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Gliederung 1. Situation und Perspektiven der Wirtschaftsstruktur im LK ROW 2. Wandel im Bildungssektor 3. Fazit© Prof. Dr....
Gliederung 1. Situationund Perspektiven derder Wirtschaftsstruktur    Situation und Perspektiven Wirtschaftsstruktur im   ...
Der globale Wettbewerb wird im nächsten Jahrzehnt den  Bestand vieler Arbeitsplätze im Produktionssektor bedrohen         ...
Ohne Gegenmaßnahmen werden in Deutschland bis 2015 etwa  2 Mio Arbeitsplätze im Produktionssektor verloren gehen          ...
Landkreis ROW – heute wirtschaftlich im guten                     Durchschnitt            181.                       Gesam...
Die Wirtschaftskraft des LK Rotenburg/ W. liegt    bereits heute deutlich unter dem Bundesdurchschnitt                    ...
Der Landkreis ROW bietet im Standortwettbewerbeinen Lohnkostenvorteil – aber nur temporär und regional                    ...
Eine günstige Demografie und Ausbildungsplatzdichte          schaffen noch einen zeitlich begrenzten Puffer               ...
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Stimmen zur Hochschulreform aus der Wirtschaft„Bachelor-Absolventen erhalten attraktive Einstiegschancen. Wir sindüberzeug...
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Der Bologna-Prozess: Ziele und UmsetzungZiel: Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des                  e...
Wesentliche Strukturvorgaben der                   Kultusminister-Konferenz FH und Uni im wesentlichen gleichgestellt Ba...
Studiendauer von Bachelor/Master versus Diplom                                              Uni und FH gleich10           ...
Qualifikationsprofile von Bachelor- und Master-                                    Studiengängen                          ...
Weitere Aspekte des Wandels im Hochschulwesen  Erhebung von Studiengebühren an staatlichen Hochschulen                (i.d...
Welche Vorteile bietet eine Kooperation mit einer     (privaten) Hochschule Ihrem Unternehmen?11    Potenzialträger frühze...
Gliederung1.   Situation und Perspektiven der Wirtschaftsstruktur im LK     ROW2.   Wandel im Bildungssektor3. Fazit© Prof...
Fazit:    Im Landkreis Rotenburg/W kann qualifizierter, an einer Hochschule1    ausgebildeter Nachwuchs den notwendigen Wa...
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Hochschulen als Partner des regionalen Wandels

  1. 1. Hochschulen als Partner des regionalen Wandelsam Beispiel eines Landkreises in Niedersachsen Prof. Dr. Sven David
  2. 2. Gliederung 1. Situation und Perspektiven der Wirtschaftsstruktur im LK ROW 2. Wandel im Bildungssektor 3. Fazit© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 2
  3. 3. Gliederung 1. Situationund Perspektiven derder Wirtschaftsstruktur Situation und Perspektiven Wirtschaftsstruktur im im ROW LK LK ROW 2. Wandel im Bildungssektor 3. Fazit© Prof. Dr. Sven David, 2007 Hochschulen als Partner des regionalen Wandels 3
  4. 4. Der globale Wettbewerb wird im nächsten Jahrzehnt den Bestand vieler Arbeitsplätze im Produktionssektor bedrohen Waschmittel Bauzu- lieferer, Lebens- < 5% mittel Glas und Holz, Ver- Verlagerungs- Kosten- Keramik packung, risiko: vorteile Maschinen- 5 - 15% bau Gering gegenüber AutomobilDeutschland Hoch Chemie Möbel Halbleiter, Papier Bekleidung > 15% Unterhaltungs- elektronik Hoch GeringQuelle: The Boston Consulting Group,Produktionsstandort Deutschland –quo vadis?, 2004. Verlagerungsfähigkeit in Niedriglohnländer © Prof. Dr. Sven David, 2007 Hochschulen als Partner des regionalen Wandels 4
  5. 5. Ohne Gegenmaßnahmen werden in Deutschland bis 2015 etwa 2 Mio Arbeitsplätze im Produktionssektor verloren gehen 2,1 -2,5 Anzahl der 7,8 -1,4 Arbeit-nehmer 6,0e Arbeitnehmer Zusätzliche Arbeitsplatz- Arbeitsplatz- Arbeitnehmer im produ- Arbeitsplätze verlust durch verlust durch im produ- zierenden durch Wirt- steigende Verlagerung zierenden Gewerbe schafts- Produktivität (ca. 1,5% Gewerbe 2004* wachstum (2-3% p.a.) p.a.) 2015e ( 2,2% p.a.) Quelle: The Boston Consulting Group, *ohne Bauindustrie und Handwerk Produktionsstandort Deutschland – quo vadis?, 2004. © Prof. Dr. Sven David, 2007 Hochschulen als Partner des regionalen Wandels 5
  6. 6. Landkreis ROW – heute wirtschaftlich im guten Durchschnitt 181. Gesamtindikator 315. 102. 56 55,2 53,5 54 52,7 51,7 52,0 52 49,7 50 48,5 48 46,1 46 44 42 40 ROW VER OHZ SFA STD LG CUX WL© Prof. Dr. Neue Soziale Marktwirtschaft (Hrsg.), INSM-Regionalranking, Köln 2006. Quelle: Initiative Hochschulen als Partner desSven David, 6
  7. 7. Die Wirtschaftskraft des LK Rotenburg/ W. liegt bereits heute deutlich unter dem Bundesdurchschnitt Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2004* 28.000 -18% 26.000 25.799 24.805 24.000 22.372 22.000 21.430 20.406 20.000 19.724 18.000 16.000 15.550 15.704 16.101 14.000 12.000 10.000 Mittel- ROW VER OHZ SFA STD LG CUX WL wert D* Produzierte Güter und Dienstleistungen (in jeweiligen Preisen) in € je Einwohner. Quelle: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft © Prof. Dr.(Hrsg.), INSM-Regionalranking, Köln 2006. Hochschulen als Partner des Sven David, 7
  8. 8. Der Landkreis ROW bietet im Standortwettbewerbeinen Lohnkostenvorteil – aber nur temporär und regional 58.000 57.000 SFA 56.000 (12,0%) 55.000 STD Produktivität* (11,3%) 54.000 D 53.000 (12,2%) 52.000 WL VER (8,8%) (9,9%) 51.000 50.000 OHZ 49.000 ROW (9,2%) LG CUX 48.000 (9,2%) (12,9%) (12,5%) 47.000 25.000 26.000 27.000 28.000 29.000 30.000 31.000 32.000 Arbeitskosten*Bruttoinlandsprodukt (in jeweiligen Preisen) bzw. Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer in € je Erwerbstätigem (Jahr: 2004).* © Prof. Dr.Quelle: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (Hrsg.), INSM-Regionalranking, Köln 2006. Hochschulen als Partner des Sven David, 8
  9. 9. Eine günstige Demografie und Ausbildungsplatzdichte schaffen noch einen zeitlich begrenzten Puffer Demografieindex* Ausbildungsplatzdichte* 130 106 124,7 125 104 120 102 101,4 115 109,2 100 110 98,4 105 98 96,8 100,0 100 96 95 94 90 92 85 80 Mittel- 90 ROW Mittelwert Mittel- ROW Mittelwert wert Nachbar- wert Nachbar- D D LK´s LK´sZusammengefasster Index von jeweils sieben Niveau- und Prognose-Demografie-Kennziffern (Jahr: 2005) bzw. Zahl der Ausbildungs-* © Prof. Dr.plätze je 100 Nachfrager (Jahr: 2003). Quelle: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (Hrsg.), INSM-Regionalranking, Köln 2006. Hochschulen als Partner des Sven David, 9
  10. 10. Der demografische Wandel und zu wenige Hochschulabsolventen bedrohen die ZukunftAus dem Positionspapier „Demografischer Wandel imnorddeutschen Wirtschaftsraum“ der IHK Nord (Stand September2006):• Norddeutscher Wirtschaftsraum: Abnahme der Jugendlichen unter zwanzig Jahren bis 2020 um rund 17 Prozent• Geringer Anteil der Hochschulabsolventen an Erwerbs- bevölkerung: o Deutschland: 14 % o Durchschnitt OECD-Länder 51 %• Bereits jetzt teilweise Nachwuchsmangel (v.a. in ingenieur- technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen)© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 10
  11. 11. Die heutige Wirtschafts- und Ausbildungsstruktur ist nicht ausreichend auf die Zukunft ausgerichtet Beschäftigtenanteil mit Beschäftigtenanteil in schnell Hochschulabschluss* wachsenden Branchen* 8 7,5 10 7 9 8,4 6 5,3 8 5,0 7,3 5 7 4 6 5,9 3 5 2 1 4 0 3 Mittel- ROW Mittelwert Mittel- ROW Mittelwert wert Nachbar- wert Nachbar- D D LK´s LK´sAnteil der Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in % bzw. Anteil*der Beschäftigten in Branchen, die zwischen 2000 und 2005 mindestens 15% schneller als der Bundesschnitt gewachsen sind (jeweils © Prof. Dr.Jahr: 2005). Quelle: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (Hrsg.), INSM-Regionalranking, Köln 2006. Hochschulen als Partner des Sven David, 11
  12. 12. Zusammenfassung1 Der LK Rotenburg/W. steht heute wirtschaftlich – noch – gut da2 Aber bereits heute Bruttoinlandsprodukt je Einwohner deutlich zu niedrig (LK ROW < Bundesdurchschnitt)3 Relativer Standortvorteil durch günstige Arbeitskosten (dadurch niedrige Arbeitslosenquote)4 Kostenvorteil jedoch durch die niedrige Produktivität aufgefressen5 Günstige Demografie und Ausbildungsplatzdichte bieten noch zeitlich begrenzten Puffer6 Die Wirtschaftsstruktur ist nur schwach durch Wachstumsindustrien geprägt, auch weil die notwendigen Hochschulabsolventen fehlen © Prof. Dr. Hochschulen als Partner des Sven David, 12
  13. 13. Konsequenz Hoher Akademikeranteil als wesentlicher Schlüssel zur Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit:  Höhere Produktivität  Wachstumsstarke Unternehmen  Höherwertige Waren und Dienstleistungen  Höhere Einkommen  Höhere Kaufkraft Das Elbe-Weser-Dreieck und insbesondere der Landkreis Rotenburg/ Wümme brauchen eine Hochschule der Region und für die Region!© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 13
  14. 14. Gliederung 1. Situation und Perspektiven der Wirtschaftsstruktur im LK ROW 2. Wandel im Bildungssektor 2. Wandel im Bildungssektor 3. Fazit© Prof. Dr. Sven David, 2007 Hochschulen als Partner des regionalen Wandels 14
  15. 15. Stimmen zur Hochschulreform aus der Wirtschaft„Bachelor-Absolventen erhalten attraktive Einstiegschancen. Wir sindüberzeugt, dass innerhalb entsprechend konzipierter Studiengänge eineQualifizierung erreicht werden kann, die es den Absolventen ermöglicht,bei entsprechender Leistung und geeignetem Persönlichkeitsprofil,verantwortliche Tätigkeiten zu übernehmen.“(Personalvorstände führender deutscher Unternehmen, Erklärung„Bachelor Welcome“)„Das Bachelormodell erfüllt eine der zentralen Forderungen derdeutschen Wirtschaft, nämlich die nach jüngeren Absolventen. Deshalbwerden viele Unternehmen einen 6-semestrigen Bachelor-Studiengang füreine Reihe von Einstiegspositionen bevorzugen.“(Oliver Maassen, Die Bologna-Revolution)© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 15
  16. 16. Weitere Stimmen zur Hochschulreform„Ich würde nie einen Bachelor einstellen, da ein Bachelor ein zertifizierterStudienabbrecher ist.“(Aufsichtsratsvorsitzender eines Münchener Software-Unternehmens)„Das Bachelor-Studium ist ein Schmalspurstudium für die wenigTalentierten.“„Die Einführung des Bachelor als erstem berufsqualifizierendem Abschlussist eine Operation am offenen Herzen der deutschen Wirtschaft.“(Professoren deutscher Universitäten)© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 16
  17. 17. Der Bologna-Prozess: Ziele und UmsetzungZiel: Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems Grundlegender Bachelor-Abschluss Jüngere Absolventen nach 6 bis 8 Semestern möglich Trennung der Studien- Differenzierung nach Bachelor, Master, abschnitte nach dem Dr. statt „Diplom“ (+ Dr.) Ausbildungsziel Verwertbarkeit der Bachelor als berufsqualifizierender Studieninhalte in der Abschluss Praxis Förderung der Mobilität ECTS (European Credit Transfer der Studierenden und System), einheitliche Abschlussgrade Absolventen (Bachelor, Master), Soll-Anerkennung Akkreditierung der Hochschulen und Qualitätssicherung der Studiengänge© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 17
  18. 18. Wesentliche Strukturvorgaben der Kultusminister-Konferenz FH und Uni im wesentlichen gleichgestellt Bachelor: • „erster berufsqualifizierender Abschluss und Regelabschluss eines Hochschulstudiums “ • Regelstudienzeit 6 – 8 Semester Master: • Regelstudienzeit 2 – 4 Semester • Differenzierung von Theorie- und Anwendungsbezug nur im Master • Zugang zum Master: erster Abschluss (Bachelor) plus weitere Qualifikation (z.B. Berufserfahrung) Angebot von Bachelor und darauf aufbauendem Master nicht über 10 Semester © Prof. Dr. Hochschulen als Partner des Sven David, 18
  19. 19. Studiendauer von Bachelor/Master versus Diplom Uni und FH gleich10 10 Master9 98 87 76 6 8+2 Uni-Diplom FH-Diplom5 5 Bachelor4 4 7+33 3 6+42 21 1© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 19
  20. 20. Qualifikationsprofile von Bachelor- und Master- Studiengängen AMtheorieorientiert MA MA-Level BA BA-Level anwendungsorientiert© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 20
  21. 21. Weitere Aspekte des Wandels im Hochschulwesen Erhebung von Studiengebühren an staatlichen Hochschulen (i.d.R. ca. € 500 je Semester) Stärkere Selbstverwaltung der Hochschulen (insbesondere Mittelverwendung) Ermöglichung der Auswahl von 60% der Studierenden (in den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen) durch die Hochschulen selbst Professionalisierung des Berufs des Hochschul- oder Wissenschaftsmanagers© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 21
  22. 22. Welche Vorteile bietet eine Kooperation mit einer (privaten) Hochschule Ihrem Unternehmen?11 Potenzialträger frühzeitig an an Unternehmen führen Potenzialträger frühzeitig das das Unternehmen führen22 Die Attraktivität Personalwettbewerb erhöhen Die Attraktivität imim Personalwettbewerb erhöhen33 Den Nachwuchs bedarfsgerecht ausbilden Den Nachwuchs bedarfsgerecht ausbilden44 Engagement für die Region zeigen Engagement für die Region zeigen In der Praxis prüfen, man zueinander passt und und In der Praxis prüfen, ob ob man zueinander passtErwartungen55 erfüllt werden Erwartungen erfüllt werden66 Vergleichsweise günstig Know-how einkaufen und aufbauen Vergleichsweise günstig Know-how einkaufen und aufbauen In Theorie und Praxis gut ausgebildeten (Führungs-) In Theorie und Praxis gut ausgebildeten (Führungs-) Nachwuchs77 gewinnen Nachwuchs gewinnen88 Die Ausbildungsinhalte und Lehrqualität beeinflussen Die Ausbildungsinhalte und die die Lehrqualität beeinflussen© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 22
  23. 23. Gliederung1. Situation und Perspektiven der Wirtschaftsstruktur im LK ROW2. Wandel im Bildungssektor3. Fazit© Prof. Dr. Hochschulen als Partner desSven David, 23
  24. 24. Fazit: Im Landkreis Rotenburg/W kann qualifizierter, an einer Hochschule1 ausgebildeter Nachwuchs den notwendigen Wandel gestalten helfen2 Die Region braucht dafür vor allem eine Hochschule für die Region Auch Hochschulen müssen einen durchgreifenden Wandel vollziehen und3 sich dem Wettbewerb untereinander stellen Die Zusammenarbeit mit Hochschulen ermöglicht Unternehmen den4 kostengünstigen Aufbau qualifizierten, individuell ausgebildeten Nachwuchses © Prof. Dr. Hochschulen als Partner des Sven David, 24

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