZ? [Mittelwerte] Die medizinischen Versorgungs- zentren (MVZ) der Studienteilnehmer konnten den Erwartungen nicht immer gerecht werden. Insbesondere die erhoffte verstärkte Zuweisung sowie eine spürbare Entlastung der stationären Bereiche sind nicht im erhofften Maß eingetreten. Der mit 4,1 am stärksten erhoffte Effekt – die Sicherstellung der regionalen Versorgung – konnte hingegen nahezu im erhofften Maß, erreicht werden. Die größten Herausforderungen für MVZs sehen die Studienteilnehmer im Mangel an geeignetem/ interessiertem Personal und in Konflikten mit den Zuweisern. Die Wirtschaftlichkeit von MVZs und ihre Expertise im Management ambulanter Einrichtungen bewerten die Studienteilnehmer relativ neutral. Mangelnde Auslastung ist nach Erfahrung der Studienteilnehmer kein großes Problem für MVZs. Herausforderungen mit MVZ? Erhoffte und eingetretene Effekte durch MVZ 4,1 3,7 3,8 4,0 3,9 3,4 3,2 3,3 61 Versorgungseffekt – Sicherstellung der regionalen Versorgung Marketingeffekt – gesteigerte Attraktivität für Patienten Entlastungseffekt – Entlastung der stationären Bereiche Zuweisungseffekt – Mehr Zuweisungen durch eigene ambulante Infrastruktur Stimme nicht zu Stimme voll zu EingetretenErhofft 2,2 3,0 3,2 3,6 3,6 61 Fehlende Auslastung Fehlende Kompetenzen im Management des ambulanten Bereichs Betrieb ist unwirtschaftlich Konflikte mit Zuweisern (MVZ wird als Konkurrenz empfunden) Mangel an geeignetem/ interessiert. ärztl. Personal Stimme nicht zu Stimme voll zu Kommentar
  • 30. 30RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Ihre Ansprechpartner Oliver Rong Roland Berger GmbH Am Sandtorkai 41 20457 Hamburg E-Mail: Oliver.Rong@rolandberger.com Tel.: +49 (0) 160 744 - 4423 Head Healthcare D-A-CH Senior Partner Dr. med. Peter Magunia Roland Berger GmbH Löffelstraße 46 70597 Stuttgart E-Mail: Peter.Magunia@rolandberger.com Tel.: +49 (0) 160 744 - 3587 Head Healthcare Germany Partner
  • 31. 31RB Krankenhausstudie_2017_vF.pptx Roland Berger unterstützt Krankenhäuser seit vielen Jahren erfolgreich bei strategischen und operativen Themen Roland Berger-Erfahrung im Bereich Krankenhäuser > Standort-, Verbundstrategien und Strukturgutachten > Medizinstrategie und - Portfoliooptimierung > Medizinische Schwerpunkt-/ Zentrenbildung > Digitalisierungsstrategie > Ergebnisverbesserung > Restrukturierung > Wachstumsstrategien > Konsolidierungsstrategien > Liquiditätsoptimierung > Finanzierungssicherung > Kooperationen > Fusionen > M&A > Führungsorganisation > Change-Management Strategie Ergebnisverbesserung Weitere