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THE
Style
mate
THESTYLEMATE.COM
THESTYLEMATE.COM
INSPIRATION FROM AROUND
THE WORLD FOR AN AESTHETIC
AND MEANINGFUL LIFESTYLE
ISSUE No 03 | 2021
thestylemate.com
into the future
2
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Foto:
Heldentheater
Zukunft?
Was ist das?
Unsere Zukunft scheint unsicherer denn je, und noch schwieriger
zu prognostizieren. Das fragen wir uns im Kleinen – was bringt
der Winter für den Tourismus? – und beschäftigt uns im Großen,
wenn wir uns über die Klimakatastrophe Gedanken machen.
Dennoch haben wir uns für diese Ausgabe von THE Stylemate
die Zukunft zum Thema gemacht.
Inspiriert hat uns dazu das Motto der EXPO in Dubai, die nun mit
einem Jahr Verspätung stattfindet. Ein weiteres Merkmal unserer
Zeit: 2021 ist das Jahr der Veranstaltungen 2020. Seit der Pandemie
ticken die Uhren eben anders. Doch zurück zum Motto der EXPO,
welches lautet „Connecting Minds, Creating the Future“ und damit
zu vernetztem Denken für visionäre Ideen anregt. Wir haben dazu
mit querkraft architects gesprochen, die den österreichischen
Pavillon entwickelt und dafür Köpfe aus den Vereinigten Arabischen
Emiraten und Österreich verbunden haben, um ein Gebäude mit
intelligentem System nachhaltig zu bauen.
In Dubai interessieren wir uns aber nicht nur für architektonische
Konzepte, sondern auch für Kunst und haben deswegen die Galerie
Carbon 12 besucht.
Auf unserem Cover zeigen wir einen Look der niederländischen
Modedesignerin Iris van Herpen, deren futur­
istisch anmutende
Entwürfe aus ungebräuchlichen Materialien mittels innovativen
Fertigungsverfahren hergestellt werden. Vom Rapid Prototyping
bis hin zum 3D-Druck arbeitet sie inno­
vativ und immer experi-
mentell und erzielt damit eine aufregende Wirkung. Wir haben
acht Gründe ausgemacht, warum sie die Mode in die Zukunft führt.
Doch nicht nur im Modedesign entdeckt man die Zukunft, sondern
auch im Industriedesign wird mit neuen Materia­
lien und
speziellen Fertigungstechniken die Zukunft nachhaltig gestaltet.
Wir werfen also einen kleinen Blick in eine mögliche Zukunft und
können damit eines sicher sagen: Es gibt immer noch Menschen,
die an die Zukunft glauben.
Thomas Holzleithner & Hardy Egger
H E RAU S G E B E R
IN THIS ISSUE
Wenn Sie keine Ausgabe
mehr versäumen wollen,
können Sie THE Stylemate
auch abonnieren.
thestylemate.com
IMPRESSUM Medieninhaber und Verleger: Prime Time Touristik & Marketing GmbH, Schmiedgasse 38/1, 8010 Graz
Herausgeber: Thomas Holzleithner & Hardy Egger Chefredaktion: Mag. Nina Prehofer Chefin vom Dienst: DI (FH) Christin Maier-Erlach
Cover-Foto: Fee-Gloria Grönemeyer Model: Lamich Kirabo Gestaltung: VON K Brand Design
Autoren: Franzobel, Helder Suffenplan, Lisbeth Wild, Jana Inga Trenner, Nora Palzenberger Lektorat: Mag. Marlene Zeintlinger
Anzeigen: office@thestylemate.com Druck: Medienfabrik Graz, 8020 Graz Erscheinungsort: Graz Erscheinungsweise: 3 x jährlich
Essentials
Seite 3
Am Ende verändert die
Emotion die Zukunft
Seite 4–7
LIFE:
Kolumne von
Helder Suffenplan:
United we scent!
Seite 8
Kunst mit Zukunft
Seite 9–11
Die Zukunft
des Tourismus
Seite 12–13
Franzobel
Seite 14
STYLE:
Waste, no more!
Seite 15–17
Spielen im Grünen
Seite 18–19
Schlichte
Präsenz
Seite 20–21
Fashion Forward
Seite 22–25
Hoch hinaus!
Seite 26–27
LIFESTYLEHOTELS
Selection:
Treehotel
Seite LH 01
Alpenhotel Kitzbühel
am Schwarzsee
Seite LH 02–03
New Member:
THE SECRET Sölden
Seite LH 04
NIDUM Casual
Luxury Hotel
Seite LH 05
Gradonna Mountain Resort
Chalets & Hotels
Seite LH 06
EALA My Lakeside Dream
Seite LH 07
dasMAX
Lifestylehotel
Seite LH 08
Bergland
Design- und Wellnesshotel
Sölden
Seite LH 09
Almmonte
Präclarum Suites
Seite LH 10–11
Directory
LIFESTYLEHOTELS
Seite LH 12
Impressum
Seite 2
3
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
Silhouette,
Vitra,
Ludwig
Reiter,
Arthur
Arbesser,
Wever
&
Ducré,
Carl
Auböck
essentials
D I E S E R
L E T ’ S H A NG O U T T O G E T H E R
Wever & Ducré zeigt, wie’s geht:
Mit dem Multibaldachin lassen sich bis zu acht Leuchten
in runder und bis zu fünf in gerader Form abhängen.
Und das von einem einzigen Lichtauslass aus, über dem
man sie individuell arrangieren kann. Schnurgerade
oder in Spinnennetzform, bei der die Kabel zum
Designelement werden. Wer ins Team passt?
Neben WETRO und DOCUS sind auch BOX, HEXO,
ODREY oder SHIEK absolute Kombinationsgenies.
weverducre.com/
abhaengungsmoeglichkeiten
S C H U H E F Ü R I M M E R
Die Damen- und Herrenschuhe des österreichischen
Unternehmens Ludwig Reiter werden noch heute
von Hand an der Wiener Stadtgrenze in Süßenbrunn
hergestellt. Hochwertigste Materialien treffen dabei auf
lange erprobte Handwerkskunst. Eine Investition in das
hochwertige Schuhwerk lohnt sich: Können die Boots,
Stiefeletten, Loafers und Co doch jederzeit zur Reparatur
in die Ludwig Reiter Werkstatt gebracht werden.
Nachhaltigkeit leicht gemacht!
ludwig-reiter.com, Modell „Mary Vetsera“, ab € 598
TA N Z I M Q UA D RAT 
Zuwachs im Hause Arthur Arbesser!
Der österreichische Designer erweitert sein Sortiment
um ein kunterbuntes Accessoire. Seidenfoulards
mit farbstarken Harlequin-Mustern bereichern die
aktuelle Herbst-/Winterkollektion. Die 90 x 90 cm
großen Tücher können um den Hals, im Haar, an der
Tasche, als Top und und und ... getragen werden! 
Außerdem spiegeln sie die Muster-Lust und den
Optimismus wider, der sich stets durch Arbessers
Kollektionen zieht. 
arthurarbesser.com, Seidenfoulard
„Harlequin“, € 180
A L L E S I M B L I C K
Wie blickt man am besten in die Zukunft?
Mit einem ultraleichten und puristischen Brillenrahmen
der österreichischen Manufaktur Silhouette!
Die neue Kollektion „Eos View“ kommt mit subtilen
3D-Elementen und einem Shape-in-Shape-Effekt daher,
der für spannende Farbnuancen und Reflektionen
sorgt. Angelehnt ist das Konzept der Kollektion übrigens
an die griechische Göttin der Morgenröte „Eos“.
silhouette.com, ab € 299
K U LT I G E KO O P E RAT I ON
Der Wiener Carl Auböck (1900 – 1957) gilt als Erfinder
der „Wiener Bronzen“. Mit seinen kleinen Skulpturen,
die von Tieren über Anatomie-Studien bis hin zu
Architektur-Darstellungen reichten, sorgte er in der
Designwelt für Furore. Seine Entwürfe haben bis heute
großen Sammlerwert. Das Wiener Accessoires-Label
Sagan hat sich nun mit der Werkstätte Auböck
zusammengetan und lässt ein Signature-Motiv aus den
Archiven neu aufleben: die Auböck-Hand als stilvollen
und praktischen Schlüsselanhänger.
Ein wahres Designobjekt. 
sagan-vienna.com, Schlüsselanhänger „Hand“
Carl Auböck x Sagan, € 185
K L E I N E R WO H N E N
Gewisse Möbelstücke sind inzwischen so begehrt wie
Werke der bildenden Kunst. Dazu gehört auch das
„Marshmallow“-Sofa des amerikanischen Architekten
George Nelson, der hat das extravagante und poppige
Sofa 1956 entworfen hat. Die Sitzfläche und Lehne
gleichen soften Marshmallows und für die damalige
Zeit war der Entwurf eine wahre Design-Revolution.
Dieses Stück Designgeschichte steht zwar nur in den
Wohnzimmern einiger weniger. In Miniaturform kann
es dank dem Schweizer Möbelhersteller Vitra aber bald
auch in der Lieblingsvitrine oder am Sideboard
einziehen.
vitra.com, Vitra Miniatures
„Marshmallow Sofa“, ab € 665
A U S G A B E
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THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
LIFE
Fotos:
andreas
keller-fotografie.de
D
I
E
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M
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T I O
A
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D
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V
E
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Ä N D
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THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
Kieran
Fraser
Landscape
Design,
querkraft-alvarez
WIR SPRECHEN MIT QUERKRAFT-INHABER UND-PARTNER GERD ERHARTT DARÜBER,
WAS EINE ERFOLGREICHE INSZENIERUNG BEI DER EXPO AUSMACHT, KLIMAKONZEPTE
DER ZUKUNFT UND WELCH GROSSE BEDEUTUNG EMOTIONALE BINDUNG DABEI SPIELT,
DIE ZUKUNFT NACHHALTIGER ZU GESTALTEN.
N D I E
Z
U
K
U
N
F
T
QUERKRAFT ARCHITEKTEN
AUS WIEN SIND DIE MACHER
DES ÖSTERREICHISCHEN
EXPO-PAVILLONS IN DUBAI.
Bei welchen Hebeln setzt man an?
Es gibt zwei Aspekte beim Bauen, bei
denen man ansetzen kann: einmal die
Errichtung eines Gebäudes und dessen
Betrieb. 50 % der schädlichen
Emissionen entstehen bereits bei der
Errichtung eines Gebäudes, also muss
das erste Ziel sein, Gebäude mit möglichst
langer Lebensdauer zu errichten.
Im Betrieb ist das Ziel, dass es möglichst
wenig Energie benötigt. Für uns ist vor
allem der Aspekt der Lebensdauer wichtig,
denn da geht es um die emotionale
Nachhaltigkeit. Wir müssen Gebäude,
überhaupt Produkte, erzeugen, zu denen
wir eine persönliche und emotionale
Bindung aufbauen können.
Welchen Unterschied macht die
emotionale Bindung?
Wenn wir emotionale Bindung aufbauen
und das Produkt liebgewinnen, dann wer-
den wir es auch möglichst lange nutzen.
Das betrifft natürlich in ganz besonderem
Maße unsere Gebäude, weil in ihnen
enorm viel Energie durch die Errichtung
gespeichert ist. Hätten wir nicht einen
Pavillon kreiert, der bei den Menschen
Emotionen auslöst, dann hätten wir auch
nicht die Möglichkeit gehabt, den Pavillon
einer Nachnutzung zuzuführen.
Also ist er so konstruiert, dass er in Fertig-
teilen, in einzelnen Elementen produziert
ist, damit er dann wieder zerlegt und
irgendwo anders zusammengebaut werden
kann. Wie bei einem Lego-Bausatz, kann
er in vollkommen unterschiedlicher Art
und Weise wieder zusammengestellt und
auch den neuen Nutzungen entsprechend
angepasst werden. Denn: Eines der
unökologischsten Dinge wäre, ein Gebäude
für sechs Monate zu errichten und dann
wieder zu zerstören.
Was macht den Pavillon abseits der
Nachnutzung ökologisch?
Wir haben mit dem Ingenieurbüro P. Jung
ein Climate Engineering entwickelt, das
darauf abzielt, die natürliche Aerodynamik
auszunutzen. In den Kegeln, aus denen der
Pavillon besteht, sind immer unterschied-
liche Sog- und Druckwirkungen vorhanden,
womit sich eine natürliche Konvektion
einstellt.
Der Pavillon reguliert sich hauptsächlich
über den Unterschied von Tag und Nacht.
Die kühlere Luft in der Nacht wird in der
Speichermasse eingelagert und über den
Tag wieder abgegeben. Dieser Tag-Nacht-
Rhythmus ist das Zentrum unseres
Klimakonzeptes, in dem wir uns die
Temperaturdifferenzen zunutze machen.
Was erwartet einen im österreichischen
Expo-Pavillon?
GERD ERHARTT: In erster Linie ein sinn-
liches Erlebnis. Das wird wahrscheinlich
einen relativ großen Unterschied zu den
anderen Pavillons machen. Das von uns
gestaltete räumliche Erlebnis, wird noch
mal unterstützt von den Installationen,
entwickelt von ars electronica solutions
und kuratiert vom Büro Wien mit einer
grafischen Umsetzung durch das Büro
Bleed.
Was macht also Ihr architektonisches
Konzept aus und warum unterscheidet
es sich so stark von den anderen?
Die Expo ist ein Wettlauf um Aufmerk-
samkeit. Wir sind davon überzeugt, dass
man Aufmerksamkeit nur durch Reduktion
erreichen kann, denn ansonsten ist man
nur ein Teil von dem, was auf der Expo
allgemein passiert: Reizüberflutung und
unglaublich viel Information. Für uns als
Architekten ist es wichtig, konkret auf den
Ort einzugehen, und da dies die erste Expo
im arabischen Raum ist, haben wir uns
mit traditioneller arabischer Architektur
auseinandergesetzt. Dabei sind wir auf
den Bādgir gestoßen. Das sind Windtürme,
die im Gebäude Druck- und Sogsituationen
herstellen, sodass mittels Kamineffekt eine
ständige Luftzirkulation vorhanden ist.
Dieses Prinzip haben wir in eine andere
Architektursprache übersetzt und mit
österreichischem Know-how und Climate
Engineering kombiniert.
Wir wollten einen Beitrag zur allgemeinen
Debatte, wie man Ressourcen und Energie
schonend planen und bauen kann, leisten.
LIFE
EX
P
O
2
0
2
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THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
LIFE
Die 38 Kegel, aus denen der Pavillon
besteht, sind miteinander verschnitten.
Welcher Effekt wurde damit erzielt?
Das ist ein wichtiges Gestaltungselement,
denn durch das Verschneiden entsteht
eine Säulenhalle, vergleichbar mit einer
arabischen Meskita.
Zusätzlich werden die Kegel in vier ver-
schiedenen Höhen abgeschnitten, dadurch
entstehen unterschiedliche Lichtstim-
mungen, die sich je nach Sonnenstand in
ständiger Veränderung befinden. Intensive
Bepflanzungen, Sprühnebel und natürliche
Konvektion sorgen für eine angenehme
Aufenthaltsqualität.
Woraus sind die Fertigteile gemacht?
Der Pavillon ist aus Betonfertigteil-
schalen, wie bei einem Lego-Bausatz,
errichtet. Er kann wieder demontiert und
an einem anderen Ort, an die veränderten
Bedürfnisse angepasst, neu aufgebaut
werden. Verputzt wird er innen mit einer
Lehmschicht, die eine wichtige klimatische
Funktion besitzt.
Der Titel des Projekts lautet „Austria
makes Sense“. Wie oder wann ergibt
Österreich Sinn?
Dieser Titel ist in seiner Doppeldeutigkeit
zu lesen, weil wir einen Pavillon kreiert
haben, der alle menschlichen Sinne
anspricht. Architektur und Ausstellung
ergeben ein sinnliches Gesamterlebnis.
Zum Beispiel gibt es im gesamten Haupt-
ausstellungsraum keinen einzigen Text.
Wir arbeiten mit Grafiken und Icons
und die Installationen erschließen sich
von selbst. Sie sprechen die Sinne an.
Da werden Cones zu Klangkörpern oder
Luftströmungen durch Simulationen
sichtbar gemacht. Der Pavillon zielt auf
ein sinnliches Erlebnis ab, weil wir der
Überzeugung sind, dass bei dieser
ganzen Reizüberflutung, die auf dem
Expo-Gelände stattfindet, letztendlich
nur eine starke Emotion im Gedächtnis
bleiben wird.
EXPO 2020
DUBAI VAE
DIE EXPO FINDET ALLE
2–3 JAHRE STATT.
DIESES JAHR FINDET SIE
VOM 01.10.2021 BIS 31.03.
2022 IN DUBAI UNTER
DEM MOTTO „CONNEC-
TING MINDS, CREATING
THE FUTURE“ STATT.
Wie wichtig ist für Sie als Architekten
eine Sinnfrage generell?
Die Sinnfrage ist für uns essenziell.
Die gesamte Bauwirtschaft ist für 30 bis
40 % der schädlichen CO₂-Emissionen
verantwortlich, also muss ich mir bei jeder
Bauaufgabe die Sinnfrage stellen. Die erste
lautet: Ist es sinnvoll, dieses Gebäude zu
errichten? Es gibt Bauaufgaben, wie den
geförderten Wohnbau, Kultur- und Bildungs-
bauten, da ist diese Frage einfacher zu
klären. Möglichst qualitätsvollen Wohnbau
zu schaffen, ist eine sehr sinnstiftende
Aufgabe und befriedigt das Grundbedürfnis
der Menschen. Das ist bei einer Expo
problematischer.
Warum haben Sie dann trotzdem
mitgemacht?
Nach eingehender Überlegung haben wir
uns entschieden, mitzumachen, weil die
Expo eine Gelegenheit ist, viele Menschen
Fotos:
Kieran
Fraser
Landscape
Design
LIFE
7
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
LIFE
aus unterschiedlichen Lebenswelten zu
erreichen. Diese Gelegenheit bietet sich
nur selten. Wir wollten einen Diskus-
sionsbeitrag zu einem klimagerechten,
ressourcenschonenden Umgang mit
unserem Planeten leisten. Der Pavillon
wird in den unterschiedlichsten Foren
sehr stark wahrgenommen und diskutiert.
Welchen Anteil haben Architekten oder
die Architektur an der Gestaltung der
Zukunft und welchen Anteil möchten
Sie persönlich bzw. als querkraft daran
haben?
Wenn wir auf unsere Lebenszeit schauen,
dann verbringen wir sie hauptsächlich
in architektonisch gestalteten Außen-
oder Innenräumen. Das heißt, dass wir
Architekten einen enormen Einfluss auf
den Menschen haben und in hohem Maß
sein Lebensgefühl prägen. Auch wenn wir
die finanziellen Aspekte heranziehen, wird
deutlich, dass wir unser privates Vermögen
zu einem Großteil für unseren Lebensraum
ausgeben. Architektur hat also einen
enormen Einfluss auf das Leben des
Menschen. Mit unserer Arbeit wollen wir
einen positiven Beitrag für die Lebens-
qualität der Menschen liefern. Der Aspekt,
dabei schonend mit den Ressourcen und
unserer Umwelt umzugehen, wird immer
wichtiger.
Was kann man aus der Architektur
über Menschen und die Gesellschaft
herauslesen?
Man kann die Machtverhältnisse einer
Gesellschaft sehr gut ablesen.
Banken-, Versicherungs- oder Telekom­
gebäude sind meist Glaspaläste.
Im Vergleich zum sozialen Wohnbau, wo
man für jedes bisschen Mehr an Fenster-
fläche großen Einsatz zeigen muss.
Daran sieht man ganz gut, wo das Geld
verteilt ist und wo nicht. Aber ich bin
dennoch immer positiv gestimmt und
überzeugt, dass ein Paradigmenwechsel
notwendig ist. Bereits vor 50 Jahren wurde
grenzenloses Wachstum infrage gestellt.
Ich meine, wir brauchen ein anderes
ÜBER QUERKRAFT
ARCHITEKTEN
Einem poetischen Pragmatis-
mus folgend, widmet sich das
1998 gegründete Architektur-
büro Projekten und Prozessen,
in deren Mittelpunkt stets der
Mensch steht. Für die erfolg-
reiche Zusammenarbeit des
Teams aus rund 45 Mitar-
beiterinnen und Mitarbeitern
sprechen über 100 Projekte,
Wettbewerbe und Bauten im
In- und Ausland. Als Leitmotiv
definiert querkraft „den Men-
schen Raum geben“ und for-
muliert damit das permanen-
te Streben nach Großzügigkeit
in der räumlichen Gestaltung
sowie nach Freiheit zur Ent-
faltung für die Nutzer, zur
Schaffung emotional nach-
haltiger Projekte.
Wachstum als das wirtschaftliche. Es wird
uns nichts anderes übrigbleiben, als unser
Leben umzustellen. Das ist für mich aber
kein negatives Szenario, ganz im Gegenteil,
es wird einen Gewinn an Lebensqualität
bedeuten.
Was würden Sie in Zukunft noch gerne
kreieren?
Ich würde mir wünschen, dass sich in
unserer Gesellschaft der Gedanke etabliert,
dass wir jetzt Grundlagen für spätere
Generationen schaffen. Dass alle, die in
einen Bauprozess involviert sind, sich
dieser Verantwortung bewusst sind und
demgemäß handeln und nicht den kurzfris-
tigen Profit suchen. Das betrifft allerdings
nicht nur das Bauen, sondern jeden
Lebensbereich. Wenn wir so wirtschaften
würden, dann würde sich die Welt zu einer
besseren entwickeln.
expo2020dubai.com
querkraft.at
Fotos:
Kieran
Fraser
Landscape
Design
8
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Foto:
Atelier
PMP,
Goutal
CONNECTING MINDS,
CREATING FUTURE
HELDER SUFFENPLAN ist unabhängiger
Publizist und Creative Consultant aus Berlin.
Schon seit seiner Kindheit hegt er eine
besondere Leidenschaft für Parfums. Mit dem
erfolgreichen Start von SCENTURY.com – dem
ersten Online-Magazin für Perfume Storytelling
– im Jahr 2013 wurde Helder zur anerkannten
Persönlichkeit in der globalen Welt der Düfte.
Er war Jurymitglied u. a. für The Art & Olfaction
in Los Angeles oder dem Prix International du
Parfumeur-Créateur, Paris. Als Autor verbindet
er sein Lieblingsthema Parfum mit vielfältigen
Bereichen wie zeitgenössische Kunst,
Pop­
kultur, Literatur, Film und Geopolitik.
Menschheit, Menschheitsfamilie, Welt­
-
gemeinschaft – in Zeiten von Pandemie
und Klimakrise beschreiben diese Worte
keine schwärmerischen Utopien, sondern
unsere Realität im 21. Jahrhundert. Denn
tatsächlich kann keine der anstehenden
existenziellen Menschheitsaufgaben von
einer Nation oder einem Kulturkreis allein
gemeistert werden.
Paradoxerweise scheint jedoch derzeit
das Trennende zu wachsen: Wertegemein-
schaften wie „der Westen“ erodieren und
Gesellschaften zerbröseln in unzählige, sich
oft feindselig gegenüberstehende Lebens-
wirklichkeiten. Die Spezies Mensch tut sich
schwer, die Kämpfe zwischen Nationen,
Religionen und Kulturen einzustellen, um
zusammen das gemeinsame brennende
Haus zu löschen. Dabei hängt das Weiter-
bestehen der Menschheit davon ab, ob
der Bewusstseinssprung in eine globale
Identität stattfindet.
Wie kann das Gemeinsame besser erlebbar
gemacht werden? Können die Dinge unseres
täglichen Lebens, kann etwas scheinbar
Oberflächliches und Banales wie Parfum
einen Beitrag dazu leisten?
united
scentury.com
Wie so oft wächst in der Not auch das
Rettende oder zumindest die Hoffnung
darauf. Denn neben der Globalisierung der
Probleme erleben wir ja auch eine nie
dagewesene Vernetzung, ein Zusammen­
rücken zum globalen Dorf. Interessanter-
weise gab es bereits vor Internet, Satelliten
und Containerschifffahrt Bereiche, in
denen der Planet Erde globalisiert war.
Die Welt der Ideen beispielsweise – also
Philosophie, Religion und Wissenschaft –
erstreckte sich stets über Zeiten und Reiche
hinweg. Was eine Kultur zum ersten Mal
dachte, wurde oft auch von ihren Feinden
übernommen, zum Beispiel in der Mathe-
matik, die das Abendland in maßgeblichen
Teilen der arabischen Kultur verdankt.
Auch die Kunst hat sich um Grenzen selten
geschert. In Europa verneigte sich der
Japonismus vor der Ästhetik des fernen
Kaiserreichs, umgekehrt nahm das zuvor
isolierte Land der aufgehenden Sonne Ende
des 19. Jahrhunderts begierig Anregungen
westlicher Künste auf. Ähnliches gilt
für die Faszination des Orients:
Im 18. Jahrhundert verfiel nicht nur das
kurz zuvor noch von den Osmanen belagerte
Wien der sogenannten Türkenmode, auch
Madame de Pompadour in Versailles gefiel
sich alla turca in Turban und Kaftan.
Im 20. Jahrhundert. dann ließen sich
Kubisten und Expressionisten von
Ausdrucksstärke und Aura afrikanischer
und ozeanischer Skulpturen inspirieren.
Global von Anfang an war auch die Welt
der Luxusgüter. Funde belegen, dass schon
zur Stein- und Bronzezeit Menschen
über große Entfernungen hinweg Handel
trieben, um die Lust auf schöne Dinge
aus Bernstein, Schildpatt oder Perlmutt
zu stillen. Oder auch, um ihren erlesenen
Appetit zu befriedigen: Der Gewürzhandel
war ebenso wie der Seidenhandel verant-
wortlich für Kontinente umspannende
Handelsrouten und zahllose Begegnungen
zwischen Individuen unterschiedlichster
Herkunft. Gewürze waren so wertvoll,
dass neue, kürzere Handelswege gesucht
und gefunden wurden, die wiederum die
verschiedenen Erdteile näher zueinander
rückten.
Und im Gepäck der Händler reiste auch
das Luxusgut Duft. Indien lieferte kostbares
Oudh nach Japan und Arabien. Nelken,
Safran, Pfeffer und Piment verschafften
wohlhabenden Europäern nicht nur neue
Geschmacks-, sondern auch Dufterlebnisse.
Die klassische Parfumerie, die sich im
19. Jahrhundert entwickelte, kam von
Anfang an nicht ohne Zutaten aus sprich-
wörtlich aller Herren Länder aus: Sandel-
holz aus Indien, Zibet aus Äthiopien, Rosen
aus Bulgarien, Moschus aus Zentralasien.
Dass der Waren- und Kulturaustausch
oft nicht auf Augenhöhe stattfand und
in vielen Fällen mit Ausbeutung, Gewalt,
Plünderung und menschlichem Leid ein-
herging, wird uns durch die Diskussionen
rund um Cultural Appropriation immer
deutlicher bewusst. Hier sind noch viel
Aufarbeitung, Anerkennung und Wieder-
gutmachung zu leisten. Gleichzeitig
ermöglichte das „Anpro­
bieren“ nicht
nur fremder Kleidungformen, sondern
auch von Klängen, Aromen oder Düften,
eine Horizonterweiterung: Der zunächst
vielleicht gewöhnungsbedürftige Geschmack
eines Gewürzes, der andere Künstlerblick
auf Mensch und Natur, der Zauber eines
unbekannten schimmernden Materials
ließen erahnen, dass außerhalb der eng
gesteckten Grenzen und Vorstellungen des
eigenen Umfelds auch ein ganz anderes
Leben, Denken und Fühlen möglich waren.
Idealerweise entstand so eine Wertschätzung
des Andersartigen als etwas Kostbares und
Bereicherndes. Ein wunderbares Beispiel,
wie Duft auf einer tiefen Ebene Verbindung
zwischen Menschen, unterschiedlicher,
vermeintlich unvereinbarer Kulturen
schaffen kann, ist der Weihrauch. Er fand
seinen Weg aus Äthiopien oder Eritrea
nicht nur nach Europa, sondern wurde für
Ägypter, Römer, Hinduisten, Buddhisten,
Christen und auch Muslime gleichermaßen
zum Symbol des Erhabenen und Göttlichen
und sein leicht berauschender Duft schuf
als Teil religiöser Rituale den olfaktorischen
Rahmen für spirituelle Erlebnisse.
Was für eine überwältigende Vorstellung,
dass zur selben Zeit in einem hinduisti-
schen Tempel am Ganges, einer gotischen
Kirche der Île-de-France, einem Shintō-
Schrein in Osaka und einer Moschee im
Oman Menschen meditieren, beten, feiern,
während aus kostbaren Gefäßen der Duft
des Weihrauchs emporsteigt und eine
Verbindung schafft zu einer gemeinsamen
allumfassenden Wirklichkeit, jenseits
geografischer, politischer oder religiöser
Unterscheidungen.
Wer diesen Weltgeist auf seiner eigenen
Haut erleben möchte, dem empfehle ich
das meditative Encens Flamboyant von
Goutal, das uns mit Weihrauch, Balsamt-
anne, Salbei und roten Beeren in einen
endlosen stillen Nadelwald transportiert.
Das elegante Cardinal von James Heeley
wiederum, verwebt Weihrauch mit Zistus,
Mhyrre und dem Duft weißen Leinens und
erzeugt so eine Anmutung von Leichtigkeit
und Reinheit.
Wer es etwas minimalistischer und
im besten Sinne sperriger mag, dem
weht 05 Incense Extrême des Schweizer
Parfumeurs Andy Tauer den rauen
Wüstenwind ins Haus.
we
scent!
9
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Foto:
Anna
Shtraus
SIE EROBERN VON DUBAI AUS DIE INTER-
NATIONALE KUNSTWELT. IHR PORTFOLIO
REICHT VON ZEITGENÖSSISCHEN KÜNSTLERN
AUS ÖSTERREICH ÜBER ABU DHABI BIS HIN
ZUM IRAN: DIE REDE IST VOM EHEPAAR
KOUROSH NOURI UND NADINE KNOTZER
MIT IHRER GALERIE CARBON 12.
THE STYLEMATE HAT MIT DEN BEIDEN ÜBER
DIE ZUKUNFT DER KUNST UND DIE EXPO
GESPROCHEN UND DABEI AUCH GLEICH EIN
PAAR DUBAI-INSIDER-TIPPS AUS ERSTER
HAND ERHALTEN.
K U N S T
MIT ZUKUNFT
Amir Khojasteh -
Try To Catch The
Moon, Painting,
Sculpture,
solo exhibition
10
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Wenn Sie neue Künstler aufbauen,
wie weit in die Zukunft blicken Sie dann?
Nadine Knotzer: 15 bis 30 Jahre müssen wir
schon in die Zukunft schauen.
Welche Zukunftszenarien sehen
Sie aktuell für Ihren neuesten Zugang
Anthony Akinbola?
Kourosh Nouri: Die Zukunft für Anthony
ist spannend. Er hatte im letzten Jahr tolle
Ausstellungen, viel Aufmerksamkeit von
tollen Kuratoren, Sammlern und Galerien
aus der ganzen Welt. Am wichtigsten aber
ist: Er ist mehr als motiviert, Kunst zu
produzieren und zu zeigen.
Drei Dinge, die Sie sich für die Zukunft
Ihrer Künstler wünschen?
Nadine Knotzer: Kontinuierliche, echte
Praxis mit ständigem Fortschritt, die
verdiente kuratorische Aufmerksamkeit,
„epic shows“.
Wie ist es um die Digitalisierung der
Branche bestellt und wie stehen Sie dazu?
Kourosh Nouri: Die Kunstwelt ist vielen
Branchen voraus in Sachen Digitalisierung.
Auch seit der Pandemie haben Galerien es
geschafft, tolle Sachen online zu entwickeln.
Carbon 12 war online schon immer sehr
aktiv. Pandemiebedingt haben wir
zusätzlich eine Serie an Online-Shows,
Video-Ausstellungen und virtuellen Talks
gestartet.
Was assoziieren Sie persönlich mit der
Expo und gibt es etwas, worauf Sie sich
besonders freuen?
Nadine Knotzer: Wenn wir an die Expo
denken, dann an viele Besucher aus der
ganzen Welt. Wobei sich das bei dieser
Edition leider eher im Rahmen halten
wird aufgrund von Covid. Wir freuen uns
natürlich, mitten im Geschehen zu sein
und alle tollen Architekturen der Pavillons
zu entdecken.
Wie lässt sich das Motto „Connecting
Minds, Creating the Future“ aktuell auf
die Kunstwelt umlegen?
Kourosh Nouri: Der Titel sagt genau
das aus, was die Kunstwelt schon immer
macht. Wir „connecten“ mit den Ausstel-
lungen, Publikationen, Kunstmessen und
vielem mehr. Unsere Künstler gestalten
die Zukunft mit.
Welche Ausstellung werden Sie zum
Zeitpunkt der Expo zeigen?
Nadine Knotzer: Wir werden eine
Spezial-Ausstellung in Kollaboration
mit dem Pavillon zeigen, kuratiert von
Marianne Dobner. Mit den Künstlern,
Monika Grabuschnigg, Elisabeth Wild,
James Lewis und Laurence Strula.
Wie unterscheidet sich ein Sammler aus
Dubai von jenen vom Rest der Welt?
Kourosh Nouri: Ganz interessant ist,
dass die Sammler in den Vereinigten
Arabischen Emiraten alle sehr jung sind.
Das macht die Sammlungen dynamisch
und spannend.
Warum haben Sie sich für Dubai als
Standort entschieden?
NADINE KNOTZER: Es hat sich damals
einfach richtig angefühlt: „It was the place,
the time, and the opportunity!“ Auch die
Gegend, in der unsere Galerie liegt, hat
in den letzten Jahren eine tolle Wandlung
durchlaufen und einen großen Hype erlebt.
Wobei man das eigentlich für die ganze
Stadt sagen kann.
Nach welchen Kriterien wählen Sie
Ihre Künstler aus?
Kourosh Nouri: Um es so einfach wie
möglich zu machen, würde ich sagen, nach
der echten und authentischen, zeitgenössi-
schen Praxis, der Professionalität und der
Komplementarität des Programms.
Genau wie unsere Sammler wollen wir
unseren Beruf weiterhin mit Leidenschaft
ausüben und jede Sekunde davon auf
höchstem, professionellem Niveau
genießen. Deshalb schauen und überlegen
wir sehr gründlich, bevor wir einen neuen
Künstler im Programm aufnehmen.
Ihre Galerie gibt es inzwischen seit
13 Jahren. Was sind die markantesten
Veränderungen, die der Kunstmarkt
seitdem durchlaufen hat?
KOUROSH NOURI: Technologisch haben
wir uns sehr weiterentwickelt, viele
Sammler sind sehr schnell sehr „digital“
geworden, was unserer Meinung nach
kurz- und mittelfristig keine gute Idee
für die Kunst war. Gleichzeitig hat diese
einfache Möglichkeit, immer bessere
Bilder und Videos machen zu können,
etwas von dem inhärenten Wert der Kunst
„gestohlen“. Wir haben das Gefühl, dass
die persönliche Wertschätzung, in einem
positiven Rahmen und Kontext eingebettet
zu sein, ein bisschen verloren gegangen ist.
Covid hat die Dinge auf eine gute Art und
Weise durcheinandergebracht. Jetzt in eine
Galerie zu gehen, um eine Ausstellung zu
sehen, wird zu einem Akt von Tapfer-
keit und Mut, sozialer Verantwortung
gegenüber den ausgewählten Galerien und
Künstlern. Wir hoffen, das bleibt so.
carbon12.art
Sarah Almehairi, Summer Temple, 2021.
Paper on book board, 21 x 14.8 cm
Gil Heitor Cortesāo, Folding Hall, 2021.
Oil on plexiglas, Diptych, 130 x 190 cm
Philip Mueller, Hamam Headquarter Plaka, 2021.
Oil on paper, 70 x 50 cm
11
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
LIFE
K O U R O S H N O U R I & N A D I N E K N O T Z E R
EIN GUIDE FÜR DUBAI
VON
DIE 3 LIEBLINGSRESTAURANTS
MOONRISE
					 ICH BIN BEGEISTERT VON DER NEUEN
RESTAURANTERÖFFNUNG DES JUNGEN SYRISCH-FRANZÖSISCHEN KOCHS
SOLEMANN HADDAD NAMENS „MOONRISE“. ER UND SEINE PARTNERIN
MISBAH CHOWDHURY SIND BEI FEINSCHMECKERN FÜR DIE BESTEN
POP -UPS DER STADT BEKANN T, IN WENIGEN WOCHEN ERÖFFNET
ENDLICH IHR EIGENES LOKAL. „MOONRISE“ WIRD MIT ABSTAND DAS BESTE
RESTAURANT DER STADT WERDEN.
HAPI
					„HAPI“, EIN UNKOMPLIZIERTES, KLEINES
RESTAURANT IM PARK IN JUMEIRAH, IN DEM MIT DEN ALLERBESTEN
PRODUKTEN GEKOCHT WIRD. EIN SUPER SPOT ZUM BRUNCHEN!
SALLET AL SAYED
					 E I N PA L Ä S T I N E N S I S C H E S F I S C H -
RESTAURAN T I N KARAMA . H I E R GI BT ES DI E BEST EN GARN EL EN I N
DER STADT!
DIE BESTEN COCKTAILS GIBT ES ...
WIR WÜRDEN SAGEN, DEN BESTEN
MARTINI GIBT ES BEI „THE MAINE“.
SO VERBRINGE ICH EINEN TAG AM STRAND ...
WENN MAN IN DUBAI LEBT, GEHT MAN
EINFACH AM WOCHENENDE ZUM KITE BEACH, EIN ÖFFENTLICHER STRAND
IN JUMEIRAH. WENN ICH MAL EINEN LUXUS-STRANDTAG HABEN MÖCHTE,
DANN IST DER BULGARI BEACH EINER DER BESTEN – SCHÖN RUHIG UND
TOLLES ESSEN.
DIE BESTE WELLNESS-OASE?
SPAS GIBT ES WIE SAND AM MEER.
DAS RITZ CARL­
TON IST EIN ABSOLUTER HOT SPOT FÜR MASSAGEN.
FÜR NÄGEL UND HAARE EMPFIEHLT SICH DER CHALK SALON.
HIER TRIFFT SICH DIE KREATIV-SZENE ...
IN DER ALSERKAL AVENUE, WO AUCH
UNSERE GALERIE LIEGT. DA GIBT ES AUCH DIE MEISTEN CO-WORKING-
SPACES, WO VIELE JUNGEN KREATIVE, DIE IN DER STADT LEBEN, ARBEITEN.
MEIN OUTFIT FÜR DIE NÄCHSTE VERNISSAGE KAUFE ICH ...
ICH VERFOLGE SEHR INTEN­
SIV, WAS
KLEINE MODE-LABELS IN DER REGION MACHEN. SHABAB IST MEIN
LIEBLINGS-STREET­
WEAR-LABEL. DIE SHIRTS KANN MAN AUCH GUT ZUM
VERNIS­SAGEN-OUTFIT KOMBI­NIEREN.
ETWAS, DAS MAN NUR IN DUBAI FINDET ...
„3FILS“, EINER DER BESTEN FUSION-
JAPANER AN EINEM KLEINEN HAFEN IN JUMEIRAH.
Fotos:
Carbon
12
„DUBAI IST JUNG, ABER
AUTHENTISCH.
AN JEDER ECKE GIBT
ES EINE MISCHUNG
AUS ALTEM DUBAI UND
NEUEM DUBAI.“
12
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
DAS „RED SEA PROJECT“ IST EINES DER
EHRGEIZIGSTEN REGENERATIVEN PROJEKTE
DER WELT. AN DER WESTKÜSTE SAUDI-ARABIENS
WIRD SICH AB 2023 EINE NEUE ART VON
„BAREFOOT LUXURY“ ÜBER 28.000 QUADRAT-
KILOMETER ERSTRECKEN – MIT EINEM ARCHIPEL
VON MEHR ALS 90 UNBERÜHRTEN NATURINSELN
SOWIE INAKTIVEN VULKANEN, WÜSTEN, BERGEN
UND KULTURELLEN STÄTTEN.
die zukunft
Foto:
The
Red
Sea
Development
Company
13
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Mehr Informationen über das Projekt
findet man auf theredsea.sa
LIFE
des
Das ist nicht nichts. Die Insel Shurayrah ist
dabei die Drehscheibe des Red Sea Projects
und beherbergt allein elf Hotels.
Dafür wurde das renommierte Architektur­
büro Foster + Partner gewonnen, das
mit dem Konzept „Coral Bloom“ ein
aufregendes Resort entworfen hat, welches
zukünftig von internationalen Hotelketten
betrieben wird. Inspiriert vom natürlichen
Zustand der Insel, sollen die Hotels den
Eindruck erwecken, als seien sie an die
Strände gespült worden und hätten sich
nun, ein­
gebettet in den Dünen, wie Treib-
holz niedergelassen. Dafür kommen leichte
Materialien mit geringer thermischer
Masse zum Einsatz, die energieeffizient
verbaut werden, um möglichst wenig
Auswirkungen auf die Umwelt zu gewähr-
leisten. Denn auch inhaltlich hat man sich
viel vorgenommen.
„ZERO“-POLITIK
UND HÖCHSTE
NACHHALTIGKEITSSTANDARDS
Das Ziel ist es, die Destination nach
höchsten Nachhaltigkeitsstandards zu
entwickeln und auch nach Fertigstellung
danach zu leben. So nimmt man sich ab
Fertigstellung vor, eine „Zero“-Politik zu
verfolgen. Das bedeutet: keine Einweg-
kunststoffe, kein Abfall auf Deponien und
keine Entsorgung ins Meer. Während des
Bauens trägt man mit Off-Site-Fertigungs-
methoden dazu bei, Abfall zu reduzieren
und die menschlichen Auswirkungen der
Bautätigkeiten vor Ort, wie Lärm und
Störungen durch Fahrzeugbewegungen,
zu verringern. In der gesamten Destination
wird innovativer „grüner Beton“ verwendet,
um die Umweltbelastung drastisch zu
reduzieren. Dieser Grünbeton besteht aus
recycelten Abfallmaterialien. Die Kompos-
tieranlage, wandelt organische Abfälle in
Kompost um, der für die Grünflächen des
Projekts und in der Baumschule verwendet
werden kann. Müllverbrennungs­
anlagen
werden nicht wiederver­
wert­
baren Abfällen
verarbeiten und die anfallende Asche wird
mit Zement zur Herstellung von Ziegeln
vermischt. Das Red Sea Project ist das erste
Projekt im Nahen Osten, das die erste Stufe
der LEED-Platin-Zertifizierung erhalten
hat, ein international anerkanntes
Bewertungssystem und Zertifizierungs­
programm für städtische Nachhaltigkeit.
HEIMAT EINER
FÜLLE VON
FLORA UND FAUNA
Seltene Arten wie Dugongs, Wildkatzen
und vom Aussterben bedrohte Grün-
und Karettschildkröten, eines der größten
Riffsysteme der Welt und auch Kulturer­
bestätten werden Teil dieses aufsehener­
regenden Projektes sein. Die Besucher
erwartet außerdem ein ganzjährig
gemäßigtes Klima mit einer Durchschnitts­
temperatur von 25 Grad, eine strategisch
interessante Lage – und ein exquisites
Refugium, das Erlebnisse bietet, die einen
verwöhnen und die an die einzigartigen
Bedürfnisse jedes Besuchers angepasst
sind. Wir sind gespannt!
MAN HAT SICH VIEL VORGENOMMEN AN DER WESTKÜSTE VON SAUDI-ARABIEN. ALLEIN DIE
ANZAHL DER OBJEKTE UND ATTRAKTIONEN, DIE MAN AB 2023 – DANN IST PROJEKTPHASE 1
ABGESCHLOSSEN, 2030 ENDET DANN DIE ZWEITE PHASE – BESUCHEN KANN, IST EINDRUCKSVOLL.
EIN INTERNATIONALER UMWELTFREUNDLICHER FLUGHAFEN, 16 HOTELS, YACHTHÄFEN,
FREIZEIT- UND LIFESTYLE-ANNEHMLICHKEITEN, EIN 18-LOCH-MEISTERSCHAFTSGOLFPLATZ,
SOWIE LUFT- UND SEEVERKEHRSZENTREN WERDEN IN BESAGTER PHASE 1 ERRICHTET.
MIT 2030 WIRD ES 50 RESORTS GEBEN, DIE AN DIE 8.000 HOTELZIMMER ANBIETEN, UND ÜBER
1.000 WOHNIMMOBILIEN AUF 22 INSELN.
tourismus
14
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Foto:
Dirk
Skiba
LIFE
FRANZOBEL ist ein
österreichischer Schriftsteller.
Er veröffentlichte zahlreiche
Theaterstücke, Prosa und
Lyrik. Seine Theaterstücke
wurden unter anderem in
Mexiko, Argentinien, Chile,
Dänemark, Frankreich, Polen,
Rumänien, der Ukraine,
Italien, Russland und den
USA gezeigt.
Sein großer historischer
Abenteuerroman „Das Floß
der Medusa“ (Zsolnay-Verlag)
wurde mit dem Bayerischen
Buchpreis 2017 ausgezeichnet
und stand auf der Shortlist
zum Deutschen Buchpreis 2017.
F RA N Z O B E L
Wir erleben eine Zeit des Wandels, eine Zeit
technologischer Revolution. Ich meine nicht
die Umstellung auf alternative Energien
und nicht die Möglichkeiten der Gentechnik,
sondern das Internet. Plötzlich kann man mit
Menschen in Papua-Neuguinea oder der Antark-
tis kommunizieren. Noch vor dreißig Jahren
kostete ein Telefonat dorthin ein Vermögen,
waren Briefe eine Ewigkeit unterwegs.
Nun können wir uns über das Wetter in Osttimor
informieren, eine virtuelle Ausstellung in
Ushuaia besuchen oder in der Speisekarte beim
Lieblingschinesen in Guangzhou gustieren.
Es ist nicht mehr die Frage, was man wissen
kann, sondern was man wissen will.
Die Welt ist zusammengerückt, das Internet
hat die Erde zu einem Dorf gemacht. Und wie
reagiert die Menschheit? Lassen Sie uns kurz in
eine andere Zeit großer Umbrüche abschweifen –
indas 16. Jahrhundert. Damals gab es die
kopernikanische Wende, nicht mehr die Erde
stand im Mittelpunkt, sondern die Sonne.
Martin Luther reformierte das Christentum,
Amerika wurde entdeckt, die Wissenschaft
löste sich aus den Fängen der Kirche, Alchemie
wurde zu Chemie, Astrologie zu Astronomie.
Aus dem jenseitsorientierten Gemeinwesen
entstand das bürgerliche Individuum mit
Privatbesitz, Biografie und Kindheit, weshalb
Diebstahl und Kinds­
tötung streng bestraft
wurden. Und wie reagierte die Gesellschaft?
Mit einer Gegenreaktion! Man klammerte
sich an die alten Werte, es kam zur Bildung
eines Dachverbandes aller Bücherverbrenner,
Pyromanen und Scheiterhaufen-Befürworter –
der Spanischen Inquisition.
Ähnliches geschieht gegenwärtig in religiös
dominierten Ländern. Aber auch in der
westlichen Zivilisation hat das Weltdorf
Folgen: Patriotismen, Nationalismen, geistige
Verdörflichung. Durch das Internet rückt die
Welt zusammen, aber die Menschen klammern
sich an Grenzen und Distanzen. Dabei ist das
World Wide Web gar nicht so neu, auch Bäume
oder Pilze kommunizieren, und immer wieder
hört man von Leuten, die spüren, wenn ihre
weit entfernten Angehörigen Hilfe brauchen.
Auf der Erde können wir uns jetzt auch ohne
Telepathie mit allen unterhalten, aber wie ist
es mit Außerirdischen? Manche meinen,
der Kosmos sei ein Bewusstsein aus der Summe
aller Gedanken. Wahrscheinlich existieren
alleine in unserer Milchstraße zehntausend
andere Zivilisationen. Die Frage ist nur, wo
sind sie? Es gibt im Weltall Milliarden Galaxien
und mehr Sterne als Sandkörner auf der Erde.
Der Mensch ist, gemessen an den Dimensionen
in Raum und Zeit, unbedeutend, trotzdem hat
sein Gehirn eine Meisterschaft erlangt.
Stellen wir uns die Geschichte unserer Erde als
Strecke vor, können wir den Planeten einmal
umrunden, ohne auf ein Lebewesen zu treffen.
Bei der zweiten Umrundung begegnen wir
Einzellern, die uns bis ins Mittelmeer begleiten.
Wenn wir dann die Donau hinauffahren, gibt
es erst in Rumänien Dinosaurier. Der Mensch
taucht knapp vor Wien auf.
An der einen Seite der Praterbrücke erfindet
er die Schrift, und auf der anderen stehen wir
gerade. Unser Fortschritt verläuft sagenhaft
schnell. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es
Fräuleins vom Amt, die jeden Telefonanruf
verbanden, heute kommunizieren wir mit
wem wir wollen – in unserem urbanen Dorf.
Der Weg ins Weltall ist durch technische
Begrenztheit verwehrt, aber auch diese Probleme
werden wir überwinden. Gut möglich, dass
Menschen bald über den Tellerrand der
Milchstraße hinaussehen und sich mit anderen
Zivilisationen austauschen – und sei es nur für
einen interplanetarischen Songcontest.
Das mag utopisch klingen, aber einmal gedacht,
ist alles möglich. Dann ist nicht mehr die Erde
das Dorf, sondern der Kosmos, weil Dorf ist
überall.
dorf
ist überall
„Manche meinen,
der Kosmos sei ein
Bewusstsein aus
der Summe aller
Gedanken.“
Die schönen Farben des Herbstes und das einbrechende Licht des Nordens – das sind, unter anderem, die
beruhigenden Zutaten des Treehotels in Schweden, ca. eine Stunde von Luleå entfernt. Weit weg vom Stress
und den vielen Anforderungen des Alltags kann man sich abenteuerlich zurückziehen. In sieben abgelegenen
und einzigartigen „Baumhäusern“ findet man Komfort, modernes Design, Natur, spektakuläre Ausblicke und
ein Leben nach ökologischen Werten. Ob im „Bird’s nest“, „The Mirrorcube“, „The Ufo“ oder „Dragonfly“ –
hier kann jeder seinen persönlichen Rückzugsort finden und die eigene Fantasie wieder zu Höchstleistungen
anspornen. Kulinarisch verwöhnt wird man im Restaurant, wo die Produkte aus der Umgebung zu
wahrlich aufregenden Gerichten verarbeitet werden, die für den Gaumen und das Auge eine Wohltat sind.
L I F E S T Y L E HO T E L S
LIFESTYLEHOTELS.NET
T R E E H O T E L
S C H W E D E N / L A P P L A N D
Selection
03 | 2021
lifestylehotels.net/treehotel
Foto:
Johan
Jansson
TREEHOTEL – NATUR UND FANTASIE
LH 02
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
ALPENHOTEL
KITZBÜHEL ****S
Am 10. Dezember ist es so weit:
Das Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee
eröffnet offiziell im neuen Look.
grand
opening
Fotos:
Alpenhotel
Kitzbühel
Urlaub am See, ein bisschen wie früher,
nur eben anders. Moderner. Exklusiver.
Und mit mehr Verwöhnprogramm:
gefühlt und optisch. Das erwartet uns
im Alpenhotel Kitzbühel am naturnahen
Moorsee unweit des legendären Skicircus.
Eine Handvoll der neuen Suiten gibt es
schon seit Kurzem exklusiv zu buchen,
das Gesamtprojekt wartet jedoch noch
auf seine offizielle Eröffnung. Sie steht
Anfang Dezember 2021 am Programm,
zu Beginn der Wintersaison in einem der
mondänsten Wintersportorte Österreichs –
der perfekte Startpunkt für noch nie
dagewesene Urlaubserlebnisse am Ufer
des idyllischen Schwarzsees.
LH 03
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
eine Runde im Infinity-Pool und die
abschließende Tiefenentspannung im
stillen Traumraum runden das Erlebnis
im 1.000 Quadrat­
meter großen Wellness­
bereich ab.
DAS ALPENHOTEL
KITZBÜHEL LÄDT EIN
Solch ein umfassender Neubau macht
neugierig und Worte können nur einen
Teil des neuen Urlaubsfeelings im Alpen-
hotel Kitzbühel am Schwarzsee einfangen.
Daher lädt das Haus ab Anfang Dezember
2021 zum Kennenlernen ein.
Schon ab 659 Euro pro Person verbringt
man vier Nächte im neuen Haus und erhält
nach Verfügbarkeit sogar ein Upgrade in
die nächsthöhere Zimmerkategorie.
Frühstück, Nachmittagsjause, 5-gängiges
Menü abends, belebendes Granderwasser
rund um die Uhr, Wellnessbereich,
Bademantel, freier Seezugang, Shuttle-
Services, WLAN, E-Ladestationen und vieles
mehr sind selbstverständlich inklusive.
Bei jedem Besuch.
einfügt. „Das unbehandelte Lärchenholz
an den neuen Fassaden nähert sich durch
Bewitterung in seiner Farbe immer mehr
der Farbe des Waldes an“, erklärt uns
Architekt Sebastian Mitterer vom Team
der Firn Architekten. „Die Gebäude altern
in Würde und werden immer mehr Teil
der natürlichen Umgebung.“
DAS HAUS
AM STEG
Ganz vorne am Seeufer liegt Das Steghaus,
in dem nicht nur einzigartige Zimmern
und Suiten mit Seeblick, sondern auch
ein À-la-carte-Restaurant auf uns warten.
Den roten Faden des naturbelassenen
Rohstoffs Holz erkennt man auch hier.
Er unterstreicht Sommer wie Winter das
entspannte Stegfeeling auf der Sonnen­
terrasse und im Loungebereich.
Dazu gesellen sich warme Bronzetönen,
die innen wie außen ein stilvolles
Ambiente schaffen. Optisch verbunden
wurde Das Steghaus mit der Seesauna, die
während des wohltuenden Schwitzens via
Glasfronten den Blick auf den Schwarzsee
freilegt. Die Weite, verbunden mit der
Wärme, löst wieder ein Gefühl in uns aus.
Wir fühlen uns ruhig und geerdet. Ein
Moment der Erholung im Raum Seebrise,
Fotos:
Alpenhotel
Kitzbühel
ALPENHOTEL,
DAS STEGHAUS
UND LAKESIDE
LODGES
Bereits bei der Ankunft im neuen Alpen­
hotel stellt sich ein ganz bestimmtes
Gefühl ein. Ein Gefühl des Ankommens.
Und des Wohlfühlens. Überall begegnet
uns der Baustoff Holz im schlichten
Design. Er ist Auslöser eines weiteren
Gefühls, das uns nach dem Einchecken
überkommt. Eines Gefühls von Exklusivität
und Gemütlichkeit. Die moderne Eleganz,
die das Haupthaus nach dem Umbau
ausstrahlt, setzt sich in den Zimmern und
Suiten fort. Neu dazugekommen sind nun
zwei weitere Dependancen gleich nebenan:
Das Steghaus und die Lakeside Lodges
mit teils eigenem Garten und Zugang zum
wunderschönen Naturbadesee, den man
bei jeder Jahreszeit mindestens einmal
zu Fuß umrunden sollte. Denn nur auf
der anderen Seite des Sees hat man
einen herrlichen Panoramablick auf das
Alpenhotel und stellt fest, wie harmonisch
sich die neue Architektur in die Landschaft
Ö S T E R R E I C H
T I RO L / K I T Z B Ü H E L
Moderner Lifestyle mit
alpinem Charakter
Naturnahe Architektur
Book online
lifestylehotels.net/
alpenhotel-kitzbuehel
80
Zimmer und Suiten
LH 04
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
The
Secret
Sölden
Der legendäre Wintersportort ist bald um ein Geheimnis
reicher: Im Dezember 2021 eröffnet hier THE SECRET,
ein weltoffenes Haus, das mit seiner einmaligen Lage
spannende Kontraste schafft.
LA’LIV –
DAS HERZSTÜCK
DES HAUSES
Das Erste, das uns beim Betreten ins
Auge sticht, ist das goldene Entrée, das
uns direkt in die Lobby führt. Diese
geht nahtlos in eine Art Wohnzimmer
und das Restaurant des Hauses über.
Zusammen machen sie das Herzstück von
THE SECRET aus, das den klingenden
Namen LA’LIV trägt. Hier schlemmen
die Gäste morgens am Frühstücksbuffet
und genießen abends französisch-alpine
Fusionsküche – ganz ohne Dogmen oder
starre Menüfolgen. Wer gerne im „Family
Style“ speist, der lässt sich die Gerichte
am großen Tisch zum Teilen servieren,
und wem mehr nach romantischem
Dinner zumute ist, der zieht sich an einen
kleineren Tisch zurück und lässt sich
kulinarisch nach allen Regeln der (Koch-)
Kunst verwöhnen.
THE VUE –
DIE FIRST LADY
DER BARSZENE
Den After-Dinner-Drink (oder mehrere
davon) genießt man in der eindrucksvollen
Skybar THE VUE. Ihre teilweise verglaste
Decke lässt auf den Nachthimmel und seine
funkelnden Begleiter blicken, untermalt von
modernen Videoinstallationen und subtilen
Lichteffekten. Das elegante Interieur macht
die Bar zu einer Location, die im legendären
Skiort Sölden ihresgleichen sucht.
Hier trifft Bartender-Kunst auf Extravag-
anz, die Platz für Gemütlichkeit lässt.
Alles neu macht im THE SECRET Sölden
nicht der Mai, sondern der Dezember,
genauer gesagt Dezember 2021. Dann
eröffnet nämlich das Haus nach seinem
Um- und Ausbau erstmals wieder seine
Türen und überrascht mit so manchem
bisher gut gehüteten Geheimnis. Das Motto
sei schon mal verraten: „A Cosmopolitan
Experience“. Und diese wird uns kurz vor
dem Gletscher am Talschluss des Tiroler
Ötztals geboten. Das erzeugt Gegensätze,
die dennoch wie die sprichwörtliche Faust
aufs Auge passen: Es ist der Kontrast
zwischen der naturbelassenen Bergland-
schaft und der kosmopolitischen Atmo-
sphäre im Hotel und Weltcup-Hotspot, der
im THE SECRET aus jedem Sölden-Urlaub
ein unver­
gessliches Erlebnis macht.
das geheimnis
von sölden
THE SECRET
SÖLDEN
Innovatives Hotelkonzept
Eröffnung im Dezember 2021
Book online
lifestylehotels.net/
the-secret-soelden
Ö S T E R R E I C H
T I RO L / S Ö L D E N
21
Signature
Apartments
23
Alpin-Chic
Apartments
Perfekt für einen geistreichen Abend in
geselliger Runde oder einen Cocktail an der
Bar vor dem Zubettgehen. Es ist nach der
Eröffnung wohl nur eine Frage der Zeit,
bis auch andere in Sölden auf dieses neue
Juwel im Ortskern aufmerksam werden.
Und auch sie sind herzlichen willkommen.
LE FEEL –
DAS SPA
An manchen Tagen und Abenden ist uns
nicht nach Geselligkeit. Dann genießt man
die Ruhe im großzügigen Apartment oder
besucht das Spa namens LE FEEL. Es ist
der ideale Ort, um zu sich selbst zu finden,
ein Rückzugsort, an dem man in der
Saunawelt mit Blick auf die Berge Söldens
schwitzt, während die Gedanken langsam
aber stetig zur Ruhe finden.
Entschleunigung ist das Zauberwort und
Wärme die Medizin. Im Infinity-Pools
schweben wir dann im siebten Himmel
und tauchen ab, um neue Kraft zu tanken.
Im neuen THE SECRET Sölden ist für jeden
etwas dabei – Cosmopolitan Experience
inmitten der Alpen inklusive.
NEW
MEMBER
LH 05
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
NIDUM CASUAL
LUXURY HOTEL
Der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst zum Farbenspiel
lädt und den Winter nackt durchschreitet, spielt im NIDUM Hotel eine
tragende Rolle – innen wie außen.
CASUAL,
WOW & AWESOME
In den 57 Zimmern des NIDUM Hotels
bekommt die rustikal anmutende
Zeichnung der Lärche moderne Gesell-
schaft. Den weichen Boxspringbetten im
schlichten Design kann kaum jemand
widerstehen, genauso wenig wie dem Blick
durch große Glasfronten über die Bergwelt
auf über 1.200 m Seehöhe. In dem Moment
wird schnell klar, warum die Zimmer so
klingende Namen wie Casual, Wow und
Awesome tragen. Was wir nicht sehen, ist
die Magie, die das Lärchenholz überall im
Haus freisetzt. Immerhin sollen die in
ihm enthaltenen Pflanzenstoffen den
Blutdruck senken und antioxidativ wirken.
Ob wir im NIDUM Hotel deshalb so ruhig
und gelassen durch den Tag gehen?
Oder liegt es an der reduzierten Optik mit
ihren sanften Naturtönen? Was es auch ist,
es sieht schön aus. Und es wirkt.
wenn
lärchen
leuchten
IMMER IM
FLOW
Genau diese ruhestiftende und naturnahe
Atmosphäre möchte Hotelchef Max Pinzger
in seinem slichtdurchfluteten Haus am
Waldrand erhalten und pflegen: „Viele
unserer Gäste üben sich bei uns im Still-
sitzen. Sie wollen zur Ruhe kommen.
Uns selbst fiel das während des Zwangs-
winterschlafs 2020 zunehmend schwer.
Also haben wir Konzepte überdacht und
gänzlich neu gedacht, um unsere Gäste
nach dem Lockdown mit neuen Highlights
zu überraschen“, erzählt er. Dekorations­
objekte erhielten designstarken Zuwachs
und die Terrasse im Spabereich wurde zu
einem Wohlfühlort mit weichen Liegen,
Himmelbetten und edlen Premiumdecken.
Warm eingekuschelt blicken wir von hier
aus in den mystischen Nebel, der im
Herbst über die Berge Tirols hinwegzieht,
lassen den Schnee im Tiroler Winter vor
unseren Augen glitzern und genießen den
einzigartigen Ausblick auf das Inntal
am Fuß der Berge. Es ist die Kombination
aus zeitloser Architektur, Luxus und
Gemütlichkeit, die uns immer wieder an
diesen Kraftort zieht, an dem wir zu jeder
Jahreszeit genau das finden, was unser
Urlauberherz begehrt.
Fotos:
Tiberio
Sorvillo
Ö S T E R R E I C H
T I RO L / M Ö S E R N
57
Zimmer
OLYMPIAREGION
SEEFELD
1.500 m2
Wellnessbereich
Book online
lifestylehotels.net/
nidum-hotel/
Das satte Goldgelb der alpinen Herbstland-
schaft verdanken wir zu einem großen Teil
der Lärche. Sie wird bis zu 40 Meter hoch
und schützt uns mit ihren tiefen Wurzeln
an steilen Hängen vor Lawine und Berg­
rutsch. So wundert es nicht, dass ihr Holz
auch aus der modernen Architektur nicht
mehr wegzudenken ist. Natürlich, robust
und ausdrucksstark in der Zeichnung über-
zeugt es als Rohstoff mit Nachhaltigkeit
und spannenden Kontrasten. Diese macht
sich das NIDUM Hotel im sonnenverwöhn-
ten Bergdorf Mösern bei Seefeld zunutze
und kombiniert die beliebte Tropenholz­
alternative mit zeitlosem Naturstein.
Das Ergebnis? Ein Gefühl von Gemütlichkeit
in einem Ambiente, in dem wir Luxus von
seiner ungezwungenen Seite erleben.
LH 06
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
Gert
Perauer
Dass sich ein Resort der Extraklasse in die alpine Landschaft
am Tor zum Nationalpark harmonisch einfügen kann, beweist
das Gradonna ****S Mountain Resort in Kals am Großglockner.
AUTOS?
NEIN
Das gesamte Resort ist mit seinen knapp
über 100 Zimmern und 42 Chalets so
konzipiert, dass man als Gast kein Auto
braucht. Wie es der Schultz Gruppe gelang,
alles auf kurze Distanz bereitzustellen,
während das Wohngefühl den Eindruck
von Raum und Ruhe vermittelt, ist
ein Geheimnis, das sich in den vielen
natür­
lichen Materialien wie Holz und
Loden bei jedem Besuch Stück für Stück
offenbart. Traditionelle Rohstoffe aus dem
Alpenraum verleihen den modernen
Flachbauten eine urige, warme Ausstrahlung.
Dabei ist die Architektur selbst imposant,
visionär und dennoch naturnah. „Nur
wer den Mut zum Entwickeln hat, kann
seinen Gästen ein eindrucksvolles Erlebnis
bieten“, meint Miteigentümerin Martha
Schultz – und ein eindrucksvolles Erlebnis
gelang der Gruppe hier schon allein mit
der Gestaltung.
NATUR?
JA
Eine Architektur wie diese fügt sich am
Ende harmonisch in den Berg ein und
garantiert, dass sich Tourismus und
National­
park im Resort nicht wider­
sprechen. Die Basis für dieses raffinierte
Zusammenspiel bildet eine klare Form-
sprache, gepaart mit dem urigen Berg­
dorf-
Charakter, den man in der Anlage spürt.
Große Fensterfronten eröffnen Ausblicke
auf die Schönheit der Natur rund um dieses
moderne Resort. So fühlt man sich selbst
innen natürlich verbunden und doch frei.
Ob Zimmer, Panorama-Bad, Sonnenter-
rasse oder Spa: Der Blick ist frei.
Die Osttiroler Bergwelt ist imposant –
241 Dreitausender und der Nationalpark
Hohe Tauern prägen das Bild des
östlichsten Teils von Tirol. Inmitten dieser
atemberaubenden Umgebung errichtete
das Familienunternehmen Schultz Gruppe
2012 das Gradonna****S Mountain Resort.
die natur
mag’s
modern
GRADONNA ****S
MOUNTAIN RESORT
CHALETS & HOTEL
Diese Freiheit verzaubert die Gäste auf
eine einmalige Art und Weise und sie
finden Erholung gleichermaßen durch
Entspannung und Bewegung. An dem
magischen Kraftplatz, auf dem das
Gradonna gebaut wurde, kann sich wohl
niemand dem heilenden Zauber der Natur
entziehen – bereits ab dem Betreten der
Empfangshalle, die aus Kalser Marmor
errichtet und mit Holzskulpturen
ausgestattet ist.
ABENTEUER UND SPASS?
NATÜRLICH
Die durchdachte Aufteilung der Anlage
bietet für jede und jeden das passende
Programm. Was für die einen das Aktiv-
programm in den umliegenden Bergen,
ist für die anderen der ungetrübte Bade­
spaß im Herzstück der Anlage: dem solar­
beheizten Badeteich. Auf dem sonnigen
Hochplateau erforschen die Kleinen
im Wald-Kinderclub das magische Reich
der Pflanzen und Tiere oder üben in der
Boulderhalle erste Routen. Die Großen
wandern oder biken durch den National-
park und genießen Anwendungen
im Spabereich.
Das Gradonna****S Mountain Resort
beeindruckt mit seiner naturnahen
Architektur auf 1.350 Metern Seehöhe.
Ohne Hektik. Ohne Verzicht. Und ganz
ohne Auto. Mehr unter www.gradonna.at
Im Nationalpark Hohe Tauern
Naturnahe Kinderbetreuung inklusive
Book online
lifestylehotels.net/
gradonna-mountain-resort
Ö S T E R R E I C H
O S T T I RO L /
KA L S A M G RO S S G L O C K N E R
104
Zimmer
42
Chalets
LH 07
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
EALA
My
Lakeside
Dream
EALA *****
MY LAKESIDE
DREAM
Mit satten Grüntönen, atemberaubenden Berggipfeln und der
türkis funkelnden Wasseroberfläche zieht uns die Landschaft rund
um den Gardasee in ihren Bann. Diesen Zauber fängt das EALA
Designhotel ein und verwandelt ihn in unvergessliche Erlebnisse.
AUSSEN
HARMONISCH
Ein Besuch im EALA ist ein Ausflug in die
Natur. Gleich nach der Ankunft strahlt uns
eine Fassade entgegen, die dank Material
und Design zu einem Teil der umliegenden
Landschaft wird. Straßenseitig liegt der
Fokus auf der Bergwelt, die sich in Formen,
Farben und Rohstoffen widerspiegelt
und mit ihren Modulen Schatten- und
Lichteffekte erzeugt, die im Tagesverlauf
langsam wandern. Seeseitig scheinen die
Balkone der Suiten sanft ins Wasser des
Sees überzugehen. Mit Farbtönen, die der
Gebirgswelt entlehnt wurden, spielt die
Fassade hier mit diversen Konturen am
Berg und erinnert an einen Hang, der sich
aus dem Wasser emporhebt.
INNEN
NATÜRLICH
Auch im Inneren dieser eindrucksvollen
und doch harmonisch wirkenden Fassaden
macht die Natur nicht halt. In den Suiten
umhüllt uns der Dekor an den Wänden
mit eigens angefertigten Grafiken aus der
Natur, während große Panoramafenster
den Blick nach außen öffnen und uns das
Gefühl geben, inmitten der Landschaft zu
stehen. Doch die Natur ist nicht die Ein-
zige, die in den Suiten für Wohlbe­
finden
sorgt. Die hochwertige Premiumaus-
stattung in Form von Fußbodenheizung,
Privatsauna und Outdoor-Whirlpool
intensiviert den Entspannungsfaktor.
Solch ein Paradies verlassen wir nur, wenn
es wirklich sein muss. Zum Beispiel, wenn
der Hunger ruft. Dann genießen wir im
Restaurant den ungetrübten Blick über das
stille Wasser des Gardasees, während wir
uns kulinarisch verwöhnen lassen.
am
beispiel
der
natur
I TA L I E N
L I M ON E S U L G A R DA –
G A R DA S E E
Natürliche SPA-Treatments
Privatstrand
Book online
lifestylehotels.net/eala-
my-lakeside-dream
67
Junior Suiten und Suiten
GANZHEITLICH
HARMONISCH
Ein weiterer Ort, für den es sich auszahlt,
die eigene Suite zu verlassen, ist das
1.500 Quadratmeter große Luxus-Spa.
Hier schicken uns Wellnessexperten mit
natürlichen Produkten aus der Region
während feuchtigkeitspendender Gesichts-
behandlungen, belebender Peelings,
Massagen und mehr auf eine Reise zu uns
selbst. Auch in den Materialien, Formen
und Farben im Spa spiegelt sich die
Landschaft wider und regt unsere Sinne
an. So bestätigt das EALA Designhotel
einmal mehr die Kraft der Natur und führt
uns vor Augen, was für ein Privileg es ist,
die Stimmung rund um den See auf sich
wirken zu lassen und dabei Ruhe und
Entspannung zu erfahren.
Die positive Wirkung der Natur auf
Stimmung, Stresslevel und allgemeines
Wohlbefinden ist mittlerweile gut erforscht.
Es ist diese Wirkung, die sich das Design-
hotel EALA My Lakeside Dream zunutze
macht. Architekten und Designer nahmen
sich ein Vorbild an der Natur und schufen
Strukturen, die sich sanft in die umliegende
Landschaft einfügen – für ein entspann-
tes Gefühl, das uns im gesamten Haus
begleitet.
LH 08
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
Archiv
Marcati
Schnickschnack, pompöse Deko und
traditionellen Alpenchic sucht man im
dasMAX vergebens. Und das ist auch
gut so, denn dieser Ort lebt von seiner
eduzierten Optik, die mit ihrer Schlichtheit
Mehrwert schafft. „dasMAX verkörpert
gelassen, un­
kompliziert und fesch das
smarte Urlauben in Tirol“, bringt es
Architekt Alexander Meissl auf den Punkt.
Gemeinsam mit seinem Team übernahm
er 2018 das Innendesign-Konzept und
machte aus dem dasMAX eine Wohl-
fühloase, in der er bewusst auf nostalgische
Klischeebilder Tirols verzichtete.
NORDISCH ELEGANT
Im dasMAX manifestiert sich der Luxus
nämlich im Minimalismus, in der Reduktion
auf das Wesentliche.
Dänische Designmarken wie Bo-Concept
und Kvadrat passen da perfekt ins Bild,
weshalb das Lifestylehotel von Anfang
an mit ihnen eng zusammenarbeitete. In
der Kombi­
nation mit dem raffinierten
Lichtkonzept aus dem Tiroler Hause
Jagdtrophäen an holzvertäfelten Wänden? Nicht im
dasMAX. Im Seefelder Lifestylehotel begegnet uns
schlichtes, urbanes Design inmitten der Tiroler Bergwelt.
urban in
den alpen
DASMAX
LIFESTYLEHOTEL
Prolicht gelang dem Architektenteam im
Interieur der Spagat zwischen höchster
Qualität bei minimaler Quantität. Denn
weniger ist mehr. Oder anders gesagt:
Lean Luxury vom Feinsten, den man dann
auch beim Wellnessen auf der großzügigen
Dachterrasse mit Sauna und Relaxbereich
genießt.
BISTRO INKLUSIVE
Gleich neben dem Eingang befindet
sich das Bistro des Hauses, das mit
seinem optischen und kulinarischen
Angebot nicht nur Hotelgäste überzeugt,
sondern allen Besuchern des bekannten
Tiroler Wintersportorts offensteht. Ob
Frühstücksraum, Büro für unterwegs oder
Pausenraum für zwischendurch, im
Bistro findet jeder sein Lieblingsplatzerl,
denn das minimalistische Design zieht
sich auch durchs hauseigene Café.
Trotz der schlichten Innenausstattung
macht sich Gemütlichkeit breit, während
Ö S T E R R E I C H
T I RO L / S E E F E L D
Bistro und Bar
Moderne Rooftop-Area mit Sauna
Book online
lifestylehotels.net/
das-max
19
Zimmer
beim konzentrierten Arbeiten dennoch
nichts ablenkt. So ein Mix klappt nur mit
einem raffinierten Interieurdesign, wie
es den Meissl Architects gelang. „Im Bistro
verschwimmen die Grenzen zwischen
Spaß, Unterhaltung, Arbeit und Kultur.
Hier sind das Herz und der gesellschaftliche
Dreh- und Angelpunkt des Hotels“, so
Architektin Carola Meissl-Handle.
EINFACH PREISGEKRÖNT
Die einmalige Architektur des Lifestyle­
hotels in den Alpen entging auch Experten
nicht. In den Jahren 2020 und 2021 erhielt
dasMAX gleich zwei namhafte Awards:
den europäischen Big See Tourism Award
und den internationalen German
Design Award, dessen Jury sich einig war:
„Das angenehm schlicht gehaltene
Interieur wirkt ansprechend frisch, luftig
und modern. Es lässt auf hohem Wohn-
standard durch sorgfältig ausgewählte und
platzierte dekorative Details ein Gefühl von
Individualität entstehen.“ Und im dasMAX
urlaubt tatsächlich jeder so, wie er will.
Einfach maßgeschneidert eben.
LH 09
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
Christoph
Schöch,
Andreas
Schatzl
Inspiriert von der Bergwelt im Tiroler Alpendorf
Sölden schufen eine Touristikerin und ein Zimmerer
ein Urlaubsrefugium, in dem die Bergwelt innen wie
außen hautnah erlebbar ist.
lärche
und loden
BERGLAND *****
DESIGN- UND
WELLNESSHOTEL
SÖLDEN
Mit seinen naturnahen Farben verschmilzt
das Bergland Design- und Wellnesshotel
inmitten von Sölden mit der Bergwelt
des Tiroler Ötztales. Hier erfüllten sich
Elisabeth Grüner und ihr Mann Sigi den
Traum vom erstklassigen Designhotel
in den Alpen. Die Basis war ein in die
Jahre gekommenes Traditionshaus im
Ortskern der Tiroler Gemeinde Sölden.
Der 3.200-Seelen-Ort ist mit seinen knapp
470 Quadratkilometern größer als Wien
und Startpunkt der Straße zum Welt-
cup-Gletscher. Die Region ist mit ihren
Gletschern, Bergen, Wäldern und Almen
prädestiniert für einen Urlaub
der Sonderklasse.
HARMONISCHE
KONTRASTE
Bevor Elisabeth und Sigi Grüner ihren
Gästen hier hochklassige Urlaubsmomente
bieten konnten, war noch ein mutiger
Schritt zu gehen: der des Umbaus.
Er sollte zum Neubau werden, für den
ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben
wurde, den das Salzburger Büro
Wimreiter & Partner für sich entschied.
Mit Gespür für die naheliegende Natur
und viel Feingefühl ersannen die
tourismuserfahrenen Architekten ein
alpines Designhotel – das regional erste
in dieser Kategorie. Was außen perfekt
ins Bild passt, überzeugt innen mit einem
Kontrast aus Regionalem und Modernem:
Lärche, Loden und Wolle treffen auf Stein,
Glas und Keramik, während traditionelle
Formen mit zeit­
genössischen Elementen
harmonieren.
ARCHITEKTONISCHE
HIGHLIGHTS
Insgesamt mehr als 1.000 Quadratmeter
Terrassenflächen vermitteln im Haus
ein Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit.
Die durchdachte Raumaufteilung mit
großzügigen Zimmern und Suiten von bis
zu 212 Quadratmetern verstärkt diesen
Eindruck. Toppen kann das Ambiente nur
das 2.200 Quadratmeter große Sky SPA mit
Panoramablick. Am Laufband scheint man
hier durch die Berge zu joggen, während
danach im Whirlpool Wellnessmomente
auf Gipfelniveau warten.
Superlative wie diese wirken an diesem
besonderen Ort nicht überzogen, sondern
entsprechen genau dem, was man von
fünf Sternen erwartet.
TIERISCHE
NACHBARN
Die Glocken und das Blöken der Schafe, die
hinterm Hotel grasen, verwundern auf den
ersten Blick nicht. Passen sie doch perfekt
in die Bergkulisse auf knapp 1.350 Metern
Seehöhe. Das Besondere: Sie gehören
Hotelchef Sigi Grüner, der für die Haltung
der rund 25 Mutterschafe und 40 bis 50
Lämmer bereits mehrmals ausgezeichnet
wurde. Aus ihrer Wolle entstehen Produkte,
die man im Hotel an jeder Ecke entdeckt,
und auch das Fleisch lässt der Landwirt
aus Leidenschaft im Gourmet-Restaurant
servieren. So reiht sich die Kulinarik in das
Gipfelniveaus des Hauses ein. Und wem
das noch nicht hoch genug ist, der erreicht
das Gletscherskigebiet von Sölden in nur
30 Minuten – Winter-Wonderland-Garantie
inklusive.
Ö S T E R R E I C H
T I RO L / S Ö L D E N
86
Zimmer
2.200 m2
Sky SPA
Eigene Schafzucht
Book online
lifestylehotels.net/
bergland-design-und-
wellnesshotel-soelden
LH 10
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
Almmonte
Präclarum
Suites
einfach
ein
statement
ihre entspannte Gelassenheit und unauf-
dringliche Eleganz. Dieser nur scheinbare
Gegensatz macht es uns hier so leicht, uns
ganz auf den Moment zu konzentrieren.
Den Moment, in dem wir im gemütlichen
Boxspringbett aufwachen. Den Moment,
in dem wir im beheizten Outdoor-Infinity-
Pool das Bergpanorama genießen. Und den
Moment, in dem wir uns im Restaurant
regionale Schätze servieren lassen.
ALMMONTE
PRÄCLARUM SUITES
Vielleicht sind es die Rohstoffe aus der
Natur: der dunkle Stein neben dem hellen
Holz, grobes Leinen neben weichem
Samt, schützende Vorhänge vor großen
Glasfronten. „Harmonie und Gegensätze
schließen sich nicht aus. Die Natur macht
es uns vor“, erzählt Hausherr Andreas
Hutz, der viel Herzblut in die Architektur
und das Design des Hauses steckte. Ihm
verdanken die Almmonte Präclarum Suites
LH 11
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Das sind die Almmonte Präclarum Suites inmitten der
Salzburger Bergwelt – wo Urlaub „genial einfach“ ist – genau so,
wie wir ihn am liebsten genießen.
EINFACH HOLZ
Noch vor Betreten von Lobby, Suite,
Re­
stau­
rant und Spa sticht die naturnahe
Optik des Hauses ins Auge. Seine Fassade
scheint mit ihrer effektvollen Holzverklei-
dung den Wald nebenan noch näher ran-
zuholen. Organische Formen wie Ranken
und Geflechte verstärken diesen Eindruck
und schaffen schon von außen ein Gefühl
von Wärme und Komfort. Ein Gefühl von
„da möchte ich rein“. Dieser unausgespro-
chenen Einladung folgen wir gerne und
merken schnell, dass sich das Konzept im
Inneren mit schlicht designten Holz­
möbeln und dezenten Dekorations­
objekten
nahtlos fortsetzt. In jedem Bereich tritt
der Rohstoff Holz in Kontakt mit einem
weiteren Material der Berge: Stein.
EINFACH STEIN
Er begegnet uns in Form von Granitböden
im klassischen Salz-Pfeffer-Muster, wir
entdecken ihn in dunklen Schattierungen
an Wänden oder Decken und staunen über
die Kontraste, die im Zusammenspiel mit
der Zeichnung des Naturmaterials Holz
entstehen. Obwohl Stein in den Bergen oft
kalt scheint, wirkt er in diesem Ambiente
nicht so. In den Almmonte Präclarum
Suites lädt er uns ein, genauer hinzusehen.
Er scheint uns aufzufordern, ihn zu spüren:
unter den Füßen im Badezimmer und mit
den Händen an der Wand. Und tatsächlich:
Er fühlt sich warm und wohlig an.
EINFACH NATUR
Der Gesamteindruck, den das Design bei
uns hinterlässt, ist großzügig, privat und
diskret. Die harmonischen Silhouetten
geben dem Haus eine eigene Persönlich-
keit. Jeder Bereich scheint Geschichten zu
erzählen, vielleicht unsere, vielleicht eine
aus der Tourismusregion Wagrain, die für
Traditionsbewusstsein und Naturverbun-
denheit bekannt ist. „Unser Ziel ist es, aus
den Bedürfnissen unserer Gäste Erlebnisse
zu machen“, bringt es der Hausherr auf
den Punkt. Und Erlebnisse warten hier
einige auf uns: sowohl im Hotel als auch
drumherum.
Ö S T E R R E I C H
S A L Z B U RG / WAG RA I N
Outdoor-Infinity-Pool
Ski-in, Ski-out
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lifestylehotels.net/
/almmonte-praeclarum-suites/
23
Suiten
2
Restaurants
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
D I R E C T O RY
L I F E S T Y L E H O T E L S
L I F E S T Y L E H O T E L S . N E T
Wir bieten designverliebten und trendbewussten Globetrottern
eine handverlesene Auswahl außergewöhnlicher Hotels.
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BAD GOISERN AM HALLSTÄTTERSEE  Lesehotel
BRAMBERG  Wildkogel Resorts
DAMÜLS Alpenstern Panoramahotel
FISS  Alps Lodge
FÜGEN Mia Alpina . Zillertal Family Retreat
GASCHURN  Montafon Lodge Design Lodgehotel und Spa
GEINBERG  Geinberg 5
Private Spa Villas
GRAZ Aiola Living
GRAZ  Augarten Art Hotel
GRAZ  Lendhotel
GROSSARL  Hotel Nesslerhof
HALLSTATT  Hallstatt Hideaway
KALS AM GROSSGLOCKNER  Gradonna Mountain Resort
KALTENBACH  Das Kaltenbach
KITZBÜHEL  Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee
LÄNGENFELD  Naturhotel Waldklause
LEOGANG  Puradies
MARIA ALM  Hotel Eder
MARIA ALM  Hotel SEPP
MAYRHOFEN  ElisabethHotel Premium Private Retreat
MELLAU  Sonne Lifestyle Resort
MÖSERN  NIDUM Casual Luxury Hotel
MÜHLDORF  LA PETITE IVY
NAUDERS  Arabella Retreat & Spa
OBERGURGL  Hotel The Crystal
SAALBACH HINTERGLEMM  Alpin Juwel
SALZBURG STADT  Hotel Goldgasse
SALZBURG STADT  Hotel Stein
SCHLADMING  Stadthotel brunner
SEEFELD  dasMAX
SERFAUS  Alfa Hotel
SÖLDEN  Bergland Design- und Wellnesshotel Sölden
SÖLDEN THE SECRET Sölden
STAINACH - PÜRGG  Gästehaus Krenn
TURRACHER HÖHE  Hollmann am Berg
UDERNS  Sportresidenz Zillertal
WAGRAIN  Almmonte Präclarum Suites
WAGRAIN  Almmonte Sensum Suites 	
WIEN  Hollmann Beletage
WIEN  Hotel Das Tyrol
WIEN  Hotel Schani Salon
WIEN  Hotel Schani Wien
ZELL AM SEE Seehotel Bellevue
ZELL AM SEE Senses Violett Suites
ÖSTERREICH
GARMISCH-PARTENKIRCHEN  Das Graseck
NORDFRIESLAND  Hotel Landhafen
NÜRNBERG  art&business Hotel
PIRNA  Laurichhof
SANKT ENGLMAR  Berghotel Maibrunn
TIMMENDORFER STRAND  SAND
TIMMENDORFER STRAND  Hotel SeeHuus
DEUTSCHLAND
CHINA
NANJING  Kayumanis Nanjing Private Villas & Spa
FRANKREICH
PARIS  Hollmann Paris
AMSTERDAM  Sir Adam
AMSTERDAM  Sir Albert
NIEDERLANDE
ALENTEJO  Sublime Comporta Country Retreat & Spa
ALGARVE  Vila Valverde
CASCAIS  The Oitavos
LISSABON  Torel Palace Lisbon
MADEIRA  Quinta da Bela Vista
PORTO  Torel Avantgarde
PORTO  Torel Palace Porto
PORTO  Torel 1884 Suites & Apartments
ITALIEN
PORTUGAL
LUZERN  Hotel des Balances
ZERMATT  Hotel Matterhorn Focus
LAPPLAND  Treehotel
SCHWEIZ
SCHWEDEN
MALLORCA  Convent de la Missio
MALLORCA  Fontsanta Hotel Thermal Spa & Wellness
MALLORCA  Hotel Can Simoneta
MALLORCA  Pleta de Mar
SPANIEN
SRI LANKA
DICKWELLA SOUTH  UTMT – Underneath the Mango Tree
UNGARN
BUDAPEST  Hotel Collect
BUDAPEST  Lanchid 19
WESTLICHER PELOPONNES  Dexamenes Seaside Hotel
SANTORIN  Myst Boutique Hotel
SANTORIN  Saint Santorini
GRIECHENLAND
AMALFI KÜSTE  Casa Angelina
AMALFI KÜSTE  Relais Blu
APULIEN Paragon 700 Boutique Hotel und Spa
CAMAIORE  Locanda al Colle
ISSING  Gourmet & Boutiquehotel Tanzer
KALABRIEN  Praia Art Resort
LAZISE  Quellenhof Luxury Resort
LIMONE SUL GARDA  EALA My Lakeside Dream
MERAN  Boutiquehotel SuiteSeven Merano
MERAN  Steinach Townhouse Meran
MONTEFOLLONICO  Follonico
NATZ BEI BRIXEN  Seehof Nature Retreat
RIMINI  i-Suite
SIZILIEN  Monaci delle Terre Nere
SIZILIEN - Zash Country Boutique Hotel
TRIEST  Hollmann Trieste
VENEDIG  Hotel Heureka
ISTRIEN  Meneghetti Wine Hotel & Winery
BRAČ  Hotel Lemongarden
HVAR  Maslina Resort
KROATIEN
Fotos:
Courtesy
of
The
New
Raw,
Michele
Margot
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THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
STYLE
“
W A S T E
NO
M O R E !
“
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THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Was sehen Sie, was ich nicht sehe, wenn
Sie Müll am Strand oder Straßenrand
entdecken?
PANOS SAKKAS UND FOTEINI SETAKI:
Plastikmüll ist überall, in unseren Städten,
der Natur und den Ozeanen. Das erinnert
uns ständig daran, dass Verschmutzung
durch Kunststoffabfälle das Resultat eines
Designfehlers ist – Plastikverpackungen
werden nur einmal verwendet und dann
weggeworfen. Für uns ist dieses Material
zur Inspiration für nachhaltige Objekte
und Produkte geworden, die Geschichten
und Botschaften mitbringen. Es ist unsere
Mission, Plastikmüll in ein wertvolles
Material zu verwandeln, das behalten,
wiederverwendet oder recycelt und nicht
einfach sofort gedankenlos weggeworfen
wird.
Was antworten Sie jemandem, der Sie
als moderne Alcheimisten bezeichnet?
Wir glauben fest daran, dass es bald die
neue Norm werden wird, Abfälle als
Rohstoffe zu betrachten. Und Nachhaltig-
keit und Kreislaufwirtschaft werden
zu Standardeigenschaften von Design-
produkten werden. Was manche Menschen
Alchemie nennen, nennen wir die kunst-
handwerkliche Gestaltung von Plastik-
abfall mit Robotern.
Erinnern Sie sich an den Moment und
Ihr Motiv, das Sie dazu bewogen hat,
mit recycelten anstelle von neuen
Materialien zu arbeiten?
Ja, das war der Moment, in dem The New
Raw geboren wurde. Kunststoff ist ein
vielseitiges Material und Plastikmüll ist
im Überfluss vorhanden! Wir sind Griechen
und leben in den Niederlanden, wir haben
also gesehen, wie zwei unterschiedliche
Kulturen mit diesem Material umgehen.
Das hat uns dazu inspiriert, das Problem
der Kunststoffverschmutzung anzupacken.
Die Frage war, wie erwecken wir das
vorhandene Material zu neuem Leben?
Um den Abfall in einen neuen Rohstoff
zu verwandeln, haben wir uns dann für
digitale Handwerkskunst entschieden.
Seit 2015 arbeiten wir damit.
Was ist der ästhetische Wert von
Kunststoffmüll?
Wir transformieren Plastikabfall in etwas
Neues, indem wir ihn mithilfe von Robotern
kunsthandwerklich gestalten. Es gibt
definitiv einen ästhetischen Wert von
Kunststoffmüll und wir arbeiten daran,
noch mehr Möglichkeiten zu schaffen,
wie wir ihn nutzen und Entwürfe kreieren
können, von denen man kaum glauben
kann, dass sie aus Materialabfällen ent-
standen sind. Sobald recyceltes Plastik in
den 3D-Druck-Prozess eintritt, wandelt
R A W
T H E N E W
es sich zu einem anderen Material mit
charakteristischen Eigenschaften.
Ähnlich wie die Maserungen von Holz
oder die Musterungen von Marmor,
definieren die Ausrichtung und die
Proportionen unserer 3D-gedruckten
Linien das Verhalten des Materials und
bestimmen sein unverwechselbares Aus-
sehen. Wir lieben es, mit Kunststoffabfall
genau so zu arbeiten, als wäre es ein
natürliches Material mit nicht perfekten
und nicht homogenen Eigenschaften.
Für Ihre neue Kollektion The Elements
haben Sie in Griechenland Plastik aus
dem Meer gesammelt, es in Strandmöbel
verwandelt und diese schließlich zurück
an die Küste gestellt. Welche Botschaft
steckt hinter diesem Designansatz?
In urbanen Regionen vergessen wir
gerne unsere Abhängigkeit vom Meer,
was Nahrung und Sauerstoffversorgung
angeht. Mit The Elements wollten wir
Plastik, das wir aus dem Meer gesammelt
hatten, neues Leben einhauchen und
nützliche und funktionale Objekte mit
starkem Storytelling-Wert schaffen.
Unsere Entwürfe sollen nicht nur schön
und funktional sein, sondern auch immer
eine Geschichte erzählen. Im Fall von
The Elements ist die Form der Objekte
von den Elementen inspiriert, die wir am
Meer erleben oder vorfinden, etwa von
den Wellen, Salzmustern im Sand oder
den Körpern von Meeresorganismen.
Ihre skulpturalen Formen bestehen aus
weichen und welligen Oberflächen, die
den Nutzer umschmeicheln und eine
angenehme Atmosphäre schaffen.
Wir wollten Objekte entwerfen, die
aufgrund ihrer Form, Textur und Farbe
nahezu natürlich anmuten.
Für die Herstellung der Strandmöbel
haben Sie 720 Kilogramm Plastikmüll
verwendet. Was war die größte
Herausforderung im Designprozess?
Eine Produktserie zu entwerfen, die sich
nahtlos in die natürliche Meeres- und
Strandumgebung einfügen und höchsten
Klimakomfort in der Hitze bieten würde.
Unsere Entwürfe beruhen auf unseren
Beobachtungen lebender Organismen und
Muster, geformt von Sand und Wasser in
Küstengegenden. Diese Beobachtungen
haben wir dann in unsere Designsprache
und Produktionstechnik übersetzt.
Die Auswahl und Handhabung des Materials
sind Teil unseres kreativen Prozesses.
In den vergangenen Jahren haben wir uns
mit lokalen Partnern und Lieferanten
zusammengetan, die uns auf diesem Weg
begleiten. Seit 2015 hat sich die Anzahl
der Unternehmen und Initiativen mit
Sensibilität für Kunststoffverschmutzung
erheblich erhöht!
Die Strandmöbelserie wurde digital
im 3D-Druckverfahren produziert.
Was konnten Sie dadurch erreichen, was
Ihnen mit traditionellen Herstellungs-
verfahren nicht gelungen wäre? Oder, in
anderen Worten: Was können Roboter,
was Menschen nicht können?
Plastik ist ein industrielles Material,
das im Kunsthandwerk zuvor noch nicht
verwendet wurde. Wir erforschen, wie
unsere Roboter als verlängerter Arm
unseres Designteams Kunststoffabfälle
in Designobjekte verwandeln können.
All unsere Entwürfe werden auf Nachfrage
hergestellt und können, wenn gewünscht,
maßgefertigt werden.
thenewraw.org
FROM TRASH TO TREASURE:
PANOS SAKKAS UND FOTEINI SETAKI VOM
NIEDERLÄNDISCHEN FORSCHUNGS- UND
DESIGNSTUDIO THE NEW RAW VERWANDELN
PLASTIKMÜLL MITTELS 3D-DRUCK IN FORM-
SCHÖNE UND FUNKTIONALE OBJEKTE.
MIT THE STYLEMATE SPRECHEN DIE BEIDEN
ARCHITEKTEN ÜBER DIE ZUSAMMENARBEIT MIT
ROBOTERN, ABFALL ALS ROHSTOFF UND IHRE
VISION EINER ZUKUNFT OHNE VERSCHWENDUNG.
Interview
Nora Palzenberger
Photos:
Michele
Margot
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THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
STYLE
Fotos:
Courtesy
of
The
New
Raw,
Michele
Margot
PANOS SAKKAS UND FOTEINI SETAKI gründeten 2015 das in Rotterdam ansässige Forschungs-
und Designstudio The New Raw. Ihre Vision: Abfallmaterial mithilfe von Design, Robotern
und Kunsthandwerk neues Leben einzuhauchen. Das mehrfach ausgezeichnete Architekten-Duo
erforscht die Möglichkeiten des lokalen Recyclings von Kunststoffmüll und begeistert mit
Projekten wie dem Zero Waste Lab oder Print your City! in Thessaloniki. In einem zirkulären
Materialprozess entwirft und produziert The New Raw aus zuvor gesammelten Plastikabfällen
unter anderem hochwertige Outdoor-Möbel, die von Robotern im 3D-Druck geplottet werden.
Wenn Sie eine ökologische Revolution
anführen könnten, was wäre deren
Slogan?
Waste, no more!
Die Pandemie hat unsere Sicht auf
unser Zuhause und unsere Einrichtung
verändert. Drei Eigenschaften
zukünftiger Möbel?
Lokal, nachhaltig, vielseitig.
Das diesjährige Expo-Motto lautet
„Connecting Minds, Creating the Future“
– wie kann Design Menschen verbinden
und die Zukunft mitgestalten?
Wir glauben, dass Design Thinking die
großen Herausforderungen unserer
Zeit bewältigen und durch Co-Kreation
und einen multidisziplinären Ansatz
überzeugende Lösungen bieten kann.
Im Warehouse Lab, dem
Studio von Panos Sakkas und
Foteini Setaki in Rotterdam,
werden die außergewöhnli-
chen Entwürfe in ihren
charakteristischen amorphen
Formen und schichtartigen
Strukturen mithilfe von
Robotern im 3D-Druckverfahren
zum Leben erweckt.
18
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Interview
Nora Palzenberger
Fotos:
Maja
Wirkus
spielen
im
REIN AN DIE FRISCHE LUFT! 93 % PROZENT ALLER KINDER
WELTWEIT ATMEN NACH WHO-ANGABEN VERUNREINIGTE
LUFT EIN. GRUND GENUG FÜR CLAUDIA PASQUERO UND
MARCO POLETTO VOM LONDONER ARCHITEKTUR- UND
INNOVATIONSBÜRO ECOLOGICSTUDIO, DEN ERSTEN
BIOTECHNO­
LOGISCHEN SPIELPLATZ DER WELT ZUM LEBEN
ZU ERWECKEN: IN DER AIRBUBBLE IM ZENTRUM VON
WARSCHAU SPIELEN KINDER UNTER EINER VON MIKRO­
ALGEN GEREINIGTEN LUFTBLASE.
Interview
Nora Palzenberger
Sie sind auf Biotech-Design spezialisierte
Architekten. Wann ist Ihnen bewusst
geworden, dass Sie mit Ihrer Arbeit
nicht nur die Form und Funktion von
Gebäuden, sondern auch die Gesundheit
und Zukunft von Menschen beeinflussen
können?
CLAUDIA PASQUERO UND
MARCO POLETTO: Das war 2005, als
wir ecoLogicStudio gegründet haben.
Dieser Name ist eine Referenz auf das Buch
„Steps to an Ecology of Mind“ von Gregory
Bateson. Der Autor bezeichnet Ökologie
darin als Verbindung unterschiedlicher
menschlicher und nicht-menschlicher
Systeme durch sowohl logische als auch
metalogische Sprachen. Diese Perspektive
befreit die Architektur von dem Zwiespalt
Form versus Funktion und geht eher in
Richtung architektonischer Morphoge-
nese. In anderen Worten: Architekten
sollten sich mit der Beziehung zwischen
Form, Energie und den grundlegenden
Prozessen, die das Leben und seine
Evolution formen, befassen.
ecologicstudio.com
19
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
STYLE
grünen
Die AirBubble befindet sich auf der öffentlichen
Grünfläche außerhalb des Copernicus Science
Centre (Centrum Nauki Kopernik) in Warschau,
wo der Designinnovation auch eine eigene
interaktive Multimedia-Ausstellung gewidmet
ist. Die polnische Hauptstadt gilt als eine der am
stärksten verschmutzten Städte in Europa. Das
grüne Zukunftsprojekt integriert den Prozess
der Photosynthese in die bebaute Umgebung
und erfindet so eine neue architektonische
Typologie: ein echtes urbanes Algengewächs-
haus. Die zylinderförmige Holzstruktur im
Inneren ist von einer EFTE-Membran – einer
Weiterentwicklung des von ecoLogicStudio
entwickelten Urban-Vorhangsystems Photo.
Synthetica – umhüllt, die als Schutzschild für
52 Glasalgenreaktoren fungiert. In diesen befinden
sich 520 Liter lebender grüner Chlorella-sp.-
Algenkulturen, die 200 Liter verunreinigter
Luft pro Minute filtern können. Sonnenenergie
und das Spiel der Kinder selbst verstärken
den Luftreinigungsprozess. Der Spielplatz
ist mit Seilen, Fußpumpen und Hüpfkugeln
ausgestattet, das blubbernde Geräusch des
Algengartensystems sorgt für eine entspannende
Atmosphäre.
DAS PROJEKT
Claudia Pasquero und Marco Poletto studierten
am Polytechnikum Turin Ingenieurwesen
und besuchten die Londoner Architectural
Assocation, bevor sie 2005 ecoLogicStudio
gründeten. Das in London ansässige Architektur-
und Urban-Design-Innovationsstudio ist
spezialisiert auf Umweltdesign, städtische
Autarkie und gebäudeintegrierte Natur.
Zum Portfolio an naturbasierten Designlösungen,
mit denen das Architektenduo den Klimawandel
unmittelbar positiv beeinflussen möchte, zählt
unter anderem das auf der Architekturbiennale
in Venedig präsentierte Projekt BIT.BIO.BOT,
bei dem auf Algen basierte „lebende Fassaden“
das Raumklima verbessern sollen. Ihr vom
Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen
finanziertes Deep-Green-Projekt nutzt
künstliche und biologische Intelligenz, um neue
grüne Wirtschaftssysteme im urbanen Raum zu
schaffen.
DIE ARCHITEKTEN
Ihr neues Projekt, die AirBubble,
verschmilzt Architektur, Biotechnologie
und urbanes Design. Wie ist es Ihnen
gelungen, diese Disziplinen miteinander
zu verbinden?
Architektur bildet für uns den Rahmen,
um naturbasierte Lösungen in die bebaute
Umwelt zu integrieren. Sie sind unsere
größte Hoffnung, um jene Herausforde-
rungen zu bewältigen, die durch industrielle
Technologien entstanden sind. Es ist daher
eine Illusion, zu denken, dass Biotech
ohne die von der Architektur beigestellten
Rahmenbedingungen die Lösung sein
kann. Die größte Herausforderung dabei
ist es, den relevanten Stakeholdern in der
Industrie den Mehrwert zu vermitteln, der
uns allen durch die Einbettung technolo-
gischer Innovationen in ein soziales oder
räumliches Umfeld zugutekommt.
Bitte erzählen Sie uns von dem Moment,
als Sie AirBubble zum ersten Mal im Kopf
hatten. Warum haben Sie sich ausgerech-
net einen Spielplatz dafür ausgesucht?
Spielen bietet eine einzigartige Gelegenheit,
zu lernen – durch metalogische Prozesse,
um zurück zu Gregory Bateson zu kommen.
Denn Kinder verwenden Metasprache,
um ihre Umgebung zu verstehen und
umzugestalten. Kinder sind außerdem am
meisten von urbaner Luftverschmutzung
betroffen, weil sich ihr Atmungsapparat
noch entwickelt – und während dem Spielen
atmen sie sehr intensiv. Ein Spielplatz
ist also ein sehr guter Ort, um all diese
Themen auf einmal anzugehen und sie in
Möglichkeiten für einen Wandel
zu transformieren.
Wie erklären Sie die Idee hinter der
AirBubble einem Kind in wenigen Sätzen?
Die AirBubble braucht zwei Energiequellen:
Solarenergie und deinen instinktiven
Forschungs- und Spieltrieb. Diese beiden
bilden den unversiegbaren und erneuer-
baren Treibstoff der AirBubble, der ganz
mühelos gewonnen werden kann.
Die AirBubble ist der Auslöser eines
Prozesses, der stetig wachsen und seine
positiven Auswirkungen auf künftige
Generationen vervielfachen kann. Du hast
es in der Hand – du bist verantwortlich
für unsere Gesundheit und unser Klima.
Was sollen Kinder nach einem Besuch in
der AirBubble gelernt haben?
Wir hoffen, dass die Kinder durch Erfah-
rung und Interaktion die Vorteile davon
erkennen, wie die Qualität von Atemluft
mit naturbasierten Lösungen, und in
diesem Fall mit der Kraft der Mikroalgen,
verbessert werden kann. Sie werden auch
sehen, wie dieser Prozess zu wunderbaren
neuen urbanen Umgebungen führen kann.
Was ist Ihr Lieblingsspielbereich
innerhalb der AirBubble?
Die Hängeseile und die Hüpfkugeln!
Die Kinder finden ganz eigene Wege, ihr
Gleichgewicht zu halten, während sie
mit anderen interagieren. Es gibt niemals
eine finale Statik, sondern vielmehr einen
ständigen Austausch und ein dynamisches
Zusammenspiel.
Welchen unmittelbar spürbaren Effekt
hat die AirBubble auf den Besucher?
Auf jeden Fall wird die Neugier der
Besucher geweckt und die Kinder fangen
sofort an, wie wild zu spielen, das war toll
zu sehen. Unser vorrangiges Ziel war es
jedoch, sicherzustellen, dass die Kinder
wiederkommen und regelmäßig in der
AirBubble spielen, um beobachten und
herausfinden zu können, welche langfristi-
gen Auswirkungen das Mikroklima und
die Algenkulturen haben.
Im Moment ist die AirBubble eine Art
Testumgebung angewandter Biotechno-
logie. Wann wissen Sie, dass Ihr Projekt
reif für den Massenmarkt ist?
Die AirBubble ist schon jetzt voll funkti-
onsfähig, es ist reale biotechnologische
Architektur. Es wird sie zukünftig sicher
auch an anderen Orten geben, aber sie
soll kein Produkt für den Massenmarkt
werden. Für uns muss die AirBubble
immer auf den jeweiligen Kontext ange-
passt werden. An das lokale Mikroklima,
Bauvorschriften, lokale Algenarten und
gesellschaftliche Normen. Deshalb haben
wir auch innovative digitale Gestaltungs-
und Produktionstechnologien integriert
sowie ein Echtzeit-Überwachungssystem,
das uns mit Daten über den Grad der
Luftverschmutzungsreduktion und die
Widerstandskraft der Algenkulturen
versorgt. Diese Systeme ermöglichen es
uns, fortlaufend zu lernen und Prozesse
zu optimieren. Nicht nur die Algen leben,
das ganze Projekt ist ein sich ständig
veränderndes architektonisches System.
Welchen Lebensbereich werden Sie als
nächstes unter eine Blase mit frischer
Luft packen?
Die nächste Version von AirBubble sollte
eine Fabrik, oder ein Bio-Betrieb, sein.
Eine Anlage, die durch zirkuläre Produkti-
onsprozesse geprägt ist, wo Emissionen
zu Rohstoffen für neue Produkte werden.
Eine Fabrik, die teils Labor, teils Treibhaus
und teils Produktionsstätte ist.
Ein Unternehmen, das Bürger:innen in
die Produktions- und Konsumprozesse
miteinbezieht und Möglichkeiten zur
Mitgestaltung bietet. Wir arbeiten bereits
an zwei Pilotprojekten, für die Nahrungs-
mittel- und die Pharmaindustrie.
Foto:
Maja
Wirkus
20
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
schlichte
IN EINEM ALTBAU IN DER GRAZER INNENSTADT, MITTEN
IN DER STÄDTISCHEN GESCHÄFTIGKEIT, BEFINDET SICH
DAS HEADQUARTER VON LIFESTYLEHOTELS. HIER HAT
ROBERT EISENBERGER VON INSIDE EINRICHTUNGEN EINEM
INNOVATIVEN UNTERNEHMEN, DEN RAUM GEGEBEN, IN
SCHLICHTER STILISTIK PRÄSENT ZU SEIN. präsenz
Lampen INO circle von XAL, Sideboard von Lapalma
21
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
ADVERTORIAL
Fotos:
Walter
Luttenberger,
Oliver
Wolf
inside-einrichtungen.at
Hohe Räume, eleganter Parkettboden
und großzügige Fensterflächen. Das war
die Basis, die Interior Designer Robert
Eisenberger vorfand. Der Grundgedanke,
der ihn sofort umtrieb: Die Möblierung
sollte so schlicht wie möglich ausfallen,
um den Dingen, die das Unternehmen
LIFESTYLEHOTELS auszeichnet, Platz
zu lassen. Das gelang bereits im Eingangs­
bereich sehr gut. Davor in Weiß gehalten
und ohne Bezug auf das Unternehmen
oder die Produkte, die es herstellt, kann
man jetzt bereits beim Eintreten feststellen,
wo man sich befindet. Dafür wurden
Print-Produkte des Unternehmens in
Szene gesetzt. Vor einem Hintergrund
aus anthrazitfarbenen Wänden empfangen
einen nun bunte „Kunstwerke“, entspre-
chend beleuchtet und damit inszeniert.
„Wir wollten eine Atmosphäre schaffen,
die dem innovativen Charakter des
Unternehmens entspricht und hervorrückt,
was es inhaltlich ausmacht“, erklärt
Robert Eisenberger.
Auf der gegenüberliegenden Wand
widmet man sich dem LIFESTYLEHOTELS-
Buch, welches in kleinen Korpusmöbeln
von Montana, wie in einem Setzkasten,
seinen Platz findet. Die Montana-Elemente
sind systematisch an die Wand gesetzt
und funktionieren wie kleine Guckkasten­
theater als Präsentationsraum für die
jährlich erscheinenden Bücher.
Verzichtet wurde im Eingangsbereich
auf das Firmenlogo, da die Produkte die
Marke LIFESTYLE­
HOTELS am stärksten
repräsentieren. Dafür wurde im Emp-
fangsbereich die Farbe der emaillierten
wasserblauen Kacheln des Vintage-Ofens
für die Wände und Teppiche aufgegriffen.
KUNST, TAPETEN
UND ACCESSOIRES
Betritt man danach das Büro, in dem die
administrativen Tätigkeiten stattfinden,
kommt man in eine cleane und zurückhal-
tende Atmosphäre, um sich vollkommen
auf das zu konzentrieren, was hier passiert.
Der offene Raum mit den großen Fenster-
flächen bildet einen Kontrast zu den Büros
der Geschäftsführer.
Die Möbel wurden niedrig gehalten.
Über die normale Schreibtischhöhe von
75 cm sollte kein Sideboard hervortreten,
um Kunst, Tapeten und Accessoires
die Möglichkeit zu geben, zur Geltung
zu kommen. „Geschäftsführer Thomas
Holzleithner ist ein sehr kunstaffiner
Mensch und wir waren uns schnell einig,
wie wir vorgehen wollten“, so der Interior-
Gestalter. Eingesetzt wurden Schreibtische
und Sideboards von Lapalma. An einigen
Wänden wurden als Gestaltungselement
großflächige Tapeten von Glamora, die
teilweise auf Abstand mittels einer
Trägerkonstruktion an die Wand gesetzt
wurden, verwendet, um dem Raum einen
Bezugspunkt zu geben. Gleichzeitig wurde
damit und mit den hochflorigen Teppichen
von „objects carepts“ die Akustik der
Räumlichkeiten optimiert.
STARKE
KONTRASTE
Die Büros der beiden Geschäftsführer
wurden in Schwarz gehalten.
Möglich machen das die lichtdurchfluteten,
sehr hellen Räume, in denen die Lampen
von Wever & Ducré und XAL wie Installati-
onen wirken dürfen. In einem der Büros
gibt es einen Erker, der betont wird mit
einem Polstermöbel von Moroso, designt
von Patricia Urquiola. Der ellipsenförmige
Besprechungstisch hat den Vorteil, dass
er eine gleichwertige Sitzsituation schafft.
Die dazu passenden Stühle mit leichten
Farbakzenten in Gold sind von Petrali.
Im anderen Büro punktet man mit einem
schlichten Sofa von Wittmann.
Über den Gang erreicht man die Küche
mit Essbereich, in der Montana-Möbel
mit Kartell kombiniert wurden.
Kehrt man zurück in den Empfangsbereich,
fällt einem die spezielle Oberfläche des
Empfangsmöbels auf, die mittels Nano-
Beschichtung keine Fingerabdrücke
erkennen lässt. Noch einmal wirft man
einen Blick auf die „Guckkästen“ mit
den Büchern, von denen man schließlich
gebührend hinausbegleitet wird.
Bookshelves und Konsolentisch Montana
Tapete Glamora, Schreibtisch Lapalma, Besprechungstisch Kartell,
Sessel Moroso
INSIDE-Inhaber und
Interior-Experte
Robert Eisenberger
Bookshelves Montana, Tisch und
Sessel von Kartell
22
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
23
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
STYLE
Fotos:
Fee-Gloria
Grönemeyer
DIE NIEDERLÄNDISCHE DESIGNERIN
IRIS VAN HERPEN REVOLUTIONIERT MIT
IHRER HAUTE COUTURE DIE MODEWELT.
IHRE SYMBIOSE AUS TECHNIK, NATUR UND
INNOVATION IST EINZIGARTIG.
THE STYLEMATE KENNT 8 GRÜNDE, WARUM
IRIS VAN HERPEN DIE MODE IN DIE ZUKUNFT
FÜHRT.
F A S H I O N
F O R W A R D
24
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
Fee-Gloria
Grönemeyer,
Wendelien
Daan
01
Iris Van Herpen hat nach ihrem Studium
bei keinem Geringeren als dem britischen
Mode-Visionär Alexander McQueen gelernt.
Sie gilt als Pionierin der 3D-Drucktechnik in der Mode.
Bereits 2011 wurde eines ihrer Kleider, das im
3D-Druckverfahren entstanden ist, vom Time Magazine
zu den 50 besten Erfindungen des Jahres gekürt.
IRIS VAN HERPENS
LEIDENSCHAFT
GILT DEM TANZ UND
SEINEN BEWEGUNGS-
ABLÄUFEN, DIE SIE
AUCH REGELMÄSSIG
IN IHRE DESIGNS
EINFLIESSEN LÄSST.
2014 kreiert die Niederländerin die Kostüme für
Benjamin Millepieds „Neverwhere“ für das New York City
Ballet. Es folgen Kostüme für die Pariser Oper und die
Berliner Tanzgruppe Sasha Waltz.
Sie arbeitet für die Produktion und Konzeption
ihrer Kollektion interdisziplinär und regelmäßig mit
Künstlern und Architekten zusammen, darunter
Jolan van der Wiel, Neri Oxman, Philip Beesley oder
Benthem Crouwel Architects.
Die Symbiose von Design und Technologie ist ein
wesentlicher Bestandteil von van Herpens Arbeit.
Dafür ist sie mit weltweit führenden Instituten wie dem
CERN (The European Organization for Nuclear Research)
oder dem MIT (Massachusetts Institute of Technology)
in regelmäßigem Austausch. Auch die Weltraumforschung
zählt zu ihren Inspirationsquellen.
Naturnahe Experimente: Für eine ihrer Kollektionen ließ
die Designerin gemeinsam mit einem Biologen einen Stoff
aus Baumwurzeln entwickeln.
08 Iris van Herpen setzt auf ein langlebiges und nachhaltiges
Gesamtkonzept. Die Haute Couture erlaubt es ihr, nur
wenige, ausgewählte Stücke anzufertigen. Ihr naturnaher
und experimenteller Zugang zu Stoffen und Produktion
sorgt für einen geringen CO₂-Ausstoß.
V A N H E R P E N
I R I S
02
03
04
05
06
07
irisvanherpen.com
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THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
Fotos:
Fee-Gloria
Grönemeyer
26
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
MIT IHREM HIGH HEEL SNEAKER HABEN MICHAELA WORSCHITZ UND JÜRGEN HOLL EINEN
SCHUH GESCHAFFEN, DER DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN VEREINT: DEN KOMFORT EINES
SNEAKERS UND DAS GEFÜHL VON ELEGANZ EINES HIGH HEELS. MICHAELA WORSCHITZ
SPRICHT MIT UNS ÜBER DIE IDEE BIS HIN ZUM FERTIGEN PRODUKT UND DARÜBER, WIE MAN
EINZIGARTIGKEIT ERSCHAFFT.
hoch
M I A
M O C K E R Y
27
THE Stylemate
Issue No 03 | 2021
STYLE
Warum beschäftigen sich zwei
Architekten mit Schuhen?
MICHAELA WORSCHITZ UND
JÜRGEN HOLL: Wir haben von der Archi-
tektur kommend erkannt, dass Gebäude
und Schuhe den gleichen Anforderungen
entsprechen, widersprüchlich ist eigentlich
nur der Maßstab. Beide Objekte müssen
Komfort bieten, statische Anforderungen
erfüllen, funktional sein, vor Regen und
Kälte schützen und einer subjektiven
Ästhetik entsprechen.
Wie kam es dann zu der Idee,
ausge­rechnet einen Sneaker als
High Heel zu entwickeln?
Die Idee dafür entstand bereits während
meines Architekturstudiums an der TU
Graz. Ich habe dazu meine Diplomarbeit
verfasst. Mit der gleichen Software, mit
der ich auch lernte, Häuser zu gestalten,
designte ich den ersten High Heel Sneaker.
Das hatte eigentlich ganz persönliche
Gründe: Ich bin eher klein und wollte
gerne im Alltag größer sein, ohne die
damit meist verbundenen Schmerzen an
den Füßen ertragen zu müssen oder einen
Nachteil in der Praktikabilität des Alltags
zu haben. Der Vorteil, den ich neben der
Größe erzielen wollte, war das bewusste
„Anders-Gehen“ mit hohen Schuhen.
Man fühlt sich einfach anders.
Deswegen ist auch ein Sneaker mit
Absatz besser als ein normaler Sneaker
oder High Heels?
Ich bin sportlich und gerne und viel zu
Fuß unterwegs, deswegen brauche ich
einen Schuh, der mich bequem durch den
Tag trägt. Aber den man gut mit einem
eleganten Outfit kombinieren kann.
Ein Sneaker mit Absatz also.
Ausschließlich Sneaker zu tragen, war
mir irgendwann zu langweilig, außerdem
sollte man meiner Meinung nach nicht
mit Sneakers auf eine Hochzeit gehen oder
ein anderes besonderes Event besuchen.
 
Was macht den High Heel Sneaker
sonst noch aus?
„Wenn Menschen auf deine Schuhe starren
und nicht mehr auf deinen Hintern“, ist
einer unserer Slogans. Der High Heel
Sneaker besticht nicht nur durch sein
auffallendes Design, sondern auch durch
ein völlig neues Gehgefühl und ermöglicht
stundenlanges Tragen ohne Schmerzen.
Aus welchen Materialien ist er gefertigt?
An der Oberfläche sieht man thermoge-
formtes Neopren und innen ist natürlich
gegerbtes Leder. Der Keilabsatz besteht
aus recyceltem TPU, ein Kunststoff, der
auch bei hochwertigen Sneakers eingesetzt
wird. Die Materialien stammen aus Italien,
um möglichst kurze Transportwege zur
Produktion zu gewähren. Der Nachhaltig-
keitsgedanke ist uns wichtig. Deswegen
haben wir nicht in China produzieren
lassen.
Sie sagen, dass der Komfort durch das
Design erreicht wird. Was bedeutet
das genau?
Der Keilabsatz des Schuhs wurde mithilfe
von parametrischem Design gestaltet. Das
bedeutet, er findet seine Inspiration in der
Umgebung und bedient sich an Formen,
die in der Natur bereits funktionieren.
Der Absatz besteht aus Waben, die eine
ideale Kraftübertragung gewährleisten und
somit überdurchschnittlichen Komfort
bieten. Mithilfe der eingesetzten, weichen
Materialien wird die Dämpfung erzeugt.
Was hat Sie zu dem Design inspiriert?
Die Designs finden ihre Inspiration
besonders in den chaotischen Anordnungen
der Natur, wie es bei Verzweigungen von
Pflanzen, Flussufern, Bergketten und
Küsten der Fall ist. Diese wiederkehrenden
Geometrien haben das Interesse am para-
metrischen Design geweckt. Die Ereignisse
in der Natur sind willkürlich, aber auf ihre
Weise einzigartig. Daraus ergibt sich die
Anforderung an die Entwürfe: Einzigartig-
keit schaffen.
 
Wann trägt man den High Heel Sneaker?
Ästhetik und Stil gehören zu meinem
Leben dazu. Ich zelebriere sie und es
macht Spaß, sich außergewöhnlich zu
kleiden. Man spricht anders, man bewegt
sich anders. Das Tolle an den High Heel
Sneakerns ist, dass man sie einen ganzen
Tag und eine ganze Nacht tragen kann,
ohne durch Schmerzen schlecht gelaunt zu
werden. Wenn andere schon sitzen, bin ich
noch am Tanzen.
Sie haben ein paar Jahre in die Forschung
investiert? Was musste für Ihren
High Heel Sneaker erforscht werden?
Bei einem Keilabsatz entstehen erheblich
höhere Belastungen im Ballen- und
Fersenbereich als bei einem Sneaker, da die
Kraftübertragung nicht flächig stattfindet,
sondern hauptsächlich auf zwei Punkte
reduziert wird. Um trotz der Absatzhöhe
und der daraus resultierenden hohen
Anzahl an übereinanderliegenden Hohl-
räumen dennoch das Gleichgewicht halten
zu können, wird ein Material benötigt, das
eine gleichzeitige Stabilität und Flexibilität
gewährleistet, um ein Ausknicken des
Keilabsatzes zu verhindern und ein Dämp-
fungsverhalten zu gewähren. Zudem ist ein
annähernd gleiches Dämpfungsverhalten
bei den unterschiedlichen Gewichtsklassen
der Trägerinnen gefordert, um niemanden
zu benachteiligen.
Was hat es mit dem Namen auf sich?
Mockery mia (mockery – englisch für
Spott, Ironie; mia – italienisch für mein)
regt dazu an, die Welt selbstironisch zu
sehen. Warum nicht mal gerne laut über
sich selber lachen? Und gleichzeitig zu sich
und dem eigenen Stil stehen. Das Leben
wird dadurch viel lustiger und aufregender,
wenn man es spielerisch betrachtet.
Der Grundgedanke von mockery mia
verinnerlicht das Hinterfragen bestehender
Strukturen, um die Entwicklung neuer,
durchdachter Lösungen voranzutreiben.
Vorherrschende Probleme sollen nicht
leichtfertig akzeptiert werden. Wir heißen
vorgegebene Regeln und Strukturen
jedoch willkommen, weil erst dadurch die
Möglichkeit besteht, diese zu
durchbrechen.
mockerymia.com
Fotos:
mockerymia.com
ÜBER MOCKERY MIA Die Architekten Michaela Worschitz und Jürgen Holl
haben den High Heel Sneaker entwickelt. Im Laufe ihres Architekturstudiums
haben sie sich mit parametrischem Design auseinandergesetzt und nach
einer Anwendung dieser Designmethode für Bereiche des alltäglichen Lebens
gesucht – und gefunden!
hinaus!
WEVERDUCRE.COM
RAY schwingt am liebsten gemeinsam mit anderen
Wever & Ducré-Leuchten von der Decke. Der Trick: Bis zu
acht Leuchten lassen sich als Multibaldachin in runder und
bis zu fünf in gerader Form abhängen. Und das von einem
einzigen Lichtauslass aus, über dem man sie individuell
arrangieren kann. Schnurgerade oder in Spinnennetzform,
bei der die Kabel zum Design-Element werden. Wer ins
Team passt? Neben WETRO und DOCUS sind auch BOX,
HEXO, ODREY oder SHIEK absolute Kombinationsgenies.
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  • 1. THE Style mate THESTYLEMATE.COM THESTYLEMATE.COM INSPIRATION FROM AROUND THE WORLD FOR AN AESTHETIC AND MEANINGFUL LIFESTYLE ISSUE No 03 | 2021 thestylemate.com into the future
  • 2. 2 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Foto: Heldentheater Zukunft? Was ist das? Unsere Zukunft scheint unsicherer denn je, und noch schwieriger zu prognostizieren. Das fragen wir uns im Kleinen – was bringt der Winter für den Tourismus? – und beschäftigt uns im Großen, wenn wir uns über die Klimakatastrophe Gedanken machen. Dennoch haben wir uns für diese Ausgabe von THE Stylemate die Zukunft zum Thema gemacht. Inspiriert hat uns dazu das Motto der EXPO in Dubai, die nun mit einem Jahr Verspätung stattfindet. Ein weiteres Merkmal unserer Zeit: 2021 ist das Jahr der Veranstaltungen 2020. Seit der Pandemie ticken die Uhren eben anders. Doch zurück zum Motto der EXPO, welches lautet „Connecting Minds, Creating the Future“ und damit zu vernetztem Denken für visionäre Ideen anregt. Wir haben dazu mit querkraft architects gesprochen, die den österreichischen Pavillon entwickelt und dafür Köpfe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Österreich verbunden haben, um ein Gebäude mit intelligentem System nachhaltig zu bauen. In Dubai interessieren wir uns aber nicht nur für architektonische Konzepte, sondern auch für Kunst und haben deswegen die Galerie Carbon 12 besucht. Auf unserem Cover zeigen wir einen Look der niederländischen Modedesignerin Iris van Herpen, deren futur­ istisch anmutende Entwürfe aus ungebräuchlichen Materialien mittels innovativen Fertigungsverfahren hergestellt werden. Vom Rapid Prototyping bis hin zum 3D-Druck arbeitet sie inno­ vativ und immer experi- mentell und erzielt damit eine aufregende Wirkung. Wir haben acht Gründe ausgemacht, warum sie die Mode in die Zukunft führt. Doch nicht nur im Modedesign entdeckt man die Zukunft, sondern auch im Industriedesign wird mit neuen Materia­ lien und speziellen Fertigungstechniken die Zukunft nachhaltig gestaltet. Wir werfen also einen kleinen Blick in eine mögliche Zukunft und können damit eines sicher sagen: Es gibt immer noch Menschen, die an die Zukunft glauben. Thomas Holzleithner & Hardy Egger H E RAU S G E B E R IN THIS ISSUE Wenn Sie keine Ausgabe mehr versäumen wollen, können Sie THE Stylemate auch abonnieren. thestylemate.com IMPRESSUM Medieninhaber und Verleger: Prime Time Touristik & Marketing GmbH, Schmiedgasse 38/1, 8010 Graz Herausgeber: Thomas Holzleithner & Hardy Egger Chefredaktion: Mag. Nina Prehofer Chefin vom Dienst: DI (FH) Christin Maier-Erlach Cover-Foto: Fee-Gloria Grönemeyer Model: Lamich Kirabo Gestaltung: VON K Brand Design Autoren: Franzobel, Helder Suffenplan, Lisbeth Wild, Jana Inga Trenner, Nora Palzenberger Lektorat: Mag. Marlene Zeintlinger Anzeigen: office@thestylemate.com Druck: Medienfabrik Graz, 8020 Graz Erscheinungsort: Graz Erscheinungsweise: 3 x jährlich Essentials Seite 3 Am Ende verändert die Emotion die Zukunft Seite 4–7 LIFE: Kolumne von Helder Suffenplan: United we scent! Seite 8 Kunst mit Zukunft Seite 9–11 Die Zukunft des Tourismus Seite 12–13 Franzobel Seite 14 STYLE: Waste, no more! Seite 15–17 Spielen im Grünen Seite 18–19 Schlichte Präsenz Seite 20–21 Fashion Forward Seite 22–25 Hoch hinaus! Seite 26–27 LIFESTYLEHOTELS Selection: Treehotel Seite LH 01 Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee Seite LH 02–03 New Member: THE SECRET Sölden Seite LH 04 NIDUM Casual Luxury Hotel Seite LH 05 Gradonna Mountain Resort Chalets & Hotels Seite LH 06 EALA My Lakeside Dream Seite LH 07 dasMAX Lifestylehotel Seite LH 08 Bergland Design- und Wellnesshotel Sölden Seite LH 09 Almmonte Präclarum Suites Seite LH 10–11 Directory LIFESTYLEHOTELS Seite LH 12 Impressum Seite 2
  • 3. 3 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: Silhouette, Vitra, Ludwig Reiter, Arthur Arbesser, Wever & Ducré, Carl Auböck essentials D I E S E R L E T ’ S H A NG O U T T O G E T H E R Wever & Ducré zeigt, wie’s geht: Mit dem Multibaldachin lassen sich bis zu acht Leuchten in runder und bis zu fünf in gerader Form abhängen. Und das von einem einzigen Lichtauslass aus, über dem man sie individuell arrangieren kann. Schnurgerade oder in Spinnennetzform, bei der die Kabel zum Designelement werden. Wer ins Team passt? Neben WETRO und DOCUS sind auch BOX, HEXO, ODREY oder SHIEK absolute Kombinationsgenies. weverducre.com/ abhaengungsmoeglichkeiten S C H U H E F Ü R I M M E R Die Damen- und Herrenschuhe des österreichischen Unternehmens Ludwig Reiter werden noch heute von Hand an der Wiener Stadtgrenze in Süßenbrunn hergestellt. Hochwertigste Materialien treffen dabei auf lange erprobte Handwerkskunst. Eine Investition in das hochwertige Schuhwerk lohnt sich: Können die Boots, Stiefeletten, Loafers und Co doch jederzeit zur Reparatur in die Ludwig Reiter Werkstatt gebracht werden. Nachhaltigkeit leicht gemacht! ludwig-reiter.com, Modell „Mary Vetsera“, ab € 598 TA N Z I M Q UA D RAT  Zuwachs im Hause Arthur Arbesser! Der österreichische Designer erweitert sein Sortiment um ein kunterbuntes Accessoire. Seidenfoulards mit farbstarken Harlequin-Mustern bereichern die aktuelle Herbst-/Winterkollektion. Die 90 x 90 cm großen Tücher können um den Hals, im Haar, an der Tasche, als Top und und und ... getragen werden!  Außerdem spiegeln sie die Muster-Lust und den Optimismus wider, der sich stets durch Arbessers Kollektionen zieht.  arthurarbesser.com, Seidenfoulard „Harlequin“, € 180 A L L E S I M B L I C K Wie blickt man am besten in die Zukunft? Mit einem ultraleichten und puristischen Brillenrahmen der österreichischen Manufaktur Silhouette! Die neue Kollektion „Eos View“ kommt mit subtilen 3D-Elementen und einem Shape-in-Shape-Effekt daher, der für spannende Farbnuancen und Reflektionen sorgt. Angelehnt ist das Konzept der Kollektion übrigens an die griechische Göttin der Morgenröte „Eos“. silhouette.com, ab € 299 K U LT I G E KO O P E RAT I ON Der Wiener Carl Auböck (1900 – 1957) gilt als Erfinder der „Wiener Bronzen“. Mit seinen kleinen Skulpturen, die von Tieren über Anatomie-Studien bis hin zu Architektur-Darstellungen reichten, sorgte er in der Designwelt für Furore. Seine Entwürfe haben bis heute großen Sammlerwert. Das Wiener Accessoires-Label Sagan hat sich nun mit der Werkstätte Auböck zusammengetan und lässt ein Signature-Motiv aus den Archiven neu aufleben: die Auböck-Hand als stilvollen und praktischen Schlüsselanhänger. Ein wahres Designobjekt.  sagan-vienna.com, Schlüsselanhänger „Hand“ Carl Auböck x Sagan, € 185 K L E I N E R WO H N E N Gewisse Möbelstücke sind inzwischen so begehrt wie Werke der bildenden Kunst. Dazu gehört auch das „Marshmallow“-Sofa des amerikanischen Architekten George Nelson, der hat das extravagante und poppige Sofa 1956 entworfen hat. Die Sitzfläche und Lehne gleichen soften Marshmallows und für die damalige Zeit war der Entwurf eine wahre Design-Revolution. Dieses Stück Designgeschichte steht zwar nur in den Wohnzimmern einiger weniger. In Miniaturform kann es dank dem Schweizer Möbelhersteller Vitra aber bald auch in der Lieblingsvitrine oder am Sideboard einziehen. vitra.com, Vitra Miniatures „Marshmallow Sofa“, ab € 665 A U S G A B E
  • 4. 4 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 LIFE Fotos: andreas keller-fotografie.de D I E E M O T I O A M E N D E V E R Ä N D E R T
  • 5. 5 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: Kieran Fraser Landscape Design, querkraft-alvarez WIR SPRECHEN MIT QUERKRAFT-INHABER UND-PARTNER GERD ERHARTT DARÜBER, WAS EINE ERFOLGREICHE INSZENIERUNG BEI DER EXPO AUSMACHT, KLIMAKONZEPTE DER ZUKUNFT UND WELCH GROSSE BEDEUTUNG EMOTIONALE BINDUNG DABEI SPIELT, DIE ZUKUNFT NACHHALTIGER ZU GESTALTEN. N D I E Z U K U N F T QUERKRAFT ARCHITEKTEN AUS WIEN SIND DIE MACHER DES ÖSTERREICHISCHEN EXPO-PAVILLONS IN DUBAI. Bei welchen Hebeln setzt man an? Es gibt zwei Aspekte beim Bauen, bei denen man ansetzen kann: einmal die Errichtung eines Gebäudes und dessen Betrieb. 50 % der schädlichen Emissionen entstehen bereits bei der Errichtung eines Gebäudes, also muss das erste Ziel sein, Gebäude mit möglichst langer Lebensdauer zu errichten. Im Betrieb ist das Ziel, dass es möglichst wenig Energie benötigt. Für uns ist vor allem der Aspekt der Lebensdauer wichtig, denn da geht es um die emotionale Nachhaltigkeit. Wir müssen Gebäude, überhaupt Produkte, erzeugen, zu denen wir eine persönliche und emotionale Bindung aufbauen können. Welchen Unterschied macht die emotionale Bindung? Wenn wir emotionale Bindung aufbauen und das Produkt liebgewinnen, dann wer- den wir es auch möglichst lange nutzen. Das betrifft natürlich in ganz besonderem Maße unsere Gebäude, weil in ihnen enorm viel Energie durch die Errichtung gespeichert ist. Hätten wir nicht einen Pavillon kreiert, der bei den Menschen Emotionen auslöst, dann hätten wir auch nicht die Möglichkeit gehabt, den Pavillon einer Nachnutzung zuzuführen. Also ist er so konstruiert, dass er in Fertig- teilen, in einzelnen Elementen produziert ist, damit er dann wieder zerlegt und irgendwo anders zusammengebaut werden kann. Wie bei einem Lego-Bausatz, kann er in vollkommen unterschiedlicher Art und Weise wieder zusammengestellt und auch den neuen Nutzungen entsprechend angepasst werden. Denn: Eines der unökologischsten Dinge wäre, ein Gebäude für sechs Monate zu errichten und dann wieder zu zerstören. Was macht den Pavillon abseits der Nachnutzung ökologisch? Wir haben mit dem Ingenieurbüro P. Jung ein Climate Engineering entwickelt, das darauf abzielt, die natürliche Aerodynamik auszunutzen. In den Kegeln, aus denen der Pavillon besteht, sind immer unterschied- liche Sog- und Druckwirkungen vorhanden, womit sich eine natürliche Konvektion einstellt. Der Pavillon reguliert sich hauptsächlich über den Unterschied von Tag und Nacht. Die kühlere Luft in der Nacht wird in der Speichermasse eingelagert und über den Tag wieder abgegeben. Dieser Tag-Nacht- Rhythmus ist das Zentrum unseres Klimakonzeptes, in dem wir uns die Temperaturdifferenzen zunutze machen. Was erwartet einen im österreichischen Expo-Pavillon? GERD ERHARTT: In erster Linie ein sinn- liches Erlebnis. Das wird wahrscheinlich einen relativ großen Unterschied zu den anderen Pavillons machen. Das von uns gestaltete räumliche Erlebnis, wird noch mal unterstützt von den Installationen, entwickelt von ars electronica solutions und kuratiert vom Büro Wien mit einer grafischen Umsetzung durch das Büro Bleed. Was macht also Ihr architektonisches Konzept aus und warum unterscheidet es sich so stark von den anderen? Die Expo ist ein Wettlauf um Aufmerk- samkeit. Wir sind davon überzeugt, dass man Aufmerksamkeit nur durch Reduktion erreichen kann, denn ansonsten ist man nur ein Teil von dem, was auf der Expo allgemein passiert: Reizüberflutung und unglaublich viel Information. Für uns als Architekten ist es wichtig, konkret auf den Ort einzugehen, und da dies die erste Expo im arabischen Raum ist, haben wir uns mit traditioneller arabischer Architektur auseinandergesetzt. Dabei sind wir auf den Bādgir gestoßen. Das sind Windtürme, die im Gebäude Druck- und Sogsituationen herstellen, sodass mittels Kamineffekt eine ständige Luftzirkulation vorhanden ist. Dieses Prinzip haben wir in eine andere Architektursprache übersetzt und mit österreichischem Know-how und Climate Engineering kombiniert. Wir wollten einen Beitrag zur allgemeinen Debatte, wie man Ressourcen und Energie schonend planen und bauen kann, leisten.
  • 6. LIFE EX P O 2 0 2 0 6 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 LIFE Die 38 Kegel, aus denen der Pavillon besteht, sind miteinander verschnitten. Welcher Effekt wurde damit erzielt? Das ist ein wichtiges Gestaltungselement, denn durch das Verschneiden entsteht eine Säulenhalle, vergleichbar mit einer arabischen Meskita. Zusätzlich werden die Kegel in vier ver- schiedenen Höhen abgeschnitten, dadurch entstehen unterschiedliche Lichtstim- mungen, die sich je nach Sonnenstand in ständiger Veränderung befinden. Intensive Bepflanzungen, Sprühnebel und natürliche Konvektion sorgen für eine angenehme Aufenthaltsqualität. Woraus sind die Fertigteile gemacht? Der Pavillon ist aus Betonfertigteil- schalen, wie bei einem Lego-Bausatz, errichtet. Er kann wieder demontiert und an einem anderen Ort, an die veränderten Bedürfnisse angepasst, neu aufgebaut werden. Verputzt wird er innen mit einer Lehmschicht, die eine wichtige klimatische Funktion besitzt. Der Titel des Projekts lautet „Austria makes Sense“. Wie oder wann ergibt Österreich Sinn? Dieser Titel ist in seiner Doppeldeutigkeit zu lesen, weil wir einen Pavillon kreiert haben, der alle menschlichen Sinne anspricht. Architektur und Ausstellung ergeben ein sinnliches Gesamterlebnis. Zum Beispiel gibt es im gesamten Haupt- ausstellungsraum keinen einzigen Text. Wir arbeiten mit Grafiken und Icons und die Installationen erschließen sich von selbst. Sie sprechen die Sinne an. Da werden Cones zu Klangkörpern oder Luftströmungen durch Simulationen sichtbar gemacht. Der Pavillon zielt auf ein sinnliches Erlebnis ab, weil wir der Überzeugung sind, dass bei dieser ganzen Reizüberflutung, die auf dem Expo-Gelände stattfindet, letztendlich nur eine starke Emotion im Gedächtnis bleiben wird. EXPO 2020 DUBAI VAE DIE EXPO FINDET ALLE 2–3 JAHRE STATT. DIESES JAHR FINDET SIE VOM 01.10.2021 BIS 31.03. 2022 IN DUBAI UNTER DEM MOTTO „CONNEC- TING MINDS, CREATING THE FUTURE“ STATT. Wie wichtig ist für Sie als Architekten eine Sinnfrage generell? Die Sinnfrage ist für uns essenziell. Die gesamte Bauwirtschaft ist für 30 bis 40 % der schädlichen CO₂-Emissionen verantwortlich, also muss ich mir bei jeder Bauaufgabe die Sinnfrage stellen. Die erste lautet: Ist es sinnvoll, dieses Gebäude zu errichten? Es gibt Bauaufgaben, wie den geförderten Wohnbau, Kultur- und Bildungs- bauten, da ist diese Frage einfacher zu klären. Möglichst qualitätsvollen Wohnbau zu schaffen, ist eine sehr sinnstiftende Aufgabe und befriedigt das Grundbedürfnis der Menschen. Das ist bei einer Expo problematischer. Warum haben Sie dann trotzdem mitgemacht? Nach eingehender Überlegung haben wir uns entschieden, mitzumachen, weil die Expo eine Gelegenheit ist, viele Menschen Fotos: Kieran Fraser Landscape Design
  • 7. LIFE 7 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 LIFE aus unterschiedlichen Lebenswelten zu erreichen. Diese Gelegenheit bietet sich nur selten. Wir wollten einen Diskus- sionsbeitrag zu einem klimagerechten, ressourcenschonenden Umgang mit unserem Planeten leisten. Der Pavillon wird in den unterschiedlichsten Foren sehr stark wahrgenommen und diskutiert. Welchen Anteil haben Architekten oder die Architektur an der Gestaltung der Zukunft und welchen Anteil möchten Sie persönlich bzw. als querkraft daran haben? Wenn wir auf unsere Lebenszeit schauen, dann verbringen wir sie hauptsächlich in architektonisch gestalteten Außen- oder Innenräumen. Das heißt, dass wir Architekten einen enormen Einfluss auf den Menschen haben und in hohem Maß sein Lebensgefühl prägen. Auch wenn wir die finanziellen Aspekte heranziehen, wird deutlich, dass wir unser privates Vermögen zu einem Großteil für unseren Lebensraum ausgeben. Architektur hat also einen enormen Einfluss auf das Leben des Menschen. Mit unserer Arbeit wollen wir einen positiven Beitrag für die Lebens- qualität der Menschen liefern. Der Aspekt, dabei schonend mit den Ressourcen und unserer Umwelt umzugehen, wird immer wichtiger. Was kann man aus der Architektur über Menschen und die Gesellschaft herauslesen? Man kann die Machtverhältnisse einer Gesellschaft sehr gut ablesen. Banken-, Versicherungs- oder Telekom­ gebäude sind meist Glaspaläste. Im Vergleich zum sozialen Wohnbau, wo man für jedes bisschen Mehr an Fenster- fläche großen Einsatz zeigen muss. Daran sieht man ganz gut, wo das Geld verteilt ist und wo nicht. Aber ich bin dennoch immer positiv gestimmt und überzeugt, dass ein Paradigmenwechsel notwendig ist. Bereits vor 50 Jahren wurde grenzenloses Wachstum infrage gestellt. Ich meine, wir brauchen ein anderes ÜBER QUERKRAFT ARCHITEKTEN Einem poetischen Pragmatis- mus folgend, widmet sich das 1998 gegründete Architektur- büro Projekten und Prozessen, in deren Mittelpunkt stets der Mensch steht. Für die erfolg- reiche Zusammenarbeit des Teams aus rund 45 Mitar- beiterinnen und Mitarbeitern sprechen über 100 Projekte, Wettbewerbe und Bauten im In- und Ausland. Als Leitmotiv definiert querkraft „den Men- schen Raum geben“ und for- muliert damit das permanen- te Streben nach Großzügigkeit in der räumlichen Gestaltung sowie nach Freiheit zur Ent- faltung für die Nutzer, zur Schaffung emotional nach- haltiger Projekte. Wachstum als das wirtschaftliche. Es wird uns nichts anderes übrigbleiben, als unser Leben umzustellen. Das ist für mich aber kein negatives Szenario, ganz im Gegenteil, es wird einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten. Was würden Sie in Zukunft noch gerne kreieren? Ich würde mir wünschen, dass sich in unserer Gesellschaft der Gedanke etabliert, dass wir jetzt Grundlagen für spätere Generationen schaffen. Dass alle, die in einen Bauprozess involviert sind, sich dieser Verantwortung bewusst sind und demgemäß handeln und nicht den kurzfris- tigen Profit suchen. Das betrifft allerdings nicht nur das Bauen, sondern jeden Lebensbereich. Wenn wir so wirtschaften würden, dann würde sich die Welt zu einer besseren entwickeln. expo2020dubai.com querkraft.at Fotos: Kieran Fraser Landscape Design
  • 8. 8 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Foto: Atelier PMP, Goutal CONNECTING MINDS, CREATING FUTURE HELDER SUFFENPLAN ist unabhängiger Publizist und Creative Consultant aus Berlin. Schon seit seiner Kindheit hegt er eine besondere Leidenschaft für Parfums. Mit dem erfolgreichen Start von SCENTURY.com – dem ersten Online-Magazin für Perfume Storytelling – im Jahr 2013 wurde Helder zur anerkannten Persönlichkeit in der globalen Welt der Düfte. Er war Jurymitglied u. a. für The Art & Olfaction in Los Angeles oder dem Prix International du Parfumeur-Créateur, Paris. Als Autor verbindet er sein Lieblingsthema Parfum mit vielfältigen Bereichen wie zeitgenössische Kunst, Pop­ kultur, Literatur, Film und Geopolitik. Menschheit, Menschheitsfamilie, Welt­ - gemeinschaft – in Zeiten von Pandemie und Klimakrise beschreiben diese Worte keine schwärmerischen Utopien, sondern unsere Realität im 21. Jahrhundert. Denn tatsächlich kann keine der anstehenden existenziellen Menschheitsaufgaben von einer Nation oder einem Kulturkreis allein gemeistert werden. Paradoxerweise scheint jedoch derzeit das Trennende zu wachsen: Wertegemein- schaften wie „der Westen“ erodieren und Gesellschaften zerbröseln in unzählige, sich oft feindselig gegenüberstehende Lebens- wirklichkeiten. Die Spezies Mensch tut sich schwer, die Kämpfe zwischen Nationen, Religionen und Kulturen einzustellen, um zusammen das gemeinsame brennende Haus zu löschen. Dabei hängt das Weiter- bestehen der Menschheit davon ab, ob der Bewusstseinssprung in eine globale Identität stattfindet. Wie kann das Gemeinsame besser erlebbar gemacht werden? Können die Dinge unseres täglichen Lebens, kann etwas scheinbar Oberflächliches und Banales wie Parfum einen Beitrag dazu leisten? united scentury.com Wie so oft wächst in der Not auch das Rettende oder zumindest die Hoffnung darauf. Denn neben der Globalisierung der Probleme erleben wir ja auch eine nie dagewesene Vernetzung, ein Zusammen­ rücken zum globalen Dorf. Interessanter- weise gab es bereits vor Internet, Satelliten und Containerschifffahrt Bereiche, in denen der Planet Erde globalisiert war. Die Welt der Ideen beispielsweise – also Philosophie, Religion und Wissenschaft – erstreckte sich stets über Zeiten und Reiche hinweg. Was eine Kultur zum ersten Mal dachte, wurde oft auch von ihren Feinden übernommen, zum Beispiel in der Mathe- matik, die das Abendland in maßgeblichen Teilen der arabischen Kultur verdankt. Auch die Kunst hat sich um Grenzen selten geschert. In Europa verneigte sich der Japonismus vor der Ästhetik des fernen Kaiserreichs, umgekehrt nahm das zuvor isolierte Land der aufgehenden Sonne Ende des 19. Jahrhunderts begierig Anregungen westlicher Künste auf. Ähnliches gilt für die Faszination des Orients: Im 18. Jahrhundert verfiel nicht nur das kurz zuvor noch von den Osmanen belagerte Wien der sogenannten Türkenmode, auch Madame de Pompadour in Versailles gefiel sich alla turca in Turban und Kaftan. Im 20. Jahrhundert. dann ließen sich Kubisten und Expressionisten von Ausdrucksstärke und Aura afrikanischer und ozeanischer Skulpturen inspirieren. Global von Anfang an war auch die Welt der Luxusgüter. Funde belegen, dass schon zur Stein- und Bronzezeit Menschen über große Entfernungen hinweg Handel trieben, um die Lust auf schöne Dinge aus Bernstein, Schildpatt oder Perlmutt zu stillen. Oder auch, um ihren erlesenen Appetit zu befriedigen: Der Gewürzhandel war ebenso wie der Seidenhandel verant- wortlich für Kontinente umspannende Handelsrouten und zahllose Begegnungen zwischen Individuen unterschiedlichster Herkunft. Gewürze waren so wertvoll, dass neue, kürzere Handelswege gesucht und gefunden wurden, die wiederum die verschiedenen Erdteile näher zueinander rückten. Und im Gepäck der Händler reiste auch das Luxusgut Duft. Indien lieferte kostbares Oudh nach Japan und Arabien. Nelken, Safran, Pfeffer und Piment verschafften wohlhabenden Europäern nicht nur neue Geschmacks-, sondern auch Dufterlebnisse. Die klassische Parfumerie, die sich im 19. Jahrhundert entwickelte, kam von Anfang an nicht ohne Zutaten aus sprich- wörtlich aller Herren Länder aus: Sandel- holz aus Indien, Zibet aus Äthiopien, Rosen aus Bulgarien, Moschus aus Zentralasien. Dass der Waren- und Kulturaustausch oft nicht auf Augenhöhe stattfand und in vielen Fällen mit Ausbeutung, Gewalt, Plünderung und menschlichem Leid ein- herging, wird uns durch die Diskussionen rund um Cultural Appropriation immer deutlicher bewusst. Hier sind noch viel Aufarbeitung, Anerkennung und Wieder- gutmachung zu leisten. Gleichzeitig ermöglichte das „Anpro­ bieren“ nicht nur fremder Kleidungformen, sondern auch von Klängen, Aromen oder Düften, eine Horizonterweiterung: Der zunächst vielleicht gewöhnungsbedürftige Geschmack eines Gewürzes, der andere Künstlerblick auf Mensch und Natur, der Zauber eines unbekannten schimmernden Materials ließen erahnen, dass außerhalb der eng gesteckten Grenzen und Vorstellungen des eigenen Umfelds auch ein ganz anderes Leben, Denken und Fühlen möglich waren. Idealerweise entstand so eine Wertschätzung des Andersartigen als etwas Kostbares und Bereicherndes. Ein wunderbares Beispiel, wie Duft auf einer tiefen Ebene Verbindung zwischen Menschen, unterschiedlicher, vermeintlich unvereinbarer Kulturen schaffen kann, ist der Weihrauch. Er fand seinen Weg aus Äthiopien oder Eritrea nicht nur nach Europa, sondern wurde für Ägypter, Römer, Hinduisten, Buddhisten, Christen und auch Muslime gleichermaßen zum Symbol des Erhabenen und Göttlichen und sein leicht berauschender Duft schuf als Teil religiöser Rituale den olfaktorischen Rahmen für spirituelle Erlebnisse. Was für eine überwältigende Vorstellung, dass zur selben Zeit in einem hinduisti- schen Tempel am Ganges, einer gotischen Kirche der Île-de-France, einem Shintō- Schrein in Osaka und einer Moschee im Oman Menschen meditieren, beten, feiern, während aus kostbaren Gefäßen der Duft des Weihrauchs emporsteigt und eine Verbindung schafft zu einer gemeinsamen allumfassenden Wirklichkeit, jenseits geografischer, politischer oder religiöser Unterscheidungen. Wer diesen Weltgeist auf seiner eigenen Haut erleben möchte, dem empfehle ich das meditative Encens Flamboyant von Goutal, das uns mit Weihrauch, Balsamt- anne, Salbei und roten Beeren in einen endlosen stillen Nadelwald transportiert. Das elegante Cardinal von James Heeley wiederum, verwebt Weihrauch mit Zistus, Mhyrre und dem Duft weißen Leinens und erzeugt so eine Anmutung von Leichtigkeit und Reinheit. Wer es etwas minimalistischer und im besten Sinne sperriger mag, dem weht 05 Incense Extrême des Schweizer Parfumeurs Andy Tauer den rauen Wüstenwind ins Haus. we scent!
  • 9. 9 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Foto: Anna Shtraus SIE EROBERN VON DUBAI AUS DIE INTER- NATIONALE KUNSTWELT. IHR PORTFOLIO REICHT VON ZEITGENÖSSISCHEN KÜNSTLERN AUS ÖSTERREICH ÜBER ABU DHABI BIS HIN ZUM IRAN: DIE REDE IST VOM EHEPAAR KOUROSH NOURI UND NADINE KNOTZER MIT IHRER GALERIE CARBON 12. THE STYLEMATE HAT MIT DEN BEIDEN ÜBER DIE ZUKUNFT DER KUNST UND DIE EXPO GESPROCHEN UND DABEI AUCH GLEICH EIN PAAR DUBAI-INSIDER-TIPPS AUS ERSTER HAND ERHALTEN. K U N S T MIT ZUKUNFT Amir Khojasteh - Try To Catch The Moon, Painting, Sculpture, solo exhibition
  • 10. 10 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Wenn Sie neue Künstler aufbauen, wie weit in die Zukunft blicken Sie dann? Nadine Knotzer: 15 bis 30 Jahre müssen wir schon in die Zukunft schauen. Welche Zukunftszenarien sehen Sie aktuell für Ihren neuesten Zugang Anthony Akinbola? Kourosh Nouri: Die Zukunft für Anthony ist spannend. Er hatte im letzten Jahr tolle Ausstellungen, viel Aufmerksamkeit von tollen Kuratoren, Sammlern und Galerien aus der ganzen Welt. Am wichtigsten aber ist: Er ist mehr als motiviert, Kunst zu produzieren und zu zeigen. Drei Dinge, die Sie sich für die Zukunft Ihrer Künstler wünschen? Nadine Knotzer: Kontinuierliche, echte Praxis mit ständigem Fortschritt, die verdiente kuratorische Aufmerksamkeit, „epic shows“. Wie ist es um die Digitalisierung der Branche bestellt und wie stehen Sie dazu? Kourosh Nouri: Die Kunstwelt ist vielen Branchen voraus in Sachen Digitalisierung. Auch seit der Pandemie haben Galerien es geschafft, tolle Sachen online zu entwickeln. Carbon 12 war online schon immer sehr aktiv. Pandemiebedingt haben wir zusätzlich eine Serie an Online-Shows, Video-Ausstellungen und virtuellen Talks gestartet. Was assoziieren Sie persönlich mit der Expo und gibt es etwas, worauf Sie sich besonders freuen? Nadine Knotzer: Wenn wir an die Expo denken, dann an viele Besucher aus der ganzen Welt. Wobei sich das bei dieser Edition leider eher im Rahmen halten wird aufgrund von Covid. Wir freuen uns natürlich, mitten im Geschehen zu sein und alle tollen Architekturen der Pavillons zu entdecken. Wie lässt sich das Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ aktuell auf die Kunstwelt umlegen? Kourosh Nouri: Der Titel sagt genau das aus, was die Kunstwelt schon immer macht. Wir „connecten“ mit den Ausstel- lungen, Publikationen, Kunstmessen und vielem mehr. Unsere Künstler gestalten die Zukunft mit. Welche Ausstellung werden Sie zum Zeitpunkt der Expo zeigen? Nadine Knotzer: Wir werden eine Spezial-Ausstellung in Kollaboration mit dem Pavillon zeigen, kuratiert von Marianne Dobner. Mit den Künstlern, Monika Grabuschnigg, Elisabeth Wild, James Lewis und Laurence Strula. Wie unterscheidet sich ein Sammler aus Dubai von jenen vom Rest der Welt? Kourosh Nouri: Ganz interessant ist, dass die Sammler in den Vereinigten Arabischen Emiraten alle sehr jung sind. Das macht die Sammlungen dynamisch und spannend. Warum haben Sie sich für Dubai als Standort entschieden? NADINE KNOTZER: Es hat sich damals einfach richtig angefühlt: „It was the place, the time, and the opportunity!“ Auch die Gegend, in der unsere Galerie liegt, hat in den letzten Jahren eine tolle Wandlung durchlaufen und einen großen Hype erlebt. Wobei man das eigentlich für die ganze Stadt sagen kann. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Künstler aus? Kourosh Nouri: Um es so einfach wie möglich zu machen, würde ich sagen, nach der echten und authentischen, zeitgenössi- schen Praxis, der Professionalität und der Komplementarität des Programms. Genau wie unsere Sammler wollen wir unseren Beruf weiterhin mit Leidenschaft ausüben und jede Sekunde davon auf höchstem, professionellem Niveau genießen. Deshalb schauen und überlegen wir sehr gründlich, bevor wir einen neuen Künstler im Programm aufnehmen. Ihre Galerie gibt es inzwischen seit 13 Jahren. Was sind die markantesten Veränderungen, die der Kunstmarkt seitdem durchlaufen hat? KOUROSH NOURI: Technologisch haben wir uns sehr weiterentwickelt, viele Sammler sind sehr schnell sehr „digital“ geworden, was unserer Meinung nach kurz- und mittelfristig keine gute Idee für die Kunst war. Gleichzeitig hat diese einfache Möglichkeit, immer bessere Bilder und Videos machen zu können, etwas von dem inhärenten Wert der Kunst „gestohlen“. Wir haben das Gefühl, dass die persönliche Wertschätzung, in einem positiven Rahmen und Kontext eingebettet zu sein, ein bisschen verloren gegangen ist. Covid hat die Dinge auf eine gute Art und Weise durcheinandergebracht. Jetzt in eine Galerie zu gehen, um eine Ausstellung zu sehen, wird zu einem Akt von Tapfer- keit und Mut, sozialer Verantwortung gegenüber den ausgewählten Galerien und Künstlern. Wir hoffen, das bleibt so. carbon12.art Sarah Almehairi, Summer Temple, 2021. Paper on book board, 21 x 14.8 cm Gil Heitor Cortesāo, Folding Hall, 2021. Oil on plexiglas, Diptych, 130 x 190 cm Philip Mueller, Hamam Headquarter Plaka, 2021. Oil on paper, 70 x 50 cm
  • 11. 11 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 LIFE K O U R O S H N O U R I & N A D I N E K N O T Z E R EIN GUIDE FÜR DUBAI VON DIE 3 LIEBLINGSRESTAURANTS MOONRISE ICH BIN BEGEISTERT VON DER NEUEN RESTAURANTERÖFFNUNG DES JUNGEN SYRISCH-FRANZÖSISCHEN KOCHS SOLEMANN HADDAD NAMENS „MOONRISE“. ER UND SEINE PARTNERIN MISBAH CHOWDHURY SIND BEI FEINSCHMECKERN FÜR DIE BESTEN POP -UPS DER STADT BEKANN T, IN WENIGEN WOCHEN ERÖFFNET ENDLICH IHR EIGENES LOKAL. „MOONRISE“ WIRD MIT ABSTAND DAS BESTE RESTAURANT DER STADT WERDEN. HAPI „HAPI“, EIN UNKOMPLIZIERTES, KLEINES RESTAURANT IM PARK IN JUMEIRAH, IN DEM MIT DEN ALLERBESTEN PRODUKTEN GEKOCHT WIRD. EIN SUPER SPOT ZUM BRUNCHEN! SALLET AL SAYED E I N PA L Ä S T I N E N S I S C H E S F I S C H - RESTAURAN T I N KARAMA . H I E R GI BT ES DI E BEST EN GARN EL EN I N DER STADT! DIE BESTEN COCKTAILS GIBT ES ... WIR WÜRDEN SAGEN, DEN BESTEN MARTINI GIBT ES BEI „THE MAINE“. SO VERBRINGE ICH EINEN TAG AM STRAND ... WENN MAN IN DUBAI LEBT, GEHT MAN EINFACH AM WOCHENENDE ZUM KITE BEACH, EIN ÖFFENTLICHER STRAND IN JUMEIRAH. WENN ICH MAL EINEN LUXUS-STRANDTAG HABEN MÖCHTE, DANN IST DER BULGARI BEACH EINER DER BESTEN – SCHÖN RUHIG UND TOLLES ESSEN. DIE BESTE WELLNESS-OASE? SPAS GIBT ES WIE SAND AM MEER. DAS RITZ CARL­ TON IST EIN ABSOLUTER HOT SPOT FÜR MASSAGEN. FÜR NÄGEL UND HAARE EMPFIEHLT SICH DER CHALK SALON. HIER TRIFFT SICH DIE KREATIV-SZENE ... IN DER ALSERKAL AVENUE, WO AUCH UNSERE GALERIE LIEGT. DA GIBT ES AUCH DIE MEISTEN CO-WORKING- SPACES, WO VIELE JUNGEN KREATIVE, DIE IN DER STADT LEBEN, ARBEITEN. MEIN OUTFIT FÜR DIE NÄCHSTE VERNISSAGE KAUFE ICH ... ICH VERFOLGE SEHR INTEN­ SIV, WAS KLEINE MODE-LABELS IN DER REGION MACHEN. SHABAB IST MEIN LIEBLINGS-STREET­ WEAR-LABEL. DIE SHIRTS KANN MAN AUCH GUT ZUM VERNIS­SAGEN-OUTFIT KOMBI­NIEREN. ETWAS, DAS MAN NUR IN DUBAI FINDET ... „3FILS“, EINER DER BESTEN FUSION- JAPANER AN EINEM KLEINEN HAFEN IN JUMEIRAH. Fotos: Carbon 12 „DUBAI IST JUNG, ABER AUTHENTISCH. AN JEDER ECKE GIBT ES EINE MISCHUNG AUS ALTEM DUBAI UND NEUEM DUBAI.“
  • 12. 12 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 DAS „RED SEA PROJECT“ IST EINES DER EHRGEIZIGSTEN REGENERATIVEN PROJEKTE DER WELT. AN DER WESTKÜSTE SAUDI-ARABIENS WIRD SICH AB 2023 EINE NEUE ART VON „BAREFOOT LUXURY“ ÜBER 28.000 QUADRAT- KILOMETER ERSTRECKEN – MIT EINEM ARCHIPEL VON MEHR ALS 90 UNBERÜHRTEN NATURINSELN SOWIE INAKTIVEN VULKANEN, WÜSTEN, BERGEN UND KULTURELLEN STÄTTEN. die zukunft Foto: The Red Sea Development Company
  • 13. 13 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Mehr Informationen über das Projekt findet man auf theredsea.sa LIFE des Das ist nicht nichts. Die Insel Shurayrah ist dabei die Drehscheibe des Red Sea Projects und beherbergt allein elf Hotels. Dafür wurde das renommierte Architektur­ büro Foster + Partner gewonnen, das mit dem Konzept „Coral Bloom“ ein aufregendes Resort entworfen hat, welches zukünftig von internationalen Hotelketten betrieben wird. Inspiriert vom natürlichen Zustand der Insel, sollen die Hotels den Eindruck erwecken, als seien sie an die Strände gespült worden und hätten sich nun, ein­ gebettet in den Dünen, wie Treib- holz niedergelassen. Dafür kommen leichte Materialien mit geringer thermischer Masse zum Einsatz, die energieeffizient verbaut werden, um möglichst wenig Auswirkungen auf die Umwelt zu gewähr- leisten. Denn auch inhaltlich hat man sich viel vorgenommen. „ZERO“-POLITIK UND HÖCHSTE NACHHALTIGKEITSSTANDARDS Das Ziel ist es, die Destination nach höchsten Nachhaltigkeitsstandards zu entwickeln und auch nach Fertigstellung danach zu leben. So nimmt man sich ab Fertigstellung vor, eine „Zero“-Politik zu verfolgen. Das bedeutet: keine Einweg- kunststoffe, kein Abfall auf Deponien und keine Entsorgung ins Meer. Während des Bauens trägt man mit Off-Site-Fertigungs- methoden dazu bei, Abfall zu reduzieren und die menschlichen Auswirkungen der Bautätigkeiten vor Ort, wie Lärm und Störungen durch Fahrzeugbewegungen, zu verringern. In der gesamten Destination wird innovativer „grüner Beton“ verwendet, um die Umweltbelastung drastisch zu reduzieren. Dieser Grünbeton besteht aus recycelten Abfallmaterialien. Die Kompos- tieranlage, wandelt organische Abfälle in Kompost um, der für die Grünflächen des Projekts und in der Baumschule verwendet werden kann. Müllverbrennungs­ anlagen werden nicht wiederver­ wert­ baren Abfällen verarbeiten und die anfallende Asche wird mit Zement zur Herstellung von Ziegeln vermischt. Das Red Sea Project ist das erste Projekt im Nahen Osten, das die erste Stufe der LEED-Platin-Zertifizierung erhalten hat, ein international anerkanntes Bewertungssystem und Zertifizierungs­ programm für städtische Nachhaltigkeit. HEIMAT EINER FÜLLE VON FLORA UND FAUNA Seltene Arten wie Dugongs, Wildkatzen und vom Aussterben bedrohte Grün- und Karettschildkröten, eines der größten Riffsysteme der Welt und auch Kulturer­ bestätten werden Teil dieses aufsehener­ regenden Projektes sein. Die Besucher erwartet außerdem ein ganzjährig gemäßigtes Klima mit einer Durchschnitts­ temperatur von 25 Grad, eine strategisch interessante Lage – und ein exquisites Refugium, das Erlebnisse bietet, die einen verwöhnen und die an die einzigartigen Bedürfnisse jedes Besuchers angepasst sind. Wir sind gespannt! MAN HAT SICH VIEL VORGENOMMEN AN DER WESTKÜSTE VON SAUDI-ARABIEN. ALLEIN DIE ANZAHL DER OBJEKTE UND ATTRAKTIONEN, DIE MAN AB 2023 – DANN IST PROJEKTPHASE 1 ABGESCHLOSSEN, 2030 ENDET DANN DIE ZWEITE PHASE – BESUCHEN KANN, IST EINDRUCKSVOLL. EIN INTERNATIONALER UMWELTFREUNDLICHER FLUGHAFEN, 16 HOTELS, YACHTHÄFEN, FREIZEIT- UND LIFESTYLE-ANNEHMLICHKEITEN, EIN 18-LOCH-MEISTERSCHAFTSGOLFPLATZ, SOWIE LUFT- UND SEEVERKEHRSZENTREN WERDEN IN BESAGTER PHASE 1 ERRICHTET. MIT 2030 WIRD ES 50 RESORTS GEBEN, DIE AN DIE 8.000 HOTELZIMMER ANBIETEN, UND ÜBER 1.000 WOHNIMMOBILIEN AUF 22 INSELN. tourismus
  • 14. 14 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Foto: Dirk Skiba LIFE FRANZOBEL ist ein österreichischer Schriftsteller. Er veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Prosa und Lyrik. Seine Theaterstücke wurden unter anderem in Mexiko, Argentinien, Chile, Dänemark, Frankreich, Polen, Rumänien, der Ukraine, Italien, Russland und den USA gezeigt. Sein großer historischer Abenteuerroman „Das Floß der Medusa“ (Zsolnay-Verlag) wurde mit dem Bayerischen Buchpreis 2017 ausgezeichnet und stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2017. F RA N Z O B E L Wir erleben eine Zeit des Wandels, eine Zeit technologischer Revolution. Ich meine nicht die Umstellung auf alternative Energien und nicht die Möglichkeiten der Gentechnik, sondern das Internet. Plötzlich kann man mit Menschen in Papua-Neuguinea oder der Antark- tis kommunizieren. Noch vor dreißig Jahren kostete ein Telefonat dorthin ein Vermögen, waren Briefe eine Ewigkeit unterwegs. Nun können wir uns über das Wetter in Osttimor informieren, eine virtuelle Ausstellung in Ushuaia besuchen oder in der Speisekarte beim Lieblingschinesen in Guangzhou gustieren. Es ist nicht mehr die Frage, was man wissen kann, sondern was man wissen will. Die Welt ist zusammengerückt, das Internet hat die Erde zu einem Dorf gemacht. Und wie reagiert die Menschheit? Lassen Sie uns kurz in eine andere Zeit großer Umbrüche abschweifen – indas 16. Jahrhundert. Damals gab es die kopernikanische Wende, nicht mehr die Erde stand im Mittelpunkt, sondern die Sonne. Martin Luther reformierte das Christentum, Amerika wurde entdeckt, die Wissenschaft löste sich aus den Fängen der Kirche, Alchemie wurde zu Chemie, Astrologie zu Astronomie. Aus dem jenseitsorientierten Gemeinwesen entstand das bürgerliche Individuum mit Privatbesitz, Biografie und Kindheit, weshalb Diebstahl und Kinds­ tötung streng bestraft wurden. Und wie reagierte die Gesellschaft? Mit einer Gegenreaktion! Man klammerte sich an die alten Werte, es kam zur Bildung eines Dachverbandes aller Bücherverbrenner, Pyromanen und Scheiterhaufen-Befürworter – der Spanischen Inquisition. Ähnliches geschieht gegenwärtig in religiös dominierten Ländern. Aber auch in der westlichen Zivilisation hat das Weltdorf Folgen: Patriotismen, Nationalismen, geistige Verdörflichung. Durch das Internet rückt die Welt zusammen, aber die Menschen klammern sich an Grenzen und Distanzen. Dabei ist das World Wide Web gar nicht so neu, auch Bäume oder Pilze kommunizieren, und immer wieder hört man von Leuten, die spüren, wenn ihre weit entfernten Angehörigen Hilfe brauchen. Auf der Erde können wir uns jetzt auch ohne Telepathie mit allen unterhalten, aber wie ist es mit Außerirdischen? Manche meinen, der Kosmos sei ein Bewusstsein aus der Summe aller Gedanken. Wahrscheinlich existieren alleine in unserer Milchstraße zehntausend andere Zivilisationen. Die Frage ist nur, wo sind sie? Es gibt im Weltall Milliarden Galaxien und mehr Sterne als Sandkörner auf der Erde. Der Mensch ist, gemessen an den Dimensionen in Raum und Zeit, unbedeutend, trotzdem hat sein Gehirn eine Meisterschaft erlangt. Stellen wir uns die Geschichte unserer Erde als Strecke vor, können wir den Planeten einmal umrunden, ohne auf ein Lebewesen zu treffen. Bei der zweiten Umrundung begegnen wir Einzellern, die uns bis ins Mittelmeer begleiten. Wenn wir dann die Donau hinauffahren, gibt es erst in Rumänien Dinosaurier. Der Mensch taucht knapp vor Wien auf. An der einen Seite der Praterbrücke erfindet er die Schrift, und auf der anderen stehen wir gerade. Unser Fortschritt verläuft sagenhaft schnell. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es Fräuleins vom Amt, die jeden Telefonanruf verbanden, heute kommunizieren wir mit wem wir wollen – in unserem urbanen Dorf. Der Weg ins Weltall ist durch technische Begrenztheit verwehrt, aber auch diese Probleme werden wir überwinden. Gut möglich, dass Menschen bald über den Tellerrand der Milchstraße hinaussehen und sich mit anderen Zivilisationen austauschen – und sei es nur für einen interplanetarischen Songcontest. Das mag utopisch klingen, aber einmal gedacht, ist alles möglich. Dann ist nicht mehr die Erde das Dorf, sondern der Kosmos, weil Dorf ist überall. dorf ist überall „Manche meinen, der Kosmos sei ein Bewusstsein aus der Summe aller Gedanken.“
  • 15. Die schönen Farben des Herbstes und das einbrechende Licht des Nordens – das sind, unter anderem, die beruhigenden Zutaten des Treehotels in Schweden, ca. eine Stunde von Luleå entfernt. Weit weg vom Stress und den vielen Anforderungen des Alltags kann man sich abenteuerlich zurückziehen. In sieben abgelegenen und einzigartigen „Baumhäusern“ findet man Komfort, modernes Design, Natur, spektakuläre Ausblicke und ein Leben nach ökologischen Werten. Ob im „Bird’s nest“, „The Mirrorcube“, „The Ufo“ oder „Dragonfly“ – hier kann jeder seinen persönlichen Rückzugsort finden und die eigene Fantasie wieder zu Höchstleistungen anspornen. Kulinarisch verwöhnt wird man im Restaurant, wo die Produkte aus der Umgebung zu wahrlich aufregenden Gerichten verarbeitet werden, die für den Gaumen und das Auge eine Wohltat sind. L I F E S T Y L E HO T E L S LIFESTYLEHOTELS.NET T R E E H O T E L S C H W E D E N / L A P P L A N D Selection 03 | 2021 lifestylehotels.net/treehotel Foto: Johan Jansson TREEHOTEL – NATUR UND FANTASIE
  • 16. LH 02 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 ALPENHOTEL KITZBÜHEL ****S Am 10. Dezember ist es so weit: Das Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee eröffnet offiziell im neuen Look. grand opening Fotos: Alpenhotel Kitzbühel Urlaub am See, ein bisschen wie früher, nur eben anders. Moderner. Exklusiver. Und mit mehr Verwöhnprogramm: gefühlt und optisch. Das erwartet uns im Alpenhotel Kitzbühel am naturnahen Moorsee unweit des legendären Skicircus. Eine Handvoll der neuen Suiten gibt es schon seit Kurzem exklusiv zu buchen, das Gesamtprojekt wartet jedoch noch auf seine offizielle Eröffnung. Sie steht Anfang Dezember 2021 am Programm, zu Beginn der Wintersaison in einem der mondänsten Wintersportorte Österreichs – der perfekte Startpunkt für noch nie dagewesene Urlaubserlebnisse am Ufer des idyllischen Schwarzsees.
  • 17. LH 03 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 eine Runde im Infinity-Pool und die abschließende Tiefenentspannung im stillen Traumraum runden das Erlebnis im 1.000 Quadrat­ meter großen Wellness­ bereich ab. DAS ALPENHOTEL KITZBÜHEL LÄDT EIN Solch ein umfassender Neubau macht neugierig und Worte können nur einen Teil des neuen Urlaubsfeelings im Alpen- hotel Kitzbühel am Schwarzsee einfangen. Daher lädt das Haus ab Anfang Dezember 2021 zum Kennenlernen ein. Schon ab 659 Euro pro Person verbringt man vier Nächte im neuen Haus und erhält nach Verfügbarkeit sogar ein Upgrade in die nächsthöhere Zimmerkategorie. Frühstück, Nachmittagsjause, 5-gängiges Menü abends, belebendes Granderwasser rund um die Uhr, Wellnessbereich, Bademantel, freier Seezugang, Shuttle- Services, WLAN, E-Ladestationen und vieles mehr sind selbstverständlich inklusive. Bei jedem Besuch. einfügt. „Das unbehandelte Lärchenholz an den neuen Fassaden nähert sich durch Bewitterung in seiner Farbe immer mehr der Farbe des Waldes an“, erklärt uns Architekt Sebastian Mitterer vom Team der Firn Architekten. „Die Gebäude altern in Würde und werden immer mehr Teil der natürlichen Umgebung.“ DAS HAUS AM STEG Ganz vorne am Seeufer liegt Das Steghaus, in dem nicht nur einzigartige Zimmern und Suiten mit Seeblick, sondern auch ein À-la-carte-Restaurant auf uns warten. Den roten Faden des naturbelassenen Rohstoffs Holz erkennt man auch hier. Er unterstreicht Sommer wie Winter das entspannte Stegfeeling auf der Sonnen­ terrasse und im Loungebereich. Dazu gesellen sich warme Bronzetönen, die innen wie außen ein stilvolles Ambiente schaffen. Optisch verbunden wurde Das Steghaus mit der Seesauna, die während des wohltuenden Schwitzens via Glasfronten den Blick auf den Schwarzsee freilegt. Die Weite, verbunden mit der Wärme, löst wieder ein Gefühl in uns aus. Wir fühlen uns ruhig und geerdet. Ein Moment der Erholung im Raum Seebrise, Fotos: Alpenhotel Kitzbühel ALPENHOTEL, DAS STEGHAUS UND LAKESIDE LODGES Bereits bei der Ankunft im neuen Alpen­ hotel stellt sich ein ganz bestimmtes Gefühl ein. Ein Gefühl des Ankommens. Und des Wohlfühlens. Überall begegnet uns der Baustoff Holz im schlichten Design. Er ist Auslöser eines weiteren Gefühls, das uns nach dem Einchecken überkommt. Eines Gefühls von Exklusivität und Gemütlichkeit. Die moderne Eleganz, die das Haupthaus nach dem Umbau ausstrahlt, setzt sich in den Zimmern und Suiten fort. Neu dazugekommen sind nun zwei weitere Dependancen gleich nebenan: Das Steghaus und die Lakeside Lodges mit teils eigenem Garten und Zugang zum wunderschönen Naturbadesee, den man bei jeder Jahreszeit mindestens einmal zu Fuß umrunden sollte. Denn nur auf der anderen Seite des Sees hat man einen herrlichen Panoramablick auf das Alpenhotel und stellt fest, wie harmonisch sich die neue Architektur in die Landschaft Ö S T E R R E I C H T I RO L / K I T Z B Ü H E L Moderner Lifestyle mit alpinem Charakter Naturnahe Architektur Book online lifestylehotels.net/ alpenhotel-kitzbuehel 80 Zimmer und Suiten
  • 18. LH 04 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: The Secret Sölden Der legendäre Wintersportort ist bald um ein Geheimnis reicher: Im Dezember 2021 eröffnet hier THE SECRET, ein weltoffenes Haus, das mit seiner einmaligen Lage spannende Kontraste schafft. LA’LIV – DAS HERZSTÜCK DES HAUSES Das Erste, das uns beim Betreten ins Auge sticht, ist das goldene Entrée, das uns direkt in die Lobby führt. Diese geht nahtlos in eine Art Wohnzimmer und das Restaurant des Hauses über. Zusammen machen sie das Herzstück von THE SECRET aus, das den klingenden Namen LA’LIV trägt. Hier schlemmen die Gäste morgens am Frühstücksbuffet und genießen abends französisch-alpine Fusionsküche – ganz ohne Dogmen oder starre Menüfolgen. Wer gerne im „Family Style“ speist, der lässt sich die Gerichte am großen Tisch zum Teilen servieren, und wem mehr nach romantischem Dinner zumute ist, der zieht sich an einen kleineren Tisch zurück und lässt sich kulinarisch nach allen Regeln der (Koch-) Kunst verwöhnen. THE VUE – DIE FIRST LADY DER BARSZENE Den After-Dinner-Drink (oder mehrere davon) genießt man in der eindrucksvollen Skybar THE VUE. Ihre teilweise verglaste Decke lässt auf den Nachthimmel und seine funkelnden Begleiter blicken, untermalt von modernen Videoinstallationen und subtilen Lichteffekten. Das elegante Interieur macht die Bar zu einer Location, die im legendären Skiort Sölden ihresgleichen sucht. Hier trifft Bartender-Kunst auf Extravag- anz, die Platz für Gemütlichkeit lässt. Alles neu macht im THE SECRET Sölden nicht der Mai, sondern der Dezember, genauer gesagt Dezember 2021. Dann eröffnet nämlich das Haus nach seinem Um- und Ausbau erstmals wieder seine Türen und überrascht mit so manchem bisher gut gehüteten Geheimnis. Das Motto sei schon mal verraten: „A Cosmopolitan Experience“. Und diese wird uns kurz vor dem Gletscher am Talschluss des Tiroler Ötztals geboten. Das erzeugt Gegensätze, die dennoch wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passen: Es ist der Kontrast zwischen der naturbelassenen Bergland- schaft und der kosmopolitischen Atmo- sphäre im Hotel und Weltcup-Hotspot, der im THE SECRET aus jedem Sölden-Urlaub ein unver­ gessliches Erlebnis macht. das geheimnis von sölden THE SECRET SÖLDEN Innovatives Hotelkonzept Eröffnung im Dezember 2021 Book online lifestylehotels.net/ the-secret-soelden Ö S T E R R E I C H T I RO L / S Ö L D E N 21 Signature Apartments 23 Alpin-Chic Apartments Perfekt für einen geistreichen Abend in geselliger Runde oder einen Cocktail an der Bar vor dem Zubettgehen. Es ist nach der Eröffnung wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch andere in Sölden auf dieses neue Juwel im Ortskern aufmerksam werden. Und auch sie sind herzlichen willkommen. LE FEEL – DAS SPA An manchen Tagen und Abenden ist uns nicht nach Geselligkeit. Dann genießt man die Ruhe im großzügigen Apartment oder besucht das Spa namens LE FEEL. Es ist der ideale Ort, um zu sich selbst zu finden, ein Rückzugsort, an dem man in der Saunawelt mit Blick auf die Berge Söldens schwitzt, während die Gedanken langsam aber stetig zur Ruhe finden. Entschleunigung ist das Zauberwort und Wärme die Medizin. Im Infinity-Pools schweben wir dann im siebten Himmel und tauchen ab, um neue Kraft zu tanken. Im neuen THE SECRET Sölden ist für jeden etwas dabei – Cosmopolitan Experience inmitten der Alpen inklusive. NEW MEMBER
  • 19. LH 05 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 NIDUM CASUAL LUXURY HOTEL Der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst zum Farbenspiel lädt und den Winter nackt durchschreitet, spielt im NIDUM Hotel eine tragende Rolle – innen wie außen. CASUAL, WOW & AWESOME In den 57 Zimmern des NIDUM Hotels bekommt die rustikal anmutende Zeichnung der Lärche moderne Gesell- schaft. Den weichen Boxspringbetten im schlichten Design kann kaum jemand widerstehen, genauso wenig wie dem Blick durch große Glasfronten über die Bergwelt auf über 1.200 m Seehöhe. In dem Moment wird schnell klar, warum die Zimmer so klingende Namen wie Casual, Wow und Awesome tragen. Was wir nicht sehen, ist die Magie, die das Lärchenholz überall im Haus freisetzt. Immerhin sollen die in ihm enthaltenen Pflanzenstoffen den Blutdruck senken und antioxidativ wirken. Ob wir im NIDUM Hotel deshalb so ruhig und gelassen durch den Tag gehen? Oder liegt es an der reduzierten Optik mit ihren sanften Naturtönen? Was es auch ist, es sieht schön aus. Und es wirkt. wenn lärchen leuchten IMMER IM FLOW Genau diese ruhestiftende und naturnahe Atmosphäre möchte Hotelchef Max Pinzger in seinem slichtdurchfluteten Haus am Waldrand erhalten und pflegen: „Viele unserer Gäste üben sich bei uns im Still- sitzen. Sie wollen zur Ruhe kommen. Uns selbst fiel das während des Zwangs- winterschlafs 2020 zunehmend schwer. Also haben wir Konzepte überdacht und gänzlich neu gedacht, um unsere Gäste nach dem Lockdown mit neuen Highlights zu überraschen“, erzählt er. Dekorations­ objekte erhielten designstarken Zuwachs und die Terrasse im Spabereich wurde zu einem Wohlfühlort mit weichen Liegen, Himmelbetten und edlen Premiumdecken. Warm eingekuschelt blicken wir von hier aus in den mystischen Nebel, der im Herbst über die Berge Tirols hinwegzieht, lassen den Schnee im Tiroler Winter vor unseren Augen glitzern und genießen den einzigartigen Ausblick auf das Inntal am Fuß der Berge. Es ist die Kombination aus zeitloser Architektur, Luxus und Gemütlichkeit, die uns immer wieder an diesen Kraftort zieht, an dem wir zu jeder Jahreszeit genau das finden, was unser Urlauberherz begehrt. Fotos: Tiberio Sorvillo Ö S T E R R E I C H T I RO L / M Ö S E R N 57 Zimmer OLYMPIAREGION SEEFELD 1.500 m2 Wellnessbereich Book online lifestylehotels.net/ nidum-hotel/ Das satte Goldgelb der alpinen Herbstland- schaft verdanken wir zu einem großen Teil der Lärche. Sie wird bis zu 40 Meter hoch und schützt uns mit ihren tiefen Wurzeln an steilen Hängen vor Lawine und Berg­ rutsch. So wundert es nicht, dass ihr Holz auch aus der modernen Architektur nicht mehr wegzudenken ist. Natürlich, robust und ausdrucksstark in der Zeichnung über- zeugt es als Rohstoff mit Nachhaltigkeit und spannenden Kontrasten. Diese macht sich das NIDUM Hotel im sonnenverwöhn- ten Bergdorf Mösern bei Seefeld zunutze und kombiniert die beliebte Tropenholz­ alternative mit zeitlosem Naturstein. Das Ergebnis? Ein Gefühl von Gemütlichkeit in einem Ambiente, in dem wir Luxus von seiner ungezwungenen Seite erleben.
  • 20. LH 06 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: Gert Perauer Dass sich ein Resort der Extraklasse in die alpine Landschaft am Tor zum Nationalpark harmonisch einfügen kann, beweist das Gradonna ****S Mountain Resort in Kals am Großglockner. AUTOS? NEIN Das gesamte Resort ist mit seinen knapp über 100 Zimmern und 42 Chalets so konzipiert, dass man als Gast kein Auto braucht. Wie es der Schultz Gruppe gelang, alles auf kurze Distanz bereitzustellen, während das Wohngefühl den Eindruck von Raum und Ruhe vermittelt, ist ein Geheimnis, das sich in den vielen natür­ lichen Materialien wie Holz und Loden bei jedem Besuch Stück für Stück offenbart. Traditionelle Rohstoffe aus dem Alpenraum verleihen den modernen Flachbauten eine urige, warme Ausstrahlung. Dabei ist die Architektur selbst imposant, visionär und dennoch naturnah. „Nur wer den Mut zum Entwickeln hat, kann seinen Gästen ein eindrucksvolles Erlebnis bieten“, meint Miteigentümerin Martha Schultz – und ein eindrucksvolles Erlebnis gelang der Gruppe hier schon allein mit der Gestaltung. NATUR? JA Eine Architektur wie diese fügt sich am Ende harmonisch in den Berg ein und garantiert, dass sich Tourismus und National­ park im Resort nicht wider­ sprechen. Die Basis für dieses raffinierte Zusammenspiel bildet eine klare Form- sprache, gepaart mit dem urigen Berg­ dorf- Charakter, den man in der Anlage spürt. Große Fensterfronten eröffnen Ausblicke auf die Schönheit der Natur rund um dieses moderne Resort. So fühlt man sich selbst innen natürlich verbunden und doch frei. Ob Zimmer, Panorama-Bad, Sonnenter- rasse oder Spa: Der Blick ist frei. Die Osttiroler Bergwelt ist imposant – 241 Dreitausender und der Nationalpark Hohe Tauern prägen das Bild des östlichsten Teils von Tirol. Inmitten dieser atemberaubenden Umgebung errichtete das Familienunternehmen Schultz Gruppe 2012 das Gradonna****S Mountain Resort. die natur mag’s modern GRADONNA ****S MOUNTAIN RESORT CHALETS & HOTEL Diese Freiheit verzaubert die Gäste auf eine einmalige Art und Weise und sie finden Erholung gleichermaßen durch Entspannung und Bewegung. An dem magischen Kraftplatz, auf dem das Gradonna gebaut wurde, kann sich wohl niemand dem heilenden Zauber der Natur entziehen – bereits ab dem Betreten der Empfangshalle, die aus Kalser Marmor errichtet und mit Holzskulpturen ausgestattet ist. ABENTEUER UND SPASS? NATÜRLICH Die durchdachte Aufteilung der Anlage bietet für jede und jeden das passende Programm. Was für die einen das Aktiv- programm in den umliegenden Bergen, ist für die anderen der ungetrübte Bade­ spaß im Herzstück der Anlage: dem solar­ beheizten Badeteich. Auf dem sonnigen Hochplateau erforschen die Kleinen im Wald-Kinderclub das magische Reich der Pflanzen und Tiere oder üben in der Boulderhalle erste Routen. Die Großen wandern oder biken durch den National- park und genießen Anwendungen im Spabereich. Das Gradonna****S Mountain Resort beeindruckt mit seiner naturnahen Architektur auf 1.350 Metern Seehöhe. Ohne Hektik. Ohne Verzicht. Und ganz ohne Auto. Mehr unter www.gradonna.at Im Nationalpark Hohe Tauern Naturnahe Kinderbetreuung inklusive Book online lifestylehotels.net/ gradonna-mountain-resort Ö S T E R R E I C H O S T T I RO L / KA L S A M G RO S S G L O C K N E R 104 Zimmer 42 Chalets
  • 21. LH 07 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: EALA My Lakeside Dream EALA ***** MY LAKESIDE DREAM Mit satten Grüntönen, atemberaubenden Berggipfeln und der türkis funkelnden Wasseroberfläche zieht uns die Landschaft rund um den Gardasee in ihren Bann. Diesen Zauber fängt das EALA Designhotel ein und verwandelt ihn in unvergessliche Erlebnisse. AUSSEN HARMONISCH Ein Besuch im EALA ist ein Ausflug in die Natur. Gleich nach der Ankunft strahlt uns eine Fassade entgegen, die dank Material und Design zu einem Teil der umliegenden Landschaft wird. Straßenseitig liegt der Fokus auf der Bergwelt, die sich in Formen, Farben und Rohstoffen widerspiegelt und mit ihren Modulen Schatten- und Lichteffekte erzeugt, die im Tagesverlauf langsam wandern. Seeseitig scheinen die Balkone der Suiten sanft ins Wasser des Sees überzugehen. Mit Farbtönen, die der Gebirgswelt entlehnt wurden, spielt die Fassade hier mit diversen Konturen am Berg und erinnert an einen Hang, der sich aus dem Wasser emporhebt. INNEN NATÜRLICH Auch im Inneren dieser eindrucksvollen und doch harmonisch wirkenden Fassaden macht die Natur nicht halt. In den Suiten umhüllt uns der Dekor an den Wänden mit eigens angefertigten Grafiken aus der Natur, während große Panoramafenster den Blick nach außen öffnen und uns das Gefühl geben, inmitten der Landschaft zu stehen. Doch die Natur ist nicht die Ein- zige, die in den Suiten für Wohlbe­ finden sorgt. Die hochwertige Premiumaus- stattung in Form von Fußbodenheizung, Privatsauna und Outdoor-Whirlpool intensiviert den Entspannungsfaktor. Solch ein Paradies verlassen wir nur, wenn es wirklich sein muss. Zum Beispiel, wenn der Hunger ruft. Dann genießen wir im Restaurant den ungetrübten Blick über das stille Wasser des Gardasees, während wir uns kulinarisch verwöhnen lassen. am beispiel der natur I TA L I E N L I M ON E S U L G A R DA – G A R DA S E E Natürliche SPA-Treatments Privatstrand Book online lifestylehotels.net/eala- my-lakeside-dream 67 Junior Suiten und Suiten GANZHEITLICH HARMONISCH Ein weiterer Ort, für den es sich auszahlt, die eigene Suite zu verlassen, ist das 1.500 Quadratmeter große Luxus-Spa. Hier schicken uns Wellnessexperten mit natürlichen Produkten aus der Region während feuchtigkeitspendender Gesichts- behandlungen, belebender Peelings, Massagen und mehr auf eine Reise zu uns selbst. Auch in den Materialien, Formen und Farben im Spa spiegelt sich die Landschaft wider und regt unsere Sinne an. So bestätigt das EALA Designhotel einmal mehr die Kraft der Natur und führt uns vor Augen, was für ein Privileg es ist, die Stimmung rund um den See auf sich wirken zu lassen und dabei Ruhe und Entspannung zu erfahren. Die positive Wirkung der Natur auf Stimmung, Stresslevel und allgemeines Wohlbefinden ist mittlerweile gut erforscht. Es ist diese Wirkung, die sich das Design- hotel EALA My Lakeside Dream zunutze macht. Architekten und Designer nahmen sich ein Vorbild an der Natur und schufen Strukturen, die sich sanft in die umliegende Landschaft einfügen – für ein entspann- tes Gefühl, das uns im gesamten Haus begleitet.
  • 22. LH 08 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: Archiv Marcati Schnickschnack, pompöse Deko und traditionellen Alpenchic sucht man im dasMAX vergebens. Und das ist auch gut so, denn dieser Ort lebt von seiner eduzierten Optik, die mit ihrer Schlichtheit Mehrwert schafft. „dasMAX verkörpert gelassen, un­ kompliziert und fesch das smarte Urlauben in Tirol“, bringt es Architekt Alexander Meissl auf den Punkt. Gemeinsam mit seinem Team übernahm er 2018 das Innendesign-Konzept und machte aus dem dasMAX eine Wohl- fühloase, in der er bewusst auf nostalgische Klischeebilder Tirols verzichtete. NORDISCH ELEGANT Im dasMAX manifestiert sich der Luxus nämlich im Minimalismus, in der Reduktion auf das Wesentliche. Dänische Designmarken wie Bo-Concept und Kvadrat passen da perfekt ins Bild, weshalb das Lifestylehotel von Anfang an mit ihnen eng zusammenarbeitete. In der Kombi­ nation mit dem raffinierten Lichtkonzept aus dem Tiroler Hause Jagdtrophäen an holzvertäfelten Wänden? Nicht im dasMAX. Im Seefelder Lifestylehotel begegnet uns schlichtes, urbanes Design inmitten der Tiroler Bergwelt. urban in den alpen DASMAX LIFESTYLEHOTEL Prolicht gelang dem Architektenteam im Interieur der Spagat zwischen höchster Qualität bei minimaler Quantität. Denn weniger ist mehr. Oder anders gesagt: Lean Luxury vom Feinsten, den man dann auch beim Wellnessen auf der großzügigen Dachterrasse mit Sauna und Relaxbereich genießt. BISTRO INKLUSIVE Gleich neben dem Eingang befindet sich das Bistro des Hauses, das mit seinem optischen und kulinarischen Angebot nicht nur Hotelgäste überzeugt, sondern allen Besuchern des bekannten Tiroler Wintersportorts offensteht. Ob Frühstücksraum, Büro für unterwegs oder Pausenraum für zwischendurch, im Bistro findet jeder sein Lieblingsplatzerl, denn das minimalistische Design zieht sich auch durchs hauseigene Café. Trotz der schlichten Innenausstattung macht sich Gemütlichkeit breit, während Ö S T E R R E I C H T I RO L / S E E F E L D Bistro und Bar Moderne Rooftop-Area mit Sauna Book online lifestylehotels.net/ das-max 19 Zimmer beim konzentrierten Arbeiten dennoch nichts ablenkt. So ein Mix klappt nur mit einem raffinierten Interieurdesign, wie es den Meissl Architects gelang. „Im Bistro verschwimmen die Grenzen zwischen Spaß, Unterhaltung, Arbeit und Kultur. Hier sind das Herz und der gesellschaftliche Dreh- und Angelpunkt des Hotels“, so Architektin Carola Meissl-Handle. EINFACH PREISGEKRÖNT Die einmalige Architektur des Lifestyle­ hotels in den Alpen entging auch Experten nicht. In den Jahren 2020 und 2021 erhielt dasMAX gleich zwei namhafte Awards: den europäischen Big See Tourism Award und den internationalen German Design Award, dessen Jury sich einig war: „Das angenehm schlicht gehaltene Interieur wirkt ansprechend frisch, luftig und modern. Es lässt auf hohem Wohn- standard durch sorgfältig ausgewählte und platzierte dekorative Details ein Gefühl von Individualität entstehen.“ Und im dasMAX urlaubt tatsächlich jeder so, wie er will. Einfach maßgeschneidert eben.
  • 23. LH 09 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: Christoph Schöch, Andreas Schatzl Inspiriert von der Bergwelt im Tiroler Alpendorf Sölden schufen eine Touristikerin und ein Zimmerer ein Urlaubsrefugium, in dem die Bergwelt innen wie außen hautnah erlebbar ist. lärche und loden BERGLAND ***** DESIGN- UND WELLNESSHOTEL SÖLDEN Mit seinen naturnahen Farben verschmilzt das Bergland Design- und Wellnesshotel inmitten von Sölden mit der Bergwelt des Tiroler Ötztales. Hier erfüllten sich Elisabeth Grüner und ihr Mann Sigi den Traum vom erstklassigen Designhotel in den Alpen. Die Basis war ein in die Jahre gekommenes Traditionshaus im Ortskern der Tiroler Gemeinde Sölden. Der 3.200-Seelen-Ort ist mit seinen knapp 470 Quadratkilometern größer als Wien und Startpunkt der Straße zum Welt- cup-Gletscher. Die Region ist mit ihren Gletschern, Bergen, Wäldern und Almen prädestiniert für einen Urlaub der Sonderklasse. HARMONISCHE KONTRASTE Bevor Elisabeth und Sigi Grüner ihren Gästen hier hochklassige Urlaubsmomente bieten konnten, war noch ein mutiger Schritt zu gehen: der des Umbaus. Er sollte zum Neubau werden, für den ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben wurde, den das Salzburger Büro Wimreiter & Partner für sich entschied. Mit Gespür für die naheliegende Natur und viel Feingefühl ersannen die tourismuserfahrenen Architekten ein alpines Designhotel – das regional erste in dieser Kategorie. Was außen perfekt ins Bild passt, überzeugt innen mit einem Kontrast aus Regionalem und Modernem: Lärche, Loden und Wolle treffen auf Stein, Glas und Keramik, während traditionelle Formen mit zeit­ genössischen Elementen harmonieren. ARCHITEKTONISCHE HIGHLIGHTS Insgesamt mehr als 1.000 Quadratmeter Terrassenflächen vermitteln im Haus ein Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit. Die durchdachte Raumaufteilung mit großzügigen Zimmern und Suiten von bis zu 212 Quadratmetern verstärkt diesen Eindruck. Toppen kann das Ambiente nur das 2.200 Quadratmeter große Sky SPA mit Panoramablick. Am Laufband scheint man hier durch die Berge zu joggen, während danach im Whirlpool Wellnessmomente auf Gipfelniveau warten. Superlative wie diese wirken an diesem besonderen Ort nicht überzogen, sondern entsprechen genau dem, was man von fünf Sternen erwartet. TIERISCHE NACHBARN Die Glocken und das Blöken der Schafe, die hinterm Hotel grasen, verwundern auf den ersten Blick nicht. Passen sie doch perfekt in die Bergkulisse auf knapp 1.350 Metern Seehöhe. Das Besondere: Sie gehören Hotelchef Sigi Grüner, der für die Haltung der rund 25 Mutterschafe und 40 bis 50 Lämmer bereits mehrmals ausgezeichnet wurde. Aus ihrer Wolle entstehen Produkte, die man im Hotel an jeder Ecke entdeckt, und auch das Fleisch lässt der Landwirt aus Leidenschaft im Gourmet-Restaurant servieren. So reiht sich die Kulinarik in das Gipfelniveaus des Hauses ein. Und wem das noch nicht hoch genug ist, der erreicht das Gletscherskigebiet von Sölden in nur 30 Minuten – Winter-Wonderland-Garantie inklusive. Ö S T E R R E I C H T I RO L / S Ö L D E N 86 Zimmer 2.200 m2 Sky SPA Eigene Schafzucht Book online lifestylehotels.net/ bergland-design-und- wellnesshotel-soelden
  • 24. LH 10 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: Almmonte Präclarum Suites einfach ein statement ihre entspannte Gelassenheit und unauf- dringliche Eleganz. Dieser nur scheinbare Gegensatz macht es uns hier so leicht, uns ganz auf den Moment zu konzentrieren. Den Moment, in dem wir im gemütlichen Boxspringbett aufwachen. Den Moment, in dem wir im beheizten Outdoor-Infinity- Pool das Bergpanorama genießen. Und den Moment, in dem wir uns im Restaurant regionale Schätze servieren lassen. ALMMONTE PRÄCLARUM SUITES Vielleicht sind es die Rohstoffe aus der Natur: der dunkle Stein neben dem hellen Holz, grobes Leinen neben weichem Samt, schützende Vorhänge vor großen Glasfronten. „Harmonie und Gegensätze schließen sich nicht aus. Die Natur macht es uns vor“, erzählt Hausherr Andreas Hutz, der viel Herzblut in die Architektur und das Design des Hauses steckte. Ihm verdanken die Almmonte Präclarum Suites
  • 25. LH 11 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Das sind die Almmonte Präclarum Suites inmitten der Salzburger Bergwelt – wo Urlaub „genial einfach“ ist – genau so, wie wir ihn am liebsten genießen. EINFACH HOLZ Noch vor Betreten von Lobby, Suite, Re­ stau­ rant und Spa sticht die naturnahe Optik des Hauses ins Auge. Seine Fassade scheint mit ihrer effektvollen Holzverklei- dung den Wald nebenan noch näher ran- zuholen. Organische Formen wie Ranken und Geflechte verstärken diesen Eindruck und schaffen schon von außen ein Gefühl von Wärme und Komfort. Ein Gefühl von „da möchte ich rein“. Dieser unausgespro- chenen Einladung folgen wir gerne und merken schnell, dass sich das Konzept im Inneren mit schlicht designten Holz­ möbeln und dezenten Dekorations­ objekten nahtlos fortsetzt. In jedem Bereich tritt der Rohstoff Holz in Kontakt mit einem weiteren Material der Berge: Stein. EINFACH STEIN Er begegnet uns in Form von Granitböden im klassischen Salz-Pfeffer-Muster, wir entdecken ihn in dunklen Schattierungen an Wänden oder Decken und staunen über die Kontraste, die im Zusammenspiel mit der Zeichnung des Naturmaterials Holz entstehen. Obwohl Stein in den Bergen oft kalt scheint, wirkt er in diesem Ambiente nicht so. In den Almmonte Präclarum Suites lädt er uns ein, genauer hinzusehen. Er scheint uns aufzufordern, ihn zu spüren: unter den Füßen im Badezimmer und mit den Händen an der Wand. Und tatsächlich: Er fühlt sich warm und wohlig an. EINFACH NATUR Der Gesamteindruck, den das Design bei uns hinterlässt, ist großzügig, privat und diskret. Die harmonischen Silhouetten geben dem Haus eine eigene Persönlich- keit. Jeder Bereich scheint Geschichten zu erzählen, vielleicht unsere, vielleicht eine aus der Tourismusregion Wagrain, die für Traditionsbewusstsein und Naturverbun- denheit bekannt ist. „Unser Ziel ist es, aus den Bedürfnissen unserer Gäste Erlebnisse zu machen“, bringt es der Hausherr auf den Punkt. Und Erlebnisse warten hier einige auf uns: sowohl im Hotel als auch drumherum. Ö S T E R R E I C H S A L Z B U RG / WAG RA I N Outdoor-Infinity-Pool Ski-in, Ski-out Book online lifestylehotels.net/ /almmonte-praeclarum-suites/ 23 Suiten 2 Restaurants
  • 26. THE Stylemate Issue No 03 | 2021 D I R E C T O RY L I F E S T Y L E H O T E L S L I F E S T Y L E H O T E L S . N E T Wir bieten designverliebten und trendbewussten Globetrottern eine handverlesene Auswahl außergewöhnlicher Hotels. Direkter Kontakt zum Hotel Informationen aus erster Hand Bester Preis Beste Verfügbarkeit LIFESTYLEHOTELS Direkt buchen. Vorteile genießen! BAD GOISERN AM HALLSTÄTTERSEE  Lesehotel BRAMBERG  Wildkogel Resorts DAMÜLS Alpenstern Panoramahotel FISS  Alps Lodge FÜGEN Mia Alpina . Zillertal Family Retreat GASCHURN  Montafon Lodge Design Lodgehotel und Spa GEINBERG  Geinberg 5 Private Spa Villas GRAZ Aiola Living GRAZ  Augarten Art Hotel GRAZ  Lendhotel GROSSARL  Hotel Nesslerhof HALLSTATT  Hallstatt Hideaway KALS AM GROSSGLOCKNER  Gradonna Mountain Resort KALTENBACH  Das Kaltenbach KITZBÜHEL  Alpenhotel Kitzbühel am Schwarzsee LÄNGENFELD  Naturhotel Waldklause LEOGANG  Puradies MARIA ALM  Hotel Eder MARIA ALM  Hotel SEPP MAYRHOFEN  ElisabethHotel Premium Private Retreat MELLAU  Sonne Lifestyle Resort MÖSERN  NIDUM Casual Luxury Hotel MÜHLDORF  LA PETITE IVY NAUDERS  Arabella Retreat & Spa OBERGURGL  Hotel The Crystal SAALBACH HINTERGLEMM  Alpin Juwel SALZBURG STADT  Hotel Goldgasse SALZBURG STADT  Hotel Stein SCHLADMING  Stadthotel brunner SEEFELD  dasMAX SERFAUS  Alfa Hotel SÖLDEN  Bergland Design- und Wellnesshotel Sölden SÖLDEN THE SECRET Sölden STAINACH - PÜRGG  Gästehaus Krenn TURRACHER HÖHE  Hollmann am Berg UDERNS  Sportresidenz Zillertal WAGRAIN  Almmonte Präclarum Suites WAGRAIN  Almmonte Sensum Suites WIEN  Hollmann Beletage WIEN  Hotel Das Tyrol WIEN  Hotel Schani Salon WIEN  Hotel Schani Wien ZELL AM SEE Seehotel Bellevue ZELL AM SEE Senses Violett Suites ÖSTERREICH GARMISCH-PARTENKIRCHEN  Das Graseck NORDFRIESLAND  Hotel Landhafen NÜRNBERG  art&business Hotel PIRNA  Laurichhof SANKT ENGLMAR  Berghotel Maibrunn TIMMENDORFER STRAND  SAND TIMMENDORFER STRAND  Hotel SeeHuus DEUTSCHLAND CHINA NANJING  Kayumanis Nanjing Private Villas & Spa FRANKREICH PARIS  Hollmann Paris AMSTERDAM  Sir Adam AMSTERDAM  Sir Albert NIEDERLANDE ALENTEJO  Sublime Comporta Country Retreat & Spa ALGARVE  Vila Valverde CASCAIS  The Oitavos LISSABON  Torel Palace Lisbon MADEIRA  Quinta da Bela Vista PORTO  Torel Avantgarde PORTO  Torel Palace Porto PORTO  Torel 1884 Suites & Apartments ITALIEN PORTUGAL LUZERN  Hotel des Balances ZERMATT  Hotel Matterhorn Focus LAPPLAND  Treehotel SCHWEIZ SCHWEDEN MALLORCA  Convent de la Missio MALLORCA  Fontsanta Hotel Thermal Spa & Wellness MALLORCA  Hotel Can Simoneta MALLORCA  Pleta de Mar SPANIEN SRI LANKA DICKWELLA SOUTH  UTMT – Underneath the Mango Tree UNGARN BUDAPEST  Hotel Collect BUDAPEST  Lanchid 19 WESTLICHER PELOPONNES  Dexamenes Seaside Hotel SANTORIN  Myst Boutique Hotel SANTORIN  Saint Santorini GRIECHENLAND AMALFI KÜSTE  Casa Angelina AMALFI KÜSTE  Relais Blu APULIEN Paragon 700 Boutique Hotel und Spa CAMAIORE  Locanda al Colle ISSING  Gourmet & Boutiquehotel Tanzer KALABRIEN  Praia Art Resort LAZISE  Quellenhof Luxury Resort LIMONE SUL GARDA  EALA My Lakeside Dream MERAN  Boutiquehotel SuiteSeven Merano MERAN  Steinach Townhouse Meran MONTEFOLLONICO  Follonico NATZ BEI BRIXEN  Seehof Nature Retreat RIMINI  i-Suite SIZILIEN  Monaci delle Terre Nere SIZILIEN - Zash Country Boutique Hotel TRIEST  Hollmann Trieste VENEDIG  Hotel Heureka ISTRIEN  Meneghetti Wine Hotel & Winery BRAČ  Hotel Lemongarden HVAR  Maslina Resort KROATIEN
  • 27. Fotos: Courtesy of The New Raw, Michele Margot 15 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 STYLE “ W A S T E NO M O R E ! “
  • 28. 16 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Was sehen Sie, was ich nicht sehe, wenn Sie Müll am Strand oder Straßenrand entdecken? PANOS SAKKAS UND FOTEINI SETAKI: Plastikmüll ist überall, in unseren Städten, der Natur und den Ozeanen. Das erinnert uns ständig daran, dass Verschmutzung durch Kunststoffabfälle das Resultat eines Designfehlers ist – Plastikverpackungen werden nur einmal verwendet und dann weggeworfen. Für uns ist dieses Material zur Inspiration für nachhaltige Objekte und Produkte geworden, die Geschichten und Botschaften mitbringen. Es ist unsere Mission, Plastikmüll in ein wertvolles Material zu verwandeln, das behalten, wiederverwendet oder recycelt und nicht einfach sofort gedankenlos weggeworfen wird. Was antworten Sie jemandem, der Sie als moderne Alcheimisten bezeichnet? Wir glauben fest daran, dass es bald die neue Norm werden wird, Abfälle als Rohstoffe zu betrachten. Und Nachhaltig- keit und Kreislaufwirtschaft werden zu Standardeigenschaften von Design- produkten werden. Was manche Menschen Alchemie nennen, nennen wir die kunst- handwerkliche Gestaltung von Plastik- abfall mit Robotern. Erinnern Sie sich an den Moment und Ihr Motiv, das Sie dazu bewogen hat, mit recycelten anstelle von neuen Materialien zu arbeiten? Ja, das war der Moment, in dem The New Raw geboren wurde. Kunststoff ist ein vielseitiges Material und Plastikmüll ist im Überfluss vorhanden! Wir sind Griechen und leben in den Niederlanden, wir haben also gesehen, wie zwei unterschiedliche Kulturen mit diesem Material umgehen. Das hat uns dazu inspiriert, das Problem der Kunststoffverschmutzung anzupacken. Die Frage war, wie erwecken wir das vorhandene Material zu neuem Leben? Um den Abfall in einen neuen Rohstoff zu verwandeln, haben wir uns dann für digitale Handwerkskunst entschieden. Seit 2015 arbeiten wir damit. Was ist der ästhetische Wert von Kunststoffmüll? Wir transformieren Plastikabfall in etwas Neues, indem wir ihn mithilfe von Robotern kunsthandwerklich gestalten. Es gibt definitiv einen ästhetischen Wert von Kunststoffmüll und wir arbeiten daran, noch mehr Möglichkeiten zu schaffen, wie wir ihn nutzen und Entwürfe kreieren können, von denen man kaum glauben kann, dass sie aus Materialabfällen ent- standen sind. Sobald recyceltes Plastik in den 3D-Druck-Prozess eintritt, wandelt R A W T H E N E W es sich zu einem anderen Material mit charakteristischen Eigenschaften. Ähnlich wie die Maserungen von Holz oder die Musterungen von Marmor, definieren die Ausrichtung und die Proportionen unserer 3D-gedruckten Linien das Verhalten des Materials und bestimmen sein unverwechselbares Aus- sehen. Wir lieben es, mit Kunststoffabfall genau so zu arbeiten, als wäre es ein natürliches Material mit nicht perfekten und nicht homogenen Eigenschaften. Für Ihre neue Kollektion The Elements haben Sie in Griechenland Plastik aus dem Meer gesammelt, es in Strandmöbel verwandelt und diese schließlich zurück an die Küste gestellt. Welche Botschaft steckt hinter diesem Designansatz? In urbanen Regionen vergessen wir gerne unsere Abhängigkeit vom Meer, was Nahrung und Sauerstoffversorgung angeht. Mit The Elements wollten wir Plastik, das wir aus dem Meer gesammelt hatten, neues Leben einhauchen und nützliche und funktionale Objekte mit starkem Storytelling-Wert schaffen. Unsere Entwürfe sollen nicht nur schön und funktional sein, sondern auch immer eine Geschichte erzählen. Im Fall von The Elements ist die Form der Objekte von den Elementen inspiriert, die wir am Meer erleben oder vorfinden, etwa von den Wellen, Salzmustern im Sand oder den Körpern von Meeresorganismen. Ihre skulpturalen Formen bestehen aus weichen und welligen Oberflächen, die den Nutzer umschmeicheln und eine angenehme Atmosphäre schaffen. Wir wollten Objekte entwerfen, die aufgrund ihrer Form, Textur und Farbe nahezu natürlich anmuten. Für die Herstellung der Strandmöbel haben Sie 720 Kilogramm Plastikmüll verwendet. Was war die größte Herausforderung im Designprozess? Eine Produktserie zu entwerfen, die sich nahtlos in die natürliche Meeres- und Strandumgebung einfügen und höchsten Klimakomfort in der Hitze bieten würde. Unsere Entwürfe beruhen auf unseren Beobachtungen lebender Organismen und Muster, geformt von Sand und Wasser in Küstengegenden. Diese Beobachtungen haben wir dann in unsere Designsprache und Produktionstechnik übersetzt. Die Auswahl und Handhabung des Materials sind Teil unseres kreativen Prozesses. In den vergangenen Jahren haben wir uns mit lokalen Partnern und Lieferanten zusammengetan, die uns auf diesem Weg begleiten. Seit 2015 hat sich die Anzahl der Unternehmen und Initiativen mit Sensibilität für Kunststoffverschmutzung erheblich erhöht! Die Strandmöbelserie wurde digital im 3D-Druckverfahren produziert. Was konnten Sie dadurch erreichen, was Ihnen mit traditionellen Herstellungs- verfahren nicht gelungen wäre? Oder, in anderen Worten: Was können Roboter, was Menschen nicht können? Plastik ist ein industrielles Material, das im Kunsthandwerk zuvor noch nicht verwendet wurde. Wir erforschen, wie unsere Roboter als verlängerter Arm unseres Designteams Kunststoffabfälle in Designobjekte verwandeln können. All unsere Entwürfe werden auf Nachfrage hergestellt und können, wenn gewünscht, maßgefertigt werden. thenewraw.org FROM TRASH TO TREASURE: PANOS SAKKAS UND FOTEINI SETAKI VOM NIEDERLÄNDISCHEN FORSCHUNGS- UND DESIGNSTUDIO THE NEW RAW VERWANDELN PLASTIKMÜLL MITTELS 3D-DRUCK IN FORM- SCHÖNE UND FUNKTIONALE OBJEKTE. MIT THE STYLEMATE SPRECHEN DIE BEIDEN ARCHITEKTEN ÜBER DIE ZUSAMMENARBEIT MIT ROBOTERN, ABFALL ALS ROHSTOFF UND IHRE VISION EINER ZUKUNFT OHNE VERSCHWENDUNG. Interview Nora Palzenberger Photos: Michele Margot
  • 29. 17 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 STYLE Fotos: Courtesy of The New Raw, Michele Margot PANOS SAKKAS UND FOTEINI SETAKI gründeten 2015 das in Rotterdam ansässige Forschungs- und Designstudio The New Raw. Ihre Vision: Abfallmaterial mithilfe von Design, Robotern und Kunsthandwerk neues Leben einzuhauchen. Das mehrfach ausgezeichnete Architekten-Duo erforscht die Möglichkeiten des lokalen Recyclings von Kunststoffmüll und begeistert mit Projekten wie dem Zero Waste Lab oder Print your City! in Thessaloniki. In einem zirkulären Materialprozess entwirft und produziert The New Raw aus zuvor gesammelten Plastikabfällen unter anderem hochwertige Outdoor-Möbel, die von Robotern im 3D-Druck geplottet werden. Wenn Sie eine ökologische Revolution anführen könnten, was wäre deren Slogan? Waste, no more! Die Pandemie hat unsere Sicht auf unser Zuhause und unsere Einrichtung verändert. Drei Eigenschaften zukünftiger Möbel? Lokal, nachhaltig, vielseitig. Das diesjährige Expo-Motto lautet „Connecting Minds, Creating the Future“ – wie kann Design Menschen verbinden und die Zukunft mitgestalten? Wir glauben, dass Design Thinking die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen und durch Co-Kreation und einen multidisziplinären Ansatz überzeugende Lösungen bieten kann. Im Warehouse Lab, dem Studio von Panos Sakkas und Foteini Setaki in Rotterdam, werden die außergewöhnli- chen Entwürfe in ihren charakteristischen amorphen Formen und schichtartigen Strukturen mithilfe von Robotern im 3D-Druckverfahren zum Leben erweckt.
  • 30. 18 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Interview Nora Palzenberger Fotos: Maja Wirkus spielen im REIN AN DIE FRISCHE LUFT! 93 % PROZENT ALLER KINDER WELTWEIT ATMEN NACH WHO-ANGABEN VERUNREINIGTE LUFT EIN. GRUND GENUG FÜR CLAUDIA PASQUERO UND MARCO POLETTO VOM LONDONER ARCHITEKTUR- UND INNOVATIONSBÜRO ECOLOGICSTUDIO, DEN ERSTEN BIOTECHNO­ LOGISCHEN SPIELPLATZ DER WELT ZUM LEBEN ZU ERWECKEN: IN DER AIRBUBBLE IM ZENTRUM VON WARSCHAU SPIELEN KINDER UNTER EINER VON MIKRO­ ALGEN GEREINIGTEN LUFTBLASE. Interview Nora Palzenberger Sie sind auf Biotech-Design spezialisierte Architekten. Wann ist Ihnen bewusst geworden, dass Sie mit Ihrer Arbeit nicht nur die Form und Funktion von Gebäuden, sondern auch die Gesundheit und Zukunft von Menschen beeinflussen können? CLAUDIA PASQUERO UND MARCO POLETTO: Das war 2005, als wir ecoLogicStudio gegründet haben. Dieser Name ist eine Referenz auf das Buch „Steps to an Ecology of Mind“ von Gregory Bateson. Der Autor bezeichnet Ökologie darin als Verbindung unterschiedlicher menschlicher und nicht-menschlicher Systeme durch sowohl logische als auch metalogische Sprachen. Diese Perspektive befreit die Architektur von dem Zwiespalt Form versus Funktion und geht eher in Richtung architektonischer Morphoge- nese. In anderen Worten: Architekten sollten sich mit der Beziehung zwischen Form, Energie und den grundlegenden Prozessen, die das Leben und seine Evolution formen, befassen. ecologicstudio.com
  • 31. 19 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 STYLE grünen Die AirBubble befindet sich auf der öffentlichen Grünfläche außerhalb des Copernicus Science Centre (Centrum Nauki Kopernik) in Warschau, wo der Designinnovation auch eine eigene interaktive Multimedia-Ausstellung gewidmet ist. Die polnische Hauptstadt gilt als eine der am stärksten verschmutzten Städte in Europa. Das grüne Zukunftsprojekt integriert den Prozess der Photosynthese in die bebaute Umgebung und erfindet so eine neue architektonische Typologie: ein echtes urbanes Algengewächs- haus. Die zylinderförmige Holzstruktur im Inneren ist von einer EFTE-Membran – einer Weiterentwicklung des von ecoLogicStudio entwickelten Urban-Vorhangsystems Photo. Synthetica – umhüllt, die als Schutzschild für 52 Glasalgenreaktoren fungiert. In diesen befinden sich 520 Liter lebender grüner Chlorella-sp.- Algenkulturen, die 200 Liter verunreinigter Luft pro Minute filtern können. Sonnenenergie und das Spiel der Kinder selbst verstärken den Luftreinigungsprozess. Der Spielplatz ist mit Seilen, Fußpumpen und Hüpfkugeln ausgestattet, das blubbernde Geräusch des Algengartensystems sorgt für eine entspannende Atmosphäre. DAS PROJEKT Claudia Pasquero und Marco Poletto studierten am Polytechnikum Turin Ingenieurwesen und besuchten die Londoner Architectural Assocation, bevor sie 2005 ecoLogicStudio gründeten. Das in London ansässige Architektur- und Urban-Design-Innovationsstudio ist spezialisiert auf Umweltdesign, städtische Autarkie und gebäudeintegrierte Natur. Zum Portfolio an naturbasierten Designlösungen, mit denen das Architektenduo den Klimawandel unmittelbar positiv beeinflussen möchte, zählt unter anderem das auf der Architekturbiennale in Venedig präsentierte Projekt BIT.BIO.BOT, bei dem auf Algen basierte „lebende Fassaden“ das Raumklima verbessern sollen. Ihr vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen finanziertes Deep-Green-Projekt nutzt künstliche und biologische Intelligenz, um neue grüne Wirtschaftssysteme im urbanen Raum zu schaffen. DIE ARCHITEKTEN Ihr neues Projekt, die AirBubble, verschmilzt Architektur, Biotechnologie und urbanes Design. Wie ist es Ihnen gelungen, diese Disziplinen miteinander zu verbinden? Architektur bildet für uns den Rahmen, um naturbasierte Lösungen in die bebaute Umwelt zu integrieren. Sie sind unsere größte Hoffnung, um jene Herausforde- rungen zu bewältigen, die durch industrielle Technologien entstanden sind. Es ist daher eine Illusion, zu denken, dass Biotech ohne die von der Architektur beigestellten Rahmenbedingungen die Lösung sein kann. Die größte Herausforderung dabei ist es, den relevanten Stakeholdern in der Industrie den Mehrwert zu vermitteln, der uns allen durch die Einbettung technolo- gischer Innovationen in ein soziales oder räumliches Umfeld zugutekommt. Bitte erzählen Sie uns von dem Moment, als Sie AirBubble zum ersten Mal im Kopf hatten. Warum haben Sie sich ausgerech- net einen Spielplatz dafür ausgesucht? Spielen bietet eine einzigartige Gelegenheit, zu lernen – durch metalogische Prozesse, um zurück zu Gregory Bateson zu kommen. Denn Kinder verwenden Metasprache, um ihre Umgebung zu verstehen und umzugestalten. Kinder sind außerdem am meisten von urbaner Luftverschmutzung betroffen, weil sich ihr Atmungsapparat noch entwickelt – und während dem Spielen atmen sie sehr intensiv. Ein Spielplatz ist also ein sehr guter Ort, um all diese Themen auf einmal anzugehen und sie in Möglichkeiten für einen Wandel zu transformieren. Wie erklären Sie die Idee hinter der AirBubble einem Kind in wenigen Sätzen? Die AirBubble braucht zwei Energiequellen: Solarenergie und deinen instinktiven Forschungs- und Spieltrieb. Diese beiden bilden den unversiegbaren und erneuer- baren Treibstoff der AirBubble, der ganz mühelos gewonnen werden kann. Die AirBubble ist der Auslöser eines Prozesses, der stetig wachsen und seine positiven Auswirkungen auf künftige Generationen vervielfachen kann. Du hast es in der Hand – du bist verantwortlich für unsere Gesundheit und unser Klima. Was sollen Kinder nach einem Besuch in der AirBubble gelernt haben? Wir hoffen, dass die Kinder durch Erfah- rung und Interaktion die Vorteile davon erkennen, wie die Qualität von Atemluft mit naturbasierten Lösungen, und in diesem Fall mit der Kraft der Mikroalgen, verbessert werden kann. Sie werden auch sehen, wie dieser Prozess zu wunderbaren neuen urbanen Umgebungen führen kann. Was ist Ihr Lieblingsspielbereich innerhalb der AirBubble? Die Hängeseile und die Hüpfkugeln! Die Kinder finden ganz eigene Wege, ihr Gleichgewicht zu halten, während sie mit anderen interagieren. Es gibt niemals eine finale Statik, sondern vielmehr einen ständigen Austausch und ein dynamisches Zusammenspiel. Welchen unmittelbar spürbaren Effekt hat die AirBubble auf den Besucher? Auf jeden Fall wird die Neugier der Besucher geweckt und die Kinder fangen sofort an, wie wild zu spielen, das war toll zu sehen. Unser vorrangiges Ziel war es jedoch, sicherzustellen, dass die Kinder wiederkommen und regelmäßig in der AirBubble spielen, um beobachten und herausfinden zu können, welche langfristi- gen Auswirkungen das Mikroklima und die Algenkulturen haben. Im Moment ist die AirBubble eine Art Testumgebung angewandter Biotechno- logie. Wann wissen Sie, dass Ihr Projekt reif für den Massenmarkt ist? Die AirBubble ist schon jetzt voll funkti- onsfähig, es ist reale biotechnologische Architektur. Es wird sie zukünftig sicher auch an anderen Orten geben, aber sie soll kein Produkt für den Massenmarkt werden. Für uns muss die AirBubble immer auf den jeweiligen Kontext ange- passt werden. An das lokale Mikroklima, Bauvorschriften, lokale Algenarten und gesellschaftliche Normen. Deshalb haben wir auch innovative digitale Gestaltungs- und Produktionstechnologien integriert sowie ein Echtzeit-Überwachungssystem, das uns mit Daten über den Grad der Luftverschmutzungsreduktion und die Widerstandskraft der Algenkulturen versorgt. Diese Systeme ermöglichen es uns, fortlaufend zu lernen und Prozesse zu optimieren. Nicht nur die Algen leben, das ganze Projekt ist ein sich ständig veränderndes architektonisches System. Welchen Lebensbereich werden Sie als nächstes unter eine Blase mit frischer Luft packen? Die nächste Version von AirBubble sollte eine Fabrik, oder ein Bio-Betrieb, sein. Eine Anlage, die durch zirkuläre Produkti- onsprozesse geprägt ist, wo Emissionen zu Rohstoffen für neue Produkte werden. Eine Fabrik, die teils Labor, teils Treibhaus und teils Produktionsstätte ist. Ein Unternehmen, das Bürger:innen in die Produktions- und Konsumprozesse miteinbezieht und Möglichkeiten zur Mitgestaltung bietet. Wir arbeiten bereits an zwei Pilotprojekten, für die Nahrungs- mittel- und die Pharmaindustrie. Foto: Maja Wirkus
  • 32. 20 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 schlichte IN EINEM ALTBAU IN DER GRAZER INNENSTADT, MITTEN IN DER STÄDTISCHEN GESCHÄFTIGKEIT, BEFINDET SICH DAS HEADQUARTER VON LIFESTYLEHOTELS. HIER HAT ROBERT EISENBERGER VON INSIDE EINRICHTUNGEN EINEM INNOVATIVEN UNTERNEHMEN, DEN RAUM GEGEBEN, IN SCHLICHTER STILISTIK PRÄSENT ZU SEIN. präsenz Lampen INO circle von XAL, Sideboard von Lapalma
  • 33. 21 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 ADVERTORIAL Fotos: Walter Luttenberger, Oliver Wolf inside-einrichtungen.at Hohe Räume, eleganter Parkettboden und großzügige Fensterflächen. Das war die Basis, die Interior Designer Robert Eisenberger vorfand. Der Grundgedanke, der ihn sofort umtrieb: Die Möblierung sollte so schlicht wie möglich ausfallen, um den Dingen, die das Unternehmen LIFESTYLEHOTELS auszeichnet, Platz zu lassen. Das gelang bereits im Eingangs­ bereich sehr gut. Davor in Weiß gehalten und ohne Bezug auf das Unternehmen oder die Produkte, die es herstellt, kann man jetzt bereits beim Eintreten feststellen, wo man sich befindet. Dafür wurden Print-Produkte des Unternehmens in Szene gesetzt. Vor einem Hintergrund aus anthrazitfarbenen Wänden empfangen einen nun bunte „Kunstwerke“, entspre- chend beleuchtet und damit inszeniert. „Wir wollten eine Atmosphäre schaffen, die dem innovativen Charakter des Unternehmens entspricht und hervorrückt, was es inhaltlich ausmacht“, erklärt Robert Eisenberger. Auf der gegenüberliegenden Wand widmet man sich dem LIFESTYLEHOTELS- Buch, welches in kleinen Korpusmöbeln von Montana, wie in einem Setzkasten, seinen Platz findet. Die Montana-Elemente sind systematisch an die Wand gesetzt und funktionieren wie kleine Guckkasten­ theater als Präsentationsraum für die jährlich erscheinenden Bücher. Verzichtet wurde im Eingangsbereich auf das Firmenlogo, da die Produkte die Marke LIFESTYLE­ HOTELS am stärksten repräsentieren. Dafür wurde im Emp- fangsbereich die Farbe der emaillierten wasserblauen Kacheln des Vintage-Ofens für die Wände und Teppiche aufgegriffen. KUNST, TAPETEN UND ACCESSOIRES Betritt man danach das Büro, in dem die administrativen Tätigkeiten stattfinden, kommt man in eine cleane und zurückhal- tende Atmosphäre, um sich vollkommen auf das zu konzentrieren, was hier passiert. Der offene Raum mit den großen Fenster- flächen bildet einen Kontrast zu den Büros der Geschäftsführer. Die Möbel wurden niedrig gehalten. Über die normale Schreibtischhöhe von 75 cm sollte kein Sideboard hervortreten, um Kunst, Tapeten und Accessoires die Möglichkeit zu geben, zur Geltung zu kommen. „Geschäftsführer Thomas Holzleithner ist ein sehr kunstaffiner Mensch und wir waren uns schnell einig, wie wir vorgehen wollten“, so der Interior- Gestalter. Eingesetzt wurden Schreibtische und Sideboards von Lapalma. An einigen Wänden wurden als Gestaltungselement großflächige Tapeten von Glamora, die teilweise auf Abstand mittels einer Trägerkonstruktion an die Wand gesetzt wurden, verwendet, um dem Raum einen Bezugspunkt zu geben. Gleichzeitig wurde damit und mit den hochflorigen Teppichen von „objects carepts“ die Akustik der Räumlichkeiten optimiert. STARKE KONTRASTE Die Büros der beiden Geschäftsführer wurden in Schwarz gehalten. Möglich machen das die lichtdurchfluteten, sehr hellen Räume, in denen die Lampen von Wever & Ducré und XAL wie Installati- onen wirken dürfen. In einem der Büros gibt es einen Erker, der betont wird mit einem Polstermöbel von Moroso, designt von Patricia Urquiola. Der ellipsenförmige Besprechungstisch hat den Vorteil, dass er eine gleichwertige Sitzsituation schafft. Die dazu passenden Stühle mit leichten Farbakzenten in Gold sind von Petrali. Im anderen Büro punktet man mit einem schlichten Sofa von Wittmann. Über den Gang erreicht man die Küche mit Essbereich, in der Montana-Möbel mit Kartell kombiniert wurden. Kehrt man zurück in den Empfangsbereich, fällt einem die spezielle Oberfläche des Empfangsmöbels auf, die mittels Nano- Beschichtung keine Fingerabdrücke erkennen lässt. Noch einmal wirft man einen Blick auf die „Guckkästen“ mit den Büchern, von denen man schließlich gebührend hinausbegleitet wird. Bookshelves und Konsolentisch Montana Tapete Glamora, Schreibtisch Lapalma, Besprechungstisch Kartell, Sessel Moroso INSIDE-Inhaber und Interior-Experte Robert Eisenberger Bookshelves Montana, Tisch und Sessel von Kartell
  • 35. 23 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 STYLE Fotos: Fee-Gloria Grönemeyer DIE NIEDERLÄNDISCHE DESIGNERIN IRIS VAN HERPEN REVOLUTIONIERT MIT IHRER HAUTE COUTURE DIE MODEWELT. IHRE SYMBIOSE AUS TECHNIK, NATUR UND INNOVATION IST EINZIGARTIG. THE STYLEMATE KENNT 8 GRÜNDE, WARUM IRIS VAN HERPEN DIE MODE IN DIE ZUKUNFT FÜHRT. F A S H I O N F O R W A R D
  • 36. 24 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: Fee-Gloria Grönemeyer, Wendelien Daan 01 Iris Van Herpen hat nach ihrem Studium bei keinem Geringeren als dem britischen Mode-Visionär Alexander McQueen gelernt. Sie gilt als Pionierin der 3D-Drucktechnik in der Mode. Bereits 2011 wurde eines ihrer Kleider, das im 3D-Druckverfahren entstanden ist, vom Time Magazine zu den 50 besten Erfindungen des Jahres gekürt. IRIS VAN HERPENS LEIDENSCHAFT GILT DEM TANZ UND SEINEN BEWEGUNGS- ABLÄUFEN, DIE SIE AUCH REGELMÄSSIG IN IHRE DESIGNS EINFLIESSEN LÄSST. 2014 kreiert die Niederländerin die Kostüme für Benjamin Millepieds „Neverwhere“ für das New York City Ballet. Es folgen Kostüme für die Pariser Oper und die Berliner Tanzgruppe Sasha Waltz. Sie arbeitet für die Produktion und Konzeption ihrer Kollektion interdisziplinär und regelmäßig mit Künstlern und Architekten zusammen, darunter Jolan van der Wiel, Neri Oxman, Philip Beesley oder Benthem Crouwel Architects. Die Symbiose von Design und Technologie ist ein wesentlicher Bestandteil von van Herpens Arbeit. Dafür ist sie mit weltweit führenden Instituten wie dem CERN (The European Organization for Nuclear Research) oder dem MIT (Massachusetts Institute of Technology) in regelmäßigem Austausch. Auch die Weltraumforschung zählt zu ihren Inspirationsquellen. Naturnahe Experimente: Für eine ihrer Kollektionen ließ die Designerin gemeinsam mit einem Biologen einen Stoff aus Baumwurzeln entwickeln. 08 Iris van Herpen setzt auf ein langlebiges und nachhaltiges Gesamtkonzept. Die Haute Couture erlaubt es ihr, nur wenige, ausgewählte Stücke anzufertigen. Ihr naturnaher und experimenteller Zugang zu Stoffen und Produktion sorgt für einen geringen CO₂-Ausstoß. V A N H E R P E N I R I S 02 03 04 05 06 07 irisvanherpen.com
  • 37. 25 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 Fotos: Fee-Gloria Grönemeyer
  • 38. 26 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 MIT IHREM HIGH HEEL SNEAKER HABEN MICHAELA WORSCHITZ UND JÜRGEN HOLL EINEN SCHUH GESCHAFFEN, DER DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN VEREINT: DEN KOMFORT EINES SNEAKERS UND DAS GEFÜHL VON ELEGANZ EINES HIGH HEELS. MICHAELA WORSCHITZ SPRICHT MIT UNS ÜBER DIE IDEE BIS HIN ZUM FERTIGEN PRODUKT UND DARÜBER, WIE MAN EINZIGARTIGKEIT ERSCHAFFT. hoch M I A M O C K E R Y
  • 39. 27 THE Stylemate Issue No 03 | 2021 STYLE Warum beschäftigen sich zwei Architekten mit Schuhen? MICHAELA WORSCHITZ UND JÜRGEN HOLL: Wir haben von der Archi- tektur kommend erkannt, dass Gebäude und Schuhe den gleichen Anforderungen entsprechen, widersprüchlich ist eigentlich nur der Maßstab. Beide Objekte müssen Komfort bieten, statische Anforderungen erfüllen, funktional sein, vor Regen und Kälte schützen und einer subjektiven Ästhetik entsprechen. Wie kam es dann zu der Idee, ausge­rechnet einen Sneaker als High Heel zu entwickeln? Die Idee dafür entstand bereits während meines Architekturstudiums an der TU Graz. Ich habe dazu meine Diplomarbeit verfasst. Mit der gleichen Software, mit der ich auch lernte, Häuser zu gestalten, designte ich den ersten High Heel Sneaker. Das hatte eigentlich ganz persönliche Gründe: Ich bin eher klein und wollte gerne im Alltag größer sein, ohne die damit meist verbundenen Schmerzen an den Füßen ertragen zu müssen oder einen Nachteil in der Praktikabilität des Alltags zu haben. Der Vorteil, den ich neben der Größe erzielen wollte, war das bewusste „Anders-Gehen“ mit hohen Schuhen. Man fühlt sich einfach anders. Deswegen ist auch ein Sneaker mit Absatz besser als ein normaler Sneaker oder High Heels? Ich bin sportlich und gerne und viel zu Fuß unterwegs, deswegen brauche ich einen Schuh, der mich bequem durch den Tag trägt. Aber den man gut mit einem eleganten Outfit kombinieren kann. Ein Sneaker mit Absatz also. Ausschließlich Sneaker zu tragen, war mir irgendwann zu langweilig, außerdem sollte man meiner Meinung nach nicht mit Sneakers auf eine Hochzeit gehen oder ein anderes besonderes Event besuchen.   Was macht den High Heel Sneaker sonst noch aus? „Wenn Menschen auf deine Schuhe starren und nicht mehr auf deinen Hintern“, ist einer unserer Slogans. Der High Heel Sneaker besticht nicht nur durch sein auffallendes Design, sondern auch durch ein völlig neues Gehgefühl und ermöglicht stundenlanges Tragen ohne Schmerzen. Aus welchen Materialien ist er gefertigt? An der Oberfläche sieht man thermoge- formtes Neopren und innen ist natürlich gegerbtes Leder. Der Keilabsatz besteht aus recyceltem TPU, ein Kunststoff, der auch bei hochwertigen Sneakers eingesetzt wird. Die Materialien stammen aus Italien, um möglichst kurze Transportwege zur Produktion zu gewähren. Der Nachhaltig- keitsgedanke ist uns wichtig. Deswegen haben wir nicht in China produzieren lassen. Sie sagen, dass der Komfort durch das Design erreicht wird. Was bedeutet das genau? Der Keilabsatz des Schuhs wurde mithilfe von parametrischem Design gestaltet. Das bedeutet, er findet seine Inspiration in der Umgebung und bedient sich an Formen, die in der Natur bereits funktionieren. Der Absatz besteht aus Waben, die eine ideale Kraftübertragung gewährleisten und somit überdurchschnittlichen Komfort bieten. Mithilfe der eingesetzten, weichen Materialien wird die Dämpfung erzeugt. Was hat Sie zu dem Design inspiriert? Die Designs finden ihre Inspiration besonders in den chaotischen Anordnungen der Natur, wie es bei Verzweigungen von Pflanzen, Flussufern, Bergketten und Küsten der Fall ist. Diese wiederkehrenden Geometrien haben das Interesse am para- metrischen Design geweckt. Die Ereignisse in der Natur sind willkürlich, aber auf ihre Weise einzigartig. Daraus ergibt sich die Anforderung an die Entwürfe: Einzigartig- keit schaffen.   Wann trägt man den High Heel Sneaker? Ästhetik und Stil gehören zu meinem Leben dazu. Ich zelebriere sie und es macht Spaß, sich außergewöhnlich zu kleiden. Man spricht anders, man bewegt sich anders. Das Tolle an den High Heel Sneakerns ist, dass man sie einen ganzen Tag und eine ganze Nacht tragen kann, ohne durch Schmerzen schlecht gelaunt zu werden. Wenn andere schon sitzen, bin ich noch am Tanzen. Sie haben ein paar Jahre in die Forschung investiert? Was musste für Ihren High Heel Sneaker erforscht werden? Bei einem Keilabsatz entstehen erheblich höhere Belastungen im Ballen- und Fersenbereich als bei einem Sneaker, da die Kraftübertragung nicht flächig stattfindet, sondern hauptsächlich auf zwei Punkte reduziert wird. Um trotz der Absatzhöhe und der daraus resultierenden hohen Anzahl an übereinanderliegenden Hohl- räumen dennoch das Gleichgewicht halten zu können, wird ein Material benötigt, das eine gleichzeitige Stabilität und Flexibilität gewährleistet, um ein Ausknicken des Keilabsatzes zu verhindern und ein Dämp- fungsverhalten zu gewähren. Zudem ist ein annähernd gleiches Dämpfungsverhalten bei den unterschiedlichen Gewichtsklassen der Trägerinnen gefordert, um niemanden zu benachteiligen. Was hat es mit dem Namen auf sich? Mockery mia (mockery – englisch für Spott, Ironie; mia – italienisch für mein) regt dazu an, die Welt selbstironisch zu sehen. Warum nicht mal gerne laut über sich selber lachen? Und gleichzeitig zu sich und dem eigenen Stil stehen. Das Leben wird dadurch viel lustiger und aufregender, wenn man es spielerisch betrachtet. Der Grundgedanke von mockery mia verinnerlicht das Hinterfragen bestehender Strukturen, um die Entwicklung neuer, durchdachter Lösungen voranzutreiben. Vorherrschende Probleme sollen nicht leichtfertig akzeptiert werden. Wir heißen vorgegebene Regeln und Strukturen jedoch willkommen, weil erst dadurch die Möglichkeit besteht, diese zu durchbrechen. mockerymia.com Fotos: mockerymia.com ÜBER MOCKERY MIA Die Architekten Michaela Worschitz und Jürgen Holl haben den High Heel Sneaker entwickelt. Im Laufe ihres Architekturstudiums haben sie sich mit parametrischem Design auseinandergesetzt und nach einer Anwendung dieser Designmethode für Bereiche des alltäglichen Lebens gesucht – und gefunden! hinaus!
  • 40. WEVERDUCRE.COM RAY schwingt am liebsten gemeinsam mit anderen Wever & Ducré-Leuchten von der Decke. Der Trick: Bis zu acht Leuchten lassen sich als Multibaldachin in runder und bis zu fünf in gerader Form abhängen. Und das von einem einzigen Lichtauslass aus, über dem man sie individuell arrangieren kann. Schnurgerade oder in Spinnennetzform, bei der die Kabel zum Design-Element werden. Wer ins Team passt? Neben WETRO und DOCUS sind auch BOX, HEXO, ODREY oder SHIEK absolute Kombinationsgenies. LET’SHANG OUTTOGETHER