Evaluation Peer Education/Peer Tutoring zur
Förderung von Medienkompetenzen Jugendlicher
Vorgehen – Ergebnisse – Qualitätsmerkmale
Prof. Dr. Olivier Steiner
Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Soziale Arbeit
Institut Kinder- und Jugendhilfe
Thiersteinerallee 57
4053 Basel
T: +41 61 337 27 50
F: +41 61 337 27 95
olivier.steiner@fhnw.ch
rahel.heeg@fhnw.ch
www.fhnw.ch
3. Nationales Fachforum Jugendmedienschutz
Workshop 9: Potential von Peer Education zur Förderung von Medienkompetenzen
07.09.2015Institut Kinder- und Jugendhilfe. Olivier Steiner 2
1. Zeitlicher Überblick zu den Projekten und der Evaluation
2. Zentrale Ergebnisse der Evaluation
3. Qualitätsmerkmale der Medienkompetenzförderung durch
Methoden des Peer Involvements
Inhalte
07.09.2015Institut Kinder- und Jugendhilfe. Olivier Steiner 3
Auswahl
Projekte
PE/PT
Eingabe
Konzept-
ideen
Projekt-
konzepte
Umsetzung
der
Projekte
Überarbeitung
Projektkonzepte
Auftrags-
vergabe
Evaluation
Eingabe
Evaluations-
design
Analyse
Projekt-
konzepte
Vorbereitungs-
phase
Phase der Projektumsetzungen und
Projektevaluationen
Evaluation
der
Umsetzung
Re-Analyse
überarbeitete
Konzepte
Synthese
Evaluation
2012 2013 - 2014 2015
Übergreifende
Schluss-
folgerungen
In welchen Settings, mit welchen Projektstrukturen/-verfahren und Zielgruppen erscheint
Peer Education/Tutoring geeignet, die Medienkompetenzen bei Jugendlichen zu fördern?
07.09.2015Institut Kinder- und Jugendhilfe. Olivier Steiner 4
Zentrale Ergebnisse der Evaluation
Stolpersteine und Potenziale der evaluierten Peer Education/Tutoring-Projekte
- Top-Down Problematik und begrenzte personelle, zeitliche Ressourcen schränkten
thematische Offenheit ein
- Mangelnde Erreichung von Peers und geringe Verarbeitungstiefe für Peers
- Fehlende theoretische Fundierung von Medienkompetenzförderung → Risikofokussierung
- Fehlende theoretische Fundierung von Peer Education/Tutoring → Beteiligung und
Autonomie Jugendlicher eingeschränkt
+ Intensive, ergebnisoffene Auseinandersetzung mit Themen
+ Kultur von Peer Education/Peer Tutoring ermöglichte Rollenwechsel
+ hohe Motivation und hohes Engagement, wenn sich Jugendliche einbringen konnten
(Themen und Ziele mitbestimmen, eigenaktive Medienproduktion)
+ Methodenvielfalt in Training, Coaching und/oder Vermittlung
07.09.2015Institut Kinder- und Jugendhilfe. Olivier Steiner 5
Zentrale Ergebnisse der Evaluation
In welchem Ausmass konnten die Medienkompetenzen Jugendlicher gefördert
werden?
→ Profitieren konnten v.a. Peer Educators/Peer Tutors (u.a. auch techn.
Medienkompetenzen durch aktive Medienarbeit)
→ Erreichung der Peers eher gering (Schulen Zugang besser), insb. Online Beteiligung
von Peers marginal
→ Fokus auf Fakten-/Sachwissen, seltener Orientierungswissen
→ Fokus auf Risiken digitaler Medien, Chancen digitaler Medien kaum behandelt
→ Bildungsbotschaften meist nicht dialogisch, sondern präventiv-präskriptiv
«Du sollst», «Du sollst nicht»
07.09.2015Institut Kinder- und Jugendhilfe. Olivier Steiner 6
→ Bottom-up statt top-down Vorgehen: Thematisch offen, partizipative
Beteiligung Jugendlicher
→ Etablierung einer Kultur von Peer Education/Tutoring: Auseinandersetzung
aller Beteiligten mit Peer Education/Tutoring
→ Bildungsbotschaften als Dialoganstoss formulieren
→ Aktive Medienarbeit einsetzen: vorhandene Ressourcen Jugendlicher nutzen,
Neues erschliessen, wirkt motivierend.
→ Chancen digitaler Medien berücksichtigen: Umfassende Prozesse der
Medienbildung
Qualitätsmerkmale der Medienkompetenzförderung
durch Methoden des Peer Involvements

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    Evaluation Peer Education/PeerTutoring zur Förderung von Medienkompetenzen Jugendlicher Vorgehen – Ergebnisse – Qualitätsmerkmale Prof. Dr. Olivier Steiner Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Soziale Arbeit Institut Kinder- und Jugendhilfe Thiersteinerallee 57 4053 Basel T: +41 61 337 27 50 F: +41 61 337 27 95 olivier.steiner@fhnw.ch rahel.heeg@fhnw.ch www.fhnw.ch 3. Nationales Fachforum Jugendmedienschutz Workshop 9: Potential von Peer Education zur Förderung von Medienkompetenzen
  • 2.
    07.09.2015Institut Kinder- undJugendhilfe. Olivier Steiner 2 1. Zeitlicher Überblick zu den Projekten und der Evaluation 2. Zentrale Ergebnisse der Evaluation 3. Qualitätsmerkmale der Medienkompetenzförderung durch Methoden des Peer Involvements Inhalte
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    07.09.2015Institut Kinder- undJugendhilfe. Olivier Steiner 3 Auswahl Projekte PE/PT Eingabe Konzept- ideen Projekt- konzepte Umsetzung der Projekte Überarbeitung Projektkonzepte Auftrags- vergabe Evaluation Eingabe Evaluations- design Analyse Projekt- konzepte Vorbereitungs- phase Phase der Projektumsetzungen und Projektevaluationen Evaluation der Umsetzung Re-Analyse überarbeitete Konzepte Synthese Evaluation 2012 2013 - 2014 2015 Übergreifende Schluss- folgerungen In welchen Settings, mit welchen Projektstrukturen/-verfahren und Zielgruppen erscheint Peer Education/Tutoring geeignet, die Medienkompetenzen bei Jugendlichen zu fördern?
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    07.09.2015Institut Kinder- undJugendhilfe. Olivier Steiner 4 Zentrale Ergebnisse der Evaluation Stolpersteine und Potenziale der evaluierten Peer Education/Tutoring-Projekte - Top-Down Problematik und begrenzte personelle, zeitliche Ressourcen schränkten thematische Offenheit ein - Mangelnde Erreichung von Peers und geringe Verarbeitungstiefe für Peers - Fehlende theoretische Fundierung von Medienkompetenzförderung → Risikofokussierung - Fehlende theoretische Fundierung von Peer Education/Tutoring → Beteiligung und Autonomie Jugendlicher eingeschränkt + Intensive, ergebnisoffene Auseinandersetzung mit Themen + Kultur von Peer Education/Peer Tutoring ermöglichte Rollenwechsel + hohe Motivation und hohes Engagement, wenn sich Jugendliche einbringen konnten (Themen und Ziele mitbestimmen, eigenaktive Medienproduktion) + Methodenvielfalt in Training, Coaching und/oder Vermittlung
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    07.09.2015Institut Kinder- undJugendhilfe. Olivier Steiner 5 Zentrale Ergebnisse der Evaluation In welchem Ausmass konnten die Medienkompetenzen Jugendlicher gefördert werden? → Profitieren konnten v.a. Peer Educators/Peer Tutors (u.a. auch techn. Medienkompetenzen durch aktive Medienarbeit) → Erreichung der Peers eher gering (Schulen Zugang besser), insb. Online Beteiligung von Peers marginal → Fokus auf Fakten-/Sachwissen, seltener Orientierungswissen → Fokus auf Risiken digitaler Medien, Chancen digitaler Medien kaum behandelt → Bildungsbotschaften meist nicht dialogisch, sondern präventiv-präskriptiv «Du sollst», «Du sollst nicht»
  • 6.
    07.09.2015Institut Kinder- undJugendhilfe. Olivier Steiner 6 → Bottom-up statt top-down Vorgehen: Thematisch offen, partizipative Beteiligung Jugendlicher → Etablierung einer Kultur von Peer Education/Tutoring: Auseinandersetzung aller Beteiligten mit Peer Education/Tutoring → Bildungsbotschaften als Dialoganstoss formulieren → Aktive Medienarbeit einsetzen: vorhandene Ressourcen Jugendlicher nutzen, Neues erschliessen, wirkt motivierend. → Chancen digitaler Medien berücksichtigen: Umfassende Prozesse der Medienbildung Qualitätsmerkmale der Medienkompetenzförderung durch Methoden des Peer Involvements