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Nachhaltigkeit  als  Strategieleitlinie [email_address]
Ausgangsannahmen Die meisten  Menschen  sind egozentrisch und engstirnig Die  Produktivkräfte  sind so gewaltig geworden, daß komplexe Wechsel-  wirkungen Wirtschaft – Natur – Gesellschaft gestaltet werden müssen Akteure mit  Planeten - Bewusstsein  sind zu finden in Unternehmen, Staat, Zivilgesellschaft Auseinandersetzung geht um  Werte  Bis zu 5% der Menschen sind planetarisch – progressiv Es müssen 15 - 20 % werden Es geht um  Gewinnen  von - Kopf: neue Konzepte der Produktion, Konsum, Regierung - Herz: Mut für Veränderung, Empathie - Hand: neue Praxis in Unternehmen, Haushalten, Regierungen Es geht um  Macht - weiche Macht: Kopf, Herz, Hand = Kompetenz - harte Macht: Kampagnen, Staatsgewalt = Kontrolle Neu: Klassenkampf – Denken  ergänzen  durch Planetarisches Denken
Wie funktionieren Veränderungen Formel: Veränderungspotential-Einschätzung‏ Wann ist genügend Energie für Veränderung da? K  - Kosten der Veränderung (ökonomisch/psychologisch)‏ U  - Unzufriedenheit mit dem Status quo Z  - konkrete (geteilte) positive Vision der Zukunft S  - Klarheit über praktikable Schritte K  <  U + Z + S
Gesellschaftlicher Fortschritt Es ist gelungen: Abschaffung der Sklaverei Frauenemanzipation Menschenrechte  Industrialisierung und Kapitalismus Haben neue Probleme geschaffen Es muss noch gelingen: Naturzerstörung zurücknehmen  Intelligenter Umgang mit Natur und Ressourcen Reichtum – Armut – Ungleichgewicht Bildung – Gesundheit – Lebenschancen für alle Funktionierende Gesellschaften à la soziale Marktwirtschaft
Zivilisation + Gesellschaft (US Demokraten)‏ Nachhaltigkeit als Entwicklungs- und Kampfstrategie bisher künftig/nachhaltig Profitmaximierung Staat dient Privat-Wirtschaft Privat-Wirtschaft dominiert Gesellschaft Egozentrismus  +  Recht des Stärkeren Raubtiere + Kannibalismus (US Republikaner)‏ Planet People Profit Privat-Wirtschaft innerhalb  staatlicher Regeln Gesellschaft setzt Regeln, die Privat-Wirtschaft steuern planetarische Komplexität kapieren + Menschenrechte für alle in Wirtschaft und Gesellschaft
Veränderungsziele für Unternehmen 1. Kreieren eines Rahmens von Werten, Standards, Gesetzen für Unternehmenstätigkeit -  Natur erhalten und intelligenter nutzen - Menschen in Unternehmen zu kompetenten Profis entwickeln - Kunden fair behandeln: Preis, Qualität, Life-Cycle, Ökologie, Gesundheit - Beteiligungsmöglichkeiten anbieten für Mitarbeiter und Kunden und    Zivilgesellschaft: Dialog, Reaktion, Rückmeldung - Ziel: Integration der Unternehmenstätigkeiten in das Wertesystem der Gesellschaft 2. Internationale Standards bilden, die durch Sanktionen geschützt  werden; zunächst durch Selbstverpflichtung der Unternehmen   3. Lobbying der Politik für gesetzliche Fixierung der Standards 4. Konstruktiver Dialog mit dem politischen System der Gesellschaft - Interessen der Wirtschaft balancieren mit  - Interessen von Gruppen in der Gesellschaft - Lösung für Konflikte im demokratischen System und Geist
Veränderungsstrategie Unternehmen Unternehmenssektor hat selbst Veränderungsantriebe CO2 Emissionen bedrohen alle -> Reduzierung/Eliminierung Naturressourcen-Schutz für langfristige Existenz wichtig  Fair play dient allen -> Antikorruption Stabile Gesellschaft gut für Wirtschaft -> Unterstützung des  Staates (egal ob Demokratie oder Diktatur; öko-soziale Werte)‏ Gesetzliche Normen schaffen gleiche Rahmenbedingungen für  alle Firmen -> Einfluss darauf wichtig  ABER:  Unternehmen sind in Widersprüchen gefangen zwischen Eigeninteresse und dem gemeinsamen Interesse. Eigeninteresse geht vor; gemeinsames Interesse braucht Standards mit Sanktionen. Dafür brauchen Unternehmen den Staat.  !
Veränderungsstrategie Unternehmen Neu Zivilgesellschaft kann einwirken durch Kampagnen  bezogen auf Praktiken einzelner Unternehmen und Branchen Appelle  auf Aktionärsversammlungen,  um Steuerungsprozesse und Werte  der Unternehmensleitung zu  verändern   Lobbying  für Gesetze, die  Unternehmenstätigkeit einrah- men. Dafür braucht die Zivilge- sellschaft den Staat Ziel ist, die Entscheidungsprozesse in Unternehmen und damit die Unternehmenstätigkeit und Produkte  durch Rahmensetzung zu verändern  NEU! Organe schaffen, die Mit-  bestimmung in Unternehmen  ermöglichen für Zivilgesellschaft mit Fokus Nachhaltigkeit - Unternehmens spezifische  Nachhaltigkeitsforen - Branchen spezifische  Nachhaltigkeitsräte
Veränderungsstrategie Unternehmen:  Nachhaltigkeitsforen Chancen Einfluss auf Entscheidungen vor und während sie entstehen, statt  Schadensbegrenzung im Nachhinein  Konstruktiver lernorientierter Dialog zu Kapitalvertretern und Vertretern der Gesellschaft Entwicklung von industriespezifischer Entscheidungskompetenz bei  Vertretern der Gesellschaft Demokratische Einflüsse in privatwirtschaftlichen Entscheidungen Schnellere Verbreitung von gesellschaftlichen Anliegen in  privatwirtschaftlichen Entscheidungen Gefahren: Zersplitterung der Kräfte der Zivilgesellschaft Aufsaugen durch Überzeugungskraft der Kapitalvertreter Verlust von Transformationskraft; Business as usual, s. Gewerkschaftsbewegung
Nachhaltigkeit als (defensive) Unternehmensstrategie Begriffsumdeutung in „langfristige Fähigkeit Profit zu erzielen“ Absicherung der Einflußsphären für künftige Profitabilität Aufnehmen von gesellschaftlichen Bedenken - verbal, ohne Aktionen - oberflächliche Aktionen - irreführende Aktionen Hinauszögern von Entscheidungen - Zweifel an wissenschaftlichen Erkenntnissen säen  - Gründen von Kommissionen, Ausschüssen - defensives Lobbying staatlicher Organe Anbieten von Selbstverpflichtungen gefolgt von Ignorieren  Unschädlich machen von Gesetzesinitiativen  durch - Lobbying - Selbstverpflichtungen Greenwashing
Nachhaltigkeit – Konzept zur Zukunftsfähigen Gesellschaft Balance der Systeme Natur-Gesellschaft-Wirtschaft -  Primat der Natur -  Gesellschaft orientiert an ökonomischen und sozialen Menschenrechten -  Primat der Werte der Gesellschaft gegenüber den Interessen der Unternehmen Transformation der Zellen  (= Unternehmen)  führt zur Veränderung der Wirtschaft  und  Gesellschaft Konzept „Nachhaltigkeit“ zielt auf Erhaltung der Lebensgrundlagen und Lebenschancen aller Klassen und Nationen Konzept Nachhaltigkeit kann politische Bi-Polarität  überwinden (links – rechts, Arbeit – Kapital, progressiv –  konservativ) durch Wertekonsens Nachhaltigkeit kann von unterschiedlichen politischen Ordnungen aufgegriffen werden z.T. in demokratischen und autokratischen Staaten Es braucht verbindliche Ziele und Regeln für alle Akteure und Sanktionen bei Abweichungen ABER:

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  • 2. Ausgangsannahmen Die meisten Menschen sind egozentrisch und engstirnig Die Produktivkräfte sind so gewaltig geworden, daß komplexe Wechsel- wirkungen Wirtschaft – Natur – Gesellschaft gestaltet werden müssen Akteure mit Planeten - Bewusstsein sind zu finden in Unternehmen, Staat, Zivilgesellschaft Auseinandersetzung geht um Werte Bis zu 5% der Menschen sind planetarisch – progressiv Es müssen 15 - 20 % werden Es geht um Gewinnen von - Kopf: neue Konzepte der Produktion, Konsum, Regierung - Herz: Mut für Veränderung, Empathie - Hand: neue Praxis in Unternehmen, Haushalten, Regierungen Es geht um Macht - weiche Macht: Kopf, Herz, Hand = Kompetenz - harte Macht: Kampagnen, Staatsgewalt = Kontrolle Neu: Klassenkampf – Denken ergänzen durch Planetarisches Denken
  • 3. Wie funktionieren Veränderungen Formel: Veränderungspotential-Einschätzung‏ Wann ist genügend Energie für Veränderung da? K - Kosten der Veränderung (ökonomisch/psychologisch)‏ U - Unzufriedenheit mit dem Status quo Z - konkrete (geteilte) positive Vision der Zukunft S - Klarheit über praktikable Schritte K < U + Z + S
  • 4. Gesellschaftlicher Fortschritt Es ist gelungen: Abschaffung der Sklaverei Frauenemanzipation Menschenrechte Industrialisierung und Kapitalismus Haben neue Probleme geschaffen Es muss noch gelingen: Naturzerstörung zurücknehmen Intelligenter Umgang mit Natur und Ressourcen Reichtum – Armut – Ungleichgewicht Bildung – Gesundheit – Lebenschancen für alle Funktionierende Gesellschaften à la soziale Marktwirtschaft
  • 5. Zivilisation + Gesellschaft (US Demokraten)‏ Nachhaltigkeit als Entwicklungs- und Kampfstrategie bisher künftig/nachhaltig Profitmaximierung Staat dient Privat-Wirtschaft Privat-Wirtschaft dominiert Gesellschaft Egozentrismus + Recht des Stärkeren Raubtiere + Kannibalismus (US Republikaner)‏ Planet People Profit Privat-Wirtschaft innerhalb staatlicher Regeln Gesellschaft setzt Regeln, die Privat-Wirtschaft steuern planetarische Komplexität kapieren + Menschenrechte für alle in Wirtschaft und Gesellschaft
  • 6. Veränderungsziele für Unternehmen 1. Kreieren eines Rahmens von Werten, Standards, Gesetzen für Unternehmenstätigkeit - Natur erhalten und intelligenter nutzen - Menschen in Unternehmen zu kompetenten Profis entwickeln - Kunden fair behandeln: Preis, Qualität, Life-Cycle, Ökologie, Gesundheit - Beteiligungsmöglichkeiten anbieten für Mitarbeiter und Kunden und Zivilgesellschaft: Dialog, Reaktion, Rückmeldung - Ziel: Integration der Unternehmenstätigkeiten in das Wertesystem der Gesellschaft 2. Internationale Standards bilden, die durch Sanktionen geschützt werden; zunächst durch Selbstverpflichtung der Unternehmen 3. Lobbying der Politik für gesetzliche Fixierung der Standards 4. Konstruktiver Dialog mit dem politischen System der Gesellschaft - Interessen der Wirtschaft balancieren mit - Interessen von Gruppen in der Gesellschaft - Lösung für Konflikte im demokratischen System und Geist
  • 7. Veränderungsstrategie Unternehmen Unternehmenssektor hat selbst Veränderungsantriebe CO2 Emissionen bedrohen alle -> Reduzierung/Eliminierung Naturressourcen-Schutz für langfristige Existenz wichtig Fair play dient allen -> Antikorruption Stabile Gesellschaft gut für Wirtschaft -> Unterstützung des Staates (egal ob Demokratie oder Diktatur; öko-soziale Werte)‏ Gesetzliche Normen schaffen gleiche Rahmenbedingungen für alle Firmen -> Einfluss darauf wichtig ABER: Unternehmen sind in Widersprüchen gefangen zwischen Eigeninteresse und dem gemeinsamen Interesse. Eigeninteresse geht vor; gemeinsames Interesse braucht Standards mit Sanktionen. Dafür brauchen Unternehmen den Staat. !
  • 8. Veränderungsstrategie Unternehmen Neu Zivilgesellschaft kann einwirken durch Kampagnen bezogen auf Praktiken einzelner Unternehmen und Branchen Appelle auf Aktionärsversammlungen, um Steuerungsprozesse und Werte der Unternehmensleitung zu verändern Lobbying für Gesetze, die Unternehmenstätigkeit einrah- men. Dafür braucht die Zivilge- sellschaft den Staat Ziel ist, die Entscheidungsprozesse in Unternehmen und damit die Unternehmenstätigkeit und Produkte durch Rahmensetzung zu verändern NEU! Organe schaffen, die Mit- bestimmung in Unternehmen ermöglichen für Zivilgesellschaft mit Fokus Nachhaltigkeit - Unternehmens spezifische Nachhaltigkeitsforen - Branchen spezifische Nachhaltigkeitsräte
  • 9. Veränderungsstrategie Unternehmen: Nachhaltigkeitsforen Chancen Einfluss auf Entscheidungen vor und während sie entstehen, statt Schadensbegrenzung im Nachhinein Konstruktiver lernorientierter Dialog zu Kapitalvertretern und Vertretern der Gesellschaft Entwicklung von industriespezifischer Entscheidungskompetenz bei Vertretern der Gesellschaft Demokratische Einflüsse in privatwirtschaftlichen Entscheidungen Schnellere Verbreitung von gesellschaftlichen Anliegen in privatwirtschaftlichen Entscheidungen Gefahren: Zersplitterung der Kräfte der Zivilgesellschaft Aufsaugen durch Überzeugungskraft der Kapitalvertreter Verlust von Transformationskraft; Business as usual, s. Gewerkschaftsbewegung
  • 10. Nachhaltigkeit als (defensive) Unternehmensstrategie Begriffsumdeutung in „langfristige Fähigkeit Profit zu erzielen“ Absicherung der Einflußsphären für künftige Profitabilität Aufnehmen von gesellschaftlichen Bedenken - verbal, ohne Aktionen - oberflächliche Aktionen - irreführende Aktionen Hinauszögern von Entscheidungen - Zweifel an wissenschaftlichen Erkenntnissen säen - Gründen von Kommissionen, Ausschüssen - defensives Lobbying staatlicher Organe Anbieten von Selbstverpflichtungen gefolgt von Ignorieren Unschädlich machen von Gesetzesinitiativen durch - Lobbying - Selbstverpflichtungen Greenwashing
  • 11. Nachhaltigkeit – Konzept zur Zukunftsfähigen Gesellschaft Balance der Systeme Natur-Gesellschaft-Wirtschaft - Primat der Natur - Gesellschaft orientiert an ökonomischen und sozialen Menschenrechten - Primat der Werte der Gesellschaft gegenüber den Interessen der Unternehmen Transformation der Zellen (= Unternehmen) führt zur Veränderung der Wirtschaft und Gesellschaft Konzept „Nachhaltigkeit“ zielt auf Erhaltung der Lebensgrundlagen und Lebenschancen aller Klassen und Nationen Konzept Nachhaltigkeit kann politische Bi-Polarität überwinden (links – rechts, Arbeit – Kapital, progressiv – konservativ) durch Wertekonsens Nachhaltigkeit kann von unterschiedlichen politischen Ordnungen aufgegriffen werden z.T. in demokratischen und autokratischen Staaten Es braucht verbindliche Ziele und Regeln für alle Akteure und Sanktionen bei Abweichungen ABER: