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USABILITY / USER EXPERIENCE IM HR-BEREICH
USABILITY DER EIGENEN HR-SOFTWARE MESSEN
USER EXPERIENCE FÜR MITARBEITER OPTIMIEREN
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 2
Usability und User Experience
- eine kurze Einführung -
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 3
WARUM IST USABILITY WICHTIG?
Hardware
Software
Interaktions
- objekt
Usability Benutzer
Anpassung an
den Benutzer
Interaktionsprinzipien
optimieren das
Verhältnis zwischen
Benutzer und System
Der Sicht des Benutzers
verschwimmen die Grenzen
zwischen Hardware und
Software (Bsp. Smartphone)
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 4
USABILITY DEFINITION
Usability (Gebrauchstauglichkeit)
Das Ausmass in dem ein Produkt vom Anwender benutzt weden kann um im
spezifischen Kontext des Anwenders bestimmte Ziele mit Effektivität, Effizienz
und Zufriedenheit zu erreichen.
ISO 9241 - Teil 11 Nr.3
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 5
NORMENREIHE EN ISO 9241
Die Normenreihe EN ISO 9241 bestand zunächst aus insgesamt 17 Teilen.
Zwischenzeitlich wurden weitere neue Teile hinzugefügt und Teile aus anderen Normen integriert.
(Stand Januar 2011):
Teil 1: Allgemeine Einführung
Teil 2: Anforderungen an die Arbeitsaufgaben – Leitsätze
Teil 3: Anforderungen an visuelle Anzeigen
Teil 5: Anforderungen an die Arbeitsplatzgestaltung und Körperhaltung
Teil 11: Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit – Leitsätze
Teil 12: Informationsdarstellung
Teil 13: Benutzerführung
Teil 14: Dialogführung mittels Menüs
Teil 15: Dialogführung mittels Kommandosprachen
Teil 16: Dialogführung mittels direkter Manipulation
Teil 20: Leitlinien für die Zugänglichkeit der Geräte und Dienste in der IuK Technologie
Teil 110: Grundsätze der Dialoggestaltung (ersetzt den bisherigen Teil 10)
…
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USABILITY KOMPONENTEN UND MESSGRÖßEN
Benutzer
Aufgabe
Arbeitsmittel
Umgebung
Nutzungskontext
Produkt
Ziele
Effektivität
Effizienz
Zufriedenheit
Gebrauchs-
tauglichkeit
Angestrebte Ziele
Interaktion
Genauigkeit und
Vollständigkeit der
Zielerreichung
Verhältnis des
Ressourceneinsatz bei der
Zielerreichung
Bedienung und Einstellung
gegenüber dem Produkt
Wie gut kann der
Benutzer seine
Ziele erreichen?
Pragmatische Qualität
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 7
USER EXPERIENCE DEFINITION
User Experience (Definition nach Nielsen/Norman)
Das umfasst alle Aspekte der Nutzerinteraktion mit einem Unternehmen,
seinen Dienstleistungen und seinen Produkten.
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 8
USER EXPERIENCE ASPEKTE
Emotionen
Einstellungen
Präferenzen
Ansichten
Antworten
Verhalten und
Erreichtes
die vor, während und nach
der Nutzung auftraten.
Alle
Hedonische Qualität
„Joy of use“
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 9
VON USABILITY ZU USER EXPERIENCE
Benutzer
Aufgabe
Arbeitsmittel
Umgebung
Nutzungskontext
Produkt
Ziele
Effektivität
Effizienz
Zufriedenheit
Gebrauchs-
tauglichkeit
Angestrebte Ziele
Interaktion
Hedonische
Qualität
Usability
User Experience
Passgenaue
Bedürnis-
erfüllung
+
„Joy of Use“
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 10
EBENEN DER QUALITÄTSMESSUNG
User Experience
Usability
Software
Hedonische Qualität
Pragmatische Qualität
Produkt Qualität
Ästhetik, Attraktivität, Fun
Effektivität, Effizienz, Zufriedenheit
Standards, Accessability
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BENUTZERZENTRIERTER GESTALTUNGSPROZESS
Verstehen und
Beschreiben des
Nutzungskontextes
Beschreiben der
Erfordernisse und
der Nutzungs-
anforderungen
(Design-)
Lösung für die
Nutzungs-
anforderungen
Überprüfung der
(Design-)
Lösung
Benutzer
Optimieren 1
2
3
4
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Usability und User Experience
- im HR- Bereich -
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 13
MENSCHZENTRIERTE GESTALTUNG
In allen Handlungsfeldern des Personalmanagements wie
 Personalplanung,
 Personalbedarfsdeckung,
 Personalführung,
 Personalentwicklung,
 Entgeltgestaltung und
 Personalverwaltung
ist die Personalabteilung als „kleines Unternehmen im Unternehmen tätig und
Dienstleister“ für Führungskräfte und Mitarbeiter
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USABILITY UND USER EXPERIENCE IM HR-BEREICH
Benutzer
Aufgabe
Arbeitsmittel
Umgebung
Nutzungskontext
Produkt
Ziele
Effektivität
Effizienz
Zufriedenheit
Gebrauchs-
tauglichkeit
Angestrebte Ziele
Interaktion
Hedonische
Qualität
Usability
User Experience
Passgenaue
Bedürnis-
erfüllung
+
„Joy of Use“
Produkt
HR-Software
HR-Ziele
z.B.
Arbeitszeit-
erfassung
Zusammen-
arbeit mit HR
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Usability und User Experience
- Analyse Leitfaden-
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BENUTZERZENTRIERTER GESTALTUNGSPROZESS
Verstehen und
Beschreiben des
Nutzungskontextes
Beschreiben der
Erfordernisse und
der Nutzungs-
anforderungen
(Design-)
Lösung für die
Nutzungs-
anforderungen
Überprüfung der
(Design-)
Lösung
Benutzer
Optimieren 1
2
3
4
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 17
1 - VERSTEHEN UND BESCHREIBEN DES NUTZUNGSKONTEXTES
Benutzer
Aufgabe
Arbeitsmittel
Umgebung
Benutzer und andere
Stakeholder
 Primär – nutzt System um Ziele zu erreichen
 Sekundär - nutzt System um Zielerreichung zu unterstützen
 Direkt – nutzt das System
 Indirekt – nutzt Ergebnisse des Systems
Methoden zum Verstehen:  Beobachtung
 Interview
 Fokusgruppe/Moderation
Beschreibung des Benutzungskontexts
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 18
1 – ERKENNTNISSE (BEISPIEL)
Erkenntnisse: 60% der Mitarbeiter wünschen
sich eine Zeiterfassung ohne Eingaben auf
den Terminals
Benutzungskontext OPTIMAL
Erkenntnisse: 20% der Mitarbeiter nutzen
Privat beim Bezahlen Mobile
NearFieldCommunication
…
Erkenntnisse: Beim Verlassen des
Werkes bilden sich nach den Schichten
vor den Zeitterminals 15m lange
Schlangen. Die Zeitterminals stehen im
Freien und die produktiven Arbeiter
sind dem Wetter ausgesetzt, während sie
Ihre Karte auf das Lesegerät legen und
die Gehen-Buchung drücken.
Erkenntnisse: 5% der Karten im Umlauf
gehen pro Jahr verloren oder werden
unbrauchbar
Benutzungskontext IST
…
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1 – PERSONAS (IDEALISIERTE BENUTZER)
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 20
2 - BESCHREIBEN DER ERFORDERNISSE /
NUTZUNGSANFORDERUNGEN (BEISPIEL)
Erfordernisse
Für Benutzer identifizierte Voraussetzung
zur Zielerfüllung im Nutzungkontext
Input/Output
Das System (Zeiterfassungsterminal) soll so gestaltet sein, dass eine Schlangenbildung vor den
Terminals minimiert wird
Nutzungsanforderungen
Konkretere Basis für die Gestaltung eines
Systems im Hinblick auf die Erfordernisse
Verarbeitung
Das System (Zeiterfassungsterminal) soll so gestaltet sein, dass eine erfolgreiche Gehen-Buchung ohne
manuelle Tastatureingabe am System erfolgt und innerhalb von 2s erledigt ist
ableiten
Beschreibung aus der Benutzersicht
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 21
2 - NUTZUNGSANFORDERUNGEN
 Qualitativ
 Quantitativ
 Interessenvertreter
 Markt
Akzeptanzkriterien für Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit
ZDF - Zahlen, Daten, Fakten
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 22
3 - (DESIGN-)LÖSUNG FÜR DIE NUTZUNGS- ANFORDERUNGEN
Affordance
Aspekte eines Objektes,
die erklären wie es benutzt wird
Intuitiv
Benutzung eines interaktiven Systems
ist ohne Vorkenntnisse/Erfahrung, Sprache
zu verstehen
Mentales
Modell
Denkprozess wie etwas in der realen
Welt funktioniert
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3 – DIE 7 DIALOGPRINZIPIEN (ISO 9241 – 110)
 Aufgabenangemessenheit:
 Selbstbeschreibungsfähigkeit:
 Steuerbarkeit:
 Erwartungskonformität
 Fehlertoleranz:
 Individualisierbarkeit:
 Lernförderlichkeit:
Berücksichtigung bei der (Dialog-) Lösung
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 24
3 – VISUELLE GESTALTUNGSREGELN (STYLEGUIDES)
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 25
3 – NIELSEN HEURISTIKEN (ALLGEMEINE DAUMENREGEL)
1) (Sichtbarkeit des Systemzustandes)
2) (Übereinstimmung zwischen System und der Realwelt)
3) (Benutzerkontrolle und Zufriedenheit)
4) (Konsistenz und Standards)
5) (Fehlerprävention)
6) (Erkennen ist besser als Erinnern)
7) (Flexibilität und Effizienz)
8) (Ästhetik und minimales Design)
9) (Hilfe für den Anwender beim Erkennen, Diagnostizieren und Rückgängig machen von Fehlern)
10) (Hilfe und Dokumentation)
Berücksichtigung bei der (Dialog-) Lösung
© 2016 VRG HR. All rights reserved. 26
4 – ÜBERPRÜFUNG DER (DESIGN-)LÖSUNG
Wireframes (Mockups/LowFidelity Prototypen) Diagramme, Kästchen und Text
Prototypen (Clickdummies) Interaktives System mit Teilfunktionen
Systeme Testsysteme, Live-Systeme
 Benutzer testen lassen (Usability Test)
 Dialogprinzipien/Heuristiken, Effektivität, Effizienz und
Zufriedenheit als Bewertungsmaßstab
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ÜBERPRÜFUNG DER USER EXPERIENCE
 Beobachtung
 Interview
 Fokusgruppe/Moderation
 Fragebogen
Benutzung der User Experience Aspekte als Bewertungsmaßstab

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Usability und User Experience im HR Bereich

  • 1. USABILITY / USER EXPERIENCE IM HR-BEREICH USABILITY DER EIGENEN HR-SOFTWARE MESSEN USER EXPERIENCE FÜR MITARBEITER OPTIMIEREN
  • 2. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 2 Usability und User Experience - eine kurze Einführung -
  • 3. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 3 WARUM IST USABILITY WICHTIG? Hardware Software Interaktions - objekt Usability Benutzer Anpassung an den Benutzer Interaktionsprinzipien optimieren das Verhältnis zwischen Benutzer und System Der Sicht des Benutzers verschwimmen die Grenzen zwischen Hardware und Software (Bsp. Smartphone)
  • 4. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 4 USABILITY DEFINITION Usability (Gebrauchstauglichkeit) Das Ausmass in dem ein Produkt vom Anwender benutzt weden kann um im spezifischen Kontext des Anwenders bestimmte Ziele mit Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit zu erreichen. ISO 9241 - Teil 11 Nr.3
  • 5. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 5 NORMENREIHE EN ISO 9241 Die Normenreihe EN ISO 9241 bestand zunächst aus insgesamt 17 Teilen. Zwischenzeitlich wurden weitere neue Teile hinzugefügt und Teile aus anderen Normen integriert. (Stand Januar 2011): Teil 1: Allgemeine Einführung Teil 2: Anforderungen an die Arbeitsaufgaben – Leitsätze Teil 3: Anforderungen an visuelle Anzeigen Teil 5: Anforderungen an die Arbeitsplatzgestaltung und Körperhaltung Teil 11: Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit – Leitsätze Teil 12: Informationsdarstellung Teil 13: Benutzerführung Teil 14: Dialogführung mittels Menüs Teil 15: Dialogführung mittels Kommandosprachen Teil 16: Dialogführung mittels direkter Manipulation Teil 20: Leitlinien für die Zugänglichkeit der Geräte und Dienste in der IuK Technologie Teil 110: Grundsätze der Dialoggestaltung (ersetzt den bisherigen Teil 10) …
  • 6. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 6 USABILITY KOMPONENTEN UND MESSGRÖßEN Benutzer Aufgabe Arbeitsmittel Umgebung Nutzungskontext Produkt Ziele Effektivität Effizienz Zufriedenheit Gebrauchs- tauglichkeit Angestrebte Ziele Interaktion Genauigkeit und Vollständigkeit der Zielerreichung Verhältnis des Ressourceneinsatz bei der Zielerreichung Bedienung und Einstellung gegenüber dem Produkt Wie gut kann der Benutzer seine Ziele erreichen? Pragmatische Qualität
  • 7. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 7 USER EXPERIENCE DEFINITION User Experience (Definition nach Nielsen/Norman) Das umfasst alle Aspekte der Nutzerinteraktion mit einem Unternehmen, seinen Dienstleistungen und seinen Produkten.
  • 8. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 8 USER EXPERIENCE ASPEKTE Emotionen Einstellungen Präferenzen Ansichten Antworten Verhalten und Erreichtes die vor, während und nach der Nutzung auftraten. Alle Hedonische Qualität „Joy of use“
  • 9. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 9 VON USABILITY ZU USER EXPERIENCE Benutzer Aufgabe Arbeitsmittel Umgebung Nutzungskontext Produkt Ziele Effektivität Effizienz Zufriedenheit Gebrauchs- tauglichkeit Angestrebte Ziele Interaktion Hedonische Qualität Usability User Experience Passgenaue Bedürnis- erfüllung + „Joy of Use“
  • 10. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 10 EBENEN DER QUALITÄTSMESSUNG User Experience Usability Software Hedonische Qualität Pragmatische Qualität Produkt Qualität Ästhetik, Attraktivität, Fun Effektivität, Effizienz, Zufriedenheit Standards, Accessability
  • 11. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 11 BENUTZERZENTRIERTER GESTALTUNGSPROZESS Verstehen und Beschreiben des Nutzungskontextes Beschreiben der Erfordernisse und der Nutzungs- anforderungen (Design-) Lösung für die Nutzungs- anforderungen Überprüfung der (Design-) Lösung Benutzer Optimieren 1 2 3 4
  • 12. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 12 Usability und User Experience - im HR- Bereich -
  • 13. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 13 MENSCHZENTRIERTE GESTALTUNG In allen Handlungsfeldern des Personalmanagements wie  Personalplanung,  Personalbedarfsdeckung,  Personalführung,  Personalentwicklung,  Entgeltgestaltung und  Personalverwaltung ist die Personalabteilung als „kleines Unternehmen im Unternehmen tätig und Dienstleister“ für Führungskräfte und Mitarbeiter
  • 14. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 14 USABILITY UND USER EXPERIENCE IM HR-BEREICH Benutzer Aufgabe Arbeitsmittel Umgebung Nutzungskontext Produkt Ziele Effektivität Effizienz Zufriedenheit Gebrauchs- tauglichkeit Angestrebte Ziele Interaktion Hedonische Qualität Usability User Experience Passgenaue Bedürnis- erfüllung + „Joy of Use“ Produkt HR-Software HR-Ziele z.B. Arbeitszeit- erfassung Zusammen- arbeit mit HR
  • 15. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 15 Usability und User Experience - Analyse Leitfaden-
  • 16. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 16 BENUTZERZENTRIERTER GESTALTUNGSPROZESS Verstehen und Beschreiben des Nutzungskontextes Beschreiben der Erfordernisse und der Nutzungs- anforderungen (Design-) Lösung für die Nutzungs- anforderungen Überprüfung der (Design-) Lösung Benutzer Optimieren 1 2 3 4
  • 17. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 17 1 - VERSTEHEN UND BESCHREIBEN DES NUTZUNGSKONTEXTES Benutzer Aufgabe Arbeitsmittel Umgebung Benutzer und andere Stakeholder  Primär – nutzt System um Ziele zu erreichen  Sekundär - nutzt System um Zielerreichung zu unterstützen  Direkt – nutzt das System  Indirekt – nutzt Ergebnisse des Systems Methoden zum Verstehen:  Beobachtung  Interview  Fokusgruppe/Moderation Beschreibung des Benutzungskontexts
  • 18. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 18 1 – ERKENNTNISSE (BEISPIEL) Erkenntnisse: 60% der Mitarbeiter wünschen sich eine Zeiterfassung ohne Eingaben auf den Terminals Benutzungskontext OPTIMAL Erkenntnisse: 20% der Mitarbeiter nutzen Privat beim Bezahlen Mobile NearFieldCommunication … Erkenntnisse: Beim Verlassen des Werkes bilden sich nach den Schichten vor den Zeitterminals 15m lange Schlangen. Die Zeitterminals stehen im Freien und die produktiven Arbeiter sind dem Wetter ausgesetzt, während sie Ihre Karte auf das Lesegerät legen und die Gehen-Buchung drücken. Erkenntnisse: 5% der Karten im Umlauf gehen pro Jahr verloren oder werden unbrauchbar Benutzungskontext IST …
  • 19. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 19 1 – PERSONAS (IDEALISIERTE BENUTZER)
  • 20. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 20 2 - BESCHREIBEN DER ERFORDERNISSE / NUTZUNGSANFORDERUNGEN (BEISPIEL) Erfordernisse Für Benutzer identifizierte Voraussetzung zur Zielerfüllung im Nutzungkontext Input/Output Das System (Zeiterfassungsterminal) soll so gestaltet sein, dass eine Schlangenbildung vor den Terminals minimiert wird Nutzungsanforderungen Konkretere Basis für die Gestaltung eines Systems im Hinblick auf die Erfordernisse Verarbeitung Das System (Zeiterfassungsterminal) soll so gestaltet sein, dass eine erfolgreiche Gehen-Buchung ohne manuelle Tastatureingabe am System erfolgt und innerhalb von 2s erledigt ist ableiten Beschreibung aus der Benutzersicht
  • 21. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 21 2 - NUTZUNGSANFORDERUNGEN  Qualitativ  Quantitativ  Interessenvertreter  Markt Akzeptanzkriterien für Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit ZDF - Zahlen, Daten, Fakten
  • 22. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 22 3 - (DESIGN-)LÖSUNG FÜR DIE NUTZUNGS- ANFORDERUNGEN Affordance Aspekte eines Objektes, die erklären wie es benutzt wird Intuitiv Benutzung eines interaktiven Systems ist ohne Vorkenntnisse/Erfahrung, Sprache zu verstehen Mentales Modell Denkprozess wie etwas in der realen Welt funktioniert
  • 23. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 23 3 – DIE 7 DIALOGPRINZIPIEN (ISO 9241 – 110)  Aufgabenangemessenheit:  Selbstbeschreibungsfähigkeit:  Steuerbarkeit:  Erwartungskonformität  Fehlertoleranz:  Individualisierbarkeit:  Lernförderlichkeit: Berücksichtigung bei der (Dialog-) Lösung
  • 24. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 24 3 – VISUELLE GESTALTUNGSREGELN (STYLEGUIDES)
  • 25. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 25 3 – NIELSEN HEURISTIKEN (ALLGEMEINE DAUMENREGEL) 1) (Sichtbarkeit des Systemzustandes) 2) (Übereinstimmung zwischen System und der Realwelt) 3) (Benutzerkontrolle und Zufriedenheit) 4) (Konsistenz und Standards) 5) (Fehlerprävention) 6) (Erkennen ist besser als Erinnern) 7) (Flexibilität und Effizienz) 8) (Ästhetik und minimales Design) 9) (Hilfe für den Anwender beim Erkennen, Diagnostizieren und Rückgängig machen von Fehlern) 10) (Hilfe und Dokumentation) Berücksichtigung bei der (Dialog-) Lösung
  • 26. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 26 4 – ÜBERPRÜFUNG DER (DESIGN-)LÖSUNG Wireframes (Mockups/LowFidelity Prototypen) Diagramme, Kästchen und Text Prototypen (Clickdummies) Interaktives System mit Teilfunktionen Systeme Testsysteme, Live-Systeme  Benutzer testen lassen (Usability Test)  Dialogprinzipien/Heuristiken, Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit als Bewertungsmaßstab
  • 27. © 2016 VRG HR. All rights reserved. 27 ÜBERPRÜFUNG DER USER EXPERIENCE  Beobachtung  Interview  Fokusgruppe/Moderation  Fragebogen Benutzung der User Experience Aspekte als Bewertungsmaßstab