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1 von 20
Portfolio
Gabriele Schluttig
Freelancer
Grafikdesign & freie Dozentin
Auftrag:
14. Leipziger
Literarischer Herbst
2010
Logo, Plakat A3,
Zeichnungen(Köpfe),
Layout,Programmheft
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Gabriele Schluttig
HEKURA Medienproduktion
Fidelio-F.-Finke-Straße 4
Alte Feuerwache Loschwitz
01326 Dresden
Telefon:	 0351/2502230
mobil: 	 017662176993
E-Mail: schluttig-grafik@online.de
www.gabi-schluttig.de
St.Nr.: 201/268/06311
WBM_LLh 14.indd 1 31.08.2010 11:33:27 Uhr
12.-17.10.2010
www.leipziger-literarischer-herbst.de>>>>>>>>>>>>
<<< VERANSTALTER
Alte Handelsbörse
Naschmarkt 2 · 04109 Leipzig
_____________________________________
Alte Nikolaischule
Nikolaikirchhof 2 · 04109 Leipzig
_____________________________________
Altes Rathaus
Markt 1 · 04109 Leipzig
_____________________________________
Buchhandlung an der Thomaskirche
Burgstraße 1-5 · 04109 Leipzig
_____________________________________
Cafè Westen
Demmeringstraße 32 · 04177 Leipzig
_____________________________________
Deutsches Literaturinstitut Leipzig
Wächterstrasse 34 · 04107 Leipzig
_____________________________________
Galerie Koenitz
Dittrichring 16 · 04109 Leipzig
_____________________________________
Galerie Stritz
Breslauer Straße 14 · 04299 Leipzig
_____________________________________
Institut français d´Alemagne - Leipzig
Thomaskirchhof 20 · 04109 Leipzig
_____________________________________
Kulturgenussladen
Brockhausstraße 56 · 04229 Leipzig
_____________________________________
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Humboldtstraße 25 · 04105 Leipzig
_____________________________________
Literaturhaus Leipzig (Haus des Buches)
Gerichtsweg 28 · 04103 Leipzig
_____________________________________
Mega Pon
Gottschedstraße 11 · 04109 Leipzig
_____________________________________
Mendelssohn-Haus
Goldschmidtstraße 12 · 04103 Leipzig
_____________________________________
Moritzbastei
Universitätsstraße 9 · 04109 Leipzig
_____________________________________
Naturkundemuseum
Lortzingstraße 3 · 04105 Leipzig
_____________________________________
Stadtbibliothek Leipzig
(Interim Städtisches Kaufhaus)
Neumarkt 9 (1. Etage) · 04109 Leipzig
_____________________________________
Tonellis
Riemannstraße 50 · 04107 Leipzig
_____________________________________
Váradi Csárda
Arthur-Hoffmann-Straße 111 · 04275 Leipzig
_____________________________________
Wärmehalle Süd
Eichendorffstraße 7 · 04277 Leipzig
_____________________________________
Westphalsches Haus
Dölitzer Straße 12 · 04416 Markkleeberg
>>>>>>>Veranstaltungsorte
Für die Buchstadt Leipzig fängt der Herbst mit
einem Paukenschlag an.
Im Rahmen des 14. Leipziger Literarischen Herbs­
tes feiert ganz Leipzig wieder Bücher, ­Au­toren,
Übersetzer und Verleger. An unterschiedlichen
Orten finden in diesen sechs Tagen 30 außer­
gewöhnliche und spannende Literaturver­an­
staltungen statt.
Mit dem Titel „Sind wir Ost oder West?“ stellen
wir nicht nur Fragen, sondern rufen auf zum
gedanklichen Überwinden von Grenzen. Zur
Eröffnung wird der glänzend fabulierende Un­
gar Péter Esterházy aus seinem jetzt in deut­
scher Sprache erschienenen hochvergnüglichen
­„Produktionsroman“ lesen.
Als weitere internationale Gäste begrüßen wir
weiter unter anderem den National­-Book-Award
Gewinner Jonathan Franzen (USA) und den mit
dem Leipziger Buchpreis für Europäische Ver­
ständigung geehrten György Dalos (Ungarn).
Außerdem werden Claudia Piñeiro (Argentinien),
Habib Selmi (Tunesien/Frankreich), Mario Levi
(Türkei) oder Bozhana Apostolova (Bulgarien)
zeitgenössische Weltliteratur vorstellen. Das
profunde Programm baut Brücken in alle Him­
melsrichtungen. Natürlich werden auch deut­
sche Schriftstellerinnen und Schriftsteller lesen,
diskutieren, übersetzen und unterhalten.
Wir laden Sie herzlich zu
allen Veranstaltungen ein und
freuen uns auf Sie
Ihr Organisations-Team
Vorwort >>>>
_1__1_
birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 1 14.09.2010 12:51:34 Uh
PéterEsterházy
Veranstaltungsort:
Altes Rathaus, Festsaal
Eröffnung durch den Bürger­
meister und Beigeordneten
für Kultur Michael Faber
Moderation: Regine Möbius
Musik: Florian v. Radowitz – Piano
& Meriel Price – Saxophon
Teil I ist die grandiose Parodie eines
„Produktionsromans“, jener Gattung, in
der die Autoren der kommunistischen
Hemisphäre gemäß der Doktrin des sozia­
listischen Realismus das Leben der Arbei­
terklasse optimistisch „widerzuspiegeln“
hatten. Esterházy zeigt den Tagesablauf
in einem mathematischen Institut, die
Irrungen und Wirrungen des Rechentech­
nikers Imre und seines Genossen Gene­
raldirektor Gregory Peck, beide hin(und
her­)gerissen von der blonden Sekretärin
Marilyn Monroe. Aber jede Produktion,
die der Titel verspricht, wird von der Pa­
pierflut überschwemmt, die die groteske
Slapstick­Suche nach einer verloren ge­
gangenen Studie auslöst. Dieser Teil ist
gespickt mit Gedichten, Volksliedern,
Parlamentsreden.
Teil II heißt „E.s Aufzeich­
nungen“. Der Chronist Peter
Eckermann (oder Péter Esterhá­
zy?) berichtet in Anmerkungen
voller Verehrung und Respekt,
aber hochvergnüglich über die
Umstände, unter denen Teil
I vom „Meister“ (Goethe?,
Péter Esterházy?) geschrie­
ben wurde, über dessen Pri­
vatleben, die Deportation,
die Karriere als Fußballer
und als Vater, die Anfän­
ge als Schriftsteller — in
Szenen von gnadenlo­
ser Alltäglichkeit, jeden
Gang auf den Trainings­
platz oder in die Kneipe
festhaltend und immer
wieder unterbrochen
von den Kommentaren
des „Meisters“, seinen Reflexio­
nen über den Roman. Nur scheinbar ein
Anmerkungsteil, ist es in Wahrheit ein
„Produktionsroman“ im Esterházy’schen
Sinne, ein Roman über die Produktion ei­
nes Romans, die Keimzelle seiner späteren
Themen und Schreibweisen und, zusam­
men mit den typographischen Frechheiten
und dem bischofsvioletten Umschlag (eine
Reminiszenz an eine Jugend als Messdie­
ner), ein ungeheuerlicher Affront zu Zei­
ten der herrschenden „Widerspiegelungs­
theorie“, der Einbruch der Moderne in die
ungarische Literatur.
Nach dem Erscheinen des „Produktions­
romans“ 1979 gab es dort nur noch ein
„Davor“ und „Danach“, und in der Weltli­
teratur hatte er nur einen Vorläufer: Na­
bokovs Fahles Feuer.
Als der Roman
1979 in Un­
garn erschien,
schlug er wie
eine Bombe ein
und erlangte
Kultstatus.
Ein Roman aus
zwei Teilen.
Péter Esterházy liest aus
„Ein Produktionsroman“,
aus dem Ungarischen von
Terézia Mora (Berlin Verlag)
20.00 Uhr
Eintritt
>>> frei
_2_ _3_
>>>>> FEIERLICHE
Eröffnung
14.Leipziger Literarischer Herbst
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 2-3 14.09.2010 12:51:35 Uhr
Veranstaltungsort:
Haus des Buches,
Literaturcafé
Claudia Piñeiro liest aus
„Die Donnerstagswitwen“.
Den deutschen Text liest Steffi Böttger
Die Autorin im Gespräch
mit Kirsten Brandt.
In der Privatsiedlung Altos de la Cascada
vor den Toren von Buenos Aires lebt eine
kleine elitäre Gemeinschaft. Man bleibt
unter sich, organisiert Wohltätigkeits­
basare mit einmal getragener Kleidung
und immer donnerstags treffen sich die
Männer zum Kartenspielen und ihre Frau­
en zum Tratschen. Scherzhaft nennen sie
sich Donnerstagswitwen.
Unter der schönen Oberfläche jedoch
brodeln Konflikte, die auch vor den
Siedlungszäunen nicht halt machen:
Untreue, Alkoholsucht und Ehezwist.
Zudem bekommen die sonst so sorg­
losen Familien die Auswirkungen der
Wirtschaftskrise mit aller Wucht zu
spüren. Doch anstatt die Ärmel
hochzukrempeln, gehen drei Fa­
milienväter einen eigenwilligen
Weg, um ihren Lieben den hohen
Lebensstandard zu sichern. Ihre
Leichen werden am Grund des
Schwimmbades gefunden.
In dieser Veranstaltungsreihe präsentieren
wir die drei Kulturhauptstädte Europas:
Istanbul, Pécs und Essen in Lesung, Ge­
spräch und mit lukullischen Beigaben in
unterschiedlichen Lokalitäten.
Aus Pécs haben wir den Autor Viktor Hor­
váth eingeladen. Er liest zusammen mit
Imre Török und beide sind im Gespräch
mit Wilhelm Droste und Gábor Csordás.
In seinem Roman schildert Horváth das
alltägliche Leben der Ungarn im 16. Jahr­
hundert, als sie unter der Herrschaft des
>>>>Kulturhauptstädte
Europas: Pécs
Veranstaltungsort:
Restaurant Váradi Csárda
Es liest Viktor Horváth
Moderation: Imre Török
19.00 Uhr
Eintritt:
2,- /3,- Euro
Claudia Piñeiros Roman »Die Donners­
tagswitwen« ist das Porträt einer Gemein­
schaft, die über ihre Verhältnisse lebt und
tödliche Geheimnisse zu verbergen hat.
Claudia Piñeiro wurde 1960 in Buenos
Aires geboren. Nach dem Wirtschaftsstu­
dium wandte sie sich dem Schreiben zu,
arbeitete als Journalistin, schrieb Thea­
terstücke, Kinder­ und Jugendbücher und
führte Regie fürs Fernsehen.
Claudia Piñeiro_4_ _5_
Im Jahr
2009
wurde der
preisgekrön­
te Bestseller
von Marcelo
Piñeyro
verfilmt.
20.00 Uhr
>>> frei
Eintritt:
>>>>>>> Literarische
Landschaften: Argentinien
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 4-5 14.09.2010 12:51:36 Uhr
Sultans Süleyman standen. Der Erzähler
der Geschichte, ein alter Muslim, richtet
sich direkt mit den Worten „mein Erbe des
wahren Glaubens“ an die Leser, fest der
Annahme, dass seine Worte noch in Zeiten
gelesen werden, in der die Ungarn völlig
von ihren Eroberern vereinnahmt sind –
eine geniale Umkehrung, die das Buch
bestimmt und ihm seine ganz ­besondere
Stimmung verleiht.
Horváth liest Passagen aus „Török tükör“
und spricht mit Imre Török und Wilhelm
Droste über die vielfältig geprägte Ge­
schichte und Kultur seiner Heimatstadt
Pécs und Ungarns.
Veranstaltungsort:
Institut français d´Alemagne -­
Leipzig
Thomas Eichhorn stellt
seine Neuübersetzung
von Charles Baudelaires
„Les Fleurs du mal“ vor.
Charles Baudelaire galt vielen seiner
­ehrbaren Zeitgenossen als Sittenstrolch,
blasierter Dandy oder gar Satanist. Mit
„Les fleurs du mal“ (Die Blumen des
­Bösen) hat er das Tor zur Poesie der Mo­
derne weit aufgestoßen. Thomas Eich­
horn stellt seine Neuübersetzung von
2009 ver-
öffentlichte
der ungari­
sche Autor
Vitor Horváth
den Roman
„Török tü­
kör“ (dt. Der
türkische
Spiegel).
Baudelaires Gedichtsammlung vor und
präsentiert den Autor nicht nur als spä­
ten schwarzen Romantiker, sondern auch
als Melancholiker, Aufrührer und form­
bewussten Klangmagier, der fest in der
jahrhundertealten Tradition französischer
Poesie verwurzelt ist.
Abgerundet wird der Abend durch Mu­
sik: Debussy, Fauré und andere namhafte
Komponisten ließen sich von der Klang­
schönheit der Verse Baudelaires zu faszi­
nierenden Vertonungen inspirieren ...
Thomas Eichhorn übersetzte u. a. Arthur
Rimbaud, William Blake und Les Murray.
Für seine Nachdichtungen wurde er mit
bedeutenden Literaturpreisen geehrt.
>>>> Leipziger
Bibliophilen-Abend
Veranstaltungsort:
Haus des Buches, Literaturcafé
Katja Lange-Müller liest
ihre Erzählung „Pan Leszek
Birenzin, der Hund Kuballa
und die schwarze Madonna
von Tschenstochau“.
Die Ich-Erzählerin berichtet von ihren Rei­
sen nach Polen. Immer hatte sie die Visi­
te bei der Matka Boska fest geplant, aber
stets war etwas dazwischen gekommen.
Erst die letzte Reise 2009 führt sie nach
Tschenstochau zum Paulinerkloster Jasna
Gora; sie erlebt verwundert, fast amüsiert
die religiöse Ekstase der tief Gläubigen -
_6_ _7_
20.00 Uhr
>>> frei
Eintritt:
19.00 Uhr
>>> frei
Eintritt:
		 L’invitation au voyage:
>>>>>>>>>>> Dichtung
		 eines Außenseiters
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 6-7 14.09.2010 12:51:36 Uhr
Donnerstag
14.
10.
19.30 Uhr
und erliegt schließlich selbst der zarten
Gewalt der unbegreiflichen Ausstrahlung
der Schwarzen Madonna.
Die Erzählung erschien als Erstdruck in
einer bibliophilen Ausgabe mit Illustrati­
onen von Bettina Haller, herausgegeben
vom Leipziger Bibliophilen­Abend e. V.
Veranstaltungsort:
Café Westen
Empire Club kommen aus Leipzig, der
wohl im Moment einzigen Stadt Deutsch­
lands, in der Kreativität halbwegs frei
von Aufwertungs­ und Gentrifizierungs­
strategien stattfinden kann.
Gut so, denn sonst gäbe es keine Bands
wie Empire Club. Die drei Leipziger fan­
den sich zufällig und versuchen nun aus
einem Sammelsurium kruder kultureller
Einflüsse ein musikalisches Destillat zu
filtern, das nicht allen schmecken soll
und doch seine Hörer berauschen will.
Ohne Kater.
Ohne Nebenwirkungen.
Veranstalter:
Mischhaus Leipzig e.V.
20.00 Uhr
>>> 4,- Euro
Eintritt:
_8_ _9_
Veranstaltungsort:
Westphalsches Haus Markkleeberg
Lesung mit Kristina Hering
In seinen „unheimlichen Legenden“ bringt
Gustavo Adolfo Bécquer (1836 ­ 1870) am
Ausgang der spanischen Romantik das
Wunderbare, Phantastische und Mythische
der Märchen­ und Sagenwelt seiner anda­
lusischen Heimat in eine literarische Form,
die durch sein Talent auch als Maler einen
ganz besonderen Charme gewinnt.
Die Legenden sind in der Übersetzung von
Kristina Hering in der Dieterichschen Ver­
lagsbuchhandlung Leipzig erschienen.
Veranstaltungsort:
Kunsthalle der Sparkasse
Leipzig
Mit Ralph Grüneberger,
Herausgeber der Lyrikreihe,
und weiteren Autoren
Musik: Wolfram Dix – Percussion
In der Tat wissen die anregende Wirkung
bildender Kunst und bildender Künstler die
hier vereinten Autorinnen und Autoren der
19.30 Uhr
5,-/7,- Euro
„Poesiealbum
neu“_10. AUSGABE >>>>>>
Unheimliche Legenden
aus Spanien >>>
19.30 Uhr
Eintritt:
Eintritt:
>>>>>> Im Konzert:
Empire Club
Support: statt:rand
>>> frei
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 8-9 14.09.2010 12:51:36 Uhr
_10_ _11_
Wie übersetzt man
Verse?
Veranstaltungsort:
Stadtbibliothek Leipzig
(Interim Städtisches Kaufhaus)
Als Übersetzer von Valentin Rasputin oder
Daniil A. Granin brachte Erich Ahrndt dem
deutschen Leser nicht nur wichtige russi­
sche Autoren nahe. Auch weiß er die Besu­
cher seiner Lesungen mit Anekdoten über
die Feinheiten der russischen Sprache und
der zeitgenössischen Literatur Russlands
zu begeistern.
Am heutigen Abend widmet sich Erich
Ahrndt dem Werk des Dichters Sergej
Jessenin, plaudert über Nachdichtungen
einzelner Gedichte und liest aus der
deutschen Neuerscheinung „Der Winter
singt – es ist ein Schreien“
(Leipziger Literaturverlag 2010).
Veranstalter:
Arbeitskreis für Vergleichende
Mythologie e.V.
Jeden Abend ab 21.00 Uhr
Festivalcafé im Schwalben-
nest der Moritzbastei.
Nur am 14.10. im Haus
des Buches.
„Bildgedichte“ auf ihre Weise zu bestäti­
gen. Die neue Reihe „Poesiealbum neu“
aus Leipzig hat von Anfang an (Früh­
jahr 2007) explizit Arbeiten zeitgenössi­
scher bildender Künstler in die Gedicht­
präsentation einbezogen. Ihr Augenmerk
gilt dabei der Malerei.
Schon deshalb kommen in dieser 10. Aus­
gabe vornehmlich bildende Künstler zu
Wort, deren Werk in die Titelgestaltung
einbezogen worden ist. Darüber hinaus
äußern sich weitere Künstlerinnen und
Künstler, die sich mit dem Gedicht ver­
bunden fühlen und demnächst
gewiss an der Wirkung dieser
Reihe teilhaben werden.
Veranstalter:
Gesellschaft für zeitge­
nössische Lyrik e.V.,
Kunsthalle der Spar­
kasse Leipzig
(für Kunden der Sparkas­
se kostenlos bei Platzre­
servierung über Filiale)
„Ein erlesenes
Kunstwerk“,
heißt es bei
Ezra Pound,
„ist der Kern
für hundert
Gedichte.“
14.
10.
19.30 Uhr
>>> frei
Eintritt:
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 10-11 14.09.2010 12:51:38 Uhr
Veranstaltungsort:
Deutsches Literaturinstitut
Iain Crichton Smith wurde 1928 in Glas­­
gow geboren und wuchs auf der Insel
Lewis in den Äußeren Hebriden auf. In
seiner Kindheit sprach er schottisches
Gälisch und lernte Englisch erst in der
Schule. Smith verfasste einen Teil seiner
Texte auf Gälisch und übersetzte viele
selber ins Englische. Von 1952 bis 1977
arbeitete er als Lehrer, danach als freier
Autor. Er erhielt viele Preise und schrieb
unermüdlich – Lyrik, Romane, Essays,
Hörspiele, Rezensionen,
Kurzgeschichten –,
verstand sich aber in
erster Linie als Dichter.
Iain Crichton Smith starb
1998. In Schottland wird er
als einer der wichtigsten Dich­
ter seiner Generation verehrt.
Elmar Schenkel, Anglist, Schriftsteller
und Übersetzer, lebt in Leipzig. Er gilt als
ausgezeichneter Kenner angelsächsischer
Belletristik, veröffentlichte literaturwis­
senschaftliche Essays und Abhandlungen
zu verschiedenen englischsprachigen
Autoren und übersetzte unter anderen
Joseph Conrad, Ted Hughes und Basil
Bunting.
_12_ _13_
Veranstaltungsort:
Haus des Buches
Der Autor stellt seinen
neuen Roman vor
Moderation: Stefan Maelck
Patty und Walter Berglund–Vorzeigeel­­tern
und Umweltpioniere, fast schon ideale
Nachbarn in ihrer selbstrenovierten viktori­
anischen Villa in St. Paul – geben plötzlich
Rätsel auf. Ihr halbwüchsiger Sohn zieht
zur proletenhaften republikanischen Fami­
lie nebenan.
In diesem Familienroman, der zugleich ein
großes Epos der letzten 30 Jahre amerika­
nischer Geschichte ist, erzählt Jonathan
Franzen von Freiheit und auch deren Ge­
genteil, zeigt die tragikomischen Verwer­
fungen von Liebe und Ehe, Freundschaft
und Sexualität. Die New York Times
rühmte den Autor: „Franzen hat seinen
bisher am tiefsten empfundenen Roman
geschrieben”, das Time Magazine wid­
mete ihm eine Titelgeschichte.
Jonathan Franzen, 1959 geboren,
wuchs in einer Vorstadt von St. Louis
auf. 1988 veröffentlichte er den Roman
„Die 27ste Stadt”, 1992 „Schweres Be­
ben”. Für seinen dritten Roman ­­„Die
Korrekturen” erhielt er 2001 den
„Na­­­­tional Book Award”. 
Jonathan Franzen
liest aus
„FREIHEIT“
Elmar Schenkel –
Iain Crichton Smith
„Segel aus Salz“
20.00 Uhr
>>> frei
Eintritt:
20.00 Uhr
5,-/4,- Euro
Eintritt:
>> Buchpremiere
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 12-13 14.09.2010 12:51:39 Uhr
_14_ _15_
>>>>>
Krimineller
Abend
Veranstaltungsort:
Galerie Stritz
Karl Anton liest aus
den Kriminalromanen
„Die Russenpistole“,
„Fünf Stäbe“ und
„Der Tod backt Brot“
Musik: Birgit Fleischer – Akkordeon
Der ehemalige Gefängnisdirektor hat mit
50 Jahren seinen Beamtenstuhl geräumt
und sich gesagt, es gibt auch ein Leben
vor den Gitterstäben. Er hat in Leipzig
geheiratet und sich als freischaffender
Künstler niedergelassen. Doch seine kri­
minelle Vergangenheit hat ihn nicht los­
gelassen.
Drei Romane sind entstanden. Karl An­
ton berichtet nicht von authentischen
Fällen, aber alles könnte sich so zuge­
tragen haben. Kriminalität ist nichts
Exotisches, alles passiert in unserem
Alltag. Er kennt die Menschen vor
und hinter den Gitterstäben und hat
erfahren, kriminelle Energie schläft
nie!
Eine Menge kleiner Geschichten
haben sich in den drei Büchern
angesammelt. Der Autor liest
aus den Kriminalromanen seine
Lieblingsstellen.
>>>>>
20.00 Uhr
Eintritt:
5,- Euro
Kulturhauptstädte
Veranstaltungsort:
Haus des Buches, Literaturcaféé
Es liest Mario Levi
aus dem Roman
„Istanbul war ein Märchen“
(dt. von Barbara und Hüseyin
Yurtdas, Suhrkamp 2008).
Moderation: Markus Sahr
In dieser Veranstaltungsreihe präsentie­
ren wir die drei Kulturhauptstädte Euro­
pas: Istanbul, Pécs und Essen in Lesung,
Gespräch und mit lukullischen Beigaben
in Gaststätten. Aus Istanbul haben wir
Mario Levi eingeladen.
Seit mehr als 500 Jahren haben Juden aus
aller Welt am Bosporus eine neue Heimat
gefunden. Sie leben ihr eigenes Leben,
feiern ihre Feste, erinnern an die Verfol­
gung und das erlittene Leid. „Ich wurde
als Fremder auf der westlichen Halbin­
sel Istanbuls geboren. Istanbul war ein
Märchen …“ Ausgehend von seiner ei­
genen Familie und deren Geschichte, ent­
wirft Levi ein Kaleidoskop menschlicher
Schicksale und erzählt vom Miteinander
der unterschiedlichen Völker und Kultu­
ren, von Juden, Griechen, Armeniern und
Türken. Es sind Geschichten von gelebten
und ungelebten Träumen, von erfüllten
und unerfüllten Hoffnungen
Europas:
Istanbul
Eintritt: frei
19.00 Uhr
Eintritt:
3,-/2,- Euro
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 14-15 14.09.2010 12:51:39 Uhr
_16_ _17_
Freitag
15.
10.
20.00 Uhr
Eintritt:
>>> frei
>> Doppel-
welten
19.30 Uhr
Veranstaltungsort:
Buchhandlung an der Thomaskirche
Moderation: Regina Vogel hhandlung
Christoph Kuhn liest aus
seinem Roman
„Die hinteren Gründe“
und Erzählungen aus
„Königsweihe“
Mit „Die hinteren Gründe“ (Wartburg Ver­
lag) und „Königsweihe“ (Verlag Schuma­
cherGebler) stellt der Dichter und Erzähler
Christoph Kuhn zwei Bücher seines Werkes
vor. Aus beiden liest er Passagen, gibt sehr
subtil und mit klarer Sprache einen Ein­
blick in die zweigeteilte Welt von 1961 und
in die Gedanken eines Kindes, das hin und
her gerissen zwischen den christlichen
Werten seiner Familie und der Staatsideo­
logie der DDR, mit Mut und Phantasie nach
eigenen neuen Wegen sucht.
zu „Königsweihe“:
Eine frühe Liebe, ein Vogelmord, ängstli­
ches Mithalten und mutiges Widerstehen –
Erinnerung bedrängt, wird fragil, und was
sie stützen soll, bricht zusammen. Leicht
hingegen ist der Schritt der Katze und die
Landung der Engel.
Veranstalter:
Verband deutscher Schriftsteller (VS),
Buchhandlung an der Thomaskirche
Mario Levi wurde 1957 in Istanbul gebo­
ren und lehrt an der Yeditepe­Universität
in Istanbul Kommunikationswissenschaf­
ten. Für sein literarisches Schaffen wur­
de er mit dem Haldun­Taner­Preis für
Kurzgeschichten und dem Yunus­Nadi­
Romanpreis geehrt.
Veranstalter: Verband deutscher
Schriftsteller (VS),
Literaturhaus Leipzig
Veranstaltungsort:
Kulturgenussladen
Jens Rosch liest Gedichte
„Es sind die feinen Beobachtungen und
Bilder, die den Gedichten von Jens Rosch
stilistisch wie gedanklich ein ganz eige­
nes Leuchten verleihen.“
Stefan Meetschen
Veranstalter:
Leipziger Literaturverlag
Godan Daginn
>>> Buchpremiere
Eintritt:
>>> frei
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 16-17 14.09.2010 12:51:40 Uhr
Donnerstag
14.
10.
19 Uhr
Eintritt: frei
Lese-
bühne
Veranstaltungsort:
Wärmehalle Süd
Es lesen
Franziska Wilhelm,
Julius Fischer,
Hauke von Grimm,
Michael Schweßinger,
André Herrmann und
Kurt Mondaugen.
(Verkehrsschilder haben
	 freien Eintritt)
An den Gefühlsaggregaten der Eingewei­
de stehen die Spoken-Word-Dichterinnen
und Dichter der Lesebühne Schkeuditzer
Kreuz und treiben flüssiges Erz durch die
semantischen Rohre…
Franziska Wilhelm, Julius Fischer, Hauke
von Grimm, Michael Schweßinger, André
Herrmann und Kurt Mondaugen laden
in die Wärmehalle Süd, moderieren sich
selbst und offerieren wie immer inspirati­
ve Reinstallationsarbeiten an der Litera­
tur der Gegenwart.
Veranstalter:
Lesebühne Schkeuditzer Kreuz
20.00 Uhr
Eintritt:
3,- Euro
_18_ _19_
15.00 Uhr
Eintritt:
2,- Euro
Veranstaltungsort:
Naturkundemuseum
Gunter Böhnke präsentiert
die deutsche Ausgabe des
modernen Bestiariums von
John Lloyd und John
Mitchinson (München 2010).
Moderation: Ralf Pannowitsch
Vom Aal bis zur Zikade: John Lloyd und
John Mitchinson präsentieren in ihrem
so unterhaltsamen wie wissenschaftlich
fundierten Buch ein Kaleidoskop der
unerwartetsten, haarsträubendsten und
rührendsten Details aus dem Leben der
Tiere.
Anlässlich des Erscheinens der deut­
schen Ausgabe (Piper, 2010) nimmt
der Kabarettist Gunter Böhnke Sie
mit auf eine Entdeckungs­reise,
auf der Sie rüpelhaften Auer­
hähnen, ­explodierenden Schlangen,
schmackhaften Asseln und gefähr­
lich rülpsenden Kühen begegnen
werden …
Veranstalter:
Naturkundemuseum Leipzig,
„Die Fähre“
Verliebte Mäuse
>>> singenSchkeuditzer
>>>>> Kreuz
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 18-19 14.09.2010 12:51:41 Uhr
>>>>>
Reise nach
Armenien
Veranstaltungsort:
Mendelssohn-Haus, Gartenhaus
Ein Vergleich armenischer
und deutscher mittel-
alterlicherLiteratur
Moderation: Constanze John
Musik: Simone Weißenfels ­ Klavier
Der Historiker Vahagn Abgaryan, Jere­
wan, die Jazzpianistin Simone Weißen­
fels, Leipzig, und die Schriftstellerin
Constanze John, Leipzig, sind unterwegs
nach Armenien – mit einem Vergleich
armenischer und deutscher mittelalter­
licher Literatur, einer Lesung aus dem
Manuskript „Unterwegs nach Armenien“
und Improvisationen zu Klavierstücken
des armenischen Komponisten Wahram
Babayan.
Wer ist da warum unterwegs? „Man muss
immer reisen“, schrieb Ossip Mandelstam
anlässlich seiner Reise nach Armenien,
1931, in einem Brief. „Man muss
immer reisen, und nicht nur nach
Armenien.“
Veranstalter:
Verband Deutscher
Schriftsteller (VS),
Mendelssohn­Haus
Kartenverkauf auch unter:
Tel.: 0341 ­ 1270484
>>>>>
16.00 Uhr
Eintritt:
7,-/5,- Euro
_20_ _21_
Doppelwelten
>>>>>>>>>>>>>
>
Veranstaltungsort:
Haus des Buches, Literaturcafé
Moderation: Eva Karadi
und Wilhelm Droste
In der ungarischen Stadt Visegrád wurde
am 15. Februar 1991 die nach ihr benann­
te „Visegrád­Gruppe” von den Staaten Po­
len, der Tschechoslowakei und Ungarn ge­
gründet um nach dem Ende des geteilten
Europas gemeinsame Probleme möglichst
kooperativ zu lösen.
Kulturzeitschriften aus den Visegrádländern
setzen dieses Anliegen in ihrem Bereich in
Sprache. Jede für sich ist ein Kosmos. Aber
die Partnerschaft dieser Länder ermöglicht
es, im Miteinander, in der Übertragung von
einer Sprache der Gruppe in die andere, das
Verhältnis zu Räumen und Geschehnissen,
zu Problemen und gesellschaftlichen Beson­
derheiten gleich einer Entdeckungsreise zu
erleben und zu diskutieren. 2011 besteht
die Visegrád­Gruppe zwei Jahrzehnte.
Der 14. Leipziger Literarische Herbst sieht
sich als Partner dieses Bündnisses, das er
auch ins kommende Jahr hinein begleiten
wird. Autoren und Herausgeber europäi­
scher Kulturzeitschriften geben in Lesung
Vision
Neues Europa
>>>>>
„Sind wir
Ost oder
West?“
20.00 Uhr
16.
10.
Sonnabend
Eintritt:
>>> frei
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 20-21 14.09.2010 12:51:42 Uhr
19.00 Uhr
Eintritt:
>>> frei
_22_ _23_
Doppelwelten
>>>>>>>>>>>>>
>Veranstaltungsort:
Alte Handelsbörse
Es lesen Werner Heiduczek,
Harald Nicolas Stazol, Klaus
Funke, Jan Kuhlbrodt und
Oliver Becker.
Moderation: Jonas Plöttner
Der Leipziger Plöttner Verlag stellt auch
in diesem Jahr wieder sein prall gefülltes
Herbstprogramm mit besonders erlesenen
Titeln vor:
Werner Heiduczek liest aus teilweise unver­
öffentlichten Essays. Jeder ist sich selbst
der Fernste vereint Gedankenspiele in der
deutsch­deutschen Gegenwart, persönlich­
berührend und weise­vorausschauend.
Harald Nicolas Stazol erzählt eine zarte
Geschichte über die Liebe aus dem Künst­
lerroman Porcella. Eine witzige Abrechnung
mit der Kunststadt Dresden liefert Klaus
Funke in seinem Roman Kammermusik.
Jan Kuhlbrodt bietet einen authentischen
Blick auf eine Kindheit im Karl­Marx­Stadt
der 1970er Jahre mit Vor der Schrift. Oliver
Becker zeichnet in seiner kleinstadtghet-
to ballade ein sensibles und doch mutiges
Porträt eines Außenseiters in einer erdrü­
ckenden deutschen Kleinstadt, das unter
die Haut geht.Entdecken Sie unser neues
Programm bei Musik und Buffet.
Wir freuen uns auf Sie!
Lesefest des
Plöttnerverlags
>>>und Gespräch Auskunft über ihre Arbeit
in diesem spannenden Projekt.
Veranstalter:
Europäische Kulturstiftung Budapest, Ver­
band deutscher Schriftsteller (VS), Polni­
sches Institut Leipzig
Veranstaltungsort:
Haus des Buches, Literaturcafé
„Heimat Leipzig?“ Diese Frage stellten
sich Flüchtlinge und Migranten, als sie
ihre alte Heimat für einen Neuanfang in
Leipzig verließen. Mit dieser Frage ermu­
tigte auch die Stadt Leipzig ihre neuen
Bürger über diese junge Heimat zu schrei­
ben. Eine Auswahl der besten Texte wird
nun geehrt und gelesen.
Veranstalter:
Stadt Leipzig – Referat für Migration und
Integration, Verband deutscher Schrift­
steller (VS), Literaturhaus Leipzig
19.00 Uhr
Eintritt:
>>> frei
>>>>>> Preisträgerlesung
des Schreibwett-
bewerbs
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 22-23 14.09.2010 12:51:42 Uhr
Kulturhauptstädte
Veranstaltungsort:
Mega Pon
Es liest Mischa Bach
Moderation: Henner Kotte
In dieser Veranstaltungsreihe präsentieren
wir die drei Kulturhauptstädte Europas:
Istanbul, Pécs und Essen in Lesung, Ge­
spräch und mit lukullischen Beigaben in
unterschiedlichen Lokalitäten. Aus Essen
haben wir die bekannte Kriminalautorin
Mischa Bach eingeladen.
Sie wurde 1966 in Neuwied am Rhein ge­
boren, lebt seit 1989 in Essen, arbeitet
als Filmwissenschaftlerin, Drehbuch­Au­
torin, Dramaturgin, Journalistin, Über­
setzerin und Dozentin. Zu den journa­
listischen Anfängen kommen ab 1992
Fernsehkrimis hinzu, ab 2000 folgt
die Kurzprosa. 2002 wird „Vollmond“
für den Kurzkrimi­Glauser nominiert.
2004 erschien ihre Kriminalnovelle
„Der Tod ist ein langer, trüber Fluss“;
zugleich feierte ihr erstes Bühnen­
stück „Das 13. Opfer“ in Reutlin­
gen Premiere. 2006 erscheint mit
„Stimmengewirr“ ihr zweiter Kri­
minalroman, der sich ähnlich wie
„Die Türen“ (UA 2007) mit dem
Thema „multiple Persönlichkei­
ten“ befasst.
Ihr dritter Kriminalroman
„Rattes Gift“, in dem es u.a. um
19.00 Uhr
>>>>>> Abhängigkeiten verschiedenster Art geht,
erscheint 2009 im Leda­Verlag. Aktuell in
Arbeit ist vieles – diverse Kurzkrimis, die
nächste Ausstellung, ein neues Bühnen­
stück, der übernächste Roman.
_24_ _25_
Veranstaltungsort:
Galerie Koenitz
Lesung und Gespräch
zu dem gleichnamigen
Hörbuch von und mit
Ralph Grüneberger und
Wolfgang Rischer.
Moderation: Ralph Grüneberger
Musik: Die Lyrischen Saiten
In Lesung und Gespräch stellen die beiden
Lyriker ihren im Verlag Hörwerk Leipzig im
20. Jahr der Wiedervereinigung erschiene­
nen Gedichtdialog vor. Die Gedichte ver­
deutlichen, der eine wuchs diesseits, der
andere jenseits der deutschen Grenze auf.
1988 begegneten sich beide Schriftsteller
das erste Mal. Die Öffnung der innerdeut­
schen Grenze und die Überwindung der
Teilung ließ sie Freunde werden.
Anlässlich einer gemeinsamen Lesung im
Grenzmuseum Helmstedt hatte Wolfgang
Rischer die Idee, die Gedichtbände beider
Autoren nach Gemeinsamkeiten und Kon­
trapunkten zu durchforsten. Das Ergebnis
liegt nunmehr als Hör­ und Textbuch vor.
ganz in der Nähe
Wunder
19.00 Uhr
Eintritt:
>>> frei
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 24-25 14.09.2010 12:51:43 Uhr
_26_ _27_
Veranstaltungsort:
Alte Nikolaischule, Festsaal
Es lesen für den
Schweizer Buchpreis 2010
nominierte Autoren.
Moderation: Christa Grimm
Der mit 50 000 Franken dotierte Schweizer
Buchpreis ist die wichtigste Auszeichnung
für eidgenössische Gegenwartsautoren und
-autorinnen. Wer ihn 2010 erhalten wird,
steht noch in den Sternen, wird der Preis
doch erst am 14. November verliehen.
Freuen dürfen wir uns allerdings schon auf
zwei der Nominierten, die in Leipzig ihre
aktuellen Texte vorstellen und Zeugnis ab­
legen vom lebendigen und vielgestaltigen
Literaturschaffen der Schweiz.
Veranstalter:
Schweizerische Botschaft,
„Die Fähre“
20.00 Uhr
Eintritt:
>>> frei
Meine Zeit mit
Marie-Claire
(Lenos Verlag, Basel 2010)
Veranstaltungsort:
Haus des Buches, Literaturcafé
Moderation: Regina Karachouli
Dolmetscher: Rachid Ennayi
Der tunesische Autor erzählt in seinem
Roman die zauberhafte Liebesgeschichte
zwischen einem Tunesier und einer Fran­
zösin in Paris. Der schüchterne, sensible
Machfûdh genießt die Beziehung, wenn
er auch Marie-Claires unbefangene Le­
benslust zunehmend als Herausforderung
empfindet. In vielen alltäglichen Kleinig­
keiten schildert Selmi differenziert, hu­
morvoll und verblüffend ehrlich die kom­
plexe Beziehung zwischen Mann und Frau
aus unterschiedlichen Kulturen.
Der Roman wurde in
die Shortlist
des Ara­
bischen
Booker-Preises
2009 aufgenom­
men. Habib Selmi
stammt aus Kairuan.
Er ist Universitätsdozent
für Arabisch und gilt als
einer der wichtigsten tunesi­
schen Autoren arbischer Sprache.
Veranstalter:
Arabisch-Deutsches Kulturhaus e.V.,
„Die Fähre“, Literaturhaus Leipzig
20.00 Uhr
>>>> Habib Selmi
2010
>>Buchpreis
Schweizer
>>> frei
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 26-27 14.09.2010 12:51:44 Uhr
_28_ _29_
16.00 Uhr
Sind wir Ost
oder West?
Schriftsteller Ungarns vor, eines Landes, das
wahrlich nicht arm an wichtigen Schrift­
stellern ist. Aber bei Dalos mischt sich in
sein Erzählen gern der Blick des Historikers
– und genau mit dieser Mischung wird es
spannend, mit ihm über Osteuropa im 21.
Jahr des geöffneten Vorhangs zu diskutie­
ren: Wie weit ist der Vorhang aufgegangen,
Herr Dalos?
Veranstaltungsort:
Moritzbastei, Schwalbennest
Moderation: Steffen Mohr
Musik: Heinz­Martin Benecke
Hoch die Tassen!
Die „Freie Literaturgesellschaft
Leipzig“ feiert mit einer spekta-
kulären Lesung ihr 20. Jubiläum.
Im Rhythmus eines nicht abreißenden Feu­
erwerks geben bekannte Leipziger Autoren
wie Rosemarie Fret, Wolf­Rüdiger Arnold,
Volker Ebersbach, Günter Gentsch, Thomas
Renker und Reiner Tetzner im Viertelstun­
dentakt literarische Blitzlichter zu Besten
– hintersinnig, nicht immer heiter, bissig
oder schön, auf jeden Fall aber einem kriti­
schen Zeitgeist verpflichtet.
Zum Wohl!
VERANSTALTUNGEN
FIGARO Lese-Café
Lesung und Gespräch mit
György Dalos
Veranstaltungsort:
Moritzbastei, Tonne
Es liest György Dalos aus
dem preisgekrönten Buch
„Der Vorhang geht auf.
Das Ende der Diktatur
in Osteuropa“
Moderation: Michael Hametner
Musik: Stephan König – Klavier
Der ungarische Schriftsteller und Histori­
ker György Dalos im Gespräch über sein
mit dem Preis zur Europäischen Verstän­
digung auf der Leipziger Buchmesse 2009
ausgezeichnetes Buch „Der Vorhang geht
auf. Das Ende der Diktaturen in Osteu­
ropa“ (Verlag C.H.Beck), seinen Roman
„Jugendstil“ und seine Ansichten zum
west­östlichen Liebesverhältnis. –
Damit stellt das Lese­Café im 14. Leipziger
Literarischen Herbst einen der wichtigsten
>>> Tisch-
feuerwerk
>>>>>1.
Eintritt:
>>> frei
Der 14. Leipziger
Literarische Herbst
in der Moritzbastei
18.30 Uhr
Eintritt:
Paket_Preis
Für drei Ver-
anstaltungen
in der MB
7,-/5,- Euro
>>>>>>>>>
>>>>>>>>>
_29_
>>>>>>>>>
_29_
2.
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 28-29 14.09.2010 12:51:45 Uhr
19.30 Uhr
Eintritt:
Paket_Preis
Für drei Ver-
anstaltungen
in der MB
7,-/5,- Euro
_30_ _31_
Veranstaltungsort:
Moritzbastei, Tonne
Präsentation der neuen Anthologie
des Plöttner Verlages. Hrsg. von­
Eva Karadi & Regine Möbius.
Es lesen:
Janos Deme, Regine Möbius
und Noémi Kiss
Moderation: Eva Karadi und
Jonas Plöttner
Musik: Brazz Chemnitz
Die Wende begann am Balaton. Jedenfalls
für viele Ostdeutsche, die zum Urlaub im­
mer wieder dorthin gefahren sind, um et­
was freier atmen zu können, sich mehr im
Westen fühlen zu dürfen. Aber auch für
viele Ungarn, die dank dieser Urlauber
und mit ihnen ihren „do-it-yourself-Wes­
ten“ ausbauen konnten. Ebenso für zahl­
reiche ungarische Avantgarde-Künstler,
die mit alternativen Kunst- und Lebens­
formen zu experimentieren anfingen und
damit auch die Samisdat-Literatur der de­
mokratischen Opposition der Dissidenten-
Bewegung beeinflusst haben.
Schriftsteller, Politiker und Journalis­
ten beleuchten in dieser Anthologie in
analytisch-heiteren oder reflektierenden
Texten Fragen punktueller Verortung der
Einheit, ihren Ursprung und gelegentliche
Schwierigkeiten des Umgangs mit ihr.
>>>>>3.
Veranstaltungsort:
Moritzbastei, Ratstonneonne
Die Autorin liest aus ihrem
neuen Roman (Rowohlt Verlag)
Moderation: Christoph Graebel
Was tun, wenn’s nicht mehr brennt?
Wenn Träume, Socken, Ziele und Liebha­
ber durcheinandergeraten, Erschöpfung
die Wut ablöst und einem die Ausreden
langsam ausgehen? In einer Krise gibt es
nichts Besseres als Freunde, denen es rich­
tig mies geht. Dies ist ihre Geschichte.
„Realisten wie Clemens Meyer und Lucy
Fricke reißen mit dem Schaufelbagger tie­
fe Löcher in den Stadtasphalt und sind
einfach nur begeisterungswürdig.
Große Literatur zum Anschnallen.“ (WDR)
Lucy Fricke, 1974 in Hamburg geboren,
hat lange als Script/Continuity gearbei­
tet, bevor sie am Deutschen Literaturin­
stitut Leipzig studierte. 2005 gewann sie
den Berliner „Open Mike“, zwei Jahre spä­
ter erschien ihr erster Roman „Durst ist
schlimmer als Heimweh“. 2010 veranstal­
tete sie die „HAM.LIT“, das erste Hambur­
ger Festival für junge Literatur und Musik.
Lucy Fricke lebt in Berlin.
Eintritt: frei
21.00 Uhr
Eintritt:
Paket_Preis
Für drei Ver-
anstaltungen
in der MB
7,-/5,- Euro
Ich habe Freun-
de mitgebracht >>>>>>
Lucy Fricke>>> Die Wende
	 begann am Balaton
>>>>>>>>>4.
49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 30-31 14.09.2010 12:51:45 Uhr
20.00 Uhr
20.00 Uhr
Eintritt:
>>> frei
Eintritt:
>>> frei
_32_
Veranstaltungsort:
Haus des Buches, Literaturcafé
Lesung und Gespräch
mit Bozhana Apostolowa
Dimitar Atanassow, Maria Stankowa
und Vladislav Todorov
Moderation: Roumen M. Evert
Die editionBalkan im Dittrich Verlag stellt
zeitgenössische Autorinnen und Auto­
ren aus den Balkanländern vor, die über
die Grenzen hinaus Wirkung zeigen. Die
vom wunderbaren Charme Südosteuropas
durchzogenen Texte werden gelesen von
dem Schauspieler und beliebten Hörbuch­
sprecher Max Volkert Martenser
Vanstalter: Dittrich Verlag, „Die Fähre“
Veranstaltungsort:
Tonellis
Unter anderem mit
Adalbert Haberbeck, nurso-chanson,
Wolfgang Vallentin, rast
Moderation: Thomas Bachmann
Literatur on Stage lädt ein zur Liederma­
chernacht. Herb, laut, nachdenklich, leise
- die Protagonisten stellen ausschließlich
eigenes Material vor.
		 lite on stage-
Poesie
gesungene
birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 32 14.09.2010 12:51:45 Uh

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  • 1. Portfolio Gabriele Schluttig Freelancer Grafikdesign & freie Dozentin Auftrag: 14. Leipziger Literarischer Herbst 2010 Logo, Plakat A3, Zeichnungen(Köpfe), Layout,Programmheft ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Gabriele Schluttig HEKURA Medienproduktion Fidelio-F.-Finke-Straße 4 Alte Feuerwache Loschwitz 01326 Dresden Telefon: 0351/2502230 mobil: 017662176993 E-Mail: schluttig-grafik@online.de www.gabi-schluttig.de St.Nr.: 201/268/06311 WBM_LLh 14.indd 1 31.08.2010 11:33:27 Uhr
  • 3. Alte Handelsbörse Naschmarkt 2 · 04109 Leipzig _____________________________________ Alte Nikolaischule Nikolaikirchhof 2 · 04109 Leipzig _____________________________________ Altes Rathaus Markt 1 · 04109 Leipzig _____________________________________ Buchhandlung an der Thomaskirche Burgstraße 1-5 · 04109 Leipzig _____________________________________ Cafè Westen Demmeringstraße 32 · 04177 Leipzig _____________________________________ Deutsches Literaturinstitut Leipzig Wächterstrasse 34 · 04107 Leipzig _____________________________________ Galerie Koenitz Dittrichring 16 · 04109 Leipzig _____________________________________ Galerie Stritz Breslauer Straße 14 · 04299 Leipzig _____________________________________ Institut français d´Alemagne - Leipzig Thomaskirchhof 20 · 04109 Leipzig _____________________________________ Kulturgenussladen Brockhausstraße 56 · 04229 Leipzig _____________________________________ Kunsthalle der Sparkasse Leipzig Humboldtstraße 25 · 04105 Leipzig _____________________________________ Literaturhaus Leipzig (Haus des Buches) Gerichtsweg 28 · 04103 Leipzig _____________________________________ Mega Pon Gottschedstraße 11 · 04109 Leipzig _____________________________________ Mendelssohn-Haus Goldschmidtstraße 12 · 04103 Leipzig _____________________________________ Moritzbastei Universitätsstraße 9 · 04109 Leipzig _____________________________________ Naturkundemuseum Lortzingstraße 3 · 04105 Leipzig _____________________________________ Stadtbibliothek Leipzig (Interim Städtisches Kaufhaus) Neumarkt 9 (1. Etage) · 04109 Leipzig _____________________________________ Tonellis Riemannstraße 50 · 04107 Leipzig _____________________________________ Váradi Csárda Arthur-Hoffmann-Straße 111 · 04275 Leipzig _____________________________________ Wärmehalle Süd Eichendorffstraße 7 · 04277 Leipzig _____________________________________ Westphalsches Haus Dölitzer Straße 12 · 04416 Markkleeberg >>>>>>>Veranstaltungsorte
  • 4. Für die Buchstadt Leipzig fängt der Herbst mit einem Paukenschlag an. Im Rahmen des 14. Leipziger Literarischen Herbs­ tes feiert ganz Leipzig wieder Bücher, ­Au­toren, Übersetzer und Verleger. An unterschiedlichen Orten finden in diesen sechs Tagen 30 außer­ gewöhnliche und spannende Literaturver­an­ staltungen statt. Mit dem Titel „Sind wir Ost oder West?“ stellen wir nicht nur Fragen, sondern rufen auf zum gedanklichen Überwinden von Grenzen. Zur Eröffnung wird der glänzend fabulierende Un­ gar Péter Esterházy aus seinem jetzt in deut­ scher Sprache erschienenen hochvergnüglichen ­„Produktionsroman“ lesen. Als weitere internationale Gäste begrüßen wir weiter unter anderem den National­-Book-Award Gewinner Jonathan Franzen (USA) und den mit dem Leipziger Buchpreis für Europäische Ver­ ständigung geehrten György Dalos (Ungarn). Außerdem werden Claudia Piñeiro (Argentinien), Habib Selmi (Tunesien/Frankreich), Mario Levi (Türkei) oder Bozhana Apostolova (Bulgarien) zeitgenössische Weltliteratur vorstellen. Das profunde Programm baut Brücken in alle Him­ melsrichtungen. Natürlich werden auch deut­ sche Schriftstellerinnen und Schriftsteller lesen, diskutieren, übersetzen und unterhalten. Wir laden Sie herzlich zu allen Veranstaltungen ein und freuen uns auf Sie Ihr Organisations-Team Vorwort >>>> _1__1_ birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 1 14.09.2010 12:51:34 Uh
  • 5. PéterEsterházy Veranstaltungsort: Altes Rathaus, Festsaal Eröffnung durch den Bürger­ meister und Beigeordneten für Kultur Michael Faber Moderation: Regine Möbius Musik: Florian v. Radowitz – Piano & Meriel Price – Saxophon Teil I ist die grandiose Parodie eines „Produktionsromans“, jener Gattung, in der die Autoren der kommunistischen Hemisphäre gemäß der Doktrin des sozia­ listischen Realismus das Leben der Arbei­ terklasse optimistisch „widerzuspiegeln“ hatten. Esterházy zeigt den Tagesablauf in einem mathematischen Institut, die Irrungen und Wirrungen des Rechentech­ nikers Imre und seines Genossen Gene­ raldirektor Gregory Peck, beide hin(und her­)gerissen von der blonden Sekretärin Marilyn Monroe. Aber jede Produktion, die der Titel verspricht, wird von der Pa­ pierflut überschwemmt, die die groteske Slapstick­Suche nach einer verloren ge­ gangenen Studie auslöst. Dieser Teil ist gespickt mit Gedichten, Volksliedern, Parlamentsreden. Teil II heißt „E.s Aufzeich­ nungen“. Der Chronist Peter Eckermann (oder Péter Esterhá­ zy?) berichtet in Anmerkungen voller Verehrung und Respekt, aber hochvergnüglich über die Umstände, unter denen Teil I vom „Meister“ (Goethe?, Péter Esterházy?) geschrie­ ben wurde, über dessen Pri­ vatleben, die Deportation, die Karriere als Fußballer und als Vater, die Anfän­ ge als Schriftsteller — in Szenen von gnadenlo­ ser Alltäglichkeit, jeden Gang auf den Trainings­ platz oder in die Kneipe festhaltend und immer wieder unterbrochen von den Kommentaren des „Meisters“, seinen Reflexio­ nen über den Roman. Nur scheinbar ein Anmerkungsteil, ist es in Wahrheit ein „Produktionsroman“ im Esterházy’schen Sinne, ein Roman über die Produktion ei­ nes Romans, die Keimzelle seiner späteren Themen und Schreibweisen und, zusam­ men mit den typographischen Frechheiten und dem bischofsvioletten Umschlag (eine Reminiszenz an eine Jugend als Messdie­ ner), ein ungeheuerlicher Affront zu Zei­ ten der herrschenden „Widerspiegelungs­ theorie“, der Einbruch der Moderne in die ungarische Literatur. Nach dem Erscheinen des „Produktions­ romans“ 1979 gab es dort nur noch ein „Davor“ und „Danach“, und in der Weltli­ teratur hatte er nur einen Vorläufer: Na­ bokovs Fahles Feuer. Als der Roman 1979 in Un­ garn erschien, schlug er wie eine Bombe ein und erlangte Kultstatus. Ein Roman aus zwei Teilen. Péter Esterházy liest aus „Ein Produktionsroman“, aus dem Ungarischen von Terézia Mora (Berlin Verlag) 20.00 Uhr Eintritt >>> frei _2_ _3_ >>>>> FEIERLICHE Eröffnung 14.Leipziger Literarischer Herbst 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 2-3 14.09.2010 12:51:35 Uhr
  • 6. Veranstaltungsort: Haus des Buches, Literaturcafé Claudia Piñeiro liest aus „Die Donnerstagswitwen“. Den deutschen Text liest Steffi Böttger Die Autorin im Gespräch mit Kirsten Brandt. In der Privatsiedlung Altos de la Cascada vor den Toren von Buenos Aires lebt eine kleine elitäre Gemeinschaft. Man bleibt unter sich, organisiert Wohltätigkeits­ basare mit einmal getragener Kleidung und immer donnerstags treffen sich die Männer zum Kartenspielen und ihre Frau­ en zum Tratschen. Scherzhaft nennen sie sich Donnerstagswitwen. Unter der schönen Oberfläche jedoch brodeln Konflikte, die auch vor den Siedlungszäunen nicht halt machen: Untreue, Alkoholsucht und Ehezwist. Zudem bekommen die sonst so sorg­ losen Familien die Auswirkungen der Wirtschaftskrise mit aller Wucht zu spüren. Doch anstatt die Ärmel hochzukrempeln, gehen drei Fa­ milienväter einen eigenwilligen Weg, um ihren Lieben den hohen Lebensstandard zu sichern. Ihre Leichen werden am Grund des Schwimmbades gefunden. In dieser Veranstaltungsreihe präsentieren wir die drei Kulturhauptstädte Europas: Istanbul, Pécs und Essen in Lesung, Ge­ spräch und mit lukullischen Beigaben in unterschiedlichen Lokalitäten. Aus Pécs haben wir den Autor Viktor Hor­ váth eingeladen. Er liest zusammen mit Imre Török und beide sind im Gespräch mit Wilhelm Droste und Gábor Csordás. In seinem Roman schildert Horváth das alltägliche Leben der Ungarn im 16. Jahr­ hundert, als sie unter der Herrschaft des >>>>Kulturhauptstädte Europas: Pécs Veranstaltungsort: Restaurant Váradi Csárda Es liest Viktor Horváth Moderation: Imre Török 19.00 Uhr Eintritt: 2,- /3,- Euro Claudia Piñeiros Roman »Die Donners­ tagswitwen« ist das Porträt einer Gemein­ schaft, die über ihre Verhältnisse lebt und tödliche Geheimnisse zu verbergen hat. Claudia Piñeiro wurde 1960 in Buenos Aires geboren. Nach dem Wirtschaftsstu­ dium wandte sie sich dem Schreiben zu, arbeitete als Journalistin, schrieb Thea­ terstücke, Kinder­ und Jugendbücher und führte Regie fürs Fernsehen. Claudia Piñeiro_4_ _5_ Im Jahr 2009 wurde der preisgekrön­ te Bestseller von Marcelo Piñeyro verfilmt. 20.00 Uhr >>> frei Eintritt: >>>>>>> Literarische Landschaften: Argentinien 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 4-5 14.09.2010 12:51:36 Uhr
  • 7. Sultans Süleyman standen. Der Erzähler der Geschichte, ein alter Muslim, richtet sich direkt mit den Worten „mein Erbe des wahren Glaubens“ an die Leser, fest der Annahme, dass seine Worte noch in Zeiten gelesen werden, in der die Ungarn völlig von ihren Eroberern vereinnahmt sind – eine geniale Umkehrung, die das Buch bestimmt und ihm seine ganz ­besondere Stimmung verleiht. Horváth liest Passagen aus „Török tükör“ und spricht mit Imre Török und Wilhelm Droste über die vielfältig geprägte Ge­ schichte und Kultur seiner Heimatstadt Pécs und Ungarns. Veranstaltungsort: Institut français d´Alemagne -­ Leipzig Thomas Eichhorn stellt seine Neuübersetzung von Charles Baudelaires „Les Fleurs du mal“ vor. Charles Baudelaire galt vielen seiner ­ehrbaren Zeitgenossen als Sittenstrolch, blasierter Dandy oder gar Satanist. Mit „Les fleurs du mal“ (Die Blumen des ­Bösen) hat er das Tor zur Poesie der Mo­ derne weit aufgestoßen. Thomas Eich­ horn stellt seine Neuübersetzung von 2009 ver- öffentlichte der ungari­ sche Autor Vitor Horváth den Roman „Török tü­ kör“ (dt. Der türkische Spiegel). Baudelaires Gedichtsammlung vor und präsentiert den Autor nicht nur als spä­ ten schwarzen Romantiker, sondern auch als Melancholiker, Aufrührer und form­ bewussten Klangmagier, der fest in der jahrhundertealten Tradition französischer Poesie verwurzelt ist. Abgerundet wird der Abend durch Mu­ sik: Debussy, Fauré und andere namhafte Komponisten ließen sich von der Klang­ schönheit der Verse Baudelaires zu faszi­ nierenden Vertonungen inspirieren ... Thomas Eichhorn übersetzte u. a. Arthur Rimbaud, William Blake und Les Murray. Für seine Nachdichtungen wurde er mit bedeutenden Literaturpreisen geehrt. >>>> Leipziger Bibliophilen-Abend Veranstaltungsort: Haus des Buches, Literaturcafé Katja Lange-Müller liest ihre Erzählung „Pan Leszek Birenzin, der Hund Kuballa und die schwarze Madonna von Tschenstochau“. Die Ich-Erzählerin berichtet von ihren Rei­ sen nach Polen. Immer hatte sie die Visi­ te bei der Matka Boska fest geplant, aber stets war etwas dazwischen gekommen. Erst die letzte Reise 2009 führt sie nach Tschenstochau zum Paulinerkloster Jasna Gora; sie erlebt verwundert, fast amüsiert die religiöse Ekstase der tief Gläubigen - _6_ _7_ 20.00 Uhr >>> frei Eintritt: 19.00 Uhr >>> frei Eintritt: L’invitation au voyage: >>>>>>>>>>> Dichtung eines Außenseiters 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 6-7 14.09.2010 12:51:36 Uhr
  • 8. Donnerstag 14. 10. 19.30 Uhr und erliegt schließlich selbst der zarten Gewalt der unbegreiflichen Ausstrahlung der Schwarzen Madonna. Die Erzählung erschien als Erstdruck in einer bibliophilen Ausgabe mit Illustrati­ onen von Bettina Haller, herausgegeben vom Leipziger Bibliophilen­Abend e. V. Veranstaltungsort: Café Westen Empire Club kommen aus Leipzig, der wohl im Moment einzigen Stadt Deutsch­ lands, in der Kreativität halbwegs frei von Aufwertungs­ und Gentrifizierungs­ strategien stattfinden kann. Gut so, denn sonst gäbe es keine Bands wie Empire Club. Die drei Leipziger fan­ den sich zufällig und versuchen nun aus einem Sammelsurium kruder kultureller Einflüsse ein musikalisches Destillat zu filtern, das nicht allen schmecken soll und doch seine Hörer berauschen will. Ohne Kater. Ohne Nebenwirkungen. Veranstalter: Mischhaus Leipzig e.V. 20.00 Uhr >>> 4,- Euro Eintritt: _8_ _9_ Veranstaltungsort: Westphalsches Haus Markkleeberg Lesung mit Kristina Hering In seinen „unheimlichen Legenden“ bringt Gustavo Adolfo Bécquer (1836 ­ 1870) am Ausgang der spanischen Romantik das Wunderbare, Phantastische und Mythische der Märchen­ und Sagenwelt seiner anda­ lusischen Heimat in eine literarische Form, die durch sein Talent auch als Maler einen ganz besonderen Charme gewinnt. Die Legenden sind in der Übersetzung von Kristina Hering in der Dieterichschen Ver­ lagsbuchhandlung Leipzig erschienen. Veranstaltungsort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig Mit Ralph Grüneberger, Herausgeber der Lyrikreihe, und weiteren Autoren Musik: Wolfram Dix – Percussion In der Tat wissen die anregende Wirkung bildender Kunst und bildender Künstler die hier vereinten Autorinnen und Autoren der 19.30 Uhr 5,-/7,- Euro „Poesiealbum neu“_10. AUSGABE >>>>>> Unheimliche Legenden aus Spanien >>> 19.30 Uhr Eintritt: Eintritt: >>>>>> Im Konzert: Empire Club Support: statt:rand >>> frei 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 8-9 14.09.2010 12:51:36 Uhr
  • 9. _10_ _11_ Wie übersetzt man Verse? Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Leipzig (Interim Städtisches Kaufhaus) Als Übersetzer von Valentin Rasputin oder Daniil A. Granin brachte Erich Ahrndt dem deutschen Leser nicht nur wichtige russi­ sche Autoren nahe. Auch weiß er die Besu­ cher seiner Lesungen mit Anekdoten über die Feinheiten der russischen Sprache und der zeitgenössischen Literatur Russlands zu begeistern. Am heutigen Abend widmet sich Erich Ahrndt dem Werk des Dichters Sergej Jessenin, plaudert über Nachdichtungen einzelner Gedichte und liest aus der deutschen Neuerscheinung „Der Winter singt – es ist ein Schreien“ (Leipziger Literaturverlag 2010). Veranstalter: Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V. Jeden Abend ab 21.00 Uhr Festivalcafé im Schwalben- nest der Moritzbastei. Nur am 14.10. im Haus des Buches. „Bildgedichte“ auf ihre Weise zu bestäti­ gen. Die neue Reihe „Poesiealbum neu“ aus Leipzig hat von Anfang an (Früh­ jahr 2007) explizit Arbeiten zeitgenössi­ scher bildender Künstler in die Gedicht­ präsentation einbezogen. Ihr Augenmerk gilt dabei der Malerei. Schon deshalb kommen in dieser 10. Aus­ gabe vornehmlich bildende Künstler zu Wort, deren Werk in die Titelgestaltung einbezogen worden ist. Darüber hinaus äußern sich weitere Künstlerinnen und Künstler, die sich mit dem Gedicht ver­ bunden fühlen und demnächst gewiss an der Wirkung dieser Reihe teilhaben werden. Veranstalter: Gesellschaft für zeitge­ nössische Lyrik e.V., Kunsthalle der Spar­ kasse Leipzig (für Kunden der Sparkas­ se kostenlos bei Platzre­ servierung über Filiale) „Ein erlesenes Kunstwerk“, heißt es bei Ezra Pound, „ist der Kern für hundert Gedichte.“ 14. 10. 19.30 Uhr >>> frei Eintritt: 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 10-11 14.09.2010 12:51:38 Uhr
  • 10. Veranstaltungsort: Deutsches Literaturinstitut Iain Crichton Smith wurde 1928 in Glas­­ gow geboren und wuchs auf der Insel Lewis in den Äußeren Hebriden auf. In seiner Kindheit sprach er schottisches Gälisch und lernte Englisch erst in der Schule. Smith verfasste einen Teil seiner Texte auf Gälisch und übersetzte viele selber ins Englische. Von 1952 bis 1977 arbeitete er als Lehrer, danach als freier Autor. Er erhielt viele Preise und schrieb unermüdlich – Lyrik, Romane, Essays, Hörspiele, Rezensionen, Kurzgeschichten –, verstand sich aber in erster Linie als Dichter. Iain Crichton Smith starb 1998. In Schottland wird er als einer der wichtigsten Dich­ ter seiner Generation verehrt. Elmar Schenkel, Anglist, Schriftsteller und Übersetzer, lebt in Leipzig. Er gilt als ausgezeichneter Kenner angelsächsischer Belletristik, veröffentlichte literaturwis­ senschaftliche Essays und Abhandlungen zu verschiedenen englischsprachigen Autoren und übersetzte unter anderen Joseph Conrad, Ted Hughes und Basil Bunting. _12_ _13_ Veranstaltungsort: Haus des Buches Der Autor stellt seinen neuen Roman vor Moderation: Stefan Maelck Patty und Walter Berglund–Vorzeigeel­­tern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbstrenovierten viktori­ anischen Villa in St. Paul – geben plötzlich Rätsel auf. Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Fami­ lie nebenan. In diesem Familienroman, der zugleich ein großes Epos der letzten 30 Jahre amerika­ nischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen von Freiheit und auch deren Ge­ genteil, zeigt die tragikomischen Verwer­ fungen von Liebe und Ehe, Freundschaft und Sexualität. Die New York Times rühmte den Autor: „Franzen hat seinen bisher am tiefsten empfundenen Roman geschrieben”, das Time Magazine wid­ mete ihm eine Titelgeschichte. Jonathan Franzen, 1959 geboren, wuchs in einer Vorstadt von St. Louis auf. 1988 veröffentlichte er den Roman „Die 27ste Stadt”, 1992 „Schweres Be­ ben”. Für seinen dritten Roman ­­„Die Korrekturen” erhielt er 2001 den „Na­­­­tional Book Award”.  Jonathan Franzen liest aus „FREIHEIT“ Elmar Schenkel – Iain Crichton Smith „Segel aus Salz“ 20.00 Uhr >>> frei Eintritt: 20.00 Uhr 5,-/4,- Euro Eintritt: >> Buchpremiere 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 12-13 14.09.2010 12:51:39 Uhr
  • 11. _14_ _15_ >>>>> Krimineller Abend Veranstaltungsort: Galerie Stritz Karl Anton liest aus den Kriminalromanen „Die Russenpistole“, „Fünf Stäbe“ und „Der Tod backt Brot“ Musik: Birgit Fleischer – Akkordeon Der ehemalige Gefängnisdirektor hat mit 50 Jahren seinen Beamtenstuhl geräumt und sich gesagt, es gibt auch ein Leben vor den Gitterstäben. Er hat in Leipzig geheiratet und sich als freischaffender Künstler niedergelassen. Doch seine kri­ minelle Vergangenheit hat ihn nicht los­ gelassen. Drei Romane sind entstanden. Karl An­ ton berichtet nicht von authentischen Fällen, aber alles könnte sich so zuge­ tragen haben. Kriminalität ist nichts Exotisches, alles passiert in unserem Alltag. Er kennt die Menschen vor und hinter den Gitterstäben und hat erfahren, kriminelle Energie schläft nie! Eine Menge kleiner Geschichten haben sich in den drei Büchern angesammelt. Der Autor liest aus den Kriminalromanen seine Lieblingsstellen. >>>>> 20.00 Uhr Eintritt: 5,- Euro Kulturhauptstädte Veranstaltungsort: Haus des Buches, Literaturcaféé Es liest Mario Levi aus dem Roman „Istanbul war ein Märchen“ (dt. von Barbara und Hüseyin Yurtdas, Suhrkamp 2008). Moderation: Markus Sahr In dieser Veranstaltungsreihe präsentie­ ren wir die drei Kulturhauptstädte Euro­ pas: Istanbul, Pécs und Essen in Lesung, Gespräch und mit lukullischen Beigaben in Gaststätten. Aus Istanbul haben wir Mario Levi eingeladen. Seit mehr als 500 Jahren haben Juden aus aller Welt am Bosporus eine neue Heimat gefunden. Sie leben ihr eigenes Leben, feiern ihre Feste, erinnern an die Verfol­ gung und das erlittene Leid. „Ich wurde als Fremder auf der westlichen Halbin­ sel Istanbuls geboren. Istanbul war ein Märchen …“ Ausgehend von seiner ei­ genen Familie und deren Geschichte, ent­ wirft Levi ein Kaleidoskop menschlicher Schicksale und erzählt vom Miteinander der unterschiedlichen Völker und Kultu­ ren, von Juden, Griechen, Armeniern und Türken. Es sind Geschichten von gelebten und ungelebten Träumen, von erfüllten und unerfüllten Hoffnungen Europas: Istanbul Eintritt: frei 19.00 Uhr Eintritt: 3,-/2,- Euro 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 14-15 14.09.2010 12:51:39 Uhr
  • 12. _16_ _17_ Freitag 15. 10. 20.00 Uhr Eintritt: >>> frei >> Doppel- welten 19.30 Uhr Veranstaltungsort: Buchhandlung an der Thomaskirche Moderation: Regina Vogel hhandlung Christoph Kuhn liest aus seinem Roman „Die hinteren Gründe“ und Erzählungen aus „Königsweihe“ Mit „Die hinteren Gründe“ (Wartburg Ver­ lag) und „Königsweihe“ (Verlag Schuma­ cherGebler) stellt der Dichter und Erzähler Christoph Kuhn zwei Bücher seines Werkes vor. Aus beiden liest er Passagen, gibt sehr subtil und mit klarer Sprache einen Ein­ blick in die zweigeteilte Welt von 1961 und in die Gedanken eines Kindes, das hin und her gerissen zwischen den christlichen Werten seiner Familie und der Staatsideo­ logie der DDR, mit Mut und Phantasie nach eigenen neuen Wegen sucht. zu „Königsweihe“: Eine frühe Liebe, ein Vogelmord, ängstli­ ches Mithalten und mutiges Widerstehen – Erinnerung bedrängt, wird fragil, und was sie stützen soll, bricht zusammen. Leicht hingegen ist der Schritt der Katze und die Landung der Engel. Veranstalter: Verband deutscher Schriftsteller (VS), Buchhandlung an der Thomaskirche Mario Levi wurde 1957 in Istanbul gebo­ ren und lehrt an der Yeditepe­Universität in Istanbul Kommunikationswissenschaf­ ten. Für sein literarisches Schaffen wur­ de er mit dem Haldun­Taner­Preis für Kurzgeschichten und dem Yunus­Nadi­ Romanpreis geehrt. Veranstalter: Verband deutscher Schriftsteller (VS), Literaturhaus Leipzig Veranstaltungsort: Kulturgenussladen Jens Rosch liest Gedichte „Es sind die feinen Beobachtungen und Bilder, die den Gedichten von Jens Rosch stilistisch wie gedanklich ein ganz eige­ nes Leuchten verleihen.“ Stefan Meetschen Veranstalter: Leipziger Literaturverlag Godan Daginn >>> Buchpremiere Eintritt: >>> frei 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 16-17 14.09.2010 12:51:40 Uhr
  • 13. Donnerstag 14. 10. 19 Uhr Eintritt: frei Lese- bühne Veranstaltungsort: Wärmehalle Süd Es lesen Franziska Wilhelm, Julius Fischer, Hauke von Grimm, Michael Schweßinger, André Herrmann und Kurt Mondaugen. (Verkehrsschilder haben freien Eintritt) An den Gefühlsaggregaten der Eingewei­ de stehen die Spoken-Word-Dichterinnen und Dichter der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und treiben flüssiges Erz durch die semantischen Rohre… Franziska Wilhelm, Julius Fischer, Hauke von Grimm, Michael Schweßinger, André Herrmann und Kurt Mondaugen laden in die Wärmehalle Süd, moderieren sich selbst und offerieren wie immer inspirati­ ve Reinstallationsarbeiten an der Litera­ tur der Gegenwart. Veranstalter: Lesebühne Schkeuditzer Kreuz 20.00 Uhr Eintritt: 3,- Euro _18_ _19_ 15.00 Uhr Eintritt: 2,- Euro Veranstaltungsort: Naturkundemuseum Gunter Böhnke präsentiert die deutsche Ausgabe des modernen Bestiariums von John Lloyd und John Mitchinson (München 2010). Moderation: Ralf Pannowitsch Vom Aal bis zur Zikade: John Lloyd und John Mitchinson präsentieren in ihrem so unterhaltsamen wie wissenschaftlich fundierten Buch ein Kaleidoskop der unerwartetsten, haarsträubendsten und rührendsten Details aus dem Leben der Tiere. Anlässlich des Erscheinens der deut­ schen Ausgabe (Piper, 2010) nimmt der Kabarettist Gunter Böhnke Sie mit auf eine Entdeckungs­reise, auf der Sie rüpelhaften Auer­ hähnen, ­explodierenden Schlangen, schmackhaften Asseln und gefähr­ lich rülpsenden Kühen begegnen werden … Veranstalter: Naturkundemuseum Leipzig, „Die Fähre“ Verliebte Mäuse >>> singenSchkeuditzer >>>>> Kreuz 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 18-19 14.09.2010 12:51:41 Uhr
  • 14. >>>>> Reise nach Armenien Veranstaltungsort: Mendelssohn-Haus, Gartenhaus Ein Vergleich armenischer und deutscher mittel- alterlicherLiteratur Moderation: Constanze John Musik: Simone Weißenfels ­ Klavier Der Historiker Vahagn Abgaryan, Jere­ wan, die Jazzpianistin Simone Weißen­ fels, Leipzig, und die Schriftstellerin Constanze John, Leipzig, sind unterwegs nach Armenien – mit einem Vergleich armenischer und deutscher mittelalter­ licher Literatur, einer Lesung aus dem Manuskript „Unterwegs nach Armenien“ und Improvisationen zu Klavierstücken des armenischen Komponisten Wahram Babayan. Wer ist da warum unterwegs? „Man muss immer reisen“, schrieb Ossip Mandelstam anlässlich seiner Reise nach Armenien, 1931, in einem Brief. „Man muss immer reisen, und nicht nur nach Armenien.“ Veranstalter: Verband Deutscher Schriftsteller (VS), Mendelssohn­Haus Kartenverkauf auch unter: Tel.: 0341 ­ 1270484 >>>>> 16.00 Uhr Eintritt: 7,-/5,- Euro _20_ _21_ Doppelwelten >>>>>>>>>>>>> > Veranstaltungsort: Haus des Buches, Literaturcafé Moderation: Eva Karadi und Wilhelm Droste In der ungarischen Stadt Visegrád wurde am 15. Februar 1991 die nach ihr benann­ te „Visegrád­Gruppe” von den Staaten Po­ len, der Tschechoslowakei und Ungarn ge­ gründet um nach dem Ende des geteilten Europas gemeinsame Probleme möglichst kooperativ zu lösen. Kulturzeitschriften aus den Visegrádländern setzen dieses Anliegen in ihrem Bereich in Sprache. Jede für sich ist ein Kosmos. Aber die Partnerschaft dieser Länder ermöglicht es, im Miteinander, in der Übertragung von einer Sprache der Gruppe in die andere, das Verhältnis zu Räumen und Geschehnissen, zu Problemen und gesellschaftlichen Beson­ derheiten gleich einer Entdeckungsreise zu erleben und zu diskutieren. 2011 besteht die Visegrád­Gruppe zwei Jahrzehnte. Der 14. Leipziger Literarische Herbst sieht sich als Partner dieses Bündnisses, das er auch ins kommende Jahr hinein begleiten wird. Autoren und Herausgeber europäi­ scher Kulturzeitschriften geben in Lesung Vision Neues Europa >>>>> „Sind wir Ost oder West?“ 20.00 Uhr 16. 10. Sonnabend Eintritt: >>> frei 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 20-21 14.09.2010 12:51:42 Uhr
  • 15. 19.00 Uhr Eintritt: >>> frei _22_ _23_ Doppelwelten >>>>>>>>>>>>> >Veranstaltungsort: Alte Handelsbörse Es lesen Werner Heiduczek, Harald Nicolas Stazol, Klaus Funke, Jan Kuhlbrodt und Oliver Becker. Moderation: Jonas Plöttner Der Leipziger Plöttner Verlag stellt auch in diesem Jahr wieder sein prall gefülltes Herbstprogramm mit besonders erlesenen Titeln vor: Werner Heiduczek liest aus teilweise unver­ öffentlichten Essays. Jeder ist sich selbst der Fernste vereint Gedankenspiele in der deutsch­deutschen Gegenwart, persönlich­ berührend und weise­vorausschauend. Harald Nicolas Stazol erzählt eine zarte Geschichte über die Liebe aus dem Künst­ lerroman Porcella. Eine witzige Abrechnung mit der Kunststadt Dresden liefert Klaus Funke in seinem Roman Kammermusik. Jan Kuhlbrodt bietet einen authentischen Blick auf eine Kindheit im Karl­Marx­Stadt der 1970er Jahre mit Vor der Schrift. Oliver Becker zeichnet in seiner kleinstadtghet- to ballade ein sensibles und doch mutiges Porträt eines Außenseiters in einer erdrü­ ckenden deutschen Kleinstadt, das unter die Haut geht.Entdecken Sie unser neues Programm bei Musik und Buffet. Wir freuen uns auf Sie! Lesefest des Plöttnerverlags >>>und Gespräch Auskunft über ihre Arbeit in diesem spannenden Projekt. Veranstalter: Europäische Kulturstiftung Budapest, Ver­ band deutscher Schriftsteller (VS), Polni­ sches Institut Leipzig Veranstaltungsort: Haus des Buches, Literaturcafé „Heimat Leipzig?“ Diese Frage stellten sich Flüchtlinge und Migranten, als sie ihre alte Heimat für einen Neuanfang in Leipzig verließen. Mit dieser Frage ermu­ tigte auch die Stadt Leipzig ihre neuen Bürger über diese junge Heimat zu schrei­ ben. Eine Auswahl der besten Texte wird nun geehrt und gelesen. Veranstalter: Stadt Leipzig – Referat für Migration und Integration, Verband deutscher Schrift­ steller (VS), Literaturhaus Leipzig 19.00 Uhr Eintritt: >>> frei >>>>>> Preisträgerlesung des Schreibwett- bewerbs 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 22-23 14.09.2010 12:51:42 Uhr
  • 16. Kulturhauptstädte Veranstaltungsort: Mega Pon Es liest Mischa Bach Moderation: Henner Kotte In dieser Veranstaltungsreihe präsentieren wir die drei Kulturhauptstädte Europas: Istanbul, Pécs und Essen in Lesung, Ge­ spräch und mit lukullischen Beigaben in unterschiedlichen Lokalitäten. Aus Essen haben wir die bekannte Kriminalautorin Mischa Bach eingeladen. Sie wurde 1966 in Neuwied am Rhein ge­ boren, lebt seit 1989 in Essen, arbeitet als Filmwissenschaftlerin, Drehbuch­Au­ torin, Dramaturgin, Journalistin, Über­ setzerin und Dozentin. Zu den journa­ listischen Anfängen kommen ab 1992 Fernsehkrimis hinzu, ab 2000 folgt die Kurzprosa. 2002 wird „Vollmond“ für den Kurzkrimi­Glauser nominiert. 2004 erschien ihre Kriminalnovelle „Der Tod ist ein langer, trüber Fluss“; zugleich feierte ihr erstes Bühnen­ stück „Das 13. Opfer“ in Reutlin­ gen Premiere. 2006 erscheint mit „Stimmengewirr“ ihr zweiter Kri­ minalroman, der sich ähnlich wie „Die Türen“ (UA 2007) mit dem Thema „multiple Persönlichkei­ ten“ befasst. Ihr dritter Kriminalroman „Rattes Gift“, in dem es u.a. um 19.00 Uhr >>>>>> Abhängigkeiten verschiedenster Art geht, erscheint 2009 im Leda­Verlag. Aktuell in Arbeit ist vieles – diverse Kurzkrimis, die nächste Ausstellung, ein neues Bühnen­ stück, der übernächste Roman. _24_ _25_ Veranstaltungsort: Galerie Koenitz Lesung und Gespräch zu dem gleichnamigen Hörbuch von und mit Ralph Grüneberger und Wolfgang Rischer. Moderation: Ralph Grüneberger Musik: Die Lyrischen Saiten In Lesung und Gespräch stellen die beiden Lyriker ihren im Verlag Hörwerk Leipzig im 20. Jahr der Wiedervereinigung erschiene­ nen Gedichtdialog vor. Die Gedichte ver­ deutlichen, der eine wuchs diesseits, der andere jenseits der deutschen Grenze auf. 1988 begegneten sich beide Schriftsteller das erste Mal. Die Öffnung der innerdeut­ schen Grenze und die Überwindung der Teilung ließ sie Freunde werden. Anlässlich einer gemeinsamen Lesung im Grenzmuseum Helmstedt hatte Wolfgang Rischer die Idee, die Gedichtbände beider Autoren nach Gemeinsamkeiten und Kon­ trapunkten zu durchforsten. Das Ergebnis liegt nunmehr als Hör­ und Textbuch vor. ganz in der Nähe Wunder 19.00 Uhr Eintritt: >>> frei 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 24-25 14.09.2010 12:51:43 Uhr
  • 17. _26_ _27_ Veranstaltungsort: Alte Nikolaischule, Festsaal Es lesen für den Schweizer Buchpreis 2010 nominierte Autoren. Moderation: Christa Grimm Der mit 50 000 Franken dotierte Schweizer Buchpreis ist die wichtigste Auszeichnung für eidgenössische Gegenwartsautoren und -autorinnen. Wer ihn 2010 erhalten wird, steht noch in den Sternen, wird der Preis doch erst am 14. November verliehen. Freuen dürfen wir uns allerdings schon auf zwei der Nominierten, die in Leipzig ihre aktuellen Texte vorstellen und Zeugnis ab­ legen vom lebendigen und vielgestaltigen Literaturschaffen der Schweiz. Veranstalter: Schweizerische Botschaft, „Die Fähre“ 20.00 Uhr Eintritt: >>> frei Meine Zeit mit Marie-Claire (Lenos Verlag, Basel 2010) Veranstaltungsort: Haus des Buches, Literaturcafé Moderation: Regina Karachouli Dolmetscher: Rachid Ennayi Der tunesische Autor erzählt in seinem Roman die zauberhafte Liebesgeschichte zwischen einem Tunesier und einer Fran­ zösin in Paris. Der schüchterne, sensible Machfûdh genießt die Beziehung, wenn er auch Marie-Claires unbefangene Le­ benslust zunehmend als Herausforderung empfindet. In vielen alltäglichen Kleinig­ keiten schildert Selmi differenziert, hu­ morvoll und verblüffend ehrlich die kom­ plexe Beziehung zwischen Mann und Frau aus unterschiedlichen Kulturen. Der Roman wurde in die Shortlist des Ara­ bischen Booker-Preises 2009 aufgenom­ men. Habib Selmi stammt aus Kairuan. Er ist Universitätsdozent für Arabisch und gilt als einer der wichtigsten tunesi­ schen Autoren arbischer Sprache. Veranstalter: Arabisch-Deutsches Kulturhaus e.V., „Die Fähre“, Literaturhaus Leipzig 20.00 Uhr >>>> Habib Selmi 2010 >>Buchpreis Schweizer >>> frei 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 26-27 14.09.2010 12:51:44 Uhr
  • 18. _28_ _29_ 16.00 Uhr Sind wir Ost oder West? Schriftsteller Ungarns vor, eines Landes, das wahrlich nicht arm an wichtigen Schrift­ stellern ist. Aber bei Dalos mischt sich in sein Erzählen gern der Blick des Historikers – und genau mit dieser Mischung wird es spannend, mit ihm über Osteuropa im 21. Jahr des geöffneten Vorhangs zu diskutie­ ren: Wie weit ist der Vorhang aufgegangen, Herr Dalos? Veranstaltungsort: Moritzbastei, Schwalbennest Moderation: Steffen Mohr Musik: Heinz­Martin Benecke Hoch die Tassen! Die „Freie Literaturgesellschaft Leipzig“ feiert mit einer spekta- kulären Lesung ihr 20. Jubiläum. Im Rhythmus eines nicht abreißenden Feu­ erwerks geben bekannte Leipziger Autoren wie Rosemarie Fret, Wolf­Rüdiger Arnold, Volker Ebersbach, Günter Gentsch, Thomas Renker und Reiner Tetzner im Viertelstun­ dentakt literarische Blitzlichter zu Besten – hintersinnig, nicht immer heiter, bissig oder schön, auf jeden Fall aber einem kriti­ schen Zeitgeist verpflichtet. Zum Wohl! VERANSTALTUNGEN FIGARO Lese-Café Lesung und Gespräch mit György Dalos Veranstaltungsort: Moritzbastei, Tonne Es liest György Dalos aus dem preisgekrönten Buch „Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktatur in Osteuropa“ Moderation: Michael Hametner Musik: Stephan König – Klavier Der ungarische Schriftsteller und Histori­ ker György Dalos im Gespräch über sein mit dem Preis zur Europäischen Verstän­ digung auf der Leipziger Buchmesse 2009 ausgezeichnetes Buch „Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteu­ ropa“ (Verlag C.H.Beck), seinen Roman „Jugendstil“ und seine Ansichten zum west­östlichen Liebesverhältnis. – Damit stellt das Lese­Café im 14. Leipziger Literarischen Herbst einen der wichtigsten >>> Tisch- feuerwerk >>>>>1. Eintritt: >>> frei Der 14. Leipziger Literarische Herbst in der Moritzbastei 18.30 Uhr Eintritt: Paket_Preis Für drei Ver- anstaltungen in der MB 7,-/5,- Euro >>>>>>>>> >>>>>>>>> _29_ >>>>>>>>> _29_ 2. 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 28-29 14.09.2010 12:51:45 Uhr
  • 19. 19.30 Uhr Eintritt: Paket_Preis Für drei Ver- anstaltungen in der MB 7,-/5,- Euro _30_ _31_ Veranstaltungsort: Moritzbastei, Tonne Präsentation der neuen Anthologie des Plöttner Verlages. Hrsg. von­ Eva Karadi & Regine Möbius. Es lesen: Janos Deme, Regine Möbius und Noémi Kiss Moderation: Eva Karadi und Jonas Plöttner Musik: Brazz Chemnitz Die Wende begann am Balaton. Jedenfalls für viele Ostdeutsche, die zum Urlaub im­ mer wieder dorthin gefahren sind, um et­ was freier atmen zu können, sich mehr im Westen fühlen zu dürfen. Aber auch für viele Ungarn, die dank dieser Urlauber und mit ihnen ihren „do-it-yourself-Wes­ ten“ ausbauen konnten. Ebenso für zahl­ reiche ungarische Avantgarde-Künstler, die mit alternativen Kunst- und Lebens­ formen zu experimentieren anfingen und damit auch die Samisdat-Literatur der de­ mokratischen Opposition der Dissidenten- Bewegung beeinflusst haben. Schriftsteller, Politiker und Journalis­ ten beleuchten in dieser Anthologie in analytisch-heiteren oder reflektierenden Texten Fragen punktueller Verortung der Einheit, ihren Ursprung und gelegentliche Schwierigkeiten des Umgangs mit ihr. >>>>>3. Veranstaltungsort: Moritzbastei, Ratstonneonne Die Autorin liest aus ihrem neuen Roman (Rowohlt Verlag) Moderation: Christoph Graebel Was tun, wenn’s nicht mehr brennt? Wenn Träume, Socken, Ziele und Liebha­ ber durcheinandergeraten, Erschöpfung die Wut ablöst und einem die Ausreden langsam ausgehen? In einer Krise gibt es nichts Besseres als Freunde, denen es rich­ tig mies geht. Dies ist ihre Geschichte. „Realisten wie Clemens Meyer und Lucy Fricke reißen mit dem Schaufelbagger tie­ fe Löcher in den Stadtasphalt und sind einfach nur begeisterungswürdig. Große Literatur zum Anschnallen.“ (WDR) Lucy Fricke, 1974 in Hamburg geboren, hat lange als Script/Continuity gearbei­ tet, bevor sie am Deutschen Literaturin­ stitut Leipzig studierte. 2005 gewann sie den Berliner „Open Mike“, zwei Jahre spä­ ter erschien ihr erster Roman „Durst ist schlimmer als Heimweh“. 2010 veranstal­ tete sie die „HAM.LIT“, das erste Hambur­ ger Festival für junge Literatur und Musik. Lucy Fricke lebt in Berlin. Eintritt: frei 21.00 Uhr Eintritt: Paket_Preis Für drei Ver- anstaltungen in der MB 7,-/5,- Euro Ich habe Freun- de mitgebracht >>>>>> Lucy Fricke>>> Die Wende begann am Balaton >>>>>>>>>4. 49. birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 30-31 14.09.2010 12:51:45 Uhr
  • 20. 20.00 Uhr 20.00 Uhr Eintritt: >>> frei Eintritt: >>> frei _32_ Veranstaltungsort: Haus des Buches, Literaturcafé Lesung und Gespräch mit Bozhana Apostolowa Dimitar Atanassow, Maria Stankowa und Vladislav Todorov Moderation: Roumen M. Evert Die editionBalkan im Dittrich Verlag stellt zeitgenössische Autorinnen und Auto­ ren aus den Balkanländern vor, die über die Grenzen hinaus Wirkung zeigen. Die vom wunderbaren Charme Südosteuropas durchzogenen Texte werden gelesen von dem Schauspieler und beliebten Hörbuch­ sprecher Max Volkert Martenser Vanstalter: Dittrich Verlag, „Die Fähre“ Veranstaltungsort: Tonellis Unter anderem mit Adalbert Haberbeck, nurso-chanson, Wolfgang Vallentin, rast Moderation: Thomas Bachmann Literatur on Stage lädt ein zur Liederma­ chernacht. Herb, laut, nachdenklich, leise - die Protagonisten stellen ausschließlich eigenes Material vor. lite on stage- Poesie gesungene birne_seitenZW 32_ 98 x 210.indd 32 14.09.2010 12:51:45 Uh