Braucht Mann-/Frau oder Kind
wirklich eine Unfallversicherung?
Wenn es den Versicherungsgesellschaften und
deren Vertretern nach geht mit Sicherheit.
Jedes Jahr gibt es ca. 9 Millionen
Unfälle in Deutschland. Aber solltest du
deshalb eine private Unfallversicherung
abschließen?
In fast alle Fällen werden Menschen
durch eine Krankheit berufsunfähig,
nicht nach einem Unfall. Wer über eine
Unfallversicherung nachdenkt sollte
zunächst eine
Krankentagegeldversicherung ins Auge
fassen.
Warum? Ganz einfach!
Ein Arbeitnehmer bekommt von der Krankenkasse
Krankengeld ab der siebten Woche nach der ersten
Krankschreibung, weil bis dahin der Arbeitgeber noch
eintritt. Hier kommt dann der Knackpunkt: Das
Krankengeld beträgt 70 Prozent deines letzten
beitragspflichtigen Arbeitsentgelts, maximal aber 90
Prozent deines Nettogehalts. Wer also bei einem
längeren Krankheitsverlauf auf min. 10 % seines
Einkommens nicht verzichten kann, sollte über eine
Krankentagegeldversicherung nachdenken. Im
Übrigen ist ein Krankentagegeld auch weitaus
günstiger als eine Unfallversicherung.
Natürlich wird dir ein Versicherungsvermittler die
dunkelsten Geschehnisse ausmalen warum eine
Unfallversicherung wichtig ist. Grundsätzlich wird
jeder soweit dies möglich ist, in diesem Land wieder
„ich nenne es Mal“ hergestellt. In Deutschland besteht
eine Krankenversicherungspflicht und sie werden über
ihre Krankenkasse versorgt, bis hin zu Reha-
Maßnahmen.
Die Verbraucherzentralen vertreten die Meinung das
eine Unfallversicherung für folgende
Personengruppen wichtig ist: Für Selbstständige,
Personen ohne Beruf, Hausfrauen und Hausmänner,
für Personen mit einem sehr hohen Unfallrisiko und
für Erwerbstätige mit Vorerkrankungen, die keine
Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können.
Kann man so sehen, muss man aber nicht!
Fakten-Check
1. Als Selbstständiger würde ich mich zuerst um
eine vernünftige Krankenversicherung mit einem
entsprechenden Krankentagegeld kümmern. Im
zweiten Schritt kommt meiner Meinung nach eine
Berufsunfähigkeitsversicherung und sicherlich
keine Unfallversicherung. Sobald ich meine
vorgenannten biometrischen Risiken abgesichert
habe, sollte ich neben den betrieblichen
Absicherungen über eine Altersvorsorge
nachdenken.
2. Personen ohne Beruf? Wer sind diese Personen?
Sorry, leider kann ich der Verbraucherzentrale
hier nicht folgen.
3. Hausfrauen und Hausmänner sind zunächst
einmal auch über die gesetzliche oder private
Krankenversicherung abgesichert. Für eine
Unfallversicherung sehe ich hier beim besten
Willen auch keinen Bedarf.
4. Hmm, für Personen mit einem hohen Unfallrisiko.
Leider fehlt hier auch jegliche Erklärung seitens
der Verbraucherzentrale welche
Personengruppen hier gemeint sind.
Fakten-Check
5. Personen die keine Berufsunfähigkeitsversicherung
abschließen können.
Mein lieber Scholli: Liebe Verbraucherzentrale zunächst
sollte man eine Voranfrage für eine
Berufsunfähigkeitsversicherung einreichen. Durch die
Voranfrage kann mit dem Versicherungsunternehmen
abgeklärt werden, ob eine Chance für eine
Berufsunfähigkeitsabsicherung besteht. Diese kann
durchaus in vielen Fällen trotz Vorerkrankungen durch
Leistungsausschlüsse bei vorgenannten
Vorerkrankungen oder eines zusätzlichen
Risikobeitrages zustande kommen. Besteht diese
Möglichkeit nicht, so kann man gegebenenfalls auf eine
Erwerbsunfähigkeitsversicherung ausweichen. Den
Absicherungsbedarf über eine Unfallversicherung sehe
ich hier nicht.
Denn eine Versicherung definiert einen Unfall wie folgt:
"Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein
plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes
Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung
erleidet." Also Krankheiten sind ausgeschlossen!
Warum? Auch wieder ganz einfach!
Risiko: Oberschenkelhalsbruch
Jedes Jahr erleiden ca. 120.000 ältere Menschen einen
Oberschenkelhalsbruch. Dies hat erhebliche Folgen bei
der Selbstständigkeit der betroffenen Personengruppen,
bis hin zum Tod. Darauf haben
Versicherungsgesellschaften reagiert und bieten
entsprechende Unfallversicherungen mit zusätzlichen
Leistungen, wobei hier nicht mehr der Fokus auf einer
Invaliditätsleistung, sondern auf Hilfe- und
Pflegeleistungen ausgelegt ist.
Lassen sie sich von einem Experten beraten!
Mein Fazit: Unfallversicherungen machen Sinn bei
einer bestimmten Personengruppe. Allerdings kann und
soll sich jeder nach seinem Sicherheitsgefühl absichern.
Tipp: Grundsätzlich sollten sich Verbraucher ausführlich
von einem Experten beraten lassen. Ein reiner
Versicherungsvergleich reicht nicht, denn ein
Versicherungsprodukt sollte auf ihren
Versicherungsbedarf zugeschnitten sein. Allerdings
kann eine zweite Meinung nie schaden.
Roland Richert
Versicherungsfachmann
Im Wullen 19
58453 Witten
*Anbieterinformation:
Diese Informationen stellen keine Beratung dar
und sind nur meine freie Meinung.

Braucht Mann-/Frau oder Kind wirklich eine Unfallversicherung?

  • 2.
    Braucht Mann-/Frau oderKind wirklich eine Unfallversicherung? Wenn es den Versicherungsgesellschaften und deren Vertretern nach geht mit Sicherheit. Jedes Jahr gibt es ca. 9 Millionen Unfälle in Deutschland. Aber solltest du deshalb eine private Unfallversicherung abschließen? In fast alle Fällen werden Menschen durch eine Krankheit berufsunfähig, nicht nach einem Unfall. Wer über eine Unfallversicherung nachdenkt sollte zunächst eine Krankentagegeldversicherung ins Auge fassen.
  • 3.
    Warum? Ganz einfach! EinArbeitnehmer bekommt von der Krankenkasse Krankengeld ab der siebten Woche nach der ersten Krankschreibung, weil bis dahin der Arbeitgeber noch eintritt. Hier kommt dann der Knackpunkt: Das Krankengeld beträgt 70 Prozent deines letzten beitragspflichtigen Arbeitsentgelts, maximal aber 90 Prozent deines Nettogehalts. Wer also bei einem längeren Krankheitsverlauf auf min. 10 % seines Einkommens nicht verzichten kann, sollte über eine Krankentagegeldversicherung nachdenken. Im Übrigen ist ein Krankentagegeld auch weitaus günstiger als eine Unfallversicherung. Natürlich wird dir ein Versicherungsvermittler die dunkelsten Geschehnisse ausmalen warum eine Unfallversicherung wichtig ist. Grundsätzlich wird jeder soweit dies möglich ist, in diesem Land wieder „ich nenne es Mal“ hergestellt. In Deutschland besteht eine Krankenversicherungspflicht und sie werden über ihre Krankenkasse versorgt, bis hin zu Reha- Maßnahmen. Die Verbraucherzentralen vertreten die Meinung das eine Unfallversicherung für folgende Personengruppen wichtig ist: Für Selbstständige, Personen ohne Beruf, Hausfrauen und Hausmänner, für Personen mit einem sehr hohen Unfallrisiko und für Erwerbstätige mit Vorerkrankungen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können. Kann man so sehen, muss man aber nicht!
  • 4.
    Fakten-Check 1. Als Selbstständigerwürde ich mich zuerst um eine vernünftige Krankenversicherung mit einem entsprechenden Krankentagegeld kümmern. Im zweiten Schritt kommt meiner Meinung nach eine Berufsunfähigkeitsversicherung und sicherlich keine Unfallversicherung. Sobald ich meine vorgenannten biometrischen Risiken abgesichert habe, sollte ich neben den betrieblichen Absicherungen über eine Altersvorsorge nachdenken. 2. Personen ohne Beruf? Wer sind diese Personen? Sorry, leider kann ich der Verbraucherzentrale hier nicht folgen. 3. Hausfrauen und Hausmänner sind zunächst einmal auch über die gesetzliche oder private Krankenversicherung abgesichert. Für eine Unfallversicherung sehe ich hier beim besten Willen auch keinen Bedarf. 4. Hmm, für Personen mit einem hohen Unfallrisiko. Leider fehlt hier auch jegliche Erklärung seitens der Verbraucherzentrale welche Personengruppen hier gemeint sind.
  • 5.
    Fakten-Check 5. Personen diekeine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können. Mein lieber Scholli: Liebe Verbraucherzentrale zunächst sollte man eine Voranfrage für eine Berufsunfähigkeitsversicherung einreichen. Durch die Voranfrage kann mit dem Versicherungsunternehmen abgeklärt werden, ob eine Chance für eine Berufsunfähigkeitsabsicherung besteht. Diese kann durchaus in vielen Fällen trotz Vorerkrankungen durch Leistungsausschlüsse bei vorgenannten Vorerkrankungen oder eines zusätzlichen Risikobeitrages zustande kommen. Besteht diese Möglichkeit nicht, so kann man gegebenenfalls auf eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ausweichen. Den Absicherungsbedarf über eine Unfallversicherung sehe ich hier nicht. Denn eine Versicherung definiert einen Unfall wie folgt: "Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet." Also Krankheiten sind ausgeschlossen! Warum? Auch wieder ganz einfach!
  • 6.
    Risiko: Oberschenkelhalsbruch Jedes Jahrerleiden ca. 120.000 ältere Menschen einen Oberschenkelhalsbruch. Dies hat erhebliche Folgen bei der Selbstständigkeit der betroffenen Personengruppen, bis hin zum Tod. Darauf haben Versicherungsgesellschaften reagiert und bieten entsprechende Unfallversicherungen mit zusätzlichen Leistungen, wobei hier nicht mehr der Fokus auf einer Invaliditätsleistung, sondern auf Hilfe- und Pflegeleistungen ausgelegt ist. Lassen sie sich von einem Experten beraten! Mein Fazit: Unfallversicherungen machen Sinn bei einer bestimmten Personengruppe. Allerdings kann und soll sich jeder nach seinem Sicherheitsgefühl absichern. Tipp: Grundsätzlich sollten sich Verbraucher ausführlich von einem Experten beraten lassen. Ein reiner Versicherungsvergleich reicht nicht, denn ein Versicherungsprodukt sollte auf ihren Versicherungsbedarf zugeschnitten sein. Allerdings kann eine zweite Meinung nie schaden.
  • 7.
    Roland Richert Versicherungsfachmann Im Wullen19 58453 Witten *Anbieterinformation: Diese Informationen stellen keine Beratung dar und sind nur meine freie Meinung.