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Was ist ein Trauma?
                                          Eine Einführung

                                             Teil 1

                                      www.traumaheilung.de

© Dami Charf Trauma und Integration
Die meisten Menschen denken immer
noch, dass nur Gewalt, ein
ein schwerer Unfall oder
eine Naturkatastrophe oder andere
objektiv lebensbedrohlichen
Ereigniss traumatisch sind.
Es können jedoch auch Arztbesuche,
Operationen oder schlechte Nachrichten
traumatisch sein.
Trennungen, verlassen werden, betrogen
und gedemütigt zu werden, können in
jedem Alter traumatisch sein.
und natürlich Gewalt, Misshandlung
und sexuelle Übergriffe in jedem Alter.

Das ist nur eine Auswahl der Möglichkeiten,
von Trauma betroffen zu sein.
Woran kann ich merken,
dass ich betroffen bin?
1.
• wenn Sie über das Ereignis reden, dann
     werden Sie entweder von Gefühlen
     überschwemmt
• oder Sie fühlen gar nichts und lächeln
     womöglich dabei - während die Zuhörer
     total betroffen sind.

     Tipp: Fragen Sie Ihre Freunde, die wissen
     solche Dinge oft besser als Sie.
2.   Es gibt Zustände und Situationen, die
     Sie in Ihrem Leben am liebsten
     vermeiden:

     • Sie haben Angst, die Kontrolle abzugeben
     • Sie sind selten oder nie wirklich glücklich
     • Sexualität ist nicht das, was Sie sich
       vorgestellt haben
     • Sie sind oft gestresst und sind am liebsten
       beschäftigt
Wie ist das passiert?
unser Körper behält die Information von Angst,
Überwältigung und gefühlter Hilflosigkeit in sich und
versucht trotzdem, uns gut am Leben und am
funktionieren zu halten.
Dafür bezahlt er - also
wir - einen Preis!
Wenn alles gut ist, sieht unser Nervensystem
ungefähr so aus:
Sanfte Wellen, die uns mal neugierig und wach sein
lassen
und mal müde und entspannt.

Das ist die Funktion des sympathischen und
des parasympatischen Nervensystems.
Geraten wir in Stress, sieht das Bild
dann eher so aus:
Irgendwie ist das Ganze jedoch noch
handhabbar für uns.
Traumatischer Stress sieht dann so aus:

Wir werden überwältigt, verlieren unser Gefühl für
unsere eigene Handlungsfähigkeit und fühlen uns,
im wahrsten Sinne des Wortes, überrollt.
und unser Nervensystem gerät völlig aus
dem Rhythmus.
Und es kommt nach dem Ereignis nicht
mehr in seinen ursprünglichen Zustand
zurück.
Oftmals pendeln wir dann zwischen
zwei verschiedenen Extremen:

- wir fühlen uns nervös und angespannt:
Diesen Zustand nennt man Übererregung

- wir fühlen uns leer und erschöpft und vom Leben
abgeschnitten:
Diesen Zustand nennt man Untererregung
Mögliche Symptome im Zustand der Übererregung:

- Schlaflosigkeit
- Alkoholkonsum zur Beruhigung
- Essen
- Rauchen
- Unruhe
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Angst, Panik
- Wutanfälle
- Sprunghaftigkeit
- Schreckhaftigkeit
- Schmerzen im Körper: z.B. Rückenschmerzen,
Migräne, Nackenschmerzen u.a.
Mögliche Symptome im Zustand der Untererregung:

- Depression
- Kraftlosigkeit
- innere Leere
- Einsamkeit
- Sinnlosigkeit
- Gefühl von Abgeschnitten-sein
- Dissoziation (Abgespalten sein, z.B von Gefühlen oder
dem Körper)
- emotionale Taubheit
nur die Mitte finden wir noch selten.Viele
Menschen sagen, ihr Leben gleicht einer
Achterbahn.
Dies ist passiert, weil der Körper in der
traumatischen Situation sehr viel Energie für Kampf
oder Flucht bereitgestellt hat, wir aber trotzdem
überwältigt wurden von dem Geschehen.




           Diese Energie ist nun noch im Körper
           vorhanden und kann durch das
           Nervensystem nur schwer gemanagt werden.
           Dies ist für manche Menschen sofort spürbar
           und für Andere erst nach längerer Zeit.
Erinnern Sie sich an diese Wellen und stellen
Sie sich vor, Sie müssten eine solche Kraft
ständig irgendwie in Ihrem Körper managen.

Es liegt also nicht an Ihrer Willensschwäche
oder anderen persönlichen Schwächen, dass
bestimmte Dinge für Sie nicht möglich sind.
Da das Nervensystem ständig hochgetunt ist und
gleichzeitig beständig unter Kontrolle gehalten wird,
ist es auch nicht verwunderlich, dass Sie oft erschöpft
sind:
es ist, als würden Sie bei einem Porsche aufs Gas
treten und gleichzeitig die Bremsen durchdrücken.
Dazu kommen psychische Symptome.
Wir haben nach traumatischen Ereignissen oft
das Gefühl, in einer anderen Welt als andere
Menschen zu leben.
Wir sind misstrauisch und es fällt uns schwer
zu vertrauen. Wir sehen mehr Gefahren um uns
herum und können oft Gesichter nicht mehr
interpretieren, d.h. wir sehen häufig nur noch negative
Gefühle in unserem Gegenüber.
Deswegen fühlen wir uns öfter missverstanden,
angegriffen und reagieren für Andere unverständlich.
Dies geschieht, weil unser Nervensystem keine
Entwarnung bekommen hat und nun weiter in der
damaligen Gefahr lebt.
Hätten wir kämpfen oder fliehen können, so hätte
unser Körper die bereitgestellte Kampf- oder
Fluchtenergie ganz oder zum großen Teil abbauen
können und wir hätten keine oder wenige Folgen.
Nun, da Sie verstanden haben, wie eine
Traumatisierung zustande kommt, wäre es sicher
interessant zu wissen, was man tun kann, um wieder in
ein inneres Gleichgewicht zu kommen und aus der
Achterbahn auszusteigen.

Schauen Sie sich Teil 2 an und ich hoffe, ich kann Ihnen
ein paar Ideen an die Hand geben.



               www.traumaheilung.de
Hat Ihnen der Vortrag geholfen?
     Ich freue mich über Rückmeldungen und Anregungen!

     Auf meiner Webseite finden Sie noch mehr
     Informationen und Einzel- und Gruppenangebote um
     mit Trauma zu arbeiten.




     www.traumaheilung.de

    dami.charf@googlemail.com

© Dami Charf Trauma und Integration

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Was ist ein Trauma?

  • 1. Was ist ein Trauma? Eine Einführung Teil 1 www.traumaheilung.de © Dami Charf Trauma und Integration
  • 2. Die meisten Menschen denken immer noch, dass nur Gewalt, ein ein schwerer Unfall oder
  • 3. eine Naturkatastrophe oder andere objektiv lebensbedrohlichen Ereigniss traumatisch sind.
  • 4. Es können jedoch auch Arztbesuche, Operationen oder schlechte Nachrichten traumatisch sein.
  • 5. Trennungen, verlassen werden, betrogen und gedemütigt zu werden, können in jedem Alter traumatisch sein.
  • 6. und natürlich Gewalt, Misshandlung und sexuelle Übergriffe in jedem Alter. Das ist nur eine Auswahl der Möglichkeiten, von Trauma betroffen zu sein.
  • 7. Woran kann ich merken, dass ich betroffen bin?
  • 8. 1. • wenn Sie über das Ereignis reden, dann werden Sie entweder von Gefühlen überschwemmt • oder Sie fühlen gar nichts und lächeln womöglich dabei - während die Zuhörer total betroffen sind. Tipp: Fragen Sie Ihre Freunde, die wissen solche Dinge oft besser als Sie.
  • 9. 2. Es gibt Zustände und Situationen, die Sie in Ihrem Leben am liebsten vermeiden: • Sie haben Angst, die Kontrolle abzugeben • Sie sind selten oder nie wirklich glücklich • Sexualität ist nicht das, was Sie sich vorgestellt haben • Sie sind oft gestresst und sind am liebsten beschäftigt
  • 10. Wie ist das passiert? unser Körper behält die Information von Angst, Überwältigung und gefühlter Hilflosigkeit in sich und versucht trotzdem, uns gut am Leben und am funktionieren zu halten.
  • 11. Dafür bezahlt er - also wir - einen Preis!
  • 12. Wenn alles gut ist, sieht unser Nervensystem ungefähr so aus: Sanfte Wellen, die uns mal neugierig und wach sein lassen und mal müde und entspannt. Das ist die Funktion des sympathischen und des parasympatischen Nervensystems.
  • 13. Geraten wir in Stress, sieht das Bild dann eher so aus: Irgendwie ist das Ganze jedoch noch handhabbar für uns.
  • 14. Traumatischer Stress sieht dann so aus: Wir werden überwältigt, verlieren unser Gefühl für unsere eigene Handlungsfähigkeit und fühlen uns, im wahrsten Sinne des Wortes, überrollt.
  • 15. und unser Nervensystem gerät völlig aus dem Rhythmus. Und es kommt nach dem Ereignis nicht mehr in seinen ursprünglichen Zustand zurück.
  • 16. Oftmals pendeln wir dann zwischen zwei verschiedenen Extremen: - wir fühlen uns nervös und angespannt: Diesen Zustand nennt man Übererregung - wir fühlen uns leer und erschöpft und vom Leben abgeschnitten: Diesen Zustand nennt man Untererregung
  • 17. Mögliche Symptome im Zustand der Übererregung: - Schlaflosigkeit - Alkoholkonsum zur Beruhigung - Essen - Rauchen - Unruhe - Konzentrationsschwierigkeiten - Angst, Panik - Wutanfälle - Sprunghaftigkeit - Schreckhaftigkeit - Schmerzen im Körper: z.B. Rückenschmerzen, Migräne, Nackenschmerzen u.a.
  • 18. Mögliche Symptome im Zustand der Untererregung: - Depression - Kraftlosigkeit - innere Leere - Einsamkeit - Sinnlosigkeit - Gefühl von Abgeschnitten-sein - Dissoziation (Abgespalten sein, z.B von Gefühlen oder dem Körper) - emotionale Taubheit
  • 19. nur die Mitte finden wir noch selten.Viele Menschen sagen, ihr Leben gleicht einer Achterbahn.
  • 20. Dies ist passiert, weil der Körper in der traumatischen Situation sehr viel Energie für Kampf oder Flucht bereitgestellt hat, wir aber trotzdem überwältigt wurden von dem Geschehen. Diese Energie ist nun noch im Körper vorhanden und kann durch das Nervensystem nur schwer gemanagt werden. Dies ist für manche Menschen sofort spürbar und für Andere erst nach längerer Zeit.
  • 21. Erinnern Sie sich an diese Wellen und stellen Sie sich vor, Sie müssten eine solche Kraft ständig irgendwie in Ihrem Körper managen. Es liegt also nicht an Ihrer Willensschwäche oder anderen persönlichen Schwächen, dass bestimmte Dinge für Sie nicht möglich sind.
  • 22. Da das Nervensystem ständig hochgetunt ist und gleichzeitig beständig unter Kontrolle gehalten wird, ist es auch nicht verwunderlich, dass Sie oft erschöpft sind: es ist, als würden Sie bei einem Porsche aufs Gas treten und gleichzeitig die Bremsen durchdrücken.
  • 23. Dazu kommen psychische Symptome. Wir haben nach traumatischen Ereignissen oft das Gefühl, in einer anderen Welt als andere Menschen zu leben. Wir sind misstrauisch und es fällt uns schwer zu vertrauen. Wir sehen mehr Gefahren um uns herum und können oft Gesichter nicht mehr interpretieren, d.h. wir sehen häufig nur noch negative Gefühle in unserem Gegenüber. Deswegen fühlen wir uns öfter missverstanden, angegriffen und reagieren für Andere unverständlich.
  • 24. Dies geschieht, weil unser Nervensystem keine Entwarnung bekommen hat und nun weiter in der damaligen Gefahr lebt. Hätten wir kämpfen oder fliehen können, so hätte unser Körper die bereitgestellte Kampf- oder Fluchtenergie ganz oder zum großen Teil abbauen können und wir hätten keine oder wenige Folgen.
  • 25. Nun, da Sie verstanden haben, wie eine Traumatisierung zustande kommt, wäre es sicher interessant zu wissen, was man tun kann, um wieder in ein inneres Gleichgewicht zu kommen und aus der Achterbahn auszusteigen. Schauen Sie sich Teil 2 an und ich hoffe, ich kann Ihnen ein paar Ideen an die Hand geben. www.traumaheilung.de
  • 26. Hat Ihnen der Vortrag geholfen? Ich freue mich über Rückmeldungen und Anregungen! Auf meiner Webseite finden Sie noch mehr Informationen und Einzel- und Gruppenangebote um mit Trauma zu arbeiten. www.traumaheilung.de dami.charf@googlemail.com © Dami Charf Trauma und Integration

Hinweis der Redaktion

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