Servicestelle Windenergie Thüringen
Zentrale Informations- und Beratungsstelle zur Windenergie
Foto:ThEGA–Servicestelle
Windenergie–WPHeldrungen
Inhalt:
1. ThEGA – Servicestelle Windenergie
2. Hintergrund zum Aufbau der SW
3. Projektkommunikation mit Kommunen
4. Projektkommunikation mit Bürgern
5. Projektkommunikation mit
Projektierungsunternehmen
6. Fazit
Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter
Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
Thüringer Landesregierung
Thüringer Landesregierung
Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH
Servicestelle Windenergie (gegründet 2015)
ThEGA- Servicestelle Windenergie
Beauftragung
ThEGA- Servicestelle Windenergie
Inhalt:
1. ThEGA – Servicestelle Windenergie
2. Hintergrund zum Aufbau der SW
3. Projektkommunikation mit Kommunen
4. Projektkommunikation mit Bürgern
5. Projektkommunikation mit
Projektierungsunternehmen
6. Fazit
Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter
Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
Thüringer Landesregierung
Hintergrund zum Aufbau der Servicestelle Windenergie
• Ziel der Landesregierung Th - bilanziell bis 2040 – 100 % EE in Thüringen
(50 % des Strombedarfes in Thüringen (8 Mrd. kWh/a) müssen importiert werden)
• In Thüringen drehen sich mit Stand Ende Dezember 2017 - 834 Windenergieanlagen auf
0,3 % der Landesfläche (4800 ha) davon nun die ersten 2 WEA im Wald
• Ziel 1 % der Landesfläche für Windenergie - nötiger Zubau 0,7% (11.300 ha)
• Einen Anlaufpunkt für Kommunen und Bürger für kostenfreie Beratungen zu allen Fragen
Rund um die Windenergie zu ermöglichen, war und ist Ziel der landeseigenen
„Servicestelle Windenergie“
• 3 Bausteine zur Vernetzung unserer Arbeit sind:
Kommune – Bürger – Projektierungsunternehmen!
Was genau ist die Aufgabe der Servicestelle Windenergie ?
Wir sind keine Entscheidungsträger!
1. Wir stehen für neutrale Aufklärung und Beratung sowie
Hilfestellung in Bezug auf die Handlungsmöglichkeiten für Kommunen
und Bürger, welche die jeweilige Situation vor Ort erfordert!
2. Wir vergeben das „Siegel für „Faire Windenergie“ an
Projektierungsunternehmen
Welche Aufgaben sollte eine Servicestelle erfüllen!
Thüringer Landesregierung
Grundvoraussetzungen Aufbau der Servicestelle Windenergie
• Unabhängig von der Konstellation einer Landesregierung sollte eine Informations- und
Beratungsstelle überparteilich und neutral agieren dürfen!
• Angesiedelt in einer Landesenergieagentur bietet eine solche Stelle gute
Voraussetzungen als neutral wahrgenommen zu werden und hat sehr gute
Vernetzungsmöglichkeiten zu allen Akteuren!
• Das Aufgabenfeld der Beratung sollte hierbei neben den allgemeinen Themen und Infos
zur Windenergie immer mit Fokus auf das eigene Bundesland gelegt werden.
• z.B. Wieviel WEA´s sind im BL installiert?
• Wie wird die Akzeptanz im BL bewertet?
• Welche politischen Rahmenbedingungen liegen vor?
• Personelle Struktur sollte durch die Gegebenheiten vor Ort und der Voraussetzung in den
Bundesländern definiert werden. In Thüringen derzeit 3 ½ Stellen
Neutralität und Akzeptanz kann auch durch „gute informelle Arbeit in der Fläche“ erreicht
werden!
Thüringer Landesregierung
Aufgaben der Servicestelle Windenergie Thüringen
• Beratung von Kommunen und Bürgern zu Handlungsmöglichkeiten
• Information zu Bürgerbeteiligungsmodellen
• Bürgerberatung / Bürgersprechtag / Bürgerinitiativen
• Unterstützung regionaler Dialogveranstaltungen
• Beratung von Land- und Forstwirten
• Initiierung und Begleitung von Interessengemeinschaften für Flächeneigentümer
• Entwicklung neuer Formate zur zielgerichteten Beratung (z.B. Recht und Kommune,
Weiterbildungsveranstaltungen durch Busfahrten zu Windparks etc.)
• Austausch in Thüringen mit Landes- und Kommunaleinrichtungen, Ministerien, Behörden,
Planungsgemeinschaften, Banken, Bürgerinitiativen, Verbänden,
Forschungseinrichtungen, Thüringen Forst etc.
• Vergabe des Siegels „Partner für Faire Windenergie“
Budgetgestaltung Servicestelle Windenergie Thüringen
• Sachkosten Landesförderung 
• Personalkosten Landesförderung 
• Gesamtkosten Landesförderung inklusive Umlagen  ca.
• Sachkosten EFRE Finanzierung 
• Personalkosten EFRE Finanzierung 
• Gesamtkosten EFRE inklusive Umlagen  ca.
• Summe aller geplanter Kosten SW im Jahr 2018 ca.
Inhalt:
1. ThEGA – Servicestelle Windenergie
2. Hintergrund zum Aufbau der SW
3. Projektkommunikation mit Kommunen
4. Projektkommunikation mit Bürgern
5. Projektkommunikation mit
Projektierungsunternehmen
6. Fazit
Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter
Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
Sicht der Kommune Sicht der Projektierungsunternehmen
- Windenergie passiert im ländlichen Raum!
- Bürgermeister oft ehrenamtlich…das
vielschichtige Thema überfordert !
- Viele Projektierungsunternehmen im Gebiet
- Dorffrieden in Gefahr
- Bürgerinitiativen vor Ort
- Negativbeschlüsse zur Windenergie im
Gemeinderat!
- Wertschöpfung ja aber….
- Planungsvorgaben der Länder
- Wir tun, was wir dürfen!
- Wirtschaftlich denkendes Unternehmen
- Wertschöpfung durch Beteiligung
- Was tun, wenn die Gemeinde mauert?
- EEG 17 / Kostendruck
- Konkurrenz in der Fläche
- Genehmigungsverfahren
- Kosten ohne Sicherheit auf Erfolg am Ende
Was müssen / können wir tun?
Informelle Beteiligung – Schlüssel für Akzeptanz?
Quelle: Regionalplanung Mittelthüringen - Weiß
Thüringer Landesregierung
Projektkommunikation mit Kommunen
• Praxisorientierte (Erst)beratung zu den
Handlungsmöglichkeiten der Kommune
• Grundsätzliche Informationen zu
regionalplanerischer Ausweisung im Gebiet
• Informelle Informationen zu den angeratenen
Handlungsempfehlungen vor Ort
• fachliche Unterstützung für Stadt- und
Gemeinderäte z.B. FNP / B-Plan zielführend?
• Beteiligungsunterstützung der Gemeinden
durch Teilnahme der Servicestelle an
Informationsveranstaltungen für Bürger durch
die Gemeinde / Kommune
• Unterstützung bei der Sichtung von
Nutzungsverträgen Windenergie.
ggf. kostenfreie Rechtsprüfung über
Rahmenvertrag ThEGA/Energieanwaltskanzlei
Foto: ThEGA / Servicestelle Windenergie
• Beraten
• Aufklären
• Unterstützen
• Vernetzen
Thüringer Landesregierung
Projektkommunikation mit Kommunen
• Handlungsmöglichkeiten der Kommune
• Teilnahme am Veranstaltungsformat „Recht und Kommune“
• Teilnahme an Weiterbildungsbusfahrten zu verschiedenen Windenergiestandorten
• Begleiten und organisieren von Besichtigungsfahrten zu Energielehrpfaden
• Informationen und Kontakte zu regionalen Stadtwerken / Banken
• Diverse Informationsbroschüren und Hinweisblättern
Beteiligung und regionale Wertschöpfung
Möglichkeiten der Wertschöpfung für die Region:
• Gewerbesteuer
• Flächen- und Wegepacht
• Energiesparbrief + Windstromprodukt
• Beteiligung an WEA Projekten
• Naturschutz durch gezielte
Ausgleichmaßnahmen
• Service und Bau durch regionale UN
• Erneuerbare Mobilität / Sektorenkopplung
Quelle: BWE / Windkraft eine Bürgerenergie
Inhalt:
1. ThEGA – Servicestelle Windenergie
2. Hintergrund zum Aufbau der SW
3. Projektkommunikation mit Kommunen
4. Projektkommunikation mit Bürgern
5. Projektkommunikation mit
Projektierungsunternehmen
6. Fazit
Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter
Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
Thüringer Landesregierung
Projektkommunikation mit Bürger/innen
• Bürgerberatung / Bürgersprechtag / BIs
• Immer Donnerstag ganztägig
• Grundsätzliche Informationen zu
regionalplanerischer Ausweisung im Gebiet
• Sichtung von Nutzungsverträgen mit
inhaltlicher Hilfestellung (keine
Rechtsprüfung)
• Gründung und Begleitung von
Eigentümerinteressengemeinschaften um die
Positionen der Flächeneigentümer zu
bündeln und zu stärken!
• Information zu Bürgerbeteiligungsmodellen
• Bürgerenergiegenossenschaften
• Stiftungsmodelle
• Grünstromtarife
• Sparbriefe
• Fonds etc.
Foto: ThEGA / Servicestelle Windenergie / Bürgersprechtag im Klimapavillion Apolda
Bürgerinitiativen Bundesweit
Quelle: www.windwahn.com
Karte und Info von Windwahn.com
Bürgerinitiativen – Wie kommunizieren!
Quelle: www.windwahn.com
Der Blick auf Thüringen (ca. 40 BI´s)
Quelle: www.mdr.de / 13.06.2018
Bürgerinitiativen – Wie kommunizieren!
Quelle: www.mdr.de / 13.06.2018 / Stimmungsbild WEA in Thüringen
• Agitation
BIs können sich konfrontative Themen
aussuchen und zugespitzt formulieren.
Haben Politiker meist Sorge davor,
sich einem sensiblen Thema zu stellen,
besitzen BIs genau diese Freiheit.
• Prävention und Kommunikation
BIs sind Bürger, die sich von der Politik
alleingelassen fühlen und ihrem Unmut
Luft machen.
Servicestelle im Umgang mit BI´s
1. Prävention
Entwickeln Sie ein Gespür dafür,
was die Menschen in den Standortkommunen
umtreibt.
2. Kommunikation
Im konstruktiven Gespräch bleiben!
Auf Augenhöhe kommunizieren!
Sachlich Argumentationen austauschen!
Fakten diskutieren!
Mut ist, was es braucht,
um aufzustehen und seine Meinung zu sagen.
Mut ist auch, was es braucht,
sich hinzusetzen und zuzuhören.
Sir Winston Leonard Spencer-Churchill
(1874-1965, britischer Politiker und zweimal Premierminister von Großbritannien)
Inhalt:
1. ThEGA – Servicestelle Windenergie
2. Hintergrund zum Aufbau der SW
3. Projektkommunikation mit Kommunen
4. Projektkommunikation mit Bürgern
5. Projektkommunikation mit
Projektierungsunternehmen
6. Fazit
Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter
Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
1. Beteiligung aller Interessengruppen im Umfeld eines Windparks während der
gesamten Projektierungsphase
2. Sicherstellung eines transparenten Umgangs mit projektrelevanten
Informationen vor Ort, Bereitstellung von Unterstützungs- und
Aufklärungsangeboten
3. Faire Teilhabe aller Betroffenen und Anwohner, auch der nicht unmittelbar
profitierenden Flächeneigentümer
4. Einbeziehung der regionalen Energieversorger und Kreditinstitute
5. Schaffung einer direkten finanziellen Beteiligungsmöglichkeit für Thüringer
Bürger, Unternehmen und Kommunen
Leitlinien für faire Windenergie!
• Zweimal pro Jahr Evaluation der Leitlinien durch Versand von Abfragebögen – konkrete Projekte
und Zahlen (Datenschutz!!!)
• Austausch mit Regionalplanung und Transport von Fragestellungen der Siegelpartner an die
Planungsstellen sowie Rückkopplung
• Zusammenschluss in Arbeitsgruppen zu aktuellen Themen (TaskForceWind)
• Enger Kontakt zu Politik, um Realität weiterzugeben
• Generierung komplexer Zusammenhänge bei SW durch Zusammenspiel vieler Akteure
• Kommunale Beratung
• Siegelpartner
• Bürger
• Wissensaneignung, Erkennen und Nachgehen von abweichenden Umsetzung der Leitlinien
(Verstöße können erkannt und ggf. kurzfristig reguliert werden)
• Anfragen der Presse
Umsetzung der Leitlinien
Auszug Zertifizierte Unternehmen
Zielführende Formate der Servicestelle Windenergie
• Projektbegleitung „Kommunales Windrad Thüringen“
(Möglichkeit der Beteiligung der Kommune)
• AG Öffentlichkeitsarbeit Windenergie
(Gemeinsam mit dem BWE Landesverband Thüringen und ThEEN e.V)
• Veranstaltung für Bürgermeister - RECHT und KOMMUNE-
(mit diversen RA aus dem Energierecht über Rahmenvertrag ThEGA)
• Pilotprojekt Repowering Thüringen der Servicestelle Windenergie.
(2020 fallen in TH 200 WEA aus der EEG Vergütung – Aufklärung und Möglichkeiten der Kommunen den
Repoweringsprozess aktiv mitzugestalten)
• Rechtsgutachten für Bürgerenergiegesellschaften und Thüringen Forst
(BEG im Rahmen der Ausschreibung EEG 17 für die „echten“ Bürgerenergiegenossenschaften Thüringens. Des
Weiteren rechtl. Bewertung der Herangehensweise für landeseigene Flächen – da WIW in TH nun möglich )
• Prüfung von Nutzungsverträgen für Eigentümergemeinschaften in der gemeinsam
ausgearbeiteten Finalversion (über Rahmenvertrag Energieanwaltskanzlei)
• Siegelpartnertreffen (Austausch, Informationen, Projekthebung der SP mit hohem Wertschöpfungspotenzial und
Öffentlichkeitswirksame Vorstellung)
• Ländertisch „Partner faire Windenergie Thüringen“
(Zur Besseren Kommunikation zwischen Siegelpartner, Regionalplanung, Genehmigungsbehörden und Kommunen)
Inhalt:
1. ThEGA – Servicestelle Windenergie
2. Hintergrund zum Aufbau der SW
3. Projektkommunikation mit Kommunen
4. Projektkommunikation mit Bürgern
5. Projektkommunikation mit
Projektierungsunternehmen
6. Fazit
Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter
Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
Thüringer Landesregierung
Mehrwert für Projektierungsunternehmen durch Servicestelle
 Beratungen von ca. 102 Thüringer Kommunen (Fokus
Ost- und Mittelthüringen) durchgeführt
 143 Bürgeranfragen (Fokus Fragen bzw. Hilfestellung zu
Inhalten vorliegender Nutzungsverträge (keine rechtliche
Beratung) oder Gebietskulissen der Entwürfe im
Regionalplan, Auskünfte zu Projektierungsunternehmen,
Gründung von Interessengemeinschaften)
 Bürgersprechtag immer Donnerstags ganztägig
 180 Unternehmen und sonstigen Einrichtungen beraten
Durch die Beratung kam es zu diversen Informations-
veranstaltungen, bei welchen ca. 3.800 Thüringer
Bürgerinnen und Bürger erreicht werden konnten.
Seit Einrichtung der Servicestelle Windenergie im Frühjahr 2015 wurden:
Stand 05.2018
Umweltzerstörung durch Abbau fossiler Energieträger
Kohleabbau in einer Braunkohle Tagebaugrube
Quelle: © Henry Fair / Greenpeace
Kohleabbau in der Lausitz
Quelle: © Henry Fair / Greenpeace
Quelle: Zeit
Warum Erneuerbare Energien? – Grundsatzfrage!
Servicestelle Windenergie Thüringen – Stand März 2018 -!
Thüringer Energie- und GreenTech-
Agentur GmbH (ThEGA)
Ramona Notroff
Leiterin der Servicestelle Windenergie Thüringen
Mainzerhofstraße 10
99084 Erfurt
0361/5603214
ramona.notroff@thega.de
www.wind-gewinnt.de
Foto: Bildnachweis: fotolia/K.C

Thega Servicestelle Windenergie (GERMAN)

  • 1.
    Servicestelle Windenergie Thüringen ZentraleInformations- und Beratungsstelle zur Windenergie Foto:ThEGA–Servicestelle Windenergie–WPHeldrungen
  • 2.
    Inhalt: 1. ThEGA –Servicestelle Windenergie 2. Hintergrund zum Aufbau der SW 3. Projektkommunikation mit Kommunen 4. Projektkommunikation mit Bürgern 5. Projektkommunikation mit Projektierungsunternehmen 6. Fazit Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
  • 3.
    Thüringer Landesregierung Thüringer Landesregierung ThüringerEnergie- und GreenTech-Agentur GmbH Servicestelle Windenergie (gegründet 2015) ThEGA- Servicestelle Windenergie
  • 4.
  • 5.
    Inhalt: 1. ThEGA –Servicestelle Windenergie 2. Hintergrund zum Aufbau der SW 3. Projektkommunikation mit Kommunen 4. Projektkommunikation mit Bürgern 5. Projektkommunikation mit Projektierungsunternehmen 6. Fazit Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
  • 6.
    Thüringer Landesregierung Hintergrund zumAufbau der Servicestelle Windenergie • Ziel der Landesregierung Th - bilanziell bis 2040 – 100 % EE in Thüringen (50 % des Strombedarfes in Thüringen (8 Mrd. kWh/a) müssen importiert werden) • In Thüringen drehen sich mit Stand Ende Dezember 2017 - 834 Windenergieanlagen auf 0,3 % der Landesfläche (4800 ha) davon nun die ersten 2 WEA im Wald • Ziel 1 % der Landesfläche für Windenergie - nötiger Zubau 0,7% (11.300 ha) • Einen Anlaufpunkt für Kommunen und Bürger für kostenfreie Beratungen zu allen Fragen Rund um die Windenergie zu ermöglichen, war und ist Ziel der landeseigenen „Servicestelle Windenergie“ • 3 Bausteine zur Vernetzung unserer Arbeit sind: Kommune – Bürger – Projektierungsunternehmen!
  • 7.
    Was genau istdie Aufgabe der Servicestelle Windenergie ? Wir sind keine Entscheidungsträger! 1. Wir stehen für neutrale Aufklärung und Beratung sowie Hilfestellung in Bezug auf die Handlungsmöglichkeiten für Kommunen und Bürger, welche die jeweilige Situation vor Ort erfordert! 2. Wir vergeben das „Siegel für „Faire Windenergie“ an Projektierungsunternehmen Welche Aufgaben sollte eine Servicestelle erfüllen!
  • 8.
    Thüringer Landesregierung Grundvoraussetzungen Aufbauder Servicestelle Windenergie • Unabhängig von der Konstellation einer Landesregierung sollte eine Informations- und Beratungsstelle überparteilich und neutral agieren dürfen! • Angesiedelt in einer Landesenergieagentur bietet eine solche Stelle gute Voraussetzungen als neutral wahrgenommen zu werden und hat sehr gute Vernetzungsmöglichkeiten zu allen Akteuren! • Das Aufgabenfeld der Beratung sollte hierbei neben den allgemeinen Themen und Infos zur Windenergie immer mit Fokus auf das eigene Bundesland gelegt werden. • z.B. Wieviel WEA´s sind im BL installiert? • Wie wird die Akzeptanz im BL bewertet? • Welche politischen Rahmenbedingungen liegen vor? • Personelle Struktur sollte durch die Gegebenheiten vor Ort und der Voraussetzung in den Bundesländern definiert werden. In Thüringen derzeit 3 ½ Stellen Neutralität und Akzeptanz kann auch durch „gute informelle Arbeit in der Fläche“ erreicht werden!
  • 9.
    Thüringer Landesregierung Aufgaben derServicestelle Windenergie Thüringen • Beratung von Kommunen und Bürgern zu Handlungsmöglichkeiten • Information zu Bürgerbeteiligungsmodellen • Bürgerberatung / Bürgersprechtag / Bürgerinitiativen • Unterstützung regionaler Dialogveranstaltungen • Beratung von Land- und Forstwirten • Initiierung und Begleitung von Interessengemeinschaften für Flächeneigentümer • Entwicklung neuer Formate zur zielgerichteten Beratung (z.B. Recht und Kommune, Weiterbildungsveranstaltungen durch Busfahrten zu Windparks etc.) • Austausch in Thüringen mit Landes- und Kommunaleinrichtungen, Ministerien, Behörden, Planungsgemeinschaften, Banken, Bürgerinitiativen, Verbänden, Forschungseinrichtungen, Thüringen Forst etc. • Vergabe des Siegels „Partner für Faire Windenergie“
  • 10.
    Budgetgestaltung Servicestelle WindenergieThüringen • Sachkosten Landesförderung  • Personalkosten Landesförderung  • Gesamtkosten Landesförderung inklusive Umlagen  ca. • Sachkosten EFRE Finanzierung  • Personalkosten EFRE Finanzierung  • Gesamtkosten EFRE inklusive Umlagen  ca. • Summe aller geplanter Kosten SW im Jahr 2018 ca.
  • 11.
    Inhalt: 1. ThEGA –Servicestelle Windenergie 2. Hintergrund zum Aufbau der SW 3. Projektkommunikation mit Kommunen 4. Projektkommunikation mit Bürgern 5. Projektkommunikation mit Projektierungsunternehmen 6. Fazit Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
  • 12.
    Sicht der KommuneSicht der Projektierungsunternehmen - Windenergie passiert im ländlichen Raum! - Bürgermeister oft ehrenamtlich…das vielschichtige Thema überfordert ! - Viele Projektierungsunternehmen im Gebiet - Dorffrieden in Gefahr - Bürgerinitiativen vor Ort - Negativbeschlüsse zur Windenergie im Gemeinderat! - Wertschöpfung ja aber…. - Planungsvorgaben der Länder - Wir tun, was wir dürfen! - Wirtschaftlich denkendes Unternehmen - Wertschöpfung durch Beteiligung - Was tun, wenn die Gemeinde mauert? - EEG 17 / Kostendruck - Konkurrenz in der Fläche - Genehmigungsverfahren - Kosten ohne Sicherheit auf Erfolg am Ende Was müssen / können wir tun? Informelle Beteiligung – Schlüssel für Akzeptanz? Quelle: Regionalplanung Mittelthüringen - Weiß
  • 13.
    Thüringer Landesregierung Projektkommunikation mitKommunen • Praxisorientierte (Erst)beratung zu den Handlungsmöglichkeiten der Kommune • Grundsätzliche Informationen zu regionalplanerischer Ausweisung im Gebiet • Informelle Informationen zu den angeratenen Handlungsempfehlungen vor Ort • fachliche Unterstützung für Stadt- und Gemeinderäte z.B. FNP / B-Plan zielführend? • Beteiligungsunterstützung der Gemeinden durch Teilnahme der Servicestelle an Informationsveranstaltungen für Bürger durch die Gemeinde / Kommune • Unterstützung bei der Sichtung von Nutzungsverträgen Windenergie. ggf. kostenfreie Rechtsprüfung über Rahmenvertrag ThEGA/Energieanwaltskanzlei Foto: ThEGA / Servicestelle Windenergie • Beraten • Aufklären • Unterstützen • Vernetzen
  • 14.
    Thüringer Landesregierung Projektkommunikation mitKommunen • Handlungsmöglichkeiten der Kommune • Teilnahme am Veranstaltungsformat „Recht und Kommune“ • Teilnahme an Weiterbildungsbusfahrten zu verschiedenen Windenergiestandorten • Begleiten und organisieren von Besichtigungsfahrten zu Energielehrpfaden • Informationen und Kontakte zu regionalen Stadtwerken / Banken • Diverse Informationsbroschüren und Hinweisblättern
  • 15.
    Beteiligung und regionaleWertschöpfung Möglichkeiten der Wertschöpfung für die Region: • Gewerbesteuer • Flächen- und Wegepacht • Energiesparbrief + Windstromprodukt • Beteiligung an WEA Projekten • Naturschutz durch gezielte Ausgleichmaßnahmen • Service und Bau durch regionale UN • Erneuerbare Mobilität / Sektorenkopplung Quelle: BWE / Windkraft eine Bürgerenergie
  • 16.
    Inhalt: 1. ThEGA –Servicestelle Windenergie 2. Hintergrund zum Aufbau der SW 3. Projektkommunikation mit Kommunen 4. Projektkommunikation mit Bürgern 5. Projektkommunikation mit Projektierungsunternehmen 6. Fazit Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
  • 17.
    Thüringer Landesregierung Projektkommunikation mitBürger/innen • Bürgerberatung / Bürgersprechtag / BIs • Immer Donnerstag ganztägig • Grundsätzliche Informationen zu regionalplanerischer Ausweisung im Gebiet • Sichtung von Nutzungsverträgen mit inhaltlicher Hilfestellung (keine Rechtsprüfung) • Gründung und Begleitung von Eigentümerinteressengemeinschaften um die Positionen der Flächeneigentümer zu bündeln und zu stärken! • Information zu Bürgerbeteiligungsmodellen • Bürgerenergiegenossenschaften • Stiftungsmodelle • Grünstromtarife • Sparbriefe • Fonds etc. Foto: ThEGA / Servicestelle Windenergie / Bürgersprechtag im Klimapavillion Apolda
  • 18.
  • 19.
    Bürgerinitiativen – Wiekommunizieren! Quelle: www.windwahn.com Der Blick auf Thüringen (ca. 40 BI´s) Quelle: www.mdr.de / 13.06.2018
  • 20.
    Bürgerinitiativen – Wiekommunizieren! Quelle: www.mdr.de / 13.06.2018 / Stimmungsbild WEA in Thüringen • Agitation BIs können sich konfrontative Themen aussuchen und zugespitzt formulieren. Haben Politiker meist Sorge davor, sich einem sensiblen Thema zu stellen, besitzen BIs genau diese Freiheit. • Prävention und Kommunikation BIs sind Bürger, die sich von der Politik alleingelassen fühlen und ihrem Unmut Luft machen. Servicestelle im Umgang mit BI´s 1. Prävention Entwickeln Sie ein Gespür dafür, was die Menschen in den Standortkommunen umtreibt. 2. Kommunikation Im konstruktiven Gespräch bleiben! Auf Augenhöhe kommunizieren! Sachlich Argumentationen austauschen! Fakten diskutieren! Mut ist, was es braucht, um aufzustehen und seine Meinung zu sagen. Mut ist auch, was es braucht, sich hinzusetzen und zuzuhören. Sir Winston Leonard Spencer-Churchill (1874-1965, britischer Politiker und zweimal Premierminister von Großbritannien)
  • 21.
    Inhalt: 1. ThEGA –Servicestelle Windenergie 2. Hintergrund zum Aufbau der SW 3. Projektkommunikation mit Kommunen 4. Projektkommunikation mit Bürgern 5. Projektkommunikation mit Projektierungsunternehmen 6. Fazit Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
  • 22.
    1. Beteiligung allerInteressengruppen im Umfeld eines Windparks während der gesamten Projektierungsphase 2. Sicherstellung eines transparenten Umgangs mit projektrelevanten Informationen vor Ort, Bereitstellung von Unterstützungs- und Aufklärungsangeboten 3. Faire Teilhabe aller Betroffenen und Anwohner, auch der nicht unmittelbar profitierenden Flächeneigentümer 4. Einbeziehung der regionalen Energieversorger und Kreditinstitute 5. Schaffung einer direkten finanziellen Beteiligungsmöglichkeit für Thüringer Bürger, Unternehmen und Kommunen Leitlinien für faire Windenergie!
  • 23.
    • Zweimal proJahr Evaluation der Leitlinien durch Versand von Abfragebögen – konkrete Projekte und Zahlen (Datenschutz!!!) • Austausch mit Regionalplanung und Transport von Fragestellungen der Siegelpartner an die Planungsstellen sowie Rückkopplung • Zusammenschluss in Arbeitsgruppen zu aktuellen Themen (TaskForceWind) • Enger Kontakt zu Politik, um Realität weiterzugeben • Generierung komplexer Zusammenhänge bei SW durch Zusammenspiel vieler Akteure • Kommunale Beratung • Siegelpartner • Bürger • Wissensaneignung, Erkennen und Nachgehen von abweichenden Umsetzung der Leitlinien (Verstöße können erkannt und ggf. kurzfristig reguliert werden) • Anfragen der Presse Umsetzung der Leitlinien
  • 24.
  • 25.
    Zielführende Formate derServicestelle Windenergie • Projektbegleitung „Kommunales Windrad Thüringen“ (Möglichkeit der Beteiligung der Kommune) • AG Öffentlichkeitsarbeit Windenergie (Gemeinsam mit dem BWE Landesverband Thüringen und ThEEN e.V) • Veranstaltung für Bürgermeister - RECHT und KOMMUNE- (mit diversen RA aus dem Energierecht über Rahmenvertrag ThEGA) • Pilotprojekt Repowering Thüringen der Servicestelle Windenergie. (2020 fallen in TH 200 WEA aus der EEG Vergütung – Aufklärung und Möglichkeiten der Kommunen den Repoweringsprozess aktiv mitzugestalten) • Rechtsgutachten für Bürgerenergiegesellschaften und Thüringen Forst (BEG im Rahmen der Ausschreibung EEG 17 für die „echten“ Bürgerenergiegenossenschaften Thüringens. Des Weiteren rechtl. Bewertung der Herangehensweise für landeseigene Flächen – da WIW in TH nun möglich ) • Prüfung von Nutzungsverträgen für Eigentümergemeinschaften in der gemeinsam ausgearbeiteten Finalversion (über Rahmenvertrag Energieanwaltskanzlei) • Siegelpartnertreffen (Austausch, Informationen, Projekthebung der SP mit hohem Wertschöpfungspotenzial und Öffentlichkeitswirksame Vorstellung) • Ländertisch „Partner faire Windenergie Thüringen“ (Zur Besseren Kommunikation zwischen Siegelpartner, Regionalplanung, Genehmigungsbehörden und Kommunen)
  • 26.
    Inhalt: 1. ThEGA –Servicestelle Windenergie 2. Hintergrund zum Aufbau der SW 3. Projektkommunikation mit Kommunen 4. Projektkommunikation mit Bürgern 5. Projektkommunikation mit Projektierungsunternehmen 6. Fazit Foto: LEG Thüringen / Michael Schlüter Erfolgreiche Projektkommunikation und Beteiligungsmodelle
  • 27.
    Thüringer Landesregierung Mehrwert fürProjektierungsunternehmen durch Servicestelle  Beratungen von ca. 102 Thüringer Kommunen (Fokus Ost- und Mittelthüringen) durchgeführt  143 Bürgeranfragen (Fokus Fragen bzw. Hilfestellung zu Inhalten vorliegender Nutzungsverträge (keine rechtliche Beratung) oder Gebietskulissen der Entwürfe im Regionalplan, Auskünfte zu Projektierungsunternehmen, Gründung von Interessengemeinschaften)  Bürgersprechtag immer Donnerstags ganztägig  180 Unternehmen und sonstigen Einrichtungen beraten Durch die Beratung kam es zu diversen Informations- veranstaltungen, bei welchen ca. 3.800 Thüringer Bürgerinnen und Bürger erreicht werden konnten. Seit Einrichtung der Servicestelle Windenergie im Frühjahr 2015 wurden: Stand 05.2018
  • 28.
    Umweltzerstörung durch Abbaufossiler Energieträger Kohleabbau in einer Braunkohle Tagebaugrube Quelle: © Henry Fair / Greenpeace Kohleabbau in der Lausitz Quelle: © Henry Fair / Greenpeace Quelle: Zeit Warum Erneuerbare Energien? – Grundsatzfrage!
  • 29.
    Servicestelle Windenergie Thüringen– Stand März 2018 -! Thüringer Energie- und GreenTech- Agentur GmbH (ThEGA) Ramona Notroff Leiterin der Servicestelle Windenergie Thüringen Mainzerhofstraße 10 99084 Erfurt 0361/5603214 ramona.notroff@thega.de www.wind-gewinnt.de Foto: Bildnachweis: fotolia/K.C