Auswertung: FAMAB Blitz-Umfrage
Generation Y: Herausforderungen unserer Branche bei der Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs
Summary
Generation Y: Herausforderungen unserer Branche bei der Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs
• Tendenz der Medien bestätigt sich: Gewinnung von Nachwuchs auch in unserer Branche kritisch
• Deutlicher Rückgang an qualifizierten Nachwuchskräften spürbar.
• Nachwuchskräfte fehlen v.a. in den Bereichen Handwerk, Projektleitung, Konzeption, Kreation,
Vertrieb und Architektur
• Berufseinsteiger sind heute nicht mehr in gleichem Maße bereit, sich für ihren Job zu
engagieren, wie vor 10 Jahren.
• Sie sind gleichzeitig weniger belastbar, weniger bereit, Überstunden zu machen und haben ein
höheres außerberufliches Interesse.
• Die wichtigste Maßnahme, um den höheren Anforderungen der Nachwuchskräfte zu begegnen,
ist ein gutes Unternehmensimage.
Verspüren Sie grundsätzlich bei der Personalsuche einen Rückgang an qualifizierten
Nachwuchskräften?
Anzahl Antworten: 113
Deutlicher Rückgang an qualifizierten Nachwuchskräften spürbar (61 %)
In welchem Bereich fehlt es Ihnen an qualifizierten Nachwuchskräften am dringendsten?
Nachwuchskräfte fehlen v.a. in den Bereichen Handwerk, Projektleitung, Konzeption, Kreation,
Vertrieb, Architektur und Küche
Handwerk: Montage, Tischler, Elektriker, Schlosser, Arbeitsvorbereitung,
Veranstaltungstechnik
Projektleitung / - management
32 x
15 x
Konzeption / Kreation 5 x
Vertrieb 5 x
Architektur 4 x
Küche 3 x
Sonstige: Key Account, Grafik/
Design, Beratung, Büro, PR,
Ass. GF, Führungskräfte,
Business Development
Je 1-2 x
Sind Berufseinsteiger Ihrer Erfahrung nach heute noch in gleichem Maße bereit, sich für
ihren Job zu engagieren, wie es vor 10 Jahren der Fall war?
Anzahl Antworten: 113
Berufseinsteiger sind heute nicht mehr in gleichem Maße bereit, sich für ihren
Job zu engagieren, wie vor 10 Jahren (73 %)
Welche Veränderungen beim Engagement der Nachwuchskräfte nehmen Sie wahr?
Anzahl Antworten: 84
(29 Teilnehmer ohne Angabe)
- siehe nächste Seite -
Nachwuchskräfte sind gleichzeitig weniger belastbar (28 %), weniger bereit, Überstunden zu
machen (30 %) und haben ein höheres außerberufliches Interesse (31 %).
Welche Veränderungen beim Engagement der Nachwuchskräfte nehmen Sie wahr?
Verlässlichkeit/Pünktlichkeit
sehr selbstbewussthohe Ansprüche
öfter „krank“
höheres
Engagement
kaum Bereitschaft für Wochenendarbeit
weniger Identifikation mit
dem Unternehmen
Ablenkung durch moderne Medien
klare Lebensplanung vor Augen
Lücken im Allgemeinwissen
weniger Leidenschaft
fühlen sich nicht „berufen“
schlechtere Qualität durch Bachelor/
Master-Studiengänge
mangelnder Ehrgeiz
weniger engagiert
hohe Gehaltsforderungen
Andere:
Anzahl Antworten: 17
Branchenübergreifender Trend, Mensch hier dem Arbeitnehmer zu schützen
Falls Sie als Arbeitgeber mit höheren Anforderungen der Nachwuchskräfte konfrontiert
werden, mit welchen Maßnahmen bzw. Angeboten begegnen Sie diesen?
Relevanz und Umsetzung
Gutes Unternehmensimage
Flexible Arbeitszeitmodelle
Freizeitausgleich bei Mehrarbeit
Aus- und Weiterbildungsangebote
Flache Hierarchien
Attraktive Karriereperspektiven
Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Teilzeit)
Vertrauensarbeitzeit
Homeoffice
Hohes Einstiegsgehalt
Fitness/Freizeitangebote
Anzahl Antworten:
100 (13 Teilnehmer ohne Angabe)
RelevanzTue ich Fazit
80 %
72 %
72 %
72 %
43 %
70 %
68 %
58 %
45 %
71 %
24 % 40 %
85 %
63 %
13%
71 %
68 %
62 %
50 %
94 %
92 %
94 %
Maßnahmen werden
relevanter eingeschätzt
als tatsächl. umgesetzt
Maßnahmen werden
stärker umgesetzt, als
sie für relevant gehalten
werden
Idealfall: Relevanz und
Umsetzung stimmen
(nahezu) überein
Relevanz > Umsetzung
Maßnahmen werden
stärker umgesetzt, als
sie für relevant gehalten
werden
Falls Sie als Arbeitgeber mit höheren Anforderungen der Nachwuchskräfte konfrontiert
werden, mit welchen Maßnahmen bzw. Angeboten begegnen Sie diesen?
Relevanz und Umsetzung
Anzahl Antworten:
100 (13 Teilnehmer ohne Angabe)
Fazit:
Die wichtigste Maßnahme, um den höheren Anforderungen der Nachwuchskräfte zu
begegnen, ist aus Sicht der Teilnehmer die Schaffung eines guten Unternehmensimage.
6 von 11 Maßnahmen werden unter den Teilnehmern stärker umgesetzt als für relevant
gehalten
Flexible Arbeitszeiten und die Vereinbarung von Familie und Beruf stehen in einem idealen
Gleichgewicht von Relevanz und Umsetzung.
Vergleich zur Studie „Student Survey 2013“
Mit welchen Wünschen und Erwartungen gehen Studierende in die Arbeitswelt?
Denkweisen und Befindlichkeiten der Führungskräfte von morgen.
Quelle: Agentur ohne Namen, Student Survey 2013 unter knapp 400 Studenten bundesweit
Kernergebnisse:
• Studenten verbinden mit dem Begriff Karriere einen stetigen Weg zu persönlichem
Wachstum, Selbstverwirklichung und Befriedigung
• Die wichtigsten Kriterien an einen Arbeitsgeber bei Männern und Frauen sind Arbeits-
/Betriebsklima, Work-Life Balance und eine sinnstiftende Arbeit
• Einbeziehung von Entscheidungen, Lob und die Übernahme von Verantwortung
werden als die wichtigsten drei wertschätzenden Handlungen angesehen
Die Studie bestätigt die Einschätzungen aus der Blitz-Umfrage: Der Generation Y
sind Selbstbestimmung und Familie wichtiger als Karriere und Geld.
Beispiele aus den O-Tönen
Generation Y: Herausforderungen unserer Branche bei der Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs
„Die Anzahl der Bewerber bei Stellenausschreibungen nimmt drastisch ab. Vor 10 Jahren
bekam man innerhalb einer Woche an die 10 Bewerbungen, heute sind es max. 1-2
Bewerbungen. Dafür ist die Qualität nicht schlecht. Die jungen Leute von heute sind sehr
begabt und haben für Ihr Alter schon sehr viel unternommen, können drei Sprachen,
haben die Taschen voller Praktika, sind hoch dekoriert, sehr flexibel und mobil.“
„Ein gutes Arbeitsklima und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sind in der Messe-
und Eventwelt eine Zukunftsanforderung, die extrem schwierig ist.“
„Unsere Feedback-Gespräche mit Mitarbeitern haben durchweg große Unterschiede im
Selbst- und Fremdbild ergeben. Gerade jüngere Arbeitnehmer und Neueinsteiger haben eine
relativ hohe Selbsteinschätzung und daraus resultierende Entgeldforderungen.“
„Wir treffen weiterhin auf sehr gut ausgebildete und motivierte Nachwuchskräfte.
Die Leistungsbereitschaft ist weiterhin hoch, allerdings stehen dem auch andere
Anforderungen als früher an uns Arbeitgeber gegenüber. Der Nachwuchs ist
selbstbewusster geworden, irgendwie unabhängiger und kann seine Forderungen
deutlicher zum Ausdruck bringen.“

Generation Y: Herausforderungen der Branche

  • 1.
    Auswertung: FAMAB Blitz-Umfrage GenerationY: Herausforderungen unserer Branche bei der Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs
  • 2.
    Summary Generation Y: Herausforderungenunserer Branche bei der Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs • Tendenz der Medien bestätigt sich: Gewinnung von Nachwuchs auch in unserer Branche kritisch • Deutlicher Rückgang an qualifizierten Nachwuchskräften spürbar. • Nachwuchskräfte fehlen v.a. in den Bereichen Handwerk, Projektleitung, Konzeption, Kreation, Vertrieb und Architektur • Berufseinsteiger sind heute nicht mehr in gleichem Maße bereit, sich für ihren Job zu engagieren, wie vor 10 Jahren. • Sie sind gleichzeitig weniger belastbar, weniger bereit, Überstunden zu machen und haben ein höheres außerberufliches Interesse. • Die wichtigste Maßnahme, um den höheren Anforderungen der Nachwuchskräfte zu begegnen, ist ein gutes Unternehmensimage.
  • 3.
    Verspüren Sie grundsätzlichbei der Personalsuche einen Rückgang an qualifizierten Nachwuchskräften? Anzahl Antworten: 113 Deutlicher Rückgang an qualifizierten Nachwuchskräften spürbar (61 %)
  • 4.
    In welchem Bereichfehlt es Ihnen an qualifizierten Nachwuchskräften am dringendsten? Nachwuchskräfte fehlen v.a. in den Bereichen Handwerk, Projektleitung, Konzeption, Kreation, Vertrieb, Architektur und Küche Handwerk: Montage, Tischler, Elektriker, Schlosser, Arbeitsvorbereitung, Veranstaltungstechnik Projektleitung / - management 32 x 15 x Konzeption / Kreation 5 x Vertrieb 5 x Architektur 4 x Küche 3 x Sonstige: Key Account, Grafik/ Design, Beratung, Büro, PR, Ass. GF, Führungskräfte, Business Development Je 1-2 x
  • 5.
    Sind Berufseinsteiger IhrerErfahrung nach heute noch in gleichem Maße bereit, sich für ihren Job zu engagieren, wie es vor 10 Jahren der Fall war? Anzahl Antworten: 113 Berufseinsteiger sind heute nicht mehr in gleichem Maße bereit, sich für ihren Job zu engagieren, wie vor 10 Jahren (73 %)
  • 6.
    Welche Veränderungen beimEngagement der Nachwuchskräfte nehmen Sie wahr? Anzahl Antworten: 84 (29 Teilnehmer ohne Angabe) - siehe nächste Seite - Nachwuchskräfte sind gleichzeitig weniger belastbar (28 %), weniger bereit, Überstunden zu machen (30 %) und haben ein höheres außerberufliches Interesse (31 %).
  • 7.
    Welche Veränderungen beimEngagement der Nachwuchskräfte nehmen Sie wahr? Verlässlichkeit/Pünktlichkeit sehr selbstbewussthohe Ansprüche öfter „krank“ höheres Engagement kaum Bereitschaft für Wochenendarbeit weniger Identifikation mit dem Unternehmen Ablenkung durch moderne Medien klare Lebensplanung vor Augen Lücken im Allgemeinwissen weniger Leidenschaft fühlen sich nicht „berufen“ schlechtere Qualität durch Bachelor/ Master-Studiengänge mangelnder Ehrgeiz weniger engagiert hohe Gehaltsforderungen Andere: Anzahl Antworten: 17 Branchenübergreifender Trend, Mensch hier dem Arbeitnehmer zu schützen
  • 8.
    Falls Sie alsArbeitgeber mit höheren Anforderungen der Nachwuchskräfte konfrontiert werden, mit welchen Maßnahmen bzw. Angeboten begegnen Sie diesen? Relevanz und Umsetzung Gutes Unternehmensimage Flexible Arbeitszeitmodelle Freizeitausgleich bei Mehrarbeit Aus- und Weiterbildungsangebote Flache Hierarchien Attraktive Karriereperspektiven Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Teilzeit) Vertrauensarbeitzeit Homeoffice Hohes Einstiegsgehalt Fitness/Freizeitangebote Anzahl Antworten: 100 (13 Teilnehmer ohne Angabe) RelevanzTue ich Fazit 80 % 72 % 72 % 72 % 43 % 70 % 68 % 58 % 45 % 71 % 24 % 40 % 85 % 63 % 13% 71 % 68 % 62 % 50 % 94 % 92 % 94 % Maßnahmen werden relevanter eingeschätzt als tatsächl. umgesetzt Maßnahmen werden stärker umgesetzt, als sie für relevant gehalten werden Idealfall: Relevanz und Umsetzung stimmen (nahezu) überein Relevanz > Umsetzung Maßnahmen werden stärker umgesetzt, als sie für relevant gehalten werden
  • 9.
    Falls Sie alsArbeitgeber mit höheren Anforderungen der Nachwuchskräfte konfrontiert werden, mit welchen Maßnahmen bzw. Angeboten begegnen Sie diesen? Relevanz und Umsetzung Anzahl Antworten: 100 (13 Teilnehmer ohne Angabe) Fazit: Die wichtigste Maßnahme, um den höheren Anforderungen der Nachwuchskräfte zu begegnen, ist aus Sicht der Teilnehmer die Schaffung eines guten Unternehmensimage. 6 von 11 Maßnahmen werden unter den Teilnehmern stärker umgesetzt als für relevant gehalten Flexible Arbeitszeiten und die Vereinbarung von Familie und Beruf stehen in einem idealen Gleichgewicht von Relevanz und Umsetzung.
  • 10.
    Vergleich zur Studie„Student Survey 2013“ Mit welchen Wünschen und Erwartungen gehen Studierende in die Arbeitswelt? Denkweisen und Befindlichkeiten der Führungskräfte von morgen. Quelle: Agentur ohne Namen, Student Survey 2013 unter knapp 400 Studenten bundesweit Kernergebnisse: • Studenten verbinden mit dem Begriff Karriere einen stetigen Weg zu persönlichem Wachstum, Selbstverwirklichung und Befriedigung • Die wichtigsten Kriterien an einen Arbeitsgeber bei Männern und Frauen sind Arbeits- /Betriebsklima, Work-Life Balance und eine sinnstiftende Arbeit • Einbeziehung von Entscheidungen, Lob und die Übernahme von Verantwortung werden als die wichtigsten drei wertschätzenden Handlungen angesehen Die Studie bestätigt die Einschätzungen aus der Blitz-Umfrage: Der Generation Y sind Selbstbestimmung und Familie wichtiger als Karriere und Geld.
  • 11.
    Beispiele aus denO-Tönen Generation Y: Herausforderungen unserer Branche bei der Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs „Die Anzahl der Bewerber bei Stellenausschreibungen nimmt drastisch ab. Vor 10 Jahren bekam man innerhalb einer Woche an die 10 Bewerbungen, heute sind es max. 1-2 Bewerbungen. Dafür ist die Qualität nicht schlecht. Die jungen Leute von heute sind sehr begabt und haben für Ihr Alter schon sehr viel unternommen, können drei Sprachen, haben die Taschen voller Praktika, sind hoch dekoriert, sehr flexibel und mobil.“ „Ein gutes Arbeitsklima und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sind in der Messe- und Eventwelt eine Zukunftsanforderung, die extrem schwierig ist.“ „Unsere Feedback-Gespräche mit Mitarbeitern haben durchweg große Unterschiede im Selbst- und Fremdbild ergeben. Gerade jüngere Arbeitnehmer und Neueinsteiger haben eine relativ hohe Selbsteinschätzung und daraus resultierende Entgeldforderungen.“ „Wir treffen weiterhin auf sehr gut ausgebildete und motivierte Nachwuchskräfte. Die Leistungsbereitschaft ist weiterhin hoch, allerdings stehen dem auch andere Anforderungen als früher an uns Arbeitgeber gegenüber. Der Nachwuchs ist selbstbewusster geworden, irgendwie unabhängiger und kann seine Forderungen deutlicher zum Ausdruck bringen.“