Beeinflußbare Risikofaktoren Patientenschulung Lebensstilmodifikation Dr. Hubert Wallner Kardinal Schwarzenberg´sches Krankenhaus  Schwarzach Kardinal Schwarzenbergstrasse 2-6 5620 Schwarzach Tel.: 06415/7101-0 Fax: 06415/6766-2066 [email_address]
EU Deklaration zur Erhaltung kardiovaskulärer Gesundheit Tabakabstinenz Adäquate körperliche Belastung (>30Min/Tag) Gesunde Ernährung Vermeidung von Übergewicht RR <140/90 mm Hg Gesamtcholesterin <200 mg%
Die Krankmacher von Arm und Reich Die zehn wichtigsten Gesundheitsrisiken Quelle: WHO Weltgesundheitsreport 2002 Industrieländer Entwicklungsländer Anteil am Verlust gesunder Lebensjahre in % 0,7 0,8 1,8 3,3 3,9 7,4 7,6 9,2 10,9 12,2 Eisenmangel ungeschützter Geschlechtsverkehr illegale Drogen Bewegungsmangel zu wenig Obst und Gemüse Übergewicht, Fettleibigkeit hoher Cholesterinwert Alkohol Bluthochdruck Tabak,  Zigaretten 1,9 2 2,5 3 3,1 3,2 3,6 5,5 10,2 14,9 hoher Cholesterinwert Tabak, Zigaretten Bluthochdruck Vitamin-A-Mangel Eisenmangel Zinkmangel Rauch durch Verbrennung fester Brennstoffe in Innenräumen kein Zugang zu sauberem  Trinkwasser/sanitären Anlagen ungeschützter Geschlechtsverkehr Untergewicht,  Unterernährung
Lebenserwartung nach Alter Lebensjahre, die verschiedene Altersgruppen im Schnitt noch vor sich haben – Basis 2000-2002
Die größten Beiträge wurden durch altersspezifische Abnahmen der Sterblichkeit an Herz- Kreislaufkrankheiten erreicht: 2,6 Jahre bei Männern  2,2 Jahre bei Frauen
Lebensstile Lebensstil ist ein kultursoziologischer Begriff (Simmel), der die typische Art der Alltagsgestaltung von Personen (bzw. sozialen Gruppen) bezeichnet. Gemeint sind die Einstellungen und die mit ihnen verbundenen, typischerweise auftretenden Verhaltensweisen. Lebensstil ist ein Mittel der Selbstdarstellung des Individuums Der Demonstration seiner Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen.
Risikoadjustierte Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen
90% aller Myokardinfarkte durch  9 modifizierbare Risikofaktoren Interheart
Rauchen Lipidstoffwechselstörung Hypertonie Diabetes Psychosozialer Stress Abdominelle Fettsucht Ernährung Bewegung Alkohol Interheart 90% aller Myokardinfarkte durch  9 modifizierbare Risikofaktoren
Hochrisikopatienten Klinisch manifeste arteriosklerotischer Erkrankung Asymptomatische Patienten mit multiplen RF Patienten mit isolierten RF und exzessiv erhöhten Werten Diabetiker (Typ I und II) mit Mikroalbuminurie Keine Risikostratifikation notwendig!
Risikoindikatoren des Gefäßsystems  zur Beurteilung der Arteriosklerose Koinziden z von peripherer und kardialer Arteriosklerose Prognostische  Veränderungen bei generalisierter Arteriosklerose pAVK und KHK Karotisstenosen und KHK Frühzeichen  der Arteriosklerose Screening  im peripheren Gefäßsystem
 
60 jähriger männlicher Patient Arteriosklerose = diffuse Krankheit
 
Prognostische Aspekte KHK Instabile AP Myokardinfarkt Karotisstenose TIA/PRIND Schlaganfall pAVK Claudicatio Ruheschmerz Instabile Plaque Akuter Verschluss/distale Embolie
 
Lipid Fibrös Kalk Totaler Plaque Burden mit koronarer CTA Plaquekomposition
Initiale Koronarangiografie AMI – 3 Wochen später Vulnerable Plaque
PAVK und Mortalität % American Cancer Society 2007
5-Jahres Mortalität (%) in Abhängigkeit von der Grunderkrankung % American Cancer Society 2007 PAVK und Mortalität
Männer Frauen Asymptomatisch Symptomatisch Tepohl G et al. Cardiovasc 2003; 7:16-20 %
Männer Frauen Tepohl G et al. Cardiovasc 2003; 7:16-20 % Asymptomatisch Symptomatisch
Screening Nachweis der Arteriosklerose Manifeste Arteriosklerose Dopplerdruckmessung (Knöchel-Arm-Index - ABI) Cardio-CT (Koronarkalk) Frühzeichen der Arteriosklerose Intima-Media-Dicke (IMD) Endotheliale Dysfunktion (FMD, EMD)
 
4.814 Männer/Frauen, 45 – 75 Jahre,  unselektiert  (Bochum, Essen, Mülheim/Ruhr)  Messung von Risikofaktoren (a) klassisch, (b) neu („mögliche“), c) psychosozial Ruhe-EKG, Bel.-EKG Karotis Intima-Media Dicke Knöchel-Arm Index Koronarkalk (EBT) Beobachtung über 5 Jahre Primäre Endpunkte:  Herztod, Myokardinfarkt Ziel:  Zusätzliche Wertigkeit der Methoden im Vergleich mit den kausalen (klassischen) Risikofaktoren  Heinz Nixdorf Recall Studie Schmermund, Möhlenkamp, Stang et al. Rationale and Design of the HNRS. AHJ 2002;44:212-218
Kalzium-Score Starker Prädiktor für koronare Ereignisse Verbessert den Vohersagewert Bei Männer valider als bei Frauen Bei intermediärem Risiko Reklassifizierung Kann die Vorhersagegenauigkeit bei Hochrisikopatienten erhöhen
A nkle- B rachial- I ndex
 
Beinahe 20 Prozent der Patienten in deutschen Hausarztpraxen haben einen ABI <0,9 und sind damit gefährdet, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden; die Sterblichkeit von PAVK-Patienten (alle Ursachen) nach 3 Jahren ist im Vergleich zu den Patienten ohne PAVK massiv erhöht: 10,9 Prozent versus 4,2 Prozent. Die Sterblichkeit auf Grund von KHK (Herzinfarkt/plötzlicher Herztod) betrug 4,5 Prozent versus 1,1 Prozent, diejenige auf Grund von Schlaganfall 1,2 Prozent versus 0,4 Prozent, also jeweils das Drei- bis Vierfache. Auch die nicht-tödlichen Ereignisse (z.B. überlebter Herzinfarkt oder Schlaganfall) waren bei PAVK-Patienten deutlich erhöht. Des Weiteren zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Schwere der PAVK und der Mortalität bzw. der kardiovaskulären Morbidität: So verstarben in der Gruppe derjenigen, die mit einem ABI <0,5 innerhalb des Untersuchungszeitraumes 25,5 Prozent der Patienten. getABIStudie zeigt
Intima-Media-Dicke -  Richtwerte IMD-Werte altersabhängige Veränderung 20-30 Jährige: 0,5 mm Ältere Personen (ab 60 Jahre): 0,9 mm Größenzunahme oder Abnahme Verlaufsparameter
Intima-Media-Dicke -  Methodik IMD der Art. carotis communis Schallkopf-ferne Wand
Atherothombotische  Ko-Manifestationen Initial-Ereignis Risikoerhöhung vergl. mit Gesunden Myokardinfarkt  Schlaganfall Myokardinfarkt 5-7 x Risiko (incl. Tod) 3-4 x Risiko (incl. TIA) Schlaganfall 2-3 x Risiko (incl. AP, SCD) 9 x Risiko pAVK 4 x Risiko  für kardiale Todesfälle 2-3 x Risiko (incl. TIA)
Fazit Hohe Koinzidenz von kardialer und peripherer Arteriosklerose Die Kombination verschlechtert die Prognose der Patienten Bereits präklinische Manifestationen der Arteriosklerose – z.B. Wandverdickung der ACC – sind ein starker Prädiktor für das Vorliegen einer KHK Auftreten eines MCI Frühes Screening nach peripheren arteriosklerotischen Manifestationen Aggressive Behandlung von Patienten mit generalisierter Arteriosklerose
 
Spezifische (medikamentöse) Therapie  in der (Primär-)Prävention der koronaren Herzerkrankung Ab welchem Risiko soll bei Nutzen-/ Nebenwirkung-/ Kosten-Abwägung therapiert werden
Eine Verbesserung der Risikostratifizierung in der  Primärprävention ist wünschenswert Hochrisikopatienten können identifiziert werden Die Nutzen- Risiko- Relation ist günstig Die Behandlung der Hochrisikopatienten ist kosteneffektiv Und kann Geld sparen
Risikostratifizierung Scores bieten eine relativ einfache Möglichkeit der Risikostratifikation…
Aussagekraft  der Scoring-Systeme Datenbasis: Anzahl Beobachtungsjahre   (Anzahl Pat. x mittl. Nachbeobachtung in Jahren) Verwertete Risikoparameter Endpunkten
Scoring-Systeme: Datenbasis PROCAM SCORE Framingham
Unterschiede Framingham-, PROCAM-, SCORE Alter Geschlechtsverteilung Bewertung der Risikofaktoren Endpunkte
ESC-SCORE:  betont stärker HTN-abhängige Risiken: CV-Tod PROCAM:  betont stärker Chol-abhängiges Risiko: Herzinfarkt CARRISMA:  gibt Hilfestellung bei der RF-Intervention Unterschiede Framingham-, PROCAM-, SCORE
 
Modellkalkulation in der  Primärprävention für eine 60 J Frau Alter: 60 J 170 cm, 103 kg (BMI 35) Rauchen: Ja (30 Zigaretten) Blutdruck: 180/110 mm Hg Gesamtcholesterin: 220 mg/dl LDL-Cholesterin 150 mg/dl HDL-Cholesterin 40 mg/dl Triglyceride 150 mg/dl Aktivitäten: Spazieren gehen mit dem Hund
Procam Score Framingham Carrisma Herzinfarkt Kardiovaskulärer Tod  (HI, inkl. pAVK, Schlaganfall, Aortenruptur,  Herzinsuffizienz) Herzinfarkt + KHK-Tod Endpunkte Scoring-Systeme: Datenbasis
Scoring-Systeme: Datenbasis 5389 Männer (35 – 65 J) Umgebung von Münster, Eingeschlossen vor 1985: 325 schwere KHK Ereignisse Innerhalb von 10 J, ca. 53.890 Beobachtungsjahre 205.000 Pat. 57% Männer, 12 europ. Kohortenstudien, 8000 tödliche CV-Ereignisse, ca. 3 Mio Beobachtungsjahre: Mortalität auf Landesregion adjustiert 1948: 5209 m+f, 35-62 J + (1971) 5124 „ Offsprings“, wiederholte Untersuchungen  + (zur Zeit) 3500 Enkel geplant: 811 KHK Todesfälle  Von 1950 – 1999, ca. 59% Reduktion der KHK Ereignisse im Beobachtungszeitraum (470 – 185 / 10  ) 5 Assmann et al Circulation 105:310;2002 Procam Score Framingham
Carrisma Untersuchte Parameter Alter, Nikotinkonsum +/-, LDL- + HDL-Cholesterin, Triglyceride, RR syst. (bis 160 mm Hg), Diabetes +/-, Fam. Anamnese KHK; Frauen: 0,25 Risiko der Männer Alter (5-Jahresschritte), Geschlecht, Nikotinkonsum +/-, RR syst. (bis 180 mm Hg), Gesamt-Chol, HDL-Chol; Gesamt/HDL-Chol Alter (5-Jahresschritte), Geschlecht, Nikotinkonsum +/-,  RR bis 160 mm Hg, Gesamt-Chol, HDL-Chol: Gesamt/HDL-Chol Wie o.a. und zusätzlich: BMI, Anzahl Zig./Tag, körperliche Aktivität; RR-Werte und Alter „geglättet“ Scoring-Systeme: Datenbasis Procam Score Framingham
Assmann et al.  Circulation 2002;105:310-315
 
 
European Heart Journal 2003;24:1601-1610
SCORE Zehn-Jahres-Risiko für eine tödliche HKK Mann 65 Jahre Raucher RR syst. 140 mm Hg Cholesterin 5 mmol/L 15% 12% 8% Regionale Variabilität
 
Körperliche Aktivität (in kcal/Wo) Beeinflussung der Prognose
 
Eine Risikostratifikation erlaubt, die Personen zu  identifizieren, die von einer präventiven Behandlung  profitieren. Ab einem 10-J-Risiko von 20% für Herzinfarkt oder 5% für Tod  ist eine medikamentöse Prophylaxe indiziert: NNT <200. Bei stark ausgebildeten Einzel-RF kann ebenfalls eine NNT  <200 erreicht werden. Die Kosten für einen verhinderten Infarkt lassen sich  abschätzen.
Adipositas ist ein Zustand, der durch eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper gekennzeichnet ist. Die Adipositas wird heute als eine chronische Gesundheitsstörung verstanden. Sie beruht auf einer polygenetischen Veranlagung, geht mit einer hohen Begleit- und Folgemorbididtät einher und erfordert ein langfristiges Behandlungs- und Betreuungskonzept. Übergewicht und Adipositas sind in der Bevölkerung epidemisch verbreitet. Etwa jeder dritte Erwachsene ist deutlich übergewichtig und sollte aus medizinischen Gründen Gewicht reduzieren. Adipositas - Definition
Adipositas - Geschichte vor 1800… demonstrierte Gesundheit  demonstrierte Wohlstand was lehrt Bacchus uns?
 
Metabolisches Syndrom - Definition Weiter Taillenumfang Hohe Triglyzeride Niedriges HDL-Cholesterin Erhöhter Blutdruck Erhöhte Nüchternglukose WHO, AHA, NHLBI, IDF, IAG Konsensusdefinition
Adipositas – Häufigkeit Übergewicht und Fettleibigkeit in 25 EU-Staaten (Stand: März 2007)
Übergewicht/Adipositas (BMI) in Deutschland 2005 Übergewicht Adipositas Übergewicht Adipositas Männer Frauen
Adipositas – Häufigkeit
21 % der Buben und 18 % der Mädchen haben ein zu hohes Körpergewicht Weit mehr adipöse Kinder als bisher angenommen Adipositas – im Kindes- Jugendalter
Übergewicht  Großer Handlungsbedarf bei 10- bis 12-Jährigen 7,6 7,7 10,0 9,5 11,4 12,6 13,4 11,6 12,3 11,5 8,3 9,5 6,8 6,0 9,6 7,1 8,8 9,5 8,7 8,8 8,3 8,3 9,4 7,3 10,7 6,9 11,6 8,1 11,3 7,4 11,6 8,2 8,1 10,5 9,7 9,2 Adipositas weiblich Übergewicht weiblich  Übergewicht männlich  Adipositas männlich
Hauptschüler doppelt so häufig von Adipositas  betroffen wie AHS-Schüler % Adipositas männlich Übergewicht männlich Adipositas weiblich Übergewicht weiblich
Body mass index: WHO classification of body composition L.A.J. Quetelet, Belgian mathematican and astronomer ca. 1830 Weight (kg) Height² (m²) Normal 18.5 – 24,9 kg/m²
Mitte der 80er Einführung des BMI als Leitlinie für Übergewicht
Adipositas ist definiert als BMI  >  30 kg/m² IOTF/WHO 2000
Relationen Diabetes – BMI
Relationen Diabetes – BMI CVD – BMI
Perzentilenkurven nach Kromeyer-Hauschild 2001  BMI – im Kindes- Jugendalter
Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) Kromeyer-Hauschild et al. (2001); Monatsschrift Kinderheilkunde 149: 807ff Manfred Niedermeier: Online BMI-, BMI-Perzentile- und SDS-Berechnung  http//www.mybmi.de P97 P90 P75 P50 P25 P10 P3 Adipositas: BMI    97. Perzentil Eine 16-Jährige hat einen BMI von 22,5 kg/m². Das entspricht dem 75. Prozentrang (Perzentil): 25% der Gleichaltrigen sind schwerer, 75% sind leichter.  Kurven gelten für  Mädchen BMI – im Kindes- Jugendalter
BMI 31kg/m²
BMI 26,1 kg/m²
 
WC 108 cm
Männer  über 94 cm Frauen  über 80 cm Waist circumference Triglycerides HDL- cholesterol Plasma Fasting Glucose 110  cm 175  mg/dl 34  mg/dl 112  mg/dl
Adipokine beeinflussen die endotheliale Funktion und tragen zur Atherosklerosebildung bei
  TNF- α Leptin   IL-6 Fettgewebe Adiponectin Resistin   Aromatase     Fettgewebe 5 α -Reduktase   17-Hydroxylase Adipokine Enzyme Fettgewebe
Gerinnungsaktive Wirkungen des Insulins
Methods of Measuring Body Composition Body Mass Index (BMI)  Waist to Hip Ratio (WHR) Skinfold Measurements  Bioelectrical Impedance Analysis (BIA) Hydrostatic (Underwater) Weighing
 
Energiebilanz
Energiebilanz Energieverbrauch Grundumsatz (55%) Thermogenese (25%) Physische Aktivität (20%) Längenwachstum (Kinder)
Energiebilanz Energieverbrauch Grundumsatz (55%) Thermogenese (25%) Physische Aktivität (20%) Längenwachstum (Kinder) Energiezufuhr
Energiebilanz Energieverbrauch Grundumsatz (55%) Thermogenese (25%) Physische Aktivität (20%) Längenwachstum (Kinder) Energiezufuhr Körper verteidigt dieses Gleichgewicht,  so dass Gewichtsverluste schwer zu erzielen sind
Hypertrophie und Hyperplasie  intraabdomineller Fettzellen Energie-Imbalance
Hypertrophie und Hyperplasie  intraabdomineller Fettzellen Energie-Imbalance Ektopes Fett in Muskel und Leber
 
Portionsgröße des Hauptgerichts in  „Das letzte Abendmahl“
Estimated Year of Printing Relative Size of Main Dish - 52 Gemälde - Hauptgericht   2,5  4,3 - Brotgröße   1,0  1,3 - Tellergröße   1,2  1,9 Portionsgröße des Hauptgerichts in  „Das letzte Abendmahl“
Wansink, B IJO  2010   1000–1300 ( n = 10)   1300–1400 ( n = 5)   1400–1500 ( n = 15)   1500–1600 ( n = 13)   1600–2000 ( n = 9)   Correlation with year   R 2   F -value   Relative size   a     Main dish size 2.53 (0.51) 3.50 (0.84) 2.71 (0.60) 4.44 (0.98) 4.28 (1.38) 0.52 **   0.27 11.52 **     Bread size 1.04 (0.29) 0.87 (0.20) 0.89 (0.20) 1.15 (0.54) 1.28 (0.25) 0.30 *   0.09 4.40 *     Plate size 1.17 (0.08) 1.33 (1.00) 1.31 (0.46) 1.34 (0.33) 1.94 (0.28) 0.46 *   0.21 4.89 *
 
Relatives Risiko (RR) von Adipositas-assoziierten Gesundheitsstörungen in den Industrienationen
Relatives Risiko (RR) von Adipositas-assoziierten Gesundheitsstörungen in den Industrienationen
Relatives Risiko (RR) von Adipositas-assoziierten Gesundheitsstörungen in den Industrienationen
Shai I et al.  N Engl J Med  2008; 359:229-241. Gewichtsabnahme bei Übergewicht/Adipositas: „low-carb“, „low fat“ oder mediterrane Kost -DIRECT-Studie: 322 M & F, BMI > 27kg/m², 40-65 J., 36 Diabetiker-
Shai I et al.  N Engl J Med  2008; 359:229-241. Gewichtsabnahme bei Übergewicht/Adipositas: „low-carb“, „low fat“ oder mediterrane Kost -DIRECT-Studie: 322 M & F, BMI > 27kg/m², 40-65 J., 36 Diabetiker- Drop-out Rate Low carb: 22% Low fat: 10% Mediterran: 15%
Energiedichte  von  Nahrungsmitteln Energiedichte= Energie pro Gewichtseinheit (kcal/g)
Energiedichte  von  Nahrungsmitteln Energiedichte= Energie pro Gewichtseinheit (kcal/g) Nahrungsmittel Wurstwaren/Schinken Energiedichte (kcal/g) Kalbfleisch / Geflügelfleisch in Aspik 1,1 Lachsschinken 1,2 Schinken gekocht (mager) 1,3 Truthahnschinken 1,3 Corned beef 1,4 kalter Braten (mager) 1,4 Schinken, geräuchert (Schinkenspeck) 1,5
Energiedichte  von  Nahrungsmitteln Energiedichte= Energie pro Gewichtseinheit (kcal/g) Nahrungsmittel Wurstwaren/Schinken Energiedichte (kcal/g) Kalbfleisch / Geflügelfleisch in Aspik 1,1 Lachsschinken 1,2 Schinken gekocht (mager) 1,3 Truthahnschinken 1,3 Corned beef 1,4 kalter Braten (mager) 1,4 Schinken, geräuchert (Schinkenspeck) 1,5 Puten-Gelbwurst (Höhenrainer) 1,6 Puten-Gutswurst (Höhenrainer) 1,6 Bierschinken 1,7 Thüringer Rotwurst 1,7 Puten-Schinkenwurst (Höhenrainer) 1,8 Du-darfst Brühwurstaufschnitt 1,9 Puten-Leberkäse, fein (Höhenrainer) 1,9 Jagdwurst 2,1 Bündner Fleisch 2,4
Energiedichte  von  Nahrungsmitteln Energiedichte= Energie pro Gewichtseinheit (kcal/g) Nahrungsmittel Wurstwaren/Schinken Energiedichte (kcal/g) Kalbfleisch / Geflügelfleisch in Aspik 1,1 Lachsschinken 1,2 Schinken gekocht (mager) 1,3 Truthahnschinken 1,3 Corned beef 1,4 kalter Braten (mager) 1,4 Schinken, geräuchert (Schinkenspeck) 1,5 Puten-Gelbwurst (Höhenrainer) 1,6 Puten-Gutswurst (Höhenrainer) 1,6 Bierschinken 1,7 Thüringer Rotwurst 1,7 Puten-Schinkenwurst (Höhenrainer) 1,8 Du-darfst Brühwurstaufschnitt 1,9 Puten-Leberkäse, fein (Höhenrainer) 1,9 Jagdwurst 2,1 Bündner Fleisch 2,4 Du-darfst Kalbsleberwurst 2,6 Gelbwurst 2,8 Kalbskäse 2,8 Fleischwurst / Lyoner 3,0 Leberkäse 3,0 Krakauer 3,0 Leberwurst, Hausmacher Art 3,0 Leberpastete 3,1 Kalbsleberwurst 3,2 Mortadella 3,5 Teewurst 3,7 Salami 3,7 Cervelatwurst  3,9 Landjäger 4,6 durchwachsener Speck 6,1
Bei einem konstanten Energiedefizit geht das Gewicht nicht kontinuierlich nach unten! Lineare Gewichtsgleichung Dynamische Gewichtsgleichung
Ursachen eines Plateaus nach Gewichtsabnahme Abnahme der Muskelmasse Abnahme der Thermogenese Abnahme des Sympathikotonus Verminderte muskuläre Arbeit Abnahme von Signalen zum Hunger- und Sättigungszentrum Verminderter Energieverbrauch Reduktion der Fettmasse
Ges-F/FFM: Änderung in kg Visz-F: Änderung in qcm x 10 Reduktionskost RK + Training Ges-F Visz-F FFM Ges-F Visz-F FFM viszerale Adipositas subkutane Adipositas Okura, T. et al IJO 2005;29:1259 Reduktionskost (RK) und RK plus Training Abnahme vom Gesamtkörperfett (Ges-F), viszeralem Fett (visz-F), fettfreier Masse (FFM)
Ausdauer- training Nicht nur Ausdauer-, sondern auch Krafttraining empfehlen! Ausdauerleistung Kraft Fettmasse Muskelmasse Ruhe-Herzfrequenz Blutdruck Grundumsatz Blutzucker/HbA1c Insulinsensitivität Triglyzeride HDL-Cholesterin
Ausdauer- training Kraft- training Nicht nur Ausdauer-, sondern auch Krafttraining empfehlen! Ausdauerleistung Kraft Fettmasse Muskelmasse Ruhe-Herzfrequenz Blutdruck Grundumsatz Blutzucker/HbA1c Insulinsensitivität Triglyzeride HDL-Cholesterin
45 Frauen, 18 – 30 Jahre; BMI 24 kg/m² 15 Wochen HIIE = „high intensity intermittend exercise“   8 Sek. Sprint, 12 Sek. Langsam, Widerstand maximal   20 Min. Pro Sitzung, 3 Einheiten pro Woche SSE = „steady state exercise“: 60% VO2 peak   40 Min. pro Sitzung, 3 Einheiten pro Woche Hohe vs. Mittlere Belastungsintensität: Gewichtsabnahme Fettmasse (kg) Viszerales Fett (kg) Plasmainsulin (µu/ml) HIIE SSE K HIIE SSE K HIIE SSE K Trapp, EG et al. IJO 2008;32:684
Auf die richtige Bewegungsart kommt es an!
Auf die richtige Bewegungsart kommt es an! Schwimmen Aquajogging Aquafitness gelenksschonend Wärmeentzug Radfahren Ergometertraining Skilanglauf Rudern Tanzen
Auf die richtige Bewegungsart kommt es an! Schwimmen Aquajogging Aquafitness gelenksschonend Wärmeentzug Radfahren Ergometertraining Skilanglauf Rudern Tanzen Gehen, Wandern Nordic Walking Jogging Fussball Volleyball Basketball Badminton Tennis  Ski Alpin Kraftsport
Auf die richtige Bewegungsart kommt es an! Schwimmen Aquajogging Aquafitness gelenksschonend Wärmeentzug Radfahren Ergometertraining Skilanglauf Rudern Tanzen Gehen, Wandern Nordic Walking Jogging Fussball Volleyball Basketball Badminton Tennis  Ski Alpin Kraftsport Squash Boxen
Nicht-medikamentöse Therapie der Adipositas: Schlussfolgerung Langfristiger Erfolg meist nur durch strukturiertes professionelles Vorgehen gegeben Anteil der Makronährstoffe der Lebensmittel ist sekundär Zu wenig beachtet: Portionsgröße, Essmenge Sehr wichtig: Akzeptanz der Nahrungsmittel (Geschmack, Kochaufwand, Kosten) Sättigung u.a. Vermehrte Alltagsaktivität und Sport verbessert Langzeiterfolg deutlich Beides Ausdauer- und Krafttraining sind wichtig Hohe Aktivitäten sind effektiver als geringe Die richtige Sportart hängt von Begleitkrankheiten, Vorlieben, Möglichkeiten und Erfahrungen mit Sportarten ab Optimal: Reduktionskost + körperliche Aktivität + soziale Unterstützung
 

Patientenschulung

  • 1.
    Beeinflußbare Risikofaktoren PatientenschulungLebensstilmodifikation Dr. Hubert Wallner Kardinal Schwarzenberg´sches Krankenhaus Schwarzach Kardinal Schwarzenbergstrasse 2-6 5620 Schwarzach Tel.: 06415/7101-0 Fax: 06415/6766-2066 [email_address]
  • 2.
    EU Deklaration zurErhaltung kardiovaskulärer Gesundheit Tabakabstinenz Adäquate körperliche Belastung (>30Min/Tag) Gesunde Ernährung Vermeidung von Übergewicht RR <140/90 mm Hg Gesamtcholesterin <200 mg%
  • 3.
    Die Krankmacher vonArm und Reich Die zehn wichtigsten Gesundheitsrisiken Quelle: WHO Weltgesundheitsreport 2002 Industrieländer Entwicklungsländer Anteil am Verlust gesunder Lebensjahre in % 0,7 0,8 1,8 3,3 3,9 7,4 7,6 9,2 10,9 12,2 Eisenmangel ungeschützter Geschlechtsverkehr illegale Drogen Bewegungsmangel zu wenig Obst und Gemüse Übergewicht, Fettleibigkeit hoher Cholesterinwert Alkohol Bluthochdruck Tabak, Zigaretten 1,9 2 2,5 3 3,1 3,2 3,6 5,5 10,2 14,9 hoher Cholesterinwert Tabak, Zigaretten Bluthochdruck Vitamin-A-Mangel Eisenmangel Zinkmangel Rauch durch Verbrennung fester Brennstoffe in Innenräumen kein Zugang zu sauberem Trinkwasser/sanitären Anlagen ungeschützter Geschlechtsverkehr Untergewicht, Unterernährung
  • 4.
    Lebenserwartung nach AlterLebensjahre, die verschiedene Altersgruppen im Schnitt noch vor sich haben – Basis 2000-2002
  • 5.
    Die größten Beiträgewurden durch altersspezifische Abnahmen der Sterblichkeit an Herz- Kreislaufkrankheiten erreicht: 2,6 Jahre bei Männern 2,2 Jahre bei Frauen
  • 6.
    Lebensstile Lebensstil istein kultursoziologischer Begriff (Simmel), der die typische Art der Alltagsgestaltung von Personen (bzw. sozialen Gruppen) bezeichnet. Gemeint sind die Einstellungen und die mit ihnen verbundenen, typischerweise auftretenden Verhaltensweisen. Lebensstil ist ein Mittel der Selbstdarstellung des Individuums Der Demonstration seiner Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen.
  • 7.
    Risikoadjustierte Prävention vonHerz- und Kreislauferkrankungen
  • 8.
    90% aller Myokardinfarktedurch 9 modifizierbare Risikofaktoren Interheart
  • 9.
    Rauchen Lipidstoffwechselstörung HypertonieDiabetes Psychosozialer Stress Abdominelle Fettsucht Ernährung Bewegung Alkohol Interheart 90% aller Myokardinfarkte durch 9 modifizierbare Risikofaktoren
  • 10.
    Hochrisikopatienten Klinisch manifestearteriosklerotischer Erkrankung Asymptomatische Patienten mit multiplen RF Patienten mit isolierten RF und exzessiv erhöhten Werten Diabetiker (Typ I und II) mit Mikroalbuminurie Keine Risikostratifikation notwendig!
  • 11.
    Risikoindikatoren des Gefäßsystems zur Beurteilung der Arteriosklerose Koinziden z von peripherer und kardialer Arteriosklerose Prognostische Veränderungen bei generalisierter Arteriosklerose pAVK und KHK Karotisstenosen und KHK Frühzeichen der Arteriosklerose Screening im peripheren Gefäßsystem
  • 12.
  • 13.
    60 jähriger männlicherPatient Arteriosklerose = diffuse Krankheit
  • 14.
  • 15.
    Prognostische Aspekte KHKInstabile AP Myokardinfarkt Karotisstenose TIA/PRIND Schlaganfall pAVK Claudicatio Ruheschmerz Instabile Plaque Akuter Verschluss/distale Embolie
  • 16.
  • 17.
    Lipid Fibrös KalkTotaler Plaque Burden mit koronarer CTA Plaquekomposition
  • 18.
    Initiale Koronarangiografie AMI– 3 Wochen später Vulnerable Plaque
  • 19.
    PAVK und Mortalität% American Cancer Society 2007
  • 20.
    5-Jahres Mortalität (%)in Abhängigkeit von der Grunderkrankung % American Cancer Society 2007 PAVK und Mortalität
  • 21.
    Männer Frauen AsymptomatischSymptomatisch Tepohl G et al. Cardiovasc 2003; 7:16-20 %
  • 22.
    Männer Frauen TepohlG et al. Cardiovasc 2003; 7:16-20 % Asymptomatisch Symptomatisch
  • 23.
    Screening Nachweis derArteriosklerose Manifeste Arteriosklerose Dopplerdruckmessung (Knöchel-Arm-Index - ABI) Cardio-CT (Koronarkalk) Frühzeichen der Arteriosklerose Intima-Media-Dicke (IMD) Endotheliale Dysfunktion (FMD, EMD)
  • 24.
  • 25.
    4.814 Männer/Frauen, 45– 75 Jahre, unselektiert (Bochum, Essen, Mülheim/Ruhr) Messung von Risikofaktoren (a) klassisch, (b) neu („mögliche“), c) psychosozial Ruhe-EKG, Bel.-EKG Karotis Intima-Media Dicke Knöchel-Arm Index Koronarkalk (EBT) Beobachtung über 5 Jahre Primäre Endpunkte: Herztod, Myokardinfarkt Ziel: Zusätzliche Wertigkeit der Methoden im Vergleich mit den kausalen (klassischen) Risikofaktoren Heinz Nixdorf Recall Studie Schmermund, Möhlenkamp, Stang et al. Rationale and Design of the HNRS. AHJ 2002;44:212-218
  • 26.
    Kalzium-Score Starker Prädiktorfür koronare Ereignisse Verbessert den Vohersagewert Bei Männer valider als bei Frauen Bei intermediärem Risiko Reklassifizierung Kann die Vorhersagegenauigkeit bei Hochrisikopatienten erhöhen
  • 27.
    A nkle- Brachial- I ndex
  • 28.
  • 29.
    Beinahe 20 Prozentder Patienten in deutschen Hausarztpraxen haben einen ABI <0,9 und sind damit gefährdet, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden; die Sterblichkeit von PAVK-Patienten (alle Ursachen) nach 3 Jahren ist im Vergleich zu den Patienten ohne PAVK massiv erhöht: 10,9 Prozent versus 4,2 Prozent. Die Sterblichkeit auf Grund von KHK (Herzinfarkt/plötzlicher Herztod) betrug 4,5 Prozent versus 1,1 Prozent, diejenige auf Grund von Schlaganfall 1,2 Prozent versus 0,4 Prozent, also jeweils das Drei- bis Vierfache. Auch die nicht-tödlichen Ereignisse (z.B. überlebter Herzinfarkt oder Schlaganfall) waren bei PAVK-Patienten deutlich erhöht. Des Weiteren zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Schwere der PAVK und der Mortalität bzw. der kardiovaskulären Morbidität: So verstarben in der Gruppe derjenigen, die mit einem ABI <0,5 innerhalb des Untersuchungszeitraumes 25,5 Prozent der Patienten. getABIStudie zeigt
  • 30.
    Intima-Media-Dicke - Richtwerte IMD-Werte altersabhängige Veränderung 20-30 Jährige: 0,5 mm Ältere Personen (ab 60 Jahre): 0,9 mm Größenzunahme oder Abnahme Verlaufsparameter
  • 31.
    Intima-Media-Dicke - Methodik IMD der Art. carotis communis Schallkopf-ferne Wand
  • 32.
    Atherothombotische Ko-ManifestationenInitial-Ereignis Risikoerhöhung vergl. mit Gesunden Myokardinfarkt Schlaganfall Myokardinfarkt 5-7 x Risiko (incl. Tod) 3-4 x Risiko (incl. TIA) Schlaganfall 2-3 x Risiko (incl. AP, SCD) 9 x Risiko pAVK 4 x Risiko für kardiale Todesfälle 2-3 x Risiko (incl. TIA)
  • 33.
    Fazit Hohe Koinzidenzvon kardialer und peripherer Arteriosklerose Die Kombination verschlechtert die Prognose der Patienten Bereits präklinische Manifestationen der Arteriosklerose – z.B. Wandverdickung der ACC – sind ein starker Prädiktor für das Vorliegen einer KHK Auftreten eines MCI Frühes Screening nach peripheren arteriosklerotischen Manifestationen Aggressive Behandlung von Patienten mit generalisierter Arteriosklerose
  • 34.
  • 35.
    Spezifische (medikamentöse) Therapie in der (Primär-)Prävention der koronaren Herzerkrankung Ab welchem Risiko soll bei Nutzen-/ Nebenwirkung-/ Kosten-Abwägung therapiert werden
  • 36.
    Eine Verbesserung derRisikostratifizierung in der Primärprävention ist wünschenswert Hochrisikopatienten können identifiziert werden Die Nutzen- Risiko- Relation ist günstig Die Behandlung der Hochrisikopatienten ist kosteneffektiv Und kann Geld sparen
  • 37.
    Risikostratifizierung Scores bieteneine relativ einfache Möglichkeit der Risikostratifikation…
  • 38.
    Aussagekraft derScoring-Systeme Datenbasis: Anzahl Beobachtungsjahre (Anzahl Pat. x mittl. Nachbeobachtung in Jahren) Verwertete Risikoparameter Endpunkten
  • 39.
  • 40.
    Unterschiede Framingham-, PROCAM-,SCORE Alter Geschlechtsverteilung Bewertung der Risikofaktoren Endpunkte
  • 41.
    ESC-SCORE: betontstärker HTN-abhängige Risiken: CV-Tod PROCAM: betont stärker Chol-abhängiges Risiko: Herzinfarkt CARRISMA: gibt Hilfestellung bei der RF-Intervention Unterschiede Framingham-, PROCAM-, SCORE
  • 42.
  • 43.
    Modellkalkulation in der Primärprävention für eine 60 J Frau Alter: 60 J 170 cm, 103 kg (BMI 35) Rauchen: Ja (30 Zigaretten) Blutdruck: 180/110 mm Hg Gesamtcholesterin: 220 mg/dl LDL-Cholesterin 150 mg/dl HDL-Cholesterin 40 mg/dl Triglyceride 150 mg/dl Aktivitäten: Spazieren gehen mit dem Hund
  • 44.
    Procam Score FraminghamCarrisma Herzinfarkt Kardiovaskulärer Tod (HI, inkl. pAVK, Schlaganfall, Aortenruptur, Herzinsuffizienz) Herzinfarkt + KHK-Tod Endpunkte Scoring-Systeme: Datenbasis
  • 45.
    Scoring-Systeme: Datenbasis 5389Männer (35 – 65 J) Umgebung von Münster, Eingeschlossen vor 1985: 325 schwere KHK Ereignisse Innerhalb von 10 J, ca. 53.890 Beobachtungsjahre 205.000 Pat. 57% Männer, 12 europ. Kohortenstudien, 8000 tödliche CV-Ereignisse, ca. 3 Mio Beobachtungsjahre: Mortalität auf Landesregion adjustiert 1948: 5209 m+f, 35-62 J + (1971) 5124 „ Offsprings“, wiederholte Untersuchungen + (zur Zeit) 3500 Enkel geplant: 811 KHK Todesfälle Von 1950 – 1999, ca. 59% Reduktion der KHK Ereignisse im Beobachtungszeitraum (470 – 185 / 10 ) 5 Assmann et al Circulation 105:310;2002 Procam Score Framingham
  • 46.
    Carrisma Untersuchte ParameterAlter, Nikotinkonsum +/-, LDL- + HDL-Cholesterin, Triglyceride, RR syst. (bis 160 mm Hg), Diabetes +/-, Fam. Anamnese KHK; Frauen: 0,25 Risiko der Männer Alter (5-Jahresschritte), Geschlecht, Nikotinkonsum +/-, RR syst. (bis 180 mm Hg), Gesamt-Chol, HDL-Chol; Gesamt/HDL-Chol Alter (5-Jahresschritte), Geschlecht, Nikotinkonsum +/-, RR bis 160 mm Hg, Gesamt-Chol, HDL-Chol: Gesamt/HDL-Chol Wie o.a. und zusätzlich: BMI, Anzahl Zig./Tag, körperliche Aktivität; RR-Werte und Alter „geglättet“ Scoring-Systeme: Datenbasis Procam Score Framingham
  • 47.
    Assmann et al. Circulation 2002;105:310-315
  • 48.
  • 49.
  • 50.
    European Heart Journal2003;24:1601-1610
  • 51.
    SCORE Zehn-Jahres-Risiko füreine tödliche HKK Mann 65 Jahre Raucher RR syst. 140 mm Hg Cholesterin 5 mmol/L 15% 12% 8% Regionale Variabilität
  • 52.
  • 53.
    Körperliche Aktivität (inkcal/Wo) Beeinflussung der Prognose
  • 54.
  • 55.
    Eine Risikostratifikation erlaubt,die Personen zu identifizieren, die von einer präventiven Behandlung profitieren. Ab einem 10-J-Risiko von 20% für Herzinfarkt oder 5% für Tod ist eine medikamentöse Prophylaxe indiziert: NNT <200. Bei stark ausgebildeten Einzel-RF kann ebenfalls eine NNT <200 erreicht werden. Die Kosten für einen verhinderten Infarkt lassen sich abschätzen.
  • 56.
    Adipositas ist einZustand, der durch eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper gekennzeichnet ist. Die Adipositas wird heute als eine chronische Gesundheitsstörung verstanden. Sie beruht auf einer polygenetischen Veranlagung, geht mit einer hohen Begleit- und Folgemorbididtät einher und erfordert ein langfristiges Behandlungs- und Betreuungskonzept. Übergewicht und Adipositas sind in der Bevölkerung epidemisch verbreitet. Etwa jeder dritte Erwachsene ist deutlich übergewichtig und sollte aus medizinischen Gründen Gewicht reduzieren. Adipositas - Definition
  • 57.
    Adipositas - Geschichtevor 1800… demonstrierte Gesundheit demonstrierte Wohlstand was lehrt Bacchus uns?
  • 58.
  • 59.
    Metabolisches Syndrom -Definition Weiter Taillenumfang Hohe Triglyzeride Niedriges HDL-Cholesterin Erhöhter Blutdruck Erhöhte Nüchternglukose WHO, AHA, NHLBI, IDF, IAG Konsensusdefinition
  • 60.
    Adipositas – HäufigkeitÜbergewicht und Fettleibigkeit in 25 EU-Staaten (Stand: März 2007)
  • 61.
    Übergewicht/Adipositas (BMI) inDeutschland 2005 Übergewicht Adipositas Übergewicht Adipositas Männer Frauen
  • 62.
  • 63.
    21 % derBuben und 18 % der Mädchen haben ein zu hohes Körpergewicht Weit mehr adipöse Kinder als bisher angenommen Adipositas – im Kindes- Jugendalter
  • 64.
    Übergewicht GroßerHandlungsbedarf bei 10- bis 12-Jährigen 7,6 7,7 10,0 9,5 11,4 12,6 13,4 11,6 12,3 11,5 8,3 9,5 6,8 6,0 9,6 7,1 8,8 9,5 8,7 8,8 8,3 8,3 9,4 7,3 10,7 6,9 11,6 8,1 11,3 7,4 11,6 8,2 8,1 10,5 9,7 9,2 Adipositas weiblich Übergewicht weiblich Übergewicht männlich Adipositas männlich
  • 65.
    Hauptschüler doppelt sohäufig von Adipositas betroffen wie AHS-Schüler % Adipositas männlich Übergewicht männlich Adipositas weiblich Übergewicht weiblich
  • 66.
    Body mass index:WHO classification of body composition L.A.J. Quetelet, Belgian mathematican and astronomer ca. 1830 Weight (kg) Height² (m²) Normal 18.5 – 24,9 kg/m²
  • 67.
    Mitte der 80erEinführung des BMI als Leitlinie für Übergewicht
  • 68.
    Adipositas ist definiertals BMI > 30 kg/m² IOTF/WHO 2000
  • 69.
  • 70.
    Relationen Diabetes –BMI CVD – BMI
  • 71.
    Perzentilenkurven nach Kromeyer-Hauschild2001 BMI – im Kindes- Jugendalter
  • 72.
    Leitlinien der ArbeitsgemeinschaftAdipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) Kromeyer-Hauschild et al. (2001); Monatsschrift Kinderheilkunde 149: 807ff Manfred Niedermeier: Online BMI-, BMI-Perzentile- und SDS-Berechnung http//www.mybmi.de P97 P90 P75 P50 P25 P10 P3 Adipositas: BMI  97. Perzentil Eine 16-Jährige hat einen BMI von 22,5 kg/m². Das entspricht dem 75. Prozentrang (Perzentil): 25% der Gleichaltrigen sind schwerer, 75% sind leichter. Kurven gelten für Mädchen BMI – im Kindes- Jugendalter
  • 73.
  • 74.
  • 75.
  • 76.
  • 77.
    Männer über94 cm Frauen über 80 cm Waist circumference Triglycerides HDL- cholesterol Plasma Fasting Glucose 110 cm 175 mg/dl 34 mg/dl 112 mg/dl
  • 78.
    Adipokine beeinflussen dieendotheliale Funktion und tragen zur Atherosklerosebildung bei
  • 79.
    TNF-α Leptin IL-6 Fettgewebe Adiponectin Resistin Aromatase Fettgewebe 5 α -Reduktase 17-Hydroxylase Adipokine Enzyme Fettgewebe
  • 80.
  • 81.
    Methods of MeasuringBody Composition Body Mass Index (BMI) Waist to Hip Ratio (WHR) Skinfold Measurements Bioelectrical Impedance Analysis (BIA) Hydrostatic (Underwater) Weighing
  • 82.
  • 83.
  • 84.
    Energiebilanz Energieverbrauch Grundumsatz(55%) Thermogenese (25%) Physische Aktivität (20%) Längenwachstum (Kinder)
  • 85.
    Energiebilanz Energieverbrauch Grundumsatz(55%) Thermogenese (25%) Physische Aktivität (20%) Längenwachstum (Kinder) Energiezufuhr
  • 86.
    Energiebilanz Energieverbrauch Grundumsatz(55%) Thermogenese (25%) Physische Aktivität (20%) Längenwachstum (Kinder) Energiezufuhr Körper verteidigt dieses Gleichgewicht, so dass Gewichtsverluste schwer zu erzielen sind
  • 87.
    Hypertrophie und Hyperplasie intraabdomineller Fettzellen Energie-Imbalance
  • 88.
    Hypertrophie und Hyperplasie intraabdomineller Fettzellen Energie-Imbalance Ektopes Fett in Muskel und Leber
  • 89.
  • 90.
    Portionsgröße des Hauptgerichtsin „Das letzte Abendmahl“
  • 91.
    Estimated Year ofPrinting Relative Size of Main Dish - 52 Gemälde - Hauptgericht 2,5 4,3 - Brotgröße 1,0 1,3 - Tellergröße 1,2 1,9 Portionsgröße des Hauptgerichts in „Das letzte Abendmahl“
  • 92.
    Wansink, B IJO 2010   1000–1300 ( n = 10) 1300–1400 ( n = 5) 1400–1500 ( n = 15) 1500–1600 ( n = 13) 1600–2000 ( n = 9) Correlation with year R 2 F -value Relative size a   Main dish size 2.53 (0.51) 3.50 (0.84) 2.71 (0.60) 4.44 (0.98) 4.28 (1.38) 0.52 ** 0.27 11.52 **   Bread size 1.04 (0.29) 0.87 (0.20) 0.89 (0.20) 1.15 (0.54) 1.28 (0.25) 0.30 * 0.09 4.40 *   Plate size 1.17 (0.08) 1.33 (1.00) 1.31 (0.46) 1.34 (0.33) 1.94 (0.28) 0.46 * 0.21 4.89 *
  • 93.
  • 94.
    Relatives Risiko (RR)von Adipositas-assoziierten Gesundheitsstörungen in den Industrienationen
  • 95.
    Relatives Risiko (RR)von Adipositas-assoziierten Gesundheitsstörungen in den Industrienationen
  • 96.
    Relatives Risiko (RR)von Adipositas-assoziierten Gesundheitsstörungen in den Industrienationen
  • 97.
    Shai I etal. N Engl J Med 2008; 359:229-241. Gewichtsabnahme bei Übergewicht/Adipositas: „low-carb“, „low fat“ oder mediterrane Kost -DIRECT-Studie: 322 M & F, BMI > 27kg/m², 40-65 J., 36 Diabetiker-
  • 98.
    Shai I etal. N Engl J Med 2008; 359:229-241. Gewichtsabnahme bei Übergewicht/Adipositas: „low-carb“, „low fat“ oder mediterrane Kost -DIRECT-Studie: 322 M & F, BMI > 27kg/m², 40-65 J., 36 Diabetiker- Drop-out Rate Low carb: 22% Low fat: 10% Mediterran: 15%
  • 99.
    Energiedichte von Nahrungsmitteln Energiedichte= Energie pro Gewichtseinheit (kcal/g)
  • 100.
    Energiedichte von Nahrungsmitteln Energiedichte= Energie pro Gewichtseinheit (kcal/g) Nahrungsmittel Wurstwaren/Schinken Energiedichte (kcal/g) Kalbfleisch / Geflügelfleisch in Aspik 1,1 Lachsschinken 1,2 Schinken gekocht (mager) 1,3 Truthahnschinken 1,3 Corned beef 1,4 kalter Braten (mager) 1,4 Schinken, geräuchert (Schinkenspeck) 1,5
  • 101.
    Energiedichte von Nahrungsmitteln Energiedichte= Energie pro Gewichtseinheit (kcal/g) Nahrungsmittel Wurstwaren/Schinken Energiedichte (kcal/g) Kalbfleisch / Geflügelfleisch in Aspik 1,1 Lachsschinken 1,2 Schinken gekocht (mager) 1,3 Truthahnschinken 1,3 Corned beef 1,4 kalter Braten (mager) 1,4 Schinken, geräuchert (Schinkenspeck) 1,5 Puten-Gelbwurst (Höhenrainer) 1,6 Puten-Gutswurst (Höhenrainer) 1,6 Bierschinken 1,7 Thüringer Rotwurst 1,7 Puten-Schinkenwurst (Höhenrainer) 1,8 Du-darfst Brühwurstaufschnitt 1,9 Puten-Leberkäse, fein (Höhenrainer) 1,9 Jagdwurst 2,1 Bündner Fleisch 2,4
  • 102.
    Energiedichte von Nahrungsmitteln Energiedichte= Energie pro Gewichtseinheit (kcal/g) Nahrungsmittel Wurstwaren/Schinken Energiedichte (kcal/g) Kalbfleisch / Geflügelfleisch in Aspik 1,1 Lachsschinken 1,2 Schinken gekocht (mager) 1,3 Truthahnschinken 1,3 Corned beef 1,4 kalter Braten (mager) 1,4 Schinken, geräuchert (Schinkenspeck) 1,5 Puten-Gelbwurst (Höhenrainer) 1,6 Puten-Gutswurst (Höhenrainer) 1,6 Bierschinken 1,7 Thüringer Rotwurst 1,7 Puten-Schinkenwurst (Höhenrainer) 1,8 Du-darfst Brühwurstaufschnitt 1,9 Puten-Leberkäse, fein (Höhenrainer) 1,9 Jagdwurst 2,1 Bündner Fleisch 2,4 Du-darfst Kalbsleberwurst 2,6 Gelbwurst 2,8 Kalbskäse 2,8 Fleischwurst / Lyoner 3,0 Leberkäse 3,0 Krakauer 3,0 Leberwurst, Hausmacher Art 3,0 Leberpastete 3,1 Kalbsleberwurst 3,2 Mortadella 3,5 Teewurst 3,7 Salami 3,7 Cervelatwurst 3,9 Landjäger 4,6 durchwachsener Speck 6,1
  • 103.
    Bei einem konstantenEnergiedefizit geht das Gewicht nicht kontinuierlich nach unten! Lineare Gewichtsgleichung Dynamische Gewichtsgleichung
  • 104.
    Ursachen eines Plateausnach Gewichtsabnahme Abnahme der Muskelmasse Abnahme der Thermogenese Abnahme des Sympathikotonus Verminderte muskuläre Arbeit Abnahme von Signalen zum Hunger- und Sättigungszentrum Verminderter Energieverbrauch Reduktion der Fettmasse
  • 105.
    Ges-F/FFM: Änderung inkg Visz-F: Änderung in qcm x 10 Reduktionskost RK + Training Ges-F Visz-F FFM Ges-F Visz-F FFM viszerale Adipositas subkutane Adipositas Okura, T. et al IJO 2005;29:1259 Reduktionskost (RK) und RK plus Training Abnahme vom Gesamtkörperfett (Ges-F), viszeralem Fett (visz-F), fettfreier Masse (FFM)
  • 106.
    Ausdauer- training Nichtnur Ausdauer-, sondern auch Krafttraining empfehlen! Ausdauerleistung Kraft Fettmasse Muskelmasse Ruhe-Herzfrequenz Blutdruck Grundumsatz Blutzucker/HbA1c Insulinsensitivität Triglyzeride HDL-Cholesterin
  • 107.
    Ausdauer- training Kraft-training Nicht nur Ausdauer-, sondern auch Krafttraining empfehlen! Ausdauerleistung Kraft Fettmasse Muskelmasse Ruhe-Herzfrequenz Blutdruck Grundumsatz Blutzucker/HbA1c Insulinsensitivität Triglyzeride HDL-Cholesterin
  • 108.
    45 Frauen, 18– 30 Jahre; BMI 24 kg/m² 15 Wochen HIIE = „high intensity intermittend exercise“ 8 Sek. Sprint, 12 Sek. Langsam, Widerstand maximal 20 Min. Pro Sitzung, 3 Einheiten pro Woche SSE = „steady state exercise“: 60% VO2 peak 40 Min. pro Sitzung, 3 Einheiten pro Woche Hohe vs. Mittlere Belastungsintensität: Gewichtsabnahme Fettmasse (kg) Viszerales Fett (kg) Plasmainsulin (µu/ml) HIIE SSE K HIIE SSE K HIIE SSE K Trapp, EG et al. IJO 2008;32:684
  • 109.
    Auf die richtigeBewegungsart kommt es an!
  • 110.
    Auf die richtigeBewegungsart kommt es an! Schwimmen Aquajogging Aquafitness gelenksschonend Wärmeentzug Radfahren Ergometertraining Skilanglauf Rudern Tanzen
  • 111.
    Auf die richtigeBewegungsart kommt es an! Schwimmen Aquajogging Aquafitness gelenksschonend Wärmeentzug Radfahren Ergometertraining Skilanglauf Rudern Tanzen Gehen, Wandern Nordic Walking Jogging Fussball Volleyball Basketball Badminton Tennis Ski Alpin Kraftsport
  • 112.
    Auf die richtigeBewegungsart kommt es an! Schwimmen Aquajogging Aquafitness gelenksschonend Wärmeentzug Radfahren Ergometertraining Skilanglauf Rudern Tanzen Gehen, Wandern Nordic Walking Jogging Fussball Volleyball Basketball Badminton Tennis Ski Alpin Kraftsport Squash Boxen
  • 113.
    Nicht-medikamentöse Therapie derAdipositas: Schlussfolgerung Langfristiger Erfolg meist nur durch strukturiertes professionelles Vorgehen gegeben Anteil der Makronährstoffe der Lebensmittel ist sekundär Zu wenig beachtet: Portionsgröße, Essmenge Sehr wichtig: Akzeptanz der Nahrungsmittel (Geschmack, Kochaufwand, Kosten) Sättigung u.a. Vermehrte Alltagsaktivität und Sport verbessert Langzeiterfolg deutlich Beides Ausdauer- und Krafttraining sind wichtig Hohe Aktivitäten sind effektiver als geringe Die richtige Sportart hängt von Begleitkrankheiten, Vorlieben, Möglichkeiten und Erfahrungen mit Sportarten ab Optimal: Reduktionskost + körperliche Aktivität + soziale Unterstützung
  • 114.

Hinweis der Redaktion

  • #80 30% von Östron werden im Fettgewebe produziert, dient als Reserveform für Östradiol