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[PDF] Pressemitteilung: Stahlbau geht bei Nachhaltigkeit in die Offensive - national und international
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  1. 1. PRESSEINFORMATION Tel.: 0211.6707.830/828 Fax: 0211.6707.829 zentrale@bauforumstahl.de www.bauforumstahl.deText unter www.bauforumstahl.de/presse ÖA: Angelika Demmer 07.10.2010Stahlbau geht bei Nachhaltigkeit in die Offensive – national und internationalEntwicklung der Stahlbauproduktion besser als erwartetIn Weimar werden die Stahl-Architekturpreise und die Nachwuchspreise verliehenAuf dem Deutschen Stahlbautag, der vom 7.-8. Oktober 2010 in Weimar stattfindet, sendet dieBranche positive Aufbruchsignale. Die gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung gibt auch demStahlbau wieder Impulse. Die Produktion ging zwar in 2009 erwartungsgemäß um 12,7 % auf1,986 Mio Jahrestonnen zurück, sie lag damit aber immer noch um 13,5 % über demlangjährigen Durchschnitt von ca. 1,75 Mio. Für 2010 wurden die ursprünglichen Prognosen auf1,85 Mio. Tonnen angehoben, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um rd. 7%entsprechen würde. Dabei muss beachtet werden, dass der Stahlbau gegenüber der gesamtenBauwirtschaft mit zeitlicher Verzögerung reagiert und durch den schwachen Wirtschaftsbau undpolitische Unsicherheiten beim Kraftwerksbau besonders betroffen ist. Allerdings sehen dieKraftwerksbauer den Markt im europäischen Ausland und international mittelfristig durchauspositiv. „Sorge bereiten allerdings die unzureichenden Margen der mittelständischenStahlbaubetriebe“, so Dr. Volkmar Bergmann, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Stahlbau-Verbandes DSTV. „Die äußerst volatilen Vormaterialpreisschwankungen führen schon imAngebotsstadium zur absoluten Verunsicherung der Stahlbauunternehmen.“ Preisbindungenüber längere Zeiträume kämen kaum zustande. Das Abgehen der Rohstofflieferanten vonJahresverträgen treffe die deutschen Stahlbauunternehmen deshalb besonders hart.Dr. Bernhard Hauke, Geschäftsführer von >>bauforumstahl unterstrich die Bedeutung derNachhaltigkeit für die Stahlbaubranche. Mit der ganzheitlichen Betrachtung im Bauwesen habeein unumkehrbarer Prozess begonnen, der dem Stahlbau Aufwind gebe. „Für die Herstellungbrauchen die (Stahl)Produzenten zwar pro Tonne etwas mehr Energie als für andere Baustoffe,dafür kann mit einer Tonne Stahl aber auch wesentlich mehr Bauwerk errichtet werden“, soKnut Göppert vom Ingenieurbüro schlaich bergermann und partner.bauforumstahl e. V. I Sohnstraße 65 I 40237 Düsseldorf I Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Bernhard Hauke, PhDMitglieder:AfV Beltrame GmbH, AG der Dillinger Hüttenwerke, ArcelorMittal Commercial Long Deutschland GmbH, Corus Construction & Industrial,Gallardo Sections SL, Ilsenburger Grobblech GmbH, Peiner Träger GmbHInteressengemeinschaft Bauforum Stahl (IGBS): ArcelorMittal Distribution GmbH, Carl Spaeter GmbH, Friedrich Kicherer KG,G. ELSINGHORST Stahl und Technik GmbH, Heinrich Schütt KG GmbH & Co., Heitmann Stahlhandel, Kerschgens Stahl & Mehr GmbH,Klöckner Stahl- und Metallhandel GmbH, KNAUF INTERFER SE, Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH
  2. 2. 2Unter der Federführung von >>bauforumstahl haben die Profilhersteller ArcelorMittal, PeinerTräger und Stahlwerk Thüringen sowie die Grobblechhersteller Dillinger Hütte und IlsenburgerGrobblech beim Institut Bauen und Umwelt eine Umwelt-Produktdeklaration (EPD) fürwarmgewalzte Profile und Grobbleche erstellen lassen. Die Umweltdaten der europäischenQualitätsstahlhersteller sind im Vergleich zur sog. Ökobau.dat (Datenbank des Bundes mitDurchschnittswerten der Branche) um mehr als 20 % besser, bei einzelnen Werten sogar deutlichbesser. „Hier zahlt sich aus, dass in den vergangenen Dekaden kontinuierlich in eine moderne,umweltfreundliche Stahlproduktion investiert wurde und dies bei hohen sozialen Standards“, soBernhard Hauke. „Das ist nicht überall auf der Welt so. Mit der Umwelt-Produktdeklaration fürBaustahl made in Europe besteht für die Produkthersteller die Möglichkeit, sich über den reinenPreiswettbewerb hinaus zu differenzieren, was zukünftig hoffentlich auch bei öffentlichenAuftraggebern in die Entscheidungsfindung bei der Auftragsvergabe einfließt.“Vorteile bringe die Umwelt-Produktdeklaration sowohl für die Nachhaltigkeitszertifizierung nachdem Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen (DGNB) oder dem BewertungssystemNachhaltiges Bauen (BNB) des Bundes als auch für die erforderlichen Nachweise der neuenBauproduktenverordnung, die Mitte 2011 in Kraft tritt. Mit der darin enthaltenen neuenAnforderung „Nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen“ werde mehr Wert aufRecyclingfähigkeit, Umweltfreundlichkeit und Dauerhaftigkeit der Bauwerke gelegt. StählerneBauprodukte seien hier laut Hauke im Vorteil.Schließlich bestätige die EPD dem Stahl auch die Erfüllung der aus der neuen EU-Abfallrahmenrichtline erwachsenden Forderungen einer Recycling- und Verwertungsquote vonmindestens 80 % für Bau- und Abbruchabfälle ab 2020 sowie der – quasi Vorwegnahme – derneuen Abfallhierarchie: 1. Vermeidung, 2. Wiederverwendung, 3. Recycling, 4. SonstigeVerwertung (z.B. energetisch), 5. Beseitigung (Deponierung). „Baustoffe sind demnach soauszuwählen, dass sie möglichst hochwertig wiederverwendet bzw. recycelt werden können. In derUmwelt-Produktdeklaration Baustahl ist eine Sammelrate von 99 % dokumentiert, für anschließendedirekte Wiederverwendung der Baustahlprodukte 11 % bzw. für tatsächliches Recycling unterBeibehaltung oder Verbesserung der Baustoffeigenschaften 88 %“, so Bernhard Hauke. Es sei nurkonsequent, diese Vorteile des Stahlbaues jetzt auch offensiv zu kommunizieren.Nach der vor zwei Jahren in Deutschland gestarteten „Initiative Nachhaltiger Stahlbau“ ist aufeuropäischer Ebene vergangene Woche in Brüssel die Nachhaltigkeitsstrategie für deneuropäischen Stahlbau (Steel Network Sustainable Construction Charter) unterzeichnet worden.Unterzeichner sind Worldsteel als internationale Organisation der Stahlindustrie, Eurofer alseuropäisches Pendant, die Europäische Konvention für Stahlbau sowie Eurometal als europäischeVereinigung der Stahlbauunternehmen und des Stahlhandels, Europas führende Unternehmen derStahlindustrie, wie ArcelorMittal, Salzgitter, Tata Steel oder die Dillinger Hütte – alles Mitglieder bei>>bauforumstahl – sowie die Mitglieder des IPO Steel Network, dem Sprachrohr der unabhängigeneuropäischen Stahlbauorganisationen, zu deren Gründungsmitgliedern auch >>bauforumstahl zählt.
  3. 3. 3Die Charta bekräftigt die Absicht, die Zusammenarbeit und den Dialog unter allen Akteuren imStahlbau zu intensivieren, um Strategien für einen effizienten Umweltschutz, Forschung undInnovationen sowie Aufklärung über die Stahlanwendung für nachhaltige Bauwerke zuentwickeln. Die Unterzeichner sehen die Charta als Beitrag, der globalen Erwärmung Einhalt zugebieten, ganz entsprechend der im Juni dieses Jahres vom Europäischen Ratverabschiedeten Strategie für 2020, bei der wirtschaftlichen Entwicklung drei Ziele zu verfolgen:intelligentes Wachstum, nachhaltiges Wachstum, umfassendes Wachstum. Laut der Chartabietet „Stahl vielfältige Chancen, um im Sinne der Nachhaltigkeit hohe Standards für Umwelt-und Gesundheitsschutz mit wirtschaftlichem Wachstum zu verbinden. Sein Potenzial machtStahl zu einem unverzichtbaren Partner für eine nachhaltige Entwicklung“.Der Deutsche Stahlbautag 2010 in Weimar verzeichnet über 600 Teilnehmer. Am erstmalsveranstalteten Tag der Stahl.Architektur werden am 8. Oktober 2010 die traditionellen Stahl-Architekturpreise verliehen. Den Preis des Deutschen Stahlbaues 2010 erhalten gemeinsamgmp.von Gerkan, Marg und Partner Architekten und schlaich bergermann und partner alsTragwerksplaner für das Cape Town Stadium. „Damit wird im Jahr der Fußballweltmeisterschaftin Südafrika eines der Meisterwerke moderner Stadionarchitektur, ein offensichtlicherExportschlager, ausgezeichnet“, sagte Bernhard Hauke im Namen der Auslober. Erstmals wirdaußerdem ein Sonderpreis für den Aussichtsturm „Landmarke Lausitzer Seenland“ derArchitekten Stefan Giers und Susanne Gabriel vergeben. „Der Turm steht als Metapher fürunsere gemeinsame Geschichte, unsere Gegenwart und unsere Zukunft, in der zwar alleindustriellen Spuren, die Schürfungen des Braunkohletagebaus in einer idyllischenSeenlandschaft verschwinden werden, aber der Wandel spürbar bleibt,“ so die Jury. Haukedankte dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das die Patenschaft fürdiesen Sonderpreis übernommen hat.Den 1. Preis beim "Förderpreis des Deutschen Stahlbaues 2010" gewinnen in diesem Jahr fünfStudierende der Universität Stuttgart (Thomas Geiß, Christian Hahn, Claudia Kaufmann,Christopher Kieser, Michael Schnell), betreut vom Institut für Baukonstruktion 2 (Prof. StefanBehling, Gunter Hauf, Stefan Robanus). Darüber hinaus vergab die Jury einen Sonderpreis für„Venice Hub“ an Stefanie Hickl und Thomas Quisinsky vom gleichen Institut (Betreuer: Prof.Stefan Behling, Prof. Werner Sobek).Die Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues 2010 geht an Ministerialrat a. D.Dipl.-Ing. Joachim Naumann, der damit für sein Engagement zur Förderung der Baukultur imBrücken-, Tunnel- und Ingenieurbau sowie in Forschung, Entwicklung und Normung geehrtwird.

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