Agenda-Setting

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  • 30er und 40er Jahre: grenzlose Macht der Medien bei der Manipulation der Bevölkerung –> Reiz-Reaktion-Prozesse -> „Inhektionsnadel- oder Bulet-Effekt“
    Nachkriegszeit bis Ende 60er: Zeit der wirklungslosen Medien (oder nach Kepplinger „Limited Effects-Perspektive“). Verzichtung von der Reiz-Reaktons-Modell. Schwerpunkt auf die Auswirkung von anderen Factoren, wie z.B. interpersonale Kommunikation und persönliche Predispositionen (Peoples Choise) Kritik: Eine fixierte Forschung, die die falschen Fragen zu den Wirkungen der Massenmedien stellt und damit folgenreiche Medieneffekte überseht.
    Ende 60er/ Anfang 70er: Wiederentdeckug der mächtigen Medien. Mehrere Forscher entwickeln nähezu gleichzeitig eine Reihe von neune Medienwirkungsansatzen.(z.B:Wissenskluftshypothese, Theorie der Schweigerspirale und auch der AS-Ansatz)
    Die Medien können nicht in ihrer Berichterstattung alle im Reallität existierende Themen umfassen (kein Spiegelbild sondern ein Zerrbild durch zwangsläufige Selektion der Medieninhalte). Effekte werden durch die Präsentation von Themen, Personen und Ereignissen hervorgeruffen.
    Oder wie bei dem AS-Ansatz: Die Gewichtung der Themen in der Medien zeitig Folgen für die individuelle Themengewichtung der Rezipienten.
  • Die Idee, dass die Medien die Weltsicht der Rezipienten beeinflussen ist nicht neu. Noch Walter Lippman – Public Opinion (1922) hat über „the world outside and the pictures in our heads” gesprochen -> Thematisierungsfunktion der Medien. Die Rezipienten brauchen die Medien um sich in der komplexen Welt orientieren zu können.
    Ausgangspunkt für den AS-Ansatzt: Die Studien von Cohen und Trenamann/McQuail; anfang der 60er Jahren publiziert; von McCombs und Shaw zitiert.
    Beide beinhalten die Quintessenz des AS-Ansatzes.
  • McComb und Shaw waren Ende der 60er Jahren Professoren für Journalismus an der Universität von North Carolina in Chapel Hill, wo auch die AS-Pionierstudie durchgeführt worden ist.
    Fast zur selben Zeit hat sich auch Ray Funkhauser mit dem Thema beschäftigt. „The Issues of the Sixties“ (benutzt den Begriff „AS“ überhaupt nicht). Obwohl seine Studie manche Vorteile vor der Chapel-Hill-Studie hat werden McComb und Shaw viel bekannter mit ihrer Forschung (öffter zitiert) -> kann man erkennen: kein Foto von Funkhouser bei Google. Grund dafür: die schicke Formulierung von McComb und Shau („AS“) während Funkhouser von „ Medieneinflüsse auf die öffentliche Meinung“ spricht.
  • The AS-Prozess besteht aus den 3 Agenden und daraus wie sie sich beeinflussen.
    Mediengenda: Rangfolge der Themen in den Medien nach ihrer Wichtigkeit. Wird vorallem durch quantitativen Inhaltsanalysen erhoben: Anzahl und Umfang der Berichterstattung und die Strukturierung des Inhalts.
    Publikumsagenda: Welche Themen (politische Streitfragen oder Probleme,die gelöst werden müssen) werden von der Befölkerung für wichtig gehalten. Wird meistens durch Befragungen erhoben. z.B: Die Gallup-Frage: ermitteltdie wichtigsten Probleme eines Landes.
    Policy Agenda: Agenda der politischen Akteure. Wird z.B. durch Analyse vin Parlamentsdebatten hinsichtlich Inhalt und Dauer. Die Messung der politische Agenda ist weniger standardisiert.
    Real-World-Indikatoren: Versuche der exakten Abbildung der Wirklichkeit.
    z.B.: Amtlichen Statistiken, die über den Zustand der Umwelt, das Gesundheitsverhalten der Bevölkerung, das Ausmaß der Kriminalität, die wirtschaftliche Entwicklung usw. Informieren.
    Fragen die sich aus der Abb. ableiten lassen:
    Welche Themen werden in den Medien, der Offentlichkeit und in der Politik zu bestimmten Zeitpunkten als bedeutsam und wichtig erachtet?
    Decken sich diese Rangordnungen mit der Wichtigkeit, die diesen Phänomenen in der ,real world' zukommt?
    Existiert eine Ungleichheit des Einflusses, die auf unterschiedliche Formen der politischen Partizipation und Artikulation zurfickzuffihren ist?
  • - werden von Shaw und McComb in ihrer Pionier-Studie unterschieden.
    - gehen über das eifache AS-Modell als Reiz-Reaktion-Modell, bei den die Rezipienten die Häufigkeit der Berichterstatung über bestimmte Themen registrieren und so wird das Publikums Agenda direkt beeinflusst.
    Selbsterklährend
    Aufmerksamkeitsmodell
    Das Publikum wird auf bestimmte Themen aufmerksam, weil sie von den Medien behandelt werden.
    Notwendige Voraussetzung für die Annahmen der beiden anderen Modellen. Wird kaum empirisch untersucht
    Thematisierungsmodell
    Hier geht es um die Wichtigkeit einzelner Themen.
    Unterschiedliche Hervorhebung bestimmter Themen in der Medien resultiert in unterschiedlich starke Beachtung dieser Themen durch das Publikum
    Themenstrukturierugsmodell
    Abbildet die Konkurenz unter den Themen in den Medien und in der Bevölkerung. Die perfekte Korrelation zwischen zwei Rangfolgen kommt aber in der Sozialwissenschaften nicht besonders oft vor.
     Durch Beispiel erklären (aber nicht Umweltschutzt)
  • Ebene 1: ehröhte Vergleichbarkeit von MA und PA; beide Agenden können auf einem hohen Aggregationsniveau gegenübergestellt; können aber keine öffentliche Probleme sein (Definition von “Thema/issue” für AS) zu abstrakt, z.B. DieWirtschaft an sich stellt kein Problem dar
    Benutzt z.B. In der Chapel-Hill Studie
    Ebene 2: Konkretisierung der abstrakten Themen; Näher an der Definition von Themen als Streitfragen
    Benutzt z.B. Von Funkhauser (1973)
    Ebene 3: Sinnvoll, wenn es um spektakuläre Ereignisse gehet, von denen es in den Medien oft berichtet wird. Schwierig alle Ereignisse zu erfassen (jeden Tag – unzählige Ereignisse).
    Die Ergebnisse der Studie werden von der Definierung und Abgrenzung von den Themen und Themenebenen beeinflusst. Heufig werden die drei Ebenen in demselben Themenliste kombiniert
    Grundregeln:
    Trenschärfe
    Die Themen auf MA und PA sollten nach denselben Prinzipien erfasst worden sein
  • Die meisten AS-Studien kombinieren Inhaltsanalysen mit Bevölkerungsumfragen. Die Agenden werden koleriert.
    Medienagenda:
    Welche Medien?: Weil es unendlich viele von Medienangebote bzw. Themen in der Medien gibt.
    z.B.: Medien mit große Reichweite  man kann davon ausgehen, dass vielen von den Befragten die nutzen
    Leitmedien: Andere Medien orientieren An ihnen ihre Berichterstattung (überregionale Qualitätszeitungen – FAZ oder SD; Nachrichtensendungen der größeren
    Fernsehesender.
    In welchem Zeitraum?: Mit welcher Verzögerung treten AS-Effekte ein und wie lange halten sie an
    z.B: auf Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresbasis
    Es gibt aber keine eindeutige Befunde wie lange die Untersuchungszeiträume sein sollen, weil die AS-Forschung sich lange Zeit mit der Frage nicht beschäftigt hat. Die Analysezeiträume wurden wirlkürlich von dern Forschern gewählt.
    Welche sind die Indikatoren für die Themenrelewanz?
    z.B.: Häufigkeit der Medienbeiträge zu einem Thema, die Länge oder Platzierung werden außer Acht gelassen (am häufigsten)  unrealistisch (Aufmacher auf der Titelseite)
    Wie werden die Themen voneinander abgegrenzt?
    Die Themen müssen trenscharf sein.
    Gut definiert
    Gleiche Kriterien für alle Corierer
     alle Codierer codieren dasselbe
    Publikumsagenda: Weche Themen sind für Sie im Moment besonders wichtig?
    offene Fragestellung
    + die Befragten können alle mögliche Themen nennen
    - schwer vergleichbare Ergebnisse
    Recodierung
    geschlossene Fragestellung
    Werden mehrere Themen vorgegeben (10-15)  in Rangfolge bringen / Skalen (überhaupt nicht wichtig – sehr wichtig)
  • Aggregat- Vs. Individualebene
    - Agrgerat: wenn die Themengewichtungen aller untersuchten Medien zu einer MA / die individuellen Themenprioritäten jeder Befragten zu einer PA zusammengefasst werden. Korrelation von den 2 Agenden. Ermitteln den Zusammenhang zwischen Themengewichtung in der Medien und Problembewusstsein in der Gesellschaft. Machen keine Ausagen über einzelne Personen und wie ihre pesönliche Agenda von der Berichterstatung in den von ihnen benutzten Medien beeinflusst wird.AggDatenanalysen: ungenau; berüksichtigen nicht die individuale Mediennutzung oder Drittvariablen (Persönlichkeitsmerkmale, Lebensumstände, interpers. Kontakte)impliziert dass alle analysierte Medien von jedem Rezipienten gleichermaßen wehrgenommen werden
    MA und PA sind Artefakte der Medienforschung
    - Individual: Die Probanden werden nach ihrer konkreten Agenda und Mediennutzung gefragt auch die Nutzungshäufigkeit wird erhoben; die MA wird separat für die gewählten Medien erhoben
    Die individuell wahrgenommene Mediengenda wird mit den individuellen Themenprioritäten der Befragten vergleicht.Die Drittvariablen können kontroliert werden
    Zu aufwendig (alle von den Befragten benutzten Medien zu analysieren) – die Meisten Studien werden doch aufs Aggregatsebene durchgeführt
    Quwerschnitt- Vs. Längsschnittdesing
    - Querschnitt: Erhebung und Korrelation der MA und PA an einem Zeitpunkt.Die Frage ob die MA der PA beeinflusst (oder andersrum) kann nicht geantwortet werden, also keine kausale Beziehungen zwischen die Agenden
    - Längsschnitt: Erhebung und Vergleich der Agenden zu mehreren aufeinanderfolgenden Zeitpunkten.Abb.: Kreuzkorrelation – Die einfachste Längschnittdesign. Praktisch 2 Querschnittstudien: die selben Korrelationen zwischen MAund PA, aber auch Vegleich von MA1 mit MA2 und PA1 mit PA2 – wie stabil sie sind, wie haben sie sich verändert, wo sind diese Änderungen zuerst zstande gekommen
    Pfeil A: Einfluss der MA1 auf die PA2Pfeil B: Einfluss der PA1 auf die MA2
    - Zeitreihen: mehr als 2 Messpunkten mit gleichmäßigen Abstände
    Experimentelle Designs
    Am besten Kausalannahmen mit Laborexperimente zu untersuchen (Drittvariablen)
    Wie werden sie durchgeführt?: Die Probanden werden mit Medieninhalte konfrontiert, die sich nur in einem Merkmal unterscheiden.
    Was wird gemessen?: Messen den Einfluss einzelner Medieninhalte aufeinzelne Rezipienden (Individualsebene)
    Nur wenige experimentale AS-Studien sind bis jetzt durchgeführt worden. Kritik: Künstliche Situationen, hohe interne, aber niedrige externe Validität; schwierig Medienagenden experimentell zu stimulieren.
    Großer Aufwand – Manipulation von Medieninhalten, die Probanden müssen keine andere Medien benutzen.
    Weniger benutzt.
  • Explizite und implizite Grundannahmen
    Überwiegende Vermittlung von politischen Informationen durch die Massenmedien
    Ageda-Setting als lerntheoretischer Ansatz
    Begrenzte Aufmerksamkeitsspanne der Rezipienten
  • Agenda-Setting

    1. 1. Institut für Publizistik- und Titel, Vorname, Name Kommunikationswissenschaft Abteilung, Fachbereich oder Institut Modul: Medienwirkung und Öffentlichkeit PS 28554 Mediennutzung B Dozentin: Dr. Laura Sūna WS 13/14 Der Agenda-Setting Ansatz Referentinen: Jasmina Schmidt und Militsa Tekelieva
    2. 2. Gliederung: 1. Entwicklungsgeschichte des Ansatzes 2. Grundzüge der Theorie 3. Forschungslogik 4. Empirische Befunde 5. Kritik und Weiterentwicklungen 6. Praktische Anwendung des Ansatzes 7.Gruppenarbeit und Diskussion Titel, Datum 2
    3. 3. Entwicklungsgeschichte 3
    4. 4. Quelle: Severin/Tankard 1997, S. 317 Von wirkungslosen zu „wirkenden“ Medien 4
    5. 5. Agenda-Setting in einem Satz: 5
    6. 6. Agenda-Setting Pioniere Donald Shaw Maxwell McCombs G. Ray Funkhouser 6
    7. 7. Grundzüge der Theorie 7
    8. 8. Die drei Agenden 8
    9. 9. Theoretische Modelle Awareness-Modell oder Aufmerksamkeitsmodell Die Rezipienten werden auf die Themen aufmerksam, von denen die Medien berichten Salience-Modell oder Thematisierungsmodell Je häufiger die Medien über ein Thema berichten, desto wichtiger wird dieses für die Rezipienten Prioriries-Modell oder Themenstrukturierugsmodell Die Themen-Rangfolge der Medienagenda spiegelt genau die Themen-Rangfolge der Publikumsagenda wieder 9
    10. 10. Forschungslogik der Methode 10
    11. 11. Themenebenen Ebene 1: Abstrakte Hauptthemen wie z.B.: Sicherheit Ebene 2: Konkrete Subthemen wie z.B.: NSA-Skandal Ebene 3: Einzelereignisse wie z.B.: Überwachung vom Handy der Bundeskanzlerin 11
    12. 12. Erhebung von Medien- und Publikumsagenda Medienagenda: durch quantitative Inhaltsanalysen • • • • Welche Medien? In welchem Zeitraum? Welche sind die Indikatoren für die Themenrelevanz? Wie werden die Themen voneinander abgegrenzt? Publikumsagenda: durch repräsentative Bevölkerungsbefragungen offene Fragestellung + Freieres Handeln des Probanden + Keine Artefakte - schwer vergleichbare Ergebnisse geschlossene Fragestellung + leicht vergleichbare Ergebnisse - fehlende Themen für manche Befragte - die Aufmerksamkeit der Befragten wird auf bestimmten Themen gerichtet 12
    13. 13. Untersuchungsdesign • Aggregat- Vs. Individualebene • Querschnitt- Vs. Längsschnittdesign Quelle: Maurer 2010, S. 34 • Experimentelle Designs 13
    14. 14. Empirische Befunde 14
    15. 15. Themenstruktur-Aggregatanalyse Annahme: - Themen, über die Massenmedien häufig berichten, werden von mehr Rezipienten für wichtiger gehalten, als Themen, über die die Massenmedien seltener berichten Vorgehen: - Berichterstattung unterschiedlicher Themen in Massenmedien wird erfasst - Rezipienten werden nach ihrer Einschätzung der Wichtigkeit der Themen gefragt - Rangreihen werden gebildet und verglichen 15
    16. 16. Themenstruktur-Aggregatanalyse Pionierstudie: McCombs/Shaw (1972): The Agenda-Setting Function of the Mass Media Kritik: - Repräsentativität? - Sehr allgemein gefasste Themen - Drittvariablen? - Zeitgleiche Erhebung Medien- und Publikumsagenda 16
    17. 17. Themenstruktur-Individualanalyse Annahme: - Rezipienten halten Themen, über die sie aus den Massenmedien viele Infos erhalten, für wichtiger als Themen, über die sie weniger Informationen erhalten Vorgehen: - Vergleich Themenagenda einzelner Rezipienten mit Agenda der von ihnen genutzten Medien Rössler (1997): - erste methodisch überzeugende Analyse - Nur geringe Einflüsse 17
    18. 18. Einzelthemen-Aggregatanalyse Annahme: - Ein Thema wird von umso mehr Rezipienten für wichtig gehalten, je häufiger die Medien über es berichten Vorgehen: - Längsschnittanalyse - Entwicklung der Wichtigkeit eines Themas auf Medien- und Publikumsagenda wird überprüft 18
    19. 19. Einzelthemen-Aggregatanalyse Pionierstudie: Funkhouser (1973): The Issues of the Sixties Kritik: - „per Augenschein“, nicht statistisch - Repräsentativität? 19
    20. 20. Einzelthemen-Individualanalyse Annahme: - Rezipienten halten ein Thema für wichtiger, je mehr Informationen sie darüber aus den Massenmedien erhalten Vorgehen: - Vergleich Themenagenden der Rezipienten mit Themenagenden der von ihnen genutzten Medien 20
    21. 21. Randbedingungen 21
    22. 22. Merkmale des Mediums • Stärkere Effekte bei Zeitung, da länger und aufmerksamer rezipiert wird • Scheinwerfereffekt bei Fernsehnachrichten • Hörfunk kaum untersucht • Glaubwürdigkeit der Informationsquelle 22
    23. 23. Merkmale der Botschaft • Große Beiträge auf Titelseite prägen mehr als kleine im Innenteil und mit Bild stärker als ohne • Themendefinition: eher bei abstrakten Oberthemen • Aufdringlichkeit des Themas 23
    24. 24. Merkmale der Rezipienten • Soziodemographische Merkmale • Mediennutzung und Orientierungsbedürfnis • Involvement 24
    25. 25. Einflüsse der Ereignislage • Wichtige Drittvariable • Realität vs. Medienrealität • Vergleich mit Realitätsindikatoren 25
    26. 26. Kritik und Weiterentwicklungen 26
    27. 27. Kritik • Meist nur im Aggregat erforscht  Publikumsagenda setzt sich aber aus vielen individuellen Themenagenden einzelner Rezipienten zusammen • Erst Rössler (1997) erste methodisch überzeugende Studie auf Individualdatenbasis • Medienwirkung als Betrachtung mit implizierten linearen Effekte • Ungeklärte Rolle interpersonaler Kommunikation 27
    28. 28. Nonlineare Modelle • • • • Beschleunigungsmodell Trägheitsmodell Schwellenmodell Echo-Modell Diagramme nach Maurer (2010) 28
    29. 29. Agenda-Building • • Im engeren Sinne: Versuche politischer Akteure, ihrer Ansicht nach wichtige bzw. für sie günstige Themen auf der Medienagenda zu platzieren Im weiteren Sinne: Zustandekommen der Medienagenda insgesamt 29
    30. 30. Second-Level-Agenda-Setting Zwei Ebenen im Agenda-Setting-Prozess 1. Prägung der Vorstellungen von Relevanz der Sachthemen 2. Prägung der wertenden Vorstellungen von Personen, Themen oder Ereignissen Substanzielle und affektive Attribute 30
    31. 31. Praktische Anwendung des Ansatzes 31
    32. 32. •  Forschungsfrage: Welche Einfluss hat Prominenz einer Zeitung auf die Stärke des AS-Effects? Prominenz = Glaubwürdigkeit + gesellschaftliche Relevanz + Reichweite + Reputation •  Untersuchungsdesign & Untersuchungszeitraum: Expetimentelle Längschnittstudie in Rahmen von einer Woche. Vergleich von den Zeitungen FAZ und Tagesspiegel. •  Methode: Feldexperiment mit Pre- und Postbefragugn per Online Fragebogen. 32
    33. 33. - Die Agenda wird vor und nach der Experiment erhoben. - Während des Experimentes: täglich ein Artikel über ein gleichbleibendes Thema*. Gruppe 1: Bekommt jeden Tag ein Artikel mit die FAZ als Quelle Gruppe 2: Bekommt jeden Tag ein Artikel mit dem Tagesspiegel als Quelle Kontrolgruppe: Bekommt jeden Tag ein Artikel ohne Quelle** *Das für den Pre-Test gewählte Thema war „Umwelt“ **Die tatsächliche beim Pre-Test benutzten Artikel waren die folgenden 3: Tag 1 - FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/energiewende/bewaehrungsprobe-fuer-schwarz-gruen-bund-will-atommuell-zwischenlager-in-biblis-12729185.html Tag 2 – Tagesspiegel:http://www.tagesspiegel.de/politik/umwelt-eu-kommission-will-plastiktuetenflut-eindaemmen/9024958.html Tag 3 – SZ: http://www.sueddeutsche.de/wissen/neue-deutsche-klimapolitik-zwei-ministerien-ein-ziel-1.1858924 33
    34. 34. Quellen: • • • • • • Dearing, James / Rogers, Everett (1996): Agenda-Setting. California: Thousand Oaks, (Communication Concepts, 6), S.5, Abb. 1.1. Funkhouser, Ray (1973): The Issues of the Sixties: An Exploratory Study in the Dynamics of Public Opinion. Jäckel, Michael (2008): Medienwirkungen. Ein Studienbuch zur Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S 169 – 191. Maurer, Marcus (2010): Agenda-Setting. Baden-Baden: Nomos. McCombs, Maxwell / Shaw, Donald (1972): The Agenda-Setting Function of Mass Media. Werner, Severin / James W, Tankard (1997): Communication Theories: Origins, Methods and Uses in the Mass Media , New York: Longman, S. 317, Abb. 14.4. Bildquellen: • http://www.watfordnatal.com.br/_ups/files/images/stock-illustration-18394897-social-conversation-concept.jpg • http://olimex.files.wordpress.com/2012/05/watch-live-tv-online.png • https://encrypted-tbn1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRenFmMSsafT4oWyXk-WIVet16xUYSpiGfzFL9c3xrBBRhAw5fb • http://us.123rf.com/400wm/400/400/Cole123RF/Cole123RF0804/Cole123RF080400235/2908914-music-stereo-or-radio-boombox-with-music-vector.jpg • http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2009/03/zeitungsleser.jpg • https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT75lnV625NoHMSgNavKFfZ5ANToyZk9Gv6JUiGx2pxhvyAz6-G • http://b.vimeocdn.com/ts/158/179/158179085_640.jpg • http://www.rclassen-foto-stock.de/samples/OTM0NTk0MTdlNTM1ZDY%3D/MDU5NDE3ZTUzNWQ2/wo_fragezeichen_bleisatz_blei_bleiletter_letter_texter_text_buch_buchstabe_typo_typografie_zeitung_stock_foto_5439_normal.jpg • http://www.lebendreipunktnull.net/tl_files/Leben30/Logos/FAZ-Logo-sw.png • http://anzeigenpreise.tagesspiegel.de/cms/upload/Logos/Tagesspiegel_mit_Subline.gif • http://4.bp.blogspot.com/-W1401QGO9fo/T9qUt79kAUI/AAAAAAAAADA/xCg3Ik3Uiu4/s1600/agendasetting.jpg • https://encrypted-tbn1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTlUNwSAA5wJSVlcxORf4DcvAozZiTl_x8C1xCG12FbQFmuSAYQGQ 34
    35. 35. Gruppenarbeit 35
    36. 36. Diskussionsfrage Welche Rolle spielt die interpersonale Kommunikation beim Agenda-Setting? 36

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