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| Gesundheit | Mobilität | Bildung |
IGES Institut. Ein Unternehmen der IGES Gruppe
AOK-Familienstudie 2018
Eine quantitative und qualitative Befragung von Eltern mit
Kindern im Alter von 4 bis 14 Jahren
Kapitel zur Gesundheitskompetenz
Kontakt:
Dr. Monika Sander
T +49 30 230 809 44
Monika.Sander@iges.com
IGES Institut GmbH
Friedrichstraße 180
10117 Berlin
www.iges.com
IGES 2
für den AOK-Bundesverband
Berlin, 1. August 2018
IGES 3
Inhalt
1. Gesundheitskompetenz der Eltern 6
1.1 Komponenten der Gesundheitskompetenz 6
1.1.1 Informationen Finden 6
1.1.2 Informationen Verstehen 7
1.1.3 Informationen Beurteilen 9
1.1.4 Informationen Verwenden 11
1.2 Index zur Gesundheitskompetenz 11
1.2.1 Gesundheitskompetenz und soziodemografische Merkmale 13
1.2.2 Gesundheitskompetenz und Gesundheitszustand 17
Literaturverzeichnis 21
Abbildungen 4
IGES 4
Abbildungen
Abbildung 1: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur
Schwierigkeit des Findens von Informationen (in %), 2018 6
Abbildung 2: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur
Schwierigkeit des Verstehens von Informationen (in %), 2018 7
Abbildung 3: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur
Schwierigkeit des Verstehens von Informationen und nach
Bildung (in %), 2018 8
Abbildung 4: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur
Schwierigkeit des Beurteilens von Informationen (in %), 2018 9
Abbildung 5: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur
Schwierigkeit des Beurteilens von Informationen und nach
Bildung (in %), 2018 10
Abbildung 6: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur
Schwierigkeit des Anwendens von Informationen (in %), 2018 11
Abbildung 7: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz (in %), 2018 12
Abbildung 8: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach ihrem Alter (in %),
2018 13
Abbildung 9: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Bildung (in %), 2018 14
Abbildung 10: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Berufstätigkeit (in %),
2018 15
Abbildung 11: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Einkommen (in %),
2018 16
Abbildung 12: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach ihrem allgemeinen
Gesundheitszustand (in %), 2018 17
Abbildung 13: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Auftreten von
Schwierigkeiten aufgrund psychischer Probleme (in %), 2018 18
Abbildung 14: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach dem allgemeinen
Gesundheitszustand des Zielkindes (in %), 2018 19
IGES 5
Abbildung 15: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach der Gewichtseinteilung
des Zielkindes (in %), 2018 20
IGES 6
1. Gesundheitskompetenz der Eltern
Die Gesundheitskompetenz von Eltern wurde anhand des erprobten Instruments
des „EU Health Literacy Survey“ in der auf Deutsch übersetzten und von 47 auf 16
Fragen gekürzten Fassung (HLS GER Q16) gemessen (Schaeffer et al., 2016). Erho-
ben wurden dazu einzelne Komponenten, die anschließend in einen Index inte-
griert wurden. Dieses auf die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung im Allge-
meinen bezogene Instrument wurde zusätzlich ergänzt um drei Fragen zur
spezifischen Gesundheitskompetenz von Eltern in Bezug auf die Gesundheit ihrer
Kinder.
1.1 Komponenten der Gesundheitskompetenz
1.1.1 Informationen Finden
Den Eltern fällt es verhältnismäßig schwer, Informationen bezüglich ihrer Gesund-
heit und der Gesundheit ihrer Kinder zu finden. Für 31 % der Eltern ist das Finden
von Informationen zur Hilfe bei psychischen Problemen nach eigener Einschätzung
ziemlich oder sehr schwierig (Abbildung 1). 23 % der Befragten fällt es ziemlich
oder sehr schwer, Informationen zu Erkrankungen im Allgemeinen zu finden.
Abbildung 1: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig-
keit des Findens von Informationen (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung
18%
27%
16%
20%
24%
40%
50%
34%
51%
54%
17%
14%
22%
17%
15%
6%
5%
9%
4%
3%
20%
5%
19%
8%
4%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Informationen zu Erkrankungen finden
Informationen zu prof. Hilfe finden
Informationen zu Hilfe bei psych. Problemen finden
Informationen finden zu Verhalten für psych. Gesundheit
Informationen zur Kindgesundheit zu finden
sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
IGES 7
1.1.2 Informationen Verstehen
Leichter fällt den Eltern hingegen das Verstehen von Informationen zu ihrer Ge-
sundheit bzw. die Gesundheit ihrer Kinder. Zwar sagen 19 % der Eltern, es fiele
ihnen ziemlich oder sehr schwer, zu verstehen, was der Arzt ihnen sagt, und eben-
falls 19 % finden es ziemlich oder sehr schwer, Medieninformationen über Gesund-
heitsförderung zu verstehen (Abbildung 2). Allerdings findet es die weitüberwie-
gende Mehrheit der Befragten ziemlich oder sehr einfach, die Anweisungen des
Arztes zu verstehen (93 %), zu verstehen, warum Vorsorgeuntersuchungen not-
wendig sind (90 %) und Gesundheitswarnungen zu verstehen (86 %).
Abbildung 2: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig-
keit des Verstehens von Informationen (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung
25%
47%
48%
50%
29%
22%
53%
46%
38%
40%
51%
53%
15%
5%
7%
6%
12%
15%
4%
1%
2%
2%
3%
4%
2%
4%
2%
5%
6%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Verstehen, was der Arzt sagt
Anweisungen des Arztes zu verstehen
Gesundheitswarnungen verstehen
Verstehen, warum Vorsorgeuntersuchungen notwendig
Gesundheitsratschläge von Familienmitgliedern verstehen
Medieninform. über Gesundheitsförderung verstehen
sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
IGES 8
Eltern mit Hauptschulabschluss fällt es etwas schwerer (13 % ziemlich oder sehr
schwierig), Gesundheitswarnungen zu verstehen, als Abiturienten (6 %) (Abbil-
dung 3). Des Weiteren äußern Hauptschüler etwas öfter (11 %) Schwierigkeiten zu
verstehen, warum Vorsorgeuntersuchungen notwendig sind, als Abiturienten
(6 %).
Abbildung 3: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig-
keit des Verstehens von Informationen und nach Bildung (in %),
2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
36%
46%
56%
41%
49%
56%
43%
40%
35%
43%
41%
37%
10%
8%
4%
8%
7%
4%
3%
2%
2%
3%
2%
2%
7%
4%
3%
5%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Hauptschulabschluss (n=977)
Mittlerer Schulabschluss (n=1.665)
Abitur oder Hochschulabschluss (n=2.147)
Hauptschulabschluss (n=977)
Mittlerer Schulabschluss (n=1.665)
Abitur oder Hochschulabschluss (n=2.147)
Gesundheitswarnungenverstehen
Verstehen,warum
Vorsorgeuntersuchungen
notwendig
sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
IGES 9
1.1.3 Informationen Beurteilen
Die größten Schwierigkeiten haben die befragten Eltern mit dem Beurteilen von
Informationen zu ihrer eigenen Gesundheit bzw. der Gesundheit ihrer Kinder (Ab-
bildung 4). 37 % der Eltern finden es ziemlich oder sehr schwierig zu beurteilen,
wann es sinnvoll ist, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen, und 41 % bzw. 43 %
der Eltern fällt es ziemlich oder sehr schwer zu beurteilen, ob die Informationen,
die sie in den Medien (Fernsehen, Internet oder andere Medien) zu ihrer Gesund-
heit bzw. der Gesundheit ihrer Kinder finden, vertrauenswürdig sind.
Abbildung 4: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig-
keit des Beurteilens von Informationen (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung
18%
15%
30%
14%
40%
37%
49%
35%
30%
31%
15%
33%
7%
10%
3%
10%
5%
7%
4%
8%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Beurteilen, wann Zweitmeinung einzuholen
Beurteilen, ob Informationen in Medien vertrauenswürdig
Beurteilen Zusammenhang Alltagsverhalten und Gesundheit
Beurteilen, ob Medieninfo. zu Kindgesundh. vertrauenswürdig
sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
IGES 10
Das Beurteilen der Vertrauenswürdigkeit von Medieninformationen zur Kindge-
sundheit – im Gegensatz zum Verstehen von Informationen (vgl. Abbildung 3) –
fällt den Eltern aller Bildungsschichten in etwa gleich schwer (Abbildung 5).
Abbildung 5: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig-
keit des Beurteilens von Informationen und nach Bildung (in %),
2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
15%
13%
14%
34%
36%
36%
29%
33%
35%
11%
10%
9%
10%
8%
6%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Hauptschulabschluss (n=977)
Mittlerer Schulabschluss (n=1.665)
Abitur oder Hochschulabschluss (n=2.147)
Beurteilen,obMedieninfo.zuKindgesundh.Vertrauenswürdig
sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
IGES 11
1.1.4 Informationen Verwenden
Wiederum etwas leichter fällt es den Eltern, auf Grundlage der beschafften Infor-
mationen, Entscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für die Entscheidung,
die Anweisungen des Arztes umzusetzen – 90 % der Eltern fällt dies ziemlich oder
sehr leicht (Abbildung 6). Allerdings fällt es einem erheblichen Teil der Befragten
ziemlich oder sehr schwer, auf Grundlage von Informationen aus den Medien zu
entscheiden, wie sie sich (32 %) bzw. ihre Kinder (34 %) vor Krankheiten schützen
können.
Abbildung 6: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig-
keit des Anwendens von Informationen (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung
1.2 Index zur Gesundheitskompetenz
Die Integration dieser Ergebnisse in einen Index der Gesundheitskompetenz ergibt,
dass rund die Hälfte (51 %) der Eltern ihre Gesundheitskompetenz als einge-
schränkt einschätzt (Abbildung 7).1
Knapp ein Drittel (32 %) der Eltern beurteilt
1
Dieser Befund korrespondiert mit den Ergebnissen von Studien, die den gleichen Index der
Gesundheitskompetenz verwenden. So beurteilen z. B. nach Schaeffer et al. (2017) 54 % der
deutschen Bevölkerung im Alter von über 15 Jahren ihre Gesundheitskompetenz als einge-
schränkt.
37%
19%
15%
15%
53%
50%
45%
44%
6%
21%
26%
27%
4%
6%
7%
1%
6%
7%
8%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Anweisungen des Arztes umzusetzen
Entscheidung bzgl. der Erkrankung zu treffen
Entscheiden, wie mit Medieninform. vor Erkrankungen schützen
Entscheiden, wie mit Medieninform. Kindgesundheit fördern
sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
IGES 12
ihre Gesundheitskompetenz als problematisch und knapp ein Fünftel (19 %) sogar
als inadäquat.
Abbildung 7: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung
keine Angabe
0,4%
inadäquat
19%
problematisch
32%
ausreichend
49%
IGES 13
1.2.1 Gesundheitskompetenz und soziodemografische Merkmale
Eltern im Alter von 46 Jahren und älter schätzen ihre Gesundheitskompetenz etwas
öfter als ausreichend ein (54 %) als Eltern im Alter von 45 Jahren und jünger (47 %)
(Abbildung 8). Ein ähnlicher Zusammenhang zeigt sich beim Alter der Kinder. Auch
Eltern, deren Kinder älter sind (11- bis 14 Jahre), schätzen ihre Gesundheitskom-
petenz etwas öfter als ausreichend ein (52 %) als Eltern, deren Kinder jünger sind
(4 bis 6 Jahre) (47 %).
Abbildung 8: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach ihrem Alter (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
Keine wesentlichen Unterschiede zeigten sich bei der Selbsteinschätzung der Ge-
sundheitskompetenz zwischen Müttern und Vätern sowie zwischen Paarfamilien
und Alleinerziehenden.
47% 46% 47%
54%
32% 33% 32%
30%
21% 21% 20%
16%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
unter 35 Jahre (n=873) 36 - 40 Jahre (n=1.245) 41 - 45 Jahre (n=1.120) 46 Jahre und älter (n=1.475)
Anteilin%
ausreichend problematisch inadäquat
IGES 14
Bezüglich der Beurteilung der eigenen Gesundheitskompetenz zeigen sich geringe
Unterschiede nach dem höchsten Bildungsabschluss der Eltern. Während 48 % der
Abiturienten ihre Gesundheitskompetenz als problematisch oder inadäquat ein-
schätzen, sind es unter den Eltern mit mittlerer Reife 52 % und unter den Haupt-
schülern 54 % (Abbildung 9).
Abbildung 9: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Bildung (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
16%
19%
24%
32%
33%
30%
51%
48%
46%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Abitur oder Hochschulabschluss (n=2.147)
Mittlerer Schulabschluss (n=1.660)
Hauptschulabschluss (n=968)
inadäquat problematisch ausreichend
IGES 15
Eltern, die nicht berufstätig sind, geben häufiger an, eine inadäquate Gesundheits-
kompetenz zu haben (27 %) als berufstätige Eltern (19 %) (Abbildung 10). Aller-
dings beurteilen nicht-berufstätige Eltern ihre Gesundheitskompetenz auch öfter
als ausreichend (56 %) als berufstätige Eltern (49 %).
Abbildung 10: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Berufstätigkeit (in %),
2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
27%
19%
17%
33%
56%
49%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
nicht berufstätig (n=201)
mind. ein Elternteil berufstätig (n=4677)
inadäquat problematisch ausreichend
IGES 16
Öfter eine ausreichende Gesundheitskompetenz weisen nach eigenen Angaben El-
tern mit hohem Einkommen (Haushaltsnettoeinkommen von 4.000 Euro und mehr
pro Monat) auf (56 %) als Eltern mit niedrigem Einkommen (weniger als 2.000
Euro) (48 %) (Abbildung 11).
Abbildung 11: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Einkommen (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
Anmerkung: Haushaltsnettoeinkommen
Keine Unterschiede bei der Gesundheitskompetenz zeigen sich nach Migrations-
hintergrund. Eltern mit Migrationshintergrund geben zum gleichen Teil (51 %) an,
eine problematische oder inadäquate Gesundheitskompetenz zu haben, wie Eltern
ohne Migrationshintergrund (51 %).
23%
20%
16%
30%
34%
28%
48%
46%
56%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Niedriges Einkommen (n=987)
Mittleres Einkommen (n=2.537)
Hohes Einkommen (n=1.182)
inadäquat problematisch ausreichend
IGES 17
1.2.2 Gesundheitskompetenz und Gesundheitszustand
Eltern, die angaben, dass ihr allgemeiner Gesundheitszustand schlecht oder sehr
schlecht ist, schätzen ihre eigene Gesundheitskompetenz häufiger als inadäquat
ein (45 %) als Eltern, die angaben, dass sie einen guten oder sehr guten Gesund-
heitszustand haben (16 %) (Abbildung 12).
Abbildung 12: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach ihrem allgemeinen Ge-
sundheitszustand (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
16%
25%
45%
31%
34%
34%
52%
41%
20%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
gut oder sehr gut (n=3.715)
mittelmäßig (n=999)
schlecht oder sehr schlecht (n=162)
inadäquat problematisch ausreichend
IGES 18
Eltern, die angaben, dass sie häufig oder immer aufgrund psychischer Probleme
Schwierigkeiten bei der Arbeit oder anderen alltäglichen Tätigkeiten im Beruf bzw.
zu Hause haben, schätzen ihre eigene Gesundheitskompetenz häufiger als inadä-
quat ein (35 %) als Eltern, die angaben, dass sie diese nur manchmal, selten oder
nie haben (17 %) (Abbildung 13).
Abbildung 13: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Auftreten von Schwie-
rigkeiten aufgrund psychischer Probleme (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
17%
35%
32%
32%
51%
33%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
manchmal, selten oder nie (n=4.341)
häufig oder immer (n=555)
SchwierigkeitenaufgrundpsychischerProbleme
inadäquat problematisch ausreichend
IGES 19
Auch Eltern, die angaben, dass der allgemeine Gesundheitszustand ihrer Kinder
schlecht oder sehr schlecht ist, schätzten ihre eigene Gesundheitskompetenz häu-
figer als inadäquat ein (60 %) als Eltern, die angaben, dass ihre Kinder einen guten
oder sehr guten Gesundheitszustand haben (18 %) (Abbildung 12).
Abbildung 14: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach dem allgemeinen Ge-
sundheitszustand des Zielkindes (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
18%
33%
60%
32%
25%
16%
49%
42%
25%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
gut oder sehr gut (n=4.600)
mittelmäßig (n=250)
schlecht oder sehr schlecht (n=27)
inadäquat problematisch ausreichend
IGES 20
Ebenso schätzen Eltern, deren Kinder adipös sind, ihre eigene Gesundheitskompe-
tenz häufiger als inadäquat ein (27 %) als Eltern, deren Kinder normalgewichtig
sind (19 %) (Abbildung 15).
Abbildung 15: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung
zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach der Gewichtseinteilung
des Zielkindes (in %), 2018
Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern
Keine wesentlichen Unterschiede zeigten sich bei der Selbsteinschätzung der Ge-
sundheitskompetenz zwischen Eltern mit Normalgewicht und Eltern mit Überge-
wicht bzw. Adipositas.
19%
19%
27%
31%
35%
28%
50%
47%
45%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Normalgewicht (n=3.140)
Übergewicht (n=421)
Adipositas (n=329)
inadäquat problematisch ausreichend
IGES 21
Literaturverzeichnis
Schaeffer D, Vogt D, Berens E-M & Hurrelmann K (2016): Gesundheitskompetenz
der Bevölkerung in Deutschland – Ergebnisbericht. Universität Bielefeld, Fa-
kultät für Gesundheitswissenschaften. Bielefeld
Schaeffer D, Berens EM & Vogt D (2017): Gesundheitskompetenz der Bevölkerung
in Deutschland. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung. Dtsch Arztebl Int
2017; 114: 53–60. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0053

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AOK-Familienstudie 2018: Wissenschaftlicher Bericht des IGES-Instituts- Kapitel zur Gesundheitskompetenz

  • 1. | Gesundheit | Mobilität | Bildung | IGES Institut. Ein Unternehmen der IGES Gruppe AOK-Familienstudie 2018 Eine quantitative und qualitative Befragung von Eltern mit Kindern im Alter von 4 bis 14 Jahren Kapitel zur Gesundheitskompetenz Kontakt: Dr. Monika Sander T +49 30 230 809 44 Monika.Sander@iges.com IGES Institut GmbH Friedrichstraße 180 10117 Berlin www.iges.com
  • 2. IGES 2 für den AOK-Bundesverband Berlin, 1. August 2018
  • 3. IGES 3 Inhalt 1. Gesundheitskompetenz der Eltern 6 1.1 Komponenten der Gesundheitskompetenz 6 1.1.1 Informationen Finden 6 1.1.2 Informationen Verstehen 7 1.1.3 Informationen Beurteilen 9 1.1.4 Informationen Verwenden 11 1.2 Index zur Gesundheitskompetenz 11 1.2.1 Gesundheitskompetenz und soziodemografische Merkmale 13 1.2.2 Gesundheitskompetenz und Gesundheitszustand 17 Literaturverzeichnis 21 Abbildungen 4
  • 4. IGES 4 Abbildungen Abbildung 1: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierigkeit des Findens von Informationen (in %), 2018 6 Abbildung 2: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierigkeit des Verstehens von Informationen (in %), 2018 7 Abbildung 3: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierigkeit des Verstehens von Informationen und nach Bildung (in %), 2018 8 Abbildung 4: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierigkeit des Beurteilens von Informationen (in %), 2018 9 Abbildung 5: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierigkeit des Beurteilens von Informationen und nach Bildung (in %), 2018 10 Abbildung 6: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierigkeit des Anwendens von Informationen (in %), 2018 11 Abbildung 7: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz (in %), 2018 12 Abbildung 8: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach ihrem Alter (in %), 2018 13 Abbildung 9: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Bildung (in %), 2018 14 Abbildung 10: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Berufstätigkeit (in %), 2018 15 Abbildung 11: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Einkommen (in %), 2018 16 Abbildung 12: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach ihrem allgemeinen Gesundheitszustand (in %), 2018 17 Abbildung 13: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Auftreten von Schwierigkeiten aufgrund psychischer Probleme (in %), 2018 18 Abbildung 14: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach dem allgemeinen Gesundheitszustand des Zielkindes (in %), 2018 19
  • 5. IGES 5 Abbildung 15: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach der Gewichtseinteilung des Zielkindes (in %), 2018 20
  • 6. IGES 6 1. Gesundheitskompetenz der Eltern Die Gesundheitskompetenz von Eltern wurde anhand des erprobten Instruments des „EU Health Literacy Survey“ in der auf Deutsch übersetzten und von 47 auf 16 Fragen gekürzten Fassung (HLS GER Q16) gemessen (Schaeffer et al., 2016). Erho- ben wurden dazu einzelne Komponenten, die anschließend in einen Index inte- griert wurden. Dieses auf die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung im Allge- meinen bezogene Instrument wurde zusätzlich ergänzt um drei Fragen zur spezifischen Gesundheitskompetenz von Eltern in Bezug auf die Gesundheit ihrer Kinder. 1.1 Komponenten der Gesundheitskompetenz 1.1.1 Informationen Finden Den Eltern fällt es verhältnismäßig schwer, Informationen bezüglich ihrer Gesund- heit und der Gesundheit ihrer Kinder zu finden. Für 31 % der Eltern ist das Finden von Informationen zur Hilfe bei psychischen Problemen nach eigener Einschätzung ziemlich oder sehr schwierig (Abbildung 1). 23 % der Befragten fällt es ziemlich oder sehr schwer, Informationen zu Erkrankungen im Allgemeinen zu finden. Abbildung 1: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig- keit des Findens von Informationen (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung 18% 27% 16% 20% 24% 40% 50% 34% 51% 54% 17% 14% 22% 17% 15% 6% 5% 9% 4% 3% 20% 5% 19% 8% 4% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Informationen zu Erkrankungen finden Informationen zu prof. Hilfe finden Informationen zu Hilfe bei psych. Problemen finden Informationen finden zu Verhalten für psych. Gesundheit Informationen zur Kindgesundheit zu finden sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
  • 7. IGES 7 1.1.2 Informationen Verstehen Leichter fällt den Eltern hingegen das Verstehen von Informationen zu ihrer Ge- sundheit bzw. die Gesundheit ihrer Kinder. Zwar sagen 19 % der Eltern, es fiele ihnen ziemlich oder sehr schwer, zu verstehen, was der Arzt ihnen sagt, und eben- falls 19 % finden es ziemlich oder sehr schwer, Medieninformationen über Gesund- heitsförderung zu verstehen (Abbildung 2). Allerdings findet es die weitüberwie- gende Mehrheit der Befragten ziemlich oder sehr einfach, die Anweisungen des Arztes zu verstehen (93 %), zu verstehen, warum Vorsorgeuntersuchungen not- wendig sind (90 %) und Gesundheitswarnungen zu verstehen (86 %). Abbildung 2: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig- keit des Verstehens von Informationen (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung 25% 47% 48% 50% 29% 22% 53% 46% 38% 40% 51% 53% 15% 5% 7% 6% 12% 15% 4% 1% 2% 2% 3% 4% 2% 4% 2% 5% 6% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Verstehen, was der Arzt sagt Anweisungen des Arztes zu verstehen Gesundheitswarnungen verstehen Verstehen, warum Vorsorgeuntersuchungen notwendig Gesundheitsratschläge von Familienmitgliedern verstehen Medieninform. über Gesundheitsförderung verstehen sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
  • 8. IGES 8 Eltern mit Hauptschulabschluss fällt es etwas schwerer (13 % ziemlich oder sehr schwierig), Gesundheitswarnungen zu verstehen, als Abiturienten (6 %) (Abbil- dung 3). Des Weiteren äußern Hauptschüler etwas öfter (11 %) Schwierigkeiten zu verstehen, warum Vorsorgeuntersuchungen notwendig sind, als Abiturienten (6 %). Abbildung 3: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig- keit des Verstehens von Informationen und nach Bildung (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern 36% 46% 56% 41% 49% 56% 43% 40% 35% 43% 41% 37% 10% 8% 4% 8% 7% 4% 3% 2% 2% 3% 2% 2% 7% 4% 3% 5% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Hauptschulabschluss (n=977) Mittlerer Schulabschluss (n=1.665) Abitur oder Hochschulabschluss (n=2.147) Hauptschulabschluss (n=977) Mittlerer Schulabschluss (n=1.665) Abitur oder Hochschulabschluss (n=2.147) Gesundheitswarnungenverstehen Verstehen,warum Vorsorgeuntersuchungen notwendig sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
  • 9. IGES 9 1.1.3 Informationen Beurteilen Die größten Schwierigkeiten haben die befragten Eltern mit dem Beurteilen von Informationen zu ihrer eigenen Gesundheit bzw. der Gesundheit ihrer Kinder (Ab- bildung 4). 37 % der Eltern finden es ziemlich oder sehr schwierig zu beurteilen, wann es sinnvoll ist, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen, und 41 % bzw. 43 % der Eltern fällt es ziemlich oder sehr schwer zu beurteilen, ob die Informationen, die sie in den Medien (Fernsehen, Internet oder andere Medien) zu ihrer Gesund- heit bzw. der Gesundheit ihrer Kinder finden, vertrauenswürdig sind. Abbildung 4: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig- keit des Beurteilens von Informationen (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung 18% 15% 30% 14% 40% 37% 49% 35% 30% 31% 15% 33% 7% 10% 3% 10% 5% 7% 4% 8% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Beurteilen, wann Zweitmeinung einzuholen Beurteilen, ob Informationen in Medien vertrauenswürdig Beurteilen Zusammenhang Alltagsverhalten und Gesundheit Beurteilen, ob Medieninfo. zu Kindgesundh. vertrauenswürdig sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
  • 10. IGES 10 Das Beurteilen der Vertrauenswürdigkeit von Medieninformationen zur Kindge- sundheit – im Gegensatz zum Verstehen von Informationen (vgl. Abbildung 3) – fällt den Eltern aller Bildungsschichten in etwa gleich schwer (Abbildung 5). Abbildung 5: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig- keit des Beurteilens von Informationen und nach Bildung (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern 15% 13% 14% 34% 36% 36% 29% 33% 35% 11% 10% 9% 10% 8% 6% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Hauptschulabschluss (n=977) Mittlerer Schulabschluss (n=1.665) Abitur oder Hochschulabschluss (n=2.147) Beurteilen,obMedieninfo.zuKindgesundh.Vertrauenswürdig sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
  • 11. IGES 11 1.1.4 Informationen Verwenden Wiederum etwas leichter fällt es den Eltern, auf Grundlage der beschafften Infor- mationen, Entscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für die Entscheidung, die Anweisungen des Arztes umzusetzen – 90 % der Eltern fällt dies ziemlich oder sehr leicht (Abbildung 6). Allerdings fällt es einem erheblichen Teil der Befragten ziemlich oder sehr schwer, auf Grundlage von Informationen aus den Medien zu entscheiden, wie sie sich (32 %) bzw. ihre Kinder (34 %) vor Krankheiten schützen können. Abbildung 6: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer Angabe zur Schwierig- keit des Anwendens von Informationen (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung 1.2 Index zur Gesundheitskompetenz Die Integration dieser Ergebnisse in einen Index der Gesundheitskompetenz ergibt, dass rund die Hälfte (51 %) der Eltern ihre Gesundheitskompetenz als einge- schränkt einschätzt (Abbildung 7).1 Knapp ein Drittel (32 %) der Eltern beurteilt 1 Dieser Befund korrespondiert mit den Ergebnissen von Studien, die den gleichen Index der Gesundheitskompetenz verwenden. So beurteilen z. B. nach Schaeffer et al. (2017) 54 % der deutschen Bevölkerung im Alter von über 15 Jahren ihre Gesundheitskompetenz als einge- schränkt. 37% 19% 15% 15% 53% 50% 45% 44% 6% 21% 26% 27% 4% 6% 7% 1% 6% 7% 8% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Anweisungen des Arztes umzusetzen Entscheidung bzgl. der Erkrankung zu treffen Entscheiden, wie mit Medieninform. vor Erkrankungen schützen Entscheiden, wie mit Medieninform. Kindgesundheit fördern sehr einfach ziemlich einfach ziemlich schwierig sehr schwierig weiß nicht
  • 12. IGES 12 ihre Gesundheitskompetenz als problematisch und knapp ein Fünftel (19 %) sogar als inadäquat. Abbildung 7: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern Anmerkungen: n = 4.896; gewichtete Verteilung keine Angabe 0,4% inadäquat 19% problematisch 32% ausreichend 49%
  • 13. IGES 13 1.2.1 Gesundheitskompetenz und soziodemografische Merkmale Eltern im Alter von 46 Jahren und älter schätzen ihre Gesundheitskompetenz etwas öfter als ausreichend ein (54 %) als Eltern im Alter von 45 Jahren und jünger (47 %) (Abbildung 8). Ein ähnlicher Zusammenhang zeigt sich beim Alter der Kinder. Auch Eltern, deren Kinder älter sind (11- bis 14 Jahre), schätzen ihre Gesundheitskom- petenz etwas öfter als ausreichend ein (52 %) als Eltern, deren Kinder jünger sind (4 bis 6 Jahre) (47 %). Abbildung 8: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach ihrem Alter (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern Keine wesentlichen Unterschiede zeigten sich bei der Selbsteinschätzung der Ge- sundheitskompetenz zwischen Müttern und Vätern sowie zwischen Paarfamilien und Alleinerziehenden. 47% 46% 47% 54% 32% 33% 32% 30% 21% 21% 20% 16% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% unter 35 Jahre (n=873) 36 - 40 Jahre (n=1.245) 41 - 45 Jahre (n=1.120) 46 Jahre und älter (n=1.475) Anteilin% ausreichend problematisch inadäquat
  • 14. IGES 14 Bezüglich der Beurteilung der eigenen Gesundheitskompetenz zeigen sich geringe Unterschiede nach dem höchsten Bildungsabschluss der Eltern. Während 48 % der Abiturienten ihre Gesundheitskompetenz als problematisch oder inadäquat ein- schätzen, sind es unter den Eltern mit mittlerer Reife 52 % und unter den Haupt- schülern 54 % (Abbildung 9). Abbildung 9: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Bildung (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern 16% 19% 24% 32% 33% 30% 51% 48% 46% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Abitur oder Hochschulabschluss (n=2.147) Mittlerer Schulabschluss (n=1.660) Hauptschulabschluss (n=968) inadäquat problematisch ausreichend
  • 15. IGES 15 Eltern, die nicht berufstätig sind, geben häufiger an, eine inadäquate Gesundheits- kompetenz zu haben (27 %) als berufstätige Eltern (19 %) (Abbildung 10). Aller- dings beurteilen nicht-berufstätige Eltern ihre Gesundheitskompetenz auch öfter als ausreichend (56 %) als berufstätige Eltern (49 %). Abbildung 10: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Berufstätigkeit (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern 27% 19% 17% 33% 56% 49% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% nicht berufstätig (n=201) mind. ein Elternteil berufstätig (n=4677) inadäquat problematisch ausreichend
  • 16. IGES 16 Öfter eine ausreichende Gesundheitskompetenz weisen nach eigenen Angaben El- tern mit hohem Einkommen (Haushaltsnettoeinkommen von 4.000 Euro und mehr pro Monat) auf (56 %) als Eltern mit niedrigem Einkommen (weniger als 2.000 Euro) (48 %) (Abbildung 11). Abbildung 11: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Einkommen (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern Anmerkung: Haushaltsnettoeinkommen Keine Unterschiede bei der Gesundheitskompetenz zeigen sich nach Migrations- hintergrund. Eltern mit Migrationshintergrund geben zum gleichen Teil (51 %) an, eine problematische oder inadäquate Gesundheitskompetenz zu haben, wie Eltern ohne Migrationshintergrund (51 %). 23% 20% 16% 30% 34% 28% 48% 46% 56% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Niedriges Einkommen (n=987) Mittleres Einkommen (n=2.537) Hohes Einkommen (n=1.182) inadäquat problematisch ausreichend
  • 17. IGES 17 1.2.2 Gesundheitskompetenz und Gesundheitszustand Eltern, die angaben, dass ihr allgemeiner Gesundheitszustand schlecht oder sehr schlecht ist, schätzen ihre eigene Gesundheitskompetenz häufiger als inadäquat ein (45 %) als Eltern, die angaben, dass sie einen guten oder sehr guten Gesund- heitszustand haben (16 %) (Abbildung 12). Abbildung 12: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach ihrem allgemeinen Ge- sundheitszustand (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern 16% 25% 45% 31% 34% 34% 52% 41% 20% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% gut oder sehr gut (n=3.715) mittelmäßig (n=999) schlecht oder sehr schlecht (n=162) inadäquat problematisch ausreichend
  • 18. IGES 18 Eltern, die angaben, dass sie häufig oder immer aufgrund psychischer Probleme Schwierigkeiten bei der Arbeit oder anderen alltäglichen Tätigkeiten im Beruf bzw. zu Hause haben, schätzen ihre eigene Gesundheitskompetenz häufiger als inadä- quat ein (35 %) als Eltern, die angaben, dass sie diese nur manchmal, selten oder nie haben (17 %) (Abbildung 13). Abbildung 13: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach Auftreten von Schwie- rigkeiten aufgrund psychischer Probleme (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern 17% 35% 32% 32% 51% 33% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% manchmal, selten oder nie (n=4.341) häufig oder immer (n=555) SchwierigkeitenaufgrundpsychischerProbleme inadäquat problematisch ausreichend
  • 19. IGES 19 Auch Eltern, die angaben, dass der allgemeine Gesundheitszustand ihrer Kinder schlecht oder sehr schlecht ist, schätzten ihre eigene Gesundheitskompetenz häu- figer als inadäquat ein (60 %) als Eltern, die angaben, dass ihre Kinder einen guten oder sehr guten Gesundheitszustand haben (18 %) (Abbildung 12). Abbildung 14: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach dem allgemeinen Ge- sundheitszustand des Zielkindes (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern 18% 33% 60% 32% 25% 16% 49% 42% 25% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% gut oder sehr gut (n=4.600) mittelmäßig (n=250) schlecht oder sehr schlecht (n=27) inadäquat problematisch ausreichend
  • 20. IGES 20 Ebenso schätzen Eltern, deren Kinder adipös sind, ihre eigene Gesundheitskompe- tenz häufiger als inadäquat ein (27 %) als Eltern, deren Kinder normalgewichtig sind (19 %) (Abbildung 15). Abbildung 15: Verteilung der befragten Eltern nach ihrer eigenen Einschätzung zu ihrer Gesundheitskompetenz und nach der Gewichtseinteilung des Zielkindes (in %), 2018 Quelle: IGES auf Basis einer Befragung von Eltern Keine wesentlichen Unterschiede zeigten sich bei der Selbsteinschätzung der Ge- sundheitskompetenz zwischen Eltern mit Normalgewicht und Eltern mit Überge- wicht bzw. Adipositas. 19% 19% 27% 31% 35% 28% 50% 47% 45% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Normalgewicht (n=3.140) Übergewicht (n=421) Adipositas (n=329) inadäquat problematisch ausreichend
  • 21. IGES 21 Literaturverzeichnis Schaeffer D, Vogt D, Berens E-M & Hurrelmann K (2016): Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland – Ergebnisbericht. Universität Bielefeld, Fa- kultät für Gesundheitswissenschaften. Bielefeld Schaeffer D, Berens EM & Vogt D (2017): Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 53–60. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0053