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Workshop pro-TZ Anzeigen März 2011
Setzen sechs
Erhebliche Leseprobleme bei 40,4%
der erwerbsfähigen Bevölkerung.
leo. - Level-One-Studie
 Universität Hamburg
 Veröffentlichung Februar 2011
 8.436 persönliche Interviews / Zufallsauswahl
 In Deutschland lebende Personen / 18 - 64 Jahre (51,6 Mio)
Alpha-Level 1 + 2 / Funktionaler Analphabetismus
2,3 Mio Personen können zwar einzelne Wörter
lesend verstehen bzw. schreiben– nicht jedoch ganze Sätze.
= 4,5%
Alpha-Level 3 / Funktionaler Analphabetismus
5,2 Mio Personen sind aufgrund ihrer begrenzten
schriftsprachlichen Kompetenzen nicht in der Lage, am
gesellschaftlichen Leben in angemessener Form teilzuhaben.
= 10%
Alpha-Level 4 / Fehlerhaftes Schreiben + Leseprobleme
13,3 Mio Personen beherrschen die Rechtschreibung,
wie sie bis zum Ende der Grundschule unterrichtet wird,
nicht hinreichend und vermeiden das Lesen und
Schreiben häufig.
= 25,9%
Erschreckend*
20,8 Mio Personen verfügen über
erhebliche Schreib- und Leseprobleme.
= 40,4%
*Summe Alpha-Level 1 + 2 + 3 + 4
Wenig tröstlich (> Alpha-Level 4)
30,8 Mio Personen verfügen nicht über
erhebliche Schreib- und Leseprobleme.
= 59,6%
Lesefähigkeit*
*In Deutschland lebende Personen / 18 - 64 Jahre (51,6 Mio)
40,3
%
59,7
%
Schlecht Gut
Zusammenhang
TZ-Reichweite?
> Basis: Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren > Quelle: BDZV / ma Pressemedien und ma Tageszeitungen > Angaben: in Prozent
Regionale Abonnementzeitungen, überregionale Abonnementzeitungen, Kaufzeitungen (Leser pro Ausgabe, LpA) / RW 2020 und
2030 gemäß RW-Verlusten zwischen 2000 - 2009 „Alte Bundesländer und West-Berlin“ Gesamt und in den Altersgruppen
Kohortenanalyse und Hochrechnung bis 2030
These 1
Der größte Teil der nichtlesefähigen Bevölkerung (20,8 Mio)
liest die Tageszeitung nicht.
These 2
Der größte Teil der lesefähigen Bevölkerung (30,8 Mio)
liest die Tageszeitung.
Bedeutung für die Redaktion
Kann es gelingen, Personen denen das Lesen
Mühe bereitet, für sich zu gewinnen?
> Texte / Fotos / Comics
> Eigene / fremde Leseförderungsprojekte initiieren / unterstützen
(Kinder / Jugendliche / Erwachsene)
Bedeutung für den Vertrieb
Wenn 40,4% der erwerbsfähigen Personen im Verbreitungsgebiet
über erhebliche Schreib- und Leseprobleme verfügen, aber die
Reichweite insgesamt bei 60% bis 80% liegt, dann wird die Luft
für Neuabonnements dünn.
> Eigene / fremde Leseförderungsprojekte initiieren / unterstützen
Bedeutung für die Anzeigenabteilung
Werbetreibende, deren Angebote sich an Menschen richten, die gut
lesen können, finden in der Tageszeitung einen idealen Partner (Print
/ Online / Mobil).
Investitionen in TV und Radio erfahren bei diesen Werbetreibenden
dagegen eine außerordentlich große Fehlstreuung.
> z.B. Zeitschriften- und Buchverlage, Kulturveranstalter,
Luxusprodukte / -Dienstleitungen, N.N.
Übrigens…
Leo. – Level-One Studie
Das Forschungsprojekt „Leo. – Level-One Studie“ untersucht den Grad der Literalität der deutsch
sprechenden Bevölkerung und fokussiert dabei auf den unteren Kompetenzbereich.
Die Studie hat das Ziel, ein Benchmark (dt. Bezugswert) zur Größenordnung des Analphabetismus
bei deutsch sprechenden Erwachsenen zu definieren. Zur Einordnung und Bewertung werden
Zusammenhänge zu bereits bestehenden Erhebungen zur Literalität, wie z.B. IALS hergestellt. Das
Benchmark soll sich unterhalb oder höchstens knapp innerhalb der bekannten Levels befinden.
Gefördert wird leo. durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es ist an der
Universität Hamburg angesiedelt und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Anke Grotlüschen und
Wibke Riekmann. Als Kooperationspartner sind Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Rainer Lehmann von der
Universität Berlin und Prof. Dr. Johannes Hartig vom Deutschen Institut für Internationale
Pädagogische Forschung am Projekt beteiligt. Die Erhebung führt TNS Infratest
Sozialforschung (München) durch.
Presseheft:
http://blogs.epb.uni-hamburg.de/leo/files/2011/02/leo-Level-One-Studie-Presseheft1.pdf
Vielen Dank!
Thomas Bertz
05139.984440
bertz@tbm-marketing.de

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pro-TZ: leo-studie 2011

  • 1. Workshop pro-TZ Anzeigen März 2011 Setzen sechs Erhebliche Leseprobleme bei 40,4% der erwerbsfähigen Bevölkerung.
  • 2. leo. - Level-One-Studie  Universität Hamburg  Veröffentlichung Februar 2011  8.436 persönliche Interviews / Zufallsauswahl  In Deutschland lebende Personen / 18 - 64 Jahre (51,6 Mio)
  • 3. Alpha-Level 1 + 2 / Funktionaler Analphabetismus 2,3 Mio Personen können zwar einzelne Wörter lesend verstehen bzw. schreiben– nicht jedoch ganze Sätze. = 4,5%
  • 4. Alpha-Level 3 / Funktionaler Analphabetismus 5,2 Mio Personen sind aufgrund ihrer begrenzten schriftsprachlichen Kompetenzen nicht in der Lage, am gesellschaftlichen Leben in angemessener Form teilzuhaben. = 10%
  • 5. Alpha-Level 4 / Fehlerhaftes Schreiben + Leseprobleme 13,3 Mio Personen beherrschen die Rechtschreibung, wie sie bis zum Ende der Grundschule unterrichtet wird, nicht hinreichend und vermeiden das Lesen und Schreiben häufig. = 25,9%
  • 6. Erschreckend* 20,8 Mio Personen verfügen über erhebliche Schreib- und Leseprobleme. = 40,4% *Summe Alpha-Level 1 + 2 + 3 + 4
  • 7. Wenig tröstlich (> Alpha-Level 4) 30,8 Mio Personen verfügen nicht über erhebliche Schreib- und Leseprobleme. = 59,6%
  • 8. Lesefähigkeit* *In Deutschland lebende Personen / 18 - 64 Jahre (51,6 Mio) 40,3 % 59,7 % Schlecht Gut Zusammenhang TZ-Reichweite?
  • 9. > Basis: Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren > Quelle: BDZV / ma Pressemedien und ma Tageszeitungen > Angaben: in Prozent Regionale Abonnementzeitungen, überregionale Abonnementzeitungen, Kaufzeitungen (Leser pro Ausgabe, LpA) / RW 2020 und 2030 gemäß RW-Verlusten zwischen 2000 - 2009 „Alte Bundesländer und West-Berlin“ Gesamt und in den Altersgruppen Kohortenanalyse und Hochrechnung bis 2030
  • 10. These 1 Der größte Teil der nichtlesefähigen Bevölkerung (20,8 Mio) liest die Tageszeitung nicht.
  • 11. These 2 Der größte Teil der lesefähigen Bevölkerung (30,8 Mio) liest die Tageszeitung.
  • 12. Bedeutung für die Redaktion Kann es gelingen, Personen denen das Lesen Mühe bereitet, für sich zu gewinnen? > Texte / Fotos / Comics > Eigene / fremde Leseförderungsprojekte initiieren / unterstützen (Kinder / Jugendliche / Erwachsene)
  • 13. Bedeutung für den Vertrieb Wenn 40,4% der erwerbsfähigen Personen im Verbreitungsgebiet über erhebliche Schreib- und Leseprobleme verfügen, aber die Reichweite insgesamt bei 60% bis 80% liegt, dann wird die Luft für Neuabonnements dünn. > Eigene / fremde Leseförderungsprojekte initiieren / unterstützen
  • 14. Bedeutung für die Anzeigenabteilung Werbetreibende, deren Angebote sich an Menschen richten, die gut lesen können, finden in der Tageszeitung einen idealen Partner (Print / Online / Mobil). Investitionen in TV und Radio erfahren bei diesen Werbetreibenden dagegen eine außerordentlich große Fehlstreuung. > z.B. Zeitschriften- und Buchverlage, Kulturveranstalter, Luxusprodukte / -Dienstleitungen, N.N.
  • 16. Leo. – Level-One Studie Das Forschungsprojekt „Leo. – Level-One Studie“ untersucht den Grad der Literalität der deutsch sprechenden Bevölkerung und fokussiert dabei auf den unteren Kompetenzbereich. Die Studie hat das Ziel, ein Benchmark (dt. Bezugswert) zur Größenordnung des Analphabetismus bei deutsch sprechenden Erwachsenen zu definieren. Zur Einordnung und Bewertung werden Zusammenhänge zu bereits bestehenden Erhebungen zur Literalität, wie z.B. IALS hergestellt. Das Benchmark soll sich unterhalb oder höchstens knapp innerhalb der bekannten Levels befinden. Gefördert wird leo. durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es ist an der Universität Hamburg angesiedelt und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Wibke Riekmann. Als Kooperationspartner sind Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Rainer Lehmann von der Universität Berlin und Prof. Dr. Johannes Hartig vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung am Projekt beteiligt. Die Erhebung führt TNS Infratest Sozialforschung (München) durch. Presseheft: http://blogs.epb.uni-hamburg.de/leo/files/2011/02/leo-Level-One-Studie-Presseheft1.pdf