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PerMed.NRW
Gesucht: Die besten Ideen
für die Personalisierte Medizin




                                                www.exzellenz.nrw.de
                                  www.innovation.nrw.de/wettbewerbe
Grußwort                                                                             3




Gesucht: Die besten Ideen für die Personalisierte Medizin

Nicht selten wirkt dieselbe Therapie bei Patientinnen und Patienten mit
gleicher Diagnose – z.B. Brustkrebs oder Bluthochdruck – ganz unterschiedlich.
Dank verbesserter Diagnostik – insbesondere molekularer Diagnostik – wissen
wir zunehmend, wie viele individuelle Faktoren den Krankheitsverlauf und die
Geeignetheit möglicher Therapien bestimmen. Die Landesregierung stellt den
Menschen in den Mittelpunkt ihrer Politik und misst daher in der Gesundheits-
forschung der Personalisierten Medizin eine hohe Bedeutung bei. Mit einer
verstärkten Orientierung der Medizin am Einzelnen und seinen Bedürfnissen
entsteht die Chance auf Vorteile für alle Beteiligten – nicht nur für die Kranken,
sondern auch für Ärzteschaft, Kostenträger und Unternehmen.

Um die großen Herausforderungen der Medizin bewältigen zu können, ist in
hohem Maße die Kooperation von Fachleuten verschiedenster Disziplinen not-
wendig, zum Beispiel aus Medizin, Medizintechnologien und Biotechnologie,
aber auch aus den Informationstechnologien und anderen Bereichen. Der Wett-
bewerb „PerMed.NRW – die besten Ideen für die Personalisierte Medizin“ soll
deshalb auch gezielt neue Impulse geben, um die Zusammenarbeit von Wissen-
schaft, Unternehmen und Medizinerinnen und Medizinern zu fördern – zum
Wohle des Menschen.

Am Wettbewerb können sich alle interessierten Akteure aus Wirtschaft und
Wissenschaft beteiligen. Gefördert werden sollen anwendungsorientierte
Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die in Nordrhein-Westfalen durchge-
führt werden und hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen verwertet werden.

Gestalten Sie die Zukunft der Medizin mit der Medizin der Zukunft. Ich freue
mich auf zahlreiche innovative Projektideen und wünsche allen Antragstellenden
viel Erfolg.




Svenja Schulze
Ministerin für Innovation, Wissenschaft und
Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
4   PerMed.NRW




    Bekanntmachung


    des EU-NRW Ziel-2 (EFRE) Förderwettbewerbes:

    PerMed.NRW
    – Zukunftsfelder der Medizin, der Medizintechnik und der Biotechnologie

    des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes
    Nordrhein-Westfalen vom 22. Dezember 2010




    Zusammenfassung


    Mit dem Aufruf „PerMed.NRW – die besten Ideen für die Personalisierte Medizin“
    will das Land Nordrhein-Westfalen dazu beitragen, neue Anwendungsfelder und
    Zukunftspotenziale der Medizin, der Medizintechnik und der Biotechnologie
    zu entwickeln bzw. zu stärken, die die Entwicklung von innovativen Diagnose-,
    Therapie- oder Präventionsmöglichkeiten im Themenfeld der Personalisierten
    Medizin zum Gegenstand haben. Der Wettbewerb soll gezielt die Identifikation,
    Stärkung und Vernetzung bereits vorhandener Kompetenzen in diesen
    Bereichen vorantreiben.

    Als Teil einer auf Wachstum und Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschafts-
    struktur mit medizinischer, medizintechnischer bzw. biowissenschaftlicher
    Basis kommt der Stärkung dieses Zukunftsfeldes eine zentrale Bedeutung zu.
    Die Implementierung der Wissensbasis aus den Life Sciences ist die Voraus-
    setzung für die Erschließung neuer Innovations- und Wertschöpfungspotenziale
    und damit für die Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze.

    Anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen die
    „Wertschöpfungskette Personalisierte Medizin“ von der Forschung bis hin zur
    Anwendung am Menschen spürbar verbessern. Die zu fördernden Projekte
    müssen einen konkreten Nutzen für Patientinnen und Patienten und die Gesell-
    schaft erkennen lassen. Zugleich sollen sie die Innovationskraft der nordrhein-
    westfälischen Unternehmen stärken, insbesondere kleiner und mittlerer
    Unternehmen (KMU). Ein interdisziplinärer Ansatz und die Kooperation von
    Wirtschaft, Wissenschaft und Ärzteschaft werden erwartet.
PerMed.NRW                                                                        5




1. Vorbemerkung


Wettbewerbe sind fester Bestandteil des EU-NRW Programms „Regionale
Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007 bis 2013“ (EFRE). Sie sind
das zentrale Instrument zur Auswahl von qualitativ hochwertigen, innovativen
Fördervorhaben und zur Vergabe der Fördermittel des Programms. Ziel ist es,
mit den geförderten Vorhaben einen maßgeblichen Beitrag zu leisten, dass
die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationsfähigkeit der nordrhein-west-
fälischen Wirtschaft verbessert und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen
unterstützt wird. Die programmspezifischen Auswahlkriterien spiegeln die
zentralen Ziele des Ziel 2-Programms (EFRE) wider. Sie messen die jeweiligen
Beiträge zur Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, zur Beschäftigung, zur
dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung sowie zur Chancengleichheit
von Männern und Frauen und zur Nichtdiskriminierung.

Der Wettbewerb PerMed.NRW steht unter dem Vorbehalt der Bereitstellung
der benötigten Mittel durch den Haushaltsgesetzgeber.




2. Ausgangslage und Zielsetzung des Förderwettbewerbs


Wissenschaft und Forschung aus Nordrhein-Westfalen sind Schlüssel, um die
großen Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft zu bewältigen.
Hierzu sollen die notwendigen innovationsfördernden Rahmenbedingungen
geschaffen werden, die es erlauben, Wissen schneller in marktfähige Produkte
und Verfahren umzusetzen und die Technologie- und Marktführerschaft zu
sichern bzw. weiter auszubauen.

In einem gemeinsamen Förderwettbewerb für die Akteure, insbesondere in der
nordrhein-westfälischen Biotechnologie, Medizin und Medizintechnik, sollen
anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Persona-
lisierten Medizin Gegenstand der Förderung werden. Ziel ist es, insbesondere
durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Akteure aus Hochschulen,
Universitätskliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unter-
nehmen, unter Einbeziehung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte, die Inno-
vationsfähigkeit Nordrhein-Westfalens in diesem zukunftsträchtigen Leitmarkt
der Life Sciences zu stärken.

Die Personalisierte Medizin richtet Therapien und Präventionsmaßnahmen
mithilfe entsprechender Diagnostik stärker als bisher am individuellen Menschen
aus. Davon versprechen sich Ärzteschaft, Patientinnen und Patienten sowie
Kostenträger eine gezieltere, effektivere und nebenwirkungsärmere Behand-
lung und die Gesellschaft eine wirksamere Adressierung der Herausforderungen
des Gesundheitssystems und die Diagnostik-, Pharma- und Medizintechnik-
industrie neue und verbesserte Marktchancen.
6   PerMed.NRW




    Auch wenn die genannten Erwartungen nicht alle von den zu fördernden Projek-
    ten gleichmäßig erfüllt werden können, müssen die Wettbewerbsbeiträge den
    konkreten Nutzen des Projekts sowohl für die einzelnen Patientinnen und
    Patienten und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, als auch für die Gesell-
    schaft aufzeigen.

    Im Fokus der Wettbewerbsbeiträge sollen die großen Herausforderungen der
    Medizin stehen, die sich unter anderem durch die demografische Entwicklung
    ergeben. Als Beispiele für die Herausforderungen der Medizin sind hier die
    neurodegenerativen, die kardiovaskulären und die Krebserkrankungen sowie
    Infektionen und Diabetes zu nennen.

    Gefördert werden sollen Projekte, die konkrete Diagnose-, Therapie- oder
    Präventionsmöglichkeiten eröffnen, die von Ärztinnen und Ärzten für Patientinnen
    und Patienten nutzbar gemacht werden können. In den Vorhaben soll eine inte-
    grierte Betrachtung der vorgenannten Perspektiven stattfinden. Im Rahmen der
    Projekte können zum Beispiel folgende Aspekte behandelt werden:

      • Validierung und Stratifizierung von Biomarkern
      • Entwicklung von diagnostischen Methoden im Rahmen der Medikamenten-
        entwicklung (companion diagnostics)
      • Standardisierungen der Prozessierung biologischer Proben
      • Weiterentwicklung von Methoden der molekularen Bildgebung
      • Innovative Anwendungen von Lab-on-a-chip-Technologien.

    Hierfür wird die intelligente Zusammenführung innovativer Forschungs- und Ent-
    wicklungsansätze aus unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel der Medizin,
    der medizinischen Biotechnologie, der chemischen Biologie, der Medizintechnik,
    der Informatik und Informationstechnologie, der Enabling Technologies und der
    pharmazeutischen Forschung für notwendig erachtet. Da die Projekte sich stets
    am Nutzen für Patientin und Patient ausrichten sollen, ist die Einbeziehung der
    Ärzteschaft bereits während der Forschung und Entwicklung ebenso erforderlich.

    Projekte, die losgelöst sind von möglichen Therapie- oder Präventionsmaß-
    nahmen, liegen nicht im Fokus dieses Förderwettbewerbs.

    Der Wettbewerb PerMed.NRW orientiert sich an dem Ziel, qualitativ hochwertige,
    innovative und erfolgversprechende Vorhaben zu unterstützen, die sich im
    beschriebenen Gesamtkontext ergänzen. Insbesondere die Stärkung mittel-
    ständischer Unternehmen ist für diesen Wettbewerb zielführend. Gleichzeitig
    sind auch nichtwirtschaftliche Tätigkeiten Bestandteil des Aufrufs.

    Das Land setzt dabei auf Projekte, in denen Unternehmen und wissenschaftliche
    Einrichtungen Eigeninitiative aufweisen und diese auch durch entsprechende
    finanzielle Eigenbeteiligung dokumentieren. Durch die Zusammenarbeit von
    Wissenschaft, Wirtschaft und Kliniken sollen der Transfer gefördert und Inno-
    vationshemmnisse abgebaut werden.

    Die Vorhaben sollen direkt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen oder
    bestehende sichern, bzw. einen mittel- bis langfristigen Beitrag dazu leisten.
    Hinzu kommen die Querschnittsziele dauerhafte und umweltgerechte Ent-
    wicklung sowie die Chancengleichheit von Männern und Frauen sowie Nicht-
    diskriminierung.
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3. Gegenstand des Wettbewerbs


PerMed.NRW fördert Vorhaben, die nachweislich dazu beitragen, die in den
oben genannten Themenbereichen besten Ideen zu generieren und voranzu-
treiben. Gefördert werden sollen Projekte, die konkrete Therapie- oder Präven-
tionsmöglichkeiten eröffnen, die von Medizinerinnen und Medizinern für
Patientinnen und Patienten nutzbar gemacht werden können.

Projekte, die losgelöst sind von möglichen Therapie- oder Präventionsmaß-
nahmen, liegen nicht im Fokus dieses Förderwettbewerbs.

Die möglichen Vorhaben, um dieses Ziel zu erreichen, gliedern sich in
  • Industrielle Forschung (von der Ideenfindung bis zum Labormuster) und
  • Vorwettbewerbliche (experimentelle) Entwicklung (vom funktionsfähigen
    Labormuster bis zum Prototypen).
8   PerMed.NRW




    4. Teilnahme


    4.1 Teilnahmeberechtigung

        Teilnahmeberechtigt sind in NRW ansässige
        • kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft,
        • sonstige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft,
        • Einrichtungen der technologischen und wissenschaftlichen Infrastruktur,
          Gemeinschaftseinrichtungen der Wirtschaft und der Arbeitnehmerschaft,
          sowie
        • Hochschulen, Universitätskliniken, Kliniken und Forschungsinstitute,
          wenn diese Projekte mit unmittelbarem Transferbezug zu Unternehmen
          in NRW durchführen.



    4.2.Teilnahmevoraussetzungen
        • Das jeweilige Vorhaben muss thematisch, zeitlich und finanziell abgrenz-
          bar sein und darf mit Ausnahme von Vorplanungen sowie Markt- und Mit-
          bewerberanalysen noch nicht begonnen worden sein (Projektförderung).
        • Das beantragte Vorhaben muss in Nordrhein-Westfalen durchgeführt
          und hauptsächlich verwertet werden.
        • Kooperationsvorhaben, vor allem solche, die die Überführung von For-
          schungsaktivitäten und -ergebnissen in marktgerechte Produkte und
          Verfahren zum Gegenstand haben, werden grundsätzlich vorrangig
          gefördert. Die Partner müssen ihre Rechte und Pflichten zur Erfüllung
          des Projektzwecks in einem Kooperationsvertrag (Entwurf) regeln.
        • Um die nötige Eigeninitiative der Teilnehmenden belegen zu können,
          muss im Rahmen der Projektskizzen dargelegt werden, wie diese nach
          Ablauf einer Förderung ohne weitere öffentliche Hilfe finanziert und
          weitergeführt werden sollen. Entsprechende verbindliche Erklärungen
          der Teilnehmenden sind (z.B. durch einen „Letter of Intent“) beizufügen.
        • Die Gesamtfinanzierung muss unter Einbeziehung der Eigenbeteiligung
          erkennbar gesichert sein.
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5. Auswahlkriterien (einschließlich Gewichtung der
   Auswahlkriterien, Scoring-Verfahren)

5.1 Grundlegende Anforderungen an Wettbewerbsbeiträge
Die Projektskizzen sollen ein abschließendes Votum ermöglichen. In ihnen
sind das Konzept zur praktischen Umsetzung des Vorschlages und Angaben zu
den Vorhabenskosten und der Finanzierung darzustellen sowie die einzelnen
Arbeitsschritte zu beschreiben.

Insbesondere ist zu folgenden Punkten Stellung zu nehmen:
    • Genaue Beschreibung des geplanten Vorhabens und seiner Einbindung
      in die Wissenschafts- und Wirtschaftsstruktur in NRW;
    • Analyse des Standes der Technik, des Marktes sowie der Wettbewerbs-
      strukturen (national und international);
    • Stand der projektrelevanten Kooperationen;
    • Stärken- und Schwächenanalyse für das Vorhaben (Chancen, Risiko);
    • Nachhaltigkeit im Sinne von Weiterführung des Vorhabens bzw. weiterer
      Nutzung der Projektergebnisse nach Ablauf der Förderung ohne öffent-
      liche Hilfe;
    • Die Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplanung muss plausibel und beurtei-
      lungsfähig dargestellt werden und
    • die Erreichbarkeit einer Gesamtfinanzierung ist plausibel darzulegen.
      Unternehmen müssen hierzu das Formblatt zur Vermögens- und Finanz-
      anlage ausfüllen, welches zu den Wettbewerbsunterlagen gehört.

5.2 Bewertungskriterien
Die Auswahl der besten Wettbewerbsbeiträge für eine Landesförderung wird
anhand nachstehender Kriterien vorgenommen, zu denen mit quantitativen
bzw. qualitativen Angaben Stellung zu nehmen ist.

5.2.1 Beitrag zu den grundlegenden Zielen des Ziel 2-Programms
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
Im Wettbewerbsbeitrag muss deutlich werden, worin der spezifische Beitrag
des Fördervorhabens zur Stärkung der nationalen und internationalen Wett-
bewerbsfähigkeit der Teilnehmenden und/oder der Kooperierenden liegt.

Verbesserung der Innovationsfähigkeit
Innovationsvorhaben müssen positive Auswirkungen auf die Innovationsfähig-
keit der Wettbewerbsteilnehmenden und der Kooperationspartnerinnen und -
partner sowie auf die Wirtschaft in NRW insgesamt haben. Innovationen sind
als Umsetzung von neuen Ideen am Markt zu verstehen. Es muss erläutert
werden, wodurch sich die Innovationsfähigkeit, charakterisiert durch Neuheit,
Qualität, Risiko/Erfolgsaussicht, Schwierigkeit sowie Marktrelevanz/-gängig-
keit, verbessert.

Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen
Die Projekte sollten direkt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen und /
oder bestehende sichern. Bei Vorhaben, die nicht kurzfristig dazu beitragen,
muss der mittel- bis langfristige Beitrag deutlich werden. Die Arbeitsplatzeffekte
sollten nach Möglichkeit quantifiziert und geschlechterspezifisch differenziert
werden.
10   PerMed.NRW




     5.2.2 Beitrag zu den Querschnittszielen des Ziel 2-Programms
     Chancengleichheit
     Insbesondere sind die im Projekt zum Tragen kommenden geschlechterspezifi-
     schen Besonderheiten bei der Personalisierten Medizin darzustellen. In Abhän-
     gigkeit des Charakters des Wettbewerbsgegenstandes sind aber auch aktive
     Maßnahmen, die den Zugang von Frauen zu qualifizierten Beschäftigungsmög-
     lichkeiten erleichtern, ebenso denkbar wie Ansätze zur besseren Vereinbarkeit
     von Familie und Beruf.

     Umwelt und Nachhaltigkeit
     Hier sind vor allem die Beiträge zu mehr Ressourcen- und Energieeffizienz
     von Bedeutung. Es sollte deutlich werden, wie in Folge des Förderprojektes
     Synergien zwischen Umweltschutz und Wettbewerbsfähigkeit entstehen
     können, bzw. Risiken für Mensch und Umwelt vermieden oder reduziert
     werden können.

     5.2.3 Beitrag zu den spezifischen Zielen und Kriterien des Wettbewerbs
     Stärkung der Wertschöpfungskette Personalisierte Medizin
     Es ist darzustellen, wie das Vorhaben die gesamte Wertschöpfungskette, von
     der Forschung bis hin zur Anwendung am Menschen, stärkt.

     Exzellenz und Nachhaltigkeit des Projekts
     Hier soll die Exzellenz der Projekte an Hand des „Stands der Technik“ im inter-
     nationalen Vergleich und für Nordrhein-Westfalen dargestellt werden. Die Kom-
     petenz und Erfahrung der Projektbeteiligten ist zu beschreiben. Weitergehende
     Innovationen und Ausbaustrategien nach Abschluss der Landesförderung und
     der dadurch zu erwartende Nutzen sind zu erläutern.

     Wissens- und Know-how-Transfer zum Nutzen der Wirtschaft und Gesund-
     heitsversorgung, Grad und Aufbau der Kooperation der Projektpartner unter
     besonderer Berücksichtigung des interdisziplinären Ansatzes
     Dazustellen sind nachhaltig angelegte Wege für den Wissens- und Know-how
     Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Einrichtungen der Gesund-
     heitsversorgung zur langfristigen Anregung von Innovationen in der Medizin.
     Es könnte auch eine mögliche Technologieübertragung in andere Branchen be-
     schrieben werden. Insbesondere ist die enge interdisziplinäre FuE-Kooperation
     von Forschenden verschiedener Fachrichtungen mit Unternehmen und Anwen-
     derinnen und Anwendern aus der Medizin bzw. der Gesundheitsversorgung
     aufzuzeigen.

     Wirtschaftliche Verwertung
     Die mögliche wirtschaftliche Verwertung der Projektergebnisse sowie erkenn-
     bare Markt- und Zukunftspotenziale sind darzulegen.

     Nutzen für Patientinnen und Patienten und Gesellschaft
     Der absehbare oder mögliche Nutzen zur qualitativen Verbesserung der
     Gesundheitsversorgung der Einzelnen und der Bevölkerung soll dargestellt
     werden.

     Finanzielle Auswirkungen auf das Gesundheitssystem
     Mögliche Einsparpotenziale und Effizienzsteigerungen in der Gesundheits-
     versorgung, die durch das Projekt aufgrund gezielterer Therapie- oder Präven-
     tionsmöglichkeiten erschlossen werden könnten, sind zu beschreiben.
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5.3 Gewichtungen der Auswahlkriterien
Die Auswahl der förderungswürdigen Projekte durch die Jury erfolgt u. a. mit-
hilfe eines Scoringverfahrens, bei dem jedes Vorhaben anhand der oben auf-
geführten Kriterienliste bewertet wird. Die Gesamtpunktzahl jedes Vorhabens
bestimmt sich anhand der gewichteten Auswahlkriterien und der jeweils ver-
gebenen Punkte und erlaubt das Ranking der eingereichten Projektvorschläge.
Die Gewichtung der Auswahlkriterien erfolgt bei „5.2.1 Beitrag zu den grund-
legenden Zielen des Ziel 2-Programms“ zu 40 %, bei „5.2.2 Beitrag zu den
Querschnittszielen des Ziel 2-Programms“ zu 10 % sowie bei der Kategorie
„5.2.3 Beitrag zu den spezifischen Zielen und Kriterien des Wettbewerbs“ zu
50 %.

Dabei müssen die Projektskizzen bei den einzelnen Zielkriterien überwiegend
mit „herausragend“ bewertet werden.
12   PerMed.NRW




     6.     Projektauswahl durch Jury


     Die eingegangenen Wettbewerbsbeiträge werden auf der Basis der Auswahl-
     kriterien in rechtlicher, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht geprüft
     und bewertet. Auf der Grundlage der Wettbewerbsbeiträge schlägt eine unab-
     hängige Jury dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung
     des Landes Nordrhein-Westfalen eine Auswahl förderungswürdiger Projekte
     für das Antragsverfahren vor.

     Die Jury besteht aus:

     •   Dr. Erich Greiner, Cedrus Therapeutics Inc.
     •   Prof. Dr. Gerhard Ehninger, Universitätsklinikum Dresden
     •   Prof. Dr. Wilhelm Kirch, TU Dresden
     •   Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Universität Greifswald
     •   Prof. Dr. Wolfgang Meister, Profmeister Beratung, eh. SmithKline Beecham
         Deutschland
     •   Prof. Dr. Fridtjof Nüsslin, TU München
     •   Prof. Dr. Oliver Schöffski, Universität Erlangen-Nürnberg
     •   Prof. Dr. Martin Staemmler, Fachhochschule Stralsund
     •   Prof. Dr. Jörg Vienken, Fresenius Medical Care GmbH

     Die Jury wählt grundsätzlich nur Vorhaben aus, bei denen die Wettbewerbsteil-
     nehmenden alle erforderlichen Nachweise eingereicht haben.

     Die Entscheidung der Jury wird mit einem zusammenfassenden Votum abge-
     schlossen. Bei gleicher Bewertung werden diejenigen Vorhaben vorrangig
     für das Antragsverfahren vorgeschlagen, die den in der Vorbemerkung zum
     Ziel 2-Programm genannten Querschnittszielen besser Rechnung tragen.

     Die von der Jury für das Antragsverfahren ausgewählten Projektteilnehmenden
     werden durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des
     Landes Nordrhein-Westfalen informiert.

     Die Wettbewerbsteilnehmerinnen und Wettbewerbsteilnehmer erklären sich im
     Falle einer positiven Juryentscheidung einverstanden, dass ihre Namen und
     eine inhaltliche Zusammenfassung ihrer Vorhaben vom Ministerium für Innova-
     tion, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen veröffent-
     licht werden.
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7.    Verfahren und Auswahl der Vorhaben


Ab sofort bis spätestens zum 19. April 2011 können beim Wettbewerbsdienst-
leister, dem Forschungszentrum Jülich/Projektträger Jülich (PTJ), aussage-
fähige Projektskizzen mit einer Aussage über die Vermögens- und Ertragslage
(bei Unternehmen – siehe besonderes Formblatt) eingereicht werden.

Das Juryverfahren mit der Auswahl von Projektskizzen für das förmliche
Antragsverfahren endet am 31. Juli 2011. Die anschließende Antrags- und
Förderphase beginnt am 30. September 2011.

Um den Wettbewerb bekannt zu machen und die Akteurinnen und Akteure
zu informieren, führt das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und For-
schung des Landes Nordrhein-Westfalen Informationsveranstaltungen in den
Regionen durch. Bei diesen Veranstaltungen werden die Ziele und Rahmen-
bedingungen des Wettbewerbs vorgestellt und formale Fragen beantwortet.
Bitte informieren Sie sich über Termine, Veranstaltungen, Anfahrt etc. auf der
Internetseite www.ziel2.nrw.de.

Die Projektskizzen sind obligatorisch mit Hilfe eines Bewerbungsbogens an-
zufertigen. Dieser Bewerbungsbogen ist von www.innovation.nrw.de/wett-
bewerbe oder www.ziel2.nrw.de unter der Rubrik PerMed.NRW abzurufen.
Dort finden sich auch weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Antrag-
stellung.

Die Projektskizzen sind in 3-facher Kopie, ungebunden, ungeheftet und ein-
seitig bedruckt sowie gelocht an den Projektträger zu senden. Die Einreichung
kann entweder persönlich beim PtJ erfolgen (bis 19. April 2011, 16 Uhr) oder
postalisch (Poststempel spätestens vom 19. April 2011). Darüber hinaus ist
es erforderlich, eine elektronische Kopie des Bewerbungsbogens mit allen
Anlagen dem Projektträger entweder per Mail (als ein pdf-Dokument) oder
CD-ROM zur Verfügung zu stellen.

Projektvorschläge sind zu richten an den:

Projektträger Jülich
Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen (TRI)
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Kennwort: „PerMed.NRW“

Es wird empfohlen, zur Teilnahmeberatung mit dem Wettbewerbsdienstleister
Kontakt aufzunehmen.

Projektleiterin: Dr. Gisela Kiratli
Telefon: 02461/61-5789 (oder Sekretariat 02461/61-2718).
E-Mail: g.kiratli@fz-juelich.de

Dort sind weitere Informationen und Erläuterungen erhältlich, u. a. zum Wett-
bewerbsverfahren sowie zu den Fördersätzen der einzelnen Richtlinien.
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     8.    Informationen zum anschließenden Antrags- und
           Bewilligungsverfahren


     Für die ausgewählten Wettbewerbsteilnehmenden schließt sich das reguläre
     Antrags- und Bewilligungsverfahren an. Die Antragsunterlagen sind innerhalb
     von 8 Wochen nach der schriftlichen Information über die Prämierung bei
     der zuständigen Bewilligungsbehörde einzureichen. Den Antragstellenden wird
     hierzu eine qualifizierte Beratung angeboten.

     Die Förderungen sollen durch Zuwendungen mit Mitteln des Operationellen
     Programms (EFRE) für das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäf-
     tigung“ NRW-EU-Programm Ziel-2 (2007 – 2013) nach Maßgabe der §§ 23
     und 44 Landeshaushaltsordnung erfolgen, sofern nicht die unten genannten
     Landesförderrichtlinien zur Anwendung kommen:

       • Für Vorhaben von Hochschulen, Universitätskliniken und Forschungsein-
         richtungen, die nach den Vorgaben der EU-Kommission als nichtwirtschaft-
         liche Tätigkeit einzustufen sind und die keine mittelbare staatliche Beihilfe
         für Kooperationspartner der gewerblichen Wirtschaft darstellen, soll eine
         Anteilsfinanzierung in Höhe von bis zu 90% nicht überschritten werden.
         Sponsoringmittel können dabei Eigenmittel ersetzen, sofern beim Antrag-
         stellenden ein Eigenanteil in Höhe von mindestens 10 % verbleibt.

       • Die Förderung der technologieorientierten Vorhaben erfolgt nach der Richt-
         linie über die Gewährung von Zuwendungen für Forschung, Innovation und
         Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (FIT).

     Die genannten Vorschriften gelten in Verbindung mit dem Gemeinschafts-
     rahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation der
     Europäischen Union, den Verordnungen (EG) Nr. 1083/2006 vom 11.7.2006,
     Nr. 1080/2006 vom 5.7.2006 und Nr.1828/2006 vom 8.12.2006. Für alle
     genannten Vorschriften gilt die jeweils zum Zeitpunkt der Bewilligung gültige
     Fassung. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht erst mit dem Bewilligungs-
     bescheid. Der Zuwendungsgeber entscheidet auf der Basis der Förderricht-
     linien im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Die Förderung erfolgt im
     Wege der Erstattung nach der Vorlage von Belegen für tatsächlich getätigte
     Ausgaben.

     Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der jeweilige Antragstellende
     sich im Falle der Förderung mit der Aufnahme in das öffentliche Verzeichnis
     der Begünstigten gemäß Art. 6 und 7 der Verordnung (EG) Nr. 1828/2006
     einverstanden erklärt.
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Dr. Gisela Kiratli                 Ministerium für Innovation,        fotolia
Projektträger Jülich               Wissenschaft und Forschung
Geschäftsbereich Technologische    des Landes Nordrhein-Westfalen
und regionale Innovationen (TRI)   40190 Düsseldorf


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52425 Jülich
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Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung
des Landes Nordrhein-Westfalen
40190 Düsseldorf


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Gesucht: Die besten Ideen für die Personalisierte Medizin

  • 1. PerMed.NRW Gesucht: Die besten Ideen für die Personalisierte Medizin www.exzellenz.nrw.de www.innovation.nrw.de/wettbewerbe
  • 2.
  • 3. Grußwort 3 Gesucht: Die besten Ideen für die Personalisierte Medizin Nicht selten wirkt dieselbe Therapie bei Patientinnen und Patienten mit gleicher Diagnose – z.B. Brustkrebs oder Bluthochdruck – ganz unterschiedlich. Dank verbesserter Diagnostik – insbesondere molekularer Diagnostik – wissen wir zunehmend, wie viele individuelle Faktoren den Krankheitsverlauf und die Geeignetheit möglicher Therapien bestimmen. Die Landesregierung stellt den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Politik und misst daher in der Gesundheits- forschung der Personalisierten Medizin eine hohe Bedeutung bei. Mit einer verstärkten Orientierung der Medizin am Einzelnen und seinen Bedürfnissen entsteht die Chance auf Vorteile für alle Beteiligten – nicht nur für die Kranken, sondern auch für Ärzteschaft, Kostenträger und Unternehmen. Um die großen Herausforderungen der Medizin bewältigen zu können, ist in hohem Maße die Kooperation von Fachleuten verschiedenster Disziplinen not- wendig, zum Beispiel aus Medizin, Medizintechnologien und Biotechnologie, aber auch aus den Informationstechnologien und anderen Bereichen. Der Wett- bewerb „PerMed.NRW – die besten Ideen für die Personalisierte Medizin“ soll deshalb auch gezielt neue Impulse geben, um die Zusammenarbeit von Wissen- schaft, Unternehmen und Medizinerinnen und Medizinern zu fördern – zum Wohle des Menschen. Am Wettbewerb können sich alle interessierten Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft beteiligen. Gefördert werden sollen anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die in Nordrhein-Westfalen durchge- führt werden und hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen verwertet werden. Gestalten Sie die Zukunft der Medizin mit der Medizin der Zukunft. Ich freue mich auf zahlreiche innovative Projektideen und wünsche allen Antragstellenden viel Erfolg. Svenja Schulze Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 4. 4 PerMed.NRW Bekanntmachung des EU-NRW Ziel-2 (EFRE) Förderwettbewerbes: PerMed.NRW – Zukunftsfelder der Medizin, der Medizintechnik und der Biotechnologie des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 22. Dezember 2010 Zusammenfassung Mit dem Aufruf „PerMed.NRW – die besten Ideen für die Personalisierte Medizin“ will das Land Nordrhein-Westfalen dazu beitragen, neue Anwendungsfelder und Zukunftspotenziale der Medizin, der Medizintechnik und der Biotechnologie zu entwickeln bzw. zu stärken, die die Entwicklung von innovativen Diagnose-, Therapie- oder Präventionsmöglichkeiten im Themenfeld der Personalisierten Medizin zum Gegenstand haben. Der Wettbewerb soll gezielt die Identifikation, Stärkung und Vernetzung bereits vorhandener Kompetenzen in diesen Bereichen vorantreiben. Als Teil einer auf Wachstum und Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschafts- struktur mit medizinischer, medizintechnischer bzw. biowissenschaftlicher Basis kommt der Stärkung dieses Zukunftsfeldes eine zentrale Bedeutung zu. Die Implementierung der Wissensbasis aus den Life Sciences ist die Voraus- setzung für die Erschließung neuer Innovations- und Wertschöpfungspotenziale und damit für die Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze. Anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen die „Wertschöpfungskette Personalisierte Medizin“ von der Forschung bis hin zur Anwendung am Menschen spürbar verbessern. Die zu fördernden Projekte müssen einen konkreten Nutzen für Patientinnen und Patienten und die Gesell- schaft erkennen lassen. Zugleich sollen sie die Innovationskraft der nordrhein- westfälischen Unternehmen stärken, insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Ein interdisziplinärer Ansatz und die Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft und Ärzteschaft werden erwartet.
  • 5. PerMed.NRW 5 1. Vorbemerkung Wettbewerbe sind fester Bestandteil des EU-NRW Programms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007 bis 2013“ (EFRE). Sie sind das zentrale Instrument zur Auswahl von qualitativ hochwertigen, innovativen Fördervorhaben und zur Vergabe der Fördermittel des Programms. Ziel ist es, mit den geförderten Vorhaben einen maßgeblichen Beitrag zu leisten, dass die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationsfähigkeit der nordrhein-west- fälischen Wirtschaft verbessert und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützt wird. Die programmspezifischen Auswahlkriterien spiegeln die zentralen Ziele des Ziel 2-Programms (EFRE) wider. Sie messen die jeweiligen Beiträge zur Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, zur Beschäftigung, zur dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung sowie zur Chancengleichheit von Männern und Frauen und zur Nichtdiskriminierung. Der Wettbewerb PerMed.NRW steht unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der benötigten Mittel durch den Haushaltsgesetzgeber. 2. Ausgangslage und Zielsetzung des Förderwettbewerbs Wissenschaft und Forschung aus Nordrhein-Westfalen sind Schlüssel, um die großen Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft zu bewältigen. Hierzu sollen die notwendigen innovationsfördernden Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es erlauben, Wissen schneller in marktfähige Produkte und Verfahren umzusetzen und die Technologie- und Marktführerschaft zu sichern bzw. weiter auszubauen. In einem gemeinsamen Förderwettbewerb für die Akteure, insbesondere in der nordrhein-westfälischen Biotechnologie, Medizin und Medizintechnik, sollen anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Persona- lisierten Medizin Gegenstand der Förderung werden. Ziel ist es, insbesondere durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der Akteure aus Hochschulen, Universitätskliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unter- nehmen, unter Einbeziehung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte, die Inno- vationsfähigkeit Nordrhein-Westfalens in diesem zukunftsträchtigen Leitmarkt der Life Sciences zu stärken. Die Personalisierte Medizin richtet Therapien und Präventionsmaßnahmen mithilfe entsprechender Diagnostik stärker als bisher am individuellen Menschen aus. Davon versprechen sich Ärzteschaft, Patientinnen und Patienten sowie Kostenträger eine gezieltere, effektivere und nebenwirkungsärmere Behand- lung und die Gesellschaft eine wirksamere Adressierung der Herausforderungen des Gesundheitssystems und die Diagnostik-, Pharma- und Medizintechnik- industrie neue und verbesserte Marktchancen.
  • 6. 6 PerMed.NRW Auch wenn die genannten Erwartungen nicht alle von den zu fördernden Projek- ten gleichmäßig erfüllt werden können, müssen die Wettbewerbsbeiträge den konkreten Nutzen des Projekts sowohl für die einzelnen Patientinnen und Patienten und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, als auch für die Gesell- schaft aufzeigen. Im Fokus der Wettbewerbsbeiträge sollen die großen Herausforderungen der Medizin stehen, die sich unter anderem durch die demografische Entwicklung ergeben. Als Beispiele für die Herausforderungen der Medizin sind hier die neurodegenerativen, die kardiovaskulären und die Krebserkrankungen sowie Infektionen und Diabetes zu nennen. Gefördert werden sollen Projekte, die konkrete Diagnose-, Therapie- oder Präventionsmöglichkeiten eröffnen, die von Ärztinnen und Ärzten für Patientinnen und Patienten nutzbar gemacht werden können. In den Vorhaben soll eine inte- grierte Betrachtung der vorgenannten Perspektiven stattfinden. Im Rahmen der Projekte können zum Beispiel folgende Aspekte behandelt werden: • Validierung und Stratifizierung von Biomarkern • Entwicklung von diagnostischen Methoden im Rahmen der Medikamenten- entwicklung (companion diagnostics) • Standardisierungen der Prozessierung biologischer Proben • Weiterentwicklung von Methoden der molekularen Bildgebung • Innovative Anwendungen von Lab-on-a-chip-Technologien. Hierfür wird die intelligente Zusammenführung innovativer Forschungs- und Ent- wicklungsansätze aus unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel der Medizin, der medizinischen Biotechnologie, der chemischen Biologie, der Medizintechnik, der Informatik und Informationstechnologie, der Enabling Technologies und der pharmazeutischen Forschung für notwendig erachtet. Da die Projekte sich stets am Nutzen für Patientin und Patient ausrichten sollen, ist die Einbeziehung der Ärzteschaft bereits während der Forschung und Entwicklung ebenso erforderlich. Projekte, die losgelöst sind von möglichen Therapie- oder Präventionsmaß- nahmen, liegen nicht im Fokus dieses Förderwettbewerbs. Der Wettbewerb PerMed.NRW orientiert sich an dem Ziel, qualitativ hochwertige, innovative und erfolgversprechende Vorhaben zu unterstützen, die sich im beschriebenen Gesamtkontext ergänzen. Insbesondere die Stärkung mittel- ständischer Unternehmen ist für diesen Wettbewerb zielführend. Gleichzeitig sind auch nichtwirtschaftliche Tätigkeiten Bestandteil des Aufrufs. Das Land setzt dabei auf Projekte, in denen Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen Eigeninitiative aufweisen und diese auch durch entsprechende finanzielle Eigenbeteiligung dokumentieren. Durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Kliniken sollen der Transfer gefördert und Inno- vationshemmnisse abgebaut werden. Die Vorhaben sollen direkt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen oder bestehende sichern, bzw. einen mittel- bis langfristigen Beitrag dazu leisten. Hinzu kommen die Querschnittsziele dauerhafte und umweltgerechte Ent- wicklung sowie die Chancengleichheit von Männern und Frauen sowie Nicht- diskriminierung.
  • 7. PerMed.NRW 7 3. Gegenstand des Wettbewerbs PerMed.NRW fördert Vorhaben, die nachweislich dazu beitragen, die in den oben genannten Themenbereichen besten Ideen zu generieren und voranzu- treiben. Gefördert werden sollen Projekte, die konkrete Therapie- oder Präven- tionsmöglichkeiten eröffnen, die von Medizinerinnen und Medizinern für Patientinnen und Patienten nutzbar gemacht werden können. Projekte, die losgelöst sind von möglichen Therapie- oder Präventionsmaß- nahmen, liegen nicht im Fokus dieses Förderwettbewerbs. Die möglichen Vorhaben, um dieses Ziel zu erreichen, gliedern sich in • Industrielle Forschung (von der Ideenfindung bis zum Labormuster) und • Vorwettbewerbliche (experimentelle) Entwicklung (vom funktionsfähigen Labormuster bis zum Prototypen).
  • 8. 8 PerMed.NRW 4. Teilnahme 4.1 Teilnahmeberechtigung Teilnahmeberechtigt sind in NRW ansässige • kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft, • sonstige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, • Einrichtungen der technologischen und wissenschaftlichen Infrastruktur, Gemeinschaftseinrichtungen der Wirtschaft und der Arbeitnehmerschaft, sowie • Hochschulen, Universitätskliniken, Kliniken und Forschungsinstitute, wenn diese Projekte mit unmittelbarem Transferbezug zu Unternehmen in NRW durchführen. 4.2.Teilnahmevoraussetzungen • Das jeweilige Vorhaben muss thematisch, zeitlich und finanziell abgrenz- bar sein und darf mit Ausnahme von Vorplanungen sowie Markt- und Mit- bewerberanalysen noch nicht begonnen worden sein (Projektförderung). • Das beantragte Vorhaben muss in Nordrhein-Westfalen durchgeführt und hauptsächlich verwertet werden. • Kooperationsvorhaben, vor allem solche, die die Überführung von For- schungsaktivitäten und -ergebnissen in marktgerechte Produkte und Verfahren zum Gegenstand haben, werden grundsätzlich vorrangig gefördert. Die Partner müssen ihre Rechte und Pflichten zur Erfüllung des Projektzwecks in einem Kooperationsvertrag (Entwurf) regeln. • Um die nötige Eigeninitiative der Teilnehmenden belegen zu können, muss im Rahmen der Projektskizzen dargelegt werden, wie diese nach Ablauf einer Förderung ohne weitere öffentliche Hilfe finanziert und weitergeführt werden sollen. Entsprechende verbindliche Erklärungen der Teilnehmenden sind (z.B. durch einen „Letter of Intent“) beizufügen. • Die Gesamtfinanzierung muss unter Einbeziehung der Eigenbeteiligung erkennbar gesichert sein.
  • 9. PerMed.NRW 9 5. Auswahlkriterien (einschließlich Gewichtung der Auswahlkriterien, Scoring-Verfahren) 5.1 Grundlegende Anforderungen an Wettbewerbsbeiträge Die Projektskizzen sollen ein abschließendes Votum ermöglichen. In ihnen sind das Konzept zur praktischen Umsetzung des Vorschlages und Angaben zu den Vorhabenskosten und der Finanzierung darzustellen sowie die einzelnen Arbeitsschritte zu beschreiben. Insbesondere ist zu folgenden Punkten Stellung zu nehmen: • Genaue Beschreibung des geplanten Vorhabens und seiner Einbindung in die Wissenschafts- und Wirtschaftsstruktur in NRW; • Analyse des Standes der Technik, des Marktes sowie der Wettbewerbs- strukturen (national und international); • Stand der projektrelevanten Kooperationen; • Stärken- und Schwächenanalyse für das Vorhaben (Chancen, Risiko); • Nachhaltigkeit im Sinne von Weiterführung des Vorhabens bzw. weiterer Nutzung der Projektergebnisse nach Ablauf der Förderung ohne öffent- liche Hilfe; • Die Arbeits-, Zeit- und Ausgabenplanung muss plausibel und beurtei- lungsfähig dargestellt werden und • die Erreichbarkeit einer Gesamtfinanzierung ist plausibel darzulegen. Unternehmen müssen hierzu das Formblatt zur Vermögens- und Finanz- anlage ausfüllen, welches zu den Wettbewerbsunterlagen gehört. 5.2 Bewertungskriterien Die Auswahl der besten Wettbewerbsbeiträge für eine Landesförderung wird anhand nachstehender Kriterien vorgenommen, zu denen mit quantitativen bzw. qualitativen Angaben Stellung zu nehmen ist. 5.2.1 Beitrag zu den grundlegenden Zielen des Ziel 2-Programms Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Im Wettbewerbsbeitrag muss deutlich werden, worin der spezifische Beitrag des Fördervorhabens zur Stärkung der nationalen und internationalen Wett- bewerbsfähigkeit der Teilnehmenden und/oder der Kooperierenden liegt. Verbesserung der Innovationsfähigkeit Innovationsvorhaben müssen positive Auswirkungen auf die Innovationsfähig- keit der Wettbewerbsteilnehmenden und der Kooperationspartnerinnen und - partner sowie auf die Wirtschaft in NRW insgesamt haben. Innovationen sind als Umsetzung von neuen Ideen am Markt zu verstehen. Es muss erläutert werden, wodurch sich die Innovationsfähigkeit, charakterisiert durch Neuheit, Qualität, Risiko/Erfolgsaussicht, Schwierigkeit sowie Marktrelevanz/-gängig- keit, verbessert. Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen Die Projekte sollten direkt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen und / oder bestehende sichern. Bei Vorhaben, die nicht kurzfristig dazu beitragen, muss der mittel- bis langfristige Beitrag deutlich werden. Die Arbeitsplatzeffekte sollten nach Möglichkeit quantifiziert und geschlechterspezifisch differenziert werden.
  • 10. 10 PerMed.NRW 5.2.2 Beitrag zu den Querschnittszielen des Ziel 2-Programms Chancengleichheit Insbesondere sind die im Projekt zum Tragen kommenden geschlechterspezifi- schen Besonderheiten bei der Personalisierten Medizin darzustellen. In Abhän- gigkeit des Charakters des Wettbewerbsgegenstandes sind aber auch aktive Maßnahmen, die den Zugang von Frauen zu qualifizierten Beschäftigungsmög- lichkeiten erleichtern, ebenso denkbar wie Ansätze zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Umwelt und Nachhaltigkeit Hier sind vor allem die Beiträge zu mehr Ressourcen- und Energieeffizienz von Bedeutung. Es sollte deutlich werden, wie in Folge des Förderprojektes Synergien zwischen Umweltschutz und Wettbewerbsfähigkeit entstehen können, bzw. Risiken für Mensch und Umwelt vermieden oder reduziert werden können. 5.2.3 Beitrag zu den spezifischen Zielen und Kriterien des Wettbewerbs Stärkung der Wertschöpfungskette Personalisierte Medizin Es ist darzustellen, wie das Vorhaben die gesamte Wertschöpfungskette, von der Forschung bis hin zur Anwendung am Menschen, stärkt. Exzellenz und Nachhaltigkeit des Projekts Hier soll die Exzellenz der Projekte an Hand des „Stands der Technik“ im inter- nationalen Vergleich und für Nordrhein-Westfalen dargestellt werden. Die Kom- petenz und Erfahrung der Projektbeteiligten ist zu beschreiben. Weitergehende Innovationen und Ausbaustrategien nach Abschluss der Landesförderung und der dadurch zu erwartende Nutzen sind zu erläutern. Wissens- und Know-how-Transfer zum Nutzen der Wirtschaft und Gesund- heitsversorgung, Grad und Aufbau der Kooperation der Projektpartner unter besonderer Berücksichtigung des interdisziplinären Ansatzes Dazustellen sind nachhaltig angelegte Wege für den Wissens- und Know-how Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Einrichtungen der Gesund- heitsversorgung zur langfristigen Anregung von Innovationen in der Medizin. Es könnte auch eine mögliche Technologieübertragung in andere Branchen be- schrieben werden. Insbesondere ist die enge interdisziplinäre FuE-Kooperation von Forschenden verschiedener Fachrichtungen mit Unternehmen und Anwen- derinnen und Anwendern aus der Medizin bzw. der Gesundheitsversorgung aufzuzeigen. Wirtschaftliche Verwertung Die mögliche wirtschaftliche Verwertung der Projektergebnisse sowie erkenn- bare Markt- und Zukunftspotenziale sind darzulegen. Nutzen für Patientinnen und Patienten und Gesellschaft Der absehbare oder mögliche Nutzen zur qualitativen Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Einzelnen und der Bevölkerung soll dargestellt werden. Finanzielle Auswirkungen auf das Gesundheitssystem Mögliche Einsparpotenziale und Effizienzsteigerungen in der Gesundheits- versorgung, die durch das Projekt aufgrund gezielterer Therapie- oder Präven- tionsmöglichkeiten erschlossen werden könnten, sind zu beschreiben.
  • 11. PerMed.NRW 11 5.3 Gewichtungen der Auswahlkriterien Die Auswahl der förderungswürdigen Projekte durch die Jury erfolgt u. a. mit- hilfe eines Scoringverfahrens, bei dem jedes Vorhaben anhand der oben auf- geführten Kriterienliste bewertet wird. Die Gesamtpunktzahl jedes Vorhabens bestimmt sich anhand der gewichteten Auswahlkriterien und der jeweils ver- gebenen Punkte und erlaubt das Ranking der eingereichten Projektvorschläge. Die Gewichtung der Auswahlkriterien erfolgt bei „5.2.1 Beitrag zu den grund- legenden Zielen des Ziel 2-Programms“ zu 40 %, bei „5.2.2 Beitrag zu den Querschnittszielen des Ziel 2-Programms“ zu 10 % sowie bei der Kategorie „5.2.3 Beitrag zu den spezifischen Zielen und Kriterien des Wettbewerbs“ zu 50 %. Dabei müssen die Projektskizzen bei den einzelnen Zielkriterien überwiegend mit „herausragend“ bewertet werden.
  • 12. 12 PerMed.NRW 6. Projektauswahl durch Jury Die eingegangenen Wettbewerbsbeiträge werden auf der Basis der Auswahl- kriterien in rechtlicher, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht geprüft und bewertet. Auf der Grundlage der Wettbewerbsbeiträge schlägt eine unab- hängige Jury dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen eine Auswahl förderungswürdiger Projekte für das Antragsverfahren vor. Die Jury besteht aus: • Dr. Erich Greiner, Cedrus Therapeutics Inc. • Prof. Dr. Gerhard Ehninger, Universitätsklinikum Dresden • Prof. Dr. Wilhelm Kirch, TU Dresden • Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Universität Greifswald • Prof. Dr. Wolfgang Meister, Profmeister Beratung, eh. SmithKline Beecham Deutschland • Prof. Dr. Fridtjof Nüsslin, TU München • Prof. Dr. Oliver Schöffski, Universität Erlangen-Nürnberg • Prof. Dr. Martin Staemmler, Fachhochschule Stralsund • Prof. Dr. Jörg Vienken, Fresenius Medical Care GmbH Die Jury wählt grundsätzlich nur Vorhaben aus, bei denen die Wettbewerbsteil- nehmenden alle erforderlichen Nachweise eingereicht haben. Die Entscheidung der Jury wird mit einem zusammenfassenden Votum abge- schlossen. Bei gleicher Bewertung werden diejenigen Vorhaben vorrangig für das Antragsverfahren vorgeschlagen, die den in der Vorbemerkung zum Ziel 2-Programm genannten Querschnittszielen besser Rechnung tragen. Die von der Jury für das Antragsverfahren ausgewählten Projektteilnehmenden werden durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen informiert. Die Wettbewerbsteilnehmerinnen und Wettbewerbsteilnehmer erklären sich im Falle einer positiven Juryentscheidung einverstanden, dass ihre Namen und eine inhaltliche Zusammenfassung ihrer Vorhaben vom Ministerium für Innova- tion, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen veröffent- licht werden.
  • 13. PerMed.NRW 13 7. Verfahren und Auswahl der Vorhaben Ab sofort bis spätestens zum 19. April 2011 können beim Wettbewerbsdienst- leister, dem Forschungszentrum Jülich/Projektträger Jülich (PTJ), aussage- fähige Projektskizzen mit einer Aussage über die Vermögens- und Ertragslage (bei Unternehmen – siehe besonderes Formblatt) eingereicht werden. Das Juryverfahren mit der Auswahl von Projektskizzen für das förmliche Antragsverfahren endet am 31. Juli 2011. Die anschließende Antrags- und Förderphase beginnt am 30. September 2011. Um den Wettbewerb bekannt zu machen und die Akteurinnen und Akteure zu informieren, führt das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und For- schung des Landes Nordrhein-Westfalen Informationsveranstaltungen in den Regionen durch. Bei diesen Veranstaltungen werden die Ziele und Rahmen- bedingungen des Wettbewerbs vorgestellt und formale Fragen beantwortet. Bitte informieren Sie sich über Termine, Veranstaltungen, Anfahrt etc. auf der Internetseite www.ziel2.nrw.de. Die Projektskizzen sind obligatorisch mit Hilfe eines Bewerbungsbogens an- zufertigen. Dieser Bewerbungsbogen ist von www.innovation.nrw.de/wett- bewerbe oder www.ziel2.nrw.de unter der Rubrik PerMed.NRW abzurufen. Dort finden sich auch weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Antrag- stellung. Die Projektskizzen sind in 3-facher Kopie, ungebunden, ungeheftet und ein- seitig bedruckt sowie gelocht an den Projektträger zu senden. Die Einreichung kann entweder persönlich beim PtJ erfolgen (bis 19. April 2011, 16 Uhr) oder postalisch (Poststempel spätestens vom 19. April 2011). Darüber hinaus ist es erforderlich, eine elektronische Kopie des Bewerbungsbogens mit allen Anlagen dem Projektträger entweder per Mail (als ein pdf-Dokument) oder CD-ROM zur Verfügung zu stellen. Projektvorschläge sind zu richten an den: Projektträger Jülich Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen (TRI) Forschungszentrum Jülich GmbH 52425 Jülich Kennwort: „PerMed.NRW“ Es wird empfohlen, zur Teilnahmeberatung mit dem Wettbewerbsdienstleister Kontakt aufzunehmen. Projektleiterin: Dr. Gisela Kiratli Telefon: 02461/61-5789 (oder Sekretariat 02461/61-2718). E-Mail: g.kiratli@fz-juelich.de Dort sind weitere Informationen und Erläuterungen erhältlich, u. a. zum Wett- bewerbsverfahren sowie zu den Fördersätzen der einzelnen Richtlinien.
  • 14. 14 PerMed.NRW 8. Informationen zum anschließenden Antrags- und Bewilligungsverfahren Für die ausgewählten Wettbewerbsteilnehmenden schließt sich das reguläre Antrags- und Bewilligungsverfahren an. Die Antragsunterlagen sind innerhalb von 8 Wochen nach der schriftlichen Information über die Prämierung bei der zuständigen Bewilligungsbehörde einzureichen. Den Antragstellenden wird hierzu eine qualifizierte Beratung angeboten. Die Förderungen sollen durch Zuwendungen mit Mitteln des Operationellen Programms (EFRE) für das Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäf- tigung“ NRW-EU-Programm Ziel-2 (2007 – 2013) nach Maßgabe der §§ 23 und 44 Landeshaushaltsordnung erfolgen, sofern nicht die unten genannten Landesförderrichtlinien zur Anwendung kommen: • Für Vorhaben von Hochschulen, Universitätskliniken und Forschungsein- richtungen, die nach den Vorgaben der EU-Kommission als nichtwirtschaft- liche Tätigkeit einzustufen sind und die keine mittelbare staatliche Beihilfe für Kooperationspartner der gewerblichen Wirtschaft darstellen, soll eine Anteilsfinanzierung in Höhe von bis zu 90% nicht überschritten werden. Sponsoringmittel können dabei Eigenmittel ersetzen, sofern beim Antrag- stellenden ein Eigenanteil in Höhe von mindestens 10 % verbleibt. • Die Förderung der technologieorientierten Vorhaben erfolgt nach der Richt- linie über die Gewährung von Zuwendungen für Forschung, Innovation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (FIT). Die genannten Vorschriften gelten in Verbindung mit dem Gemeinschafts- rahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation der Europäischen Union, den Verordnungen (EG) Nr. 1083/2006 vom 11.7.2006, Nr. 1080/2006 vom 5.7.2006 und Nr.1828/2006 vom 8.12.2006. Für alle genannten Vorschriften gilt die jeweils zum Zeitpunkt der Bewilligung gültige Fassung. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht erst mit dem Bewilligungs- bescheid. Der Zuwendungsgeber entscheidet auf der Basis der Förderricht- linien im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Die Förderung erfolgt im Wege der Erstattung nach der Vorlage von Belegen für tatsächlich getätigte Ausgaben. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der jeweilige Antragstellende sich im Falle der Förderung mit der Aufnahme in das öffentliche Verzeichnis der Begünstigten gemäß Art. 6 und 7 der Verordnung (EG) Nr. 1828/2006 einverstanden erklärt.
  • 15. PerMed.NRW 15 Disclaimer/Impressum Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Landes- regierung Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von Wahlwerbern und -werberinnen oder Wahlhelfern und -helferinnen während eines Wahlkampfes zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt auch für Landtags-, Bundestags- und Kommunalwahlen sowie auch für die Wahl der Mitglieder des Europäischen Parlaments. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte zum Zwecke der Wahlwerbung. Eine Verwendung dieser Druckschrift durch Parteien oder sie unterstützende Organisationen ausschließlich zur Unterrichtung ihrer eigenen Mitglieder bleibt davon unberührt. Unabhängig davon, wann, auf welchem Weg und in welcher Anzahl diese Schrift der Empfängerin oder dem Empfänger zugegangen ist, darf sie auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Landesregierung zugunsten einzelner Gruppen verstanden werden könnte. Impressum Redaktion Herausgeber Bildnachweis Dr. Gisela Kiratli Ministerium für Innovation, fotolia Projektträger Jülich Wissenschaft und Forschung Geschäftsbereich Technologische des Landes Nordrhein-Westfalen und regionale Innovationen (TRI) 40190 Düsseldorf Forschungszentrum Jülich GmbH 52425 Jülich
  • 16. Kontakt Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen 40190 Düsseldorf Tel.: +49 (0)211 / 896-04 Fax: +49 (0)211 / 896-4555 www.innovation.nrw.de