VO Einführung in die Methoden der Kultur- und Sozialanthropologie   6.Einheit Methoden der Datenerhebung und Arten von Daten: Einführung und Überblick
Qualitative Qualitätskriterien Transparenz und Nachvollziehbarkeit   Dies meint den  Forschungsprozess explizit zu machen , die einzelnen Schritte und zentralen Entscheidungen zu verdeutlichen.  Prozesshaftigkeit und Offenheit   Ein zentrales Kriterium qualitativer Forschungsprozesse ist der nicht im Vorfeld festgelegte Forschungsablauf, sondern die offene Prozesshaftigkeit der Forschung in Auseinandersetzung mit dem untersuchten Feld. Offenheit bezieht sich allerdings nicht nur auf den Forschungsprozess, sondern auch auf die Ergebnisoffenheit Theorie und Hypothesen entwickelnder Forschung.  Flexibilität   Aus diesen beiden Kriterien ergibt sich die Notwendigkeit der Flexibilität im Rahmen qualitativer Sozialforschung im Sinne einer  permanenten Anpassung  an neue bzw. veränderte Bedingungen und Erkenntnisse.  Kommunikation als Basis   Im Rahmen qualitativer, insbesondere ethnographischer Forschung werden das Ausmaß und die Intensität der  kommunikativen Beziehung zum untersuchten Feld  zu einem zentralen Qualitätskriterium. Diese kommunikative Beziehung kann im Sinne einer kommunikativen Validierung auch zu einer Überprüfung der Ergebnisse durch die Untersuchten vor Ort führen.  Authentizität   wurde mit den Äußerungen der Untersuchten und deren Wertstrukturen sorgfältig umgegangen, wurden die multiplen Konstruktionen der Untersuchten angemessen erhoben, und diese kommunikativ validiert.
Qualitative Qualitätskriterien Triangulation   Der Einsatz verschiedener Methoden, Theorien und Daten wurde lange Zeit als ein  Kriterium zur Erhöhung der Gültigkeit  (Validität) betrachtet. Dabei ging man davon aus, dass Daten die mittels verschiedner Methoden (z.B. quantitativer Fragebogen, teilnehmende Beobachtung) erhoben wurden und auf die gleichen Phänomene und Besonderheiten verweisen, besonders gültig seien. Eine andere Auffassung, die insbesondere auch für die ethnographische Feldforschung relevant ist, geht im Gegensatz dazu davon aus, dass Triangulation zu einer  breiteren Dokumentation  und zu einem  umfassenderen Verständnis  des Untersuchungsgegenstandes führt.  Plausibilität   Plausibilität wird in der qualitativen Sozialforschung im Sinne einer  intersubjektiven Nachvollziehbarkeit des Forschungsprozesses  und der daraus folgenden Bewertung der Ergebnisse verstanden. Dies steht im Gegensatz zu einer Überprüfbarkeit und Replizierbarkeit quantitativer Untersuchungen und trägt dem Umstand Rechnung, dass eine identische Wiederholung einer Untersuchung wegen der begrenzten Standardisierbarkeit qualitativer Forschungsvorhaben nicht möglich ist.  Gegenstandsangemessenheit   Das Kriterium der Gegenstandsangemessenheit bezieht sich nicht nur auf die Datenerhebung und die Methodenauswahl, sondern auf den gesamten Forschungsprozess und besagt, dass Forschungsprozesse insbesondere dann qualitätsvoll sind, wenn sie sich auf eine angemessene und verständnisorientierte Art und Weise dem Feld annähern.  Limitation   Unter Limitation versteht man die Notwendigkeit die  Grenzen der Aussagen  anzugeben, die in Forschungsberichte Eingang finden. Es geht also darum, den  Geltungsbereich  und das Ausmaß der Verallgemeinerbarkeit von Aussagen, Hypothesen und Theorien explizit zu machen.
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Begriffe Methoden Daten
„ Methode“ „Methodik“ „Methodologie“ Methoden der Datenerhebung Analysemethoden Methodik : Gesamtheit der Techniken der wissenschaftlichen Vorgehensweisen Methodologie:  ist die  Lehre von den  wissenschaftlichen Methoden . Kriterien, welche Methode für eine bestimmte Anwendung geeignet ist warum eine bestimmte Methode angewandt werden muss wieso eine bestimmte Methode angewendet wird und keine andere. Methodologie  wird auch unpräzise für „Methodik“ gebraucht ( Die vorliegende Studie bedient sich folgender Methodologie…)   Diese Unterscheidung existiert im Englischen nicht
Kernbereich eines Forschungsprojektes besteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Begriffe strukturiert Methoden offen quantitativ Daten qualitativ
Methoden der Datenerhebung Welche gibt es? Was kann tun um zu Daten zu kommen?
 
Methoden der Datenerhebung Spezifische Anwendungen und Weiterentwicklungen von Alltagsstrategien Befragen Beobachten Teilnehmen    teilnehmende Beobachtung Fotografieren Filmen Zeichnen (Be-)Schreiben Experimentieren Testen Sammeln von Objekten/Artefakten Lesen
Methoden im Rahmen der Feldforschung Feldforschung  Befragen Beobachten Teilnehmen    teilnehmende Beobachtung Fotografieren Filmen Zeichnen (Be-)Schreiben Experimentieren Testen Sammeln von Objekten/Artefakten Lesen
Methoden der in-Beziehung-Setzung zum Feld Dauer  Intensität im natürlichen Feld/schaffen eines künstlichen Kontextes
Methoden der in-Beziehung-Setzung zum Feld Welche gibt es? Was kann tun um zu Daten zu kommen? Spezifische Anwendungen und Weiterentwicklungen von Alltagsstrategien   Dauer/Intensität  Natürlich/Künstlich Befragen Beobachten Teilnehmen Fotografieren Filmen Zeichnen (Be-)Schreiben Experimentieren Testen
Non-Reaktive Verfahren Methoden der Nicht-In-Beziehungsetzung Verfahren bei denen Forscher und Betroffene nicht Kontakt treten Der Forscher beeinflusst nicht das Verhalten anderer Physische Spuren Schilder, Wegweiser Archive, Verzeichnisse Statistiken Einzeldokumente reine Beobachtung Lesen
Daten Was sind Daten? Im Allgemeinen " aus Messungen, Beobachtungen und Ähnlichem gewonnene Angaben und Informationen ."  Daten sind kein "Ding an sich", sondern entstehen erst als dokumentierte (z.B. verschriftlichte) Beobachtungs-leistung.
Primär-/Sekundärdaten bereits vorliegende oder von anderen erhoben Daten  die einer (Sekundär-) Analyse unterzogen werden.  Dazu gehören z.B.: Dokumente, Akten, Artefakte, Tagebücher, historische Quellen Teilbereiche unterschiedlicher Medien, wie Zeitungen, Fernsehen, Filme, aber auch das Internet, aber auch vorliegende Daten aus anderen wissenschaftlichen Untersuchungen, die einer Re-Analyse unterzogen werden können.
Die Befragung Was ist eine Befragung? Grundlage einer Befragung ist mittels  sprachlicher   Interventionen  (mündlich bzw. schriftlich)  Reaktionen bei den Interviewten  auszulösen, mit dem Ziel, bestimmte  inhaltlich thematische Angaben und Informationen  zu gewinnen. Welche Formen gibt es?
Wie können Arten von Befragungen unterschieden werden?   Zentrale Dimensionen, die diesen verschiedenen Befragungsarten zu Grunde liegen sind: Art und Ausmaß der  Standardisierung Stil der Kommunikation   Einzel- vs. Gruppeninterview /-diskussion Form und Medium  der Kommunikation Zielsetzung  des Interviews
Standardisierung nichtstrukturierte teilstrukturierte vollstrukturierte Interviews
Art der Fragen bei standardisierten Erhebungen offen geschlossen halboffen  ("Sonstiges, bitte angeben _____")
Ziel  der Frage Einstellungs- und Meinungsfragen erwünscht/unerwünscht  lehne ab/stimme zu  gut/schlecht  sollte/sollte nicht richtig/falsch  wahr/falsch  Verhaltensfragen nie/selten/gelegentlich/oft/immer  nicht/wenig/mittelmäßig/ziemlich/sehr  Wissensfragen  Fragen nach Eigenschaften
Die „10 Gebote“ der Frageformulierung bei der Fragebogenkonstruktion 1. Du sollst einfache, unzweideutige Begriffe verwenden, die von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden! 2. Du sollst lange und komplexe Fragen vermeiden! 3. Du sollst hypothetische Fragen vermeiden! 4. Du sollst doppelte Stimuli und Verneinungen vermeiden! 5. Du sollst Unterstellungen und suggestive Fragen vermeiden! 6. Du sollst Fragen vermeiden, die auf Informationen abzielen, über die viele Befragte mutmaßlich nicht verfügen! 7. Du sollst Fragen mit eindeutigem zeitlichen Bezug verwenden! 8. Du sollst Antwortkategorien verwenden, die erschöpfend und disjunkt (überschneidungsfrei) sind! 9. Du sollst sicherstellen, daß der Kontext einer Frage sich nicht auf deren Beantwortung auswirkt! 10. Du sollst unklare Begriffe definieren!
Zweck der Fragen Trichterfragen Von allgemeinem Inhalt zu besonderen Fragestellungen Bsp: Was halten Sie prinzipiell von Weihnachtsdekoration?  Tunnelfragen   Von ganz konkretem Inhalt zu allgemeineren Aspekten Filterfragen Fragebatterien Sollen gemeinsame Zieldimension messen, wenn einzelne Frage nicht ausreichend ist. Bsp.: Überzeugungskraft „ Klarheit“, „Glaubwürdigkeit“ oder „vertrauenswürdig“, Stringenz der Argumentation, Ansprechend … Paarvergleichsfragen Paarvergleich vs. Skalierung Ein Vergleichstest, bei dem den Probanden die zu bewertenden Aspekte paarweise vorgelegt werden, verbunden mit der Aufforderung, sich jeweils entlag bestimmter Dimensionen (z.B. Schönheit) für eine der beiden Alternativen zu entscheiden.  Kontrollfragen zur Überprüfung und Absicherung bereits vorher im.  Fragebogen  gewonnener Informationen.

Vo6 2010neu

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    VO Einführung indie Methoden der Kultur- und Sozialanthropologie 6.Einheit Methoden der Datenerhebung und Arten von Daten: Einführung und Überblick
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    Qualitative Qualitätskriterien Transparenzund Nachvollziehbarkeit Dies meint den Forschungsprozess explizit zu machen , die einzelnen Schritte und zentralen Entscheidungen zu verdeutlichen. Prozesshaftigkeit und Offenheit Ein zentrales Kriterium qualitativer Forschungsprozesse ist der nicht im Vorfeld festgelegte Forschungsablauf, sondern die offene Prozesshaftigkeit der Forschung in Auseinandersetzung mit dem untersuchten Feld. Offenheit bezieht sich allerdings nicht nur auf den Forschungsprozess, sondern auch auf die Ergebnisoffenheit Theorie und Hypothesen entwickelnder Forschung. Flexibilität Aus diesen beiden Kriterien ergibt sich die Notwendigkeit der Flexibilität im Rahmen qualitativer Sozialforschung im Sinne einer permanenten Anpassung an neue bzw. veränderte Bedingungen und Erkenntnisse. Kommunikation als Basis Im Rahmen qualitativer, insbesondere ethnographischer Forschung werden das Ausmaß und die Intensität der kommunikativen Beziehung zum untersuchten Feld zu einem zentralen Qualitätskriterium. Diese kommunikative Beziehung kann im Sinne einer kommunikativen Validierung auch zu einer Überprüfung der Ergebnisse durch die Untersuchten vor Ort führen. Authentizität wurde mit den Äußerungen der Untersuchten und deren Wertstrukturen sorgfältig umgegangen, wurden die multiplen Konstruktionen der Untersuchten angemessen erhoben, und diese kommunikativ validiert.
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    Qualitative Qualitätskriterien Triangulation Der Einsatz verschiedener Methoden, Theorien und Daten wurde lange Zeit als ein Kriterium zur Erhöhung der Gültigkeit (Validität) betrachtet. Dabei ging man davon aus, dass Daten die mittels verschiedner Methoden (z.B. quantitativer Fragebogen, teilnehmende Beobachtung) erhoben wurden und auf die gleichen Phänomene und Besonderheiten verweisen, besonders gültig seien. Eine andere Auffassung, die insbesondere auch für die ethnographische Feldforschung relevant ist, geht im Gegensatz dazu davon aus, dass Triangulation zu einer breiteren Dokumentation und zu einem umfassenderen Verständnis des Untersuchungsgegenstandes führt. Plausibilität Plausibilität wird in der qualitativen Sozialforschung im Sinne einer intersubjektiven Nachvollziehbarkeit des Forschungsprozesses und der daraus folgenden Bewertung der Ergebnisse verstanden. Dies steht im Gegensatz zu einer Überprüfbarkeit und Replizierbarkeit quantitativer Untersuchungen und trägt dem Umstand Rechnung, dass eine identische Wiederholung einer Untersuchung wegen der begrenzten Standardisierbarkeit qualitativer Forschungsvorhaben nicht möglich ist. Gegenstandsangemessenheit Das Kriterium der Gegenstandsangemessenheit bezieht sich nicht nur auf die Datenerhebung und die Methodenauswahl, sondern auf den gesamten Forschungsprozess und besagt, dass Forschungsprozesse insbesondere dann qualitätsvoll sind, wenn sie sich auf eine angemessene und verständnisorientierte Art und Weise dem Feld annähern. Limitation Unter Limitation versteht man die Notwendigkeit die Grenzen der Aussagen anzugeben, die in Forschungsberichte Eingang finden. Es geht also darum, den Geltungsbereich und das Ausmaß der Verallgemeinerbarkeit von Aussagen, Hypothesen und Theorien explizit zu machen.
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    Kernbereich eines Forschungsprojektesbesteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Begriffe Methoden Daten
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    „ Methode“ „Methodik“„Methodologie“ Methoden der Datenerhebung Analysemethoden Methodik : Gesamtheit der Techniken der wissenschaftlichen Vorgehensweisen Methodologie: ist die Lehre von den wissenschaftlichen Methoden . Kriterien, welche Methode für eine bestimmte Anwendung geeignet ist warum eine bestimmte Methode angewandt werden muss wieso eine bestimmte Methode angewendet wird und keine andere. Methodologie wird auch unpräzise für „Methodik“ gebraucht ( Die vorliegende Studie bedient sich folgender Methodologie…) Diese Unterscheidung existiert im Englischen nicht
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    Kernbereich eines Forschungsprojektesbesteht in der In-Beziehungsetzung von Theorien Begriffe strukturiert Methoden offen quantitativ Daten qualitativ
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    Methoden der DatenerhebungWelche gibt es? Was kann tun um zu Daten zu kommen?
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    Methoden der DatenerhebungSpezifische Anwendungen und Weiterentwicklungen von Alltagsstrategien Befragen Beobachten Teilnehmen  teilnehmende Beobachtung Fotografieren Filmen Zeichnen (Be-)Schreiben Experimentieren Testen Sammeln von Objekten/Artefakten Lesen
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    Methoden im Rahmender Feldforschung Feldforschung Befragen Beobachten Teilnehmen  teilnehmende Beobachtung Fotografieren Filmen Zeichnen (Be-)Schreiben Experimentieren Testen Sammeln von Objekten/Artefakten Lesen
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    Methoden der in-Beziehung-Setzungzum Feld Dauer Intensität im natürlichen Feld/schaffen eines künstlichen Kontextes
  • 12.
    Methoden der in-Beziehung-Setzungzum Feld Welche gibt es? Was kann tun um zu Daten zu kommen? Spezifische Anwendungen und Weiterentwicklungen von Alltagsstrategien Dauer/Intensität Natürlich/Künstlich Befragen Beobachten Teilnehmen Fotografieren Filmen Zeichnen (Be-)Schreiben Experimentieren Testen
  • 13.
    Non-Reaktive Verfahren Methodender Nicht-In-Beziehungsetzung Verfahren bei denen Forscher und Betroffene nicht Kontakt treten Der Forscher beeinflusst nicht das Verhalten anderer Physische Spuren Schilder, Wegweiser Archive, Verzeichnisse Statistiken Einzeldokumente reine Beobachtung Lesen
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    Daten Was sindDaten? Im Allgemeinen " aus Messungen, Beobachtungen und Ähnlichem gewonnene Angaben und Informationen ." Daten sind kein "Ding an sich", sondern entstehen erst als dokumentierte (z.B. verschriftlichte) Beobachtungs-leistung.
  • 15.
    Primär-/Sekundärdaten bereits vorliegendeoder von anderen erhoben Daten die einer (Sekundär-) Analyse unterzogen werden. Dazu gehören z.B.: Dokumente, Akten, Artefakte, Tagebücher, historische Quellen Teilbereiche unterschiedlicher Medien, wie Zeitungen, Fernsehen, Filme, aber auch das Internet, aber auch vorliegende Daten aus anderen wissenschaftlichen Untersuchungen, die einer Re-Analyse unterzogen werden können.
  • 16.
    Die Befragung Wasist eine Befragung? Grundlage einer Befragung ist mittels sprachlicher Interventionen (mündlich bzw. schriftlich) Reaktionen bei den Interviewten auszulösen, mit dem Ziel, bestimmte inhaltlich thematische Angaben und Informationen zu gewinnen. Welche Formen gibt es?
  • 17.
    Wie können Artenvon Befragungen unterschieden werden? Zentrale Dimensionen, die diesen verschiedenen Befragungsarten zu Grunde liegen sind: Art und Ausmaß der Standardisierung Stil der Kommunikation Einzel- vs. Gruppeninterview /-diskussion Form und Medium der Kommunikation Zielsetzung des Interviews
  • 18.
  • 19.
    Art der Fragenbei standardisierten Erhebungen offen geschlossen halboffen ("Sonstiges, bitte angeben _____")
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    Ziel derFrage Einstellungs- und Meinungsfragen erwünscht/unerwünscht lehne ab/stimme zu gut/schlecht sollte/sollte nicht richtig/falsch wahr/falsch Verhaltensfragen nie/selten/gelegentlich/oft/immer nicht/wenig/mittelmäßig/ziemlich/sehr Wissensfragen Fragen nach Eigenschaften
  • 21.
    Die „10 Gebote“der Frageformulierung bei der Fragebogenkonstruktion 1. Du sollst einfache, unzweideutige Begriffe verwenden, die von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden! 2. Du sollst lange und komplexe Fragen vermeiden! 3. Du sollst hypothetische Fragen vermeiden! 4. Du sollst doppelte Stimuli und Verneinungen vermeiden! 5. Du sollst Unterstellungen und suggestive Fragen vermeiden! 6. Du sollst Fragen vermeiden, die auf Informationen abzielen, über die viele Befragte mutmaßlich nicht verfügen! 7. Du sollst Fragen mit eindeutigem zeitlichen Bezug verwenden! 8. Du sollst Antwortkategorien verwenden, die erschöpfend und disjunkt (überschneidungsfrei) sind! 9. Du sollst sicherstellen, daß der Kontext einer Frage sich nicht auf deren Beantwortung auswirkt! 10. Du sollst unklare Begriffe definieren!
  • 22.
    Zweck der FragenTrichterfragen Von allgemeinem Inhalt zu besonderen Fragestellungen Bsp: Was halten Sie prinzipiell von Weihnachtsdekoration? Tunnelfragen Von ganz konkretem Inhalt zu allgemeineren Aspekten Filterfragen Fragebatterien Sollen gemeinsame Zieldimension messen, wenn einzelne Frage nicht ausreichend ist. Bsp.: Überzeugungskraft „ Klarheit“, „Glaubwürdigkeit“ oder „vertrauenswürdig“, Stringenz der Argumentation, Ansprechend … Paarvergleichsfragen Paarvergleich vs. Skalierung Ein Vergleichstest, bei dem den Probanden die zu bewertenden Aspekte paarweise vorgelegt werden, verbunden mit der Aufforderung, sich jeweils entlag bestimmter Dimensionen (z.B. Schönheit) für eine der beiden Alternativen zu entscheiden. Kontrollfragen zur Überprüfung und Absicherung bereits vorher im. Fragebogen gewonnener Informationen.

Hinweis der Redaktion

  • #2 Begrüßung Woher? Semester? Alle KSA? Geschichte? Methoden? Was sind Methoden der KSA?? Wozu gibt es die/woazu braucht man Methoden?? Welche gibt es?? 2 Probleme Nicht wirklich weiss was KSA iast … Methoden? Ziel der Einheit: Organisation und Überblick?? Lernplattform?
  • #23 Ein Beispiel ist die Nutzung von MMS. Eine mögliche Trichterfrage wäre, ob die Person ein Handy besitzt, wenn ja, vielleicht welcher Anbieter und letztendlich, ob damit SMS oder MMS versandt werden. Erst dann ist die Testperson in der Lage, verwertbare Daten zu liefern. Filterfragen werden ähnlich eingesetzt, nur werden durch sie Testpersonen in Kategorien eingeteilt, wie zB "o2 Kunden, vodafone Kunden, eplus Kunden", wo in separaten Frageblöcken mehr spezifische Details erfragt werden können. Filter- und Trichterfragen machen den Aufbau eines Fragebogens kompliziert, da Teile übersprungen werden müssen und vielleicht ganz andere Voraussetzungen gelten, die Fehleranfällig sind (z.B. neue Seiten zücken etc.)