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nuances Newsletter - February 2015

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This issue highlights the shifting business model of utilities in the United States after over 130 years of relative stability. This article discusses the implications of increased distributed generation and future of the utilities grid.

In the energy efficiency section, we discuss the recent benchmark paper published by the German Federal Ministry of Economics and Energy (BMWi) on smart meters for smart grids. nuances details how the rollout is taking place in Germany and the implications this has for current and future data protection regulations. Also discussed in this article is the roll the UK has played in their earlier start on the installation of smart meters for smart grids, as well as their approach to data protection.

In the finance section, nuances reports on Ecuador, the first country to establish a state-run “Sistema de Dinero Electrónico,” or electronic money system (EMS). This digital currency has been compared to Kenya’s M-Pesa, as reported in the nuances December 2014 newsletter, a money transfer service that recently expanded to Europe by way of Romania.

The transportation section covers National Express’, a UK rail franchise and bus company, acquisition of a 12-year contract for the above-ground train in Nuremburg. This contract is the first of its size to not be given to German national rail company, the Deutsche Bahn.

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nuances Newsletter - February 2015

  1. 1. 1 N°27 – Februar 2015 ......................................................................................... ENERGIE ......................................................................................... US ENERGIEVERSORGER STEHEN VOR GROSSEN HERAUSFORDERUNGEN Zum ersten Mal steht das Geschäftsmodell der zentralen Stromversorgung weltweit vor der Transformation. Auf- grund gesunkener Kosten und zunehmender Regulierung, setzen beispielsweise US-amerikanische Verbraucher und Unternehmen stärker auf erneuerbare Energien, Energie- effizienz, Eigenversorgung und Netzmanagement über das Smart Grid. Der amerikanische Verband der Stromerzeuger, Edison Electric Institute (EEI), bezeichnet die aktuelle Situation der Branche als „schwierig“. Die Energieversorger fürchten sich vor zwei Entwicklungen: erstens, dass der Kundenstamm sowie die Einnahmen aufgrund günstiger Solar- und Wind- technologien rückläufig sind und gleichzeitig das Netz wei- terhin bezahlt werden muss. Zweitens, dass die Versorger gezwungen sind, die Preise, aufgrund der zurückgehenden Gewinne, zu erhöhen. Hohe Preise bergen jedoch die Ge- fahr, noch mehr Kunden zu verlieren – damit würden sich die Energieversorger in einem „Teufelskreis“ befinden, so Jeff McMahon vom Forbes Magazine. WER BESITZT DAS AMERIKANISCHE STROMNETZ? 50 Prozent des Netzes fallen auf eigentümergeführte Energiever- sorgungsunternehmen (EVU). Weitere 25 Prozent des Stromnet- zes sind in Staatsbesitz und genossenschaftlich organisiert. Unab- hängige Energieversorger sind für die verbleibenden 25 Prozent verantwortlich. WER BETREIBT DAS NETZ? Anlagenbetreiber und Netzeigentümer betreiben das Netz. Der unabhängige Systembetreiber und die regionalen Netzeigentü- mer sind verantwortlich für die Kontrolle der Netzlasten und des Spannungsüberschusses, das Betreiben der Übertragungsanlagen und der Erzeugung sowie für die Entwicklung von Notfallplänen. THEMEN / TOPICS: ENERGIE 1 US Energieversorger stehen vor großen Herausforderungen / US energy utilities face great challenges 3 ENERGIEEFFIZIENZ 5 Smart Meter für intelligente Netze in Deutschland / Smart meters for smart grids in Germany 6 VERKEHR 7 National Express kommt nach Nürnberg / National Express comes to Nuremberg 7 FINANZEN 8 Ecuador führt digitale Währung ein / Ecuador First Country with Digital Currency 8
  2. 2. 2 N°27 – Februar 2015 Photo: © Ingo Bartussek – Fotolia DEZENTRALE ERZEUGUNG IST AUF DEM VORMARSCH Bisher hatten amerikanische Energieversorger kaum Grund, der Eigenstromerzeugung aus Kraft-Wärme- Kopplung, Solar und Wind Beachtung zu schenken. Das Geschäftsmodell von Großanlagen zur Energie- und vor allem Stromerzeugung galt in den Vereinigten Staaten als belastbar. Doch die Trends gehen in eine andere Richtung. Die sogenannte dezentrale Erzeugung wird vor Ort produ- ziert und verbraucht. Die Übertragung über große Strecken ist etwa aufgrund von Zusammenschlüssen, wie virtuellen Kraftwerken, nicht mehr notwendig. Bei der dezentralen Erzeugung wird der Konsument auch Produzent: er wird „Prosumer“. Lyndon Rive, Experte für Solarenergie, konstatiert aller- dings, dass EVUs sich nicht in einem „Teufelskreis“ sondern vielmehr in einer „Veränderungsspirale“ befinden, die von ihnen neue Geschäftsmodelle erzwingen wird. ERNEUERBARE ENERGIEN: EN VOGUE UND BEZAHLBAR GTM Research, ein Marktanalyse-Unternehmen, schätzt, dass in den USA über 43.300 Unternehmen und 596.000 Haushalte über Solar Panels verfügen und diese zu Eigen- produktion und -verbrauch nutzen. Insgesamt stellte GTM Research einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage inner- halb der letzten vier Jahre fest. Dies könne auf die gesun- kenen Kosten für Solarenergie zurückgeführt werden. Bisher folgte der amerikanische Stromverbrauch dem Wirtschaftswachstum des Landes. Dieser Zusammenhang ist inzwischen aufgehoben. Laut Schätzungen der US Ener- gy Information Administration (eia), werden Energiever- sorger im Jahr 2015 zwei Prozent weniger Strom als noch 2007 produzieren. Dieser Trend wird auch durch die de- zentrale Energieerzeugung getragen. Die Erzeugungsstruktur von erneuerbaren Energien ist regional unterschiedlich. Solarenergie wird vornehmlich in sonnigeren Staaten wie Kalifornien und Nevada erzeugt und genutzt. Auch in den Vereinigten Staaten gibt es – ähnlich wie in Deutschland und anderen EU- Mitgliedstaaten – Investitionszuschüsse auf lokaler, regio- naler und Bundesebene. WAS PASSIERT MIT DEM ÜBERTRAGUNGSNETZ? Zurzeit ist die Netzstabilität noch garantiert – zumindest aktuell. Gerade aus der Industrie gibt es zunehmend Be- denken im Hinblick auf die Versorgungssicherheit. Solar und Wind sind als Energieträger zu volatil. Entsprechend sind viele Eigenproduzenten weiterhin an das Energienetz angebunden. Dies hat jedoch negative Folgen für das Netz, da die Volatilität die Netzstabilität gefährdet. Wartung und Entwicklung, wie das Lastmanagement, stehen vor einer großen Herausforderung, wenn immer mehr Prosumenten überschüssige Energie zurück ins Netz leiten. Energieversorgungsunternehmen haben diesbezüglich bereits Kritik geäußert. Der Vorwurf: Personen mit eige- nem Solarpanel zahlen weniger für das Netz und belasten somit zunehmend Verbraucher, die sich aufgrund ihres geringeren Einkommens keine eigene Solaranlage leisten können. Steigen die Preise für die Netzstabilität müssten die Versorger die Kosten für die Netze auf alle Verbraucher umlegen.
  3. 3. 3 N°27 – Februar 2015 Solche Beschwerden haben zu vielen politischen und regu- latorischen Diskussionen in den USA geführt. Energiever- sorger verlangen, dass Haushalte mit eigener Energieer- zeugung höhere Beiträge zahlen müssen. Entscheidungen wurden hierzu bereits in Arizona und Oklahoma getroffen. Während in Arizona Haushalte mit Solaranlage eine Ge- bühr von 5 USD monatlich an die Energieversorger zahlen; sieht die Regelung in Oklahoma vor, dass sich die Versor- ger mit den Regulierern einigen müssen, ob zusätzliche Kosten für den Netzbetrieb erhoben werden dürfen. ELEKTROMOBILITÄT: DAS NEUE GESCHÄFTSMODELL DER ENERGIEVERSORGER? Während Energieversorger sich zunehmend gegen dezent- rale Kleinanlagen behaupten müssen, könnten Fahrzeuge mit Elektroantrieb ein Ausweg für das Energienetz bedeu- ten. Zwar ist die Nachfrage für Elektrofahrzeuge noch ge- ring – doch sollte der Ölpreis wieder steigen, könnte sich dies auch positiv auf die Elektromobilität auswirken. Die Zukunft für Energieversorger sei eher positiv als nega- tiv, so Elon Musk, CEO von Tesla Motors: „da wir uns mehr in Richtung elektronischer Mobilität bewegen, wird sich die Stromnachfrage signifikant erhöhen.“ In einem kürzlich erschienen Bericht nennt das Edison Electric Institut Elekt- rofahrzeuge einen „vielfachen Gewinn“ für Energieversor- ger. So könnte durch die Elektromobilität nicht nur die Energienachfrage steigen, sondern auch dabei helfen um- weltpolitische Ziele zu erreichen. US ENERGY UTILITIES FACE GREAT CHALLENGES For the first time, the business model of centralised elec- tricity generation has been threatened worldwide. Due to a decrease in costs and government incentives, US house- holds and businesses have turned to alternative energy providers – that is to say, producing their own energy. US industry association, the Edison Electric Institute (EEI), recently called the challenges electric utilities are up against, “disruptive.” The fear the electric utilities have is twofold: firstly, that customers and revenue will be lost due to the pursuit of less-expensive solar and wind tech- nologies and leave utilities to pay for running the grid; secondly, that as a result of less business, utilities will be forced to increase rates. The higher prices could lose more customers and place utilities in what is known as a “death spiral.” WHO OWNS THE ELECTRIC SYSTEM? Investor-owned utilities account for ownership of over 50 per cent of net generation and about 80 per cent of trans- mission. Public-owned utilities and cooperatives, along with the federal power agencies, represent 25 per cent of net generation and almost all of the remaining transmis- sion. Independent power producers account for the re- maining 25 per cent of net generation. WHO RUNS THE GRID? Generator operators and transmission owners operate the grid. The independent system operator and regional transmission organisations play key roles in grid operation. These individuals are responsible for monitoring system loads and voltage profits, operating transmission facilities and direct generation and defining operating limits and developing contingency plans. Reliability coordinators are also a part of running the grid. The North American Electric Reliability Corporation “de- velops and enforces reliability standards, monitors the bulk power system; accesses future adequacy; audits owners, operators and users for preparedness.” DISTRIBUTED GENERATION ON THE RISE Up until now, investors in utilities have not given self- produced solar, wind and biogas technologies too much gravity. Renewables are at the heart of “distributed gener- ation,” or, the use of small-scale power generation tech- nologies that produce power as it is needed. The negative aspect of renewable energy is that it is not always available as it is largely dependent on the climate. Distributed gen- eration (DG) creates power on-site, rather than centrally.
  4. 4. 4 N°27 – Februar 2015 This can lower cost for the user, who also becomes more independent. Renewables in the form of DG take control away from utilities and place it in the hands of consumers who are also producing energy, nowadays often referred to as “prosumers.” Industry experts state that utilities’ business model has been stable up until now, because it has thus far been the most inexpensive and reliable way to supply power to the consumer. Lyndon Rive, solar energy expert, states that while utilities might not actively be in a “death spiral,” there is certainly a “change spiral” occurring. Rive states, “when you’ve had a monopoly for over a hundred years, and you’ve never seen change, change might seem like death to you.” RENEWABLE ENERGY: EN VOGUE AND AFFORDABLE Renewable energy solutions to utilities are on the rise – GTM Research, a company for market analysis, estimates over 43,300 businesses and 596,000 homes in the US have solar panels. The study also demonstrates a marked in- crease over the past four years in businesses and homes. This could be due to the decrease in solar power costs, which sank because of increased production. Normally, US electricity consumption has followed the country’s economic growth. This trend has recently been broken. In fact, according to the US Energy Information Administration, power generators are estimated to pro- duce two per cent less power in 2015 than was produced in 2007. Contributing to this development is distributed generation. While there is a rise in DG, its use varies across the US. Solar power, for example, is relied upon in sunnier states such as California and Nevada on the West Coast. Howev- er, the costs associated with personal solar power infra- structure development tend to be pricier than centralised power. This is where government subsidies come in at the local, state and federal level. Photo: © Fotolia WHAT HAPPENS TO THE GRID? Many DG consumers worry that with sole dependency on solar or wind technologies; power might not always be available when it is needed. Therefore, these individuals stay connected to the grid and use it as needed. This has a negative impact on the grid stability and therefore on the security of supply as blackouts become more likely. In addition, these consumers use less power, so they pay less towards the operation, maintenance and development of the grid. This, paired with the practice of “net metering,” which allows consumers to sell back any extra power they generate to the grid, serves only to worsen the situation for utilities. Utilities criticise individuals relying on DG, saying that they are harming other consumers with lower incomes by forc- ing them to bear the brunt of paying for the grid. Moreo- ver, if managing the grid becomes more expensive, utilities will have to increase their prices to recover the losses. Complaints of this nature have led to political regulatory disputes throughout the US. Utilities are trying to make homeowners with DG pay more fees. Results have varied state by state, with decisions already made in Oklahoma in favour of surcharges to be imposed in 2015.
  5. 5. 5 N°27 – Februar 2015 ELECTRIC CARS: UTILITIES’ NEW BUSINESS MODEL? While utilities are having a difficult time competing against DG, electric cars could provide more possibilities for the grid. Currently, electric cars are not selling quickly due to low oil prices. However, if oil prices are to rise in the near future, electric cars could become an alternative. “The future for utilities is actually not a bad future, its pretty good,” said Elon Musk, CEO and chief product archi- tect of Tesla Motors. “As we transition to electric transport, we’re going to see a significant increase in the demand for electricity.” In a recent report, the Edison Electric Institute called elec- tric cars a “quadruple win” for utilities companies. EEI discussed how the plug-in cars could boost industry de- mand as well as facilitating environmental goals. .......................................................................................... ENERGIEEFFIZIENZ ......................................................................................... SMART METER FÜR INTELLIGENTE NETZE IN DEUTSCHLAND Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 09. Februar die Eckpunkte für das Verordnungspa- ket „Intelligente Netze“ vorgestellt. Damit sollen die Rah- menbedingungen für die Einführung von Smart Metern, also intelligenten Messsystemen, gelegt werden. Im Ge- gensatz zur britischen Regierung fokussiert die deutsche Regierung allein auf den Strommarkt. Angesichts der Effizi- enzgewinne, die im Wärmemarkt zu erreichen sind, sehen internationale Beobachter diesen Politikansatz kritisch. Die Installation von Smart Metern im Strombereich soll nur verpflichtend sein, wenn der Stromverbrauch über 6.000 kWh jährlich liegt. Verbrauchsunabhängige Einbauver- pflichtungen bei Neubauten und umfassenden Renovie- rungen, wie derzeit im Energiewirtschaftsgesetz vorgese- hen, sollen entfallen. Zentrale Bestandteile des Verord- nungspaketes sind eine Messsystemverordnung zur Ge- währleistung des Datenschutzes, eine Datenkommunikati- onsverordnung sowie eine „Rollout“-Verordnung. ENERGIEWENDETAUGLICHES SMART METERING Das deutsche Stromsystem basiert zunehmend auf volati- len Energieträgern wie Wind und Photovoltaik. Je größer der Anteil erneuerbarer Energien an der Erzeugungskapazi- tät, desto mehr schwankt die verfügbare Leistung. Diese Flexibilität erfordert eine Modernisierung der Mess- und Steuerungsinfrastruktur. Durch den Einsatz von Smart Metern erwartet die Bundesregierung, dass das Gleichge- wicht zwischen Angebot und Nachfrage gesteuert wird, was zur Systemsicherheit beiträgt. So würde sich die Nach- frage am Energieangebot orientieren. Denn Smart Meter ermöglichen die Kommunikation zwischen Versorger, Netzbetreiber sowie Verbraucher und somit das Lastma- nagement. Durch Smart Meter können selbst Kleinerzeugungsanlagen in das intelligente Netz eingebunden werden. Ziel der Bun- desregierung ist es, dass dadurch die erneuerbaren Ener- gien in den Markt integriert werden. Denn die intelligente Messtechnik zeigt Netzbetreibern und Direktvermarktern die Erzeugung der Anlagen an, wodurch diese gesteuert werden können. Dies trage zur Systemsicherheit bei und ermöglicht eine „effiziente Vermarktung des Stroms“, so das Eckpunktepapier des BMWi. VERBRAUCHERFREUNDLICH BEDEUTET DATENSCHUTZ Auch der Verbraucher kann laut Bundesregierung von Smart Metern profitieren. Zum einen zeigt der Zähler den eigenen Energieverbrauch in Echtzeit an; zum anderen werden dem Verbraucher so Smart Home-Applikationen ermöglicht. Nichtsdestotrotz legt die Bundesregierung einen hohen Wert auf die Sicherheit der Datenströme. So heißt es „Sichere Kommunikation steht an erster Stelle“ (Seite 3). Die Schutzprofile des Bundesamtes für Sicherheit
  6. 6. 6 N°27 – Februar 2015 in der Informationstechnik (BSI) liefern hierfür die Stan- dards und sollen in der Messsystemverordnung geregelt werden. Allerdings wird die EU-Datenschutzgrundverordnung, die aktuell verhandelt und deutsches Datenschutzrecht ablö- sen wird, in dem Eckpunkte-Papier des BMWi nicht er- wähnt. Inwieweit sich die europäische Verordnung auf das Smart Metering auswirken wird, zeigt die nuances Hinter- grundanalyse „Datenschutz und Smart Metering: kompati- bel oder unvereinbar?“. Diese ist kostenlos bestellbar un- ter mail@nuances.de. Das BMWi plant, die Verordnungsentwürfe für eine Kabi- nettsbefassung noch vor der parlamentarischen Sommer- pause 2015 vorzulegen. Das Eckpunktepapier, Baustein für die Energiewende: 7 Eckpunkte für das Verordnungspaket Intelligente Netze“, finden Sie hier: http://bit.ly/1zBTSR6. SMART METERS FOR SMART GRIDS IN GERMANY The German Federal Ministry of Economics and Energy (BMWi) published a benchmark paper for the regulation package "Smart Grids" early this month. In contrast to the British government the German government focusses only on the electricity but not on the heat market. Regarding the energy efficiency potential in the heat market, interna- tional experts take a critical stance towards the German approach. Smart meters will not be initially mandatory for all build- ings throughout the country. Instead, the installation of smart meters will only be obligatory for households that consume over 6,000 kWh per year. Additionally, consump- tion-independent installation obligations for new buildings and buildings undergoing renovations as part of the Energy Act will be cancelled. Key elements of the regulation pack- age are measuring systems to ensure data protection, data communications and “roll-out” regulations. SMART METERING IN GERMANY AND THE UK In the UK, the roll-out of smart meters has already begun, with talks taking place as early as 2011. The UK’s Depart- ment of Energy and Climate Change has made it mandato- ry that as of this year, energy suppliers provide all homes and small businesses with smart meters by 2020. At the end of the five-year period, energy suppliers will be re- sponsible for replacing over 53 million gas and electricity meters in over 30 million homes and small businesses. Due to this month’s smart meter regulations presented by the BMWi, the German government expects that the use of smart meters will help to control the balance between energy supply and demand, hence providing system securi- ty. The German electric system is increasingly based on energy sources such as wind and solar – sources that are not always dependable. Smart meters will also enable communication between providers, network operators and consumers. Additionally, the German government’s goal is to have renewable energy integrated into the smart grid via smart meters. DATA PROTECTION IN GERMANY AND THE UK The Energy Efficiency Directive, in tandem with other EU directives, establishes the European framework for smart meters. In the UK, however, the Department of Energy and Climate Change (DECC) conducted a consultation regarding data access and privacy in 2012 that went beyond the current European framework. Additionally, after receiving pressure from consumer groups and the media regarding data protection concerns, a privacy charter was estab- lished to protect individuals. In addition, a new Smart En- ergy Code was established and is managed by the Smart Energy Code Panel and overseen by the Data and Commu- nications Company (DCC). The German Federal Office for Information Technology Security (BSI) has placed a high value on the security of data streams that go hand in hand with smart metering. This is mentioned in “Secure Communication is Para- mount,” in the BMWi’s publication on smart metering. What was not mentioned, however, is the extent to which
  7. 7. 7 N°27 – Februar 2015 the EU General Data Protection regulation will affect smart metering. This regulation is currently being examined and will soon replace German data protection laws. The extent to which smart metering might be affected is discussed in the nuances background analysis: “Data Protection and Smart Metering: Compatible or Incompatible?” This analy- sis is available free of charge and can be requested from this email address: mail@nuances.de. The BMWi plans to submit draft regulations for a referral to the Federal Cabinet before the 2015 parliamentary summer recess. The benchmark paper, “Building Blocks for the Energy Revolution: 7 Benchmark Points for the Regula- tion of Smart Grids,” can be found here: http://bit.ly/1zBTSR6. .......................................................................................... VERKEHR .......................................................................................... NATIONAL EXPRESS KOMMT NACH NÜRN- BERG Das britische Verkehrsunternehmen, National Express, wird voraussichtlich ab 2018 für zwölf Jahre die Nürnber- ger S-Bahn betreiben, so die bayerische Eisenbahngesell- schaft (BEG). Damit verliert die Deutsche Bahn erstmals den Zuschlag für den S-Bahn-Verkehr einer solchen Größe. Das ausgeschriebene Liniennetz verfügt über eine Gesamt- länge von 230 Kilometer. Darüber hinaus wird National Express auch zwei Regionalverbindungen in Nordrhein- Westfalen ab Dezember 2015 betreiben. Das Nürnberger S-Bahn-Netz umfasst vier Linien und 75 Stationen. Aktuell werden 20 Millionen Passagiere pro Jahr transportiert. National Express rechnet nach eigenen An- gaben mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro über die zwölfjährige Vertragslaufzeit. Vorstandsvorsitzender der National Express Group, Dean Finch, kommentierte hierzu: "National Express ist erfreut, erneut einen Schienenvertrag in Deutschlang gewonnen zu haben. Daran zeigt sich, welch ausgezeichnete Wachstumschancen Deutschland unserem Konzern bietet.“ Die Deutsche Bahn legte bereits Einspruch gegen die Vergabe an National Express ein. „Das Angebot ist hinter- fragenswert und wir wollen eine Neubewertung seitens der BEG“, so ein Bahn-Sprecher. Die Überprüfung der Ent- scheidung durch die Vergabekammer in Bayern wird sich voraussichtlich über mehrere Wochen, eventuell Monate, hinziehen. NATIONAL EXPRESS COMES TO NUREMBERG UK rail franchise and bus company National Express won a 12-year rail contract for the above-ground train, the “Schnellbahn,” or S-Bahn, in Nuremberg on 01 February. This marks the first time the German national rail compa- ny, the Deutsche Bahn, has ever lost a city-railway fran- chise of this proportion. The lines have a total length of 230 kilometres. In addition, National Express won con- tracts in 2014 for regional trains connecting Munster, Co- logne and Bonn. The Nuremberg contract will entail four Bavarian rail lines that make up the city’s S-Bahn. The rail carries almost 20 million passengers per year and will provide National Ex- press with an estimated revenue of 1.4 billion Euros when the contract begins in 2018. Chief executive of National Express Group, Dean Finch, says “National Express is delighted to have won another rail contract in Germany, confirming this market as an exciting growth opportunity for the group. This new rail contract in Bavaria, which builds on our earlier success in North Rhine-Westphalia, is further evidence that our track record in running the UK’s leading rail franchise is recog- nised internationally.” The Deutsche Bahn has issued an appeal to the Bavarian Rail Society (BEG). The BEG’s review of the decision could take weeks or even months.
  8. 8. 8 N°27 – Februar 2015 .......................................................................................... FINANZEN .......................................................................................... ECUADOR FÜHRT DIGITALE WÄHRUNG EIN Digitale Währungen gibt es bereits seit einiger Zeit – die wohl bekannteste ist Bitcoin. Auch in Schweden werden seit Jahren digitale Bezahlplattformen genutzt. Doch bisher gibt es keinen einzigen Staat, in dem ein digitales Zah- lungssystem staatlich kontrolliert und eingesetzt wird. Ecuador, mit seinen 16 Millionen Einwohnern, ist nach dem Willen des Präsidenten Rafael Correa nun das erste Land mit einer offiziellen, digitalen Währung. Laut Pablo Paraden, Leiter des Instituts für Volkswirt- schaftslehre an der Universidad San Francisco de Quito, haben 40 Prozent der Ecuadorianer keinen Zugang zu ei- nem Bankkonto. Mithilfe der virtuellen Währung können Beträge nun in einer "elektronischen Geldbörse" auf dem Mobiltelefon des Benutzers gespeichert werden. Dafür muss sich der Verbraucher lediglich über ein Mobiltelefon mit seiner Ausweisnummer registrieren. Sobald diese In- formation bestätigt ist, können Transaktionen durchge- führt werden. Im Jahr 2000 wurde die ecuadorianische Währung Sucre aufgrund einer Hyperinflation abgeschafft. Damit ist Ecua- dor quasi währungslos und das Währungssystem basiert auf dem amerikanischen Dollar. Dadurch kann das Land keine eigene Geldpolitik betreiben. Seit dem 23. Dezember 2014 gilt nun das neue Zahlungsmittel. Es ersetzt allerdings nicht den Dollar, sondern wird ergänzend eingesetzt. Auch wurden mit der neuen Währung, alle anderen virtuellen Währungen, wie der Bitcoin, offiziell verboten. Die neue digitale Währung gibt Ecuador einen Teil seiner monetären Souveränität zurück. Zwar kommentieren Re- gierungsvertreter, dass die virtuelle Währung die Verwen- dung des US-Dollars unterstütze; doch Experten sehen darin die Möglichkeit Ecuadors, sich vom Dollar zu distan- zieren. Die neue Währung wird von Bareinlagen der Ver- braucher in US-Dollar gedeckt und soll insbesondere für mobile Zahlungen genutzt werden. Ende 2015 soll es dar- über hinaus möglich sein, Steuern und andere Dienstleis- tungen über das neue elektronische Geldsystem (Sisteme de Dinero Electronico, SDE) abzuwickeln. Die ecuadoriani- sche Zentralbank erwartet, dass sich 500.000 Einwohner im Laufe 2015 für das System registrieren werden. Die neue Währung Ecuadors ist zwar digital, kann jedoch nicht mit Bitcoins verglichen werden. Bitcoin ist eine de- zentrale digitale Währung, während die ecuadorianische, virtuelle Währung von der Zentralbank kontrolliert wird und an den US-Dollar geknüpft ist. Vielmehr wird das neue Zahlungsmittel mit dem in Kenia etablieren System M-Pesa verglichen, das mittlerweile auch in Rumänien eingesetzt wird (nuances berichtete hierzu im Dezember 2014). ECUADOR FIRST COUNTRY TO HAVE DIGITAL CURRENCY Digital currencies have existed for some time now. In Swe- den, for example, digital currency platforms have been in use for several years. To date, however, there has yet to be a country with a state-run electronic payment system. Ecuador’s 16 million citizens will be the first in the world to partake in a digital currency sponsored by the government. 40 per cent of Ecuadorians do not have access to a bank account, says Pablo Parades, head of the Institute of Eco- nomics at the Universidad San Francisco de Quito. Ecua- dor’s digital currency will enable the exchange of physical cash for digital money that will be stored in an “electronic wallet” on user’s mobile phones. To sign up for an EMS account, the user must have a mobile phone and a nation- al identity number. Once this information is confirmed, the user is able to perform transactions. The “Sistema de Dinero Electrónico,” or Electronic Money System (EMS), has been established to support the coun- try’s US dollar-based currency. Ecuadorian law states that economic transactions are conducted in US dollars, and have been since 2000 when the government adopted the
  9. 9. 9 N°27 – Februar 2015 currency. However, old Ecuadorian national bills are still in use, despite deterioration. These bills can be used to buy newer US-dollars for use in official transactions. According to a representative of the Board of Regulation and Monetary and Financial Policy, Ecuador spends over three million USD annually to replace old monetary notes for new dollars. With a digital currency, physical notes will be stored in the central bank and the population can utilise mobile payments. This would protect physical currency and allow Ecuadorians less dependency on paper money. Although government officials state that the digital curren- cy is meant to support the use of the US dollar, critics are quick to mention that the digital alternative to physical notes could be a way for the country to distance itself from the dollar. If Ecuador’s digital currency is successful, it might no longer need to rely on the US-dollar and could revert back to its national currency, but this time, digitally backed. This could be an opportunity for Ecuador to gain financial independence from the US. Later this year, users of the digital currency will be able to pay taxes and other public services via mobile payment. The Central Bank ex- pects almost 500,000 people to sign up over the course of the year. Ecuador’s new currency, while digital, is not akin to bitcoin. Bitcoin is a decentralised digital currency while the new Ecuadorian EMS is government-controlled and anchored by the US dollar. The digital currency has, however, been compared to Kenya’s M-Pesa, reported in nuances’ De- cember 2014 newsletter, a money transfer service that recently expanded to Europe by way of Romania. Accord- ing to the Central Bank, Ecuador’s new digital currency will require neither internet access nor an account with a fi- nancial institution and can be redeemed at any time for physical USD. Für Fragen und Rückmeldungen wenden Sie sich bitte an mail@nuances.de. Please feel free to send questions and comments to mail@nuances.de.* Sollten Sie den Newsletter nicht weiter beziehen wollen, senden Sie uns eine e-mail an: mail@nuances.de mit der Nachricht: „unsubscribe“. * If you wish to be removed from the newsletter mailing list, please contact mail@nuances.de and place “unsub- scribe” in the subject heading.

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