Die Megatrends in der Softwarebranche
1. Gipfeltreffen Software Made in Germany, Karlsruhe, 16. Mai 2013
Prof. Dr. Alexander Mädche
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik IV, Fakultät für Betriebswirtschaftslehre und
Institute für Enterprise Systems (InES), Universität Mannheim
Aktuelle IT-Trends 2013 …
2
Source:
http://www.cio.de/strategien/2902248/
Aktuelle IT-Trends 2013 …
3
Macht das Verfolgen dieser Trends
deutsche Softwarehersteller
international
wettbewerbsfähig?
Wie haben sich andere Industrien entwickelt?
Beispiel Automobilindustrie
4
Volkswagen BaukastensystemGlobale Produktion VW Käfer
Ford Fließband
Benz - Patent-Motorwagen
Toyota Production System
Audi Digitaler Showroom
car2go MietautosAkustikdesign
Wie haben sich andere Industrien entwickelt?
Beispiel Automobilindustrie
5
Volkswagen BaukastensystemVW Käfer
Ford Fließband
Benz - Patent-Motorwagen
Toyota Production System
Audi Digitaler Showroom
car2go MietautosAkustikdesign
Kostenführerschaft
Industrialisierung und
Globalisierung:
• Standardisierung
• Schlanke Entwicklung und
Fertigung
• Konsolidierung
• Spezialisierung
• Globale Entwicklung und
Fertigung
• …
Differenzierung
• Individualisierte
Massenproduktion
• Produktdesign
• Mehrwertdienste &
Branchenauflösung
• …
Wettbewerbsstrategien in der deutschen Softwareindustrie …
6
Quelle: https://www.softwareindustrysurvey.de/sites/default/files/sis_de_2012_report.pdf
Kostenführerschaft, Differenzierung und ScopingWettbewerbsscoping
EngerFokusBreiterFokus
Wettbewerbsvorteil
Niedrige Kosten Differenzierung
KostenDifferenizerung
Kostenführerschaft
Industrialisierung und
Globalisierung:
• Standardisierung
• Spezialisierung
• Automatisierung
• Offshoring /
Outsourcing
• …
Differenzierung
• Nutzerzentrierung
• Kontextualisierung
• Vernetzung
• …
Scoping
Kostenführerschaft, Differenzierung und Scoping in der
Softwarebranche
7
Software-
branche
Standardisierung & Spezialisierung
Definition: Plattform-basierte Ökosysteme
8
Plattformen sind erweiterbare Softwaresysteme
(“Codebase”) mit einer Kernfunktionalität, die
gemeinsam von Modulen genutzt werden. Die
Module interagieren untereinander und mit der
Plattform über definierte Schnittstellen.
(Tiwana et al., 2010)
Die Plattform und ihre Module bilden
gemeinsam das Plattform-Ökosystem.
(Gawer & Cusumano, 2002)
Gewinner in einem Plattformmarkt haben die
“beste” Plattformstrategie, nicht
notwendigerweise das “beste” Produkt.
Ökosystem
Module …
Interfaces
Module
Platform(Cusumano, 2010)
Desktop OS: Unix, Mac, Windows
Game Consoles: Wii, Xbox, Playstation
Payment Systems: Paypal, Google
Checkout, Visa, Apple, Mobile Felica
Mobile Devices:
iPhone, Android, Symbian, Blackberry
Social Networks: Facebook, LinkedIn, XING
Web Search: Google, Bing+Yahoo!, Baidu
Ebooks: Amazon Kindle, iPad, Sony
…
Platform Architecture
Modularity
Decomposition,
and Design Rules
Standardisierung & Spezialisierung
Erfolgsfaktoren plattform-basierter Ökosysteme
9
„Die Evolution plattform-basierter Ökosysteme ist abhängig von den
Entscheidungen der Plattform-Eigentümer und den exogenen
Umgebungsdynamiken.“
Plattform-Architektur
Modularisierung
Dekomposition
Design-Regeln
Plattform-Governance
Entscheidungsrechte
Kontrollmechanismen
Eigentümerschaft
Umgebungsdynamik
Konvergenz, Multihomi
ng-Kosten,
Komplementäre
(Tiwana et al., 2010)
Interner Fit
Umgebungs-Fit
Standardisierung & Spezialisierung
PaaS = Cloud-/plattformbasierte Ökosysteme
(Rymer and Ried, 2012)
10
…
Differenzierung: Nutzerzentrierung
Usability
• „ … das Ausmaß, in dem ein Produkt durch
einen Benutzer in einem bestimmten
Nutzungskontext genutzt werden kann, um
bestimmte Ziele effektiv, effizient und
zufriedenstellend zu erreichen.“
11
http://www.usability-in-germany.de/
• Ausgewählte Ergebnisse der UIG Studie
Usability ist bei bestimmten Anwenderunternehmen
bereits explizites Kaufkriterium vor anderen
Kriterien wie Preis oder Funktionsumfang
Softwarehersteller, die die Usability ihrer Produkte
als hoch einschätzen, berichten in den
vergangenen Jahren von einem überdurch-
schnittlichen Unternehmenserfolg
Kompetenzzentrum
(ISO/IEC. 9241-11 )
Differenzierung: Nutzerzentrierung
Mobile & Social Computing
12
Quelle: http://de.statista.com
Der Anzahl der mobilen Nutzer ist in
den letzten 3 Jahren rapide
gewachsen. Es handelt sich hier
nicht nur um einen temporären
Trend, sondern um eine
fundamentale Veränderung des
Nutzungsverhaltens.
Neue Formen der IT-gestützten
sozialen Interaktion ergänzen bzw.
lösen klassische Kommunikations-
mechanismen ab.
Differenzierung: Kontextualisierung
Volume, Variety, Velocity
Die fortschreitende Digitalisierung und die daraus resultierende Möglichkeit zur
Datensammlung bietet ganz neue Formen der Kontextualisierung …
13
Quelle: http://www.velaia.de/wp-content/uploads/2012/09/big-data_50291c3b16257.jpg
ANALYTICS /
INTELLIGENCE
Quelle: Spiegel 20/2013
Wenn alles zusammenkommt …
14
Einfach Nutzbare
Mobile App
Nutzerzentrierung
Spezialisierung
Standardisierung
Cloudbasierte Plattform
Modul 1
Funktion A
Kontextualisierung Modul 3
Analytics
Ökosystem
Integrierte Software /
Hardware-Lösung
Vernetzung
….Modul 2
Funktion B
Wenn alles zusammenkommt …
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Einfach Nutzbare
Mobile App
Nutzerzentrierung
Spezialisierung
Standardisierung
Cloudbasierte Plattform
Modul 1
Funktion A
Kontextualisierung Modul 3
Analytics
Ökosystem
Integrierte Software /
Hardware-Lösung
Vernetzung
….Modul 2
Funktion B
Wenn alles zusammenkommt …
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Einfach Nutzbare
Mobile App
Nutzerzentrierung
Spezialisierung
Standardisierung
Cloudbasierte Plattform
Modul 1
Funktion A
Kontextualisierung Modul 3
Analytics
Ökosystem
Integrierte Software /
Hardware-Lösung
Vernetzung
….Modul 2
Funktion B
Prof. Dr. Alexander Mädche
University of Mannheim | Business School
Institute for Enterprise Systems (InES)
L 15, 1-6 | 4th floor | 68131 Mannheim | Germany
Phone +49 621 181-3606 | Fax +49 621 181-3627
maedche@es.uni-mannheim.de
http://eris.bwl.uni-mannheim.de
http://ines.uni-mannheim.de
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
17
Referenzen
Cusumano, M. 2010. Staying Power: Six Enduring Principles for Managing Strategy and Innovation in
an Uncertain World. Oxford University Press.
Gawer, A. and Cusumano, M. 2002. Platform Leadership: How Intel, Microsoft, and Cisco Drive
Industry Innovation. Harvard Business Review Press.
Tiwana, A., Konsynski, B., and Bush, A. A. 2010. “Research Commentary - Platform Evolution:
Coevolution of Platform Architecture, Governance, and Environmental Dynamics,” Information Systems
Research (21:4), pp. 675–687.
Rymer, J. R. and Ried, S. 2011. The Forrester Wave™: Platform- As-A-Service For App Dev And
Delivery Professionals, Q2 2011.
ISO/IEC. 9241-11 Ergonomic Requirements for Office Work with Visual Display Terminals (VDT)s-Part
II Guidance on Usability," ISO/IEC 9241-11,1998 (E).
18

Die Megatrends in der Softwarebranche

  • 1.
    Die Megatrends inder Softwarebranche 1. Gipfeltreffen Software Made in Germany, Karlsruhe, 16. Mai 2013 Prof. Dr. Alexander Mädche Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik IV, Fakultät für Betriebswirtschaftslehre und Institute für Enterprise Systems (InES), Universität Mannheim
  • 2.
    Aktuelle IT-Trends 2013… 2 Source: http://www.cio.de/strategien/2902248/
  • 3.
    Aktuelle IT-Trends 2013… 3 Macht das Verfolgen dieser Trends deutsche Softwarehersteller international wettbewerbsfähig?
  • 4.
    Wie haben sichandere Industrien entwickelt? Beispiel Automobilindustrie 4 Volkswagen BaukastensystemGlobale Produktion VW Käfer Ford Fließband Benz - Patent-Motorwagen Toyota Production System Audi Digitaler Showroom car2go MietautosAkustikdesign
  • 5.
    Wie haben sichandere Industrien entwickelt? Beispiel Automobilindustrie 5 Volkswagen BaukastensystemVW Käfer Ford Fließband Benz - Patent-Motorwagen Toyota Production System Audi Digitaler Showroom car2go MietautosAkustikdesign Kostenführerschaft Industrialisierung und Globalisierung: • Standardisierung • Schlanke Entwicklung und Fertigung • Konsolidierung • Spezialisierung • Globale Entwicklung und Fertigung • … Differenzierung • Individualisierte Massenproduktion • Produktdesign • Mehrwertdienste & Branchenauflösung • …
  • 6.
    Wettbewerbsstrategien in derdeutschen Softwareindustrie … 6 Quelle: https://www.softwareindustrysurvey.de/sites/default/files/sis_de_2012_report.pdf Kostenführerschaft, Differenzierung und ScopingWettbewerbsscoping EngerFokusBreiterFokus Wettbewerbsvorteil Niedrige Kosten Differenzierung KostenDifferenizerung
  • 7.
    Kostenführerschaft Industrialisierung und Globalisierung: • Standardisierung •Spezialisierung • Automatisierung • Offshoring / Outsourcing • … Differenzierung • Nutzerzentrierung • Kontextualisierung • Vernetzung • … Scoping Kostenführerschaft, Differenzierung und Scoping in der Softwarebranche 7 Software- branche
  • 8.
    Standardisierung & Spezialisierung Definition:Plattform-basierte Ökosysteme 8 Plattformen sind erweiterbare Softwaresysteme (“Codebase”) mit einer Kernfunktionalität, die gemeinsam von Modulen genutzt werden. Die Module interagieren untereinander und mit der Plattform über definierte Schnittstellen. (Tiwana et al., 2010) Die Plattform und ihre Module bilden gemeinsam das Plattform-Ökosystem. (Gawer & Cusumano, 2002) Gewinner in einem Plattformmarkt haben die “beste” Plattformstrategie, nicht notwendigerweise das “beste” Produkt. Ökosystem Module … Interfaces Module Platform(Cusumano, 2010) Desktop OS: Unix, Mac, Windows Game Consoles: Wii, Xbox, Playstation Payment Systems: Paypal, Google Checkout, Visa, Apple, Mobile Felica Mobile Devices: iPhone, Android, Symbian, Blackberry Social Networks: Facebook, LinkedIn, XING Web Search: Google, Bing+Yahoo!, Baidu Ebooks: Amazon Kindle, iPad, Sony …
  • 9.
    Platform Architecture Modularity Decomposition, and DesignRules Standardisierung & Spezialisierung Erfolgsfaktoren plattform-basierter Ökosysteme 9 „Die Evolution plattform-basierter Ökosysteme ist abhängig von den Entscheidungen der Plattform-Eigentümer und den exogenen Umgebungsdynamiken.“ Plattform-Architektur Modularisierung Dekomposition Design-Regeln Plattform-Governance Entscheidungsrechte Kontrollmechanismen Eigentümerschaft Umgebungsdynamik Konvergenz, Multihomi ng-Kosten, Komplementäre (Tiwana et al., 2010) Interner Fit Umgebungs-Fit
  • 10.
    Standardisierung & Spezialisierung PaaS= Cloud-/plattformbasierte Ökosysteme (Rymer and Ried, 2012) 10 …
  • 11.
    Differenzierung: Nutzerzentrierung Usability • „… das Ausmaß, in dem ein Produkt durch einen Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“ 11 http://www.usability-in-germany.de/ • Ausgewählte Ergebnisse der UIG Studie Usability ist bei bestimmten Anwenderunternehmen bereits explizites Kaufkriterium vor anderen Kriterien wie Preis oder Funktionsumfang Softwarehersteller, die die Usability ihrer Produkte als hoch einschätzen, berichten in den vergangenen Jahren von einem überdurch- schnittlichen Unternehmenserfolg Kompetenzzentrum (ISO/IEC. 9241-11 )
  • 12.
    Differenzierung: Nutzerzentrierung Mobile &Social Computing 12 Quelle: http://de.statista.com Der Anzahl der mobilen Nutzer ist in den letzten 3 Jahren rapide gewachsen. Es handelt sich hier nicht nur um einen temporären Trend, sondern um eine fundamentale Veränderung des Nutzungsverhaltens. Neue Formen der IT-gestützten sozialen Interaktion ergänzen bzw. lösen klassische Kommunikations- mechanismen ab.
  • 13.
    Differenzierung: Kontextualisierung Volume, Variety,Velocity Die fortschreitende Digitalisierung und die daraus resultierende Möglichkeit zur Datensammlung bietet ganz neue Formen der Kontextualisierung … 13 Quelle: http://www.velaia.de/wp-content/uploads/2012/09/big-data_50291c3b16257.jpg ANALYTICS / INTELLIGENCE Quelle: Spiegel 20/2013
  • 14.
    Wenn alles zusammenkommt… 14 Einfach Nutzbare Mobile App Nutzerzentrierung Spezialisierung Standardisierung Cloudbasierte Plattform Modul 1 Funktion A Kontextualisierung Modul 3 Analytics Ökosystem Integrierte Software / Hardware-Lösung Vernetzung ….Modul 2 Funktion B
  • 15.
    Wenn alles zusammenkommt… 15 Einfach Nutzbare Mobile App Nutzerzentrierung Spezialisierung Standardisierung Cloudbasierte Plattform Modul 1 Funktion A Kontextualisierung Modul 3 Analytics Ökosystem Integrierte Software / Hardware-Lösung Vernetzung ….Modul 2 Funktion B
  • 16.
    Wenn alles zusammenkommt… 16 Einfach Nutzbare Mobile App Nutzerzentrierung Spezialisierung Standardisierung Cloudbasierte Plattform Modul 1 Funktion A Kontextualisierung Modul 3 Analytics Ökosystem Integrierte Software / Hardware-Lösung Vernetzung ….Modul 2 Funktion B
  • 17.
    Prof. Dr. AlexanderMädche University of Mannheim | Business School Institute for Enterprise Systems (InES) L 15, 1-6 | 4th floor | 68131 Mannheim | Germany Phone +49 621 181-3606 | Fax +49 621 181-3627 maedche@es.uni-mannheim.de http://eris.bwl.uni-mannheim.de http://ines.uni-mannheim.de Danke für Ihre Aufmerksamkeit! 17
  • 18.
    Referenzen Cusumano, M. 2010.Staying Power: Six Enduring Principles for Managing Strategy and Innovation in an Uncertain World. Oxford University Press. Gawer, A. and Cusumano, M. 2002. Platform Leadership: How Intel, Microsoft, and Cisco Drive Industry Innovation. Harvard Business Review Press. Tiwana, A., Konsynski, B., and Bush, A. A. 2010. “Research Commentary - Platform Evolution: Coevolution of Platform Architecture, Governance, and Environmental Dynamics,” Information Systems Research (21:4), pp. 675–687. Rymer, J. R. and Ried, S. 2011. The Forrester Wave™: Platform- As-A-Service For App Dev And Delivery Professionals, Q2 2011. ISO/IEC. 9241-11 Ergonomic Requirements for Office Work with Visual Display Terminals (VDT)s-Part II Guidance on Usability," ISO/IEC 9241-11,1998 (E). 18