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Transparenz und Vertrauen
                    statt Paranoia
                    Flexible Lösungswege für datenschutzkonforme Moodle-Verfahren

                    Workshop auf der moodle 07 am 29.3.2007

                    Computer- und Medienservice | Multimedia Lehr- und Lernzentrum
                    Andreas Vollmer | Christian Grune




Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen


              Ziele des Workshops

                         1. Verständigung über Vorschlag (Ergänzungen, Praktikabilität....)

                         2. Sammlung von Anforderungen und Abgrenzung der Aufgaben

                         3. Verständigung über weiteres Vorgehen/Bildung einer
                         Arbeitsgruppe

              ...mögliches Follow-up

                         Ausarbeitung eines Pflichtenhefts/SRS (Arbeitsform?)

                         Auftragsvergabe
Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen

              Vorüberlegungen zur Diskussion
                     Diskussion über Datenschutzgesetze an sich ist nicht sinnvoll.
                     Lokale Anpassungen und Veränderungen sind auf Dauer schwer zu
                     warten, unrentabel und unrealistisch.
                     Eine Änderung der vorhandenen und guten Standardfunktionalität in
                     Moodle ist schwer zu vermitteln und nicht wünschenswert.
                     Eine Lösung muss gemeinsam von einer möglichst großen
                     Interessengemeinschaft, z.B. der deutschsprachigen Moodle-
                     Community, getragen und ggf. auch gewartet werden.
                     Ein nachhaltiges Konzept muss entsprechend möglichst flexibel sein
                     und viele Ansprüche abdecken können.

Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen


              Problem: Flexibilität des rechtlichen Rahmens

                         unterschiedliche Interpretation und Bewertung durch die
                         Bundesländer

                         unterschiedliche Geltungsbereiche je nach Anbieter (öffentlich,
                         privatwirtschaftlich)

                         fallbezogene Abwägung unterschiedlicher Rechtsbereiche (Schule,
                         Studium, Weiterbildung)




Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen


              Lösungsebenen

                         Sensibilisierung und (selbst-)verantwortlicher Umgang durch die
                         Nutzer
                           + Akzeptanz

                         lokale Anpassung durch den jeweiligen Betreiber
                            + eigene Rechtsauffassung, eigene Policy

                         globale Konfigurationsmöglichkeiten des Produkts
                            + systemische Konformität zu (EU-)Anforderungen



Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen



              Der Vorschlag

                     2-stufiges Prinzip: Admins konfigurieren, Nutzer geben frei


                     Ziel: möglichst viele Szenarien korrekt umsetzen




Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen
         Stufe 1: Admins konfigurieren ihre Moodle-Installation
                System-Admins definieren zentral die Verhaltensweise für die Installation
                in ihrer Einrichtung nach deren Leitlinien:

                – generelle Option: Einschränkung der Logs/Trackingdaten aktivieren
                  ja/nein

                – Konfiguration der Tracking/Log-Informationen, die einbezogen werden
                sollen

                – evtl. vordefinierte Optionen für bestimmte Funktionen (Profil,
                Teilnehmerliste, Aktivitätsübersichten, Module)

                – Basis-Voreinstellung: restriktiv (Nutzer geben frei) vs. offen (Nutzer
                schalten ab)
Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen
         Stufe 2: Nutzer geben kursweise Informationen frei
                Nutzer (Kursteilnehmer) haben pro Kurs die Wahl, Einsicht in ihre
                Nutzungsdaten zuzulassen bzw. zu sperren und können ihren jeweiligen
                Status einsehen:

                – Anzeige von Tracking- und Statistikdaten

                – Ort: persönliches Profil

                – Optionen: hinreichende Einfachheit statt kontraproduktive Komplexität

                – Nutzerinformation: jederzeit Übersicht wo was freigeschaltet ist und was
                das bedeutet



Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen


              Ziele des Workshops

                         1. Verständigung über Vorschlag (Ergänzungen, Praktikabilität....)

                         2. Sammlung von Anforderungen und Abgrenzung der Aufgaben

                         3. Verständigung über weiteres Vorgehen/Bildung einer
                         Arbeitsgruppe

              ...mögliches Follow-up

                         Ausarbeitung eines Pflichtenhefts/SRS (Arbeitsform?)

                         Auftragsvergabe
Freitag, 24. Juli 2009
Transparenz und Vertrauen
                    statt Paranoia
                    Flexible Lösungswege für datenschutzkonforme Moodle-Verfahren

                    Workshop auf der moodle 07 am 29.3.2007

                    Computer- und Medienservice | Multimedia Lehr- und Lernzentrum
                    Andreas Vollmer | Christian Grune




Freitag, 24. Juli 2009

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Transparenz statt Paranoia - Datenschutz in Moodle

  • 1. Transparenz und Vertrauen statt Paranoia Flexible Lösungswege für datenschutzkonforme Moodle-Verfahren Workshop auf der moodle 07 am 29.3.2007 Computer- und Medienservice | Multimedia Lehr- und Lernzentrum Andreas Vollmer | Christian Grune Freitag, 24. Juli 2009
  • 2. Transparenz und Vertrauen Ziele des Workshops 1. Verständigung über Vorschlag (Ergänzungen, Praktikabilität....) 2. Sammlung von Anforderungen und Abgrenzung der Aufgaben 3. Verständigung über weiteres Vorgehen/Bildung einer Arbeitsgruppe ...mögliches Follow-up Ausarbeitung eines Pflichtenhefts/SRS (Arbeitsform?) Auftragsvergabe Freitag, 24. Juli 2009
  • 3. Transparenz und Vertrauen Vorüberlegungen zur Diskussion Diskussion über Datenschutzgesetze an sich ist nicht sinnvoll. Lokale Anpassungen und Veränderungen sind auf Dauer schwer zu warten, unrentabel und unrealistisch. Eine Änderung der vorhandenen und guten Standardfunktionalität in Moodle ist schwer zu vermitteln und nicht wünschenswert. Eine Lösung muss gemeinsam von einer möglichst großen Interessengemeinschaft, z.B. der deutschsprachigen Moodle- Community, getragen und ggf. auch gewartet werden. Ein nachhaltiges Konzept muss entsprechend möglichst flexibel sein und viele Ansprüche abdecken können. Freitag, 24. Juli 2009
  • 4. Transparenz und Vertrauen Problem: Flexibilität des rechtlichen Rahmens unterschiedliche Interpretation und Bewertung durch die Bundesländer unterschiedliche Geltungsbereiche je nach Anbieter (öffentlich, privatwirtschaftlich) fallbezogene Abwägung unterschiedlicher Rechtsbereiche (Schule, Studium, Weiterbildung) Freitag, 24. Juli 2009
  • 5. Transparenz und Vertrauen Lösungsebenen Sensibilisierung und (selbst-)verantwortlicher Umgang durch die Nutzer + Akzeptanz lokale Anpassung durch den jeweiligen Betreiber + eigene Rechtsauffassung, eigene Policy globale Konfigurationsmöglichkeiten des Produkts + systemische Konformität zu (EU-)Anforderungen Freitag, 24. Juli 2009
  • 6. Transparenz und Vertrauen Der Vorschlag 2-stufiges Prinzip: Admins konfigurieren, Nutzer geben frei Ziel: möglichst viele Szenarien korrekt umsetzen Freitag, 24. Juli 2009
  • 7. Transparenz und Vertrauen Stufe 1: Admins konfigurieren ihre Moodle-Installation System-Admins definieren zentral die Verhaltensweise für die Installation in ihrer Einrichtung nach deren Leitlinien: – generelle Option: Einschränkung der Logs/Trackingdaten aktivieren ja/nein – Konfiguration der Tracking/Log-Informationen, die einbezogen werden sollen – evtl. vordefinierte Optionen für bestimmte Funktionen (Profil, Teilnehmerliste, Aktivitätsübersichten, Module) – Basis-Voreinstellung: restriktiv (Nutzer geben frei) vs. offen (Nutzer schalten ab) Freitag, 24. Juli 2009
  • 8. Transparenz und Vertrauen Stufe 2: Nutzer geben kursweise Informationen frei Nutzer (Kursteilnehmer) haben pro Kurs die Wahl, Einsicht in ihre Nutzungsdaten zuzulassen bzw. zu sperren und können ihren jeweiligen Status einsehen: – Anzeige von Tracking- und Statistikdaten – Ort: persönliches Profil – Optionen: hinreichende Einfachheit statt kontraproduktive Komplexität – Nutzerinformation: jederzeit Übersicht wo was freigeschaltet ist und was das bedeutet Freitag, 24. Juli 2009
  • 9. Transparenz und Vertrauen Ziele des Workshops 1. Verständigung über Vorschlag (Ergänzungen, Praktikabilität....) 2. Sammlung von Anforderungen und Abgrenzung der Aufgaben 3. Verständigung über weiteres Vorgehen/Bildung einer Arbeitsgruppe ...mögliches Follow-up Ausarbeitung eines Pflichtenhefts/SRS (Arbeitsform?) Auftragsvergabe Freitag, 24. Juli 2009
  • 10. Transparenz und Vertrauen statt Paranoia Flexible Lösungswege für datenschutzkonforme Moodle-Verfahren Workshop auf der moodle 07 am 29.3.2007 Computer- und Medienservice | Multimedia Lehr- und Lernzentrum Andreas Vollmer | Christian Grune Freitag, 24. Juli 2009