Biblische Dimension der        Seelsorge
Klärungen und Entdeckungen (1) Erfahrungen:  Beglückendes und Bedrückendes Keine Abstraktion:  Jesuanische Seelsorgekonz...
Klärungen und Entdeckungen (2) Exemplarische Konkretionen:  Geländeerkundungen – Jesus auf dem  Weg mit Menschen, die auf...
Klärungen und Entdeckungen (3) Keine Methoden:  wirkmächtiges Wort„Bittet und es wird euch gegeben …Gibt es unter euch ei...
Klärungen und Entdeckungen (4) Geöffneter Himmel:  leitendes ZeitverständnisArmen die Gute Nachricht, GefangenenBefreiung...
Jesus sieht und heilt: Leib und Seele (1)Immer am Sabbat lehrte Jesus in einer derSynagogen. Und sieh doch: Da war eine Fr...
Jesus sieht und heilt: Leib und Seele (2)„Ihr Scheinheiligen! Jeder von euch bindetam Sabbat seinen Ochsen oder Esel vonde...
Jesus versteht und konfrontiert:               Geld und Weg„Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich dasewige Leben bekom...
Jesus hört und gestaltet:              König und DienerDie Jünger begannen darüber zu streiten, wer vonihnen der Wichtiger...
Jesus lässt sich fragen und antwortet:     Gottesliebe und Nächstenliebe„Lehrer, was soll ich tun, damit ich das ewigeLebe...
Jesus empfindet mit und betet:         Scheitern und Beauftragung„Simon, Simon! Sieh doch: Der Satan hat sich vonGott erbe...
Jesus – ohnmächtig am Kreuz – spricht das  lösende Wort: Hier und jetzt, dann und dortAuch einer der Verbrecher, die mit i...
Zwischenreflexion: Gefährdung durchReduktionismen – Vielfalt der Perspektiven• Ganzer Mensch: Leib und Seele, Vergangenhei...
Jesus sehen und glauben• Er begleitet uns –  Jesu Präsenz und Verborgenheit:  Emmausjünger (Lk 24,13ff)• Er lebt in uns un...
Keine rationalistische Eindimensionalität –     geöffnete Augen: Leben in der   Mehrdimensionalität (Bonhoeffer) „Wenn ma...
Demgegenüber stellt uns das Christentum in vieleverschiedene Dimensionen des Lebens zu gleicherZeit; wir beherbergen gewis...
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Biblische Dimension der Seelsorge – Grundsatzreferat

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Biblisch-theologische Klärungen und Entdeckungen am Beispiel Jesu
Pfarrer Thomas Maier, Direktor Evangelische Missionsschule Unterweissach, Dozent für Systematische Theologie, Ethik, Spiritualität und Philosophie

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Biblische Dimension der Seelsorge – Grundsatzreferat

  1. 1. Biblische Dimension der Seelsorge
  2. 2. Klärungen und Entdeckungen (1) Erfahrungen: Beglückendes und Bedrückendes Keine Abstraktion: Jesuanische Seelsorgekonzeption? 1. Grundlagen: a) Der bedürftige Mensch b) Die kompetente Seelsorgerin 2. Praxisfelder a) Vom Geld Besessene b) Konflikte …
  3. 3. Klärungen und Entdeckungen (2) Exemplarische Konkretionen: Geländeerkundungen – Jesus auf dem Weg mit Menschen, die auf unterschiedlichen Wegen unterwegs sind Reflexionen des Geländes – eine Skizze
  4. 4. Klärungen und Entdeckungen (3) Keine Methoden: wirkmächtiges Wort„Bittet und es wird euch gegeben …Gibt es unter euch einen Vater …Wie viel eher wird der Vater vom Himmel …“ (Lk 11,9-13) "Worte und Sätze können ebensowohl Gärten wie Kerker sein“
  5. 5. Klärungen und Entdeckungen (4) Geöffneter Himmel: leitendes ZeitverständnisArmen die Gute Nachricht, GefangenenBefreiung, Blinden Augenlicht, UnterdrücktenFreiheit … „Jetzt beginnt das Jahr, in dem derHerr Gnade schenkt … heute – in eurerGegenwart ist dieses Schriftwort in Erfüllunggegangen.“ (Lk 4,16-21)
  6. 6. Jesus sieht und heilt: Leib und Seele (1)Immer am Sabbat lehrte Jesus in einer derSynagogen. Und sieh doch: Da war eine Frau.Seit achtzehn Jahren wurde sie von einem Geistgeplagt, der sie krank machte. Sie warverkrümmt und konnte sich nicht mehr geradeaufrichten. Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich. Ersagte zu ihr: „Frau, du bist von deiner Krankheitbefreit!“ Und er legte ihr die Hände auf. Sofortrichtete sie sich auf und lobte Gott. (Lk 13,10-13)
  7. 7. Jesus sieht und heilt: Leib und Seele (2)„Ihr Scheinheiligen! Jeder von euch bindetam Sabbat seinen Ochsen oder Esel vonder Futterkrippe los und führt ihn zurTränke. Aber diese Frau hier, die doch eineTochter Abrahams ist, hielt der Satangefesselt – sieh doch: achtzehn Jahre lang!Und sie darf am Sabbat nicht von dieserFessel befreit werden?“ (Lk 13,14-17)
  8. 8. Jesus versteht und konfrontiert: Geld und Weg„Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich dasewige Leben bekomme?“ …Als Jesus das hörte, sagte er zu ihm: „Eins fehltdir noch: Verkaufe alles, was du hast, undverteile das Geld an die Armen. So wirst duunverlierbaren Reichtum im Himmel haben.Dann komm und folge mir!“Der Mann wurde sehr traurig, als er das hörte. (Lk 18,18-27)
  9. 9. Jesus hört und gestaltet: König und DienerDie Jünger begannen darüber zu streiten, wer vonihnen der Wichtigere war. Aber Jesus sagte zuihnen: „Die Könige herrschen über ihre Völker. Unddie Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. Aberihr sollt nicht so sein: Sondern wer unter euchwichtig ist, soll sein wie einer, der unbedeutend ist.Und wer führen will, wie einer, der dient. Wer istdenn der Wichtigere? Der zu Tisch liegt und isstoder der ihn bedient? Natürlich der zu Tisch liegt!Doch ich bin unter euch wie einer, der dient.“
  10. 10. Jesus lässt sich fragen und antwortet: Gottesliebe und Nächstenliebe„Lehrer, was soll ich tun, damit ich das ewigeLeben bekomme?“ Jesus fragte zurück …„Dann geh und mach es ebenso.“ – wie derbarmherzige SamariterMaria setzte sich zu Füßen des Herrn nieder undhörte ihm zu. …„Aber nur eins ist notwendig: Maria hat dasBessere gewählt, das wird ihr niemand mehrwegnehmen.“ (Lk 10,25-42)
  11. 11. Jesus empfindet mit und betet: Scheitern und Beauftragung„Simon, Simon! Sieh doch: Der Satan hat sich vonGott erbeten, euch durchzusieben wie den Weizen!Aber ich habe für dich gebetet, damit dein Glaubenicht aufhört. Und wenn du dann wieder zu mirzurückgekehrt bist, stärke deine Brüder undSchwestern.“ Petrus entgegnete Jesus: „Herr! Ichbin bereit, mit dir ins Gefängnis zu gehen, ja, mit dirzu sterben!“ Aber Jesus sagte: „Das sage ichdir, Petrus: Noch bevor heute der Hahn kräht, wirstdu dreimal abstreiten, dass du mich kennst.“ (Lk 22,31-34)
  12. 12. Jesus – ohnmächtig am Kreuz – spricht das lösende Wort: Hier und jetzt, dann und dortAuch einer der Verbrecher, die mit ihm gekreuzigtwaren, verspottete Jesus. Er sagte: „Bist du nicht derChristus? Dann rette doch dich und uns!“ Aber derandere wies ihn zurecht: „Fürchtest du noch nichteinmal Gott? Dich hat doch dieselbe Strafe getroffenwie ihn! Wir werden zu Recht bestraft undbekommen, was wir verdient haben. Aber er hat nichtsUnrechtes getan!“ Und zu Jesus sagte er: „Jesus, denkean mich, wenn du in dein Reich kommst.“ Und Jesusantwortete ihm: „Amen, das sage ich dir: Heute nochwirst du mit mir im Paradies sein!“ (Lk 23,39-43)
  13. 13. Zwischenreflexion: Gefährdung durchReduktionismen – Vielfalt der Perspektiven• Ganzer Mensch: Leib und Seele, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft• Alle Lebensbereiche und existentielle Einübung• Mensch und Mitmensch• Gott und Mitmensch• Sein und Werden, alter und neuer Mensch• Erde und Himmel, Zeit und Ewigkeit
  14. 14. Jesus sehen und glauben• Er begleitet uns – Jesu Präsenz und Verborgenheit: Emmausjünger (Lk 24,13ff)• Er lebt in uns und wirkt durch uns – Vollmacht und Ohnmacht (Lk 10,1ff; 24,47ff)
  15. 15. Keine rationalistische Eindimensionalität – geöffnete Augen: Leben in der Mehrdimensionalität (Bonhoeffer) „Wenn man siebzehn war, glaubte man, die Welt bestehe aus derselben Substanz wie die eigenen Theorien, so dass man jederzeit Zugriff auf sie hatte und sie den eigenen Vorstellungen entsprechend formen konnte. Aber jeder bekam eines Tages die bittere Wahrheit zu spüren, dass es so nicht funktionierte; die Welt war die Suppe und das Denken meistens eine Gabel: zu einer sättigenden Mahlzeit führte das selten.“ (Harry Mulisch: Die Entdeckung des Himmels, Mü/Wien 1993, 721.)
  16. 16. Demgegenüber stellt uns das Christentum in vieleverschiedene Dimensionen des Lebens zu gleicherZeit; wir beherbergen gewissermaßen Gott und dieganze Welt in uns. Wir weinen mit den Weinendenund freuen uns zugleich mit den Fröhlichen; … dasLeben wird nicht in eine einzige Dimensionzurückgedrängt, sondern es bleibtmehrdimensional-polyphon. Welch‘ eine Befreiungist es, denken zu können und in Gedanken dieMehrdimensionalität aufrechtzuerhalten. … Manmuss die Menschen aus dem einlinigen Denkenherausreißen – gewissermaßen als „Vorbereitung“bzw. „Ermöglichung“ des Glaubens, obwohl es inWahrheit erst der Glaube selbst ist, der das Lebenin der Mehrdimensionalität ermöglicht …“ (Widerstand und Ergebung, DBW 8, 453f)

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