Einhundert Jahre Ellwanger & Geiger Privatbankiers 1912 – 2012AKTUELLE INFORMATIONEN AUS DEM KAPITALMARKT.AUSGABE Oktober ...
oder nur teure Kredite. Mit anderen                      stürzen, werden nach der Wahl im No-                        zwar ...
Aktienhausse von Draghis Gnaden.EZB-Präsident Mario Draghi ließ seinem Versprechen kurz vor Ende des zweiten Quartals, unb...
Inflationsindexierte Anleihen als Sicherheitsnetz.Wer hat Angst vor der bösen Inflation? Märchenhaft wäre es, wenn diese B...
Aktienengagements – Strategie oder Timing – zweiWege, ein Ziel!?Selten war es so schwierig wie in diesen Monaten, eine Anl...
neues AGAPEDIA Kinder- & Familienzentrum in Esslingen.Im Jahr 1994 wurde die Idee der Verwirklichung einer Stiftung gebore...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Aktuelle Informationen aus dem Kapitalmarkt - Oktober 2012

550 Aufrufe

Veröffentlicht am

Aktuelle Informationen aus dem Kapitalmarkt - Oktober 2012

Wir möchten Ihnen Einblicke in die aktuelle Marktlage ermöglichen und Sie über zukunftsträchtige Anlageformen informieren.

Unser Experte Andreas. Rapp, Leiter des Bereiches "Private Banking" bei ELLWANGER & GEIGER PRIVATBANKIERS, und sein Team analysiert und kommentiert die Entwicklungen auf den Aktienmärkten.

Veröffentlicht in: Wirtschaft & Finanzen
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
550
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
28
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
1
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Aktuelle Informationen aus dem Kapitalmarkt - Oktober 2012

  1. 1. Einhundert Jahre Ellwanger & Geiger Privatbankiers 1912 – 2012AKTUELLE INFORMATIONEN AUS DEM KAPITALMARKT.AUSGABE Oktober 2012OMT + QE 3 = Abwertungswettlauf.Hinter diesen kryptischen Abkürzungen verbergen sich weitreichende Maßnahmen der EZB und der US-Notenbank Fed. Die EZB wird künftig „Outright Monetary Transactions“ durchführen. Was sich harmlosanhört, ist im Grunde genommen eine Staatsfinanzierung auf Umwegen.Die Ankündigung der EZB, Staatsan- In den beiden Schwergewichten der Aktuell loten die vier großen Zentral-leihen der Problemländer in fast unbe- Weltwirtschaft – EU und USA – wird die banken der westlichen Welt Fed, EZB,grenzter Höhe zu erwerben, hat die öffentliche Neuverschuldung vermehrt Bank of Japan und Bank of England dieKapitalmärkte vor allem in den südeuro- von den Notenbanken und nicht mehr Grenzen ihrer geldpolitischen Möglich-päischen Ländern beruhigt. Viele Öko- durch privates Kapital finanziert. Beide keiten aus. Während die Zinsen für dennomen – darunter der jetzige Präsident Währungen stellen zusammen etwa Yen bereits seit längerem und neuer-der Deutschen Bundesbank und seine 90 Prozent der weltweiten Währungs- dings auch für den US-Dollar bei prak-Vorgänger – sowie Bürger wurden da- reserven dar. Dieser zunehmend unse- tisch Null angekommen sind, gibt esdurch in Alarmstimmung versetzt. Die riös werdenden Geldpolitik können für den Euro und das Britische PfundEZB wird jedoch nur in Abstimmung mit Anleger kaum noch entkommen und es noch etwas Platz bis zur Nulllinie. An-dem neu einzurichtenden ESM (Euro- ist nicht überraschend, dass die großen gesichts der schlechten wirtschaftli-päischer Stabilitätsmechanismus), für Gewinner dieser sich schon seit Wochen chen Aussichten in ganz Europa wirdden der Weg nach dem Urteil des deut- andeutenden Politik wieder einmal die dieser Spielraum eher früher als späterschen Verfassungsgerichtes frei gewor- Edelmetalle und ganz generell Sach- genutzt werden. Ob dies der Konjunk-den ist, tätig werden. Auch hat der werte sind. Auch von zwei weiteren tur nennenswert helfen kann, ist jedochPräsident der EZB Draghi – wohl um Kraftzentren der Weltwirtschaft – China fraglich. An den reinen Finanzierungs-deutschen Vorbehalten zu entgegnen – und Japan – werden aufgrund der dor- kosten kann es kaum noch liegen, dassversprochen, diese Liquidität wieder tigen Abschwächung der Wirtschaft die Konjunktur in der westlichen Weltabzuschöpfen. Wie diese Sterilisierung und steigender Arbeitslosigkeit weitere nicht richtig in Gang kommt. Vielegeschehen soll, bleibt allerdings offen. Stimulierungsmaßnahmen erwartet. Haushalte und Unternehmen haben ein Während in China aus den Erfahrungen Interesse daran, Schulden abzubauen,Mit QE 3 ist das dritte direkte Geld- der Konjunkturankurbelungsmaßnah- da sie der wirtschaftlichen Entwicklung,schöpfungsprogramm der US-Noten- men von 2008 und 2009, welche einen die seit der Finanzkrise vor allem durchbank gemeint. Sie will Hypothekenpa- Immobilienpreisboom entfachten, noch die Aufnahme von immensen Staats-piere und bei Bedarf auch Staatsanleihen Zurückhaltung herrscht, hat die Bank schulden gestützt wird, nicht trauen.in einer Größenordnung von vorläufig of Japan weitere geldpolitische Maß- Unternehmen und Haushalte, die einen40 Milliarden US-Dollar pro Monat auf nahmen in Form zusätzlicher Staatsan- dringenden Kreditbedarf, aber nur we-unbegrenzte Zeit erwerben. Bei Bedarf leihen in Höhe von 80 Billionen Yen nig Sicherheiten haben, erhalten vomkann der Betrag auch erhöht werden. (zirka 93 Milliarden Euro) angestoßen. geschwächten Bankensektor gar keine
  2. 2. oder nur teure Kredite. Mit anderen stürzen, werden nach der Wahl im No- zwar umso mehr, je aggressiver dieWorten, die Wirkung der klassischen vember beginnen und für Schlagzeilen Geldpolitik vorgeht.Geldpolitik verpufft. Wenn man die Ent- sorgen.scheidung der US-Notenbank, ohne Die Notenbanken blenden diese indi-zeitliche Begrenzung Geld zu schöpfen, Wenn man die Auswirkungen der bei- rekte Folge ihres Handelns weitgehendbetrachtet, wird man den Eindruck den letzten Maßnahmen der Fed, die aus und hoffen auf einen anderen Ef-nicht los, dass es sich hier um eine Ver- Zentralbankbilanz direkt aufzublähen fekt: Die Liquiditätszufuhr der Noten-zweiflungstat handelte. Die aktuelle (QE 1 und QE 2, vgl. Grafik), genauer banken hat zu einem generellen Anla-konjunkturelle Lage der USA hätte es betrachtet, kann man einen abnehmen- genotstand geführt. Es werden nichtnicht notwendig gemacht, so viel Pulver den Nutzen dieser Maßnahmen sowohl nur Rohstoffe, sondern auch andereauf einmal zu verschießen. Aber viel- für die Konjunktur wie auch für die Sachwerte, zu denen unter anderemleicht war es ja auch nur eine Wahl- Aktienkurse erkennen. Zwei Folgen der Aktien gehören, gekauft. Dadurch ver-kampfhilfe für Obama, nachdem der riskanten Geldpolitik der Industrielän- bessern sich die Finanzierungsmöglich-republikanische Präsidentschaftskan- der sind allerdings ziemlich sicher. Weil keiten, zumindest der börsennotiertendidat Romney ohnehin angekündigt viele Anleger dieser Politik nicht ver- Unternehmen, und stützen damit indi-hatte, die Amtszeit des amerikanischen trauen, kaufen sie in vermehrtem Um- rekt die Konjunktur.Notenbankchefs Bernanke nicht zu ver- fang Sachwerte, wozu auch Rohstoffelängern. Sicher wollte die US-Zentral- gehören. Die meisten Rohstoffe werden Zusammengefasst lässt sich sagen, dassbank dem sogenannten „fiscal cliff“ ab aber nicht zu Hortungszwecken, son- dieser historisch betrachtet einmalige2013 vorbeugen. Darunter versteht dern vor allem in der Industrie wie auch Großversuch konzertierter Geldschöp-man das automatische Auslaufen der für Privathaushalte benötigt. Damit fung widersprüchliche Folgen für dienoch bis Ende 2012 verlängerten teil- sind aus der Geldpolitik resultierende Konjunktur hat. Alleine damit kannweisen Befreiung von Sozialabgaben Preissteigerungen, beziehungsweise Wachstum nicht herbeigezwungen wer-und Steuersenkungen, was die Wirt- das Verhindern von Preissenkungen, den. Die Risiken für ein Scheitern diesesschaft der USA hart abbremsen wird. wie sie eigentlich in Zeiten schwacher Experimentes liegen nun einerseits inDie politischen Bemühungen, die drän- Konjunktur zu erwarten wären, ein Ent- einem globalen Vertrauensverlust undgende Haushaltskonsolidierung auch in zug von Kaufkraft. Hierdurch wird der andererseits in langfristigen tatsächli-den USA zu beginnen, ohne die Wirt- Konjunktur ganz sicher ein Schaden in chen Inflationsrisiken.schaft über die „fiskalische Klippe“ zu erheblichem Umfang zugefügt und Helmut KurzUSA: Marktreaktionen auf Ankaufprogramme normiert auf den 1.1.05 in %180,00 6      160,00 Ankündigung QE 1 endet QE 2 endet 5 von QE 3140,00120,00 4100,00 3 80,00 60,00 2 QE 1 startet Bernanke kündigt QE 2 an 40,00 Dow Jones-UBS Commodity Index (links) Ankündigung von S&P 500 INDEX (links) 1 Operation Twist 20,00 10Y US Treasuries, Rendite in 10 % (rechts) 0,00 0 Jan. 05 Jul. 05 Jan. 06 Jul. 06 Jan. 07 Jul. 07 Jan. 08 Jul. 08 Jan. 09 Jul. 09 Jan. 10 Jul. 10 Jan. 11 Jul. 11 Jan. 12 Jul. 12 Quelle: bloomberg, eigene DarstellungWertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Entwicklungen.
Der Dow-Jones-UBS Commodity Index, der S&P 500 Indexund der 10Y US Tresuries werden in US-Dollar notiert. Deren Renditen können daher auch aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen.
  3. 3. Aktienhausse von Draghis Gnaden.EZB-Präsident Mario Draghi ließ seinem Versprechen kurz vor Ende des zweiten Quartals, unbegrenzteEZB-Mittel zum Ankauf von Staatsanleihen einzusetzen, tatsächlich Taten folgen. Seine Ankündigung, imNotfall nahezu unbegrenzt Staatsanleihen von in Bedrängnis geratenen Ländern aufzukaufen, ließ diei­nternationalen Aktienmärkte jubeln und neue Jahreshochs erreichen.Schon im Juli setzten die Aktienmärkte gen gebremst, die bereits genug vom mit den deutschen Gesetzen und Be-weltweit nach seinen Ankündigungen „Gürtel-enger-Schnallen“ haben. schlüssen in Einklang zu bringen sind.zu einer neuerlichen Hausse-Bewegungan. Seit der Lehman-Krise 2008 wur- Die Gelddruckmaschinen der Zentral- Die Umsätze an den Börsen waren überden somit sämtliche Aktienrallyes banken können nicht endlos bean- den Sommer erschreckend niedrig. Diesdurch Stimulus-Aktionen der Zentral- sprucht werden. Vielmehr muss in Kürze mag an der Ferienzeit hierzulande ge-banken ausgelöst. Zusätzlich werden die Entscheidung darüber fallen, inwie- legen haben, ist aber auch ein schonsich abschwächende Wirtschaftsdaten weit die europäische Gemeinschaft be- länger zu beobachtendes Phänomen.ins Positive umgedeutet, da die Wahr- reit ist, Griechenland und vielleicht auch Nach der US-Präsidentschaftswahl imscheinlichkeit von weiteren Zentral- andere EU-Staaten massiv mit Krediten November wird man sich auf jeden Fallbankmaßnahmen dadurch steigt. Auch beziehungsweise Staatsanleihenkäufen in den USA auf die Suche nach Kompro-die zuletzt enttäuschenden Arbeits- zu unterstützen. Die Aktienmärkte wer- missen machen müssen. Denn ob diemarktdaten in den USA ließen aus die- den sich in den nächsten Wochen wohl verkrusteten politischen Lager in dersem Grund offensichtlich sofort Gelder zwischen überbordender Hoffnung und Lage sein werden, schnell und effizientin die Aktienmärkte fließen. Erstaun- tiefer Enttäuschung bewegen. Die Be- über die Erhöhung der Schuldenlinie inlich, denn nachhaltig kann diese posi- stätigung des Bundesverfassungsge- den USA, geschweige denn über Maß-tive Aktienentwicklung bei einem sich richtes zur Rechtmäßigkeit des ESM nahmen zur Reduzierung der Staats-verschlechternden wirtschaftlichen ( ­ European Stability Mechanism) für die schuldenlast – 16 Billionen USD – zuUmfeld nicht sein. In Europa scheint Bewältigung der Euro-Schuldenkrise entscheiden, darf bezweifelt werden.aus den südlichen Peripherie-Ländern stützt die Aktienkurse weiter. Das Bun-heraus eine Rezession aufzuziehen und desverfassungsgericht geht in dieser Die Aktienmärkte haben dünnere Höhen-wirkliche Fortschritte in der Bewälti- Frage jedoch in die Verlängerung, denn luft erreicht. Einzelne Gewinnmitnahmengung der EU-Schuldenkrise sind dort erst im Hauptverfahren wird die Frage und Absicherungsmaßnahmen machennoch nicht erkennbar. Der Reformwille geklärt, ob die von der EZB angekündig- vor dem Hintergrund ungelöster Pro-wird vom Widerstand der Bevölkerun- ten unbegrenzten Staatsanleihenkäufe bleme und einer sich abschwächenden Konjunktur durchaus Sinn.rendite verschiedener assetklassen in % Michael Beck DAX (€) 23,93 -8,21 -47,35 Nikkei 225 (Yen) 4,86 6,62 Rohöl ($) 48,45 Hang Seng ($) 7,96 -23,29 MSCI World (€) 11,03 -10,96 Dow Jones ($) 8,43 -3,64 STOXX 50 (€) 8,00 -34,08 7,45iBoxx (Anleihen Europa) (€) 29,79 3,25 REXP (Anleihen D) (€)  %-Veränderung Januar bis September 2012 36,41  %-Veränderung 2007– 2012 0,65 US-Dollar 10,61 -50,00 -40,00 -30,00 -20,00 -10,00 0,00 10,00 20,00 30,00 40,00 50,00 Quelle: ReutersWertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Entwicklungen. Die Indizes notieren in denjeweils angegebenen Währungen. Deren Renditen können daher auch aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen.
  4. 4. Inflationsindexierte Anleihen als Sicherheitsnetz.Wer hat Angst vor der bösen Inflation? Märchenhaft wäre es, wenn diese Bedenken rundheraus in dasReich der Fabeln verwiesen werden könnten. In der Tat scheint das Thema Inflation dieser Tage keineRelevanz zu haben.Die Inflationsraten bewegen sich auf Preise und Löhne setzen dann eine Ab- jedoch die Gefahr, dass die stark gestie-moderatem Niveau und dürften auch wärtsspirale in Gang, die letztendlich gene Geldmenge oder zumindest Teilein den nächsten Monaten kaum stei- auch Unternehmensgewinne in Mitlei- davon in den Realwirtschaftskreislaufgen. Dennoch macht sich angesichts denschaft geraten lässt und die Ar- gelangen und inflationssteigernd wir-massiver Geldschöpfungsmaßnahmen beitslosigkeit erhöht. Auch manche ken. Wann das allerdings sein wird,der westlichen Zentralbanken ein un- Staaten würden sich moderate Inflati- kann niemand genau vorhersehen. Alsgutes Gefühl breit. Denn nach alther- onsraten wünschen, da damit im Zeit- eine Art Versicherung gegen diese Ent-gebrachter volkswirtschaftlicher Dok- ablauf die Staatsverschuldung abgetra- wicklung können sogenannte „inflati-trin geht die Ausweitung einer gen werden könnte. Zurzeit gelangen onsindexierte Anleihen“ für die ZukunftGeldmenge automatisch mit steigen- die jüngst produzierten Geldberge al- eingesetzt werden. Leider bewegenden Inflationsraten einher. Doch in den lerdings nicht in den Realwirtschafts- sich die aktuellen Renditen hierfür teil-letzten Jahren hat sich dies nicht be- kreislauf, da die immensen Geldsum- weise im negativen Bereich. Künftigesstätigt. Das Beispiel Japan zeigt, dass men nur auf virtuellen Konten der Anlageziel ist es allerdings, mit demim 20-jährigen Kampf gegen Wirt- Banken beziehungsweise Zentralban- Erwerb von inflationsgeschützten An-schaftskrisen und die Deflation auch ken schlummern. Der Konsum und die leihen deren Kaufkraft durch eine di-mittels einer Nullzinspolitik und stän- Investitionen der Unternehmen bewe- rekte Bindung („Linker“) der Returnsdig steigender Geldversorgung durch gen sich auf niedrigem Niveau, so dass und des Nominalbetrages an die Infla-die Zentralbank keine Inflation herbei- kaum Preissteigerungspotential vor- tion während der gesamten Laufzeit zuzuzaubern ist. Denn manchmal ist eine herrscht. Erst wenn die Verschuldungs- sichern. Der reale Ertrag ist somit nachInflation durchaus erwünscht, zumin- probleme der westlichen Industriena- Fälligkeit der Anleihe gesichert. Was diedest, wenn sie sich in Grenzen hält. tionen in den Griff zu bekommen sind Anleihe nominal verdient, wird eben-Der „negative Bruder“ der Inflation, und die Weltkonjunktur wieder richtig falls endgültig erst nach der Endfällig-die „Deflation“ wird von Wirtschafts- anzieht, kann die Kreditnachfrage des keit feststehen.experten sehr viel mehr gefürchtet, als privaten und Unternehmenssektors Michael Beckmoderate Inflationsraten. Sinkende wieder massiv steigen. Dann bestehtjährliche inflationsrate seit 1992 in % 6,00 5,1 5,00  Inflationsrate D  Inflationsrate EU 4,4 4,00 3,2 3,2 3,1 3,1 3,00 2,6 2,7 2,5 2,4 2,5 2,3 2,3 2,4 2,2 2,2 2,1 2,0 2,1 2,0 2,0 2,0 2,1 1,9 1,9 2,00 1,7 1,6 1,6 1,7 1,5 1,5 1,5 1,4 1,4 1,1 1,2 1,1 1,0 0,9 0,9 1,00 0,8 0,4 0,00 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012e Quelle: bloomberg
  5. 5. Aktienengagements – Strategie oder Timing – zweiWege, ein Ziel!?Selten war es so schwierig wie in diesen Monaten, eine Anlageentscheidung zu treffen und diesedann auch mit einem guten Gefühl umzusetzen. Halte ich trotz kriselndem Euro an meiner Liquiditätfest? ­ ege ich in Tages-, Festgeld oder festverzinslichen Wertpapieren an, obwohl mir bewusst ist, Ldass ich den Wert meines Geldes damit nicht erhalten kann? Kaufe ich Fremdwährungen, um michgegen das mögliche Ende des Euros zu schützen? Oder halte ich mich an die Substanzwertdiskussionund kaufe Aktien?In vielen Gesprächen aus den letzten Anleger vor der nächsten Fragestel- bezeichnet, zu erkennen und dement-Monaten konnten wir erkennen, dass lung: Wann ist der richtige Zeitpunkt, sprechend zu handeln. Ein taktischauch bei eher vorsichtig agierenden die Aktien zu kaufen, und wann ist es geprägter Verkauf von einer Aktien-Kunden die Bereitschaft zugenommen sinnvoll, sie wieder zu verkaufen? ­ ndré A position steht demnach nicht im Wider-hat, Aktien zu kaufen oder Aktienbe- Kostolany sagte Anfang der 90er Jahre: spruch zu einer Langfriststrategie,stände aufzustocken. Die Gründe sind „Qualitätsaktien kaufen, Schlaftabletten sondern ergänzt diese. Natürlich solltevielfältig. Zwei Argumente sind immer nehmen und sich in einigen Jahren es nach dem kurzfristigen Verkauf daswieder zur Sprache gekommen: Wäh- nach dem Weckruf über satte Kursge- oberste Ziel sein, zu niedrigeren Kursenrend beispielsweise Anleihen von bo- winne freuen.“ Diese Strategie ist über wieder investieren zu können. Hiernitätsstarken DAX-Unternehmen mit Jahrzehnte erfolgreich gewesen und besteht dann durchaus ein Risiko, wenneiner Laufzeit von zirka 4 Jahren eine hat auch heute noch einen berechtig- die Aktienmärkte weiter haussierendurchschnittliche Rendite von zirka ten Einfluss auf langfristig orientierte und der Anleger seine Reinvestition1,1 Prozent p. a. aufweisen, liegt die Aktienanleger. Auf Basis der vergan- immer weiter verschieben muss. EineDividendenrendite von Aktien der genen 20 Jahre empfiehlt es sich aller- konsequente Vorgehensweise bei-Emittenten dieser Anleihen in den dings, Kostolanys Gedanken ein wenig spielsweise über den Einsatz von Kauf-letzten Jahren zwischen 3,0 Prozent zu modifizieren beziehungsweise zu und Verkaufslimiten sowie von Trai-und 3,5 Prozent p.  Außerdem ha- a. ergänzen. ling-Stop-Limiten zur Sicherung vonben diverse dieser Unternehmen seit Aktienpositionen spielt dabei eineihrer Gründung mehrere Kriege, Wäh- Aufgrund der sehr hohen Schwan- wichtige Rolle.rungsreformen und die unterschied- kungsintensitäten, die vor allem derlichsten Krisen überstanden. Ein Bei- Deutsche Aktienindex seit Mitte der Fazit: Um bei Kostolanys Wortwahl zuspiel für ein solches Unternehmen ist 90er Jahre aufweist, gab es einige Situ- bleiben, sollten die Schlaftabletten ge-die Siemens AG. Es gibt aber noch ationen, die durch Konjunktur-, Unter- gen eine Tageszeitung, viel Disziplinmehrere Aktien im Deutschen Aktien- nehmens- und Politiknachrichten sowie sowie eine gute Portion Bauchgefühlindex, für die dieses Beispiel aktuell exogene Schocks ausgelöst wurden, in getauscht werden, die dem Anleger alsauch gilt. Alternativlos sind Aktien denen sich der Aktienmarkt über meh- Orientierung dienen sollten. Die grund-dennoch nicht, denn die Schwan- rere Tage teilweise mit einem rasanten sätzlich langfristig ausgelegte Strategiekungsintensität und damit das Risiko Tempo in eine Richtung bewegte. Diese kann durch die oben beschriebenensind um ein Vielfaches höher als bei starken Kursbewegungen, bei denen taktischen Maßnahmen zur Renditever-Anleihen. Jeder Anleger sollte daher die Vermutung aufkommt, es könne besserung optimiert werden.genau überprüfen, ob er die aktien- sich um eine Übertreibung handeln, Andreas Rappspezifischen Risiken tragen kann. können aus kurzfristiger taktischer Sicht zum Ein- oder Ausstieg genutzt wer-Wenn eine grundsätzliche Entschei- den. Hier geht es für den Anleger da-dung für Aktien gefallen ist, steht der rum, das, was Kostolany als „Weckruf“
  6. 6. neues AGAPEDIA Kinder- & Familienzentrum in Esslingen.Im Jahr 1994 wurde die Idee der Verwirklichung einer Stiftung geboren. In Bescheidenheit wollte JürgenK­ linsmann nicht, dass seine Stiftung einfach nur seinen Namen trägt, nein: ein sinngebender Name musste her.Das lies sich die Mitgründerin Marika Barth mit ihren griechischen Wurzeln nicht zweimal sagen. AGAPEDIA:Agape – Liebe und Pedia – Kinder. Liebe zu Kindern, das macht Sinn. Das heißt, in die Zukunft investieren.Gesagt, getan, im April 1996 wurde ein vention noch nicht richtig helfen, denn und Firmen machten es möglich. Auchoffenes Kinderhaus für 6- bis 12-jährige hierfür gibt es kein Gesetz. Eine Finan- Ellwanger & Geiger unterstützt dasKinder eröffnet und 14 Jahre lang in der zierung von Jugendhilfe gibt es erst ab Projekt gerne aus der seit 1999 beste-Urbanstraße 30 in Esslingen betrieben. 14 Jahren, aber für eine Prävention ist henden Partnerschaft mit Agapedia.Mit Erfolg: 30 bis 60 Kinder besuchten es dann in vielen Fällen zu spät. Deshalb Stefan Barth von Agapedia5 Tage die Woche nach der Schule das gilt es, sich selbst zu organisieren, Pro- Spenden:Projekt, zirka 3.000 verschiedene Kin- jekte und Schutzräume für Kinder auf Bankhaus Ellwanger & Geiger KGder haben das Kinderhaus im Laufe der den Weg zu bringen oder vorhandene Bankleitzahl 600 302 00Jahre besucht, Gemeinschaft erlebt, Initiativen auszubauen. Aus privatem Konto 24 333 000Zuspruch und Ermutigung gefunden, Engagement, so wie Jürgen Klinsmann. www.agapedia.dedie eigenen Grenzen getestet, eigeneIdeen ausprobiert und sich an kreativen 18 Jahre später ist er wieder einmal in WEITERE INFORMATIONENAktivitäten wie Kinderzirkus, künstleri- Esslingen zu Besuch. Seine Stiftung vi- Bankhaus Ellwanger & Geiger KGschem Gestalten und ganz verschiede- briert immer noch. Die Geschäftsführer Börsenplatz 1, 70174 Stuttgartnen Workshops beteiligt. der Agapedia Tochterstiftungen sind Michael Beck auch da, aus Rumänien, Bulgarien und Leiter Portfolio Management Telefon 0711/2148-242Der zugrunde liegende Gedanke des der Republik Moldau. Es wird gefeiert, Telefax 0711/2148-250Projekts heißt Prävention: zuvorkom- denn nach fast zwei Jahren Sanierung Michael.Beck@privatbank.demen oder vorbeugen. Für die Kinder und Einrichtung eines alten Hand- Dieser Bericht wurde erstellt vomrechtzeitig da sein, ihnen zuhören und werksbetriebs mit einem wunderschö- Bankhaus Ellwanger & Geiger KGihnen sagen, dass sie etwas Besonderes nen großen Garten wurde in der Ulmer Verantwortlich: Dr. Volker Gerstenmaier, Mario Carolisind, und zu erkennen, dass Fähigkeiten S ­traße  29/2 in Esslingen das neue Redaktion: Michael Beck, Helmut Kurz,in ihnen schlummern, die es herauszu- Agapedia Kinder- und Familienzentrum A ­ ndreas Rapp, Stefan Barth von Agapedialocken gilt, bevor sie sich als Jugendli- eröffnet. Viele Kinder, Eltern und alte Stand: Oktober 2012che ein falsches Selbstwertgefühl über Freunde und Wegbegleiter waren ge- Die Darstellungen geben die aktuellen Mei-Gewalt, Drogenkonsum oder Kriminali- kommen und haben mitgefeiert. Rund nungen und Einschätzungen zum Zeitpunkttät aneignen. Kinder zwischen 6 und 12 1,3 Millionen Euro wurden in das neue der Erstellung dieses Dokuments wieder. Sie können ohne Vorankündigung angepasstJahren sind wunderbar und offen und Projekt investiert, ganz ohne öffentliche oder geändert werden. Die enthaltenen Infor- mationen wurden sorgfältig geprüft undman kann ihren Frustrationen rechtzei- Zuschüsse. Echtes zivilgesellschaftliches zusammengestellt. Eine Gewähr für Richtigkeittig begegnen, wenn man will. Der Staat Engagement, viel Ehrenamt und eine tol- und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden. Die Informationen sind keine Anlage-kann in dieser Altersgruppe durch Prä- le Unterstützung von anderen Stiftungen beratung, Empfehlung oder Finanzanalyse. Für individuelle Anlageempfehlungen und umfassende Beratungen stehen Ihnen die Be- rater unseres Hauses gerne zur Verfügung. Angaben zur steuerlichen Situation sind nur allgemeiner Art. Für eine individuelle Beur- teilung der für Sie steuerlich relevanten Aspek- te und ggf. abweichende Bewertungen sollten Sie Ihren Steuerberater hinzuziehen.
Wertent- wicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Entwick- lungen.
Finanzinstrumente oder Indizes kön- nen in Fremdwährungen notiert sein. Deren Renditen können daher auch aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Die Urheberrechte für die gesamte inhaltliche und graphische Gestaltung liegen beim He- rausgeber und dürfen gerne, jedoch nur mit schriftlicher Genehmigung, verwendet werden.

×