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INFOMARKT_Siebzehnruebl_Messe

  1. 1. Dezember 2014 (3) E-PAPER BÜROMÖBEL@MARKT 1 Nach Meinung des Niederländers, er selbst bezeichnet sich als „ Messeorga- nisator mit Leib und Seele“, unterschät- zen die Messeverantwortlichen die Ent- wicklungen, die durch das Internet in Gang gesetzt wurden. „ Sie haben Mühe, die schnellen Entwicklungen, die sich online abspielen, adäquat zu antizipie- ren und sich im Internet richtig zu ver- halten. Die vielen Gespräche, die wir in den vergangenen Monaten mit Organi- satoren führender Fachmessen in Europa geführt haben, haben gezeigt, dass dieses Problem überall hoch oben auf der Tagesordnung steht. Aber dass das Know-how oder das Budget fehlen, um selbst eine Online-Plattform zu ent- wickeln.“ Van Rijthoven beruft sich dabei unter anderem auf eine aktuelle Studie* der Professional Convention Management Association (PCMA). Demnach stehen die Fachmessen vor einigen großen He- rausforderungen. Denn im Internet fin- den die Anwender heute alle gewünsch- ten Informationen und Inspirationen. Die Organisatoren, so der Rat, können da- rauf reagieren. Sie sollten selbst Online- Aktivitäten setzen, die zu neuen Busi- ness-Modellen und einer stärkeren Marktstellung führen. Das Sammeln re- levanter Daten ist dabei essenziell. Kurz- um: Die dringende Empfehlung lautet, Online-Chancen zu ergreifen und schnellstens mit der Planung der Zu- kunft zu beginnen. „ Zudem verlängert eine Online-Plattform die Lebensdauer der eigentlichen Veranstaltung“, er- klärt van Rijthoven. Er behauptet, dass die Organisa- toren von Messen sozusagen auf einer Goldader sitzen. Sie wissen aber nicht, wie sie diese erschlie- ßen sollen. Die jahrelang aufge- baute und wertvolle Community bleibt ungenutzt. Die Organisato- ren müssen die Interaktion der Aussteller mit ihrer Zielgruppe neu definieren. Für sein Geschäft in der Textilbranche hat van Rijthoven die Online-Plattform My Event als Er- gänzung zur eigentlichen Veran- staltung entwickelt, mit der sich nach seiner Darstellung die Chan- ce eröffnet, das Potenzial des vorhande- nen Netzwerks zu nutzen. Die Anwen- dung bietet Messeorganisatoren und Messezentren eine eigene Plattform, um Angebot und Nachfrage auch online zu- sammenzubringen. ZUKUNFT DER FACHMESSEN Große Gefahren Die Organisatoren von Fachmessen lassen viele Chancen links liegen und sind den Veränderungen in ihrer jeweiligen Branche kaum gewachsen. Das veränderliche Besucherverhalten und das Aufkommen von Online-Plattfor- men sind wichtige Entwicklungen, auf die nur wenige von ihnen eine Antwort haben. Das behauptet Rick van Rijthoven, Eigentümer der Modefabriek B.V. in Amsterdam. Die Anwendung als Ergänzung zur ei- gentlichen Veranstaltung bietet nicht nur Vorteile für Messeorganisatoren und Messezentren, sondern auch für Aus- steller und Besucher. Die Aussteller er- reichen durch eine größere Reichweite und eine Verlängerung der Messezeit ei- nen höheren Return on Investment. Be- sucher aus der ganzen Welt können zu jedem beliebigen Zeitpunkt vor, wäh- rend und nach der Messe die aktuellen Neuigkeiten lesen, sich neue Produkte ansehen und ergänzende Informationen von Ausstellern erhalten. So wird ein Messebesuch viel effektiver und spart dem Besucher kostbare Zeit. Auch nach der Messe können neue Produkte leicht entdeckt, verglichen und bestellt wer- den. ■ Dezember 2014 (3) 19.12.2014 • 51. Woche über den Büromöbelmarkt Die aktuelle Information E-PAPER BÜROMÖBEL@MARKT INFO-MARKT GmbH Fischerstraße 49 D-40477 Düsseldorf Tel.-Nr. 0211/687855-0 Fax 0211/687855-25 redaktion@infomarkt.de Das E-Paper Büromöbel@Markt ist eine wirtschaftlich unabhängige Publikation ■ Sie ist urheberrechtlich geschützt ■ Nachdruck, Vervielfältigung, Weitervergabe und Online-Versand der Beiträge sind illegal ■ Zuwiderhandlungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt ■ Gerichtsstand ist Düssel- dorf ■ Alle Nachrichten erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr ■ Herausgeber: Diplom-Volkswirt Hans-Joachim Schneider ■ Chefredakteur: Hans-Joachim Schneider ■ Redaktion: Carola Merten, Sven Richter ■ Layout+Grafik: Daniela Imlau ■ Bezug: Über unseren Online-Shop unter www.infomarkt.de ■ Preise: Online-Einzelartikel 9,80 Euro, E-Paper-Abonnement (im Mehrfachbezug) 32,00 Euro/Monat zzgl. gesetzl. MwSt. ■ Erscheinungsweise: mind. 3x im Monat (abhängig von Themenstellung) ■ Kündigung: sechs Wochen vor Vertragsende IIMMPPRREESSSSUUMM Internet-Plattform My Event von Rick van Rijthoven: . Die Aussteller erreichen durch eine größere Reichweite und eine Verlängerung der Messezeit einen höheren Return on Investment. * Quelle: The ASAE Foundation, Center for Exhibition In- dustry Research Foundation, Freeman, Gaylord Enter- tainment and PCMA Education Foundation, Scenarios for the Future: Convention Exhibits & Tradeshows of 2016. November 2014, http://www.pcma.org/docs/ default-document-library/conventionresearch.pdf? sfvrsn=12
  2. 2. Dezember 2014 (3) INFO-MARKT GmbH Fischerstraße 49 D-40477 Düsseldorf Tel.-Nr. 0211/687855-0 Fax 0211/687855-25 redaktion@infomarkt.de Das E-Paper Büromöbel@Markt ist eine wirtschaftlich unabhängige Publikation ■ Sie ist urheberrechtlich geschützt ■ Nachdruck, Vervielfältigung, Weitervergabe und Online-Versand der Beiträge sind illegal ■ Zuwiderhandlungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt ■ Gerichtsstand ist Düssel- dorf ■ Alle Nachrichten erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr ■ Herausgeber: Diplom-Volkswirt Hans-Joachim Schneider ■ Chefredakteur: Hans-Joachim Schneider ■ Redaktion: Carola Merten, Sven Richter ■ Layout+Grafik: Daniela Imlau ■ Bezug: Über unseren Online-Shop unter www.infomarkt.de ■ Preise: Online-Einzelartikel 9,80 Euro, E-Paper-Abonnement (im Mehrfachbezug) 32,00 Euro/Monat zzgl. gesetzl. MwSt. ■ Erscheinungsweise: mind. 3x im Monat (abhängig von Themenstellung) ■ Kündigung: sechs Wochen vor Vertragsende IIMMPPRREESSSSUUMM 2 E-PAPER BÜROMÖBEL@MARKT Der gebürtige Bielefelder begann sei- ne Karriere in der IT-Branche. Unter an- derem bei dem amerikanischen EDV- Hersteller Compaq Computer. Er folgte dann seiner Passion für Architektur und Design. Seit nunmehr fast 15 Jahren ist er in der Büromöbel-Industrie beschäf- tigt, mit Stationen in Paris, Mailand und Madrid. Derzeit ist er im Interim-Ma- nagement engagiert. Unter anderem war er für den US-Hersteller Haworth Inc. als Marketing Communications Manager Europe tätig. – INFO-MARKT führte mit ihm ein Interview über die Zukunft von Fachmessen und deren Konzepte. INFO-MARKT: Können Sie das Konzept von Rick van Rijthoven ad hoc bewerten und halten Sie es für geeignet, diese Idee prinzipiell auch auf die Büromöbel- Branche anzuwenden? Siebzehnruebl: Die Idee ist sicherlich spannend. Rick van Rijthoven kommt al- lerdings aus der Modebranche. Verglei- chen Sie da einmal die Online-Strategie von Unternehmen wie Burberry mit un- seren Key-Playern. Da liegen Welten da- zwischen. Zum Beispiel wie Salesforce genutzt wird. Wie Kunden digital, bei- spielsweise auf Facebook und Instag- ram, begleitet werden und wie, grund- sätzlich, Touchpoints identifiziert und bearbeitet werden – on- wie offline. Da steckt die Büromöbel-Branche gerade mal in den Anfängen. Deshalb würde eine virtualisierte Mes- se derzeit zu weit gehen. Neben der Fra- ge, ob der Markt ein solches Konzept ak- zeptieren würde, entsteht darüber hi- naus die Frage, ob der Kunde ein derar- tiges Angebot überhaupt will und ob er dafür bereits so weit ist. INFO-MARKT: Aber was nicht ist, kann in der dynamischen Online-Welt sehr schnell werden. Gibt es erkennbare Ten- denzen aus anderen Branchen? Siebzehnruebl: Ja, nehmen Sie nur das brandaktuelle Beispiel Volvo Cars. In vielen Branchen geht man von den wenigen Messepräsenzen auf Distanz. Der Fokus konzentriert sich zunehmend auf Fachhändler und eben auf die Digi- talisierung beziehungsweise auf den E- Commerce. Besonders im Online-Ge- schäft liegt ein ungeheures Potenzial. Und das gilt natürlich auch für Büro- möbel-Hersteller und deren Vertriebs- partner. INFO-MARKT: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Orgatec in den letzten zehn Jahren? Immerhin sind in diesem Zeitraum die Besucherzahlen auf rund 50.000 Gäste zurückgegangen. Das ist doch nicht nur für die Veranstalter, son- dern auch für die Aussteller ein einziges Desaster. Siebzehnruebl: Es sind sehr schwieri- ge Jahre gewesen, die natürlich auch an einer Leitmesse nicht spurlos vorüberge- hen. Die Frage ist nun, wie die Veranstal- ter diese Leitfunktion aufgreifen und mit neuen Ideen ausstatten. Das könnte bei- spielsweise eine Verabschiedung von der reinen Warenschau sein und den Beginn einleiten, was der Markt und der Kunde von der Messe erwarten: Sicht- barkeit, Orientierung, Inspiration und besonders auch Emotion. INFO-MARKT: Was müsste nach Ihrer Auffassung im Wesentlichen an dem Konzept der Kölner Messe verändert und verbessert werden? Siebzehnruebl: Nennen wir das Kind doch beim Namen: Die Messegesell- schaften müssen Fläche vermieten. Kennzahlen für den Erfolg sind derzeit allein die Aussteller- und die Besucher- Zahlen. Das müsste sich ändern. Das ist nach meiner Ansicht das grundsätzliche Problem, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Ich habe mich neulich mit Dietmar, Mühr, einem der Geschäftsführer der Plexgroup, im Nachgang über die Orga- tec unterhalten. Dabei waren wir uns über Folgendes einig: Letztendlich gibt es drei wesentliche Ausstellungskonzep- te. Die reine Warenschau, wie es zum Beispiel Interstuhl gezeigt hat. Quasi ein begehbarer Katalog. Hier gibt man sich der absoluten Vergleichbarkeit hin und der Kunde beginnt bereits am Messe- stand nach Alternativen aus Fernost zu googeln. Andererseits eine fast museale ORGATEC / INTERVIEW MIT SEBASTIAN WOLF SIEBZEHNRUEBL „ Neues Konzept entsteht nur im Dialog“ Sebastian Wolf Sieb- zehnruebl: „ Es muss immer wieder die Kernfrage beantwor- tet werden, was wol- len der Markt und der Kunde? An diesem Anspruch müssen al- le Maßnahmen ge- messen werden.“ Kontaktieren Sie uns noch heute,um X-Code kostenlos Probe zu sitzen! Hotline: + 49 (9158) 17-343 www.dauphin.de FürmehrDynamikimBüro Dauphin HumanDesign®Group
  3. 3. Dezember 2014 (3) E-PAPER BÜROMÖBEL@MARKT INFO-MARKT GmbH Fischerstraße 49 D-40477 Düsseldorf Tel.-Nr. 0211/687855-0 Fax 0211/687855-25 redaktion@infomarkt.de Das E-Paper Büromöbel@Markt ist eine wirtschaftlich unabhängige Publikation ■ Sie ist urheberrechtlich geschützt ■ Nachdruck, Vervielfältigung, Weitervergabe und Online-Versand der Beiträge sind illegal ■ Zuwiderhandlungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt ■ Gerichtsstand ist Düssel- dorf ■ Alle Nachrichten erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr ■ Herausgeber: Diplom-Volkswirt Hans-Joachim Schneider ■ Chefredakteur: Hans-Joachim Schneider ■ Redaktion: Carola Merten, Sven Richter ■ Layout+Grafik: Daniela Imlau ■ Bezug: Über unseren Online-Shop unter www.infomarkt.de ■ Preise: Online-Einzelartikel 9,80 Euro, E-Paper-Abonnement (im Mehrfachbezug) 32,00 Euro/Monat zzgl. gesetzl. MwSt. ■ Erscheinungsweise: mind. 3x im Monat (abhängig von Themenstellung) ■ Kündigung: sechs Wochen vor Vertragsende IIMMPPRREESSSSUUMM 3 Inszenierung, wie Vitra sie zelebriert. Das ist Marke pur und man muss es mö- gen. Oder eben Aussteller wie Haworth, die mit ‚ Craft of Spacemaking‘ den Raum in das Zentrum der Ausstellung gestellt haben und damit konzeptuell überzeugen konnten. Das ist eine Philo- sophie, die übrigens von Patricia Urquio- la grandios umgesetzt wurde, die als An- satz vielleicht Schule machen könnte. Aber eigentlich muss doch zunächst geklärt werden, was gemeinsam erreicht werden soll. Im Dialog mit den Ausstel- lern. Warum machen wir das Ganze? Was wollen der Markt und der Anwen- der? Option A: Man präsentiert Möbel wie bisher und es wird jedes Mal weni- ger und uninteressanter. Option B: Es werden neue Konzepte und Themen vor- gestellt und die Aussteller verstehen es als Leistungsschau. Oder eben Option C: Man lässt es bleiben, da man bei jedem Projekt ja sowieso eine kleine Messe darstellen muss. Das sind natürlich Grundsatzfragen, die zunächst auf einen Kern abzielen: Welche Idee und Haltung verkörpere ich? Für wen? Was ist der Bedarf? Wel- che Funktionen muss ich abbilden, um noch einen Mehrwert zu generieren? Das kann man natürlich nicht allein der Messe an die Fahnen heften. Ein neues, gar besseres Konzept kann meines Er- achtens nur im Dialog entstehen. INFO-MARKT: Wie erklären Sie sich, dass die Organisatoren der Messe und ein großer Teil der Aussteller weiter in den ausgetretenen Pfaden marschieren und damit den Anforderungen des Marktes immer weniger gerecht werden? Siebzehnruebl: Das Sicherheitsden- ken. Es werden ja immer weniger. Dieje- nigen, die verbleiben, verlässt anschei- nend der Mut. Es liegt sicherlich nicht am mangelnden Wissen noch an einem Manko an Gestaltungswillen. Es ist eher die Angst, ob der Kunde Veränderungen honorieren wird. Darüber hinaus sollte man nicht ver- gessen, dass es sich bei den Büromöb- lern um eine gebeutelte Branche han- delt. Ich erwähne nur den Verlust an glo- balem Anschluss, besonders für die deutschen Hersteller. Zudem der anhal- tende Konzentrationsprozess und die Pleiten von Unternehmen sowie die ver- lorenen Standorte. Die Entwicklung hin- terlässt natürlich Spuren. INFO-MARKT: In den letzten Jahren sind etliche Aussteller der Orgatec fern- geblieben. Selbst große Unternehmen wie Steelcase sind in Köln auf der Mes- se nicht mehr mit von der Partie. Ande- re, wie Ihr ehemaliger Arbeitgeber Ha- worth, sind nach Köln zurückgekehrt. Mit welchem Trend in Sachen Messebe- teiligung der Hersteller rechnen Sie in den nächsten Jahren? Siebzehnruebl: Messe-Bashing ist ge- rade en vogue. Dennoch glaube ich fest an ihren Stellenwert als Ort der Leis- tungsschau und der echten Begegnung, wo sich Markenwelten präsentieren und alle Sinne angesprochen werden kön- nen. Wie die Zukunft aussehen wird, hängt allein vom Gestaltungswillen aller Betei- ligten ab: Schaffen es die Veranstalter der Orgatec, besonders im Vorfeld der Messe, eine Führung im Markt zu über- nehmen und die Hersteller zu fordern, dann könnten wir eine Renaissance er- leben. Ich denke, das ist genau auch die Er- wartungshaltung der Kunden: Orientie- rung über das einzelne Produkt und den einzelnen Hersteller hinaus. Das große Ganze eben. Ein Erlebnis, mit Inspiration und Emotionen, das in der Online-Welt nicht darstellbar ist. INFO-MARKT: Uns ist aufgefallen, dass insbesondere die diesjährige Veranstal- tung von vielen ausstellenden Teilneh- mern verhältnismäßig hoch gelobt wor- den ist. Da kommt der Verdacht auf, dass man in der Öffentlichkeit im Einklang
  4. 4. Dezember 2014 (3) E-PAPER BÜROMÖBEL@MARKT INFO-MARKT GmbH Fischerstraße 49 D-40477 Düsseldorf Tel.-Nr. 0211/687855-0 Fax 0211/687855-25 redaktion@infomarkt.de Das E-Paper Büromöbel@Markt ist eine wirtschaftlich unabhängige Publikation ■ Sie ist urheberrechtlich geschützt ■ Nachdruck, Vervielfältigung, Weitervergabe und Online-Versand der Beiträge sind illegal ■ Zuwiderhandlungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt ■ Gerichtsstand ist Düssel- dorf ■ Alle Nachrichten erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr ■ Herausgeber: Diplom-Volkswirt Hans-Joachim Schneider ■ Chefredakteur: Hans-Joachim Schneider ■ Redaktion: Carola Merten, Sven Richter ■ Layout+Grafik: Daniela Imlau ■ Bezug: Über unseren Online-Shop unter www.infomarkt.de ■ Preise: Online-Einzelartikel 9,80 Euro, E-Paper-Abonnement (im Mehrfachbezug) 32,00 Euro/Monat zzgl. gesetzl. MwSt. ■ Erscheinungsweise: mind. 3x im Monat (abhängig von Themenstellung) ■ Kündigung: sechs Wochen vor Vertragsende IIMMPPRREESSSSUUMM 4 mit den Veranstaltern die Messe ge- sundbetet, damit der Patient nicht noch mehr aus dem letzten Loch pfeift. Siebzehnruebl: Ich kenne die (interne) Ausgangsposition nicht. Ich finde aber, dass eine gute Resonanz von Seiten der Aussteller die Orgatec durchaus positiv stimmen darf. In Sicherheit sollte es sie jedoch nicht wiegen. Eine Leitfunktion sieht anders aus. Da war viel Beliebig- keit. Zuviel auch vom Engagement ein- zelner Aussteller abhängig. INFO-MARKT: Wie rechnet sich für ei- nen Aussteller eigentlich der Messeauf- tritt in Köln? Die Kosten sind insbeson- dere bei den repräsentativen und großen Ständen ausgesprochen hoch, und die Besucherzahlen sinken immer weiter. Können die Firmen ihre Zielgruppen nicht mit alternativen Marketing-Aktio- nen viel effizienter errei- chen? Siebzehnruebl: Interes- sant! Sie sprechen nun vom Messeauftritt in Köln. Was beispielsweise USM mit einer alternati- ven Messeinstallation im Dock.One realisiert hat. Steelcase hat in diesem Jahr nicht einmal das ge- tan. Auch hier vertrete ich die Meinung, dass nichts eine gut gemachte Messe ersetzt. Sehen Sie, vor gut zehn Jahren gab es diese Diskussion in Mailand. Da war es angesagt, sich außerhalb der Messe darzustellen. Nun sind die meis- ten Aussteller wieder auf der Messe, weil die Erfahrung zeigte, dass dort die Order geschrieben werden. Somit rechnet sich das auch. Allein die Tatsache, dass heute alle zum Mailänder Messegelände zurück- kehren, zeigt, dass es um die Kommuni- kation geht, um Nähe, um den direkten Austausch, um das Gespräch und eben um den direkten Geschäftsabschluss. Wir sprachen soeben von Verbesse- rungspotenzialen. Hier sollte man anset- zen! Möglichst das Geschehen auf das Messegelände verdichten, insgesamt die Informationsdichte erhöhen und beson- ders an der Aufenthaltsqualität arbeiten! Der Wettbewerb mit anderen Maßnah- men. Ich erinnere an das Beispiel Volvo Cars. Für das Beispiel ‚ Aufenthaltsquali- tät‘ wurde eine virtuell kaum erreichba- re Qualität erreicht. Für die Messe ist das ein klarer Vorteil, wenn er entsprechend gestaltet wird. INFO-MARKT: In unserem Vorgespräch deuteten Sie alternative Optionen an. Zum Beispiel neue Konzepte und The- men, auch in der Variante einer dauer- haften Ausstellung und/oder einer Benchmark-Arena etc. Könnten Sie die- se Ideen bitte näher erläutern? Siebzehnruebl: Aus Sicht des Herstel- lers ist, wie bereits erwähnt, jedes Pro- jekt eine kleine Messe. Jedes Projekt ei- ne kleine Leistungsschau beziehungs- weise ein direkter Vergleich mit den Mit- bewerbern. Da kann eine Messe wie die Orgatec noch ganz andere Funktionen übernehmen. Beispielsweise eine langfristigere Plattform bieten und Qualitätsstandards setzen, die sich dann wiederum im di- rekten Sparring manifestieren. Dieses di- rekte Sparring ist dann eine Messe, die Orgatec, mit einem Best-of wie eben auch neue Konzeptionen und spannen- den Themen. Gradmesser und Inspirati- on zugleich. Andenken kann man dazu vieles. Es muss immer wieder die Kern- frage beantwortet werden, was wollen der Markt und der Kunde? An diesem Anspruch müssen alle Maßnahmen ge- messen werden. INFO-MARKT: Besteht bei der Realisie- rung dieses Konzeptes nicht tendenziell die Gefahr, dass die kleineren Unterneh- men und die Spezialisten durch das Ras- ter fallen, und wie kann man diese Ent- wicklung verhindern? Siebzehnruebl: Ich sprach eingangs ja vom Kern: man kann eben nicht alles für alle machen. Natürlich scheint das zu- nächst wie eine weitere Konzentration. In einen Dialog kann man zunächst nur mit wenigen gehen. Damit entsteht auch die Gefahr, dass nur die großen Hersteller einbe- zogen werden. Gleich- zeitig kommen aber vie- le innovative Impulse gerade aus kleineren Unternehmen. Diese gilt es zu beobachten, und es muss ihnen eine Plattform gegeben wer- den. Die angesprochenen Benchmark-Arenas de- finieren sich – wie jede Qualität – über Anforderungskriterien. Das ist gerade für innovative Unterneh- men und Spezialisten eine Chance, die- se zu formulieren, und es liegt eben an den Veranstaltern der Kölner Messe, die- se zu etablieren. Damit könnte die Mes- se eine führende Position einnehmen. Dadurch werden dann wiederum die umsatzstarken Hersteller gefordert, so dass diese Impulse in einer spannenden Messe münden. INFO-MARKT: Herr Siebzehnruebl, wir danken Ihnen für das Gespräch. MIT GESTURE ZEIGEN SIE HALTUNG Der erste Stuhl – entwickelt für die Technologien von heute.

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