MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation




Andreas Hebbel-Seeger



Serious Games –
Eine (kurze)
Einführung

3. MiniPosium: Spielraum für
Kreatives Handeln
Hamburg, 1. Dezember 2012
MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation




Serious Games – Was ist das?


„Serious games are concerned with the use of games and gaming technology for
purposes other than mere entertainment or “fun”. Such purposes include education,
training, health, etc.”
(Susi et al., 2007, S. 7)




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Was lernen Spieler mit Serious Games?


„Zunächst einmal lernen Spieler beim Spielen immer etwas über das Spiel selbst. Neben
den expliziten und impliziten Regeln des Spiels erwerben die Spieler spielspezifische
Fähigkeiten. Durch regelmäßiges Spielen wird man schlichtweg ein besserer Spieler (Juul,
2005).“
(Breuer, 2010, S. 13)

Darüber hinaus ist der Erwerb von transferierbarem Fakten- und Handlungswissen möglich.




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                  Beispiele für (digitale) Serious Games




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                                                        Drill & Practice: LolliPop Deutsch und Mathematik
                                                        (http://www.cornelsen.de)




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Beispiele für (digitale) Serious Games


Planspiel: Sharkworld
(http://www.sharkworldgame.com)




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Beispiele für (digitale) Serious Games


Simulation: E-törn
(www.e-törn.de)




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Beispiele für (digitale) Serious Games


Virtual Reality: A slower speed of light
(http://gamelab.mit.edu/games/a-slower-speed-of-light)




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Beispiele für (digitale) Serious Games


Edu-Shooter: Remission
(http://www.re-mission.net)




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Beispiele für (digitale) Serious Games


Shooter: Americas Army
(www.americasarmy.com)




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Welche Effekte haben Serious Games?


Kognitive Effekte im Sinne einer Wissensaneignung
Emotionale Effekte im Sinne von Einstellungen gegenüber den (Lern-)Inhalten
Affektive Effekte im Sinne einer impliziten Verhaltensänderung




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Was spricht für den Einsatz von Serious Games?


Motivationaler Aspekt
Vom Lerner in einer isolierten Betrachtung zunächst vielleicht als unattraktiv
wahrgenommene Lerninhalte, lassen sich im Kontext eines komplexen
Spielgeschehens positiv aufladen, indem ihnen eine Funktion für den Fortgang der
Spielhandlung zugedacht wird.




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Was spricht für den Einsatz von Serious Games?


Lerntheoretischer Aspekt
Konstruktivistische Lerntheorien betonen die Notwendigkeit einer Einbettung von
Wissensinhalten in den jeweiligen Anwendungskontext, um der Entstehung von
„trägem“ Wissen vorzubeugen.




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Was spricht für den Einsatz von Serious Games?


Didaktisch-methodischer Aspekt
Die lernrelevanten Elemente von Konstruktion, Kommunikation und Kollaboration
lassen sich in Serious Games zu einem idealtypischen Lerngeflecht zusammenführen.




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Was spricht für den Einsatz von Serious Games?


Pragmatischer Aspekt
Insbesondere prozedurales Wissen in sehr komplexen und/oder gefährlichen
Anwendungsfeldern lässt sich häufig nicht oder nur mit sehr hohen Aufwänden in der
Realität erwerben.




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Kritische Betrachtung von Serious Games


Das Lernen wird zu einem Nebenprodukt und die Auseinandersetzung mit den
Lerninhalten allenfalls billigend in Kauf genommen.
„In der Regel dürfte … die Aussicht, durch das Spielen etwas zu lernen, motivational für die
Nutzer/innen keine Relevanz besitzen, weil die Unterhaltung im Mittelpunkt steht.“
(Klimmt, 2006, S. 31)




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Kritische Betrachtung von Serious Games


„It is clearly not the case that all individuals find computer games-based learning to be
motivational, even in a key demographic of game players.“
(Whitton, 2007, S. 1066)




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Kritische Betrachtung von Serious Games


“The belief that learning can be undertaken as an incidental additional effect of game play
seems to be wholly inappropriate to adult learners, for whom an understanding of and
engagement in the learning process is fundamental (Knowles, 1998).”
(Whitton, 2007, S. 1066)




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Zusammenfassung: Serious Games – Eine Frage der Didaktik


Mehrwerte, auch motivationaler Art, resultieren nicht aus dem verwendeten Medium
sondern seiner spezifischen Verwendung.




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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!




                                                                                               Folien unter www.sky-hi.de

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Zur Vertiefung:




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              TIDE-Interview zum Thema (August 2012): http://
              www.tidenet.de/Dateien/audio_podcast/aktuell
              %2017.08.2012%20-%20E-Games.mp3
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Serious Games - Eine (kurze) Einführung

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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Andreas Hebbel-Seeger Serious Games – Eine (kurze) Einführung 3. MiniPosium: Spielraum für Kreatives Handeln Hamburg, 1. Dezember 2012
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Serious Games – Was ist das? „Serious games are concerned with the use of games and gaming technology for purposes other than mere entertainment or “fun”. Such purposes include education, training, health, etc.” (Susi et al., 2007, S. 7) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 2
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Was lernen Spieler mit Serious Games? „Zunächst einmal lernen Spieler beim Spielen immer etwas über das Spiel selbst. Neben den expliziten und impliziten Regeln des Spiels erwerben die Spieler spielspezifische Fähigkeiten. Durch regelmäßiges Spielen wird man schlichtweg ein besserer Spieler (Juul, 2005).“ (Breuer, 2010, S. 13) Darüber hinaus ist der Erwerb von transferierbarem Fakten- und Handlungswissen möglich. Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 3
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Beispiele für (digitale) Serious Games Screenshot: Zentralstelle für Unterrichtsmedien (http://bit.ly/WxkOiB) Drill & Practice: LolliPop Deutsch und Mathematik (http://www.cornelsen.de) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 4
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Beispiele für (digitale) Serious Games Planspiel: Sharkworld (http://www.sharkworldgame.com) Foto: Joi (http://bit.ly/UIHar3) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 5
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Beispiele für (digitale) Serious Games Simulation: E-törn (www.e-törn.de) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 6
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Beispiele für (digitale) Serious Games Virtual Reality: A slower speed of light (http://gamelab.mit.edu/games/a-slower-speed-of-light) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 7
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Beispiele für (digitale) Serious Games Edu-Shooter: Remission (http://www.re-mission.net) Grafik: Megagames.com (http://bit.ly/UVXn27) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 8
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Beispiele für (digitale) Serious Games Shooter: Americas Army (www.americasarmy.com) Grafik: Americasarmy.com (http://bit.ly/T3YCXy) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 9
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Was spricht für den Einsatz von Serious Games? Pragmatischer Aspekt Insbesondere prozedurales Wissen in sehr komplexen und/oder gefährlichen Anwendungsfeldern lässt sich häufig nicht oder nur mit sehr hohen Aufwänden in der Realität erwerben. Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 14
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Kritische Betrachtung von Serious Games Das Lernen wird zu einem Nebenprodukt und die Auseinandersetzung mit den Lerninhalten allenfalls billigend in Kauf genommen. „In der Regel dürfte … die Aussicht, durch das Spielen etwas zu lernen, motivational für die Nutzer/innen keine Relevanz besitzen, weil die Unterhaltung im Mittelpunkt steht.“ (Klimmt, 2006, S. 31) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 15
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Kritische Betrachtung von Serious Games „It is clearly not the case that all individuals find computer games-based learning to be motivational, even in a key demographic of game players.“ (Whitton, 2007, S. 1066) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 16
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Kritische Betrachtung von Serious Games “The belief that learning can be undertaken as an incidental additional effect of game play seems to be wholly inappropriate to adult learners, for whom an understanding of and engagement in the learning process is fundamental (Knowles, 1998).” (Whitton, 2007, S. 1066) Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 17
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Zusammenfassung: Serious Games – Eine Frage der Didaktik Mehrwerte, auch motivationaler Art, resultieren nicht aus dem verwendeten Medium sondern seiner spezifischen Verwendung. Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 18
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Folien unter www.sky-hi.de Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 19
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    MHMK Macromedia Hochschulefür Medien und Kommunikation Zur Vertiefung: Foto: rockheim (http://bit.ly/USWOAv) TIDE-Interview zum Thema (August 2012): http:// www.tidenet.de/Dateien/audio_podcast/aktuell %2017.08.2012%20-%20E-Games.mp3 Andreas Hebbel-Seeger | Serious Games – Eine (kurze) Einführung | MiniPosium im Oberhafen | 01.12.2012 | 20