Im Haus: Inhouseverkabelung und Technik

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Vortrag im Rahmen des 3. Hessischen Breitbandgipfels am 06.06.2012 in Frankfurt.

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Im Haus: Inhouseverkabelung und Technik

  1. 1. Workshop 217:05 – 17:30Im Haus, Inhouseverkabelung und TechnikDipl.-Ing. Stefan SchreiberGF eku Kabel & Systeme GmbH & Co. KGDer Ausbau mit Glasfasern bis in jede WE ist eine komplette,parallele Überbauung der heute vorhandenen Cu-Strukturen beidurchaus unterschiedlichen Architekturen der Netzstrukturen.Das gilt über alle Netzebenen hinweg. Eben auch im Haus!
  2. 2. AusgangsszenarioFaser ist im Haus, vorzugsweise im Keller ineiner Box abgelegt; d.h. Steckerabschluss auf einer Kpl.Das optische Signal muss über eine Leitungsverlängerung in die jeweiligeWohneinheit (WE) an einen „geeigneten Platz“ geführt werden.In „wirklichen“ FTTH Netzen bekommt jeder Endteilnehmer eine oder zweiFasern bis in seine Wohneinheit.Das Signal auf der Faser kann heute üblicherweise von keinem Kunden-Endgerät wie TV oder PC direkt aufgenommen und verstanden werden.Das optische Signal muss über eine CPE wieder in ein/mehrere elektrischeSignale umgesetzt und ggfs. in der Wohnung verteilt werden.
  3. 3. Der normative Ansatz gemäß VDEVDE-AR-E 2800-901 FTTB/FTTH- beschrieben ist der Anschluss von Gebäuden an optischen Glasfasernetzen- Topologie und Technik Neutral- berücksichtigt, dass mehrere Netzbetreiber das gleiche Netz benutzen können – open accessWas verfolgt die VDE?- finanzielle Einsparpotentiale- Beschleunigung des Breitbandausbaus- zukunftssicheres und flexibles Netz- Planungssicherheit- Investitionssicherheit
  4. 4. Der theoretische, normative AnsatzMaximaler Verlust Inhouse 1,2dB GF Teilnehmeranschluss GF Etagenverteiler Horizontale Verkabelung Vertikale Verkabelung GF Gebäudeverteiler GF Abschlußpunkt- Linientechnik
  5. 5. Welche kritischen Punkte ergeben sich nun fürden Glasfaserausbau durch das Gebäude?- Zustimmungen des Gebäudeeigentümers (z.B. bei Eigentumswohnungen)- Investition / Kosten für den Ausbau / Eigentumsfrage des inst. neuen Netzes- Durchbrüche, Lärm, Dreck- Leistungswegebau unter Berücksichtigung von Brandlasten und Brandfort- leitungen; kritischer Bereich sind die Flure als Fluchtwege- Steckerübergänge, Spleiße, Alternativen- Abschluss in der Wohnungseinheit als UP-TA, AP-TA, integrierte Lösung direkt mit CPE (ONU und ONT in einer Einheit), ästhetische Lösungen- Netzverteilung in der WE (Netzebene 5) nach der Rückwandlung in elektrische Signale (-> Homeway)- Kupplung am Faserende in der WE, Laserlichtschutz, Light ON Controlle, Unterstützung der optischen Messungen im Servicefall
  6. 6. Lösungsansätze für die Verkabelung vom HÜP/APLbis zur ONT/ONUStandardisiert bis zu 3 Etagen Einfamilienhaus mehr als 3 Etagen - APL innen oder aussen? - Verkabelung innen oder außen? - Kabelweg mit vorheriger Leerrohrverlegung oder ohne? - vorkonfektionierte Kabel oder Steckerkonfektion / Spleißen im Gebäude? - VDE konform oder pragmatisch? - mit Unterverteilungen in den Etagen oder direkte Verbindung zwischen Gebäudehauptverteiler und Kunden TA? - mit Faserabschluß auf einer Kupplung in der WE oder direkter Anschluß an die ONU/ONT?
  7. 7. Fallbeispiel 1: Einfamilienhaus- Kabeleinführung in den Keller- Faserabschluß in einem einfachen Kunststoff APL- ONT/ONU direkt neben dem APL, Verbindung über Jumperkabel- Weitere Verteilung im Haus unter Nutzung der 75Ohm Coaxverkabelung, 100 Ohm TP Verkabelung für Telefon und Ethernet
  8. 8. Fallbeispiel 1: Einfamilienhaus- theoretisch ganz ohne APL- ONT/ONU mit Faserabschluß- weitere Verteilung im Haus unter Nutzung der 75Ohm Coaxverkabelung, 100 Ohm TP Verkabelung für Telefon und Ethernet, integriertes WLan Modul Beispiel: Genexis
  9. 9. Fallbeispiel 2: kleineres Mehrfamilienhaus- ankommendes Kabel aus der Netzebene 3 wird im APL ab- gelegt, Anschluß mittels Spleiß gegen Pigtails, die auf Kupplungen enden (z.B. LC APC 8° )
  10. 10. Fallbeispiel 2: kleineres Mehrfamilienhaus- ankommendes Kabel aus der Netzebene 3 wird im APL ab- gelegt, Anschluß mittels Spleiß gegen Pigtails, die auf Kupplungen enden (z.B. LC APC 8° )- Ausbau der Kabelwege im Haus mittels Lehrröhrchen- dann z.B. Blown Fibre bis in die WE, d.h. skalierbare, erweiterbare Faserzahl; nach dem Vorbild FTTD von ehemals BICC/Brand Rex (Erfindung für BT)
  11. 11. Fallbeispiel 3: Häuser mit vielenWE- benötigt werden standardisierte Lösungen- Montage muss z.T. ohne Glasfaserfachkräfte möglich sein -> Kostenreduktion- Einsatz von Etagenverteilern eventuell sinnvoll, um späteren horizontalen WE Ausbau möglich zu machen- Kabelwegebau äußerst schwierig; vertikale Verkabelung z.B. in stillgelegten Schornsteinen OptiRise™ Kabelbaum
  12. 12. Fallbeispiel 3: Häuser mit vielenWE- neben einseitig vorkonfektionierten Lösungen gibt es für den vertikalen Ausbau auch weitere, interessante Lösungsansätze
  13. 13. Sonderlösungen- einseitig vorkonfektioniert mit Ferrule ohne Steckergehäuse- Lehrrohrsystem erforderlich, Einschieben bis 60m- Faserabschluß in der WE in High End Qualität
  14. 14. Sonderlösungen Factory polish Field fiber- OptiSnap von Corning als Faserabschluß- schnelle Montage Fiber stub Mechanical- Techniker ohne GF Erfahrung in splice with index matching 2-3 Stunden geschult gel- sehr sichere Technik, kein Spleißen, eren
  15. 15. Sonderlösungen- vorversteckerte Lösung für den Outdoor Bereich- schnelle Installationszeit- Arial Lösung- kein offenes System
  16. 16. Sonderlösungen OptiTap Drop Cable OptiTap Connector On External ONU
  17. 17. Sonderlösungen
  18. 18. Sonderlösungen Drop Ports Distribution Cable
  19. 19. Inhouse Kabel / low friction Fasertypen: G. 657 A.1 G. 657 A.2 G. 657 B2/A390°bend under tension Stapling Kinking Multiple Bending
  20. 20. Inhouse Kabel / low friction Tight Bends Staples Cable Tension
  21. 21. Problemfall Kupplung am Faserende in der WE- bei Einsatz in Standard UP Dosen bei LC ist die Bautiefe oft nicht gegeben- Konfektion einer Faser: unwirtschaftlicher Aufwand- Staubschutz, Laserschutz, optische Kontrolle ON/OFF- Reflektion am offenen Ende bei OTDR Kontrollmessungen
  22. 22. Zusammenfassung- es gibt keinen Masterplan- sehr nützlich sind Erfahrungen im Netzbau NE4 aus den letzten Jahren bezgl. der Netzum- rüstungen HF tauglicher Coax Netze- der Produktmix aus vorkonfektionierten Produkten und Vor-Ort Montage bildet den optimalen Ansatz aus Kosten und Zeit- die Erschließung über die Aussenfassade sollte nicht von vornherein ausgeschlossen werden, speziell wenn ohnehin eine Wärmedämmungs- maßnahme geplant ist- der VDE konforme Ausbau ist nicht immer die beste Lösung- der Carrier, der die Erstinvestition in den Netzausbau NE4 und NE5 leistet, wird sein Netz schützen wollen- wer open access in der NE3 baut (Geschäftsmodell) hat sicherlich hohes Interesse an offenen, zugänglichen Strukturen in der NE4

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