Institut für Publizistik- und
Titel, Vorname, Name
Kommunikationswissenschaft
Abteilung, Fachbereich oder Institut

Modul:...
Gliederung:
1. Entwicklungsgeschichte des Ansatzes
2. Grundzüge der Theorie
3. Forschungslogik
4. Empirische Befunde
5. Kr...
Entwicklungsgeschichte

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Quelle: Severin/Tankard 1997, S. 317

Von wirkungslosen zu
„wirkenden“ Medien

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Agenda-Setting in einem Satz:

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Agenda-Setting Pioniere

Donald Shaw

Maxwell McCombs

G. Ray Funkhouser
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Grundzüge der Theorie

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Die drei Agenden

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Theoretische Modelle
Awareness-Modell
oder
Aufmerksamkeitsmodell

Die Rezipienten werden auf die Themen
aufmerksam, von de...
Forschungslogik der
Methode

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Themenebenen
Ebene 1: Abstrakte Hauptthemen
wie z.B.: Sicherheit

Ebene 2: Konkrete Subthemen
wie z.B.: NSA-Skandal

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Erhebung von Medien- und Publikumsagenda
Medienagenda: durch quantitative Inhaltsanalysen
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Welche Medien?
In welch...
Untersuchungsdesign
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Aggregat- Vs. Individualebene

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Querschnitt- Vs. Längsschnittdesign

Quelle: Maurer 2010, S. 34

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Empirische Befunde

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Themenstruktur-Aggregatanalyse
Annahme:
- Themen, über die Massenmedien häufig berichten, werden von mehr
Rezipienten für ...
Themenstruktur-Aggregatanalyse
Pionierstudie: McCombs/Shaw (1972): The Agenda-Setting
Function of the Mass Media
Kritik:
-...
Themenstruktur-Individualanalyse
Annahme:
- Rezipienten halten Themen, über die sie aus den Massenmedien viele
Infos erhal...
Einzelthemen-Aggregatanalyse
Annahme:
- Ein Thema wird von umso mehr Rezipienten für wichtig
gehalten, je häufiger die Med...
Einzelthemen-Aggregatanalyse
Pionierstudie:
Funkhouser (1973):
The Issues of the Sixties
Kritik:
- „per Augenschein“,
nich...
Einzelthemen-Individualanalyse
Annahme:
- Rezipienten halten ein Thema für wichtiger, je mehr
Informationen sie darüber au...
Randbedingungen

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Merkmale des Mediums
• Stärkere Effekte bei Zeitung, da länger und aufmerksamer
rezipiert wird
• Scheinwerfereffekt bei Fe...
Merkmale der Botschaft
• Große Beiträge auf Titelseite prägen mehr als kleine im
Innenteil und mit Bild stärker als ohne
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Merkmale der Rezipienten
• Soziodemographische Merkmale
• Mediennutzung und Orientierungsbedürfnis
• Involvement

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Einflüsse der Ereignislage
• Wichtige Drittvariable
• Realität vs. Medienrealität
• Vergleich mit Realitätsindikatoren

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Kritik und
Weiterentwicklungen

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Kritik
• Meist nur im Aggregat erforscht  Publikumsagenda setzt
sich aber aus vielen individuellen Themenagenden einzelne...
Nonlineare Modelle
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Beschleunigungsmodell
Trägheitsmodell
Schwellenmodell
Echo-Modell

Diagramme nach Maurer (2010...
Agenda-Building
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Im engeren Sinne: Versuche politischer Akteure, ihrer Ansicht nach wichtige bzw.
für sie günstige The...
Second-Level-Agenda-Setting

Zwei Ebenen im Agenda-Setting-Prozess
1. Prägung der Vorstellungen von Relevanz der Sachtheme...
Praktische Anwendung des
Ansatzes

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•  Forschungsfrage: Welche Einfluss hat Prominenz einer Zeitung auf die Stärke
des AS-Effects?
Prominenz = Glaubwürdigkeit...
- Die Agenda wird vor und nach der
Experiment erhoben.
- Während des Experimentes:
täglich ein Artikel über ein
gleichblei...
Quellen:
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Dearing, James / Rogers, Everett (1996): Agenda-Setting. California: Thousand Oaks,
(Communication C...
Gruppenarbeit

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Diskussionsfrage
Welche Rolle spielt die interpersonale Kommunikation beim
Agenda-Setting?

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Agenda-Setting

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Agenda-Setting

  1. 1. Institut für Publizistik- und Titel, Vorname, Name Kommunikationswissenschaft Abteilung, Fachbereich oder Institut Modul: Medienwirkung und Öffentlichkeit PS 28554 Mediennutzung B Dozentin: Dr. Laura Sūna WS 13/14 Der Agenda-Setting Ansatz Referentinen: Jasmina Schmidt und Militsa Tekelieva
  2. 2. Gliederung: 1. Entwicklungsgeschichte des Ansatzes 2. Grundzüge der Theorie 3. Forschungslogik 4. Empirische Befunde 5. Kritik und Weiterentwicklungen 6. Praktische Anwendung des Ansatzes 7.Gruppenarbeit und Diskussion Titel, Datum 2
  3. 3. Entwicklungsgeschichte 3
  4. 4. Quelle: Severin/Tankard 1997, S. 317 Von wirkungslosen zu „wirkenden“ Medien 4
  5. 5. Agenda-Setting in einem Satz: 5
  6. 6. Agenda-Setting Pioniere Donald Shaw Maxwell McCombs G. Ray Funkhouser 6
  7. 7. Grundzüge der Theorie 7
  8. 8. Die drei Agenden 8
  9. 9. Theoretische Modelle Awareness-Modell oder Aufmerksamkeitsmodell Die Rezipienten werden auf die Themen aufmerksam, von denen die Medien berichten Salience-Modell oder Thematisierungsmodell Je häufiger die Medien über ein Thema berichten, desto wichtiger wird dieses für die Rezipienten Prioriries-Modell oder Themenstrukturierugsmodell Die Themen-Rangfolge der Medienagenda spiegelt genau die Themen-Rangfolge der Publikumsagenda wieder 9
  10. 10. Forschungslogik der Methode 10
  11. 11. Themenebenen Ebene 1: Abstrakte Hauptthemen wie z.B.: Sicherheit Ebene 2: Konkrete Subthemen wie z.B.: NSA-Skandal Ebene 3: Einzelereignisse wie z.B.: Überwachung vom Handy der Bundeskanzlerin 11
  12. 12. Erhebung von Medien- und Publikumsagenda Medienagenda: durch quantitative Inhaltsanalysen • • • • Welche Medien? In welchem Zeitraum? Welche sind die Indikatoren für die Themenrelevanz? Wie werden die Themen voneinander abgegrenzt? Publikumsagenda: durch repräsentative Bevölkerungsbefragungen offene Fragestellung + Freieres Handeln des Probanden + Keine Artefakte - schwer vergleichbare Ergebnisse geschlossene Fragestellung + leicht vergleichbare Ergebnisse - fehlende Themen für manche Befragte - die Aufmerksamkeit der Befragten wird auf bestimmten Themen gerichtet 12
  13. 13. Untersuchungsdesign • Aggregat- Vs. Individualebene • Querschnitt- Vs. Längsschnittdesign Quelle: Maurer 2010, S. 34 • Experimentelle Designs 13
  14. 14. Empirische Befunde 14
  15. 15. Themenstruktur-Aggregatanalyse Annahme: - Themen, über die Massenmedien häufig berichten, werden von mehr Rezipienten für wichtiger gehalten, als Themen, über die die Massenmedien seltener berichten Vorgehen: - Berichterstattung unterschiedlicher Themen in Massenmedien wird erfasst - Rezipienten werden nach ihrer Einschätzung der Wichtigkeit der Themen gefragt - Rangreihen werden gebildet und verglichen 15
  16. 16. Themenstruktur-Aggregatanalyse Pionierstudie: McCombs/Shaw (1972): The Agenda-Setting Function of the Mass Media Kritik: - Repräsentativität? - Sehr allgemein gefasste Themen - Drittvariablen? - Zeitgleiche Erhebung Medien- und Publikumsagenda 16
  17. 17. Themenstruktur-Individualanalyse Annahme: - Rezipienten halten Themen, über die sie aus den Massenmedien viele Infos erhalten, für wichtiger als Themen, über die sie weniger Informationen erhalten Vorgehen: - Vergleich Themenagenda einzelner Rezipienten mit Agenda der von ihnen genutzten Medien Rössler (1997): - erste methodisch überzeugende Analyse - Nur geringe Einflüsse 17
  18. 18. Einzelthemen-Aggregatanalyse Annahme: - Ein Thema wird von umso mehr Rezipienten für wichtig gehalten, je häufiger die Medien über es berichten Vorgehen: - Längsschnittanalyse - Entwicklung der Wichtigkeit eines Themas auf Medien- und Publikumsagenda wird überprüft 18
  19. 19. Einzelthemen-Aggregatanalyse Pionierstudie: Funkhouser (1973): The Issues of the Sixties Kritik: - „per Augenschein“, nicht statistisch - Repräsentativität? 19
  20. 20. Einzelthemen-Individualanalyse Annahme: - Rezipienten halten ein Thema für wichtiger, je mehr Informationen sie darüber aus den Massenmedien erhalten Vorgehen: - Vergleich Themenagenden der Rezipienten mit Themenagenden der von ihnen genutzten Medien 20
  21. 21. Randbedingungen 21
  22. 22. Merkmale des Mediums • Stärkere Effekte bei Zeitung, da länger und aufmerksamer rezipiert wird • Scheinwerfereffekt bei Fernsehnachrichten • Hörfunk kaum untersucht • Glaubwürdigkeit der Informationsquelle 22
  23. 23. Merkmale der Botschaft • Große Beiträge auf Titelseite prägen mehr als kleine im Innenteil und mit Bild stärker als ohne • Themendefinition: eher bei abstrakten Oberthemen • Aufdringlichkeit des Themas 23
  24. 24. Merkmale der Rezipienten • Soziodemographische Merkmale • Mediennutzung und Orientierungsbedürfnis • Involvement 24
  25. 25. Einflüsse der Ereignislage • Wichtige Drittvariable • Realität vs. Medienrealität • Vergleich mit Realitätsindikatoren 25
  26. 26. Kritik und Weiterentwicklungen 26
  27. 27. Kritik • Meist nur im Aggregat erforscht  Publikumsagenda setzt sich aber aus vielen individuellen Themenagenden einzelner Rezipienten zusammen • Erst Rössler (1997) erste methodisch überzeugende Studie auf Individualdatenbasis • Medienwirkung als Betrachtung mit implizierten linearen Effekte • Ungeklärte Rolle interpersonaler Kommunikation 27
  28. 28. Nonlineare Modelle • • • • Beschleunigungsmodell Trägheitsmodell Schwellenmodell Echo-Modell Diagramme nach Maurer (2010) 28
  29. 29. Agenda-Building • • Im engeren Sinne: Versuche politischer Akteure, ihrer Ansicht nach wichtige bzw. für sie günstige Themen auf der Medienagenda zu platzieren Im weiteren Sinne: Zustandekommen der Medienagenda insgesamt 29
  30. 30. Second-Level-Agenda-Setting Zwei Ebenen im Agenda-Setting-Prozess 1. Prägung der Vorstellungen von Relevanz der Sachthemen 2. Prägung der wertenden Vorstellungen von Personen, Themen oder Ereignissen Substanzielle und affektive Attribute 30
  31. 31. Praktische Anwendung des Ansatzes 31
  32. 32. •  Forschungsfrage: Welche Einfluss hat Prominenz einer Zeitung auf die Stärke des AS-Effects? Prominenz = Glaubwürdigkeit + gesellschaftliche Relevanz + Reichweite + Reputation •  Untersuchungsdesign & Untersuchungszeitraum: Expetimentelle Längschnittstudie in Rahmen von einer Woche. Vergleich von den Zeitungen FAZ und Tagesspiegel. •  Methode: Feldexperiment mit Pre- und Postbefragugn per Online Fragebogen. 32
  33. 33. - Die Agenda wird vor und nach der Experiment erhoben. - Während des Experimentes: täglich ein Artikel über ein gleichbleibendes Thema*. Gruppe 1: Bekommt jeden Tag ein Artikel mit die FAZ als Quelle Gruppe 2: Bekommt jeden Tag ein Artikel mit dem Tagesspiegel als Quelle Kontrolgruppe: Bekommt jeden Tag ein Artikel ohne Quelle** *Das für den Pre-Test gewählte Thema war „Umwelt“ **Die tatsächliche beim Pre-Test benutzten Artikel waren die folgenden 3: Tag 1 - FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/energiewende/bewaehrungsprobe-fuer-schwarz-gruen-bund-will-atommuell-zwischenlager-in-biblis-12729185.html Tag 2 – Tagesspiegel:http://www.tagesspiegel.de/politik/umwelt-eu-kommission-will-plastiktuetenflut-eindaemmen/9024958.html Tag 3 – SZ: http://www.sueddeutsche.de/wissen/neue-deutsche-klimapolitik-zwei-ministerien-ein-ziel-1.1858924 33
  34. 34. Quellen: • • • • • • Dearing, James / Rogers, Everett (1996): Agenda-Setting. California: Thousand Oaks, (Communication Concepts, 6), S.5, Abb. 1.1. Funkhouser, Ray (1973): The Issues of the Sixties: An Exploratory Study in the Dynamics of Public Opinion. Jäckel, Michael (2008): Medienwirkungen. Ein Studienbuch zur Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S 169 – 191. Maurer, Marcus (2010): Agenda-Setting. Baden-Baden: Nomos. McCombs, Maxwell / Shaw, Donald (1972): The Agenda-Setting Function of Mass Media. Werner, Severin / James W, Tankard (1997): Communication Theories: Origins, Methods and Uses in the Mass Media , New York: Longman, S. 317, Abb. 14.4. Bildquellen: • http://www.watfordnatal.com.br/_ups/files/images/stock-illustration-18394897-social-conversation-concept.jpg • http://olimex.files.wordpress.com/2012/05/watch-live-tv-online.png • https://encrypted-tbn1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRenFmMSsafT4oWyXk-WIVet16xUYSpiGfzFL9c3xrBBRhAw5fb • http://us.123rf.com/400wm/400/400/Cole123RF/Cole123RF0804/Cole123RF080400235/2908914-music-stereo-or-radio-boombox-with-music-vector.jpg • http://bernetblog.ch/wp-content/uploads/2009/03/zeitungsleser.jpg • https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT75lnV625NoHMSgNavKFfZ5ANToyZk9Gv6JUiGx2pxhvyAz6-G • http://b.vimeocdn.com/ts/158/179/158179085_640.jpg • http://www.rclassen-foto-stock.de/samples/OTM0NTk0MTdlNTM1ZDY%3D/MDU5NDE3ZTUzNWQ2/wo_fragezeichen_bleisatz_blei_bleiletter_letter_texter_text_buch_buchstabe_typo_typografie_zeitung_stock_foto_5439_normal.jpg • http://www.lebendreipunktnull.net/tl_files/Leben30/Logos/FAZ-Logo-sw.png • http://anzeigenpreise.tagesspiegel.de/cms/upload/Logos/Tagesspiegel_mit_Subline.gif • http://4.bp.blogspot.com/-W1401QGO9fo/T9qUt79kAUI/AAAAAAAAADA/xCg3Ik3Uiu4/s1600/agendasetting.jpg • https://encrypted-tbn1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTlUNwSAA5wJSVlcxORf4DcvAozZiTl_x8C1xCG12FbQFmuSAYQGQ 34
  35. 35. Gruppenarbeit 35
  36. 36. Diskussionsfrage Welche Rolle spielt die interpersonale Kommunikation beim Agenda-Setting? 36

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