Digitale Editionsprojekte mit Werkzeugen
         unterstützen und en passant die
  Nachnutzbarkeit der Forschungsdaten fördern:
                      Das Beispiel TextGrid
                               Kathleen M. Smith
       Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB)
                                 Felix Lohmeier
                    Sächsische Landesbibliothek –Staats- und
                     Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)


23. Mai 2012              101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Tools und Services für die Geisteswissenschaften

• TextGrid Laboratory
   – VRE Schnittstelle und Arbeitsumgebung
   – Werkzeuge und Services in einer Desktop-
     Software
   – Kontinuierliche Weiterentwicklung
• TextGrid Repository
   – Fachwissenschaftliches Repositorium mit
     differenzierten Suchmöglichkeiten
   – Langfristige Verfügbarkeit und Zugänglichkeit der
     geisteswissenschaftlichen Forschungsdaten

23. Mai 2012      101. Deutscher Bibliothekartag 2012
TextGrid Architektur




23. Mai 2012   101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Nutzungsmodelle




23. Mai 2012   101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Die Entstehungsgeschichte TextGrid

• Sehr unterschiedliche geisteswissenschaftliche
  Fachbereiche und Methoden
     – Zunehmendes Interesse an einer Zusammenarbeit
• Große Datenmengen und zunehmende digitale
  Methoden (eHumanities)
     – Bedarf für eine Arbeitsumgebung und ein Archiv für text-
       basierte Geisteswissenschaften
 TextGrid als eine der erste VRE für die
 Geisteswissenschaften in Deutschland

23. Mai 2012          101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Die I. Förderphase (2006-2009)

• TextGrid wird seit 2006 gefördert vom
  Bundesministerium für Bildung und Forschung
  (BMBF) im Rahmen der D-Grid Initiative.
• Sehr unterschiedliche wissenschaftliche
  Communities und Anforderungen
     - Editionsphilologie, Linguistik und Kulturwissenschaft
• Seit 2009 auch Vertreter der Musikwissenschaft,
  Kunstwissenschaft und Judaistik dabei


23. Mai 2012           101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Die II. Förderphase (2009-2012)

• Juli 2011: Release der stabilen Version 1.0
     – Kernwerkzeuge für Navigation und Rechte-Management,
       Suchfunktionen, Import- und Export-Funktionen,
       Aggregation Composer und Metadaten-Editoren
     – XML-Editor, Text-Bild-Link-Editor und Wörterbuch-
       Recherche-Tool
     – Aufbau einer aktiven Community
• Mai 2012: Release der Version 2.0
     – zusätzliche fachwissenschaftliche Tools und Dienste
     – Erweiterung der Community: zahlreiche
       Forschungsprojekte und mehr als 1000 registrierte Nutzer!
23. Mai 2012          101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Die III. Förderphase (2012-2015): Institutionalisierung

• Nachhaltige Organisationsstruktur:
           „TextGrid – Verein zum nachhaltigen Betrieb einer digitalen
            Forschungsinfrastruktur in den Geisteswissenschaften e.V.“

• Übergang von der Projektphase in den dauerhaften Betrieb
     – Unterstützung der Nutzer-Community
     – Betrieb und Pflege des TextGridLab und TextGridRep,
       Qualitätssicherung und Monitoring
     – Nutzerkommunikation und –beratung
     – Zusammenarbeit mit Wissenschaftsorganisationen,
       Forschungsförderern und politischen Entscheidungsträgern aus Bund
       und Ländern



23. Mai 2012               101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Assoziierte Forschungsprojekte (Auswahl)

     • Hybrid-Edition der Notizbücher Theodor Fontanes
       (Uni Göttingen)
     • Blumenbach–Online (AdW Göttingen)
     • Edition der Briefe von Ernst Kantorowicz (DLA Marbach)
     • „Fiedellieder“ von Theodor Storm
       (HfM Detmold/Paderborn)
     • Briefwechsel Grimm–Savigny–Bang (TU Darmstadt)
     • Virtuelles Skriptorium St. Matthias
       (KoZE Trier/TU Darmstadt)
     • Relationen im Raum. Visualisierung topographischer
       Klein(st)struktur (Steinheim-Institut Essen)
     • Georg Greflinger–Digitale historisch-kritische Edition
       (FU Berlin)
23. Mai 2012         101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Vorteile des TextGrid-Ansatzes

• Nachnutzbarkeit der Forschungsdaten
  fördern
     – LZA und VRE in einer Plattform
     – Open-Source und Offene Standards
• Interoperabilität und Erweiterbarkeit
  (Modularität)
• Aktive Nutzer-Community und Unterstützung


23. Mai 2012       101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Nachteile des TextGrid-Ansatzes

• Komplexität (steile Lernkurve beim Nutzen)
     – *Flexibilität und Erweiterbarkeit* kann
       unüberschaubar werden
• Nachhaltigkeit
     – wie bei allen Projekten ist der dauerhafte Betrieb
       ein Experiment
• Technische Expertise weiterhin nötig
     – TextGrid bietet nicht die komplette
       Lösung für alle Fragen
23. Mai 2012        101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Die Zukunft: VRE als Aufgabe einer Bibliothek?

• Wissenschaftliche Bibliotheken unterstützen
  Forschung und Forschungsprozesse
     – nicht nur Endstation für Forschungsdaten
• Langzeitarchivierung immer wichtiger
• Bibliotheken als Institutionen bieten Lang-
  zeitperspektiven an



23. Mai 2012       101. Deutscher Bibliothekartag 2012
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamheit!




                      Fragen?




23. Mai 2012   101. Deutscher Bibliothekartag 2012

TextGrid 2.0 @ Bibliothekartag 2012

  • 1.
    Digitale Editionsprojekte mitWerkzeugen unterstützen und en passant die Nachnutzbarkeit der Forschungsdaten fördern: Das Beispiel TextGrid Kathleen M. Smith Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) Felix Lohmeier Sächsische Landesbibliothek –Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 2.
    Tools und Servicesfür die Geisteswissenschaften • TextGrid Laboratory – VRE Schnittstelle und Arbeitsumgebung – Werkzeuge und Services in einer Desktop- Software – Kontinuierliche Weiterentwicklung • TextGrid Repository – Fachwissenschaftliches Repositorium mit differenzierten Suchmöglichkeiten – Langfristige Verfügbarkeit und Zugänglichkeit der geisteswissenschaftlichen Forschungsdaten 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 3.
    TextGrid Architektur 23. Mai2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 4.
    Nutzungsmodelle 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 5.
    Die Entstehungsgeschichte TextGrid •Sehr unterschiedliche geisteswissenschaftliche Fachbereiche und Methoden – Zunehmendes Interesse an einer Zusammenarbeit • Große Datenmengen und zunehmende digitale Methoden (eHumanities) – Bedarf für eine Arbeitsumgebung und ein Archiv für text- basierte Geisteswissenschaften  TextGrid als eine der erste VRE für die Geisteswissenschaften in Deutschland 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 6.
    Die I. Förderphase(2006-2009) • TextGrid wird seit 2006 gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der D-Grid Initiative. • Sehr unterschiedliche wissenschaftliche Communities und Anforderungen - Editionsphilologie, Linguistik und Kulturwissenschaft • Seit 2009 auch Vertreter der Musikwissenschaft, Kunstwissenschaft und Judaistik dabei 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 7.
    Die II. Förderphase(2009-2012) • Juli 2011: Release der stabilen Version 1.0 – Kernwerkzeuge für Navigation und Rechte-Management, Suchfunktionen, Import- und Export-Funktionen, Aggregation Composer und Metadaten-Editoren – XML-Editor, Text-Bild-Link-Editor und Wörterbuch- Recherche-Tool – Aufbau einer aktiven Community • Mai 2012: Release der Version 2.0 – zusätzliche fachwissenschaftliche Tools und Dienste – Erweiterung der Community: zahlreiche Forschungsprojekte und mehr als 1000 registrierte Nutzer! 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 8.
    Die III. Förderphase(2012-2015): Institutionalisierung • Nachhaltige Organisationsstruktur: „TextGrid – Verein zum nachhaltigen Betrieb einer digitalen Forschungsinfrastruktur in den Geisteswissenschaften e.V.“ • Übergang von der Projektphase in den dauerhaften Betrieb – Unterstützung der Nutzer-Community – Betrieb und Pflege des TextGridLab und TextGridRep, Qualitätssicherung und Monitoring – Nutzerkommunikation und –beratung – Zusammenarbeit mit Wissenschaftsorganisationen, Forschungsförderern und politischen Entscheidungsträgern aus Bund und Ländern 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 9.
    Assoziierte Forschungsprojekte (Auswahl) • Hybrid-Edition der Notizbücher Theodor Fontanes (Uni Göttingen) • Blumenbach–Online (AdW Göttingen) • Edition der Briefe von Ernst Kantorowicz (DLA Marbach) • „Fiedellieder“ von Theodor Storm (HfM Detmold/Paderborn) • Briefwechsel Grimm–Savigny–Bang (TU Darmstadt) • Virtuelles Skriptorium St. Matthias (KoZE Trier/TU Darmstadt) • Relationen im Raum. Visualisierung topographischer Klein(st)struktur (Steinheim-Institut Essen) • Georg Greflinger–Digitale historisch-kritische Edition (FU Berlin) 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 10.
    Vorteile des TextGrid-Ansatzes •Nachnutzbarkeit der Forschungsdaten fördern – LZA und VRE in einer Plattform – Open-Source und Offene Standards • Interoperabilität und Erweiterbarkeit (Modularität) • Aktive Nutzer-Community und Unterstützung 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 11.
    Nachteile des TextGrid-Ansatzes •Komplexität (steile Lernkurve beim Nutzen) – *Flexibilität und Erweiterbarkeit* kann unüberschaubar werden • Nachhaltigkeit – wie bei allen Projekten ist der dauerhafte Betrieb ein Experiment • Technische Expertise weiterhin nötig – TextGrid bietet nicht die komplette Lösung für alle Fragen 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 12.
    Die Zukunft: VREals Aufgabe einer Bibliothek? • Wissenschaftliche Bibliotheken unterstützen Forschung und Forschungsprozesse – nicht nur Endstation für Forschungsdaten • Langzeitarchivierung immer wichtiger • Bibliotheken als Institutionen bieten Lang- zeitperspektiven an 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012
  • 13.
    Vielen Dank fürIhre Aufmerksamheit! Fragen? 23. Mai 2012 101. Deutscher Bibliothekartag 2012