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Klimaschutz konkret:
          Relevant für die Insel
           und den Tourismus
            Vortrag auf dem
     Forum Weltnaturerbe Wattenmeer II
4. November 2011
Greetsiel
Thomas Vodde
Kurverwaltung Juist
Damit beschäftigt sich
  die Welt zur Zeit
Mit dem Klimawandel
  leider nicht mehr

          Denn die Kosten des
          Klimawandels werden
          nach meiner
          Einschätzung viel
          höher sein.
2 Grad Celsius Ziel




Wenn wir dies erreichen wollen, dürfen wir nur
noch ca. 2 t CO2 pro Jahr emittieren. Zur Zeit
 verbraucht jeder Deutsche ca. 11 t pro Jahr.
Verantwortung des Tourismus
Tourismus muss die Sehnsüchte der
Menschen bedienen und ethische
Ansprüche befriedigen.
Urlaub soll in einer intakten Natur
stattfinden, ohne diese zu verstören. Ja,
der Tourismus soll die Natur fördern.
Tourismus als Schlüsselbranche
 Der Erfahrungshunger der Reisenden drückt
 sich vor allem in möglichst permanenter
 Mobilität aus.
 Die Klimadebatte setzt gerade das Reisen
 dem Verdacht aus, ein böser Klimakiller zu
 sein.
 Ein moderner erfolgreicher Tourismus wird
 ein CO2-armer Tourismus sein müssen.
Was können wir tun?



   Wir haben dazu auf Juist
 das Projekt „KlimaInsel Juist“
gemeinsam mit EWE entwickelt.
2 grundlegende Strategien
1. Anpassungsstrategie
Hier geht es darum, mit den bisherigen Folgen
des Klimawandels umgehen zu können, also
z.B. die Erhöhungen der Deiche.
2. Vermeidungsstrategie
Hier geht es darum, möglichst viele
Treibhausgase zu vermeiden, damit wir die
Anpassungsstrategie ermöglichen können.
KlimaInsel Juist



  Bei dem Projekt KlimaInsel Juist
  verfolgen wir ausschließlich die
       Vermeidungsstrategie.
Dies haben wir bisher unternommen
Breite Verankerung im
Touristischen Leitbild 2020
Absichtserklärung des
      Juister Gemeinderates

     Der Juister Gemeinderat hat eine
 Absichtserklärung beschlossen, dass Juist
       bis 2030 klimaneutral sein soll.
Damit lehnen wir uns an die Sylter Erklärung
   der Umweltminister der Niederlande,
     Dänemarks und Deutschlands an.
CO2-Fußabdruck von Juist
Energieverbrauch durch...
●   Vermietbetriebe (Hotels, Pensionen, Fewos)
●   Gastronomie (Restaurants, Cafes ...)
●   Einzelhandel (Lebensmittel, Textilien,...)
●   Kommune (Schwimmbad,
    Haus des Kurgastes,...)
●   Verkehr (Fähre, Flugzeug, Fahrzeuge auf der Insel)
CO2-Emissionen Juist 2008
     (inkl. Vorketten)
CO2-Emissionen Juist 2008
  nach Energieträgern
Die wichtigsten Ansatzpunkte
1. Einbeziehung der
  touristischen
  Betriebe und der
  Bevölkerung inkl.
  Gäste.
2. Reduktionen bei
  den Energieträgern
  Strom und Erdgas
Erste Maßnahmen
Energieberatung
Erste Erfolge in 2011
        Im Jahr 2010 haben wir
        gemeinsam mit EWE 110
        kostenfreie Energie-
        beratungen inkl. CO2-
        Fußabdruck für
        Vermietbetriebe
        durchgeführt.
        Diese haben alle ein
        Extra-Icon im Katalog
        erhalten.
Infoheft
Gemeinsam mit EWE
haben wir ein Infoheft
für Juister und Gäste
erstellt. Dies wird
soeben erneuert.
Energie- und CO2-Sparheft
          Gemeinsam mit EWE
          haben wir ebenfalls ein
          Infoheft zum Energie- und
          CO2-Sparen erstellt.
          Dieses können alle
          Vermieter kostenfrei für
          Ihre Gäste erhalten.
Gewinn bei KlimaKommunal




Für unsere Klimaschutzaktivitäten haben wir im
Herbst des letzten Jahres 50.000 € erhalten.
Und das haben wir damit gemacht.
Weiterführung in 2012
        Im Jahr 2011 haben wir
        gemeinsam mit der Energie
        Kampagne Gastgewerbe
        und EWE 7 KfW-geförderte
        Energieberatungen
        durchgeführt. Die Vermieter
        mußten nur 260 € zahlen.
        Wir haben uns um alles
        gekümmert.
Projekttag „Schlauer als der
Power-Klauer“ im Kindergarten
                 Einen Tag lang
                 wurden unsere
                 Kindergarten-Kinder
                 durch BEKS über
                 Energie- und CO2-
                 Sparen informiert
                 und dazu motiviert.
                 Über die Kinder
                 wollen wir die Eltern
                 erreichen.
Projekttage in der Inselschule
                Bei den Projekttagen in
                der Schule ging es um
                Energie- und CO2-
                Sparen, aber auch um
                        regenerative
                        Energien und
                        die Folgen
                        des
                        Klimawandels.
Kinderanimation
       Am Strand haben wir
       gemeinsam mit den
       NaPa-Haus eine
       Animation für
       Gästekinder zum
       Thema Energie- und
       CO2-Sparen, sowie
       regenerative Energien
       durchgeführt.
Kinderuniversität
       Vom 14. Juli – 31.
       August haben wir
       gemeinsam mit dem
       NaPa-Haus zum ersten
       Mal eine Kinder-
       universität zum Thema
       „Klimawandel“ inkl.
       einer Ausstellung
       durchgeführt.
Donnerstag ist „Veggietag“
            Mit Beginn der Saison
            haben wir uns der Aktion
            „Donnerstag ist Veggie-
            Tag“ angeschlossen und
            versuchen auf diesem
            Weg eine Menge CO2 zu
            sparen und auf das
            Problem der Fleisch-
            produktion aufmerksam
            zu machen.
CSR-Zertifizierung mit
    Green Globe
            Im letzten Monat hat
            sich die Kurverwaltung
            Juist als eine von sehr
            wenigen Destinationen
            zertifizieren lassen.
            Damit werden wir
            durch GreenGlobe
            erstmals einen CSR-
            Bericht erhalten.
www.klimainsel-juist.de




Zur Zeit bauen wir eine Internetseite nur zu
unserem Projekt „Klimainsel Juist“ auf.
Selbstverständlich ist der Server CO2-frei.
Gemeinsam mit Norden,
Norderney und Baltrum
Wechselwelle
        Bei der Wechsel-
        welle möchten wir
        möglichst viele
        Menschen
        motivieren auf
        Grünen Strom
        umzusteigen und
        ganz nebenbei
        etwas für das
        Töwerland zu tun.
Futouris
       Am 18. Oktober
       wurden wir zum
       Branchenprojekt von
       Futouris gekürt. Hier
       gibt es Gästebe-
       fragungen,
       klimaneutraler
       Fährverkehr,
       klimaneutrale
       Bahntickets usw.
Das machen wir bereits...
Seit 5 Jahren verbraucht die Gemeinde
grünen Strom.
Seit 2 Jahren drucken wir fast alle
Druckerzeugnisse klimaneutral.
Katalog- und Postversand geschieht mit
GoGreen.
Solartrocknungsanlage beim Klärwerk.
Das machen wir bereits...
 Solarabsorberanlage für das Meerwasser-
Erlebnisbad.
 Angebot der klimaneutralen Anreise mit der
Bahn durch das RIT-Umweltplus-Ticket.
  Kompensation der verbrauchten Erdgasmenge
in 2010.
 90 % unserer Straßenbeleuchtung geschieht
durch LED's.
Das Marketingkonzept dazu...
Unser Mindsystem




              Quelle: Hans-Georg Häusel:
              Think Limbic.
Urlaubsentscheidungen im
       Mindsystem




                    Quelle: Hans-Georg Häusel:
                    Think Limbic.
Limbic-Types
Mit den Harmonisierern, den Traditionalisten und den
 Disziplinierten werden 64 % der Limbic-Types vom
größten Teil des Deutschlandtourismus (auch Juist)
                   angesprochen.




                                        Quelle: Hans-Georg Häusel:
                                        Think Limbic.
Wo stecken die LOHAS




            LOHAS
    Eine 100% Zuordnung
       ist nicht möglich

                       Quelle: Hans-Georg Häusel:
                       Think Limbic.
Aber, die meisten LOHAS sind
              Performer
Quelle: Hans-Georg Häusel:
Think Limbic.




 LOHAS sind Lifestyle-Avantgarde, sind Trendsetter.
   Wollen an der Spitze einer Bewegung stehen.
           Das ist typisch für Performer
            Das ist typisch für LOHAS
Zielgruppe LOHAS
     Zielgruppe Performer

      Über die LOHAS können wir
die Zielgruppe der Performer erreichen,
     was bisher nicht möglich war.

 Das macht sie für uns aus Sicht des
      Marketings so interessant.
Sinus-Milieus




            Quelle: Müller-Friemauth, F. / Klein-
            Reesink, N. /Harrach, C. 2009: Lohas:
            Mehr als Green-Glamour
Sinus-Milieus in der Bevölkerung
    Sinus-Milieu                                         Erklärung                                  Anteil
Traditionelles Milieu            Ordnungsliebende Kriegs- und Nachkriegsgeneration,
                                                                                                    15 %
                                 kleinbürgerlich, der Arbeiterwelt verhaftet
                                                                                                    15 %
Hedonistisches Milieu            Spaß- und erlebnisorientiert, verweigert sich den Konventionen
                                 und Leistungserwartungen der Gesellschaft
                                                                                                    14 %
Bürgerliche Mitte                Leistungs- und anpassungsbereiter Mainstream, bejaht die
                                 gesellschaftliche Ordnung, strebt nach beruflicher und sozialer
                                 Etablierung sowie nach Sicherheit und Harmonie                     10 %
Konservativ-etabliertes          Klassisches Establishment mit Exklusivitäts- und
Milieu                           Führungsanspruch, Tendenz zum Rückzug                              9%
Prekäres Milieu                  Um Teilhabe bemühte Unterschicht, Zukunftsangst und
                                 Ressentiments
                                                                                                     9%
Adaptiv-pragmatisches            Zielstrebige, junge Mitte der Gesellschaft mit ausgeprägtem        7%
Milieu                           Lebenspragmatismus und Nutzenkalkül

Sozialökologisches Milieu        Idealistisch, konsumkritisch, globalisierungsskeptisch, besitzt
                                                                                                    7%
                                 ausgeprägtes ökologisches und soziales Gewissen
                                                                                                    7%
Liberal-intellektuelles Milieu   Aufgeklärte Bildungselite, liberale Grundhaltung, postmaterielle
                                 Wurzeln, starker Wunsch nach Selbbestimmung                        6%
Milieu der Performer             Effizienz-orientierte Leistungselite, denkt global, hohe IT-
                                 Kompetenz, stilistische Avantgarde

Expeditives Milieu               Unkonventionelle, kreative Avantgarde, individualistisch, sehr
Typische Sinus-Milieus für den
Deutschlandtourismus bisher
                              Quelle: Müller-Friemauth, F. / Klein-
                              Reesink, N. /Harrach, C. 2009: Lohas:
                              Mehr als Green-Glamour




               7 Sinus-Milieus mit 72 % der
                    Bevölkerung haben
                wahrscheilich eine Affinität
                 zum Deutschlandurlaub.
Sinus-Milieus für Lohas
                                         Quelle: Müller-Friemauth, F. / Klein-
                                         Reesink, N. /Harrach, C. 2009: Lohas:
                                         Mehr als Green-Glamour




   Mit dem Milieu des Performer und dem expeditiven Milieu
         werden mit großer Wahrscheinlichkeit Lohas
         angesprochen. Das sind 13 % der deutschen
            Bevölkerung, die bisher schwer für den
          Deutschlandtourismus zu gewinnen waren.
             Auch das sozialökologische Milieu ist
    über diesen Weg erfolgversprechender anzusprechen.
Ist die Zielgruppe „Lohas“ für
   uns in Zukunft wichtig??




         NEIN
Zukunft der Lohas
Lohas als Performer haben keine Zukunft.
Die Werte der Lohas (Nachhaltigkeit,
Gesundheit, soziale Verantwortung usw.)
wandern in die Mitte der Gesellschaft und
sind dort fast schon angekommen.
Die Nachhaltigkeitsorientierung wird damit
noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Es geht um die eigene Gesundheit, um
Vertrauen in Hersteller/Dienstleister und um
Glaubwürdigkeit in der Kommunikation.
Neues Marketing
Es geht also nicht um eine Zielgruppe,
sondern um Werte und Grundüber-
zeugungen, die in der der Zwischenzeit in der
Mitte der Gesellschaft verankert sind.
Wir sollten uns aus diesem Grund hin zu
einem „Trust-Design“ entwickeln und den
„ethischen Konsum“ ernstnehmen und für
uns nutzbar machen.
Ethischer Konsum




Quelle: Otto Group Trendstudie 2011
3. Studie zum ethischen Konsum
Ethischer Konsum ist viel mehr
           als „Bio“
menschenwürdige Arbeitsbedingungen (92%)
soziale Verantwortung (85%)
umweltfreundliche Herstellung (89%)
fairer Handel (87%)
Recycelbarkeit (83%)
Regionalität (77%)
                          Quelle: Otto Group Trendstudie 2011
                          3. Studie zum ethischen Konsum

....
Ethischer Konsum
gewinnt an Bedeutung
                Quelle: Otto Group Trendstudie 2011
                3. Studie zum ethischen Konsum
Wenig Vertrauen in Unternehmen
       oder Dienstleister
8 von 10 Befragten
geben an, dass sie
gezielt bei Unter-
nehmen kaufen, wenn
sie mitbekommen,
dass diese ethisch
handeln und
Verantwortung
übernehmen.           Quelle: Otto Group Trendstudie 2011
                      3. Studie zum ethischen Konsum
Konsumenten entwickeln ein
  neues Werte-Verständnis
Sicherheit
Nähe
Gesundheit
Authentizität
Fairness
Verantwortung
....
Ethischer Konsum gewinnt auch
          in der Krise
 Fast jeder dritte Befragte kauft gezielt
 Produkte von bestimmten Unternehmen,
 wenn klar ist, dass diese viel Wert auf ethisch
 korrekte Herstellung legen.
 Diese Werthaltung bezieht sich auf eine
 ganzheitlich-verantwortungsvolle Perspektive
 und eine tieferliegende Werthaltung.
 Quelle: Otto Group Trendstudie 2011
 3. Studie zum ethischen Konsum
Vertrauen schafft Sicherheit
77 % der Befragten geben an, das ökologisch
hergestellte Produkte ihnen die Sicherheit
geben, die richtige Wahl getroffen zu haben.
93 % geben, einem Unternehmen treu zu
bleiben, wenn sie gute Erfahrungen gemacht
macht haben.
Gütesiegel spielen bei der Vertrauens-
gewinnung eine große Rolle.     Quelle: Otto Group Trendstudie 2011
                                3. Studie zum ethischen Konsum
Problem der Überforderung
61 % fühlen sich beim Versuch ethisch zu
konsumieren überfordert.
                             Quelle: Otto Group Trendstudie 2011

zu viele Gütesiegel          3. Studie zum ethischen Konsum




Es geht darum den Verbrauchern nicht noch
mehr Informationen zu liefern, sondern die
Informationen besser aufzubereiten. Denn
das Gegenteil von Vertrauen ist in diesem
Fall nicht Misstrauen, sondern Unsicherheit.
Vertrauen in ...
91 % vertrauen engen Freunden und
Verwandten.
31 % vertrauen in Kontakten in sozialen
Netzwerken, Blogs usw.
Jenseits des eigenen Netzwerks sind unab-
hängige Institutionen wie NGO's oder Test-
institute die großen Vertrauensschaffer.
                              Quelle: Otto Group Trendstudie 2011
                              3. Studie zum ethischen Konsum
Wenig Vertrauen in Unternehmen
      oder Dienstleister...
aber 77 % bringen
Unternehmen, die
ethisch korrekte
Produkte/Dienst-
leistungen erbringen,
ein starkes Grundver-
trauen entgegen.
     Quelle: Otto Group Trendstudie 2011
     3. Studie zum ethischen Konsum
Ökonomischer Erfolg durch
         ethische Kriterien
Unternehmen, die durch
biologische Herstellung,
klimafreundliche Pro-
dukte, faire Arbeitsbe-
dingungen und gerechte
Entlohnung verantwort-
lich handeln, können
Vertrauenskapital
aufbauen und in            Quelle: Otto Group Trendstudie 2011

ökonomische Erfolge        3. Studie zum ethischen Konsum



umsetzen.
Gemeinsame Werte bilden die
     Vertrauensbasis
Die Basis, auf der Vertrauen entsteht, sind
gemeinsame Werte. Die Werte zu definieren
und glaubhaft nach innen und außen zu
leben, wird zur zentralen Herausforderung.
Hier geht es um eine Unternehmens-
philosophie. Es steht nicht mehr nur im
Vordergrund wie eine Leistung aussieht und
erlebt wird, sondern auch wie sie erbracht
wurde.
Wir müssen Lösungen auf der
    Wert-Ebene anbieten
Mit unseren Produkten und Dienstleistungen sollten
wir Lösungen für die derzeitigen und zukünftigen
Probleme anbieten, also z.B. einen CO2-armen
Urlaub.
Je klarer, deutlicher und glaubwürdiger unser
Handeln ist, desto eher sind die Menschen bereit,
uns ihr Vertrauen zu schenken.
Wenn wir eine klare Werthaltung vertreten, bieten
wir eine Identifikationsmöglichkeit an, sich unseren
Werten anzuschließen.
Hoffnung
Wir müssen nicht alle Menschen, Rats- oder
Aufsichtsratsmitglieder usw. überzeugen.
Es gibt einen Schlüsselwert: Wenn wir es
schaffen 40 % zu überzeugen, kippt die
Meinung.
Sie könnten der Nächste sein, um die 40 %
voll zu bekommen.
                            Quelle: Trend Update.
                            Ausgabe 10 2011
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit
Kontakt:
Thomas Vodde
Nordseeinsel Juist
Strandstr. 5
26571 Juist
Tel. 04935 809207
marketing@juist.de
www.juist.de

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Klimaschutz konkret: Relevant für die Insel und den Tourismus

  • 1. Klimaschutz konkret: Relevant für die Insel und den Tourismus Vortrag auf dem Forum Weltnaturerbe Wattenmeer II 4. November 2011 Greetsiel Thomas Vodde Kurverwaltung Juist
  • 2. Damit beschäftigt sich die Welt zur Zeit
  • 3. Mit dem Klimawandel leider nicht mehr Denn die Kosten des Klimawandels werden nach meiner Einschätzung viel höher sein.
  • 4. 2 Grad Celsius Ziel Wenn wir dies erreichen wollen, dürfen wir nur noch ca. 2 t CO2 pro Jahr emittieren. Zur Zeit verbraucht jeder Deutsche ca. 11 t pro Jahr.
  • 5. Verantwortung des Tourismus Tourismus muss die Sehnsüchte der Menschen bedienen und ethische Ansprüche befriedigen. Urlaub soll in einer intakten Natur stattfinden, ohne diese zu verstören. Ja, der Tourismus soll die Natur fördern.
  • 6. Tourismus als Schlüsselbranche Der Erfahrungshunger der Reisenden drückt sich vor allem in möglichst permanenter Mobilität aus. Die Klimadebatte setzt gerade das Reisen dem Verdacht aus, ein böser Klimakiller zu sein. Ein moderner erfolgreicher Tourismus wird ein CO2-armer Tourismus sein müssen.
  • 7. Was können wir tun? Wir haben dazu auf Juist das Projekt „KlimaInsel Juist“ gemeinsam mit EWE entwickelt.
  • 8. 2 grundlegende Strategien 1. Anpassungsstrategie Hier geht es darum, mit den bisherigen Folgen des Klimawandels umgehen zu können, also z.B. die Erhöhungen der Deiche. 2. Vermeidungsstrategie Hier geht es darum, möglichst viele Treibhausgase zu vermeiden, damit wir die Anpassungsstrategie ermöglichen können.
  • 9. KlimaInsel Juist Bei dem Projekt KlimaInsel Juist verfolgen wir ausschließlich die Vermeidungsstrategie. Dies haben wir bisher unternommen
  • 11. Absichtserklärung des Juister Gemeinderates Der Juister Gemeinderat hat eine Absichtserklärung beschlossen, dass Juist bis 2030 klimaneutral sein soll. Damit lehnen wir uns an die Sylter Erklärung der Umweltminister der Niederlande, Dänemarks und Deutschlands an.
  • 13. Energieverbrauch durch... ● Vermietbetriebe (Hotels, Pensionen, Fewos) ● Gastronomie (Restaurants, Cafes ...) ● Einzelhandel (Lebensmittel, Textilien,...) ● Kommune (Schwimmbad, Haus des Kurgastes,...) ● Verkehr (Fähre, Flugzeug, Fahrzeuge auf der Insel)
  • 14. CO2-Emissionen Juist 2008 (inkl. Vorketten)
  • 15. CO2-Emissionen Juist 2008 nach Energieträgern
  • 16. Die wichtigsten Ansatzpunkte 1. Einbeziehung der touristischen Betriebe und der Bevölkerung inkl. Gäste. 2. Reduktionen bei den Energieträgern Strom und Erdgas
  • 18. Erste Erfolge in 2011 Im Jahr 2010 haben wir gemeinsam mit EWE 110 kostenfreie Energie- beratungen inkl. CO2- Fußabdruck für Vermietbetriebe durchgeführt. Diese haben alle ein Extra-Icon im Katalog erhalten.
  • 19. Infoheft Gemeinsam mit EWE haben wir ein Infoheft für Juister und Gäste erstellt. Dies wird soeben erneuert.
  • 20. Energie- und CO2-Sparheft Gemeinsam mit EWE haben wir ebenfalls ein Infoheft zum Energie- und CO2-Sparen erstellt. Dieses können alle Vermieter kostenfrei für Ihre Gäste erhalten.
  • 21. Gewinn bei KlimaKommunal Für unsere Klimaschutzaktivitäten haben wir im Herbst des letzten Jahres 50.000 € erhalten. Und das haben wir damit gemacht.
  • 22. Weiterführung in 2012 Im Jahr 2011 haben wir gemeinsam mit der Energie Kampagne Gastgewerbe und EWE 7 KfW-geförderte Energieberatungen durchgeführt. Die Vermieter mußten nur 260 € zahlen. Wir haben uns um alles gekümmert.
  • 23. Projekttag „Schlauer als der Power-Klauer“ im Kindergarten Einen Tag lang wurden unsere Kindergarten-Kinder durch BEKS über Energie- und CO2- Sparen informiert und dazu motiviert. Über die Kinder wollen wir die Eltern erreichen.
  • 24. Projekttage in der Inselschule Bei den Projekttagen in der Schule ging es um Energie- und CO2- Sparen, aber auch um regenerative Energien und die Folgen des Klimawandels.
  • 25. Kinderanimation Am Strand haben wir gemeinsam mit den NaPa-Haus eine Animation für Gästekinder zum Thema Energie- und CO2-Sparen, sowie regenerative Energien durchgeführt.
  • 26. Kinderuniversität Vom 14. Juli – 31. August haben wir gemeinsam mit dem NaPa-Haus zum ersten Mal eine Kinder- universität zum Thema „Klimawandel“ inkl. einer Ausstellung durchgeführt.
  • 27. Donnerstag ist „Veggietag“ Mit Beginn der Saison haben wir uns der Aktion „Donnerstag ist Veggie- Tag“ angeschlossen und versuchen auf diesem Weg eine Menge CO2 zu sparen und auf das Problem der Fleisch- produktion aufmerksam zu machen.
  • 28. CSR-Zertifizierung mit Green Globe Im letzten Monat hat sich die Kurverwaltung Juist als eine von sehr wenigen Destinationen zertifizieren lassen. Damit werden wir durch GreenGlobe erstmals einen CSR- Bericht erhalten.
  • 29. www.klimainsel-juist.de Zur Zeit bauen wir eine Internetseite nur zu unserem Projekt „Klimainsel Juist“ auf. Selbstverständlich ist der Server CO2-frei.
  • 31. Wechselwelle Bei der Wechsel- welle möchten wir möglichst viele Menschen motivieren auf Grünen Strom umzusteigen und ganz nebenbei etwas für das Töwerland zu tun.
  • 32. Futouris Am 18. Oktober wurden wir zum Branchenprojekt von Futouris gekürt. Hier gibt es Gästebe- fragungen, klimaneutraler Fährverkehr, klimaneutrale Bahntickets usw.
  • 33. Das machen wir bereits... Seit 5 Jahren verbraucht die Gemeinde grünen Strom. Seit 2 Jahren drucken wir fast alle Druckerzeugnisse klimaneutral. Katalog- und Postversand geschieht mit GoGreen. Solartrocknungsanlage beim Klärwerk.
  • 34. Das machen wir bereits... Solarabsorberanlage für das Meerwasser- Erlebnisbad. Angebot der klimaneutralen Anreise mit der Bahn durch das RIT-Umweltplus-Ticket. Kompensation der verbrauchten Erdgasmenge in 2010. 90 % unserer Straßenbeleuchtung geschieht durch LED's.
  • 36. Unser Mindsystem Quelle: Hans-Georg Häusel: Think Limbic.
  • 37. Urlaubsentscheidungen im Mindsystem Quelle: Hans-Georg Häusel: Think Limbic.
  • 38. Limbic-Types Mit den Harmonisierern, den Traditionalisten und den Disziplinierten werden 64 % der Limbic-Types vom größten Teil des Deutschlandtourismus (auch Juist) angesprochen. Quelle: Hans-Georg Häusel: Think Limbic.
  • 39. Wo stecken die LOHAS LOHAS Eine 100% Zuordnung ist nicht möglich Quelle: Hans-Georg Häusel: Think Limbic.
  • 40. Aber, die meisten LOHAS sind Performer Quelle: Hans-Georg Häusel: Think Limbic. LOHAS sind Lifestyle-Avantgarde, sind Trendsetter. Wollen an der Spitze einer Bewegung stehen. Das ist typisch für Performer Das ist typisch für LOHAS
  • 41. Zielgruppe LOHAS Zielgruppe Performer Über die LOHAS können wir die Zielgruppe der Performer erreichen, was bisher nicht möglich war. Das macht sie für uns aus Sicht des Marketings so interessant.
  • 42. Sinus-Milieus Quelle: Müller-Friemauth, F. / Klein- Reesink, N. /Harrach, C. 2009: Lohas: Mehr als Green-Glamour
  • 43. Sinus-Milieus in der Bevölkerung Sinus-Milieu Erklärung Anteil Traditionelles Milieu Ordnungsliebende Kriegs- und Nachkriegsgeneration, 15 % kleinbürgerlich, der Arbeiterwelt verhaftet 15 % Hedonistisches Milieu Spaß- und erlebnisorientiert, verweigert sich den Konventionen und Leistungserwartungen der Gesellschaft 14 % Bürgerliche Mitte Leistungs- und anpassungsbereiter Mainstream, bejaht die gesellschaftliche Ordnung, strebt nach beruflicher und sozialer Etablierung sowie nach Sicherheit und Harmonie 10 % Konservativ-etabliertes Klassisches Establishment mit Exklusivitäts- und Milieu Führungsanspruch, Tendenz zum Rückzug 9% Prekäres Milieu Um Teilhabe bemühte Unterschicht, Zukunftsangst und Ressentiments 9% Adaptiv-pragmatisches Zielstrebige, junge Mitte der Gesellschaft mit ausgeprägtem 7% Milieu Lebenspragmatismus und Nutzenkalkül Sozialökologisches Milieu Idealistisch, konsumkritisch, globalisierungsskeptisch, besitzt 7% ausgeprägtes ökologisches und soziales Gewissen 7% Liberal-intellektuelles Milieu Aufgeklärte Bildungselite, liberale Grundhaltung, postmaterielle Wurzeln, starker Wunsch nach Selbbestimmung 6% Milieu der Performer Effizienz-orientierte Leistungselite, denkt global, hohe IT- Kompetenz, stilistische Avantgarde Expeditives Milieu Unkonventionelle, kreative Avantgarde, individualistisch, sehr
  • 44. Typische Sinus-Milieus für den Deutschlandtourismus bisher Quelle: Müller-Friemauth, F. / Klein- Reesink, N. /Harrach, C. 2009: Lohas: Mehr als Green-Glamour 7 Sinus-Milieus mit 72 % der Bevölkerung haben wahrscheilich eine Affinität zum Deutschlandurlaub.
  • 45. Sinus-Milieus für Lohas Quelle: Müller-Friemauth, F. / Klein- Reesink, N. /Harrach, C. 2009: Lohas: Mehr als Green-Glamour Mit dem Milieu des Performer und dem expeditiven Milieu werden mit großer Wahrscheinlichkeit Lohas angesprochen. Das sind 13 % der deutschen Bevölkerung, die bisher schwer für den Deutschlandtourismus zu gewinnen waren. Auch das sozialökologische Milieu ist über diesen Weg erfolgversprechender anzusprechen.
  • 46. Ist die Zielgruppe „Lohas“ für uns in Zukunft wichtig?? NEIN
  • 47. Zukunft der Lohas Lohas als Performer haben keine Zukunft. Die Werte der Lohas (Nachhaltigkeit, Gesundheit, soziale Verantwortung usw.) wandern in die Mitte der Gesellschaft und sind dort fast schon angekommen. Die Nachhaltigkeitsorientierung wird damit noch mehr an Bedeutung gewinnen. Es geht um die eigene Gesundheit, um Vertrauen in Hersteller/Dienstleister und um Glaubwürdigkeit in der Kommunikation.
  • 48. Neues Marketing Es geht also nicht um eine Zielgruppe, sondern um Werte und Grundüber- zeugungen, die in der der Zwischenzeit in der Mitte der Gesellschaft verankert sind. Wir sollten uns aus diesem Grund hin zu einem „Trust-Design“ entwickeln und den „ethischen Konsum“ ernstnehmen und für uns nutzbar machen.
  • 49. Ethischer Konsum Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 3. Studie zum ethischen Konsum
  • 50. Ethischer Konsum ist viel mehr als „Bio“ menschenwürdige Arbeitsbedingungen (92%) soziale Verantwortung (85%) umweltfreundliche Herstellung (89%) fairer Handel (87%) Recycelbarkeit (83%) Regionalität (77%) Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 3. Studie zum ethischen Konsum ....
  • 51. Ethischer Konsum gewinnt an Bedeutung Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 3. Studie zum ethischen Konsum
  • 52. Wenig Vertrauen in Unternehmen oder Dienstleister 8 von 10 Befragten geben an, dass sie gezielt bei Unter- nehmen kaufen, wenn sie mitbekommen, dass diese ethisch handeln und Verantwortung übernehmen. Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 3. Studie zum ethischen Konsum
  • 53. Konsumenten entwickeln ein neues Werte-Verständnis Sicherheit Nähe Gesundheit Authentizität Fairness Verantwortung ....
  • 54. Ethischer Konsum gewinnt auch in der Krise Fast jeder dritte Befragte kauft gezielt Produkte von bestimmten Unternehmen, wenn klar ist, dass diese viel Wert auf ethisch korrekte Herstellung legen. Diese Werthaltung bezieht sich auf eine ganzheitlich-verantwortungsvolle Perspektive und eine tieferliegende Werthaltung. Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 3. Studie zum ethischen Konsum
  • 55. Vertrauen schafft Sicherheit 77 % der Befragten geben an, das ökologisch hergestellte Produkte ihnen die Sicherheit geben, die richtige Wahl getroffen zu haben. 93 % geben, einem Unternehmen treu zu bleiben, wenn sie gute Erfahrungen gemacht macht haben. Gütesiegel spielen bei der Vertrauens- gewinnung eine große Rolle. Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 3. Studie zum ethischen Konsum
  • 56. Problem der Überforderung 61 % fühlen sich beim Versuch ethisch zu konsumieren überfordert. Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 zu viele Gütesiegel 3. Studie zum ethischen Konsum Es geht darum den Verbrauchern nicht noch mehr Informationen zu liefern, sondern die Informationen besser aufzubereiten. Denn das Gegenteil von Vertrauen ist in diesem Fall nicht Misstrauen, sondern Unsicherheit.
  • 57. Vertrauen in ... 91 % vertrauen engen Freunden und Verwandten. 31 % vertrauen in Kontakten in sozialen Netzwerken, Blogs usw. Jenseits des eigenen Netzwerks sind unab- hängige Institutionen wie NGO's oder Test- institute die großen Vertrauensschaffer. Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 3. Studie zum ethischen Konsum
  • 58. Wenig Vertrauen in Unternehmen oder Dienstleister... aber 77 % bringen Unternehmen, die ethisch korrekte Produkte/Dienst- leistungen erbringen, ein starkes Grundver- trauen entgegen. Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 3. Studie zum ethischen Konsum
  • 59. Ökonomischer Erfolg durch ethische Kriterien Unternehmen, die durch biologische Herstellung, klimafreundliche Pro- dukte, faire Arbeitsbe- dingungen und gerechte Entlohnung verantwort- lich handeln, können Vertrauenskapital aufbauen und in Quelle: Otto Group Trendstudie 2011 ökonomische Erfolge 3. Studie zum ethischen Konsum umsetzen.
  • 60. Gemeinsame Werte bilden die Vertrauensbasis Die Basis, auf der Vertrauen entsteht, sind gemeinsame Werte. Die Werte zu definieren und glaubhaft nach innen und außen zu leben, wird zur zentralen Herausforderung. Hier geht es um eine Unternehmens- philosophie. Es steht nicht mehr nur im Vordergrund wie eine Leistung aussieht und erlebt wird, sondern auch wie sie erbracht wurde.
  • 61. Wir müssen Lösungen auf der Wert-Ebene anbieten Mit unseren Produkten und Dienstleistungen sollten wir Lösungen für die derzeitigen und zukünftigen Probleme anbieten, also z.B. einen CO2-armen Urlaub. Je klarer, deutlicher und glaubwürdiger unser Handeln ist, desto eher sind die Menschen bereit, uns ihr Vertrauen zu schenken. Wenn wir eine klare Werthaltung vertreten, bieten wir eine Identifikationsmöglichkeit an, sich unseren Werten anzuschließen.
  • 62. Hoffnung Wir müssen nicht alle Menschen, Rats- oder Aufsichtsratsmitglieder usw. überzeugen. Es gibt einen Schlüsselwert: Wenn wir es schaffen 40 % zu überzeugen, kippt die Meinung. Sie könnten der Nächste sein, um die 40 % voll zu bekommen. Quelle: Trend Update. Ausgabe 10 2011
  • 63. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Kontakt: Thomas Vodde Nordseeinsel Juist Strandstr. 5 26571 Juist Tel. 04935 809207 marketing@juist.de www.juist.de