2012
Geschäftsbericht2012
Inhalt
1. Januarbis31.Dezember2012
ZurVorlageinderOrdentlichenGesellschafterversammlung
am11.Juni2013
ESWEVerkehrsgesellschaftmbH,Wiesbaden
inhalt
Vorwort	 	4
Lagebericht	 	6
ZentraleThemendesJahres2012
·	ERRECHNET:Fahrgastzahlen-Rekorde		15
·	ERREICHT:10.000. Abonnementkunde	 	15
·	ERMITTELT:Kundenzufriedenheit	 	16
·	EINGESETZT:„EuropassaubersteDieselbusse“	 	16
·	ERPROBT:„GTL“-Kraftstoff	 	17
·	EINGEFÜHRT:Umweltzone	 17
·	ENTWICKELT:ElektronischerFahrausweis„eTicket“	 18
·	ERZIELT:DynamischeFahrgastinformationen	 19
InformationenausdenBetriebsbereichen
·	Fahrdienst	 22
·	VerkehrsplanungundVerkehrssteuerung	 	24
·	TechnischerBetrieb	 26
·	Vertrieb	 28
·	Kundenkommunikation	 	30
·	Personal	 34
·	Rechnungswesen	 36
·	Nerobergbahn	 	38
·	ESWEVerkehrServicegesellschaft	 40
Jahresabschluss
·	Bilanz	 	44
·	Gewinn-undVerlustrechnung	 	45
·	Anhang	 	46
BestätigungsvermerkdesAbschlussprüfers	 	57
BerichtdesAufsichtsrates	 	58
Kennwerte2012	 	59
Impressum	 59
4 Vorwort 5Vorwort
vorwort    2012 –Eine„magische“Zielmarkewurdeüberschritten
Haben Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, sich eigentlich schon einmal gefragt, warum 	
wir  MenscheninsobesonderemMaßaufrundeZahlenfixiertsind?WarumwirzumBeispiel	
einen40.Geburtstaggrößerfeiernalsetwaden39.oderden41.,oderwarumbeispielsweisedas	
25.SaisontoreinesFußballspielersfürmehrSchlagzeilensorgtalsvielleichtdas24.oderdas26.?
In jedem Fall sind runde Zahlen markant und einprägsam – und dass sie mehr Aufmerksamkeit auf
sichziehenals„unrunde“Zahlen,rücktautomatischauchdenSachverhalt,fürdensiestehen,stärkerins
Blickfeld.Dankenswerterweiseistdiesso,sagenwirausSichtvonESWEVerkehr:Dennderstetige,teil-
weisesehrdeutlicheZuwachsbeiderJahresgesamtzahlunsererFahrgäste,denwirseit 2006 alljährlich
verzeichnen können, hat bislang in keinem Jahr so viel öffentliches Interesse aufsichgezogenwie
imJahr2012;demJahr,indemdieFahrgastgesamtzahlerstmalsseit2002die„magische“50-Millionen-
Markewiederüberschrittenhat.
Genau50,4MillionenPassagierezählteESWEVerkehr2012;gegenüberden49,9MillionenFahrgästendes
Jahres2011istdaseinPlusvon0,5Millionen,waseinemZuwachsvonetwasübereinemProzent  entspricht.
Verglichen mit dem Jahr 2005 beträgt der Anstieg sogar mehr als neun Prozent (plus 4,2 Millionen
Fahrgäste).BeeindruckendeZahlen,aufdiejederundjedeEinzelneimUnternehmenstolzseinkann
undfürdiees„Danke!“zusagengilt:natürlichallunserenFahrgästen,ebensoaberauchallenMitarbei-
terinnenundMitarbeiternbeiESWEVerkehrundunsererSchwestergesellschaftWiBus,dieallesamtmit
großemEngagementihrenBeitragzumErreichender50-Millionen-Zielmarkegeleistethaben.
Diesnämlichistwichtigzubetonen:DieüberauspositiveEntwicklungistmitnichteneinZufalls-
produkt!VielmehristsiedasResultatklugerunternehmerischerEntscheidungenunddestatkräftigen
EinsatzeseinerhochmotiviertenBelegschaft.SoliegendieUrsachendererfreulichgestiegenenFahr-
gastnachfrageimWesentlicheninunserenkontinuierlichverbesserten,andenKundenbedürfnissen
orientiertenMobilitätsangebotenwieauchinderintensiviertenVermarktungunsererFahrscheinpro-
dukte–nichtumsonstkonntenwirimJahr2012unseren10.000.Abonnementkundenbegrüßen.Außer-
demhabensichunsereerheblichenInvestitionenininnovative Umwelttechnologien, zum Beispiel in
modernste „Euro VI“-Abgasfilterung und in praktisch rußfreien„GTL“-Kraftstoff,inFormsteigenden
Fahrgastinteressesausgezahlt:IstdochimmermehrMenschenbewusst,dasssieaktivenUmweltschutz
betreiben,wennsiemitdemBusstattmitdemAutofahren.
ÜberalldiesegenanntenAspekte–undübervielesmehr–erfahrenSieinteressanteDetailsimvorlie-
gendenGeschäftsberichtderESWEVerkehrsgesellschaftfürdasJahr2012,fürdessenLektürewirIhnenviel
FreudeundErkenntnisgewinnwünschen.
DaseingangserwähntegroßeöffentlicheInteresse,dasdierundeZahl„50Millionen“ausgelösthat,ist
übrigenskeinSelbstzweck.VielmehrgehtmitihmeinepositiveWerbewirkungfürdenWiesbadener
ÖPNVeinher,diedenFahrgastzuspruchzumLinienangebotvonESWEVerkehrgewissstabilisieren,vielleicht
sogarweitersteigernkann.UnddiesliegtimInteressevonganzWiesbaden:Dennvonderverstärkten
ÖPNV-NutzungprofitiertjederinderStadt–undzwarinGestaltvonwenigerAbgas-,Lärm-undStau-
belastungdurchdenPkw-Verkehr.NacheinerBerechnungdesBundesverkehrsministeriumsersetzen	
50,4MillionenFahrtenmitöffentlichenVerkehrsmittelnrund  32,7  MillionenAutofahrten.Manstellesichein-
malvor,wieesinWiesbadenaussähe,wennnichtsovieleMenschenTagfürTagmitunserenBussenfahren
würden…
(StefanBurghardt)
KaufmännischerGeschäftsführerTechnischerGeschäftsführer,	 	 	
VorsitzenderderGeschäftsführung
(UweCramer)
UweCramerundStefanBurghardt,GeschäftsführerderESWEVerkehrsgesellschaft
LageberichtLagebericht6 7
derESWEVerkehrsgesellschaftmbH
fürdasGeschäftsjahr2012
lagebericht
Allgemeines
DasWirtschaftsjahr2012warfürdieESWEVerkehrsgesellschaftmbH
geprägtvonverschiedenenThemenstellungen.Diewesentlichen
SchwerpunktederGesellschaftlageninfolgendenEntwicklungen:
•	 FortsetzungderMaßnahmenzurVerbesserungderKundenori-	
	 entierungzurErreichungder50MillionenbefördertenFahrgäste
•	 SicherstellungderQualitätsmerkmaleundZuverlässigkeit	
	 imLiniennetz
•	 WeiterführendenachhaltigewirtschaftlicheKonso-
	 lidierungdesÖffentlichenPersonennahverkehrs	 	
	 inWiesbaden
•	 UnterstützungderSchwestergesellschaftWiBusim	 	
		 BereichderAufgabenstellungenVerkehrsleistungen
•	 WeiterentwicklungvonSynergienimVerkehrsbereich
•	 ÖkologischeundenergetischeErtüchtigungder	
	 Betriebseinrichtungen
WieindenVorperiodenwurdendieaktuellenEntwicklungender
rechtlichenRahmenbedingungenfürdiezukünftigeEntwicklung
desÖffentlichenPersonennahverkehrsgenaubeobachtet.Die
ausdemJanuar2009vorliegendeGenehmigungsurkundenach
§42PBefGi.V.m.§§2Abs.6,13PBefGfürdieLinienkonzessionen
besitztihreGültigkeitbiszum30.September2017.Biszudiesem
ZeitpunktistdiemittelfristigeZukunftderGesellschaftgesichert.
DieVorbereitungenfürdiebevorstehendeKonzessionserteilung
desJahres2017wurdenvonseitenderGeschäftsführungderESWE
VerkehrsgesellschaftinZusammenarbeitmitderSchwestergesell-
schaftWiBusundderWVVWiesbadenHoldingGmbHaberbereits
indenVorjahreneingeleitet.DieZielsetzungdereingerichteten
Projektgruppebestehtdarin,frühzeitigdiewesentlichenRahmen-
bedingungenfüreinerfolgreichesKonzessionsverfahren2017zu
organisieren.
DieBetrauungsvereinbarungüberdiegemeinwirtschaftliche
VerpflichtungzurDurchführungdesaufGenehmigungennach
demPersonenbeförderungsgesetzberuhendenÖPNVsinder
LandeshauptstadtWiesbadenzwischenderGesellschaftundder
LandeshauptstadtWiesbadenwurdeam30.November2009un-
terschriebenundgaltfürdasBerichtsjahrinunveränderterForm.
WeiterführendeTeilbereichedieserVereinbarung,wiezumBeispiel
dieErstellungderjährlichenTrennungsrechnungunterdersoge-
nannten„K4-Analyse“,wurdenweitervorangetriebenundwerden
seit2011inihrerperiodischenDurchführungintensiviert.
AlsbedeutendesErgebnisdieserWirtschaftlichkeitsanalysenauf
BasisderverschiedenenWirtschaftsplanberechnungenwurde
deutlich,dassdiezumTeilbereitsvorliegendenbzw.geplanten
KostenentwicklungenbeiderSchwestergesellschaftundSubunter-
nehmenWiBuszuerheblichenBelastungender„K4-Ergebnisse“	
führenwerden.DieGeschäftsführunghatdieausihrerSichterfor-
derlichenMaßnahmeneingeleitet,umdiesennegativenEntwick-
lungengegenzusteuernundsomitdasKonzessionsverfahren2017
nichtzugefährden.FürdenVerlaufdesJahres2013werdeneine
strukturelleNeuorganisationderÖPNV-Unternehmenundeine
NeuregelungdergültigenVertragswerkezwischendenUnterneh-
menbereitsvorbereitet,umeineRückkehrzudenpositiven	
„K4-Ergebnissen“zugewährleisten.
WeiterewesentlicheRahmenbedingungenfürdasUnternehmen
imGeschäftsjahr2012waren:
•	 dervonderLandeshauptstadtWiesbadenbeschlossene	 	
	 Nahverkehrsplan
•	 dieWeiterentwicklungdesFahrplanangebotesinenger	 	
	 AbstimmungmitderMainzerVerkehrsgesellschaft(MVG)im	 	
	 gemeinsamenVerkehrsverbundMainz-Wiesbaden(VMW)
•	 dieVeränderungenindenAuswirkungendervertraglichen	 	
	 FinanzierungsinstrumenteimRhein-Main-Verkehrsverbund	 	
	 (RMV),wiezumBeispielInfrastrukturkostenzahlungen	 	
	 undEinnahmenaufteilungsverfahren
•	 FortsetzungderLeistungsverlagerungvomunternehmens-	
	 eigenenFahrdienstzumFahrdienstdesSubunternehmens	 	
	 WiBusunterBerücksichtigungdergesamtwirtschaftlichen	 	
	 AusrichtungdesWiesbadenerÖPNVs
DieGesellschafthatimBerichtsjahrzahlreicheMaßnahmenzur
EffizienzverbesserungdurchgeführtundweitereProjektezur	
Kostenrationalisierungbzw.Einnahmensteigerungvorangetrie-
ben.EinwesentlicherSchwerpunktliegtandieserStelleweiterhin
indenEffizienzsteigerungenimFahr-undDienstplanbereich.Dies
erfolgtsowohlfürdiederGesellschaftselbst,aberauchalsDienst-
leisterfürdasSchwesterunternehmenWiBusalsbeauftragtem
SubunternehmenfürdieFahrdienstleistungen.ImZusammenhang
mitdemEinsatzvoncomputergestütztenPlanungsmodellenwird
diegesamteFahrplanleistungimWiesbadenerÖPNVeinemkonti-
nuierlichenVerbesserungsprozessunterworfen.
DesWeiterenwurdenverschiedeneOptimierungsprozesseinden
AnalysestrukturenderDienstplanungsauswertungeninZusammen-
arbeitmiteinerWirtschaftsprüfungsgesellschaftfortgeführt.Fürdas
Jahr2012konntenunterschiedliche,saisonalaktuelleEinflüsseinden
PersonalbereichenderFahrdiensteerfolgreichbearbeitetwerden.Im
ZusammenhangmitPersonalfluktuationundKrankenstandsentwick-
lungenkonntendurchkurzfristigeDispositionsarbeitenzwischen
denFahrdienstbereichenwesentlichenegativeAuswirkungenim
Verkehrsangebotweitestgehendverhindertwerden.
WegweisendinSachenÖkologie
Europa-Premiere am 21. Mai2012 vor dem 	
JagdschlossPlatte hoch über Wiesbaden: Mit
der Inbetriebnahme der neuen „Euro VI“-Busse
hat ESWEVerkehr nicht zum ersten Maleine
Vorreiterrolle im Umweltschutzeingenommen
LageberichtLagebericht8 9
Vermögens- undFinanzlage
DasInvestitionsvolumenindasAnlagevermögenbeliefsichimBerichtsjahrauf6,3Mio.a
(Vorjahr:8,1Mio.a).DabeihandeltessichimWesentlichenumdieAnschaffungneuer
OmnibusseinHöhevon5,4Mio.a.InsgesamtwurdenimaktuellenBerichtsjahr16neue
OmnibusseinBetriebgenommen.ZurFinanzierungderOmnibusbeschaffungenwurdeein
DarlehenmiteinemNennbetragvon  5,0Mio.a aufgenommen.
DasAnlagevermögenistzu9,8  Prozent(Vorjahr:9,9  Prozent)durchEigenkapitalsowiezu
55,9  Prozent(Vorjahr:40,8  Prozent)durchEigenkapitalundmittel-bislangfristigesFremd-
kapitalfinanziert.
Finanz-undFördermittelderöffentlichenHandwurdenimBerichtsjahrimWesentlichenin
FormvonZuwendungenzurFinanzierungdesÖffentlichenPersonennahverkehrsgemäß
vertraglicherVereinbarungenaufRMV-EbeneinHöhevon2,6Mio.a,fürdieErstattungvon
Fahrgeldausfällengemäß§§145ff.SGBIXinHöhevon2,2Mio.a (Vorjahr:1,9Mio.a)undfür
diepauschalierteAusgleichszahlungimAusbildungsverkehrgemäß§45aPBefGinHöhevon
unverändert2,0Mio.a vereinnahmt.
DemnegativenCash-FlowausderlaufendenGeschäftstätigkeitvon-11,9Mio.a 	
(Vorjahr:-8,8Mio.a)sowiedenAuszahlungenfürInvestitionenvon6,3Mio.aundfürdie
TilgungvonBankverbindlichkeitenvon5,7Mio.a(Vorjahr:3,8Mio.a)stehenEinzahlungen
derWVVWiesbadenHoldingGmbHausdemVerlustausgleichinHöhevon14,5Mio.a sowie
Darlehensaufnahmenvon8,8Mio.a gegenüber.
DieZahlungsfähigkeitderESWEVerkehrsgesellschaftmbHwarwährenddesganzenJahres
aufgrundderAbschlagszahlungenderWVVWiesbadenHoldingGmbHaufdenzuüberneh-
mendenVerlustausgleichuneingeschränktgegeben.
AufgrunddesbestehendenErgebnisübernahmevertragesmitderWVVWiesbadenHolding
GmbHistdieEigenkapitalausstattungderGesellschaftnachhaltiggesichert.DieEigenka-
pitalquoteimBerichtsjahrhatsichunteranderemaufgrundderDarlehensaufnahmezur
FinanzierungderOmnibusbeschaffungenvon9,0  Prozentauf  8,6  Prozentverringert.
DerAnstiegderBilanzsummeum2,4Mio.a auf42,1Mio.a resultiertaufderAktivseiteim
WesentlichenausderZunahmederSachanlagen(+0,5Mio.a)undForderungengegen
verbundeneUnternehmen(+1,9Mio.a).AufderPassivseitesankdieSummederRückstel-
lungenum1,1Mio.a,währenddieSummederVerbindlichkeitenum2,2Mio.a stieg.
Fahrausweisverkaufstiegum0,9  Prozentvon45,4Mio.auf45,9Mio.
BeförderungsfällegegenüberdemVorjahran.InklusivederFahr-
gastzahlenausSchwerbehinderten-undSchülerbeförderungin
Höhe  von  4,5Mio.BeförderungenwirddieGesamtsummevon	
50,4Mio.Beförderungenerreicht.
DiepositiveBeförderungsentwicklungderESWEVerkehrsgesell-
schaftistausSichtderGeschäftsführungauchaufintensiveMarke-
ting-undVertriebsmaßnahmenzurückzuführen.DieFortführung
derwichtigstenMarketingkampagnendervergangenenJahrehat
dazugeführt,demÖffentlichenPersonennahverkehrinWiesba-
den weiterhineinpositivesImagezuverleihen.Dieseerfreuliche
Entwicklungwirdauchinderseit2009 jährlichdurchgeführten
Kundenzufriedenheitsmessungdeutlich:  DiegutenErgebnisse
derVorjahremitdenDurchschnittsnotenvon2,6 konntenmit
AbschlussdesGeschäftsjahresundeinerNotevon2,5  nocheinmal
verbessertwerden.
ZumEndedesGeschäftsjahreskonntedieGeschäftsführungauch
denerfolgreichenStartdeselektronischenFahrausweisesverkünden:	
Seit  dem1.Dezember2012werdenanalleJahresabonnementkun-
dendie„eTickets“aufBasisdesgemeinsamenKonzeptesdesRhein-
Main-Verkehrsverbundesausgegeben.
EntwicklungdesVerkehrsangebotes
DieVerkehrsleistungenimWiesbadenerLiniennetzwerdenüber-
wiegendmitOmnibussenderESWEVerkehrsgesellschaftmbH
erbracht.ImBerichtsjahrwurdenneben205unternehmenseigenen
Omnibussen(Vorjahr:218)28angemieteteFahrzeugedesSchwes-
terunternehmensWiBus(Vorjahr:28)eingesetzt.
DieFahrleistungenwurdennebendenESWE-Fahrernvorrangig
durchFahrerderSchwestergesellschaftWiBuserbracht.Infolge
derzeitweisebegrenztenPersonalkapazitätenbeiWiBuswurden
zusätzlicheFahrdienstmitarbeiterbeidenGesellschaftenCityBus
Mainz(CBM),IntercityBus(VGF)undderFirmaFahrzeitangemietet.
ImJahresdurchschnittwarenbeiESWEVerkehr264Fahrdienstmit-
arbeiter(Vorjahr:275)beschäftigt.DieAnzahlderFahrdienstmit-	
arbeiterderSchwestergesellschaftundHauptsubunternehmers	
WiBusbetrugimDurchschnitt294Mitarbeiter(Vorjahr:256)und
wurdezeitweiseumbiszu15MitarbeiterderanderenGesellschaf-
tenergänzt.DiegefahrenenPlatzkilometerändertensichgegen-
überdemVorjahrvon889Mio.  Kilometernauf  892Mio.Kilometer.
FürdasJahr2012setztedieGesellschaftdienachhaltigeEntwick-
lungdesVerkehrsangebotesunterderPrämisseeinerwirtschaftli-
chenErstellungderFahrleistungenimWiesbadenerÖPNVfort.Auf
dieserBasiswurdedasVerkehrsangebotpunktuellergänztbzw.
verstärkt.EinSchwerpunktlaghierimBereichdessogenannten
Winterfahrplans,indemfüreinenZeitraumvonNovember2012bis
BeginndesFolgejahreseinzelneBuslinienmithoherFahrgastnach-
fragedurchzusätzlicheFahrtenverstärktwurden.
EntwicklungderVerkehrsnachfrage
ImGeschäftsjahr2012konntederbereitsindenJahren2006bis2011
eingeschlagenepositiveTrendfortgesetztwerdenundeinAnstieg
derFahrgastzahlenverzeichnetwerden.DieimJahr2006verkündete
ZielsetzungderErreichungvon50MillionenFahrgästenkonnte
mitAbschlussdesGeschäftsjahres2012erfülltwerden.DieZahl
derbefördertenFahrgästeimVerkehrsgebietstiegum0,5Mio.auf
insgesamt50,4Mio.DieseEntwicklungistaufeineFüllevonerfolg-
reichenMaßnahmendesUnternehmenszurückzuführen.
DerSchwerpunktliegtindenvonseitenderGesellschaftseit2008
beworbenenMaßnahmenzurSteigerungderKundenbindung.
SowohlimBereichderErwachsenenfahrkartenwieauchimSchü-
ler-undKinderbereichkonntenZuwachsratenbeidenlangfristigen
Zeitticketserreichtwerden.Diesdokumentiertsichauchinder
Zielerreichungbezüglichdes10.000stenAbonnementkunden,der
bereitsimFrühjahrdesJahres2012begrüßtwerdenkonnte.
InderGesamtbetrachtungkanneineweiterhinausgesprochen
positiveÖPNV-EntwicklungfürdasGeschäftsjahrinWiesbaden
analysiertwerden.DieBeförderungsentwicklungausdemBereich
Gesamtaufwendungen:
67,7 Mio. e
SummeLinienverkehr:
44,2 Mio. e
Aufwandsstruktur2012
Personalaufwendungen
Materialaufwand
Sonstigebetriebliche  Aufwendungen
Abschreibungen
Zeitkarten
Freifahrer
Nerobergbahn
Bartarif  
Umsatzerlöse2012
LageberichtLagebericht10 11
ErtragslageundErgebnis
DerJahresfehlbetragvorVerlustübernahmeinHöhevon  -16,4Mio.a
hatsich  genüberdemVorjahresergebnisvon  -13,9Mio.a nachhaltig
verändert.DieVerschlechterungdes  Jahresergebnissesresultiert
ausdengestiegenenKostender  Subunternehmerleistungder
SchwestergesellschaftWiBusunddenEntwicklungenderFinan-	
zierungsinstrumentedesRhein-Main-Verkehrsverbundes.Das
ausgewieseneJahresergebnisistabervordemHintergrunddieser
ungeplantenundvonderGeschäftsführungderGesellschaftkurz-
fristignichtzubeeinflussendenEntwicklungenalsplanmäßigzu
bewerten.
DieSummederUmsatzerlöseausVerkehrsleistungeninHöhevon
44,3Mio.a beinhaltetdieEinnahmenausdemFahrausweisver-
kauf  sowieEinnahmenausderVermarktungvonBusaußenflä-
chenundaus  Fahrplanverkäufen.GegenüberdemVorjahrstieg
dieserWertnurum0,1Mio. a,vorallembedingtdurchdiebilan-
ziellenAuswirkungendesEinnahmenaufteilungsverfahrens	
mitdemRhein-Main-VerkehrsverbundinHöhevon1,6Mio.a.
Dieum0,9Mio.a  gesunkenensonstigenbetrieblichenErträge
resultierenimWesentlichenausniedrigerenErträgenausder
AuflösungvonRückstellungen(-0,5Mio.a)undgeringeren
MehrerlösenausAnlagenverkäufen(-0,2Mio.a).
DerMaterialaufwandhatsichimWesentlichenaufgrundder
imGeschäftsjahr2012gestiegenenTreibstoffpreise(+0,7Mio.a)
unddergestiegenenFremdvergabevonFahrdienstleistungenan
dasSchwesterunternehmenWiBusundandereDrittunterneh-
men(+3,1Mio.a)uminsgesamt2,6Mio.  a auf 27,2Mio.a  erhöht.
DieReduzierungsonstigerFremdleistungeninHöhevon	
0,6Mio.  a  konntedieserKostenentwicklunggeringfügigent-
gegenwirken.DievergleichsweisegeringenAuswirkungenim
BereichderTreibstoffaufwendungensindaufdieerfolgreichen
MaßnahmenderDieselpreisabsicherungsgeschäftezurückzu-
führen,dieimGeschäftsjahr2012erstmalsüberFestpreisliefer-
verträgemitdenTreibstofflieferantenvorgenommenwurden.
DenKostensteigerungenimBereichderSubunternehmerleis-
tungenstehengesunkenePersonalaufwendungen(27,0Mio.a;
Vorjahr:27,2Mio.a)gegenüber.TrotzderdurchgeführtenTarif-
entgeltanpassungenkonntedurchdenfortgeführten	
konsequentenMitarbeiterabbauimFahrdienstderPersonal-	
aufwandum0,2Mio.averringertwerden.
DieAbschreibungenstiegenimBerichtsjahr2012von5,5Mio.a€
auf5,7Mio.a.DiesistimWesentlichenaufdiejährlichenInvesti-
tionsmaßnahmenimRahmenderrollierendenBusbeschaffung
zurückzuführen.ImBerichtsjahr2012wurdenneueFahrzeuge
imWertvon5,4  Mio.a  demAnlagevermögenzugeführt.
DieSachaufwendungenkonntenvon8,8  Mio.a   auf  7,9Mio.a  
reduziertwerden.WährenddieseEntwicklungvorrangigaufdie
RisikenausFinanzinstrumenten
DieGesellschaftistbezüglichihrerFinanzinstrumente,dieim
Geschäftsjahr2012imWesentlichenForderungenundsonstige
VermögensgegenständesowieVerbindlichkeitenbetreffen,
bestimmtenRisikenausgesetzt.DasAusfallrisikoausfinanziellen
VermögenswertenbestehtinderGefahrdesAusfallseinesVer-
tragspartnersunddahermaximalinderHöhederpositivenZeit-
wertederbetreffendenForderungen.DurchWertberichtigungen
fürForderungsausfälleistdastatsächlicheRisikoausoriginären
Finanzinstrumentenausreichendabgedeckt.
SeitEndedesGeschäftsjahres2008bestehenverschiedene
GeschäfteimBereichvonRohwaren-Swap-GeschäftenzurDiesel-
preisabsicherung.DerartigeAbsicherungsgeschäfteaufBasisvon
Dieselpreis-SwapswurdenausschließlichzurPlanungssicherheit
derzeitweisestarkschwankendenDieselpreiseeingesetztund
decktenmaximal90  ProzentdererwartendenEinsatzmenge.Für
dasGeschäftsjahr2012wurdeerstmalseinFestpreisvertragsmodell
miteinemTreibstofflieferantenabgeschlossen.DiesesVertrags-
konstruktwurdeauchfürdasGeschäftsjahr2013unteraktueller
Konditionierungfortgeführt.
bilanziellenAuswirkungendesEinnahmenaufteilungsverfahrens
unterdensonstigenbetrieblichenAufwendungenzurückzufüh-
renist,gabesimBereichderanderenSachkostenpositionenkeine
besonderenAuffälligkeiten.
DasnegativeZinsergebnishatsichaufgrundderDarlehens-
aufnahmezurFinanzierungderOmnibusbeschaffungendes
Berichtsjahresum0,2Mio.a   auf-0,9Mio.a  verschlechtert.
Risikomanagement
DasRisikomanagementsystem(RMS)wurdeimBerichtsjahrauf
BasisderVorjahrefortgeführt.Zeitgleichwurdenaberbereitsdie
VorkehrungenfürdieEinführungeinerneuenSystematikfürdas
RMSderGesellschaftab2013vorbereitet.DasESWE-Risikomanage-
mentistalsverbindlicheRegelungimUnternehmeneingeführtund
bestehtausdeneinzelnenElementen:
•	 StrategieundrisikopolitischeGrundsätze
•	 Ziele,AufgabenundVerantwortlichkeiten
•	 IdentifikationderRisikendurcheineRisikoinventur
•	 RisikobewertungmiteinerDarstellungdesRisikoportfolios	 	
	 desUnternehmens
•	 RisikosteuerungmitFestlegungvonFrühwarnindikatoren
•	 RisikoberichtswesenzurDokumentationundKontrolle
AlsgrundlegendesInstrumentariumfürdasRisikomanagement-
systemwurdenimUnternehmendasHandbuchfortgeschrieben
undeinRisikobeauftragterbenannt.DasnachBewertungder
RisikoinventurerstellteRisikoportfoliofürdasUnternehmenwird
periodischregelmäßigfortgeschrieben.Hiererfolgtdieregelmäßige	
InformationderGeschäftsführungsowiederUnternehmensbe-
reicheimRahmeneinervierteljährlichenControlling-Information.
ZurSteuerungderRisikenhatdasUnternehmenMaßnahmenergrif-
fen,dieimWesentlichennebendemEinsatzinternerundexterner
FachleuteeinumfangreichestechnischesRegelwerk,dieZertifizie-
rungdesUnternehmens,einenumfassendenVersicherungsschutz
sowieFührungsleitsätzeumfassen.DasRisikomanagementsystem
istindasinterneKontrollsystemderGesellschafteingebettet.
DaslangfristigbeiderESWEVerkehrsgesellschaftmbHvorliegende
HauptrisikobestehtnachwievorinderEntwicklungimeuropä-
ischenVerkehrsrecht.AuchunterderBerücksichtigungdeserfolg-
reichenKonzessionsverfahrensundderKonzessionsverlängerung
bis2017bleibtdiesesRisikomittel-undlangfristigbestehen.Die
BewertungdesRisikoszenariosinsgesamtführtaberzudemErgeb-
nis,dassdurchdieergriffenenSteuerungsmaßnahmensowohlim
BerichtsjahralsauchfürdieZukunftkeineRisikenerkennbarsind,
diedenFortbestanddesUnternehmensgefährden.
ZurkontinuierlichenSteuerungderChancenundRisikenausSiche-
rungsgeschäftendienteinmonatlichesControlling-Tool,welches
derGeschäftsführungeinenpermanentenÜberblickzuraktuellen
Geschäftsentwicklungverschafft.VonseitenderGeschäftsführung
wirddieStrategiederSicherungvonDieselpreisentwicklungen
weiterhinalsgroßerErfolgbewertet.NebenderhohenPlanungs-
sicherheitfürdaslaufendeGeschäftsjahrkonnteimVergleichder
DieselpreisentwicklungdeslaufendenGeschäftsjahres2012mit
derKonditiondesFestpreisvertrageseinpositivesFazitausdem
Geschäftsmodellgezogenwerden.
LageberichtLagebericht12 13
zufriedenheitsmessungebenfallsverbessertwerden.DieZielset-
zungderGeschäftsführungfürdiekommendenJahrebestehtinder
BestätigungundFestigungdergutenEntwicklungen.  MitdemBlick
aufdieandauerndeWirtschafts-bzw.FinanzkrisekonntedieGe-
schäftsführungfürdasGeschäftsjahrkeinewesentlichenAuswir-
kungenfürdieGesellschaftfeststellen.AuchimGeschäftsfeldzur
VermarktungvonBusaußenflächenkonntenwiederleichtepositive
ImpulseinderWerbe-undMarketingbranchefestgestelltwerden.                   
DieaktuellenTrendsaufdenRohölmärktenunterBerücksichtigung
deraktuellenpolitischenEntwicklungenwerdennachAuffassung
derGeschäftsführungfür2013weitestgehenderfolgsneutralfür
dieGesellschaftbleiben.FortsetzungendieserGeschäftsmodelle
werdengegebenenfalls  untererheblichenKostenveränderungen
zurealisierensein,könnenaberfürdieFolgejahrederzeitnicht
abschließendbeurteiltwerden.ImVerlaufdesaktuellenGeschäfts-
jahreswirddielängerfristigePreisbindungindenverschiedenen
Vertragsszenarienanalysiert.
FürdasGeschäftsjahr2013liegtzumZeitpunktderJahresabschluss-
prüfungeindurchdenAufsichtsratbeschlossenerWirtschaftsplan
vor.DiePlanungsrechnungenfürdenPlanungszeitraumbis2017
wurdenunterBerücksichtigungderdargestelltenEntwicklungen
imBereichderSubunternehmerkostendurchdieSchwestergesell-
schaftWiBusundderEntwicklungderRMV-Finanzierungsinstru-
menteimFrühjahr2013durchdenAufsichtsratderGesellschaft
beschlossen.
Wiesbaden,30.April2013
ESWEVerkehrsgesellschaftmbH
          
AusblickundZiele
DieentscheidendeFragezurZukunftderESWEVerkehrsgesellschaft
mbHkonntefürdieGeschäftsführungmitderErteilungderLinien-
konzessionenbis2017positivbeantwortetwerden.Somitkannfür
dieGesellschaftauchfürdiemittelfristigeZukunfteinpositiver
Ausblickgegebenwerden.ESWEVerkehrsiehtsichaberseitderzu-
rückliegendenKonzessionsentscheidunginderVorbereitungspha-
sefürdienächsteKonzessionsbeantragung.Dieverändertenrecht-
lichenRahmenbedingungenzurVergabevonVerkehrsleistungen
imÖPNVwerdenimStrategie-Projekt2017unterFederführungder
WVVWiesbadenHoldingGmbHundBeteiligungderSchwester-
gesellschaftWiBusberücksichtigt.Diezeitweiseunterbrochenen
AktivitätenwerdenimVerlaufdesJahres2013wiederfortgeführt.
AlsSchwerpunktederunternehmerischenAktivitätenwerdendie
Prozessoptimierungs-undRestrukturierungsmaßnahmenzur
Effizienzsteigerungfortgesetzt.DiesesindnichtaufdieGesell-
schaftkonzentriert,sondernwerdenauchaufdieArbeitsprozesse
derSchwestergesellschaftWiBusundderTochtergesellschaftESWE
VerkehrServiceGmbHausgedehnt,umgegebenenfallsetwaige
Synergienzuerzielen.HierbeiwerdendieErgebnissedererneuten
Analysedessogenannten„ViertenKriteriums“fürdieGeschäfts-
jahre2010und2011inZusammenarbeitmiteinerWirtschaftsprü-
fungsgesellschafteinenwichtigenBeitragleisten.DieseAnalysen
wurdenbereitsimVerlaufdesGeschäftsjahresauchaufdieWirt-
schaftsplanzeiträumeausgedehnt.
AlsweitererSchwerpunktwerdendieZielsetzungenderGesell-
schaftzurErhöhungderFahrgastzahleninWiesbadenfortgeführt.
NachErreichungderZielsetzungvon50MillionenFahrgästen
imBerichtsjahrkonzentriertsichdieGeschäftsführungaufeine
ÜberarbeitungdieserZielsetzungimHinblickaufeinenachfrage-
orientierteAusweitungderangebotenenVerkehrsleistungen.Eine
FortführungderpositivenFahrgastentwicklungenistaufgrundder
hohenAuslastungsgradezudenHauptverkehrszeitennurdurch
einesukzessiveAusweitungderVerkehrsangebotemöglich.
DurcheineverstärkteAusrichtungdesUnternehmensaufdie
KundenbedürfnisseundeineVerbesserungdesÖPNV-Imagesinder
hessischenLandeshauptstadtkonntendieErgebnissederKunden-
(StefanBurghardt)(UweCramer)
      Dipl.-Ing.	                     Dipl.-Verwaltungswirt
	 	 	
FestverwurzeltinderheimatlichenRegion
Von Frauensteins Reben im Westen Wiesbadens
bis hin ins „Ländchen“ im Osten der Stadt: Die
Linien von ESWE Verkehr schaffen Verbindungen
zwischen Orten – und damit zwischen Menschen
ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201214 15
	zentraleTHEMEN des JAHRES 2012
ERRECHNET:Fahrgastzahlen-Rekorde
ImJahr2012habenmehrals50MillionenFahrgästeimWiesbade-
nerNahverkehrdieLinienbussederESWEVerkehrsgesellschaftge-
nutzt.ZumerstenMalseitdemJahr2002wurdedamitdie„magische“
50-Millionen-Markewiederüberschritten.Genau50,4Millionen
PassagierezählteESWEVerkehrimJahr2012  –  gegenüberdemJahr
2011,indem49,9MillionenFahrgästeregistriertwurden,istdasein
Plusvon0,5MillionenoderguteinemProzent.Bereitsvon2010auf
2011hatteESWEVerkehreinesignifikanteZunahmederJahresge-
samt-Fahrgastzahlverzeichnenkönnen:nämlichebenfallsum
0,5Millionen(von49,4auf49,9Millionen).
DieaußerordentlichpositiveFahrgastentwicklungimWiesbade-
nerÖPNVistumsohöherzubewerten,alsdiehiesigenZuwachsra-
tenseitJahrenzumTeildeutlichüberdemBundesschnittliegen:
Sostagnierte–währendESWEVerkehreinenAnstiegumrund
einProzentverzeichnete(sieheoben)–diebundesweitermittelte
Jahresgesamt-FahrgastzahlimBusliniennahverkehr2012unver-
ändertbeirund5,3Milliarden.UndauchaufregionalerEbenesind
dieWiesbadenerZahlenbeeindruckend:MitdemPassagierplus
von0,5MillionenhatESWEVerkehralleineinVierteldesGesamtzu-
wachsesbeigesteuert,denderRhein-Main-Verkehrsverbund(RMV)
inseinemGebietfürdasJahr2012errechnethat(derRMVermit-
teltefür2012beieinerGesamtfahrgastzahlvonrund705Millionen
einenAnstiegumzweiMillionenFahrgästegegenüberdemJahr2011).
AuchdievonESWEVerkehrbetriebeneNerobergbahn,Wiesba-
densromantischstesundgleichzeitig„schrägstes“Wahrzeichen,
konnteimBerichtsjahreineneindrucksvollenPassagierrekord
verzeichnen:InsgesamtfuhrenvonAprilbisOktober2012genau
292.510FahrgästemitDeutschlandsältesterundEuropaszweitäl-
testerwasserballastbetriebenenDrahtseil-Zahnstangenbahnvom
NerotalaushinaufaufWiesbadensHausbergundwiederherunter.Im
VergleichzumVorjahrbedeutetedieseinenZuwachsummehrals
22.500Passagiere;dieSteigerungsrategegenüber2011lagsomitbei
eindrucksvollen8,3Prozent.
ERREICHT: 10.000.Abonnementkunde
Am29.Februar2012wurdeeinbesonderesJubiläumgefeiert:
ESWEVerkehrkonntedie10.000.Abonnementkundinbegrüßen.
MitderrundenZahl„10.000“blicktdasAbonnementvonESWE
VerkehraufeineäußersterfolgreicheHistoriezurück:Bereitsinden
frühen90er-JahrenunterdembisheuteunvergessenenNamen
„HimmelblaueJahreskarte“eingeführt,wurdedasTicketimJahr
1995alswesentlichesElementindaseinheitlicheTarifsystemdes
damalsneugegründetenRhein-Main-Verkehrsverbundes(RMV)
integriert.SeitdembietetdasAbonnementseinenNutzernjede
MengeVorteile:NichtnurderattraktiveAngebotspreis(„zwölf
Monatefahren,nurzehnMonatezahlen“)sowiedieumfassende
Gratis-MitnahmeregelungfürBegleitpersonensindhierzunennen,
sondernauchdiePreisvergünstigungenbeizahlreichenkulturellen,
sportlichenundtouristischenEinrichtungen,inderenGenussjeder
Abo-InhaberohneZusatzkostenkommt.
WeiterwachsenderFahrgastzuspruch,weitersteigendePositivbewertung
2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012
44
45
49
48
47
46
50
51
SeitdemJahr2006istdieJahresgesamtzahlderESWE-Fahrgäste
umrundvierMillionengestiegen
KleineFeierstundeam29.Februar2012inderMobilitätszentraleim	
WiesbadenerLuisenForum:Ana-GabrielaBrandusawurdeals10.000.
Abonnementkundinbegrüßt
EinDankeschönandieFahrgäste
50,4 Millionen Fahrgäste im Jahr 2012: Aus diesem
besonderen Grund – eslag genau zehn Jahre
zurück, dass bei der Jahresgesamt-Passagierzahl
die „magische“50-Millionen-Marke letztmalig
überschritten wurde – rief ESWEVerkehr zu einer
großen Mitmachaktionauf, als deren Ergebnis
im Mai2013 der „50-Millionen-Dankeschön-Bus“
präsentiert wurde
ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201216 17
Soisteskaumerstaunlich,dassdieAbonnentenzahlenindenver-
gangenenJahrenstetigangewachsensind–insbesondereseitESWE
VerkehrimJahr2007eineKooperationmitdemRMVeinging,um
gemeinsamdieBetreuungderAbo-Kundenzuverbessern.Zielwar
es,mittelsintensivierterMarketingaktivitätendieFahrgästenoch
umfassenderüberdasAbo-Angebotzuinformieren;außerdem
wurdenbesondereKundenbindungsmaßnahmenrealisiert.
DassESWEVerkehrimBerichtsjahrdiezehntausendsteAbo-Kundin
beglückwünschenkonnte,zeugtvomErfolgdereingeleiteten
Maßnahmen.Seit2007registriertedasUnternehmeneinenAnstieg
derZahlderAbo-Nutzervonrund6.500aufnunmehr10.000–eine
Steigerungumfast54ProzentinfünfJahren!
ERMITTELT:  Kundenzufriedenheit
DassdasÜbertreffenderMarkevon50MillionenFahrgästenimJahr
2012keinZufallwar,belegteineStudiederHochschuleRheinMain
inWiesbaden.DiewissenschaftlicheRepräsentativuntersuchung
derFahrgastzufriedenheitwirdeinMalproJahrvonESWEVerkehrin
Auftraggegeben–nichtnurausnachvollziehbaremEigeninteresse,
sondernauch,weildieVerkehrsgesellschaftdenstädtischenGremien
jährlicheinenLeistungsberichtvorlegenmuss,derunteranderem
eineaktuelleAnalysederKundenzufriedenheitbeinhaltet.
SowurdenauchimBerichtsjahrunterderLeitungvonProf.Dr.Bern-
hardHeidelinvierZeitintervallenPassantenanunterschiedlichen
StandortenimWiesbadenerStadtgebietnachihrerZufriedenheit
mitdemNahverkehrsangebotinderLandeshauptstadtbefragt.
DabeisetztensichdieUmfrageteilnehmerabermalsausganzunter-
schiedlichenGruppenzusammen:VonregelmäßigenBusnutzern
übergelegentlicheÖPNV-KundenbishinzueingefleischtenAutofah-
rernkamenauch2012allerelevantenZielgruppeninderStudiezu
Wort.Insgesamt1.680BefragungenführtedasstudentischeTeam
derHochschuledurch;diePassantenkonntenhierbeiinunter-
schiedlichenKategorienNotenvergeben,unteranderemfürdie
Servicequalität,denKomfortindenBussenunddasFahrplanangebot.
UntermStrichstelltendieBefragtenESWEVerkehrfür2012eingutes
Zeugnisaus:2,5lautete,orientiertanderSchulnotenskalavoneinsbis
sechs,dieGesamtnote–eineVerbesserung  um0,1Notenpunkte
gegenüber2011.DeutlichschlechterhingegenschnittbeidenUm-
frageteilnehmerndiePkw-NutzunginWiesbadenab:Diesewurde
2012nurnochmitderNote3,4bewertet,waseinAbsinkenum0,2
NotenpunktegegenüberdemVorjahrbedeutet.Diegewachsene
KundenzufriedenheitlässtsichlautStudiekonkretandreiPunkten
festmachen:VorallembeidenKriterien„Pünktlichkeit“,„Fahr-
komfort“und„ZustandderBusse“konnteESWEVerkehrteilweise
deutlichzulegen.
EINGESETZT: „EuropassaubersteDieselbusse“
MitteMai2012kaminWiesbadendereuropaweitersteLinienbus
miteinerAbgasfiltertechnikgemäßderkünftigen„EuroVI“-Norm
indenVerkehr;kurzdanachwurdenzweiweitere„EuroVI“-Bussean
ESWEVerkehrausgeliefert,sodassseitherinsgesamtdreiExemplare
der„sauberstenDieselbusseEuropas“aufdenStraßenderhessischen
Landeshauptstadtunterwegssind.WiesbadensVerkehrsbetriebe
sinddamiteinmalmehrbeimEinsatzmodernsterAbgasfiltersys-	
temeinnovativvorangegangen.
DieESWE-UmweltinitiativetrugfrühzeitigderTatsacheRechnung,
dassabSeptember2014EU-weitdieneue„EuroVI“-Normgelten
wird–diestrengstejemalserlasseneAbgasvorschriftfürschwere
NutzfahrzeugemitDieselmotor.Mitdendreineuen„EuroVI“-
GelenkzügenvomTyp„Citaro2“(abgekürzt:„C2“;Herstellerist
Mercedes-Benz/EvoBus)warESWEVerkehrdaseuropaweiterste
Verkehrsunternehmen,dasLinienbussemit„EuroVI“-Abgas-	
reinigungstechnikinBetriebgenommenhat.
ErsteMessungenergabenimJahresverlauf,dassdieneue„EuroVI“-
TechnologiebeiStickoxiden(NOx),alsobeijenenAbgasbestandteilen,
dievonherkömmlichenRußpartikelfilternnuringeringemMaß
erfasstwerdenkönnen,zueinerEmissionsreduzierungvoncirca	
95Prozentführt!
ERPROBT: „GTL“-Kraftstoff	
	
EbenfallsimMai2012wurdeinWiesbadeneineweiterewegwei-
sendeInitiativefürnochwenigerAbgasbelastungimÖPNVaus
derTaufegehoben:GemeinsamstartetenESWEVerkehrundder
MineralölkonzernShellimRahmeneinesPilotprojektsdendeutsch-
landweiterstenkommerziellenEinsatzdessynthetischausErdgas
hergestelltenKraftstoffs„ShellGTLFuel“.DieserDieseltreibstoff–	
eristglasklarundgeruchsarmunderzeugtpraktischkeinenschwar-
zenRauch–ermöglichteineweitereReduzierungdesAusstoßes
lokalerEmissionenbeiderPartikelmasse(PM)undbeiStickoxiden
(NOx),weilerimVergleichzukonventionellem,ausMineralöl	
gewonnenemDieselwesentlichschadstoffärmerverbrennt.
„GTL“stehtfür„GastoLiquids“,alsofürdieVerflüssigungvonErdgas
mittelseineschemischenUmwandlungsverfahrens,aufdessenBa-
sisderneuartigeKraftstoffentwickeltwurde.ImZugedesvonESWE
VerkehrgemeinsammitShellgestartetenPilotprojektswurden
zwölfderinsgesamt233ESWE-Busseabsofortnurnochmit„Shell
GTLFuel“betankt.ErsteMessergebnisse,dieimVerlaufdesBerichts-
jahreserhobenwurden,besagten,dassderEinsatzdes„GTL“-Kraft-
stoffszueinerVerringerungdesNOx-Ausstoßesumrund16Prozent
führt,währendsichdieKohlendioxid-,alsodieCO2-Emissionenum
etwaelfProzentreduzierten.
EINGEFÜHRT: Umweltzone
ImBerichtsjahrbereitetesichESWEVerkehrintensivaufdasfür
den1.Februar2013angesetzteInkrafttretendergemeinsamen
UmweltzonederbeidenLandeshauptstädteWiesbadenundMainz
vor.DenndadieentsprechendenRegelungennichtnurfürPkws,
sondernbeispielsweiseauchfürLkwsundBussegelten,warund
istdieEinführungderUmweltzonenatürlichauchfürWiesbadens
kommunalenÖPNV-BetreibereinzentralesThema.
ZumJahresende2012stelltesichdieSituationwiefolgtdar:
•	 MehralsdreiVierteldesinsgesamt233dieselbetriebene	 	
	 BusseumfassendenESWE-undWiBus-Fuhrparkssind	
	 inpunctoAbgasfiltertechnikaufdemneuestenStand:Sie
	 erfüllendieSchadstoffnormen„EuroIIImitPartikelfilter“,
	 „EuroIV“,„EuroV“,„EEV“odersogar„EuroVI“(siehelinks:
	 „EINGESETZT“),sodassdieseBusseproblemlosdievorge-
	 schriebeneFeinstaubplaketteerhaltenkönnen.Rechtzeitig
	 vordem1.FebruarwerdendiegrünenAufkleberanden
	 FrontscheibenderBusseangebracht.
•	 Für53BusseältererBaujahre,derenAntriebssystemenurden
	 Anforderungender„EuroIII“-Abgasnormentsprechen,plant
	 ESWEVerkehr,Ausnahmegenehmigungenzubeantragen,
	 dieaufmaximaleinJahrbefristetseinsollen.Längeralsein
	 JahrgültigeAusnahmenwerdennichterforderlichsein,
	 dennfür25der53BussestehtimVerlaufdesJahres2013
	 ohnehinturnusgemäßdiealtersbedingteAusmusterung	
	 an,währenddieanderen28FahrzeugebiszumJahresende
	 2013miteinemRußpartikelfilter(inderFachwelt„CRT-Filter“
	 genannt)nachgerüstetseinwerden,woraufhinihnendie
	 grüneFeinstaubplaketteebenfallszustehenwird.JeLinien-
	 fahrzeugkostetderFiltereinbaurund8.000a,sodass
	 diegesamteNachrüstaktionmitetwa224.000a zuBu-
	 cheschlagenwird.AusSichtvonESWEVerkehrstelltdiese
	 SummeeineweiterelohnenswerteInvestitionindenUm-	 	
	 weltschutzdar–dieVerkehrsgesellschaftbleibtdamitihrem  
	 Credotreu,mitihrerBusflottestetseinVorreiterin  Sachen
	 umweltverträglicheBusmotorenmithocheffizienterAbgas-
	 filtertechnikzusein.
FortschrittlicheUmwelttechnologien
Quelle:Tiefbau-undVermessungsamt,LandeshauptstadtWiesbaden
OffiziellerStartschusszum„GTL“-Pilotprojekt:Am30.Mai2012wurdeaufdemBetriebsgeländevonESWEVerkehrderEinsatzdesneuartigen	
Öko-Kraftstoffseingeläutet
NureinigeVororteblieben„außenvor“:Ansonstenwurdenahezudas
gesamteStadtgebietvonWiesbadenundMainzam1.Februar2013zur
Umweltzoneerklärt
ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201218 19
ENTWICKELT: ElektronischerFahrausweis„eTicket“
„IhrFahrausweiswirdelektronisch“:SoeinfachistdieNeueinfüh-
rungdes„eTicketRhein-Main“erklärt,diedasgesamteBerichtsjahr
übereinesderbeherrschendenArbeitsthemenbeiESWEVerkehr
war–obgleichsichmitderEinführungdeselektronischenFahr-
ausweisesfürdenFahrgastaußerderTicket-Optikpraktischkaum
etwasänderte.StattdergewohntenPapierfahrscheine,diedie
InhaberbeispielsweiseeinesAbonnementsbislangdreiMalpro
Jahrzugeschicktbekamen,erhaltendieNutzernuneinmaligein
scheckkartengroßes,fünfJahrelanggültigesPlastikmediummit
integriertemElektrochipzugesandt–undzwarrechtzeitigvor
AblaufderGültigkeitihresderzeitigenFahrausweises.
AuchwasdenPreisunddieProduktwahlangeht,ändertesichmit
dem„eTicket“nichts.SogibtesvomAbonnementnachwievor
sowohleinunpersönlichesundsomitübertragbaresTicketalsauch
diepersonalisierte,dahernichtübertragbareVariantemitaufge-
drucktemLichtbild.Neuist  allerdings,dassregistriertenKunden
nunbeideFahrscheinvariantenersetztwerdenkönnen,wenndas
„eTicket“zumBeispieleinmalverlorengeht.Diesstellteinenechten
VorteilgegenüberdemaltenPapierfahrscheindar,dennbislang
standdieErsatzoptionnurdenInhaberneinespersönlichenAbos
offen.MöglichmachtedieseErweiterungderindenneuenelek-
tronischenFahrausweisintegrierteElektrochip,dersichjederzeit
innerhalbvon24StundensperrenlässtundsovorMissbrauch
geschütztwird.Ersetztwirddas„eTicket“natürlichauchdann,
wenneseinmaleinenDefekthabensollte.DassbeiallenVorgängen
diestrengengesetzlichenDatenschutzbestimmungeneingehalten
werden,verstehtsichvonselbst:SosindaufdemElektrochipdes
TicketskeinerleipersönlicheKundendatenhinterlegt(nurFahr-
kartenart,GültigkeitszeitraumundTarifgebietewerdenaufihm
gespeichert),undbeimAuslesendesTicketsdurcheinKontrollgerät
werdenkeinerleiFahrtinformationenabgespeichert.
Soeinfachdie„eTicket“-EinführungausFahrgastsichtauchverläuft,
sokomplexstelltesiesichfürESWEVerkehrdar;akribischundenga-
giertwurdehinterdenKulissenandenAbläufengearbeitet.Nicht
wenigeralself  MitgliedergehörtenderfederführendenProjekt-
gruppean,diesichausMitarbeiternderUnternehmensbereiche
Vertrieb,Informationstechnik,TechnischerBetrieb,Rechnungs-
wesenundBetriebssystemezusammensetzte.ZudengrößtenHe-
rausforderungen,diesichdenelfFachleuten–dieparallelnatürlich
auchihreeigentlicheArbeitnichtvernachlässigendurften–stellten,
zähltediefürdenStartdes„eTicket“notwendigeKomplettumstellung
undteilweiseNeuentwicklungderinternenVerwaltungs-und
Abrechnungs-Software.DassdiesbeilaufendemBetriebdurch-
geführtwerdenmusste,stellteeinezusätzlicheBelastungdar.Im
VerlaufdesJahres2012erwiessichinsbesonderedieUmstellungder
Abonnentenverwaltungaufdasneue,„eTicket“-gemäßeSystem
einschließlichdes„Datenumzugs“vonalterzuneuerSoftwareals
schwierigeralsursprünglicherwartet,waszu–angesichtsderGrö-
ßenordnungdesProjektsnachvollziehbaren–vereinzeltenKompli-
kationenundVerzögerungenindenProzessabläufenführte.
TopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe1/12:
Wasserspender,Namensgeber,Funkstation
DerBingert-WasserturmspieltinderESWE-Historie,vorallem
inderGeschichtedesFunkverkehrs,eineganzbesondereRolle.
DerUrsprungdes  knapp28MeterhohenTurmsgehtaufden
indenJahrennachdemEndedesZweitenWeltkriegsauchin
WiesbadenexpandierendenWohnungsbaufürUS-Soldaten
undderenFamilienzurück.Esgalt,dierund600Wohnein-
heiten,diedamalsoberhalbdesBierstadterAukammtalsneu
entstandenundwenigspäterdieAukamm-Siedlungbildeten,
mitWasserzuversorgen.
Das1956/57aufeinemLandrückennamens„Bingert“errich-
teteBauwerkhattesichinseinerFunktionals„Wasserspen-
der“fürdierundanderthalbKilometerentfernteundetwa	
80MetertieferliegendeAukamm-Siedlunglängstetabliert,
alsderTurmEndeder60er-undAnfangder70er-Jahrezu-
sätzlichzumNamenspatengemachtwurde–unddasgleich
indoppelterHinsicht:ZumeinenwurdedieimJahr1969ins
LebengerufeneFirmenzeitschriftderWiesbadenerStadtwer-
keaufdenNamen„bingert“getauft;zumzweitenbenötigte
manfürden1970/71gestartetenFunkverkehrdesstädtischen
LinienbusbetriebseinunverwechselbaresKennwort–und
fandesimbisheuteexistierendenFunkrufwort„Bingert“.	
DerGrundhierfüristklar:DiezentraleSendeanlagedesFunk-
verkehrsbefandsich(undbefindetsichnochheute)aufdem
Bingert-Turm.
ImZugederVorbereitungender„eTicket“-Einführungwurdenim
Berichtsjahralle233ESWE-undWiBus-Bussemiteinemfestinstal-
liertenFahrscheinprüfgerätausgerüstet,zudemwurdenmobile
KontrollgerätefürdenEinsatzdurchFahrausweisprüferange-
schafft.DadieKommunikationzwischendenPrüfgerätenundden
zentralenDatenrechnerndigitalvonstattengeht,wurdeaußerdem
dergesamteESWE-BetriebshofmiteinemgroßflächigenWLAN-
Netzüberzogen,dasdendrahtlosenAustauschzwischenRechnern
undBussenermöglicht.
DieEinführungdes„eTicketRhein-Main“fandundfindetübrigens
imgesamtenGebietdesRhein-Main-Verkehrsverbundes(RMV)
statt.FürdenWiesbadenerFahrgastbedeutetdies,dasser,ein
entsprechendgebuchtesTarifgebietvorausgesetzt,mitseinem
„eTicket“beispielsweiseauchinFrankfurt,MarburgoderDarmstadt
unterwegsseinkann.
ERZIELT: Dynamische  Fahrgastinformationen
UnterdemStichwort„DynamisierungderFahrgastinformation“
warbereitsimJahr2011aufeinigenLinienmitderErprobungeiner
„Aktualisierungs-Software“fürdieBus-Zielanzeigenbegonnen
worden;imBerichtsjahrwurdediesesVerfahrennunindenRegel-
betriebüberführt.DankderneuenSoftwarekönnendieZielanzei-
gen–alsojenenachaußengerichtetenDisplays,dieoberhalbder
FrontscheibeeinesjedenBussesangebrachtsind–ihreInschriften
selbsttätigundautomatischaktualisieren.DieSoftware„befiehlt“
dervomBus-BordrechnergesteuertenZielanzeigebeispielsweiseab
einembestimmtenPunktdesFahrtwegs,einenbestimmtenHinweis
auszublenden.SokannetwaeinBusderLinie8seineFahrtinBiebrich
mitderZielanzeigeninschrift„Eigenheim/überHauptbahnhof“
beginnen,undsobalddasFahrzeugdenHauptbahnhofhintersich
gelassenhat,erlischtimZielanzeigen-Displayautomatischdie–nun
ja„erledigte“–Zusatzinformation„überHauptbahnhof“.
TechnischeInnovationenfürdieFahrgäste
FachübergreifendeKooperation:ExpertenausverschiedenenUnternehmensbereichenbildetendiezurEinführungdes„eTicket“	
eingerichteteProjektgruppe
BetriebsbereicheBetriebsbereiche20 21
ZweiunverwechselbareWahrzeichenWiesbadens
Auch sie prägen das Stadtbild: Die
Bussevon ESWEVerkehr sind aus dem
Wiesbadener Leben ebenso wenig
wegzudenken wie etwa das Kurhaus
BetriebsbereicheBetriebsbereiche22 23
Fahrdienst
Sonderfahrten
SeitderEröffnungdesneuenMainzerFußballstadions„Coface-Are-
na“imSommer2011unterstütztderFahrdienstvonESWEVerkehrdie
KollegenderMainzerVerkehrsgesellschaft(MVG)anallenHeimspiel-
tagendesBundesligistenMainz05mitFahrzeugenundFahrern;
auchimBerichtsjahr2012wardieswiederderFall.Dabeiwurdendie
rund75MVG-Busse,diedieFußballfansjedesMalzurArenabringen,
stetsumrundzehnWiesbadenerGelenkbusseergänzt.  Besonders
praktischfüralleSchlachtenbummlervonderhessischenRheinseite:
SiekonntendirektamWiesbadenerHauptbahnhofindieunterder
Bezeichnung„E6“verkehrendenSonderbusseeinsteigen.
ÜberdieFahrtenzur„Coface-Arena“hinausfandenimBerichtsjahr
zahlreicheweitereSonderfahrtenstatt,etwazuKonzertendes
Rheingau-Musik-Festivals.AuchSchulen,Kindergärtenundandere
EinrichtungenmietetenimJahr2012wiedersomanchenESWE-Bus
fürdiverseAusflugs-undandereFahrtenan.
Fahrerehrung
ImFebruar2012wurdenwiedereinmaljeneESWE-Fahrerausge-
zeichnet,dieihreBussejahrzehntelangunfallfreidurchdenWiesba-
denerStraßenverkehrgesteuerthaben– was  angesichtsdesständig
zunehmendenundzudemimmerhektischer  werdendenVerkehrsge-
schehenseinewirklichbeachtenswerteLeistungdarstellt.
INFORMATIONEN AUS DEN BETRIEBSBEREICHEN
ImRahmeneinerkleinenFeierstunde,dieüblicherweiseallezwei
Jahrestattfindet,wurdeninsgesamtelflangjährigeFahrerinden
Kategorien„30JahreUnfallfreiheit“,„25JahreUnfallfreiheit“und
„10JahreUnfallfreiheit“ausgezeichnet;sieerhieltenrepräsentative
UrkundensowiewertvolleSachpreise.Zusammengerechnetbrach-
tenesdieelfKollegenamTagihrerEhrungaufsageundschreibe195
unfallfreieJahre.
WiBus-Betriebsleitung
Seitdem1.OktoberdesBerichtsjahresübtderFachbereichsleiterdes
ESWE-FahrdienstesinPersonalunionauchdasAmtdesBetriebs-
leitersbeiderSchwestergesellschaftWiBusaus.Mitdieserneuen
personellenKonstellationkonnten,insbesondereaufderoperativen
Ebene,wichtigeSynergieeffekteerreichtwerden,dennderAbstim-
mungsbedarfzwischendenFahrdienstenbeiderUnternehmenhat
sicherheblichverringert.ImErgebnisprofitiertvondieserEntschei-
dunggeradeauchderFahrgast,derzuRechterwartet,dassdie
Leistung,diederÖPNVinWiesbaden„draußenaufderStraße“zu
erbringenhat,bestmöglichorganisiertist–ohneReibungsverluste
zwischenzweiUnternehmen,dievondenmeistenFahrgästenohne-
hinnuralseinAnbieterwahrgenommenwerden.
DarüberhinausbesitztdiePersonalentscheidungaucheine
wirtschaftlicheKomponente:Schließlichsindoptimalgestaltete
BetriebsabläufeeinezentraleVoraussetzungfüreinerfolgreiches
AbschneidenimWettbewerbmitanderenVerkehrsanbietern–und
damitsindsieaucheinwichtigerFaktorderArbeitsplatzsicherheit.
Last,notleastverbindetsichmitderStellenbesetzungaucheine
symbolischeBedeutung:DieDoppelfunktionESWE-Fahrdienstchef/
WiBus-BetriebsleiterstehtfürdiezunehmendeDurchlässigkeit
zwischendenbeidenUnternehmen.
Zivilcourage-Seminare
NachdemESWEVerkehrbereitsimJahr2010ersteundseitherregel-
mäßigeDeeskalationstrainingsfürFahrdienstmitarbeiterinsLeben
gerufenhatte–diesebesonderenAusbildungensollendenFahrern
zumehrSicherheitimUmgangmitbrenzligenSituationeninden
Bussenverhelfen–,wurdenimJahr2011erstmalsauchZivilcourage-
TrainingsfürFahrgästeangeboten.ImBerichtsjahr2012wurdedie
„Zivilcourage:Ja!Aberwie?“betitelteSeminarreihefortgesetzt.
Initiiert,organisiertundgemeinsamdurchgeführtvomPolizei-
präsidiumWesthessen,demWiesbadenerPräventionsrat,dem
hessischenLandesprojekt„NetzwerkgegenGewalt“,demauchdie
StadtWiesbadenangehört,sowiedemFahrdienstvonESWEVerkehr
widmetensichdiejeweilsvierstündigenVeranstaltungenauch2012
wiederdemThema„Gewaltprävention“.ZielderInitiativewarund
istes,interessierteBürgerdarinzuschulen,wiesieinKonfliktsituati-
onen–etwawährendderFahrtineinemöffentlichenVerkehrsmittel
–deeskalierend,alsoentschärfendreagierenkönnen.
DabeigingesindenSeminarenkeineswegsumSelbstverteidigung;
denTeilnehmernwurdevielmehrerklärtundinRollenspielenauch
demonstriert,wiemananderePersonenauspotenziellgefährlichen
Szenarienbefreienkann.ZudenpraktischenHandlungsanlei-
tungen,diedemMotto„Menschenmöchtenhelfen–siewissen
häufignurnichtwie!“folgten,gehörteesbeispielsweise,ineiner
KonfliktsituationganzgezieltÖffentlichkeitherzustellen,umauf
dieseWeisedermöglichenBedrohungentgehenzukönnen.Auchdas
Sich-AbwendenvomAngreifer,deneszuisolierengiltundausdessen
„Magnetfeld“mansichbefreiensoll,unddasSich-Konzentrierenauf
dieSituationdes(potenziellen)OpferszähltenzudenLerninhalten.
DiegroßeunddurchwegäußerstpositiveResonanzaufdasfürdie
TeilnehmerkostenloseSeminarangebotzeigte,dassbeivielenMen-
scheneinstarkesInteressevorhandenist,richtigesHelfenzulernen.
UmdiesemInteressegerechtzuwerden,wurdeentschieden,die
SeminarreiheauchimJahr2013fortzusetzen.
„EuropassaubersteDieselbusse“–  jetztaufWiesbadensStraßen
DereuropaweitersteLinienbusmiteinerAbgasfiltertechnik
gemäßderkünftigenEuro-VI-NormistMitteMaiindenVer-
kehrgekommen–undzwarbeiESWEVerkehr.Inzwischensind
zweiweitereEuro-VI-BussedesneuenMercedes-Typs„Citaro2“
andasVerkehrsunternehmenausgeliefertworden,sodassnun
insgesamtdreiExemplareder„sauberstenDieselbusseEuro-
pas“aufdenStraßenderLandeshauptstadtunterwegssind.
WiesbadensVerkehrsbetriebegehendamiteinmalmehrbeim
EinsatzmodernsterAbgasfiltersystemeinnovativvoran.
EinkleinerBlickindieZukunft:AbSeptember2014wirdEU-weit
eineneueAbgasvorschriftfürLkwsundBussegelten–dieso-
genannteEuro-VI-Norm.Siewirddanndiestrengstejemals
erlassene Abgasvorschrift für schwere Nutzfahrzeuge mit
Dieselmotorsein.Dochbereitsjetzt,alsorundzweieinviertel
JahrevordemInkrafttretenderEuro-VI-Norm,sinddieersten
LinienbusseaufdenMarktgekommen,dieeinehochmoderne
Abgasfiltertechnikeingebauthaben,mitderschonheutedie
strengenEuro-VI-Vorgabenerfülltwerden.
Am21.Mai2012wurdederersteEuro-VI-BusvomTyp„Citaro2“  
(HerstelleristMercedes-Benz/EvoBus)aufdemGeländedes
WiesbadenerJagdschlossesPlatteandieESWEVerkehrsgesell-
schaftübergeben.ESWEVerkehristdamiteuropaweitdaserste
Verkehrsunternehmenüberhaupt,daseinenLinienbus,der
bereitsüberdiekünftigeAbgasreinigungstechnikverfügt,in
Betriebgenommenhat.
WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite16bereit.
BetriebsbereicheBetriebsbereiche24 25
NachfrageanalysederLinien45und47
DiebeidenMainz-WiesbadenerGemeinschafts-Buslinien45und47,
dieseitdenFahrplanwechselnimDezember2008bzw.Dezember2010
diebeidenLandeshauptstädteaufihrerwichtigstenStraßenverbin-
dung–derSchiersteinerAutobahnbrücke–miteinanderverknüpfen,
schriebenimBerichtsjahrihreErfolgsgeschichteweiter.DieErgebnisse
einerzumJahresendevorgestelltenFahrgastzahlenanalysezeigten,
dassimJahr2012einweitererNachfragezuwachsverzeichnetwerden
konnte.MittlerweilenutzenaneinemdurchschnittlichenWochentag
außerhalbvonFerienzeiteninsgesamtetwa1.100Fahrgästedie45er-
unddie47er-BusseinbeidenFahrtrichtungen.InSummesindesjährlich
rund325.000Passagiere,dieimöffentlichenNahverkehrdenRheinauf
derA643überqueren.
„Dievor2008nochweitverbreitetenZweifel,obeinÖPNV-Angebotüber
dieSchiersteinerBrückeaufeinausreichendgroßesFahrgastinteres-
sestoßenwerde,sindmittlerweilegroßerZufriedenheitgewichen“,
bilanziertdie  AnalysedieerfreulicheEntwicklungderNutzungszahlen.
ErwartungsgemäßhatsichdieLinie45alsdiestärkereVerbindungeta-
bliert,aberauchdieLinie47,dieals„kleineSchwester“2012ihrzweites
vollesBetriebsjahrerlebte,hatsicheinedauerhafte,solideNachfrage
erarbeitet.
NeueVerkehrsmeister
ImBerichtsjahrkamenbeiESWEVerkehrerstmalsdreiVerkehrsmeister
neuzumEinsatz,diezuvorbeiderSchwestergesellschaftWiBusals
Busfahrergearbeitethatten.NachdemsieseitHerbst2011eineinterne
Weiterbildungdurchlaufenhatten,konntendiedreiMitarbeiter2012
ihreneueTätigkeitaufnehmen.
DassVerkehrsmeisterausdemKreisderBusfahrerkommen,istalles
anderealsungewöhnlich–imGegenteil:LangjährigeErfahrung,das
WissenumdieBetriebsabläufeundnichtzuletztumfangreicheKennt-
nissedesLiniennetzessindseitjeherGrundvoraussetzungenfürdie
verantwortungsvolleArbeiteinesVerkehrsmeisters.Neuallerdingswar,
dassderNachwuchsausdenReihenvonWiBusstammte.Diesedrei
erstenPersonalwechselvonWiBuszuESWEVerkehrdokumentieren
denBeginneinerzunehmendenDurchlässigkeitzwischendenbeiden
Unternehmen.
TerminlichflexibleAngebotsoptimierungen
„ZwecksAnpassungdesFahrtenangebotsandiegestiegeneNachfrage“
–immerhäufigeristdieseFormulierungdieerfreulicheBegründungfür
eineErweiterungvonFahrtzeiten,füreineVerengungvonFahrtentak-
tungenoderfüreineAusweitungdesLiniennetzes.DasÜberschreiten
der50-Millionen-GrenzebeiderGesamtfahrgastzahldesJahres2012
sprichtindiesemZusammenhangeinedeutlicheSprache.Gleichzei-
tigverstärktsichseitJahrenderTrend,imSinneeineszeitnahenund
flexiblenReagierensaufSchwankungeninderFahrgastnachfragemit
derUmsetzungvonFahrplanänderungennichtbiszumalljährlichen
Fahrplanwechsel-StichtagMitteDezemberabzuwarten,sondern	
solcheÄnderungenbereitsimJahresverlauf,also„unterjährig“inKraft
zusetzen.
SogabesimBerichtsjahr2012gleichdreiStichtage,andenenzahl-
reichekundenorientierteAngebotsoptimierungenimWiesbadener
Liniennahverkehrwirksamwurden:den16.April(ersterSchultagnach
denOsterferieninHessenundRheinland-Pfalz),den13.August(erster
SchultagnachdenSommerferieninHessenundRheinland-Pfalz)
sowieden5.November(BeginndererstenvollenArbeitswochenach
denHerbstferieninHessenundRheinland-Pfalz).Dieam5.November
inKraftgetretenenFahrplanänderungenbildetenzusammenmit
weiterenÄnderungen,dieaufden11.Februar2013terminiertwurden,
dieMaßnahmendeserstmalsaufzweiStichtageaufgeteiltenFahr-
planwechsels2012/2013.
Linie 6
WassichineinemJahrerfolgreichbewährthat,wirdimnächstenJahr
fortgesetzt–undsogarerweitert.DiesesPrinzipgaltimBerichtsjahrfür
den2011erstmalsrealisierten„Winterfahrplan“derLinie6,derdienstäl-
testenGemeinschaftslinievonESWEVerkehrundMainzerVerkehrsge-
sellschaft(MVG).Soverkehrtenabdem5.November2012die6er-Busse
stattimtraditionellen10-Minuten-Taktwiederineinem7,5-Minuten-
Takt.StattstündlichsechsBussenverbandennunalsoachtBussejeStun-
dediebeidenLandeshauptstädteaufderLinie6miteinander–undzwar
unterderWochezwischencirca7undcirca19Uhr.DieTaktverdichtung
endetam21.Dezember,demFreitagvorWeihnachten;siewurdeaber–
andersalsimVorjahr–nachdemEndederWeihnachtsferienam	
7.Januar2013wiederaufgenommen,umdannbiszumFastnachtsfreitag
(8.Februar)anzudauern.
DiesaisonalenTrendsinderFahrgastnachfrage,aufdieESWEVerkehrin
Gestaltder„Winterfahrplan“-Taktverdichtungflexibelreagierte,haben
ihreUrsachenindenVorlesungszeitenanderMainzerUniversitätund
derHochschuleRheinMaininWiesbadensowieindererhöhtenZahlvon
Verkehrsteilnehmern,die–ansonstenperFahrradoderAutounterwegs
–inderungemütlichenJahreszeitgerneaufdenBusumsteigen.Undmit
BlickaufdenMonatDezemberspieltenatürlichauchdieVorweihnachts-
zeiteineRolle,dieWeihnachtseinkäuferwieauchWeihnachtsmarkt-
besucherausMainzundausWiesbadenoftmalsaufdiejeweilsandere
Rheinseitelockt.
Linie 47
Seitdem16.April2012nimmtdieLinie47,diejüngste,seitEnde2010
bestehendeGemeinschaftslinievonESWEVerkehrundMVG,imMainzer
StadtteilGonsenheimeinenteilweiseneuen,injedemFallverlängerten
Verlauf.DiebislangimUhrzeigersinngefahreneSchleifeüberdieimNor-
denGonsenheimsgelegeneElsa-Brändström-Straßeentfiel,infolgedes-
senwerdendieHaltestellen„Wildpark“und„Elsa-Brändström-Straße“
nunnichtmehrbedient.Stattdessenfahrendie47er-BusseausRichtung
Wiesbaden/SchiersteinerBrücke/Mainz-Mombachkommendnun
weiternachGonsenheimhinein,wosienacheinanderandenHaltestel-
len„AmGonsenheimerWald“,„Kapellenstraße“,„Nerotalstraße“und
„Wilhelm-Raabe-Straße“stoppen–dieletztgenannteHaltestelleistdann
auchdieneueEndstelle(einzelneFahrtenendenallerdingsschonander
Haltestelle„Kapellenstraße“).
Derneue47er-FahrtwegbietetdenFahrgästeneineReihevonVorteilen:
SoistvonderneuhinzugekommenenHaltestelle„AmGonsenheimer
Wald“ausderzuSpaziergängeneinladendeGonsenheimerWaldebenso
guterreichbarwiedasangrenzendeNaturschutzgebiet„AmGroßen
Sand“.AnderHaltestelle„Kapellenstraße“könnendieFahrgästezudem
indieMainzerBuslinie64inRichtungBudenheimumsteigen;undan
denHaltestellen„Kapellenstraße“,„Nerotalstraße“und„Wilhelm-Raabe-
Straße“kannvonderLinie47ausdirektindieStraßenbahnlinien50und51
umgestiegenwerden,dieimMainzerWestenbisFinthenundimSüden
bisHechtsheimverkehren.
Linie 48
Für alle Studierenden der Hochschule RheinMain war der 	
5.November2012einwichtigesDatum:SeitdiesemTagnämlich	
sinddiedreiWiesbadenerStandortederHochschule–„Kurt-Schuma-
cher-Ring“,„Bleichstraße“und„UnterdenEichen“–erstmalsaufeiner
Nahverkehrsliniemiteinanderverbunden.Möglichmachtediesdie
VerlängerungdesFahrtwegsderLinie48biszumNordfriedhof,von
woausderHochschulstandort„UnterdenEichen“nurwenigeGehmi-
nutenentferntist.DiebeidenanderenStandorteliegenohnehinseit
jeheram48er-Linienweg.
KonkretbedeutetdieLinienwegverlängerung,dasseinzelneFahrten
derLinie48nichtwiebisheramPlatzderdeutschenEinheitenden
bzw.beginnen,sondernerstbzw.schonamNordfriedhof.Diebessere
VernetzungderdreiHochschulstandortewurdevonESWEVerkehr
aufWunschderHochschulleitungrealisiert;dieentstehendenKosten
werdenvonderHochschulegetragen.DieVerlängerungdes48er-
LinienwegsistalsProbebetriebkonzipiertundwirdzunächstbiszum
Dezember2013angebotenwerden.
ImÜbrigengingauchmitderam13.AugustdesBerichtsjahresim
ZugederOptimierungenimSchülerverkehrwirksamgewordenen
LinienwegverlängerungderE-WagenüberdieHaltestelle„Zieten-
ring“hinausbiszurHaltestelle„Nordfriedhof“(sieherechts:„Schüler-
verkehr“)einedeutlicheVerbesserungderÖPNV-Anbindungdes
Hochschulstandorts„UnterdenEichen“einher.
Schülerverkehr
MitdemSchulbeginnnachdenSommerferienam13.Augustdes
BerichtsjahressetzteESWEVerkehreinoptimiertesAngebotan	
E-Wagen-und„Schulbus“-Fahrten(hierbeihandeltessichnichtum
ausschließlicheSchülerfahrten,sonderninderRegelumreguläre	
Linienfahrten,dieallerdingsüberwiegendvonSchülerngenutzt	
werden)inKraft.InabermaligerengerAbstimmungmitdemstäd-
tischenSchuldezernatunddenjeweiligenSchulleitungenkonnteso
aufnachdenFerienwirksamgewordeneVeränderungenderUnter-
richtszeitenreagiertwerden.
Insgesamtwurdenper13.AugustfolgendeÄnderungenwirksam:
•	 Linie37zwischendenHaltestellen„Wielandstraße“und
	 „Egerstraße“sowieinderGegenrichtung
•	 LinieEzwischendenHaltestellen„NordstranderStraße“
	 und„KarlsbaderPlatz“bzw.zwischendenHaltestellen
	 „DernschesGelände“und„NordstranderStraße“
•	 LinieEzwischenAmöneburg(Haltestelle„Dyckerhoff-
	 straße“)undErbenheim(Haltestelle„Egerstraße“)sowie
	 inderGegenrichtung
•	 Schulbusfahrtenzurbzw.vonderTheodor-Fliedner-
	 SchuleinBierstadtsowiezurbzw.vonderHermann-
	 Ehlers-SchuleinErbenheim
•	 LinieEzwischendenHaltestellen„Nordfriedhof“(bisher
	 nurabHaltestelle„Zietenring“)und„Gymnasium  Mosbacher
	 Berg“sowiezwischendenHaltestellen„PlatzderDeutschenEin-	 	
	 heit“bzw.„GymnasiumMosbacherBerg“und„Nordfriedhof“	 	
	 (bishernurbisHaltestelle„Zietenring“)
WeitereÄnderungenimSchülerverkehrwurdenzumFahrplanwechsel
am5.Novemberrealisiert:
•	 Linie27/E27:MontagsbisdonnerstagsfährtanSchul-
	 tagennuneinzusätzlicherBusalsLinieE27vonder	
	 Haltestelle„Berufsschulzentrum“biszurHaltestelle	 	 	
	 „Gartenfeldstraße“.HierdurchkonntedieUmsteige-	 	 	
	 möglichkeitzudenRegionalbussenamHauptbahnhof
	 verbessertwerden.
•	 Linie37:Montagsbisfreitagsfinden,außerwährendder
	 Schulferien,diebisherigenAbfahrtenum14:46Uhrund	 	
	 um15:46UhrabHauptbahnhofinRichtungBierstadt	
	 undErbenheimnunjeweilsfünfMinutenspäterstatt.
•	 Linie43:DieAbfahrtamHauptbahnhofinFahrtrichtung	 	
	 Breckenheimum8:44Uhr(montagsbisfreitags)wurde	 	
	 umfünfMinutennachvorneverschoben.
•	 LinieE(„Schulbus“)zwischen„Egerstraße“und
	 	 „Dyckerhoffstraße“:DieFahrten,diebisherum15:09Uhr	 	
	 	 undum16:09UhranderHaltestelle„Egerstraße“in	 	 	
	 	 Erbenheimstarteten,wurdenumfünf  Minutennach	 	 	
	 	 hintenverschoben.
•	 LinieE(„Schulbus“)abTheodor-Fliedner-Schule:Die„Schulbusse“	
	 fahren  freitagsnunwiederum13:20Uhr  bzw.um13:21Uhr.
VerkehrsplanungundVerkehrssteuerung
BetriebsbereicheBetriebsbereiche26 27
NeueBusse
FastjedesJahrimFrühlingrollenbeiESWEVerkehrfabrikneueBusse
aufdenBetriebshof;andereBusse,dieschonvielehunderttausend
KilometeralsFahrleistungabgelieferthaben,werdendafür„in
Rentegeschickt“.EinenGesamtbestandvonexakt233Bussen,beste-
hendaus135Solowagenund98Gelenkzügen,wiesderFuhrparkder
beidenVerkehrsunternehmenESWEundWiBusamJahresende2012
auf.Davongehörten205BussezuESWEVerkehr,28befandensichim
WiBus-Eigentum.
ImBerichtsjahrgingmitderturnusgemäßenBusneuanschaffung
eineBesonderheitinpunctoInnenausstattungeinher.Unterden
insgesamt21Fahrzeugen(18SolowagenunddreiGelenkzüge),die
imZeitraumMärzbisJuni2012nachundnachneuaufdieStraße
kamen,befandensichdreiSolo-Busse,die–einePremierefür
Wiesbaden–nachdem„LowEntry“-Prinzipkonstruiertsind.Diese
Bauart,eineWeiterentwicklungderseitvielenJahrenbewährten
Niederflurtechnik,istdadurchgekennzeichnet,dassderBusnied-
rige(„low“),vollkommenstufenloseEinstiege(„entry“)besitztund
imvorderenWagenteileinenebenfalls„niederflurigen“Innenraum
aufweist–währendderHeckbereichdesFahrgastraumsüberzwei
StufenimMittelgangverfügt.WeitereNeuerungder„LowEntry“-
Busse:ImhinterenWagenteilsindalleSitzplätzeinFahrtrichtung
angeordnet.
WiebeiESWEVerkehrseitlangemselbstverständlich,genügt  jedes
derneuangeschafftenFahrzeugeinSachenAbgasfiltertechnikdem
„EEV“-Standard(„EnhancedEnvironmentallyFriendlyVehicle“),der
diegegenwärtiganspruchsvollsteeuropäischeRichtschnurfürden
SchadstoffausstoßvonBussenundLkwsist.EineAusnahmebilden
natürlichdiedreineuenGelenkzüge,diesogarschondie„EuroVI“-	
Abgasnorm,dieerstimJahr2014EU-weitinKrafttretenwird,erfül-
len(siehehierzuSeite16).
Digitale Fahrtenschreiber und Videoanlagen
Dieinsgesamt21neuenBussedesJahres2012warendieersten
FahrzeugeinWiesbadensÖPNV-Fuhrpark,dieübereinendigitalen
Fahrtenschreiberverfügen.AuchallekünftigenFahrzeugneuan-
schaffungenwerdenmitsolchenhochmodernenTachographen
ausgerüstetsein.DerGrundfürdieseAusstattungsmaßnahmeist
einrechtlicher:nämlicheineEU-VerordnungausdemJahr2006,die
fürdengewerblichenGüter-oderPersonenverkehrdieLenk-und	
RuhezeitenfürFahrervonFahrzeugenmiteinemzulässigenGe-
samtgewichtvonüber3,5Tonnenregelt.
AllerdingsgiltdieseVorschriftausdrücklichnichtfürdenBuslinien-
verkehrmiteinerStreckenlängevonbiszu50Kilometern,alsofür
denklassischenPersonennahverkehr,weshalbESWEVerkehraufden
EinbauderdigitalenFahrtenschreibereigentlichhätteverzichten
können–würdenESWEsBussenichtmanchmalauchFahrtenun-
ternehmen,beidenengrößereStreckenlängenalsnur50Kilometer
absolviertwerdenoderdiealsSonder-bzw.Gelegenheitsverkehre
nichtzudenregulärenLiniennetzfahrtenzählen.SolcheFahrtenfal-
lenbeidenWiesbadenerVerkehrsbetriebengarnichtmalsoselten
an:MandenkebeispielsweiseandievielenSchul-oderKindergar-
tenausflugsfahrtensowieetwaandenalljährlichenShuttlebus-
ServicefürKonzertbesucherdesRheingau-Musik-Festivals.
FürderartigeFahrtenbesitztdieobengenannteEU-Verordnung
Gültigkeit.DerausdiesemGrunderfolgteEinbauderdigitalen
Tachographenindie21neuenBusseermöglichtesdenBusfahrern
nunganzoffiziell,mitihrerjeweiligenFahrerkarteauchFahrtenim
Sonder-oderGelegenheitsverkehrzuabsolvieren.
Jederder21Busse,die2012neuinDienstgestelltenwurden,ver-
fügtaußerdemübereineVideoüberwachungsanlage.Diesekann
imFallkritischerSituationenimBus,etwabeiGewalttätigkeiten
zwischenFahrgästenoderbeiÜbergriffenaufdenFahrer,dieTäter-
ermittlungerheblicherleichtern.Aberauchohnedassestatsächlich
zusolcheinemVorfallkommt,dienendieVideokameras–deren
EinsatzselbstverständlichallendatenschutzrechtlichenBestim-
mungenunterliegt–demSicherheitsgefühlderFahrgäste.Insgesamt
warenamJahresende2012130WiesbadenerLinienbussemiteiner
Videoanlageausgerüstet.
ZusätzlicherBusparkplatz
Genau233FahrzeugeumfassteWiesbadensLinienbus-Fuhrparkam
Jahresende2012.SowohlderFahrzeuggesamtbestandalsauchder
prozentualeAnteilderGelenkbussesindindenvergangenenJahren
angestiegen–einErgebnisdererfreulicherweisestetigzuneh-
mendenFahrgastzahlen.
MehrundgrößereBussebenötigenallerdingsauchmehrStellfläche.
ImJahr2004,alsimZugederWiBus-Gründunginnerhalbkurzer
Zeitfürrund40zusätzlicheBusseRaumaufdemESWE-Betriebs-
geländeanderGartenfeldstraßegefundenwerdenmusste,konnte
dasPlatzproblemnochdadurchgelöstwerden,dassdiedamalige
Parkordnunggemäß„Fischgrätenmuster“ineinBlockaufstellungs-
systemumgewandeltwurde.DochnurwenigeJahrespätergabes
abermals„parkplatzlose“Busse–eineEntwicklung,diesichnoch
verschärfte,seitkonsequentdaraufgeachtetwerdenmuss,dassdie
WerkstatthallenausFeuerschutz-undanderenSicherheitsgründen
ausdrücklichnuralsReparatur-,nichtaberalsAbstellhallenzu-
gelassensind.
DieLösungdesProblemsbrachteimAugustdesBerichtsjahres
dieFertigstellungdesneuenBusparkplatzesanderWestseitedes
Betriebsgeländes,genauer:anderHabsburgerstraße.Nachetwa
halbjährigerBauzeitwardorteineAbstellflächefürinsgesamt38
Busse(21Gelenkzügeund17Solowagen)entstanden.Übersieben
ParkspurenverfügtderneueParkplatz;vierdavonsindfürGelenk-
zügevorgesehen,dreiSpurensindSolowagenvorbehalten.Außer
36LinienbussenhabenanderHabsburgerstraßeauchdiebeiden
ESWE-FahrschulbussesowiedieFahrzeugedesStreckendienstes	
einneues,festesZuhausegefunden.
DerbisherandieserStellegelegeneParkplatzfürPrivatautosvonBe-
schäftigtenwarbereits2011imZugedesUmbausderHauptpforte
anderGartenfeldstraßeteilweiseindendortigenMitarbeiterpark-
platzintegriertworden,derzudiesemZweckneugestaltetundmit
einerneuenZufahrtversehenwordenwar.
Werkstattsanierung
NachdemimTechnischenBetriebdieJahre2010und2011vonum-
fangreichenSanierungs-undUmbaumaßnahmenindenWerk-
statthallengeprägtwaren,bliebenimJahr2012nurnochkleinere
Ergänzungsarbeitenzuerledigen.SomusstenneueBelüftungs-
möglichkeitenfürdieKellerräumederBuswerkstattgeschaffen
werden,denndievorherigenLüftungswegekonnteninfolgeeiner
ausBrandschutzgründenvorgeschriebenenAbschottungderRäu-
menichtmehrgenutztwerden.
TechnischerBetrieb
BetriebsbereicheBetriebsbereiche28 29
Vertrieb
Vertriebsaktivitäten
Betreuungsroutine
DasimFrühjahr2010inZusammenarbeitmitdemRhein-Main-
Verkehrsverbund(RMV)gestarteteProjekt„Betreuungsroutine“,in
demesumeinkontinuierliches,festenRegelnfolgendesVerfahren
derKundenbetreuunggeht,konnteimBerichtsjahr,gutzweiJahre
nachseinemStart,einepositiveZwischenbilanzvorlegen.ESWE-
Kunden,dieInhabereinesAbonnementssind,erhaltenimRahmen
desProjektsinregelmäßigenAbständen–erstmalsvierbissechs
WochennachAbschlussdesAbonnementsunddannnachzehnund
nach22MonatenderAbo-Laufzeit–wichtigeZusatzinformationen
rundumihrAboundwerdenaußerdemnachihrerZufriedenheit
befragt.
DieZwischenbilanzergab,dassfast90Prozentdertelefonischkon-
taktiertenKundensich„zufrieden“oder„weitestgehendzufrieden“
sowohlmitdemAbonnementalsProduktalsauchmitderArtund
WeisederKundenbetreuungzeigten.Gleichermaßenwünschten
sichebenfallsknapp90ProzentweiteretelefonischeKontaktauf-
nahmen.UnddrittenswirdvondenKundenauchdieMöglichkeit
geschätzt,imRahmenderAnrufeAnregungenoderKritikloswerden
zukönnen:EtwajederdritteKundeäußertesichimGesprächzu
mindestenseinemThemarundumESWEVerkehr,dasihnbewegte.
BeiKunden,dieihrAbonnementkündigenwollten,konntedie„Betreu-
ungsroutine“mittelsErforschungderGründeundAufklärungüber
möglicheAlternativangeboteerreichen,dassderAnteiljenerKunden,
dievonihrerursprünglichenKündigungsabsichtletztlichwiederAb-
standnahmen,deutlichgesteigertwerdenkonnte.
Neues Ticket
DievomRhein-Main-Verkehrsverbund(RMV)zum9.Dezember2012
neueingeführte„65plus“-Jahreskarte,eineSpezialvariantedes
persönlichenAbonnements,fandauchinWiesbadenraschAnklang.
DasneueTicket,dessenInhaberüberalldort,woimRMV-Gebiet
Nahverkehrszügefahren,aufpreisfreistetsden1.-Klasse-Waggon
nutzendarf,trägteinerwichtigengesellschaftlichenEntwicklung
Rechnung:Seniorensindheutzutageagiler,interessierterundunter-
nehmungslustiger,kurz:mobilerdennje.
Vorverkaufsstellen
ImBerichtsjahrkonntedieZahlderexternenVorverkaufsstellen
konstantbeietwa70Stückgehaltenwerden.MitdieserVersor-
gungsdichte–bisinalleVorortederLandeshauptstadthinein–liegt
WiesbadenweiterhindeutlichüberdemNiveauvergleichbarer
Städte.Als„niedrigschwelliger“ZugangzumFahrausweisangebot
desNahverkehrsstelltdasengmaschigeNetzderVorverkaufsstellen
einwichtigesWerkzeugimvertrieblichenInstrumentariumderESWE
Verkehrsgesellschaftdar.
Marketingaktivitäten
Veranstaltungen
BeieinerVielzahlvonVeranstaltungenundFestivitätenzeigtedie
ESWEVerkehrsgesellschaftauchimJahr2012Präsenzund	
untermauertedamiteinmalmehrihrSelbstverständnis,einfestes,
sympathisch-„volksnahes“ElementdesöffentlichenLebensin
Wiesbadenzusein:
•	 ZunennensindzumeinendieverschiedenenvonESWE
	 VerkehreigeninitiiertenVeranstaltungen,etwadastra-	 	
	 ditionelle,besondersbeiFamilienbeliebteNeroberg-	 	 	
	 festEndeMaisowiedieKrimidinner-Erlebnistour„Krimi	
	 imBus“,dieimBerichtsjahrmitinsgesamt15Termineneine
	 erfolgreichevierteSaisonhinlegteundalsattraktive	
	 Neuerungzudemmitzwei„Mottotagen“aufwartete.
•	 ZumanderenbeteiligtesichESWEVerkehrauch2012wieder	 	
	 miteinemeigenenInfostandanderRheingauerWeinwoche	 	
	 imAugust.MehrWeinfest-Besucherdennjenutztendie
	 Möglichkeit,alsKäuferdesspeziellen,besonderspreis-		 	
	 günstigen„WeinfestTickets“(dasmitrund24.200verkauf-	 	
	 tenExemplareneinAbsatzplusvon13,6Prozentgegenüber	 	
	 demVorjahrerzielte)oderaberalsAbo-Inhabereinen	 	 	
	 Gratis-Sektoder-Weinbeieinemdernunmehr19ESWE-	 	
	 Partnerwinzerzugenießen.
•	 Auchdie„mobilenBürgersprechstunden“imRahmen
	 dervonESWEVerkehrseitdemJahr2007gemeinsammit
	 denWiesbadenerTageszeitungenorganisierten„VorOrt
	 aufTour“-VeranstaltungsreihewurdenimBerichtsjahr
	 fortgesetzt.2012standenbeispielsweisedieVororte
	 Breckenheim,Nordenstadt,RambachundSchiersteinauf
	 demTourplan;OberbürgermeisterDr.HelmutMüllerwar
	 stetsmitvonderPartie.
„Busverkehrsschule“
SchonimviertenJahrinFolgeführteESWEVerkehr2012ihre	
„Busverkehrsschule“durch–abermalsinZusammenarbeitmitdem
WiesbadenerSchulamt.EinmalmehrwurdedabeijungenBusnut-
zernganzpraktischundlebensnaherklärtunddemonstriert,was	
esbeimFahrenmitdemBuszubeachtengilt.
83Grundschul-sowiefünfteKlassenausinsgesamt24Wiesbade-
nerSchulennahmenimBerichtsjahrdasAngebotder45-minütigen
„Busschulstunden“wahr.Den25-bis30-köpfigenSchülergruppen
wurdeninkurzerZeitdiewichtigstenInhaltevermittelt:Sozeigten
dieals„Bus-Lehrer“fungierendenlangjährigerfahrenenESWE-
FahrerbeispielsweiseanhandeineraufsicheremTerraindurchge-
führtenGefahrenbremsungsehreindrucksvoll,warummansichbei
derFahrtimBusbesondersgutfesthaltensollte.
Außergewöhnlicherfolgreichverliefdie„Busverkehrsschule“übri-
gensmitjenenSchulklassen,denenauchkörperlichbeeinträchtigte
Schülerangehörten.GeradehierkonntenvieleVorbehalterevidiert
unddasSelbstvertrauenderKindergestärktwerden.
Broschüren
EineVielzahlgedruckterInformationsmaterialienwurdeimJahr
2012neuentwickeltbzw.neuaufgelegt.HiereinigeBeispiele:
•	 UnterdemMotto„KlarmachenzurUmstellung!“wurdein	 	
	 einemFaltblattderneueelektronischeFahrausweis„eTicket
	 RheinMain“mitsamtseinenFunktionenundVorteilenvorge-
	 stellt.EinenderwichtigstenInhaltebildetehierbeidiedeut-
	 licheBetonungderSicherheits-undDatenschutzaspekte.
•	 DieschrittweiseVerlegungdeseuropäischenHauptquar-
	 tiersderUS-LandstreitkräftevonHeidelbergnachWiesba-
	 den,dieimBerichtsjahrkonkretereFormenannahm,bildete	
	 denAnlassfürdieEntwicklungunddieProduktionderneu-
	 en  Broschüre„GoDowntown!“.Dasenglischsprachige	
	 FallblattinformiertdiesichneuinHessensLandeshauptstadt	
	 ansiedelndenSoldatenundderenFamiliennichtnurüber	
	 dashiesigeNahverkehrsangebotimAllgemeinenundüber	 	
	 diebestenVerbindungenvondenvierWiesbadener„Housing
	 Areas“zumStadtzentrumimBesonderen,esstelltauchdie	 	
	 wichtigstenTicketangebotevorundpräsentiertzudemim	 	
	 RahmenvonAusflugstippseinigeattraktiveSehenswürdig-	 	
	 keiten.
•	 EbenfallseineNeuerungdesJahres2012wardieBroschüre	 	
	 „BusfahrenvonWeihnachtenbisNeujahr:IhreESWE-Linien
	 machenkeineFeiertagspause!“.Darinwurden,erstmalsin	
	 einemhandlichenFaltblattzusammengefasst,allebeson-	 	
	 derenFahrplanregelungen,dieinderZeitvom23.Dezember	 	
	 2012biszum2.Januar2013zumTragenkamen,übersichtlich	 	
	 dargestellt–sowohlintextlicheralsauchintabellarischerForm.
•	 „MehrBusfürWiesbadensStudenten“lautetederTitel
	 einer2012ebenfallsneuproduziertenBroschüre,diedie	 	
	 bessereÖPNV-VernetzungderdreiWiesbadenerStandorte	
	 derHochschuleRheinMainzumInhalthatte.Ermöglicht
	 wurdediebessereAnbindungdurchdieam5.November2012
	 inKraftgetreteneVerlängerungdesFahrtwegsderLinie48
	 biszumNordfriedhof,vonwoausderHochschulstandort
	 „UnterdenEichen“nurwenigeGehminutenentferntist.
„ESWEMANIA“
DieWeltvonESWEVerkehrkannseitMitte2012jederInteressier-
teselbstnachspielen:DasimUnternehmenselbstentwickelte
Brettspiel„ESWEMANIA“isteinspannendesTaktikspielrundums
BusfahreninWiesbaden.BiszuvierSpielerwetteiferndarum,wem
esals„BestemBusfahrerWiesbadens“gelingt,mitzweiBussen
mindestens30FahrgästeanachtHaltestellenimWiesbadener
LiniennetzaufzusammelnunddiePassagiereschnellstmöglichzum
Hauptbahnhofzubringen.DerSpielplaninA2-GrößeistdemWies-
badenerStadtbildnachempfundenundenthältunteranderemdie
Haltestellen„Rheinufer“,„Kirchgasse“und„Nerotal“.
„ESWEMANIA“stellteinegelungeneMischungausbeliebtenSpiele-
klassikernwie„Monopoly“und„MenschärgereDichnicht“dar.Der
besondereClou:DasSpielstehtunter	
www.eswe-verkehr.de/eswemania	
zumkostenlosenOnline-DownloadzurVerfügung!NachdemHer-
unterladendes13-seitigenPDF-DokumentsmüssendieA4-Bögen
mitdendiversenSpielelementenlediglichfarbigausgedrucktund
dannzusammengeklebtbzw.auseinandergeschnittenwerden.
SogardieSpielfigurenzumSelberbastelnsindinderAusdruck-Vari-
antevon„ESWEMANIA“enthalten;lediglicheinenhandelsüblichen
Würfelmussmanselbstnochbeisteuern.
BetriebsbereicheBetriebsbereiche30 31
DiehiereingeklebteDVDenthältdie
elf  ESWE-Verkehr-Unternehmens-	
videos,dieimJahresverlauf2012in
denYouTube-KanalvonESWEVerkehr	
(www.youtube.com/esweverkehr)	
eingestelltwurden.Außerdemistauf
derDVDdasimFrühjahr2013erstellte
VideozumThema„50Millionen
Fahrgästein2012“zufinden.Darin
istunteranderemdokumentiert,
wiedasTitelbilddiesesGeschäfts-
berichtsentstandenist.	
VielSpaßbeimAnschauen!
Kundenkommunikation
Internet-undSocial-Media-Aktivitäten
DieinteraktiveKommunikationmitdenFahrgästenaufdiversen
Online-KanälenwurdeimBerichtsjahrweiterausgebautunddeut-
lichintensiviert.HierdasWichtigsteimÜberblick:
E-Mail-Newsletter
DerkostenloseE-Mail-NewsletterfürESWE-Fahrgästeerschienim
Berichtsjahrin13regulärenAusgaben,diejeweilsetwafünfNach-
richtenmeldungenenthielten,sowieineinermonothematischen
SonderausgabezumwarnstreikbedingtenÖPNV-Ausfallam20.
März2012.DieAnzahlderNewsletter-AbonnentenstiegvonderAus-
gabe01/2012biszurAusgabe14/2012von597auf997.DieserZuwachs
umbeachtliche67Prozentisthauptsächlichdaraufzurückzuführen,
dassdieMöglichkeitfürNutzer,denNewsletterzubeziehen,ohne
gleichzeitigMitgliedder„MeineESWE“-Online-Communityzusein,
deutlichintensiverbeworbenwurde–beispielsweiseindenKontakt-
formularenaufeswe-verkehr.desowieimZusammenhangmitden
GewinnspielenderFahrgastzeitschriftINFOMOBIL.
YouTube-Videos	
DerimFrühjahr2011 ausderTaufegehobeneeigeneESWE-Verkehr-
KanalaufderOnline-VideoplattformYouTubeentwickeltesichim
Jahr2012weiterhinäußersterfolgreich.Dieebensounterhaltsamen
wieinformativenUnternehmensfilme,diemansichkostenlos
ansehenkann,bietenstetsinteressante,manchmalauchüberra-
schendeEinblickehinterdieKulissenvonESWEVerkehr.Regelmäßig
imMonatsturnus–mitAusnahmedesJanuars–kamimBerichts-
jahrjeweilseinneuerFilmhinzu.ZummitAbstandamhäufigsten
angeklickten2012er-VideoentwickeltesichderimFebruareingestell-
teClip„NachtsbeiESWEVerkehr“,derzeigt,wasinSachenBusrei-
nigungundBusbetankungallesgeschieht,währenddiemeisten
Menschenschlafen.  
AlsNeuerungwurdeimBerichtsjahrdieKategorieder„Hautnah-	
Videos“kreiert.DiesesindTeileinesbimedialenProjekts,indasne-
benESWEsYouTube-KanalauchdieFahrgastzeitschriftINFOMOBIL
eingebundenist.StellvertretendfürdieFahrgästebegebensichfür
dieReihe„ESWEVerkehrhautnah“einVideo-undeinPrintreporter
inSituationen,diemaninderRegelnur  alsESWE-Mitarbeitererlebt
–beispielsweisealsBusfahreroderalsFahrerderNerobergbahn.Die
exklusiven,persönlichen,eben„hautnahen“Erlebnisschilderungen
werdendannaufdoppelteWeiseveröffentlicht:Jeder„Hautnah“-
FilmwirdvoneinergedrucktenReportagezumselbenThemabeglei-
tet,diegleichzeitigimINFOMOBILerscheint.
>>www.youtube.com/esweverkehr
Facebook
ImAugust2012jährtesichderStartderESWE-Verkehr-Fanpageim	
sozialenOnline-NetzwerkFacebookzumerstenMal.Dieseither	
stetigwachsendeFan-Zahlbeweist,dassdieHauptzielederFahrgast-
kommunikationviaFacebook–persönlichesundauthentischesKom-
munizierenmitdenKunden,verknüpftmitdemVersprechen,ihre
Fragenzeitnahundkompetentzubeantworten–erreichtwurden.
NebenautomatischveröffentlichtenThemen,beispielsweise
aktuellenNewsvonderESWE-WebsitesowieHinweisenaufneue
YouTube-Videos,werdenaufderFacebook-Fanpageauchvielfältige
eigenständigeInhaltekommuniziert,diesichdannviralweiterver-
breiten.HierzuzählenetwaGewinnspiele,aberauchThemen,die–
ursprünglichauseinemderanderenMedienkanälestammend–auf
Facebook„verlängert“werden.BestesBeispielistdieimJahr2012im
FahrgastmagazinINFOMOBILgestarteteArtikelreihe„Haltestellen-
namen-Herkunftserläuterungen“,dienachzweiFolgenimgedruckten
HeftschließlichaufderFacebook-Seitefortgesetztwurde.Seither
erfreuensichdortdievonderESWE-Redaktionselbstrecherchierten
HinweisezurHerkunftvon„Schelmengraben“,„ImHahn“,„Armen-
ruhstraße“etc.großerBeliebtheitbeidenNutzern.Immermittwochs
wirdbeiESWEVerkehraufFacebookeinneuerNamensursprungauf-
gedeckt,undselbstverständlichkönnenhierauchWünschenachEr-
mittlungganzbestimmterHaltestellennamen-Herkünftegeäußert
werden–wovonESWEsFacebook-FangemeinderegeGebrauchmacht.
>>www.facebook.com/esweverkehr
„Social-Media-Guidelines“
DieimFrühjahr2011erstmalsunternehmensinternveröffentlichten
„Social-Media-Guidelines“wurdenimBerichtsjahrinerweiterter
FormneuaufgelegtundanalleMitarbeitervonESWEVerkehr,WiBus
undEVSverteilt.Die24-seitigeBroschüre„Wissenswertesüber
Facebook,YouTubeundCo.“gibtwichtigeHinweiseundHandlungs-
empfehlungenfürdieberuflichewieauchdieprivateNutzungvon
sozialenOnline-NetzwerkenwieFacebook,FlickroderTwitter.
GegenüberdererstenAuflagewurdeindenneuen„Social-Media-
Guidelines“insbesonderedasKapitel„PraktischeTipps“deutlich
umfangreicherausgestaltet.DiesesbietetjedeMengeDetail-Infos,
dieesdemLeserermöglichen,dasOptimumausdensozialenOnline-
Dienstenfürsichherauszuholen,ohnedabeibestimmteRisiken–	
beispielsweisedasungewollteZugänglichmachenpersönlicher
DatengegenüberDritten–einzugehen.
DVD
TopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe3/12:
„eTicketRhein-Main“:KlarmachenzurUmstellung
ESWEVerkehrhatinWiesbadenmitderschrittweisenEinfüh-
rung des neuen elektronischen Fahrausweises namens
„eTicketRheinMain“begonnen.IndenkommendenMonaten
erhaltenzunächstalleInhabereinesAbonnements(inklusive
„9-Uhr-Abo“)nachundnachdasneue,scheckkartengroße
„eTicket“mitintegriertemSpeicherchipautomatischperPost
nachHausegeschickt–bequem,einfachundkostenlos.Für
dasVerkehrsunternehmenselbstbedeutetdieUmstellung
einedeutlicheVeränderungindenBetriebsabläufen.
„IhrFahrausweiswirdelektronisch“–soeinfachistdiebevor-
stehendeNeueinführungdes„eTicketRhein-Main“erklärt.
Undumesganzdirektzusagen:Eigentlichändertsichfürden
Fahrgastkaumetwas.LediglichdasAussehendergewohnten
Papierfahrscheine,diedieInhabereinesAbonnementsseit
JahrenkennenunddiesiebislangdreiMalproJahrzugesen-
detbekommenhaben,ändertsich.KünftigerhaltendieNut-
zerdiesesESWE-Vorteilsticketseinmaligeinscheckkarten-
großes, volle fünf Jahre lang gültiges Plastikmedium mit
integriertemElektrochipzugesandt–undzwarrechtzeitig
vorAblaufderGültigkeitdesderzeitigenFahrausweisesund
somitgenaudann,wennderindividuelleAbrechnungszeit-
raumfürdasAbonnementneubeginnt.AuchwasdenPreis
unddieProduktwahlangeht,ändertsichnichts.
WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite18 bereit.
BetriebsbereicheBetriebsbereiche32 33
ZeitschriftINFOMOBIL
DiekombinierteFahrgast-undMitarbeiterzeitschriftINFOMOBIL,die
auchimBerichtsjahr–demsiebtenJahrihresBestehens–regelmäßig
einMaljeQuartalerschien,wartete2012miteinerneuenThemen-
rubrikauf:StellvertretendfürdieLeserbegibtsichindenArtikeln
derneuenReihe„ESWEVerkehrhautnah“einReporterjedesMalin
eineSituation,diemannormalerweisenuralsESWE-Mitarbeiter
erlebt–seiesalsBusfahrer,alsFahrerderNerobergbahnoderals
Mobilitätsberater.Die„Hautnah“-ReiheisteinbimedialesProjekt:
JedeReportageimINFOMOBILwirdvoneinemVideofilmzumselben
Themabegleitet,dergleichzeitigimYouTube-KanalvonESWEVer-
kehrveröffentlichtwirdsiehe(Seite30:„YouTube-Videos“).
EinenderinhaltlichenINFOMOBIL-SchwerpunktebildeteimBe-
richtsjahrdasThema„eTicket“:ÜberdieEinführungdesneuenelek-
tronischenFahrausweiseswurdeinjederdervier2012er-Ausgaben
berichtet.
Pressestelle
DiePressestellevonESWEVerkehrhatimBerichtsjahrinsgesamt95
PressemitteilungenverfasstundanJournalistenversendet,außer-
demhatsiezahlreichePresseterminevorbereitetunddurchgeführt.
Hinzukamauch2012wiedereineVielzahltelefonischundschriftlich
beantworteterJournalistenanfragen–auchdieseinimmenswich-
tiger,weilganzunmittelbarerInformationsservicegegenüberden
Medien,dervondiesensoerwartetwird.
EineAnalysederMedienresonanzergab,dass–wieschoninden
Jahrenzuvor–dieallermeistenPresseveröffentlichungeninLokal-
undRegionalmedieninWiesbadenundUmgebungunmittelbarauf
AussendungendurchdiePressestellezurückzuführenwaren.Dies
belegt,dassdiedurchgeführtenPresseaktivitäteneinmalmehrsehr
genauderErwartungshaltungderadressiertenMedienvertreter
entsprachen.
Verbesserungsmanagement
DasebenfallszumBereichKundenkommunikationgehörende
ArbeitsgebietVerbesserungsmanagementverzeichneteim
BerichtsjahreinenleichtenAnstiegderZahldervonFahrgästen
eingereichtenVerbesserungswünsche.Zumeinenistdiesdarauf
zurückzuführen,dassauchfürdieAnsprachedesVerbesserungs-
managementsseiteinigerZeitmoderneelektronischeKommunika-
tionskanälezurVerfügungstehen,dieschnellundeinfachgenutzt
werdenkönnenundsomitalsbesonders„niedrigschwellig“anzu-
sehensind.ZumanderenzeigtsichhieretwassehrNaheliegendes:
DerstetigeZuwachsderFahrgastzahlen,mithinderzahlenmäßige
Anstiegder„Beförderungsfälle“,führtgewissermaßenautomatisch
zuderSituation,dassdieZahljenerFahrgäste,dieeinbestimmtes
VorkommniszumAnlasseinerBeanstandungnehmen,ebenfalls
zunimmt–ganzeinfachweildieZahldervoneinunddemselbenkon-
kretenVorkommnis,etwaderVerspätungeinesBusses,betroffenen
FahrgästeheuteoftgrößeristalsnochvoreinigenJahren.
ImBerichtsjahr2012führtedasVerbesserungsmanagementeine
kleineFeldstudiedurch,inderenRahmenmithilfevon„Testbe-
schwerdefällen“untersuchtwurde,wieandereUnternehmender
ÖPNV-BrancheaufkritischesFahrgast-Feedbackreagieren.Anre-
gungenhierausflossenindieArbeitdesESWE-Verbesserungsma-
nagementsein.
DiebereitsvoreinigenJahrenerfolgteUmbenennungdeseinstigen
„Beschwerdemanagements“in„Verbesserungsmanagement“steht
imÜbrigenfüreinensehrpraxisorientiertenUmgangmitFahrgast-
Rückmeldungen:Heutegiltes,dieInhaltesolcherRückmeldungen
zügigzuoperationalisierenundinkonkreteServiceoptimierungen
umzusetzen.
EinrollenderKommunikationsvermittler
Ob mit, wie hier, einer Dankeschön-Botschaft
an die 50,4 Millionen Fahrgäste des Jahres 2012,
oder obmitklassischer Firmenwerbung für
Produkte oder Dienstleistungen: Der ESWE-Bus
befördert nicht nur Passagiere, er transportiert
auch Kommunikation jedweder Art
BetriebsbereicheBetriebsbereiche34 35
Dankund  Würdigung
2012verließeninsgesamt24BeschäftigtedasUnternehmen:	
19gingeninRente,fünfschiedeninfolgevonKündigungaus.
24MitarbeiterkonntenimBerichtsjahrihr25-jährigesDienst-
jubiläumfeiern,vierMitarbeiterblicktensogarauf40Jahre
Betriebszugehörigkeitzurück.Allihnen,wieauchdenMit-
gliederndesBetriebsrates sowie der gesamten Belegschaft,
gilt der Dank des UnternehmensfürihreLeistungenundihr
Engagement.
ImJahr2012musstedieESWEVerkehrsgesellschaftdenTodvon
dreiaktivenMitarbeiternsowievonzehnPensionärenbetrau-
ern.DasUnternehmenwirddenVerstorbeneneinehrendes
Gedenkenbewahren.
Allgemeines
DerPersonalbereich,derinnerhalbdesUnternehmenseine
klassischeQuerschnittsaufgabedarstellt,indemerumfassende
interneDienstleistungenfürandereFachbereichesowiefürdie
Geschäftsführung – und auch für die Schwestergesellschaft
WiBus–erbringt,erfüllteimBerichtsjahreineVielfaltvon
Aufgaben,diemithohemzeitlichenEinsatzverbundenwaren.
HierzuzählteunteranderemeinumfangreicherPrüfaufwand
imHinblickaufdiekontinuierlicheAbstimmungmitFinanz-
ämternundBerufsgenossenschaften.Auchdieregelmäßige
AufbereitungundDarstellungvonPersonalkennzahlen,denen
einewichtigeAussagekraft bezüglich der Wirtschaftlichkeit
des Unternehmenszukommt,zähltenimJahr2012zuden	
zentralenLeistungendesPersonalbereichs.
Personalakquisition
UmrechtzeitigundproaktivdafürSorgezutragen,dassESWE
Verkehr auch künftig ihre Ausbildungsplätze im technischen und
imVerwaltungsbereichbesetzenkann,nahmdasUnternehmenim
BerichtsjahrzumzweitenMalinFolgeandervonderWiesbadener
Industrie-undHandelskammerjährlichveranstaltetenAusbil-
dungsmesseindenRhein-Main-Hallenteil.  Am 7. und 8. März
konnten sich interessierte Schülerinnen und SchülerimAlterab
14 JahreamESWE-eigenenPräsentationsstandüber die Inhalte der
von den Verkehrsbetrieben angebotenen Berufsausbildungen
informieren.DieMessefand2012gutdreiMonatefrüherstattals
imVorjahr;ZieldieserVorverlegungwares,denteilnehmenden
UnternehmendieMöglichkeitzubieten,eventuellnochfreieAusbil-
dungsplätzefürdaslaufendeJahrzubesetzen.
Nicht nur die für die Ausbildung zuständigen Mitarbeiter,
sondernaucheinigederzeitigeAuszubildendedesUnternehmens
standendenBesuchernvorOrtRedeundAntwort.Wieschon2011
verstandsichdieESWE-MessepräsenzdabeinichtnuralsbloßeOrien-
tierungshilfefürJugendliche,diesichnochunschlüssig sind, welchen
Beruf sie später einmal ergreifen möchten; der Infostand sollte
auch ganz konkret potenzielle Bewerbervonmorgenansprechen.
Besondersgutgelangdiesmithilfeeinerebensooriginellenwieauf-
merksamkeitsstarkenWerbemaßnahme: Jeder Besucher durfte
sich einen individuellenWunschtextaussuchen,derdannineine
amMessestandaufgebaute Bus-Zielanzeige eingegeben wurde.
Nun konnte sichder„Textwünscher“vor„seiner“Zielanzeigefoto-
grafierenlassenunddasdaraufhinvorOrtausgedruckteFoto  als
ErinnerungmitnachHausenehmen.
Personal
Personalstrukturund-statistik
•	 Belegschaftsstärke:499Mitarbeiter
•	 BelegschaftsstärkeimJahresmittel:504Mitarbeiter
•	 Vollzeitarbeitsverhältnisse:468
•	 Teilzeitarbeitsverhältnisse:31
•	 NeuhinzugekommeneMitarbeiter:6
•	 AusländischeMitarbeiter:28(5,6Prozent)
•	 SchwerbehinderteMitarbeiter:60(12,0Prozent)
•	 DurchschnittsalterderBeschäftigten:50Jahre
•	 NeueingestellteAuszubildende:5
•	 NachAusbildungübernommeneAuszubildende:3
•	 KrankheitsbedingteFehlzeiten(Jahresdurchschnitt):11,0Prozent
•	 BezahlteÜberstunden:13.111
(InformationenzumPersonalaufwand:sieheSeite53)
ZugehörigkeitderMitarbeiterzuden Fachbereichen,Stabsstellenund
anderenUnternehmensbereichen  
(Stand:31.12.2012)
Fahrdienst: 271 Mitarbeiter*
Technischer Betrieb: 86 Mitarbeiter**
Rechnungswesen: 22 Mitarbeiter***
Vertrieb: 25 Mitarbeiter
Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung: 35 Mitarbeiter
Personal: 19 Mitarbeiter
Geschäftsführung: 4 Mitarbeiter
Betriebsrat: 3 Mitarbeiter
Nerobergbahn: 4 Mitarbeiter****
Lokale Nahverkehrsaufgaben (LNO): 2 Mitarbeiter
Arbeitssicherheit/Umweltschutz: 1 Mitarbeiter
Stabsstelle „Innovative Projekte“: 1 Mitarbeiter
an die ESWE Verkehr Service GmbH gestellt:
26 Mitarbeiter*****
Summe: 499 Mitarbeiter
	
Personalqualifizierung
FürdieimHerbst2011gestartetezweijährigeWeiterbildungzum
„GeprüftenVerkehrsfachwirt“,anderinsgesamt14Mitarbeiteraus
verschiedenenFachbereichenderESWEVerkehrsgesellschaftsowie
der Schwestergesellschaft WiBus teilnehmen, war im Herbst des
Berichtsjahres gewissermaßen „Halbzeit“.  Am 10. Oktober2012
absolviertendieTeilnehmerdieschriftlichePrüfungindenFächern
„KaufmännischeSteuerungundPersonalwirtschaft“ sowie „Ver-
kehrswirtschaftundVerkehrsdienstleistungen“;imDezemberfolgte
diemündlichePrüfung.WährendesimerstenTeilderWeiterbil-
dungumtheoretischeGrundlagenging,istderzweiteTeildernoch
biszumAugust2013dauerndenMaßnahmeankonkretenbetriebs-
spezifischenSachthemenundFragestellungenorientiert.
DieberufsbegleitendeWeiterbildungzumVerkehrsfachwirt,die
auchalsIHK-Abschlussanerkanntist,wirdinZeitblöckenfreitagsund
samstagsimUnternehmenselbst,also„inhouse“angeboten,und
zwarinKooperationmitderAkademiedesVerbandesDeutscher
Verkehrsunternehmen(VDV).Mitausschlaggebenddafür,die
Qualifizierungsmaßnahmeanzubieten,warfürESWEVerkehr im
Jahr 2011 unter anderem gewesen, dass mit der Einführungdes
GruppenleitermodellsimFahrdienstneueStellenmitFührungsverant-
wortungunddamitauchneueAufgabengebietemitneuenAnforde-
rungenentstandenwaren.
Personalaufbau
FünfjungeLeutetratenimBerichtsjahrihreBerufsausbildungbei
ESWE Verkehr an: Drei von ihnen werden in der unternehmensei-
genenBuswerkstattzuKfz-Mechatronikernausgebildet(darunter
dieersteweiblicheWerkstatt-Auszubildendeseit21 Jahren), zwei
absolvieren im Verwaltungsbereich ihre Ausbildung zur Indus-
triekauffrau bzw. zum Industriekaufmann.
BeimFahrpersonalkames2012 zuinsgesamt80 Neueinstellun-
gen(inklusiveAushilfen).Darunterbefandensich46 Personen,
dieinKooperationmitderKommunalenArbeitsvermittlungder
LandeshauptstadtWiesbadenunddenSozialversicherungsträgern
inderESWE-eigenenFahrschulezuBusfahrernausgebildetwurden,
umanschließendimFahrdienstderSchwestergesellschaftWiBus
eingesetztzuwerden.
Fahrer-Aus-undFortbildung
NebenderAusbildungvon46Berufsneueinsteigern(sieheoben:
„Personalaufbau“)standfürdieTÜV-zertifizierteFahrschulederESWE
VerkehrsgesellschaftimBerichtsjahrabermalsdieFortbildungder
BusfahrerimMittelpunktihrerTätigkeit.Dievondem  seit2008 	
EU-weitgeltendenBerufskraftfahrerqualifizierungsgesetz(BKr-
FQG)definiertenSchulungsmodulestelltenhierbeidiezentralen
Lerninhaltedar.EinspeziellesAugenmerkgaltindiesemZusam-
menhangauchderEinhaltungdervorgegebenenFristen:Das
BKrFQGschreibtvor,dassjederInhabereinesLkw-oderBusführer-
scheinssichfortbildenmuss–anderenfallsdrohtihmdieGefahr,
dassdieGültigkeitseinesFührerscheinseinesTagesnichtmehr
verlängertwird.DieGesetzesvorschriftgiltdabeinichtnurfür
aktiveBusfahrer,sondernfürjedenBesitzereinerentsprechenden
Fahrerlaubnis.BeiESWEVerkehrundderSchwestergesellschaftWi-
Bussind–alljeneFührerscheininhabermiteingerechnet,dieinder
WerkstattoderinderVerwaltungarbeiten–rund650 Personen
vonderWeiterbildungspflichtbetroffen.
LautGesetzmussinnerhalbvonfünfJahreneineinsgesamt35-stün-
digeWeiterbildungabsolviertundbeiderBeantragungdernächsten
Führerscheinverlängerungnachgewiesenwerden.DieFortbildung,
dieübrigenskeinerAbschlussprüfungbedarf,istmodularaufgebaut;
jedesderinsgesamtfünfModulewidmetsicheinemeigenenThema,
zumBeispiel„Eco-Training“,„MarktundImage“oder„Fahrgastsicher-
heitundGesundheit“.JeModulisteineSchulungsdauervonsieben
Stundenvorgesehen.AusdidaktischenGründenempfehlendie	
meistenFachleute,soauchdieExpertenderESWE-Fahrschule,den
FünfjahreszeitraumvollauszuschöpfenundsomitjedesJahreinMo-
dulzuabsolvieren–waseinenTagWeiterbildungproJahrbedeutet.
JederFührerscheininhaberwurdeimBerichtsjahrandieeinzuhal-
tendenFristenundanseinegegebenenfallsnochfehlendenFortbil-
dungsmoduleerinnert.Dabeigiltfüralljene,dieihrenFührerschein
vordem9.September2008erworbenhaben,dasssiedie35-stündige
WeiterbildunginnerhalbderobenerwähntenfünfJahredurchlau-
fenhabenmüssen,  alsobisspätestenszum9.September2013.Um
jedochdieGültigkeitsdauerderFahrerlaubnismitderAbsolvierung
derModul-FortbildungterminlichinEinklangzubringen,gilt–je
nachDatumdernächstenFührerscheinverlängerung–einezwei
JahrelängereÜbergangsfrist.Diesbedeutet:  Der  9.September2015
istderallerletzteTermin,biszudemjederFührerscheininhaber,
derauchkünftiggewerblichBusfahrenmöchte,denNachweisder
durchgeführtenBKrFQG-Weiterbildungerbrachthabenmuss.
*	 Weitere345BusfahrerwarenzumStichtagbeiderSchwestergesellschaftWiBusGmbH	
	 angestellt,dieinsgesamt357Mitarbeiterbeschäftigte.
**	 zuzüglich13Auszubildende(Kfz-Mechatroniker)
***	 zuzüglich6Auszubildende(kaufmännischeBerufe)
****	 zuzüglich21saisonalbeschäftigtestudentischeAushilfskräfte
*****	ZusätzlichwarenbeiderESWEVerkehrServiceGmbHzumStichtag39eigene	
	 Mitarbeiterangestellt.
(Stand:31.12.2012,sofernnichtandersangegeben)
BetriebsbereicheBetriebsbereiche36 37
LuxemburgerUrteilaufUnternehmen,diezumBeispielihrerGröße
undLeistungspalettenachdemBranchendurchschnittentsprechen
undzudem  gutgeführtwerden.
DieVoraussetzung,ein„durchschnittliches,gutgeführtesUn-
ternehmen“ zu sein, hat die ESWE Verkehrsgesellschaft in den
zurückliegenden Jahren stets erfüllt. Und obschon die Wirt-
schaftlichkeitsuntersuchungen gemäß dem „K 4“-Kriteriumnur
imDrei-Jahres-Turnusvorgeschriebensind,unterzieht sich ESWE
Verkehr in jedem Jahr dem aufwändigen Prüfverfahren. Haupt-
sächlich geschieht dies, um praktisch jederzeit Gewissheit über
die wichtigsten wirtschaftlichen Kenndaten zu besitzen und so
auf eventuelle wirtschaftliche Risiken möglichst früh reagieren
zu können.
DamitdasbeauftrageWirtschaftsprüfungsunternehmendie	
„K4“-Beurteilungdurchführenunddaraufhindaserforderliche
Testatausstellenkann,müssenvomRechnungswesenzuvorsämt-
licherelevantenDaten,insbesonderedieProduktivitätskennzahlen,
aufwändigaufbereitetwerden.DieseumfassendeAufgabewurde
auch2012erfolgreichbewältigt.
Rechnungswesen
ControllingundFinanzbuchhaltung
ImRechnungswesenführtenimBerichtsjahrverschiedenebesondere
HerausforderungenzueinemgegenüberdenVorjahrendeutlich
erhöhtenArbeitsaufwand.Beispielsweiseerfordertedieintensi-
vierteBearbeitungderWirtschaftsplanprozesse,dieinfolgeaktuell
entstandenerAufgabenstellungennotwendiggewordenwar,ein
größeresZeitkontingent.AuchdieFüllevonGeschäftsprozessen,die
imZusammenhangmitderEinführungdeselektronischenFahraus-
weises„eTicket“zuregelnundzukoordinierenwaren–hierbeiist
insbesonderedieSoftware-Einführungzuerwähnen–,bandimJahr
2012vielArbeitskraftund-zeit.
EbenfallseineNeuerunggegenüberdenVorjahrenstellteein
imBerichtsjahrinitiiertesundaufdenWeggebrachtesoffenes
Benchmarking-Projektdar,indessenRahmendieESWEVerkehrs-
gesellschaftzusammenmitetwazehnanderenVerkehrsunterneh-
menähnlicherGrößebestimmteWirtschaftsdatenaufBasisder
KennzahlendesJahres2011einerüberregionalenVergleichsanalyse
unterzog.ZusätzlicheBearbeitungszeitbeanspruchteschließlich
auchderMehraufwandbeimVerbuchenvonEinnahmen,dermit
demüberauserfreulichenÜberschreitender50-Millionen-Grenze
beiderJahresgesamtzahlderFahrgästeeinherging.
EineHerausforderungganzandererArt,zumaleinemitbesonders
traurigemHintergrund,entstandimApril2012durchdenplötz-
lichenToddesLeitersderArbeitsgruppeFinanzbuchhaltung.Mit
ihmgingeinimmenswichtigesBindegliedfürdieArbeitsprozesse
imRechnungswesenverloren;vorallemaberhinterließderallseits
geschätzteMitarbeitermenschlicheinenichtzuschließendeLücke.
„K4“-Untersuchung
DieUntersuchungderWirtschaftlichkeitderESWEVerkehrsgesell-
schaft–einederzentralenAufgabendesRechnungswesens,diestetsin
engerZusammenarbeitmitdenvomUnternehmenbeauftragtenex-
ternenWirtschaftsprüfernerbrachtwird–fandimBerichtsjahreben-
fallsunterintensiviertenAnforderungenstatt.Einmalmehrspielte
hierbeidassogenannte„VierteKriterium“eineentscheidendeRolle.
DiesesKriterium,dasmeistabgekürztals„K4“-Kriteriumbezeichnet
wirdundeinemimJahr2003vomEuropäischenGerichtshof(EuGH)in
LuxemburggefälltenUrteilentstammt,definierteinenRechtsrahmen,
andemsichVerkehrsunternehmenwieESWEVerkehrzuorientieren
haben,wennsieimschärferwerdendenWettbewerbderVerkehrsan-
bieterbestehenundsomitihreArbeitsplätze sichern wollen.
Das„K4“-Kriteriumlegtfest,dasseinVerkehrsunternehmenals
„durchschnittliches, gut geführtes Unternehmen“ anerkannt
sein muss, wenn es ÖPNV-Leistungen erbringen möchte. Das
KommaindervomEuGHgewähltenFormulierungistdabeivon
großerBedeutung:GemeintistnämlichmitnichteneinUnterneh-
men,dasnur„durchschnittlichgut“geführtwird;vielmehrzieltdas
Dieselpreis-Absicherung
AngesichtsvonrundsechsMillionenLiternDieselkraftstoff,diedie
knapp235FahrzeugedesBus-FuhrparksvonESWEVerkehrundWi-
BusinjedemJahrverbrauchen,stelltPlanungssicherheitbezüglich
desKraftstoffpreiseseinenenormenwirtschaftlichenVorteildar
–zumalsichdiesprunghafteunddahernurschwerkalkulierbare
EntwicklungderBenzin-undDieselpreise  auchimJahr2012fort-
setzte.HatteESWEVerkehrindenJahren2009,2010und2011zwecks
AbsicherungdesDieselpreisesnochaufsogenannte„Swap“-Verträge
gesetzt,diemitverschiedenenBankhäusernabgeschlossenworden
warenunderfolgreichdazuführten,dassdieKraftstoffkostensi-
tuationineinemkalkulierbarenRahmengehaltenwerdenkonnte,
beschrittdasUnternehmenimBerichtsjahreinenneuenWeg:Mit
einemDiesel-LieferantenwurdefürdieDauerdesgesamtenKalen-
derjahreseinkonkreterFestpreisproLitervertraglichfestgeschrie-
ben.
ImVergleichmitden„Swap“-GeschäftenbietetdasFestpreisverfah-
renbetriebswirtschaftlicheVorteile;gleichzeitigbleibtderPositiv-
effektunveränderterhalten:ESWEVerkehrkonnteundkannüber
einenlangenZeitraummiteinemunverändertenEinkaufspreis
kalkulierenundgewinntdadurcheinMehranPlanungssicherheit,
wasmaßgeblichzurwirtschaftlichenSoliditätdesUnternehmens
beiträgt.
TopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe4/12:
NeuesimFahrplan–diesmalauchamRosenmontag
Es ist wie in jedem Jahr: Dem Jahreswechsel geht drei Wo-
chen zuvor, am zweiten Sonntag im Dezember, der Fahr-
planwechsel im öffentlichen Nah- und Fernverkehr voran.
Diesmal ist der 9. Dezember der entscheidende Stichtag;
er gilt bundes-, teils sogar europaweit, und somit auch im
Rhein-Main-Verkehrsverbund und in Wiesbaden. Allerdings
gibt‘s für die Landeshauptstadt diesmal eine terminliche
Besonderheit. Die üblicherweise mit dem Fahrplanwechsel-
Stichtag einhergehenden Fahrplananpassungen werden
bzw. wurden bei ESWE Verkehr diesmal auf zwei Termine
verteilt: Der erste Teil der Änderungen ist bereits in Kraft 	
getreten, nämlich am 5. November 2012; der zweite Teil wird
am 11. Februar 2013, also am Rosenmontag, wirksam werden.
Daher gilt: Bis zum 10. Februar 2013, dem Fastnachtssonntag,
besitzt für alle ESWE-Linien weiterhin der 2012er-Fahrplan
Gültigkeit! Diese Sonderregelung gilt auch für die zwischen
Wiesbaden und Mainz verkehrenden Linien 6, 28, 33, 45, 47
und N7, aber – Achtung! – nicht für die Linie 9, obgleich sie
ebenfalls zu den Wiesbaden-Mainzer Gemeinschaftslinien
gehört.
Fremdleistungen
InseinerEigenschaftalsklassischeQuerschnittsaufgabeoblages
demRechnungswesenauchimJahr2012,alsinternerDienstleisterdie
anderenFachbereicheundStabsstellenderESWEVerkehrsgesellschaft
–  undinsbesonderenatürlichauchdieGeschäftsführung–beider
ErfüllungihrerjeweiligenAufgabenzubegleitenundzuunterstützen.
EbenfallsgehörtenzudenvomRechnungswesenerbrachtenunter-
stützendenTätigkeitenauch2012wiederdievondiversenexternen
StelleninAnspruchgenommenenkaufmännisch-buchhalte-
rischenServices.ZudenexternenKundenzähltenimBerichtsjahr
abermalsdasTochterunternehmenESWEVerkehrServicegesell-
schaft(EVS),dasSchwesterunternehmenWiBus,derVerkehrsver-
bundMainz-Wiesbaden(VMW)sowieverschiedeneÄmterund
EinrichtungenderWiesbadenerStadtverwaltung.
WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite24 bereit.
BetriebsbereicheBetriebsbereiche38 39
Nerobergbahn
Passagierrekord
ImBerichtsjahrkonntedievonESWEVerkehrbetriebeneNeroberg-
bahn,Wiesbadensromantischstesundgleichzeitig„schrägstes“
Wahrzeichen,abermalseineneindrucksvollenPassagierrekordver-
zeichnen:InsgesamtfuhrenvonAprilbisOktober2012genau  292.510
Fahrgäste mit Deutschlands ältester und Europas zweitältester
wasserballastbetriebenenDrahtseil-ZahnstangenbahnvomNero-
talaushinauf  aufWiesbadensHausbergundwiederherunter.Im
VergleichzumVorjahrbedeutetedieseinenZuwachsummehrals
22.500Passagiere;dieSteigerungsrategegenüber2011lagsomitbei
hervorragenden8,3Prozent.
DerstarkeAnstiegderJahresgesamtpassagierzahlhatverschiedene
Ursachen;unteranderemsinddasdurchweggute„Bahnwetter“
währendderSaison(sonnig,abernichtzuheiß),dasweiterinten-	
sivierteMarketingsowiedieinWiesbadenallgemeinangestie-
genenÜbernachtungszahlenzunennen.DenndasGrosderFahrgäs-
testellteauch2012wiederdieGruppederin-wieauchausländischen
Touristen;ihrAnteilanderGesamtzahlderPassagierelagaber-
malsbeietwa80Prozent.NichtwenigederGästevonaußerhalb
derLandeshauptstadtberiefensichbeiihremBesuchaufeinen
odermehrerederzahlreichenMedienberichte,dieimBerichtsjahr
einmalmehrdieNerobergbahnzumThemahatten.SelbsteinTeam
desjapanischenFernsehensdrehte2012amNerobergBilderfür
eineReisereportage,inderdenZuschauerndieNerobergbahnals
sehenswertestouristischesHighlightpräsentiertwurde.
FesteundMessen
Zuden2012er-Höhepunktenzähltenzwei„Traditions-Events“:	
EbensowiedasNerobergfestam27.MaibescherteauchdasHallo-
ween-Kinderfestam28.OktoberderNerobergbahnenormeAufmerk-
samkeit.Geradedieschaurig-fröhlicheHalloween-Feier, die schon
zum zehnten Mal in Folge den herbstlichen Saisonabschlussder
Bahnmarkierte,botallerleioptischeReize  –tummeltensichdochan
diesemTagjedeMengeHexen,Gespenster,VampireundZauberer
sowieandereerschreckendeGestaltenaufWiesbadensHausberg.
OrganisiertwordenwardasGrusel-FestwiestetsvonMitgliedern
undehrenamtlichenHelferndesNerobergbahn-Fördervereins.
Eine echte Premiere bedeutete im Jahr 2012 die Teilnahme der
NerobergbahnanderRDA-MesseinKöln.AufdemvomInternatio-
nalenBustouristikverbandRDAorganisiertenBranchentreffgelang
es,beizahlreichenVeranstalternvonBusreisenInteressefürdie
BahnzuweckenunddasgesamteNeroberggebietalsattraktiven
StoppfürBusreisendezupräsentieren.  
Jubiläumsvorbereitungen
DiebereitsimJahr2009inAngriffgenommenenVorbereitungen
fürdas125-jährigeBahnjubiläumimSeptember2013wurdenauch
imBerichtsjahrfortgeführt,undzwarmitdeutlichwachsender
Intensität.SowurdemitdenPlanungenfüreineumfangreiche
Jubiläums-Agendabegonnen–mitdemZiel,dassimJahr2013
zwischenAprilundOktoberkeinMonatohneeineöffentlichkeits-
wirksameVeranstaltungoderAktionrundumdieNerobergbahn
verstreichensoll.
AuchdieplanerischenVorbereitungenfürdieerstmalige,in	
KooperationmitdemWiesbadenerStadtmarketingzurealisierende
PräsenzderNerobergbahnaufderweltgrößtenTourismusmesseITB
imMärz2013inBerlinbegannenbereitsimLaufdesBerichtsjahres.
Filmwettbewerb
EinganzbesonderesElementimRahmenderVorbereitungen
aufdasJubiläumsjahr2013stelltederimFrühjahr2012gestartete
Nerobergbahn-Filmwettbewerbdar.ESWEVerkehr,dasstädtische
KulturamtundderWiesbadenerFilmkreisriefengemeinsamalle
Hobbyfilmerauf,einmaximal15-minütigesVideoüberdieNero-
bergbahnzudrehen,indemdieganzeFaszinationdeshistorischen
GefährtszumAusdruckkommt.
NachdemEinsendeschlussdesWettbewerbsam12.Dezember
beganneinefachkundigbesetzteJurymitderSichtungundBewer-
tungderinsgesamt16eingereichtenBeiträge.DieBekanntgabeder
Gewinner,dieoffiziellePrämierungderPreisträger,dieÜbergabe
derPreisgelderunddieöffentlicheErstaufführungdersiegreichen
Werkewurdeaufden1.März2013terminiert;alsOrtderFilmpreis-
galakonnteWiesbadens„CaligariFilmbühne“gebuchtwerden,die
vielenCineastenalsDeutschlandsschönstesKinogilt.
FILMWETTBEWERB
Am 1. März 2013 um 20 Uhr
Filmprämierung und Kartenkauf in der Caligari FilmBühne
MEHR INFOS AN DER NEROBERGBAHN ODER UNTER www.eswe-verkehr.de/filmwettbewerb
BetriebsbereicheBetriebsbereiche40 41
ESWEVerkehrServicegesellschaft
Allgemeines
DiezumJahresbeginn2010gegründeteESWEVerkehrServicegesell-
schaft,kurz:EVSGmbH,stellteauchimBerichtsjahr2012aufvielerlei
TätigkeitsfeldernunterBeweis,dasssiesichzueinerflexiblenund
schlagkräftigen„Schnelleingreiftruppe“mithoherundzuverläs-
sigerProblemlösungskompetenzentwickelthat.
NachderUnternehmensgründungAnfang2010hattezunächst
ausschließlichdieFahrausweisprüfungaufderAufgabenagendader
EVSgestanden.SchnelljedochkamenzahlreicheweitereBereiche
hinzu:SofallenheutebeispielsweiseauchderBetriebsschutzinklu-
sivederPförtnereisowiedieUnterhaltsreinigungdesFirmengebäu-
desvonESWEVerkehr,desBetriebsgeländesundderBuswerkstätten
indieZuständigkeitderEVS.DarüberhinauserbringtdieService-
gesellschaftinnerhalbderESWE-Unternehmensfamilieallgemeine
DienstleistungenunterschiedlichsterArt:seienesFahrdienste,sei
esdieUnterstützungbeiMarketingaktionenundGroßveranstal-
tungen,seiesdieKinderbeaufsichtigungimRahmender„Busverkehrs-
schule“(siehehierzuSeite29).
AberauchexterneKundenkönnendieDienstederEVSbuchen:Der
ersteGroßauftragvonaußerhalbESWEskam2011vonderWiesbade-
nerStadtverwaltung.SeithersindesEVS-Mitarbeiter,dieWiesba-
densParkscheinautomatenentleeren.
BeauftragungdurchdieStadtWiesbaden
BereitsseitHerbst2011sindinWiesbadensogenannte„Bus-	
streifen“unterwegs.ImRahmeneinermittlerweileüberdasJahr	
2012hinausverlängertenKooperationwerdenAngehörigeder	
Stadtpolizei,wennsieimÖPNV-UmfeldimEinsatzsind,vondrei	
EVS-Mitarbeiternbegleitet,diezuvorerfolgreicheineAusbil-
dungzumOrdnungspolizistenabsolvierthatten.Diegemischten
Doppelstreifenkümmernsichbeispielsweisedarum,dassdiedem
ÖPNVvorbehaltenenBusfahrspurennichtvonanderenFahrzeugen
blockiertwerden–wasleiderimmerwiedervorkommtundsozu
VerspätungenimLinienverkehrführenkann.Indemdie„Busstrei-
fen“durchihreKontrollendieSchnelligkeitdesBusverkehrssichern,
tragensieinsgesamtzurAttraktivitätssteigerungdesÖPNVsinder
Landeshauptstadtbei.
ImBerichtsjahr2012wurdederZusammenarbeitzwischenderStadt
WiesbadenundderESWEVerkehrServicegesellschafteinneues
Tätigkeitsfeldhinzugefügt:DreiweitereEVS-Mitarbeiterwerdennun
eingesetzt,umimBereichdesIndividualverkehrs  densogenannten
„ruhendenVerkehr“zuüberwachen,wozuhauptsächlichparkende
Fahrzeugezählen.
EinenzusätzlichenBelegdafür,dassdieEVSimsogenannten„Dritt-
geschäft“auchundgeradefürexterneKunden–konkretesBeispiel
istebendieStadtWiesbaden–einattraktiverDienstleistungspartner
ist,lieferteineweitereBeauftragung:SeitMitte2012erbringenEVS-
AngestellteregelmäßigeChauffeurdienste  fürWiesbadenspolitische
Prominenz,nämlichfürdenerstenBürgerderStadt,Stadtverordneten-
vorsteherWolfgangNickel,sowiefürBürgermeisterArnoGoßmann.
	
Schwerbehindertenzählung
EinweiteresTätigkeitsfeldderEVSimBerichtsjahrstelltediesoge-
nannte„Schwerbehindertenzählung“dar.DerHintergrunddieser
Maßnahmebestanddarin,dassgemäßSozialgesetzbuchIXschwer-
behinderteMenschenimÖffentlichenPersonennahverkehrun-
entgeltlichbefördertwerden.DiedadurchbeidenÖPNV-Anbietern
entstehendenEinnahmeausfällewerdendenVerkehrsunternehmen
vomjeweiligenBundeslanderstattet;dieBerechnungsgrundlage
dieserErstattungbildeteinvomLanderrechneterDurchschnitts-
Prozentsatz.KanneinVerkehrsunternehmenjedochbelegen,dass
aufseinenLinienderProzentanteilderschwerbehindertenFahrgäs-
tegrößeristalsdervomLandfestgelegtePauschalsatz,kannein
höhererErstattungsbetraggeltendgemachtwerden.Genauaus
diesemGrundließESWEVerkehr2012eineentsprechendeZählung
durchführen:DasUnternehmenrechnetemiteinerdeutlichen
Mehreinnahme.
SomitführtenMitarbeiterderEVS–unterstütztvonzusätzlich
angeworbenen,speziellgeschultenHilfskräften–infünfunter-
schiedlichenZeitintervallenzwischenMärzundNovemberdie
ZählungderschwerbehindertenFahrgästeinFormrepräsenta-
tiverDatenerhebungendurch.DabeiwurdeimDreischichtbetrieb
praktischrundumdieUhrgearbeitet,unddasaufallenLinienan
allenWochentagen.MitdieserKomplettabdeckungkonnteerreicht
werden,dassempirisch„saubere“Zählresultategeneriertwurden,
diedemAnspruchderRepräsentativitättatsächlichgenügtenund
entsprechend„belastbar“waren.
8
17
38
29
39
26
EntwicklungderBeschäftigtenzahlderEVS
Januar2010 Januar2012 Dezember2012
25
EVS-eigeneMitarbeiter vonESWEVerkehrgestellteMitarbeiter
67
65
42 Jahresabschluss 43Jahresabschluss
	 jahresabschluss 	 fürdasGeschäftsjahrvom
	 	
	 	 1.Januarbiszum31.Dezember2012
Hessenweitbeispielgebend
Stark auch in der Region: Der Rhein-
Main-Verkehrsverbund, der einen
Großteil Hessens abdeckt, vermeldete
in seinem Gebiet für das Jahr 2012 im
Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg
der Jahresgesamt-Fahrgastzahl von
703 auf  705 Millionen. Allein ein Viertel
dieses Zwei-Millionen-Zuwachses
steuerte ESWEVerkehr bei – mit ihrem
Passagierplus von 0,5 Millionen
44 Jahresabschluss 45Jahresabschluss
Bilanzzum31.Dezember2012
AKTIVA Anhang 31.12.2012
Te
31.12.2011
Te
A.Anlagevermögen (1)
	 I.	 ImmaterielleVermögensgegenstände (2) 243 222
	 II.	 Sachanlagen (3) 38.431 37.908
	 III.	Finanzanlagen (4) 328 375
39.002 38.505
B.Umlaufvermögen
	 I.	 Vorräte (5) 440 443
	 II.	 ForderungenundsonstigeVermögensgegenstände (6) 4.276 2.336
	 III.	KassenbestandundGuthaben
	 	 beiKreditinstituten
(7) 729 816
5.445 3.595
C.Rechnungsabgrenzungsposten (8) 25 17
44.472 42.117
PASSIVA Anhang 31.12.2012
Te
31.12.2011
Te
A.Eigenkapital (9)
	 I.	 GezeichnetesKapital 1.500 1.500
	 II.	 Kapitalrücklage 2.305 2.305
3.805 3.805
B.Rückstellungen (10) 11.648 12.799
C.Verbindlichkeiten (11) 26.798 23.029
D.Rechnungsabgrenzungsposten (12) 2.221 2.484
44.472 42.117
fürdieZeitvom1.Januarbiszum31.Dezember2012
Gewinn-undVerlustrechnung
Anhang 2012
Te
2011
Te
1.	 Umsatzerlöse (13) 44.252 44.133
2.	 Bestandsveränderungen (14) -18 18
3.	 AndereaktivierteEigenleistungen (15) 4 1
4.	 SonstigebetrieblicheErträge (16) 7.920 8.822
5.	 Materialaufwand (17) 27.221 24.587
6.	 Personalaufwand (18) 26.960 27.247
7.	 Abschreibungen (19) 5.689 5.518
8.	 SonstigebetrieblicheAufwendungen (20) 7.863 8.770
9.	 ErträgeausGewinnabführungsverträgen (21) 110 65
10.	Zinsergebnis (22) -878 -735
11.	ErgebnisdergewöhnlichenGeschäftstätigkeit -16.343 -13.818
12.	AußerordentlicheAufwendungen 0 72
13.	AußerordentlichesErgebnis 0 -72
14.	SonstigeSteuern (23) 31 31
15.	ErträgeausVerlustübernahme (24) 16.374 13.921
16.	Jahresergebnis 0 0
46 Jahresabschluss 47Jahresabschluss
fürdasGeschäftsjahr2012
derESWEVerkehrsgesellschaftmbH	
AllgemeineAngaben
DerJahresabschlussfürdasGeschäftsjahr2012wirdnachdenRechnungslegungsvorschriftendesHandels-
gesetzbuchesunddenergänzendenVorschriftendesGesetzesbetreffendGesellschaftenmitbeschränkter
Haftungaufgestellt.
Esgeltengemäß§267Abs.3HGBdieBestimmungenfürgroßeKapitalgesellschaften.
ImInteresseeinerbesserenKlarheitundÜbersichtlichkeitwerdendienachdengesetzlichenVorschriften
beidenPostenderBilanzundGewinn-undVerlustrechnunganzubringendenVermerkeebensowiedie
Vermerke,diewahlweiseinderBilanzbzw.Gewinn-undVerlustrechnungoderimAnhanganzubringen
sind,weitestgehendimAnhangaufgeführt.DarüberhinaussindderKlarheitderDarstellungwegeninder
BilanzundinderGewinn-undVerlustrechnungeinzelnePostenzusammengefasst.DiesePostensindinden
weiterenAbschnittendesAnhangsgesondertausgewiesenunderläutert.
DieGewinn-undVerlustrechnungistnachdemGesamtkostenverfahrengemäß§275Abs.2HGBaufgestellt.
DasGeschäftsjahrentsprichtdemKalenderjahr.
MitderWVVWiesbadenHoldingGmbHalsherrschendemUnternehmenbestehteinErgebnisabführungsvertrag
(Vertragvom29.August2000).
MitderESWEVerkehrServiceGmbHalsbeherrschtemUnternehmenbestehteinErgebnisabführungsvertrag
(Vertragvom17.November2011).
Bilanzierungs-undBewertungsmethoden
DieentgeltlichvonDrittenerworbenenimmateriellenVermögensgegenständesindzuAnschaffungskosten
erfasstundwerdenlinearnachihrervoraussichtlichenNutzungsdauerabgeschrieben.
SachanlagenwerdenzuAnschaffungs-bzw.HerstellungskostenabzüglichplanmäßigerAbschreibungen
entsprechendihrervoraussichtlichenNutzungsdauerbewertet.DieHerstellungskostenumfassenEinzel-
kostenundangemesseneMaterial-undFertigungsgemeinkosten;Fremdkapitalzinsensindnichtein-
bezogen.ErhalteneKapitalzuschüssewerdenbeidenZugängengekürzt.
Fürdievordem1.Januar2008zugegangenenbeweglichenGegenständedesSachanlagevermögens,ins-
besondereFahrzeuge,dienichtdemPersonenverkehrdienen,wurdevereinzeltaussteuerlichenGründen
(§§254,279Abs.2HGBa.F.)bisherdiedegressiveAbschreibungsmethodeangewandt.MitInkrafttreten
desBilMoGistdieumgekehrteMaßgeblichkeitderSteuerbilanzfürdieHandelsbilanzzwarentfallen,die
Gesellschafthatsichjedochentschieden,vondeminderÜbergangsregelungnachArt.67Abs.4EGHGB
vorgesehenenWahlrechtzurFortführungderbisherigenWertansätzeunterAnwendungderfürsiebiszum
InkrafttretendesBilMoGgeltendenVorschriftenGebrauchzumachen.DiedegressiveAbschreibungdieser
Vermögensgegenstände,derenRestbuchwertesichzum31.Dezember2012aufinsgesamt9Tabelaufen,
wirddaherfortgeführt.ImVergleichzurlinearenMethodeergebensichdabeinurunwesentlicheMehrab-
schreibungen.
anhang
FürabnutzbarebeweglicheVermögensgegenstände,dieeiner  selbstständigenNutzungfähigsindund
derenAnschaffungs-oderHerstellungskostenzwischen150aund1.000a lagen,wurdenindenVorjahren
Sammelposten(Pool)gebildet,dieinklusivedesAnschaffungsjahresüberfünfJahreabgeschriebenwurden.
Abdem1.Januar2011wirddiesePoolbildungnichtmehrvorgenommen.DieSammelpostenderJahre2008
bis2010laufenbiszumEndeaus,sodassderletzte2014vollständigabgeschriebenist.
In2012werdenfürabnutzbarebeweglicheVermögensgegenstände,dieeinerselbstständigenNutzung
fähigsindundderenAnschaffungskostenbis410abetragen(GeringwertigeWirtschaftsgüter),Sofortab-
schreibungenvorgenommen;überdiesemWertliegendwerdensienachderNutzungsdauerlinearabge-
schrieben.
BeidenFinanzanlagensinddieAnteileanverbundenenUnternehmenundBeteiligungenzuAnschaffungs-
kostenbewertet.VerzinslicheAusleihungensindzumNennwert,unverzinslichezumBarwertangesetzt.
HierbeiwirdeinZinssatzvon5,5  Prozentp.a.zugrundegelegt.
DieVorrätewerdenzudurchschnittlichenfortgeschriebenenEinstandspreisenunterBeachtungdes	
NiederstwertprinzipsnachdemGrundsatzderEinzelbewertungangesetzt.Bestandsrisikenaufgrund
verminderterVerwertbarkeitoderlangerLagerdauerwirddurchangemesseneWertabschlägeRechnung
getragen.
BeidengrundsätzlichzumNennwertbilanziertenForderungenundsonstigenVermögensgegenständen
wurdenalleerkennbarenRisikendurchEinzelwertberichtigungenberücksichtigt.DemAusfallwagnisbei
denForderungenausLieferungenundLeistungenwirdmiteinerPauschalwertberichtigunginHöhevon	
1  ProzentdesNettoforderungsbestandesRechnunggetragen.
KassenbeständesowieGuthabenbeiKreditinstitutensindzumNennwertbilanziert.
DasgezeichneteKapitalwirdzumNennwertbilanziert.
DieRückstellungenwurdeninHöhedesnachvernünftigerkaufmännischerBeurteilungnotwendigenErfül-
lungsbetragesangesetzt.
RückstellungenmiteinerRestlaufzeitvonmehralseinemJahrsindmitdemihrerRestlaufzeitentspre-
chendendurchschnittlichenMarktzinssatzdervergangenensiebenGeschäftsjahreabgezinst.
RückstellungenfürPensionenundähnlicheVerpflichtungenwerdenaufderGrundlageversicherungsma-
thematischerBerechnungnachdemAnwartschaftsbarwertverfahren(ProjectedUnitCreditMethod)unter
BerücksichtigungderRichttafeln2005GvonProf.Dr.Heubeckbewertet.DieRückstellungenfürPensionen
undähnlicheVerpflichtungenwurdenpauschalmitdemvonderDeutschenBundesbankimMonatDezem-
ber2012veröffentlichtendurchschnittlichenMarktzinssatzdervergangenensiebenJahreabgezinst,dersich
beieinerangenommenenRestlaufzeitvon15Jahrenergibt(§253Abs.2Satz2HGB).DieserZinssatzbeträgt
5,04Prozent(Vorjahr:5,14Prozent).BeiderErmittlungderRückstellungenfürPensionenundähnlicheVer-
pflichtungenwurdenunverändertRentensteigerungenvonjährlich2,0  Prozentzugrundegelegt.
48 Jahresabschluss 49Jahresabschluss
ANSCHAFFUNGS-UNDHERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
Vortragzum
01.01.2012
Te
Zugänge
Te
Abgänge
Te
Umbuchungen
Te
Standam
31.12.2012
Te
Vortragzum
01.01.2012
Te
Abschreibungen	
des	
Geschäftsjahres
Te
Abgänge
Te
Standam
31.12.2012
Te
31.12.2012
Te
31.12.2011
Te
I.	ImmaterielleVermögensgegenstände 930 64 6 0 988 708 43 6 745 243 222
II.	 Sachanlagen
	 1.	 Grundstückeundgrundstücks-	
	 	 gleicheRechteeinschließlichBauten	
	 	 auffremdenGrundstücken 19.835 100 7 43 19.971 12.053 323 7 12.370 7.601 7.781
	 2.	 TechnischeAnlagenundMaschinen 573 0 0 0 573 295 44 0 339 234 278
	 3.	 FahrzeugefürPersonenverkehr 52.204 5.364 3.642 0 53.926 27.358 4.425 3.642 28.141 25.785 24.846
	 4.	 AndereAnlagen,Betriebs-und
	 	 Geschäftsausstattung 13.195 358 530 0 13.023 8.235 854 519 8.570 4.453 4.959
	 5.	 GeleisteteAnzahlungenund
	 	 AnlagenimBau 43 358 0 -43 358 0 0 0 0 358 43
85.849 6.180 4.178 0 87.851 47.941 5.646 4.168 49.420 38.431 37.908
SummeimmaterielleVermögens-
gegenständeundSachanlagen
86.779 6.244 4.184 0 88.839 48.649 5.689 4.173 50.164 38.674 38.130
III.	 Finanzanlagen
	 1.	 Anteileanverbundenen
	 	 Unternehmen
100 0 0 0 100 0 0 0 0 100 100
	 2.	 Beteiligungen 26 0 0 0 26 0 0 0 0 26 26
	 3.	 SonstigeAusleihungen 250 33 81 0 202 0,1 0 0 0,1 202 249
376 33 81 0 328 0,1 0 0 0,1 328 375
SummeAnlagevermögen 87.154 6.277 4.264 0 89.167 48.649 5.689 4.173 50.165 39.002 38.505
(1)Anlagevermögen
DieAufgliederungundEntwicklungderinderBilanzzusammengefasstenAnlagepostenzeigtdernachfolgende  Anlagenspiegel.
ErläuterungenzurBilanz
DifferenzenindenSummendurchRundenderZahlenmöglich
DieRückstellungenfürJubiläumsverpflichtungensindnachversicherungsmathematischenGrundsätzenerrechnet.DieRückstellungen
wurdenpauschalmitdemvonderDeutschenBundesbankimMonatDezember2012veröffentlichtendurchschnittlichenMarktzinssatzder
vergangenensiebenJahreabgezinst,dersichbeieinerangenommenenRestlaufzeitvon15Jahrenergibt(§253Abs.2Satz2HGB).DieserZins-
satzbeträgt5,04  Prozent(Vorjahr:5,14Prozent).  DiePreis-undKostensteigerungwurdeunverändertmit2,00  Prozentp.a.angenommen.
DieGesellschafthattezum31.Dezember2009Aufwandsrückstellungennach§249Abs.2HGB,imWesentlichenfürReparaturenbzw.
Instandhaltungen,imUmfangvon6.620Ta gebildet.NachderNeuregelungdurchdasBilMoGbestehtfürdieseInnenverpflichtungenzwar
künftigeinPassivierungsverbot,dieGesellschaftmachtjedochvondeminderÜbergangsregelungvonArt.67Abs.3Satz1EGHGBvorgese-
henenWahlrechtzurBeibehaltungundFortführungderRückstellungenunterAnwendungderbisherigenRegelungenGebrauch.DerBuch-
wertderzum31.Dezember2012nochbilanziertenAufwandsrückstellungenbeträgt3.117Ta.	
DieVerbindlichkeitensindmitihrem  Erfüllungsbetragangesetzt.UnterdenRechnungsabgrenzungspostensindAusgabenbzw.Einnahmen
erfasst,dieAufwandbzw.ErtragfüreinebestimmteZeitnachdemAbschlussstichtagdarstellen.
(2)ImmaterielleVermögensgegenstände
BeidenZugängeninHöhevon64Ta handeltessichvorwiegendumSoftware-LizenzenfürFAKSIIundNetzplanung.
(3)Sachanlagen
DieZugängedesBerichtsjahresinHöhevon6.180Ta betreffenimWesentlichenFahrzeugefürdenPersonenverkehr(5.364Ta).
DieZugängefürAnlagenimBau(358Ta)resultierenhauptsächlichausderErrichtungeinesBusparkplatzes(353Ta).
BeidenRoh-,Hilfs-undBetriebsstoffenhandeltessichimWesentlichenumLagermaterialbeständefürdenBetriebs-undInstand-
haltungsbereichderFahrzeugederGesellschaft.
MitderESWEVerkehrServiceGmbHbestehtseitdem1.Januar2011einErgebnisabführungsvertrag.
NameundSitzderGesellschaft Buchwert
31.12.2012
Te
Kapital-
Anteil
%
Eigenkapital
31.12.2012
Te
Jahresergebnis
2012
Te
AnteileanverbundenenUnternehmen
ESWEVerkehrServiceGmbH,Wiesbaden 100 100,0 106 0
Beteiligungen
VerkehrsverbundMainz-WiesbadenGmbH,Wiesbaden 26 50,0 52 0
(4)Finanzanlagen
31.12.2012
Te
31.12.2011
Te
Roh-,Hilfs-undBetriebsstoffe 440 443
440 443
31.12.2012
Te
31.12.2011
Te
ForderungenausLieferungenundLeistungen 987 1.054
ForderungengegenverbundeneUnternehmen 1.966 48
ForderungengegenUnternehmen,mitdenen
einBeteiligungsverhältnisbesteht 93 84
ForderungengegendieLandeshauptstadtWiesbaden 382 207
SonstigeVermögensgegenstände 848 943
4.276 2.336
DieForderungengegenverbundeneUnternehmenumfassenvorrangigForderungengegenüberderWVVWiesbadenHoldingGmbH
ausUmsatzsteuerNovemberundDezember2012sowiedemVerlustausgleichdesGeschäftsjahres.
DieForderungengegendieLandeshauptstadtWiesbadenbetreffenimWesentlichendenLiefer-undLeistungsverkehr.
InnerhalbdersonstigenVermögensgegenständehaben28Ta(Vorjahr:24Ta)eineRestlaufzeitvonmehralseinemJahr.Alleübrigen
ForderungendesBerichtsjahresunddesVorjahreshabeneineRestlaufzeitvonbiszueinemJahr.
(6)ForderungenundsonstigeVermögensgegenstände
(5)Vorräte
50 Jahresabschluss 51Jahresabschluss
(7)KassenbestandundGuthabenbeiKreditinstituten
DerstichtagsbezogeneStandderliquidenMittelbeträgt729Ta(Vorjahr:816Ta).
(8)Rechnungsabgrenzungsposten
DerPostenbetrifftimWesentlichenPensionszahlungenfürJanuar2013undAusbildungskostenfürKraftverkehrsmeister.  
(9)Eigenkapital
DasGezeichneteKapitalbeträgtam31.Dezember20121.500Ta  undwirdzu94,9  ProzentvonderWVVWiesbadenHoldingGmbH	
undzu  5,1  ProzentvonderLandeshauptstadtWiesbadengehalten.
(10)Rückstellungen
DiesonstigenRückstellungenbestehenvorwiegendfürdenPersonalbereich(4.569Ta),undhierimWesentlichenfürVerpflichtungen
ausFreifahrtberechtigungen(1.272Ta),Beihilfeverpflichtungen(882Ta),Zeitguthaben(713Ta),Jubiläumsverpflichtungen(562Ta)
sowieAbfindungsvereinbarungen(255Ta).DarüberhinausbestehenRückstellungenfürVerpflichtungenausdemRMV-Einnahmen-
aufteilungsverfahren2012(2.118Ta),ausBrandschutzmaßnahmen(838Ta),derSanierungderAartalbahn(638Ta),fürAltlastenund
Umweltschutzmaßnahmen(489Ta),fürdieSanierungdesBetriebsgeländesGartenfeldstraße(597Ta)sowiefürVersicherungenund
KostendesJahresabschlusses.
31.12.2012
Te
31.12.2011
Te
RückstellungenfürPensionen 798 690
SonstigeRückstellungen 10.850 12.109
11.648 12.799
(11)Verbindlichkeiten 31.12.2012
Te
31.12.2011
Te
VerbindlichkeitengegenüberKreditinstituten 20.440 17.371
VerbindlichkeitenausLieferungenundLeistungen 3.721 3.473
VerbindlichkeitengegenüberverbundenenUnternehmen 2.159 1.854
SonstigeVerbindlichkeiten 478 331
	 davonausSteuern (313) (245)
	 davonimRahmendersozialenSicherheit (0) (0)
26.798 23.029
VondenVerbindlichkeitengegenüberKreditinstituteninHöhevon20.440Tasind 4.671TainnerhalbeinesJahresfällig,9.568Ta
habeneineFälligkeitvonmehralseinemundwenigeralsfünfJahren,und6.200TahabeneineFälligkeitvonmehralsfünfJahren.
DarlehenimUmfangvon18.140TasinddurchBürgschaftenderLandeshauptstadtWiesbadenbesichert.
DieVerbindlichkeitengegenüberverbundenenUnternehmenresultierenimWesentlichenausdemLiefer-undLeistungsverkehrmit
derESWEVersorgungsAG(715Ta)sowiederWiBusGmbH(1.441Ta).
DieVerbindlichkeitenhaben –  mitAusnahmederDarlehensverbindlichkeiten– wieimVorjahrsämtlicheineRestlaufzeitvonunter
einemJahr.
(12)Rechnungsabgrenzungsposten
DerpassiveRechnungsabgrenzungspostenbetrifftimWesentlichenabgegrenzteVerkehrseinnahmenfürdasJahr2013.
SonstigefinanzielleVerpflichtungen
DasBestellobligobeläuftsichauf5.204Ta.AusMiet-undLeasingverträgenbestehenmehrjährigeVerpflichtungeninHöhe	
von84Tap.a.VordemHintergrundeinesüblichenGeschäftsverlaufesistdieWahrscheinlichkeiteinerInanspruchnahmeals	
hocheinzustufen.
52 Jahresabschluss 53Jahresabschluss
ErläuterungenzurGewinn-undVerlustrechnung
(13)Umsatzerlöse
DieUmsatzerlöse,dieausschließlichimInlanderzieltwerden,stellensichwiefolgtdar:
2012
Te
2011
Te
Verkehrsbetriebe 41.959 42.082
ÜbrigeUmsatzerlöse 2.293 2.051
44.252 44.133
(16)SonstigebetrieblicheErträge
DieErträgeausderAuflösungvonRückstellungenbetreffenAuflösungenausRückstellungenfürVerpflichtungenausder	
RMV-Einnahmenaufteilung(22Ta),SanierungdesViaduktsNerobergbahn(200Ta),Personalrückstellungen(14Ta),Prozess-
kostenrisikenausVorjahren(1Ta),BeiträgezurBerufsgenossenschaft(15Ta),Versicherungen(6Ta)sowieAbschlusskosten(13Ta).
DieübrigenErträgebetreffenimWesentlichenErlöseausdemVerkaufvonTreib-undSchmierstoffen,ausSchadenersatzleistungen,
ausAufwandszuschüssensowieErlöseausVermietungundVerpachtung.
IndensonstigenbetrieblichenErträgensindperiodenfremdeErträgeinHöhevon121Ta (Vorjahr:130Ta)enthalten.Diesebetreffen
imWesentlichenErstattungenvonVersicherungen.
(14)Bestandsveränderungen
ZumBilanzstichtaghatsichderBestanddernichtabgerechnetenLeistungenum18Tavermindert(Vorjahr:Anstiegum18Ta).
(15)AndereaktivierteEigenleistungen
SieumfassendieimAnlagevermögenaktiviertenPersonalaufwendungenundGemeinkostendesBerichtsjahres.
IndenUmsatzerlösensindperiodenfremdeErlöseausderErstattunggemäß§145SGBIXimUmfangvon617Ta(Vorjahr:341Ta)enthalten.
(18)Personalaufwand 2012
Te
2011
Te
LöhneundGehälter 20.716 21.090
SozialeAbgabenundAufwendungen
fürAltersversorgungundfürUnterstützung
              davonfürAltersversorgung
6.244
(1.803)
6.157
(1.707)
26.960 27.247
(19)Abschreibungen
DieAbschreibungenaufimmaterielleVermögensgegenständeundSachanlagensindimEinzelnenimAnlagenspiegeldargestellt.
ErgänzendverweisenwiraufdieDarstellungderBewertungsmethoden.
2012
Te
2011
Te
AufwendungenfürRoh-,Hilfs-undBetriebsstoffe 9.036 8.570
AufwendungenfürbezogeneLeistungen 18.185 16.017
27.221 24.587
(17)Materialaufwand
DieESWEVerkehrsgesellschaftmbHbeschäftigteimGeschäftsjahr2012durchschnittlich504Mitarbeiter(Vorjahr:514Mitarbeiter).
DieüberdienormalegesetzlicheSozialversicherunghinausgehendeVersorgungerfolgteüberdieZusatzversorgungskassefür	
GemeindeundGemeindeverbände,derenMitglieddieESWEVerkehrsgesellschaftmbHist.
DerUmlagesatzderZVKbetrugimGeschäftsjahr2012unverändert6,2  Prozent(5,7  ProzentArbeitgeberanteil;0,5  ProzentArbeit-
nehmeranteil).  DerSanierungsbeitragimGeschäftsjahr2012betrug2,3  Prozent.DerHöchstbetragfürdiePauschalversteuerung	
desArbeitgeberanteilsanderUmlagebeläuftsichaufmonatlich89,48a  jeMitarbeiter.
DieSummederumlagepflichtigenLöhneundGehälterbetrugimGeschäftsjahr201220.054.578,26a.
ImBereichderAufwendungenfürRoh-,Hilfs-undBetriebsstoffenstellendieTreibstoffkosten(6.400Ta)diegrößteTeilpositiondar.	
Die  AufwendungenfürbezogeneLeistungenbeinhaltenimWesentlichenFremdleistungenfürdiePersonenbeförderungdurchdie
FirmaWiBusWiesbadenerBusgesellschaftmbHinHöhevon15.710Ta.
2012
Te
2011
Te
ErträgeausderAuflösungvonRückstellungen 271 819
ErträgeausAnlagenabgängenundZuschreibungen 353 525
ErträgeausöffentlichenZuwendungen 4.440 4.743
ÜbrigeErträge 2.856 2.735
7.920 8.822
54 Jahresabschluss 55Jahresabschluss
(21)ErträgeausGewinnabführungsverträgen
(23)SonstigeSteuern
DieunterdenSonstigenZinsenundähnlichenErträgenausgewiesenenErträgeausderAbzinsungvonRückstellungenbetragen54Ta.
DieunterdenZinsenundähnlichenAufwendungenausgewiesenenAufwendungenausderAufzinsungvonRückstellungenbetragen253Ta.
(22)Zinsergebnis 2012
Te
2011
Te
ErträgeausAusleihungendesFinanzanlagevermögens 12 14
SonstigeZinsenundähnlicheErträge 66 111
	 davonvonverbundenenUnternehmen (0) (0)
ZinsenundähnlicheAufwendungen -956 -860
	 davonanverbundeneUnternehmen (39) (23)
-878 -735
DerSteueraufwandbetrifftGrundsteuer(24  Ta)undKraftfahrzeugsteuern(7 Ta)fürdasJahr2012.
DieübrigenAufwendungenbeinhaltenunteranderem  AufwendungenfürInstandhaltungen,allgemeineAufwendungenfürdie
Verwaltung,Versicherungsbeiträge,Mieten,Pachten,AufwendungenfürDienstleistungenderBetriebskantinesowiePrüfungs-und
Beratungskosten.IndensonstigenbetrieblichenAufwendungensindperiodenfremdeAufwendungeninHöhevon494Ta(Vorjahr:
309Ta)enthalten.SiebetreffenimWesentlichendenAufwandfürdiePartnerschaftsfinanzierungRBNV2008bis2011(380Ta),die	
UmlageabrechnungHDN2011(80Ta),dieLohnsteuerprüfung2008bis2011(22Ta)unddieWasserabrechnung2011.
DieESWEVerkehrServiceGmbHhatmitderESWEVerkehrsgesellschaftmbHalsherrschendemUnternehmenam17.November2011
einenErgebnisabführungsvertragabgeschlossen.IhmhatdieGesellschafterversammlungam30.November2011mitWirkungzum	
1.  Januar2011zugestimmt.DerJahresüberschuss2012inHöhevon110TaderESWEVerkehrServiceGmbHistsomitderESWEVerkehrs-
gesellschaftmbHzuzurechnen.
2012
Te
2011
Te
VerlusteausdemAbgangvonGegenständen
desSachanlagevermögens
1 45
WertberichtigungenaufForderungen 64 207
DiestleistungsentgelteESWEVersorgung 1.023 1.144
AufwendungenfürZuschüssefürVerkehrsleistungen 962 1.699
TreibstoffeinsatzfürVerkaufanDritte 1.279 1.240
ÜbrigeAufwendungen 5.534 4.435
7.863 8.770
(20)SonstigebetrieblicheAufwendungen
OrganederGesellschaft
Aufsichtsrat
MitgliederdesAufsichtsratesimGeschäftsjahr2012waren	
folgendePersonen:
SigridMöricke,DezernentinfürStadtentwicklung,	
BauundVerkehrderLandeshauptstadtWiesbaden,	
Stadträtin;Vorsitzende
WolfgangJanz,Fahrausweisprüfer,Betriebsratsvorsitzender;
stellvertretenderVorsitzender
LotharBrüllingen,Omnibusfahrer;Arbeitnehmervertreter
HelgeDörr,SachbearbeiterQualitätskontrolle;	
Arbeitnehmervertreter
Dr.VeraGretz-Roth,Diplom-Volkswirtin,Stadtverordnete
Claus-PeterGroße,Diplom-Geologe,Stadtverordneter
Hans-MartinKessler,Werbe-/Kommunikationsberater,	
Stadtverordneter
MarcusMaus,Omnibusfahrer;Arbeitnehmervertreter	
(seitdem1.März2012)
PetermartinOschmann,Jurist,Stadtverordneter
HaraldSchuck,Gewerkschaftssekretär
WernerSpringer,Kraftfahrzeugmechaniker;	
Arbeitnehmervertreter
DennisVolk-Borowski,Soziologe,Stadtverordneter
FredWölfert,Betriebsratsvorsitzender;stellvertretender	
Vorsitzender(biszum29.Februar2012)
Die  Aufsichtsratsvergütungenbetrugenim	
Geschäftsjahr27.040,00a.

AnMitgliederdesAufsichtsrateswarenimGeschäftsjahrKredite
gewährt,diezumBilanzstichtagmit3.132,28aerfasstsind.Die
Kreditewurdenin2012mit845,05agetilgtundmit6,5Prozent
bzw.4Prozentp.a.verzinst.(24)ErträgeausVerlustübernahme
DieErträgeausVerlustübernahmebetreffendieÜbernahmedesJahresfehlbetrages2012durchdieWVVWiesbadenHoldingGmbH
inHöhevon16.374Ta(Vorjahr:13.921Ta).
Geschäftsführung
GeschäftsführerderESWEVerkehrsgesellschaftmbHsind:
Diplom-IngenieurUweCramer,Saulheim
Diplom-VerwaltungswirtStefanBurghardt,Wiesbaden
HinsichtlichderAngabederGeschäftsführervergütungwurde
vonderAusnahmeregelungdes§286Abs.4HGBGebrauch
gemacht.
56 Jahresabschluss 57Jahresabschluss
Ergebnisabführung
DerJahresverlust2012inHöhevon16.374.297,46awurdegemäßErgebnisabführungsvertragvonderWVVWiesbadenHoldingGmbH
übernommen.
Abschlussprüferhonorar
AufdieAngabenzudenHonorarendesAbschlussprüfersderGesellschaftnach§285Nr.17HGBwurdeverzichtet,dadieseAngabenim
KonzernabschlussderWVVWiesbadenHoldingGmbH,alseinbeziehendesMutterunternehmen,enthaltensind.
Konzernbeziehungen
EinegesetzlichePflichtzurAufstellungeinesKonzernabschlussesundeinesKonzernlageberichtsfürdenTeilkonzernder	
ESWEVerkehrsgesellschaftmbHbestehtnach§291HGBnicht,dadieESWEVerkehrsgesellschaftmbHundihrTochterunternehmen	
ESWE  VerkehrServiceGmbHindenKonzernabschlussder  WVV WiesbadenHoldingGmbH,Wiesbaden,einbezogenwerden.Der	
KonzernabschlussderWVVWiesbadenHoldingGmbHistunterHRB11941beimAmtsgerichtWiesbadenhinterlegt.
Wiesbaden,30.April2013
ESWEVerkehrsgesellschaftmbH
Dipl.-Ing.UweCramer	 	 	 Dipl.-VerwaltungswirtStefanBurghardt
BestätigungsvermerkdesAbschlussprüfers
NachdemabschließendenErgebnisunsererPrüfunghabenwirmitDatumvom30.April2013denfolgendenuneingeschränkten	
Bestätigungsvermerkerteilt:
WirhabendenJahresabschluss– bestehendausBilanz,Gewinn-undVerlustrechnungsowieAnhang– unterEinbeziehungderBuchführung
unddenLageberichtderESWEVerkehrsgesellschaftmbH,Wiesbaden,fürdasGeschäftsjahrvom1.Januarbis31.Dezember2012geprüft.
DieBuchführungunddieAufstellungvonJahresabschlussundLageberichtnachdendeutschenhandelsrechtlichenVorschriftenliegenin
derVerantwortungderGeschäftsführerderGesellschaft.UnsereAufgabeistes,aufderGrundlagedervonunsdurchgeführtenPrüfungeine
BeurteilungüberdenJahresabschlussunterEinbeziehungderBuchführungundüberdenLageberichtabzugeben.
WirhabenunsereJahresabschlussprüfungnach§317HGBunterBeachtungdervomInstitutderWirtschaftsprüfer(IDW)festgestelltendeut-
schenGrundsätzeordnungsmäßigerAbschlussprüfungvorgenommen.DanachistdiePrüfungsozuplanenunddurchzuführen,dassUnrich-
tigkeitenundVerstöße,diesichaufdieDarstellungdesdurchdenJahresabschlussunterBeachtungderGrundsätzeordnungsmäßigerBuch-
führungunddurchdenLageberichtvermitteltenBildesderVermögens-,Finanz-undErtragslage wesentlichauswirken,mithinreichender
Sicherheiterkanntwerden.BeiderFestlegungderPrüfungshandlungenwerdendieKenntnisseüberdieGeschäftstätigkeitundüberdas
wirtschaftlicheundrechtlicheUmfeldderGesellschaftsowiedieErwartungenübermöglicheFehlerberücksichtigt.ImRahmenderPrüfung
werdendieWirksamkeitdesrechnungslegungsbezogeneninternenKontrollsystemssowieNachweisefürdieAngabeninBuchführung,Jah-
resabschlussundLageberichtüberwiegendaufderBasisvonStichprobenbeurteilt.DiePrüfungumfasstdieBeurteilungderangewandten
BilanzierungsgrundsätzeundderwesentlichenEinschätzungensowiedieWürdigungderGesamtdarstellungdesJahresabschlussesunddes
Lageberichts.WirsindderAuffassung,dassunserePrüfungeinehinreichendsichereGrundlagefürunsereBeurteilungbildet.	 	
UnserePrüfunghatzukeinenEinwendungengeführt.
NachunsererBeurteilungaufgrundderbeiderPrüfunggewonnenenErkenntnisseentsprichtderJahresabschlussdengesetzlichenVor-	
schriftenundvermitteltunterBeachtungderGrundsätzeordnungsmäßigerBuchführungeindentatsächlichenVerhältnissenentspre-	
chendesBildderVermögens-,Finanz-undErtragslagederGesellschaft.DerLageberichtstehtinEinklangmitdemJahresabschluss,vermittelt
insgesamteinzutreffendesBildvonderLagederGesellschaftundstelltdieChancenundRisikenderzukünftigenEntwicklungzutreffenddar.
FrankfurtamMain,  30.  April2013	
PricewaterhouseCoopers	
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
DirkFischer	 	 	 	 ppa.ClaudiaBurck
Wirtschaftsprüfer	 	 	 	 Wirtschaftsprüferin
58 Jahresabschluss 59Jahresabschluss
BerichtdesAufsichtsrates
DerAufsichtsrathatwährenddesGeschäftsjahres2012aufgrundregelmäßigerschriftlicherundmündlicherBerichterstattungdie
Geschäftsführunglaufendüberwacht.ImRahmenseinersatzungsmäßigenZuständigkeithaterdieihmobliegendenEntschei-
dungengetroffen.EshandeltesichhierbeiumfolgendewesentlicheThemen:
•Jahresabschluss2011
•Fahrplanwechsel
•Tarifanpassung
•Wirtschaftsplan2012und2013
•EntwicklungderEnergiekosten
•AusschreibungvonSubunternehmerleistungen
DieAufsichtsratsmitgliederwurdenimRahmenderSchwerpunktthemenüberallebedeutsamenGeschäftsvorgängeschriftlichin
FormvonVorlageninformiert.
DieBuchführung,derJahresabschlussundderLageberichtfürdieESWEVerkehrsgesellschaftmbHzum31.Dezember2012
wurdenvonderPricewaterhouseCoopersAGWirtschaftsprüfungsgesellschaft,FrankfurtamMain,geprüft.Beanstandungen
habensichnichtergeben.DeruneingeschränkteBestätigungsvermerkwurdeerteilt.DerPrüfungsberichtdesWirtschaftsprüfers
lagdenAufsichtsratsmitgliedernvor.VertreterdesWirtschaftsprüfershabenanderSitzungdesAufsichtsratesteilgenommen
undErläuterungengegeben.DemErgebnisderPrüfungstimmtderAufsichtsratzu.
DerAufsichtsrathatdenvonderGeschäftsführungaufgestelltenJahresabschlusseinschließlichdesLageberichtsderESWE
VerkehrsgesellschaftmbHzum31.Dezember2012geprüft.NachdemabschließendenErgebnisseinerPrüfungsindkeineEinwen-
dungenzuerheben,sodasserdenJahresabschlussbilligt.
DerGeschäftsführungsowieallenMitarbeiterinnenundMitarbeiternsprichtderAufsichtsratfürdieimGeschäftsjahr2012geleis-
tete ArbeitseinenDankaus.
Wiesbaden,11.Juni2013
gez.SigridMöricke
VorsitzendedesAufsichtsrates
Herausgeber
ESWEVerkehrsgesellschaftmbH
Gartenfeldstraße18,65189Wiesbaden
Postfach2369,65013Wiesbaden
Telefon(0611)45022-450
www.eswe-verkehr.de
Gestaltung
www.99grad.de,Wiesbaden
Impressum TextundLektorat
www.textstark.de,Wiesbaden
Fotos
·	ESWEVerkehr	 	
·	RogerRichterPhotography,  	 	
	 Mainz-Kastel
·	ChristophKeller,BadKösen
RedaktionellerHinweis
AusGründenderbesserenLesbarkeit
verzichtetdiesePublikationdarauf,
personenbezogeneSubstantiveaußer
indermännlichenimmerauchinder
weiblichen Form zu verwenden. Mit
der männlichen Wortformsindstets
beideGeschlechtergemeint.
Kennwerte2012
2012 2011 Veränderungen
gegenüberVorjahr
Verkehr Leistungen BeförderungsfälleimLinienverkehr
Bartarif 5,782Mio. 6,247Mio. -7,4%
Zeitkarten 40,072Mio. 39,202Mio. 2,2%
SummeFahrausweisverkauf 45,854Mio. 45,449Mio. 0,9%
Freifahrer,Schwerbehinderte 4,502Mio. 4,405Mio. 2,2%
SummeLinienverkehr 50,356Mio. 49,854Mio. 1,0%
Nerobergbahn 0,292Mio. 0,269Mio. 8,3%
SummeBus-undBahnbetrieb 50,648Mio. 50,123Mio. 1,0%
Gesamterlöse 44.190Ta 41.967Ta 5,3%
DurchschnittserlöseimFahrausweisverkauf 87,25Ct/Bef 83,72Ct/Bef 4,2%
Kennwerte AnzahlderLinien 39St. 39St. 0%
Linienlänge 646,33km 646,33km 0%
AnzahlderFahrzeuge 205St. 205St. 0%
davon Gelenkzüge 83St. 83St. 0%
Standard-Linienbusse 122St. 122St. 0%
NutzwagenkilometerimLinienverkehr 11.628.849
Nwkm
11.566.179
Nwkm
0,5%
PlatzkilometerimLinienverkehr 892.104.502
Plkm
889.281.839
Plkm
0,3%
PlatzausnutzungimLinienverkehr 28,4% 28,2% 0,7%
Hafen-und
Gleisanlagen
Leistungen Güterumschlag 3.021t 2.008t 50,4%
Waggonumschlag 51St. 34St. 50,0%
Gesamterlöse 5Ta 5Ta 0%
Geschäftsbericht 2012

Geschäftsbericht 2012

  • 1.
  • 2.
    Inhalt 1. Januarbis31.Dezember2012 ZurVorlageinderOrdentlichenGesellschafterversammlung am11.Juni2013 ESWEVerkehrsgesellschaftmbH,Wiesbaden inhalt Vorwort 4 Lagebericht 6 ZentraleThemendesJahres2012 · ERRECHNET:Fahrgastzahlen-Rekorde 15 · ERREICHT:10.000. Abonnementkunde 15 · ERMITTELT:Kundenzufriedenheit 16 · EINGESETZT:„EuropassaubersteDieselbusse“ 16 · ERPROBT:„GTL“-Kraftstoff 17 · EINGEFÜHRT:Umweltzone 17 · ENTWICKELT:ElektronischerFahrausweis„eTicket“ 18 · ERZIELT:DynamischeFahrgastinformationen 19 InformationenausdenBetriebsbereichen · Fahrdienst 22 · VerkehrsplanungundVerkehrssteuerung 24 · TechnischerBetrieb 26 · Vertrieb 28 · Kundenkommunikation 30 · Personal 34 · Rechnungswesen 36 · Nerobergbahn 38 · ESWEVerkehrServicegesellschaft 40 Jahresabschluss · Bilanz 44 · Gewinn-undVerlustrechnung 45 · Anhang 46 BestätigungsvermerkdesAbschlussprüfers 57 BerichtdesAufsichtsrates 58 Kennwerte2012 59 Impressum 59
  • 3.
    4 Vorwort 5Vorwort vorwort 2012 –Eine„magische“Zielmarkewurdeüberschritten Haben Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, sich eigentlich schon einmal gefragt, warum wir MenscheninsobesonderemMaßaufrundeZahlenfixiertsind?WarumwirzumBeispiel einen40.Geburtstaggrößerfeiernalsetwaden39.oderden41.,oderwarumbeispielsweisedas 25.SaisontoreinesFußballspielersfürmehrSchlagzeilensorgtalsvielleichtdas24.oderdas26.? In jedem Fall sind runde Zahlen markant und einprägsam – und dass sie mehr Aufmerksamkeit auf sichziehenals„unrunde“Zahlen,rücktautomatischauchdenSachverhalt,fürdensiestehen,stärkerins Blickfeld.Dankenswerterweiseistdiesso,sagenwirausSichtvonESWEVerkehr:Dennderstetige,teil- weisesehrdeutlicheZuwachsbeiderJahresgesamtzahlunsererFahrgäste,denwirseit 2006 alljährlich verzeichnen können, hat bislang in keinem Jahr so viel öffentliches Interesse aufsichgezogenwie imJahr2012;demJahr,indemdieFahrgastgesamtzahlerstmalsseit2002die„magische“50-Millionen- Markewiederüberschrittenhat. Genau50,4MillionenPassagierezählteESWEVerkehr2012;gegenüberden49,9MillionenFahrgästendes Jahres2011istdaseinPlusvon0,5Millionen,waseinemZuwachsvonetwasübereinemProzent entspricht. Verglichen mit dem Jahr 2005 beträgt der Anstieg sogar mehr als neun Prozent (plus 4,2 Millionen Fahrgäste).BeeindruckendeZahlen,aufdiejederundjedeEinzelneimUnternehmenstolzseinkann undfürdiees„Danke!“zusagengilt:natürlichallunserenFahrgästen,ebensoaberauchallenMitarbei- terinnenundMitarbeiternbeiESWEVerkehrundunsererSchwestergesellschaftWiBus,dieallesamtmit großemEngagementihrenBeitragzumErreichender50-Millionen-Zielmarkegeleistethaben. Diesnämlichistwichtigzubetonen:DieüberauspositiveEntwicklungistmitnichteneinZufalls- produkt!VielmehristsiedasResultatklugerunternehmerischerEntscheidungenunddestatkräftigen EinsatzeseinerhochmotiviertenBelegschaft.SoliegendieUrsachendererfreulichgestiegenenFahr- gastnachfrageimWesentlicheninunserenkontinuierlichverbesserten,andenKundenbedürfnissen orientiertenMobilitätsangebotenwieauchinderintensiviertenVermarktungunsererFahrscheinpro- dukte–nichtumsonstkonntenwirimJahr2012unseren10.000.Abonnementkundenbegrüßen.Außer- demhabensichunsereerheblichenInvestitionenininnovative Umwelttechnologien, zum Beispiel in modernste „Euro VI“-Abgasfilterung und in praktisch rußfreien„GTL“-Kraftstoff,inFormsteigenden Fahrgastinteressesausgezahlt:IstdochimmermehrMenschenbewusst,dasssieaktivenUmweltschutz betreiben,wennsiemitdemBusstattmitdemAutofahren. ÜberalldiesegenanntenAspekte–undübervielesmehr–erfahrenSieinteressanteDetailsimvorlie- gendenGeschäftsberichtderESWEVerkehrsgesellschaftfürdasJahr2012,fürdessenLektürewirIhnenviel FreudeundErkenntnisgewinnwünschen. DaseingangserwähntegroßeöffentlicheInteresse,dasdierundeZahl„50Millionen“ausgelösthat,ist übrigenskeinSelbstzweck.VielmehrgehtmitihmeinepositiveWerbewirkungfürdenWiesbadener ÖPNVeinher,diedenFahrgastzuspruchzumLinienangebotvonESWEVerkehrgewissstabilisieren,vielleicht sogarweitersteigernkann.UnddiesliegtimInteressevonganzWiesbaden:Dennvonderverstärkten ÖPNV-NutzungprofitiertjederinderStadt–undzwarinGestaltvonwenigerAbgas-,Lärm-undStau- belastungdurchdenPkw-Verkehr.NacheinerBerechnungdesBundesverkehrsministeriumsersetzen 50,4MillionenFahrtenmitöffentlichenVerkehrsmittelnrund 32,7 MillionenAutofahrten.Manstellesichein- malvor,wieesinWiesbadenaussähe,wennnichtsovieleMenschenTagfürTagmitunserenBussenfahren würden… (StefanBurghardt) KaufmännischerGeschäftsführerTechnischerGeschäftsführer, VorsitzenderderGeschäftsführung (UweCramer) UweCramerundStefanBurghardt,GeschäftsführerderESWEVerkehrsgesellschaft
  • 4.
    LageberichtLagebericht6 7 derESWEVerkehrsgesellschaftmbH fürdasGeschäftsjahr2012 lagebericht Allgemeines DasWirtschaftsjahr2012warfürdieESWEVerkehrsgesellschaftmbH geprägtvonverschiedenenThemenstellungen.Diewesentlichen SchwerpunktederGesellschaftlageninfolgendenEntwicklungen: • FortsetzungderMaßnahmenzurVerbesserungderKundenori- entierungzurErreichungder50MillionenbefördertenFahrgäste • SicherstellungderQualitätsmerkmaleundZuverlässigkeit imLiniennetz • WeiterführendenachhaltigewirtschaftlicheKonso- lidierungdesÖffentlichenPersonennahverkehrs inWiesbaden • UnterstützungderSchwestergesellschaftWiBusim BereichderAufgabenstellungenVerkehrsleistungen • WeiterentwicklungvonSynergienimVerkehrsbereich • ÖkologischeundenergetischeErtüchtigungder Betriebseinrichtungen WieindenVorperiodenwurdendieaktuellenEntwicklungender rechtlichenRahmenbedingungenfürdiezukünftigeEntwicklung desÖffentlichenPersonennahverkehrsgenaubeobachtet.Die ausdemJanuar2009vorliegendeGenehmigungsurkundenach §42PBefGi.V.m.§§2Abs.6,13PBefGfürdieLinienkonzessionen besitztihreGültigkeitbiszum30.September2017.Biszudiesem ZeitpunktistdiemittelfristigeZukunftderGesellschaftgesichert. DieVorbereitungenfürdiebevorstehendeKonzessionserteilung desJahres2017wurdenvonseitenderGeschäftsführungderESWE VerkehrsgesellschaftinZusammenarbeitmitderSchwestergesell- schaftWiBusundderWVVWiesbadenHoldingGmbHaberbereits indenVorjahreneingeleitet.DieZielsetzungdereingerichteten Projektgruppebestehtdarin,frühzeitigdiewesentlichenRahmen- bedingungenfüreinerfolgreichesKonzessionsverfahren2017zu organisieren. DieBetrauungsvereinbarungüberdiegemeinwirtschaftliche VerpflichtungzurDurchführungdesaufGenehmigungennach demPersonenbeförderungsgesetzberuhendenÖPNVsinder LandeshauptstadtWiesbadenzwischenderGesellschaftundder LandeshauptstadtWiesbadenwurdeam30.November2009un- terschriebenundgaltfürdasBerichtsjahrinunveränderterForm. WeiterführendeTeilbereichedieserVereinbarung,wiezumBeispiel dieErstellungderjährlichenTrennungsrechnungunterdersoge- nannten„K4-Analyse“,wurdenweitervorangetriebenundwerden seit2011inihrerperiodischenDurchführungintensiviert. AlsbedeutendesErgebnisdieserWirtschaftlichkeitsanalysenauf BasisderverschiedenenWirtschaftsplanberechnungenwurde deutlich,dassdiezumTeilbereitsvorliegendenbzw.geplanten KostenentwicklungenbeiderSchwestergesellschaftundSubunter- nehmenWiBuszuerheblichenBelastungender„K4-Ergebnisse“ führenwerden.DieGeschäftsführunghatdieausihrerSichterfor- derlichenMaßnahmeneingeleitet,umdiesennegativenEntwick- lungengegenzusteuernundsomitdasKonzessionsverfahren2017 nichtzugefährden.FürdenVerlaufdesJahres2013werdeneine strukturelleNeuorganisationderÖPNV-Unternehmenundeine NeuregelungdergültigenVertragswerkezwischendenUnterneh- menbereitsvorbereitet,umeineRückkehrzudenpositiven „K4-Ergebnissen“zugewährleisten. WeiterewesentlicheRahmenbedingungenfürdasUnternehmen imGeschäftsjahr2012waren: • dervonderLandeshauptstadtWiesbadenbeschlossene Nahverkehrsplan • dieWeiterentwicklungdesFahrplanangebotesinenger AbstimmungmitderMainzerVerkehrsgesellschaft(MVG)im gemeinsamenVerkehrsverbundMainz-Wiesbaden(VMW) • dieVeränderungenindenAuswirkungendervertraglichen FinanzierungsinstrumenteimRhein-Main-Verkehrsverbund (RMV),wiezumBeispielInfrastrukturkostenzahlungen undEinnahmenaufteilungsverfahren • FortsetzungderLeistungsverlagerungvomunternehmens- eigenenFahrdienstzumFahrdienstdesSubunternehmens WiBusunterBerücksichtigungdergesamtwirtschaftlichen AusrichtungdesWiesbadenerÖPNVs DieGesellschafthatimBerichtsjahrzahlreicheMaßnahmenzur EffizienzverbesserungdurchgeführtundweitereProjektezur Kostenrationalisierungbzw.Einnahmensteigerungvorangetrie- ben.EinwesentlicherSchwerpunktliegtandieserStelleweiterhin indenEffizienzsteigerungenimFahr-undDienstplanbereich.Dies erfolgtsowohlfürdiederGesellschaftselbst,aberauchalsDienst- leisterfürdasSchwesterunternehmenWiBusalsbeauftragtem SubunternehmenfürdieFahrdienstleistungen.ImZusammenhang mitdemEinsatzvoncomputergestütztenPlanungsmodellenwird diegesamteFahrplanleistungimWiesbadenerÖPNVeinemkonti- nuierlichenVerbesserungsprozessunterworfen. DesWeiterenwurdenverschiedeneOptimierungsprozesseinden AnalysestrukturenderDienstplanungsauswertungeninZusammen- arbeitmiteinerWirtschaftsprüfungsgesellschaftfortgeführt.Fürdas Jahr2012konntenunterschiedliche,saisonalaktuelleEinflüsseinden PersonalbereichenderFahrdiensteerfolgreichbearbeitetwerden.Im ZusammenhangmitPersonalfluktuationundKrankenstandsentwick- lungenkonntendurchkurzfristigeDispositionsarbeitenzwischen denFahrdienstbereichenwesentlichenegativeAuswirkungenim Verkehrsangebotweitestgehendverhindertwerden. WegweisendinSachenÖkologie Europa-Premiere am 21. Mai2012 vor dem JagdschlossPlatte hoch über Wiesbaden: Mit der Inbetriebnahme der neuen „Euro VI“-Busse hat ESWEVerkehr nicht zum ersten Maleine Vorreiterrolle im Umweltschutzeingenommen
  • 5.
    LageberichtLagebericht8 9 Vermögens- undFinanzlage DasInvestitionsvolumenindasAnlagevermögenbeliefsichimBerichtsjahrauf6,3Mio.a (Vorjahr:8,1Mio.a).DabeihandeltessichimWesentlichenumdieAnschaffungneuer OmnibusseinHöhevon5,4Mio.a.InsgesamtwurdenimaktuellenBerichtsjahr16neue OmnibusseinBetriebgenommen.ZurFinanzierungderOmnibusbeschaffungenwurdeein DarlehenmiteinemNennbetragvon 5,0Mio.a aufgenommen. DasAnlagevermögenistzu9,8 Prozent(Vorjahr:9,9 Prozent)durchEigenkapitalsowiezu 55,9 Prozent(Vorjahr:40,8 Prozent)durchEigenkapitalundmittel-bislangfristigesFremd- kapitalfinanziert. Finanz-undFördermittelderöffentlichenHandwurdenimBerichtsjahrimWesentlichenin FormvonZuwendungenzurFinanzierungdesÖffentlichenPersonennahverkehrsgemäß vertraglicherVereinbarungenaufRMV-EbeneinHöhevon2,6Mio.a,fürdieErstattungvon Fahrgeldausfällengemäß§§145ff.SGBIXinHöhevon2,2Mio.a (Vorjahr:1,9Mio.a)undfür diepauschalierteAusgleichszahlungimAusbildungsverkehrgemäß§45aPBefGinHöhevon unverändert2,0Mio.a vereinnahmt. DemnegativenCash-FlowausderlaufendenGeschäftstätigkeitvon-11,9Mio.a (Vorjahr:-8,8Mio.a)sowiedenAuszahlungenfürInvestitionenvon6,3Mio.aundfürdie TilgungvonBankverbindlichkeitenvon5,7Mio.a(Vorjahr:3,8Mio.a)stehenEinzahlungen derWVVWiesbadenHoldingGmbHausdemVerlustausgleichinHöhevon14,5Mio.a sowie Darlehensaufnahmenvon8,8Mio.a gegenüber. DieZahlungsfähigkeitderESWEVerkehrsgesellschaftmbHwarwährenddesganzenJahres aufgrundderAbschlagszahlungenderWVVWiesbadenHoldingGmbHaufdenzuüberneh- mendenVerlustausgleichuneingeschränktgegeben. AufgrunddesbestehendenErgebnisübernahmevertragesmitderWVVWiesbadenHolding GmbHistdieEigenkapitalausstattungderGesellschaftnachhaltiggesichert.DieEigenka- pitalquoteimBerichtsjahrhatsichunteranderemaufgrundderDarlehensaufnahmezur FinanzierungderOmnibusbeschaffungenvon9,0 Prozentauf 8,6 Prozentverringert. DerAnstiegderBilanzsummeum2,4Mio.a auf42,1Mio.a resultiertaufderAktivseiteim WesentlichenausderZunahmederSachanlagen(+0,5Mio.a)undForderungengegen verbundeneUnternehmen(+1,9Mio.a).AufderPassivseitesankdieSummederRückstel- lungenum1,1Mio.a,währenddieSummederVerbindlichkeitenum2,2Mio.a stieg. Fahrausweisverkaufstiegum0,9 Prozentvon45,4Mio.auf45,9Mio. BeförderungsfällegegenüberdemVorjahran.InklusivederFahr- gastzahlenausSchwerbehinderten-undSchülerbeförderungin Höhe von 4,5Mio.BeförderungenwirddieGesamtsummevon 50,4Mio.Beförderungenerreicht. DiepositiveBeförderungsentwicklungderESWEVerkehrsgesell- schaftistausSichtderGeschäftsführungauchaufintensiveMarke- ting-undVertriebsmaßnahmenzurückzuführen.DieFortführung derwichtigstenMarketingkampagnendervergangenenJahrehat dazugeführt,demÖffentlichenPersonennahverkehrinWiesba- den weiterhineinpositivesImagezuverleihen.Dieseerfreuliche Entwicklungwirdauchinderseit2009 jährlichdurchgeführten Kundenzufriedenheitsmessungdeutlich: DiegutenErgebnisse derVorjahremitdenDurchschnittsnotenvon2,6 konntenmit AbschlussdesGeschäftsjahresundeinerNotevon2,5 nocheinmal verbessertwerden. ZumEndedesGeschäftsjahreskonntedieGeschäftsführungauch denerfolgreichenStartdeselektronischenFahrausweisesverkünden: Seit dem1.Dezember2012werdenanalleJahresabonnementkun- dendie„eTickets“aufBasisdesgemeinsamenKonzeptesdesRhein- Main-Verkehrsverbundesausgegeben. EntwicklungdesVerkehrsangebotes DieVerkehrsleistungenimWiesbadenerLiniennetzwerdenüber- wiegendmitOmnibussenderESWEVerkehrsgesellschaftmbH erbracht.ImBerichtsjahrwurdenneben205unternehmenseigenen Omnibussen(Vorjahr:218)28angemieteteFahrzeugedesSchwes- terunternehmensWiBus(Vorjahr:28)eingesetzt. DieFahrleistungenwurdennebendenESWE-Fahrernvorrangig durchFahrerderSchwestergesellschaftWiBuserbracht.Infolge derzeitweisebegrenztenPersonalkapazitätenbeiWiBuswurden zusätzlicheFahrdienstmitarbeiterbeidenGesellschaftenCityBus Mainz(CBM),IntercityBus(VGF)undderFirmaFahrzeitangemietet. ImJahresdurchschnittwarenbeiESWEVerkehr264Fahrdienstmit- arbeiter(Vorjahr:275)beschäftigt.DieAnzahlderFahrdienstmit- arbeiterderSchwestergesellschaftundHauptsubunternehmers WiBusbetrugimDurchschnitt294Mitarbeiter(Vorjahr:256)und wurdezeitweiseumbiszu15MitarbeiterderanderenGesellschaf- tenergänzt.DiegefahrenenPlatzkilometerändertensichgegen- überdemVorjahrvon889Mio. Kilometernauf 892Mio.Kilometer. FürdasJahr2012setztedieGesellschaftdienachhaltigeEntwick- lungdesVerkehrsangebotesunterderPrämisseeinerwirtschaftli- chenErstellungderFahrleistungenimWiesbadenerÖPNVfort.Auf dieserBasiswurdedasVerkehrsangebotpunktuellergänztbzw. verstärkt.EinSchwerpunktlaghierimBereichdessogenannten Winterfahrplans,indemfüreinenZeitraumvonNovember2012bis BeginndesFolgejahreseinzelneBuslinienmithoherFahrgastnach- fragedurchzusätzlicheFahrtenverstärktwurden. EntwicklungderVerkehrsnachfrage ImGeschäftsjahr2012konntederbereitsindenJahren2006bis2011 eingeschlagenepositiveTrendfortgesetztwerdenundeinAnstieg derFahrgastzahlenverzeichnetwerden.DieimJahr2006verkündete ZielsetzungderErreichungvon50MillionenFahrgästenkonnte mitAbschlussdesGeschäftsjahres2012erfülltwerden.DieZahl derbefördertenFahrgästeimVerkehrsgebietstiegum0,5Mio.auf insgesamt50,4Mio.DieseEntwicklungistaufeineFüllevonerfolg- reichenMaßnahmendesUnternehmenszurückzuführen. DerSchwerpunktliegtindenvonseitenderGesellschaftseit2008 beworbenenMaßnahmenzurSteigerungderKundenbindung. SowohlimBereichderErwachsenenfahrkartenwieauchimSchü- ler-undKinderbereichkonntenZuwachsratenbeidenlangfristigen Zeitticketserreichtwerden.Diesdokumentiertsichauchinder Zielerreichungbezüglichdes10.000stenAbonnementkunden,der bereitsimFrühjahrdesJahres2012begrüßtwerdenkonnte. InderGesamtbetrachtungkanneineweiterhinausgesprochen positiveÖPNV-EntwicklungfürdasGeschäftsjahrinWiesbaden analysiertwerden.DieBeförderungsentwicklungausdemBereich Gesamtaufwendungen: 67,7 Mio. e SummeLinienverkehr: 44,2 Mio. e Aufwandsstruktur2012 Personalaufwendungen Materialaufwand Sonstigebetriebliche Aufwendungen Abschreibungen Zeitkarten Freifahrer Nerobergbahn Bartarif Umsatzerlöse2012
  • 6.
    LageberichtLagebericht10 11 ErtragslageundErgebnis DerJahresfehlbetragvorVerlustübernahmeinHöhevon -16,4Mio.a hatsich genüberdemVorjahresergebnisvon -13,9Mio.a nachhaltig verändert.DieVerschlechterungdes Jahresergebnissesresultiert ausdengestiegenenKostender Subunternehmerleistungder SchwestergesellschaftWiBusunddenEntwicklungenderFinan- zierungsinstrumentedesRhein-Main-Verkehrsverbundes.Das ausgewieseneJahresergebnisistabervordemHintergrunddieser ungeplantenundvonderGeschäftsführungderGesellschaftkurz- fristignichtzubeeinflussendenEntwicklungenalsplanmäßigzu bewerten. DieSummederUmsatzerlöseausVerkehrsleistungeninHöhevon 44,3Mio.a beinhaltetdieEinnahmenausdemFahrausweisver- kauf sowieEinnahmenausderVermarktungvonBusaußenflä- chenundaus Fahrplanverkäufen.GegenüberdemVorjahrstieg dieserWertnurum0,1Mio. a,vorallembedingtdurchdiebilan- ziellenAuswirkungendesEinnahmenaufteilungsverfahrens mitdemRhein-Main-VerkehrsverbundinHöhevon1,6Mio.a. Dieum0,9Mio.a gesunkenensonstigenbetrieblichenErträge resultierenimWesentlichenausniedrigerenErträgenausder AuflösungvonRückstellungen(-0,5Mio.a)undgeringeren MehrerlösenausAnlagenverkäufen(-0,2Mio.a). DerMaterialaufwandhatsichimWesentlichenaufgrundder imGeschäftsjahr2012gestiegenenTreibstoffpreise(+0,7Mio.a) unddergestiegenenFremdvergabevonFahrdienstleistungenan dasSchwesterunternehmenWiBusundandereDrittunterneh- men(+3,1Mio.a)uminsgesamt2,6Mio. a auf 27,2Mio.a erhöht. DieReduzierungsonstigerFremdleistungeninHöhevon 0,6Mio. a konntedieserKostenentwicklunggeringfügigent- gegenwirken.DievergleichsweisegeringenAuswirkungenim BereichderTreibstoffaufwendungensindaufdieerfolgreichen MaßnahmenderDieselpreisabsicherungsgeschäftezurückzu- führen,dieimGeschäftsjahr2012erstmalsüberFestpreisliefer- verträgemitdenTreibstofflieferantenvorgenommenwurden. DenKostensteigerungenimBereichderSubunternehmerleis- tungenstehengesunkenePersonalaufwendungen(27,0Mio.a; Vorjahr:27,2Mio.a)gegenüber.TrotzderdurchgeführtenTarif- entgeltanpassungenkonntedurchdenfortgeführten konsequentenMitarbeiterabbauimFahrdienstderPersonal- aufwandum0,2Mio.averringertwerden. DieAbschreibungenstiegenimBerichtsjahr2012von5,5Mio.a€ auf5,7Mio.a.DiesistimWesentlichenaufdiejährlichenInvesti- tionsmaßnahmenimRahmenderrollierendenBusbeschaffung zurückzuführen.ImBerichtsjahr2012wurdenneueFahrzeuge imWertvon5,4 Mio.a demAnlagevermögenzugeführt. DieSachaufwendungenkonntenvon8,8 Mio.a auf 7,9Mio.a reduziertwerden.WährenddieseEntwicklungvorrangigaufdie RisikenausFinanzinstrumenten DieGesellschaftistbezüglichihrerFinanzinstrumente,dieim Geschäftsjahr2012imWesentlichenForderungenundsonstige VermögensgegenständesowieVerbindlichkeitenbetreffen, bestimmtenRisikenausgesetzt.DasAusfallrisikoausfinanziellen VermögenswertenbestehtinderGefahrdesAusfallseinesVer- tragspartnersunddahermaximalinderHöhederpositivenZeit- wertederbetreffendenForderungen.DurchWertberichtigungen fürForderungsausfälleistdastatsächlicheRisikoausoriginären Finanzinstrumentenausreichendabgedeckt. SeitEndedesGeschäftsjahres2008bestehenverschiedene GeschäfteimBereichvonRohwaren-Swap-GeschäftenzurDiesel- preisabsicherung.DerartigeAbsicherungsgeschäfteaufBasisvon Dieselpreis-SwapswurdenausschließlichzurPlanungssicherheit derzeitweisestarkschwankendenDieselpreiseeingesetztund decktenmaximal90 ProzentdererwartendenEinsatzmenge.Für dasGeschäftsjahr2012wurdeerstmalseinFestpreisvertragsmodell miteinemTreibstofflieferantenabgeschlossen.DiesesVertrags- konstruktwurdeauchfürdasGeschäftsjahr2013unteraktueller Konditionierungfortgeführt. bilanziellenAuswirkungendesEinnahmenaufteilungsverfahrens unterdensonstigenbetrieblichenAufwendungenzurückzufüh- renist,gabesimBereichderanderenSachkostenpositionenkeine besonderenAuffälligkeiten. DasnegativeZinsergebnishatsichaufgrundderDarlehens- aufnahmezurFinanzierungderOmnibusbeschaffungendes Berichtsjahresum0,2Mio.a auf-0,9Mio.a verschlechtert. Risikomanagement DasRisikomanagementsystem(RMS)wurdeimBerichtsjahrauf BasisderVorjahrefortgeführt.Zeitgleichwurdenaberbereitsdie VorkehrungenfürdieEinführungeinerneuenSystematikfürdas RMSderGesellschaftab2013vorbereitet.DasESWE-Risikomanage- mentistalsverbindlicheRegelungimUnternehmeneingeführtund bestehtausdeneinzelnenElementen: • StrategieundrisikopolitischeGrundsätze • Ziele,AufgabenundVerantwortlichkeiten • IdentifikationderRisikendurcheineRisikoinventur • RisikobewertungmiteinerDarstellungdesRisikoportfolios desUnternehmens • RisikosteuerungmitFestlegungvonFrühwarnindikatoren • RisikoberichtswesenzurDokumentationundKontrolle AlsgrundlegendesInstrumentariumfürdasRisikomanagement- systemwurdenimUnternehmendasHandbuchfortgeschrieben undeinRisikobeauftragterbenannt.DasnachBewertungder RisikoinventurerstellteRisikoportfoliofürdasUnternehmenwird periodischregelmäßigfortgeschrieben.Hiererfolgtdieregelmäßige InformationderGeschäftsführungsowiederUnternehmensbe- reicheimRahmeneinervierteljährlichenControlling-Information. ZurSteuerungderRisikenhatdasUnternehmenMaßnahmenergrif- fen,dieimWesentlichennebendemEinsatzinternerundexterner FachleuteeinumfangreichestechnischesRegelwerk,dieZertifizie- rungdesUnternehmens,einenumfassendenVersicherungsschutz sowieFührungsleitsätzeumfassen.DasRisikomanagementsystem istindasinterneKontrollsystemderGesellschafteingebettet. DaslangfristigbeiderESWEVerkehrsgesellschaftmbHvorliegende HauptrisikobestehtnachwievorinderEntwicklungimeuropä- ischenVerkehrsrecht.AuchunterderBerücksichtigungdeserfolg- reichenKonzessionsverfahrensundderKonzessionsverlängerung bis2017bleibtdiesesRisikomittel-undlangfristigbestehen.Die BewertungdesRisikoszenariosinsgesamtführtaberzudemErgeb- nis,dassdurchdieergriffenenSteuerungsmaßnahmensowohlim BerichtsjahralsauchfürdieZukunftkeineRisikenerkennbarsind, diedenFortbestanddesUnternehmensgefährden. ZurkontinuierlichenSteuerungderChancenundRisikenausSiche- rungsgeschäftendienteinmonatlichesControlling-Tool,welches derGeschäftsführungeinenpermanentenÜberblickzuraktuellen Geschäftsentwicklungverschafft.VonseitenderGeschäftsführung wirddieStrategiederSicherungvonDieselpreisentwicklungen weiterhinalsgroßerErfolgbewertet.NebenderhohenPlanungs- sicherheitfürdaslaufendeGeschäftsjahrkonnteimVergleichder DieselpreisentwicklungdeslaufendenGeschäftsjahres2012mit derKonditiondesFestpreisvertrageseinpositivesFazitausdem Geschäftsmodellgezogenwerden.
  • 7.
    LageberichtLagebericht12 13 zufriedenheitsmessungebenfallsverbessertwerden.DieZielset- zungderGeschäftsführungfürdiekommendenJahrebestehtinder BestätigungundFestigungdergutenEntwicklungen. MitdemBlick aufdieandauerndeWirtschafts-bzw.FinanzkrisekonntedieGe- schäftsführungfürdasGeschäftsjahrkeinewesentlichenAuswir- kungenfürdieGesellschaftfeststellen.AuchimGeschäftsfeldzur VermarktungvonBusaußenflächenkonntenwiederleichtepositive ImpulseinderWerbe-undMarketingbranchefestgestelltwerden. DieaktuellenTrendsaufdenRohölmärktenunterBerücksichtigung deraktuellenpolitischenEntwicklungenwerdennachAuffassung derGeschäftsführungfür2013weitestgehenderfolgsneutralfür dieGesellschaftbleiben.FortsetzungendieserGeschäftsmodelle werdengegebenenfalls untererheblichenKostenveränderungen zurealisierensein,könnenaberfürdieFolgejahrederzeitnicht abschließendbeurteiltwerden.ImVerlaufdesaktuellenGeschäfts- jahreswirddielängerfristigePreisbindungindenverschiedenen Vertragsszenarienanalysiert. FürdasGeschäftsjahr2013liegtzumZeitpunktderJahresabschluss- prüfungeindurchdenAufsichtsratbeschlossenerWirtschaftsplan vor.DiePlanungsrechnungenfürdenPlanungszeitraumbis2017 wurdenunterBerücksichtigungderdargestelltenEntwicklungen imBereichderSubunternehmerkostendurchdieSchwestergesell- schaftWiBusundderEntwicklungderRMV-Finanzierungsinstru- menteimFrühjahr2013durchdenAufsichtsratderGesellschaft beschlossen. Wiesbaden,30.April2013 ESWEVerkehrsgesellschaftmbH AusblickundZiele DieentscheidendeFragezurZukunftderESWEVerkehrsgesellschaft mbHkonntefürdieGeschäftsführungmitderErteilungderLinien- konzessionenbis2017positivbeantwortetwerden.Somitkannfür dieGesellschaftauchfürdiemittelfristigeZukunfteinpositiver Ausblickgegebenwerden.ESWEVerkehrsiehtsichaberseitderzu- rückliegendenKonzessionsentscheidunginderVorbereitungspha- sefürdienächsteKonzessionsbeantragung.Dieverändertenrecht- lichenRahmenbedingungenzurVergabevonVerkehrsleistungen imÖPNVwerdenimStrategie-Projekt2017unterFederführungder WVVWiesbadenHoldingGmbHundBeteiligungderSchwester- gesellschaftWiBusberücksichtigt.Diezeitweiseunterbrochenen AktivitätenwerdenimVerlaufdesJahres2013wiederfortgeführt. AlsSchwerpunktederunternehmerischenAktivitätenwerdendie Prozessoptimierungs-undRestrukturierungsmaßnahmenzur Effizienzsteigerungfortgesetzt.DiesesindnichtaufdieGesell- schaftkonzentriert,sondernwerdenauchaufdieArbeitsprozesse derSchwestergesellschaftWiBusundderTochtergesellschaftESWE VerkehrServiceGmbHausgedehnt,umgegebenenfallsetwaige Synergienzuerzielen.HierbeiwerdendieErgebnissedererneuten Analysedessogenannten„ViertenKriteriums“fürdieGeschäfts- jahre2010und2011inZusammenarbeitmiteinerWirtschaftsprü- fungsgesellschafteinenwichtigenBeitragleisten.DieseAnalysen wurdenbereitsimVerlaufdesGeschäftsjahresauchaufdieWirt- schaftsplanzeiträumeausgedehnt. AlsweitererSchwerpunktwerdendieZielsetzungenderGesell- schaftzurErhöhungderFahrgastzahleninWiesbadenfortgeführt. NachErreichungderZielsetzungvon50MillionenFahrgästen imBerichtsjahrkonzentriertsichdieGeschäftsführungaufeine ÜberarbeitungdieserZielsetzungimHinblickaufeinenachfrage- orientierteAusweitungderangebotenenVerkehrsleistungen.Eine FortführungderpositivenFahrgastentwicklungenistaufgrundder hohenAuslastungsgradezudenHauptverkehrszeitennurdurch einesukzessiveAusweitungderVerkehrsangebotemöglich. DurcheineverstärkteAusrichtungdesUnternehmensaufdie KundenbedürfnisseundeineVerbesserungdesÖPNV-Imagesinder hessischenLandeshauptstadtkonntendieErgebnissederKunden- (StefanBurghardt)(UweCramer) Dipl.-Ing. Dipl.-Verwaltungswirt FestverwurzeltinderheimatlichenRegion Von Frauensteins Reben im Westen Wiesbadens bis hin ins „Ländchen“ im Osten der Stadt: Die Linien von ESWE Verkehr schaffen Verbindungen zwischen Orten – und damit zwischen Menschen
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    ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201214 15 zentraleTHEMEN desJAHRES 2012 ERRECHNET:Fahrgastzahlen-Rekorde ImJahr2012habenmehrals50MillionenFahrgästeimWiesbade- nerNahverkehrdieLinienbussederESWEVerkehrsgesellschaftge- nutzt.ZumerstenMalseitdemJahr2002wurdedamitdie„magische“ 50-Millionen-Markewiederüberschritten.Genau50,4Millionen PassagierezählteESWEVerkehrimJahr2012 – gegenüberdemJahr 2011,indem49,9MillionenFahrgästeregistriertwurden,istdasein Plusvon0,5MillionenoderguteinemProzent.Bereitsvon2010auf 2011hatteESWEVerkehreinesignifikanteZunahmederJahresge- samt-Fahrgastzahlverzeichnenkönnen:nämlichebenfallsum 0,5Millionen(von49,4auf49,9Millionen). DieaußerordentlichpositiveFahrgastentwicklungimWiesbade- nerÖPNVistumsohöherzubewerten,alsdiehiesigenZuwachsra- tenseitJahrenzumTeildeutlichüberdemBundesschnittliegen: Sostagnierte–währendESWEVerkehreinenAnstiegumrund einProzentverzeichnete(sieheoben)–diebundesweitermittelte Jahresgesamt-FahrgastzahlimBusliniennahverkehr2012unver- ändertbeirund5,3Milliarden.UndauchaufregionalerEbenesind dieWiesbadenerZahlenbeeindruckend:MitdemPassagierplus von0,5MillionenhatESWEVerkehralleineinVierteldesGesamtzu- wachsesbeigesteuert,denderRhein-Main-Verkehrsverbund(RMV) inseinemGebietfürdasJahr2012errechnethat(derRMVermit- teltefür2012beieinerGesamtfahrgastzahlvonrund705Millionen einenAnstiegumzweiMillionenFahrgästegegenüberdemJahr2011). AuchdievonESWEVerkehrbetriebeneNerobergbahn,Wiesba- densromantischstesundgleichzeitig„schrägstes“Wahrzeichen, konnteimBerichtsjahreineneindrucksvollenPassagierrekord verzeichnen:InsgesamtfuhrenvonAprilbisOktober2012genau 292.510FahrgästemitDeutschlandsältesterundEuropaszweitäl- testerwasserballastbetriebenenDrahtseil-Zahnstangenbahnvom NerotalaushinaufaufWiesbadensHausbergundwiederherunter.Im VergleichzumVorjahrbedeutetedieseinenZuwachsummehrals 22.500Passagiere;dieSteigerungsrategegenüber2011lagsomitbei eindrucksvollen8,3Prozent. ERREICHT: 10.000.Abonnementkunde Am29.Februar2012wurdeeinbesonderesJubiläumgefeiert: ESWEVerkehrkonntedie10.000.Abonnementkundinbegrüßen. MitderrundenZahl„10.000“blicktdasAbonnementvonESWE VerkehraufeineäußersterfolgreicheHistoriezurück:Bereitsinden frühen90er-JahrenunterdembisheuteunvergessenenNamen „HimmelblaueJahreskarte“eingeführt,wurdedasTicketimJahr 1995alswesentlichesElementindaseinheitlicheTarifsystemdes damalsneugegründetenRhein-Main-Verkehrsverbundes(RMV) integriert.SeitdembietetdasAbonnementseinenNutzernjede MengeVorteile:NichtnurderattraktiveAngebotspreis(„zwölf Monatefahren,nurzehnMonatezahlen“)sowiedieumfassende Gratis-MitnahmeregelungfürBegleitpersonensindhierzunennen, sondernauchdiePreisvergünstigungenbeizahlreichenkulturellen, sportlichenundtouristischenEinrichtungen,inderenGenussjeder Abo-InhaberohneZusatzkostenkommt. WeiterwachsenderFahrgastzuspruch,weitersteigendePositivbewertung 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 44 45 49 48 47 46 50 51 SeitdemJahr2006istdieJahresgesamtzahlderESWE-Fahrgäste umrundvierMillionengestiegen KleineFeierstundeam29.Februar2012inderMobilitätszentraleim WiesbadenerLuisenForum:Ana-GabrielaBrandusawurdeals10.000. Abonnementkundinbegrüßt EinDankeschönandieFahrgäste 50,4 Millionen Fahrgäste im Jahr 2012: Aus diesem besonderen Grund – eslag genau zehn Jahre zurück, dass bei der Jahresgesamt-Passagierzahl die „magische“50-Millionen-Marke letztmalig überschritten wurde – rief ESWEVerkehr zu einer großen Mitmachaktionauf, als deren Ergebnis im Mai2013 der „50-Millionen-Dankeschön-Bus“ präsentiert wurde
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    ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201216 17 Soisteskaumerstaunlich,dassdieAbonnentenzahlenindenver- gangenenJahrenstetigangewachsensind–insbesondereseitESWE VerkehrimJahr2007eineKooperationmitdemRMVeinging,um gemeinsamdieBetreuungderAbo-Kundenzuverbessern.Zielwar es,mittelsintensivierterMarketingaktivitätendieFahrgästenoch umfassenderüberdasAbo-Angebotzuinformieren;außerdem wurdenbesondereKundenbindungsmaßnahmenrealisiert. DassESWEVerkehrimBerichtsjahrdiezehntausendsteAbo-Kundin beglückwünschenkonnte,zeugtvomErfolgdereingeleiteten Maßnahmen.Seit2007registriertedasUnternehmeneinenAnstieg derZahlderAbo-Nutzervonrund6.500aufnunmehr10.000–eine Steigerungumfast54ProzentinfünfJahren! ERMITTELT: Kundenzufriedenheit DassdasÜbertreffenderMarkevon50MillionenFahrgästenimJahr 2012keinZufallwar,belegteineStudiederHochschuleRheinMain inWiesbaden.DiewissenschaftlicheRepräsentativuntersuchung derFahrgastzufriedenheitwirdeinMalproJahrvonESWEVerkehrin Auftraggegeben–nichtnurausnachvollziehbaremEigeninteresse, sondernauch,weildieVerkehrsgesellschaftdenstädtischenGremien jährlicheinenLeistungsberichtvorlegenmuss,derunteranderem eineaktuelleAnalysederKundenzufriedenheitbeinhaltet. SowurdenauchimBerichtsjahrunterderLeitungvonProf.Dr.Bern- hardHeidelinvierZeitintervallenPassantenanunterschiedlichen StandortenimWiesbadenerStadtgebietnachihrerZufriedenheit mitdemNahverkehrsangebotinderLandeshauptstadtbefragt. DabeisetztensichdieUmfrageteilnehmerabermalsausganzunter- schiedlichenGruppenzusammen:VonregelmäßigenBusnutzern übergelegentlicheÖPNV-KundenbishinzueingefleischtenAutofah- rernkamenauch2012allerelevantenZielgruppeninderStudiezu Wort.Insgesamt1.680BefragungenführtedasstudentischeTeam derHochschuledurch;diePassantenkonntenhierbeiinunter- schiedlichenKategorienNotenvergeben,unteranderemfürdie Servicequalität,denKomfortindenBussenunddasFahrplanangebot. UntermStrichstelltendieBefragtenESWEVerkehrfür2012eingutes Zeugnisaus:2,5lautete,orientiertanderSchulnotenskalavoneinsbis sechs,dieGesamtnote–eineVerbesserung um0,1Notenpunkte gegenüber2011.DeutlichschlechterhingegenschnittbeidenUm- frageteilnehmerndiePkw-NutzunginWiesbadenab:Diesewurde 2012nurnochmitderNote3,4bewertet,waseinAbsinkenum0,2 NotenpunktegegenüberdemVorjahrbedeutet.Diegewachsene KundenzufriedenheitlässtsichlautStudiekonkretandreiPunkten festmachen:VorallembeidenKriterien„Pünktlichkeit“,„Fahr- komfort“und„ZustandderBusse“konnteESWEVerkehrteilweise deutlichzulegen. EINGESETZT: „EuropassaubersteDieselbusse“ MitteMai2012kaminWiesbadendereuropaweitersteLinienbus miteinerAbgasfiltertechnikgemäßderkünftigen„EuroVI“-Norm indenVerkehr;kurzdanachwurdenzweiweitere„EuroVI“-Bussean ESWEVerkehrausgeliefert,sodassseitherinsgesamtdreiExemplare der„sauberstenDieselbusseEuropas“aufdenStraßenderhessischen Landeshauptstadtunterwegssind.WiesbadensVerkehrsbetriebe sinddamiteinmalmehrbeimEinsatzmodernsterAbgasfiltersys- temeinnovativvorangegangen. DieESWE-UmweltinitiativetrugfrühzeitigderTatsacheRechnung, dassabSeptember2014EU-weitdieneue„EuroVI“-Normgelten wird–diestrengstejemalserlasseneAbgasvorschriftfürschwere NutzfahrzeugemitDieselmotor.Mitdendreineuen„EuroVI“- GelenkzügenvomTyp„Citaro2“(abgekürzt:„C2“;Herstellerist Mercedes-Benz/EvoBus)warESWEVerkehrdaseuropaweiterste Verkehrsunternehmen,dasLinienbussemit„EuroVI“-Abgas- reinigungstechnikinBetriebgenommenhat. ErsteMessungenergabenimJahresverlauf,dassdieneue„EuroVI“- TechnologiebeiStickoxiden(NOx),alsobeijenenAbgasbestandteilen, dievonherkömmlichenRußpartikelfilternnuringeringemMaß erfasstwerdenkönnen,zueinerEmissionsreduzierungvoncirca 95Prozentführt! ERPROBT: „GTL“-Kraftstoff EbenfallsimMai2012wurdeinWiesbadeneineweiterewegwei- sendeInitiativefürnochwenigerAbgasbelastungimÖPNVaus derTaufegehoben:GemeinsamstartetenESWEVerkehrundder MineralölkonzernShellimRahmeneinesPilotprojektsdendeutsch- landweiterstenkommerziellenEinsatzdessynthetischausErdgas hergestelltenKraftstoffs„ShellGTLFuel“.DieserDieseltreibstoff– eristglasklarundgeruchsarmunderzeugtpraktischkeinenschwar- zenRauch–ermöglichteineweitereReduzierungdesAusstoßes lokalerEmissionenbeiderPartikelmasse(PM)undbeiStickoxiden (NOx),weilerimVergleichzukonventionellem,ausMineralöl gewonnenemDieselwesentlichschadstoffärmerverbrennt. „GTL“stehtfür„GastoLiquids“,alsofürdieVerflüssigungvonErdgas mittelseineschemischenUmwandlungsverfahrens,aufdessenBa- sisderneuartigeKraftstoffentwickeltwurde.ImZugedesvonESWE VerkehrgemeinsammitShellgestartetenPilotprojektswurden zwölfderinsgesamt233ESWE-Busseabsofortnurnochmit„Shell GTLFuel“betankt.ErsteMessergebnisse,dieimVerlaufdesBerichts- jahreserhobenwurden,besagten,dassderEinsatzdes„GTL“-Kraft- stoffszueinerVerringerungdesNOx-Ausstoßesumrund16Prozent führt,währendsichdieKohlendioxid-,alsodieCO2-Emissionenum etwaelfProzentreduzierten. EINGEFÜHRT: Umweltzone ImBerichtsjahrbereitetesichESWEVerkehrintensivaufdasfür den1.Februar2013angesetzteInkrafttretendergemeinsamen UmweltzonederbeidenLandeshauptstädteWiesbadenundMainz vor.DenndadieentsprechendenRegelungennichtnurfürPkws, sondernbeispielsweiseauchfürLkwsundBussegelten,warund istdieEinführungderUmweltzonenatürlichauchfürWiesbadens kommunalenÖPNV-BetreibereinzentralesThema. ZumJahresende2012stelltesichdieSituationwiefolgtdar: • MehralsdreiVierteldesinsgesamt233dieselbetriebene BusseumfassendenESWE-undWiBus-Fuhrparkssind inpunctoAbgasfiltertechnikaufdemneuestenStand:Sie erfüllendieSchadstoffnormen„EuroIIImitPartikelfilter“, „EuroIV“,„EuroV“,„EEV“odersogar„EuroVI“(siehelinks: „EINGESETZT“),sodassdieseBusseproblemlosdievorge- schriebeneFeinstaubplaketteerhaltenkönnen.Rechtzeitig vordem1.FebruarwerdendiegrünenAufkleberanden FrontscheibenderBusseangebracht. • Für53BusseältererBaujahre,derenAntriebssystemenurden Anforderungender„EuroIII“-Abgasnormentsprechen,plant ESWEVerkehr,Ausnahmegenehmigungenzubeantragen, dieaufmaximaleinJahrbefristetseinsollen.Längeralsein JahrgültigeAusnahmenwerdennichterforderlichsein, dennfür25der53BussestehtimVerlaufdesJahres2013 ohnehinturnusgemäßdiealtersbedingteAusmusterung an,währenddieanderen28FahrzeugebiszumJahresende 2013miteinemRußpartikelfilter(inderFachwelt„CRT-Filter“ genannt)nachgerüstetseinwerden,woraufhinihnendie grüneFeinstaubplaketteebenfallszustehenwird.JeLinien- fahrzeugkostetderFiltereinbaurund8.000a,sodass diegesamteNachrüstaktionmitetwa224.000a zuBu- cheschlagenwird.AusSichtvonESWEVerkehrstelltdiese SummeeineweiterelohnenswerteInvestitionindenUm- weltschutzdar–dieVerkehrsgesellschaftbleibtdamitihrem Credotreu,mitihrerBusflottestetseinVorreiterin Sachen umweltverträglicheBusmotorenmithocheffizienterAbgas- filtertechnikzusein. FortschrittlicheUmwelttechnologien Quelle:Tiefbau-undVermessungsamt,LandeshauptstadtWiesbaden OffiziellerStartschusszum„GTL“-Pilotprojekt:Am30.Mai2012wurdeaufdemBetriebsgeländevonESWEVerkehrderEinsatzdesneuartigen Öko-Kraftstoffseingeläutet NureinigeVororteblieben„außenvor“:Ansonstenwurdenahezudas gesamteStadtgebietvonWiesbadenundMainzam1.Februar2013zur Umweltzoneerklärt
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    ZentraleThemendesJahres2012ZentraleThemendesJahres201218 19 ENTWICKELT: ElektronischerFahrausweis„eTicket“ „IhrFahrausweiswirdelektronisch“:SoeinfachistdieNeueinfüh- rungdes„eTicketRhein-Main“erklärt,diedasgesamteBerichtsjahr übereinesderbeherrschendenArbeitsthemenbeiESWEVerkehr war–obgleichsichmitderEinführungdeselektronischenFahr- ausweisesfürdenFahrgastaußerderTicket-Optikpraktischkaum etwasänderte.StattdergewohntenPapierfahrscheine,diedie InhaberbeispielsweiseeinesAbonnementsbislangdreiMalpro Jahrzugeschicktbekamen,erhaltendieNutzernuneinmaligein scheckkartengroßes,fünfJahrelanggültigesPlastikmediummit integriertemElektrochipzugesandt–undzwarrechtzeitigvor AblaufderGültigkeitihresderzeitigenFahrausweises. AuchwasdenPreisunddieProduktwahlangeht,ändertesichmit dem„eTicket“nichts.SogibtesvomAbonnementnachwievor sowohleinunpersönlichesundsomitübertragbaresTicketalsauch diepersonalisierte,dahernichtübertragbareVariantemitaufge- drucktemLichtbild.Neuist allerdings,dassregistriertenKunden nunbeideFahrscheinvariantenersetztwerdenkönnen,wenndas „eTicket“zumBeispieleinmalverlorengeht.Diesstellteinenechten VorteilgegenüberdemaltenPapierfahrscheindar,dennbislang standdieErsatzoptionnurdenInhaberneinespersönlichenAbos offen.MöglichmachtedieseErweiterungderindenneuenelek- tronischenFahrausweisintegrierteElektrochip,dersichjederzeit innerhalbvon24StundensperrenlässtundsovorMissbrauch geschütztwird.Ersetztwirddas„eTicket“natürlichauchdann, wenneseinmaleinenDefekthabensollte.DassbeiallenVorgängen diestrengengesetzlichenDatenschutzbestimmungeneingehalten werden,verstehtsichvonselbst:SosindaufdemElektrochipdes TicketskeinerleipersönlicheKundendatenhinterlegt(nurFahr- kartenart,GültigkeitszeitraumundTarifgebietewerdenaufihm gespeichert),undbeimAuslesendesTicketsdurcheinKontrollgerät werdenkeinerleiFahrtinformationenabgespeichert. Soeinfachdie„eTicket“-EinführungausFahrgastsichtauchverläuft, sokomplexstelltesiesichfürESWEVerkehrdar;akribischundenga- giertwurdehinterdenKulissenandenAbläufengearbeitet.Nicht wenigeralself MitgliedergehörtenderfederführendenProjekt- gruppean,diesichausMitarbeiternderUnternehmensbereiche Vertrieb,Informationstechnik,TechnischerBetrieb,Rechnungs- wesenundBetriebssystemezusammensetzte.ZudengrößtenHe- rausforderungen,diesichdenelfFachleuten–dieparallelnatürlich auchihreeigentlicheArbeitnichtvernachlässigendurften–stellten, zähltediefürdenStartdes„eTicket“notwendigeKomplettumstellung undteilweiseNeuentwicklungderinternenVerwaltungs-und Abrechnungs-Software.DassdiesbeilaufendemBetriebdurch- geführtwerdenmusste,stellteeinezusätzlicheBelastungdar.Im VerlaufdesJahres2012erwiessichinsbesonderedieUmstellungder Abonnentenverwaltungaufdasneue,„eTicket“-gemäßeSystem einschließlichdes„Datenumzugs“vonalterzuneuerSoftwareals schwierigeralsursprünglicherwartet,waszu–angesichtsderGrö- ßenordnungdesProjektsnachvollziehbaren–vereinzeltenKompli- kationenundVerzögerungenindenProzessabläufenführte. TopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe1/12: Wasserspender,Namensgeber,Funkstation DerBingert-WasserturmspieltinderESWE-Historie,vorallem inderGeschichtedesFunkverkehrs,eineganzbesondereRolle. DerUrsprungdes knapp28MeterhohenTurmsgehtaufden indenJahrennachdemEndedesZweitenWeltkriegsauchin WiesbadenexpandierendenWohnungsbaufürUS-Soldaten undderenFamilienzurück.Esgalt,dierund600Wohnein- heiten,diedamalsoberhalbdesBierstadterAukammtalsneu entstandenundwenigspäterdieAukamm-Siedlungbildeten, mitWasserzuversorgen. Das1956/57aufeinemLandrückennamens„Bingert“errich- teteBauwerkhattesichinseinerFunktionals„Wasserspen- der“fürdierundanderthalbKilometerentfernteundetwa 80MetertieferliegendeAukamm-Siedlunglängstetabliert, alsderTurmEndeder60er-undAnfangder70er-Jahrezu- sätzlichzumNamenspatengemachtwurde–unddasgleich indoppelterHinsicht:ZumeinenwurdedieimJahr1969ins LebengerufeneFirmenzeitschriftderWiesbadenerStadtwer- keaufdenNamen„bingert“getauft;zumzweitenbenötigte manfürden1970/71gestartetenFunkverkehrdesstädtischen LinienbusbetriebseinunverwechselbaresKennwort–und fandesimbisheuteexistierendenFunkrufwort„Bingert“. DerGrundhierfüristklar:DiezentraleSendeanlagedesFunk- verkehrsbefandsich(undbefindetsichnochheute)aufdem Bingert-Turm. ImZugederVorbereitungender„eTicket“-Einführungwurdenim Berichtsjahralle233ESWE-undWiBus-Bussemiteinemfestinstal- liertenFahrscheinprüfgerätausgerüstet,zudemwurdenmobile KontrollgerätefürdenEinsatzdurchFahrausweisprüferange- schafft.DadieKommunikationzwischendenPrüfgerätenundden zentralenDatenrechnerndigitalvonstattengeht,wurdeaußerdem dergesamteESWE-BetriebshofmiteinemgroßflächigenWLAN- Netzüberzogen,dasdendrahtlosenAustauschzwischenRechnern undBussenermöglicht. DieEinführungdes„eTicketRhein-Main“fandundfindetübrigens imgesamtenGebietdesRhein-Main-Verkehrsverbundes(RMV) statt.FürdenWiesbadenerFahrgastbedeutetdies,dasser,ein entsprechendgebuchtesTarifgebietvorausgesetzt,mitseinem „eTicket“beispielsweiseauchinFrankfurt,MarburgoderDarmstadt unterwegsseinkann. ERZIELT: Dynamische Fahrgastinformationen UnterdemStichwort„DynamisierungderFahrgastinformation“ warbereitsimJahr2011aufeinigenLinienmitderErprobungeiner „Aktualisierungs-Software“fürdieBus-Zielanzeigenbegonnen worden;imBerichtsjahrwurdediesesVerfahrennunindenRegel- betriebüberführt.DankderneuenSoftwarekönnendieZielanzei- gen–alsojenenachaußengerichtetenDisplays,dieoberhalbder FrontscheibeeinesjedenBussesangebrachtsind–ihreInschriften selbsttätigundautomatischaktualisieren.DieSoftware„befiehlt“ dervomBus-BordrechnergesteuertenZielanzeigebeispielsweiseab einembestimmtenPunktdesFahrtwegs,einenbestimmtenHinweis auszublenden.SokannetwaeinBusderLinie8seineFahrtinBiebrich mitderZielanzeigeninschrift„Eigenheim/überHauptbahnhof“ beginnen,undsobalddasFahrzeugdenHauptbahnhofhintersich gelassenhat,erlischtimZielanzeigen-Displayautomatischdie–nun ja„erledigte“–Zusatzinformation„überHauptbahnhof“. TechnischeInnovationenfürdieFahrgäste FachübergreifendeKooperation:ExpertenausverschiedenenUnternehmensbereichenbildetendiezurEinführungdes„eTicket“ eingerichteteProjektgruppe
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche20 21 ZweiunverwechselbareWahrzeichenWiesbadens Auch sieprägen das Stadtbild: Die Bussevon ESWEVerkehr sind aus dem Wiesbadener Leben ebenso wenig wegzudenken wie etwa das Kurhaus
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche22 23 Fahrdienst Sonderfahrten SeitderEröffnungdesneuenMainzerFußballstadions„Coface-Are- na“imSommer2011unterstütztderFahrdienstvonESWEVerkehrdie KollegenderMainzerVerkehrsgesellschaft(MVG)anallenHeimspiel- tagendesBundesligistenMainz05mitFahrzeugenundFahrern; auchimBerichtsjahr2012wardieswiederderFall.Dabeiwurdendie rund75MVG-Busse,diedieFußballfansjedesMalzurArenabringen, stetsumrundzehnWiesbadenerGelenkbusseergänzt. Besonders praktischfüralleSchlachtenbummlervonderhessischenRheinseite: SiekonntendirektamWiesbadenerHauptbahnhofindieunterder Bezeichnung„E6“verkehrendenSonderbusseeinsteigen. ÜberdieFahrtenzur„Coface-Arena“hinausfandenimBerichtsjahr zahlreicheweitereSonderfahrtenstatt,etwazuKonzertendes Rheingau-Musik-Festivals.AuchSchulen,Kindergärtenundandere EinrichtungenmietetenimJahr2012wiedersomanchenESWE-Bus fürdiverseAusflugs-undandereFahrtenan. Fahrerehrung ImFebruar2012wurdenwiedereinmaljeneESWE-Fahrerausge- zeichnet,dieihreBussejahrzehntelangunfallfreidurchdenWiesba- denerStraßenverkehrgesteuerthaben– was angesichtsdesständig zunehmendenundzudemimmerhektischer werdendenVerkehrsge- schehenseinewirklichbeachtenswerteLeistungdarstellt. INFORMATIONEN AUS DEN BETRIEBSBEREICHEN ImRahmeneinerkleinenFeierstunde,dieüblicherweiseallezwei Jahrestattfindet,wurdeninsgesamtelflangjährigeFahrerinden Kategorien„30JahreUnfallfreiheit“,„25JahreUnfallfreiheit“und „10JahreUnfallfreiheit“ausgezeichnet;sieerhieltenrepräsentative UrkundensowiewertvolleSachpreise.Zusammengerechnetbrach- tenesdieelfKollegenamTagihrerEhrungaufsageundschreibe195 unfallfreieJahre. WiBus-Betriebsleitung Seitdem1.OktoberdesBerichtsjahresübtderFachbereichsleiterdes ESWE-FahrdienstesinPersonalunionauchdasAmtdesBetriebs- leitersbeiderSchwestergesellschaftWiBusaus.Mitdieserneuen personellenKonstellationkonnten,insbesondereaufderoperativen Ebene,wichtigeSynergieeffekteerreichtwerden,dennderAbstim- mungsbedarfzwischendenFahrdienstenbeiderUnternehmenhat sicherheblichverringert.ImErgebnisprofitiertvondieserEntschei- dunggeradeauchderFahrgast,derzuRechterwartet,dassdie Leistung,diederÖPNVinWiesbaden„draußenaufderStraße“zu erbringenhat,bestmöglichorganisiertist–ohneReibungsverluste zwischenzweiUnternehmen,dievondenmeistenFahrgästenohne- hinnuralseinAnbieterwahrgenommenwerden. DarüberhinausbesitztdiePersonalentscheidungaucheine wirtschaftlicheKomponente:Schließlichsindoptimalgestaltete BetriebsabläufeeinezentraleVoraussetzungfüreinerfolgreiches AbschneidenimWettbewerbmitanderenVerkehrsanbietern–und damitsindsieaucheinwichtigerFaktorderArbeitsplatzsicherheit. Last,notleastverbindetsichmitderStellenbesetzungaucheine symbolischeBedeutung:DieDoppelfunktionESWE-Fahrdienstchef/ WiBus-BetriebsleiterstehtfürdiezunehmendeDurchlässigkeit zwischendenbeidenUnternehmen. Zivilcourage-Seminare NachdemESWEVerkehrbereitsimJahr2010ersteundseitherregel- mäßigeDeeskalationstrainingsfürFahrdienstmitarbeiterinsLeben gerufenhatte–diesebesonderenAusbildungensollendenFahrern zumehrSicherheitimUmgangmitbrenzligenSituationeninden Bussenverhelfen–,wurdenimJahr2011erstmalsauchZivilcourage- TrainingsfürFahrgästeangeboten.ImBerichtsjahr2012wurdedie „Zivilcourage:Ja!Aberwie?“betitelteSeminarreihefortgesetzt. Initiiert,organisiertundgemeinsamdurchgeführtvomPolizei- präsidiumWesthessen,demWiesbadenerPräventionsrat,dem hessischenLandesprojekt„NetzwerkgegenGewalt“,demauchdie StadtWiesbadenangehört,sowiedemFahrdienstvonESWEVerkehr widmetensichdiejeweilsvierstündigenVeranstaltungenauch2012 wiederdemThema„Gewaltprävention“.ZielderInitiativewarund istes,interessierteBürgerdarinzuschulen,wiesieinKonfliktsituati- onen–etwawährendderFahrtineinemöffentlichenVerkehrsmittel –deeskalierend,alsoentschärfendreagierenkönnen. DabeigingesindenSeminarenkeineswegsumSelbstverteidigung; denTeilnehmernwurdevielmehrerklärtundinRollenspielenauch demonstriert,wiemananderePersonenauspotenziellgefährlichen Szenarienbefreienkann.ZudenpraktischenHandlungsanlei- tungen,diedemMotto„Menschenmöchtenhelfen–siewissen häufignurnichtwie!“folgten,gehörteesbeispielsweise,ineiner KonfliktsituationganzgezieltÖffentlichkeitherzustellen,umauf dieseWeisedermöglichenBedrohungentgehenzukönnen.Auchdas Sich-AbwendenvomAngreifer,deneszuisolierengiltundausdessen „Magnetfeld“mansichbefreiensoll,unddasSich-Konzentrierenauf dieSituationdes(potenziellen)OpferszähltenzudenLerninhalten. DiegroßeunddurchwegäußerstpositiveResonanzaufdasfürdie TeilnehmerkostenloseSeminarangebotzeigte,dassbeivielenMen- scheneinstarkesInteressevorhandenist,richtigesHelfenzulernen. UmdiesemInteressegerechtzuwerden,wurdeentschieden,die SeminarreiheauchimJahr2013fortzusetzen. „EuropassaubersteDieselbusse“– jetztaufWiesbadensStraßen DereuropaweitersteLinienbusmiteinerAbgasfiltertechnik gemäßderkünftigenEuro-VI-NormistMitteMaiindenVer- kehrgekommen–undzwarbeiESWEVerkehr.Inzwischensind zweiweitereEuro-VI-BussedesneuenMercedes-Typs„Citaro2“ andasVerkehrsunternehmenausgeliefertworden,sodassnun insgesamtdreiExemplareder„sauberstenDieselbusseEuro- pas“aufdenStraßenderLandeshauptstadtunterwegssind. WiesbadensVerkehrsbetriebegehendamiteinmalmehrbeim EinsatzmodernsterAbgasfiltersystemeinnovativvoran. EinkleinerBlickindieZukunft:AbSeptember2014wirdEU-weit eineneueAbgasvorschriftfürLkwsundBussegelten–dieso- genannteEuro-VI-Norm.Siewirddanndiestrengstejemals erlassene Abgasvorschrift für schwere Nutzfahrzeuge mit Dieselmotorsein.Dochbereitsjetzt,alsorundzweieinviertel JahrevordemInkrafttretenderEuro-VI-Norm,sinddieersten LinienbusseaufdenMarktgekommen,dieeinehochmoderne Abgasfiltertechnikeingebauthaben,mitderschonheutedie strengenEuro-VI-Vorgabenerfülltwerden. Am21.Mai2012wurdederersteEuro-VI-BusvomTyp„Citaro2“ (HerstelleristMercedes-Benz/EvoBus)aufdemGeländedes WiesbadenerJagdschlossesPlatteandieESWEVerkehrsgesell- schaftübergeben.ESWEVerkehristdamiteuropaweitdaserste Verkehrsunternehmenüberhaupt,daseinenLinienbus,der bereitsüberdiekünftigeAbgasreinigungstechnikverfügt,in Betriebgenommenhat. WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite16bereit.
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche24 25 NachfrageanalysederLinien45und47 DiebeidenMainz-WiesbadenerGemeinschafts-Buslinien45und47, dieseitdenFahrplanwechselnimDezember2008bzw.Dezember2010 diebeidenLandeshauptstädteaufihrerwichtigstenStraßenverbin- dung–derSchiersteinerAutobahnbrücke–miteinanderverknüpfen, schriebenimBerichtsjahrihreErfolgsgeschichteweiter.DieErgebnisse einerzumJahresendevorgestelltenFahrgastzahlenanalysezeigten, dassimJahr2012einweitererNachfragezuwachsverzeichnetwerden konnte.MittlerweilenutzenaneinemdurchschnittlichenWochentag außerhalbvonFerienzeiteninsgesamtetwa1.100Fahrgästedie45er- unddie47er-BusseinbeidenFahrtrichtungen.InSummesindesjährlich rund325.000Passagiere,dieimöffentlichenNahverkehrdenRheinauf derA643überqueren. „Dievor2008nochweitverbreitetenZweifel,obeinÖPNV-Angebotüber dieSchiersteinerBrückeaufeinausreichendgroßesFahrgastinteres- sestoßenwerde,sindmittlerweilegroßerZufriedenheitgewichen“, bilanziertdie AnalysedieerfreulicheEntwicklungderNutzungszahlen. ErwartungsgemäßhatsichdieLinie45alsdiestärkereVerbindungeta- bliert,aberauchdieLinie47,dieals„kleineSchwester“2012ihrzweites vollesBetriebsjahrerlebte,hatsicheinedauerhafte,solideNachfrage erarbeitet. NeueVerkehrsmeister ImBerichtsjahrkamenbeiESWEVerkehrerstmalsdreiVerkehrsmeister neuzumEinsatz,diezuvorbeiderSchwestergesellschaftWiBusals Busfahrergearbeitethatten.NachdemsieseitHerbst2011eineinterne Weiterbildungdurchlaufenhatten,konntendiedreiMitarbeiter2012 ihreneueTätigkeitaufnehmen. DassVerkehrsmeisterausdemKreisderBusfahrerkommen,istalles anderealsungewöhnlich–imGegenteil:LangjährigeErfahrung,das WissenumdieBetriebsabläufeundnichtzuletztumfangreicheKennt- nissedesLiniennetzessindseitjeherGrundvoraussetzungenfürdie verantwortungsvolleArbeiteinesVerkehrsmeisters.Neuallerdingswar, dassderNachwuchsausdenReihenvonWiBusstammte.Diesedrei erstenPersonalwechselvonWiBuszuESWEVerkehrdokumentieren denBeginneinerzunehmendenDurchlässigkeitzwischendenbeiden Unternehmen. TerminlichflexibleAngebotsoptimierungen „ZwecksAnpassungdesFahrtenangebotsandiegestiegeneNachfrage“ –immerhäufigeristdieseFormulierungdieerfreulicheBegründungfür eineErweiterungvonFahrtzeiten,füreineVerengungvonFahrtentak- tungenoderfüreineAusweitungdesLiniennetzes.DasÜberschreiten der50-Millionen-GrenzebeiderGesamtfahrgastzahldesJahres2012 sprichtindiesemZusammenhangeinedeutlicheSprache.Gleichzei- tigverstärktsichseitJahrenderTrend,imSinneeineszeitnahenund flexiblenReagierensaufSchwankungeninderFahrgastnachfragemit derUmsetzungvonFahrplanänderungennichtbiszumalljährlichen Fahrplanwechsel-StichtagMitteDezemberabzuwarten,sondern solcheÄnderungenbereitsimJahresverlauf,also„unterjährig“inKraft zusetzen. SogabesimBerichtsjahr2012gleichdreiStichtage,andenenzahl- reichekundenorientierteAngebotsoptimierungenimWiesbadener Liniennahverkehrwirksamwurden:den16.April(ersterSchultagnach denOsterferieninHessenundRheinland-Pfalz),den13.August(erster SchultagnachdenSommerferieninHessenundRheinland-Pfalz) sowieden5.November(BeginndererstenvollenArbeitswochenach denHerbstferieninHessenundRheinland-Pfalz).Dieam5.November inKraftgetretenenFahrplanänderungenbildetenzusammenmit weiterenÄnderungen,dieaufden11.Februar2013terminiertwurden, dieMaßnahmendeserstmalsaufzweiStichtageaufgeteiltenFahr- planwechsels2012/2013. Linie 6 WassichineinemJahrerfolgreichbewährthat,wirdimnächstenJahr fortgesetzt–undsogarerweitert.DiesesPrinzipgaltimBerichtsjahrfür den2011erstmalsrealisierten„Winterfahrplan“derLinie6,derdienstäl- testenGemeinschaftslinievonESWEVerkehrundMainzerVerkehrsge- sellschaft(MVG).Soverkehrtenabdem5.November2012die6er-Busse stattimtraditionellen10-Minuten-Taktwiederineinem7,5-Minuten- Takt.StattstündlichsechsBussenverbandennunalsoachtBussejeStun- dediebeidenLandeshauptstädteaufderLinie6miteinander–undzwar unterderWochezwischencirca7undcirca19Uhr.DieTaktverdichtung endetam21.Dezember,demFreitagvorWeihnachten;siewurdeaber– andersalsimVorjahr–nachdemEndederWeihnachtsferienam 7.Januar2013wiederaufgenommen,umdannbiszumFastnachtsfreitag (8.Februar)anzudauern. DiesaisonalenTrendsinderFahrgastnachfrage,aufdieESWEVerkehrin Gestaltder„Winterfahrplan“-Taktverdichtungflexibelreagierte,haben ihreUrsachenindenVorlesungszeitenanderMainzerUniversitätund derHochschuleRheinMaininWiesbadensowieindererhöhtenZahlvon Verkehrsteilnehmern,die–ansonstenperFahrradoderAutounterwegs –inderungemütlichenJahreszeitgerneaufdenBusumsteigen.Undmit BlickaufdenMonatDezemberspieltenatürlichauchdieVorweihnachts- zeiteineRolle,dieWeihnachtseinkäuferwieauchWeihnachtsmarkt- besucherausMainzundausWiesbadenoftmalsaufdiejeweilsandere Rheinseitelockt. Linie 47 Seitdem16.April2012nimmtdieLinie47,diejüngste,seitEnde2010 bestehendeGemeinschaftslinievonESWEVerkehrundMVG,imMainzer StadtteilGonsenheimeinenteilweiseneuen,injedemFallverlängerten Verlauf.DiebislangimUhrzeigersinngefahreneSchleifeüberdieimNor- denGonsenheimsgelegeneElsa-Brändström-Straßeentfiel,infolgedes- senwerdendieHaltestellen„Wildpark“und„Elsa-Brändström-Straße“ nunnichtmehrbedient.Stattdessenfahrendie47er-BusseausRichtung Wiesbaden/SchiersteinerBrücke/Mainz-Mombachkommendnun weiternachGonsenheimhinein,wosienacheinanderandenHaltestel- len„AmGonsenheimerWald“,„Kapellenstraße“,„Nerotalstraße“und „Wilhelm-Raabe-Straße“stoppen–dieletztgenannteHaltestelleistdann auchdieneueEndstelle(einzelneFahrtenendenallerdingsschonander Haltestelle„Kapellenstraße“). Derneue47er-FahrtwegbietetdenFahrgästeneineReihevonVorteilen: SoistvonderneuhinzugekommenenHaltestelle„AmGonsenheimer Wald“ausderzuSpaziergängeneinladendeGonsenheimerWaldebenso guterreichbarwiedasangrenzendeNaturschutzgebiet„AmGroßen Sand“.AnderHaltestelle„Kapellenstraße“könnendieFahrgästezudem indieMainzerBuslinie64inRichtungBudenheimumsteigen;undan denHaltestellen„Kapellenstraße“,„Nerotalstraße“und„Wilhelm-Raabe- Straße“kannvonderLinie47ausdirektindieStraßenbahnlinien50und51 umgestiegenwerden,dieimMainzerWestenbisFinthenundimSüden bisHechtsheimverkehren. Linie 48 Für alle Studierenden der Hochschule RheinMain war der 5.November2012einwichtigesDatum:SeitdiesemTagnämlich sinddiedreiWiesbadenerStandortederHochschule–„Kurt-Schuma- cher-Ring“,„Bleichstraße“und„UnterdenEichen“–erstmalsaufeiner Nahverkehrsliniemiteinanderverbunden.Möglichmachtediesdie VerlängerungdesFahrtwegsderLinie48biszumNordfriedhof,von woausderHochschulstandort„UnterdenEichen“nurwenigeGehmi- nutenentferntist.DiebeidenanderenStandorteliegenohnehinseit jeheram48er-Linienweg. KonkretbedeutetdieLinienwegverlängerung,dasseinzelneFahrten derLinie48nichtwiebisheramPlatzderdeutschenEinheitenden bzw.beginnen,sondernerstbzw.schonamNordfriedhof.Diebessere VernetzungderdreiHochschulstandortewurdevonESWEVerkehr aufWunschderHochschulleitungrealisiert;dieentstehendenKosten werdenvonderHochschulegetragen.DieVerlängerungdes48er- LinienwegsistalsProbebetriebkonzipiertundwirdzunächstbiszum Dezember2013angebotenwerden. ImÜbrigengingauchmitderam13.AugustdesBerichtsjahresim ZugederOptimierungenimSchülerverkehrwirksamgewordenen LinienwegverlängerungderE-WagenüberdieHaltestelle„Zieten- ring“hinausbiszurHaltestelle„Nordfriedhof“(sieherechts:„Schüler- verkehr“)einedeutlicheVerbesserungderÖPNV-Anbindungdes Hochschulstandorts„UnterdenEichen“einher. Schülerverkehr MitdemSchulbeginnnachdenSommerferienam13.Augustdes BerichtsjahressetzteESWEVerkehreinoptimiertesAngebotan E-Wagen-und„Schulbus“-Fahrten(hierbeihandeltessichnichtum ausschließlicheSchülerfahrten,sonderninderRegelumreguläre Linienfahrten,dieallerdingsüberwiegendvonSchülerngenutzt werden)inKraft.InabermaligerengerAbstimmungmitdemstäd- tischenSchuldezernatunddenjeweiligenSchulleitungenkonnteso aufnachdenFerienwirksamgewordeneVeränderungenderUnter- richtszeitenreagiertwerden. Insgesamtwurdenper13.AugustfolgendeÄnderungenwirksam: • Linie37zwischendenHaltestellen„Wielandstraße“und „Egerstraße“sowieinderGegenrichtung • LinieEzwischendenHaltestellen„NordstranderStraße“ und„KarlsbaderPlatz“bzw.zwischendenHaltestellen „DernschesGelände“und„NordstranderStraße“ • LinieEzwischenAmöneburg(Haltestelle„Dyckerhoff- straße“)undErbenheim(Haltestelle„Egerstraße“)sowie inderGegenrichtung • Schulbusfahrtenzurbzw.vonderTheodor-Fliedner- SchuleinBierstadtsowiezurbzw.vonderHermann- Ehlers-SchuleinErbenheim • LinieEzwischendenHaltestellen„Nordfriedhof“(bisher nurabHaltestelle„Zietenring“)und„Gymnasium Mosbacher Berg“sowiezwischendenHaltestellen„PlatzderDeutschenEin- heit“bzw.„GymnasiumMosbacherBerg“und„Nordfriedhof“ (bishernurbisHaltestelle„Zietenring“) WeitereÄnderungenimSchülerverkehrwurdenzumFahrplanwechsel am5.Novemberrealisiert: • Linie27/E27:MontagsbisdonnerstagsfährtanSchul- tagennuneinzusätzlicherBusalsLinieE27vonder Haltestelle„Berufsschulzentrum“biszurHaltestelle „Gartenfeldstraße“.HierdurchkonntedieUmsteige- möglichkeitzudenRegionalbussenamHauptbahnhof verbessertwerden. • Linie37:Montagsbisfreitagsfinden,außerwährendder Schulferien,diebisherigenAbfahrtenum14:46Uhrund um15:46UhrabHauptbahnhofinRichtungBierstadt undErbenheimnunjeweilsfünfMinutenspäterstatt. • Linie43:DieAbfahrtamHauptbahnhofinFahrtrichtung Breckenheimum8:44Uhr(montagsbisfreitags)wurde umfünfMinutennachvorneverschoben. • LinieE(„Schulbus“)zwischen„Egerstraße“und „Dyckerhoffstraße“:DieFahrten,diebisherum15:09Uhr undum16:09UhranderHaltestelle„Egerstraße“in Erbenheimstarteten,wurdenumfünf Minutennach hintenverschoben. • LinieE(„Schulbus“)abTheodor-Fliedner-Schule:Die„Schulbusse“ fahren freitagsnunwiederum13:20Uhr bzw.um13:21Uhr. VerkehrsplanungundVerkehrssteuerung
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche26 27 NeueBusse FastjedesJahrimFrühlingrollenbeiESWEVerkehrfabrikneueBusse aufdenBetriebshof;andereBusse,dieschonvielehunderttausend KilometeralsFahrleistungabgelieferthaben,werdendafür„in Rentegeschickt“.EinenGesamtbestandvonexakt233Bussen,beste- hendaus135Solowagenund98Gelenkzügen,wiesderFuhrparkder beidenVerkehrsunternehmenESWEundWiBusamJahresende2012 auf.Davongehörten205BussezuESWEVerkehr,28befandensichim WiBus-Eigentum. ImBerichtsjahrgingmitderturnusgemäßenBusneuanschaffung eineBesonderheitinpunctoInnenausstattungeinher.Unterden insgesamt21Fahrzeugen(18SolowagenunddreiGelenkzüge),die imZeitraumMärzbisJuni2012nachundnachneuaufdieStraße kamen,befandensichdreiSolo-Busse,die–einePremierefür Wiesbaden–nachdem„LowEntry“-Prinzipkonstruiertsind.Diese Bauart,eineWeiterentwicklungderseitvielenJahrenbewährten Niederflurtechnik,istdadurchgekennzeichnet,dassderBusnied- rige(„low“),vollkommenstufenloseEinstiege(„entry“)besitztund imvorderenWagenteileinenebenfalls„niederflurigen“Innenraum aufweist–währendderHeckbereichdesFahrgastraumsüberzwei StufenimMittelgangverfügt.WeitereNeuerungder„LowEntry“- Busse:ImhinterenWagenteilsindalleSitzplätzeinFahrtrichtung angeordnet. WiebeiESWEVerkehrseitlangemselbstverständlich,genügt jedes derneuangeschafftenFahrzeugeinSachenAbgasfiltertechnikdem „EEV“-Standard(„EnhancedEnvironmentallyFriendlyVehicle“),der diegegenwärtiganspruchsvollsteeuropäischeRichtschnurfürden SchadstoffausstoßvonBussenundLkwsist.EineAusnahmebilden natürlichdiedreineuenGelenkzüge,diesogarschondie„EuroVI“- Abgasnorm,dieerstimJahr2014EU-weitinKrafttretenwird,erfül- len(siehehierzuSeite16). Digitale Fahrtenschreiber und Videoanlagen Dieinsgesamt21neuenBussedesJahres2012warendieersten FahrzeugeinWiesbadensÖPNV-Fuhrpark,dieübereinendigitalen Fahrtenschreiberverfügen.AuchallekünftigenFahrzeugneuan- schaffungenwerdenmitsolchenhochmodernenTachographen ausgerüstetsein.DerGrundfürdieseAusstattungsmaßnahmeist einrechtlicher:nämlicheineEU-VerordnungausdemJahr2006,die fürdengewerblichenGüter-oderPersonenverkehrdieLenk-und RuhezeitenfürFahrervonFahrzeugenmiteinemzulässigenGe- samtgewichtvonüber3,5Tonnenregelt. AllerdingsgiltdieseVorschriftausdrücklichnichtfürdenBuslinien- verkehrmiteinerStreckenlängevonbiszu50Kilometern,alsofür denklassischenPersonennahverkehr,weshalbESWEVerkehraufden EinbauderdigitalenFahrtenschreibereigentlichhätteverzichten können–würdenESWEsBussenichtmanchmalauchFahrtenun- ternehmen,beidenengrößereStreckenlängenalsnur50Kilometer absolviertwerdenoderdiealsSonder-bzw.Gelegenheitsverkehre nichtzudenregulärenLiniennetzfahrtenzählen.SolcheFahrtenfal- lenbeidenWiesbadenerVerkehrsbetriebengarnichtmalsoselten an:MandenkebeispielsweiseandievielenSchul-oderKindergar- tenausflugsfahrtensowieetwaandenalljährlichenShuttlebus- ServicefürKonzertbesucherdesRheingau-Musik-Festivals. FürderartigeFahrtenbesitztdieobengenannteEU-Verordnung Gültigkeit.DerausdiesemGrunderfolgteEinbauderdigitalen Tachographenindie21neuenBusseermöglichtesdenBusfahrern nunganzoffiziell,mitihrerjeweiligenFahrerkarteauchFahrtenim Sonder-oderGelegenheitsverkehrzuabsolvieren. Jederder21Busse,die2012neuinDienstgestelltenwurden,ver- fügtaußerdemübereineVideoüberwachungsanlage.Diesekann imFallkritischerSituationenimBus,etwabeiGewalttätigkeiten zwischenFahrgästenoderbeiÜbergriffenaufdenFahrer,dieTäter- ermittlungerheblicherleichtern.Aberauchohnedassestatsächlich zusolcheinemVorfallkommt,dienendieVideokameras–deren EinsatzselbstverständlichallendatenschutzrechtlichenBestim- mungenunterliegt–demSicherheitsgefühlderFahrgäste.Insgesamt warenamJahresende2012130WiesbadenerLinienbussemiteiner Videoanlageausgerüstet. ZusätzlicherBusparkplatz Genau233FahrzeugeumfassteWiesbadensLinienbus-Fuhrparkam Jahresende2012.SowohlderFahrzeuggesamtbestandalsauchder prozentualeAnteilderGelenkbussesindindenvergangenenJahren angestiegen–einErgebnisdererfreulicherweisestetigzuneh- mendenFahrgastzahlen. MehrundgrößereBussebenötigenallerdingsauchmehrStellfläche. ImJahr2004,alsimZugederWiBus-Gründunginnerhalbkurzer Zeitfürrund40zusätzlicheBusseRaumaufdemESWE-Betriebs- geländeanderGartenfeldstraßegefundenwerdenmusste,konnte dasPlatzproblemnochdadurchgelöstwerden,dassdiedamalige Parkordnunggemäß„Fischgrätenmuster“ineinBlockaufstellungs- systemumgewandeltwurde.DochnurwenigeJahrespätergabes abermals„parkplatzlose“Busse–eineEntwicklung,diesichnoch verschärfte,seitkonsequentdaraufgeachtetwerdenmuss,dassdie WerkstatthallenausFeuerschutz-undanderenSicherheitsgründen ausdrücklichnuralsReparatur-,nichtaberalsAbstellhallenzu- gelassensind. DieLösungdesProblemsbrachteimAugustdesBerichtsjahres dieFertigstellungdesneuenBusparkplatzesanderWestseitedes Betriebsgeländes,genauer:anderHabsburgerstraße.Nachetwa halbjährigerBauzeitwardorteineAbstellflächefürinsgesamt38 Busse(21Gelenkzügeund17Solowagen)entstanden.Übersieben ParkspurenverfügtderneueParkplatz;vierdavonsindfürGelenk- zügevorgesehen,dreiSpurensindSolowagenvorbehalten.Außer 36LinienbussenhabenanderHabsburgerstraßeauchdiebeiden ESWE-FahrschulbussesowiedieFahrzeugedesStreckendienstes einneues,festesZuhausegefunden. DerbisherandieserStellegelegeneParkplatzfürPrivatautosvonBe- schäftigtenwarbereits2011imZugedesUmbausderHauptpforte anderGartenfeldstraßeteilweiseindendortigenMitarbeiterpark- platzintegriertworden,derzudiesemZweckneugestaltetundmit einerneuenZufahrtversehenwordenwar. Werkstattsanierung NachdemimTechnischenBetriebdieJahre2010und2011vonum- fangreichenSanierungs-undUmbaumaßnahmenindenWerk- statthallengeprägtwaren,bliebenimJahr2012nurnochkleinere Ergänzungsarbeitenzuerledigen.SomusstenneueBelüftungs- möglichkeitenfürdieKellerräumederBuswerkstattgeschaffen werden,denndievorherigenLüftungswegekonnteninfolgeeiner ausBrandschutzgründenvorgeschriebenenAbschottungderRäu- menichtmehrgenutztwerden. TechnischerBetrieb
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche28 29 Vertrieb Vertriebsaktivitäten Betreuungsroutine DasimFrühjahr2010inZusammenarbeitmitdemRhein-Main- Verkehrsverbund(RMV)gestarteteProjekt„Betreuungsroutine“,in demesumeinkontinuierliches,festenRegelnfolgendesVerfahren derKundenbetreuunggeht,konnteimBerichtsjahr,gutzweiJahre nachseinemStart,einepositiveZwischenbilanzvorlegen.ESWE- Kunden,dieInhabereinesAbonnementssind,erhaltenimRahmen desProjektsinregelmäßigenAbständen–erstmalsvierbissechs WochennachAbschlussdesAbonnementsunddannnachzehnund nach22MonatenderAbo-Laufzeit–wichtigeZusatzinformationen rundumihrAboundwerdenaußerdemnachihrerZufriedenheit befragt. DieZwischenbilanzergab,dassfast90Prozentdertelefonischkon- taktiertenKundensich„zufrieden“oder„weitestgehendzufrieden“ sowohlmitdemAbonnementalsProduktalsauchmitderArtund WeisederKundenbetreuungzeigten.Gleichermaßenwünschten sichebenfallsknapp90ProzentweiteretelefonischeKontaktauf- nahmen.UnddrittenswirdvondenKundenauchdieMöglichkeit geschätzt,imRahmenderAnrufeAnregungenoderKritikloswerden zukönnen:EtwajederdritteKundeäußertesichimGesprächzu mindestenseinemThemarundumESWEVerkehr,dasihnbewegte. BeiKunden,dieihrAbonnementkündigenwollten,konntedie„Betreu- ungsroutine“mittelsErforschungderGründeundAufklärungüber möglicheAlternativangeboteerreichen,dassderAnteiljenerKunden, dievonihrerursprünglichenKündigungsabsichtletztlichwiederAb- standnahmen,deutlichgesteigertwerdenkonnte. Neues Ticket DievomRhein-Main-Verkehrsverbund(RMV)zum9.Dezember2012 neueingeführte„65plus“-Jahreskarte,eineSpezialvariantedes persönlichenAbonnements,fandauchinWiesbadenraschAnklang. DasneueTicket,dessenInhaberüberalldort,woimRMV-Gebiet Nahverkehrszügefahren,aufpreisfreistetsden1.-Klasse-Waggon nutzendarf,trägteinerwichtigengesellschaftlichenEntwicklung Rechnung:Seniorensindheutzutageagiler,interessierterundunter- nehmungslustiger,kurz:mobilerdennje. Vorverkaufsstellen ImBerichtsjahrkonntedieZahlderexternenVorverkaufsstellen konstantbeietwa70Stückgehaltenwerden.MitdieserVersor- gungsdichte–bisinalleVorortederLandeshauptstadthinein–liegt WiesbadenweiterhindeutlichüberdemNiveauvergleichbarer Städte.Als„niedrigschwelliger“ZugangzumFahrausweisangebot desNahverkehrsstelltdasengmaschigeNetzderVorverkaufsstellen einwichtigesWerkzeugimvertrieblichenInstrumentariumderESWE Verkehrsgesellschaftdar. Marketingaktivitäten Veranstaltungen BeieinerVielzahlvonVeranstaltungenundFestivitätenzeigtedie ESWEVerkehrsgesellschaftauchimJahr2012Präsenzund untermauertedamiteinmalmehrihrSelbstverständnis,einfestes, sympathisch-„volksnahes“ElementdesöffentlichenLebensin Wiesbadenzusein: • ZunennensindzumeinendieverschiedenenvonESWE VerkehreigeninitiiertenVeranstaltungen,etwadastra- ditionelle,besondersbeiFamilienbeliebteNeroberg- festEndeMaisowiedieKrimidinner-Erlebnistour„Krimi imBus“,dieimBerichtsjahrmitinsgesamt15Termineneine erfolgreichevierteSaisonhinlegteundalsattraktive Neuerungzudemmitzwei„Mottotagen“aufwartete. • ZumanderenbeteiligtesichESWEVerkehrauch2012wieder miteinemeigenenInfostandanderRheingauerWeinwoche imAugust.MehrWeinfest-Besucherdennjenutztendie Möglichkeit,alsKäuferdesspeziellen,besonderspreis- günstigen„WeinfestTickets“(dasmitrund24.200verkauf- tenExemplareneinAbsatzplusvon13,6Prozentgegenüber demVorjahrerzielte)oderaberalsAbo-Inhabereinen Gratis-Sektoder-Weinbeieinemdernunmehr19ESWE- Partnerwinzerzugenießen. • Auchdie„mobilenBürgersprechstunden“imRahmen dervonESWEVerkehrseitdemJahr2007gemeinsammit denWiesbadenerTageszeitungenorganisierten„VorOrt aufTour“-VeranstaltungsreihewurdenimBerichtsjahr fortgesetzt.2012standenbeispielsweisedieVororte Breckenheim,Nordenstadt,RambachundSchiersteinauf demTourplan;OberbürgermeisterDr.HelmutMüllerwar stetsmitvonderPartie. „Busverkehrsschule“ SchonimviertenJahrinFolgeführteESWEVerkehr2012ihre „Busverkehrsschule“durch–abermalsinZusammenarbeitmitdem WiesbadenerSchulamt.EinmalmehrwurdedabeijungenBusnut- zernganzpraktischundlebensnaherklärtunddemonstriert,was esbeimFahrenmitdemBuszubeachtengilt. 83Grundschul-sowiefünfteKlassenausinsgesamt24Wiesbade- nerSchulennahmenimBerichtsjahrdasAngebotder45-minütigen „Busschulstunden“wahr.Den25-bis30-köpfigenSchülergruppen wurdeninkurzerZeitdiewichtigstenInhaltevermittelt:Sozeigten dieals„Bus-Lehrer“fungierendenlangjährigerfahrenenESWE- FahrerbeispielsweiseanhandeineraufsicheremTerraindurchge- führtenGefahrenbremsungsehreindrucksvoll,warummansichbei derFahrtimBusbesondersgutfesthaltensollte. Außergewöhnlicherfolgreichverliefdie„Busverkehrsschule“übri- gensmitjenenSchulklassen,denenauchkörperlichbeeinträchtigte Schülerangehörten.GeradehierkonntenvieleVorbehalterevidiert unddasSelbstvertrauenderKindergestärktwerden. Broschüren EineVielzahlgedruckterInformationsmaterialienwurdeimJahr 2012neuentwickeltbzw.neuaufgelegt.HiereinigeBeispiele: • UnterdemMotto„KlarmachenzurUmstellung!“wurdein einemFaltblattderneueelektronischeFahrausweis„eTicket RheinMain“mitsamtseinenFunktionenundVorteilenvorge- stellt.EinenderwichtigstenInhaltebildetehierbeidiedeut- licheBetonungderSicherheits-undDatenschutzaspekte. • DieschrittweiseVerlegungdeseuropäischenHauptquar- tiersderUS-LandstreitkräftevonHeidelbergnachWiesba- den,dieimBerichtsjahrkonkretereFormenannahm,bildete denAnlassfürdieEntwicklungunddieProduktionderneu- en Broschüre„GoDowntown!“.Dasenglischsprachige FallblattinformiertdiesichneuinHessensLandeshauptstadt ansiedelndenSoldatenundderenFamiliennichtnurüber dashiesigeNahverkehrsangebotimAllgemeinenundüber diebestenVerbindungenvondenvierWiesbadener„Housing Areas“zumStadtzentrumimBesonderen,esstelltauchdie wichtigstenTicketangebotevorundpräsentiertzudemim RahmenvonAusflugstippseinigeattraktiveSehenswürdig- keiten. • EbenfallseineNeuerungdesJahres2012wardieBroschüre „BusfahrenvonWeihnachtenbisNeujahr:IhreESWE-Linien machenkeineFeiertagspause!“.Darinwurden,erstmalsin einemhandlichenFaltblattzusammengefasst,allebeson- derenFahrplanregelungen,dieinderZeitvom23.Dezember 2012biszum2.Januar2013zumTragenkamen,übersichtlich dargestellt–sowohlintextlicheralsauchintabellarischerForm. • „MehrBusfürWiesbadensStudenten“lautetederTitel einer2012ebenfallsneuproduziertenBroschüre,diedie bessereÖPNV-VernetzungderdreiWiesbadenerStandorte derHochschuleRheinMainzumInhalthatte.Ermöglicht wurdediebessereAnbindungdurchdieam5.November2012 inKraftgetreteneVerlängerungdesFahrtwegsderLinie48 biszumNordfriedhof,vonwoausderHochschulstandort „UnterdenEichen“nurwenigeGehminutenentferntist. „ESWEMANIA“ DieWeltvonESWEVerkehrkannseitMitte2012jederInteressier- teselbstnachspielen:DasimUnternehmenselbstentwickelte Brettspiel„ESWEMANIA“isteinspannendesTaktikspielrundums BusfahreninWiesbaden.BiszuvierSpielerwetteiferndarum,wem esals„BestemBusfahrerWiesbadens“gelingt,mitzweiBussen mindestens30FahrgästeanachtHaltestellenimWiesbadener LiniennetzaufzusammelnunddiePassagiereschnellstmöglichzum Hauptbahnhofzubringen.DerSpielplaninA2-GrößeistdemWies- badenerStadtbildnachempfundenundenthältunteranderemdie Haltestellen„Rheinufer“,„Kirchgasse“und„Nerotal“. „ESWEMANIA“stellteinegelungeneMischungausbeliebtenSpiele- klassikernwie„Monopoly“und„MenschärgereDichnicht“dar.Der besondereClou:DasSpielstehtunter www.eswe-verkehr.de/eswemania zumkostenlosenOnline-DownloadzurVerfügung!NachdemHer- unterladendes13-seitigenPDF-DokumentsmüssendieA4-Bögen mitdendiversenSpielelementenlediglichfarbigausgedrucktund dannzusammengeklebtbzw.auseinandergeschnittenwerden. SogardieSpielfigurenzumSelberbastelnsindinderAusdruck-Vari- antevon„ESWEMANIA“enthalten;lediglicheinenhandelsüblichen Würfelmussmanselbstnochbeisteuern.
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche30 31 DiehiereingeklebteDVDenthältdie elf ESWE-Verkehr-Unternehmens- videos,dieimJahresverlauf2012in denYouTube-KanalvonESWEVerkehr (www.youtube.com/esweverkehr) eingestelltwurden.Außerdemistauf derDVDdasimFrühjahr2013erstellte VideozumThema„50Millionen Fahrgästein2012“zufinden.Darin istunteranderemdokumentiert, wiedasTitelbilddiesesGeschäfts- berichtsentstandenist. VielSpaßbeimAnschauen! Kundenkommunikation Internet-undSocial-Media-Aktivitäten DieinteraktiveKommunikationmitdenFahrgästenaufdiversen Online-KanälenwurdeimBerichtsjahrweiterausgebautunddeut- lichintensiviert.HierdasWichtigsteimÜberblick: E-Mail-Newsletter DerkostenloseE-Mail-NewsletterfürESWE-Fahrgästeerschienim Berichtsjahrin13regulärenAusgaben,diejeweilsetwafünfNach- richtenmeldungenenthielten,sowieineinermonothematischen SonderausgabezumwarnstreikbedingtenÖPNV-Ausfallam20. März2012.DieAnzahlderNewsletter-AbonnentenstiegvonderAus- gabe01/2012biszurAusgabe14/2012von597auf997.DieserZuwachs umbeachtliche67Prozentisthauptsächlichdaraufzurückzuführen, dassdieMöglichkeitfürNutzer,denNewsletterzubeziehen,ohne gleichzeitigMitgliedder„MeineESWE“-Online-Communityzusein, deutlichintensiverbeworbenwurde–beispielsweiseindenKontakt- formularenaufeswe-verkehr.desowieimZusammenhangmitden GewinnspielenderFahrgastzeitschriftINFOMOBIL. YouTube-Videos DerimFrühjahr2011 ausderTaufegehobeneeigeneESWE-Verkehr- KanalaufderOnline-VideoplattformYouTubeentwickeltesichim Jahr2012weiterhinäußersterfolgreich.Dieebensounterhaltsamen wieinformativenUnternehmensfilme,diemansichkostenlos ansehenkann,bietenstetsinteressante,manchmalauchüberra- schendeEinblickehinterdieKulissenvonESWEVerkehr.Regelmäßig imMonatsturnus–mitAusnahmedesJanuars–kamimBerichts- jahrjeweilseinneuerFilmhinzu.ZummitAbstandamhäufigsten angeklickten2012er-VideoentwickeltesichderimFebruareingestell- teClip„NachtsbeiESWEVerkehr“,derzeigt,wasinSachenBusrei- nigungundBusbetankungallesgeschieht,währenddiemeisten Menschenschlafen. AlsNeuerungwurdeimBerichtsjahrdieKategorieder„Hautnah- Videos“kreiert.DiesesindTeileinesbimedialenProjekts,indasne- benESWEsYouTube-KanalauchdieFahrgastzeitschriftINFOMOBIL eingebundenist.StellvertretendfürdieFahrgästebegebensichfür dieReihe„ESWEVerkehrhautnah“einVideo-undeinPrintreporter inSituationen,diemaninderRegelnur alsESWE-Mitarbeitererlebt –beispielsweisealsBusfahreroderalsFahrerderNerobergbahn.Die exklusiven,persönlichen,eben„hautnahen“Erlebnisschilderungen werdendannaufdoppelteWeiseveröffentlicht:Jeder„Hautnah“- FilmwirdvoneinergedrucktenReportagezumselbenThemabeglei- tet,diegleichzeitigimINFOMOBILerscheint. >>www.youtube.com/esweverkehr Facebook ImAugust2012jährtesichderStartderESWE-Verkehr-Fanpageim sozialenOnline-NetzwerkFacebookzumerstenMal.Dieseither stetigwachsendeFan-Zahlbeweist,dassdieHauptzielederFahrgast- kommunikationviaFacebook–persönlichesundauthentischesKom- munizierenmitdenKunden,verknüpftmitdemVersprechen,ihre Fragenzeitnahundkompetentzubeantworten–erreichtwurden. NebenautomatischveröffentlichtenThemen,beispielsweise aktuellenNewsvonderESWE-WebsitesowieHinweisenaufneue YouTube-Videos,werdenaufderFacebook-Fanpageauchvielfältige eigenständigeInhaltekommuniziert,diesichdannviralweiterver- breiten.HierzuzählenetwaGewinnspiele,aberauchThemen,die– ursprünglichauseinemderanderenMedienkanälestammend–auf Facebook„verlängert“werden.BestesBeispielistdieimJahr2012im FahrgastmagazinINFOMOBILgestarteteArtikelreihe„Haltestellen- namen-Herkunftserläuterungen“,dienachzweiFolgenimgedruckten HeftschließlichaufderFacebook-Seitefortgesetztwurde.Seither erfreuensichdortdievonderESWE-Redaktionselbstrecherchierten HinweisezurHerkunftvon„Schelmengraben“,„ImHahn“,„Armen- ruhstraße“etc.großerBeliebtheitbeidenNutzern.Immermittwochs wirdbeiESWEVerkehraufFacebookeinneuerNamensursprungauf- gedeckt,undselbstverständlichkönnenhierauchWünschenachEr- mittlungganzbestimmterHaltestellennamen-Herkünftegeäußert werden–wovonESWEsFacebook-FangemeinderegeGebrauchmacht. >>www.facebook.com/esweverkehr „Social-Media-Guidelines“ DieimFrühjahr2011erstmalsunternehmensinternveröffentlichten „Social-Media-Guidelines“wurdenimBerichtsjahrinerweiterter FormneuaufgelegtundanalleMitarbeitervonESWEVerkehr,WiBus undEVSverteilt.Die24-seitigeBroschüre„Wissenswertesüber Facebook,YouTubeundCo.“gibtwichtigeHinweiseundHandlungs- empfehlungenfürdieberuflichewieauchdieprivateNutzungvon sozialenOnline-NetzwerkenwieFacebook,FlickroderTwitter. GegenüberdererstenAuflagewurdeindenneuen„Social-Media- Guidelines“insbesonderedasKapitel„PraktischeTipps“deutlich umfangreicherausgestaltet.DiesesbietetjedeMengeDetail-Infos, dieesdemLeserermöglichen,dasOptimumausdensozialenOnline- Dienstenfürsichherauszuholen,ohnedabeibestimmteRisiken– beispielsweisedasungewollteZugänglichmachenpersönlicher DatengegenüberDritten–einzugehen. DVD TopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe3/12: „eTicketRhein-Main“:KlarmachenzurUmstellung ESWEVerkehrhatinWiesbadenmitderschrittweisenEinfüh- rung des neuen elektronischen Fahrausweises namens „eTicketRheinMain“begonnen.IndenkommendenMonaten erhaltenzunächstalleInhabereinesAbonnements(inklusive „9-Uhr-Abo“)nachundnachdasneue,scheckkartengroße „eTicket“mitintegriertemSpeicherchipautomatischperPost nachHausegeschickt–bequem,einfachundkostenlos.Für dasVerkehrsunternehmenselbstbedeutetdieUmstellung einedeutlicheVeränderungindenBetriebsabläufen. „IhrFahrausweiswirdelektronisch“–soeinfachistdiebevor- stehendeNeueinführungdes„eTicketRhein-Main“erklärt. Undumesganzdirektzusagen:Eigentlichändertsichfürden Fahrgastkaumetwas.LediglichdasAussehendergewohnten Papierfahrscheine,diedieInhabereinesAbonnementsseit JahrenkennenunddiesiebislangdreiMalproJahrzugesen- detbekommenhaben,ändertsich.KünftigerhaltendieNut- zerdiesesESWE-Vorteilsticketseinmaligeinscheckkarten- großes, volle fünf Jahre lang gültiges Plastikmedium mit integriertemElektrochipzugesandt–undzwarrechtzeitig vorAblaufderGültigkeitdesderzeitigenFahrausweisesund somitgenaudann,wennderindividuelleAbrechnungszeit- raumfürdasAbonnementneubeginnt.AuchwasdenPreis unddieProduktwahlangeht,ändertsichnichts. WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite18 bereit.
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche32 33 ZeitschriftINFOMOBIL DiekombinierteFahrgast-undMitarbeiterzeitschriftINFOMOBIL,die auchimBerichtsjahr–demsiebtenJahrihresBestehens–regelmäßig einMaljeQuartalerschien,wartete2012miteinerneuenThemen- rubrikauf:StellvertretendfürdieLeserbegibtsichindenArtikeln derneuenReihe„ESWEVerkehrhautnah“einReporterjedesMalin eineSituation,diemannormalerweisenuralsESWE-Mitarbeiter erlebt–seiesalsBusfahrer,alsFahrerderNerobergbahnoderals Mobilitätsberater.Die„Hautnah“-ReiheisteinbimedialesProjekt: JedeReportageimINFOMOBILwirdvoneinemVideofilmzumselben Themabegleitet,dergleichzeitigimYouTube-KanalvonESWEVer- kehrveröffentlichtwirdsiehe(Seite30:„YouTube-Videos“). EinenderinhaltlichenINFOMOBIL-SchwerpunktebildeteimBe- richtsjahrdasThema„eTicket“:ÜberdieEinführungdesneuenelek- tronischenFahrausweiseswurdeinjederdervier2012er-Ausgaben berichtet. Pressestelle DiePressestellevonESWEVerkehrhatimBerichtsjahrinsgesamt95 PressemitteilungenverfasstundanJournalistenversendet,außer- demhatsiezahlreichePresseterminevorbereitetunddurchgeführt. Hinzukamauch2012wiedereineVielzahltelefonischundschriftlich beantworteterJournalistenanfragen–auchdieseinimmenswich- tiger,weilganzunmittelbarerInformationsservicegegenüberden Medien,dervondiesensoerwartetwird. EineAnalysederMedienresonanzergab,dass–wieschoninden Jahrenzuvor–dieallermeistenPresseveröffentlichungeninLokal- undRegionalmedieninWiesbadenundUmgebungunmittelbarauf AussendungendurchdiePressestellezurückzuführenwaren.Dies belegt,dassdiedurchgeführtenPresseaktivitäteneinmalmehrsehr genauderErwartungshaltungderadressiertenMedienvertreter entsprachen. Verbesserungsmanagement DasebenfallszumBereichKundenkommunikationgehörende ArbeitsgebietVerbesserungsmanagementverzeichneteim BerichtsjahreinenleichtenAnstiegderZahldervonFahrgästen eingereichtenVerbesserungswünsche.Zumeinenistdiesdarauf zurückzuführen,dassauchfürdieAnsprachedesVerbesserungs- managementsseiteinigerZeitmoderneelektronischeKommunika- tionskanälezurVerfügungstehen,dieschnellundeinfachgenutzt werdenkönnenundsomitalsbesonders„niedrigschwellig“anzu- sehensind.ZumanderenzeigtsichhieretwassehrNaheliegendes: DerstetigeZuwachsderFahrgastzahlen,mithinderzahlenmäßige Anstiegder„Beförderungsfälle“,führtgewissermaßenautomatisch zuderSituation,dassdieZahljenerFahrgäste,dieeinbestimmtes VorkommniszumAnlasseinerBeanstandungnehmen,ebenfalls zunimmt–ganzeinfachweildieZahldervoneinunddemselbenkon- kretenVorkommnis,etwaderVerspätungeinesBusses,betroffenen FahrgästeheuteoftgrößeristalsnochvoreinigenJahren. ImBerichtsjahr2012führtedasVerbesserungsmanagementeine kleineFeldstudiedurch,inderenRahmenmithilfevon„Testbe- schwerdefällen“untersuchtwurde,wieandereUnternehmender ÖPNV-BrancheaufkritischesFahrgast-Feedbackreagieren.Anre- gungenhierausflossenindieArbeitdesESWE-Verbesserungsma- nagementsein. DiebereitsvoreinigenJahrenerfolgteUmbenennungdeseinstigen „Beschwerdemanagements“in„Verbesserungsmanagement“steht imÜbrigenfüreinensehrpraxisorientiertenUmgangmitFahrgast- Rückmeldungen:Heutegiltes,dieInhaltesolcherRückmeldungen zügigzuoperationalisierenundinkonkreteServiceoptimierungen umzusetzen. EinrollenderKommunikationsvermittler Ob mit,wie hier, einer Dankeschön-Botschaft an die 50,4 Millionen Fahrgäste des Jahres 2012, oder obmitklassischer Firmenwerbung für Produkte oder Dienstleistungen: Der ESWE-Bus befördert nicht nur Passagiere, er transportiert auch Kommunikation jedweder Art
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche34 35 Dankund Würdigung 2012verließeninsgesamt24BeschäftigtedasUnternehmen: 19gingeninRente,fünfschiedeninfolgevonKündigungaus. 24MitarbeiterkonntenimBerichtsjahrihr25-jährigesDienst- jubiläumfeiern,vierMitarbeiterblicktensogarauf40Jahre Betriebszugehörigkeitzurück.Allihnen,wieauchdenMit- gliederndesBetriebsrates sowie der gesamten Belegschaft, gilt der Dank des UnternehmensfürihreLeistungenundihr Engagement. ImJahr2012musstedieESWEVerkehrsgesellschaftdenTodvon dreiaktivenMitarbeiternsowievonzehnPensionärenbetrau- ern.DasUnternehmenwirddenVerstorbeneneinehrendes Gedenkenbewahren. Allgemeines DerPersonalbereich,derinnerhalbdesUnternehmenseine klassischeQuerschnittsaufgabedarstellt,indemerumfassende interneDienstleistungenfürandereFachbereichesowiefürdie Geschäftsführung – und auch für die Schwestergesellschaft WiBus–erbringt,erfüllteimBerichtsjahreineVielfaltvon Aufgaben,diemithohemzeitlichenEinsatzverbundenwaren. HierzuzählteunteranderemeinumfangreicherPrüfaufwand imHinblickaufdiekontinuierlicheAbstimmungmitFinanz- ämternundBerufsgenossenschaften.Auchdieregelmäßige AufbereitungundDarstellungvonPersonalkennzahlen,denen einewichtigeAussagekraft bezüglich der Wirtschaftlichkeit des Unternehmenszukommt,zähltenimJahr2012zuden zentralenLeistungendesPersonalbereichs. Personalakquisition UmrechtzeitigundproaktivdafürSorgezutragen,dassESWE Verkehr auch künftig ihre Ausbildungsplätze im technischen und imVerwaltungsbereichbesetzenkann,nahmdasUnternehmenim BerichtsjahrzumzweitenMalinFolgeandervonderWiesbadener Industrie-undHandelskammerjährlichveranstaltetenAusbil- dungsmesseindenRhein-Main-Hallenteil. Am 7. und 8. März konnten sich interessierte Schülerinnen und SchülerimAlterab 14 JahreamESWE-eigenenPräsentationsstandüber die Inhalte der von den Verkehrsbetrieben angebotenen Berufsausbildungen informieren.DieMessefand2012gutdreiMonatefrüherstattals imVorjahr;ZieldieserVorverlegungwares,denteilnehmenden UnternehmendieMöglichkeitzubieten,eventuellnochfreieAusbil- dungsplätzefürdaslaufendeJahrzubesetzen. Nicht nur die für die Ausbildung zuständigen Mitarbeiter, sondernaucheinigederzeitigeAuszubildendedesUnternehmens standendenBesuchernvorOrtRedeundAntwort.Wieschon2011 verstandsichdieESWE-MessepräsenzdabeinichtnuralsbloßeOrien- tierungshilfefürJugendliche,diesichnochunschlüssig sind, welchen Beruf sie später einmal ergreifen möchten; der Infostand sollte auch ganz konkret potenzielle Bewerbervonmorgenansprechen. Besondersgutgelangdiesmithilfeeinerebensooriginellenwieauf- merksamkeitsstarkenWerbemaßnahme: Jeder Besucher durfte sich einen individuellenWunschtextaussuchen,derdannineine amMessestandaufgebaute Bus-Zielanzeige eingegeben wurde. Nun konnte sichder„Textwünscher“vor„seiner“Zielanzeigefoto- grafierenlassenunddasdaraufhinvorOrtausgedruckteFoto als ErinnerungmitnachHausenehmen. Personal Personalstrukturund-statistik • Belegschaftsstärke:499Mitarbeiter • BelegschaftsstärkeimJahresmittel:504Mitarbeiter • Vollzeitarbeitsverhältnisse:468 • Teilzeitarbeitsverhältnisse:31 • NeuhinzugekommeneMitarbeiter:6 • AusländischeMitarbeiter:28(5,6Prozent) • SchwerbehinderteMitarbeiter:60(12,0Prozent) • DurchschnittsalterderBeschäftigten:50Jahre • NeueingestellteAuszubildende:5 • NachAusbildungübernommeneAuszubildende:3 • KrankheitsbedingteFehlzeiten(Jahresdurchschnitt):11,0Prozent • BezahlteÜberstunden:13.111 (InformationenzumPersonalaufwand:sieheSeite53) ZugehörigkeitderMitarbeiterzuden Fachbereichen,Stabsstellenund anderenUnternehmensbereichen   (Stand:31.12.2012) Fahrdienst: 271 Mitarbeiter* Technischer Betrieb: 86 Mitarbeiter** Rechnungswesen: 22 Mitarbeiter*** Vertrieb: 25 Mitarbeiter Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung: 35 Mitarbeiter Personal: 19 Mitarbeiter Geschäftsführung: 4 Mitarbeiter Betriebsrat: 3 Mitarbeiter Nerobergbahn: 4 Mitarbeiter**** Lokale Nahverkehrsaufgaben (LNO): 2 Mitarbeiter Arbeitssicherheit/Umweltschutz: 1 Mitarbeiter Stabsstelle „Innovative Projekte“: 1 Mitarbeiter an die ESWE Verkehr Service GmbH gestellt: 26 Mitarbeiter***** Summe: 499 Mitarbeiter Personalqualifizierung FürdieimHerbst2011gestartetezweijährigeWeiterbildungzum „GeprüftenVerkehrsfachwirt“,anderinsgesamt14Mitarbeiteraus verschiedenenFachbereichenderESWEVerkehrsgesellschaftsowie der Schwestergesellschaft WiBus teilnehmen, war im Herbst des Berichtsjahres gewissermaßen „Halbzeit“. Am 10. Oktober2012 absolviertendieTeilnehmerdieschriftlichePrüfungindenFächern „KaufmännischeSteuerungundPersonalwirtschaft“ sowie „Ver- kehrswirtschaftundVerkehrsdienstleistungen“;imDezemberfolgte diemündlichePrüfung.WährendesimerstenTeilderWeiterbil- dungumtheoretischeGrundlagenging,istderzweiteTeildernoch biszumAugust2013dauerndenMaßnahmeankonkretenbetriebs- spezifischenSachthemenundFragestellungenorientiert. DieberufsbegleitendeWeiterbildungzumVerkehrsfachwirt,die auchalsIHK-Abschlussanerkanntist,wirdinZeitblöckenfreitagsund samstagsimUnternehmenselbst,also„inhouse“angeboten,und zwarinKooperationmitderAkademiedesVerbandesDeutscher Verkehrsunternehmen(VDV).Mitausschlaggebenddafür,die Qualifizierungsmaßnahmeanzubieten,warfürESWEVerkehr im Jahr 2011 unter anderem gewesen, dass mit der Einführungdes GruppenleitermodellsimFahrdienstneueStellenmitFührungsverant- wortungunddamitauchneueAufgabengebietemitneuenAnforde- rungenentstandenwaren. Personalaufbau FünfjungeLeutetratenimBerichtsjahrihreBerufsausbildungbei ESWE Verkehr an: Drei von ihnen werden in der unternehmensei- genenBuswerkstattzuKfz-Mechatronikernausgebildet(darunter dieersteweiblicheWerkstatt-Auszubildendeseit21 Jahren), zwei absolvieren im Verwaltungsbereich ihre Ausbildung zur Indus- triekauffrau bzw. zum Industriekaufmann. BeimFahrpersonalkames2012 zuinsgesamt80 Neueinstellun- gen(inklusiveAushilfen).Darunterbefandensich46 Personen, dieinKooperationmitderKommunalenArbeitsvermittlungder LandeshauptstadtWiesbadenunddenSozialversicherungsträgern inderESWE-eigenenFahrschulezuBusfahrernausgebildetwurden, umanschließendimFahrdienstderSchwestergesellschaftWiBus eingesetztzuwerden. Fahrer-Aus-undFortbildung NebenderAusbildungvon46Berufsneueinsteigern(sieheoben: „Personalaufbau“)standfürdieTÜV-zertifizierteFahrschulederESWE VerkehrsgesellschaftimBerichtsjahrabermalsdieFortbildungder BusfahrerimMittelpunktihrerTätigkeit.Dievondem seit2008 EU-weitgeltendenBerufskraftfahrerqualifizierungsgesetz(BKr- FQG)definiertenSchulungsmodulestelltenhierbeidiezentralen Lerninhaltedar.EinspeziellesAugenmerkgaltindiesemZusam- menhangauchderEinhaltungdervorgegebenenFristen:Das BKrFQGschreibtvor,dassjederInhabereinesLkw-oderBusführer- scheinssichfortbildenmuss–anderenfallsdrohtihmdieGefahr, dassdieGültigkeitseinesFührerscheinseinesTagesnichtmehr verlängertwird.DieGesetzesvorschriftgiltdabeinichtnurfür aktiveBusfahrer,sondernfürjedenBesitzereinerentsprechenden Fahrerlaubnis.BeiESWEVerkehrundderSchwestergesellschaftWi- Bussind–alljeneFührerscheininhabermiteingerechnet,dieinder WerkstattoderinderVerwaltungarbeiten–rund650 Personen vonderWeiterbildungspflichtbetroffen. LautGesetzmussinnerhalbvonfünfJahreneineinsgesamt35-stün- digeWeiterbildungabsolviertundbeiderBeantragungdernächsten Führerscheinverlängerungnachgewiesenwerden.DieFortbildung, dieübrigenskeinerAbschlussprüfungbedarf,istmodularaufgebaut; jedesderinsgesamtfünfModulewidmetsicheinemeigenenThema, zumBeispiel„Eco-Training“,„MarktundImage“oder„Fahrgastsicher- heitundGesundheit“.JeModulisteineSchulungsdauervonsieben Stundenvorgesehen.AusdidaktischenGründenempfehlendie meistenFachleute,soauchdieExpertenderESWE-Fahrschule,den FünfjahreszeitraumvollauszuschöpfenundsomitjedesJahreinMo- dulzuabsolvieren–waseinenTagWeiterbildungproJahrbedeutet. JederFührerscheininhaberwurdeimBerichtsjahrandieeinzuhal- tendenFristenundanseinegegebenenfallsnochfehlendenFortbil- dungsmoduleerinnert.Dabeigiltfüralljene,dieihrenFührerschein vordem9.September2008erworbenhaben,dasssiedie35-stündige WeiterbildunginnerhalbderobenerwähntenfünfJahredurchlau- fenhabenmüssen, alsobisspätestenszum9.September2013.Um jedochdieGültigkeitsdauerderFahrerlaubnismitderAbsolvierung derModul-FortbildungterminlichinEinklangzubringen,gilt–je nachDatumdernächstenFührerscheinverlängerung–einezwei JahrelängereÜbergangsfrist.Diesbedeutet: Der 9.September2015 istderallerletzteTermin,biszudemjederFührerscheininhaber, derauchkünftiggewerblichBusfahrenmöchte,denNachweisder durchgeführtenBKrFQG-Weiterbildungerbrachthabenmuss. * Weitere345BusfahrerwarenzumStichtagbeiderSchwestergesellschaftWiBusGmbH angestellt,dieinsgesamt357Mitarbeiterbeschäftigte. ** zuzüglich13Auszubildende(Kfz-Mechatroniker) *** zuzüglich6Auszubildende(kaufmännischeBerufe) **** zuzüglich21saisonalbeschäftigtestudentischeAushilfskräfte ***** ZusätzlichwarenbeiderESWEVerkehrServiceGmbHzumStichtag39eigene Mitarbeiterangestellt. (Stand:31.12.2012,sofernnichtandersangegeben)
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche36 37 LuxemburgerUrteilaufUnternehmen,diezumBeispielihrerGröße undLeistungspalettenachdemBranchendurchschnittentsprechen undzudem gutgeführtwerden. DieVoraussetzung,ein„durchschnittliches,gutgeführtesUn- ternehmen“ zu sein, hat die ESWE Verkehrsgesellschaft in den zurückliegenden Jahren stets erfüllt. Und obschon die Wirt- schaftlichkeitsuntersuchungen gemäß dem „K 4“-Kriteriumnur imDrei-Jahres-Turnusvorgeschriebensind,unterzieht sich ESWE Verkehr in jedem Jahr dem aufwändigen Prüfverfahren. Haupt- sächlich geschieht dies, um praktisch jederzeit Gewissheit über die wichtigsten wirtschaftlichen Kenndaten zu besitzen und so auf eventuelle wirtschaftliche Risiken möglichst früh reagieren zu können. DamitdasbeauftrageWirtschaftsprüfungsunternehmendie „K4“-Beurteilungdurchführenunddaraufhindaserforderliche Testatausstellenkann,müssenvomRechnungswesenzuvorsämt- licherelevantenDaten,insbesonderedieProduktivitätskennzahlen, aufwändigaufbereitetwerden.DieseumfassendeAufgabewurde auch2012erfolgreichbewältigt. Rechnungswesen ControllingundFinanzbuchhaltung ImRechnungswesenführtenimBerichtsjahrverschiedenebesondere HerausforderungenzueinemgegenüberdenVorjahrendeutlich erhöhtenArbeitsaufwand.Beispielsweiseerfordertedieintensi- vierteBearbeitungderWirtschaftsplanprozesse,dieinfolgeaktuell entstandenerAufgabenstellungennotwendiggewordenwar,ein größeresZeitkontingent.AuchdieFüllevonGeschäftsprozessen,die imZusammenhangmitderEinführungdeselektronischenFahraus- weises„eTicket“zuregelnundzukoordinierenwaren–hierbeiist insbesonderedieSoftware-Einführungzuerwähnen–,bandimJahr 2012vielArbeitskraftund-zeit. EbenfallseineNeuerunggegenüberdenVorjahrenstellteein imBerichtsjahrinitiiertesundaufdenWeggebrachtesoffenes Benchmarking-Projektdar,indessenRahmendieESWEVerkehrs- gesellschaftzusammenmitetwazehnanderenVerkehrsunterneh- menähnlicherGrößebestimmteWirtschaftsdatenaufBasisder KennzahlendesJahres2011einerüberregionalenVergleichsanalyse unterzog.ZusätzlicheBearbeitungszeitbeanspruchteschließlich auchderMehraufwandbeimVerbuchenvonEinnahmen,dermit demüberauserfreulichenÜberschreitender50-Millionen-Grenze beiderJahresgesamtzahlderFahrgästeeinherging. EineHerausforderungganzandererArt,zumaleinemitbesonders traurigemHintergrund,entstandimApril2012durchdenplötz- lichenToddesLeitersderArbeitsgruppeFinanzbuchhaltung.Mit ihmgingeinimmenswichtigesBindegliedfürdieArbeitsprozesse imRechnungswesenverloren;vorallemaberhinterließderallseits geschätzteMitarbeitermenschlicheinenichtzuschließendeLücke. „K4“-Untersuchung DieUntersuchungderWirtschaftlichkeitderESWEVerkehrsgesell- schaft–einederzentralenAufgabendesRechnungswesens,diestetsin engerZusammenarbeitmitdenvomUnternehmenbeauftragtenex- ternenWirtschaftsprüfernerbrachtwird–fandimBerichtsjahreben- fallsunterintensiviertenAnforderungenstatt.Einmalmehrspielte hierbeidassogenannte„VierteKriterium“eineentscheidendeRolle. DiesesKriterium,dasmeistabgekürztals„K4“-Kriteriumbezeichnet wirdundeinemimJahr2003vomEuropäischenGerichtshof(EuGH)in LuxemburggefälltenUrteilentstammt,definierteinenRechtsrahmen, andemsichVerkehrsunternehmenwieESWEVerkehrzuorientieren haben,wennsieimschärferwerdendenWettbewerbderVerkehrsan- bieterbestehenundsomitihreArbeitsplätze sichern wollen. Das„K4“-Kriteriumlegtfest,dasseinVerkehrsunternehmenals „durchschnittliches, gut geführtes Unternehmen“ anerkannt sein muss, wenn es ÖPNV-Leistungen erbringen möchte. Das KommaindervomEuGHgewähltenFormulierungistdabeivon großerBedeutung:GemeintistnämlichmitnichteneinUnterneh- men,dasnur„durchschnittlichgut“geführtwird;vielmehrzieltdas Dieselpreis-Absicherung AngesichtsvonrundsechsMillionenLiternDieselkraftstoff,diedie knapp235FahrzeugedesBus-FuhrparksvonESWEVerkehrundWi- BusinjedemJahrverbrauchen,stelltPlanungssicherheitbezüglich desKraftstoffpreiseseinenenormenwirtschaftlichenVorteildar –zumalsichdiesprunghafteunddahernurschwerkalkulierbare EntwicklungderBenzin-undDieselpreise auchimJahr2012fort- setzte.HatteESWEVerkehrindenJahren2009,2010und2011zwecks AbsicherungdesDieselpreisesnochaufsogenannte„Swap“-Verträge gesetzt,diemitverschiedenenBankhäusernabgeschlossenworden warenunderfolgreichdazuführten,dassdieKraftstoffkostensi- tuationineinemkalkulierbarenRahmengehaltenwerdenkonnte, beschrittdasUnternehmenimBerichtsjahreinenneuenWeg:Mit einemDiesel-LieferantenwurdefürdieDauerdesgesamtenKalen- derjahreseinkonkreterFestpreisproLitervertraglichfestgeschrie- ben. ImVergleichmitden„Swap“-GeschäftenbietetdasFestpreisverfah- renbetriebswirtschaftlicheVorteile;gleichzeitigbleibtderPositiv- effektunveränderterhalten:ESWEVerkehrkonnteundkannüber einenlangenZeitraummiteinemunverändertenEinkaufspreis kalkulierenundgewinntdadurcheinMehranPlanungssicherheit, wasmaßgeblichzurwirtschaftlichenSoliditätdesUnternehmens beiträgt. TopthemaimFahrgastmagazinINFOMOBIL,Ausgabe4/12: NeuesimFahrplan–diesmalauchamRosenmontag Es ist wie in jedem Jahr: Dem Jahreswechsel geht drei Wo- chen zuvor, am zweiten Sonntag im Dezember, der Fahr- planwechsel im öffentlichen Nah- und Fernverkehr voran. Diesmal ist der 9. Dezember der entscheidende Stichtag; er gilt bundes-, teils sogar europaweit, und somit auch im Rhein-Main-Verkehrsverbund und in Wiesbaden. Allerdings gibt‘s für die Landeshauptstadt diesmal eine terminliche Besonderheit. Die üblicherweise mit dem Fahrplanwechsel- Stichtag einhergehenden Fahrplananpassungen werden bzw. wurden bei ESWE Verkehr diesmal auf zwei Termine verteilt: Der erste Teil der Änderungen ist bereits in Kraft getreten, nämlich am 5. November 2012; der zweite Teil wird am 11. Februar 2013, also am Rosenmontag, wirksam werden. Daher gilt: Bis zum 10. Februar 2013, dem Fastnachtssonntag, besitzt für alle ESWE-Linien weiterhin der 2012er-Fahrplan Gültigkeit! Diese Sonderregelung gilt auch für die zwischen Wiesbaden und Mainz verkehrenden Linien 6, 28, 33, 45, 47 und N7, aber – Achtung! – nicht für die Linie 9, obgleich sie ebenfalls zu den Wiesbaden-Mainzer Gemeinschaftslinien gehört. Fremdleistungen InseinerEigenschaftalsklassischeQuerschnittsaufgabeoblages demRechnungswesenauchimJahr2012,alsinternerDienstleisterdie anderenFachbereicheundStabsstellenderESWEVerkehrsgesellschaft – undinsbesonderenatürlichauchdieGeschäftsführung–beider ErfüllungihrerjeweiligenAufgabenzubegleitenundzuunterstützen. EbenfallsgehörtenzudenvomRechnungswesenerbrachtenunter- stützendenTätigkeitenauch2012wiederdievondiversenexternen StelleninAnspruchgenommenenkaufmännisch-buchhalte- rischenServices.ZudenexternenKundenzähltenimBerichtsjahr abermalsdasTochterunternehmenESWEVerkehrServicegesell- schaft(EVS),dasSchwesterunternehmenWiBus,derVerkehrsver- bundMainz-Wiesbaden(VMW)sowieverschiedeneÄmterund EinrichtungenderWiesbadenerStadtverwaltung. WeitereInformationenzudiesemThemahältdervorliegendeGeschäftsberichtaufSeite24 bereit.
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche38 39 Nerobergbahn Passagierrekord ImBerichtsjahrkonntedievonESWEVerkehrbetriebeneNeroberg- bahn,Wiesbadensromantischstesundgleichzeitig„schrägstes“ Wahrzeichen,abermalseineneindrucksvollenPassagierrekordver- zeichnen:InsgesamtfuhrenvonAprilbisOktober2012genau 292.510 Fahrgäste mit Deutschlands ältester und Europas zweitältester wasserballastbetriebenenDrahtseil-ZahnstangenbahnvomNero- talaushinauf aufWiesbadensHausbergundwiederherunter.Im VergleichzumVorjahrbedeutetedieseinenZuwachsummehrals 22.500Passagiere;dieSteigerungsrategegenüber2011lagsomitbei hervorragenden8,3Prozent. DerstarkeAnstiegderJahresgesamtpassagierzahlhatverschiedene Ursachen;unteranderemsinddasdurchweggute„Bahnwetter“ währendderSaison(sonnig,abernichtzuheiß),dasweiterinten- sivierteMarketingsowiedieinWiesbadenallgemeinangestie- genenÜbernachtungszahlenzunennen.DenndasGrosderFahrgäs- testellteauch2012wiederdieGruppederin-wieauchausländischen Touristen;ihrAnteilanderGesamtzahlderPassagierelagaber- malsbeietwa80Prozent.NichtwenigederGästevonaußerhalb derLandeshauptstadtberiefensichbeiihremBesuchaufeinen odermehrerederzahlreichenMedienberichte,dieimBerichtsjahr einmalmehrdieNerobergbahnzumThemahatten.SelbsteinTeam desjapanischenFernsehensdrehte2012amNerobergBilderfür eineReisereportage,inderdenZuschauerndieNerobergbahnals sehenswertestouristischesHighlightpräsentiertwurde. FesteundMessen Zuden2012er-Höhepunktenzähltenzwei„Traditions-Events“: EbensowiedasNerobergfestam27.MaibescherteauchdasHallo- ween-Kinderfestam28.OktoberderNerobergbahnenormeAufmerk- samkeit.Geradedieschaurig-fröhlicheHalloween-Feier, die schon zum zehnten Mal in Folge den herbstlichen Saisonabschlussder Bahnmarkierte,botallerleioptischeReize –tummeltensichdochan diesemTagjedeMengeHexen,Gespenster,VampireundZauberer sowieandereerschreckendeGestaltenaufWiesbadensHausberg. OrganisiertwordenwardasGrusel-FestwiestetsvonMitgliedern undehrenamtlichenHelferndesNerobergbahn-Fördervereins. Eine echte Premiere bedeutete im Jahr 2012 die Teilnahme der NerobergbahnanderRDA-MesseinKöln.AufdemvomInternatio- nalenBustouristikverbandRDAorganisiertenBranchentreffgelang es,beizahlreichenVeranstalternvonBusreisenInteressefürdie BahnzuweckenunddasgesamteNeroberggebietalsattraktiven StoppfürBusreisendezupräsentieren. Jubiläumsvorbereitungen DiebereitsimJahr2009inAngriffgenommenenVorbereitungen fürdas125-jährigeBahnjubiläumimSeptember2013wurdenauch imBerichtsjahrfortgeführt,undzwarmitdeutlichwachsender Intensität.SowurdemitdenPlanungenfüreineumfangreiche Jubiläums-Agendabegonnen–mitdemZiel,dassimJahr2013 zwischenAprilundOktoberkeinMonatohneeineöffentlichkeits- wirksameVeranstaltungoderAktionrundumdieNerobergbahn verstreichensoll. AuchdieplanerischenVorbereitungenfürdieerstmalige,in KooperationmitdemWiesbadenerStadtmarketingzurealisierende PräsenzderNerobergbahnaufderweltgrößtenTourismusmesseITB imMärz2013inBerlinbegannenbereitsimLaufdesBerichtsjahres. Filmwettbewerb EinganzbesonderesElementimRahmenderVorbereitungen aufdasJubiläumsjahr2013stelltederimFrühjahr2012gestartete Nerobergbahn-Filmwettbewerbdar.ESWEVerkehr,dasstädtische KulturamtundderWiesbadenerFilmkreisriefengemeinsamalle Hobbyfilmerauf,einmaximal15-minütigesVideoüberdieNero- bergbahnzudrehen,indemdieganzeFaszinationdeshistorischen GefährtszumAusdruckkommt. NachdemEinsendeschlussdesWettbewerbsam12.Dezember beganneinefachkundigbesetzteJurymitderSichtungundBewer- tungderinsgesamt16eingereichtenBeiträge.DieBekanntgabeder Gewinner,dieoffiziellePrämierungderPreisträger,dieÜbergabe derPreisgelderunddieöffentlicheErstaufführungdersiegreichen Werkewurdeaufden1.März2013terminiert;alsOrtderFilmpreis- galakonnteWiesbadens„CaligariFilmbühne“gebuchtwerden,die vielenCineastenalsDeutschlandsschönstesKinogilt. FILMWETTBEWERB Am 1. März 2013 um 20 Uhr Filmprämierung und Kartenkauf in der Caligari FilmBühne MEHR INFOS AN DER NEROBERGBAHN ODER UNTER www.eswe-verkehr.de/filmwettbewerb
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    BetriebsbereicheBetriebsbereiche40 41 ESWEVerkehrServicegesellschaft Allgemeines DiezumJahresbeginn2010gegründeteESWEVerkehrServicegesell- schaft,kurz:EVSGmbH,stellteauchimBerichtsjahr2012aufvielerlei TätigkeitsfeldernunterBeweis,dasssiesichzueinerflexiblenund schlagkräftigen„Schnelleingreiftruppe“mithoherundzuverläs- sigerProblemlösungskompetenzentwickelthat. NachderUnternehmensgründungAnfang2010hattezunächst ausschließlichdieFahrausweisprüfungaufderAufgabenagendader EVSgestanden.SchnelljedochkamenzahlreicheweitereBereiche hinzu:SofallenheutebeispielsweiseauchderBetriebsschutzinklu- sivederPförtnereisowiedieUnterhaltsreinigungdesFirmengebäu- desvonESWEVerkehr,desBetriebsgeländesundderBuswerkstätten indieZuständigkeitderEVS.DarüberhinauserbringtdieService- gesellschaftinnerhalbderESWE-Unternehmensfamilieallgemeine DienstleistungenunterschiedlichsterArt:seienesFahrdienste,sei esdieUnterstützungbeiMarketingaktionenundGroßveranstal- tungen,seiesdieKinderbeaufsichtigungimRahmender„Busverkehrs- schule“(siehehierzuSeite29). AberauchexterneKundenkönnendieDienstederEVSbuchen:Der ersteGroßauftragvonaußerhalbESWEskam2011vonderWiesbade- nerStadtverwaltung.SeithersindesEVS-Mitarbeiter,dieWiesba- densParkscheinautomatenentleeren. BeauftragungdurchdieStadtWiesbaden BereitsseitHerbst2011sindinWiesbadensogenannte„Bus- streifen“unterwegs.ImRahmeneinermittlerweileüberdasJahr 2012hinausverlängertenKooperationwerdenAngehörigeder Stadtpolizei,wennsieimÖPNV-UmfeldimEinsatzsind,vondrei EVS-Mitarbeiternbegleitet,diezuvorerfolgreicheineAusbil- dungzumOrdnungspolizistenabsolvierthatten.Diegemischten Doppelstreifenkümmernsichbeispielsweisedarum,dassdiedem ÖPNVvorbehaltenenBusfahrspurennichtvonanderenFahrzeugen blockiertwerden–wasleiderimmerwiedervorkommtundsozu VerspätungenimLinienverkehrführenkann.Indemdie„Busstrei- fen“durchihreKontrollendieSchnelligkeitdesBusverkehrssichern, tragensieinsgesamtzurAttraktivitätssteigerungdesÖPNVsinder Landeshauptstadtbei. ImBerichtsjahr2012wurdederZusammenarbeitzwischenderStadt WiesbadenundderESWEVerkehrServicegesellschafteinneues Tätigkeitsfeldhinzugefügt:DreiweitereEVS-Mitarbeiterwerdennun eingesetzt,umimBereichdesIndividualverkehrs densogenannten „ruhendenVerkehr“zuüberwachen,wozuhauptsächlichparkende Fahrzeugezählen. EinenzusätzlichenBelegdafür,dassdieEVSimsogenannten„Dritt- geschäft“auchundgeradefürexterneKunden–konkretesBeispiel istebendieStadtWiesbaden–einattraktiverDienstleistungspartner ist,lieferteineweitereBeauftragung:SeitMitte2012erbringenEVS- AngestellteregelmäßigeChauffeurdienste fürWiesbadenspolitische Prominenz,nämlichfürdenerstenBürgerderStadt,Stadtverordneten- vorsteherWolfgangNickel,sowiefürBürgermeisterArnoGoßmann. Schwerbehindertenzählung EinweiteresTätigkeitsfeldderEVSimBerichtsjahrstelltediesoge- nannte„Schwerbehindertenzählung“dar.DerHintergrunddieser Maßnahmebestanddarin,dassgemäßSozialgesetzbuchIXschwer- behinderteMenschenimÖffentlichenPersonennahverkehrun- entgeltlichbefördertwerden.DiedadurchbeidenÖPNV-Anbietern entstehendenEinnahmeausfällewerdendenVerkehrsunternehmen vomjeweiligenBundeslanderstattet;dieBerechnungsgrundlage dieserErstattungbildeteinvomLanderrechneterDurchschnitts- Prozentsatz.KanneinVerkehrsunternehmenjedochbelegen,dass aufseinenLinienderProzentanteilderschwerbehindertenFahrgäs- tegrößeristalsdervomLandfestgelegtePauschalsatz,kannein höhererErstattungsbetraggeltendgemachtwerden.Genauaus diesemGrundließESWEVerkehr2012eineentsprechendeZählung durchführen:DasUnternehmenrechnetemiteinerdeutlichen Mehreinnahme. SomitführtenMitarbeiterderEVS–unterstütztvonzusätzlich angeworbenen,speziellgeschultenHilfskräften–infünfunter- schiedlichenZeitintervallenzwischenMärzundNovemberdie ZählungderschwerbehindertenFahrgästeinFormrepräsenta- tiverDatenerhebungendurch.DabeiwurdeimDreischichtbetrieb praktischrundumdieUhrgearbeitet,unddasaufallenLinienan allenWochentagen.MitdieserKomplettabdeckungkonnteerreicht werden,dassempirisch„saubere“Zählresultategeneriertwurden, diedemAnspruchderRepräsentativitättatsächlichgenügtenund entsprechend„belastbar“waren. 8 17 38 29 39 26 EntwicklungderBeschäftigtenzahlderEVS Januar2010 Januar2012 Dezember2012 25 EVS-eigeneMitarbeiter vonESWEVerkehrgestellteMitarbeiter 67 65
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    42 Jahresabschluss 43Jahresabschluss jahresabschluss fürdasGeschäftsjahrvom 1.Januarbiszum31.Dezember2012 Hessenweitbeispielgebend Stark auch in der Region: Der Rhein- Main-Verkehrsverbund, der einen Großteil Hessens abdeckt, vermeldete in seinem Gebiet für das Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Jahresgesamt-Fahrgastzahl von 703 auf 705 Millionen. Allein ein Viertel dieses Zwei-Millionen-Zuwachses steuerte ESWEVerkehr bei – mit ihrem Passagierplus von 0,5 Millionen
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    44 Jahresabschluss 45Jahresabschluss Bilanzzum31.Dezember2012 AKTIVAAnhang 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te A.Anlagevermögen (1) I. ImmaterielleVermögensgegenstände (2) 243 222 II. Sachanlagen (3) 38.431 37.908 III. Finanzanlagen (4) 328 375 39.002 38.505 B.Umlaufvermögen I. Vorräte (5) 440 443 II. ForderungenundsonstigeVermögensgegenstände (6) 4.276 2.336 III. KassenbestandundGuthaben beiKreditinstituten (7) 729 816 5.445 3.595 C.Rechnungsabgrenzungsposten (8) 25 17 44.472 42.117 PASSIVA Anhang 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te A.Eigenkapital (9) I. GezeichnetesKapital 1.500 1.500 II. Kapitalrücklage 2.305 2.305 3.805 3.805 B.Rückstellungen (10) 11.648 12.799 C.Verbindlichkeiten (11) 26.798 23.029 D.Rechnungsabgrenzungsposten (12) 2.221 2.484 44.472 42.117 fürdieZeitvom1.Januarbiszum31.Dezember2012 Gewinn-undVerlustrechnung Anhang 2012 Te 2011 Te 1. Umsatzerlöse (13) 44.252 44.133 2. Bestandsveränderungen (14) -18 18 3. AndereaktivierteEigenleistungen (15) 4 1 4. SonstigebetrieblicheErträge (16) 7.920 8.822 5. Materialaufwand (17) 27.221 24.587 6. Personalaufwand (18) 26.960 27.247 7. Abschreibungen (19) 5.689 5.518 8. SonstigebetrieblicheAufwendungen (20) 7.863 8.770 9. ErträgeausGewinnabführungsverträgen (21) 110 65 10. Zinsergebnis (22) -878 -735 11. ErgebnisdergewöhnlichenGeschäftstätigkeit -16.343 -13.818 12. AußerordentlicheAufwendungen 0 72 13. AußerordentlichesErgebnis 0 -72 14. SonstigeSteuern (23) 31 31 15. ErträgeausVerlustübernahme (24) 16.374 13.921 16. Jahresergebnis 0 0
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    46 Jahresabschluss 47Jahresabschluss fürdasGeschäftsjahr2012 derESWEVerkehrsgesellschaftmbH AllgemeineAngaben DerJahresabschlussfürdasGeschäftsjahr2012wirdnachdenRechnungslegungsvorschriftendesHandels- gesetzbuchesunddenergänzendenVorschriftendesGesetzesbetreffendGesellschaftenmitbeschränkter Haftungaufgestellt. Esgeltengemäß§267Abs.3HGBdieBestimmungenfürgroßeKapitalgesellschaften. ImInteresseeinerbesserenKlarheitundÜbersichtlichkeitwerdendienachdengesetzlichenVorschriften beidenPostenderBilanzundGewinn-undVerlustrechnunganzubringendenVermerkeebensowiedie Vermerke,diewahlweiseinderBilanzbzw.Gewinn-undVerlustrechnungoderimAnhanganzubringen sind,weitestgehendimAnhangaufgeführt.DarüberhinaussindderKlarheitderDarstellungwegeninder BilanzundinderGewinn-undVerlustrechnungeinzelnePostenzusammengefasst.DiesePostensindinden weiterenAbschnittendesAnhangsgesondertausgewiesenunderläutert. DieGewinn-undVerlustrechnungistnachdemGesamtkostenverfahrengemäß§275Abs.2HGBaufgestellt. DasGeschäftsjahrentsprichtdemKalenderjahr. MitderWVVWiesbadenHoldingGmbHalsherrschendemUnternehmenbestehteinErgebnisabführungsvertrag (Vertragvom29.August2000). MitderESWEVerkehrServiceGmbHalsbeherrschtemUnternehmenbestehteinErgebnisabführungsvertrag (Vertragvom17.November2011). Bilanzierungs-undBewertungsmethoden DieentgeltlichvonDrittenerworbenenimmateriellenVermögensgegenständesindzuAnschaffungskosten erfasstundwerdenlinearnachihrervoraussichtlichenNutzungsdauerabgeschrieben. SachanlagenwerdenzuAnschaffungs-bzw.HerstellungskostenabzüglichplanmäßigerAbschreibungen entsprechendihrervoraussichtlichenNutzungsdauerbewertet.DieHerstellungskostenumfassenEinzel- kostenundangemesseneMaterial-undFertigungsgemeinkosten;Fremdkapitalzinsensindnichtein- bezogen.ErhalteneKapitalzuschüssewerdenbeidenZugängengekürzt. Fürdievordem1.Januar2008zugegangenenbeweglichenGegenständedesSachanlagevermögens,ins- besondereFahrzeuge,dienichtdemPersonenverkehrdienen,wurdevereinzeltaussteuerlichenGründen (§§254,279Abs.2HGBa.F.)bisherdiedegressiveAbschreibungsmethodeangewandt.MitInkrafttreten desBilMoGistdieumgekehrteMaßgeblichkeitderSteuerbilanzfürdieHandelsbilanzzwarentfallen,die Gesellschafthatsichjedochentschieden,vondeminderÜbergangsregelungnachArt.67Abs.4EGHGB vorgesehenenWahlrechtzurFortführungderbisherigenWertansätzeunterAnwendungderfürsiebiszum InkrafttretendesBilMoGgeltendenVorschriftenGebrauchzumachen.DiedegressiveAbschreibungdieser Vermögensgegenstände,derenRestbuchwertesichzum31.Dezember2012aufinsgesamt9Tabelaufen, wirddaherfortgeführt.ImVergleichzurlinearenMethodeergebensichdabeinurunwesentlicheMehrab- schreibungen. anhang FürabnutzbarebeweglicheVermögensgegenstände,dieeiner selbstständigenNutzungfähigsindund derenAnschaffungs-oderHerstellungskostenzwischen150aund1.000a lagen,wurdenindenVorjahren Sammelposten(Pool)gebildet,dieinklusivedesAnschaffungsjahresüberfünfJahreabgeschriebenwurden. Abdem1.Januar2011wirddiesePoolbildungnichtmehrvorgenommen.DieSammelpostenderJahre2008 bis2010laufenbiszumEndeaus,sodassderletzte2014vollständigabgeschriebenist. In2012werdenfürabnutzbarebeweglicheVermögensgegenstände,dieeinerselbstständigenNutzung fähigsindundderenAnschaffungskostenbis410abetragen(GeringwertigeWirtschaftsgüter),Sofortab- schreibungenvorgenommen;überdiesemWertliegendwerdensienachderNutzungsdauerlinearabge- schrieben. BeidenFinanzanlagensinddieAnteileanverbundenenUnternehmenundBeteiligungenzuAnschaffungs- kostenbewertet.VerzinslicheAusleihungensindzumNennwert,unverzinslichezumBarwertangesetzt. HierbeiwirdeinZinssatzvon5,5 Prozentp.a.zugrundegelegt. DieVorrätewerdenzudurchschnittlichenfortgeschriebenenEinstandspreisenunterBeachtungdes NiederstwertprinzipsnachdemGrundsatzderEinzelbewertungangesetzt.Bestandsrisikenaufgrund verminderterVerwertbarkeitoderlangerLagerdauerwirddurchangemesseneWertabschlägeRechnung getragen. BeidengrundsätzlichzumNennwertbilanziertenForderungenundsonstigenVermögensgegenständen wurdenalleerkennbarenRisikendurchEinzelwertberichtigungenberücksichtigt.DemAusfallwagnisbei denForderungenausLieferungenundLeistungenwirdmiteinerPauschalwertberichtigunginHöhevon 1 ProzentdesNettoforderungsbestandesRechnunggetragen. KassenbeständesowieGuthabenbeiKreditinstitutensindzumNennwertbilanziert. DasgezeichneteKapitalwirdzumNennwertbilanziert. DieRückstellungenwurdeninHöhedesnachvernünftigerkaufmännischerBeurteilungnotwendigenErfül- lungsbetragesangesetzt. RückstellungenmiteinerRestlaufzeitvonmehralseinemJahrsindmitdemihrerRestlaufzeitentspre- chendendurchschnittlichenMarktzinssatzdervergangenensiebenGeschäftsjahreabgezinst. RückstellungenfürPensionenundähnlicheVerpflichtungenwerdenaufderGrundlageversicherungsma- thematischerBerechnungnachdemAnwartschaftsbarwertverfahren(ProjectedUnitCreditMethod)unter BerücksichtigungderRichttafeln2005GvonProf.Dr.Heubeckbewertet.DieRückstellungenfürPensionen undähnlicheVerpflichtungenwurdenpauschalmitdemvonderDeutschenBundesbankimMonatDezem- ber2012veröffentlichtendurchschnittlichenMarktzinssatzdervergangenensiebenJahreabgezinst,dersich beieinerangenommenenRestlaufzeitvon15Jahrenergibt(§253Abs.2Satz2HGB).DieserZinssatzbeträgt 5,04Prozent(Vorjahr:5,14Prozent).BeiderErmittlungderRückstellungenfürPensionenundähnlicheVer- pflichtungenwurdenunverändertRentensteigerungenvonjährlich2,0 Prozentzugrundegelegt.
  • 25.
    48 Jahresabschluss 49Jahresabschluss ANSCHAFFUNGS-UNDHERSTELLUNGSKOSTENABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE Vortragzum 01.01.2012 Te Zugänge Te Abgänge Te Umbuchungen Te Standam 31.12.2012 Te Vortragzum 01.01.2012 Te Abschreibungen des Geschäftsjahres Te Abgänge Te Standam 31.12.2012 Te 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te I. ImmaterielleVermögensgegenstände 930 64 6 0 988 708 43 6 745 243 222 II. Sachanlagen 1. Grundstückeundgrundstücks- gleicheRechteeinschließlichBauten auffremdenGrundstücken 19.835 100 7 43 19.971 12.053 323 7 12.370 7.601 7.781 2. TechnischeAnlagenundMaschinen 573 0 0 0 573 295 44 0 339 234 278 3. FahrzeugefürPersonenverkehr 52.204 5.364 3.642 0 53.926 27.358 4.425 3.642 28.141 25.785 24.846 4. AndereAnlagen,Betriebs-und Geschäftsausstattung 13.195 358 530 0 13.023 8.235 854 519 8.570 4.453 4.959 5. GeleisteteAnzahlungenund AnlagenimBau 43 358 0 -43 358 0 0 0 0 358 43 85.849 6.180 4.178 0 87.851 47.941 5.646 4.168 49.420 38.431 37.908 SummeimmaterielleVermögens- gegenständeundSachanlagen 86.779 6.244 4.184 0 88.839 48.649 5.689 4.173 50.164 38.674 38.130 III. Finanzanlagen 1. Anteileanverbundenen Unternehmen 100 0 0 0 100 0 0 0 0 100 100 2. Beteiligungen 26 0 0 0 26 0 0 0 0 26 26 3. SonstigeAusleihungen 250 33 81 0 202 0,1 0 0 0,1 202 249 376 33 81 0 328 0,1 0 0 0,1 328 375 SummeAnlagevermögen 87.154 6.277 4.264 0 89.167 48.649 5.689 4.173 50.165 39.002 38.505 (1)Anlagevermögen DieAufgliederungundEntwicklungderinderBilanzzusammengefasstenAnlagepostenzeigtdernachfolgende Anlagenspiegel. ErläuterungenzurBilanz DifferenzenindenSummendurchRundenderZahlenmöglich DieRückstellungenfürJubiläumsverpflichtungensindnachversicherungsmathematischenGrundsätzenerrechnet.DieRückstellungen wurdenpauschalmitdemvonderDeutschenBundesbankimMonatDezember2012veröffentlichtendurchschnittlichenMarktzinssatzder vergangenensiebenJahreabgezinst,dersichbeieinerangenommenenRestlaufzeitvon15Jahrenergibt(§253Abs.2Satz2HGB).DieserZins- satzbeträgt5,04 Prozent(Vorjahr:5,14Prozent). DiePreis-undKostensteigerungwurdeunverändertmit2,00 Prozentp.a.angenommen. DieGesellschafthattezum31.Dezember2009Aufwandsrückstellungennach§249Abs.2HGB,imWesentlichenfürReparaturenbzw. Instandhaltungen,imUmfangvon6.620Ta gebildet.NachderNeuregelungdurchdasBilMoGbestehtfürdieseInnenverpflichtungenzwar künftigeinPassivierungsverbot,dieGesellschaftmachtjedochvondeminderÜbergangsregelungvonArt.67Abs.3Satz1EGHGBvorgese- henenWahlrechtzurBeibehaltungundFortführungderRückstellungenunterAnwendungderbisherigenRegelungenGebrauch.DerBuch- wertderzum31.Dezember2012nochbilanziertenAufwandsrückstellungenbeträgt3.117Ta. DieVerbindlichkeitensindmitihrem Erfüllungsbetragangesetzt.UnterdenRechnungsabgrenzungspostensindAusgabenbzw.Einnahmen erfasst,dieAufwandbzw.ErtragfüreinebestimmteZeitnachdemAbschlussstichtagdarstellen. (2)ImmaterielleVermögensgegenstände BeidenZugängeninHöhevon64Ta handeltessichvorwiegendumSoftware-LizenzenfürFAKSIIundNetzplanung. (3)Sachanlagen DieZugängedesBerichtsjahresinHöhevon6.180Ta betreffenimWesentlichenFahrzeugefürdenPersonenverkehr(5.364Ta). DieZugängefürAnlagenimBau(358Ta)resultierenhauptsächlichausderErrichtungeinesBusparkplatzes(353Ta). BeidenRoh-,Hilfs-undBetriebsstoffenhandeltessichimWesentlichenumLagermaterialbeständefürdenBetriebs-undInstand- haltungsbereichderFahrzeugederGesellschaft. MitderESWEVerkehrServiceGmbHbestehtseitdem1.Januar2011einErgebnisabführungsvertrag. NameundSitzderGesellschaft Buchwert 31.12.2012 Te Kapital- Anteil % Eigenkapital 31.12.2012 Te Jahresergebnis 2012 Te AnteileanverbundenenUnternehmen ESWEVerkehrServiceGmbH,Wiesbaden 100 100,0 106 0 Beteiligungen VerkehrsverbundMainz-WiesbadenGmbH,Wiesbaden 26 50,0 52 0 (4)Finanzanlagen 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te Roh-,Hilfs-undBetriebsstoffe 440 443 440 443 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te ForderungenausLieferungenundLeistungen 987 1.054 ForderungengegenverbundeneUnternehmen 1.966 48 ForderungengegenUnternehmen,mitdenen einBeteiligungsverhältnisbesteht 93 84 ForderungengegendieLandeshauptstadtWiesbaden 382 207 SonstigeVermögensgegenstände 848 943 4.276 2.336 DieForderungengegenverbundeneUnternehmenumfassenvorrangigForderungengegenüberderWVVWiesbadenHoldingGmbH ausUmsatzsteuerNovemberundDezember2012sowiedemVerlustausgleichdesGeschäftsjahres. DieForderungengegendieLandeshauptstadtWiesbadenbetreffenimWesentlichendenLiefer-undLeistungsverkehr. InnerhalbdersonstigenVermögensgegenständehaben28Ta(Vorjahr:24Ta)eineRestlaufzeitvonmehralseinemJahr.Alleübrigen ForderungendesBerichtsjahresunddesVorjahreshabeneineRestlaufzeitvonbiszueinemJahr. (6)ForderungenundsonstigeVermögensgegenstände (5)Vorräte
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    50 Jahresabschluss 51Jahresabschluss (7)KassenbestandundGuthabenbeiKreditinstituten DerstichtagsbezogeneStandderliquidenMittelbeträgt729Ta(Vorjahr:816Ta). (8)Rechnungsabgrenzungsposten DerPostenbetrifftimWesentlichenPensionszahlungenfürJanuar2013undAusbildungskostenfürKraftverkehrsmeister. (9)Eigenkapital DasGezeichneteKapitalbeträgtam31.Dezember20121.500Ta undwirdzu94,9 ProzentvonderWVVWiesbadenHoldingGmbH undzu 5,1 ProzentvonderLandeshauptstadtWiesbadengehalten. (10)Rückstellungen DiesonstigenRückstellungenbestehenvorwiegendfürdenPersonalbereich(4.569Ta),undhierimWesentlichenfürVerpflichtungen ausFreifahrtberechtigungen(1.272Ta),Beihilfeverpflichtungen(882Ta),Zeitguthaben(713Ta),Jubiläumsverpflichtungen(562Ta) sowieAbfindungsvereinbarungen(255Ta).DarüberhinausbestehenRückstellungenfürVerpflichtungenausdemRMV-Einnahmen- aufteilungsverfahren2012(2.118Ta),ausBrandschutzmaßnahmen(838Ta),derSanierungderAartalbahn(638Ta),fürAltlastenund Umweltschutzmaßnahmen(489Ta),fürdieSanierungdesBetriebsgeländesGartenfeldstraße(597Ta)sowiefürVersicherungenund KostendesJahresabschlusses. 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te RückstellungenfürPensionen 798 690 SonstigeRückstellungen 10.850 12.109 11.648 12.799 (11)Verbindlichkeiten 31.12.2012 Te 31.12.2011 Te VerbindlichkeitengegenüberKreditinstituten 20.440 17.371 VerbindlichkeitenausLieferungenundLeistungen 3.721 3.473 VerbindlichkeitengegenüberverbundenenUnternehmen 2.159 1.854 SonstigeVerbindlichkeiten 478 331 davonausSteuern (313) (245) davonimRahmendersozialenSicherheit (0) (0) 26.798 23.029 VondenVerbindlichkeitengegenüberKreditinstituteninHöhevon20.440Tasind 4.671TainnerhalbeinesJahresfällig,9.568Ta habeneineFälligkeitvonmehralseinemundwenigeralsfünfJahren,und6.200TahabeneineFälligkeitvonmehralsfünfJahren. DarlehenimUmfangvon18.140TasinddurchBürgschaftenderLandeshauptstadtWiesbadenbesichert. DieVerbindlichkeitengegenüberverbundenenUnternehmenresultierenimWesentlichenausdemLiefer-undLeistungsverkehrmit derESWEVersorgungsAG(715Ta)sowiederWiBusGmbH(1.441Ta). DieVerbindlichkeitenhaben – mitAusnahmederDarlehensverbindlichkeiten– wieimVorjahrsämtlicheineRestlaufzeitvonunter einemJahr. (12)Rechnungsabgrenzungsposten DerpassiveRechnungsabgrenzungspostenbetrifftimWesentlichenabgegrenzteVerkehrseinnahmenfürdasJahr2013. SonstigefinanzielleVerpflichtungen DasBestellobligobeläuftsichauf5.204Ta.AusMiet-undLeasingverträgenbestehenmehrjährigeVerpflichtungeninHöhe von84Tap.a.VordemHintergrundeinesüblichenGeschäftsverlaufesistdieWahrscheinlichkeiteinerInanspruchnahmeals hocheinzustufen.
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    52 Jahresabschluss 53Jahresabschluss ErläuterungenzurGewinn-undVerlustrechnung (13)Umsatzerlöse DieUmsatzerlöse,dieausschließlichimInlanderzieltwerden,stellensichwiefolgtdar: 2012 Te 2011 Te Verkehrsbetriebe41.959 42.082 ÜbrigeUmsatzerlöse 2.293 2.051 44.252 44.133 (16)SonstigebetrieblicheErträge DieErträgeausderAuflösungvonRückstellungenbetreffenAuflösungenausRückstellungenfürVerpflichtungenausder RMV-Einnahmenaufteilung(22Ta),SanierungdesViaduktsNerobergbahn(200Ta),Personalrückstellungen(14Ta),Prozess- kostenrisikenausVorjahren(1Ta),BeiträgezurBerufsgenossenschaft(15Ta),Versicherungen(6Ta)sowieAbschlusskosten(13Ta). DieübrigenErträgebetreffenimWesentlichenErlöseausdemVerkaufvonTreib-undSchmierstoffen,ausSchadenersatzleistungen, ausAufwandszuschüssensowieErlöseausVermietungundVerpachtung. IndensonstigenbetrieblichenErträgensindperiodenfremdeErträgeinHöhevon121Ta (Vorjahr:130Ta)enthalten.Diesebetreffen imWesentlichenErstattungenvonVersicherungen. (14)Bestandsveränderungen ZumBilanzstichtaghatsichderBestanddernichtabgerechnetenLeistungenum18Tavermindert(Vorjahr:Anstiegum18Ta). (15)AndereaktivierteEigenleistungen SieumfassendieimAnlagevermögenaktiviertenPersonalaufwendungenundGemeinkostendesBerichtsjahres. IndenUmsatzerlösensindperiodenfremdeErlöseausderErstattunggemäß§145SGBIXimUmfangvon617Ta(Vorjahr:341Ta)enthalten. (18)Personalaufwand 2012 Te 2011 Te LöhneundGehälter 20.716 21.090 SozialeAbgabenundAufwendungen fürAltersversorgungundfürUnterstützung davonfürAltersversorgung 6.244 (1.803) 6.157 (1.707) 26.960 27.247 (19)Abschreibungen DieAbschreibungenaufimmaterielleVermögensgegenständeundSachanlagensindimEinzelnenimAnlagenspiegeldargestellt. ErgänzendverweisenwiraufdieDarstellungderBewertungsmethoden. 2012 Te 2011 Te AufwendungenfürRoh-,Hilfs-undBetriebsstoffe 9.036 8.570 AufwendungenfürbezogeneLeistungen 18.185 16.017 27.221 24.587 (17)Materialaufwand DieESWEVerkehrsgesellschaftmbHbeschäftigteimGeschäftsjahr2012durchschnittlich504Mitarbeiter(Vorjahr:514Mitarbeiter). DieüberdienormalegesetzlicheSozialversicherunghinausgehendeVersorgungerfolgteüberdieZusatzversorgungskassefür GemeindeundGemeindeverbände,derenMitglieddieESWEVerkehrsgesellschaftmbHist. DerUmlagesatzderZVKbetrugimGeschäftsjahr2012unverändert6,2 Prozent(5,7 ProzentArbeitgeberanteil;0,5 ProzentArbeit- nehmeranteil). DerSanierungsbeitragimGeschäftsjahr2012betrug2,3 Prozent.DerHöchstbetragfürdiePauschalversteuerung desArbeitgeberanteilsanderUmlagebeläuftsichaufmonatlich89,48a jeMitarbeiter. DieSummederumlagepflichtigenLöhneundGehälterbetrugimGeschäftsjahr201220.054.578,26a. ImBereichderAufwendungenfürRoh-,Hilfs-undBetriebsstoffenstellendieTreibstoffkosten(6.400Ta)diegrößteTeilpositiondar. Die AufwendungenfürbezogeneLeistungenbeinhaltenimWesentlichenFremdleistungenfürdiePersonenbeförderungdurchdie FirmaWiBusWiesbadenerBusgesellschaftmbHinHöhevon15.710Ta. 2012 Te 2011 Te ErträgeausderAuflösungvonRückstellungen 271 819 ErträgeausAnlagenabgängenundZuschreibungen 353 525 ErträgeausöffentlichenZuwendungen 4.440 4.743 ÜbrigeErträge 2.856 2.735 7.920 8.822
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    54 Jahresabschluss 55Jahresabschluss (21)ErträgeausGewinnabführungsverträgen (23)SonstigeSteuern DieunterdenSonstigenZinsenundähnlichenErträgenausgewiesenenErträgeausderAbzinsungvonRückstellungenbetragen54Ta. DieunterdenZinsenundähnlichenAufwendungenausgewiesenenAufwendungenausderAufzinsungvonRückstellungenbetragen253Ta. (22)Zinsergebnis2012 Te 2011 Te ErträgeausAusleihungendesFinanzanlagevermögens 12 14 SonstigeZinsenundähnlicheErträge 66 111 davonvonverbundenenUnternehmen (0) (0) ZinsenundähnlicheAufwendungen -956 -860 davonanverbundeneUnternehmen (39) (23) -878 -735 DerSteueraufwandbetrifftGrundsteuer(24 Ta)undKraftfahrzeugsteuern(7 Ta)fürdasJahr2012. DieübrigenAufwendungenbeinhaltenunteranderem AufwendungenfürInstandhaltungen,allgemeineAufwendungenfürdie Verwaltung,Versicherungsbeiträge,Mieten,Pachten,AufwendungenfürDienstleistungenderBetriebskantinesowiePrüfungs-und Beratungskosten.IndensonstigenbetrieblichenAufwendungensindperiodenfremdeAufwendungeninHöhevon494Ta(Vorjahr: 309Ta)enthalten.SiebetreffenimWesentlichendenAufwandfürdiePartnerschaftsfinanzierungRBNV2008bis2011(380Ta),die UmlageabrechnungHDN2011(80Ta),dieLohnsteuerprüfung2008bis2011(22Ta)unddieWasserabrechnung2011. DieESWEVerkehrServiceGmbHhatmitderESWEVerkehrsgesellschaftmbHalsherrschendemUnternehmenam17.November2011 einenErgebnisabführungsvertragabgeschlossen.IhmhatdieGesellschafterversammlungam30.November2011mitWirkungzum 1. Januar2011zugestimmt.DerJahresüberschuss2012inHöhevon110TaderESWEVerkehrServiceGmbHistsomitderESWEVerkehrs- gesellschaftmbHzuzurechnen. 2012 Te 2011 Te VerlusteausdemAbgangvonGegenständen desSachanlagevermögens 1 45 WertberichtigungenaufForderungen 64 207 DiestleistungsentgelteESWEVersorgung 1.023 1.144 AufwendungenfürZuschüssefürVerkehrsleistungen 962 1.699 TreibstoffeinsatzfürVerkaufanDritte 1.279 1.240 ÜbrigeAufwendungen 5.534 4.435 7.863 8.770 (20)SonstigebetrieblicheAufwendungen OrganederGesellschaft Aufsichtsrat MitgliederdesAufsichtsratesimGeschäftsjahr2012waren folgendePersonen: SigridMöricke,DezernentinfürStadtentwicklung, BauundVerkehrderLandeshauptstadtWiesbaden, Stadträtin;Vorsitzende WolfgangJanz,Fahrausweisprüfer,Betriebsratsvorsitzender; stellvertretenderVorsitzender LotharBrüllingen,Omnibusfahrer;Arbeitnehmervertreter HelgeDörr,SachbearbeiterQualitätskontrolle; Arbeitnehmervertreter Dr.VeraGretz-Roth,Diplom-Volkswirtin,Stadtverordnete Claus-PeterGroße,Diplom-Geologe,Stadtverordneter Hans-MartinKessler,Werbe-/Kommunikationsberater, Stadtverordneter MarcusMaus,Omnibusfahrer;Arbeitnehmervertreter (seitdem1.März2012) PetermartinOschmann,Jurist,Stadtverordneter HaraldSchuck,Gewerkschaftssekretär WernerSpringer,Kraftfahrzeugmechaniker; Arbeitnehmervertreter DennisVolk-Borowski,Soziologe,Stadtverordneter FredWölfert,Betriebsratsvorsitzender;stellvertretender Vorsitzender(biszum29.Februar2012) Die Aufsichtsratsvergütungenbetrugenim Geschäftsjahr27.040,00a.  AnMitgliederdesAufsichtsrateswarenimGeschäftsjahrKredite gewährt,diezumBilanzstichtagmit3.132,28aerfasstsind.Die Kreditewurdenin2012mit845,05agetilgtundmit6,5Prozent bzw.4Prozentp.a.verzinst.(24)ErträgeausVerlustübernahme DieErträgeausVerlustübernahmebetreffendieÜbernahmedesJahresfehlbetrages2012durchdieWVVWiesbadenHoldingGmbH inHöhevon16.374Ta(Vorjahr:13.921Ta). Geschäftsführung GeschäftsführerderESWEVerkehrsgesellschaftmbHsind: Diplom-IngenieurUweCramer,Saulheim Diplom-VerwaltungswirtStefanBurghardt,Wiesbaden HinsichtlichderAngabederGeschäftsführervergütungwurde vonderAusnahmeregelungdes§286Abs.4HGBGebrauch gemacht.
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    56 Jahresabschluss 57Jahresabschluss Ergebnisabführung DerJahresverlust2012inHöhevon16.374.297,46awurdegemäßErgebnisabführungsvertragvonderWVVWiesbadenHoldingGmbH übernommen. Abschlussprüferhonorar AufdieAngabenzudenHonorarendesAbschlussprüfersderGesellschaftnach§285Nr.17HGBwurdeverzichtet,dadieseAngabenim KonzernabschlussderWVVWiesbadenHoldingGmbH,alseinbeziehendesMutterunternehmen,enthaltensind. Konzernbeziehungen EinegesetzlichePflichtzurAufstellungeinesKonzernabschlussesundeinesKonzernlageberichtsfürdenTeilkonzernder ESWEVerkehrsgesellschaftmbHbestehtnach§291HGBnicht,dadieESWEVerkehrsgesellschaftmbHundihrTochterunternehmen ESWE VerkehrServiceGmbHindenKonzernabschlussder WVV WiesbadenHoldingGmbH,Wiesbaden,einbezogenwerden.Der KonzernabschlussderWVVWiesbadenHoldingGmbHistunterHRB11941beimAmtsgerichtWiesbadenhinterlegt. Wiesbaden,30.April2013 ESWEVerkehrsgesellschaftmbH Dipl.-Ing.UweCramer Dipl.-VerwaltungswirtStefanBurghardt BestätigungsvermerkdesAbschlussprüfers NachdemabschließendenErgebnisunsererPrüfunghabenwirmitDatumvom30.April2013denfolgendenuneingeschränkten Bestätigungsvermerkerteilt: WirhabendenJahresabschluss– bestehendausBilanz,Gewinn-undVerlustrechnungsowieAnhang– unterEinbeziehungderBuchführung unddenLageberichtderESWEVerkehrsgesellschaftmbH,Wiesbaden,fürdasGeschäftsjahrvom1.Januarbis31.Dezember2012geprüft. DieBuchführungunddieAufstellungvonJahresabschlussundLageberichtnachdendeutschenhandelsrechtlichenVorschriftenliegenin derVerantwortungderGeschäftsführerderGesellschaft.UnsereAufgabeistes,aufderGrundlagedervonunsdurchgeführtenPrüfungeine BeurteilungüberdenJahresabschlussunterEinbeziehungderBuchführungundüberdenLageberichtabzugeben. WirhabenunsereJahresabschlussprüfungnach§317HGBunterBeachtungdervomInstitutderWirtschaftsprüfer(IDW)festgestelltendeut- schenGrundsätzeordnungsmäßigerAbschlussprüfungvorgenommen.DanachistdiePrüfungsozuplanenunddurchzuführen,dassUnrich- tigkeitenundVerstöße,diesichaufdieDarstellungdesdurchdenJahresabschlussunterBeachtungderGrundsätzeordnungsmäßigerBuch- führungunddurchdenLageberichtvermitteltenBildesderVermögens-,Finanz-undErtragslage wesentlichauswirken,mithinreichender Sicherheiterkanntwerden.BeiderFestlegungderPrüfungshandlungenwerdendieKenntnisseüberdieGeschäftstätigkeitundüberdas wirtschaftlicheundrechtlicheUmfeldderGesellschaftsowiedieErwartungenübermöglicheFehlerberücksichtigt.ImRahmenderPrüfung werdendieWirksamkeitdesrechnungslegungsbezogeneninternenKontrollsystemssowieNachweisefürdieAngabeninBuchführung,Jah- resabschlussundLageberichtüberwiegendaufderBasisvonStichprobenbeurteilt.DiePrüfungumfasstdieBeurteilungderangewandten BilanzierungsgrundsätzeundderwesentlichenEinschätzungensowiedieWürdigungderGesamtdarstellungdesJahresabschlussesunddes Lageberichts.WirsindderAuffassung,dassunserePrüfungeinehinreichendsichereGrundlagefürunsereBeurteilungbildet. UnserePrüfunghatzukeinenEinwendungengeführt. NachunsererBeurteilungaufgrundderbeiderPrüfunggewonnenenErkenntnisseentsprichtderJahresabschlussdengesetzlichenVor- schriftenundvermitteltunterBeachtungderGrundsätzeordnungsmäßigerBuchführungeindentatsächlichenVerhältnissenentspre- chendesBildderVermögens-,Finanz-undErtragslagederGesellschaft.DerLageberichtstehtinEinklangmitdemJahresabschluss,vermittelt insgesamteinzutreffendesBildvonderLagederGesellschaftundstelltdieChancenundRisikenderzukünftigenEntwicklungzutreffenddar. FrankfurtamMain, 30. April2013 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DirkFischer ppa.ClaudiaBurck Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
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    58 Jahresabschluss 59Jahresabschluss BerichtdesAufsichtsrates DerAufsichtsrathatwährenddesGeschäftsjahres2012aufgrundregelmäßigerschriftlicherundmündlicherBerichterstattungdie Geschäftsführunglaufendüberwacht.ImRahmenseinersatzungsmäßigenZuständigkeithaterdieihmobliegendenEntschei- dungengetroffen.EshandeltesichhierbeiumfolgendewesentlicheThemen: •Jahresabschluss2011 •Fahrplanwechsel •Tarifanpassung •Wirtschaftsplan2012und2013 •EntwicklungderEnergiekosten •AusschreibungvonSubunternehmerleistungen DieAufsichtsratsmitgliederwurdenimRahmenderSchwerpunktthemenüberallebedeutsamenGeschäftsvorgängeschriftlichin FormvonVorlageninformiert. DieBuchführung,derJahresabschlussundderLageberichtfürdieESWEVerkehrsgesellschaftmbHzum31.Dezember2012 wurdenvonderPricewaterhouseCoopersAGWirtschaftsprüfungsgesellschaft,FrankfurtamMain,geprüft.Beanstandungen habensichnichtergeben.DeruneingeschränkteBestätigungsvermerkwurdeerteilt.DerPrüfungsberichtdesWirtschaftsprüfers lagdenAufsichtsratsmitgliedernvor.VertreterdesWirtschaftsprüfershabenanderSitzungdesAufsichtsratesteilgenommen undErläuterungengegeben.DemErgebnisderPrüfungstimmtderAufsichtsratzu. DerAufsichtsrathatdenvonderGeschäftsführungaufgestelltenJahresabschlusseinschließlichdesLageberichtsderESWE VerkehrsgesellschaftmbHzum31.Dezember2012geprüft.NachdemabschließendenErgebnisseinerPrüfungsindkeineEinwen- dungenzuerheben,sodasserdenJahresabschlussbilligt. DerGeschäftsführungsowieallenMitarbeiterinnenundMitarbeiternsprichtderAufsichtsratfürdieimGeschäftsjahr2012geleis- teteArbeitseinenDankaus. Wiesbaden,11.Juni2013 gez.SigridMöricke VorsitzendedesAufsichtsrates Herausgeber ESWEVerkehrsgesellschaftmbH Gartenfeldstraße18,65189Wiesbaden Postfach2369,65013Wiesbaden Telefon(0611)45022-450 www.eswe-verkehr.de Gestaltung www.99grad.de,Wiesbaden Impressum TextundLektorat www.textstark.de,Wiesbaden Fotos · ESWEVerkehr · RogerRichterPhotography, Mainz-Kastel · ChristophKeller,BadKösen RedaktionellerHinweis AusGründenderbesserenLesbarkeit verzichtetdiesePublikationdarauf, personenbezogeneSubstantiveaußer indermännlichenimmerauchinder weiblichen Form zu verwenden. Mit der männlichen Wortformsindstets beideGeschlechtergemeint. Kennwerte2012 2012 2011 Veränderungen gegenüberVorjahr Verkehr Leistungen BeförderungsfälleimLinienverkehr Bartarif 5,782Mio. 6,247Mio. -7,4% Zeitkarten 40,072Mio. 39,202Mio. 2,2% SummeFahrausweisverkauf 45,854Mio. 45,449Mio. 0,9% Freifahrer,Schwerbehinderte 4,502Mio. 4,405Mio. 2,2% SummeLinienverkehr 50,356Mio. 49,854Mio. 1,0% Nerobergbahn 0,292Mio. 0,269Mio. 8,3% SummeBus-undBahnbetrieb 50,648Mio. 50,123Mio. 1,0% Gesamterlöse 44.190Ta 41.967Ta 5,3% DurchschnittserlöseimFahrausweisverkauf 87,25Ct/Bef 83,72Ct/Bef 4,2% Kennwerte AnzahlderLinien 39St. 39St. 0% Linienlänge 646,33km 646,33km 0% AnzahlderFahrzeuge 205St. 205St. 0% davon Gelenkzüge 83St. 83St. 0% Standard-Linienbusse 122St. 122St. 0% NutzwagenkilometerimLinienverkehr 11.628.849 Nwkm 11.566.179 Nwkm 0,5% PlatzkilometerimLinienverkehr 892.104.502 Plkm 889.281.839 Plkm 0,3% PlatzausnutzungimLinienverkehr 28,4% 28,2% 0,7% Hafen-und Gleisanlagen Leistungen Güterumschlag 3.021t 2.008t 50,4% Waggonumschlag 51St. 34St. 50,0% Gesamterlöse 5Ta 5Ta 0%