geschäftsbericht 2010
Gute Aussichten für nachhaltiges Sanieren und Wohnen.
 Ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich vernünftig.
Die KWg im ÜberbLicK




Konzernkennzahlen                                   31.12.2010   31.12.2009   Die KWg-aktie


Wohneinheiten                                            4.822        4.827   Wertpapierkennnummer             522734

                                                                              ISIN                             DE0005227342
gewerbeeinheiten                                           44           44
                                                                              Börsenkürzel                     BIW
stellplätze und garagen                                  1.093        1.093
                                                                                                               Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg, Hannover,
                                                                              Börse
gesamtmietfläche in m  2
                                                       283.470      283.862                                    München, Stuttgart, Düsseldorf, Xetra

                                                                              Grundkapital                     EUR 10.804.729
Umsatzerlöse in mio. eUr                                 19,76        19,76
                                                                              Anzahl der Aktien                10.804.729
ebitDa in mio. eUr                                        6,98         5,07
                                                                              Rechnerischer Nennwert           EUR 1,00
ebit in mio. eUr                                         16,58         9,03


Operatives ergebnis in mio. eUr                            0,5        –0,01   Die KWg-Organe                   KWG-Organe


Konzernjahresüberschuss in mio. eUr                       8,58         3,32
                                                                              aufsichtsrat
bilanzsumme in mio. eUr                                 205,24       187,46
                                                                              Prof. Dr. Peer Witten            (Aufsichtsratsvorsitzender)

bruttoverschuldung in mio. eUr                          119,15       116,78   Franz-Josef Gesinn               (stv. Aufsichtsratsvorsitzender)

flüssige mittel in mio. eUr                               8,74         7,26   Thies-Martin Brandt

                                                                              Björn Engholm
immobilienvermögen in mio. eUr                          188,64       173,58

                                                                              Hans-Michael Porwoll
bilanzielles eigenkapital in mio. eUr                    78,10        64,74
                                                                              Patrik Zeigherman
eigenkapitalquote in %                                    38,1         34,5
                                                                              Vorstand
NaV je aktie in eUr                                       7,23         6,59
                                                                              Stavros Efremidis                (Sprecher des Vorstands)

immobilienvermögen in eUr / m2                            665          611    Torsten P. Hoffmann              (Finanzvorstand)




                                        2 Die KWg im ÜberbLicK                                         3 Die KWg im ÜberbLicK
highLights im Jahr 2010                                                                                                                                   iNhaLtsVerZeichNis




Januar 2010:                                                              Januar 2011:                    Die KWg im Überblick                                     seite 02
Erfolgreicher Start der konzerneigenen                                    Steigerung des Jahres-               Konzernkennzahlen
Hausverwaltung KWG Wohnwert GmbH                                          ergebnisses durch die Erfolge        Die KWG Aktie
sowie Vorbereitung ihrer Erweiterung                                      aus zwei Baumaßnahmen                Die KWG Organe

                                                                                                          highlights im Jahr 2010                                  seite 04
                                                     Dezember 2010:
März 2010:                                           Bestandsaufbau für 2011                              Vorwort des Vorstands                                    seite 06
Listung der KWG AG im Entry Standard                 in die Wege geleitetet: Transaktion
                                                     von 506 Wohneinheiten in                             bericht des aufsichtsrats                                seite 08
                                                     Niedersachsen
                                                                                                          Die KWg-aktie am Kapitalmarkt                            seite 24

                                                                                                          Das Unternehmen                                          seite 27
                                                   Dezember 2010:                                              Immobilienmarkt und Finanzen
               Juli 2010:
                                                                                                               Portfolio und Strategie
               Erstmals positives Konzern-         Erfolgreiche Kapitalerhöhung
                                                                                                               Die KWG investiert in die Zukunft
               ergebnis ohne Aufwertungs-          aus genehmigtem Kapital
               gewinne zum Halbjahr 2010                                                                  Konzernlagebericht                                       seite 42
                                                                                                               Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen
                                                                                                               Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
                                                                                                               Nachtragsbericht
                                                                                                               Risiko- und Chancenbericht
                                                                                                               Prognosebericht

                                                                                                          Konzernabschluss                                         seite 52
                                                                                                               Konzernbilanz
                                                                                                               Konzern-Gesamtergebnisrechnung
                                                                                                               Konzern-Kapitalflussrechnung
                                                                                                               Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
                                                                                                               Notes zum Konzernabschluss

                                                                                                          bestätigungsvermerk                                      seite 94

                                                                                                          finanzkalender /impressum/Quellenverweise                seite 96




                                             4 highLights
                                               4 thema                                                                                     5 iNhaLt
                                                                                                                                             thema
VOrWOrt Des VOrstaNDs




Sehr geehrte Aktionärinnen und sehr geehrte Aktionäre,

die KWG Kommunale Wohnen AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Wohnimmobilien-
portfolio ausgebaut, den Bestand weiterhin werterhöhend saniert und das Konzernergebnis
drastisch gesteigert – 2010 war ein gutes Jahr für unser Unternehmen. Im Jahr 2011 wollen wir
mit der KWG eine neue Größenordnung erreichen.

Grundpfeiler der erfolgreichen Entwicklung war die konsequente Positionierung der KWG als
integrierter Wohnungsbestandshalter: Vom Einkauf über das Bau- und Asset-Management bis
hin zur Hausverwaltung und zum Finanzbereich decken wir die gesamte Wertschöpfungskette
ab. Im Jahr 2010 wurden weiterhin Teile der Hausverwaltung internalisiert. Die positiven
Effekte daraus zeigten sich bei vielen Beständen unmittelbar in deutlich sinkenden Leerstands-
raten – in einzelnen Beständen sank der Leerstand auf nur noch ein Drittel des vorherigen            Standorte weiter gestärkt und damit Skaleneffekte gefördert, andererseits konnten wir den
Wertes. Zudem wurde der Mietermix verbessert, einhergehend mit einer positiven Mietent-              Kaufpreis zu einem großen Teil durch Aktien der KWG begleichen. Bei einem insgesamt sehr
wicklung bei Neuvermietungen.                                                                        attraktiven Kaufpreis, der dem 10,6fachen der Jahresnettokaltmiete entsprach, wurden die
                                                                                                     KWG-Aktien mit 7,00 Euro bewertet, was dem damaligen Net Asset Value entsprach und einen
Der Leerstand im Kernimmobilienbestand der KWG reduzierte sich im Geschäftsjahr 2010                 Aufschlag auf den Aktienkurs zu dem Zeitpunkt von rund 30 Prozent bedeutete. Auf diese Weise
weiter auf 6,4 Prozent, verglichen mit 7,0 Prozent im Jahr 2009. Gleichzeitig stieg die Durch-       konnte die Transaktion realisiert werden, ohne dass es zu einer Verwässerung der Aktien der
schnittsmiete pro Quadratmeter und Monat von 4,66 Euro auf 4,80 Euro.                                Altaktionäre kam.

Erklärte Strategie der KWG ist es, Bestände mit objektbezogenem Leerstand zu erwerben und            Die sehr erfreuliche operative Entwicklung der KWG hat positive Auswirkungen auf den Kurs
durch Sanierungsmaßnahmen dauerhaft höhere Cashflows zu generieren, die durch abnehmenden             unserer Aktie gehabt. Mit einem Plus von 25,3 Prozent im Jahr 2010 wurde die Performance
Leerstand und steigende Nettokaltmieten erzielt werden. Durch energetische Sanierungen               des Immobilienindex, DIMAX, übertroffen, der um 19,2 Prozent zulegen konnte.
beispielsweise wird bei nahezu unveränderter Gesamtmiete durch Einsparung von Nebenkos-
ten Spielraum für eine Anhebung der Kaltmiete geschaffen. Maßnahmen in den Wohnungen                 Für das Jahr 2011 sind wir sehr positiv gestimmt. Im Jahresverlauf 2010 konnte der Vorstand
und an den Außenanlagen erhöhen zudem die Attraktivität der Wohnangebote der KWG und                 um Torsten Hoffmann als CFO erweitert werden, der über mehr als 20 Jahre Immobilien-
sorgen entsprechend für eine überdurchschnittliche Nachfrage nach diesen Objekten von Miet-          erfahrung verfügt. Wir wollen unsere werterhöhende Strategie konsequent fortsetzen und gehen
interessenten. Diese Strategie wurde im Jahr 2010 beispielsweise in den KWG-Beständen in             entsprechend von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus, die erneut mit einem positiven
Celle und Gelsenkirchen erfolgreich umgesetzt. Über 300 Wohneinheiten mit rund 22.000 m2             operativen Cashflow einhergehen soll. Vor allem aber wollen wir die Konsolidierung in der
Wohnfläche wurden mit einem Aufwand von etwa 6,7 Mio. Euro wie beschrieben saniert.                   Branche und die starke Marktposition der KWG nutzen, um unsere Gesellschaft durch
Die Maßnahmen werden im Jahr 2011 abgeschlossen und einen direkten positiven Cashflow-                Akquisitionen in eine neue Größenordnung zu führen. Entsprechende Gespräche wurden
Effekt haben.                                                                                        bereits zum Jahresauftakt 2011 initiiert.

Die Umsetzung der Strategie hat der KWG im Jahr 2010 das beste Ergebnis der Unternehmens-            Wir danken unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Aktionären für ihr Engagement und
geschichte beschert. Unsere Prognosen mussten wir im Laufe des Jahres mehrfach anheben               natürlich auch unseren Mietern für das partnerschaftliche Verhältnis. Im Jahr 2011 werden wir
und wir haben sie letztendlich dann immer noch übertroffen. Das Konzernergebnis stieg von            weiterhin tatkräftig daran arbeiten, dass unser Unternehmen seine prosperierende Entwicklung
3,3 Mio. Euro auf 8,6 Mio. Euro, dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,87 Euro. Der          fortsetzt.
Net Asset Value, NAV, verbesserte sich zum Jahresultimo 2010 um knapp 21 Prozent und
erreichte 7,23 Euro je Aktie. Die Eigenkapitalquote lag bei sehr zufriedenstellenden 38,1 Prozent,   Hamburg, im Mai 2011
verglichen mit 34,5 Prozent ein Jahr zuvor. Der KWG-Immobilienbestand summierte sich zum
Jahresende auf 188,6 Mio. Euro und erreichte damit den höchsten Wert der Unternehmensge-             Herzlichst Ihr
schichte.

Zum Jahresende 2010 haben wir in Celle und in der Region Bremen insgesamt 506 weitere
Wohneinheiten erworben und damit den Wohnungsbestand auf rund 5.400 Einheiten
erhöht. Die Transaktion hat für die KWG Modellcharakter. Einerseits haben wir bestehende                Stavros Efremidis                                                       Torsten Hoffmann
                                                                                                     (Sprecher des Vorstands)                                                    (Finanzvorstand)




                                            6 VOrWOrt Des VOrstaNDs                                                                      7 VOrWOrt Des VOrstaNDs
bericht Des aUfsichtsrats




Der aUfsichtsrat iNfOrmiert mit Dem NachfOLgeNDeN
bericht Über seiNe tätigKeit im geschäftsJahr 2010.


beratung und Überwachung des Vorstands in vertrauensvoller Zusammenarbeit

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft nahm während des Geschäftsjahres 2010 die ihm nach
Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahr und hat an allen wichtigen Entscheidun-
gen beratend mitgewirkt. In diesem Zusammenhang hat er den Vorstand bei der Leitung des
Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In
allen Entscheidungen, die für die Gesellschaft und den Konzern von wesentlicher Bedeutung
waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Er erörterte mit dem
Vorstand im Rahmen von vier ordentlichen Sitzungen am 22. Februar, 11. Mai, 5. Juli und        erhöhte sich dadurch auf 10.804.729,00 Euro. Die Transaktion wurde von der Silvia Quandt &
2. November 2010 sowie in verschiedenen Einzelgesprächen die Geschäftspolitik der Gesell-      Cie. AG begleitet. Die Kapitalerhöhung wurde am 18. Dezember 2010 in das Handelsregister
schaft und ließ sich über die Entwicklung der Gesellschaft unterrichten. Einen besonderen      eingetragen.
Schwerpunkt bildeten dabei die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens
sowie die laufende Liquiditätsplanung und die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen an
einzelnen Standorten. In der letzten Sitzung des Jahres 2010 war die mögliche Expansion der    ausschüsse des aufsichtsrats
Gesellschaft ein weiteres wesentliches Thema. Insgesamt war die Zusammenarbeit mit dem
Vorstand durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet.                          Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben unterhält der Aufsichtsrat einen Personalaus-
                                                                                               schuss, welcher sich im Wesentlichen mit den Vorstandsangelegenheiten befasst. Diesem
Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Soweit     ausschließlich beratend tätigen Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende und sein
Geschäftsvorgänge der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden diese dem Aufsichts-      Stellvertreter an. Schwerpunkt war in der ersten Hälfte 2010 die Gewinnung eines zweiten
rat durch den Vorstand ordnungsgemäß vorgelegt und vor Beschlussfassung im Aufsichtsrat        Vorstands. Hierzu erarbeitete der Personalausschuss Vorschläge.
eingehend beraten.

Bei sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats waren alle Mitglieder des Gremiums vertreten,       Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss
lediglich an der Sitzung am 22. Februar 2010 konnte Herr Hans-Michael Porwoll nicht teil-
nehmen. Über besondere Geschäftsvorfälle, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung     Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Kon-
sowie für die Leitung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren, hat der Vorstand      zernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) und der Konzern-
den Aufsichtsrat auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen unterrichtet. Darüber hinaus stand   lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurden einschließlich der Buchführung von der
der Aufsichtsratsvorsitzende auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem     auf der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer bestellten FIDES Treuhandgesellschaft
Kontakt und hat sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft und des Konzerns infor-      Unterweser, Zweigniederlassung der FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungs-
miert.                                                                                         gesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, Zweigniederlassung Hamburg, geprüft und
                                                                                               mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig über die Entwicklung der Geschäfts-,
Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage sowie über die damit verbundenen Risiken und das      Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010, der Konzernabschluss nach IFRS und der
Risikomanagement unterrichtet.                                                                 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprü-
                                                                                               fers haben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Der Abschlussprüfer hat die
Anfang Dezember 2010 wurde eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts aus          Prüfungsergebnisse dem Aufsichtsrat in dessen Sitzung zur Bilanzfeststellung am 15. April
genehmigtem Kapital durchgeführt. Die Ausnutzung des genehmigten Kapitals für die Kapital-     2011 näher erläutert und die Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Er hat dem Aufsichtsrat
maßnahme erfolgte mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Gegenstand seiner Beratungen waren         dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet, insbesondere über die
dabei unter anderem die Höhe der Ausnutzung und der Bezugspreis. Die Barkapitalerhöhung        Frage, ob wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems,
wurde mit einem Brutto-Mittelzufluss von 5.058.577,20 Euro abgeschlossen. Insgesamt wur-        bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, vorliegen.
den im Rahmen einer Privatplatzierung 982.248 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil
am Grundkapital von je 1,00 Euro zu einem Preis von je 5,15 Euro platziert. Das Grundkapital   Er hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass keine Umstände vorliegen, die seine




                                       8 bericht Des aUfsichtsrats                                                               9 bericht Des aUfsichtsrats
,,
bericht Des aUfsichtsrats




Befangenheit begründen könnten, und dass er – mit Ausnahme der Ermittlung des Markt-
werts für die vorbenannten Wertersatzansprüche – keine weiteren Leistungen zusätzlich zu
den Abschlussprüfungsleistungen erbracht hat. Gegen die Prüfungsberichte bestanden keine
Einwendungen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte des Abschluss-
prüfers daher zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2010 sowie den Konzernabschluss nach IFRS und den Konzernlagebe-


                                                                                                Wir haben das Ziel eines jeden
richt für das Geschäftsjahr 2010 einer eigenen eingehenden Prüfung unterzogen. Nach dem
abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2010 gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Konzernabschluss

                                                                                                Immobilienbestandshalters er-
nach IFRS und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurden vom Aufsichtsrat
ebenfalls gebilligt.


                                                                                                reicht, Gewinn aus der laufenden
Personelle Veränderungen im Vorstand und aufsichtsrat

Herr Sy Schlüter hat sein Amt als Aufsichtsratsmitglied zum 31. März 2010 niedergelegt. Der
Aufsichtsrat wurde über diesen Entschluss in der Sitzung am 22. Februar 2010 informiert. Auf
der Hauptversammlung am 5. Juli 2010 wurde Herr Patrik Zeigherman in den Aufsichtsrat
der KWG gewählt, der seitdem wieder aus sechs Personen besteht. Mit Wirkung zum 15. Juni
2010 wurde Herr Torsten P. Hoffmann zum Finanzvorstand des Unternehmens berufen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der KWG für ihre Arbeit im abge-
laufenen Geschäftsjahr.



Hamburg, im Mai 2011

Der Aufsichtsrat




Prof. Dr. Peer Witten
Aufsichtsratsvorsitzender
                                                                                                Geschäftstätigkeit zu erzielen.
                                                                                                Mit der Reduzierung der Betriebs-
                                                                                                kosten haben wir zudem für
                                                                                                unsere Mieter einen finanziellen
                                                                                                Vorteil erreicht.
                                                                                                                                              ,,
                                                                                                                        Stavros Efremidis, 11. August 2010




                                      10 bericht Des aUfsichtsrats                                           11 thema
Die S-Pfanne von Nelskamp mit Photokatalysator –         Die Dächer des Veilchengrunds neutralisieren jährlich
aktiver Klimaschutz als willkommener Zusatzeffekt.       den Stickoxid-Ausstoß von über 44 PKW mit insgesamt
                                                         750.000 km Fahrleistung.*




                 Unser Dach schützt vor
                   Regen – und das Klima.

                 Abgas neutralisierende Dachpfannen im Veilchengrund, Celle:

                 Die Entscheidung für eine nachhaltige Lösung fällt bei Dachpfannen leicht. Das „ClimaLife“-Dach-
                 stein-Programm des westfälischen Familienunternehmens Nelskamp bietet perfekte Dachsteine
                 mit Zusatzfunktion als aktive Klimaschützer. Nanokristallines Titandioxid in den Oberflächen der
                 matten Beton-Dachpfannen wirkt wie ein Katalysator und neutralisiert Umweltschadstoffe durch
                 Photokatalyse. Bis zu 90 Prozent der Abgase aus Heizung, Verkehr und Industrie können gebun-
                 den und in ungefährliches Nitrat gewandelt werden, das dann vom Regen weggespült wird. Tages-
                 licht beziehungsweise UV-Strahlen genügen, um diesen Prozess immer wieder neu zu starten. Ein
                 ganzes Dachpfannen-Leben lang. In der Celler Wohnanlage Veilchengrund kam die „ClimaLife“-S-
                 Pfanne zum Einsatz – auf 20 Hausdächern mit einer Gesamtfläche von 8.800 m2 wird z. B. aus ge-
                 sundheitsschädlichen Stickoxiden das ungefährliche und z. B. im Blaukorndünger enthaltene NO3.
                 *Allein 200 m2 „ClimaLife“-Dachpfannen vernichten dabei in einem Jahr soviel NOX wie ein PKW
                 mit Euro-4-Motor bei 17.000 gefahrenen Kilometer ausstößt. Bei 8.800 m2 werden dann schon
                 mehr als der Ausstoß von 44 PKW neutralisiert – oder 750.000 km Fahrleistung ausgeglichen.
Unsere Siedlung ist jetzt
dick eingepackt – und
         schöner als früher.
Außendämmung unter Denkmalschutz auf Gelsenkirchen-Schalke:

Unter den vielen Werks- und Genossenschaftssiedlungen Gelsenkirchens nimmt die Vittinghoff-Sied-
lung im Stadtteil Schalke einen Sonderplatz ein. Das 1926 bis 1929 nach den Plänen des Gelsenkirche-
ner Architekten Alfons Fels errichtete Ensemble aus vier Häusern rund um einen großen, geschützten
Innenhof ist mit seinen kubistischen Formen und expressionistischen Details einzigartig. Klare Konturen
und prägnante Linien strukturieren die Fassaden und unterstützen die spannende Wechselwirkung
zwischen den vertikalen Treppenhaustürmen und den horizontal umlaufenden Galerien für großzügige
Loggien. Bei der energetischen Sanierung der seit 1989 unter Denkmalschutz stehenden Gebäude
ging es darum, sowohl die prägnante, aufgefächerte Fassade und die Lichtbänder der Treppenhäuser
in ihrer architektonischen Wirkung zu erhalten als auch die Dämmnormen der EnEV 2009 zu erfüllen.
Durch die beispielhafte Lösung mit unterschiedlichen Dämmstärken von 5, 10, 12 und 14 cm dicken
EPS-Platten und einem erneuerten, mit bis zu 38 cm gedämmten Dach wurden diese Ziele erreicht.
Die Gesamtproportion der Baukörper hat sich nicht wesentlich verändert, der Zauber eines architektoni-
schen Juwels hat sich verstärkt – die Heizkosten können nachhaltig bis zu 60 Prozent reduziert werden.




Die schön sanierte Anlage bietet Wohnatmosphäre für   Über 10.000 m2 Dämmmaterial für 8.620 m2 Wohnfläche
rund 300 Menschen.                                    und 179 m2 Gewerbefläche –
                                                      und für bis zu 60 Prozent Heizkosteneinsparung.




                                                      Schon immer vorbildlich: die Vittinghoff-Siedlung
                                                      „auf Schalke“ in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Unser Kraftwerk ist
                 im Keller – und unsere
            Heizkosten sind es auch.
            Gasbetriebenes Blockheizkraftwerk in Celle:

            Gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen mit dezentralen, gasbetriebenen „ZuhauseKraftwerken“ – im
            Veilchengrund in Celle ist die ökologische und ökonomische Zukunft eingezogen. 13 kleine Keller-
            kraftwerke mit einer Heizleistung von durchschnittlich 36 kW versorgen in 20 Häusern 174 Wohnun-
            gen und eine Wohnfläche von 13.066 m2 mit Wärme- und Ökostrom. Dabei ist die Ökobilanz der von
            LichtBlick installierten Effizienzpakete vorbildlich. Die von Volkswagen entwickelte Technologie arbeitet
            nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und kommt bei der Wärme- und Stromproduk-
            tion auf einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Kohle- oder Atomkraftwerke erreichen nur einen
            Wirkungsgrad von etwa 35 Prozent. Auch bei der CO2-Reduktion überzeugen die „ZuhauseKraftwer-
            ke“ – bis zu 60 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu herkömmlicher Wärme- und Stromerzeugung.
            Die Einsparquote von bis zu 67 Prozent bei der zum Heizen benötigten Endenergie und sogar bis zu
            79 Prozent bei der Primärenergie ist allerdings nicht nur ein Erfolg der „ZuhauseKraftwerke“, sondern
            Ergebnis der gesamten energetischen Maßnahmen im Celler Veilchengrund.




Hier sparen Mieter Heizkosten. Vor der energetischen     100.000 „ZuhauseKraftwerke“ will LichtBlick in ganz
Sanierung waren die Heizkosten bis zu viermal so hoch.   Deutschland installieren. Das spart zwei Atomkraftwerke,
                                                         rechnet der Pionier für Ökostrom vor.
20–30 % weniger Heizkosten –
das haben die prima geregelt.

Effektive Nutzung vorhandener Regeltechnik:

Die Nebenkosten haben sich vielerorts zu einer echten zweiten Miete entwickelt – monatliche Heiz-
kosten von zwei oder drei Euro pro Quadratmeter sind keine Seltenheit. Ökologie und Ökonomie gehen
Hand in Hand: Als sofort erschließbares Einsparpotenzial bei neu übernommenen Gebäuden haben
sich die Überprüfung und fachmännische Einstellung der Regeltechnik bei vorhandener Heiztechnik
herausgestellt. Einsparungen von bis zu 30 Prozent werden schnell erzielt – durch Absenkung der
Vorlauftemperatur, Regelung über Außentemperatursteuerung, automatische Nachtabsenkung und
nutzerabhängige Regulierung der Speicherladung für die Warmwasseraufbereitung.


Energetische Sanierungen werden aufwändig geplant und sollten Wände, Fenster, Dächer und Hei-
zungsanlagen berücksichtigen. Auch die Finanzierung muss sorgfältig vorbereitet und mit Förder-
banken wie der KfW verhandelt werden. Dabei geht es, wie z. B. bei der energetischen Sanierung der
Vittinghoff-Siedlung auf Gelsenkirchen-Schalke, um ein Volumen von 2,5 Mio. Euro. Auf diesem Wege
können bis zu 60 Prozent der Energiekosten eingespart werden.
Wärme aus verbrauchter
   Luft – das bekommen die
  auch noch hin.

Green-building-Ziele der nächsten Jahre:

Green building im Sinne nachhaltigen Bauens hat sich von einem modischen Trend bereits zum wich-
tigen Thema für gewerbliche Immobilien entwickelt. Da Gebäude direkt und indirekt etwa 40 Prozent
des globalen Gesamtenergieverbrauchs verursachen*, stehen sie im Mittelpunkt vieler Überlegungen
zum Umweltschutz. Wenn energetische Sanierungen allerdings auch für durchschnittliche Mieter
nahezu kostenneutral realisiert werden können, kann Green building auch zum Standard für Wohnraum
werden. Schließlich sollten Wohnungsmiete und Nebenkosten immer als Gesamtpaket gesehen werden
– stark gesenkte Nebenkosten durch Energieeinsparungen können so die Kosten energetischer Maß-
nahmen ausgleichen: unterm Strich eine Win-win-win-Situation – für Mieter, Immobilienbesitzer und die
Umwelt. Haben Mieter erst einmal die insgesamt positiven Effekte konsequenter Energieeinsparmaß-
nahmen erlebt, sind sie für weitere Schritte aufgeschlossen. Solarthermie und Wärmerückgewinnung
aus Lüftungsanlagen sind z. B. Projekte, die für eine Wohnanlage in Glauchau vorbereitet werden.

*F.A.Z. vom 4. März 2011.
Die Wohnanlage am Fritz-Kube-Ring 22–26 in Bernsdorf –
                                             umgeben von weitflächigen Waldgebieten.




Alles weg, was stört.
   Alles da, was ich brauche.

Seniorenfreundliches Wohnen in Bernsdorf:

Die Bevölkerung nimmt in vielen Landesteilen ab – und die Alten werden immer älter. Die Immobilien-
wirtschaft ist gefordert, auch auf diese gesellschaftlichen Entwicklungen mit nachhaltigen Angeboten zu
reagieren. Ressourcenschonend, bezahlbar und gesellschaftlich integriert – das Pilotprojekt „Senioren-
freundliches Wohnen“ in Bernsdorf erfüllt so gesehen die Prämissen ökologischer, ökonomischer und
gesellschaftlicher Nachhaltigkeit. In der 1990 / 91 errichteten Siedlung mit fünfgeschossigen Häusern
wurden 29 konventionelle Wohneinheiten zu 54 seniorenfreundlichen und barrierefreien Apartments
umgewandelt. Jeweils 26 bzw. 35 m2 groß und passend für ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben
mit gesicherter Pflege und Versorgung. Neben rollstuhlgerechtem Zugang durch einen neuen, außen-
liegenden Aufzug, ausreichenden Türbreiten, schwellenlosen Bädern und flexiblen Elektroinstallationen
wurde hier in der Oberlausitz Wert auf soziale Integration und Betreuung gelegt. Wer sich für senioren-
freundliches Wohnen entscheidet, findet am Fritz-Kube-Ring Nachbarn jeden Alters, Alleinstehende wie
auch Familien vor. Die vom Deutschen Roten Kreuz unterhaltende Sozialstation im Haus bietet soziale
und medizinische Serviceleistungen – von Hausnotrufanlagen, Schwesternsprechzeiten über Mittags-
tisch und Freizeitangeboten bis hin zu persönlichen Serviceleistungen.
Die KWg-aKtie am KaPitaLmarKt




  Weitere erhOLUNg Des aKtieNmarKts im Jahr 2010                                                                           Der durchschnittliche Tagesumsatz im Geschäftsjahr 2010 betrug 3.453 Aktien in Xetra
                                                                                                                           und 547 Aktien am Frankfurter Parkett. Dabei war zu beobachten, dass nach dem Wechsel
  Der DimaX eNtWicKeLte sich besser aLs Der DaX                                                                            der KWG in den Entry Standard die Umsätze in der Aktie sukzessive anstiegen. Neben den
                                                                                                                           Börsenplätzen Xetra und Frankfurt am Main, an denen die meisten Umsätze getätigt werden,
  Die KWg ist seit märZ 2010 im eNtrY staNDarD VertreteN                                                                   sind die Aktien der Gesellschaft im Freiverkehr der Börsen Berlin, München, Düsseldorf und
                                                                                                                           Stuttgart sowie Hamburg und Hannover einbezogen.


                                                                      2010                            2009
                                                                                                                   140                                                                                                         DIMAX*

                                                                                                                                                                                                                               KWG


  Kurs zum 30.12.                                                     5,15 EUR                        4,77 EUR     120


  marktkapitalisierung                                           55,6 Mio. EUR                    46,9 Mio. EUR
                                                                                                                   100
                                                                      5,96 EUR                        4,98 EUR
  52-Wochenhoch
                                                                   am 29.11.2010                   am 09.02.2009
                                                                                                                    80

                                                                      3,70 EUR                        3,24 EUR
  52-Wochentief
                                                                   am 12.08.2010                   am 09.03.2009
                                                                                                                    60


Im Jahr 2010 setzte der deutsche Aktienmarkt seine im Frühjahr 2009 begonnene Aufwärts-
bewegung fort. So legte der Deutsche Aktienindex, DAX, im Jahresvergleich 16,1 Prozent auf                          40

6.914,19 Punkte zu. Insbesondere zahlreiche Nebenwerte, die allerdings in den Vorjahren
zum Teil heftige Rückschläge erlitten hatten, konnten sich deutlich verbessern. Der Small-Cap-
Index SDAX stieg im Jahr 2010 um 45,8 Prozent, während der MDAX sich um 34,9 Prozent
verbesserte. Etwas zurück blieben Technologieaktien: Der TecDAX legte lediglich um
                                                                                                                    20                  2008                                                   2009                     2010
4,0 Prozent zu.
                                                                                                                     0
                                                                                                                     0




                                                                                                                                  März




                                                                                                                                                                                  März




                                                                                                                                                                                                              März
                                                                                                                                  Febr




                                                                                                                                                                                  Febr




                                                                                                                                                                                                              Febr
                                                                                                                                 JJuni




                                                                                                                                                                                JJuni




                                                                                                                                                                                                            JJuni
                                                                                                                               uAAug




                                                                                                                                  Nov




                                                                                                                                                                               uAAug




                                                                                                                                                                                  Nov




                                                                                                                                                                                                              Aug




                                                                                                                                                                                                                              Nov
                                                                                                                                  Sep




                                                                                                                                                                                                                              Sep
                                                                                                                                                                                  Dez




                                                                                                                                                                                  Sep




                                                                                                                                                                                                              Dez




                                                                                                                                                                                                                                       Dez
                                                                                                                                  Mai




                                                                                                                                                                                 Mai




                                                                                                                                                                                                              Mai
                                                                                                                                  Jan




                                                                                                                                AApr




                                                                                                                                                                                JJan




                                                                                                                                                                                 Apr




                                                                                                                                                                                                            JJan




                                                                                                                                                                                                             Apr
                                                                                                                                  Okt




                                                                                                                                                                                                                              Okt
                                                                                                                                  Juli




                                                                                                                                                                                 Juli




                                                                                                                                                                                 Okt




                                                                                                                                                                                                             Juli
Auch das Segment der Immobilienaktien tendierte im Jahr 2010 per saldo freundlich. Der Deutsche




                                                                                                                             voN




                                                                                                                                                                             voN




                                                                                                                                                                                                                           voN
                                                                                                                               äM




                                                                                                                                                                             zeD




                                                                                                                                                                                                                                    zeD
                                                                                                                                F




                                                                                                                                                                           zräM




                                                                                                                                                                                                         zeD




                                                                                                                                                                                                       zräM
                                                                                                                                                                                F




                                                                                                                                                                                                            F
                                                                                                                                                                                M




                                                                                                                                                                                                            M
                                                                                                                             iaM




                                                                                                                                                                                                         guA
                                                                                                                                                                                                                           peS
                                                                                                                             peS




                                                                                                                                                                             peS




                                                                                                                                                                                                         rpA
                                                                                                                             naJ




                                                                                                                                                                             rpA




                                                                                                                                                                             tkO
                                                                                                                             tkO




                                                                                                                                                                                                                           tkO
                                                                                                                             iluJ




                                                                                                                                                                             iluJ




                                                                                                                                                                                                         iluJ
                                                                                                                            inu




                                                                                                                                                                            inu




                                                                                                                                                                                                        inu
                                                                                                                           rbe




                                                                                                                                                                           rbe




                                                                                                                                                                                                       rbe
                                                                                                                                                                             na




                                                                                                                                                                                                         na
                                                                                                                             rp




                                                                                                                                                                             ia




                                                                                                                                                                                                         ia
Immobilienaktienindex DIMAX – herausgegeben von Ellwanger & Geiger Privatbankiers – der deut-




                                                                                                                                                                             g
                                                                                                                            g
                                                                                                                           zr
sche Immobilienwerte aus allen Segmenten umfasst und in dem die KWG seit dem Jahres-
wechsel 2007/2008 gelistet ist, gewann im Vergleich zum Vorjahr 19,2 Prozent. Die Aktien der                               *Deutscher Immobilienaktienindex, Bankhaus Ellwanger & Geiger KG
am deutschen Wohnungsmarkt engagierten Unternehmen verloren zwar im ersten Halbjahr 2010
                                                                                                                         * Deutscher Immobilien-Aktien-Index, Bankhaus Ellwanger & Geiger KG
leicht, legten aber im zweiten Halbjahr – bei hohen Kursschwankungen – wieder zu.



eNtWicKLUNg Der KWg-aKtie

Die KWG-Aktie eröffnete das Jahr 2010 auf dem elektronischen Handelssystem Xetra
mit einem Kurs von 4,68 Euro und schloss zum 30. Dezember 2010 mit 5,15 Euro. Ihr
Jahrestief markierte die Aktie am 12. August mit 3,70 Euro, ihren Höchstkurs erreichte sie am
29. November mit 5,96 Euro (Basis: Schlusskurse/Xetra). Im Jahresvergleich gewann die
Aktie 8,0 Prozent an Wert. Im Vergleich zum Jahresultimo 2008 errechnet sich ein deutliches
Plus von 25,3 Prozent.




                                     24 Die KWg-aKtie am KaPitaLmarKt                                                                                             25 Die KWg-aKtie am KaPitaLmarKt
Die KWg-aKtie am KaPitaLmarKt                                                                                                                         Das UNterNehmeN
                                                                                                                                          immObiLieNmarKt UND fiNaNZeN




hOhes iNteresse bei KaPitaLerhÖhUNg fÜr Die KWg-aKtieN                                             marKterhOLUNg im Jahr 2010

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. Dezember 2010 10.804.729,00 Euro und             LaNgfristige fiNaNZierUNg sichert LaNgfristige
ist in die gleiche Anzahl Stückaktien eingeteilt. Im Dezember 2010 hat die KWG mit Erfolg eine     fiNaNZstabiLität
Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts durchge-
führt. Durch die Ausgabe von 982.248 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien wird             Die KWg PrOfitiert VON VOrsichtigeN iNVestmeNts UND
das Grundkapital der Gesellschaft von 9.822.481,00 Euro um nominal 982.248,00 Euro                 sOLiDer fiNaNZierUNg iN Der VergaNgeNheit
erhöht. Die neuen Aktien wurden im Rahmen eines Private Placements bei nationalen und
internationalen Investoren platziert, wobei das Interesse der Investoren an den neuen Aktien
den Umfang der Kapitalerhöhung deutlich überstieg. Der Mittelzufluss von rund 5,1 Mio. Euro
durch die Kapitalerhöhung dient zur Forcierung des weiteren Wachstums der KWG.                                                                                      2010                        2009

Die ordentliche Hauptversammlung der KWG Kommunale Wohnen AG fand am 5. Juli 2010
in Hamburg statt. Dabei wurden alle Tagesordnungspunkte nahezu einstimmig beschlossen.             summe der finanzschulden                                            119 Mio. EUR              116 Mio. EUR

                                                                                                   Ø restlaufzeit                                                           4,5 Jahre                  5 Jahre
WechseL iN DeN eNtrY staNDarD VOLLZOgeN
                                                                                                   Ø Nominalzins                                                                 4,90                    5,02
Im ersten Halbjahr 2010 ist die Aktie der KWG Kommunale Wohnen AG in den Entry Standard
der Frankfurter Wertpapierbörse gewechselt. Die Deutsche Börse AG hat dem Antrag zur               Ø jährl. tilgung                                                            1,8 %                    1,8 %
Einbeziehung der Aktien der KWG Kommunale Wohnen AG in den Entry Standard zum 8. März
2010 stattgegeben. Listing-Partner war die Close Brothers Seydler Bank AG in Frankfurt am
Main. Mit der Notiz der Aktien im Entry Standard sind gegenüber dem Open Market erweiterte
Transparenz- und Publizitätsanforderungen verbunden, allerdings hat die KWG diese Anfor-         erhOLUNg Der märKte
derung bereits im Vorfeld nahezu erfüllt. Gleichwohl erschließt die Aufnahme in den Entry
Standard neue Investorenkreise und erhöht das Interesse für die KWG-Aktie. Dies zeigen nicht     Im Jahr 2010 hat sich die globale Wirtschaft von einer schweren Rezession, ausgelöst durch
zuletzt die gestiegenen Börsenumsätze nach dem Wechsel in den Entry Standard.                    die Krise an den internationalen Finanzmärkten, wieder langsam erholt. Die Wirtschaft in
                                                                                                 Deutschland profitierte insbesondere vom starken Wachstum Chinas und anderer Schwellen-
                                                                                                 länder, was den Export begünstigte. Zudem boten die niedrigen Zinsen – der Leitzins der
aKtiVe KOmmUNiKatiON mit Dem KaPitaLmarKt                                                        Europäischen Zentralbank (EZB) stand bei einem Prozent – vielfältige Investitionsanreize. In
                                                                                                 Folge zog die Konjunktur an, die Beschäftigungszahlen stiegen wieder, die Arbeitslosigkeit
Die KWG Kommunale Wohnen AG steht in einem kontinuierlichen Dialog mit Journalisten,             sank im Gegenzug. Zum Jahresende lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fast wieder auf Vor-
Analysten und Investoren. Sie präsentierte sich auch im Jahr 2010 auf Roadshows und              krisenniveau.
Kapitalmarktkonferenzen wie der DVFA, der Entry- und General-Standard-Konferenz, der
Small-Cap-Konferenz, dem SRC Forum Financials & Real Estate sowie auf dem Deutschen              Der Immobilienmarkt wurde von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise besonders stark
Eigenkapitalforum. Analystenstudien von SES Research, Close Brothers Seydler Research AG         getroffen. Umso erfreulicher waren die guten Entwicklungen im Jahr 2010. Die Kreditklem-
sowie SRC Research und der GBC AG Investment Research empfahlen die Aktie der KWG zum            me löste sich weitgehend auf und damit nahm auch die Zahl der Transaktionen wieder zu.
Kauf.                                                                                            Auch hier konnte der deutsche Immobilienmarkt vergleichsweise mehr Schwung aufnehmen
                                                                                                 als der von anderen europäischen Ländern wie Spanien oder Großbritannien. Nicht zuletzt
                                                                                                 lag dies daran, dass er sich in den Boomjahren 2004 bis 2007 nicht so stark überhitzt hatte
                                                                                                 und die Preissteigerungen moderat blieben.




                                    26 Die KWg-aKtie am KaPitaLmarKt                                                                     27 Das UNterNehmeN
Das UNterNehmeN
immObiLieNmarKt UND fiNaNZeN




mehr beWegUNg im traNsaKtiONsmarKt                                                                    Nachdem im Jahr 2009 sämtliche fälligen Kredite zu guten Konditionen prolongiert werden
                                                                                                      konnten, besteht bis in die zweite Jahreshälfte 2011 kein weiterer Refinanzierungsbedarf. Zu
Während der Transaktionsmarkt im Jahr 2009 fast ganz zum Erliegen gekommen war –                      diesem Zeitpunkt werden sich dann die zur Verlängerung anstehenden Kredite lediglich auf
es wurden so wenig Portfolios gehandelt wie seit 1999 nicht mehr, fanden 2010 wieder mehr             rund 2 Mio. Euro belaufen. Im Jahr 2012 besteht für die KWG ein Optionsrecht, rund 35 Mio.
Käufer und Verkäufer zusammen. Allerdings blieb das Volumen in allen Teilmärkten auf                  Euro neu zu finanzieren oder rund 80 Prozent dieses Volumens zu bereits fixierten Margen
niedrigem Niveau. Nach Angaben von BulwienGesa, die Transaktionen ab 50 Einheiten                     bis ins Jahr 2014 zu prolongieren. Die jährliche Tilgung der Finanzverbindlichkeiten der KWG
erfassen, wurden im Jahr 2010 Wohnimmobilienpakete im Wert von 3,64 Mrd. Euro gehandelt.              beträgt 1,8 Prozent pro Jahr.
Während in den Boomjahren viele große Portfolios den Eigentümer wechselten, wurden die
Transaktionen im Jahr 2010 kleinteiliger, das größte 2010 gehandelte Portfolio beinhaltete laut       Die KWG profitiert heute von ihrer nachhaltigen Finanzierung sowie ihrer vorsichtigen Einkaufs-
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) 5.450 Wohneinheiten. Änderun-                strategie. Nachdem zur Vorkrisenzeit vielfach Immobilienportfolios zu überhöhten Preisen den
gen sind auch bei den Akteuren festzustellen. Wurden in den Jahren zuvor vielfach Bestände            Eigentümer wechselten, standen bzw. stehen hier heute hohe Wertberichtigungen an. Da die
von öffentlicher Hand an überwiegend ausländische Investoren verkauft, so waren im Jahr 2010          KWG sehr preisbewusst akquirierte, sind für den Berichtzeitraum 2010 keinerlei Wertberichti-
vermehrt inländische Kapitalanleger auf dem Immobilienmarkt aktiv. Auf Verkäuferseite fanden          gungen vorzunehmen. Im Gegenteil: Das Immobilienvermögen der KWG erhöhte sich von 174
sich vor allem private Eigentümer, die öffentliche Hand hielt sich stark zurück.                      Mio. Euro auf 189 Mio. Euro.

Eine weitere Folge der vorangegangenen Krise sind gesunkene Preise. Auch wenn diese im
Jahr 2010 wieder leicht stiegen, blieben sie vergleichsweise auf niedrigem Niveau. 2010               KfW-mitteL
betrug laut BBSR der durchschnittliche Verkaufspreis pro Wohnung bei Transaktionen ab 800
Einheiten 39.000 Euro pro Wohneinheit. In den Jahren 2004 bis 2007 wurden noch Werte von              Stabilisierend für den Immobilienmarkt wirkte sich die bereits im Jahr 2008 initiierte Förderung
50.000 Euro erreicht. Insbesondere die teuer in den Jahren vor 2009 erworbenen Bestände               durch den Bund aus. Die KfW-Förderbank stellte Kreditmittel bereit, die mit großem Zuspruch
werden dem Markt noch nicht wieder zugeführt, solange kein Verkaufsdruck besteht. Während             angenommen wurden. Auch die KWG nahm im Jahr 2010 für Sanierungs- und Modernisie-
die Verkäufer aufgrund zu erwartender geringer Kaufpreise tendenziell zurückhaltend sind,             rungsmaßnahmen KfW-Mittel in Höhe von rund 4 Mio. Euro in Anspruch. Soweit möglich, wurden
beeinträchtigt auf Käuferseite vor allem die restriktive Kreditvergabe den Markt. Die Fremdkapital-   und werden KfW-Kredite und -Zuschüsse bereits bei der Einkaufsfinanzierung berücksichtigt.
beschaffung ist deutlich schwieriger als vor der Krise. Wurden früher Investitionen bis zu            Durch die Verwendung von KfW-Mitteln zur Objektaufwertung wird die Investition für die durch-
90 Prozent finanziert, liegt das Limit heute bei 75 Prozent und darunter. Doch nicht nur der           leitende Bank gesichert und eine Finanzierung damit für das Kreditinstitut noch attraktiver.
Eigenkapitalanteil entscheidet über die Kreditvergabe, auch ein langfristiger Kalkulationshorizont
sowie eine gute Bonität des Kreditnehmers sind entscheidende Faktoren und werden von den
Banken mittlerweile noch intensiver geprüft.                                                          2011 – erhOLUNg geht Weiter

                                                                                                      Von einer weiteren Erholung des Immobilienmarktes ist auszugehen. Auch wenn die aus der
WettbeWerbsVOrteiLe Der KWg                                                                           Finanzkrise resultierende Staatsschuldenkrise weiter den europäischen Raum belastet und
                                                                                                      Unsicherheiten birgt. Auch wenn das Zinsniveau in den letzten Monaten leicht gestiegen ist,
Die KWG beobachtete die Entwicklungen auf dem Transaktionsmarkt im Jahr 2010 genau.                   befindet es sich nach wie vor auf niedrigem Niveau. In den ersten Monaten des Jahres 2011
Zum Jahresende erwarb sie dann ein attraktives Portfolio von 506 Wohneinheiten in Nieder-             sind viele Investoren am Markt auf der Suche nach Immobilienbeständen. Auch ausländi-
sachsen sowie ein Objekt mit 30 Einheiten in Berlin. Beide Akquisitionen erweiterten regionale        sche Investoren zeigen wieder reges Interesse. Die Auswirkungen der Finanzkrise werden
Portfolios. Die Finanzierung stellte sich als unproblematisch heraus. Bei sämtlichen Finanzie-        weiterhin spürbar sein, zum Teil sind sie sogar als für den Markt gesund einzustufen. Das
rungen achtete die KWG von Anfang an auf eine langfristig tragfähige Strukturierung mit einem         Risikobewusstsein ist gestiegen und die Sicherheit und Langfristigkeit von Investments
hohen Eigenkapitaleinsatz; der LTV (Loan-to-value) liegt seit Jahren unterhalb von 70 Prozent.        stehen im Vordergrund. Allerdings wird ein größerer Investmentschub nur möglich, wenn die
Dies hat sich auch in der Krisensituation bewährt und schaffte auch 2010 im Einkauf und bei           Risikobereitschaft auch wieder leicht steigen kann. Letztendlich bestimmen – wie Ernst & Young
Verhandlungen zu Finanzierungskonditionen einen Wettbewerbsvorteil.                                   es bereits formulierte – die Kreditinstitute die weitere Entwicklung des Transaktionsvolumens. Da
                                                                                                      die KWG grundsätzlich bei ihren Finanzierungen hohe Eigenkapitalanteile berücksichtigt, stellt
Neben der Finanzierung für zwei neue Objekte wurde im Jahr 2010 ein Darlehen im Wert von              die restriktivere Darlehensvergabe kein Hindernis für ihre weiteren Expansionspläne dar.
4,5 Mio. Euro umstrukturiert. Die durchschnittliche Zinslast im Gesamtportfolio der KWG
beträgt 4,90 Prozent p. a. gegenüber 5,02 Prozent p. a. zum Jahresbeginn. Die Finanzverbind-
lichkeiten hatten eine durchschnittliche Restzinsbindungslaufzeit von rund 4,5 Jahren.




                                                28 Das UNterNehmeN                                                                             29 Das UNterNehmeN
Das UNterNehmeN
POrtfOLiO UND strategie




  KONseQUeNter LeerstaNDsabbaU UND mietsteigerUNgeN                                                                     reNDiteträchtige b-LageN
  im Jahr 2010
                                                                                                                        Die KWG fokussiert sich auf Investitionen in Mittelstädten bzw. Metropolregionen. Meist sind
  Die KONZerNeigeNe haUsVerWaLtUNg Nimmt erfOLgreich                                                                    diese renditestärker als solche in sogenannten Top-Standorten. Insbesondere die Märkte in
  ihre geschäftstätigKeit aUf                                                                                           den mittleren Zentren gelten als weniger krisenanfällig, zugleich lassen sich aufgrund niedriger
                                                                                                                        Erwerbspreise deutlich höhere Renditen erzielen. Auch innerhalb der Städte konzentriert sich
  ZUm JahreseNDe geLiNgt Der aNKaUf VON 506 eiNheiteN                                                                   die KWG vorwiegend auf mittlere Lagen. Das Investment kann selbst in demografisch belas-
  iN ceLLe sOWie im grOssraUm bremeN                                                                                    teten Regionen lukrativ sein. Nicht nur die Makro-, sondern auch die Mikrolage ist entschei-
                                                                                                                        dend und nicht zuletzt das Objekt selbst in seiner Erscheinungsweise und seinem baulichen
                                                                                                                        Zustand.

  Zum 31.12.2010                                             Kernbestand        investitionsbestand    gesamtbestand



  einheiten gesamt                                                    3.074                 1.792              4.866

  davon Wohneinheiten                                                  3.049                 1.773              4.822                                          Schleswig-
                                                                                                                                                               Holstein
       Gewerbeeinheiten                                                    25                     19               44


  Quadratmeter                                                     182.151               101.319             283.470

  Leerstand in %                                                        6,4                  33,7               16,2                            Bremen
                                                                                                                                                                                                Berlin
  Ø ist-miete pro m2                                                   4,80                  4,46               4,70                                        Niedersachsen



Die durchschnittliche KWG-Wohnung im Kernbestand umfasst drei Zimmer sowie Küche
und Bad, befindet sich in einem Objekt, das in den 60er Jahren erbaut wurde, und bietet ein                                                  Nordrhein-
Zuhause für zwei bis drei Personen. Sie ist in der Regel mit Laminat, Kabelanschluss und einer                                              Westfalen
                                                                                                                                                                                                Sachsen
Gegensprechanlage ausgestattet. Beheizt wird sie über eine Zentralheizung. Die monatliche
                                                                                                                                                                            Thüringen
Kaltmiete pro Quadratmeter liegt zum Jahresende 2010 bei 4,80 Euro und die Nebenkosten bei
                                                                                                                                                                                                                           Investitionsbestand
2,25 Euro. Somit beläuft sich die Warmmiete auf 7,05 Euro pro Quadratmeter.
                                                                                                                                                                                                                           Kernbestand


WOhNeN aLs stabiLes iNVestmeNt

Diese Wohnung steht stellvertretend für den Gesamtbestand der KWG Kommunale Wohnen AG
                                                                                                                                                                                                                            Einheiten gesamt:
von fast 5.000 Wohneinheiten. Sie bilden ein langfristiges Investment in eine beständige Asset-
Klasse mit stabilen Renditen und hohen Cashflows. Der Wohnimmobilienmarkt ist innerhalb der                                                                                                                                         2.000
Immobilienwirtschaft das krisensicherste Segment: Wohnen ist nicht substituierbar. Die Nachfra-
ge nach Wohnraum unterliegt daher geringeren konjunkturellen Schwankungen als z. B. die von
Büro- oder Hotelimmobilien; ebenso besteht in diesem Vergleich ein geringeres Klumpenrisiko in
der Mieterschaft. Der Mietmarkt ist in Deutschland stark ausgeprägt – die Eigenheimquote ist im                                                                                                                            1.000
Vergleich zu den europäischen Nachbarn mit 42 Prozent sehr gering – und weitestgehend stabil.
Er profitiert von den steigenden Haushaltszahlen sowie von der geringen Neubaurate.
                                                                                                                                                                                                                  100




                                              30 Das UNterNehmeN                                                                                                  31 Das UNterNehmeN
Das UNterNehmeN
POrtfOLiO UND strategie




aUsbaU Des POrtfOLiOs                                                                                 neuen Heizanlagen, einer Wärmedämmfassade sowie neuen Fenstern auch das
                                                                                                      Erscheinungsbild aufwertet, profitieren die Anlagen von einer neu gewonnenen Attraktivität
Neue Standorte eröffnet die KWG durch den Erwerb größerer Portfolien, diese wiederum werden           und einem Wertzuwachs.
durch Arrondierungen ausgebaut. In den Jahren 2007 und 2008 konnte so der größte Teil des
heutigen KWG-Bestandes erfolgreich aufgebaut werden. Zum 31. Dezember 2010 umfasst das
Portfolio 4.822 Wohn- und 44 Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtfläche von 283.470 Quadratme-            WOhNUNgssaNierUNgeN
tern. Nachdem der Transaktionsmarkt von 2009 bis Mitte 2010 aufgrund der globalen Wirt-
schafts- und Finanzkrise zum Erliegen gekommen war, boten sich zum Jahresende wieder                  In Ergänzung zu den energetischen Maßnahmen in Celle und Gelsenkirchen wurden, entsprechend
vermehrt Möglichkeiten zur Bestandserweiterung. Ende des Jahres erwarb die KWG zwei                   dem grundlegenden KWG-Sanierungskonzept, die leerstehenden Wohnungen zur Neuvermietung
Portfolien, mit denen sie strategiekonform die regionalen Teilbestände erhöhte. 506 Wohnein-          umfassend saniert und modernisiert. Daneben wertete die KWG auch Wohnungen an anderen
heiten befinden sich in Niedersachsen und verteilen sich auf Celle und den Großraum                    Standorten bzw. im Kernbestand auf. In Summe wurden 210 Wohnungen neu hergerichtet, was
Bremen, 30 Einheiten sind in Berlin-Wedding lokalisiert. Die Bestände gehen voraussichtlich           exakt dem Vorjahreswert entspricht. Damit hat die KWG bereits 16,4 Prozent ihres Gesamtbe-
bis Mitte 2011 in das Eigentum der KWG über.                                                          standes selbst saniert.



Die KWg schafft Werte
                                                                                                                                           Schleswig-
Schon bei Erwerb fokussiert sich die KWG auf Objekte mit überdurchschnittlichem Wertsteigerungs-                                           Holstein
potenzial. Leerstand und bauliche Mängel werden dabei als Chance gesehen. Das Potenzial hebt
die KWG mit individuell auf das Objekt zugeschnittenen Konzepten. Grundsätzliche ineinander-
greifende Mechanismen werden durch das konzerneigene Bau- und Asset-Management
gesteuert. So koordiniert das Baumanagement die Aufwertung der Bausubstanz durch Sanierung
bzw. Modernisierung. Das aktive Asset-Management steuert die Maßnahmen hinsicht-                                             Bremen
lich Wirtschaftlichkeit, zur Reduzierung von Leerstand und Fluktuation sowie zur Steigerung                                                                                Berlin
der durchschnittlichen Quadratmetermiete. Aktives Asset-Management bedeutet zudem ein                                                   Niedersachsen
regelmäßiges Optimieren der Dienstleistungs- und Versorgungsverträge, angefangen beim
Hausmeisterservice und Winterdienst bis zur Heizöllieferung.

                                                                                                                         Nordrhein-
                                                                                                                         Westfalen
KerNbestaND / iNVestitiONsbestaND
                                                                                                                                                                            Sachsen
                                                                                                                                                        Thüringen
Der überwiegende Teil der Objekte ist saniert und gut vermietet. In diesen Objekten werden                                                                                                                    2008
einzelne Wohnungen zur Neuvermietung ggf. baulich angepasst. Insgesamt sind hier jedoch
                                                                                                                                                                                                              2009
keine umfassenden Arbeiten notwendig. Diese Objekte weist die KWG als dauerhaften Kernbe-
stand aus. Objekte, bei denen große Sanierungsmaßnahmen anstehen, werden hingegen dem                                                                                                                         2010
Investitionsbestand zugeordnet. Nach Abschluss solcher Maßnahmen werden die Objekte dem
Kernbestand zugeführt.

                                                                                                                                                                                              Sanierte Wohneinheiten
                                                                                                                                                                                              gesamt:
NachhaLtig UND eNergieeffiZieNt
                                                                                                                                                                                                       10 Einheiten
Der langfristige Investitionshorizont, den die KWG verfolgt, setzt nachhaltiges Handeln voraus. Die
großen Sanierungsmaßnahmen im Investitionsbestand – im Jahr 2010 in Celle und Gelsen-
kirchen – sind daher im Wesentlichen auf eine Steigerung der Energieeffizienz ausgelegt. Hier-                                                                                                         100 Einheiten
durch werden insbesondere der Heizenergieverbrauch massiv reduziert und Potenzial für eine
verträgliche Kaltmietenerhöhung geschaffen. Da die Ausstattung der Wohnanlagen mit in der Regel
                                                                                                                                                                                                      200 Einheiten




                                                 32 Das UNterNehmeN                                                                           33 Das UNterNehmeN
Das UNterNehmeN
POrtfOLiO UND strategie




eNtWicKLUNg Der mieteN

Im vergangenen Jahr konnten die Mieteinnahmen durch Leerstandsabbau, Mietanpassungen
und Neuvermietungen weiter gesteigert werden.

                                                                                             Leerstand in %

                                                                                             Ist-Miete in EUR pro m2




      Leerstand in %                                                                                              Leerstand in %

      Ist-Miete in EUR pro m2                                                                                     Ist-Miete in EUR pro m2




Die durchschnittliche Nettokaltmiete im Kernbestand hat sich dabei um 0,14 Euro erhöht,                   VerWaLtUNg Der bestäNDe – Nah am mieter
im Investitionsbestand um 0,11 Euro. Allerdings gibt es hier, basierend auf regelmäßigen
Marktanalysen des Vermietungsmarktes, noch ein erhebliches Potenzial von rund 0,80 Euro                   Zum Januar 2010 hat die KWG Wohnwert GmbH ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die
pro Quadratmeter. Insgesamt erwirtschaftete das Portfolio eine Nettokaltmiete (Net Rental                 konzerneigene Hausverwaltung übernahm in einer ersten Stufe Bestände in Berlin, Sachsen
Income, NRI) von 13,3 Mio. Euro und steigerte sich damit zum Vorjahr um 0,1 Mio. Euro.                    und Thüringen. Seit dem 1. Januar 2011 werden auch die Bestände in den alten Bundeslän-
Zurückzuführen ist dies auf Leerstands- und Fluktuationsabbau sowie Mietanpassungen. Der                  dern durch die KWG Wohnwert betreut. Neben positiven Skalen- und Verbundeffekten ist die
bilanzielle Wertansatz wurde mit einem Marktwert in Höhe von 188,6 Mio. Euro extern bewer-                KWG durch die regionalen Geschäftsstellen noch näher am Mieter und kann besser auf
tet, wodurch sich das Immobilienvermögen im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent erhöht                   Erfordernisse und Bedürfnisse eingehen. So findet der Mieter vor Ort bzw. in der Nähe einen
hat. Bezogen auf den Bilanzansatz der Immobilien stellten die Mieteinnahmen eine Rendite                  persönlichen Ansprechpartner. Auch in der Vermietung erweist es sich als Vorteil, als
von 7,1 Prozent dar.                                                                                      Eigentümer direkt mit dem Mietinteressenten in Kontakt zu treten. So lässt sich hier besser
                                                                                                          Einfluss auf den Mietermix nehmen. Die Basis mit der kaufmännischen Verwaltung ist in
                                                                                                          Glauchau (Sachsen) angesiedelt. Von hier aus steuert auch das Forderungsmanagement nach
                                                                                                          strukturierten Prozessabläufen und in enger Verbindung mit den Regionalbüros die zeitnahe
                                                                                                          Eindämmung von Zahlungsproblemen der Mieter.




                                            34 Das UNterNehmeN                                                                                   35 Das UNterNehmeN
,,
Das UNterNehmeN
POrtfOLiO UND strategie




Insbesondere die Bestände in Berlin haben sich, seitdem sie durch die KWG Wohnwert
verwaltet werden, äußerst positiv entwickelt. Der Leerstand wurde binnen eines Jahres auf
rund ein Drittel des Ausgangswertes abgebaut und die Mieteinnahmen um 15 Prozent
erhöht.

Künftig wird die KWG Wohnwert GmbH ihre Leistungen auch Dritten anbieten.
Die KWG widersetzt sich mit der Internalisierung der Hausverwaltung somit bewusst dem
allgemeinen Trend des Outsourcings.



agiereN statt abWarteN

Die KWG wird die Erholung des Marktes auch im Jahr 2011 nutzen, um ihr Portfolio weiter auszu-
bauen. Zusätzlich ist sie dabei, neue Teilmärkte innerhalb des Bereiches Wohnen zu erschlie-
ßen. In Anbetracht der demografischen Entwicklungen und verstärkter Alterungstendenzen
agiert sie aktiv, baut einen Teilbestand ihrer Wohnungen barrierearm um und bietet diese
in Zusammenarbeit mit sozialen Trägern als „Seniorenfreundliches Wohnen“ an.



aUsbLicK 2011

Die Rahmenbedingungen am deutschen Vermietungsmarkt haben sich seit Mitte 2010 verbessert.
Hiervon hat auch die KWG mit ihrer Strategie profitiert. Die gesteigerten Mieteinnahmen als
auch die Wertsteigerung der Bestände zeigen, dass die KWG auf dem richtigen Weg ist. Für
2011 bleiben wir auf diesem Weg und forcieren weiterhin das organische und anorganische
Wachstum der Gesellschaft.
                                                                                                  Als sehr kostenbewusst arbeitendes
                                                                                                  Unternehmen bekommen wir
                                                                                                  meistens eine warmmietenneutrale
                                                                                                  Sanierung hin.
                                                                                                                                     ,,
                                                                                                                         Torsten Hoffmann, 5. Februar 2011




                                             36 Das UNterNehmeN                                               37 thema
Das UNterNehmeN
Die KWg iNVestiert iN Die ZUKUNft




  heiZeNergieeiNsParUNgeN VON bis ZU 70 PrOZeNt                                                                                grOssmassNahmeN iN ceLLe UND geLseNKircheN

  Die KWg erhÖht KaLtmieteN sOZiaLVerträgLich                                                                                  Für die KWG sind die Themen energetische Sanierung und Energieeffizienz sowie Nachhaltigkeit
                                                                                                                               schon früh in der Wertschöpfungskette von Bedeutung. Bereits beim Erwerb der Objekte finden
  eNergetische mODerNisierUNg beDeUtet                                                                                         ggf. erforderliche Sanierungsmaßnahmen in der Bewertung des Wertsteigerungspotenzials
  WiN-WiN-WiN-sitUatiON fÜr mieter, Vermieter UND UmWeLt                                                                       Berücksichtigung und die zu erwartenden Kosten werden ins Finanzierungskonzept eingepreist.

                                                                                                                               Das Jahr 2010 bestimmten für die KWG vor allem zwei große Sanierungs- und Modernisie-
                                                                                                                               rungsprojekte:
                                                             celle, Veilchengrund                   gelsenkirchen,
                                                                                                  Vittinghoff-siedlung         Der Veilchengrund in Celle:
                                                                                                                               Eine Siedlung mit 36 zwei- bis dreistöckigen Mehrfamilienhäusern aus den 1960er Jahren. Die
                                                                                                                               Siedlung ist mit ihren vielen grünen Freiflächen in eine Ein- und Zweifamilienhausumgebung
  Wohneinheiten                                                                  174                                     143   eingebettet.

  gewerbeeinheiten                                                                    0                                    4   Die Vittinghoff-Siedlung in Gelsenkirchen:
                                                                                                                               Eine denkmalgeschützte Siedlung aus den 1920er Jahren im Stadtteil Schalke. Hier wurde in
  Nutzfläche in m2                                                            13.062                                  8.799     enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt der Stadt Gelsenkirchen saniert.

  investitionsvolumen in eUr                                                4,2 Mio.                             2,5 Mio.      Zwei Siedlungen mit völlig unterschiedlichen Ausgangssituationen – entsprechend wichtig war
                                                                                                                               es für die KWG, individuelle Lösungen zu entwickeln, die den Klimahaushalt des jeweiligen
  Jahres-NKm 2009 in eUr                                                    376.641                              386.031       Objektes und sein Erscheinungsbild berücksichtigen. Individuell heißt auch, dass die KWG
                                                                                                                               innovative Techniken mit einbezog, wie z. B. die neuen gasbetriebenen Blockheizkraftwerke
  Jahres-NKm 2010 in eUr                                                    430.412                              392.545       der Firma LichtBlick oder die abgasbindenden Dachpfannen der Firma Nelskamp, die jeweils
                                                                                                                               ihren Einsatz im Veilchengrund fanden.
  einsparquote/-potenzial heizenergie                                               Bis zu 60 %                                Die KWG hat an den beiden Standorten in Summe 6,7 Mio. Euro u. a. in Wärmedämmung
                                                                                                                               sowie weitere Einzelmaßnahmen wie Erneuerung der Heizungsanlagen und der Innenausstat-
                                                                                                                               tung investiert. 84,03 Prozent davon wurden durch die KfW-Bankengruppe finanziert. Die
                                                                                                                               Maßnahmen sind voraussichtlich bis Mitte 2011 abgeschlossen. Durch die energetische
Herr M. ist Mieter einer Dreizimmerwohnung im Veilchengrund. Er wohnt zusammen mit sei-                                        Sanierung und Modernisierung wird der Bestand in Gelsenkirchen auf das Niveau der
ner Frau seit einigen Jahren in der Siedlung in Celle-Vorwerk. Im Jahr 2010 hat er monatlich                                   Energiesparverordnung 2009 (EnEV) und in Celle auf das der EnEV 2009 gehoben werden.
für seine Miete insgesamt 645 Euro gezahlt. Diese Miete teilte sich in 325 Euro Kaltmiete und                                  Der Verbrauch der zum Heizen benötigten Endenergie kann damit an beiden Standorten auf
320 Euro für die Betriebs- und Heizkosten auf. Die Nebenkosten bildeten mit einem Anteil                                       bis zu 60 Prozent gesenkt werden. Neben der energetischen Modernisierung werden die
von 49 Prozent die zweite Miete. Verantwortlich für diese hohe Summe war der Heizenergie-                                      leerstehenden Wohnungen umfassend saniert und modernisiert. Die modernen Badausstat-
verbrauch.                                                                                                                     tungen sowie die hochwertigen Bodenbeläge und neuen Türen erhöhen neben den optisch
                                                                                                                               aufgewerteten Fassaden die Attraktivität der Wohnanlagen und ermöglichen eine Vermietung
Fast 90 Prozent des Energieverbrauchs eines privaten Haushalts in Deutschland sind, nach                                       über dem Marktmietpreis vergleichbar großer Wohnungen. Der Leerstand kann aufgrund der
Angaben der Bundesregierung, Heizung und Warmwasser geschuldet; rund drei Viertel davon                                        anhaltenden Baumaßnahmen erst ab dem Jahr 2011 wesentlich reduziert werden, dennoch
für Raumwärme. Ein Großteil dieser Wärme entweicht durch Wände, Fenster, Dach, Türen                                           wurden die Mieterlöse im Vergleich zum Vorjahr bereits um rund 9 Prozent gesteigert.
oder Fußboden. Auch alte Heizanlagen sind für erhöhten Energieverbrauch verantwortlich.




                                             38 Das UNterNehmeN                                                                                                       39 Das UNterNehmeN
Das UNterNehmeN
Die KWg iNVestiert iN Die ZUKUNft




Die zweite miete                                                                                 Win-win-win-situation

Seit Ausführung der baulichen Maßnahmen setzt sich für unseren Mieter Herrn M. in Celle          Die KWG hat durch die baulichen Veränderungen die Voraussetzungen für einen nachhaltigen
die Miete neu zusammen. Ein Teil der Sanierungskosten (ca. 1,04 Euro/m²) wurde auf ihn           Umgang mit Energie geschaffen. Doch der Gewinn durch die Sanierungen in Celle und in
umgelegt – gesetzlich wären nach § 559 BGB hier bis zu 11 Prozent der umlagefähigen              Gelsenkirchen geht weit über eine Senkung des Energieverbrauchs und damit der Nebenkos-
Baukosten jährlich möglich. Herrn M.s Kaltmiete erhöht sich dadurch um rund 23 Prozent auf       ten hinaus: das Erscheinungsbild der Siedlungen ist aufgewertet, Leerstände konnten abge-
401 Euro, gleichzeitig haben sich die Betriebskostenvorauszahlungen, in denen die Kosten für     baut und die Mieterschaft gestärkt werden. Die KWG profitiert zudem von gestiegenen
Heizung und Warmwasser enthalten sind, auf 189 Euro verringert und entsprechen nur noch          Mieteinnahmen durch Kaltmietenanpassungen bzw. Neuvermietungen und von Wertzuwäch-
                                                                                                                                                                                                              Nebenk
32 Prozent der Gesamtmiete, die nun bei 590 Euro liegt. Der Mieter Herr M. profitiert damit       sen. Nicht zuletzt schlägt sich das bauliche Engagement in der positiven Klimabilanz des
von einer um fast 9 Prozent reduzierten Gesamtmiete, was einem Betrag von 55 Euro ent-           Unternehmens nieder. Diese erfreulichen Ergebnisse bestätigen das Geschäftsmodell und                        Kaltmie
spricht. Auch der Mieter kann seinerseits zu einer Senkung der zweiten Miete beitragen,          bestärken die KWG auf ihrem Weg in eine ökonomisch und ökologisch nachhaltige Zukunft.
indem er sein Heiz- und Lüftungsverhalten an die neuen Bedingungen anpasst.

Die KWG generiert durch die Vermietung an Herrn M. nun eine Nettokaltmietensteigerung von
23 Prozent. Über alle Bestandsmieter hinweg liegt der Kaltmietengewinn bei 20 Prozent. Nicht
berücksichtigt ist hier das Potenzial, das in der Neuvermietung der sanierten Leerwohnungen                                                                                             Nebenkosten (BK+HK)
liegt. Hier sind weitere eklatante Steigerungen der Gesamtmiete von fast 50 Prozent bis zum
Jahr 2012 möglich. Im Vergleich zu Mietanpassungen im Bestand ist das Potenzial zur                                                                                                     Kaltmiete
Kaltmietensteigerung im Rahmen von Sanierungen damit am höchsten.



förderung durch den bund unabdingbar

Die KWG hat im Jahr 2010 mit den Objekten in Celle und Gelsenkirchen zusammen 317
Wohneinheiten, also 6,6 Prozent ihres Bestandes, saniert. Bundesweit liegt die Sanierungsrate
des Gebäudebestandes bei 0,9 bis 1,3 Prozent pro Jahr. Diese Quote soll mindestens verdop-
pelt werden. Die generelle Bereitschaft von Vermietern zu investieren hängt jedoch von der
Rentabilität ab. Niedrige Energiekosten tragen zwar zum wirtschaftlichen Erfolg von Immobilien
bei, dennoch geht es nicht ohne Förderung der Maßnahmen durch den Bund, möchte man
eine weitere Belastung der Mieter ausschließen. Allerdings erhofft sich auch die KWG, dass im
Rahmen des neuen Energiekonzepts des Bundes Anpassungen stattfinden und geförderte
Maßnahmen noch individueller abrufbar sind.




                                             40 Das UNterNehmeN                                                                        41 Das UNterNehmeN
KONZerNLagebericht
Der KWg KOmmUNaLe WOhNeN ag
für das Geschäftsjahr 2010




1.   geschäftsverlauf und rahmenbedingungen                                                   Für 2011 sind die Prognosen optimistisch. Die konjunkturelle Erholung wird sich fortsetzen,
2.   Vermögens-, finanz- und ertragslage                                                      Unsicherheiten bleiben. Das deutsche Wachstum ist vom Wachstum Asiens abhängig, das
3.   Nachtragsbericht                                                                         2011 schwächer ausfallen soll. Allerdings wird auch ein steigender Inlandskonsum prog-
4.   risiko- und chancenbericht                                                               nostiziert, welcher die deutsche Wirtschaftsentwicklung vom Export unabhängiger macht.
5.   Prognosebericht                                                                          Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren eine Wachstumsrate von rund 2 Prozent.



                                                                                              Lage der immobilienbranche
1. geschäftsVerLaUf UND rahmeNbeDiNgUNgeN
                                                                                              Der Immobiliensektor war primär von der Krise betroffen, erholte sich jedoch auch mit als
gesamtwirtschaftliche Lage                                                                    Erstes. Insgesamt war das Jahr 2010 für die deutsche Immobilienbranche ein gutes Jahr. Im
                                                                                              Laufe des Jahres löste sich die Kreditklemme, die durch die Kreditbank für Wiederaufbau
Im Jahr 2010 erholte sich die Weltwirtschaft von einer der schwersten Rezessionen der         (KfW) zur Verfügung gestellten Mittel belebten den baulichen Sektor und auch das Transak-
Nachkriegszeit, ausgelöst von einer internationalen Krise der Finanzmärkte im Jahre 2008.     tionsvolumen stieg erstmals wieder deutlich an.
Deutschland bzw. die deutsche Wirtschaft sind im globalen bzw. auch europäischen Vergleich
gut durch diese Krise gekommen. Zu Beginn des Jahres 2010 war dies noch nicht absehbar.       Wohnimmobilien entwickelten sich dabei vergleichsweise besser als andere Immobilien-
Im Februar wuchs die Unsicherheit über die Schuldenmisere Griechenlands und anderer           segmente. Auch hier stiegen die Transaktionszahlen. Nach Angaben von BulwienGesa, die
EU-Staaten, das Jahrestief wurde erreicht. Es ging die Angst vor einem erneuten Abgleiten     Transaktionen ab 50 Einheiten erfassen, wurden 2010 Wohnimmobilienpakete mit min-
der Weltwirtschaft um, die Staatsschuldenkrise war zum Jahresende noch nicht überwunden.      destens 50 Einheiten im Wert von 3,64 Mrd. Euro gehandelt. Auch im Bereich der privaten
                                                                                              Immobilienakquisitionen zur Eigennutzung bzw. als Kapitalanlage sind die Zahlen – dank
Seit dem Frühjahr 2010 belebte sich die deutsche Wirtschaft wieder, getragen durch den        des niedrigen Zinsniveaus – gestiegen. Allerdings wurden die Transaktionen kleinteiliger.
vom starken Wachstum Chinas und anderer Schwellenländer profitierenden Export. Zum             Cushman & Wakefield ermittelten sinkende Transaktionszahlen für großvolumige Portfolios.
Jahresende wurden Werte erreicht, die denen vor der Finanzkrise nahezu entsprachen.           Ebenfalls nach Angaben des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens BulwienGesa
                                                                                              sind auch wieder vermehrt ausländische Investoren am deutschen Wohnungsmarkt aktiv.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im 1. Quartal 2010 mit 2,3 Prozent und im 2. Quartal
2010 gar um 4,3 Prozent über dem Vorjahresquartal. Im 3. Quartal des Jahres belief sich       In Ergänzung zum Transaktionsvolumen haben auch die Kauf- und Vermietungspreise Zu-
die Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal auf 3,9 Prozent, im 4. Quartal 2010 erhöhte     wächse erfahren. Nach Angaben von BulwienGesa legten die Wiedervermietungsmieten um
sich das BIP im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,0 Prozent. Für 2010       2,3 Prozent zu. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) erwartet für 2011 einen weiteren
bedeutete das insgesamt ein Wachstum des BIP um 3,6 Prozent. Damit erreichte das BIP          Anstieg zwischen einem und 2,5 Prozent. Explizit in Zuzugsregionen ist von weiteren Preis-
wieder annährend Vorkrisenniveau. Im Jahr 2009 hatte das BIP noch durchgehend rückgän-        steigerungen auszugehen.
gige Werte aufgewiesen.

Die Verbraucherpreise zogen ebenfalls – nach einer sehr verhaltenen Entwicklung im vergan-    geschäftsmodell der KWg
genen Jahr und im ersten Halbjahr 2010 – wieder an. So lagen die Preise im Dezember 2010
rund 1,7 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Die Teuerungsrate lag für das gesamte          Die KWG ist ein langfristig orientierter Bestandshalter von deutschen Wohnimmobilien. Die
Jahr 2010 bei durchschnittlich 1,1 Prozent und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert     Gesellschaft erwirbt vor allem Immobilien in sogenannten B- und C-Lagen, da bei diesen auf-
von 0,4 Prozent nahezu verdreifacht. Treibend war der Anstieg der Nahrungsmittelpreise, die   grund der günstigeren Einkaufskonditionen bessere Renditen erwartet werden. Vor dem Er-
Energiepreise blieben weitgehend auf stabilem Niveau, nachdem diese bereits im Jahr 2008      werb eines Objektes prüft die KWG detailliert die Miet- und Instandsetzungshistorie und legt
massiv angezogen hatten. Im Gegenzug sank die Arbeitslosigkeit, die Beschäftigung hat mit     hierbei besonderen Wert auf das Vorliegen auch von weit zurückreichenden Datensätzen.
40,5 Mio. Arbeitnehmern ein Rekordniveau erreicht und auch bei den Bruttolöhnen und           Die Ankaufkriterien werden vor allem in mittelgroßen Städten in Nord- und Ostdeutschland
-gehältern zeigt sich langsam der Aufschwung.                                                 erfüllt, wobei sich die Gesellschaft auf Objekte in Ballungsregionen bzw. Regionen mit einer
                                                                                              positiven Zukunftsprognose konzentriert. Entsprechend findet sich der überwiegende Teil des
Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) steht nach wie vor mit einem Prozent auf      Immobilienbestandes in diesen Gebieten. Durch ein aktives Asset-Management des Immo-
dem Niveau vom Mai 2009. Die niedrigen Zinsen trugen wesentlich zur schnellen Erholung        bilienportfolios zielt die KWG auf eine Senkung der Leerstände bei gleichzeitiger Entwicklung
der deutschen Wirtschaft bei und ermöglichten Unternehmen, sich günstig zu finanzieren         des Mietniveaus ab.
und die Zinsausgaben trotz angespannter Nachfrage zu erwirtschaften.




                                          42 KONZerNLagebericht                                                                     43 KONZerNLagebericht
KONZerNLagebericht
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Um die Wertschöpfungskette innerhalb des Konzerns zu vervollständigen, hat die KWG im            steuern (VJ: 3,3 Mio. Euro) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der als Finanzin-
Jahr 2009 die KWG Wohnwert GmbH gegründet, eine Hausverwaltungsgesellschaft, die An-             vestitionen gehaltenen Immobilien.
fang 2010 ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Zunächst sind die Bestände in Berlin, Sachsen
und Thüringen in die Hausverwaltung eingegangen. 2010 wurde zudem der Übergang der               Aber auch das operative Ergebnis der KWG (Ergebnis vor Ertragsteuer- und Bewertungseffek-
KWG-Bestände in den westlichen Bundesländern zum 1. Januar 2011 vorbereitet. Auch Drit-          ten) konnte von –1,3 Mio. Euro im Jahre 2009 um 1,9 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro für 2010
te sollen zukünftig auf die Serviceangebote der KWG Wohnwert GmbH zurückgreifen können.          verbessert werden.

                                                                                                 Der Vorstand der KWG ist mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 2010 zufrieden und
Überblick über den geschäftsverlauf                                                              für 2011 optimistisch. Das Umfeld für Transaktionen scheint sich weiterhin zu erholen,
                                                                                                 sodass sich mehr Möglichkeiten einer Ausweitung des Immobilienbestandes ergeben sollten.
Nachdem im Jahr 2009 der Transaktionsmarkt fast zusammengebrochen war, spürte man                Insgesamt wird auch für 2011 von steigenden Umsätzen bei einer weiteren Verbesserung
im Jahr darauf deutliche Erholungstendenzen, doch das Angebot blieb hinter der Nachfrage         einzelner Kennzahlen ausgegangen.
zurück. So konnte die KWG erst zum Jahresende noch zwei Einkäufe abschließen. Zum
einen erwarb sie ein Portfolio von 506 Wohnungen, die sich auf die Standorte Celle und
Delmenhorst verteilen, zum anderen ein Objekt in Berlin mit 30 Wohneinheiten. In beiden          Unternehmensstruktur
Fällen werden strategiekonform regionale Standorte, an denen die KWG bereits aktiv ist, weiter
ausgebaut. Der rechtliche und wirtschaftliche Übergang dieser Einheiten auf die KWG              Die KWG Kommunale Wohnen AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und
erfolgt im Geschäftsjahr 2011. Wesentlich konzentriert hat sich die KWG im Jahr 2010 auf         fungiert als Mutterunternehmen des KWG-Konzerns. Die einzelnen Bestände sind Objekt-
ihre zwei großen energetischen Sanierungsprojekte in Celle und Gelsenkirchen. Ein aktives        gesellschaften zugeordnet, diese werden in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 31.
Asset-Management und eine solide Finanzierung wurden auch im Jahr 2010 intensiv verfolgt.        Dezember 2010 gehören zum Konzern insgesamt 16 Tochtergesellschaften. Eine Aufstellung
                                                                                                 der einzelnen Beteiligungen findet sich im Anhang. Der Sitz der Gesellschaft ist in Hamburg.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Darlehen im Wert von 4,5 Mio. Euro umstrukturiert. Die              Daneben waren Mitarbeiter des KWG-Konzerns operativ an den Standorten Berlin, Glauchau,
durchschnittliche Zinslast im Gesamtportfolio der KWG beläuft sich auf 4,90 Prozent p. a.        Hainichen, Bad Langensalza, Celle, Hagen und Gelsenkirchen tätig.
gegenüber 5,02 Prozent p. a. zum Jahresbeginn. Die durchschnittliche Restzinsbindungs-
laufzeit der Verbindlichkeiten der KWG beträgt rund 4,5 Jahre.
                                                                                                 finanzstruktur
Bis in die zweite Jahreshälfte 2011 besteht für die vorhandenen Immobilien kein Refinan-
zierungsbedarf. Zu diesem Zeitpunkt werden sich dann die zur Verlängerung anstehenden            Die KWG hat am 31. Dezember 2010 ein Grundkapital von 10.804.729 Euro, eingeteilt in
Kredite lediglich auf rund 2 Mio. Euro belaufen, über deren Prolongation bereits verhandelt      10.804.729 nennwertlose Stückaktien. Die Erhöhung gegenüber dem Jahresende 2009
wird. Bezüglich eines im Jahre 2012 auslaufenden Kreditvolumens i. H. v. rund 25 Mio. Euro       resultiert aus einer im Dezember 2010 vorgenommenen Barkapitalerhöhung aus genehmig-
hat sich die KWG die Option gesichert, rund 80 Prozent dieses Volumens zu bereits fixierten       tem Kapital. 982.248 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien wurden im Rahmen eines
Konditionen bis ins Jahr 2014 zu prolongieren. Die jährliche Tilgung der Finanzverbindlich-      Private Placements bei nationalen und internationalen Investoren zu einem Ausgabepreis von
keiten der KWG beläuft sich auf 1,8 Prozent pro Jahr.                                            5,15 Euro je Aktie platziert.

Zum Jahresende 2010 verfügte die KWG über 4.822 Wohneinheiten und 44 Gewerbeeinhei-
ten sowie 1.093 Garagen und Stellplätze sowie über rund 74.000 Quadratmeter unbebaute            mitarbeiter
Grundstücke. Im Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres haben sich damit nur geringfügige
Veränderungen ergeben. Der Konzernumsatz beträgt nach IFRS (International Financial Re-          Zum 31. Dezember 2010 hat die KWG im Konzern insgesamt 38 Mitarbeiter (Vorjahresstichtag:
porting Standards) wie im Vorjahr (VJ) 19,8 Mio. Euro. Die Nettokaltmieten stiegen im Jahre      23 Mitarbeiter) und 2 Vorstände (Vorjahresstichtag: 1 Vorstand) beschäftigt.
2010 auf insgesamt 13,3 Mio. Euro nach 13,2 Mio. Euro im Vorjahr leicht an. Das Ergebnis
vor Ertragsteuern (EBT) hat sich im Geschäftsjahr 2010 mit 10,2 Mio. Euro gegenüber dem
Vorjahreswert von 2,7 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Auch der Konzernjahresüberschuss          Vorstand
2010 verbesserte sich mit 8,6 Mio. Euro nach 3,3 Mio. Euro im Vorjahr deutlich.
                                                                                                 Bis Juni 2010 fungierte Stavros Efremidis, seit Februar 2007 im Vorstand der Gesellschaft,
Erheblichen Einfluss auf die Ergebnissituation haben dabei mit 9,6 Mio. Euro (VJ: 4,0 Mio.        als Alleinvorstand. Mit der Berufung von Torsten Hoffmann als Finanzvorstand zum 15. Juni
Euro) die Ergebnisse vor Ertragsteuern bzw. mit 8,1 Mio. Euro die Ergebnisse nach Ertrag-        2010 wird die KWG wieder durch zwei Vorstände vertreten.




                                            44 KONZerNLagebericht                                                                      45 KONZerNLagebericht
KONZerNLagebericht
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2. VermÖgeNs-, fiNaNZ- UND ertragsLage                                                         Wie im Überblick über den Geschäftsverlauf dargestellt und erläutert, hat die KWG im Ge-
                                                                                               schäftsjahr 2010 keine nennenswerten Portfoliotransaktionen vorgenommen, die zu Mittel-
Vermögenslage                                                                                  abflüssen führten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich nach –2,1 Mio. Euro
                                                                                               im Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der durchgeführten umfangreichen Baumaßnahmen in
Im Geschäftsjahr 2010 hat die KWG die Eigenkapitalquote nach den internationalen Rech-         Celle und Gelsenkirchen auf –5,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010.
nungslegungsvorschriften IFRS von 34,5 Prozent im Vorjahr auf 38,1 Prozent zum 31.
Dezember 2010 gesteigert. Damit verfügt die KWG über eine für eine Immobiliengesellschaft      Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist nach –5,1 Mio. Euro im Jahr 2009 erstmals
sehr komfortable Eigenkapitalausstattung, die den Ankauf weiterer Bestände erlaubt.            positiv und beläuft sich für das Geschäftsjahr 2010 auf 0,1 Mio. Euro. Dazu kommt es, weil
                                                                                               das um die Fair-Value-Bewertung bereinigte EBT mit 0,6 Mio. Euro positiv ist und sich das
Die Bilanzsumme erhöhte sich von 187,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 205,2 Mio. Euro Ende           Nettoumlaufvermögen nur um 0,5 Mio. Euro aufgebaut hat.
2010.
                                                                                               Das Konzernergebnis in Höhe von 10,2 Mio. Euro vor Ertragsteuern resultiert bei der KWG
Auf der Aktivseite der Bilanz dominieren mit 193,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 177,4 Mio.           als Bestandshalter im Wesentlichen aus nicht zahlungswirksamen Wertzuwächsen im Im-
Euro) weiterhin die langfristigen Vermögenswerte. Dabei stellen unverändert die als Fi-        mobilienbesitz. Dem stehen Sanierungsausgaben in erworbenen Einheiten gegenüber. Der
nanzinvestitionen gehaltenen Immobilien das Schwergewicht mit 188,6 Mio. Euro nach             Vorstand geht davon aus, dass nach Abschluss größerer Sanierungsarbeiten an Projekten
173,6 Mio. Euro im Jahr zuvor.                                                                 deutlich höhere positive Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu erzielen sind.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 10,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 12,1 Mio.
Euro zum Ultimo 2010. Die Liquiditätslage des Konzerns mit 8,7 Mio. Euro nach 7,3 Mio.         ertragslage
Euro im Vorjahr ist zufriedenstellend.
                                                                                               Die Nettoumsatzerlöse stiegen weiter von 13,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 13,3 Mio. Euro im
Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Konzerneigenkapital nach IFRS wiederholt       Geschäftsjahr 2010. In dieser Größe sind ausschließlich die Mieteinnahmen der als Finanzin-
deutlich auf 78,1 Mio. Euro nach 64,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Eigenkapitalzuwachs ist im     vestitionen gehaltenen Immobilien enthalten. Das Ergebnis aus der Bewertung zum Zeitwert
Wesentlichen auf den Konzernjahresüberschuss von 8,6 Mio. Euro sowie die 2010 durchge-         beläuft sich auf 9,6 Mio. Euro im Jahr 2010 nach 4,0 Mio. Euro im Vorjahr.
führte Kapitalerhöhung zurückzuführen.
                                                                                               Insgesamt bildeten damit im Geschäftsjahr 2010 weiterhin Mieteinnahmen den Großteil der
Das langfristige Fremdkapital stieg aufgrund der Erhöhung der latenten Steuerschulden leicht   Erlöse. Dies unterstreicht die sehr nachhaltige Ertragsbasis der KWG.
von 116,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 118,6 Mio. Euro zum Jahresultimo 2010. Dabei handelt
es sich vor allem um langfristige Finanzschulden. Diese betragen zum Bilanzstichtag 114,2      Der Materialaufwand, in dem sich vor allem die umlagefähigen Betriebskosten widerspiegeln,
Mio. Euro (Vorjahr: 114,4 Mio. Euro).                                                          reduzierte sich von 7,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,2 Mio. Euro. Der Personalaufwand lag mit
                                                                                               1,8 Mio. Euro leicht über dem des Vorjahresniveaus von 1,5 Mio. Euro.
Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich von 6,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,6 Mio. Euro.
Der Anstieg resultiert aus der Zunahme der kurzfristigen Finanzschulden von 2,4 Mio. Euro      Die Aufwendungen aus Investment Properties ermäßigten sich nochmals von 3,7 Mio. Euro
im Vorjahr auf 5,0 Mio. Euro zum Ende des Berichtsjahres.                                      im Vorjahr auf 3,0 Mio. Euro. Diese Größe spiegelt die den Objekten direkt zuzurechnenden,
                                                                                               nicht umlagefähigen Kosten wie Instandhaltungsaufwendungen, Sanierungsmaßnahmen
Sowohl die hohe Eigenkapitalquote als auch der hohe Anteil an langfristigem Fremdkapital       und eigene Verwaltungskosten wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten
und die hohe Liquidität tragen zu der nach wie vor im Branchenvergleich äußerst soliden        sich von 2,3 Mio. Euro im Jahr 2009 auf 1,9 Mio. Euro im Berichtsjahr. Die Zinsaufwen-
Finanzierung der KWG bei.                                                                      dungen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Sie betrugen auch in diesem
                                                                                               Geschäftsjahr 5,9 Mio. Euro.

finanzlage                                                                                     Insgesamt stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern (nach IFRS)
                                                                                               deutlich von 3,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010. Nach
Während des Geschäftsjahres 2010 und zum Bilanzstichtag war die Zahlungsfähigkeit der          Abzug von sonstigen Steuern und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Form von
Gesellschaft zu jeder Zeit uneingeschränkt gegeben. Zum 31. Dezember 2010 betrugen die         latenten Steuern kletterte der Konzernjahresüberschuss nach IFRS von 3,3 Mio. Euro im Vor-
flüssigen Mittel der KWG solide 8,7 Mio. Euro.                                                  jahr auf insgesamt 8,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010. Die auf Minderheiten entfallenden
                                                                                               Ergebnisanteile sind unverändert von untergeordneter Bedeutung.




                                           46 KONZerNLagebericht                                                                     47 KONZerNLagebericht
KONZerNLagebericht
Der KWg KOmmUNaLe WOhNeN ag
für das Geschäftsjahr 2010




3. Nachtragsbericht                                                                             Nach dem Krisenjahr 2009 mit einem Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um
                                                                                                rund 5 Prozent, stieg im Berichtsjahr das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent.
Mit Beginn des Jahres 2011 wurde die Internalisierung des Asset- und Property-Manage-           Ferner prognostizierten die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten im Okto-
ments auch auf die Immobilienbestände in den alten Bundesländern ausgeweitet. Somit             ber 2010 für 2011 ein Wirtschaftswachstum von 2 Prozent. Gleichwohl ist eine schwächere
werden zwischenzeitlich bereits über 85 Prozent des Gesamtbestands des KWG-Konzerns             als erwartete Entwicklung möglich. Es ist nicht auszuschließen, dass die erzielbaren Mieten
durch das Tochterunternehmen KWG Wohnwert GmbH verwaltet.                                       und das Zinsniveau hierdurch, wie auch von der Preisentwicklung, beeinflusst werden.

Zum Jahresende wurden noch Kaufverträge über 506 Wohnungen an den Standorten Celle              Bei Ankäufen von Wohnportfolios könnte ein zunehmender Wettbewerb durch neue nationale
und Delmenhorst sowie 30 Wohnungen am Standort Berlin abgeschlossen. Diese Einheiten            oder internationale Nachfragen zu einer Veränderung der derzeitigen Ankaufbedingungen
gehen rechtlich und wirtschaftlich erst im Jahr 2011 auf die KWG über.                          führen.

                                                                                                Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens ist maßgeblich abhängig von qualifizierten Füh-
                                                                                                rungskräften sowie von qualifizierten Mitarbeitern.
4. risiKO- UND chaNceNbericht
                                                                                                Sinken der Immobilienwerte
Das Geschäftsmodell des KWG-Konzerns basiert auf der langfristigen Bestandshaltung              Die KWG prüft vor jedem Erwerb die angebotenen Wohnimmobilien intensiv und stellt Käufen
von deutschen Wohnimmobilien. Die Investitionen in Bestandsobjekte sind Basis für das           eine Due Diligence voran. Es kann trotzdem vorkommen, dass durch externe Ereignisse die
Wachstum und die Wertsteigerung des Konzerns. Die Risiken eines Investors, der lang-            beizulegenden Zeitwerte der Bestandsimmobilien sinken.
fristige Investitionen in Form von Sachwerten im Fokus hat, sind im Vergleich zu anderen
Investitionsformen deutlich geringer. Dennoch ist jegliches unternehmerisches Handeln mit       Liquiditätsrisiken
Risiken verbunden. Die Risikopolitik der KWG Kommunale Wohnen AG und des Konzerns               Die KWG benötigt zur Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie neben Eigenkapital auch um-
zielt deswegen zum einen darauf ab, Risiken bereits im Vorfeld abzuschätzen, um sie – wenn      fangreiches, weiteres Fremdkapital für Investitionen in den Bestand sowie zum Erwerb weite-
möglich – zu vermeiden. Zum anderen zielt die Risikopolitik der KWG darauf ab, Risiken          rer Wohnportfolios. Dabei besteht das Risiko, das notwendige Fremdkapital nicht jederzeit in
möglichst früh zu erkennen, um rechtzeitig gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.                der erforderlichen Höhe und zu günstigen Konditionen beschaffen zu können.

                                                                                                Währungs- und Zinsänderungsrisiken
a) Das risikomanagement des KWg-Konzerns                                                        Die Gesellschaft vermeidet Währungsrisiken, indem sie in Euro investiert und sich in Euro
                                                                                                refinanziert; auch die Mieteinnahmen fließen in Euro. Es gibt aber Zinsänderungsrisiken, ins-
Mittels ihres Risikomanagements kann die KWG Risiken systematisch identifizieren, beur-          besondere bei der Prolongation bestehender Darlehen. Diese Risiken werden durch aktives
teilen, kontrollieren und dokumentieren. Es ist Bestandteil aller Unternehmensbereiche und      Darlehensmanagement begleitet.
Grundlage aller Aktionen.
                                                                                                IT-Risiken
Vorgegeben wird die Risikopolitik durch den Vorstand der KWG Kommunale Wohnen AG,               Die Geschäftsprozesse der KWG sind zum Großteil IT-gestützt, so dass IT-Risiken bestehen.
der mögliche Risiken im Bereich der Planung und Umsetzung von Geschäftsstrategien fort-         Um unberechtigte Zugriffe und Datenverluste zu vermeiden, schützt sie ihr IT-System durch
laufend definiert. Umfassendes Informieren der Geschäftsleitung durch die einzelnen Unter-       umfangreiche technische Maßnahmen. Zudem erfolgen ständig eine Überprüfung und An-
nehmensbereiche in regelmäßig stattfindenden Controlling-Gesprächen, Projektbesprechun-          passung des IT-Systems an die neueste technische Entwicklung.
gen und Bereichsmeetings sind Basis zur Risikoidentifizierung und -steuerung.
                                                                                                Rechtliche Risiken
                                                                                                Rechtliche Risiken können sich aus den vielfältigen gesetzlichen Regelungen ergeben, die
b) bericht über die risiken                                                                     die Gesellschaften des KWG-Konzerns betreffen.

Im Risikomanagementprozess werden insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:   Nach Überprüfung der Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 lagen keine Risi-
                                                                                                ken vor, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden oder die Ent-
Gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchen- und Betriebsrisiken                                    wicklung wesentlich beeinträchtigen. Auch für die Zukunft sind zum jetzigen Zeitpunkt keine
Der Konzern ist zwar ausschließlich am deutschen Immobilienmarkt tätig, gleichwohl wird         derartigen Risiken zu erkennen.
allerdings das Marktumfeld von der Entwicklung der internationalen Konjunktur beeinflusst.




                                            48 KONZerNLagebericht                                                                     49 KONZerNLagebericht
KONZerNLagebericht
Der KWg KOmmUNaLe WOhNeN ag
für das Geschäftsjahr 2010




c) bericht über die chancen                                                                    5. PrOgNOsebericht

Chancen werden insbesondere in dem Erwerb von Immobilienbeständen von Kommunen                 Die KWG ist für das Jahr 2011 optimistisch. Erwartet wird eine weitere Besserung der ge-
gesehen. Als Gesellschafter von Wohnungsgesellschaften haben die Kommunen in der               samtwirtschaftlichen Lage und damit einhergehend eine Belebung der Transaktionstätigkeit
Vergangenheit ihre Wohnungsbestände kaum reduziert und sind daher eine wesentliche             auf dem Immobilienmarkt. Dieses Szenario will die KWG nutzen, um den eigenen Woh-
Zielgruppe von privaten Immobilieninvestitionen. Für die Kommunen ist der Verkauf der          nungsbestand weiter strategiekonform auszubauen. Der Einsatz von Eigenkapital soll bei Zu-
Immobilienbestände politisch und wirtschaftlich sinnvoll, um mit den erzielten Erlösen u. a.   käufen so gestaltet werden, dass Verwässerungen des Net Asset Value (NAV) weitestgehend
vorhandene Schulden zu tilgen, die Infrastruktur zu verbessern sowie Ausbildungsinvestiti-     vermieden werden.
onen durchzuführen. Durch Investitionen in Infrastruktur und Ausbildung wird die jeweilige
Kommune im Standortwettbewerb attraktiver für Unternehmen und zuziehende Arbeitnehmer.         Die KWG wird das Jahr 2011 nutzen, um weiter werterhöhend mit dem aktuellen Immobi-
                                                                                               lienbestand zu arbeiten.
Weitere Akquisitionsmöglichkeiten werden in dem Erwerb von Immobilien gesehen, bei
denen die damit verbundenen Kredite nicht planmäßig getilgt werden können (notleidende         Die Internalisierung der Hausverwaltung des KWG-Bestands in den neuen Bundesländern
Kredite). Hierbei handelt es sich vor allem um in den letzten 5 Jahren gehandelte und          wird durch die konzerneigene KWG Wohnwert GmbH seit Anfang 2010 erfolgreich umgesetzt
hochfinanzierte Objekte. Die Gläubiger dürften in Zukunft vermehrt solvente Eigentümer für      und führte bereits im Jahr 2010 zu einer signifikanten Effizienzsteigerung mit zusätzlicher
die Immobilien aus ihren notleidenden Krediten suchen. Die KWG sieht sich als potenzieller     Steuerentlastung. Im Januar 2011 wurde auch die Verwaltung der westdeutschen Woh-
Partner für solche Gläubiger.                                                                  nungsbestände der KWG in die KWG Wohnwert GmbH integriert.

Aufgrund guter Kontakte zu potenziellen Verkäufern gehört die KWG mit zu den ersten An-        Durch die geschilderten Maßnahmen und ergänzend durch geplante Zukäufe sollen die
sprechpartnern beim Verkauf von Immobilienbeständen. Mit dem vorhandenen Know-how              Mieteinnahmen und damit die Umsätze der KWG im Jahr 2011 weiter erhöht werden.
der Experten der KWG werden lohnende Investitionen schnell bestimmt. Durch zielgerichtete
Modernisierungsmaßnahmen einzelner Objekte kann die Zufriedenheit der Mieter gesteigert        Insgesamt werden für die folgenden Geschäftsjahre EBT auf etwa gleicher Höhe des aktuel-
und zugleich die Leerstandsquote in den Immobilien verringert werden.                          len Geschäftsjahres erwartet.



                                                                                               Hamburg, den 31. März 2011



                                                                                                                             KWG Kommunale Wohnen AG




                                                                                               Stavros Efremidis                                                        Torsten Hoffmann




                                            50 KONZerNLagebericht                                                                   51 KONZerNLagebericht
KONZerNbiLaNZ                                                                                                                       KONZerN-gesamtergebNisrechNUNg
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)                                                                     Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010                                                                                                                                                              für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010




 aKtiVa IN EUR                                                Notes              31.12.2010          31.12.2009        IN EUR                                                           Notes              2010              2009
 Langfristige Vermögenswerte                                                                                           Umsatzerlöse                                                              5.1      19.764.936,03     19.759.185,85
 Immaterielle Vermögenswerte                                    4.1, 6.1, 14         207.507,58          189.982,63    Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
                                                                                                                                                                                                 5.2       9.602.302,86      3.960.815,33
                                                                                                                       der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
 Sachanlagen                                                    4.2, 6.2, 14         343.019,69          177.069,99
                                                                                                                       Sonstige betriebliche Erträge                                             5.3        263.111,75         224.110,49
 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien                   4.3, 6.3, 14      188.635.558,02      173.579.000,00
                                                                                                                       Materialaufwand                                                           5.4      –6.235.614,29     –7.335.791,44
 Latente Steuerforderungen                                          4.4, 6.4        3.984.824,00        3.503.202,03
                                                                                                                       Personalaufwand
 Langfristige Vermögenswerte, gesamt                                             193.170.909,29      177.449.254,65
                                                                                                                         a) Löhne und Gehälter                                                   5.5      –1.546.819,83     –1.322.268,59
 Kurzfristige Vermögenswerte                                                                                             b) Soziale Abgaben u. Aufwendungen für Altersversorgung                 5.5       –226.622,48        –166.016,69
 Vorräte                                                            4.5, 6.5         102.616,20            16.250,69   Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
                                                                                                                                                                                                 5.6       –172.734,60        –103.275,93
                                                                                                                       und Sachanlagen
 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen                         4.6, 6.6         766.965,51          428.064,44
                                                                                                                       Aufwendungen aus Investment Properties                                    5.7      –2.999.760,82     –3.653.015,00
 Steuererstattungsansprüche                                         4.6, 6.6           20.354,74         159.337,45
                                                                                                                       Sonstige betriebliche Aufwendungen                                        5.8      –1.865.999,37     –2.334.156,96
 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte                            4.6, 6.6        2.437.907,85        2.144.849,46
                                                                                                                       Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge                                      5.9         26.066,24          72.406,63
 Flüssige Mittel                                                    4.7, 6.7        8.736.265,05        7.261.151,69
                                                                                                                       Zinsen und ähnliche Aufwendungen                                         5.10      –5.861.159,24     –5.864.857,34
 Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt                                              12.064.109,35       10.009.653,73
                                                                                                                       Ergebnisanteil anderer Gesellschafter                                    5.11          –5.862,15         –3.259,40
 aKtiVa, gesamt                                                                205.235.018,64      187.458.908,38
                                                                                                                       ergebnis der gewöhnlichen geschäftstätigkeit                                      10.741.844,10      3.233.876,95

 PassiVa IN EUR
                                                                                                                       Steuern vom Einkommen und vom Ertrag                                     5.12      –1.615.241,37        656.711,13
 eigenkapital
                                                                                                                       Sonstige Steuern                                                         5.13       –543.020,98        –570.424,44
 Gezeichnetes Kapital                                                   6.8        10.804.729,00        9.822.481,00
 Kapitalrücklage                                                        6.8        42.892.602,42       40.500.379,90   Konzernjahresüberschuss = Periodenergebnis                                         8.583.581,75      3.320.163,64
 Gewinnrücklagen                                                        6.8             1.855,13            1.855,13
 Rücklage für Marktbewertung                                            6.8         –463.554,50         –411.654,09    Wertänderungen von Sicherungsinstrumenten                                5.14        –61.657,75         –92.299,54
 Konzernbilanzgewinn                                                    6.8        24.863.209,44       14.821.827,41   Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten
                                                                                                                                                                                                5.15           9.757,34         14.606,40
 eigenkapital vor minderheiten                                                    78.098.841,49       64.734.889,35    Aufwendungen

 Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital                                         3.157,11            2.271,44   summe der direkt im eigenkapital erfassten
                                                                                                                                                                                                            –51.900,41        –77.693,14
 eigenkapital, gesamt                                                             78.101.998,60       64.737.160,79    erträge und aufwendungen

 Langfristiges fremdkapital
                                                                                                                       gesamtergebNis                                                                   8.531.681,34      3.242.470,50
 Langfristige Finanzschulden                                        4.8, 6.9      114.171.218,87      114.385.964,56
 Latente Steuerschulden                                           4.8, 6.10         4.332.499,23        2.288.502,77
 Langfristiges Fremdkapital
                                                                  4.8, 6.11            52.757,15           88.248,59
 (Fremdanteile bei Personenhandelsgesellschaften)                                                                      Konzernjahresüberschuss = Periodenergebnis entfällt auf:
 Langfristiges fremdkapital, gesamt                                              118.556.475,25      116.762.715,92    Minderheitenanteile                                                      5.16            885,67           –728,56

 Kurzfristiges fremdkapital                                                                                            Anteilseigner des Mutterunternehmens                                                8.582.696,08      3.320.892,20

 Kurzfristige Finanzschulden                                      4.8, 6.12         4.975.142,63        2.396.956,65   gesamtergebnis entfällt auf:
 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen                 4.8, 6.12          968.984,87         1.184.353,52   Minderheitenanteile                                                      5.16            885,67           –728,56
 Kurzfristige Steuerschulden                                      4.8, 6.12            36.164,12           39.403,66   Anteilseigner des Mutterunternehmens                                                8.530.795,67      3.243.199,06
 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten                     4.8, 4.10, 6.12        2.596.253,17        2.338.317,84
 Kurzfristiges fremdkapital, gesamt                                                8.576.544,79        5.959.031,67    Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert)                            8.               0,87               0,39


 PassiVa, gesamt                                                               205.235.018,64      187.458.908,38




                                                    52 KONZerNabschLUss                                                                                              53 KONZerNabschLUss
,,
KONZerN-KaPitaLfLUssrechNUNg
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010




 IN EUR                                                                Notes 6.7, 13   1.1.–31.12.2010     1.1.–31.12.2009
       Konzernergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Min-
  1.                                                                                       10.198.823,12        2.663.452,51
       derheitsgesellschaftern) vor Ertragsteuern
  2.   Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte                                        172.734,60          103.275,93
  3.

  4.

  5.
  6.

  7.



  8.



  9.

 10.
 11.

 12.

 13.

 14.

 15.

 16.

 17.
       Sonstige zahlungsunwirksame Erträge
       Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen
       des Anlagevermögens
       Zinsen und ähnliche Erträge
       Zinsaufwendungen
       Verlust (+)/Gewinn (-) aus der Bewertung von
       als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
       zum beizulegenden Zeitwert
       Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen
       aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva,
       die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
       zuzuordnen sind
       Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Liefe-
       rungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der
       Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
       Einzahlungen aus Zinsen
       Gezahlte Zinsen

       cashflow aus laufender geschäftstätigkeit

       Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen des Tochter-
       unternehmens KWG Grundbesitz I GmbH & Co. KG
       Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögens-
       gegenstände
       Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen
       inklusive der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
       Auszahlungen für Investitionen in die als Finanzinvestitionen
       gehaltenen Immobilien
       Auszahlungen für Investitionen in das übrige Sachanlage-
       vermögen
                                                                                             –50.000,80

                                                                                               –6.499,08

                                                                                             –26.066,24
                                                                                            5.861.159,24

                                                                                           –9.602.302,86



                                                                                            –579.342,26



                                                                                             –82.450,58

                                                                                              26.066,24
                                                                                           –5.796.649,14

                                                                                            115.472,24

                                                                                             –29.127,71

                                                                                            –106.726,05

                                                                                              54.040,00

                                                                                           –5.501.411,75

                                                                                            –249.867,53
                                                                                                                        0,00

                                                                                                                 204.471,76

                                                                                                                 –72.406,63
                                                                                                                5.864.857,34

                                                                                                               –3.960.815,33



                                                                                                                 –89.769,34



                                                                                                               –4.032.375,29

                                                                                                                  72.406,63
                                                                                                               –5.874.615,58

                                                                                                              –5.121.518,00

                                                                                                                        0,00

                                                                                                                 –64.524,37

                                                                                                                1.914.476,12

                                                                                                               –3.955.371,52

                                                                                                                 –33.180,36
                                                                                                                                Wir sichern Vermögen
                                                                                                                                und wir schaffen Vermögen.     ,,
                                                                                                                                                   Stavros Efremidis, 28. Januar 2011




 18.   cashflow aus der investitionstätigkeit                                              –5.833.093,04       –2.138.600,13

 19.   Einzahlungen aus der Ausgabe von gezeichnetem Kapital                                 982.248,00         1.222.481,00
 20.   Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Darlehen                                 4.469.000,00       12.564.517,29
 21.   Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten                                     –2.067.042,95      –11.166.273,65
       Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen abzüglich Auszahlungen
 22.                                                                                        3.808.529,11        4.097.496,76
       aus direkt zurechenbaren Kosten der Kapitalerhöhung
       Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von
 23.                                                                                                0,00            3.000,00
       Minderheitsgesellschaftern

 24.   cashflow aus der finanzierungstätigkeit                                              7.192.734,16        6.721.221,40

 25.   Zahlungswirksame Veränderungen des finanzmittelfonds                                1.475.113,36        –538.896,73

 26.   Finanzmittelfonds am Anfang der Periode                                              7.261.151,69        7.800.048,42

 27.   finanzmittelfonds am ende der Periode                                               8.736.265,05        7.261.151,69

       Nachrichtlich: erhaltene Ertragsteuern                                                137.830,23             1.188,39




                                                    54 KONZerNabschLUss                                                                 55 thema
KONZerN-eigeNKaPitaLVeräNDerUNgsrechNUNg
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010




 IN EUR                                    Notes   gezeichnetes      Kapitalrücklage     gewinn-        rücklage für        Konzern-        eigenkapital vor    minderheiten-       Konzern-
                                           6.8       Kapital                            rücklagen      marktbewertung     bilanzgewinn       minderheiten          anteile        eigenkapital


 staND ZUm 31.12.2008 Nach ifrs                      8.600.000,00      37.970.422,74        1.855,13       –333.960,95      9.904.722,81       56.143.039,73              0,00     56.143.039,73

 Erlöse aus der Ausgabe von gezeichnetem Kapital      1.222.481,00       4.278.683,50           0,00               0,00              0,00        5.501.164,50              0,00      5.501.164,50


 Konzernjahresüberschuss                                     0,00                0,00           0,00               0,00      3.320.892,20        3.320.892,20           –728,56      3.320.163,64

 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge
                                                             0,00                0,00           0,00         –77.693,14              0,00          –77.693,14              0,00        –77.693,14
 und Aufwendungen

 gesamtergebNis                                              0,00               0,00            0,00        –77.693,14      3.320.892,20        3.243.199,06           –728,56      3.242.470,50


 Entnahmen für Transaktionskosten                            0,00         –152.513,94           0,00               0,00              0,00         –152.513,94              0,00       –152.513,94

 Einzahlungen von Minderheiten                                0,00               0,00           0,00               0,00              0,00                0,00          3.000,00          3.000,00

 Entnahmen aus Rücklagen                                      0,00      –1.596.212,40           0,00               0,00      1.596.212,40                0,00              0,00              0,00



 staND ZUm 31.12.2009 Nach ifrs                      9.822.481,00      40.500.379,90        1.855,13       –411.654,09     14.821.827,41       64.734.889,35          2.271,44     64.737.160,79

 Erlöse aus der Ausgabe von gezeichnetem Kapital       982.248,00        4.076.329,20           0,00               0,00              0,00        5.058.577,20              0,00      5.058.577,20


 Konzernjahresüberschuss                                     0,00                0,00           0,00               0,00      8.582.696,08        8.582.696,08            885,67      8.583.581,75

 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge
                                                             0,00                0,00           0,00         –51.900,41              0,00          –51.900,41              0,00        –51.900,41
 und Aufwendungen

 gesamtergebNis                                              0,00               0,00            0,00        –51.900,41      8.582.696,08        8.530.795,67            885,67      8.531.681,34


 Entnahmen für Transaktionskosten                            0,00         –225.420,73           0,00               0,00              0,00         –225.420,73              0,00       –225.420,73

 Entnahmen aus Rücklagen                                      0,00      –1.458.685,95           0,00               0,00      1.458.685,95                0,00              0,00              0,00



 staND ZUm 31.12.2010 Nach ifrs                     10.804.729,00      42.892.602,42        1.855,13       –463.554,50     24.863.209,44       78.098.841,49          3.157,11     78.101.998,60




                                           56 KONZerNabschLUss                                                                           57 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(1) aLLgemeiNe erLäUterUNgeN                                                                   Zum 1. Januar 2010 sind die Änderungen des Sammelstandards „Improvements to IFRS“
                                                                                               (2009) in Kraft getreten. Diese Neuerungen hatten keine materiellen Auswirkungen auf den
Die KWG Kommunale Wohnen AG (folgend KWG AG) mit Sitz in Hamburg/Deutschland,                  Konzernabschluss der KWG AG.
Alstertor 9, ist Mutterunternehmen des KWG-Konzerns. Sie ist eine seit dem 8. März 2010
im Entry Standard (bis 7. März 2010 im Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse            Am 31. Juli 2008 wurden unter dem Titel „Geeignete Grundgeschäfte“ Änderungen zu IAS
notierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Gesellschaft wurde am 28. Juni 2000          39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ veröffentlicht. Mit den Änderungen wird
beim Amtsgericht Bremen im Handelsregister unter HRB 19416 eingetragen. Seit dem 17.           unter anderem klargestellt, wie Optionskontrakte, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt
August 2009 wird die Gesellschaft beim Amtsgericht Hamburg im Handelsregister unter            werden, zu bilanzieren sind. Die Änderungen sind rückwirkend in der ersten Periode eines
HRB 110567 geführt.                                                                            am 1. Juli 2009 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden und haben keine
                                                                                               Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KWG AG.
Die Geschäftstätigkeit des KWG-Konzerns umfasst im Wesentlichen den Erwerb, die Er-
richtung und die Veräußerung von Wohnimmobilien sowie die Beteiligung an Immobilien-           Die übrigen Änderungen von IFRS-Normen, insbesondere IFRS 1 „Erstmalige Anwendung
unternehmen, insbesondere an gemeinnützigen, kommunalen und genossenschaftlichen               der IFRS“, IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“, IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen
Wohnungsbaugesellschaften, sowie die Vermietung und Verwaltung der eigenen Immobilien.         (IFRS für KMU), IFRIC 12 „Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen“, IFRIC 15 „Immobili-
Das operative Geschäft erfolgt durch die Tochtergesellschaften der KWG AG.                     enfertigungsaufträge“, IFRIC 17 „Sachdividenden an Eigentümer“, IFRIC 18 „Übertragungen
                                                                                               von Vermögenswerten von Kunden“, die verpflichtend am bzw. nach dem 1. Januar 2010
Die Vermietung der Immobilien unterliegt keinen wesentlichen saisonalen oder konjunkturellen   anzuwenden sind, haben mit Ausnahmen von möglichen zusätzlichen Anhangsangaben
Schwankungen.                                                                                  keine wesentlichen Auswirkungen für den KWG-Konzern.

Das Geschäftsjahr der KWG AG und aller einbezogenen Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr.   Am 4. November 2009 veröffentlichte das IASB den überarbeiteten Standard IAS 24 „Angaben
                                                                                               über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“. Die überarbeitete Fas-
                                                                                               sung des IAS 24 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach
(2) grUNDLageN Der rechNUNgsLegUNg                                                             dem 1. Januar 2011 beginnen. Mit Ausnahme von weiteren Anhangsangaben führt die Überar-
                                                                                               beitung des Standards zu keinen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KWG AG.
Die KWG AG stellt für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2010 freiwillig nach den
International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards      Das IASB hat am 8. Oktober 2009 Änderungen des IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“
Board (IASB) einen Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamt-              bezüglich der Klassifizierung von Bezugsrechten veröffentlicht. Die Änderungen sind ver-
ergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrech-           pflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 begin-
nung und ergänzenden Anhangsangaben, auf. Er steht einschließlich der Vorjahresangaben         nen. Die Änderungen haben keine Auswirkung für den KWG-Konzern.
in Übereinstimmung mit den IFRS.
                                                                                               Die Änderungen der Interpretationen IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit
Im Konzernabschluss werden alle bis zum 31. Dezember 2010 verpflichtend anzuwenden-             Eigenkapitalinstrumenten“ und IFRIC 14 „Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdo-
den Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB)         tierungsverpflichtungen“, die anzuwenden sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
bzw. seiner Gremien angewendet.                                                                1. Juli 2010 bzw. 1. Januar 2011 beginnen, haben mit Ausnahme von möglichen weiteren
                                                                                               Anhangsangaben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KWG AG.
Dieser Konzernabschluss wird in Anwendung von § 315a Abs. 3 HGB aufgestellt. IFRS 9
(Financial Instruments) und die Änderungen in IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures)      Aus der Anwendung veränderter Standards ergaben sich keine weiteren Auswirkungen auf
sind von der EU noch nicht anerkannt und wären erst verpflichtend für Geschäftsjahre nach       die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
2010 verpflichtend anzuwenden. Die Auswirkungen der Umsetzung dieser Normen auf den
Konzernabschluss der KWG AG werden derzeit geprüft.                                            Sowohl die Berichtswährung als auch die funktionale Währung ist Euro (EUR). Währungs-
                                                                                               umrechnungen waren für die ausschließlich national tätigen Konzernunternehmen nicht
Die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 Unternehmenzusammenschlüsse und des IAS 27             erforderlich. Die Angaben erfolgen entsprechend der jeweiligen Bezeichnung in Euro (EUR)
„Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“ sind verpflichtend am bzw. nach dem          oder in Tausend Euro (TEUR).
1. Januar 2010 anzuwenden und betreffen Unternehmenszusammenschlüsse in Geschäfts-
jahren, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Für den KWG-Konzern haben diese            Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzern-Gesamt-
Änderungen keine Auswirkungen.                                                                 ergebnisrechnung und der Konzernbilanz zusammengefasst worden. Diese Posten werden




                                             58 KONZerNabschLUss                                                                      59 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die in der Konzern-Gesamtergebnisrech-       Die KWG AG hatte am 31. Dezember 2010 insgesamt 16
nung enthaltene Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfah-       (Vorjahresstichtag: 16) inländische Tochterunternehmen:
ren aufgestellt.

Im Konzernabschluss wurden in einigen Fällen Schätzungen vorgenommen und Annahmen
getroffen, die Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis von bilanziellen Vermögenswer-                                                                  gez. Kapital/     anteil am
ten, Schulden, Erträgen, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten haben. Die tat-                                                                 Kommanditkap. eUr   Kapital in %
sächlichen Werte können von diesen Schätzungen bzw. Annahmen abweichen. Änderungen
werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt, sodass sämtliche Annahmen
und Schätzungen auf den Verhältnissen am Bilanzstichtag basieren.                             KWg grundbesitz i Verwaltungs gmbh, hamburg                  25.000,00             100

                                                                                              KWg grundbesitz i gmbh & co. Kg, hamburg                    305.300,00            99,90
(3) KONsOLiDierUNgsgrUNDsätZe UND -methODeN
                                                                                              KWg grundbesitz ii gmbh & co. Kg, hamburg                     5.000,00             100
In den Konzernabschluss werden alle Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezo-
gen, bei denen die KWG AG mittelbar oder unmittelbar eine Beherrschung i. S. d. IAS 27.13     KWg grundbesitz iii gmbh, hamburg                            25.000,00             100
über ein Tochterunternehmen ausübt. Die Beherrschung über die Tochterunternehmen wird
in allen Fällen über Stimmrechtsmehrheit ausgeübt.                                            KWg grundbesitz iii gmbh & co. Kg, hamburg                  600.000,00            95,41

                                                                                              KWg grundbesitz iV gmbh, hamburg                             25.000,00             100

                                                                                              KWg grundbesitz V gmbh, hamburg                              25.000,00             100

                                                                                              KWg grundbesitz Vi gmbh, hamburg                             25.000,00             100

                                                                                              KWg grundbesitz Vii gmbh, hamburg                            25.000,00             100

                                                                                              KWg grundbesitz Viii gmbh, hamburg                           25.000,00             100

                                                                                              Königsdorfer straße 15 + 17 Projekt gmbh, hamburg*           25.000,00             100

                                                                                              KWg grundbesitz X gmbh, hamburg                              25.000,00             100

                                                                                              KWg immobilien gmbh, hamburg                                 25.000,00             100

                                                                                              KWg Wohnwert gmbh, glauchau                                  30.000,00              90

                                                                                              siedlungs- und Wohnhausgesellschaft sachsen                 565.000,00             100
                                                                                              gesellschaft mit beschränkter haftung, glauchau

                                                                                              hainichener Wohnungsgesellschaft                           3.400.091,01            100
                                                                                              mit beschränkter haftung, hainichen




                                                                                            *Vormals: KWG Grundbesitz IX GmbH, Hamburg.




                                           60 KONZerNabschLUss                                                                       61 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




Wesentliche Unternehmenserwerbe haben im Geschäftsjahr 2010 nicht stattgefunden.               (4.1) immaterieLLe VermÖgeNsWerte
Der Erwerb eines weiteren Kommanditanteils an der KWG Grundbesitz I GmbH & Co. KG,
Hamburg, im Januar 2010 (10,9 Prozent des Kommanditkapitals) führte zu Auszahlungen in         Die immateriellen Vermögenswerte verfügen alle über eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer
Höhe von TEUR 29.                                                                              und sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.
                                                                                               Die Abschreibungen werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über 3 Jahre
Basis für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die aus den handelsrechtlichen          bzw. mit einem Abschreibungssatz von 33 1/3 Prozent vorgenommen. Aus der Kapitalkonso-
Jahresabschlüssen entwickelten IFRS-Einzelabschlüsse.                                          lidierung ergaben sich keine Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung des IFRS 3 nach der Neubewertungs-
methode zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Ergibt sich zum Erwerbs-            (4.2) sachaNLageN
stichtag ein passiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser sofort ergebniswirksam vereinnahmt.
Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am        Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind mit Ausnahme der als Finanzinvestitionen
konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallen-    gehaltenen Immobilien zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen
den Anteile ausgewiesen. Sofern es sich um Minderheitsgesellschafter von Personenhandels-      bewertet. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
gesellschaften handelt, erfolgt ein Ausweis unter dem langfristigen Fremdkapital.              werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen berücksichtigt. Vermö-
                                                                                               genswerte des Sachanlagevermögens werden über deren voraussichtliche wirtschaftliche
Ausleihungen und andere Forderungen sowie Verbindlichkeiten zwischen den konsolidier-          Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit
ten Gesellschaften werden aufgerechnet. In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden           Anschaffungskosten über netto EUR 150,00 und bis EUR 1.000,00 werden in einem Sam-
Umsatzerlöse sowie andere Erträge zwischen den Konzerngesellschaften mit den entspre-          melposten zusammengefasst und im Jahr der Anschaffung sowie in den 4 darauffolgenden
chenden Aufwendungen verrechnet.                                                               Jahren mit je einem Fünftel der Anschaffungskosten linear abgeschrieben. Diese Vermö-
                                                                                               gensgegenstände werden am Ende desjenigen Geschäftsjahres, in dem der Sammelposten
Schuldverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten werden innerhalb des Konzerns aufgerech-      vollständig abgeschrieben ist, im Anlagenspiegel als Abgang erfasst.
net. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge werden eliminiert.
                                                                                               Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:
Die Jahresabschlüsse der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen werden unter
Anwendung der IFRS nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufge-                                                                                             Nutzungsdauer in Jahren
stellt.

Der Stichtag der Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen entspricht in allen Fällen
                                                                                                 betriebsausstattung                                                                            6 bis 8
dem Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember).

                                                                                                 büroeinrichtung                                                                               3 bis 23
(4) biLaNZierUNgs- UND beWertUNgsmethODeN
                                                                                               (4.3) aLs fiNaNZiNVestitiONeN gehaLteNe immObiLieN
Von den in der Konzernbilanz ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerten und dem in der
Konzernbilanz ausgewiesenen langfristigen Fremdkapital wird erwartet, dass sie innerhalb       Bei den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
eines Zeitraums von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag nicht realisiert oder erfüllt werden.   handelt es sich um Grundstücke und Gebäude, die zum Zwecke der Erzielung von Mietein-
Entsprechend haben die in der Konzernbilanz ausgewiesenen kurzfristigen Vermögenswerte         nahmen gehalten und nicht selbst genutzt werden. Die Bewertung der als Finanzinvestitionen
und das kurzfristige Fremdkapital eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.                     gehaltenen Immobilien erfolgt gemäß IAS 40.33 unter Anwendung des beizulegenden Zeitwer-
                                                                                               tes. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Anschaffungskosten inklusive Transaktionskosten gemäß
Die in der Konzernbilanz aufgeführten Vermögenswerte und Schulden entsprechen im               IAS 40.20. Die im Rahmen der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entstehenden Gewin-
Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten.                                                   ne oder Verluste durch die Änderung des beizulegenden Zeitwertes werden gemäß IAS 40.35
                                                                                               in der Periode erfolgswirksam berücksichtigt, in der sie entstanden sind. Der Ausweis erfolgt
                                                                                               gesondert in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter dem Posten Ergebnis aus der Be-
                                                                                               wertung zum beizulegenden Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien.




                                            62 KONZerNabschLUss                                                                       63 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(4.4) LateNte steUerfOrDerUNgeN                                                                 (4.8) VerbiNDLichKeiteN

Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 auf Grundlage der bilanzorientierten Ver-            Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Ausgabebetrag angesetzt. Ein etwaiger Unterschieds-
mögens- und Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten              betrag zwischen ausbezahltem und bei Endfälligkeit rückzahlbarem Betrag wird ratierlich zugeführt.
Differenzen ermittelt, wonach sie jeweils auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den
Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz gebildet werden. Darüber           Die Steuerschulden sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages ohne Abzinsung ange-
hinaus werden aktive latente Steuern in dem Umfang auf noch nicht genutzte steuerliche          setzt und berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf ver-
Verlustvorträge gebildet, in dem wahrscheinlich in Zukunft steuerpflichtige Gewinne zur          gangenen Geschäftsvorfällen oder auf vergangenen Ereignissen vor dem Bilanzstichtag beruhen.
Verfügung stehen.
                                                                                                Als kurzfristige Posten werden solche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ausgewiesen;
Aktive und passive latente Steuern werden auf Grundlage der aktuellen Steuersätze bewertet,     langfristige Posten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
die für den Zeitraum gelten, in dem sich die zeitlichen Unterschiede voraussichtlich ausglei-
chen. Weil die Immobiliengesellschaften im Wesentlichen gewerbesteuerbefreit sind, wird         Eventualschulden werden nicht bilanziert. Eine Eventualschuld liegt vor, wenn die Möglich-
diese Steuer bei den Immobiliengesellschaften bei der Berechnung der Steuerlatenz nicht         keit des Bestehens einer gegenwärtigen, rechtlichen oder faktischen Verpflichtung und die
mit herangezogen.                                                                               Möglichkeit des Abflusses von Ressourcen nur denkbar, aber nicht wahrscheinlich ist. Dabei
                                                                                                gilt ein Ereignis als wahrscheinlich, wenn mehr für als gegen den Eintritt des Ereignisses
                                                                                                spricht. Eventualschulden werden jedoch im Anhang angegeben, sofern die Möglichkeit des
(4.5) VOrräte                                                                                   Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen wahrscheinlich ist.

Die Vorräte des Konzerns umfassen Bestände an Heizöl und Flüssiggasen. Sie werden
gemäß IAS 2.9 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren Netto-          (4.9) LeasiNg
veräußerungswert bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der Durch-
schnittsmethode. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufspreis abzüglich noch      Bei den bestehenden Leasingverträgen handelt es sich um Operating-Leasing-Verhältnisse,
bis zur Fertigstellung anfallender Kosten. Eine Wertminderung auf einen niedrigeren Netto-      wobei die Gesellschaft ausschließlich als Leasingnehmer auftritt. Die Bilanzierung der Lea-
veräußerungswert war im Berichtsjahr nicht zu erfassen.                                         singgegenstände erfolgt beim Leasinggeber, da dieser wirtschaftlicher Eigentümer ist. Die da-
                                                                                                für anfallenden Leasingraten werden daher von der Gesellschaft in voller Höhe als Aufwand
                                                                                                in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
(4.6) fOrDerUNgeN UND sONstige VermÖgeNsWerte
                                                                                                Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating-
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihren Anschaffungskosten (=               Leasing-Verträgen beträgt:
regelmäßig ihr Nominalwert) abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt.
Sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert; erkennba-
ren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.                                                                                          31.12.2010                       31.12.2009
                                                                                                                                                                       TEUR                             TEUR
Wertberichtigungen werden auf Basis von Erfahrungswerten durch Klassifizierung der Forde-
rungen und sonstigen Vermögenswerte nach dem Alter und auf Basis von sonstigen Informa-
tionen hinsichtlich der Werthaltigkeit gebildet.                                                  bis zu einem Jahr                                                             87                          20

                                                                                                  Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren                                        153                           1
(4.7) ZahLUNgsmitteL UND ZahLUNgsmitteLäQUiVaLeNte
                                                                                                  Länger als 5 Jahre                                                             0                           0
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Bankguthaben und Kas-
senbeständen, die allesamt einen hohen Liquiditätsgrad haben und eine Gesamtlaufzeit von
unter 3 Monaten aufweisen. Sie unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und werden jeweils       Für diese Leasingverhältnisse sind im Geschäftsjahr 2010 TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 27) fest
zu Nennwerten angesetzt.                                                                        vereinbarte Leasingaufwendungen erfasst und gezahlt worden. Sie werden im Posten „Sons-
                                                                                                tige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen.




                                             64 KONZerNabschLUss                                                                          65 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(4.10) DeriVate fiNaNZiNstrUmeNte                                                                              (5.2) ergebNis aUs Der beWertUNg ZUm beiZULegeNDeN
       UND sicherUNgsgeschäfte                                                                                       ZeitWert Der aLs fiNaNZiNVestitiONeN gehaLteNeN
                                                                                                                     immObiLieN
Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken wird ein derivatives Finanzinstrument bilanziert,
das die Kriterien des Hedge Accounting in Bezug auf die Bilanzierung nach IAS 39 erfüllt. Es                     eUr                                                                                        9.602.302,86
handelt sich hierbei um einen Zinssatzswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos eines
variabel verzinslichen Darlehens. Dieses derivate Finanzinstrument wird zu dem Zeitpunkt,                        Vorjahr eUr                                                                                3.960.815,33
zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit seinem beizulegenden
Zeitwert angesetzt und nachfolgend mit seinem beizulegenden Zeitwerten bewertet. Das
derivate Finanzinstrument wird als Vermögenswert angesetzt, wenn sein beizulegender Wert                       Das Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert setzt sich aus Aufwertungen
positiv ist, und als Schuld, wenn sein beizulegender Wert negativ ist. Veränderungen werden,                   in Höhe von TEUR 9.717 (Vorjahr: TEUR 4.852) und Abwertungen in Höhe von TEUR 115
solange die Konditionen des Grund- und Sicherungsgeschäftes identisch sind, erfolgsneutral                     (Vorjahr: TEUR 891) der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zusammen.
erfasst. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Mark-to-Market-Wert).

                                                                                                               (5.3) sONstige betriebLiche erträge
(4.11) ertrags- UND aUfWaNDsreaLisierUNg
                                                                                                                 eUr                                                                                         263.111,75
Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung bzw. Übergang der
Gefahren auf den Kunden realisiert. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruch-                         Vorjahr eUr                                                                                 224.110,49
nahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und
-aufwendungen werden periodengerecht erfasst.
                                                                                                               Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von
                                                                                                               handelsrechtlichen Rückstellungen und Wertberichtigungen (TEUR 104; Vorjahr: TEUR 139)
(5) aNgabeN ZUr KONZerN-gesamtergebNisrechNUNg                                                                 sowie Erträge im Zusammenhang mit einer nachträglichen Kaufpreisanpassung für den
                                                                                                               Erwerb der KWG Immobilien GmbH, Hamburg (TEUR 50). Aus dem Verkauf von als Finanz-
Die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthaltene Konzern-Gewinn- und -Verlustrech-                         investitionen gehaltenen Immobilien wurden Gewinne in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR
nung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Fremdkapitalkosten werden gemäß                          28) erzielt.
IAS 23.8 in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten,
die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes
zugeordnet werden können, gibt es nicht.                                                                       (5.4) materiaLaUfWaND

                                                                                                                 eUr                                                                                        6.235.614,29
(5.1) UmsatZerLÖse
                                                                                                                 Vorjahr eUr                                                                                7.335.791,44
  eUr                                                                                          19.764.936,03

  Vorjahr eUr                                                                                  19.759.185,85   Bei dem Materialaufwand handelt es sich um Hausgeldzahlungen nach dem Wohnungs-
                                                                                                               eigentumsgesetz (TEUR 608; Vorjahr: TEUR 752) sowie um Energie- und sonstige Be-
                                                                                                               triebskosten, die mit den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien im Zusammenhang
Die Umsatzerlöse betreffen Einnahmen aus der Vermietung der als Finanzinvestitionen gehal-                     stehen. Im Wesentlichen betreffen diese Heizkosten (TEUR 1.897; Vorjahr: TEUR 2.698),
tenen Immobilien. Die Erlöse aus Nettokaltmieten belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 auf                       Abwassergebühren (TEUR 625; Vorjahr: TEUR 540), Müllgebühren (TEUR 552; Vorjahr:
TEUR 13.306 (Vorjahr: TEUR 13.189). Ferner beinhalten die Umsatzerlöse Guthaben aus                            TEUR 543), Wassergebühren (TEUR 544; Vorjahr: TEUR 685) und Aufwendungen für frem-
Betriebskosten-Abrechnungen aus dem Vorjahr.                                                                   de Hauswartleistungen (TEUR 409; Vorjahr: TEUR 347).




                                             66 KONZerNabschLUss                                                                                     67 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
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zum 31. Dezember 2010




(5.5) PersONaLaUfWaND                                                                                          Vorjahr: TEUR 170), Aufwendungen für Investor Relations (TEUR 180; Vorjahr: TEUR 99),
                                                                                                               Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 177; Vorjahr: TEUR 245) sowie Vergütungen für
                                                                                                               die Aufsichtsratmitglieder (TEUR 104; Vorjahr: TEUR 102). Darüber hinaus enthält der
  eUr                                                                                           1.773.442,31
                                                                                                               Posten Kfz-Kosten (TEUR 125; Vorjahr: TEUR 74), Aufwendungen für die Hauptversamm-
                                                                                                               lung (TEUR 108; Vorjahr: TEUR 51), Aufwendungen für Reise- und Bewirtungskosten
  Vorjahr eUr                                                                                   1.488.285,28
                                                                                                               (TEUR 120; Vorjahr: TEUR 93), Leasingkosten (TEUR 49; Vorjahr: TEUR 27), Aufwendungen
                                                                                                               für gescheiterte Akquisitionen (TEUR 36; Vorjahr: TEUR 181) sowie Aufwendungen, die mit
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr ohne Vorstand durchschnittlich 31 (Vorjahr: 22)                  der Finanzierung zusammenhängen (TEUR 31; Vorjahr: TEUR 389). Aus dem Verkauf von
Mitarbeiter, davon 8 (Vorjahr: 3) Teilzeitkräfte.                                                              als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien ergaben sich Verluste in Höhe von TEUR 3
                                                                                                               (Vorjahr: TEUR 233).

(5.6) abschreibUNgeN aUf immaterieLLe VermÖgeNsWerte
      UND sachaNLageN                                                                                          (5.9) sONstige ZiNseN UND ähNLiche erträge

  eUr                                                                                            172.734,60      eUr                                                                                              26.066,24

  Vorjahr eUr                                                                                    103.275,93      Vorjahr eUr                                                                                      72.406,63


In diesem Posten sind ausschließlich planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-                     Der Posten enthält ausschließlich Zinserträge aus der Anlage finanzieller Mittel bei Kreditins-
werte (TEUR 89; Vorjahr: TEUR 53) und Sachanlagen (TEUR 84; Vorjahr: TEUR 50) enthalten.                       tituten.



(5.7) aUfWeNDUNgeN aUs iNVestmeNt PrOPerties                                                                   (5.10) ZiNseN UND ähNLiche aUfWeNDUNgeN

  eUr                                                                                           2.999.760,82     eUr                                                                                            5.861.159,24

  Vorjahr eUr                                                                                   3.653.015,00     Vorjahr eUr                                                                                    5.864.857,34


Die Aufwendungen aus Investment Properties betreffen die den Objekten direkt zuzurech-                         Ausgewiesen werden hier die mit dem Erwerb von Immobilien im Zusammenhang stehenden
nenden, nicht umlagefähigen Kosten wie z. B. laufende Instandhaltungs- (TEUR 1.319;                            Aufwendungen für Zinsen für die Inanspruchnahme von Darlehen verschiedener Kreditgeber.
Vorjahr: TEUR 1.069) bzw. Sanierungsaufwendungen (TEUR 368; Vorjahr: TEUR 1.055),
eigene Verwaltergebühren (TEUR 631; Vorjahr: TEUR 981) und Vermietungsprovisionen
(TEUR 153; Vorjahr: TEUR 139).                                                                                 (5.11) ergebNisaNteiL aNDerer geseLLschafter

                                                                                                                 eUr                                                                                              –5.862,15
(5.8) sONstige betriebLiche aUfWeNDUNgeN
                                                                                                                 Vorjahr eUr                                                                                      –3.259,40
  eUr                                                                                           1.865.999,37

                                                                                                               Es handelt sich hierbei um den Ergebnisanteil, der auf die Minderheitsbeteiligungen an Per-
  Vorjahr eUr                                                                                   2.334.156,96
                                                                                                               sonenhandelsgesellschaften entfällt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Aufwendungen für
Raumkosten (TEUR 205; Vorjahr: TEUR 237), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 192;




                                             68 KONZerNabschLUss                                                                                       69 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
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(5.12) steUerN VOm eiNKOmmeN UND VOm ertrag                                                                  Die KWG AG ist ein Gewerbebetrieb kraft Rechtsform und unterliegt mit ihrem Gewerbeertrag
                                                                                                             der Gewerbesteuer. Allerdings erfüllen viele Konzernunternehmen die Voraussetzung der
                                                                                                             erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung gemäß § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG.
  eUr                                                                                        –1.615.241,37

                                                                                                             Gegenwärtig fällt Gewerbesteuer nur auf die nicht im Rahmen der erweiterten gewerbesteu-
  Vorjahr eUr                                                                                  656.711,13
                                                                                                             erlichen Kürzung begünstigten Erträge, wie z. B. Zinserträge, an. Im laufenden Jahr sind
                                                                                                             Gewerbesteueraufwendungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) zurückgestellt worden
Zusammensetzung des Ertragsteueraufwands:                                                                    und somit im tatsächlichen Steueraufwand enthalten.

Der Ertragsteueraufwand (TEUR 1.615, Vorjahr: Ertragsteuerertrag TEUR 657) betrifft im                       Die aktiven und passiven latenten Steuern lassen sich folgenden Bilanzposten zuordnen:
Wesentlichen latente Steuern. Der nicht latente Steueraufwand beträgt TEUR 1 (Vorjahr:
                                                                                                                                                                            31.12.2010                      31.12.2009
TEUR 1). Die latenten Steueraufwendungen beruhen sowohl im Geschäftsjahr als auch im
Vorjahr (latente Steuererträge) in voller Höhe auf temporären Unterschieden.                                                                                            aktiva        Passiva           aktiva      Passiva
                                                                                                                                                                        TEUR           TEUR             TEUR         TEUR
Die ergebnisabhängigen Steuern im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.615 (Aufwand) leiten
sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand ab, der sich bei der Anwendung des
gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens auf das Ergebnis vor Ertragsteuern                      Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien                 18          4.332                -        2.289
ergeben hätte. Dabei wird unverändert mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent
zuzüglich 0,825 Prozent Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent von 15 Prozent) sowie einem Ge-                      Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge                3.880               -           3.426            -
werbesteuersatz von 14 Prozent (durchschnittlicher Hebesatz: 400 Prozent) gerechnet.
                                                                                                               Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten                      87               -             77             -
Die Überleitung ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:
                                                                                                                                                                        3.985          4.332             3.503       2.289
                                                                 2010 TEUR                    2009 TEUR

                                                                                                             (5.13) sONstige steUerN
  ergebNis VOr ertragsteUerN                                        10.199                          2.664
                                                                                                               eUr                                                                                           543.020,98
  Erwarteter Ertragsteueraufwand (Steuersatz 29,825 %)                3.042                           794
                                                                                                               Vorjahr eUr                                                                                   570.424,44
  Gewerbesteuerfreiheit
                                                                     –1.428                          –373
  von Immobiliengesellschaften
                                                                                                             Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen angefallene Grundsteuern (TEUR 538;
                                                                                                             Vorjahr: TEUR 561) für die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien.
  Effekte aus der Anwendung der
                                                                          0                          –280
  geänderten Zinsschrankenregelung

  Effekte aus Verlustvorträgen                                           46                          –791
                                                                                                             (5.14) WertäNDerUNgeN VON sicherUNgsiNstrUmeNteN

  Auflösung latenter Steuern                                               0                             6      eUr                                                                                           –61.657,75

  Übrige Abweichungen                                                                                          Vorjahr eUr                                                                                   –92.299,54
  (Transaktionskosten bei Kapitalerhöhungen,                            –45                           –13
  sonstige Hinzurechnungen und Kürzungen)
                                                                                                             Zur Sicherung von Schwankungen künftiger Zahlungsströme hat die Gesellschaft ein Zins-
                                                                                                             sicherungsgeschäft abgeschlossen. Die sich hieraus ergebenen Wertschwankungen werden
                                                                     1.615                           –657
                                                                                                             direkt im Eigenkapital verrechnet.




                                             70 KONZerNabschLUss                                                                                     71 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(5.15) ertragsteUerN aUf Die DireKt im eigeNKaPitaL                                                         (6.2) sachaNLageN
       erfassteN aUfWeNDUNgeN
                                                                                                              eUr                                                                                             343.019,69
  eUr                                                                                            9.757,34
                                                                                                              Vorjahr eUr                                                                                     177.069,99
  Vorjahr eUr                                                                                   14.606,40

                                                                                                            Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die im Berichtsjahr vor-
Auf die vorgenommenen Wertänderungen der Sicherungsinstrumente, die direkt im Eigenka-                      genommenen Abschreibungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung in dem Posten
pital erfasst sind, wurden latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen aktiviert.                       Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfasst.

                                                                                                            Die Zugänge (TEUR 250; Vorjahr: TEUR 33) betreffen die Anschaffung von Büroeinrich-
(5.16) aUf miNDerheiteNaNteiLe eNtfaLLeNDes                                                                 tungsgegenständen (TEUR 165), geringwertigen Vermögenswerten (TEUR 75) sowie einem
       PeriODeN-/gesamtergebNis                                                                             Pkw (TEUR 10).


  eUr                                                                                             885,67
                                                                                                            (6.3) aLs fiNaNZiNVestitiONeN gehaLteNe immObiLieN
  Vorjahr eUr                                                                                    –728,56
                                                                                                              eUr                                                                                          188.635.558,02

Es handelt sich hierbei um den Ergebnisanteil, der auf die Minderheitsbeteiligung an einer                    Vorjahr eUr                                                                                  173.579.000,00
Kapitalgesellschaft entfällt.

                                                                                                            Die Entwicklung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien ist im Anlagenspiegel
(6) erLäUterUNgeN ZUr KONZerNbiLaNZ                                                                         dargestellt. Die Immobilien unterliegen in Höhe der ausgewiesenen kurz- und langfristigen
                                                                                                            Finanzschulden Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten.
(6.1) immaterieLLe VermÖgeNsWerte
                                                                                                            Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden zum Zeitpunkt ihrer Anschaffung
  eUr                                                                                          207.507,58   mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der Erwerbsnebenkosten aktiviert. Zum Bilanzstich-
                                                                                                            tag erfolgte die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert.
  Vorjahr eUr                                                                                  189.982,63
                                                                                                            Der beizulegende Zeitwert entspricht dem geschätzten Betrag, für den ein Objekt am Bewer-
                                                                                                            tungsstichtag zwischen einem kaufwilligen Käufer und einem verkaufswilligen Verkäufer nach
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die im                  erfolgter ordnungsgemäßer Vermarktung übertragen wird, wobei jede der Parteien unabhän-
Berichtsjahr vorgenommenen Abschreibungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung                        gig, wissentlich, umsichtig und ohne Zwang gehandelt hat. Der Wert ist gerundet und ergibt
in dem Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen                          sich ohne Berücksichtigung von Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und
erfasst.                                                                                                    Maklergebühren. Der beizulegende Zeitwert wird auf der Grundlage des nachhaltig erziel-
                                                                                                            baren Mieteinkommens sowie unter Berücksichtigung von Instandsetzungen bzw. durch
Die Zugänge (TEUR 107; Vorjahr: TEUR 65) betreffen im Wesentlichen die Software DIAMANT/3 IQ                Anpassungen der Leerstandsquote ermittelt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
(TEUR 87) sowie die neu gestaltete Homepage der KWG Wohnwert GmbH, Glauchau (TEUR 9).                       erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens.

                                                                                                            Bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelt es sich fast ausschließlich um
                                                                                                            vermietete Wohnimmobilien.

                                                                                                            Für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, bei denen nicht unwesentliche Wert-
                                                                                                            schwankungen erwartet werden können, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert




                                             72 KONZerNabschLUss                                                                                   73 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




auf der Grundlage einer Bewertung durch einen unabhängigen Gutachter. Dieser Gutachter                          (6.4) LateNte steUerfOrDerUNgeN
weist eine entsprechende berufliche Qualifizierung und aktuelle Erfahrungen mit der Lage
und der Art der zu bewertenden Immobilien auf. Dies betrifft im Berichtsjahr den gesamten
                                                                                                                  eUr                                                                                            3.984.824,00
Bestand in Höhe von TEUR 188.581 (Vorjahr: TEUR 173.579) nach Neubewertung.
                                                                                                                  Vorjahr eUr                                                                                    3.503.202,03
Aufgrund der Bewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zum beizulegen-
den Zeitwert hat sich der Wert wie folgt entwickelt:
                                                                                                                Die latenten Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen die Bildung latenter Steuern auf
                                                                                                                steuerliche Verlustvorträge (TEUR 3.880; Vorjahr: TEUR 3.426). Darüber hinaus stehen bei
                                                               31.12.2010                        31.12.2009     einer Tochtergesellschaft weitere steuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund EUR 6,2 Mio.
                                                                   EUR                               EUR        (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.) zur Verfügung, die nicht aktiviert wurden. Die Verlustvorträge stehen
                                                                                                                grundsätzlich unbefristet zur Verfügung.

  Periodenbeginn                                             173.579.000,00                    170.641.761,03
                                                                                                                (6.5) VOrräte
  Zugang durch Portfolioerwerb und sonstige Zugänge            5.501.411,75                      1.095.371,52
                                                                                                                  eUr                                                                                             102.616,20
  Abgang durch Verkauf                                            –47.156,59                    –2.118.947,88
                                                                                                                  Vorjahr eUr                                                                                      16.250,69
  Nettogewinne
                                                               9.716.927,96                      4.851.740,13
  aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwertes
                                                                                                                Zum 31. Dezember 2010 betrifft der Ausweis vorhandene Bestände an Heizöl und Flüssiggasen.
  Nettoverluste
                                                                –114.625,10                      –890.924,80
  aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwertes
                                                                                                                (6.6) fOrDerUNgeN UND sONstige VermÖgeNsWerte
  Wert Der immObiLieN Nach beWertUNg                       188.635.558,02                     173.579.000,00
                                                                                                                  eUr                                                                                            3.225.228,10

Auf Basis der Bewertung der Immobilien durch den unabhängigen Gutachter sind im Peri-
                                                                                                                  Vorjahr eUr                                                                                    2.732.251,35
odenergebnis unter dem Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien Nettogewinne in Höhe von TEUR 9.717 (Vorjahr:
TEUR 4.852) und Nettoverluste in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 891) enthalten.

Die Zugänge durch Portfolioerwerb und sonstige Zugänge in Höhe von insgesamt                                                                                                     31.12.2010                      31.12.2009
TEUR 5.501 betreffen im Wesentlichen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den                                                                                                         EUR                             EUR
Objekten Celle und Gelsenkirchen sowie nachträgliche Anschaffungskosten von in Vorjahren
erworbenen Objekten.
                                                                                                                  forderungen aus Lieferungen und Leistungen                       766.965,51                     428.064,44
Die Abgänge resultieren aus zwei Objektverkäufen aufgrund der strategischen Bereinigung des
Portfolios bei der Hainichener Wohnungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hainichen.
                                                                                                                  steuererstattungsansprüche                                        20.354,74                     159.337,45

Aus den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wurden im Berichtsjahr Mieteinnah-
                                                                                                                  sonstige kurzfristige forderungen                              2.437.907,85                    2.144.849,46
men in Höhe von insgesamt TEUR 19.765 (Vorjahr: TEUR 19.759) erzielt.
                                                                                                                                                                                3.225.228,10                    2.732.251,35
Für als Erbbaurecht gehaltene Immobilien bestehen langfristige Erbbaurechtsverträge mit
Laufzeiten bis 2207.




                                            74 KONZerNabschLUss                                                                                         75 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind zum Nennwert (= Anschaf-                               Die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile zum Anfang und zum Ende der Periode
fungskosten) bilanziert. Zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen auf Forderungen aus                      ist aus der nachfolgenden Überleitungsrechnung ersichtlich:
Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 26) vorgenommen. Die
Aufwendungen sind im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.
                                                                                                                                                                                                                 stück
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen betreffen hauptsächlich geleistete Anzahlungen auf
Betriebskosten in Höhe von TEUR 1.583 (Vorjahr: TEUR 1.813).
                                                                                                                 stand am 1. Januar 2010                                                                      9.822.481

(6.7) ZahLUNgsmitteL UND ZahLUNgsmitteLäQUiVaLeNte                                                               Kapitalerhöhung vom 18. Dezember 2010                                                         982.248

  eUr                                                                                           8.736.265,05     stand 31. Dezember 2010                                                                     10.804.729

  Vorjahr eUr                                                                                   7.261.151,69
                                                                                                               Aufgrund der im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung wurden im Berichts-
                                                                                                               jahr nach Abzug der darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr:
Liquide Mittel umfassen ausschließlich Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten. Sie ha-                    TEUR 29) insgesamt TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 153) an Transaktionskosten mit den unter
ben jeweils zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Anlage eine Restlaufzeit von weniger als                        den Rücklagen erfassten Agien verrechnet.
3 Monaten. Die Entwicklung der liquiden Mittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7
bilden, ist in der Cashflow-Rechnung dargestellt. Als Sicherheit für die Inanspruchnahme                        Die Minderheitenanteile in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) betreffen die Minderheitsbe-
eines Darlehens wurden liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.000 verpfändet, die somit                             teiligung an dem Tochterunternehmen KWG Wohnwert GmbH, Glauchau.
Verfügungsbeschränkungen unterliegen.
                                                                                                               Aufgrund der erteilten Ermächtigung („Genehmigtes Kapital 2010“) hat der Vorstand mit
                                                                                                               Zustimmung des Aufsichtsrates im Berichtsjahr eine Kapitalerhöhung vorgenommen. Die
(6.8) eigeNKaPitaL                                                                                             Erhöhung des Grundkapitals erfolgte durch Ausgabe von insgesamt 982.248 nennwertlo-
                                                                                                               sen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft. Das am Bilanzstichtag noch
  eUr                                                                                          78.101.998,60   bestehende genehmigte Kapital beträgt EUR 3.928.992,00. Der Vorstand ist hiermit ermäch-
                                                                                                               tigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 4. Juli 2015 mit Zustimmung
  Vorjahr eUr                                                                                  64.737.160,79   des Aufsichtsrates ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrfach um bis zu insgesamt
                                                                                                               EUR 3.928.992,00 durch Ausgabe von bis zu 3.928.992 neuer, auf den Inhaber lautender
                                                                                                               Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.
Die Entwicklung des Postens Eigenkapital ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrech-
nung dargestellt.                                                                                              Der Vorstand ist ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzun-
                                                                                                               gen mit Zustimmung des Aufsichtsrates ganz oder teilweise auszuschließen.
Das Grundkapital beträgt TEUR 10.805 (Vorjahr: TEUR 9.822). Es ist eingeteilt in
10.804.729 (Vorjahr: 9.822.481) nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, auf                        Eigene Anteile werden von der KWG AG nicht gehalten.
die ein anteiliger Betrag von EUR 1,00 je Aktie entfällt. Jede Aktie hat eine Stimme und ist
mit voller Gewinnanteilberechtigung ausgestattet. Die 10.804.729 (Vorjahr: 9.822.481) nenn-                    Die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 2.392 stammt aus Aufgeldern aus der im
wertlosen, auf den Inhaber lautenden ausgegebenen Stückaktien sind voll eingezahlt.                            Berichtsjahr durchgeführten Erhöhung des Grundkapitals.

Die Rücklagen betreffen Agien (TEUR 42.893, Vorjahr: TEUR 40.500), Rücklage für Hedge                          Die Gewinnrücklagen (TEUR 2) entsprechen der gesetzlichen Rücklage im Einzelabschluss
Accounting (–TEUR 464, Vorjahr: –TEUR 412) und gesetzliche Rücklagen des Mutterunter-                          der KWG AG.
nehmens (TEUR 2, Vorjahr: TEUR 2).
                                                                                                               Zum 31. Dezember 2010 werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen
                                                                                                               Finanzinstrumente (–TEUR 464; Vorjahr: –TEUR 412) unter Berücksichtigung latenter Steu-
                                                                                                               eransprüche direkt im Eigenkapital erfasst. Der beizulegende Zeitwert (Mark-to-Market-Wert)
                                                                                                               beläuft sich am 31. Dezember 2010 vor Ertragsteuern auf –TEUR 551 (Vorjahr: –TEUR 489).




                                             76 KONZerNabschLUss                                                                                      77 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




Der Konzernbilanzgewinn ergibt sich wie folgt:                                                            (6.11) LaNgfristiges fremDKaPitaL
                                                                                                                 (fremDaNteiLe bei PersONeNhaNDeLsgeseLLschafteN)
                                                                31.12.2010                 31.12.2009
                                                                                                            eUr                                                                                         52.757,15
                                                                   TEUR                       TEUR
                                                                                                            Vorjahr eUr                                                                                 88.248,59

  Ergebnis Anteilseigner des Mutterunternehmens                        8.583                     3.321
                                                                                                          Der Ausweis betrifft die Verbindlichkeiten gegenüber den an den konsolidierten Personen-
  Entnahme aus der Kapitalrücklage                                     1.458                     1.596    handelsgesellschaften beteiligten fremden Dritten.

  Gewinnvortrag                                                       14.822                     9.905
                                                                                                          (6.12) KUrZfristiges fremDKaPitaL
  KONZerNbiLaNZgeWiNN                                                24.863                     14.822
                                                                                                            eUr                                                                                       8.576.544,79

                                                                                                            Vorjahr eUr                                                                               5.959.031,67
(6.9) LaNgfristige fiNaNZschULDeN

  eUr                                                                                    114.171.218,87

  Vorjahr eUr                                                                            114.385.964,56                                                                   31.12.2010                  31.12.2009
                                                                                                                                                                              EUR                         EUR

Zur Sicherstellung einer fristenkongruenten Finanzierung wurden im Zusammenhang mit
den unter Punkt 6.3 ausgewiesenen Immobilien langfristige Darlehen aufgenommen. Die
                                                                                                            Kurzfristige Finanzschulden                                   4.975.142,63                2.396.956,65
Darlehen haben eine Laufzeit bis maximal Ende September 2040.
                                                                                                            Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen                968.984,87                1.184.353,52

(6.10) LateNte steUerschULDeN                                                                               Kurzfristige Steuerschulden                                      36.164,12                  39.403,66

  eUr                                                                                      4.332.499,23     Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten                       2.596.253,17                2.338.317,84

  Vorjahr eUr                                                                              2.288.502,77                                                                  8.576.544,79                5.959.031,67


Die latenten Steuerschulden resultieren aus der Aufwertung von als Finanzinvestitionen                    Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen u. a. erhaltene Anzahlungen für
gehaltenen Immobilien.                                                                                    Betriebskosten in Höhe von TEUR 1.582 (Vorjahr: TEUR 1.599) sowie Verbindlichkeiten
                                                                                                          derivativer Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 551 (Vorjahr: TEUR 489).

                                                                                                          Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.




                                             78 KONZerNabschLUss                                                                                  79 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(6.13) haftUNgsVerhäLtNisse UND sONstige VerPfLichtUNgeN                                       bei festverzinslichen, langfristigen Verbindlichkeiten. Bei den Darlehensaufnahmen weicht
                                                                                               der Marktwert am Bilanzstichtag von den bilanzierten Buchwerten geringfügig ab. Da diese
Für die zum 1. März 2010 neu angemietete Bürofläche im Alstertor 9, Hamburg, bestehen           Finanzinstrumente jedoch grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zum
aufgrund einer vereinbarten Festmietzeit von 60 Monaten am Bilanzstichtag noch Verpflich-       beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, ergeben sich hieraus weder direkte Auswirkungen
tungen in Höhe von insgesamt TEUR 597.                                                         auf das Eigenkapital noch auf das Ergebnis.

Des Weiteren bestehen Standard-Leasing-Verträge, deren Klassifizierung nach IAS 17.8 im         Bei Bilanzposten und Finanzderivaten, die auf variablen Zinssätzen basieren, ist der Kon-
sogenannten operate lease erfolgt. Die Leasinggegenstände werden beim Leasinggeber akti-       zern hingegen Ergebnisrisiken ausgesetzt (Cashflow-Zinsrisiko). Dieses betrifft insbesondere
viert und nicht beim Leasingnehmer. Die Verpflichtungen belaufen sich für die bestehenden       die variabel verzinslichen Finanzschulden des Konzerns. Um dieses Risiko zu minimieren,
Leasingverträge auf insgesamt TEUR 240. Zu den Laufzeiten wird auf 4.9 verwiesen.              werden gegebenenfalls Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

                                                                                               Bei den Darlehen mit festen Zinssätzen bestehen derartige Risiken nicht. Ein Cashflow-Zins-
(7) art UND aUsmass Der sich aUs fiNaNZiNstrUmeNteN                                            risiko besteht hier nur bei Auslaufen von Zinsbindungen bzw. bei Vorteilen von Wettbewer-
    ergebeNDeN risiKeN                                                                         bern durch eine günstigere Finanzierung.

(7.1) KaPitaLmaNagemeNt                                                                        marktpreisrisiken

Das Ziel des Kapitalmanagements ist es, die Erreichung der Konzernziele und Strategien im      Marktpreisrisiken sind Wertänderungen eines Finanzinstrumentes durch Schwankungen der
Interesse der Anteilseigner und seiner Mitarbeiter wirksam sicherzustellen. Insbesondere       Marktpreise. Derartigen Risiken ist der KWG-Konzern im Wesentlichen nicht ausgesetzt. Durch
stehen das Erreichen der vom Kapitalmarkt geforderten Mindestverzinsung des investierten       den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten sollen die Restrisiken weiter begrenzt werden.
Vermögens und die Steigerung der Eigenkapitalrendite im Fokus des Managements. Hierbei
wird ein möglichst hoher Wertzuwachs des Konzerns angestrebt.                                  ausfallrisiko

Das finanzielle Zielsystem des Konzerns ist konsequent auf die kontinuierliche und nachhalti-   Das Ausfallrisiko bei den nicht derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich aus dem Risiko,
ge Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet.                                             dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

                                                                                               Das maximale Ausfallrisiko wird durch die bilanzierten Buchwerte der finanziellen Vermö-
(7.2) risiKOmaNagemeNt                                                                         genswerte begrenzt. Das Ausfallrisiko wird minimiert durch einen möglichst geringen Bestand
                                                                                               an Forderungen und sonstigen Vermögenswerten. Bezüglich der Anlage der flüssigen Mittel
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen    werden hohe Anforderungen an die Bonität des Kreditinstituts gestellt, sodass Ausfallrisiken
hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital         als unwahrscheinlich eingestuft werden.
zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Ände-
rungen der Risikovariablen auf den Bestand der originären und derivativen Finanzinstrumen-     Das erkennbare Ausfallrisiko einzelner Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertbe-
te zum Bilanzstichtag bezogen werden.                                                          richtigungen abgedeckt.

Die nachfolgend beschriebenen Analysen der risikoreduzierenden Tätigkeiten des Konzerns        Liquiditätsrisiko
sowie die vorgenommenen Sensitivitätsanalysen stellen hypothetische und somit risikobe-
haftete und unsichere Angaben dar. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen an den          Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten
Finanzmärkten können sich die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den angeführten          erhöhten Refinanzierungskosten. Aus diesem Grund bestehen die wesentlichen Ziele in der
Angaben unterscheiden. Die in den Risikoanalysen verwendeten Methoden sind nicht als           jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit durch fristenkongruente Finanzierungen.
Prognosen zukünftiger Ereignisse oder Verluste anzusehen.                                      Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird über die Liquiditätsplanung ermittelt und ist über
                                                                                               feste Kredite und flüssige Mittel gedeckt, sodass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Kon-
Zinsrisiko                                                                                     zern sichergestellt ist.

Ein Marktwert-Zinsrisiko, d. h. die mögliche Veränderung des beizulegenden Zeitwertes          Die Zahlungsströme der finanziellen Verbindlichkeiten sind auch der Kapitalflussrechnung zu
eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze, besteht vor allem         entnehmen.




                                            80 KONZerNabschLUss                                                                        81 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
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Derivative finanzinstrumente und sicherungsgeschäfte                                           talerhöhungen von der Gesamtaktienzahl der sich am Ende des Bilanzstichtages im Umlauf
                                                                                               befindlichen Stammaktien (10.804.729 Stück, Vorjahr: 9.822.481 Stück) ab.
Der Einsatz von Derivaten ist erlaubt, wenn ihnen bilanzierte Vermögenswerte oder Verbind-
lichkeiten zugrunde liegen. Dabei wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge       Das „unverwässerte“ Ergebnis je Aktie beträgt EUR 0,87 (Vorjahr: EUR 0,39).
Accounting) nach den Regelungen des IAS 39 insbesondere im Rahmen der Sicherung von
Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme angewandt. Sicherungsbeziehungen werden
im Berichtsjahr im Wesentlichen zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges)           (9) geschäftsbeZiehUNgeN mit NahesteheNDeN PersONeN
abgebildet.
                                                                                               Als nahestehende Personen im Sinne von IAS 24 gelten Personen und Unternehmen, wenn
buchwerte und beizulegende Zeitwerte                                                           eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen
                                                                                               maßgeblichen Einfluss auszuüben. Einen maßgeblichen Einfluss auf die KWG AG können die
Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem          Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat ausüben.
zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein
Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Für Verbindlichkeiten        transaktionen mit nahestehenden Personen
gegenüber Kreditinstituten und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten wird der
beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung        Für den Bezug von Beratungsleistungen in Vorjahren von einem einfachen Aufsichtsratsmit-
von Zinsstrukturkurven ermittelt. Der beizulegende Zeitwert eines derivativen Finanzinstru-    glied der KWG AG resultieren im Geschäftsjahr 2010 Aufwendungen in Höhe von TEUR 24.
ments entspricht grundsätzlich seinem Marktwert. Der für alle derivativen Finanzinstrumente
ermittelte Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und/oder Pflichten
der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde.                                           (10) VOrstaND UND aUfsichtsrat

Bei nicht börsengehandelten Derivaten wird der beizulegende Zeitwert durch geeignete           Vorstand
finanzmathematische Methoden, z. B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zah-
lungsströme, bestimmt.                                                                         Herr Stavros Efremidis, Sprecher des Vorstands der KWG AG (= ausgeübter Beruf).

Für Finanzmittel, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige         Herr Torsten P. Hoffmann wurde vom Aufsichtsrat der KWG AG mit Wirkung zum 15. Juni
Forderungen, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige        2010 zum Finanzvorstand der KWG AG (= ausgeübter Beruf) bestellt.
Verbindlichkeiten ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schät-
zung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.                                                  Die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunter-
                                                                                               nehmen gewährten Gesamtbezüge des Vorstandes betragen TEUR 408 (Vorjahr: TEUR 445)
                                                                                               und verteilen sich für das Geschäftsjahr 2010 wie folgt:
(8) ergebNis Je aKtie

Das „unverwässerte“ Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) wird berechnet, indem das                                                               Jahresfestgehalt    Variable Vergütung   gesamtvergütung
den Stückaktieninhabern zuzurechnende Ergebnis durch den für den Zeitraum gewogenen                                                                          TEUR                 TEUR                TEUR
Durchschnitt der ausgegebenen Aktien geteilt wird.

Da die Gesellschaft weder Optionen noch Wandelschuldverschreibungen ausgegeben hat,              stavros efremidis                                                208                  110                 318
entspricht das „unverwässerte“ Ergebnis je Aktie dem „verwässerten“ Ergebnis je Aktie.
                                                                                                 torsten P. hoffmann (seit 15. Juni 2010)                           90                       0              90
Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird von dem auf die Anteilseigner des Mutterun-
ternehmens entfallenden Konzernergebnis (EUR 8.582.696,08; Vorjahr: EUR 3.320.892,20)                                                                             298                  110                408
ausgegangen.

Die gewogene durchschnittliche Zahl der ausgegebenen Aktien (9.857.465 Stück, Vorjahr:
8.626.794 Stück) weicht aufgrund der im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr durchgeführten Kapi-




                                             82 KONZerNabschLUss                                                                       83 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




aufsichtsrat                                                                                            Franz-Josef Gesinn:           – BHW Holding AG, Hameln
                                                                                                                                        Mitglied des Aufsichtsrats
Vorsitzender:                Prof. Dr. Peer Witten,
                                                                                                                                      – Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e. V., Windhagen
                             Ehrenvorsitzender der BVL Bundesvereinigung Logistik, Hamburg
                                                                                                                                        Mitglied des Vorstands

Stellvertr. Vorsitzender:    Franz-Josef Gesinn, Rechtsanwalt, Obersteinebach
                                                                                                        Sy Schlüter:                  – UCA AG, München
                                                                                                                                        Mitglied des Aufsichtsrats
Weitere Mitglieder:          Thies-Martin Brandt,
                             Diplom-Kaufmann/Architekt, Hamburg                                                                       – Copernicus Beteiligungs AG, Hamburg
                                                                                                                                        Mitglied des Vorstands
                             Björn Engholm,
                             stellvertretender Vorstandsvorsitzender Verband Wohnsiegel –                                             – Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern, Hamburg
                             Das Europäische Markenhaus e. V., Lübeck                                                                   Mitglied des Vorstands

                             Hans-Michael Porwoll,
                                                                                                        Thies-Martin Brandt:          – Konsumgenossenschaft Berlin und Umgebung eG, Berlin
                             Oberschulrat, Bremerhaven
                                                                                                                                        Mitglied des Aufsichtsrats
                             Sy Schlüter,
                             Investmentmanager, Hamburg (im Aufsichtsrat bis 31. März 2010)
                                                                                                        Für den Aufsichtsrat sind im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 103
                             Patrik Zeigherman,
                                                                                                        (Vorjahr: TEUR 101) passiviert worden. Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder enthält
                             Investment-Banker, Frankfurt am Main (im Aufsichtsrat seit 5. Juli 2010)
                                                                                                        keine variablen Bestandteile. Die Bezüge verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichts-
                                                                                                        ratsmitglieder:
Mitgliedschaften in weiteren Aufsichtsräten, Vorständen und Beiräten:
                                                                                                                                                                                                 Jahresvergütung TEUR
Prof. Dr. Peer Witten:       – Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), Hamburg
                               Vorsitzender des Aufsichtsrats

                             – Lufthansa Cargo AG, Frankfurt am Main                                      Prof. Dr. Peer Witten                                                                                   36
                               Mitglied des Aufsichtsrats

                             – OTTO Group (GmbH & Co. KG), Hamburg                                        franz-Josef gesinn                                                                                      24
                               Mitglied des Beirats
                                                                                                          thies-martin brandt                                                                                     12
                             – OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg
                               Mitglied des Aufsichtsrats                                                 björn engholm                                                                                           12
                             – Röhling & Co. Holding GmbH & Co. KG, Bremen
                               Mitglied des Beirats                                                       hans-michael Porwoll                                                                                    10

Björn Engholm:               – Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH, Lübeck                                    Patrik Zeigherman                                                                                        6
                               Vorsitzender des Aufsichtsrats
                                                                                                          sy schlüter                                                                                              3
                             – Deutsche Druck und Verlagsgesellschaft mbH dd_vg., Ham-
                               burg, Mitglied im Treuhand-Aufsichtsrat der SPD
                                                                                                                                                                                                                 103
                             – Europäisches Hansemuseum gGmbH, Lübeck
                               Mitglied des Beirats
                                                                                                        Eine eventuell an die Aufsichtsratsmitglieder zu ersetzende Umsatzsteuer ist in oben genannten
                             – Verband Wohnsiegel –                                                     Vergütungen enthalten.
                               Das Europäische Markenhaus e. V., Lohfelden-Kassel
                               Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorsitzender
                               des Gestaltungsbeirats




                                               84 KONZerNabschLUss                                                                                85 KONZerNabschLUss
,,
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(11) freigabe ZUr VerÖffeNtLichUNg

Der Vorstand hat mit dem Datum der Erstellung (31. März 2011) den Konzernabschluss zur
Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzern-
abschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zur Billigung
des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat kann der Konzernabschluss noch jederzeit
geändert werden.



(12) ereigNisse Nach Dem geschäftsJahreseNDe

Zum Jahresende wurden noch Kaufverträge über 506 Wohnungen an den Standorten Celle
und Delmenhorst sowie 30 Wohnungen am Standort Berlin abgeschlossen. Diese Einheiten
gehen rechtlich und wirtschaftlich aber erst im Jahr 2011 auf die KWG über.

Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Abschlusserstellung sind keine weiteren
Ereignisse von wesentlicher Bedeutung eingetreten.



(13) erLäUterUNgeN ZUr KONZerN-cashfLOW-rechNUNg

Die Zahlungsmittel entsprechen der Definition der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquiva-
lente, die unter den Erläuterungen der wesentlichen Bewertungsgrundsätze wiedergegeben
ist. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt und
gliedert die Veränderungen der liquiden Mittel nach Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Inves-
titions- und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung der Cashflow-Rechnung erfolgt nach der
indirekten Methode.

Zinszahlungen werden in voller Höhe im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen.
                                                                                                Unsere Bilanz zeichnet
                                                                                                sich durch eine komfortable
                                                                                                Eigenkapitalquote und
                                                                                                eine solide Finanzierungs-
                                                                                                struktur aus.
                                                                                                                                         ,,
                                                                                                                     Torsten Hoffmann, 14. September 2010




                                            86 KONZerNabschLUss                                           87
                                                                                                          00 thema
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(14) KONZerNaNLageNsPiegeL 2010

                                                                                   aNschaffUNgsKOsteN                                                      abschreibUNgeN                                      bUchWerte

 IN EUR                                       01.01.2010        Zugänge       Veränderung    abgänge      Umbuchungen    31.12.2010       01.01.2010     Zugänge          abgänge       31.12.2010     31.12.2010       31.12.2009
                                                                                ias 40


 i. immaterieLLe VermÖgeNsWerte

 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
    und ähnliche Rechte und Werte und            251.046,39      19.298,47            0,00         0,00          0,00       270.344,86       61.063,76     89.201,10             0,00     150.264,86      120.080,00       189.982,63
    Lizenzen an solchen Rechten und Werten

 2. Geleistete Anzahlungen
                                                        0,00     87.427,58            0,00         0,00          0,00         87.427,58           0,00             0,00          0,00           0,00        87.427,58             0,00




                                                251.046,39     106.726,05            0,00          0,00          0,00      357.772,44       61.063,76     89.201,10             0,00     150.264,86      207.507,58       189.982,63




 ii. sachaNLageN

 1. Technische Anlagen und Maschinen
                                                   11.204,94           0,00           0,00         0,00          0,00         11.204,94      10.831,34       372,60              0,00      11.203,94             1,00          373,60



 2. Andere Anlagen, Betriebs- und
    Geschäftsausstattung                         374.612,28     249.867,53            0,00   –35.138,68          0,00       589.341,13      197.915,89     83.160,90       –34.754,35     246.322,44      343.018,69       176.696,39




                                                385.817,22     249.867,53            0,00    –35.138,68          0,00      600.546,07      208.747,23     83.533,50       –34.754,35     257.526,38      343.019,69       177.069,99




 iii. aLs fiNaNZiNVestitiONeN
      gehaLteNe immObiLieN



                                              173.579.000,00   5.501.411,75   9.602.302,86   –47.156,59          0,00    188.635.558,02           0,00             0,00          0,00           0,00   188.635.558,02   173.579.000,00




                                             174.215.863,61 5.858.055,33 9.602.302,86        –82.295,27          0,00   189.593.876,53     269.810,99    172.734,60       –34.754,35     407.791,24 189.186.085,29 173.946.052,62




                                        88 KONZerNabschLUss                                                                                                          89 KONZerNabschLUss
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(15) KONZerNaNLageNsPiegeL 2009

                                                                                   aNschaffUNgsKOsteN                                                        abschreibUNgeN                                     bUchWerte

 IN EUR                                        01.01.2009       Zugänge       Veränderung    abgänge       Umbuchungen     31.12.2009       01.01.2010     Zugänge          abgänge      31.12.2009     31.12.2009       31.12.2008
                                                                                ias 40


 i. immaterieLLe VermÖgeNsWerte

 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
    und ähnliche Rechte und Werte und              26.999,77     46.193,50            0,00          0,00     177.853,12       251.046,39        7.883,02     53.180,74            0,00      61.063,76      189.982,63         19.116,75
    Lizenzen an solchen Rechten und Werten

 2. Geleistete Anzahlungen
                                                 159.522,25      18.330,87            0,00          0,00    –177.853,12              0,00           0,00             0,00         0,00           0,00             0,00      159.522,25




                                                186.522,02      64.524,37            0,00          0,00           0,00       251.046,39         7.883,02    53.180,74             0,00      61.063,76     189.982,63       178.639,00




 ii. sachaNLageN

 1. Technische Anlagen und Maschinen
                                                   11.204,94          0,00            0,00          0,00           0,00         11.204,94       9.711,26      1.120,08            0,00      10.831,34          373,60          1.493,68



 2. Andere Anlagen, Betriebs- und
    Geschäftsausstattung                         341.431,92      33.180,36            0,00          0,00           0,00       374.612,28      148.940,78     48.975,11            0,00     197.915,89      176.696,39       192.491,14




                                                352.636,86      33.180,36            0,00          0,00           0,00       385.817,22      158.652,04     50.095,19             0,00    208.747,23      177.069,99       193.984,82




 iii. aLs fiNaNZiNVestitiONeN
      gehaLteNe immObiLieN



                                              170.641.761,03   1.095.371,52   3.960.815,33 –2.118.947,88           0,00    173.579.000,00           0,00             0,00         0,00           0,00   173.579.000,00   170.641.761,03




                                             171.180.919,91 1.193.076,25 3.960.815,33 –2.118.947,88               0,00    174.215.863,61     166.535,06    103.275,93             0,00    269.810,99 173.946.052,62 171.014.384,85




                                        90 KONZerNabschLUss                                                                                                            91 KONZerNabschLUss
,,
NOtes ZUm KONZerNabschLUss
Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs)
zum 31. Dezember 2010




(16) hONOrar Des abschLUssPrÜfers
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete oder zu berechnende Honorar
beträgt:

  für die abschlussprüfungsleistungen                                                          40.000,00 EUR

  für andere bestätigungsleistungen

  für sonstige Leistungen



(17) VersicherUNg Der gesetZLicheN Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungs-
grundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt
wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des
Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, 31. März 2011




Stavros Efremidis
                               KWG Kommunale Wohnen AG




                                                                          Torsten Hoffmann
                                                                                                8.100,00 EUR

                                                                                                6.690,00 EUR


                                                                                                                Mit dem Zukauf setzen wir unser
                                                                                                                Wachstum als Bestandhalter
                                                                                                                konsequent fort und nutzen
                                                                                                                dabei erhebliche Skaleneffekte.
                                                                                                                                                         ,,
                                                                                                                                       Stavros Efremidis, 20. Dezember 2010




                                            92 KONZerNabschLUss                                                             93 thema
bestätigUNgsVermerK




bestätigUNgsVermerK Des KONZerNabschLUssPrÜfers                                               Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
                                                                                              der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
Wir haben den von der KWG Kommunale Wohnen AG, Hamburg, aufgestellten Konzern-                nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
abschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungs-           unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
rechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das               Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von           Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden           des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen               dar.
Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über    Hamburg, den 1. April 2011
den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom                                            FIDES Treuhand GmbH & Co. KG
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger                                    Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,                                         Steuerberatungsgesellschaft
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernab-
schluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den
Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungs-
handlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche     (Hansen)                                                                     (Mackedanz)
und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berück-         Wirtschaftsprüfer                                                        Wirtschaftsprüfer
sichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Kon-
zernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst
die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unter-
nehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und
Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlage-
berichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage
für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.




                                         94 bestätigUNgsVermerK                                                                   95 bestätigUNgsVermerK
fiNaNZKaLeNDer 2011




  hauptversammlung                                                      28. Juni 2011

  halbjahreszahlen                                                       August 2011

  src forum financials & real estate 2011,
                                                                   7. September 2011
  frankfurt am main

  expo real 2011                                                   4.–6. Oktober 2011

  Q3-Zahlen                                                          November 2011


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                                               96 fiNaNZKaLeNDer
00 Thema
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KWG Geschäftsbericht 2010

  • 1.
    geschäftsbericht 2010 Gute Aussichtenfür nachhaltiges Sanieren und Wohnen. Ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich vernünftig.
  • 2.
    Die KWg imÜberbLicK Konzernkennzahlen 31.12.2010 31.12.2009 Die KWg-aktie Wohneinheiten 4.822 4.827 Wertpapierkennnummer 522734 ISIN DE0005227342 gewerbeeinheiten 44 44 Börsenkürzel BIW stellplätze und garagen 1.093 1.093 Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg, Hannover, Börse gesamtmietfläche in m 2 283.470 283.862 München, Stuttgart, Düsseldorf, Xetra Grundkapital EUR 10.804.729 Umsatzerlöse in mio. eUr 19,76 19,76 Anzahl der Aktien 10.804.729 ebitDa in mio. eUr 6,98 5,07 Rechnerischer Nennwert EUR 1,00 ebit in mio. eUr 16,58 9,03 Operatives ergebnis in mio. eUr 0,5 –0,01 Die KWg-Organe KWG-Organe Konzernjahresüberschuss in mio. eUr 8,58 3,32 aufsichtsrat bilanzsumme in mio. eUr 205,24 187,46 Prof. Dr. Peer Witten (Aufsichtsratsvorsitzender) bruttoverschuldung in mio. eUr 119,15 116,78 Franz-Josef Gesinn (stv. Aufsichtsratsvorsitzender) flüssige mittel in mio. eUr 8,74 7,26 Thies-Martin Brandt Björn Engholm immobilienvermögen in mio. eUr 188,64 173,58 Hans-Michael Porwoll bilanzielles eigenkapital in mio. eUr 78,10 64,74 Patrik Zeigherman eigenkapitalquote in % 38,1 34,5 Vorstand NaV je aktie in eUr 7,23 6,59 Stavros Efremidis (Sprecher des Vorstands) immobilienvermögen in eUr / m2 665 611 Torsten P. Hoffmann (Finanzvorstand) 2 Die KWg im ÜberbLicK 3 Die KWg im ÜberbLicK
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    highLights im Jahr2010 iNhaLtsVerZeichNis Januar 2010: Januar 2011: Die KWg im Überblick seite 02 Erfolgreicher Start der konzerneigenen Steigerung des Jahres- Konzernkennzahlen Hausverwaltung KWG Wohnwert GmbH ergebnisses durch die Erfolge Die KWG Aktie sowie Vorbereitung ihrer Erweiterung aus zwei Baumaßnahmen Die KWG Organe highlights im Jahr 2010 seite 04 Dezember 2010: März 2010: Bestandsaufbau für 2011 Vorwort des Vorstands seite 06 Listung der KWG AG im Entry Standard in die Wege geleitetet: Transaktion von 506 Wohneinheiten in bericht des aufsichtsrats seite 08 Niedersachsen Die KWg-aktie am Kapitalmarkt seite 24 Das Unternehmen seite 27 Dezember 2010: Immobilienmarkt und Finanzen Juli 2010: Portfolio und Strategie Erstmals positives Konzern- Erfolgreiche Kapitalerhöhung Die KWG investiert in die Zukunft ergebnis ohne Aufwertungs- aus genehmigtem Kapital gewinne zum Halbjahr 2010 Konzernlagebericht seite 42 Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Nachtragsbericht Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Konzernabschluss seite 52 Konzernbilanz Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Notes zum Konzernabschluss bestätigungsvermerk seite 94 finanzkalender /impressum/Quellenverweise seite 96 4 highLights 4 thema 5 iNhaLt thema
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    VOrWOrt Des VOrstaNDs Sehrgeehrte Aktionärinnen und sehr geehrte Aktionäre, die KWG Kommunale Wohnen AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Wohnimmobilien- portfolio ausgebaut, den Bestand weiterhin werterhöhend saniert und das Konzernergebnis drastisch gesteigert – 2010 war ein gutes Jahr für unser Unternehmen. Im Jahr 2011 wollen wir mit der KWG eine neue Größenordnung erreichen. Grundpfeiler der erfolgreichen Entwicklung war die konsequente Positionierung der KWG als integrierter Wohnungsbestandshalter: Vom Einkauf über das Bau- und Asset-Management bis hin zur Hausverwaltung und zum Finanzbereich decken wir die gesamte Wertschöpfungskette ab. Im Jahr 2010 wurden weiterhin Teile der Hausverwaltung internalisiert. Die positiven Effekte daraus zeigten sich bei vielen Beständen unmittelbar in deutlich sinkenden Leerstands- raten – in einzelnen Beständen sank der Leerstand auf nur noch ein Drittel des vorherigen Standorte weiter gestärkt und damit Skaleneffekte gefördert, andererseits konnten wir den Wertes. Zudem wurde der Mietermix verbessert, einhergehend mit einer positiven Mietent- Kaufpreis zu einem großen Teil durch Aktien der KWG begleichen. Bei einem insgesamt sehr wicklung bei Neuvermietungen. attraktiven Kaufpreis, der dem 10,6fachen der Jahresnettokaltmiete entsprach, wurden die KWG-Aktien mit 7,00 Euro bewertet, was dem damaligen Net Asset Value entsprach und einen Der Leerstand im Kernimmobilienbestand der KWG reduzierte sich im Geschäftsjahr 2010 Aufschlag auf den Aktienkurs zu dem Zeitpunkt von rund 30 Prozent bedeutete. Auf diese Weise weiter auf 6,4 Prozent, verglichen mit 7,0 Prozent im Jahr 2009. Gleichzeitig stieg die Durch- konnte die Transaktion realisiert werden, ohne dass es zu einer Verwässerung der Aktien der schnittsmiete pro Quadratmeter und Monat von 4,66 Euro auf 4,80 Euro. Altaktionäre kam. Erklärte Strategie der KWG ist es, Bestände mit objektbezogenem Leerstand zu erwerben und Die sehr erfreuliche operative Entwicklung der KWG hat positive Auswirkungen auf den Kurs durch Sanierungsmaßnahmen dauerhaft höhere Cashflows zu generieren, die durch abnehmenden unserer Aktie gehabt. Mit einem Plus von 25,3 Prozent im Jahr 2010 wurde die Performance Leerstand und steigende Nettokaltmieten erzielt werden. Durch energetische Sanierungen des Immobilienindex, DIMAX, übertroffen, der um 19,2 Prozent zulegen konnte. beispielsweise wird bei nahezu unveränderter Gesamtmiete durch Einsparung von Nebenkos- ten Spielraum für eine Anhebung der Kaltmiete geschaffen. Maßnahmen in den Wohnungen Für das Jahr 2011 sind wir sehr positiv gestimmt. Im Jahresverlauf 2010 konnte der Vorstand und an den Außenanlagen erhöhen zudem die Attraktivität der Wohnangebote der KWG und um Torsten Hoffmann als CFO erweitert werden, der über mehr als 20 Jahre Immobilien- sorgen entsprechend für eine überdurchschnittliche Nachfrage nach diesen Objekten von Miet- erfahrung verfügt. Wir wollen unsere werterhöhende Strategie konsequent fortsetzen und gehen interessenten. Diese Strategie wurde im Jahr 2010 beispielsweise in den KWG-Beständen in entsprechend von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus, die erneut mit einem positiven Celle und Gelsenkirchen erfolgreich umgesetzt. Über 300 Wohneinheiten mit rund 22.000 m2 operativen Cashflow einhergehen soll. Vor allem aber wollen wir die Konsolidierung in der Wohnfläche wurden mit einem Aufwand von etwa 6,7 Mio. Euro wie beschrieben saniert. Branche und die starke Marktposition der KWG nutzen, um unsere Gesellschaft durch Die Maßnahmen werden im Jahr 2011 abgeschlossen und einen direkten positiven Cashflow- Akquisitionen in eine neue Größenordnung zu führen. Entsprechende Gespräche wurden Effekt haben. bereits zum Jahresauftakt 2011 initiiert. Die Umsetzung der Strategie hat der KWG im Jahr 2010 das beste Ergebnis der Unternehmens- Wir danken unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Aktionären für ihr Engagement und geschichte beschert. Unsere Prognosen mussten wir im Laufe des Jahres mehrfach anheben natürlich auch unseren Mietern für das partnerschaftliche Verhältnis. Im Jahr 2011 werden wir und wir haben sie letztendlich dann immer noch übertroffen. Das Konzernergebnis stieg von weiterhin tatkräftig daran arbeiten, dass unser Unternehmen seine prosperierende Entwicklung 3,3 Mio. Euro auf 8,6 Mio. Euro, dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,87 Euro. Der fortsetzt. Net Asset Value, NAV, verbesserte sich zum Jahresultimo 2010 um knapp 21 Prozent und erreichte 7,23 Euro je Aktie. Die Eigenkapitalquote lag bei sehr zufriedenstellenden 38,1 Prozent, Hamburg, im Mai 2011 verglichen mit 34,5 Prozent ein Jahr zuvor. Der KWG-Immobilienbestand summierte sich zum Jahresende auf 188,6 Mio. Euro und erreichte damit den höchsten Wert der Unternehmensge- Herzlichst Ihr schichte. Zum Jahresende 2010 haben wir in Celle und in der Region Bremen insgesamt 506 weitere Wohneinheiten erworben und damit den Wohnungsbestand auf rund 5.400 Einheiten erhöht. Die Transaktion hat für die KWG Modellcharakter. Einerseits haben wir bestehende Stavros Efremidis Torsten Hoffmann (Sprecher des Vorstands) (Finanzvorstand) 6 VOrWOrt Des VOrstaNDs 7 VOrWOrt Des VOrstaNDs
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    bericht Des aUfsichtsrats DeraUfsichtsrat iNfOrmiert mit Dem NachfOLgeNDeN bericht Über seiNe tätigKeit im geschäftsJahr 2010. beratung und Überwachung des Vorstands in vertrauensvoller Zusammenarbeit Der Aufsichtsrat der Gesellschaft nahm während des Geschäftsjahres 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahr und hat an allen wichtigen Entscheidun- gen beratend mitgewirkt. In diesem Zusammenhang hat er den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In allen Entscheidungen, die für die Gesellschaft und den Konzern von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Er erörterte mit dem Vorstand im Rahmen von vier ordentlichen Sitzungen am 22. Februar, 11. Mai, 5. Juli und erhöhte sich dadurch auf 10.804.729,00 Euro. Die Transaktion wurde von der Silvia Quandt & 2. November 2010 sowie in verschiedenen Einzelgesprächen die Geschäftspolitik der Gesell- Cie. AG begleitet. Die Kapitalerhöhung wurde am 18. Dezember 2010 in das Handelsregister schaft und ließ sich über die Entwicklung der Gesellschaft unterrichten. Einen besonderen eingetragen. Schwerpunkt bildeten dabei die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens sowie die laufende Liquiditätsplanung und die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen an einzelnen Standorten. In der letzten Sitzung des Jahres 2010 war die mögliche Expansion der ausschüsse des aufsichtsrats Gesellschaft ein weiteres wesentliches Thema. Insgesamt war die Zusammenarbeit mit dem Vorstand durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben unterhält der Aufsichtsrat einen Personalaus- schuss, welcher sich im Wesentlichen mit den Vorstandsangelegenheiten befasst. Diesem Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Soweit ausschließlich beratend tätigen Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Geschäftsvorgänge der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden diese dem Aufsichts- Stellvertreter an. Schwerpunkt war in der ersten Hälfte 2010 die Gewinnung eines zweiten rat durch den Vorstand ordnungsgemäß vorgelegt und vor Beschlussfassung im Aufsichtsrat Vorstands. Hierzu erarbeitete der Personalausschuss Vorschläge. eingehend beraten. Bei sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats waren alle Mitglieder des Gremiums vertreten, Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss lediglich an der Sitzung am 22. Februar 2010 konnte Herr Hans-Michael Porwoll nicht teil- nehmen. Über besondere Geschäftsvorfälle, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der Kon- sowie für die Leitung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren, hat der Vorstand zernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) und der Konzern- den Aufsichtsrat auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen unterrichtet. Darüber hinaus stand lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurden einschließlich der Buchführung von der der Aufsichtsratsvorsitzende auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem auf der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer bestellten FIDES Treuhandgesellschaft Kontakt und hat sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft und des Konzerns infor- Unterweser, Zweigniederlassung der FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungs- miert. gesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, Zweigniederlassung Hamburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig über die Entwicklung der Geschäfts-, Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage sowie über die damit verbundenen Risiken und das Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010, der Konzernabschluss nach IFRS und der Risikomanagement unterrichtet. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprü- fers haben sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Der Abschlussprüfer hat die Anfang Dezember 2010 wurde eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts aus Prüfungsergebnisse dem Aufsichtsrat in dessen Sitzung zur Bilanzfeststellung am 15. April genehmigtem Kapital durchgeführt. Die Ausnutzung des genehmigten Kapitals für die Kapital- 2011 näher erläutert und die Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Er hat dem Aufsichtsrat maßnahme erfolgte mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Gegenstand seiner Beratungen waren dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet, insbesondere über die dabei unter anderem die Höhe der Ausnutzung und der Bezugspreis. Die Barkapitalerhöhung Frage, ob wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems, wurde mit einem Brutto-Mittelzufluss von 5.058.577,20 Euro abgeschlossen. Insgesamt wur- bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, vorliegen. den im Rahmen einer Privatplatzierung 982.248 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro zu einem Preis von je 5,15 Euro platziert. Das Grundkapital Er hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass keine Umstände vorliegen, die seine 8 bericht Des aUfsichtsrats 9 bericht Des aUfsichtsrats
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    ,, bericht Des aUfsichtsrats Befangenheitbegründen könnten, und dass er – mit Ausnahme der Ermittlung des Markt- werts für die vorbenannten Wertersatzansprüche – keine weiteren Leistungen zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht hat. Gegen die Prüfungsberichte bestanden keine Einwendungen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte des Abschluss- prüfers daher zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie den Konzernabschluss nach IFRS und den Konzernlagebe- Wir haben das Ziel eines jeden richt für das Geschäftsjahr 2010 einer eigenen eingehenden Prüfung unterzogen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Konzernabschluss Immobilienbestandshalters er- nach IFRS und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurden vom Aufsichtsrat ebenfalls gebilligt. reicht, Gewinn aus der laufenden Personelle Veränderungen im Vorstand und aufsichtsrat Herr Sy Schlüter hat sein Amt als Aufsichtsratsmitglied zum 31. März 2010 niedergelegt. Der Aufsichtsrat wurde über diesen Entschluss in der Sitzung am 22. Februar 2010 informiert. Auf der Hauptversammlung am 5. Juli 2010 wurde Herr Patrik Zeigherman in den Aufsichtsrat der KWG gewählt, der seitdem wieder aus sechs Personen besteht. Mit Wirkung zum 15. Juni 2010 wurde Herr Torsten P. Hoffmann zum Finanzvorstand des Unternehmens berufen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der KWG für ihre Arbeit im abge- laufenen Geschäftsjahr. Hamburg, im Mai 2011 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Peer Witten Aufsichtsratsvorsitzender Geschäftstätigkeit zu erzielen. Mit der Reduzierung der Betriebs- kosten haben wir zudem für unsere Mieter einen finanziellen Vorteil erreicht. ,, Stavros Efremidis, 11. August 2010 10 bericht Des aUfsichtsrats 11 thema
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    Die S-Pfanne vonNelskamp mit Photokatalysator – Die Dächer des Veilchengrunds neutralisieren jährlich aktiver Klimaschutz als willkommener Zusatzeffekt. den Stickoxid-Ausstoß von über 44 PKW mit insgesamt 750.000 km Fahrleistung.* Unser Dach schützt vor Regen – und das Klima. Abgas neutralisierende Dachpfannen im Veilchengrund, Celle: Die Entscheidung für eine nachhaltige Lösung fällt bei Dachpfannen leicht. Das „ClimaLife“-Dach- stein-Programm des westfälischen Familienunternehmens Nelskamp bietet perfekte Dachsteine mit Zusatzfunktion als aktive Klimaschützer. Nanokristallines Titandioxid in den Oberflächen der matten Beton-Dachpfannen wirkt wie ein Katalysator und neutralisiert Umweltschadstoffe durch Photokatalyse. Bis zu 90 Prozent der Abgase aus Heizung, Verkehr und Industrie können gebun- den und in ungefährliches Nitrat gewandelt werden, das dann vom Regen weggespült wird. Tages- licht beziehungsweise UV-Strahlen genügen, um diesen Prozess immer wieder neu zu starten. Ein ganzes Dachpfannen-Leben lang. In der Celler Wohnanlage Veilchengrund kam die „ClimaLife“-S- Pfanne zum Einsatz – auf 20 Hausdächern mit einer Gesamtfläche von 8.800 m2 wird z. B. aus ge- sundheitsschädlichen Stickoxiden das ungefährliche und z. B. im Blaukorndünger enthaltene NO3. *Allein 200 m2 „ClimaLife“-Dachpfannen vernichten dabei in einem Jahr soviel NOX wie ein PKW mit Euro-4-Motor bei 17.000 gefahrenen Kilometer ausstößt. Bei 8.800 m2 werden dann schon mehr als der Ausstoß von 44 PKW neutralisiert – oder 750.000 km Fahrleistung ausgeglichen.
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    Unsere Siedlung istjetzt dick eingepackt – und schöner als früher. Außendämmung unter Denkmalschutz auf Gelsenkirchen-Schalke: Unter den vielen Werks- und Genossenschaftssiedlungen Gelsenkirchens nimmt die Vittinghoff-Sied- lung im Stadtteil Schalke einen Sonderplatz ein. Das 1926 bis 1929 nach den Plänen des Gelsenkirche- ner Architekten Alfons Fels errichtete Ensemble aus vier Häusern rund um einen großen, geschützten Innenhof ist mit seinen kubistischen Formen und expressionistischen Details einzigartig. Klare Konturen und prägnante Linien strukturieren die Fassaden und unterstützen die spannende Wechselwirkung zwischen den vertikalen Treppenhaustürmen und den horizontal umlaufenden Galerien für großzügige Loggien. Bei der energetischen Sanierung der seit 1989 unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ging es darum, sowohl die prägnante, aufgefächerte Fassade und die Lichtbänder der Treppenhäuser in ihrer architektonischen Wirkung zu erhalten als auch die Dämmnormen der EnEV 2009 zu erfüllen. Durch die beispielhafte Lösung mit unterschiedlichen Dämmstärken von 5, 10, 12 und 14 cm dicken EPS-Platten und einem erneuerten, mit bis zu 38 cm gedämmten Dach wurden diese Ziele erreicht. Die Gesamtproportion der Baukörper hat sich nicht wesentlich verändert, der Zauber eines architektoni- schen Juwels hat sich verstärkt – die Heizkosten können nachhaltig bis zu 60 Prozent reduziert werden. Die schön sanierte Anlage bietet Wohnatmosphäre für Über 10.000 m2 Dämmmaterial für 8.620 m2 Wohnfläche rund 300 Menschen. und 179 m2 Gewerbefläche – und für bis zu 60 Prozent Heizkosteneinsparung. Schon immer vorbildlich: die Vittinghoff-Siedlung „auf Schalke“ in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.
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    Unser Kraftwerk ist im Keller – und unsere Heizkosten sind es auch. Gasbetriebenes Blockheizkraftwerk in Celle: Gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen mit dezentralen, gasbetriebenen „ZuhauseKraftwerken“ – im Veilchengrund in Celle ist die ökologische und ökonomische Zukunft eingezogen. 13 kleine Keller- kraftwerke mit einer Heizleistung von durchschnittlich 36 kW versorgen in 20 Häusern 174 Wohnun- gen und eine Wohnfläche von 13.066 m2 mit Wärme- und Ökostrom. Dabei ist die Ökobilanz der von LichtBlick installierten Effizienzpakete vorbildlich. Die von Volkswagen entwickelte Technologie arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und kommt bei der Wärme- und Stromproduk- tion auf einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Kohle- oder Atomkraftwerke erreichen nur einen Wirkungsgrad von etwa 35 Prozent. Auch bei der CO2-Reduktion überzeugen die „ZuhauseKraftwer- ke“ – bis zu 60 Prozent weniger CO2 im Vergleich zu herkömmlicher Wärme- und Stromerzeugung. Die Einsparquote von bis zu 67 Prozent bei der zum Heizen benötigten Endenergie und sogar bis zu 79 Prozent bei der Primärenergie ist allerdings nicht nur ein Erfolg der „ZuhauseKraftwerke“, sondern Ergebnis der gesamten energetischen Maßnahmen im Celler Veilchengrund. Hier sparen Mieter Heizkosten. Vor der energetischen 100.000 „ZuhauseKraftwerke“ will LichtBlick in ganz Sanierung waren die Heizkosten bis zu viermal so hoch. Deutschland installieren. Das spart zwei Atomkraftwerke, rechnet der Pionier für Ökostrom vor.
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    20–30 % wenigerHeizkosten – das haben die prima geregelt. Effektive Nutzung vorhandener Regeltechnik: Die Nebenkosten haben sich vielerorts zu einer echten zweiten Miete entwickelt – monatliche Heiz- kosten von zwei oder drei Euro pro Quadratmeter sind keine Seltenheit. Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand: Als sofort erschließbares Einsparpotenzial bei neu übernommenen Gebäuden haben sich die Überprüfung und fachmännische Einstellung der Regeltechnik bei vorhandener Heiztechnik herausgestellt. Einsparungen von bis zu 30 Prozent werden schnell erzielt – durch Absenkung der Vorlauftemperatur, Regelung über Außentemperatursteuerung, automatische Nachtabsenkung und nutzerabhängige Regulierung der Speicherladung für die Warmwasseraufbereitung. Energetische Sanierungen werden aufwändig geplant und sollten Wände, Fenster, Dächer und Hei- zungsanlagen berücksichtigen. Auch die Finanzierung muss sorgfältig vorbereitet und mit Förder- banken wie der KfW verhandelt werden. Dabei geht es, wie z. B. bei der energetischen Sanierung der Vittinghoff-Siedlung auf Gelsenkirchen-Schalke, um ein Volumen von 2,5 Mio. Euro. Auf diesem Wege können bis zu 60 Prozent der Energiekosten eingespart werden.
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    Wärme aus verbrauchter Luft – das bekommen die auch noch hin. Green-building-Ziele der nächsten Jahre: Green building im Sinne nachhaltigen Bauens hat sich von einem modischen Trend bereits zum wich- tigen Thema für gewerbliche Immobilien entwickelt. Da Gebäude direkt und indirekt etwa 40 Prozent des globalen Gesamtenergieverbrauchs verursachen*, stehen sie im Mittelpunkt vieler Überlegungen zum Umweltschutz. Wenn energetische Sanierungen allerdings auch für durchschnittliche Mieter nahezu kostenneutral realisiert werden können, kann Green building auch zum Standard für Wohnraum werden. Schließlich sollten Wohnungsmiete und Nebenkosten immer als Gesamtpaket gesehen werden – stark gesenkte Nebenkosten durch Energieeinsparungen können so die Kosten energetischer Maß- nahmen ausgleichen: unterm Strich eine Win-win-win-Situation – für Mieter, Immobilienbesitzer und die Umwelt. Haben Mieter erst einmal die insgesamt positiven Effekte konsequenter Energieeinsparmaß- nahmen erlebt, sind sie für weitere Schritte aufgeschlossen. Solarthermie und Wärmerückgewinnung aus Lüftungsanlagen sind z. B. Projekte, die für eine Wohnanlage in Glauchau vorbereitet werden. *F.A.Z. vom 4. März 2011.
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    Die Wohnanlage amFritz-Kube-Ring 22–26 in Bernsdorf – umgeben von weitflächigen Waldgebieten. Alles weg, was stört. Alles da, was ich brauche. Seniorenfreundliches Wohnen in Bernsdorf: Die Bevölkerung nimmt in vielen Landesteilen ab – und die Alten werden immer älter. Die Immobilien- wirtschaft ist gefordert, auch auf diese gesellschaftlichen Entwicklungen mit nachhaltigen Angeboten zu reagieren. Ressourcenschonend, bezahlbar und gesellschaftlich integriert – das Pilotprojekt „Senioren- freundliches Wohnen“ in Bernsdorf erfüllt so gesehen die Prämissen ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeit. In der 1990 / 91 errichteten Siedlung mit fünfgeschossigen Häusern wurden 29 konventionelle Wohneinheiten zu 54 seniorenfreundlichen und barrierefreien Apartments umgewandelt. Jeweils 26 bzw. 35 m2 groß und passend für ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben mit gesicherter Pflege und Versorgung. Neben rollstuhlgerechtem Zugang durch einen neuen, außen- liegenden Aufzug, ausreichenden Türbreiten, schwellenlosen Bädern und flexiblen Elektroinstallationen wurde hier in der Oberlausitz Wert auf soziale Integration und Betreuung gelegt. Wer sich für senioren- freundliches Wohnen entscheidet, findet am Fritz-Kube-Ring Nachbarn jeden Alters, Alleinstehende wie auch Familien vor. Die vom Deutschen Roten Kreuz unterhaltende Sozialstation im Haus bietet soziale und medizinische Serviceleistungen – von Hausnotrufanlagen, Schwesternsprechzeiten über Mittags- tisch und Freizeitangeboten bis hin zu persönlichen Serviceleistungen.
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    Die KWg-aKtie amKaPitaLmarKt Weitere erhOLUNg Des aKtieNmarKts im Jahr 2010 Der durchschnittliche Tagesumsatz im Geschäftsjahr 2010 betrug 3.453 Aktien in Xetra und 547 Aktien am Frankfurter Parkett. Dabei war zu beobachten, dass nach dem Wechsel Der DimaX eNtWicKeLte sich besser aLs Der DaX der KWG in den Entry Standard die Umsätze in der Aktie sukzessive anstiegen. Neben den Börsenplätzen Xetra und Frankfurt am Main, an denen die meisten Umsätze getätigt werden, Die KWg ist seit märZ 2010 im eNtrY staNDarD VertreteN sind die Aktien der Gesellschaft im Freiverkehr der Börsen Berlin, München, Düsseldorf und Stuttgart sowie Hamburg und Hannover einbezogen. 2010 2009 140 DIMAX* KWG Kurs zum 30.12. 5,15 EUR 4,77 EUR 120 marktkapitalisierung 55,6 Mio. EUR 46,9 Mio. EUR 100 5,96 EUR 4,98 EUR 52-Wochenhoch am 29.11.2010 am 09.02.2009 80 3,70 EUR 3,24 EUR 52-Wochentief am 12.08.2010 am 09.03.2009 60 Im Jahr 2010 setzte der deutsche Aktienmarkt seine im Frühjahr 2009 begonnene Aufwärts- bewegung fort. So legte der Deutsche Aktienindex, DAX, im Jahresvergleich 16,1 Prozent auf 40 6.914,19 Punkte zu. Insbesondere zahlreiche Nebenwerte, die allerdings in den Vorjahren zum Teil heftige Rückschläge erlitten hatten, konnten sich deutlich verbessern. Der Small-Cap- Index SDAX stieg im Jahr 2010 um 45,8 Prozent, während der MDAX sich um 34,9 Prozent verbesserte. Etwas zurück blieben Technologieaktien: Der TecDAX legte lediglich um 20 2008 2009 2010 4,0 Prozent zu. 0 0 März März März Febr Febr Febr JJuni JJuni JJuni uAAug Nov uAAug Nov Aug Nov Sep Sep Dez Sep Dez Dez Mai Mai Mai Jan AApr JJan Apr JJan Apr Okt Okt Juli Juli Okt Juli Auch das Segment der Immobilienaktien tendierte im Jahr 2010 per saldo freundlich. Der Deutsche voN voN voN äM zeD zeD F zräM zeD zräM F F M M iaM guA peS peS peS rpA naJ rpA tkO tkO tkO iluJ iluJ iluJ inu inu inu rbe rbe rbe na na rp ia ia Immobilienaktienindex DIMAX – herausgegeben von Ellwanger & Geiger Privatbankiers – der deut- g g zr sche Immobilienwerte aus allen Segmenten umfasst und in dem die KWG seit dem Jahres- wechsel 2007/2008 gelistet ist, gewann im Vergleich zum Vorjahr 19,2 Prozent. Die Aktien der *Deutscher Immobilienaktienindex, Bankhaus Ellwanger & Geiger KG am deutschen Wohnungsmarkt engagierten Unternehmen verloren zwar im ersten Halbjahr 2010 * Deutscher Immobilien-Aktien-Index, Bankhaus Ellwanger & Geiger KG leicht, legten aber im zweiten Halbjahr – bei hohen Kursschwankungen – wieder zu. eNtWicKLUNg Der KWg-aKtie Die KWG-Aktie eröffnete das Jahr 2010 auf dem elektronischen Handelssystem Xetra mit einem Kurs von 4,68 Euro und schloss zum 30. Dezember 2010 mit 5,15 Euro. Ihr Jahrestief markierte die Aktie am 12. August mit 3,70 Euro, ihren Höchstkurs erreichte sie am 29. November mit 5,96 Euro (Basis: Schlusskurse/Xetra). Im Jahresvergleich gewann die Aktie 8,0 Prozent an Wert. Im Vergleich zum Jahresultimo 2008 errechnet sich ein deutliches Plus von 25,3 Prozent. 24 Die KWg-aKtie am KaPitaLmarKt 25 Die KWg-aKtie am KaPitaLmarKt
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    Die KWg-aKtie amKaPitaLmarKt Das UNterNehmeN immObiLieNmarKt UND fiNaNZeN hOhes iNteresse bei KaPitaLerhÖhUNg fÜr Die KWg-aKtieN marKterhOLUNg im Jahr 2010 Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. Dezember 2010 10.804.729,00 Euro und LaNgfristige fiNaNZierUNg sichert LaNgfristige ist in die gleiche Anzahl Stückaktien eingeteilt. Im Dezember 2010 hat die KWG mit Erfolg eine fiNaNZstabiLität Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts durchge- führt. Durch die Ausgabe von 982.248 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien wird Die KWg PrOfitiert VON VOrsichtigeN iNVestmeNts UND das Grundkapital der Gesellschaft von 9.822.481,00 Euro um nominal 982.248,00 Euro sOLiDer fiNaNZierUNg iN Der VergaNgeNheit erhöht. Die neuen Aktien wurden im Rahmen eines Private Placements bei nationalen und internationalen Investoren platziert, wobei das Interesse der Investoren an den neuen Aktien den Umfang der Kapitalerhöhung deutlich überstieg. Der Mittelzufluss von rund 5,1 Mio. Euro durch die Kapitalerhöhung dient zur Forcierung des weiteren Wachstums der KWG. 2010 2009 Die ordentliche Hauptversammlung der KWG Kommunale Wohnen AG fand am 5. Juli 2010 in Hamburg statt. Dabei wurden alle Tagesordnungspunkte nahezu einstimmig beschlossen. summe der finanzschulden 119 Mio. EUR 116 Mio. EUR Ø restlaufzeit 4,5 Jahre 5 Jahre WechseL iN DeN eNtrY staNDarD VOLLZOgeN Ø Nominalzins 4,90 5,02 Im ersten Halbjahr 2010 ist die Aktie der KWG Kommunale Wohnen AG in den Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gewechselt. Die Deutsche Börse AG hat dem Antrag zur Ø jährl. tilgung 1,8 % 1,8 % Einbeziehung der Aktien der KWG Kommunale Wohnen AG in den Entry Standard zum 8. März 2010 stattgegeben. Listing-Partner war die Close Brothers Seydler Bank AG in Frankfurt am Main. Mit der Notiz der Aktien im Entry Standard sind gegenüber dem Open Market erweiterte Transparenz- und Publizitätsanforderungen verbunden, allerdings hat die KWG diese Anfor- erhOLUNg Der märKte derung bereits im Vorfeld nahezu erfüllt. Gleichwohl erschließt die Aufnahme in den Entry Standard neue Investorenkreise und erhöht das Interesse für die KWG-Aktie. Dies zeigen nicht Im Jahr 2010 hat sich die globale Wirtschaft von einer schweren Rezession, ausgelöst durch zuletzt die gestiegenen Börsenumsätze nach dem Wechsel in den Entry Standard. die Krise an den internationalen Finanzmärkten, wieder langsam erholt. Die Wirtschaft in Deutschland profitierte insbesondere vom starken Wachstum Chinas und anderer Schwellen- länder, was den Export begünstigte. Zudem boten die niedrigen Zinsen – der Leitzins der aKtiVe KOmmUNiKatiON mit Dem KaPitaLmarKt Europäischen Zentralbank (EZB) stand bei einem Prozent – vielfältige Investitionsanreize. In Folge zog die Konjunktur an, die Beschäftigungszahlen stiegen wieder, die Arbeitslosigkeit Die KWG Kommunale Wohnen AG steht in einem kontinuierlichen Dialog mit Journalisten, sank im Gegenzug. Zum Jahresende lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fast wieder auf Vor- Analysten und Investoren. Sie präsentierte sich auch im Jahr 2010 auf Roadshows und krisenniveau. Kapitalmarktkonferenzen wie der DVFA, der Entry- und General-Standard-Konferenz, der Small-Cap-Konferenz, dem SRC Forum Financials & Real Estate sowie auf dem Deutschen Der Immobilienmarkt wurde von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise besonders stark Eigenkapitalforum. Analystenstudien von SES Research, Close Brothers Seydler Research AG getroffen. Umso erfreulicher waren die guten Entwicklungen im Jahr 2010. Die Kreditklem- sowie SRC Research und der GBC AG Investment Research empfahlen die Aktie der KWG zum me löste sich weitgehend auf und damit nahm auch die Zahl der Transaktionen wieder zu. Kauf. Auch hier konnte der deutsche Immobilienmarkt vergleichsweise mehr Schwung aufnehmen als der von anderen europäischen Ländern wie Spanien oder Großbritannien. Nicht zuletzt lag dies daran, dass er sich in den Boomjahren 2004 bis 2007 nicht so stark überhitzt hatte und die Preissteigerungen moderat blieben. 26 Die KWg-aKtie am KaPitaLmarKt 27 Das UNterNehmeN
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    Das UNterNehmeN immObiLieNmarKt UNDfiNaNZeN mehr beWegUNg im traNsaKtiONsmarKt Nachdem im Jahr 2009 sämtliche fälligen Kredite zu guten Konditionen prolongiert werden konnten, besteht bis in die zweite Jahreshälfte 2011 kein weiterer Refinanzierungsbedarf. Zu Während der Transaktionsmarkt im Jahr 2009 fast ganz zum Erliegen gekommen war – diesem Zeitpunkt werden sich dann die zur Verlängerung anstehenden Kredite lediglich auf es wurden so wenig Portfolios gehandelt wie seit 1999 nicht mehr, fanden 2010 wieder mehr rund 2 Mio. Euro belaufen. Im Jahr 2012 besteht für die KWG ein Optionsrecht, rund 35 Mio. Käufer und Verkäufer zusammen. Allerdings blieb das Volumen in allen Teilmärkten auf Euro neu zu finanzieren oder rund 80 Prozent dieses Volumens zu bereits fixierten Margen niedrigem Niveau. Nach Angaben von BulwienGesa, die Transaktionen ab 50 Einheiten bis ins Jahr 2014 zu prolongieren. Die jährliche Tilgung der Finanzverbindlichkeiten der KWG erfassen, wurden im Jahr 2010 Wohnimmobilienpakete im Wert von 3,64 Mrd. Euro gehandelt. beträgt 1,8 Prozent pro Jahr. Während in den Boomjahren viele große Portfolios den Eigentümer wechselten, wurden die Transaktionen im Jahr 2010 kleinteiliger, das größte 2010 gehandelte Portfolio beinhaltete laut Die KWG profitiert heute von ihrer nachhaltigen Finanzierung sowie ihrer vorsichtigen Einkaufs- Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) 5.450 Wohneinheiten. Änderun- strategie. Nachdem zur Vorkrisenzeit vielfach Immobilienportfolios zu überhöhten Preisen den gen sind auch bei den Akteuren festzustellen. Wurden in den Jahren zuvor vielfach Bestände Eigentümer wechselten, standen bzw. stehen hier heute hohe Wertberichtigungen an. Da die von öffentlicher Hand an überwiegend ausländische Investoren verkauft, so waren im Jahr 2010 KWG sehr preisbewusst akquirierte, sind für den Berichtzeitraum 2010 keinerlei Wertberichti- vermehrt inländische Kapitalanleger auf dem Immobilienmarkt aktiv. Auf Verkäuferseite fanden gungen vorzunehmen. Im Gegenteil: Das Immobilienvermögen der KWG erhöhte sich von 174 sich vor allem private Eigentümer, die öffentliche Hand hielt sich stark zurück. Mio. Euro auf 189 Mio. Euro. Eine weitere Folge der vorangegangenen Krise sind gesunkene Preise. Auch wenn diese im Jahr 2010 wieder leicht stiegen, blieben sie vergleichsweise auf niedrigem Niveau. 2010 KfW-mitteL betrug laut BBSR der durchschnittliche Verkaufspreis pro Wohnung bei Transaktionen ab 800 Einheiten 39.000 Euro pro Wohneinheit. In den Jahren 2004 bis 2007 wurden noch Werte von Stabilisierend für den Immobilienmarkt wirkte sich die bereits im Jahr 2008 initiierte Förderung 50.000 Euro erreicht. Insbesondere die teuer in den Jahren vor 2009 erworbenen Bestände durch den Bund aus. Die KfW-Förderbank stellte Kreditmittel bereit, die mit großem Zuspruch werden dem Markt noch nicht wieder zugeführt, solange kein Verkaufsdruck besteht. Während angenommen wurden. Auch die KWG nahm im Jahr 2010 für Sanierungs- und Modernisie- die Verkäufer aufgrund zu erwartender geringer Kaufpreise tendenziell zurückhaltend sind, rungsmaßnahmen KfW-Mittel in Höhe von rund 4 Mio. Euro in Anspruch. Soweit möglich, wurden beeinträchtigt auf Käuferseite vor allem die restriktive Kreditvergabe den Markt. Die Fremdkapital- und werden KfW-Kredite und -Zuschüsse bereits bei der Einkaufsfinanzierung berücksichtigt. beschaffung ist deutlich schwieriger als vor der Krise. Wurden früher Investitionen bis zu Durch die Verwendung von KfW-Mitteln zur Objektaufwertung wird die Investition für die durch- 90 Prozent finanziert, liegt das Limit heute bei 75 Prozent und darunter. Doch nicht nur der leitende Bank gesichert und eine Finanzierung damit für das Kreditinstitut noch attraktiver. Eigenkapitalanteil entscheidet über die Kreditvergabe, auch ein langfristiger Kalkulationshorizont sowie eine gute Bonität des Kreditnehmers sind entscheidende Faktoren und werden von den Banken mittlerweile noch intensiver geprüft. 2011 – erhOLUNg geht Weiter Von einer weiteren Erholung des Immobilienmarktes ist auszugehen. Auch wenn die aus der WettbeWerbsVOrteiLe Der KWg Finanzkrise resultierende Staatsschuldenkrise weiter den europäischen Raum belastet und Unsicherheiten birgt. Auch wenn das Zinsniveau in den letzten Monaten leicht gestiegen ist, Die KWG beobachtete die Entwicklungen auf dem Transaktionsmarkt im Jahr 2010 genau. befindet es sich nach wie vor auf niedrigem Niveau. In den ersten Monaten des Jahres 2011 Zum Jahresende erwarb sie dann ein attraktives Portfolio von 506 Wohneinheiten in Nieder- sind viele Investoren am Markt auf der Suche nach Immobilienbeständen. Auch ausländi- sachsen sowie ein Objekt mit 30 Einheiten in Berlin. Beide Akquisitionen erweiterten regionale sche Investoren zeigen wieder reges Interesse. Die Auswirkungen der Finanzkrise werden Portfolios. Die Finanzierung stellte sich als unproblematisch heraus. Bei sämtlichen Finanzie- weiterhin spürbar sein, zum Teil sind sie sogar als für den Markt gesund einzustufen. Das rungen achtete die KWG von Anfang an auf eine langfristig tragfähige Strukturierung mit einem Risikobewusstsein ist gestiegen und die Sicherheit und Langfristigkeit von Investments hohen Eigenkapitaleinsatz; der LTV (Loan-to-value) liegt seit Jahren unterhalb von 70 Prozent. stehen im Vordergrund. Allerdings wird ein größerer Investmentschub nur möglich, wenn die Dies hat sich auch in der Krisensituation bewährt und schaffte auch 2010 im Einkauf und bei Risikobereitschaft auch wieder leicht steigen kann. Letztendlich bestimmen – wie Ernst & Young Verhandlungen zu Finanzierungskonditionen einen Wettbewerbsvorteil. es bereits formulierte – die Kreditinstitute die weitere Entwicklung des Transaktionsvolumens. Da die KWG grundsätzlich bei ihren Finanzierungen hohe Eigenkapitalanteile berücksichtigt, stellt Neben der Finanzierung für zwei neue Objekte wurde im Jahr 2010 ein Darlehen im Wert von die restriktivere Darlehensvergabe kein Hindernis für ihre weiteren Expansionspläne dar. 4,5 Mio. Euro umstrukturiert. Die durchschnittliche Zinslast im Gesamtportfolio der KWG beträgt 4,90 Prozent p. a. gegenüber 5,02 Prozent p. a. zum Jahresbeginn. Die Finanzverbind- lichkeiten hatten eine durchschnittliche Restzinsbindungslaufzeit von rund 4,5 Jahren. 28 Das UNterNehmeN 29 Das UNterNehmeN
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    Das UNterNehmeN POrtfOLiO UNDstrategie KONseQUeNter LeerstaNDsabbaU UND mietsteigerUNgeN reNDiteträchtige b-LageN im Jahr 2010 Die KWG fokussiert sich auf Investitionen in Mittelstädten bzw. Metropolregionen. Meist sind Die KONZerNeigeNe haUsVerWaLtUNg Nimmt erfOLgreich diese renditestärker als solche in sogenannten Top-Standorten. Insbesondere die Märkte in ihre geschäftstätigKeit aUf den mittleren Zentren gelten als weniger krisenanfällig, zugleich lassen sich aufgrund niedriger Erwerbspreise deutlich höhere Renditen erzielen. Auch innerhalb der Städte konzentriert sich ZUm JahreseNDe geLiNgt Der aNKaUf VON 506 eiNheiteN die KWG vorwiegend auf mittlere Lagen. Das Investment kann selbst in demografisch belas- iN ceLLe sOWie im grOssraUm bremeN teten Regionen lukrativ sein. Nicht nur die Makro-, sondern auch die Mikrolage ist entschei- dend und nicht zuletzt das Objekt selbst in seiner Erscheinungsweise und seinem baulichen Zustand. Zum 31.12.2010 Kernbestand investitionsbestand gesamtbestand einheiten gesamt 3.074 1.792 4.866 davon Wohneinheiten 3.049 1.773 4.822 Schleswig- Holstein Gewerbeeinheiten 25 19 44 Quadratmeter 182.151 101.319 283.470 Leerstand in % 6,4 33,7 16,2 Bremen Berlin Ø ist-miete pro m2 4,80 4,46 4,70 Niedersachsen Die durchschnittliche KWG-Wohnung im Kernbestand umfasst drei Zimmer sowie Küche und Bad, befindet sich in einem Objekt, das in den 60er Jahren erbaut wurde, und bietet ein Nordrhein- Zuhause für zwei bis drei Personen. Sie ist in der Regel mit Laminat, Kabelanschluss und einer Westfalen Sachsen Gegensprechanlage ausgestattet. Beheizt wird sie über eine Zentralheizung. Die monatliche Thüringen Kaltmiete pro Quadratmeter liegt zum Jahresende 2010 bei 4,80 Euro und die Nebenkosten bei Investitionsbestand 2,25 Euro. Somit beläuft sich die Warmmiete auf 7,05 Euro pro Quadratmeter. Kernbestand WOhNeN aLs stabiLes iNVestmeNt Diese Wohnung steht stellvertretend für den Gesamtbestand der KWG Kommunale Wohnen AG Einheiten gesamt: von fast 5.000 Wohneinheiten. Sie bilden ein langfristiges Investment in eine beständige Asset- Klasse mit stabilen Renditen und hohen Cashflows. Der Wohnimmobilienmarkt ist innerhalb der 2.000 Immobilienwirtschaft das krisensicherste Segment: Wohnen ist nicht substituierbar. Die Nachfra- ge nach Wohnraum unterliegt daher geringeren konjunkturellen Schwankungen als z. B. die von Büro- oder Hotelimmobilien; ebenso besteht in diesem Vergleich ein geringeres Klumpenrisiko in der Mieterschaft. Der Mietmarkt ist in Deutschland stark ausgeprägt – die Eigenheimquote ist im 1.000 Vergleich zu den europäischen Nachbarn mit 42 Prozent sehr gering – und weitestgehend stabil. Er profitiert von den steigenden Haushaltszahlen sowie von der geringen Neubaurate. 100 30 Das UNterNehmeN 31 Das UNterNehmeN
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    Das UNterNehmeN POrtfOLiO UNDstrategie aUsbaU Des POrtfOLiOs neuen Heizanlagen, einer Wärmedämmfassade sowie neuen Fenstern auch das Erscheinungsbild aufwertet, profitieren die Anlagen von einer neu gewonnenen Attraktivität Neue Standorte eröffnet die KWG durch den Erwerb größerer Portfolien, diese wiederum werden und einem Wertzuwachs. durch Arrondierungen ausgebaut. In den Jahren 2007 und 2008 konnte so der größte Teil des heutigen KWG-Bestandes erfolgreich aufgebaut werden. Zum 31. Dezember 2010 umfasst das Portfolio 4.822 Wohn- und 44 Gewerbeeinheiten mit einer Gesamtfläche von 283.470 Quadratme- WOhNUNgssaNierUNgeN tern. Nachdem der Transaktionsmarkt von 2009 bis Mitte 2010 aufgrund der globalen Wirt- schafts- und Finanzkrise zum Erliegen gekommen war, boten sich zum Jahresende wieder In Ergänzung zu den energetischen Maßnahmen in Celle und Gelsenkirchen wurden, entsprechend vermehrt Möglichkeiten zur Bestandserweiterung. Ende des Jahres erwarb die KWG zwei dem grundlegenden KWG-Sanierungskonzept, die leerstehenden Wohnungen zur Neuvermietung Portfolien, mit denen sie strategiekonform die regionalen Teilbestände erhöhte. 506 Wohnein- umfassend saniert und modernisiert. Daneben wertete die KWG auch Wohnungen an anderen heiten befinden sich in Niedersachsen und verteilen sich auf Celle und den Großraum Standorten bzw. im Kernbestand auf. In Summe wurden 210 Wohnungen neu hergerichtet, was Bremen, 30 Einheiten sind in Berlin-Wedding lokalisiert. Die Bestände gehen voraussichtlich exakt dem Vorjahreswert entspricht. Damit hat die KWG bereits 16,4 Prozent ihres Gesamtbe- bis Mitte 2011 in das Eigentum der KWG über. standes selbst saniert. Die KWg schafft Werte Schleswig- Schon bei Erwerb fokussiert sich die KWG auf Objekte mit überdurchschnittlichem Wertsteigerungs- Holstein potenzial. Leerstand und bauliche Mängel werden dabei als Chance gesehen. Das Potenzial hebt die KWG mit individuell auf das Objekt zugeschnittenen Konzepten. Grundsätzliche ineinander- greifende Mechanismen werden durch das konzerneigene Bau- und Asset-Management gesteuert. So koordiniert das Baumanagement die Aufwertung der Bausubstanz durch Sanierung bzw. Modernisierung. Das aktive Asset-Management steuert die Maßnahmen hinsicht- Bremen lich Wirtschaftlichkeit, zur Reduzierung von Leerstand und Fluktuation sowie zur Steigerung Berlin der durchschnittlichen Quadratmetermiete. Aktives Asset-Management bedeutet zudem ein Niedersachsen regelmäßiges Optimieren der Dienstleistungs- und Versorgungsverträge, angefangen beim Hausmeisterservice und Winterdienst bis zur Heizöllieferung. Nordrhein- Westfalen KerNbestaND / iNVestitiONsbestaND Sachsen Thüringen Der überwiegende Teil der Objekte ist saniert und gut vermietet. In diesen Objekten werden 2008 einzelne Wohnungen zur Neuvermietung ggf. baulich angepasst. Insgesamt sind hier jedoch 2009 keine umfassenden Arbeiten notwendig. Diese Objekte weist die KWG als dauerhaften Kernbe- stand aus. Objekte, bei denen große Sanierungsmaßnahmen anstehen, werden hingegen dem 2010 Investitionsbestand zugeordnet. Nach Abschluss solcher Maßnahmen werden die Objekte dem Kernbestand zugeführt. Sanierte Wohneinheiten gesamt: NachhaLtig UND eNergieeffiZieNt 10 Einheiten Der langfristige Investitionshorizont, den die KWG verfolgt, setzt nachhaltiges Handeln voraus. Die großen Sanierungsmaßnahmen im Investitionsbestand – im Jahr 2010 in Celle und Gelsen- kirchen – sind daher im Wesentlichen auf eine Steigerung der Energieeffizienz ausgelegt. Hier- 100 Einheiten durch werden insbesondere der Heizenergieverbrauch massiv reduziert und Potenzial für eine verträgliche Kaltmietenerhöhung geschaffen. Da die Ausstattung der Wohnanlagen mit in der Regel 200 Einheiten 32 Das UNterNehmeN 33 Das UNterNehmeN
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    Das UNterNehmeN POrtfOLiO UNDstrategie eNtWicKLUNg Der mieteN Im vergangenen Jahr konnten die Mieteinnahmen durch Leerstandsabbau, Mietanpassungen und Neuvermietungen weiter gesteigert werden. Leerstand in % Ist-Miete in EUR pro m2 Leerstand in % Leerstand in % Ist-Miete in EUR pro m2 Ist-Miete in EUR pro m2 Die durchschnittliche Nettokaltmiete im Kernbestand hat sich dabei um 0,14 Euro erhöht, VerWaLtUNg Der bestäNDe – Nah am mieter im Investitionsbestand um 0,11 Euro. Allerdings gibt es hier, basierend auf regelmäßigen Marktanalysen des Vermietungsmarktes, noch ein erhebliches Potenzial von rund 0,80 Euro Zum Januar 2010 hat die KWG Wohnwert GmbH ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die pro Quadratmeter. Insgesamt erwirtschaftete das Portfolio eine Nettokaltmiete (Net Rental konzerneigene Hausverwaltung übernahm in einer ersten Stufe Bestände in Berlin, Sachsen Income, NRI) von 13,3 Mio. Euro und steigerte sich damit zum Vorjahr um 0,1 Mio. Euro. und Thüringen. Seit dem 1. Januar 2011 werden auch die Bestände in den alten Bundeslän- Zurückzuführen ist dies auf Leerstands- und Fluktuationsabbau sowie Mietanpassungen. Der dern durch die KWG Wohnwert betreut. Neben positiven Skalen- und Verbundeffekten ist die bilanzielle Wertansatz wurde mit einem Marktwert in Höhe von 188,6 Mio. Euro extern bewer- KWG durch die regionalen Geschäftsstellen noch näher am Mieter und kann besser auf tet, wodurch sich das Immobilienvermögen im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent erhöht Erfordernisse und Bedürfnisse eingehen. So findet der Mieter vor Ort bzw. in der Nähe einen hat. Bezogen auf den Bilanzansatz der Immobilien stellten die Mieteinnahmen eine Rendite persönlichen Ansprechpartner. Auch in der Vermietung erweist es sich als Vorteil, als von 7,1 Prozent dar. Eigentümer direkt mit dem Mietinteressenten in Kontakt zu treten. So lässt sich hier besser Einfluss auf den Mietermix nehmen. Die Basis mit der kaufmännischen Verwaltung ist in Glauchau (Sachsen) angesiedelt. Von hier aus steuert auch das Forderungsmanagement nach strukturierten Prozessabläufen und in enger Verbindung mit den Regionalbüros die zeitnahe Eindämmung von Zahlungsproblemen der Mieter. 34 Das UNterNehmeN 35 Das UNterNehmeN
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    ,, Das UNterNehmeN POrtfOLiO UNDstrategie Insbesondere die Bestände in Berlin haben sich, seitdem sie durch die KWG Wohnwert verwaltet werden, äußerst positiv entwickelt. Der Leerstand wurde binnen eines Jahres auf rund ein Drittel des Ausgangswertes abgebaut und die Mieteinnahmen um 15 Prozent erhöht. Künftig wird die KWG Wohnwert GmbH ihre Leistungen auch Dritten anbieten. Die KWG widersetzt sich mit der Internalisierung der Hausverwaltung somit bewusst dem allgemeinen Trend des Outsourcings. agiereN statt abWarteN Die KWG wird die Erholung des Marktes auch im Jahr 2011 nutzen, um ihr Portfolio weiter auszu- bauen. Zusätzlich ist sie dabei, neue Teilmärkte innerhalb des Bereiches Wohnen zu erschlie- ßen. In Anbetracht der demografischen Entwicklungen und verstärkter Alterungstendenzen agiert sie aktiv, baut einen Teilbestand ihrer Wohnungen barrierearm um und bietet diese in Zusammenarbeit mit sozialen Trägern als „Seniorenfreundliches Wohnen“ an. aUsbLicK 2011 Die Rahmenbedingungen am deutschen Vermietungsmarkt haben sich seit Mitte 2010 verbessert. Hiervon hat auch die KWG mit ihrer Strategie profitiert. Die gesteigerten Mieteinnahmen als auch die Wertsteigerung der Bestände zeigen, dass die KWG auf dem richtigen Weg ist. Für 2011 bleiben wir auf diesem Weg und forcieren weiterhin das organische und anorganische Wachstum der Gesellschaft. Als sehr kostenbewusst arbeitendes Unternehmen bekommen wir meistens eine warmmietenneutrale Sanierung hin. ,, Torsten Hoffmann, 5. Februar 2011 36 Das UNterNehmeN 37 thema
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    Das UNterNehmeN Die KWgiNVestiert iN Die ZUKUNft heiZeNergieeiNsParUNgeN VON bis ZU 70 PrOZeNt grOssmassNahmeN iN ceLLe UND geLseNKircheN Die KWg erhÖht KaLtmieteN sOZiaLVerträgLich Für die KWG sind die Themen energetische Sanierung und Energieeffizienz sowie Nachhaltigkeit schon früh in der Wertschöpfungskette von Bedeutung. Bereits beim Erwerb der Objekte finden eNergetische mODerNisierUNg beDeUtet ggf. erforderliche Sanierungsmaßnahmen in der Bewertung des Wertsteigerungspotenzials WiN-WiN-WiN-sitUatiON fÜr mieter, Vermieter UND UmWeLt Berücksichtigung und die zu erwartenden Kosten werden ins Finanzierungskonzept eingepreist. Das Jahr 2010 bestimmten für die KWG vor allem zwei große Sanierungs- und Modernisie- rungsprojekte: celle, Veilchengrund gelsenkirchen, Vittinghoff-siedlung Der Veilchengrund in Celle: Eine Siedlung mit 36 zwei- bis dreistöckigen Mehrfamilienhäusern aus den 1960er Jahren. Die Siedlung ist mit ihren vielen grünen Freiflächen in eine Ein- und Zweifamilienhausumgebung Wohneinheiten 174 143 eingebettet. gewerbeeinheiten 0 4 Die Vittinghoff-Siedlung in Gelsenkirchen: Eine denkmalgeschützte Siedlung aus den 1920er Jahren im Stadtteil Schalke. Hier wurde in Nutzfläche in m2 13.062 8.799 enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt der Stadt Gelsenkirchen saniert. investitionsvolumen in eUr 4,2 Mio. 2,5 Mio. Zwei Siedlungen mit völlig unterschiedlichen Ausgangssituationen – entsprechend wichtig war es für die KWG, individuelle Lösungen zu entwickeln, die den Klimahaushalt des jeweiligen Jahres-NKm 2009 in eUr 376.641 386.031 Objektes und sein Erscheinungsbild berücksichtigen. Individuell heißt auch, dass die KWG innovative Techniken mit einbezog, wie z. B. die neuen gasbetriebenen Blockheizkraftwerke Jahres-NKm 2010 in eUr 430.412 392.545 der Firma LichtBlick oder die abgasbindenden Dachpfannen der Firma Nelskamp, die jeweils ihren Einsatz im Veilchengrund fanden. einsparquote/-potenzial heizenergie Bis zu 60 % Die KWG hat an den beiden Standorten in Summe 6,7 Mio. Euro u. a. in Wärmedämmung sowie weitere Einzelmaßnahmen wie Erneuerung der Heizungsanlagen und der Innenausstat- tung investiert. 84,03 Prozent davon wurden durch die KfW-Bankengruppe finanziert. Die Maßnahmen sind voraussichtlich bis Mitte 2011 abgeschlossen. Durch die energetische Herr M. ist Mieter einer Dreizimmerwohnung im Veilchengrund. Er wohnt zusammen mit sei- Sanierung und Modernisierung wird der Bestand in Gelsenkirchen auf das Niveau der ner Frau seit einigen Jahren in der Siedlung in Celle-Vorwerk. Im Jahr 2010 hat er monatlich Energiesparverordnung 2009 (EnEV) und in Celle auf das der EnEV 2009 gehoben werden. für seine Miete insgesamt 645 Euro gezahlt. Diese Miete teilte sich in 325 Euro Kaltmiete und Der Verbrauch der zum Heizen benötigten Endenergie kann damit an beiden Standorten auf 320 Euro für die Betriebs- und Heizkosten auf. Die Nebenkosten bildeten mit einem Anteil bis zu 60 Prozent gesenkt werden. Neben der energetischen Modernisierung werden die von 49 Prozent die zweite Miete. Verantwortlich für diese hohe Summe war der Heizenergie- leerstehenden Wohnungen umfassend saniert und modernisiert. Die modernen Badausstat- verbrauch. tungen sowie die hochwertigen Bodenbeläge und neuen Türen erhöhen neben den optisch aufgewerteten Fassaden die Attraktivität der Wohnanlagen und ermöglichen eine Vermietung Fast 90 Prozent des Energieverbrauchs eines privaten Haushalts in Deutschland sind, nach über dem Marktmietpreis vergleichbar großer Wohnungen. Der Leerstand kann aufgrund der Angaben der Bundesregierung, Heizung und Warmwasser geschuldet; rund drei Viertel davon anhaltenden Baumaßnahmen erst ab dem Jahr 2011 wesentlich reduziert werden, dennoch für Raumwärme. Ein Großteil dieser Wärme entweicht durch Wände, Fenster, Dach, Türen wurden die Mieterlöse im Vergleich zum Vorjahr bereits um rund 9 Prozent gesteigert. oder Fußboden. Auch alte Heizanlagen sind für erhöhten Energieverbrauch verantwortlich. 38 Das UNterNehmeN 39 Das UNterNehmeN
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    Das UNterNehmeN Die KWgiNVestiert iN Die ZUKUNft Die zweite miete Win-win-win-situation Seit Ausführung der baulichen Maßnahmen setzt sich für unseren Mieter Herrn M. in Celle Die KWG hat durch die baulichen Veränderungen die Voraussetzungen für einen nachhaltigen die Miete neu zusammen. Ein Teil der Sanierungskosten (ca. 1,04 Euro/m²) wurde auf ihn Umgang mit Energie geschaffen. Doch der Gewinn durch die Sanierungen in Celle und in umgelegt – gesetzlich wären nach § 559 BGB hier bis zu 11 Prozent der umlagefähigen Gelsenkirchen geht weit über eine Senkung des Energieverbrauchs und damit der Nebenkos- Baukosten jährlich möglich. Herrn M.s Kaltmiete erhöht sich dadurch um rund 23 Prozent auf ten hinaus: das Erscheinungsbild der Siedlungen ist aufgewertet, Leerstände konnten abge- 401 Euro, gleichzeitig haben sich die Betriebskostenvorauszahlungen, in denen die Kosten für baut und die Mieterschaft gestärkt werden. Die KWG profitiert zudem von gestiegenen Heizung und Warmwasser enthalten sind, auf 189 Euro verringert und entsprechen nur noch Mieteinnahmen durch Kaltmietenanpassungen bzw. Neuvermietungen und von Wertzuwäch- Nebenk 32 Prozent der Gesamtmiete, die nun bei 590 Euro liegt. Der Mieter Herr M. profitiert damit sen. Nicht zuletzt schlägt sich das bauliche Engagement in der positiven Klimabilanz des von einer um fast 9 Prozent reduzierten Gesamtmiete, was einem Betrag von 55 Euro ent- Unternehmens nieder. Diese erfreulichen Ergebnisse bestätigen das Geschäftsmodell und Kaltmie spricht. Auch der Mieter kann seinerseits zu einer Senkung der zweiten Miete beitragen, bestärken die KWG auf ihrem Weg in eine ökonomisch und ökologisch nachhaltige Zukunft. indem er sein Heiz- und Lüftungsverhalten an die neuen Bedingungen anpasst. Die KWG generiert durch die Vermietung an Herrn M. nun eine Nettokaltmietensteigerung von 23 Prozent. Über alle Bestandsmieter hinweg liegt der Kaltmietengewinn bei 20 Prozent. Nicht berücksichtigt ist hier das Potenzial, das in der Neuvermietung der sanierten Leerwohnungen Nebenkosten (BK+HK) liegt. Hier sind weitere eklatante Steigerungen der Gesamtmiete von fast 50 Prozent bis zum Jahr 2012 möglich. Im Vergleich zu Mietanpassungen im Bestand ist das Potenzial zur Kaltmiete Kaltmietensteigerung im Rahmen von Sanierungen damit am höchsten. förderung durch den bund unabdingbar Die KWG hat im Jahr 2010 mit den Objekten in Celle und Gelsenkirchen zusammen 317 Wohneinheiten, also 6,6 Prozent ihres Bestandes, saniert. Bundesweit liegt die Sanierungsrate des Gebäudebestandes bei 0,9 bis 1,3 Prozent pro Jahr. Diese Quote soll mindestens verdop- pelt werden. Die generelle Bereitschaft von Vermietern zu investieren hängt jedoch von der Rentabilität ab. Niedrige Energiekosten tragen zwar zum wirtschaftlichen Erfolg von Immobilien bei, dennoch geht es nicht ohne Förderung der Maßnahmen durch den Bund, möchte man eine weitere Belastung der Mieter ausschließen. Allerdings erhofft sich auch die KWG, dass im Rahmen des neuen Energiekonzepts des Bundes Anpassungen stattfinden und geförderte Maßnahmen noch individueller abrufbar sind. 40 Das UNterNehmeN 41 Das UNterNehmeN
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    KONZerNLagebericht Der KWg KOmmUNaLeWOhNeN ag für das Geschäftsjahr 2010 1. geschäftsverlauf und rahmenbedingungen Für 2011 sind die Prognosen optimistisch. Die konjunkturelle Erholung wird sich fortsetzen, 2. Vermögens-, finanz- und ertragslage Unsicherheiten bleiben. Das deutsche Wachstum ist vom Wachstum Asiens abhängig, das 3. Nachtragsbericht 2011 schwächer ausfallen soll. Allerdings wird auch ein steigender Inlandskonsum prog- 4. risiko- und chancenbericht nostiziert, welcher die deutsche Wirtschaftsentwicklung vom Export unabhängiger macht. 5. Prognosebericht Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren eine Wachstumsrate von rund 2 Prozent. Lage der immobilienbranche 1. geschäftsVerLaUf UND rahmeNbeDiNgUNgeN Der Immobiliensektor war primär von der Krise betroffen, erholte sich jedoch auch mit als gesamtwirtschaftliche Lage Erstes. Insgesamt war das Jahr 2010 für die deutsche Immobilienbranche ein gutes Jahr. Im Laufe des Jahres löste sich die Kreditklemme, die durch die Kreditbank für Wiederaufbau Im Jahr 2010 erholte sich die Weltwirtschaft von einer der schwersten Rezessionen der (KfW) zur Verfügung gestellten Mittel belebten den baulichen Sektor und auch das Transak- Nachkriegszeit, ausgelöst von einer internationalen Krise der Finanzmärkte im Jahre 2008. tionsvolumen stieg erstmals wieder deutlich an. Deutschland bzw. die deutsche Wirtschaft sind im globalen bzw. auch europäischen Vergleich gut durch diese Krise gekommen. Zu Beginn des Jahres 2010 war dies noch nicht absehbar. Wohnimmobilien entwickelten sich dabei vergleichsweise besser als andere Immobilien- Im Februar wuchs die Unsicherheit über die Schuldenmisere Griechenlands und anderer segmente. Auch hier stiegen die Transaktionszahlen. Nach Angaben von BulwienGesa, die EU-Staaten, das Jahrestief wurde erreicht. Es ging die Angst vor einem erneuten Abgleiten Transaktionen ab 50 Einheiten erfassen, wurden 2010 Wohnimmobilienpakete mit min- der Weltwirtschaft um, die Staatsschuldenkrise war zum Jahresende noch nicht überwunden. destens 50 Einheiten im Wert von 3,64 Mrd. Euro gehandelt. Auch im Bereich der privaten Immobilienakquisitionen zur Eigennutzung bzw. als Kapitalanlage sind die Zahlen – dank Seit dem Frühjahr 2010 belebte sich die deutsche Wirtschaft wieder, getragen durch den des niedrigen Zinsniveaus – gestiegen. Allerdings wurden die Transaktionen kleinteiliger. vom starken Wachstum Chinas und anderer Schwellenländer profitierenden Export. Zum Cushman & Wakefield ermittelten sinkende Transaktionszahlen für großvolumige Portfolios. Jahresende wurden Werte erreicht, die denen vor der Finanzkrise nahezu entsprachen. Ebenfalls nach Angaben des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens BulwienGesa sind auch wieder vermehrt ausländische Investoren am deutschen Wohnungsmarkt aktiv. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im 1. Quartal 2010 mit 2,3 Prozent und im 2. Quartal 2010 gar um 4,3 Prozent über dem Vorjahresquartal. Im 3. Quartal des Jahres belief sich In Ergänzung zum Transaktionsvolumen haben auch die Kauf- und Vermietungspreise Zu- die Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal auf 3,9 Prozent, im 4. Quartal 2010 erhöhte wächse erfahren. Nach Angaben von BulwienGesa legten die Wiedervermietungsmieten um sich das BIP im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,0 Prozent. Für 2010 2,3 Prozent zu. Der Immobilienverband Deutschland (IVD) erwartet für 2011 einen weiteren bedeutete das insgesamt ein Wachstum des BIP um 3,6 Prozent. Damit erreichte das BIP Anstieg zwischen einem und 2,5 Prozent. Explizit in Zuzugsregionen ist von weiteren Preis- wieder annährend Vorkrisenniveau. Im Jahr 2009 hatte das BIP noch durchgehend rückgän- steigerungen auszugehen. gige Werte aufgewiesen. Die Verbraucherpreise zogen ebenfalls – nach einer sehr verhaltenen Entwicklung im vergan- geschäftsmodell der KWg genen Jahr und im ersten Halbjahr 2010 – wieder an. So lagen die Preise im Dezember 2010 rund 1,7 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Die Teuerungsrate lag für das gesamte Die KWG ist ein langfristig orientierter Bestandshalter von deutschen Wohnimmobilien. Die Jahr 2010 bei durchschnittlich 1,1 Prozent und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert Gesellschaft erwirbt vor allem Immobilien in sogenannten B- und C-Lagen, da bei diesen auf- von 0,4 Prozent nahezu verdreifacht. Treibend war der Anstieg der Nahrungsmittelpreise, die grund der günstigeren Einkaufskonditionen bessere Renditen erwartet werden. Vor dem Er- Energiepreise blieben weitgehend auf stabilem Niveau, nachdem diese bereits im Jahr 2008 werb eines Objektes prüft die KWG detailliert die Miet- und Instandsetzungshistorie und legt massiv angezogen hatten. Im Gegenzug sank die Arbeitslosigkeit, die Beschäftigung hat mit hierbei besonderen Wert auf das Vorliegen auch von weit zurückreichenden Datensätzen. 40,5 Mio. Arbeitnehmern ein Rekordniveau erreicht und auch bei den Bruttolöhnen und Die Ankaufkriterien werden vor allem in mittelgroßen Städten in Nord- und Ostdeutschland -gehältern zeigt sich langsam der Aufschwung. erfüllt, wobei sich die Gesellschaft auf Objekte in Ballungsregionen bzw. Regionen mit einer positiven Zukunftsprognose konzentriert. Entsprechend findet sich der überwiegende Teil des Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) steht nach wie vor mit einem Prozent auf Immobilienbestandes in diesen Gebieten. Durch ein aktives Asset-Management des Immo- dem Niveau vom Mai 2009. Die niedrigen Zinsen trugen wesentlich zur schnellen Erholung bilienportfolios zielt die KWG auf eine Senkung der Leerstände bei gleichzeitiger Entwicklung der deutschen Wirtschaft bei und ermöglichten Unternehmen, sich günstig zu finanzieren des Mietniveaus ab. und die Zinsausgaben trotz angespannter Nachfrage zu erwirtschaften. 42 KONZerNLagebericht 43 KONZerNLagebericht
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    KONZerNLagebericht Der KWg KOmmUNaLeWOhNeN ag für das Geschäftsjahr 2010 Um die Wertschöpfungskette innerhalb des Konzerns zu vervollständigen, hat die KWG im steuern (VJ: 3,3 Mio. Euro) aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der als Finanzin- Jahr 2009 die KWG Wohnwert GmbH gegründet, eine Hausverwaltungsgesellschaft, die An- vestitionen gehaltenen Immobilien. fang 2010 ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Zunächst sind die Bestände in Berlin, Sachsen und Thüringen in die Hausverwaltung eingegangen. 2010 wurde zudem der Übergang der Aber auch das operative Ergebnis der KWG (Ergebnis vor Ertragsteuer- und Bewertungseffek- KWG-Bestände in den westlichen Bundesländern zum 1. Januar 2011 vorbereitet. Auch Drit- ten) konnte von –1,3 Mio. Euro im Jahre 2009 um 1,9 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro für 2010 te sollen zukünftig auf die Serviceangebote der KWG Wohnwert GmbH zurückgreifen können. verbessert werden. Der Vorstand der KWG ist mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 2010 zufrieden und Überblick über den geschäftsverlauf für 2011 optimistisch. Das Umfeld für Transaktionen scheint sich weiterhin zu erholen, sodass sich mehr Möglichkeiten einer Ausweitung des Immobilienbestandes ergeben sollten. Nachdem im Jahr 2009 der Transaktionsmarkt fast zusammengebrochen war, spürte man Insgesamt wird auch für 2011 von steigenden Umsätzen bei einer weiteren Verbesserung im Jahr darauf deutliche Erholungstendenzen, doch das Angebot blieb hinter der Nachfrage einzelner Kennzahlen ausgegangen. zurück. So konnte die KWG erst zum Jahresende noch zwei Einkäufe abschließen. Zum einen erwarb sie ein Portfolio von 506 Wohnungen, die sich auf die Standorte Celle und Delmenhorst verteilen, zum anderen ein Objekt in Berlin mit 30 Wohneinheiten. In beiden Unternehmensstruktur Fällen werden strategiekonform regionale Standorte, an denen die KWG bereits aktiv ist, weiter ausgebaut. Der rechtliche und wirtschaftliche Übergang dieser Einheiten auf die KWG Die KWG Kommunale Wohnen AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und erfolgt im Geschäftsjahr 2011. Wesentlich konzentriert hat sich die KWG im Jahr 2010 auf fungiert als Mutterunternehmen des KWG-Konzerns. Die einzelnen Bestände sind Objekt- ihre zwei großen energetischen Sanierungsprojekte in Celle und Gelsenkirchen. Ein aktives gesellschaften zugeordnet, diese werden in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 31. Asset-Management und eine solide Finanzierung wurden auch im Jahr 2010 intensiv verfolgt. Dezember 2010 gehören zum Konzern insgesamt 16 Tochtergesellschaften. Eine Aufstellung der einzelnen Beteiligungen findet sich im Anhang. Der Sitz der Gesellschaft ist in Hamburg. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Darlehen im Wert von 4,5 Mio. Euro umstrukturiert. Die Daneben waren Mitarbeiter des KWG-Konzerns operativ an den Standorten Berlin, Glauchau, durchschnittliche Zinslast im Gesamtportfolio der KWG beläuft sich auf 4,90 Prozent p. a. Hainichen, Bad Langensalza, Celle, Hagen und Gelsenkirchen tätig. gegenüber 5,02 Prozent p. a. zum Jahresbeginn. Die durchschnittliche Restzinsbindungs- laufzeit der Verbindlichkeiten der KWG beträgt rund 4,5 Jahre. finanzstruktur Bis in die zweite Jahreshälfte 2011 besteht für die vorhandenen Immobilien kein Refinan- zierungsbedarf. Zu diesem Zeitpunkt werden sich dann die zur Verlängerung anstehenden Die KWG hat am 31. Dezember 2010 ein Grundkapital von 10.804.729 Euro, eingeteilt in Kredite lediglich auf rund 2 Mio. Euro belaufen, über deren Prolongation bereits verhandelt 10.804.729 nennwertlose Stückaktien. Die Erhöhung gegenüber dem Jahresende 2009 wird. Bezüglich eines im Jahre 2012 auslaufenden Kreditvolumens i. H. v. rund 25 Mio. Euro resultiert aus einer im Dezember 2010 vorgenommenen Barkapitalerhöhung aus genehmig- hat sich die KWG die Option gesichert, rund 80 Prozent dieses Volumens zu bereits fixierten tem Kapital. 982.248 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien wurden im Rahmen eines Konditionen bis ins Jahr 2014 zu prolongieren. Die jährliche Tilgung der Finanzverbindlich- Private Placements bei nationalen und internationalen Investoren zu einem Ausgabepreis von keiten der KWG beläuft sich auf 1,8 Prozent pro Jahr. 5,15 Euro je Aktie platziert. Zum Jahresende 2010 verfügte die KWG über 4.822 Wohneinheiten und 44 Gewerbeeinhei- ten sowie 1.093 Garagen und Stellplätze sowie über rund 74.000 Quadratmeter unbebaute mitarbeiter Grundstücke. Im Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres haben sich damit nur geringfügige Veränderungen ergeben. Der Konzernumsatz beträgt nach IFRS (International Financial Re- Zum 31. Dezember 2010 hat die KWG im Konzern insgesamt 38 Mitarbeiter (Vorjahresstichtag: porting Standards) wie im Vorjahr (VJ) 19,8 Mio. Euro. Die Nettokaltmieten stiegen im Jahre 23 Mitarbeiter) und 2 Vorstände (Vorjahresstichtag: 1 Vorstand) beschäftigt. 2010 auf insgesamt 13,3 Mio. Euro nach 13,2 Mio. Euro im Vorjahr leicht an. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) hat sich im Geschäftsjahr 2010 mit 10,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 2,7 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Auch der Konzernjahresüberschuss Vorstand 2010 verbesserte sich mit 8,6 Mio. Euro nach 3,3 Mio. Euro im Vorjahr deutlich. Bis Juni 2010 fungierte Stavros Efremidis, seit Februar 2007 im Vorstand der Gesellschaft, Erheblichen Einfluss auf die Ergebnissituation haben dabei mit 9,6 Mio. Euro (VJ: 4,0 Mio. als Alleinvorstand. Mit der Berufung von Torsten Hoffmann als Finanzvorstand zum 15. Juni Euro) die Ergebnisse vor Ertragsteuern bzw. mit 8,1 Mio. Euro die Ergebnisse nach Ertrag- 2010 wird die KWG wieder durch zwei Vorstände vertreten. 44 KONZerNLagebericht 45 KONZerNLagebericht
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    KONZerNLagebericht Der KWg KOmmUNaLeWOhNeN ag für das Geschäftsjahr 2010 2. VermÖgeNs-, fiNaNZ- UND ertragsLage Wie im Überblick über den Geschäftsverlauf dargestellt und erläutert, hat die KWG im Ge- schäftsjahr 2010 keine nennenswerten Portfoliotransaktionen vorgenommen, die zu Mittel- Vermögenslage abflüssen führten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich nach –2,1 Mio. Euro im Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der durchgeführten umfangreichen Baumaßnahmen in Im Geschäftsjahr 2010 hat die KWG die Eigenkapitalquote nach den internationalen Rech- Celle und Gelsenkirchen auf –5,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010. nungslegungsvorschriften IFRS von 34,5 Prozent im Vorjahr auf 38,1 Prozent zum 31. Dezember 2010 gesteigert. Damit verfügt die KWG über eine für eine Immobiliengesellschaft Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist nach –5,1 Mio. Euro im Jahr 2009 erstmals sehr komfortable Eigenkapitalausstattung, die den Ankauf weiterer Bestände erlaubt. positiv und beläuft sich für das Geschäftsjahr 2010 auf 0,1 Mio. Euro. Dazu kommt es, weil das um die Fair-Value-Bewertung bereinigte EBT mit 0,6 Mio. Euro positiv ist und sich das Die Bilanzsumme erhöhte sich von 187,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 205,2 Mio. Euro Ende Nettoumlaufvermögen nur um 0,5 Mio. Euro aufgebaut hat. 2010. Das Konzernergebnis in Höhe von 10,2 Mio. Euro vor Ertragsteuern resultiert bei der KWG Auf der Aktivseite der Bilanz dominieren mit 193,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 177,4 Mio. als Bestandshalter im Wesentlichen aus nicht zahlungswirksamen Wertzuwächsen im Im- Euro) weiterhin die langfristigen Vermögenswerte. Dabei stellen unverändert die als Fi- mobilienbesitz. Dem stehen Sanierungsausgaben in erworbenen Einheiten gegenüber. Der nanzinvestitionen gehaltenen Immobilien das Schwergewicht mit 188,6 Mio. Euro nach Vorstand geht davon aus, dass nach Abschluss größerer Sanierungsarbeiten an Projekten 173,6 Mio. Euro im Jahr zuvor. deutlich höhere positive Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu erzielen sind. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 10,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 12,1 Mio. Euro zum Ultimo 2010. Die Liquiditätslage des Konzerns mit 8,7 Mio. Euro nach 7,3 Mio. ertragslage Euro im Vorjahr ist zufriedenstellend. Die Nettoumsatzerlöse stiegen weiter von 13,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 13,3 Mio. Euro im Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Konzerneigenkapital nach IFRS wiederholt Geschäftsjahr 2010. In dieser Größe sind ausschließlich die Mieteinnahmen der als Finanzin- deutlich auf 78,1 Mio. Euro nach 64,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Eigenkapitalzuwachs ist im vestitionen gehaltenen Immobilien enthalten. Das Ergebnis aus der Bewertung zum Zeitwert Wesentlichen auf den Konzernjahresüberschuss von 8,6 Mio. Euro sowie die 2010 durchge- beläuft sich auf 9,6 Mio. Euro im Jahr 2010 nach 4,0 Mio. Euro im Vorjahr. führte Kapitalerhöhung zurückzuführen. Insgesamt bildeten damit im Geschäftsjahr 2010 weiterhin Mieteinnahmen den Großteil der Das langfristige Fremdkapital stieg aufgrund der Erhöhung der latenten Steuerschulden leicht Erlöse. Dies unterstreicht die sehr nachhaltige Ertragsbasis der KWG. von 116,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 118,6 Mio. Euro zum Jahresultimo 2010. Dabei handelt es sich vor allem um langfristige Finanzschulden. Diese betragen zum Bilanzstichtag 114,2 Der Materialaufwand, in dem sich vor allem die umlagefähigen Betriebskosten widerspiegeln, Mio. Euro (Vorjahr: 114,4 Mio. Euro). reduzierte sich von 7,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,2 Mio. Euro. Der Personalaufwand lag mit 1,8 Mio. Euro leicht über dem des Vorjahresniveaus von 1,5 Mio. Euro. Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich von 6,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,6 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert aus der Zunahme der kurzfristigen Finanzschulden von 2,4 Mio. Euro Die Aufwendungen aus Investment Properties ermäßigten sich nochmals von 3,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 5,0 Mio. Euro zum Ende des Berichtsjahres. im Vorjahr auf 3,0 Mio. Euro. Diese Größe spiegelt die den Objekten direkt zuzurechnenden, nicht umlagefähigen Kosten wie Instandhaltungsaufwendungen, Sanierungsmaßnahmen Sowohl die hohe Eigenkapitalquote als auch der hohe Anteil an langfristigem Fremdkapital und eigene Verwaltungskosten wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten und die hohe Liquidität tragen zu der nach wie vor im Branchenvergleich äußerst soliden sich von 2,3 Mio. Euro im Jahr 2009 auf 1,9 Mio. Euro im Berichtsjahr. Die Zinsaufwen- Finanzierung der KWG bei. dungen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Sie betrugen auch in diesem Geschäftsjahr 5,9 Mio. Euro. finanzlage Insgesamt stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern (nach IFRS) deutlich von 3,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010. Nach Während des Geschäftsjahres 2010 und zum Bilanzstichtag war die Zahlungsfähigkeit der Abzug von sonstigen Steuern und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Form von Gesellschaft zu jeder Zeit uneingeschränkt gegeben. Zum 31. Dezember 2010 betrugen die latenten Steuern kletterte der Konzernjahresüberschuss nach IFRS von 3,3 Mio. Euro im Vor- flüssigen Mittel der KWG solide 8,7 Mio. Euro. jahr auf insgesamt 8,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2010. Die auf Minderheiten entfallenden Ergebnisanteile sind unverändert von untergeordneter Bedeutung. 46 KONZerNLagebericht 47 KONZerNLagebericht
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    KONZerNLagebericht Der KWg KOmmUNaLeWOhNeN ag für das Geschäftsjahr 2010 3. Nachtragsbericht Nach dem Krisenjahr 2009 mit einem Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um rund 5 Prozent, stieg im Berichtsjahr das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent. Mit Beginn des Jahres 2011 wurde die Internalisierung des Asset- und Property-Manage- Ferner prognostizierten die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten im Okto- ments auch auf die Immobilienbestände in den alten Bundesländern ausgeweitet. Somit ber 2010 für 2011 ein Wirtschaftswachstum von 2 Prozent. Gleichwohl ist eine schwächere werden zwischenzeitlich bereits über 85 Prozent des Gesamtbestands des KWG-Konzerns als erwartete Entwicklung möglich. Es ist nicht auszuschließen, dass die erzielbaren Mieten durch das Tochterunternehmen KWG Wohnwert GmbH verwaltet. und das Zinsniveau hierdurch, wie auch von der Preisentwicklung, beeinflusst werden. Zum Jahresende wurden noch Kaufverträge über 506 Wohnungen an den Standorten Celle Bei Ankäufen von Wohnportfolios könnte ein zunehmender Wettbewerb durch neue nationale und Delmenhorst sowie 30 Wohnungen am Standort Berlin abgeschlossen. Diese Einheiten oder internationale Nachfragen zu einer Veränderung der derzeitigen Ankaufbedingungen gehen rechtlich und wirtschaftlich erst im Jahr 2011 auf die KWG über. führen. Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens ist maßgeblich abhängig von qualifizierten Füh- rungskräften sowie von qualifizierten Mitarbeitern. 4. risiKO- UND chaNceNbericht Sinken der Immobilienwerte Das Geschäftsmodell des KWG-Konzerns basiert auf der langfristigen Bestandshaltung Die KWG prüft vor jedem Erwerb die angebotenen Wohnimmobilien intensiv und stellt Käufen von deutschen Wohnimmobilien. Die Investitionen in Bestandsobjekte sind Basis für das eine Due Diligence voran. Es kann trotzdem vorkommen, dass durch externe Ereignisse die Wachstum und die Wertsteigerung des Konzerns. Die Risiken eines Investors, der lang- beizulegenden Zeitwerte der Bestandsimmobilien sinken. fristige Investitionen in Form von Sachwerten im Fokus hat, sind im Vergleich zu anderen Investitionsformen deutlich geringer. Dennoch ist jegliches unternehmerisches Handeln mit Liquiditätsrisiken Risiken verbunden. Die Risikopolitik der KWG Kommunale Wohnen AG und des Konzerns Die KWG benötigt zur Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie neben Eigenkapital auch um- zielt deswegen zum einen darauf ab, Risiken bereits im Vorfeld abzuschätzen, um sie – wenn fangreiches, weiteres Fremdkapital für Investitionen in den Bestand sowie zum Erwerb weite- möglich – zu vermeiden. Zum anderen zielt die Risikopolitik der KWG darauf ab, Risiken rer Wohnportfolios. Dabei besteht das Risiko, das notwendige Fremdkapital nicht jederzeit in möglichst früh zu erkennen, um rechtzeitig gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. der erforderlichen Höhe und zu günstigen Konditionen beschaffen zu können. Währungs- und Zinsänderungsrisiken a) Das risikomanagement des KWg-Konzerns Die Gesellschaft vermeidet Währungsrisiken, indem sie in Euro investiert und sich in Euro refinanziert; auch die Mieteinnahmen fließen in Euro. Es gibt aber Zinsänderungsrisiken, ins- Mittels ihres Risikomanagements kann die KWG Risiken systematisch identifizieren, beur- besondere bei der Prolongation bestehender Darlehen. Diese Risiken werden durch aktives teilen, kontrollieren und dokumentieren. Es ist Bestandteil aller Unternehmensbereiche und Darlehensmanagement begleitet. Grundlage aller Aktionen. IT-Risiken Vorgegeben wird die Risikopolitik durch den Vorstand der KWG Kommunale Wohnen AG, Die Geschäftsprozesse der KWG sind zum Großteil IT-gestützt, so dass IT-Risiken bestehen. der mögliche Risiken im Bereich der Planung und Umsetzung von Geschäftsstrategien fort- Um unberechtigte Zugriffe und Datenverluste zu vermeiden, schützt sie ihr IT-System durch laufend definiert. Umfassendes Informieren der Geschäftsleitung durch die einzelnen Unter- umfangreiche technische Maßnahmen. Zudem erfolgen ständig eine Überprüfung und An- nehmensbereiche in regelmäßig stattfindenden Controlling-Gesprächen, Projektbesprechun- passung des IT-Systems an die neueste technische Entwicklung. gen und Bereichsmeetings sind Basis zur Risikoidentifizierung und -steuerung. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken können sich aus den vielfältigen gesetzlichen Regelungen ergeben, die b) bericht über die risiken die Gesellschaften des KWG-Konzerns betreffen. Im Risikomanagementprozess werden insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt: Nach Überprüfung der Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 lagen keine Risi- ken vor, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden oder die Ent- Gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchen- und Betriebsrisiken wicklung wesentlich beeinträchtigen. Auch für die Zukunft sind zum jetzigen Zeitpunkt keine Der Konzern ist zwar ausschließlich am deutschen Immobilienmarkt tätig, gleichwohl wird derartigen Risiken zu erkennen. allerdings das Marktumfeld von der Entwicklung der internationalen Konjunktur beeinflusst. 48 KONZerNLagebericht 49 KONZerNLagebericht
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    KONZerNLagebericht Der KWg KOmmUNaLeWOhNeN ag für das Geschäftsjahr 2010 c) bericht über die chancen 5. PrOgNOsebericht Chancen werden insbesondere in dem Erwerb von Immobilienbeständen von Kommunen Die KWG ist für das Jahr 2011 optimistisch. Erwartet wird eine weitere Besserung der ge- gesehen. Als Gesellschafter von Wohnungsgesellschaften haben die Kommunen in der samtwirtschaftlichen Lage und damit einhergehend eine Belebung der Transaktionstätigkeit Vergangenheit ihre Wohnungsbestände kaum reduziert und sind daher eine wesentliche auf dem Immobilienmarkt. Dieses Szenario will die KWG nutzen, um den eigenen Woh- Zielgruppe von privaten Immobilieninvestitionen. Für die Kommunen ist der Verkauf der nungsbestand weiter strategiekonform auszubauen. Der Einsatz von Eigenkapital soll bei Zu- Immobilienbestände politisch und wirtschaftlich sinnvoll, um mit den erzielten Erlösen u. a. käufen so gestaltet werden, dass Verwässerungen des Net Asset Value (NAV) weitestgehend vorhandene Schulden zu tilgen, die Infrastruktur zu verbessern sowie Ausbildungsinvestiti- vermieden werden. onen durchzuführen. Durch Investitionen in Infrastruktur und Ausbildung wird die jeweilige Kommune im Standortwettbewerb attraktiver für Unternehmen und zuziehende Arbeitnehmer. Die KWG wird das Jahr 2011 nutzen, um weiter werterhöhend mit dem aktuellen Immobi- lienbestand zu arbeiten. Weitere Akquisitionsmöglichkeiten werden in dem Erwerb von Immobilien gesehen, bei denen die damit verbundenen Kredite nicht planmäßig getilgt werden können (notleidende Die Internalisierung der Hausverwaltung des KWG-Bestands in den neuen Bundesländern Kredite). Hierbei handelt es sich vor allem um in den letzten 5 Jahren gehandelte und wird durch die konzerneigene KWG Wohnwert GmbH seit Anfang 2010 erfolgreich umgesetzt hochfinanzierte Objekte. Die Gläubiger dürften in Zukunft vermehrt solvente Eigentümer für und führte bereits im Jahr 2010 zu einer signifikanten Effizienzsteigerung mit zusätzlicher die Immobilien aus ihren notleidenden Krediten suchen. Die KWG sieht sich als potenzieller Steuerentlastung. Im Januar 2011 wurde auch die Verwaltung der westdeutschen Woh- Partner für solche Gläubiger. nungsbestände der KWG in die KWG Wohnwert GmbH integriert. Aufgrund guter Kontakte zu potenziellen Verkäufern gehört die KWG mit zu den ersten An- Durch die geschilderten Maßnahmen und ergänzend durch geplante Zukäufe sollen die sprechpartnern beim Verkauf von Immobilienbeständen. Mit dem vorhandenen Know-how Mieteinnahmen und damit die Umsätze der KWG im Jahr 2011 weiter erhöht werden. der Experten der KWG werden lohnende Investitionen schnell bestimmt. Durch zielgerichtete Modernisierungsmaßnahmen einzelner Objekte kann die Zufriedenheit der Mieter gesteigert Insgesamt werden für die folgenden Geschäftsjahre EBT auf etwa gleicher Höhe des aktuel- und zugleich die Leerstandsquote in den Immobilien verringert werden. len Geschäftsjahres erwartet. Hamburg, den 31. März 2011 KWG Kommunale Wohnen AG Stavros Efremidis Torsten Hoffmann 50 KONZerNLagebericht 51 KONZerNLagebericht
  • 27.
    KONZerNbiLaNZ KONZerN-gesamtergebNisrechNUNg Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) Nach iNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 aKtiVa IN EUR Notes 31.12.2010 31.12.2009 IN EUR Notes 2010 2009 Langfristige Vermögenswerte Umsatzerlöse 5.1 19.764.936,03 19.759.185,85 Immaterielle Vermögenswerte 4.1, 6.1, 14 207.507,58 189.982,63 Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 5.2 9.602.302,86 3.960.815,33 der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien Sachanlagen 4.2, 6.2, 14 343.019,69 177.069,99 Sonstige betriebliche Erträge 5.3 263.111,75 224.110,49 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 4.3, 6.3, 14 188.635.558,02 173.579.000,00 Materialaufwand 5.4 –6.235.614,29 –7.335.791,44 Latente Steuerforderungen 4.4, 6.4 3.984.824,00 3.503.202,03 Personalaufwand Langfristige Vermögenswerte, gesamt 193.170.909,29 177.449.254,65 a) Löhne und Gehälter 5.5 –1.546.819,83 –1.322.268,59 Kurzfristige Vermögenswerte b) Soziale Abgaben u. Aufwendungen für Altersversorgung 5.5 –226.622,48 –166.016,69 Vorräte 4.5, 6.5 102.616,20 16.250,69 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 5.6 –172.734,60 –103.275,93 und Sachanlagen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.6, 6.6 766.965,51 428.064,44 Aufwendungen aus Investment Properties 5.7 –2.999.760,82 –3.653.015,00 Steuererstattungsansprüche 4.6, 6.6 20.354,74 159.337,45 Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.8 –1.865.999,37 –2.334.156,96 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.6, 6.6 2.437.907,85 2.144.849,46 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.9 26.066,24 72.406,63 Flüssige Mittel 4.7, 6.7 8.736.265,05 7.261.151,69 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.10 –5.861.159,24 –5.864.857,34 Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 12.064.109,35 10.009.653,73 Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 5.11 –5.862,15 –3.259,40 aKtiVa, gesamt 205.235.018,64 187.458.908,38 ergebnis der gewöhnlichen geschäftstätigkeit 10.741.844,10 3.233.876,95 PassiVa IN EUR Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.12 –1.615.241,37 656.711,13 eigenkapital Sonstige Steuern 5.13 –543.020,98 –570.424,44 Gezeichnetes Kapital 6.8 10.804.729,00 9.822.481,00 Kapitalrücklage 6.8 42.892.602,42 40.500.379,90 Konzernjahresüberschuss = Periodenergebnis 8.583.581,75 3.320.163,64 Gewinnrücklagen 6.8 1.855,13 1.855,13 Rücklage für Marktbewertung 6.8 –463.554,50 –411.654,09 Wertänderungen von Sicherungsinstrumenten 5.14 –61.657,75 –92.299,54 Konzernbilanzgewinn 6.8 24.863.209,44 14.821.827,41 Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten 5.15 9.757,34 14.606,40 eigenkapital vor minderheiten 78.098.841,49 64.734.889,35 Aufwendungen Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital 3.157,11 2.271,44 summe der direkt im eigenkapital erfassten –51.900,41 –77.693,14 eigenkapital, gesamt 78.101.998,60 64.737.160,79 erträge und aufwendungen Langfristiges fremdkapital gesamtergebNis 8.531.681,34 3.242.470,50 Langfristige Finanzschulden 4.8, 6.9 114.171.218,87 114.385.964,56 Latente Steuerschulden 4.8, 6.10 4.332.499,23 2.288.502,77 Langfristiges Fremdkapital 4.8, 6.11 52.757,15 88.248,59 (Fremdanteile bei Personenhandelsgesellschaften) Konzernjahresüberschuss = Periodenergebnis entfällt auf: Langfristiges fremdkapital, gesamt 118.556.475,25 116.762.715,92 Minderheitenanteile 5.16 885,67 –728,56 Kurzfristiges fremdkapital Anteilseigner des Mutterunternehmens 8.582.696,08 3.320.892,20 Kurzfristige Finanzschulden 4.8, 6.12 4.975.142,63 2.396.956,65 gesamtergebnis entfällt auf: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.8, 6.12 968.984,87 1.184.353,52 Minderheitenanteile 5.16 885,67 –728,56 Kurzfristige Steuerschulden 4.8, 6.12 36.164,12 39.403,66 Anteilseigner des Mutterunternehmens 8.530.795,67 3.243.199,06 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 4.8, 4.10, 6.12 2.596.253,17 2.338.317,84 Kurzfristiges fremdkapital, gesamt 8.576.544,79 5.959.031,67 Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) 8. 0,87 0,39 PassiVa, gesamt 205.235.018,64 187.458.908,38 52 KONZerNabschLUss 53 KONZerNabschLUss
  • 28.
    ,, KONZerN-KaPitaLfLUssrechNUNg Nach iNterNat. fiNaNciaLrePOrtiNg staNDarDs (ifrs) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 IN EUR Notes 6.7, 13 1.1.–31.12.2010 1.1.–31.12.2009 Konzernergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Min- 1. 10.198.823,12 2.663.452,51 derheitsgesellschaftern) vor Ertragsteuern 2. Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 172.734,60 103.275,93 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. Sonstige zahlungsunwirksame Erträge Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens Zinsen und ähnliche Erträge Zinsaufwendungen Verlust (+)/Gewinn (-) aus der Bewertung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zum beizulegenden Zeitwert Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Liefe- rungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Einzahlungen aus Zinsen Gezahlte Zinsen cashflow aus laufender geschäftstätigkeit Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen des Tochter- unternehmens KWG Grundbesitz I GmbH & Co. KG Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögens- gegenstände Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen inklusive der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien Auszahlungen für Investitionen in die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien Auszahlungen für Investitionen in das übrige Sachanlage- vermögen –50.000,80 –6.499,08 –26.066,24 5.861.159,24 –9.602.302,86 –579.342,26 –82.450,58 26.066,24 –5.796.649,14 115.472,24 –29.127,71 –106.726,05 54.040,00 –5.501.411,75 –249.867,53 0,00 204.471,76 –72.406,63 5.864.857,34 –3.960.815,33 –89.769,34 –4.032.375,29 72.406,63 –5.874.615,58 –5.121.518,00 0,00 –64.524,37 1.914.476,12 –3.955.371,52 –33.180,36 Wir sichern Vermögen und wir schaffen Vermögen. ,, Stavros Efremidis, 28. Januar 2011 18. cashflow aus der investitionstätigkeit –5.833.093,04 –2.138.600,13 19. Einzahlungen aus der Ausgabe von gezeichnetem Kapital 982.248,00 1.222.481,00 20. Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Darlehen 4.469.000,00 12.564.517,29 21. Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten –2.067.042,95 –11.166.273,65 Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen abzüglich Auszahlungen 22. 3.808.529,11 4.097.496,76 aus direkt zurechenbaren Kosten der Kapitalerhöhung Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von 23. 0,00 3.000,00 Minderheitsgesellschaftern 24. cashflow aus der finanzierungstätigkeit 7.192.734,16 6.721.221,40 25. Zahlungswirksame Veränderungen des finanzmittelfonds 1.475.113,36 –538.896,73 26. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.261.151,69 7.800.048,42 27. finanzmittelfonds am ende der Periode 8.736.265,05 7.261.151,69 Nachrichtlich: erhaltene Ertragsteuern 137.830,23 1.188,39 54 KONZerNabschLUss 55 thema
  • 29.
    KONZerN-eigeNKaPitaLVeräNDerUNgsrechNUNg Nach iNterNat. fiNaNciaLrePOrtiNg staNDarDs (ifrs) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 IN EUR Notes gezeichnetes Kapitalrücklage gewinn- rücklage für Konzern- eigenkapital vor minderheiten- Konzern- 6.8 Kapital rücklagen marktbewertung bilanzgewinn minderheiten anteile eigenkapital staND ZUm 31.12.2008 Nach ifrs 8.600.000,00 37.970.422,74 1.855,13 –333.960,95 9.904.722,81 56.143.039,73 0,00 56.143.039,73 Erlöse aus der Ausgabe von gezeichnetem Kapital 1.222.481,00 4.278.683,50 0,00 0,00 0,00 5.501.164,50 0,00 5.501.164,50 Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 3.320.892,20 3.320.892,20 –728,56 3.320.163,64 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge 0,00 0,00 0,00 –77.693,14 0,00 –77.693,14 0,00 –77.693,14 und Aufwendungen gesamtergebNis 0,00 0,00 0,00 –77.693,14 3.320.892,20 3.243.199,06 –728,56 3.242.470,50 Entnahmen für Transaktionskosten 0,00 –152.513,94 0,00 0,00 0,00 –152.513,94 0,00 –152.513,94 Einzahlungen von Minderheiten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.000,00 3.000,00 Entnahmen aus Rücklagen 0,00 –1.596.212,40 0,00 0,00 1.596.212,40 0,00 0,00 0,00 staND ZUm 31.12.2009 Nach ifrs 9.822.481,00 40.500.379,90 1.855,13 –411.654,09 14.821.827,41 64.734.889,35 2.271,44 64.737.160,79 Erlöse aus der Ausgabe von gezeichnetem Kapital 982.248,00 4.076.329,20 0,00 0,00 0,00 5.058.577,20 0,00 5.058.577,20 Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 8.582.696,08 8.582.696,08 885,67 8.583.581,75 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge 0,00 0,00 0,00 –51.900,41 0,00 –51.900,41 0,00 –51.900,41 und Aufwendungen gesamtergebNis 0,00 0,00 0,00 –51.900,41 8.582.696,08 8.530.795,67 885,67 8.531.681,34 Entnahmen für Transaktionskosten 0,00 –225.420,73 0,00 0,00 0,00 –225.420,73 0,00 –225.420,73 Entnahmen aus Rücklagen 0,00 –1.458.685,95 0,00 0,00 1.458.685,95 0,00 0,00 0,00 staND ZUm 31.12.2010 Nach ifrs 10.804.729,00 42.892.602,42 1.855,13 –463.554,50 24.863.209,44 78.098.841,49 3.157,11 78.101.998,60 56 KONZerNabschLUss 57 KONZerNabschLUss
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (1) aLLgemeiNe erLäUterUNgeN Zum 1. Januar 2010 sind die Änderungen des Sammelstandards „Improvements to IFRS“ (2009) in Kraft getreten. Diese Neuerungen hatten keine materiellen Auswirkungen auf den Die KWG Kommunale Wohnen AG (folgend KWG AG) mit Sitz in Hamburg/Deutschland, Konzernabschluss der KWG AG. Alstertor 9, ist Mutterunternehmen des KWG-Konzerns. Sie ist eine seit dem 8. März 2010 im Entry Standard (bis 7. März 2010 im Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse Am 31. Juli 2008 wurden unter dem Titel „Geeignete Grundgeschäfte“ Änderungen zu IAS notierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Gesellschaft wurde am 28. Juni 2000 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ veröffentlicht. Mit den Änderungen wird beim Amtsgericht Bremen im Handelsregister unter HRB 19416 eingetragen. Seit dem 17. unter anderem klargestellt, wie Optionskontrakte, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt August 2009 wird die Gesellschaft beim Amtsgericht Hamburg im Handelsregister unter werden, zu bilanzieren sind. Die Änderungen sind rückwirkend in der ersten Periode eines HRB 110567 geführt. am 1. Juli 2009 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden und haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KWG AG. Die Geschäftstätigkeit des KWG-Konzerns umfasst im Wesentlichen den Erwerb, die Er- richtung und die Veräußerung von Wohnimmobilien sowie die Beteiligung an Immobilien- Die übrigen Änderungen von IFRS-Normen, insbesondere IFRS 1 „Erstmalige Anwendung unternehmen, insbesondere an gemeinnützigen, kommunalen und genossenschaftlichen der IFRS“, IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“, IFRS für kleine und mittelgroße Unternehmen Wohnungsbaugesellschaften, sowie die Vermietung und Verwaltung der eigenen Immobilien. (IFRS für KMU), IFRIC 12 „Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen“, IFRIC 15 „Immobili- Das operative Geschäft erfolgt durch die Tochtergesellschaften der KWG AG. enfertigungsaufträge“, IFRIC 17 „Sachdividenden an Eigentümer“, IFRIC 18 „Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden“, die verpflichtend am bzw. nach dem 1. Januar 2010 Die Vermietung der Immobilien unterliegt keinen wesentlichen saisonalen oder konjunkturellen anzuwenden sind, haben mit Ausnahmen von möglichen zusätzlichen Anhangsangaben Schwankungen. keine wesentlichen Auswirkungen für den KWG-Konzern. Das Geschäftsjahr der KWG AG und aller einbezogenen Tochterunternehmen ist das Kalenderjahr. Am 4. November 2009 veröffentlichte das IASB den überarbeiteten Standard IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“. Die überarbeitete Fas- sung des IAS 24 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach (2) grUNDLageN Der rechNUNgsLegUNg dem 1. Januar 2011 beginnen. Mit Ausnahme von weiteren Anhangsangaben führt die Überar- beitung des Standards zu keinen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KWG AG. Die KWG AG stellt für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2010 freiwillig nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Das IASB hat am 8. Oktober 2009 Änderungen des IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“ Board (IASB) einen Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamt- bezüglich der Klassifizierung von Bezugsrechten veröffentlicht. Die Änderungen sind ver- ergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrech- pflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 begin- nung und ergänzenden Anhangsangaben, auf. Er steht einschließlich der Vorjahresangaben nen. Die Änderungen haben keine Auswirkung für den KWG-Konzern. in Übereinstimmung mit den IFRS. Die Änderungen der Interpretationen IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Im Konzernabschluss werden alle bis zum 31. Dezember 2010 verpflichtend anzuwenden- Eigenkapitalinstrumenten“ und IFRIC 14 „Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdo- den Standards und Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) tierungsverpflichtungen“, die anzuwenden sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem bzw. seiner Gremien angewendet. 1. Juli 2010 bzw. 1. Januar 2011 beginnen, haben mit Ausnahme von möglichen weiteren Anhangsangaben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KWG AG. Dieser Konzernabschluss wird in Anwendung von § 315a Abs. 3 HGB aufgestellt. IFRS 9 (Financial Instruments) und die Änderungen in IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) Aus der Anwendung veränderter Standards ergaben sich keine weiteren Auswirkungen auf sind von der EU noch nicht anerkannt und wären erst verpflichtend für Geschäftsjahre nach die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. 2010 verpflichtend anzuwenden. Die Auswirkungen der Umsetzung dieser Normen auf den Konzernabschluss der KWG AG werden derzeit geprüft. Sowohl die Berichtswährung als auch die funktionale Währung ist Euro (EUR). Währungs- umrechnungen waren für die ausschließlich national tätigen Konzernunternehmen nicht Die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 Unternehmenzusammenschlüsse und des IAS 27 erforderlich. Die Angaben erfolgen entsprechend der jeweiligen Bezeichnung in Euro (EUR) „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“ sind verpflichtend am bzw. nach dem oder in Tausend Euro (TEUR). 1. Januar 2010 anzuwenden und betreffen Unternehmenszusammenschlüsse in Geschäfts- jahren, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Für den KWG-Konzern haben diese Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzern-Gesamt- Änderungen keine Auswirkungen. ergebnisrechnung und der Konzernbilanz zusammengefasst worden. Diese Posten werden 58 KONZerNabschLUss 59 KONZerNabschLUss
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die in der Konzern-Gesamtergebnisrech- Die KWG AG hatte am 31. Dezember 2010 insgesamt 16 nung enthaltene Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfah- (Vorjahresstichtag: 16) inländische Tochterunternehmen: ren aufgestellt. Im Konzernabschluss wurden in einigen Fällen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis von bilanziellen Vermögenswer- gez. Kapital/ anteil am ten, Schulden, Erträgen, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten haben. Die tat- Kommanditkap. eUr Kapital in % sächlichen Werte können von diesen Schätzungen bzw. Annahmen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt, sodass sämtliche Annahmen und Schätzungen auf den Verhältnissen am Bilanzstichtag basieren. KWg grundbesitz i Verwaltungs gmbh, hamburg 25.000,00 100 KWg grundbesitz i gmbh & co. Kg, hamburg 305.300,00 99,90 (3) KONsOLiDierUNgsgrUNDsätZe UND -methODeN KWg grundbesitz ii gmbh & co. Kg, hamburg 5.000,00 100 In den Konzernabschluss werden alle Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezo- gen, bei denen die KWG AG mittelbar oder unmittelbar eine Beherrschung i. S. d. IAS 27.13 KWg grundbesitz iii gmbh, hamburg 25.000,00 100 über ein Tochterunternehmen ausübt. Die Beherrschung über die Tochterunternehmen wird in allen Fällen über Stimmrechtsmehrheit ausgeübt. KWg grundbesitz iii gmbh & co. Kg, hamburg 600.000,00 95,41 KWg grundbesitz iV gmbh, hamburg 25.000,00 100 KWg grundbesitz V gmbh, hamburg 25.000,00 100 KWg grundbesitz Vi gmbh, hamburg 25.000,00 100 KWg grundbesitz Vii gmbh, hamburg 25.000,00 100 KWg grundbesitz Viii gmbh, hamburg 25.000,00 100 Königsdorfer straße 15 + 17 Projekt gmbh, hamburg* 25.000,00 100 KWg grundbesitz X gmbh, hamburg 25.000,00 100 KWg immobilien gmbh, hamburg 25.000,00 100 KWg Wohnwert gmbh, glauchau 30.000,00 90 siedlungs- und Wohnhausgesellschaft sachsen 565.000,00 100 gesellschaft mit beschränkter haftung, glauchau hainichener Wohnungsgesellschaft 3.400.091,01 100 mit beschränkter haftung, hainichen *Vormals: KWG Grundbesitz IX GmbH, Hamburg. 60 KONZerNabschLUss 61 KONZerNabschLUss
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 Wesentliche Unternehmenserwerbe haben im Geschäftsjahr 2010 nicht stattgefunden. (4.1) immaterieLLe VermÖgeNsWerte Der Erwerb eines weiteren Kommanditanteils an der KWG Grundbesitz I GmbH & Co. KG, Hamburg, im Januar 2010 (10,9 Prozent des Kommanditkapitals) führte zu Auszahlungen in Die immateriellen Vermögenswerte verfügen alle über eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer Höhe von TEUR 29. und sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über 3 Jahre Basis für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die aus den handelsrechtlichen bzw. mit einem Abschreibungssatz von 33 1/3 Prozent vorgenommen. Aus der Kapitalkonso- Jahresabschlüssen entwickelten IFRS-Einzelabschlüsse. lidierung ergaben sich keine Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung des IFRS 3 nach der Neubewertungs- methode zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Ergibt sich zum Erwerbs- (4.2) sachaNLageN stichtag ein passiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser sofort ergebniswirksam vereinnahmt. Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind mit Ausnahme der als Finanzinvestitionen konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallen- gehaltenen Immobilien zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen den Anteile ausgewiesen. Sofern es sich um Minderheitsgesellschafter von Personenhandels- bewertet. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens gesellschaften handelt, erfolgt ein Ausweis unter dem langfristigen Fremdkapital. werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen berücksichtigt. Vermö- genswerte des Sachanlagevermögens werden über deren voraussichtliche wirtschaftliche Ausleihungen und andere Forderungen sowie Verbindlichkeiten zwischen den konsolidier- Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit ten Gesellschaften werden aufgerechnet. In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden Anschaffungskosten über netto EUR 150,00 und bis EUR 1.000,00 werden in einem Sam- Umsatzerlöse sowie andere Erträge zwischen den Konzerngesellschaften mit den entspre- melposten zusammengefasst und im Jahr der Anschaffung sowie in den 4 darauffolgenden chenden Aufwendungen verrechnet. Jahren mit je einem Fünftel der Anschaffungskosten linear abgeschrieben. Diese Vermö- gensgegenstände werden am Ende desjenigen Geschäftsjahres, in dem der Sammelposten Schuldverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten werden innerhalb des Konzerns aufgerech- vollständig abgeschrieben ist, im Anlagenspiegel als Abgang erfasst. net. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung: Die Jahresabschlüsse der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen werden unter Anwendung der IFRS nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufge- Nutzungsdauer in Jahren stellt. Der Stichtag der Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen entspricht in allen Fällen betriebsausstattung 6 bis 8 dem Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember). büroeinrichtung 3 bis 23 (4) biLaNZierUNgs- UND beWertUNgsmethODeN (4.3) aLs fiNaNZiNVestitiONeN gehaLteNe immObiLieN Von den in der Konzernbilanz ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerten und dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen langfristigen Fremdkapital wird erwartet, dass sie innerhalb Bei den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien eines Zeitraums von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag nicht realisiert oder erfüllt werden. handelt es sich um Grundstücke und Gebäude, die zum Zwecke der Erzielung von Mietein- Entsprechend haben die in der Konzernbilanz ausgewiesenen kurzfristigen Vermögenswerte nahmen gehalten und nicht selbst genutzt werden. Die Bewertung der als Finanzinvestitionen und das kurzfristige Fremdkapital eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. gehaltenen Immobilien erfolgt gemäß IAS 40.33 unter Anwendung des beizulegenden Zeitwer- tes. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Anschaffungskosten inklusive Transaktionskosten gemäß Die in der Konzernbilanz aufgeführten Vermögenswerte und Schulden entsprechen im IAS 40.20. Die im Rahmen der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entstehenden Gewin- Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten. ne oder Verluste durch die Änderung des beizulegenden Zeitwertes werden gemäß IAS 40.35 in der Periode erfolgswirksam berücksichtigt, in der sie entstanden sind. Der Ausweis erfolgt gesondert in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter dem Posten Ergebnis aus der Be- wertung zum beizulegenden Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien. 62 KONZerNabschLUss 63 KONZerNabschLUss
  • 33.
    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (4.4) LateNte steUerfOrDerUNgeN (4.8) VerbiNDLichKeiteN Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 auf Grundlage der bilanzorientierten Ver- Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Ausgabebetrag angesetzt. Ein etwaiger Unterschieds- mögens- und Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten betrag zwischen ausbezahltem und bei Endfälligkeit rückzahlbarem Betrag wird ratierlich zugeführt. Differenzen ermittelt, wonach sie jeweils auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den Vermögenswerten und Schulden zwischen IFRS- und Steuerbilanz gebildet werden. Darüber Die Steuerschulden sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages ohne Abzinsung ange- hinaus werden aktive latente Steuern in dem Umfang auf noch nicht genutzte steuerliche setzt und berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf ver- Verlustvorträge gebildet, in dem wahrscheinlich in Zukunft steuerpflichtige Gewinne zur gangenen Geschäftsvorfällen oder auf vergangenen Ereignissen vor dem Bilanzstichtag beruhen. Verfügung stehen. Als kurzfristige Posten werden solche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ausgewiesen; Aktive und passive latente Steuern werden auf Grundlage der aktuellen Steuersätze bewertet, langfristige Posten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. die für den Zeitraum gelten, in dem sich die zeitlichen Unterschiede voraussichtlich ausglei- chen. Weil die Immobiliengesellschaften im Wesentlichen gewerbesteuerbefreit sind, wird Eventualschulden werden nicht bilanziert. Eine Eventualschuld liegt vor, wenn die Möglich- diese Steuer bei den Immobiliengesellschaften bei der Berechnung der Steuerlatenz nicht keit des Bestehens einer gegenwärtigen, rechtlichen oder faktischen Verpflichtung und die mit herangezogen. Möglichkeit des Abflusses von Ressourcen nur denkbar, aber nicht wahrscheinlich ist. Dabei gilt ein Ereignis als wahrscheinlich, wenn mehr für als gegen den Eintritt des Ereignisses spricht. Eventualschulden werden jedoch im Anhang angegeben, sofern die Möglichkeit des (4.5) VOrräte Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen wahrscheinlich ist. Die Vorräte des Konzerns umfassen Bestände an Heizöl und Flüssiggasen. Sie werden gemäß IAS 2.9 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren Netto- (4.9) LeasiNg veräußerungswert bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der Durch- schnittsmethode. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufspreis abzüglich noch Bei den bestehenden Leasingverträgen handelt es sich um Operating-Leasing-Verhältnisse, bis zur Fertigstellung anfallender Kosten. Eine Wertminderung auf einen niedrigeren Netto- wobei die Gesellschaft ausschließlich als Leasingnehmer auftritt. Die Bilanzierung der Lea- veräußerungswert war im Berichtsjahr nicht zu erfassen. singgegenstände erfolgt beim Leasinggeber, da dieser wirtschaftlicher Eigentümer ist. Die da- für anfallenden Leasingraten werden daher von der Gesellschaft in voller Höhe als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. (4.6) fOrDerUNgeN UND sONstige VermÖgeNsWerte Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihren Anschaffungskosten (= Leasing-Verträgen beträgt: regelmäßig ihr Nominalwert) abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert; erkennba- ren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. 31.12.2010 31.12.2009 TEUR TEUR Wertberichtigungen werden auf Basis von Erfahrungswerten durch Klassifizierung der Forde- rungen und sonstigen Vermögenswerte nach dem Alter und auf Basis von sonstigen Informa- tionen hinsichtlich der Werthaltigkeit gebildet. bis zu einem Jahr 87 20 Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren 153 1 (4.7) ZahLUNgsmitteL UND ZahLUNgsmitteLäQUiVaLeNte Länger als 5 Jahre 0 0 Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Bankguthaben und Kas- senbeständen, die allesamt einen hohen Liquiditätsgrad haben und eine Gesamtlaufzeit von unter 3 Monaten aufweisen. Sie unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und werden jeweils Für diese Leasingverhältnisse sind im Geschäftsjahr 2010 TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 27) fest zu Nennwerten angesetzt. vereinbarte Leasingaufwendungen erfasst und gezahlt worden. Sie werden im Posten „Sons- tige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen. 64 KONZerNabschLUss 65 KONZerNabschLUss
  • 34.
    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (4.10) DeriVate fiNaNZiNstrUmeNte (5.2) ergebNis aUs Der beWertUNg ZUm beiZULegeNDeN UND sicherUNgsgeschäfte ZeitWert Der aLs fiNaNZiNVestitiONeN gehaLteNeN immObiLieN Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken wird ein derivatives Finanzinstrument bilanziert, das die Kriterien des Hedge Accounting in Bezug auf die Bilanzierung nach IAS 39 erfüllt. Es eUr 9.602.302,86 handelt sich hierbei um einen Zinssatzswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos eines variabel verzinslichen Darlehens. Dieses derivate Finanzinstrument wird zu dem Zeitpunkt, Vorjahr eUr 3.960.815,33 zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt und nachfolgend mit seinem beizulegenden Zeitwerten bewertet. Das derivate Finanzinstrument wird als Vermögenswert angesetzt, wenn sein beizulegender Wert Das Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert setzt sich aus Aufwertungen positiv ist, und als Schuld, wenn sein beizulegender Wert negativ ist. Veränderungen werden, in Höhe von TEUR 9.717 (Vorjahr: TEUR 4.852) und Abwertungen in Höhe von TEUR 115 solange die Konditionen des Grund- und Sicherungsgeschäftes identisch sind, erfolgsneutral (Vorjahr: TEUR 891) der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zusammen. erfasst. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Mark-to-Market-Wert). (5.3) sONstige betriebLiche erträge (4.11) ertrags- UND aUfWaNDsreaLisierUNg eUr 263.111,75 Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung bzw. Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruch- Vorjahr eUr 224.110,49 nahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von handelsrechtlichen Rückstellungen und Wertberichtigungen (TEUR 104; Vorjahr: TEUR 139) (5) aNgabeN ZUr KONZerN-gesamtergebNisrechNUNg sowie Erträge im Zusammenhang mit einer nachträglichen Kaufpreisanpassung für den Erwerb der KWG Immobilien GmbH, Hamburg (TEUR 50). Aus dem Verkauf von als Finanz- Die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthaltene Konzern-Gewinn- und -Verlustrech- investitionen gehaltenen Immobilien wurden Gewinne in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR nung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Fremdkapitalkosten werden gemäß 28) erzielt. IAS 23.8 in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, gibt es nicht. (5.4) materiaLaUfWaND eUr 6.235.614,29 (5.1) UmsatZerLÖse Vorjahr eUr 7.335.791,44 eUr 19.764.936,03 Vorjahr eUr 19.759.185,85 Bei dem Materialaufwand handelt es sich um Hausgeldzahlungen nach dem Wohnungs- eigentumsgesetz (TEUR 608; Vorjahr: TEUR 752) sowie um Energie- und sonstige Be- triebskosten, die mit den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien im Zusammenhang Die Umsatzerlöse betreffen Einnahmen aus der Vermietung der als Finanzinvestitionen gehal- stehen. Im Wesentlichen betreffen diese Heizkosten (TEUR 1.897; Vorjahr: TEUR 2.698), tenen Immobilien. Die Erlöse aus Nettokaltmieten belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 auf Abwassergebühren (TEUR 625; Vorjahr: TEUR 540), Müllgebühren (TEUR 552; Vorjahr: TEUR 13.306 (Vorjahr: TEUR 13.189). Ferner beinhalten die Umsatzerlöse Guthaben aus TEUR 543), Wassergebühren (TEUR 544; Vorjahr: TEUR 685) und Aufwendungen für frem- Betriebskosten-Abrechnungen aus dem Vorjahr. de Hauswartleistungen (TEUR 409; Vorjahr: TEUR 347). 66 KONZerNabschLUss 67 KONZerNabschLUss
  • 35.
    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (5.5) PersONaLaUfWaND Vorjahr: TEUR 170), Aufwendungen für Investor Relations (TEUR 180; Vorjahr: TEUR 99), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 177; Vorjahr: TEUR 245) sowie Vergütungen für die Aufsichtsratmitglieder (TEUR 104; Vorjahr: TEUR 102). Darüber hinaus enthält der eUr 1.773.442,31 Posten Kfz-Kosten (TEUR 125; Vorjahr: TEUR 74), Aufwendungen für die Hauptversamm- lung (TEUR 108; Vorjahr: TEUR 51), Aufwendungen für Reise- und Bewirtungskosten Vorjahr eUr 1.488.285,28 (TEUR 120; Vorjahr: TEUR 93), Leasingkosten (TEUR 49; Vorjahr: TEUR 27), Aufwendungen für gescheiterte Akquisitionen (TEUR 36; Vorjahr: TEUR 181) sowie Aufwendungen, die mit Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr ohne Vorstand durchschnittlich 31 (Vorjahr: 22) der Finanzierung zusammenhängen (TEUR 31; Vorjahr: TEUR 389). Aus dem Verkauf von Mitarbeiter, davon 8 (Vorjahr: 3) Teilzeitkräfte. als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien ergaben sich Verluste in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 233). (5.6) abschreibUNgeN aUf immaterieLLe VermÖgeNsWerte UND sachaNLageN (5.9) sONstige ZiNseN UND ähNLiche erträge eUr 172.734,60 eUr 26.066,24 Vorjahr eUr 103.275,93 Vorjahr eUr 72.406,63 In diesem Posten sind ausschließlich planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- Der Posten enthält ausschließlich Zinserträge aus der Anlage finanzieller Mittel bei Kreditins- werte (TEUR 89; Vorjahr: TEUR 53) und Sachanlagen (TEUR 84; Vorjahr: TEUR 50) enthalten. tituten. (5.7) aUfWeNDUNgeN aUs iNVestmeNt PrOPerties (5.10) ZiNseN UND ähNLiche aUfWeNDUNgeN eUr 2.999.760,82 eUr 5.861.159,24 Vorjahr eUr 3.653.015,00 Vorjahr eUr 5.864.857,34 Die Aufwendungen aus Investment Properties betreffen die den Objekten direkt zuzurech- Ausgewiesen werden hier die mit dem Erwerb von Immobilien im Zusammenhang stehenden nenden, nicht umlagefähigen Kosten wie z. B. laufende Instandhaltungs- (TEUR 1.319; Aufwendungen für Zinsen für die Inanspruchnahme von Darlehen verschiedener Kreditgeber. Vorjahr: TEUR 1.069) bzw. Sanierungsaufwendungen (TEUR 368; Vorjahr: TEUR 1.055), eigene Verwaltergebühren (TEUR 631; Vorjahr: TEUR 981) und Vermietungsprovisionen (TEUR 153; Vorjahr: TEUR 139). (5.11) ergebNisaNteiL aNDerer geseLLschafter eUr –5.862,15 (5.8) sONstige betriebLiche aUfWeNDUNgeN Vorjahr eUr –3.259,40 eUr 1.865.999,37 Es handelt sich hierbei um den Ergebnisanteil, der auf die Minderheitsbeteiligungen an Per- Vorjahr eUr 2.334.156,96 sonenhandelsgesellschaften entfällt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Aufwendungen für Raumkosten (TEUR 205; Vorjahr: TEUR 237), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 192; 68 KONZerNabschLUss 69 KONZerNabschLUss
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (5.12) steUerN VOm eiNKOmmeN UND VOm ertrag Die KWG AG ist ein Gewerbebetrieb kraft Rechtsform und unterliegt mit ihrem Gewerbeertrag der Gewerbesteuer. Allerdings erfüllen viele Konzernunternehmen die Voraussetzung der erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung gemäß § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG. eUr –1.615.241,37 Gegenwärtig fällt Gewerbesteuer nur auf die nicht im Rahmen der erweiterten gewerbesteu- Vorjahr eUr 656.711,13 erlichen Kürzung begünstigten Erträge, wie z. B. Zinserträge, an. Im laufenden Jahr sind Gewerbesteueraufwendungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) zurückgestellt worden Zusammensetzung des Ertragsteueraufwands: und somit im tatsächlichen Steueraufwand enthalten. Der Ertragsteueraufwand (TEUR 1.615, Vorjahr: Ertragsteuerertrag TEUR 657) betrifft im Die aktiven und passiven latenten Steuern lassen sich folgenden Bilanzposten zuordnen: Wesentlichen latente Steuern. Der nicht latente Steueraufwand beträgt TEUR 1 (Vorjahr: 31.12.2010 31.12.2009 TEUR 1). Die latenten Steueraufwendungen beruhen sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr (latente Steuererträge) in voller Höhe auf temporären Unterschieden. aktiva Passiva aktiva Passiva TEUR TEUR TEUR TEUR Die ergebnisabhängigen Steuern im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.615 (Aufwand) leiten sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand ab, der sich bei der Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens auf das Ergebnis vor Ertragsteuern Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 18 4.332 - 2.289 ergeben hätte. Dabei wird unverändert mit einem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent zuzüglich 0,825 Prozent Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent von 15 Prozent) sowie einem Ge- Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 3.880 - 3.426 - werbesteuersatz von 14 Prozent (durchschnittlicher Hebesatz: 400 Prozent) gerechnet. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 87 - 77 - Die Überleitung ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich: 3.985 4.332 3.503 2.289 2010 TEUR 2009 TEUR (5.13) sONstige steUerN ergebNis VOr ertragsteUerN 10.199 2.664 eUr 543.020,98 Erwarteter Ertragsteueraufwand (Steuersatz 29,825 %) 3.042 794 Vorjahr eUr 570.424,44 Gewerbesteuerfreiheit –1.428 –373 von Immobiliengesellschaften Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen angefallene Grundsteuern (TEUR 538; Vorjahr: TEUR 561) für die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien. Effekte aus der Anwendung der 0 –280 geänderten Zinsschrankenregelung Effekte aus Verlustvorträgen 46 –791 (5.14) WertäNDerUNgeN VON sicherUNgsiNstrUmeNteN Auflösung latenter Steuern 0 6 eUr –61.657,75 Übrige Abweichungen Vorjahr eUr –92.299,54 (Transaktionskosten bei Kapitalerhöhungen, –45 –13 sonstige Hinzurechnungen und Kürzungen) Zur Sicherung von Schwankungen künftiger Zahlungsströme hat die Gesellschaft ein Zins- sicherungsgeschäft abgeschlossen. Die sich hieraus ergebenen Wertschwankungen werden 1.615 –657 direkt im Eigenkapital verrechnet. 70 KONZerNabschLUss 71 KONZerNabschLUss
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (5.15) ertragsteUerN aUf Die DireKt im eigeNKaPitaL (6.2) sachaNLageN erfassteN aUfWeNDUNgeN eUr 343.019,69 eUr 9.757,34 Vorjahr eUr 177.069,99 Vorjahr eUr 14.606,40 Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die im Berichtsjahr vor- Auf die vorgenommenen Wertänderungen der Sicherungsinstrumente, die direkt im Eigenka- genommenen Abschreibungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung in dem Posten pital erfasst sind, wurden latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen aktiviert. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfasst. Die Zugänge (TEUR 250; Vorjahr: TEUR 33) betreffen die Anschaffung von Büroeinrich- (5.16) aUf miNDerheiteNaNteiLe eNtfaLLeNDes tungsgegenständen (TEUR 165), geringwertigen Vermögenswerten (TEUR 75) sowie einem PeriODeN-/gesamtergebNis Pkw (TEUR 10). eUr 885,67 (6.3) aLs fiNaNZiNVestitiONeN gehaLteNe immObiLieN Vorjahr eUr –728,56 eUr 188.635.558,02 Es handelt sich hierbei um den Ergebnisanteil, der auf die Minderheitsbeteiligung an einer Vorjahr eUr 173.579.000,00 Kapitalgesellschaft entfällt. Die Entwicklung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien ist im Anlagenspiegel (6) erLäUterUNgeN ZUr KONZerNbiLaNZ dargestellt. Die Immobilien unterliegen in Höhe der ausgewiesenen kurz- und langfristigen Finanzschulden Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten. (6.1) immaterieLLe VermÖgeNsWerte Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden zum Zeitpunkt ihrer Anschaffung eUr 207.507,58 mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der Erwerbsnebenkosten aktiviert. Zum Bilanzstich- tag erfolgte die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert. Vorjahr eUr 189.982,63 Der beizulegende Zeitwert entspricht dem geschätzten Betrag, für den ein Objekt am Bewer- tungsstichtag zwischen einem kaufwilligen Käufer und einem verkaufswilligen Verkäufer nach Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die im erfolgter ordnungsgemäßer Vermarktung übertragen wird, wobei jede der Parteien unabhän- Berichtsjahr vorgenommenen Abschreibungen sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung gig, wissentlich, umsichtig und ohne Zwang gehandelt hat. Der Wert ist gerundet und ergibt in dem Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sich ohne Berücksichtigung von Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und erfasst. Maklergebühren. Der beizulegende Zeitwert wird auf der Grundlage des nachhaltig erziel- baren Mieteinkommens sowie unter Berücksichtigung von Instandsetzungen bzw. durch Die Zugänge (TEUR 107; Vorjahr: TEUR 65) betreffen im Wesentlichen die Software DIAMANT/3 IQ Anpassungen der Leerstandsquote ermittelt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes (TEUR 87) sowie die neu gestaltete Homepage der KWG Wohnwert GmbH, Glauchau (TEUR 9). erfolgt unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens. Bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelt es sich fast ausschließlich um vermietete Wohnimmobilien. Für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien, bei denen nicht unwesentliche Wert- schwankungen erwartet werden können, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 72 KONZerNabschLUss 73 KONZerNabschLUss
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 auf der Grundlage einer Bewertung durch einen unabhängigen Gutachter. Dieser Gutachter (6.4) LateNte steUerfOrDerUNgeN weist eine entsprechende berufliche Qualifizierung und aktuelle Erfahrungen mit der Lage und der Art der zu bewertenden Immobilien auf. Dies betrifft im Berichtsjahr den gesamten eUr 3.984.824,00 Bestand in Höhe von TEUR 188.581 (Vorjahr: TEUR 173.579) nach Neubewertung. Vorjahr eUr 3.503.202,03 Aufgrund der Bewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zum beizulegen- den Zeitwert hat sich der Wert wie folgt entwickelt: Die latenten Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen die Bildung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (TEUR 3.880; Vorjahr: TEUR 3.426). Darüber hinaus stehen bei 31.12.2010 31.12.2009 einer Tochtergesellschaft weitere steuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund EUR 6,2 Mio. EUR EUR (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.) zur Verfügung, die nicht aktiviert wurden. Die Verlustvorträge stehen grundsätzlich unbefristet zur Verfügung. Periodenbeginn 173.579.000,00 170.641.761,03 (6.5) VOrräte Zugang durch Portfolioerwerb und sonstige Zugänge 5.501.411,75 1.095.371,52 eUr 102.616,20 Abgang durch Verkauf –47.156,59 –2.118.947,88 Vorjahr eUr 16.250,69 Nettogewinne 9.716.927,96 4.851.740,13 aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwertes Zum 31. Dezember 2010 betrifft der Ausweis vorhandene Bestände an Heizöl und Flüssiggasen. Nettoverluste –114.625,10 –890.924,80 aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwertes (6.6) fOrDerUNgeN UND sONstige VermÖgeNsWerte Wert Der immObiLieN Nach beWertUNg 188.635.558,02 173.579.000,00 eUr 3.225.228,10 Auf Basis der Bewertung der Immobilien durch den unabhängigen Gutachter sind im Peri- Vorjahr eUr 2.732.251,35 odenergebnis unter dem Ergebnis aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien Nettogewinne in Höhe von TEUR 9.717 (Vorjahr: TEUR 4.852) und Nettoverluste in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 891) enthalten. Die Zugänge durch Portfolioerwerb und sonstige Zugänge in Höhe von insgesamt 31.12.2010 31.12.2009 TEUR 5.501 betreffen im Wesentlichen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den EUR EUR Objekten Celle und Gelsenkirchen sowie nachträgliche Anschaffungskosten von in Vorjahren erworbenen Objekten. forderungen aus Lieferungen und Leistungen 766.965,51 428.064,44 Die Abgänge resultieren aus zwei Objektverkäufen aufgrund der strategischen Bereinigung des Portfolios bei der Hainichener Wohnungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hainichen. steuererstattungsansprüche 20.354,74 159.337,45 Aus den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wurden im Berichtsjahr Mieteinnah- sonstige kurzfristige forderungen 2.437.907,85 2.144.849,46 men in Höhe von insgesamt TEUR 19.765 (Vorjahr: TEUR 19.759) erzielt. 3.225.228,10 2.732.251,35 Für als Erbbaurecht gehaltene Immobilien bestehen langfristige Erbbaurechtsverträge mit Laufzeiten bis 2207. 74 KONZerNabschLUss 75 KONZerNabschLUss
  • 39.
    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind zum Nennwert (= Anschaf- Die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile zum Anfang und zum Ende der Periode fungskosten) bilanziert. Zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen auf Forderungen aus ist aus der nachfolgenden Überleitungsrechnung ersichtlich: Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 26) vorgenommen. Die Aufwendungen sind im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. stück Die sonstigen kurzfristigen Forderungen betreffen hauptsächlich geleistete Anzahlungen auf Betriebskosten in Höhe von TEUR 1.583 (Vorjahr: TEUR 1.813). stand am 1. Januar 2010 9.822.481 (6.7) ZahLUNgsmitteL UND ZahLUNgsmitteLäQUiVaLeNte Kapitalerhöhung vom 18. Dezember 2010 982.248 eUr 8.736.265,05 stand 31. Dezember 2010 10.804.729 Vorjahr eUr 7.261.151,69 Aufgrund der im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung wurden im Berichts- jahr nach Abzug der darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: Liquide Mittel umfassen ausschließlich Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten. Sie ha- TEUR 29) insgesamt TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 153) an Transaktionskosten mit den unter ben jeweils zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Anlage eine Restlaufzeit von weniger als den Rücklagen erfassten Agien verrechnet. 3 Monaten. Die Entwicklung der liquiden Mittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Cashflow-Rechnung dargestellt. Als Sicherheit für die Inanspruchnahme Die Minderheitenanteile in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) betreffen die Minderheitsbe- eines Darlehens wurden liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.000 verpfändet, die somit teiligung an dem Tochterunternehmen KWG Wohnwert GmbH, Glauchau. Verfügungsbeschränkungen unterliegen. Aufgrund der erteilten Ermächtigung („Genehmigtes Kapital 2010“) hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Berichtsjahr eine Kapitalerhöhung vorgenommen. Die (6.8) eigeNKaPitaL Erhöhung des Grundkapitals erfolgte durch Ausgabe von insgesamt 982.248 nennwertlo- sen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft. Das am Bilanzstichtag noch eUr 78.101.998,60 bestehende genehmigte Kapital beträgt EUR 3.928.992,00. Der Vorstand ist hiermit ermäch- tigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 4. Juli 2015 mit Zustimmung Vorjahr eUr 64.737.160,79 des Aufsichtsrates ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.928.992,00 durch Ausgabe von bis zu 3.928.992 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. Die Entwicklung des Postens Eigenkapital ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrech- nung dargestellt. Der Vorstand ist ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzun- gen mit Zustimmung des Aufsichtsrates ganz oder teilweise auszuschließen. Das Grundkapital beträgt TEUR 10.805 (Vorjahr: TEUR 9.822). Es ist eingeteilt in 10.804.729 (Vorjahr: 9.822.481) nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, auf Eigene Anteile werden von der KWG AG nicht gehalten. die ein anteiliger Betrag von EUR 1,00 je Aktie entfällt. Jede Aktie hat eine Stimme und ist mit voller Gewinnanteilberechtigung ausgestattet. Die 10.804.729 (Vorjahr: 9.822.481) nenn- Die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 2.392 stammt aus Aufgeldern aus der im wertlosen, auf den Inhaber lautenden ausgegebenen Stückaktien sind voll eingezahlt. Berichtsjahr durchgeführten Erhöhung des Grundkapitals. Die Rücklagen betreffen Agien (TEUR 42.893, Vorjahr: TEUR 40.500), Rücklage für Hedge Die Gewinnrücklagen (TEUR 2) entsprechen der gesetzlichen Rücklage im Einzelabschluss Accounting (–TEUR 464, Vorjahr: –TEUR 412) und gesetzliche Rücklagen des Mutterunter- der KWG AG. nehmens (TEUR 2, Vorjahr: TEUR 2). Zum 31. Dezember 2010 werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente (–TEUR 464; Vorjahr: –TEUR 412) unter Berücksichtigung latenter Steu- eransprüche direkt im Eigenkapital erfasst. Der beizulegende Zeitwert (Mark-to-Market-Wert) beläuft sich am 31. Dezember 2010 vor Ertragsteuern auf –TEUR 551 (Vorjahr: –TEUR 489). 76 KONZerNabschLUss 77 KONZerNabschLUss
  • 40.
    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 Der Konzernbilanzgewinn ergibt sich wie folgt: (6.11) LaNgfristiges fremDKaPitaL (fremDaNteiLe bei PersONeNhaNDeLsgeseLLschafteN) 31.12.2010 31.12.2009 eUr 52.757,15 TEUR TEUR Vorjahr eUr 88.248,59 Ergebnis Anteilseigner des Mutterunternehmens 8.583 3.321 Der Ausweis betrifft die Verbindlichkeiten gegenüber den an den konsolidierten Personen- Entnahme aus der Kapitalrücklage 1.458 1.596 handelsgesellschaften beteiligten fremden Dritten. Gewinnvortrag 14.822 9.905 (6.12) KUrZfristiges fremDKaPitaL KONZerNbiLaNZgeWiNN 24.863 14.822 eUr 8.576.544,79 Vorjahr eUr 5.959.031,67 (6.9) LaNgfristige fiNaNZschULDeN eUr 114.171.218,87 Vorjahr eUr 114.385.964,56 31.12.2010 31.12.2009 EUR EUR Zur Sicherstellung einer fristenkongruenten Finanzierung wurden im Zusammenhang mit den unter Punkt 6.3 ausgewiesenen Immobilien langfristige Darlehen aufgenommen. Die Kurzfristige Finanzschulden 4.975.142,63 2.396.956,65 Darlehen haben eine Laufzeit bis maximal Ende September 2040. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 968.984,87 1.184.353,52 (6.10) LateNte steUerschULDeN Kurzfristige Steuerschulden 36.164,12 39.403,66 eUr 4.332.499,23 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.596.253,17 2.338.317,84 Vorjahr eUr 2.288.502,77 8.576.544,79 5.959.031,67 Die latenten Steuerschulden resultieren aus der Aufwertung von als Finanzinvestitionen Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen u. a. erhaltene Anzahlungen für gehaltenen Immobilien. Betriebskosten in Höhe von TEUR 1.582 (Vorjahr: TEUR 1.599) sowie Verbindlichkeiten derivativer Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 551 (Vorjahr: TEUR 489). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 78 KONZerNabschLUss 79 KONZerNabschLUss
  • 41.
    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (6.13) haftUNgsVerhäLtNisse UND sONstige VerPfLichtUNgeN bei festverzinslichen, langfristigen Verbindlichkeiten. Bei den Darlehensaufnahmen weicht der Marktwert am Bilanzstichtag von den bilanzierten Buchwerten geringfügig ab. Da diese Für die zum 1. März 2010 neu angemietete Bürofläche im Alstertor 9, Hamburg, bestehen Finanzinstrumente jedoch grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zum aufgrund einer vereinbarten Festmietzeit von 60 Monaten am Bilanzstichtag noch Verpflich- beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, ergeben sich hieraus weder direkte Auswirkungen tungen in Höhe von insgesamt TEUR 597. auf das Eigenkapital noch auf das Ergebnis. Des Weiteren bestehen Standard-Leasing-Verträge, deren Klassifizierung nach IAS 17.8 im Bei Bilanzposten und Finanzderivaten, die auf variablen Zinssätzen basieren, ist der Kon- sogenannten operate lease erfolgt. Die Leasinggegenstände werden beim Leasinggeber akti- zern hingegen Ergebnisrisiken ausgesetzt (Cashflow-Zinsrisiko). Dieses betrifft insbesondere viert und nicht beim Leasingnehmer. Die Verpflichtungen belaufen sich für die bestehenden die variabel verzinslichen Finanzschulden des Konzerns. Um dieses Risiko zu minimieren, Leasingverträge auf insgesamt TEUR 240. Zu den Laufzeiten wird auf 4.9 verwiesen. werden gegebenenfalls Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bei den Darlehen mit festen Zinssätzen bestehen derartige Risiken nicht. Ein Cashflow-Zins- (7) art UND aUsmass Der sich aUs fiNaNZiNstrUmeNteN risiko besteht hier nur bei Auslaufen von Zinsbindungen bzw. bei Vorteilen von Wettbewer- ergebeNDeN risiKeN bern durch eine günstigere Finanzierung. (7.1) KaPitaLmaNagemeNt marktpreisrisiken Das Ziel des Kapitalmanagements ist es, die Erreichung der Konzernziele und Strategien im Marktpreisrisiken sind Wertänderungen eines Finanzinstrumentes durch Schwankungen der Interesse der Anteilseigner und seiner Mitarbeiter wirksam sicherzustellen. Insbesondere Marktpreise. Derartigen Risiken ist der KWG-Konzern im Wesentlichen nicht ausgesetzt. Durch stehen das Erreichen der vom Kapitalmarkt geforderten Mindestverzinsung des investierten den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten sollen die Restrisiken weiter begrenzt werden. Vermögens und die Steigerung der Eigenkapitalrendite im Fokus des Managements. Hierbei wird ein möglichst hoher Wertzuwachs des Konzerns angestrebt. ausfallrisiko Das finanzielle Zielsystem des Konzerns ist konsequent auf die kontinuierliche und nachhalti- Das Ausfallrisiko bei den nicht derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich aus dem Risiko, ge Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die bilanzierten Buchwerte der finanziellen Vermö- (7.2) risiKOmaNagemeNt genswerte begrenzt. Das Ausfallrisiko wird minimiert durch einen möglichst geringen Bestand an Forderungen und sonstigen Vermögenswerten. Bezüglich der Anlage der flüssigen Mittel Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen werden hohe Anforderungen an die Bonität des Kreditinstituts gestellt, sodass Ausfallrisiken hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital als unwahrscheinlich eingestuft werden. zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Ände- rungen der Risikovariablen auf den Bestand der originären und derivativen Finanzinstrumen- Das erkennbare Ausfallrisiko einzelner Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertbe- te zum Bilanzstichtag bezogen werden. richtigungen abgedeckt. Die nachfolgend beschriebenen Analysen der risikoreduzierenden Tätigkeiten des Konzerns Liquiditätsrisiko sowie die vorgenommenen Sensitivitätsanalysen stellen hypothetische und somit risikobe- haftete und unsichere Angaben dar. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen an den Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten Finanzmärkten können sich die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den angeführten erhöhten Refinanzierungskosten. Aus diesem Grund bestehen die wesentlichen Ziele in der Angaben unterscheiden. Die in den Risikoanalysen verwendeten Methoden sind nicht als jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit durch fristenkongruente Finanzierungen. Prognosen zukünftiger Ereignisse oder Verluste anzusehen. Der Liquiditätsbedarf des Konzerns wird über die Liquiditätsplanung ermittelt und ist über feste Kredite und flüssige Mittel gedeckt, sodass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Kon- Zinsrisiko zern sichergestellt ist. Ein Marktwert-Zinsrisiko, d. h. die mögliche Veränderung des beizulegenden Zeitwertes Die Zahlungsströme der finanziellen Verbindlichkeiten sind auch der Kapitalflussrechnung zu eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze, besteht vor allem entnehmen. 80 KONZerNabschLUss 81 KONZerNabschLUss
  • 42.
    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 Derivative finanzinstrumente und sicherungsgeschäfte talerhöhungen von der Gesamtaktienzahl der sich am Ende des Bilanzstichtages im Umlauf befindlichen Stammaktien (10.804.729 Stück, Vorjahr: 9.822.481 Stück) ab. Der Einsatz von Derivaten ist erlaubt, wenn ihnen bilanzierte Vermögenswerte oder Verbind- lichkeiten zugrunde liegen. Dabei wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Das „unverwässerte“ Ergebnis je Aktie beträgt EUR 0,87 (Vorjahr: EUR 0,39). Accounting) nach den Regelungen des IAS 39 insbesondere im Rahmen der Sicherung von Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme angewandt. Sicherungsbeziehungen werden im Berichtsjahr im Wesentlichen zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges) (9) geschäftsbeZiehUNgeN mit NahesteheNDeN PersONeN abgebildet. Als nahestehende Personen im Sinne von IAS 24 gelten Personen und Unternehmen, wenn buchwerte und beizulegende Zeitwerte eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben. Einen maßgeblichen Einfluss auf die KWG AG können die Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat ausüben. zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Für Verbindlichkeiten transaktionen mit nahestehenden Personen gegenüber Kreditinstituten und sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung Für den Bezug von Beratungsleistungen in Vorjahren von einem einfachen Aufsichtsratsmit- von Zinsstrukturkurven ermittelt. Der beizulegende Zeitwert eines derivativen Finanzinstru- glied der KWG AG resultieren im Geschäftsjahr 2010 Aufwendungen in Höhe von TEUR 24. ments entspricht grundsätzlich seinem Marktwert. Der für alle derivativen Finanzinstrumente ermittelte Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und/oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde. (10) VOrstaND UND aUfsichtsrat Bei nicht börsengehandelten Derivaten wird der beizulegende Zeitwert durch geeignete Vorstand finanzmathematische Methoden, z. B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zah- lungsströme, bestimmt. Herr Stavros Efremidis, Sprecher des Vorstands der KWG AG (= ausgeübter Beruf). Für Finanzmittel, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Herr Torsten P. Hoffmann wurde vom Aufsichtsrat der KWG AG mit Wirkung zum 15. Juni Forderungen, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige 2010 zum Finanzvorstand der KWG AG (= ausgeübter Beruf) bestellt. Verbindlichkeiten ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schät- zung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen. Die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunter- nehmen gewährten Gesamtbezüge des Vorstandes betragen TEUR 408 (Vorjahr: TEUR 445) und verteilen sich für das Geschäftsjahr 2010 wie folgt: (8) ergebNis Je aKtie Das „unverwässerte“ Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) wird berechnet, indem das Jahresfestgehalt Variable Vergütung gesamtvergütung den Stückaktieninhabern zuzurechnende Ergebnis durch den für den Zeitraum gewogenen TEUR TEUR TEUR Durchschnitt der ausgegebenen Aktien geteilt wird. Da die Gesellschaft weder Optionen noch Wandelschuldverschreibungen ausgegeben hat, stavros efremidis 208 110 318 entspricht das „unverwässerte“ Ergebnis je Aktie dem „verwässerten“ Ergebnis je Aktie. torsten P. hoffmann (seit 15. Juni 2010) 90 0 90 Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird von dem auf die Anteilseigner des Mutterun- ternehmens entfallenden Konzernergebnis (EUR 8.582.696,08; Vorjahr: EUR 3.320.892,20) 298 110 408 ausgegangen. Die gewogene durchschnittliche Zahl der ausgegebenen Aktien (9.857.465 Stück, Vorjahr: 8.626.794 Stück) weicht aufgrund der im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr durchgeführten Kapi- 82 KONZerNabschLUss 83 KONZerNabschLUss
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 aufsichtsrat Franz-Josef Gesinn: – BHW Holding AG, Hameln Mitglied des Aufsichtsrats Vorsitzender: Prof. Dr. Peer Witten, – Aktionsgruppe „Kinder in Not“ e. V., Windhagen Ehrenvorsitzender der BVL Bundesvereinigung Logistik, Hamburg Mitglied des Vorstands Stellvertr. Vorsitzender: Franz-Josef Gesinn, Rechtsanwalt, Obersteinebach Sy Schlüter: – UCA AG, München Mitglied des Aufsichtsrats Weitere Mitglieder: Thies-Martin Brandt, Diplom-Kaufmann/Architekt, Hamburg – Copernicus Beteiligungs AG, Hamburg Mitglied des Vorstands Björn Engholm, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Verband Wohnsiegel – – Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern, Hamburg Das Europäische Markenhaus e. V., Lübeck Mitglied des Vorstands Hans-Michael Porwoll, Thies-Martin Brandt: – Konsumgenossenschaft Berlin und Umgebung eG, Berlin Oberschulrat, Bremerhaven Mitglied des Aufsichtsrats Sy Schlüter, Investmentmanager, Hamburg (im Aufsichtsrat bis 31. März 2010) Für den Aufsichtsrat sind im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 103 Patrik Zeigherman, (Vorjahr: TEUR 101) passiviert worden. Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder enthält Investment-Banker, Frankfurt am Main (im Aufsichtsrat seit 5. Juli 2010) keine variablen Bestandteile. Die Bezüge verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichts- ratsmitglieder: Mitgliedschaften in weiteren Aufsichtsräten, Vorständen und Beiräten: Jahresvergütung TEUR Prof. Dr. Peer Witten: – Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats – Lufthansa Cargo AG, Frankfurt am Main Prof. Dr. Peer Witten 36 Mitglied des Aufsichtsrats – OTTO Group (GmbH & Co. KG), Hamburg franz-Josef gesinn 24 Mitglied des Beirats thies-martin brandt 12 – OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats björn engholm 12 – Röhling & Co. Holding GmbH & Co. KG, Bremen Mitglied des Beirats hans-michael Porwoll 10 Björn Engholm: – Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH, Lübeck Patrik Zeigherman 6 Vorsitzender des Aufsichtsrats sy schlüter 3 – Deutsche Druck und Verlagsgesellschaft mbH dd_vg., Ham- burg, Mitglied im Treuhand-Aufsichtsrat der SPD 103 – Europäisches Hansemuseum gGmbH, Lübeck Mitglied des Beirats Eine eventuell an die Aufsichtsratsmitglieder zu ersetzende Umsatzsteuer ist in oben genannten – Verband Wohnsiegel – Vergütungen enthalten. Das Europäische Markenhaus e. V., Lohfelden-Kassel Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorsitzender des Gestaltungsbeirats 84 KONZerNabschLUss 85 KONZerNabschLUss
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    ,, NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (11) freigabe ZUr VerÖffeNtLichUNg Der Vorstand hat mit dem Datum der Erstellung (31. März 2011) den Konzernabschluss zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzern- abschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Bis zur Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat kann der Konzernabschluss noch jederzeit geändert werden. (12) ereigNisse Nach Dem geschäftsJahreseNDe Zum Jahresende wurden noch Kaufverträge über 506 Wohnungen an den Standorten Celle und Delmenhorst sowie 30 Wohnungen am Standort Berlin abgeschlossen. Diese Einheiten gehen rechtlich und wirtschaftlich aber erst im Jahr 2011 auf die KWG über. Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Abschlusserstellung sind keine weiteren Ereignisse von wesentlicher Bedeutung eingetreten. (13) erLäUterUNgeN ZUr KONZerN-cashfLOW-rechNUNg Die Zahlungsmittel entsprechen der Definition der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquiva- lente, die unter den Erläuterungen der wesentlichen Bewertungsgrundsätze wiedergegeben ist. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt und gliedert die Veränderungen der liquiden Mittel nach Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Inves- titions- und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung der Cashflow-Rechnung erfolgt nach der indirekten Methode. Zinszahlungen werden in voller Höhe im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Unsere Bilanz zeichnet sich durch eine komfortable Eigenkapitalquote und eine solide Finanzierungs- struktur aus. ,, Torsten Hoffmann, 14. September 2010 86 KONZerNabschLUss 87 00 thema
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (14) KONZerNaNLageNsPiegeL 2010 aNschaffUNgsKOsteN abschreibUNgeN bUchWerte IN EUR 01.01.2010 Zugänge Veränderung abgänge Umbuchungen 31.12.2010 01.01.2010 Zugänge abgänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009 ias 40 i. immaterieLLe VermÖgeNsWerte 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und 251.046,39 19.298,47 0,00 0,00 0,00 270.344,86 61.063,76 89.201,10 0,00 150.264,86 120.080,00 189.982,63 Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2. Geleistete Anzahlungen 0,00 87.427,58 0,00 0,00 0,00 87.427,58 0,00 0,00 0,00 0,00 87.427,58 0,00 251.046,39 106.726,05 0,00 0,00 0,00 357.772,44 61.063,76 89.201,10 0,00 150.264,86 207.507,58 189.982,63 ii. sachaNLageN 1. Technische Anlagen und Maschinen 11.204,94 0,00 0,00 0,00 0,00 11.204,94 10.831,34 372,60 0,00 11.203,94 1,00 373,60 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.612,28 249.867,53 0,00 –35.138,68 0,00 589.341,13 197.915,89 83.160,90 –34.754,35 246.322,44 343.018,69 176.696,39 385.817,22 249.867,53 0,00 –35.138,68 0,00 600.546,07 208.747,23 83.533,50 –34.754,35 257.526,38 343.019,69 177.069,99 iii. aLs fiNaNZiNVestitiONeN gehaLteNe immObiLieN 173.579.000,00 5.501.411,75 9.602.302,86 –47.156,59 0,00 188.635.558,02 0,00 0,00 0,00 0,00 188.635.558,02 173.579.000,00 174.215.863,61 5.858.055,33 9.602.302,86 –82.295,27 0,00 189.593.876,53 269.810,99 172.734,60 –34.754,35 407.791,24 189.186.085,29 173.946.052,62 88 KONZerNabschLUss 89 KONZerNabschLUss
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    NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (15) KONZerNaNLageNsPiegeL 2009 aNschaffUNgsKOsteN abschreibUNgeN bUchWerte IN EUR 01.01.2009 Zugänge Veränderung abgänge Umbuchungen 31.12.2009 01.01.2010 Zugänge abgänge 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008 ias 40 i. immaterieLLe VermÖgeNsWerte 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und 26.999,77 46.193,50 0,00 0,00 177.853,12 251.046,39 7.883,02 53.180,74 0,00 61.063,76 189.982,63 19.116,75 Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2. Geleistete Anzahlungen 159.522,25 18.330,87 0,00 0,00 –177.853,12 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 159.522,25 186.522,02 64.524,37 0,00 0,00 0,00 251.046,39 7.883,02 53.180,74 0,00 61.063,76 189.982,63 178.639,00 ii. sachaNLageN 1. Technische Anlagen und Maschinen 11.204,94 0,00 0,00 0,00 0,00 11.204,94 9.711,26 1.120,08 0,00 10.831,34 373,60 1.493,68 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 341.431,92 33.180,36 0,00 0,00 0,00 374.612,28 148.940,78 48.975,11 0,00 197.915,89 176.696,39 192.491,14 352.636,86 33.180,36 0,00 0,00 0,00 385.817,22 158.652,04 50.095,19 0,00 208.747,23 177.069,99 193.984,82 iii. aLs fiNaNZiNVestitiONeN gehaLteNe immObiLieN 170.641.761,03 1.095.371,52 3.960.815,33 –2.118.947,88 0,00 173.579.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 173.579.000,00 170.641.761,03 171.180.919,91 1.193.076,25 3.960.815,33 –2.118.947,88 0,00 174.215.863,61 166.535,06 103.275,93 0,00 269.810,99 173.946.052,62 171.014.384,85 90 KONZerNabschLUss 91 KONZerNabschLUss
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    ,, NOtes ZUm KONZerNabschLUss NachiNterNat. fiNaNciaL rePOrtiNg staNDarDs (ifrs) zum 31. Dezember 2010 (16) hONOrar Des abschLUssPrÜfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete oder zu berechnende Honorar beträgt: für die abschlussprüfungsleistungen 40.000,00 EUR für andere bestätigungsleistungen für sonstige Leistungen (17) VersicherUNg Der gesetZLicheN Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Hamburg, 31. März 2011 Stavros Efremidis KWG Kommunale Wohnen AG Torsten Hoffmann 8.100,00 EUR 6.690,00 EUR Mit dem Zukauf setzen wir unser Wachstum als Bestandhalter konsequent fort und nutzen dabei erhebliche Skaleneffekte. ,, Stavros Efremidis, 20. Dezember 2010 92 KONZerNabschLUss 93 thema
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    bestätigUNgsVermerK bestätigUNgsVermerK Des KONZerNabschLUssPrÜfers Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend Wir haben den von der KWG Kommunale Wohnen AG, Hamburg, aufgestellten Konzern- nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt abschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungs- unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes rechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen dar. Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über Hamburg, den 1. April 2011 den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, Steuerberatungsgesellschaft dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernab- schluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungs- handlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche (Hansen) (Mackedanz) und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berück- Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer sichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Kon- zernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unter- nehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlage- berichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. 94 bestätigUNgsVermerK 95 bestätigUNgsVermerK
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    fiNaNZKaLeNDer 2011 hauptversammlung 28. Juni 2011 halbjahreszahlen August 2011 src forum financials & real estate 2011, 7. September 2011 frankfurt am main expo real 2011 4.–6. Oktober 2011 Q3-Zahlen November 2011 Stand zum 19. Mai 2011, Änderungen vorbehalten. Den aktuellen Finanzkalender finden Sie unter www.kwg-ag.de imPressUm: KWG KOMMUNALE WOHNEN AG Alstertor 9 20095 Hamburg Tel.: +49 40 22 63 088 100 Fax: +49 40 22 63 088 200 www.kwg-ag.de ir@kwg-ag.de Gestaltung und Produktion RosenbauerSolbach Werbeagentur GmbH, Hamburg Fotos Tobias Kiebler, Hamburg (S. 7, 11, 12, 16, 22, 37, 55, 87, 93) Engel & Gielen (S. 9) LichtBlick, Hamburg (S. 16) Dachziegelwerke Nelskamp GmbH (S. 12) iStock Photo (Titel, S. 23) Photocase (S. 17, 18, 20, 21) Fotolia (S. 13) 96 fiNaNZKaLeNDer
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    KWG Kommunale WohnenAG Alstertor 9 20095 Hamburg Telefon: +49 40 22 63 088 100 Telefax: +49 40 22 63 088 200 Internet: www.kwg-ag.de E-Mail: ir@kwg-ag.de