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Einstieg in OER am Beispiel
des Schulbuch-O -Mat
  Martin Schön

  martin.schoen@tugraz.at http://informatik.didaktik-graz.at/index.
  php/component/content/article/8-veranstaltungen/11
Was ist OER – worum geht es?

Das Bearbeiten und Weitergeben von Lehr-Lern-Unterlagen
    ist im Sinne des kollegialen Austauschs eine verbreitete
    Praxis, ob in der Schule oder in der Bildungsarbeit, ob
    auf Papier oder digital. Mit digitalen Werkzeugen und
    digitalen Inhalten ist das Bearbeiten und Weitergeben
    viel einfacher geworden. Gleichzeitig setzt das
    Urheberrecht im digitalen Bereich rigidere Grenzen. Als
    Alternative entdecken immer mehr Menschen
    Materialien, deren Lizenzen das Kopieren und
    Weitergeben, häufig auch das Bearbeiten und bisweilen
    sogar das Verkaufen ausdrücklich gestatten.
Was ist OER – worum geht es?

    offene Standards werden verwendet,

    offene Unterrichtsformen werden unterstützt,

    offene Software kommt zum Einsatz?

    frei downloadbar! frei einsetzbar,

    kostenlos,

    kopierbar,

    oft veränderbar,

    für alle verfügbar -

    aber kostet OER nichts ?
Die Rechtemodule
Die sechs aktuellen Lizenzen




   Aus Wikipedia
Welche Argumente sprechen für ein
Schulbuch?
Das Schulbuch – was impliziert es?
Welche Argumente spielen beim Schulbuch
eine Rolle?
Das Schulbuch – was impliziert es?


  umfassende Materialsammlung, auch zur Differenzierung

  glaubwürdige Quelle

  einfache Referenz zum Lehrplan &

  Vorordnung für Unterricht ->auf welcher Seite waren wir
 stehen geblieben?
Welche Perspektiven?

  Ein Graphiker wird ein Buch mit anderen Augen ansehen

  als als ein Schüler,

  ein Jurist in Diensten eines Kultusministeriums wird es
  anders beurteilen

  als die Eltern des Schülers und

  ein Verleger kommt u.U. zu anderen Einschätzungen

  als ein Lehrer oder Wissenschaftler.

  Von Didaktikern ist ebenfalls kein einhelliges Urteil zu
   erwarten. Zu sehr unterscheiden sich die verschiedenen
   „Schulen“.
Was dem einen als Vorzug erscheint, gilt einem anderen u.U.
als Mangel.             (nach Robert Maier, Was ist ein gutes Schulbuch)
Mindestanforderungen

Zunächst muss das Buch praktischen Anforderungen der
    Haltbarkeit und Hygiene genügen. Es muss vom Format
    und Gewicht her handhabbar sein. Es sollte ein gefälliges
    Cover aufweisen. Das Layout (etwa Mehrspaltigkeit) wird
    sich an an Ergebnissen der Rezeptions und
    Kognitionsforschung orientieren. Raumanordnung,
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    die Übersichtlichkeit unterstützen. Die Navigation im
    Schulbuch darf nicht schwerfallen. Autorentext,
    Quellentexte und andere textliche Bestandteile müssen klar
    unterscheidbar sein. Und der Preis muss sich im Rahmen
    einer plausiblen Bandbreite bewegen.
             (nach Robert Maier, Was ist ein gutes Schulbuch)
Was kostet einSchulbuch?
Gehen wir einmal von einem Lehrwerk in der 5. Klasse mit knapp
200 Seiten und einer Erstauflage von 6000 Exemplaren aus. Dann
liegen gemessen am Ladenpreis die Herstellungskosten (Layout,
Gestaltung, Lizenzkosten für Bilder etc., Druck und Bindung) bei
etwa 30 %, die Verlagsgemeinkosten (Personalkosten Redaktion
+ Beratung, Marketing, Miete etc.) bei ca. 28 %, der
Buchhändlerrabatt bei rund 20 %, die Mehrwertsteuer bei 7 %,
die Autorenhonorare zwischen 7 und 10 % und der kalkulierte
Kontakte
Was kostet einSchulbuch?
Was kostet OER?
Unter der Voraussetzung, dass hier kontinuierliche Arbeit
gemacht wird, hoffen wir bei der Initialisierung auf
freiwillige, ehrenamtliche „Helfer“ - Zuträger beim
Sammeln und Weiterentwickeln von Material. Es geht aber
nicht nur darum, eine Kollektion zu erstellen. Ein
komplettes Schulbuch und sogar ein Markt von
Schulbüchern hat ja als Gesamtwerk noch eigene
Qualitäten, deren Produktion vermutlich eines besonderen
Budgets bedarf. Die Arbeit von Verlagen wird weiter
notwendig sein. Die Finanzierungstechnik im digitalen
Umfeld ändert sich: Es wird aber nicht mehr nur über die
„entnommenen“ Leistungen kalkuliert. Ich gehe davon
aus, dass die Kalkulationsbasis im Prinzip erhalten bleibt.
Was zahlt der Staat – wie viel die Eltern?
Natürlich stellt sich auch die Frage, wer OER-
Schulbuchprojekte überhaupt finanzieren soll. Leider sind die
Seiten nicht mehr aufrufbar, aber laut einer Meldung am
Schulbuchportal.de zahlt der deutsche Staat jedes Jahr etwa
263 Millionen Euro für Schulbücher (Quelle:
Schulbuchportal.de, 2012). Ergänzend geben Eltern jährlich 183
Millionen Euro für Schulbücher aus (selbe Quelle). Diese
Kosten sind für 12 Millionen Schülerinnen und Schüler
(ebd.). Prinzipiell stehen also jede Menge Mittel für
Schulbücher zur Verfügung, da sollten einige OER-Projekte
wirklich leicht zu finanzieren und rechtfertigen sein!
außerdem:




+ 600.000 für das Recht, Schulbuchseiten zu Digitalisieren.
(haben die sich über den Tisch ziehen lassen) –
http://blog.die-linke.de/digitalelinke/schultrojaner-egal-
hauptsache-ihr-zahlt/
Wir zwei langjährige Freunde ….
          Wir, zwei langjährige Freunde, der eine Biologie- und Sportlehrer, der
          andere Medienfachmann, haben uns zum Ziel gesetzt, gemeinsam das
          Lehren und Lernen mit Hilfe von freien Schul-E-Books offener,
          aktueller und zielgruppengerechter zu machen. Jeder von uns beiden
          bringt seine beruflichen Erfahrungen, Möglichkeiten und Netzwerke
          ein, um den SCHULBUCH-O-MAT und das erste freie Bio-
          Schulbuch erfolgreich auf den Weg zu bringen.
          "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein
          qualitätsorientiertes Biologie-eSchulbuch für die 7./8.
          Jahrgänge mit bestehenden fachlichen Ressourcen machbar
          ist, wenn wir euch als Starthelfer haben. Ein Buch, das von
          Jahr zu Jahr besser werden kann - und wird." (HEIKO
          PRZYHODNIK)
          "Aus langjähriger Erfahrung bin ich mir sicher, dass die Zeit
          reif ist, eine neue Form von Schulwissen anzubieten. Der
          SCHULBUCH-O-MAT ist eine sehr spannende Herausforderung
          und definitv realisierbar - wenn die Startnext-Community die
          Initialzündung beisteuert." (HANS HELLFRIED WEDENIG, re.)
Das  Projekt Schulbuch-O-Mat will das erste offene und freie
elektronische Schulbuch Deutschlands publizieren – ohne
Urheberrecht, alles frei zu verwenden und zu kopieren (unter der
Creative Commons-Lizenz CC BY). Als Pilotprojekt ist ein
Biologiebuch für die Klassenstufe 7/8 geplant, das mit dem
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vorliegen soll. Die meisten Inhalte sollen bundesweit im
Biologieunterricht der Sekundarstufe I verwendet werden können.

Als Software wird Loop (http://loop.oncampus.de/loop/LOOP)
verwendet, die auf Mediawiki basiert.
Probleme - Vorschläge
Mitmachen: schulbuchomat.de




https://twitter.com/SCHULBUCHOMAT


                            Coer13.de
Vielen Dank!

Martin Schön
martin.schoen@tugraz.at

netsprit.de
Weitere erwähnte Links: mathe.tugraz.at – l3t.eu

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  • 1. Einstieg in OER am Beispiel des Schulbuch-O -Mat Martin Schön martin.schoen@tugraz.at http://informatik.didaktik-graz.at/index. php/component/content/article/8-veranstaltungen/11
  • 2. Was ist OER – worum geht es? Das Bearbeiten und Weitergeben von Lehr-Lern-Unterlagen ist im Sinne des kollegialen Austauschs eine verbreitete Praxis, ob in der Schule oder in der Bildungsarbeit, ob auf Papier oder digital. Mit digitalen Werkzeugen und digitalen Inhalten ist das Bearbeiten und Weitergeben viel einfacher geworden. Gleichzeitig setzt das Urheberrecht im digitalen Bereich rigidere Grenzen. Als Alternative entdecken immer mehr Menschen Materialien, deren Lizenzen das Kopieren und Weitergeben, häufig auch das Bearbeiten und bisweilen sogar das Verkaufen ausdrücklich gestatten.
  • 3. Was ist OER – worum geht es?  offene Standards werden verwendet,  offene Unterrichtsformen werden unterstützt,  offene Software kommt zum Einsatz?  frei downloadbar! frei einsetzbar,  kostenlos,  kopierbar,  oft veränderbar,  für alle verfügbar -  aber kostet OER nichts ?
  • 5. Die sechs aktuellen Lizenzen Aus Wikipedia
  • 6. Welche Argumente sprechen für ein Schulbuch? Das Schulbuch – was impliziert es?
  • 7. Welche Argumente spielen beim Schulbuch eine Rolle? Das Schulbuch – was impliziert es?  umfassende Materialsammlung, auch zur Differenzierung  glaubwürdige Quelle  einfache Referenz zum Lehrplan &  Vorordnung für Unterricht ->auf welcher Seite waren wir stehen geblieben?
  • 8. Welche Perspektiven?  Ein Graphiker wird ein Buch mit anderen Augen ansehen  als als ein Schüler,  ein Jurist in Diensten eines Kultusministeriums wird es anders beurteilen  als die Eltern des Schülers und  ein Verleger kommt u.U. zu anderen Einschätzungen  als ein Lehrer oder Wissenschaftler.  Von Didaktikern ist ebenfalls kein einhelliges Urteil zu erwarten. Zu sehr unterscheiden sich die verschiedenen „Schulen“. Was dem einen als Vorzug erscheint, gilt einem anderen u.U. als Mangel. (nach Robert Maier, Was ist ein gutes Schulbuch)
  • 9. Mindestanforderungen Zunächst muss das Buch praktischen Anforderungen der Haltbarkeit und Hygiene genügen. Es muss vom Format und Gewicht her handhabbar sein. Es sollte ein gefälliges Cover aufweisen. Das Layout (etwa Mehrspaltigkeit) wird sich an an Ergebnissen der Rezeptions und Kognitionsforschung orientieren. Raumanordnung, Abbildungen, Schrift müssen ihrem Zweck entsprechen und die Übersichtlichkeit unterstützen. Die Navigation im Schulbuch darf nicht schwerfallen. Autorentext, Quellentexte und andere textliche Bestandteile müssen klar unterscheidbar sein. Und der Preis muss sich im Rahmen einer plausiblen Bandbreite bewegen. (nach Robert Maier, Was ist ein gutes Schulbuch)
  • 10. Was kostet einSchulbuch? Gehen wir einmal von einem Lehrwerk in der 5. Klasse mit knapp 200 Seiten und einer Erstauflage von 6000 Exemplaren aus. Dann liegen gemessen am Ladenpreis die Herstellungskosten (Layout, Gestaltung, Lizenzkosten für Bilder etc., Druck und Bindung) bei etwa 30 %, die Verlagsgemeinkosten (Personalkosten Redaktion + Beratung, Marketing, Miete etc.) bei ca. 28 %, der Buchhändlerrabatt bei rund 20 %, die Mehrwertsteuer bei 7 %, die Autorenhonorare zwischen 7 und 10 % und der kalkulierte Kontakte
  • 12. Was kostet OER? Unter der Voraussetzung, dass hier kontinuierliche Arbeit gemacht wird, hoffen wir bei der Initialisierung auf freiwillige, ehrenamtliche „Helfer“ - Zuträger beim Sammeln und Weiterentwickeln von Material. Es geht aber nicht nur darum, eine Kollektion zu erstellen. Ein komplettes Schulbuch und sogar ein Markt von Schulbüchern hat ja als Gesamtwerk noch eigene Qualitäten, deren Produktion vermutlich eines besonderen Budgets bedarf. Die Arbeit von Verlagen wird weiter notwendig sein. Die Finanzierungstechnik im digitalen Umfeld ändert sich: Es wird aber nicht mehr nur über die „entnommenen“ Leistungen kalkuliert. Ich gehe davon aus, dass die Kalkulationsbasis im Prinzip erhalten bleibt.
  • 13. Was zahlt der Staat – wie viel die Eltern? Natürlich stellt sich auch die Frage, wer OER- Schulbuchprojekte überhaupt finanzieren soll. Leider sind die Seiten nicht mehr aufrufbar, aber laut einer Meldung am Schulbuchportal.de zahlt der deutsche Staat jedes Jahr etwa 263 Millionen Euro für Schulbücher (Quelle: Schulbuchportal.de, 2012). Ergänzend geben Eltern jährlich 183 Millionen Euro für Schulbücher aus (selbe Quelle). Diese Kosten sind für 12 Millionen Schülerinnen und Schüler (ebd.). Prinzipiell stehen also jede Menge Mittel für Schulbücher zur Verfügung, da sollten einige OER-Projekte wirklich leicht zu finanzieren und rechtfertigen sein!
  • 14. außerdem: + 600.000 für das Recht, Schulbuchseiten zu Digitalisieren. (haben die sich über den Tisch ziehen lassen) – http://blog.die-linke.de/digitalelinke/schultrojaner-egal- hauptsache-ihr-zahlt/
  • 15. Wir zwei langjährige Freunde …. Wir, zwei langjährige Freunde, der eine Biologie- und Sportlehrer, der andere Medienfachmann, haben uns zum Ziel gesetzt, gemeinsam das Lehren und Lernen mit Hilfe von freien Schul-E-Books offener, aktueller und zielgruppengerechter zu machen. Jeder von uns beiden bringt seine beruflichen Erfahrungen, Möglichkeiten und Netzwerke ein, um den SCHULBUCH-O-MAT und das erste freie Bio- Schulbuch erfolgreich auf den Weg zu bringen. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein qualitätsorientiertes Biologie-eSchulbuch für die 7./8. Jahrgänge mit bestehenden fachlichen Ressourcen machbar ist, wenn wir euch als Starthelfer haben. Ein Buch, das von Jahr zu Jahr besser werden kann - und wird." (HEIKO PRZYHODNIK) "Aus langjähriger Erfahrung bin ich mir sicher, dass die Zeit reif ist, eine neue Form von Schulwissen anzubieten. Der SCHULBUCH-O-MAT ist eine sehr spannende Herausforderung und definitv realisierbar - wenn die Startnext-Community die Initialzündung beisteuert." (HANS HELLFRIED WEDENIG, re.)
  • 16.
  • 17. Das  Projekt Schulbuch-O-Mat will das erste offene und freie elektronische Schulbuch Deutschlands publizieren – ohne Urheberrecht, alles frei zu verwenden und zu kopieren (unter der Creative Commons-Lizenz CC BY). Als Pilotprojekt ist ein Biologiebuch für die Klassenstufe 7/8 geplant, das mit dem Berliner Lehrplan konform sein und im Schuljahr 2013/2014 vorliegen soll. Die meisten Inhalte sollen bundesweit im Biologieunterricht der Sekundarstufe I verwendet werden können. Als Software wird Loop (http://loop.oncampus.de/loop/LOOP) verwendet, die auf Mediawiki basiert.
  • 18.
  • 21. Vielen Dank! Martin Schön martin.schoen@tugraz.at netsprit.de Weitere erwähnte Links: mathe.tugraz.at – l3t.eu