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FÖRDERUNG VON
WISSENSCHAFT
UND PRAXIS DER
MEDIATION E.V.
mail@wissenschaft-praxis-
mediation.de
www.wissenschaft-praxis-mediation.de
AG
Charlottenburg
95 VR 31667 B
IBAN DE22120300001020096648
BIC BYLADEM1001
Autorin: Dr. Monika Pasetti
© Verein zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V.
Recherche zum Thema „Mediation und Flüchtlinge“
A. Ausgangspunkt
Auf der letzten Mitgliederversammlung hatten wir angekündigt, einen Fokus unserer
Vereinsarbeit auf das Thema „Mediation und Flüchtlinge“ zu richten. Die Aufnahme und
Integration von Flüchtlingen, Respekt, Akzeptanz und kulturelle Identitäten, Dilemmata von
Werten, Ängste und Aggressionen sind nur einige Stichworte, in denen die Vielschichtigkeit
des Komplexes, der mittlerweile zum politischen und gesellschaftlichen Schwerpunktthema
avanciert ist, zum Ausdruck kommt. Dass Mediation als präventives und akutes
Konfliktlösungsverfahren einen prominenten Stellenwert in diesem auf Verständigung
besonders angewiesenen Kontext haben könnte, liegt aus Mediatorensicht auf der Hand.
Natürlich sind die Flüchtlingsaufgaben auch mit mannigfaltigen ganz praktischen Problemen
verknüpft, über deren notwendige Lösung meist Konsens besteht und die es umzusetzen
gilt, ohne dass darüber noch groß gesprochen werden müsste. In vielen Fällen geht es
schlicht darum, Abhilfe für einen konfliktauslösenden Zustand zu schaffen. Die naheliegende
Konzentration auf instrumentelle Ziele der Versorgung und Betreuung,
Ressourcenbeschaffung und der rein praktischen Eingliederung in das rechtliche, soziale
und gesellschaftliche System lassen beim Flüchtlingsthema das Handeln in den
Vordergrund rücken. Das Handeln muss aber koordiniert und verstanden werden und die
Eingliederung wird nachhaltig nur entlang der Handlungsstränge gelingen, über die ein
Einverständnis der maßgebend Beteiligten erzielt werden kann. Dies erfordert vor allem,
dass die Beteiligten nicht nur die eigenen Belange wahrnehmen, sondern auch die der
anderen, der relevanten Gruppen sowie der rechtlichen und gesellschaftlichen Institutionen.
Wir MediatorInnen sind darin ausgebildet, diese Perspektivenerweiterungen zu unterstützen.
Dabei kommt es auch auf unsere Initiative an. Der Bedarf für mediative Hilfestellung wird
meist erst im konkreten Konflikt gesehen. Wir können uns jedoch schon viel früher
einbringen und den Prozess der Verständigung durch mediative Präsens, Empathie und
Wertschätzung fördern helfen. Die Möglichkeit und Ausdrucksformen hierfür sind vielfältig
wie die nachstehende Übersicht zeigt.
B. Gegenstand der Recherche
Wir hatten Euch - unser Verein hat mittlerweile über 100 Mitglieder- angesprochen, darüber
zu berichten, wo in Eurem Umfeld Mediation/mediative Verfahren in der Arbeit mit
Flüchtlingen oder in der lokalen Verwaltung und Organisation rund um das Flüchtlingsthema
praktiziert werden. Im Vordergrund sollten dabei nicht nur Verständigungs- und
Integrationsfragen stehen, sondern auch praktische Probleme im lokalen Bereich von
Hilfsorganisationen, Politik und Verwaltung. Mediation war in diesem Zusammenhang ganz
weit als Begegnung in Verständigungsorientierung zu verstehen. Folgende Informationen
konnten wir zusammenstellen (Status: Ende September 2016):
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Autorin: Dr. Monika Pasetti
© Verein zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V.
I. Zoff-off
Zoff-off ist ein Verein in Berlin, der über ein ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk von
Mediatoren verfügt und kostenlose Mediationen vor allem den Menschen bietet, die
kostenpflichtige Konfliktberatung nicht in Anspruch nehmen können. Über den Verein
erfolgten bereits mehrere Mediationen im Berliner Flüchtlingskontext. Siehe
http://www.zoffoff.de
II. Culture Coaches
„Culture Coaches“ ist ein Projekt der Bürgerstiftung Berlin. Es geht darum, die kulturellen
Differenzen, die zu Konflikten führen, sichtbar und verstehbar zu machen. Culture Coaches
leisten die „Übersetzungsarbeit“. Siehe
http://buergerstiftung-berlin.de/projekte/culture-coaches/
http://culturecoaches.de/
https://www.betterplace.org/de/projects/35279-culture-coaches-akzeptieren-verstehen-
miteinander-leben
III. Projekt VIF
VIF steht für Verantwortung, Integration, Freundschaft. In Kooperation mit Berliner
Grundschulen sollen Kinder zwischen 10 und 12 Jahren Einblicke in unterschiedliche
Kulturen erhalten und lernen, das Neue und Andersartige in ihre Wahrnehmung
aufzunehmen. So lernen die Kinder unterschiedlichen Perspektiven einzunehmen, um in
Freundschaft zusammenzuwachsen und gegenseitig Verantwortung zu übernehmen. Siehe
http://buergerstiftung-berlin.de/projekte/vif/
http://arne-friedrich-stiftung.de/de/vif-d/
IV. Be an Angel
Be an Angel e.V., Berlin ist ein Zusammenschluss von Menschen aus Kultur, Marketing und
Journalismus, die geflüchtete Menschen beim Ankommen in Deutschland sowie bei der
Integration u.a. durch Networking und Partnerschaften unterstützen. Die Angel verstehen
sich dabei auch als Vermittler der Werte und Erwartungen unserer Gesellschaft. Siehe
http://beanangel.direct
V. Tanz als Mediator und Kommunikator
Wo es noch keine Sprache gibt, können Tanz und Kunst als universelle Sprache
Verständigung vermitteln. Die Ruck-Stiftung unterstützt geflüchtete Eltern und ihre Kinder
beim Spracherwerb und fördert die kreative Ausdrucksfähigkeit durch Tanz- und
Kunstprojekte. Siehe
http://www.ruck-stiftung.de/
VI. Refugio
Das Refugio ist eine Projekt der SM Berliner Stadtmission Kirche e.V. Im Refugio
Berlin/Neukölln leben und arbeiten auf 5 Etagen Flüchtlinge in einer ganzheitlich
ausgerichteten Wohn- und Arbeitsgemeinschaft auf Zeit. Es wird u.a. in Coachingprogramm
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angeboten, das die Beteiligten dazu einlädt, neben dem Erlernen der deutschen Sprache
interessenorientiert und in der gemeinschaftlichen Verantwortungsübernahme ihre
Fähigkeiten und Talente zielorientiert einzubringen. Siehe
https://sharehaus.net/refugio/.
VII. Sachverständigenrat Deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR)
Der SVR geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der Volkswagen Stiftung zurück.
Ihr gehören insgesamt sieben große Stiftungen an. Ziel ist einen gesellschaftlichen Diskurs
auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Fakten zu führen. Es geht darum, die häufig
emotional geführten Debatten zu versachlichen. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit
werden im einem Jahresgutachten festgehalten. Siehe
http://www.svr-migration.de/sachverstaendigenrat/wir-ueber-uns/geschaeftsstelle/
https://www.stiftung-mercator.de/de/partnergesellschaft/sachverstaendigenrat-deutscher-
stiftungen-fuer-integration-und-migration-svr/
Die Stiftung Mercator unterstützt u.a. auch die Initiative „Bochumer Aufruf“, siehe unten.
VIII. Bochumer Aufruf
Ziel der Initiative der „Forschungsgruppe Konfliktmanagement der Akademie der Ruhr-
Universität Bochum“ ist der Aufbau eines regional strukturierten bundesweiten Netzwerkes
von internen und externen Integrationsmanagerinnen in der Flüchtlingsarbeit. Die Aufbau-
und Pilotphase hat im September begonnen und soll bis Juni 2018 dauern. Das Projekt wird
von einer Koordinierungsstelle der Ruhr - Universität Bochum betreut. Ein Kernteam von 50
sog. Systemdesignern und Integrationsmanagern soll interessierten Kommunen und
sozialen Organisationen bei der Entwicklung und Implementierung von Kommunikations-
und Konfliktmanagementsystemen helfen. Strukturen und Verfahren der Konfliktregelungen
sollen in sechs Bereichen aufgebaut werden: (1) Arbeit mit Flüchtlingen, (2) Unterstützung
von Ehrenamtlichen (3) Beratung von Kommunen und sozialen Organisationen, (4)
Integration in Schulen und Bildungseinrichtungen, (5) Integration in den Arbeitsmarkt, (6)
Ausbildung von Fachkräften. Siehe
www.akademie.rub.de
www.mediationaktuell.de/bochumer-aufruf
https://www.mediationaktuell.de/news/bochumer-aufruf-bewerbung-kernteam
Es werden MediatorInnen für dieses Projekt gesucht. Allerdings ist wohl eine
Zusatzausbildung zum sog. Systemmanager erforderlich. Für Bewerbungen wird folgender
Kontakt genannt:
Heike Gronau
Akademie der Ruhr-Universität gGmbH
Universitätsstraße 142
44799 Bochum
Telefon: 0234 32 – 25163
E-Mail: Heike.Gronau@akademie.ruhr-uni-bochum.de
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IX. Grünes Netz Mediation
Das Grüne Netz Mediation- Vermitteln in der Flüchtlingskrise ist eine Initiative des
Forschungsinstituts für rechtliches Informationsmanagement, ein An-Institut der
FernUniversität Hagen (Firm GmbH). Gebildet wurde ein Netzwerk von mittlerweile über 400
Helfern, die sich in fünf Arbeitsgemeinschaften organisiert haben: (1) Interkulturelles und
Methoden, (2) Selbstorganisierte Mediation: Geflüchtete als Mediatoren, (3) Mediation mit
Bürgerbeteiligung, (4) Mediative Schulung und Fortbildung für Helfende, (5)
Öffentlichkeitsarbeit. Siehe
www.gruenes-netz-mediation.de
Mithilfe in den Arbeitsgruppen ist sehr willkommen. Aktuell besteht wohl besonderer bedarf
in der Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“.
Kontakt:
Dr. Friedrich Dauner
Firm GmbH
Universitätsstraße 21
58084 Hagen
Telefon: 02331-987-2878
E-Mail: info@gruenes-netz-mediation.de
X. Literatur
In der Mediationsliteratur sind die Themen rund um den Bereich Flüchtlinge/Migration,
Konflikt und Integration weitgehend angekommen. Besonders erwähnenswert ist die 62.
Ausgabe (2. Quartal 2016) der Zeitschrift Spektrum der Mediation, die sich ganz dem Thema
„Migration und Integration. Was Mediation leisten kann“ gewidmet hat. Es gibt natürlich noch
zahlreiche weitere Fragestellungen, die sich lohnen auf theoretischer oder empirischer
Grundlage bearbeitet zu werden. Dem Forschungsinteresse sind grundsätzlich keine
Grenzen gesetzt.
XI. Work-in progress
Wir beabsichtigen, die Informationen in diesem Papier zu ergänzen und zu aktualisieren.
Weitere In-puts sind deshalb höchst willkommen. Bitte berichtet weiter über Eure
Erfahrungen zu diesem Thema, das wir nun ganz breit wie folgt formulieren wollen:
„Erfahrungen zur mediativen Verständigung im Kontext Migration und Flüchtlinge “
Wir MediatorInnen können uns wissenschaftlich und praktisch in das Flüchtlingsthema
einbringen!
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C. Zum Einlesen
 Akademie der Ruhr-Universität Bochum-Forschungsgruppe Konfliktmanagement:
Bochumer Aufruf. Bundesweites Mediationsnetzwerk. Einwanderung und Integration,
www.akademie.rub.de und www.mediationaktuell.de/bochumer-aufruf
 Aza, Sosan/Oschmann, Christine: Was verstehst Du, was ich nicht verstehe? in:
Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 26ff
 Berndt, Hagen/Korkor Nadira/Lustig, Sylvia: Prävention, Deeskalation, Begleitung, in:
Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 46ff
 Caroline Beekmann: Nur für Frauen! in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S.
11ff
 Endert, Elke: Junge Muslime im Spannungsfeld weltweiter Konflikte, in konflikt
Dynamik 2016, S. 178ff.
 Faller, Dorothea: Hilfe für ehrenamtliche Initiativen, in: Spektrum der Mediation 2016,
Heft 62, S. 28ff
 Faller, Kurt: Der „Bochumer Aufruf“ für Mediation und Konfliktmanagement, in:
Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 9ff
 Forschungsinstitut für rechtliches Informationsmanagement, ein An-Institut der
FernUniversität Hagen: Grünes Netz Mediation, www.gruenes-netz-mediation.de
 Hendrik Fenz: Aus eigener Kraft, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 14ff
 Herman, Marc/Johnston, Lewis: Das Grüne Netz Mediation- Eine (erste)
Bestandsaufnahme, in: ZKM 2016, S. 96ff
 Hinken, Ria/Hinken, Hans: Der Weg zum Arbeitsplatz, in: Spektrum der Mediation
2016, S. 55ff
 Kinn, Ute/Wachinger, Gisela: Beteiligungsverfahren zu Flüchtlingsunterkünften, in:
Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 43ff
 Liiciardi,Domenica/Rütz-Lewerenz/Wagern, Stefan: Kultursensible Mediation, in:
Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 32ff
 Lutschewitz, Claudia, Mediation in der Flüchtlinghilfe, in: www.gruenes-netz-
mediation.de
 Nadja Zeschmann: Respekt-Vertrauen-Würde in: Spektrum der Mediation 2016, Heft
62, S. 19ff
 Rafi, Anusheh: Hochschulen-fördern, begleiten, unterstützen, in: Spektrum der
Mediation 2016, Heft 62, S. 50ff
 Reimer-Gordinskaja, Katrin/Figueiredi, Susanne: Bürgerdialoge zur
Flüchtlingssituation: Ein Leitfaden für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in den
Kommunen, www.weltoffenheit.net
 Schlittenbauer, Eva im Gespräch mit Hanne-Margret Birckenbach: Geht in die
Gemeinden, sprecht miteinander! in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 6ff
 Schluttenhofer, Jupp: Migration und Wirtschaft, in: Spektrum der Mediation 2016,
Heft 62, S. 58ff
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 Schüler, Roland: Auf ein Wort! in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 61ff
 Spöhr, Heike: Konfliktfeld Gemeinschaftsunterkünfte, in: Spektrum der Mediation
2016, Heft 61, S. 8ff
 Stadt Greven-Der Bürgermeister (Hrsg.): Austauschforum Flüchtlingshilfe.
Dokumentation, in: www.gruenes-netz-mediation.de
 Von Schlieffen, Katharina, Mediation neu erfinden – erste Antworten auf die
sogenannte Flüchtlingskrise, in: Mediator 02/2016 www.gruenes-netz-mediation.de
 Von Schlieffen, Katharina/ Fischer, Jens/ Sascha Richter, Dämmerung des Rechts.
Stunde der Mediation? Rechtsvertrauen in der Flüchtlingskrise, in:
 Walpuski, Volker Jörn/Wolf, Norbert: Wer unterstützt die Unterstützerkreise, in:
Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 40ff
 Wörner, Michael: Ehrenamtliche unter Druck, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft
62, S. 35ff
 Wüstehube, Ljubjana/Hunder, Laura: Selbststärkung und Integration im Dialog, in:
Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 22ff
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  • 1. VEREIN ZUR VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON WISSENSCHAFT UND PRAXIS DER MEDIATION E.V. mail@wissenschaft-praxis- mediation.de www.wissenschaft-praxis-mediation.de AG Charlottenburg 95 VR 31667 B IBAN DE22120300001020096648 BIC BYLADEM1001 Autorin: Dr. Monika Pasetti © Verein zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V. Recherche zum Thema „Mediation und Flüchtlinge“ A. Ausgangspunkt Auf der letzten Mitgliederversammlung hatten wir angekündigt, einen Fokus unserer Vereinsarbeit auf das Thema „Mediation und Flüchtlinge“ zu richten. Die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen, Respekt, Akzeptanz und kulturelle Identitäten, Dilemmata von Werten, Ängste und Aggressionen sind nur einige Stichworte, in denen die Vielschichtigkeit des Komplexes, der mittlerweile zum politischen und gesellschaftlichen Schwerpunktthema avanciert ist, zum Ausdruck kommt. Dass Mediation als präventives und akutes Konfliktlösungsverfahren einen prominenten Stellenwert in diesem auf Verständigung besonders angewiesenen Kontext haben könnte, liegt aus Mediatorensicht auf der Hand. Natürlich sind die Flüchtlingsaufgaben auch mit mannigfaltigen ganz praktischen Problemen verknüpft, über deren notwendige Lösung meist Konsens besteht und die es umzusetzen gilt, ohne dass darüber noch groß gesprochen werden müsste. In vielen Fällen geht es schlicht darum, Abhilfe für einen konfliktauslösenden Zustand zu schaffen. Die naheliegende Konzentration auf instrumentelle Ziele der Versorgung und Betreuung, Ressourcenbeschaffung und der rein praktischen Eingliederung in das rechtliche, soziale und gesellschaftliche System lassen beim Flüchtlingsthema das Handeln in den Vordergrund rücken. Das Handeln muss aber koordiniert und verstanden werden und die Eingliederung wird nachhaltig nur entlang der Handlungsstränge gelingen, über die ein Einverständnis der maßgebend Beteiligten erzielt werden kann. Dies erfordert vor allem, dass die Beteiligten nicht nur die eigenen Belange wahrnehmen, sondern auch die der anderen, der relevanten Gruppen sowie der rechtlichen und gesellschaftlichen Institutionen. Wir MediatorInnen sind darin ausgebildet, diese Perspektivenerweiterungen zu unterstützen. Dabei kommt es auch auf unsere Initiative an. Der Bedarf für mediative Hilfestellung wird meist erst im konkreten Konflikt gesehen. Wir können uns jedoch schon viel früher einbringen und den Prozess der Verständigung durch mediative Präsens, Empathie und Wertschätzung fördern helfen. Die Möglichkeit und Ausdrucksformen hierfür sind vielfältig wie die nachstehende Übersicht zeigt. B. Gegenstand der Recherche Wir hatten Euch - unser Verein hat mittlerweile über 100 Mitglieder- angesprochen, darüber zu berichten, wo in Eurem Umfeld Mediation/mediative Verfahren in der Arbeit mit Flüchtlingen oder in der lokalen Verwaltung und Organisation rund um das Flüchtlingsthema praktiziert werden. Im Vordergrund sollten dabei nicht nur Verständigungs- und Integrationsfragen stehen, sondern auch praktische Probleme im lokalen Bereich von Hilfsorganisationen, Politik und Verwaltung. Mediation war in diesem Zusammenhang ganz weit als Begegnung in Verständigungsorientierung zu verstehen. Folgende Informationen konnten wir zusammenstellen (Status: Ende September 2016):
  • 2. VEREIN ZUR VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON WISSENSCHAFT UND PRAXIS DER MEDIATION E.V. mail@wissenschaft-praxis- mediation.de www.wissenschaft-praxis-mediation.de AG Charlottenburg 95 VR 31667 B IBAN DE22120300001020096648 BIC BYLADEM1001 Autorin: Dr. Monika Pasetti © Verein zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V. I. Zoff-off Zoff-off ist ein Verein in Berlin, der über ein ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk von Mediatoren verfügt und kostenlose Mediationen vor allem den Menschen bietet, die kostenpflichtige Konfliktberatung nicht in Anspruch nehmen können. Über den Verein erfolgten bereits mehrere Mediationen im Berliner Flüchtlingskontext. Siehe http://www.zoffoff.de II. Culture Coaches „Culture Coaches“ ist ein Projekt der Bürgerstiftung Berlin. Es geht darum, die kulturellen Differenzen, die zu Konflikten führen, sichtbar und verstehbar zu machen. Culture Coaches leisten die „Übersetzungsarbeit“. Siehe http://buergerstiftung-berlin.de/projekte/culture-coaches/ http://culturecoaches.de/ https://www.betterplace.org/de/projects/35279-culture-coaches-akzeptieren-verstehen- miteinander-leben III. Projekt VIF VIF steht für Verantwortung, Integration, Freundschaft. In Kooperation mit Berliner Grundschulen sollen Kinder zwischen 10 und 12 Jahren Einblicke in unterschiedliche Kulturen erhalten und lernen, das Neue und Andersartige in ihre Wahrnehmung aufzunehmen. So lernen die Kinder unterschiedlichen Perspektiven einzunehmen, um in Freundschaft zusammenzuwachsen und gegenseitig Verantwortung zu übernehmen. Siehe http://buergerstiftung-berlin.de/projekte/vif/ http://arne-friedrich-stiftung.de/de/vif-d/ IV. Be an Angel Be an Angel e.V., Berlin ist ein Zusammenschluss von Menschen aus Kultur, Marketing und Journalismus, die geflüchtete Menschen beim Ankommen in Deutschland sowie bei der Integration u.a. durch Networking und Partnerschaften unterstützen. Die Angel verstehen sich dabei auch als Vermittler der Werte und Erwartungen unserer Gesellschaft. Siehe http://beanangel.direct V. Tanz als Mediator und Kommunikator Wo es noch keine Sprache gibt, können Tanz und Kunst als universelle Sprache Verständigung vermitteln. Die Ruck-Stiftung unterstützt geflüchtete Eltern und ihre Kinder beim Spracherwerb und fördert die kreative Ausdrucksfähigkeit durch Tanz- und Kunstprojekte. Siehe http://www.ruck-stiftung.de/ VI. Refugio Das Refugio ist eine Projekt der SM Berliner Stadtmission Kirche e.V. Im Refugio Berlin/Neukölln leben und arbeiten auf 5 Etagen Flüchtlinge in einer ganzheitlich ausgerichteten Wohn- und Arbeitsgemeinschaft auf Zeit. Es wird u.a. in Coachingprogramm
  • 3. VEREIN ZUR VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON WISSENSCHAFT UND PRAXIS DER MEDIATION E.V. mail@wissenschaft-praxis- mediation.de www.wissenschaft-praxis-mediation.de AG Charlottenburg 95 VR 31667 B IBAN DE22120300001020096648 BIC BYLADEM1001 Autorin: Dr. Monika Pasetti © Verein zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V. angeboten, das die Beteiligten dazu einlädt, neben dem Erlernen der deutschen Sprache interessenorientiert und in der gemeinschaftlichen Verantwortungsübernahme ihre Fähigkeiten und Talente zielorientiert einzubringen. Siehe https://sharehaus.net/refugio/. VII. Sachverständigenrat Deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) Der SVR geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der Volkswagen Stiftung zurück. Ihr gehören insgesamt sieben große Stiftungen an. Ziel ist einen gesellschaftlichen Diskurs auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Fakten zu führen. Es geht darum, die häufig emotional geführten Debatten zu versachlichen. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit werden im einem Jahresgutachten festgehalten. Siehe http://www.svr-migration.de/sachverstaendigenrat/wir-ueber-uns/geschaeftsstelle/ https://www.stiftung-mercator.de/de/partnergesellschaft/sachverstaendigenrat-deutscher- stiftungen-fuer-integration-und-migration-svr/ Die Stiftung Mercator unterstützt u.a. auch die Initiative „Bochumer Aufruf“, siehe unten. VIII. Bochumer Aufruf Ziel der Initiative der „Forschungsgruppe Konfliktmanagement der Akademie der Ruhr- Universität Bochum“ ist der Aufbau eines regional strukturierten bundesweiten Netzwerkes von internen und externen Integrationsmanagerinnen in der Flüchtlingsarbeit. Die Aufbau- und Pilotphase hat im September begonnen und soll bis Juni 2018 dauern. Das Projekt wird von einer Koordinierungsstelle der Ruhr - Universität Bochum betreut. Ein Kernteam von 50 sog. Systemdesignern und Integrationsmanagern soll interessierten Kommunen und sozialen Organisationen bei der Entwicklung und Implementierung von Kommunikations- und Konfliktmanagementsystemen helfen. Strukturen und Verfahren der Konfliktregelungen sollen in sechs Bereichen aufgebaut werden: (1) Arbeit mit Flüchtlingen, (2) Unterstützung von Ehrenamtlichen (3) Beratung von Kommunen und sozialen Organisationen, (4) Integration in Schulen und Bildungseinrichtungen, (5) Integration in den Arbeitsmarkt, (6) Ausbildung von Fachkräften. Siehe www.akademie.rub.de www.mediationaktuell.de/bochumer-aufruf https://www.mediationaktuell.de/news/bochumer-aufruf-bewerbung-kernteam Es werden MediatorInnen für dieses Projekt gesucht. Allerdings ist wohl eine Zusatzausbildung zum sog. Systemmanager erforderlich. Für Bewerbungen wird folgender Kontakt genannt: Heike Gronau Akademie der Ruhr-Universität gGmbH Universitätsstraße 142 44799 Bochum Telefon: 0234 32 – 25163 E-Mail: Heike.Gronau@akademie.ruhr-uni-bochum.de
  • 4. VEREIN ZUR VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON WISSENSCHAFT UND PRAXIS DER MEDIATION E.V. mail@wissenschaft-praxis- mediation.de www.wissenschaft-praxis-mediation.de AG Charlottenburg 95 VR 31667 B IBAN DE22120300001020096648 BIC BYLADEM1001 Autorin: Dr. Monika Pasetti © Verein zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V. IX. Grünes Netz Mediation Das Grüne Netz Mediation- Vermitteln in der Flüchtlingskrise ist eine Initiative des Forschungsinstituts für rechtliches Informationsmanagement, ein An-Institut der FernUniversität Hagen (Firm GmbH). Gebildet wurde ein Netzwerk von mittlerweile über 400 Helfern, die sich in fünf Arbeitsgemeinschaften organisiert haben: (1) Interkulturelles und Methoden, (2) Selbstorganisierte Mediation: Geflüchtete als Mediatoren, (3) Mediation mit Bürgerbeteiligung, (4) Mediative Schulung und Fortbildung für Helfende, (5) Öffentlichkeitsarbeit. Siehe www.gruenes-netz-mediation.de Mithilfe in den Arbeitsgruppen ist sehr willkommen. Aktuell besteht wohl besonderer bedarf in der Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“. Kontakt: Dr. Friedrich Dauner Firm GmbH Universitätsstraße 21 58084 Hagen Telefon: 02331-987-2878 E-Mail: info@gruenes-netz-mediation.de X. Literatur In der Mediationsliteratur sind die Themen rund um den Bereich Flüchtlinge/Migration, Konflikt und Integration weitgehend angekommen. Besonders erwähnenswert ist die 62. Ausgabe (2. Quartal 2016) der Zeitschrift Spektrum der Mediation, die sich ganz dem Thema „Migration und Integration. Was Mediation leisten kann“ gewidmet hat. Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Fragestellungen, die sich lohnen auf theoretischer oder empirischer Grundlage bearbeitet zu werden. Dem Forschungsinteresse sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. XI. Work-in progress Wir beabsichtigen, die Informationen in diesem Papier zu ergänzen und zu aktualisieren. Weitere In-puts sind deshalb höchst willkommen. Bitte berichtet weiter über Eure Erfahrungen zu diesem Thema, das wir nun ganz breit wie folgt formulieren wollen: „Erfahrungen zur mediativen Verständigung im Kontext Migration und Flüchtlinge “ Wir MediatorInnen können uns wissenschaftlich und praktisch in das Flüchtlingsthema einbringen!
  • 5. VEREIN ZUR VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON WISSENSCHAFT UND PRAXIS DER MEDIATION E.V. mail@wissenschaft-praxis- mediation.de www.wissenschaft-praxis-mediation.de AG Charlottenburg 95 VR 31667 B IBAN DE22120300001020096648 BIC BYLADEM1001 Autorin: Dr. Monika Pasetti © Verein zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V. C. Zum Einlesen  Akademie der Ruhr-Universität Bochum-Forschungsgruppe Konfliktmanagement: Bochumer Aufruf. Bundesweites Mediationsnetzwerk. Einwanderung und Integration, www.akademie.rub.de und www.mediationaktuell.de/bochumer-aufruf  Aza, Sosan/Oschmann, Christine: Was verstehst Du, was ich nicht verstehe? in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 26ff  Berndt, Hagen/Korkor Nadira/Lustig, Sylvia: Prävention, Deeskalation, Begleitung, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 46ff  Caroline Beekmann: Nur für Frauen! in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 11ff  Endert, Elke: Junge Muslime im Spannungsfeld weltweiter Konflikte, in konflikt Dynamik 2016, S. 178ff.  Faller, Dorothea: Hilfe für ehrenamtliche Initiativen, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 28ff  Faller, Kurt: Der „Bochumer Aufruf“ für Mediation und Konfliktmanagement, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 9ff  Forschungsinstitut für rechtliches Informationsmanagement, ein An-Institut der FernUniversität Hagen: Grünes Netz Mediation, www.gruenes-netz-mediation.de  Hendrik Fenz: Aus eigener Kraft, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 14ff  Herman, Marc/Johnston, Lewis: Das Grüne Netz Mediation- Eine (erste) Bestandsaufnahme, in: ZKM 2016, S. 96ff  Hinken, Ria/Hinken, Hans: Der Weg zum Arbeitsplatz, in: Spektrum der Mediation 2016, S. 55ff  Kinn, Ute/Wachinger, Gisela: Beteiligungsverfahren zu Flüchtlingsunterkünften, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 43ff  Liiciardi,Domenica/Rütz-Lewerenz/Wagern, Stefan: Kultursensible Mediation, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 32ff  Lutschewitz, Claudia, Mediation in der Flüchtlinghilfe, in: www.gruenes-netz- mediation.de  Nadja Zeschmann: Respekt-Vertrauen-Würde in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 19ff  Rafi, Anusheh: Hochschulen-fördern, begleiten, unterstützen, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 50ff  Reimer-Gordinskaja, Katrin/Figueiredi, Susanne: Bürgerdialoge zur Flüchtlingssituation: Ein Leitfaden für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in den Kommunen, www.weltoffenheit.net  Schlittenbauer, Eva im Gespräch mit Hanne-Margret Birckenbach: Geht in die Gemeinden, sprecht miteinander! in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 6ff  Schluttenhofer, Jupp: Migration und Wirtschaft, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 58ff
  • 6. VEREIN ZUR VEREIN ZUR FÖRDERUNG VON WISSENSCHAFT UND PRAXIS DER MEDIATION E.V. mail@wissenschaft-praxis- mediation.de www.wissenschaft-praxis-mediation.de AG Charlottenburg 95 VR 31667 B IBAN DE22120300001020096648 BIC BYLADEM1001 Autorin: Dr. Monika Pasetti © Verein zur Förderung von Wissenschaft und Praxis der Mediation e. V.  Schüler, Roland: Auf ein Wort! in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 61ff  Spöhr, Heike: Konfliktfeld Gemeinschaftsunterkünfte, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 61, S. 8ff  Stadt Greven-Der Bürgermeister (Hrsg.): Austauschforum Flüchtlingshilfe. Dokumentation, in: www.gruenes-netz-mediation.de  Von Schlieffen, Katharina, Mediation neu erfinden – erste Antworten auf die sogenannte Flüchtlingskrise, in: Mediator 02/2016 www.gruenes-netz-mediation.de  Von Schlieffen, Katharina/ Fischer, Jens/ Sascha Richter, Dämmerung des Rechts. Stunde der Mediation? Rechtsvertrauen in der Flüchtlingskrise, in:  Walpuski, Volker Jörn/Wolf, Norbert: Wer unterstützt die Unterstützerkreise, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 40ff  Wörner, Michael: Ehrenamtliche unter Druck, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 35ff  Wüstehube, Ljubjana/Hunder, Laura: Selbststärkung und Integration im Dialog, in: Spektrum der Mediation 2016, Heft 62, S. 22ff ***********