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Paten für Kinder in Esmeraldas/San Lorenzo e.V.
Mönchstr. 43, 33790 Halle IBAN: DE97 4805 1580 0000 0396 85
Tel.: 05201-9892 Swift-BIC: WELADED1HAW
e-mail: Paten-fuer-Kinder@web.de GläubigerIdent.-Nr.: DE33ZZZ00000073580
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https://www.slideshare.net/EcoClub-San-Lorenzo http://vimeo.com/86573541
www.facebook.com/EcoClub.SanLorenzo https://www.bildungsspender.de/ecoclub
Jahresbericht 2017
Nachrichten aus Ecuador
Nachdem Lenín Moreno den Sieg im ersten Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen im Februar ganz
knapp verpasst hatte, kam es am zweiten April zur Stichwahl gegen den Multimillionär Guillermo Lasso. Der
Kandidat der Regierungspartei „Alianza País“ Lenín Moreno gewann mit 51 Prozent, um die von Rafael Cor-
rea vor 11 Jahren begonnene Politik fortzuführen.
Im Sommer erschütterten dann die Details des gigantischen Korruptionsskandals um den weltweit agierenden
brasilianischen Baukonzern Odebrecht auch Ecuadors Politik. Beispielsweise beim Bau von Staudämmen,
Fußballstadien oder Straßen kassierte das Unternehmen Odebrecht, das mit über 200.000 Mitarbeiter in 27
Ländern auch in Deutschland tätig ist, überhöhte Preise und zahlte dann einen Teil des Geldes in die Taschen
korrupter Politiker oder Manager zurück.
Auch der seit 2013 amtierende ecuadorianische Vizepräsident Jorge Glas, der als Infrastrukturminister unter
anderem für die Vergabe großer Bauprojekte zuständig war, kam in Untersuchungshaft.
Mitte Dezember erging das Urteil: sechs Jahre Haft und eine Geldstrafe von 14,1 Mio. USD. Das Gericht folg-
te dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verhängte die geforderte Höchststrafe für die ihm zur Last gelegte
Verantwortlichkeit einer kriminellen Vereinigung, politische Einflussnahme, Bestechung und Geldwäsche.
Glas beteuert nach wie vor seine Unschuld, kann aber bisher keine Revision beantragen, da immer noch kei-
ne schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.
Die politische Lage ist inzwischen unübersichtlich und schwierig.
Der jetzige Präsident Moreno und der ehemalige Präsident Correa gehörten zwar beide noch der regierenden
Partei Alianza País an, sind aber so unversöhnlich zerstritten, dass nach einem vergeblichen Versuch, Präsi-
dent Moreno aus der Partei auszuschließen, jetzt der Parteigründer und Ex-Präsident Correa aus der Alianza
País ausgetreten ist.
Eine Volksbefragung im Februar, in der die Bevölkerung über sieben Fragen aus unterschiedlichen Themen-
bereichen abstimmen kann, soll nun mehr Klarheit bringen, in welche Richtung die Politik in Zukunft gehen
soll. Zu den Fragen gehören u.a. die Abschaffung der unbegrenzten Wiederwählbarkeit von Mandatsträgern,
die Correa erst mit Zustimmung der Nationalversammlung 2016 durchsetzte.
Ein weiteres Thema ist die lebenslange Aberkennung der politischen Rechte von Politikern und Beamten, die
sich Korruptionsdelikten schuldig machen. Deren Besitztümer sollen als Ausgleich für die durch ihre Handlun-
gen erlittenen Verluste an den Staat gehen. Korrupte Unternehmen sollen nie wieder mit dem Staat Geschäfte
schließen dürften.
Es geht in dem Referendum aber auch um die mögliche Einschränkung des Ölfördergebiets im Yasuní Natio-
nalpark. Dabei hat die staatliche Erdölgesellschaft Petroamazonas gerade den Start von Bohrungen in einem
neuen Gebiet bekanntgegeben. Mit vier Plattformen und fast 100 Brunnen soll bis in 1.800m Tiefe gebohrt
werden, um die geschätzten 287 Millionen Barrel Rohöl, die sich allein in diesem Teilstück befinden sollen, zu
fördern. Insgesamt werden im Yasuní Nationalpark knapp 1,7 Milliarden Barrel vermutet, was über 40 Prozent
der gesamten bekannten Reserven des OPEC-Landes entspricht und das landesweit größte Ölförderungspro-
jekt ist.
Schon vor Jahren wurde gewarnt und mit großen Protesten, auch unterstützt durch deutsche Aktivisten, da-
rauf aufmerksam gemacht, dass die Erschließung des Ölfeldes ohne Auswirkungen für Natur und Bevölkerung
auf solch einem biologisch empfindlichen Gebiet nicht möglich ist. Die Verfassung Ecuadors ist im Bereich
Umweltschutz eigentlich sehr fortschrittlich und erkennt die Natur als Rechtssubjekt an mit dem Ziel, empfind-
liche Ökosysteme vor Zerstörung zu schützen. Die Ausbeutung der Reserven im Yasuní ITT widerspricht dem.
Eine weitere Frage im Referendum dreht sich um den Bergbau, die Beschränkung des Abbaus von Erzen und
Metallen in Schutzgebieten und städtischen Zonen.
Auf der einen Seite steht das starke wirtschaftliche Interesse an Ölförderung und Bergbau, auf der anderen
Seite der Schutz des Lebensraums und der fragilen Ökosysteme, des Regenwalds mit seiner überwältigenden
Artenvielfalt von über 40.000 Pflanzen- sowie rund 4.700 Tierarten.
San Lorenzo
Dass Drogen ein ernstes Problem für die Stadt nahe der kolumbianischen Grenze bedeuten, ist nicht neu,
aber die Intensität scheint leider zuzunehmen.
Im April wurde unser damaliger Hausmeister Jhon in Peru verhaftet, weil er zusammen mit einem Freund aus
San Lorenzo 5kg Marihuana in einem Generator versteckt nach Peru gebracht hat.
Die schreckliche und traurige Geschichte des 21 jährigen Familienvaters mit 3 kleinen Kindern, die wir im
Rundbrief ausführlich erzählt haben, steht dabei für so viele, die in San Lorenzo unter schwierigsten Bedin-
gungen aufwachsen und dann der Versuchung auf schnelles Geld oder dem Zwang der Drogenbosse erlie-
gen.
So ist es vermutlich kein Zufall, dass es in Deutschland spektakuläre Drogenfunde mit Millionenwerten in Ba-
nanenkisten aus Ecuador gab: Im April 400kg und im Dezember 120kg Kokain in Leverkusen, im November
225kg in Heilbronn.
Die aktuellen Nachrichten sind nun erneut beunruhigend. Ende Januar 2018 explodierte eine Autobombe vor
dem Polizeipräsidium. Glücklicherweise kam niemand zu Tode, aber es gab Verletzte unter Polizisten und
Zivilisten und 63 Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Klar ist bisher wenig, nur dass das Muster dem der
kolumbianischen und mexikanischen Drogenmafia entspricht, die der Polizei und den staatlichen Ermittlern
ihre Macht aufzeigen wollen. Drohungen, Ausgangssperren, Auftrags- und Lynchmorde gehören seit langer
Zeit in San Lorenzo zum traurigen Alltag. Dieser ist nun in eine weitere Dimension eingetreten, die die so lan-
ge unsichtbar gehaltenen Probleme in die Öffentlichkeit rücken.
Unser Projekt
Das Highlight des Jahres war die Jubiläumsfeier am 20. Juli, bei der mit offiziellen Reden, Chor, Musik, ein-
studierten Tänzen und anderen Bühnenaufführungen, Essen und Trinken unser 20 jähriges Bestehen gewür-
digt wurde. Dabei haben die Kinder und Jugendlichen, Mitarbeiterinnen, Mütter und Ehemaligen mit tollem
Engagement schon Wochen vorher geprobt und ein tolles Fest auf die Beine gestellt.
Jubiläumsfeier Spielen - Sitzkreis einmal anders Mittagessen
Danach kehrte wieder Alltag ein, im EcoClub ganz gewohnt mit den Aktivitäten am Montag, Mittwoch und Frei-
tag. Eine Gruppe der Kinder und Jugendlichen beginnt morgens im EcoClub und hört mit dem Mittagessen
auf, bevor sie dann zum Nachmittagsunterricht in die staatlichen Schulen geht, die zweite Gruppe, in der
mehrheitlich jüngere Kinder sind, beginnt mit dem Mittagessen, an das sich Hausaufgabenbetreuung und
Nachmittagsprogramm im EcoClub anschließen.
Zusätzlich zum normalen Programm und den intensiven Festvorbereitungen, gab es noch einige besondere
Aktivitäten:
Unter Anleitung eines Film- und Tontechnikers machten die Kinder und Jugendlichen ihren ganz eigenen Film
der Vorzüge und Nachteile der Stadt San Lorenzo (https://www.youtube.com/watch?v=cBMxGFUxMKM).
Filme machen Clown Workshop – Zuschauer und Artisten
In einem dreitägigen Workshop probierten die Kinder und Jugendlichen mit professioneller Unterstützung die
Clownerie aus. Dabei standen Schminken und Akrobatik, Erarbeiten einer kurzen Szene für einen Auftritt und
Bühnenpräsenz auf dem Programm.
Mit den Müttern gab es in der Küche des EcoClub einen Kochkurs für Marmelade aus tropischen Früchten. Ob
es dann für den Eigenbedarf ist oder zum Verkauf angeboten wird, entscheiden die Mütter bei den folgenden
Treffen jeweils selber.
Marmelade kochen mit den Müttern Mädchen und Jungen lernen Grundbegriffe des Tischlerhandwerks
Seit November bietet unser Hausmeister einen Tischler Workshop an, bei dem die Kinder und Jugendlichen
die grundlegenden Fertigkeiten dieses Handwerks lernen können. Für San Lorenzo ungewohnt nehmen Mäd-
chen und Jungen gleichermaßen teil und können dort ihre eigenen Produkte aus Holz entwerfen, die sie dann
auch unter Anleitung selber fertigen können. Samstags ist die „Werkstatt“ für die Nachbarskinder geöffnet.
Die Familien und Betreuerinnen hatten sich zu Weihnachten wieder einen Warenkorb gewünscht. Bestückt mit
einem Hähnchen, Reis, Zucker, Öl, Linsen, Zwiebeln, Butter, Tomatenmark, Bonbons und Servietten wurde er
im Anschluss an die gemeinsame Feier am Tag vor Heiligabend überreicht.
Im Sommer habe ich Samuel getroffen, der viele Jahre am EcoClub teilgenommen hat, sein Abitur bestanden
hatte und in seinem Studium zum Automechaniker inzwischen im dritten Semester ist, wobei er von uns finan-
ziell unterstützt wird. Die angesehene Universität Yachay in Ibarra scheint den Studenten viel abzuverlangen,
denn Samuel berichtete von Aufgaben, die ihn manchmal bis tief in die Nacht beschäftigen und deren Voraus-
setzungen an Materialien (mit Arbeitsoverall und Sicherheitsschuhen für Praktika in Werkstätten beispielswei-
se) ihn finanziell vor große Schwierigkeiten stellten. Wie sich an den Reaktionen nach der Mitgliederversamm-
lung ablesen lies, haben seine Lebensumstände als siebtes von acht Kindern und die absolute Armut, in der
die Familie in San Lorenzo lebt, nicht nur mich tief bewegt. Seine Situation hat sich jedoch erfreulicherweise
deutlich verbessert, weil es sowohl hier wie auch in Ecuador großzügige Unterstützer gibt. Er wohnt mittlerwei-
le bei einem Studienfreund, dessen Eltern ihn dort mietfrei wohnen lassen, so dass er über die Runden
kommt.
An die Paten und Spender in Deutschland schickt er folgende Nachricht:
« Ich kann sagen, dass es wundervolle Menschen gibt, die mich unterstützen und mir die Möglichkeit geben,
vorwärts zu kommen. Ich schätze sehr, was Sie für mich und die anderen Kinder und Jugendlichen im EcoClub
tun. Ich danke Gott und allen diesen warmherzigen und wunderbaren Menschen.
Herzliche Grüße
Samuel »
Ausblick und Pläne
Wir hatten uns letztes Jahr vorgenommen, den programmatischen Bereich zu stärken und die Angebotspalet-
te an Aktivitäten zu vergrößern. Da sind wir auf dem Weg, aber wollen noch deutlich mehr.
Die Nachfrage an den staatlichen Schulen hat ergeben, dass leider kein Psychologe oder Sozialarbeiter Zeit
für die Unterstützung des EcoClub erübrigen kann. Deshalb werden wir nach den Ferien, die am 15. Februar
beginnen, mit einer Sozialarbeiterin aus Esmeraldas starten. Vorgesehen sind zunächst zwei dreitägige Semi-
nare mit den Kindern. Danach werden beide Seiten resümieren und hoffentlich die Zusammenarbeit mittel-
und langfristig fortsetzen.
Ein großes Musikprojekt unter dem Titel Palenque artístico cultural (PAC) - künstlerisch-kulturelle Auseinan-
dersetzung mit dem afro-ecuadorianischen / kolumbianischen Musikstil der Palenque - ist noch in der Schwe-
be. Den Antrag hat unsere Mitarbeiterin Daniela Peña bereits im Januar 2017 beim Kindermissionswerk ein-
gereicht.
Inzwischen hat es Auswahlkriterien und -phasen passiert und wartet jetzt gemäß den Regularien auf die zu-
stimmende Unterschrift des Bischofs von Esmeraldas, die im ersten Anlauf allerdings nicht gewährt wurde.
Da dieses Musik, Tanz, Instrumentenbau und Weitergabe der Traditionen umfassende Projekt für uns ein wei-
terer Meilenstein wäre, hoffen wir weiter auf Erfolg.
Vereinsstatistik für das Jahr 2017
Im November fand nach 10 Jahren erstmals wieder eine offizielle Mitgliederversammlung statt, die für alle
Interessierten offen war und zu der auch die zweite Vorsitzende Anne Mette nach Halle anreiste. Neben vielen
Fotos und Berichten aus erster Hand haben die 27 Anwesenden dabei die Möglichkeit zum persönlichen Aus-
tausch und Kontakt genutzt.
Der Verein hatte am Tag der Mitgliederversammlung 57 Mitglieder. Zwei weitere sind kurz vor Jahresende
dem Verein beigetreten.
Die Anzahl der Spender ist im Vergleich zu 2016 auf 76 zurückgegangen. Die einfache Erklärung dafür ist,
dass es zahlreiche Spenden für die Erdbebenopfer im letzten Jahr gab, denn grundsätzlich sind unsere Spen-
der mehr als treu und viele schon ganz lange dabei. Das kann man auch anhand der Mitgliederstatistik sehen:
29 Mitglieder sind vor der Jahrtausendwende dem Verein beigetreten!
Ein ganz großes DANKESCHÖN für so viel Vertrauen!!!!!
Zwei außergewöhnliche Einzelspenden von 4.000,- Euro im November und 5.000,- Euro im Dezember haben
2017 für uns zu einem Rekordjahr gemacht. Mit einer Gesamtsumme von 31.901,07 Euro überschreiten wir
erstmals in der Vereinsgeschichte die Dreißigtausend. Entsprechend motiviert werden wir das neue Jahr und
die oben genannten Aktivitäten angehen!
Die Gemeinden Herz Jesu in Halle und St. Johannes Evangelist in Stockkämpen haben bei der Sternsingerak-
tion 2017 wieder zugunsten des EcoClub gesungen und gesammelt. Das Kindermissionswerk hat im Juli die
Summe von 7.972,09 Euro direkt auf das Vereinskonto in Ecuador überwiesen. Damit haben die Sternsinger
ihrem Motto „Segen bringen – Segen sein“ wieder voll entsprochen.
Für Einkäufe im Internet nutzen Sie bitte den Link: https://www.bildungsspender.de/ecoclub
Wenn Sie darüber auf die Einkaufsseite des Online-Ladens gehen, bekommt der Verein einen kleinen Pro-
zentsatz vom Umsatz ohne jegliche Extrakosten gutgeschrieben.
Wir erwarten ein spannendes Jahr 2018 im EcoClub und hoffen, dass Sie uns dabei weiterhin begleiten!
Viele Grüße
Marion Weeke und Anne Mette

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Jahresbericht 2017

  • 1. Paten für Kinder in Esmeraldas/San Lorenzo e.V. Mönchstr. 43, 33790 Halle IBAN: DE97 4805 1580 0000 0396 85 Tel.: 05201-9892 Swift-BIC: WELADED1HAW e-mail: Paten-fuer-Kinder@web.de GläubigerIdent.-Nr.: DE33ZZZ00000073580 Links: https://www.slideshare.net/EcoClub-San-Lorenzo http://vimeo.com/86573541 www.facebook.com/EcoClub.SanLorenzo https://www.bildungsspender.de/ecoclub Jahresbericht 2017 Nachrichten aus Ecuador Nachdem Lenín Moreno den Sieg im ersten Wahlgang bei den Präsidentschaftswahlen im Februar ganz knapp verpasst hatte, kam es am zweiten April zur Stichwahl gegen den Multimillionär Guillermo Lasso. Der Kandidat der Regierungspartei „Alianza País“ Lenín Moreno gewann mit 51 Prozent, um die von Rafael Cor- rea vor 11 Jahren begonnene Politik fortzuführen. Im Sommer erschütterten dann die Details des gigantischen Korruptionsskandals um den weltweit agierenden brasilianischen Baukonzern Odebrecht auch Ecuadors Politik. Beispielsweise beim Bau von Staudämmen, Fußballstadien oder Straßen kassierte das Unternehmen Odebrecht, das mit über 200.000 Mitarbeiter in 27 Ländern auch in Deutschland tätig ist, überhöhte Preise und zahlte dann einen Teil des Geldes in die Taschen korrupter Politiker oder Manager zurück. Auch der seit 2013 amtierende ecuadorianische Vizepräsident Jorge Glas, der als Infrastrukturminister unter anderem für die Vergabe großer Bauprojekte zuständig war, kam in Untersuchungshaft. Mitte Dezember erging das Urteil: sechs Jahre Haft und eine Geldstrafe von 14,1 Mio. USD. Das Gericht folg- te dem Antrag der Staatsanwaltschaft und verhängte die geforderte Höchststrafe für die ihm zur Last gelegte Verantwortlichkeit einer kriminellen Vereinigung, politische Einflussnahme, Bestechung und Geldwäsche. Glas beteuert nach wie vor seine Unschuld, kann aber bisher keine Revision beantragen, da immer noch kei- ne schriftliche Urteilsbegründung vorliegt. Die politische Lage ist inzwischen unübersichtlich und schwierig. Der jetzige Präsident Moreno und der ehemalige Präsident Correa gehörten zwar beide noch der regierenden Partei Alianza País an, sind aber so unversöhnlich zerstritten, dass nach einem vergeblichen Versuch, Präsi- dent Moreno aus der Partei auszuschließen, jetzt der Parteigründer und Ex-Präsident Correa aus der Alianza País ausgetreten ist. Eine Volksbefragung im Februar, in der die Bevölkerung über sieben Fragen aus unterschiedlichen Themen- bereichen abstimmen kann, soll nun mehr Klarheit bringen, in welche Richtung die Politik in Zukunft gehen soll. Zu den Fragen gehören u.a. die Abschaffung der unbegrenzten Wiederwählbarkeit von Mandatsträgern, die Correa erst mit Zustimmung der Nationalversammlung 2016 durchsetzte. Ein weiteres Thema ist die lebenslange Aberkennung der politischen Rechte von Politikern und Beamten, die sich Korruptionsdelikten schuldig machen. Deren Besitztümer sollen als Ausgleich für die durch ihre Handlun- gen erlittenen Verluste an den Staat gehen. Korrupte Unternehmen sollen nie wieder mit dem Staat Geschäfte schließen dürften. Es geht in dem Referendum aber auch um die mögliche Einschränkung des Ölfördergebiets im Yasuní Natio- nalpark. Dabei hat die staatliche Erdölgesellschaft Petroamazonas gerade den Start von Bohrungen in einem neuen Gebiet bekanntgegeben. Mit vier Plattformen und fast 100 Brunnen soll bis in 1.800m Tiefe gebohrt werden, um die geschätzten 287 Millionen Barrel Rohöl, die sich allein in diesem Teilstück befinden sollen, zu fördern. Insgesamt werden im Yasuní Nationalpark knapp 1,7 Milliarden Barrel vermutet, was über 40 Prozent der gesamten bekannten Reserven des OPEC-Landes entspricht und das landesweit größte Ölförderungspro- jekt ist. Schon vor Jahren wurde gewarnt und mit großen Protesten, auch unterstützt durch deutsche Aktivisten, da- rauf aufmerksam gemacht, dass die Erschließung des Ölfeldes ohne Auswirkungen für Natur und Bevölkerung auf solch einem biologisch empfindlichen Gebiet nicht möglich ist. Die Verfassung Ecuadors ist im Bereich
  • 2. Umweltschutz eigentlich sehr fortschrittlich und erkennt die Natur als Rechtssubjekt an mit dem Ziel, empfind- liche Ökosysteme vor Zerstörung zu schützen. Die Ausbeutung der Reserven im Yasuní ITT widerspricht dem. Eine weitere Frage im Referendum dreht sich um den Bergbau, die Beschränkung des Abbaus von Erzen und Metallen in Schutzgebieten und städtischen Zonen. Auf der einen Seite steht das starke wirtschaftliche Interesse an Ölförderung und Bergbau, auf der anderen Seite der Schutz des Lebensraums und der fragilen Ökosysteme, des Regenwalds mit seiner überwältigenden Artenvielfalt von über 40.000 Pflanzen- sowie rund 4.700 Tierarten. San Lorenzo Dass Drogen ein ernstes Problem für die Stadt nahe der kolumbianischen Grenze bedeuten, ist nicht neu, aber die Intensität scheint leider zuzunehmen. Im April wurde unser damaliger Hausmeister Jhon in Peru verhaftet, weil er zusammen mit einem Freund aus San Lorenzo 5kg Marihuana in einem Generator versteckt nach Peru gebracht hat. Die schreckliche und traurige Geschichte des 21 jährigen Familienvaters mit 3 kleinen Kindern, die wir im Rundbrief ausführlich erzählt haben, steht dabei für so viele, die in San Lorenzo unter schwierigsten Bedin- gungen aufwachsen und dann der Versuchung auf schnelles Geld oder dem Zwang der Drogenbosse erlie- gen. So ist es vermutlich kein Zufall, dass es in Deutschland spektakuläre Drogenfunde mit Millionenwerten in Ba- nanenkisten aus Ecuador gab: Im April 400kg und im Dezember 120kg Kokain in Leverkusen, im November 225kg in Heilbronn. Die aktuellen Nachrichten sind nun erneut beunruhigend. Ende Januar 2018 explodierte eine Autobombe vor dem Polizeipräsidium. Glücklicherweise kam niemand zu Tode, aber es gab Verletzte unter Polizisten und Zivilisten und 63 Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Klar ist bisher wenig, nur dass das Muster dem der kolumbianischen und mexikanischen Drogenmafia entspricht, die der Polizei und den staatlichen Ermittlern ihre Macht aufzeigen wollen. Drohungen, Ausgangssperren, Auftrags- und Lynchmorde gehören seit langer Zeit in San Lorenzo zum traurigen Alltag. Dieser ist nun in eine weitere Dimension eingetreten, die die so lan- ge unsichtbar gehaltenen Probleme in die Öffentlichkeit rücken. Unser Projekt Das Highlight des Jahres war die Jubiläumsfeier am 20. Juli, bei der mit offiziellen Reden, Chor, Musik, ein- studierten Tänzen und anderen Bühnenaufführungen, Essen und Trinken unser 20 jähriges Bestehen gewür- digt wurde. Dabei haben die Kinder und Jugendlichen, Mitarbeiterinnen, Mütter und Ehemaligen mit tollem Engagement schon Wochen vorher geprobt und ein tolles Fest auf die Beine gestellt. Jubiläumsfeier Spielen - Sitzkreis einmal anders Mittagessen Danach kehrte wieder Alltag ein, im EcoClub ganz gewohnt mit den Aktivitäten am Montag, Mittwoch und Frei- tag. Eine Gruppe der Kinder und Jugendlichen beginnt morgens im EcoClub und hört mit dem Mittagessen auf, bevor sie dann zum Nachmittagsunterricht in die staatlichen Schulen geht, die zweite Gruppe, in der mehrheitlich jüngere Kinder sind, beginnt mit dem Mittagessen, an das sich Hausaufgabenbetreuung und Nachmittagsprogramm im EcoClub anschließen. Zusätzlich zum normalen Programm und den intensiven Festvorbereitungen, gab es noch einige besondere Aktivitäten:
  • 3. Unter Anleitung eines Film- und Tontechnikers machten die Kinder und Jugendlichen ihren ganz eigenen Film der Vorzüge und Nachteile der Stadt San Lorenzo (https://www.youtube.com/watch?v=cBMxGFUxMKM). Filme machen Clown Workshop – Zuschauer und Artisten In einem dreitägigen Workshop probierten die Kinder und Jugendlichen mit professioneller Unterstützung die Clownerie aus. Dabei standen Schminken und Akrobatik, Erarbeiten einer kurzen Szene für einen Auftritt und Bühnenpräsenz auf dem Programm. Mit den Müttern gab es in der Küche des EcoClub einen Kochkurs für Marmelade aus tropischen Früchten. Ob es dann für den Eigenbedarf ist oder zum Verkauf angeboten wird, entscheiden die Mütter bei den folgenden Treffen jeweils selber. Marmelade kochen mit den Müttern Mädchen und Jungen lernen Grundbegriffe des Tischlerhandwerks Seit November bietet unser Hausmeister einen Tischler Workshop an, bei dem die Kinder und Jugendlichen die grundlegenden Fertigkeiten dieses Handwerks lernen können. Für San Lorenzo ungewohnt nehmen Mäd- chen und Jungen gleichermaßen teil und können dort ihre eigenen Produkte aus Holz entwerfen, die sie dann auch unter Anleitung selber fertigen können. Samstags ist die „Werkstatt“ für die Nachbarskinder geöffnet. Die Familien und Betreuerinnen hatten sich zu Weihnachten wieder einen Warenkorb gewünscht. Bestückt mit einem Hähnchen, Reis, Zucker, Öl, Linsen, Zwiebeln, Butter, Tomatenmark, Bonbons und Servietten wurde er im Anschluss an die gemeinsame Feier am Tag vor Heiligabend überreicht. Im Sommer habe ich Samuel getroffen, der viele Jahre am EcoClub teilgenommen hat, sein Abitur bestanden hatte und in seinem Studium zum Automechaniker inzwischen im dritten Semester ist, wobei er von uns finan- ziell unterstützt wird. Die angesehene Universität Yachay in Ibarra scheint den Studenten viel abzuverlangen, denn Samuel berichtete von Aufgaben, die ihn manchmal bis tief in die Nacht beschäftigen und deren Voraus- setzungen an Materialien (mit Arbeitsoverall und Sicherheitsschuhen für Praktika in Werkstätten beispielswei- se) ihn finanziell vor große Schwierigkeiten stellten. Wie sich an den Reaktionen nach der Mitgliederversamm- lung ablesen lies, haben seine Lebensumstände als siebtes von acht Kindern und die absolute Armut, in der die Familie in San Lorenzo lebt, nicht nur mich tief bewegt. Seine Situation hat sich jedoch erfreulicherweise deutlich verbessert, weil es sowohl hier wie auch in Ecuador großzügige Unterstützer gibt. Er wohnt mittlerwei- le bei einem Studienfreund, dessen Eltern ihn dort mietfrei wohnen lassen, so dass er über die Runden kommt.
  • 4. An die Paten und Spender in Deutschland schickt er folgende Nachricht: « Ich kann sagen, dass es wundervolle Menschen gibt, die mich unterstützen und mir die Möglichkeit geben, vorwärts zu kommen. Ich schätze sehr, was Sie für mich und die anderen Kinder und Jugendlichen im EcoClub tun. Ich danke Gott und allen diesen warmherzigen und wunderbaren Menschen. Herzliche Grüße Samuel » Ausblick und Pläne Wir hatten uns letztes Jahr vorgenommen, den programmatischen Bereich zu stärken und die Angebotspalet- te an Aktivitäten zu vergrößern. Da sind wir auf dem Weg, aber wollen noch deutlich mehr. Die Nachfrage an den staatlichen Schulen hat ergeben, dass leider kein Psychologe oder Sozialarbeiter Zeit für die Unterstützung des EcoClub erübrigen kann. Deshalb werden wir nach den Ferien, die am 15. Februar beginnen, mit einer Sozialarbeiterin aus Esmeraldas starten. Vorgesehen sind zunächst zwei dreitägige Semi- nare mit den Kindern. Danach werden beide Seiten resümieren und hoffentlich die Zusammenarbeit mittel- und langfristig fortsetzen. Ein großes Musikprojekt unter dem Titel Palenque artístico cultural (PAC) - künstlerisch-kulturelle Auseinan- dersetzung mit dem afro-ecuadorianischen / kolumbianischen Musikstil der Palenque - ist noch in der Schwe- be. Den Antrag hat unsere Mitarbeiterin Daniela Peña bereits im Januar 2017 beim Kindermissionswerk ein- gereicht. Inzwischen hat es Auswahlkriterien und -phasen passiert und wartet jetzt gemäß den Regularien auf die zu- stimmende Unterschrift des Bischofs von Esmeraldas, die im ersten Anlauf allerdings nicht gewährt wurde. Da dieses Musik, Tanz, Instrumentenbau und Weitergabe der Traditionen umfassende Projekt für uns ein wei- terer Meilenstein wäre, hoffen wir weiter auf Erfolg. Vereinsstatistik für das Jahr 2017 Im November fand nach 10 Jahren erstmals wieder eine offizielle Mitgliederversammlung statt, die für alle Interessierten offen war und zu der auch die zweite Vorsitzende Anne Mette nach Halle anreiste. Neben vielen Fotos und Berichten aus erster Hand haben die 27 Anwesenden dabei die Möglichkeit zum persönlichen Aus- tausch und Kontakt genutzt. Der Verein hatte am Tag der Mitgliederversammlung 57 Mitglieder. Zwei weitere sind kurz vor Jahresende dem Verein beigetreten. Die Anzahl der Spender ist im Vergleich zu 2016 auf 76 zurückgegangen. Die einfache Erklärung dafür ist, dass es zahlreiche Spenden für die Erdbebenopfer im letzten Jahr gab, denn grundsätzlich sind unsere Spen- der mehr als treu und viele schon ganz lange dabei. Das kann man auch anhand der Mitgliederstatistik sehen: 29 Mitglieder sind vor der Jahrtausendwende dem Verein beigetreten! Ein ganz großes DANKESCHÖN für so viel Vertrauen!!!!! Zwei außergewöhnliche Einzelspenden von 4.000,- Euro im November und 5.000,- Euro im Dezember haben 2017 für uns zu einem Rekordjahr gemacht. Mit einer Gesamtsumme von 31.901,07 Euro überschreiten wir erstmals in der Vereinsgeschichte die Dreißigtausend. Entsprechend motiviert werden wir das neue Jahr und die oben genannten Aktivitäten angehen! Die Gemeinden Herz Jesu in Halle und St. Johannes Evangelist in Stockkämpen haben bei der Sternsingerak- tion 2017 wieder zugunsten des EcoClub gesungen und gesammelt. Das Kindermissionswerk hat im Juli die Summe von 7.972,09 Euro direkt auf das Vereinskonto in Ecuador überwiesen. Damit haben die Sternsinger ihrem Motto „Segen bringen – Segen sein“ wieder voll entsprochen. Für Einkäufe im Internet nutzen Sie bitte den Link: https://www.bildungsspender.de/ecoclub Wenn Sie darüber auf die Einkaufsseite des Online-Ladens gehen, bekommt der Verein einen kleinen Pro- zentsatz vom Umsatz ohne jegliche Extrakosten gutgeschrieben. Wir erwarten ein spannendes Jahr 2018 im EcoClub und hoffen, dass Sie uns dabei weiterhin begleiten! Viele Grüße Marion Weeke und Anne Mette