2011




011
 Geschäftsbericht 2011
1. Januar bis 31. Dezember 2011
Zur Vorlage in der Ordentlichen Gesellschafterversammlung
am 19. Juni 2012

ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden
INHALT


Vorwort                                    4




Lagebericht                                6    Jahresabschluss

                                                · Bilanz                                   40

Zentrale Themen des Jahres 2011                 · Gewinn- und Verlustrechnung              41

· ERRECHNET: Fahrgastzahl en-Rekord        15   · Anhang                                   42

· ERNEUERT: Wartehallen, FGI-Systeme       15

· ERRICHTET: Bus-Port                      16   Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers   53
                                  Inhalt
· ERLEBT: Elektromobilität                 16   Bericht des Aufsichtsrates                 54

· ERREICHT: „Ökoprofit“ und „EcoStep“      17   Kennwerte 2011                             55

· ERWEITERT: ESWE Verkehr Service GmbH     18

· ERMITTELT: Kundenzufriedenheit           19   Impressum                                  55




Informationen aus den Betriebsbereichen

· Fahrdienst                               21

· Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung    23

· Technischer Betrieb                      26

· Vertrieb                                 27

· Kundenkommunikation                      29

· Personal                                 32

· Rechnungswesen                           34

· Nerobergbahn                             36
4   Vorwort




    Die Geschäftsführer Stefan Burghardt und Uwe Cramer
Vorwort   5




            VORWORT 2011 – ein Jahr der Innovationen
                                     Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, geben uns gewiss recht: Nur wenige Worte in der
                                     deutschen Sprache werden im alltäglichen Sprachgebrauch dermaßen überstrapaziert
                                     wie das Wort „Innovation“. In Zeiten, in denen uns Verbrauchern sogar die Markteinführung
                                     eines neuen Geschirrspülmittels als weltbewegende Innovation „verkauft“ wird, fällt es
                                     daher leider zunehmend schwer, die wirklichen, die echten und wahren Innovationen zu
                                     erkennen – und zu würdigen.

                                     Wir bei ESWE Verkehr können guten Gewissens, und auch mit einer selbstbewussten Por-
                                     tion Stolz, sagen: Bei uns sind echte Innovationen zu finden! Und für das Jahr 2011, über das
                                     der Ihnen vorliegende Geschäftsbericht Rechenschaft ablegt, gilt diese Aussage in ganz be-
                                     sonderer Weise.

                                     Zahlreiche Innovationen – sei es in technologischer, sei es in unternehmensstrategischer
                                     Hinsicht – werden Ihnen beim Durchblättern unseres Geschäftsberichts beispielhaft begeg-
                                     nen. Die Palette der technologischen Innovationen beginnt dabei mit der Errichtung des
                                     Bus-Ports auf unserem Betriebsgelände, der Wiesbadens größte Dachflächen-Photovol-
                                     taik-Anlage trägt; die Palette reicht weiter über die ersten Probefahrten mit einem neuarti-
                                     gen strombetriebenen Linienbus, dessen Elektromotor weder Abgas- noch Lärmemissionen
                                     verursacht; und sie findet bei den Vorbereitungen zur Einführung elektronischer Fahraus-
                                     weise noch nicht ihr Ende.

                                     Aber auch in der offensiven Hinwendung zu neuen Kommunikationstechnologien zeigt sich
                                     die Innovationsorientierung, die ESWE Verkehr gerade im Jahr 2011 an den Tag gelegt hat. Ob
                                     Sie sich in die vielfältigen Interaktiv- und Community-Funktionen unseres komplett überar-
                                     beiteten Internetauftritts vertiefen; ob Sie die neue Präsenz unseres Unternehmens in sozi-
                                     alen Online-Netzwerken, allen voran bei Facebook, betrachten; oder ob Sie sich zur stetig
                                     wachsenden Fangemeinde unserer ebenso informativen wie unterhaltsamen Firmenvideos*
                                     zählen, die dem ESWE-Verkehr-Kanal auf der Online-Plattform YouTube zu Rekord-Klickzahlen
                                     verhelfen: Stets geht es uns darum, den Kontakt zu unseren Fahrgästen, den Kunden des
                                     ÖPNVs in Wiesbaden, auf möglichst vielen Wegen zu suchen – und zu finden.

                                     Dass es naturgemäß vor allem die jüngeren Kunden sind, mit denen wir auf den Online-
                                     Kanälen kommunizieren, ist ein zentraler Aspekt der unternehmensstrategischen Bedeu-
                                     tung des Themas Innovation. Diese Bedeutung, nicht minder beachtenswert als die techno-
* Innovativ zeigt sich in diesem     logische Komponente, zeigt sich beispielsweise in Folgendem: Dank des interaktiven Charak-
 Jahr auch der Geschäftsbericht      ters der Online-Kommunikation erhalten wir heute sehr viel schneller und sehr viel direkter
 selbst: Erstmals ist dem Bericht    als früher Rückmeldungen zu unseren Dienstleistungen – insbesondere dann, wenn eine
 eine DVD beigefügt; zu finden       Leistung einmal nicht der versprochenen Qualität entsprochen hat. Dieser schnelle „Rück-
 auf der Seite 30. Die DVD bein-     kanal“ verpflichtet uns nicht nur zu zügiger Reaktion im konkreten Einzelfall, er erleichtert
 haltet alle im Jahr 2011 entstan-   uns vor allem die stetige Optimierung unserer Arbeit – und nimmt auf diese Weise positiven
 denen ESWE-Verkehr-Unter-           Einfluss auf die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens.
 nehmensvideos.
                                     Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erkenntnisgewinn bei der Lektüre des Geschäftsberichts
                                     2011 der ESWE Verkehrsgesellschaft und danken Ihnen schon im Voraus sehr herzlich für Ihr
                                     Interesse an unserem Unternehmen, seinen Dienstleistungen und seiner Innovationskultur.




                                     (Uwe Cramer)                                     (Stefan Burghardt)

                                     Technischer Geschäftsführer,                     Kaufmännischer Geschäftsführer
                                     Vorsitzender der Geschäftsführung
6   Lagebericht




    „Daumen hoch“ für die E-Mobilität


    Darin	besteht	Einigkeit:	
    Elektroantriebe	können	ihren	
    nachhaltigen	Umweltnutzen	
    nur	dann	in	voller	Wirkungs-
    breite	ausspielen,	wenn	sie	in	
    Fahrzeugen	des	öffentlichen	
    Nahverkehrs,	insbesondere	
    in	Linienbussen,	zum	Einsatz	
    kommen
Lagebericht    7




laGEBERicHt                        der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH
                                   für das Geschäftsjahr 2011

Allgemeines
Das	Wirtschaftsjahr	2011	war	für	die	ESWE	Verkehrsgesellschaft	      Die	Betrauungsvereinbarung	über	die	gemeinwirtschaftliche	
mbH	geprägt	von	verschiedenen	Themenstellungen.	Die	we-              Verpflichtung	zur	Durchführung	des	auf	Genehmigungen	nach	
sentlichen	Schwerpunkte	der	Gesellschaft	lagen	in	folgenden	         dem	Personenbeförderungsgesetz	beruhenden	ÖPNVs	in	der	
Entwicklungen:                                                       Landeshauptstadt	Wiesbaden	zwischen	der	Gesellschaft	und	
                                                                     der	Landeshauptstadt	Wiesbaden	wurde	am	30. November 2009	
	   •	 Weiterführende	nachhaltige	wirtschaftliche	Konsolidierung		   unterschrieben	und	galt	für	das	Berichtsjahr	in	unveränderter	
	   	 des	Öffentlichen	Personennahverkehrs	in	Wiesbaden              Form.	Weiterführende	Teilbereiche	dieser	Vereinbarung,	wie	
	   •	 Fortsetzung	der	Maßnahmen	zur	Verbesserung	der	Kunden-        z.	B.	die	Erstellung	der	jährlichen	Trennungsrechnung	unter	der	
	   	 orientierung	zur	Erreichung	der	50	Mio.	beförderten	           sogenannten	„K	4“-Analyse,	wurden	weiter	vorangetrieben	und	
	   	 Fahrgäste                                                      werden	zukünftig	in	ihrer	periodischen	Durchführung	intensi-
	   •	 Fertigstellung	der	Sanierungsarbeiten	im	Betriebshof          viert.
	   •	 Ökologische	und	energetische	Ertüchtigung	der	Betriebs-	
	   	 einrichtungen                                                  Weitere	wesentliche	Rahmenbedingungen	für	das	Unterneh-
	   •	 Neubau	eines	Bus-Ports	zur	witterungsgeschützten	             men	im	Geschäftsjahr	2011	waren:
	   	 Abstellung	des	Fuhrparks
	   •	 Neuausrichtung	des	Unternehmens	in	Richtung	E-Mobilität       	   •	 der	von	der	Landeshauptstadt	Wiesbaden	beschlossene	
                                                                     	   	 Nahverkehrsplan
                                                                     	   •	 die	aktuelle	Laufzeit	nahezu	aller	Linienkonzessionen	bis	
Wie	in	den	Vorperioden	wurden	die	aktuellen	Entwicklungen	           	   	 zum	Jahr	2017
der	rechtlichen	Rahmenbedingungen	für	die	zukünftige	                	   •	 die	vertraglichen	Finanzierungsinstrumente	im	
Entwicklung	des	Öffentlichen	Personennahverkehrs	genau	              	   	 Rhein-Main-Verkehrsverbund	(RMV),	wie	z.	B.	
beobachtet.	Die	aus	den	Vorjahren	bekannte	mangelnde	Rechts-         	   	 Infrastrukturkostenzahlungen
sicherheit	aufgrund	der	zu	diesen	Zeiträumen	noch	nicht	ab-          	   •	 Fortsetzung	der	Leistungsverlagerung	vom	unternehmens-
schließend	vorliegenden	Regularien	der	Personenverkehrsver-          	   	 eigenen	Fahrdienst	zum	Fahrdienst	des	Subunternehmens	
ordnung	auf	europäischer	Ebene	ist	derzeit	für	die	Gesellschaft	     	   	 WiBus
von	geringerer	Bedeutung.	Dies	ist	vorrangig	einer	eindeutigen	
Signalsetzung	für	die	Zukunftssicherheit	der	Gesellschaft	durch	     Die	Gesellschaft	hat	im	Berichtsjahr	zahlreiche	Maßnahmen	
die	Absichtserklärung	der	Landeshauptstadt	Wiesbaden	in	             zur	Effizienzverbesserung	durchgeführt	und	das	seit	mehre-
Form	des	Beschlusses	der	Stadtverordnetenversammlung	vom	            ren	Jahren	bestehende	Unternehmensprogramm	zur	Kosten-
30. April 2008 gegeben.	Darüber	hinaus	konnte	im	Januar	2009	        rationalisierung	bzw.	Einnahmensteigerung	weiterentwickelt.	
die	Genehmigungsurkunde	nach	§	42	PBefG	i.	V.	m.	§§	2	Abs. 6, 13	    Ein	wesentlicher	Schwerpunkt	liegt	an	dieser	Stelle	weiterhin	
PBefG	für	die	Linienkonzessionen,	befristet	bis	zum	30. Septem-      in	den	Effizienzsteigerungen	im	Fahr-	und	Dienstplanbereich.	
ber 2017,	entgegengenommen	werden.                                   Im	Zusammenhang	mit	dem	Einsatz	von	computergestützten	
                                                                     Planungsmodellen	wird	die	gesamte	Fahrplanleistung	im	
Bis	zu	diesem	Zeitpunkt	ist	die	mittelfristige	Zukunft	der	Ge-       Wiesbadener	ÖPNV,	inkl.	der	Subunternehmerleistungen,	einem	
sellschaft	gesichert.	Die	Vorbereitungen	für	das	bevorstehende	      kontinuierlichen	Verbesserungsprozess	unterworfen.	Ferner	
Konzessionsverfahren	der	Jahre	2016/2017	wurden	vonseiten	           wurden	verschiedene	Optimierungsprozesse	in	den	Analyse-
der	Geschäftsführung	der	ESWE	Verkehrsgesellschaft	in	Zu-            strukturen	der	Dienstplanungsauswertungen	in	Zusammen-
sammenarbeit	mit	der	Schwestergesellschaft	WiBus	und	der	            arbeit	mit	einer	Wirtschaftsprüfungsgesellschaft	begonnen.	
WVV	Wiesbaden	Holding	GmbH	aber	bereits	eingeleitet.	Die	            Für	das	Jahr	2011	konnten	verschiedene	aktuelle	Einflüsse	in	
Zielsetzung	dieser	Projektgruppe	besteht	darin,	frühzeitig	die	      den	Personalbereichen	der	Fahrdienste	erfolgreich	bearbeitet	
bedeutenden	Entscheidungen	für	ein	erfolgreiches	Konzessi-           werden.	Durch	kurzfristige	Dispositionsarbeiten	zwischen	den	
onsverfahren	2017	einzuleiten.                                       Fahrdienstbereichen	konnten	negative	Auswirkungen	durch	
                                                                     Personalfluktuation	beim	Subunternehmer	weitestgehend	
                                                                     verhindert	werden.
8
8   Lagebericht




    Entwicklung des Verkehrsangebots
    Die	Verkehrsleistungen	im	Wiesbadener	Liniennetz	werden	
    überwiegend	mit	Omnibussen	der	ESWE	Verkehrsgesellschaft	
    mbH	erbracht.	Im	Berichtsjahr	wurden	neben	218	unterneh-
    menseigenen	Omnibussen	(Vorjahr:	202)	bis	zu	28	angemietete	
    Fahrzeuge	des	Schwesterunternehmens	WiBus	(Vorjahr:	27)	
    eingesetzt.

    Die	Fahrleistungen	wurden	neben	den	ESWE-Fahrern	weiter-
    hin	durch	Fahrer	der	Schwestergesellschaft	WiBus	erbracht.	
    Die	WiBus	setzte	zum	Ende	des	Geschäftsjahres	256	Fahrer	ein	
    (Vorjahr:	253).	Im	Jahresdurchschnitt	waren	bei	ESWE	Verkehr	
    275	Fahrdienstmitarbeiter	(Vorjahr:	299)	beschäftigt.	Die	ge-
    fahrenen	Platzkilometer	änderten	sich	gegenüber	dem	Vorjahr	
    von	881	Mio.	Kilometer	auf	889	Mio.	Kilometer.

    Auch	für	das	Jahr	2011	zieht	die	Gesellschaft	ein	positives	Fazit	
    für	die	Entwicklung	des	Verkehrsangebots.	Unter	der	Prämisse	
    einer	wirtschaftlichen	Erstellung	der	Fahrleistungen	im	Wiesba-
    dener	ÖPNV	wird	punktuell	das	Verkehrsangebot	ergänzt	bzw.	
    verstärkt.	Zum	für	das	Wirtschaftsjahr	wichtigen	Fahrplan-
    wechsel	im	Dezember	2010	konnten	zahlreiche	Fahrplanverbes-
    serungen	umgesetzt	werden.	Infolge	der	nicht	umzusetzenden	
    Einstiegsregelung	„Einstieg	vorne“	und	der	daraus	erwarteten	
    Mehreinnahmen	wird	eine	Überarbeitung	des	aktuellen	Fahr-
    planangebots	zum	nächsten	Fahrplanwechsel	Ende	des	Jahres	
    2012	geprüft.



    Entwicklung der Verkehrsnachfrage
    Im	Geschäftsjahr	2011	konnte	der	bereits	in	den	Jahren	2006	bis	     analysiert	werden.	Die	Beförderungsentwicklung	aus	dem	Be-
    2010	eingeschlagene	positive	Trend	fortgesetzt	werden	und	ein	       reich	Summe	Fahrausweisverkauf	stieg	um 0,5	Prozent	von	45,2
    Anstieg	der	Fahrgastzahlen	verzeichnet	werden.	Die	Zahl	der	         Mio.	auf	45,4	Mio.	Beförderungsfälle	gegenüber	dem	Vorjahr	an.
    beförderten	Fahrgäste	im	Verkehrsgebiet	stieg	um	0,5	Mio.	auf	
    insgesamt	49,9	Mio.	Die	Entwicklung	der	beförderten	Fahrgäste	       Die	positive	Beförderungsentwicklung	der	ESWE	Verkehrsge-
    ist	auf	eine	Fülle	von	erfolgreichen	Maßnahmen	des	Unterneh-         sellschaft	ist	aus	Sicht	der	Geschäftsführung	auch	auf	intensive	
    mens	zurückzuführen.                                                 Marketing-	und	Vertriebsmaßnahmen	zurückzuführen.	Die	Ge-
                                                                         sellschaft	ist	kontinuierlich	bestrebt,	der	Nutzung	des	Öffentli-
    Der	Schwerpunkt	liegt	in	den	vonseiten	der	Gesellschaft	seit	        chen	Personennahverkehrs	in	Wiesbaden	ein	positives	Image	zu	
    2008	beworbenen	Maßnahmen	zur	Steigerung	der	Kundenbin-              verleihen.	Es	ist	allerdings	aus	Kundenreaktionen	festzustellen,	
    dung.	Sowohl	im	Bereich	der	Erwachsenenfahrkarten	wie	auch	          dass	die	Treibstoffpreisentwicklungen	der	vergangenen	Monate	
    im	Schüler-	und	Kinderbereich	konnten	Zuwachsraten	bei	den	          ebenfalls	eine	positive	Wirkung	auf	das	Nutzungsverhalten	der	
    langfristigen	Zeittickets	erreicht	werden.	                          Fahrgäste	besitzen.

    Im	Erwachsenenbereich	konnte	durch	die	eingesetzten	Mar-             Aber	auch	die	zahlreichen	Maßnahmen	zur	Verbesserung	der	
    ketinginstrumente	die	angestrebte	Anzahl	an	Abonnenten	in	           Fahrdienstleistungen	wirken	sich	positiv	aus.	Als	Ergebnis	dieser	
    Höhe	von	10.000	zum	Jahresende	annähernd	erreicht	werden.	           Bemühungen	wurde	in	der	für	das	Jahr	2011	durchgeführten	
    Besonders	erfolgreich	gestaltet	sich	hierbei	das	Job-Ticket-Pro-     Kundenzufriedenheitsmessung	mit	der	Note	2,6	wiederholt	ein	
    dukt	„FirmenCard“,	welches	im	Berichtsjahr	mit	verschiedenen	        erneut	sehr	gutes	Ergebnis	erzielt.	Dieses	Resultat	ist	als	Wert	
    Wiesbadener	Firmen	abgeschlossen	werden	konnte.                      identisch	mit	der	Beurteilung	des	Vorjahres	und	konnte	sogar	in	
    In	der	Gesamtbetrachtung	kann	eine	weiterhin	ausgesprochen	          einigen	Detailpunkten	leicht	verbessert	werden.
    positive	ÖPNV-Entwicklung	für	das	Geschäftsjahr	in	Wiesbaden
Lagebericht   9




Vermögens- und Finanzlage
Das	Investitionsvolumen	in	das	Anlagevermögen	belief	sich	im	Berichtsjahr	              aufwandsstruktur 2011
auf 8,1	Mio.	b (Vorjahr:	7,7	Mio.	b ).	Dabei	handelt	es	sich	im	Wesentlichen	um	die	
Anschaffung	neuer	Omnibusse	in	Höhe	von	5,3	Mio.	b.	Insgesamt	wurden	im	
aktuellen	Berichtsjahr	16	neue	Omnibusse	und	ein	Reisebus	in	Betrieb	genom-
men.	Zur	Finanzierung	der	Omnibusbeschaffungen	wurde	ein	Darlehen	mit	
einem	Nennbetrag	von	5,0	Mio.	b	aufgenommen.


Als	weitere	Position	ist	die	Anschaffung	eines	Bus-Ports	(2,1	Mio.	b )	zu	nennen.
Das	Anlagevermögen	ist	zu	9,9	Prozent	(Vorjahr:	10,5	Prozent)	durch	Eigenkapital	
sowie	zu	40,8	Prozent	(Vorjahr:	44,8	Prozent)	durch	Eigenkapital	und	mittel-	bis	
langfristiges	Fremdkapital	finanziert.
Finanz-	und	Fördermittel	der	öffentlichen	Hand	wurden	im	Berichtsjahr	im
Wesentlichen	in	Form	von	Zuwendungen	zur	Finanzierung	des	Öffentlichen	
                                                                                        Gesamtaufwendungen
Personennahverkehrs	gemäß	vertraglicher	Vereinbarungen	auf	RMV-Ebene	                   66,1 Mio. e
in	Höhe	von	2,6	Mio.	b,	für	die	Erstattung	von	Fahrgeldausfällen	gemäß	§§	145
ff.	SGB	IX	in	Höhe	von	1,9	Mio.	b	und	für	die	pauschalierte	Ausgleichszahlung	             Personalaufwand 41 %
im	Ausbildungsverkehr	gemäß	§	45a	PBefG	in	Höhe	von	2,0 Mio.	b	vereinnahmt.                Materialaufwand 37 %
                                                                                           Sonstige betriebliche
Dem	negativen	Cash-Flow	aus	der	laufenden	Geschäftstätigkeit	von	-8,8	Mio.	b	              Aufwendungen 13 %
(Vorjahr:	-13,8	Mio.	b)	sowie	den	Auszahlungen	für	Investitionen	von	8,1	Mio.	b	und	       Abschreibungen 9 %
für	die	Tilgung	von	Bankverbindlichkeiten	von 3,8	Mio.	b	stehen	Einzahlungen	der	
WVV	Wiesbaden	Holding	GmbH	aus	dem	Verlustausgleich	in	Höhe	von	14,4	Mio.	b	
sowie	Darlehensaufnahmen	von	5,9	Mio.	b	gegenüber.


Die	Zahlungsfähigkeit	der	ESWE	Verkehrsgesellschaft	mbH	war	während	des	ganzen	
Jahres	aufgrund	der	Abschlagszahlungen	der	WVV	Wiesbaden	Holding	GmbH	auf	
den	zu	übernehmenden	Verlustausgleich	uneingeschränkt	gegeben.	Aufgrund	des	            Umsatzerlöse 2011
bestehenden	Ergebnisübernahmevertrages	mit	der	WVV	Wiesbaden	Holding	GmbH	
ist	die	Eigenkapitalausstattung	der	Gesellschaft	nachhaltig	gesichert.	Die	Eigenkapi-
talquote	im	Berichtsjahr	hat	sich	unter	anderem	aufgrund	der	Darlehensaufnahme	
zur	Finanzierung	der	Omnibusbeschaffungen	von 9,4	Prozent	auf		9,0	Prozent	ver-
ringert.


Der	Anstieg	der	Bilanzsumme	um 1,6	Mio.	b	auf	42,1	Mio.	b	resultiert	auf	der	Aktiv-
seite	im	Wesentlichen	aus	der	Zunahme	der	Sachanlagen	(2,1	Mio.	b),	während	sich	
das	Umlaufvermögen	um	0,5	Mio.	b	reduzierte.	Auf	der	Passivseite	sank	die	Summe	
der	Rückstellungen	um	1,8	Mio.	b,	während	die	Bankverbindlichkeiten	um	2,2		Mio.	b	
und	die	kurzfristigen	Verbindlichkeiten	um	1,8	Mio.	b	stiegen.


                                                                                        Summe Linienverkehr
                                                                                        42 Mio. ew

                                                                                           Zeitkarten 52 %
                                                                                           Einzelfahrscheine 15 %
                                                                                           Schülerjahreskarten 13 %
                                                                                           Mehrfachkarten 11 %
                                                                                           Ausbildungsverkehr 5 %
                                                                                           Schwerbehinderte 4 %
10   Lagebericht




     Ertragslage und Ergebnis
     Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme hat sich gegen-             Die vergleichsweise geringen Auswirkungen im Bereich der 	
     über dem Vorjahresergebnis in Höhe von 13,8 Mio. b nur moderat        Treibstoffaufwendungen sind auf die erfolgreichen Maß-	
     verändert. Ein Jahresergebnis in Höhe von -13,9 Mio. b ist vor dem    nahmen der Dieselpreisabsicherungsgeschäfte zurückzuführen.
     Hintergrund der anspruchsvollen Rahmenbedingungen der
     Gesellschaft als planmäßig zu bewerten. 	                             Den Kostensteigerungen im Bereich der Fahrdienstleistungen
     	                                                                     stehen gesunkene Personalaufwendungen (27,2 Mio. b;
     Die Umsatzerlöse aus der Verkehrsleistung beliefen sich im 	          Vorjahr: 28,7 Mio. b) gegenüber. Trotz der durchgeführten Tarif-
     Geschäftsjahr auf 42,08 Mio. b (Vorjahr: 41,72 Mio. b). In diesen 	   anpassungen konnte durch den konsequenten Mitarbeiterab-
     Werten sind die Einnahmen aus der Vermarktung von Bus-	               bau im Fahrdienst der Personalaufwand um 0,5 Mio. b verringert
     außenflächen in Höhe von 0,7 Mio. b (Vorjahr: 0,6 Mio. b) 	           werden.	
     enthalten. Bei höheren Erlösen aus der Verkehrsleistung hat 	         	
     sich die höhere Rückstellungsbildung für Verpflichtungen 	            Die Abschreibungen stiegen im Berichtsjahr 2011 von 5,1 Mio. b 	
     aus dem Einnahmen-/Aufteilungsverfahren deutlich erlös-	              auf 5,5 Mio. b. Dies ist im Wesentlichen auf die zahlreichen 	
     mindernd ausgewirkt, sodass die Umsatzerlöse leicht über 	            Investitionsmaßnahmen in den Fuhrpark sowie das Verwal-
     dem Vorjahresniveau liegen.                                           tungsgebäude in den Jahren 2009 bis 2011 zurückzuführen.	
     	                                                                     	
     Die um 0,8 Mio. b gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge         Das negative Zinsergebnis hat sich aufgrund der Darlehensauf-
     resultieren im Wesentlichen aus höheren Erträgen aus dem 	            nahme zur Finanzierung der Omnibusbeschaffungen des
     Einnahmen-/Aufteilungsverfahren.	                                     Berichtsjahres um 0,2 Mio. b auf -0,7 Mio. b verschlechtert.

     Der Materialaufwand hat sich im Wesentlichen aufgrund 	
     der im Geschäftsjahr 2011 gestiegenen Treibstoffpreise 	
     (0,6 Mio. b) und der gestiegenen Fremdvergabe von Fahr-	
     dienstleistungen an das Schwesterunternehmen WiBus 	
     (0,7 Mio. b) um insgesamt 1,6 Mio. b auf 24,6 Mio. b erhöht. 	




     Risikomanagement
     Das Risikomanagementsystem wurde im Berichtsjahr auf Basis            bereiche im Rahmen einer vierteljährlichen Controlling-Informa-	
     der Vorjahre fortgeführt. Das ESWE-Risikomanagement ist als           tion. Zur Steuerung der Risiken hat das Unternehmen Maßnah-
     verbindliche Regelung im Unternehmen eingeführt und besteht           men ergriffen, die im Wesentlichen neben dem Einsatz interner
     aus den einzelnen Elementen:	                                         und externer Fachleute ein umfangreiches technisches Regel-
     	                                                                     werk, die Zertifizierung des Unternehmens, einen umfassenden
     	 •	 Strategie und risikopolitische Grundsätze                        Versicherungsschutz sowie Führungsleitsätze umfassen. Das
     	 • 	Ziele, Aufgaben und Verantwortlichkeiten                         Risikomanagementsystem ist in das Interne Kontrollsystem der
     	 • 	Identifikation der Risiken durch eine Risikoinventur             Gesellschaft eingebettet.	
     	 • 	Risikobewertung mit einer Darstellung des Risikoportfolios 	 	   	
     	 	 des Unternehmens                                                  Das langfristig bei der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH vorlie-
     	 • 	Risikosteuerung mit Festlegung von Frühwarnindikatoren           gende Hauptrisiko weist nach wie vor die Entwicklung im Euro-
     	 • 	Risikoberichtswesen zur Dokumentation und Kontrolle	             päischen Verkehrsrecht aus. Auch unter der Berücksichtigung
     	                                                                     des erfolgreichen Konzessionsverfahrens und der Konzessions-
     Als grundlegendes Instrumentarium für das Risikomanage-               verlängerung bis 2017 bleibt dieses Risiko langfristig bestehen.
     mentsystem wurden im Unternehmen ein Handbuch erarbeitet              Die Bewertung des Risikoszenarios insgesamt führt aber zu dem
     und ein Risikobeauftragter benannt. Das nach Bewertung der            Ergebnis, dass durch die ergriffenen Steuerungsmaßnahmen
     Risikoinventur erstellte Risikoportfolio für das Unternehmen          sowohl im Berichtsjahr als auch für die Zukunft keine Risiken er-
     wird regelmäßig fortgeschrieben. Hier erfolgt die regelmäßige         kennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.	
     Information der Geschäftsführung sowie der Unternehmens-
Lagebericht      11




Risiken aus Finanzinstrumenten
Die	Gesellschaft	ist	bezüglich	ihrer	Finanzinstrumente,	die	     Für	das	Geschäftsjahr	wurden	insgesamt	zwei	Absicherungs-
im	Geschäftsjahr	2011	im	Wesentlichen	Forderungen	und	           geschäfte	für	Dieselpreise	abgeschlossen.	Aus	dem	Jahr	2010	
sonstige	Vermögensgegenstände	sowie	Verbindlichkeiten	           bestand	noch	ein	Geschäftsabschluss	mit	einer	Laufzeit	von	
betreffen,	bestimmten	Risiken	ausgesetzt.	Das	Ausfallrisiko	     März	2010	bis	zum	28. Februar	2011.	Für	das	Kalenderjahr	2011	
aus	finanziellen	Vermögenswerten	besteht	in	der	Gefahr	des	      wurde	noch	ein	weiteres	Absicherungsgeschäft	vereinbart.	Zum	
Ausfalls	eines	Vertragspartners	und	daher	maximal	in	der	        31. Dezember 2011	bestand	kein	Absicherungsgeschäft	im	Rah-
Höhe	der	positiven	Zeitwerte	der	betreffenden	Forderungen.	      men	der	bisherigen	Geschäftsmodelle	mehr.	Es	waren	insgesamt	
Wir	gehen	davon	aus,	dass	durch	Wertberichtigungen	für	For-      rund	61	Prozent	des	jährlichen	Treibstoffbedarfs	gegen	perio-
derungsausfälle	das	tatsächliche	Risiko	aus	originären	Finanz-   dische	Dieselpreisschwankungen	abgesichert.	Für	das	Jahr	2012	
instrumenten	abgedeckt	ist.                                      wurde	bereits	zum	Ende	des	Geschäftsjahres	2011	ein	Festpreis-
                                                                 vertragsmodell	mit	einem	Treibstofflieferanten	abgeschlossen.
Seit	Ende	des	Geschäftsjahres	2008	bestehen	verschiedene	
Geschäfte	im	Bereich	von	Rohwaren-Swap-Geschäften	zur	           Zur	kontinuierlichen	Steuerung	der	Chancen	und	Risiken	aus	
Dieselpreisabsicherung.	Derartige	Absicherungsgeschäfte	         Sicherungsgeschäften	dient	ein	monatliches	Controlling-Tool,	
auf	Basis	von	Dieselpreis-Swaps	wurden	ausschließlich	zur	       welches	der	Geschäftsführung	einen	permanenten	Überblick	
Planungssicherheit	der	zeitweise	stark	schwankenden	Diesel-      zur	aktuellen	Situation	verschafft.	Vonseiten	der	Geschäftsfüh-
preise	eingesetzt	und	deckten	maximal	90	Prozent	der	erwar-      rung	wird	die	Strategie	der	Dieselpreisabsicherung	weiterhin	als	
teten	Einsatzmenge.                                              großer	Erfolg	bewertet,	denn	neben	der	hohen	Planungssicher-
                                                                 heit	für	das	laufende	Geschäftsjahr	konnte	das	wirtschaftliche	
                                                                 Ergebnis	der	Gesellschaft	mit	den	Erträgen	aus	den	Absiche-
                                                                 rungsgeschäften	um	587	T	b	verbessert	werden.
12   Lagebericht




     ausblick und Ziele
     Die	entscheidende	Frage	zur	Zukunft	der	ESWE	Verkehrsgesell-       Die	aktuellen	Trends	auf	den	Rohölmärkten	unter	Berücksich-
     schaft	mbH	konnte	für	die	Geschäftsführung	mit	der	Erteilung	      tigung	der	aktuellen	politischen	Entwicklungen	werden	nach	
     der	Linienkonzessionen	bis	2017	positiv	beantwortet	werden.	       unserer	Auffassung	für	2012	weitestgehend	erfolgsneutral	für	
     Somit	kann	für	die	Gesellschaft	auch	für	die	mittelfristige	Zu-    die	Gesellschaft	bleiben,	da	Festpreislieferverträge	für	die	Peri-
     kunft	ein	positiver	Ausblick	gegeben	werden.	ESWE	Verkehr	         ode	2012	vorliegen.	Fortsetzungen	dieser	Geschäftsmodelle	sind	
     sieht	sich	aber	bereits	im	Berichtsjahr	in	der	Vorbereitungs-      zwar	nur	unter	deutlichen	Kostensteigerungen	zu	realisieren,	
     phase	für	die	nächste	Konzessionsbeantragung.	Die	veränder-        aber	für	die	Gesellschaft	eine	wichtige	Prämisse	zur	Planungs-
     ten	rechtlichen	Rahmenbedingungen	zur	Vergabe	von	Verkehrs-        sicherheit	im	Geschäftsjahr.	Für	die	naheliegende	Zukunft	geht	
     leistungen	im	ÖPNV	werden	im	Strategie-Projekt	2017	unter	         die	Geschäftsführung	aber	weiter	davon	aus,	dass	die	Entwick-
     Federführung	der	WVV	Wiesbaden	Holding	GmbH	und	Beteili-           lungen	auf	den	Rohölmärkten		für	ESWE	Verkehr	nur	geringfügig	
     gung	der	Schwestergesellschaft	WiBus	berücksichtigt.               spürbar	sein	werden.

     Schwerpunkt	der	unternehmerischen	Aktivitäten	werden	              Für	die	Geschäftsjahre	2012	und	2013	werden	gemäß	der	verab-
     weiterhin	Prozessoptimierungs-	und	Restrukturierungsmaß-           schiedeten	Wirtschaftsplanung	unter	den	Prämissen	von	mode-
     nahmen	zur	Effizienzsteigerung	sein.	Hierbei	werden	die	Ergeb-     rat	steigenden	Fahrgastzahlen,	sinkenden	Personalkosten	und	
     nisse	der	erneuten	Analyse	des	sogenannten	„Vierten	Kriteri-       steigenden	Fremdleistungen	für	Subunternehmerleistungen	
     ums“	für	die	Geschäftsjahre	2010	und	2011	in	Zusammenarbeit	       Verluste	vor	Ergebnisübernahme	von	15,0	Mio.	b		bzw.	14,8	Mio.	b	
     mit	einer	Wirtschaftsprüfungsgesellschaft	einen	wichtigen	         erwartet.	Besondere	Prämissen	im	Bereich	der	Subunternehmer-
     Beitrag	leisten.	Diese	sollen	zukünftig	auch	für	entsprechende	    leistung	erfordern	eine	Überarbeitung	des	Wirtschaftsplanes	
     Wirtschaftsplanszenarien	genutzt	werden.                           2012	im	Verlauf	des	ersten	Halbjahres	des	Geschäftsjahres.

     Ein	weiterer	Schwerpunkt	liegt	in	den	zahlreichen	Maßnahmen	
     der	Gesellschaft	zur	Erhöhung	der	Fahrgastzahlen	in	Wiesbaden.	
     Durch	eine	verstärkte	Ausrichtung	des	Unternehmens	auf	die	
     Kundenbedürfnisse	und	eine	Verbesserung	des	ÖPNV-Images	
     in	der	hessischen	Landeshauptstadt	sollen	die	Fahrgastzahlen	
     im	Jahr	2012	die	50-Mio.-Marke	erreichen.	Die	Herausforderung	     Wiesbaden,	31.	März	2012
     besteht	darin,	dieses	unter	Berücksichtigung	der	wirtschaftli-
     chen	Rahmenbedingungen	des	Unternehmens	und	der	Zielset-           ESWE	Verkehrsgesellschaft	mbH
     zungen	des	Anteilseigners	zu	ermöglichen.	Mit	der	Erreichung	      																				
     der	Beförderungszahlen	in	Höhe	von	49,9	Mio.		in	2011	konnte	
     wieder	ein	wichtiger	Schritt	in	diese	Richtung	vollzogen	werden.

     Mit	dem	Blick	auf	die	andauernde	Wirtschafts-	und	Schulden-        	 Dipl.-Ing.	                    Dipl.-Verwaltungswirt	
     krise	konnte	die	Geschäftsführung	für	das	Geschäftsjahr	keine	     	 Uwe	Cramer	                    Stefan		Burghardt
     wesentlichen	Auswirkungen	für	die	Gesellschaft	feststellen.	
     Auch	im	Geschäftsfeld	zur	Vermarktung	von	Busaußenflächen	
     konnten	wieder	positive	Impulse	in	der	Werbe-	und	Marketing-
     branche	festgestellt	werden.
Lagebericht   13




Zwei Wahrzeichen Wiesbadens

Auch	sie	prägen	das	Stadtbild:	
Die	ESWE-Busse	sind	aus	dem	
Wiesbadener	Leben	ebenso	
wenig	wegzudenken	wie	etwa	
das	Kurhaus
14   Zentrale Themen des	Jahres	2011




     „Fahrplan sucht Foto“

     Erfolgreicher	Fotoideenwett-
     bewerb:	ESWEs	Fahrgastma-
     gazin	INFOMOBIL	suchte	–	
     und	fand	–	das	Titelbild	fürs	
     Fahrplanbuch	2012
Zentrale Themen des	Jahres	2011          15




ZeNTRaLe ThemeN DeS JahReS 2011



eRReChNeT: Fahrgastzahlen-Rekord
Um	0,3	Prozent	gegenüber	dem	Vorjahr	stieg	laut	Statistischem	    „häuschenlos“	gewesen	sind.	Vorrangig	werden	bei	der	Neuer-
Bundesamt	im	Jahr	2011	die	Zahl	der	Busfahrgäste	im	öffentli-     richtung	sogenannte	„Einstiegs-Haltestellen“	berücksichtigt,	
chen	Nahverkehr	in	Deutschland.	ESWE	Verkehr	konnte	sogar	ein	    also	solche	Haltestellen,	die,	meist	in	Fahrtrichtung	Stadtzen-
deutlich	größeres	Plus	verzeichnen:	Die	Gesamtzahl	der	Buspas-    trum	gelegen,	durchweg	deutlich	mehr	einsteigende	als	ausstei-
sagiere	in	Wiesbaden	wuchs	im	Jahresverlauf	um	fast	genau	ein	    gende	Fahrgäste	verzeichnen.
Prozent	–	von	knapp	49,4	auf	rund	49,9	Mio.
                                                                  Ebenfalls	im	Berichtsjahr	wurde	an	Haltestellen	ebenso	wie	an	
                                                                  Bussen	mit	der	Umsetzung	des	Prinzips	„Dynamisierung	der	
                                                                  Fahrgastinformation“	begonnen	–	was	bedeutet,	dass	Anzeigen,	
eRNeUeRT: Wartehallen,FGI-Systeme                                 die	sich	selbsttätig	aktualisieren,	also	dynamisch	statt	statisch	
                                                                  sind,	die	Nahverkehrskunden	stets	auf	den	neuesten	Informati-
Die	Wartehäuschen	an	Bushaltestellen,	offiziell	„Wartehallen“	    onsstand	hinsichtlich	ihrer	Busverbindungen	bringen.
genannt,	schützen	die	Fahrgäste	bei	Wind	und	Wetter.	Unter	       	 • Beispiel Bus-Zielanzeigen:	Die	nach	außen	gerichteten	
anderem	an	zwei	verkehrsneuralgischen	Knotenpunkten	des	          	 	 Displays,	oberhalb	der	Frontscheibe	eines	jeden	Busses	
Wiesbadener	Nahverkehrsnetzes,	nämlich	am	Platz	der	deut-         	 	 angebracht,	können	dank	einer	neuen	„Aktualisierungs-
schen	Einheit	(am	dortigen	Bussteig	C)	sowie	am	Bussteig	B	der	   	 	 Software“,	die	seit	2011	auf	einigen	Linien	erprobt	wird,	ihre	
Haltestelle	„Hauptbahnhof“,	wurden	im	Herbst	2011	größere	        	 	 Inschrift	automatisch	anpassen.	Die	neue	Software	
und	modernere	Fahrgast-Unterstände	eines	neuen	Bautyps	           	 	 „befiehlt“	der	vom	Bus-Bordrechner	gesteuerten	Zielan-
eingeweiht	–	als	eines	der	ersten	sichtbaren	Ergebnisse	des	      	 	 zeige	beispielsweise	ab	einem	bestimmten	Punkt	des	
Werbenutzungsvertrags,	den	die	Stadt	Wiesbaden	mit	dem	           	 	 Fahrtwegs,	einen	bestimmten	Hinweis	auszublenden.	
Unternehmen	Wall	AG	geschlossen	hatte	und	der	neben	vielen	       	 	 So	kann	etwa	ein	Bus	der	Linie 8	seine	Fahrt	in	Biebrich	mit	
anderen	Werbeflächen	im	Stadtbild	auch	die	Bushaltestellen-       	 	 der	Zielanzeigeninschrift	„Eigenheim/über	Hauptbahn-
Wartehäuschen	betrifft.                                           	 	 hof“	beginnen,	und	sobald	das	Fahrzeug	den	Hauptbahn-
                                                                  	 	 hof	hinter	sich	gelassen	hat,	erlischt	im	Zielanzeigen-
Aber	auch	an	vielen	andern	Bushaltestellen	in	Wiesbaden	          	 	 Display	automatisch	die	–	nun	ja	„erledigte“	–	Zusatzinfor-
wurde	im	Berichtsjahr	mit	Bauarbeiten	begonnen:	Denn	an	          	 	 mation	„über	Hauptbahnhof“.
105	Standorten	im	gesamten	Stadtgebiet,	an	denen	es	bislang	      	 • Beispiel Fahrgastinformationsanzeigen (FGI-Anzeigen):
überhaupt	kein	Haltestellen-Wartehäuschen	gab,	wurden	und	        	 	 Die	an	allen	Großhaltestellen	des	ESWE-Liniennetzes	vor	 	
werden	nun	erstmals	Wartehallen	errichtet	–	und	zwar	jene	        	 	 handenen	FGI-Anzeigen,	auf	denen	der	Fahrgast	ablesen	
des	neuen	Bautyps,	der	dem	modernen,	zeitgemäßen	Standard	        	 	 kann,	wann	„sein“	Bus	abfahren	wird,	können	künftig	noch	
entspricht	(siehe	oben).	Nach	Abschluss	der	Baumaßnahmen	         	 	 mehr.	An	den	beiden	Bussteigen	der	Haltestelle	„Luisenplatz“	
wird	mehr	als	die	Hälfte	der	insgesamt	etwa	800	Wiesbadener	      	 	 sowie	an	einigen	Bussteigen	der	Haltestelle	„Platz	der	
Haltestellen	über	einen	Fahrgast-Unterstand	verfügen.             	 	 Deutschen	Einheit“	konnten	die	Neuerungen	im	Berichts-
                                                                  	 	 jahr	bereits	realisiert	werden:	Nähert	sich	ein	ankomender	
Die	großflächige	Erweiterung	des	Wartehallennetzes	–	es	          	 	 Bus	der	Haltestelle,	blinkt	„seine“	Zeile	im	FGI-Display	–	die	
handelt	sich	um	den	umfangreichsten	Ausbau	seit	Jahrzehn-         	 	 einsteigewilligen	Passagiere	werden	also	„alarmiert“.
ten	–	komplettiert	das	2009	gestartete	ambitionierte	Warte-       	 	 Und	mehr	noch:	Sehbehinderte	Fahrgäste	haben	die	Mög-
hallen-Austausch-	und	Neubauprogramm,	dessen	erste	               	 	 lichkeit,	eine	akustische	Anzeige	zu	nutzen	–	wer	den	Knopf	
Phase	sich	dem	„Neu	gegen	Alt“-Austausch	an	bestehenden	          	 	 drückt,	der	an	einem	gelben	Kasten	unterhalb	des	
Wartehäuschen-Standorten	widmete.	In	der	Phase	zwei	geht	         	 	 FGI-Displays	angebracht	ist,	bekommt	von	einer	Stimme	
es	nun	seit	Ende	2011	um	Haltestellen,	die	bislang	gänzlich	      	 	 die	vier	nächsten	Abfahrten	angesagt.
16   Zentrale Themen des	Jahres	2011




     eRRIChTeT: Bus-Port                                                   eRLeBT: Elektromobilität
     Neu,	innovativ,	ökologisch:	Eine	echte	Errungenschaft	ist	der	im	     Die	Elektromobilität	war	im	Berichtsjahr	in	aller	Munde:	als	–	
     Juni	2011	auf	dem	ESWE-Betriebshof	eingeweihte	Bus-Port.	Der	         vermeintliche	–	Universallösung	für	die	vielfältigen	Probleme,	
     „Carport	im	XXL-Format“	ist	ein	wahrer	Alleskönner:                   die	der	zunehmende	Straßenverkehr	in	den	Städten	verursacht.	
                                                                           Das	Hauptaugenmerk	lag	und	liegt	bei	allen	Überlegungen	
     	   •	 Der	Bus-Port	bietet	rund	100	Linienfahrzeugen	von	             meist	auf	dem	Individualverkehr	–	doch	können	Elektroantriebe	
     	   	 ESWE	Verkehr	und	WiBus	einen	wirksamen	Hitze-	und	Käl-          ihren	nachhaltigen	Umweltnutzen	erst	dann	in	voller	Wirkungs-
     	   	 teschutz,	sodass	die	Heizung	bzw.	die	Klimaanlage	in	den	       breite	ausspielen,	wenn	sie	in	Fahrzeugen	des	öffentlichen	Nah-
     	   	 Bussen	nicht	mehr,	wie	früher	manchmal	notwendig,	bei	          verkehrs,	insbesondere	in	Linienbussen,	zum	Einsatz	kommen.	
     	   	 eingeschaltetem	Motor	auf	Hochtouren	laufen	muss,	um	           Denn	die	E-Mobilität	bietet	nur	für	zwei	der	drei	Hauptprobleme	
     	   	 das	Fahrzeuginnere	auf	Temperaturen	zu	bringen,	die	für	        des	heutigen	Straßenverkehrs	eine	Lösung:	für	die	Abgas-	und	
     	   	 die	Fahrgäste	und	den	Fahrer	angenehm	sind.                     für	die	Lärmemissionen.	Das	dritte	Problem	jedoch	bleibt:	
                                                                           nämlich	die	Belastungen,	die	durch	das	grundsätzliche	Zuviel	an	
     	   •	 Vor	allem	aber	ist	der	Bus-Port	ein	riesiger	Solar-Carport:	   Pkws	entstehen	und	die	in	sinnlosem	Parkplatzsuchverkehr,	in	
     	   	 Der	Bus-Unterstand	beherbergt	auf	seiner	Oberseite	             zugeparkten	Wohnstraßen	sowie	in	den	zahlreichen	Staus,	die	
     	   	 Wiesbadens	größte	Dachflächen-Photovoltaik-Anlage.	             längst	nicht	mehr	nur	in	der	Rushhour	entstehen,	ihren	Ausdruck	
     	   	 Auf	rund 5.500	Quadratmetern	sind	hier	insgesamt 1.800	         finden.	Hier	hilft	die	Elektromobilität	per	se	nicht	weiter,	denn	
     	   	 Solar-Panels	montiert,	die	auf	emissionsfreie	Weise	regene-     auch	ein	Elektro-Pkw	ist	zuallererst	ein	Auto	–	er	kann	also	Stra-
     	   	 rativen	Strom	erzeugen	–	und	zwar	rund	400.000	Kilowatt-        ßen	verstopfen	und	beansprucht	Parkraum.
     	   	 stunden	pro	Jahr,	die	ins	Netz	der	Schwestergesellschaft	       Die	Konsequenz,	die	sich	aus	diesen	Überlegungen	ergibt,	lautet:	
     	   	 ESWE	Versorgung	eingespeist	werden.                             Einsatz	von	Elektroantrieben	im	Öffentlichen	Personennah-
                                                                           verkehr,	insbesondere	in	Linienbussen.	Hierzu	ergriff	die	ESWE	
     	   •	 Damit	nicht	genug:	Das	Regen-	und	Schmelzwasser,	das	sich	     Verkehrsgesellschaft	im	Jahr	2011	die	Initiative:	Am	25.	Juli	fand	
     	   	 auf	dem	Dach	des	Bus-Ports	ansammelt,	läuft	in	seitlich	        in	Wiesbaden	die	erste	Kennenlernfahrt	mit	einem	neuartigen	
     	   	 am	Bauwerk	angebrachten	Regenrinnen	zusammen,	wird	             Elektro-Linienbus	namens	„e.cobus“	statt,	und	im	Rahmen	des	
     	   	 von	dort	aus	nach	unten	geleitet,	dann	durch	eine	Unter-        Stadtfests	Mitte	September	wurde	den	Besuchern	die	E-Mobi-
     	   	 druckleitung	in	die	nur	wenige	Meter	entfernt	gelegene	         lität	auf	vielfältige	Weise	erlebbar	präsentiert	und	anschaulich	
     	   	 Buswaschanlage	befördert	–	und	dort	für	die	tägliche	Bus-       nahegebracht.
     	   	 wäsche	genutzt.	
                                                                           Der	„e.cobus“,	hergestellt	von	dem	ebenfalls	in	Wiesbaden	
                        Ein Video zu diesem Thema finden Sie               ansässigen	Unternehmen	CONTRAC,	das	sich	schon	seit	Jahren	
                        auf der beiliegenden DVD sowie online
                        im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr:
                        www.youtube.com/esweverkeh r




     Jedes	etwa	einen	Meter	hoch	und	knapp 1,70	Meter	breit,	in	60	Reihen	à	30	Stück	angeordnet:	
     So	liegen	die	1.800	Solar-Panels	auf	dem	Bus-Port-Dach
Zentrale Themen des	Jahres	2011         17




mit	der	Entwicklung	elektrisch	betriebener	Linienbusse	befasst,	
soll	im	Jahr	2012	bei	ESWE	Verkehr	in	einen	Pilotversuch	gehen.	                     Ein Video zu diesem Thema finden Sie
                                                                                     auf der beiliegenden DVD sowie online
Ein	oder	zwei	Exemplare	des	E-Busses	sollen	dann	zwei	Jahre	                         im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr:
lang	im	Wiesbadener	Liniennetz	ihre	Praxistauglichkeit	unter	                        www.youtube.com/esweverkeh r
Beweis	stellen.




                                                                                                        Premierenbesuch	vor	dem	
                                                                                                        Kurhaus:	Im	Juli	2011	war	der	
                                                                                                        „e.cobus“	erstmals	im	
                                                                                                        Wiesbadener	Stadtzentrum	
                                                                                                        zu	Gast	und	präsentierte	sich	
                                                                                                        der	Öffentlichkeit



eRReIChT: „Ökoprofit“ und „EcoStep“
Seit	dem	Jahr	2007	nimmt	die	ESWE	Verkehrsgesellschaft	an	          Im	Berichtsjahr	neu	hinzugekommen	ist	unter	anderem	die	
dem	betrieblichen	Umweltmanagementprogramm	„Ökoprofit“	             energetische	Sanierung	der	Dächer	der	Buswerkstatt.
teil;	ein	Jahr	später	wurde	der	Verkehrsgesellschaft	das	Quali-
tätssiegel	„Zertifizierter	Ökoprofit-Betrieb“	zuerkannt.	ESWE	      Die	erreichten	Umweltziele	lassen	sich	auch	in	Zahlen	ausdrü-
Verkehr	wirkt	außerdem	erfolgreich	beim	integrierten	prozess-       cken:	Der	Gesamtenergieverbrauch	des	Unternehmens	lag	im	
orientierten	Unternehmensmanagementsystem	„EcoStep“	mit;	           Jahr	2011	um	rund	19	Prozent	niedriger	als	noch	im	Jahr	2008;	um	
ein	entsprechendes	Zertifikat	der	Deutschen	Gesellschaft	zur	       ebenfalls	knapp	ein	Fünftel	reduzierten	sich	im	selben	Zeitraum	
Zertifizierung	von	Managementsystemen	hat	das	Verkehrs-             die	Energiekosten.
unternehmen	im	Jahr	2010	erlangt.
                                                                    Zu	den	ökologisch	relevanten	Aktivitäten	zählt	auch	die	Tatsa-
Im	Rahmen	ihrer	Umweltschutzaktivitäten	hat	ESWE	Verkehr	           che,	dass	die	rund	235	Busse	umfassende	Fahrzeugflotte	von	
auf	dem	Betriebsgelände	an	der	Wiesbadener	Gartenfeldstraße	        ESWE	Verkehr	und	der	Schwestergesellschaft	WiBus	stets	mit	
eine	ganze	Reihe	ökologisch	bedeutender	Maßnahmen	realisiert.	      der	neuesten	Abgasfiltertechnologie	ausgerüstet	ist	–	in	der	
Als	Beispiele	aus	der	jüngeren	Vergangenheit	seien	hier	genannt:	   Regel	werden	hierbei	gesetzliche	Standards	sogar	schon	lange	
	 •	 die	Verwendung	aufbereiteten	Brauchwassers	in	der	Bus-         vor	ihrem	Inkrafttreten	erfüllt.	Ergänzt	wird	dieses	Engagement	
	 	 waschanlage	                                                    dadurch,	dass	eine	umweltfreundliche,	also	lärm-	und	abgas-
	 •	 die	energieeffiziente	Umrüstung	der	Werkstattbeheizung         reduzierende	Fahrweise	seit	langem	fester	Bestandteil	der	Aus-	
	 •	 die	Ausstattung	der	Buswerkstatt	und	des	Verwaltungsge-        und	Fortbildung	der	ESWE-	und	WiBus-Fahrer	ist.
	 	 bäudes	mit	Energiesparleuchten	
	 •	 die	energetische	Optimierung	des	Verwaltungsgebäudes	
	 	 mittels	verbesserter	Isolierung
18   Zentrale Themen des	Jahres	2011




     eRWeITeRT: ESWE Verkehr Service GmbH
     Zu	einer	flexiblen	und	schlagkräftigen	„Schnelleingreiftruppe“	     Unternehmensfamilie	allgemeine	Dienstleistungen	unter-
     mit	hoher	und	zuverlässiger	Problemlösungskompetenz	hat	sie	        schiedlichster	Art:	seien	es	Fahrdienste,	sei	es	die	Unterstützung	
     sich	entwickelt:	die	zum	Jahresbeginn	2010	gegründete	ESWE	         bei	Marketingaktionen	und	Großveranstaltungen,	sei	es	die	
     Verkehr	Service	GmbH,	kurz:	„EVS“.	Das	jüngste	Tochterunter-        Kinderbeaufsichtigung	im	Rahmen	der	„Busschule“.
     nehmen	der	ESWE	Verkehrsgesellschaft	weist	ein	beachtliches	
     Wachstum	auf	–	insbesondere	in	personeller	Hinsicht:	Am	            Auch	externe	Kunden	können	die	Dienste	der	EVS	buchen.	Der	
     1.	Januar	2010	mit	gerade	mal	25	Angestellten	ins	unterneh-         erste	Großauftrag	von	außerhalb	der	ESWE-Unternehmens-
     merische	Leben	gestartet	(darunter	17	Mitarbeiter,	die	vom	         familie	kam	2011	von	der	Wiesbadener	Stadtverwaltung:	Seither	
     Mutterunternehmen	ESWE	Verkehr	gestellt	wurden,	sowie	acht	         sind	es	EVS-Mitarbeiter,	die	Wiesbadens	Parkscheinautomaten	
     eigene	Mitarbeiter,	die	von	der	Mainzer	Verkehrsservice	GmbH	       entleeren.	Darüber	hinaus	sind	seit	Herbst	2011	erstmals	soge-
     übernommen	worden	waren),	waren	Ende	Januar	2012	schon	67	          nannte	„Busstreifen“	in	Wiesbaden	unterwegs:	Im	Rahmen	einer	
     Männer	und	Frauen	für	die	Service	GmbH	tätig	–	alle	in	unbe-        bis	dato	einmaligen	Kooperation	werden	die	Angehörigen	der	
     fristeten	Arbeitsverhältnissen.	Damit	nicht	genug:	Vom	ersten	      Stadtpolizei,	wenn	sie	im	ÖPNV-Umfeld	im	Einsatz	sind,	von	EVS-
     Jahr	ihrer	Existenz	an	konnte	die	junge	ESWE-Servicegesellschaft	   Mitarbeitern	begleitet,	die	zuvor	erfolgreich	eine	Ausbildung	
     stets	ein	positives	Geschäftsergebnis	ausweisen.                    zum	Ordnungspolizisten	absolviert	haben.	Die	gemischten	Dop-
                                                                         pelstreifen	kümmern	sich	beispielsweise	um	die	Beseitigung	
     Nach	der	Unternehmensgründung	Anfang	2010	hatte	zunächst	           von	Unrat	an	Bushaltestellen	(„Sauberkeit“),	sie	verhindern	als	
     ausschließlich	die	Fahrausweisprüfung	auf	der	Aufgabenagen-         uniformierte	Respektspersonen	gewalttätige	Übergriffe	in	den	
     da	der	EVS	gestanden.	Schnell	jedoch	kamen	zahlreiche	weitere	      Bussen	(„Sicherheit“),	und	sie	nehmen	jene	Autofahrer	ins	Visier,	
     Bereiche	hinzu:	So	fallen	heute	beispielsweise	auch	der	Betriebs-   die	ihren	Pkw	verkehrsbehindernd	auf	einer	Busfahrspur	parken	
     schutz	inklusive	der	Pförtnerei	sowie	die	Unterhaltsreinigung	      („Schnelligkeit“).	Die	„Busstreifen“	tragen	somit	zur	Attrak-
     des	Firmengebäudes	von	ESWE	Verkehr,	des	Betriebsgeländes	          tivitätssteigerung	des	Nahverkehrs	in	der	Landeshauptstadt	
     und	der	Buswerkstätten	in	die	Zuständigkeit	der	EVS.	Darüber	       insgesamt	bei.
     hinaus	erbringt	die	Servicegesellschaft	innerhalb	der	ESWE-
Zentrale Themen des Jahres 2011       19




ERMITTELT: Kundenzufriedenheit
Ein Mal pro Jahr untersucht die Hochschule RheinMain im Auf-          In der „Promotoren-Wertung“ (als Promotoren gelten in der
trag von ESWE Verkehr, wie zufrieden die Wiesbadener Bevölke-         Markt- und Meinungsforschung jene Befragten, die ein Produkt
rung mit den Angeboten des hiesigen öffentlichen Nahverkehrs          oder eine Dienstleistung in ihrem persönlichen Umfeld weiter-
ist. Dies geschieht nicht nur aus nachvollziehbarem Eigeninte-        empfehlen würden) kam der Nahverkehr – bei 32 Prozent Befür-
resse: Seit die Verkehrsgesellschaft im Jahr 2008 erneut die Kon-     wortern und 27 Prozent Kritikern – auf den sehr guten Wert von
zessionen für den Betrieb des Linienbusverkehrs in Wiesbaden          plus fünf. Der Pkw-Verkehr hingegen erzielte einen Promotoren-
erhalten hat – und zwar für den Zeitraum 2009 bis 2017 –, muss        Wert von minus 62, der sich aus nur neun Prozent Befürwortern,
das Unternehmen den städtischen Gremien jährlich einen Leis-          aber 71 Prozent Kritikern errechnete.
tungsbericht vorlegen, der unter anderem aus einer aktuellen
Analyse der Kundenzufriedenheit besteht.                              Bei den Einzelkriterien des Nahverkehrs wurden 2011 einerseits
                                                                      die Schnelligkeit der Verbindungen, die Fahrtentaktung und die
Die Auswertung der im Jahr 2011 in vier Intervallen durchge-          Erreichbarkeit der Ziele sowie andererseits die Linienführung,
führten wissenschaftlichen Repräsentativbefragungen – insge-          die Haltestellenstandorte und die Engmaschigkeit des Linien-
samt wurden 1.876 Passanten an zehn verschiedenen Standorten          netzes besser bewertet als im Vorjahr. Auch das Preis-Leistungs-
im Stadtgebiet interviewt – ergab ein sehr stabiles Meinungs-         Verhältnis sowie die Atmosphäre in den Bussen erhielten posi-
bild: Schon zum dritten Mal in Folge erzielte der Wiesbadener         tivere Beurteilungen. Etwas schlechter als 2010 fielen die Noten
Nahverkehr, orientiert an der Schulnotenskala von eins bis sechs,     für die Sauberkeit in den Bussen und für die Informationen über
die Gesamtnote 2,6. Ebenfalls unverändert blieb gegenüber dem         Tarife und Tickets aus.
Jahr 2010 die Einschätzung der Pkw-Nutzung in Wiesbaden: Hier
lautete die Gesamtnote abermals 3,2.




  TOPTHEMA im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 1/11:



  Mehr als 13 Monate Kreativarbeit
  Man sieht es dem Fahrplanbuch, dessen alljährliche Neuauf-         Wenn man liest „Die Arbeiten beginnen im November“,
  lage stets am zweiten Dezember-Sonntag in Kraft tritt, nicht       könnte man zu dem falschen Schluss kommen, vom Beginn
  an – und doch steckt in dem gut 550 Seiten umfassenden             der Planungen bis zum Inkrafttreten des fertigen neuen
  Druckerzeugnis die planerische Arbeit von mehr als 13 Mona-        Fahrplans Mitte Dezember vergingen lediglich anderthalb
  ten. Dass die Erstellung eines neuen Fahrplans beinahe mit         Monate. Weit gefehlt: Für den Fahrplanwechsel 2011/2012
  der kreativen Erschaffung eines Kunstwerks zu vergleichen          (Stichtag: 11. Dezember 2011) haben die ersten Planungs-
  ist, zeigt die INFOMOBIL-Artikelserie „Einsatz für die Fahrplan-   schritte bereits im November 2010, also gut 13 Monate zuvor,
  tüftler“, die über ein ganzes Jahr hinweg den Entstehungs-         stattgefunden!
  prozess des „Gesamtkunstwerks Fahrplan“ dokumentiert.
  Der erste Teil der Serie beschreibt die Arbeitsschritte „von der
  Mängelanalyse zur Magistratsvorlage“.                              Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorlie-
                                                                     gende Geschäftsbericht ab Seite 23 bereit.
20   Betriebsbereiche




     Kundenkommunikation via Facebook

     Erfolgreicher	Start	für	ESWEs	
     Fanpage:	Das	„CleverCard	
     CoverCasting“	ließ	die	Be-
     sucherzahlen	auf	der	neuen	
     Facebook-Seite	rapide	in	die	
     Höhe	schnellen
Betriebsbereiche       21




INFORMATIONEN AUS DEN BETRIEBSBEREICHEN

Fahrdienst
Zivilcourage-Seminare

Nachdem ESWE Verkehr bereits im Jahr 2010 erste und seither            Dabei ging es in den Seminaren keineswegs um Selbstverteidi-
regelmäßige Deeskalationstrainings für Fahrdienstmitarbeiter           gung; den Teilnehmern wurde vielmehr erklärt und in Rollen-
ins Leben gerufen hatte – diese besonderen Ausbildungen sollen         spielen auch demonstriert, wie man andere Personen aus poten-
den Fahrern zu mehr Sicherheit im Umgang mit brenzligen                ziell gefährlichen Szenarien befreien kann. Zu den praktischen
Situationen in den Bussen verhelfen –, wurden im Berichtsjahr          Handlungsanleitungen, die dem Motto „Menschen möchten
erstmals auch Zivilcourage-Trainings für Fahrgäste angeboten.          helfen – sie wissen häufig nur nicht wie!“ folgten, gehörte es bei-
„Zivilcourage: Ja! Aber wie?“: So lautete der programmatische          spielsweise, in einer Konfliktsituation ganz gezielt Öffentlichkeit
Titel der Seminarreihe, die sich in zunächst fünf jeweils vierstün-    herzustellen, um auf diese Weise der möglichen Bedrohung
digen Einzelveranstaltungen dem Thema Gewaltprävention                 entgehen zu können. Auch das Sich-Abwenden vom Angreifer,
widmete. Initiiert, organisiert und gemeinsam durchgeführt             den es zu isolieren gilt und aus dessen „Magnetfeld“ man sich
wurden die Seminare vom Polizeipräsidium Westhessen, dem               befreien soll, und das Sich-Konzentrieren auf die Situation des
Wiesbadener Präventionsrat, dem hessischen Landesprojekt               (potenziellen) Opfers zählten zu den Lerninhalten.
„Netzwerk gegen Gewalt“, dem auch die Stadt Wiesbaden ange-
hört, sowie dem Fahrdienst der ESWE Verkehrsgesellschaft. Ziel         Die große und durchweg äußerst positive Resonanz auf das
der Initiative war es, interessierte Bürger darin zu schulen, wie      für die Teilnehmer kostenlose Seminarangebot zeigte, dass bei
sie in Konfliktsituationen – etwa während der Fahrt in einem           vielen Menschen ein starkes Interesse vorhanden ist, richtiges
öffentlichen Verkehrsmittel – deeskalierend, also entschärfend         Helfen zu lernen. Um diesem Interesse gerecht zu werden,
reagieren können.                                                      wurde entschieden, die Seminarreihe im Jahr 2012 fortzusetzen.



  TOPTHEMA im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 2/11:



  Von der Leidenschaft, Busfahrer zu sein
  Eine Busaußenwerbung der etwas anderen Art bekommen                 Der Adressatenkreis dieser neuartigen Kommunikationskam-
  die Wiesbadener seit Ende Juni zu Gesicht: 20 Busfahrer             pagne ist dabei weit gefasst:
  präsentieren sich mit ihren Konterfeis auf drei Bussen und
  erklären dem Betrachter mit launigen Sprüchen, warum sie            Zum einen soll erreicht werden, dass die Öffentlichkeit
  ihren Beruf lieben und ihn gegen keinen anderen eintauschen         mehr Verständnis für die anspruchsvolle Tätigkeit, die ein
  möchten.                                                            Busfahrer tagtäglich ausübt, aufbringt – es soll klar werden,
                                                                      dass Busfahrer für ihre verantwortungsvolle Arbeit, die sie
  „Wer braucht schon einen Ferrari, wenn er einen Bus fahren          der Gemeinschaft erbringen, Respekt, Anerkennung und
  kann?“; „Wiesbaden ohne Busfahrer wäre wie Kochbrunnen              Wertschätzung verdienen. Zum anderen ist die Kampagne
  ohne Wasser!“; „Busfahrer sein: Herausforderung mit Herz und        bewusst als Imagekampagne konzipiert: Sie soll mit Blick auf
  Verstand!“:                                                         die Personalgewinnung Werbung für den Busfahrerberuf
                                                                      machen und diesen insbesondere in den Augen potenzieller
  Mit diesen und 17 weiteren Textbotschaften, teils schlagfer-        Stellenaspiranten aufwerten.
  tig-pointiert, teils nachdenklich-besinnlich, wollen die 20
  Wiesbadener Busführer – je zehn von ESWE Verkehr und von            Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorlie-
  WiBus – vermitteln, dass sie stolz sind auf ihren Beruf.            gende Geschäftsbericht auf Seite 29 bereit.
22   Betriebsbereiche




     Busschulung für Senioren

     Öffentliche	Verkehrsmittel	zu	nutzen,	sollte	eigentlich	keine	      Hauptbahnhof	in	die	„E6“-Sonderbusse	einsteigen,	die	dort	von	
     Frage	des	persönlichen	Mutes	sein.	Und	doch	schrecken	vor	          etwa	drei	Stunden	bis	etwa	anderthalb	Stunden	vor	Spielbeginn	
     allem	gehbehinderte	Menschen	und	auch	Rollstuhlfahrer	bis-          in	Fünf-	bis	15-Minuten-Abständen	abfuhren.	
     weilen	davor	zurück,	mit	dem	Bus	zu	fahren,	denn	Nervosität,	       Über	die	Fahrten	zur	„Coface-Arena“	hinaus	fanden	im	Berichts-
     Unsicherheit	und	Ängste	münden	nicht	selten	in	eine	Stresssitu-     jahr	zahlreiche	weitere	Sonderfahrten	statt,	etwa	zu	Konzerten	
     ation,	die	Menschen	mit	einer	Gehbehinderung	dazu	verleiten	        des	Rheingau-Musik-Festivals.	Auch	Schulen,	Kindergärten	und	
     kann,	auf	die	Fahrt	mit	dem	Bus	–	und	damit	leider	auch	auf	        andere	Einrichtungen	mieteten	im	Jahr	2011	wieder	so	manchen	
     manche	Teilhabe	am	öffentlichen	Leben	–	zu	verzichten.	Diese	       ESWE-Bus,	darunter	auch	den	Reisebus	der	Verkehrsgesell-
     Erkenntnis	lag	einer	bis	dato	einmaligen	Aktion	zugrunde,	die	im	   schaft,	für	diverse	Ausflugs-	und	andere	Fahrten	an.
     September	des	Berichtsjahres	im	Wiesbadener	Stadtteil	Biebrich	
     stattfand:                                                          Dienstkleidung

     Interessierte	Bewohner	des	Biebricher	Seniorenzentrums	Katha-       Im	Berichtsjahr	wurde	die	Dienstkleidung	der	ESWE-Busfahrer	
     rinenstift	erhielten	die	Möglichkeit,	an	einem	halbtägigen	Bus-     einer	Modernisierung	unterzogen.	Zeitgemäße	und	bedarfs-
     training	teilzunehmen,	das	hauptsächlich	das	Ziel	verfolgte,	die	   gerechte	Kleidungsstücke	wie	beispielsweise	Jeanshosen	und	
     Hemmschwelle	vor	dem	Einsteigen	in	einen	Bus	abzubauen.	Un-         Polohemden	erweitern	seither	das	Bekleidungsangebot,	das	
     ter	der	ebenso	sachkundigen	wie	seniorengerechten	Anleitung	        seit	dem	Wechsel	des	Kleidungslieferanten	im	Jahr	2008	unter	
     durch	ESWE-Fahrer	Ottmar	Seliger	lernten	die	Katharinenstift-       der	Devise	„Weg	von	der	Behörden-Uniform,	hin	zum	Business-
     Bewohner	in	anschaulichen	Lektionen,	wie	man	auch	als	Gehbe-        Outfit!“	steht.	
     hinderter	oder	Rollstuhlfahrer	gefahrlos	den	Bus	nutzen	kann.
                                                                         Auch	die	Bestell-	und	Verteilorganisation	der	Dienstkleidung	
     Sonderfahrten                                                       hat	sich	deutlich	verändert:	So	ist	jeder	Busfahrer	nun	Inhaber	
                                                                         eines	persönlichen	Dienstkleidungskontos,	auf	dem	ihm	Punkte	
     Seit	der	Eröffnung	des	neuen	Mainzer	Fußballstadions	„Coface-       zur	Verfügung	stehen,	die	er	individuell	für	die	Anschaffung	
     Arena“	im	Sommer	2011	unterstützte	ESWE	Verkehr	die	Kollegen	       von	Kleidungsstücken	ausgeben	kann.	Jedes	Kleidungsstück	aus	
     der	Mainzer	Verkehrsgesellschaft	(MVG)	an	allen	Heimspielta-        der	umfangreichen	Auswahlpalette	besitzt	einen	definierten	
     gen	des	Bundesligisten	Mainz	05	mit	Fahrzeugen	und	Fahrern:	        Punktewert,	der	vom	Konto	abgebucht	wird,	nachdem	sich	der	
     Die	rund	75	MVG-Busse,	die	die	Fußballfans	jedes	Mal	zur	Arena	     Fahrer	ein	bestimmtes	Stück	bestellt	hat.	Die	georderten	Klei-
     brachten,	wurden	stets	um	rund	zehn	Wiesbadener	Gelenkbusse	        dungsstücke	werden	den	Fahrern	dann	bequem	per	Paketdienst	
     ergänzt.	Besonders	praktisch	für	alle	Schlachtenbummler	von	        direkt	nach	Hause	geliefert;	eine	Kleiderkammer	existiert	somit	
     der	hessischen	Rheinseite:	Sie	konnten	direkt	am	Wiesbadener	       bei	ESWE	Verkehr	nicht	mehr.




     Prüfung	bestanden:	Die	ESWE-eigene	Fahrschule	bildet	zum,	so	der	offizielle	Name,	Berufskraftfahrer	aus
Betriebsbereiche      23




Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung
Angebotsoptimierungen

FahrPLanWechSeL
Der	Fahrplanwechsel	am	11.	Dezember	2011	brachte	abermals	        	       •   Linie 43
eine	Reihe	quantitativer	wie	qualitativer	Verbesserungen	im	      	       	   In	Kooperation	mit	der	Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft	
Wiesbadener	Linienverkehr	mit	sich.	Wie	in	jedem	Jahr	gingen	     	       	   (MTV)	verkehrt	nun	montags	bis	freitags	auf	der	Strecke
viele	der	zum	Fahrplanwechsel	wirksam	werdenden	Optimie-          	       	   Breckenheim	–	Wallau	–	Nordenstadt	–	Hauptbahnhof	
rungen	des	Fahrtenangebots	auf	Wünsche	und	Anregungen	            	       	   (sowie	in	der	Gegenrichtung)	die	neue	ESWE-Linie	43.	Neu	
vonseiten	der	Fahrgäste	zurück.	Erstmals	kamen	im	Berichtsjahr	   	       	   ist	auch	die	Haltestelle	„Breckenheim/Gerbermühle“,	die	
diese	Vorschläge	auch	auf	interaktivem	Weg,	nämlich	über	das	     	       	   die	43er-Busse	auf	ihrem	Fahrtweg	zwischen	Breckenheim	
Online-Forum	auf	www.eswe-verkehr.de,	bei	der	Verkehrsge-         	       	   und	Wallau	bedienen.	Die	neue	Linie	43	übernahm	zudem	
sellschaft	an.	                                                   	       	   die	bisherigen	Fahrten	der	Linie	E	zwischen	Breckenheim	
                                                                  	       	   und	dem	Hauptbahnhof,	wobei	der	Fahrtweg	zwischen	
                                                                  	       	   Breckenheim	und	Nordenstadt	nun	über	Wallau	verläuft.	
                                                                  	       	   Einige	Fahrten	der	Linie	43	finden	als	„Ringverkehr“	statt:	
                                                                  	       	   Sie	führen	von	Breckenheim	nach	Wallau	und	von	dort	aus	
                                                                  	       	   auf	anderer	Fahrtstrecke	direkt	nach	Breckenheim	zurück.

                                                                  Die	zum	Fahrplanwechsel	2011/2012	in	Kraft	getretenen	Ange-
                                                                  botsoptimierungen	betrafen	darüber	hinaus	folgende	Linien	
                                                                  (Auswahl	der	wichtigsten	Änderungen):

                                                                      •       Linie 2
                                                                  	   	       Wegen	gestiegener	Fahrgastnachfrage	verkehrt	die	Linie	2
                                                                  	   	       an	Schultagen	nachmittags	in	Fahrtrichtung	Klarenthal	
                                                                  	   	       nun	im	10-Minuten-Takt.	Zudem	werden	die	2er-Busse,	um	
                                                                  	   	       eine	umsteigefreie	Verbindung	von	der	Altstadt	in	Richtung	
                                                                  	   	       Friedrich-	und	Bleichstraße	sowie	nach	Klarenthal	zu	erzie-
                                                                  	   	       len,	bereits	an	der	Haltestelle	„Webergasse“	eingesetzt.	
                                                                  	   	       Zwischen	„Dernsches	Gelände“	und	der	Klarenthaler	End-
                                                                  	   	       haltestelle	„Graf-von-Galen-Straße“	entstand	somit,	im	
In	der	Verkehrssteuerung:	Der	Fahrzeugeinsatz	ist	eines	der	      	   	       Zusammenwirken	mit	der	Linie	14,	ein	5-Minuten-Takt.
Herzstücke	der	Arbeit	bei	ESWE	Verkehr                            	   •       Linie 8
                                                                  	   	       Wegen	gestiegener	Fahrgastnachfrage	auf	der	Wilhelm-
                                                                  	   	       straße	sowie	zwischen	der	Innenstadt	und	dem	Hauptbahn-
Mit	dem	Fahrplanwechsel	am	11.	Dezember	wurde	insbesondere	       	   	       hof	wurde	die	Linie	8	sonntags	zwischen	circa	12:00	und		
das	Busangebot	im	„Ländchen“,	der	Region	im	Osten	Wiesbadens,	    	   	       circa	20:00	Uhr	vom	30-	auf	einen	15-Minuten-Takt	ver-
optimiert:	Die	neuen	Linien	26	und	43	binden	seither	mehrere	     	   	       dichtet,	wodurch	im	Zusammenwirken	mit	der	Linie	1	ein	
östliche	Vororte	der	Landeshauptstadt	noch	enger	an	die	be-       	   	       7,5-Minuten-Takt	entstand.
nachbarten	Kommunen	im	Main-Taunus-Kreis	an.                      	   •       Linie 14
	 • Linie 26 (inkl. Anrufsammeltaxi 26)                           	   	       Zwecks	Anpassung	des	Fahrtenangebots	an	die	Ladenöff-	
     In	Kooperation	mit	der	Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft      	   	       nungszeiten	kann	das	Äppelallee-Center	in	Biebrich	seit	
	 	 (MTV)	verkehrt	nun	montags	bis	freitags	auf	der	Strecke       	   	       dem	Fahrplanwechsel	nun	auch	montags	bis	samstags	
	 	 Medenbach	–	Wildsachsen	–	Bremthal	(sowie	in	der	Gegen-       	   	       zwischen	20:30	und	22:30	Uhr	direkt	erreicht	werden.	
	 	 richtung)	die	neue	ESWE-Linie	26.	Sie	übernahm	zudem	die	     	   •       Linie 16
	 	 bisherigen	Fahrten	der	Linie 21	zwischen	Wildsachsen	und	     	   	       Wegen	gestiegener	Fahrgastnachfrage	verkehrt	die	Linie	16	
	 	 Medenbach.	Zu	bestimmten	Tageszeiten	werden	–	auch	           	   	       montags	bis	freitags	in	den	Mittagsstunden	ab	Südfriedhof	
	 	 samstags	–	bedarfsweise	Ergänzungsfahrten	der	Linie	26	       	   	       statt	im	bisherigen	12-	nun	in	einem	einheitlichen	10-Minu-
	 	 als	Anrufsammeltaxi-Fahrten	(AST	26)	angeboten.	              	   	       ten-Takt.
24   Betriebsbereiche




       • Linie 18
         Wegen gestiegener Fahrgastnachfrage verkehren die 18er-        hessischen Herbstferien, in einem 7,5-Minuten-Takt. Statt
         Busse samstags zwischen circa 9:00 und circa 19:00 Uhr auf     stündlich sechs Bussen verbanden nun also acht Busse je Stunde
         dem westlichen Linienast von der Sauerland-Siedlung aus        die beiden Landeshauptstädte auf der Linie 6 miteinander – und
         über das Europa- und das Künstlerviertel in die Innenstadt     zwar unter der Woche zwischen circa 7:00 und circa 19:00 Uhr.
         statt im bisherigen 30- nun im 15-Minuten-Takt.                Die Taktverdichtung dauerte plangemäß rund zwei Monate
       • Linien 21, 23 und 24                                           an; sie endete am 21. Dezember, dem letzten Schultag vor den
         Sonntags zwischen 20:00 und 24:00 Uhr finden die Fahrten       rheinland-pfälzischen Weihnachtsferien. Da gerade in den
         der Linien 21, 23 und 24 statt im bisherigen 60- nun im 30-    Wochen zwischen dem Ende der Herbst- und dem Beginn der
         Minuten-Takt statt. Wegen mangelnder Fahrgastnachfrage         Weihnachtsferien seit Jahren konstant ein erhöhtes Fahrgastauf-
         entfiel die Verlängerung der Linie 23 über Breckenheim         kommen gegenüber dem Rest des Jahres verzeichnet werden
         hinaus nach Wildsachsen – als Ersatz steht jedoch mit der      kann, wurden ESWE Verkehr und MVG mit der neuen Taktverdich-
         neuen Linie 26 (siehe oben) eine Anbindung Wildsachsens        tung diesem Aufkommensplus gerecht, das hauptsächlich drei
         über Naurod nach Wiesbaden zur Verfügung.                      Ursachen hat: den Semesterbeginn an der Mainzer Universität,
       • Linie 48                                                       die erhöhte Zahl von Radfahrern, die zu dieser Jahreszeit zumin-
         Infolge der voranschreitenden Gewerbeansiedlungen wird         dest einen Teil ihrer Fahrtstrecke per Bus zurücklegen, sowie die
         seit dem Fahrplanwechsel auch die zweite Schleife des          vorweihnachtliche Einkaufszeit.
         Gewerbegebiets Delkenheim, der Berta-Cramer-Ring,
         montags bis freitags mit einzelnen Fahrten angebunden.         Da die Taktverdichtung erwartungsgemäß erfolgreich verlief,
                                                                        wurde sie auch für den Herbst 2012 bereits wieder fest ein-
     LINIE 6                                                            geplant.
     Zu den traditionsreichsten Linien im hiesigen öffentlichen Nah-
     verkehr zählt ohne Zweifel die Linie 6 – schon anno 1929, damals   LINIE 28
     noch im Zeitalter der Straßenbahn, bezeichnete die Nummer 6        Die für das Jahr 2012 vorgesehene Verlegung des europäischen
     eine Verbindung zwischen Wiesbaden und Mainz. Zur Tradition        Hauptquartiers der US-Landstreitkräfte von Heidelberg nach
     der Buslinie 6, der dienstältesten Gemeinschaftslinie von ESWE     Wiesbaden zeigte ihre Vorboten bereits im Berichtsjahr. Um für
     Verkehr und Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), zählt seit         die sich neu in Hessens Landeshauptstadt ansiedelnden Solda-
     Jahrzehnten der 10-Minuten-Takt. Diese Tradition wurde im          ten und deren Familien das Nahverkehrsangebot frühzeitig zu
     Herbst 2011 erstmals gebrochen – zugunsten der Fahrgäste,          verstärken, wurden weitere Fahrten der ESWE-Linie 28 über den
     versteht sich.                                                     Erbenheimer US-Militärflughafen (Haltestelle „Flugplatz“) und
                                                                        die Haltestelle „Domäne Mechtildshausen“ geführt. Hierdurch
     Als Folge des konstant hohen Fahrgastzuspruchs verkehrten die      wurde dieses Areal besser an die Wiesbadener Innenstadt sowie
     6er-Busse ab dem 24. Oktober, dem ersten Schultag nach den         an Mainz-Kastel angebunden.
Betriebsbereiche     25




  TOPTHEMA im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 3/11:



  Gesucht wird: Das besondere Gesicht
  Einmal im Leben auf einem großen Plakat abgebildet zu sein,          Der Titel des Wettbewerbs lautet „CleverCard CoverCasting“,
  das Titelfoto einer Broschüre zu zieren, das eigene Lächeln          kurz: „CCCC“. ESWE Verkehr beschreitet mit dieser Aktion
  im Großformat zu präsentieren, und zwar dort, wo ganz viele          gleich auf mehreren Ebenen neue Wege: Zum einen fiel kurz
  Leute es sehen können – für so manchen jungen Menschen ist           vor dem Beginn des Wettbewerbs der Startschuss für das
  das ein unerfüllter Traum. ESWE Verkehr lässt diesen Traum           unternehmenseigene Online-Angebot im sozialen Netzwerk
  wahr werden: In einem großen Internet-Casting sucht das              Facebook; dort spielt sich auch der komplette Casting-Wett-
  Verkehrsunternehmen junge Erwachsene im Alter bis 28                 bewerb ab – von der Bewerbung der Teilnehmer bis zur Ab-
  Jahre, die der CleverCard, der Jahreskarte für Schüler und Aus-      stimmung, also dem „Voting“, über den Sieger. Zum anderen
  zubildende, in einer neuen Werbekampagne ein Gesicht – ihr           sucht, also „castet“, das Verkehrsunternehmen hiermit zum
  Gesicht – geben möchten. Dem Gewinner winken nicht nur               ersten Mal real existierende Fahrgäste für eine große Werbe-
  ein professionelles Foto-Shooting und anschließend Ruhm              kampagne, und das aus gutem Grund: Die CleverCard soll im
  und Ehre, sondern auch ein nagelneuer Tablet-Computer.               wahrsten Wortsinn ein neues Gesicht erhalten, das das Ticket
                                                                       in der Zielgruppe authentisch repräsentiert.

                              Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorliegende Geschäftsbericht auf Seite 30 bereit.



So werden für die Fahrtrichtung Wiesbaden – Mainz nun mon-              Beide Linien verknüpfen die beiden Landeshauptstädte Wies-
tags bis freitags jeweils drei zusätzliche Fahrten angeboten;           baden und Mainz auf ihrer wichtigsten Straßenverbindung,
samstagabends, sonntagnachmittags und sonntagabends ist                 der Schiersteiner Autobahnbrücke, miteinander. In den Haupt-
jeweils eine weitere Fahrt neu hinzugekommen. In der Fahrt-             verkehrszeiten finden dank der Linie 47 nunmehr pro Stunde
richtung Mainz – Wiesbaden finden montags bis freitags nun              doppelt so viele Hin- und Rückfahrten über die Schiersteiner
jeweils zwei zusätzliche Fahrten statt; sonntagnachmittags und          Brücke statt wie zuvor, nämlich insgesamt vier (zwei 45er- und
sonntagabends ist jeweils eine weitere Fahrt neu in den Fahrplan        zwei 47er-Fahrten). Im Berichtsjahr standen den Fahrgästen also
aufgenommen worden.                                                     stündlich bis zu acht Verbindungen über die Brücke zur Verfü-
                                                                        gung: vier Fahrten von Wiesbaden nach Mainz, vier Fahrten in
Parallel zu diesen Fahrplanerweiterungen rund um die Domäne             die Gegenrichtung.
Mechtildshausen musste weiter südlich, in Mainz-Kastel, im
Frühjahr 2011 das Fahrtenangebot der Linie 28 vorübergehend
verkürzt werden. Grund waren die Umbauarbeiten am Kasteler              Platz der deutschen Einheit
Brückenkopf, deren Folge es war, dass die gleichnamige Halte-
stelle bis Anfang Dezember nicht mehr angefahren werden                 Verbesserungsmaßnahmen betrafen im Jahr 2011 auch die
konnte. Während der Bauzeit endete die Linie 28 aus Wiesbaden-          Betriebsabläufe an der umgebauten und neu gestalteten Groß-
Innenstadt und -Erbenheim kommend an der Haltestelle „Eleo-             haltestelle „Platz der Deutschen Einheit“, die im Dezember 2010
norenstraße“ in Mainz-Kastel. In der Gegenrichtung starteten            eingeweiht worden war. Insbesondere wurden die Umlaufzeiten
die 28er-Busse ebenfalls an der „Eleonorenstraße“, von wo aus sie       einiger der hier verkehrenden Linien optimiert.
zunächst zum Kasteler Bahnhof und dann regulär weiter über
Erbenheim ins Wiesbadener Stadtzentrum fuhren. Im Gegensatz             Das grundsätzliche Fazit der Veränderung der Linienverkehrs-
zur Linie 28 fuhren die Linien 6 und 9 weiterhin über die Theodor-      Fahrtwege am „PLE“, wie der Platz der deutschen Einheit ESWE-
Heuss-Brücke in die Mainzer Innenstadt, allerdings ohne am              intern genannt wird, fiel im Berichtsjahr durchweg positiver
Brückenkopf zu halten.                                                  aus als erwartet: Der neue S-förmige Streckenverlauf (er führt
                                                                        von der Friedrichstraße kommend nach rechts in die Schwal-
LINIE 47                                                                bacher Straße, um dann gleich wieder nach links in die Bleich-
Die im Dezember 2010, zum Fahrplanwechsel 2010/2011, ver-               straße abzubiegen) funktioniert reibungslos, und die Fahrgäste
längerte und als Mainz-Wiesbadener Gemeinschaftslinie neu               haben sich sehr schnell an die neuen Standorte der „PLE“-Bus-
eingeführte Linie 47 erlebte 2011 ihr erstes volles Betriebsjahr. Es    steige gewöhnt.
zeigte sich, dass die „kleine Schwester“ der bereits im Dezember
2008 aus der Taufe gehobenen Linie 45 von den Fahrgästen gut
angenommen wird.
26   Betriebsbereiche




     Technischer Betrieb
     Neue Busse

     Wie in nahezu jedem Jahr, so wurde auch im Frühjahr des Jahres
     2011 der Fuhrpark der Verkehrsbetriebe um neue Busse erwei-
     tert. Insgesamt wurden 17 neue Fahrzeuge in Dienst gestellt:
     13 Gelenkzüge und vier Solowagen. 16 dieser neuen Busse gingen
     als ESWE-Fahrzeuge, ein neuer Gelenkbus ging als WiBus-Fahr-
     zeug auf die Straße. Der Fuhrpark umfasste nach Abschluss
     der Neubeschaffungsaktion fortan 135 Solofahrzeuge und 98
     Gelenkzüge.

     Dass bei der Busneulieferung im Berichtsjahr deutlich mehr
     Gelenkbusse als in den Vorjahren dabei waren, war eine direkte
     Folge der durchweg positiven Entwicklung der Fahrgastzahlen.
     Im Gegenzug zur 2011er-Neuanschaffung wurden zwölf Busse            In der ESWE-Fahrzeugwerkstatt: An Bussen herumzuschrauben,
     aus dem Baujahr 1999 „in Rente geschickt“, also an Händler zum      will – und muss – gelernt sein
     Weiterverkauf veräußert. Jedes der zwölf Altfahrzeuge wies eine
     Laufleistung von mindestens 650.000 Kilometern auf.                 Werkstattsanierung

     Die 17 neuen Fahrzeuge, die ein Investitionsvolumen in Höhe         Das Jahr 2011 war im Technischen Betrieb geprägt von den
     von rund 5,5 Millionen Euro verkörperten, erfüllen in puncto        größtenteils bereits im Vorjahr begonnenen umfangreichen
     Abgasfiltertechnik einmal mehr die strengste Norm, die es bis       Umbauarbeiten in den Werkstatthallen. Zu den im Berichts-
     dato gab: den „EEV“-Standard (das Kürzel steht für „Enhanced        jahr abschließend realisierten Modernisierungsmaßnahmen
     Environmental Friendly Vehicle“, was mit „Besonders umwelt-         zählten unter anderem die Erneuerung der Heizungsanlage, die
     freundliches Fahrzeug“ übersetzt werden kann). Als technische       Beseitigung von Undichtigkeiten an den Hallendächern sowie
     Neuerung verfügen die neuen Busse an ihren Türen über soge-         die Sanierung der sanitären Anlagen.
     nannte „taktile Haltestangen“. Dies sind vertikal angebrachte
     Haltestangen, die auf ihrer ganzen Länge ein geriffeltes Griff-     Die Umbaumaßnahmen führten im Ergebnis zu einer deutlich
     profil aufweisen. Vor allem für sehbehinderte Fahrgäste bedeu-      verbesserten, weil sehr viel angenehmeren Arbeitsplatzsitu-
     tet dies eine Erleichterung bei der Orientierung im Bus – denn      ation für die Mitarbeiter. Dennoch stellten die Bauarbeiten,
     ihr Tastsinn sagt ihnen nun, wo sich der Ausstieg befindet.         die allesamt bei laufendem Betrieb stattfanden, eine große
                                                                         Herausforderung für die gesamte Werkstattmannschaft dar, die
     Kurz vor Ende des Berichtsjahres schaffte ESWE Verkehr auch         monatelang unter erheblich erschwerten Bedingungen arbeiten
     einen neuen Reisebus an. Das Fahrzeug vom Typ Mercedes-Benz         musste. Dafür, dass diese Herausforderung in einem gemein-
     Tourismo löste den vorherigen ESWE-Reisebus vom Typ Daimler-        samen Kraftakt erfolgreich bewältigt werden konnte, gebührt
     Benz O 404 ab, der 2011 genau 15 Jahre alt geworden und mit einer   den betroffenen Mitarbeitern großer Dank!
     Laufleistung von rund 670.000 Kilometern verkauft worden war.

     Der neue Reisebus, dessen Abgasreinigungsanlage ebenfalls           Zusätzlicher Busparkplatz
     der strengen „EEV“-Norm genügt , ist im Vergleich zu seinem
     Vorgänger mit deutlich besseren Sitzen sowie mit 19-Zoll-           Ein Mehr an Bussen als positive Folge stetig zunehmender
     Bildschirmen für die Unterhaltung der Passagiere ausgestattet.      Fahrgastzahlen (siehe oben: „Neue Busse“) bedeutet auch einen
     Zu den regelmäßigen Fahrgästen des neuen Busses zählen die          erhöhten Bedarf an Stellflächen. Als Reaktion auf das in den
     Spielerinnen des Volleyball-Bundesligisten 1. VC Wiesbaden, die     vergangenen Jahren kontinuierliche Mengenwachstum des
     sich in dem Tourismo-Bus zu ihren Auswärtsspielen chauffieren       Fahrzeugbestands wurden daher im Berichtsjahr die Planungen
     lassen. Darüber hinaus kann das Fahrzeug von jedermann zu           für die Errichtung eines zusätzlichen Busparkplatzes in Angriff
     allen möglichen Anlässen angemietet werden.                         genommen – zumal die Werkstatthallen auf dem ESWE-
                                                                         Betriebshof aus Feuerschutzgründen ausdrücklich nur als
                                                                         Reparatur-, nicht aber als Abstellhallen zugelassen sind.
Betriebsbereiche      27




Die neuen Stellflächen werden im Lauf des Jahres 2012 an der        Privatautos von Beschäftigten wurde im Zuge des Umbaus der
Westseite des Betriebsgeländes, genauer: an der Habsburger-         Hauptpforte an der Gartenfeldstraße teilweise in den dortigen
straße, entstehen. Bis zu 30 Solobusse sollen hier künftig parken   Mitarbeiterparkplatz integriert, der zu diesem Zweck neu ge-	
können. Der bisher an dieser Stelle gelegene Parkplatz für          staltet und mit einer neuen Zufahrt versehen wurde.



Vertrieb
Vertriebsaktivitäten

Fahrausweisautomaten                                                „Betreuungsroutine“
Was im Jahr 2009 mit den ersten Planungen begonnen hatte,           Das im Frühjahr 2010 in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Main-
konnte im Frühjahr 2011 final abgeschlossen werden: 60 neue         Verkehrsverbund (RMV) gestartete Projekt „Betreuungsroutine“,	
Fahrausweisautomaten waren seit Oktober 2010 im gesamten            in dem es um ein kontinuierliches, festen Regeln folgendes Ver-
Wiesbadener Stadtgebiet aufgestellt worden. Nach Durchfüh-          fahren der Kundenbetreuung geht, konnte im Berichtsjahr eine
rung einiger technischer Feinjustierungen funktionieren die         positive Zwischenbilanz vorlegen. ESWE-Kunden, die Inhaber
neuen Geräte nunmehr problemlos, sodass auch und gerade             eines Abonnements sind, erhalten im Rahmen des Projekts in
die Rückmeldungen von Kundenseite, die im Berichtsjahr unter        regelmäßigen Abständen – erstmals vier bis sechs Wochen nach
anderem über die eigens geschaltete E-Mail-Adresse „fahraus-        Abschluss des Abonnements und dann nach zehn und nach 22
weisautomaten@eswe-verkehr.de“ eintrafen, durchweg positiv          Monaten der Abo-Laufzeit – wichtige Zusatzinformationen
ausfielen. Gelobt wurden sowohl die Optik der Geräte als auch       rund um ihr Abo und werden außerdem nach ihrer Zufriedenheit
die verbesserte Nutzerführung und der berührungsempfind-            befragt.
liche Bildschirm. Ebenso fanden die dank der Worterkennung
vereinfachte Auswahl der Fahrtziele sowie die Wahlmöglichkeit       Fast 90 Prozent der telefonisch kontaktierten Kunden zeigten
aus sechs verschiedenen Bedienungssprachen viel Anklang.            sich 2011 „zufrieden“ oder „weitestgehend zufrieden“ sowohl mit
                                                                    dem Abonnement als Produkt als auch mit der Art und Weise der
„eTicket“                                                           Kundenbetreuung. Gleichermaßen wurde von den Kunden auch
Im Berichtsjahr schritten die vorbereitenden Maßnahmen zu der       die Möglichkeit geschätzt, im Rahmen der Anrufe Anregungen
für das Jahr 2012 vorgesehenen Einführung des elektronischen        oder Kritik loswerden zu können: Etwa jeder dritte Kunde äußer-	
Fahrausweises „eTicket“ weiter voran. So wurde begonnen, die        te sich im Gespräch zu mindestens einem Thema rund um ESWE,
Busse mit festinstallierten „eTicket“-Kontrollgeräten auszu-        das ihn bewegt. Und bei Kunden, die ihr Abo kündigen wollten,
statten, und auch die Fahrausweisprüfer wurden schrittweise         konnte die „Betreuungsroutine“ mittels Aufklärung –  etwa
mit mobilen Prüfgeräten ausgerüstet. Voraussichtlich ab             mit der Prüfung, ob sich für den Kunden eventuell ein anderes
August 2012 will ESWE Verkehr mit der stückweisen Ausgabe der       Ticketprodukt lohnt – erreichen, dass im Jahresvergleich 2010 zu
„eTickets“ an die Inhaber von Abonnements oder Jahreskarten         2011 der Anteil jener Kunden, die von ihrer ursprünglichen Kün-
beginnen, zu späteren Zeitpunkten sollen dann auch Clever-          digungsabsicht wieder Abstand nahmen, von 2,7 auf 7,6 Prozent
Card-Kunden und FirmenCard-Inhaber auf den Fahrausweis mit          anstieg.
Elektrochip umgestellt werden.
                                                                    Vorverkaufsstellen
                                                                    Im Berichtsjahr konnte die Zahl der externen Vorverkaufsstellen
                                                                    konstant bei etwa 71 Stück gehalten werden. Mit dieser Versor-
                                    eTicket RheinMain
                                                                    gungsdichte – bis in alle Vororte der Landeshauptstadt hinein – 	
                                                                    liegt Wiesbaden weiterhin deutlich über dem Niveau vergleich-
                                                                    barer Städte. Als „niedrigschwelliger“ Zugang zum Fahraus-
                                                                    weisangebot des Nahverkehrs stellt das engmaschige Netz der
                                                                    Vorverkaufsstellen ein wichtiges Werkzeug im vertrieblichen
                                                                    Instrumentarium der ESWE Verkehrsgesellschaft dar.




 0012 4598 7557
28   Betriebsbereiche




     moBILITÄTSBeraTer-QuaLIFIZIerunG
     Sieben	Mobilitätsberater	von	ESWE	Verkehr	haben	sich	im	           anderen	Ticketprodukten	gehört,	sondern	auch	die	ausführliche	
     Berichtsjahr	zur	„Fachkraft	für	Mobilitätsberatung	im	RMV“	        Beratung	anspruchsvoller	Kunden	rund	um	deren	individuelle	
     weiterbilden	lassen.	Die	Themenbereiche	Tarif,	Kommunikation	      Mobilität	–	nun	noch	kompetenter	gerecht	werden.	Der	ohnehin	
     und	Verkauf	stellten	die	Schwerpunktinhalte	der	Weiterbildung	     sehr	hohe	Qualitätsstandard	der	Mobilitätsberatung	in	der	Wies-
     dar.	Dank	der	Qualifizierungsmaßnahme	können	die	ausgebil-         badener	RMV-Mobilitätszentrale	im	LuisenForum	sowie	in	den	
     deten	und	nunmehr	zertifizierten	Mobilitätsberater	ihren	Auf-      beiden	RMV-Mobilitätsinfos	am	Luisenplatz	und	am	Hauptbahn-
     gaben	–	zu	denen	nicht	nur	der	Verkauf	von	Fahrausweisen	und	      hof	konnte	dadurch	weiter	gefestigt	werden.




     Fachkundige	Beratung:	Qualifizierte	Mobilitätsberater	empfangen	ihre	Kunden	in	der	Mobilitätszentrale	im	LuisenForum



     Marketingaktivitäten

     VeranSTaLTunGen                                                    BroSchÜren
     Bei	einer	Vielzahl	von	Veranstaltungen	und	Festivitäten	zeigte	    Eine	Vielzahl	gedruckter	Informationsmaterialien	wurde	im	Jahr	
     die	ESWE	Verkehrsgesellschaft	auch	im	Jahr	2011	Präsenz	und	un-    2011	neu	entwickelt	bzw.	neu	aufgelegt.	Beispielhaft	sind	all	jene	
     termauerte	damit	einmal	mehr	ihr	Selbstverständnis,	ein	festes,	   Broschüren	zu	nennen,	die	vor	dem	oder	direkt	zum	Fahrplan-
     sympathisch-„volksnahes“	Element	des	öffentlichen	Lebens	in	       wechsel	am	11.	Dezember	erschienen,	so	etwa	der	thematische	
     Wiesbaden	zu	sein:                                                 Folder	„Neue	Linien	im	‚Ländchen‘	–	Bessere	Verbindungen	für	
     	 •	 Zu	nennen	sind	zum	einen	die	verschiedenen	von	ESWE	          die	Region	im	Osten	Wiesbadens:	mit	den	Linien	26	und	43	von	
     	 	 eigeninitiierten	Veranstaltungen,	etwa	das	traditionelle,	     ESWE	Verkehr“,	der	eine	der	Hauptneuerungen,	die	der	Fahrplan-
     	 	 besonders	bei	Familien	beliebte	Nerobergfest	Ende	Mai	         wechsel	mit	sich	brachte,	detailliert	beschrieb.
     	 	 sowie	die	Krimidinner-Erlebnistour	„Krimi	im	Bus“,	die	im	
     	 	 Berichtsjahr	eine	erfolgreiche	dritte	Saison	hinlegte.         Viele	der	neuen	Broschüren	enthielten	schon	Vorab-Ankündi-
     	 •	 Zum	anderen	beteiligte	sich	ESWE	Verkehr	an	diversen	         gungshinweise	zur	kommenden	„eTicket“-Einführung	(siehe	
     	 	 städtischen	Festen,	darunter	erstmals	am	Stadtfest	Mitte	      oben);	und	auf	die	meisten	der	im	Berichtsjahr	neu	erstellten	
     	 	 September,	dem	die	Verkehrsgesellschaft	mit	diversen           Printinformationen	wurden	sogenannte	„QR-Codes“	aufge-
     	 	 Aufklärungsaktionen	und	Mitmachangeboten	zum	Thema	            druckt,	die	es	den	Besitzern	internetfähiger	Mobilfunktelefone	
     	 	 Elektromobilität	einen	deutlich	ökologisch	geprägten	Stem-     ermöglichen,	sich	per	Handy	mit	ergänzenden	oder	vertiefenden	
     	 	 pel	aufdrückte.	Auch	die	Rheingauer	Weinwoche	stellte	im	      Informationen	zu	versorgen.	Ein	englischsprachiger	Flyer,	der	die	
     	 	 Berichtsjahr	abermals	einen	großen	Erfolg	dar:	So	nutzten	     Taktverdichtung	der	Linie	28	thematisierte,	wurde	speziell	für	
     	 	 mehr	Weinfest-Besucher	denn	je	die	Möglichkeit,	als	Käufer	    die	Zielgruppe	der	jetzt	oder	künftig	in	der	Landeshauptstadt	
     	 	 des	speziellen,	besonders	preisgünstigen	„WeinfestTickets“     angesiedelten	US-Soldaten	und	deren	Familien	entwickelt	und	
     	 	 (das	im	Übrigen	eine	Rekordverkaufszahl	erreichte)	oder	       produziert.
     	 	 aber	als	Abo-Inhaber	einen	Gratis-Sekt	oder	-Wein	bei
     	 	 einem	der	nunmehr	15	ESWE-Partnerwinzer	zu	genießen.	
     	 	 Auch	die	Auslastung	der	öffentlichen	Verkehrsmittel	rund	
     	 	 ums	Weinfest	war	äußerst	zufriedenstellend:	Noch	mehr	
     	 	 Feierfreudige	als	im	Vorjahr	nutzten	die	Busse	von	ESWE	
     	 	 Verkehr,	um	dem	„autofreien	Rebensaftgenuss“	zu	frönen.
Betriebsbereiche   29




ImaGe- unD STeLLenkamPaGne                                           Kundenkommunikation
Eine	Busaußenwerbung	der	etwas	anderen	Art	konnte	ab	Juni	
2011	auf	Wiesbadens	Straßen	bewundert	werden:	20	Busfahre-           Internet- und Social-Media-Aktivitäten
rinnen	und	-fahrer	präsentierten	sich	mit	ihren	Konterfeis	auf	
drei	Linienbussen	und	erklären	dem	Betrachter	mit	teils	ernsten,	    Die	Kommunikation	mit	den	Fahrgästen	über	die	unterschied-
teils	humorvollen	Sprüchen,	warum	sie	ihren	Beruf	lieben	und	        lichsten	Online-Kanäle	wurde	im	Berichtsjahr	massiv	ausge-
diesen	gegen	keinen	anderen	eintauschen	möchten.	Die	unge-           baut.	Zu	den	bereits	im	Vorjahr	–	mit	dem	Start	der	neuen	ESWE-
wöhnliche	Busaußenwerbung	war	und	ist	das	zentrale	Element	          Verkehr-Website	im	September	2010	–	ins	Leben	gerufenen	
einer	großangelegten	Imagekampagne,	die	gemeinsam	von	               Interaktiv-Funktionen,	wie	zum	Beispiel	dem	Online-Forum,	
ESWE	Verkehr	und	der	Schwestergesellschaft	WiBus	initiiert	          kamen	im	Jahr	2011	zahlreiche	weitere	Elemente	hinzu.	
und	getragen	wurde;	von	den	20	Fahrerinnen	und	Fahrern,	die	
der	Kampagne	ihr	Gesicht	liehen,	stammten	je	zehn	von	ESWE	          „meIne eSWe“-aPP
Verkehr	und	von	WiBus.	                                              Der	Ende	2010	aus	der	Taufe	gehobene	„ESWE	Verkehr	LiveTicker“,	
                                                                     eine	stets	genaue	Echtzeit-Statusanzeige	sämtlicher	
„Wer	braucht	schon	einen	Ferrari,	wenn	er	einen	Bus	fahren	          Wiesbadener	Buslinien,	wurde	im	Berichtsjahr	in	die	neue	
kann?“,	„Wiesbaden	ohne	Busfahrer	wäre	wie	Kochbrunnen	
ohne	Wasser!“,	„Busfahrer	sein:	Herausforderung	mit	Herz	und	
Verstand!“,	„18	Meter,	28	Tonnen,	350	PS:	Adrenalin	pur!“,	„Hier	
an	Bord:	SIE	–	meine	wertvollste	Fracht!“:	Mit	diesen	und	15	wei-                     Ein Video zu diesem Thema finden Sie
                                                                                      auf der beiliegenden DVD sowie online
teren	Textbotschaften	vermittelten	die	20	„Imagebotschafter“,	
                                                                                      im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr:
dass	sie	stolz	sind	auf	ihren	Beruf	–	und	dass	Busfahrer	für	ihre	                    www.youtube.com/esweverkeh r
verantwortungsvolle	Arbeit,	die	sie	der	Gemeinschaft	erbringen,	
Respekt,	Anerkennung	und	Wertschätzung	verdienen.

Parallel	dient	die	Imagekampagne	auch	der	Werbung	um	Job-
Aspiranten	–	denn	der	Busfahrerberuf	ist	seit	längerem	bran-
chenweit	von	Nachwuchssorgen	gekennzeichnet.	Daher	baute	
auch	die	später	im	Berichtsjahr	gestartete	WiBus-Stellenkam-
pagne	„Bus	sucht	Fahrer!“,	bei	deren	Realisierung	ESWE	Verkehr	
die	Schwestergesellschaft	wirkungsvoll	unterstützte,	auf	der	
Imagekampagne	auf	und	entwickelte	diese	weiter.	


                 Ein Video zu diesem Thema finden Sie
                 auf der beiliegenden DVD sowie online
                 im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr:
                 www.youtube.com/esweverkeh r
30   Betriebsbereiche




     „Meine	ESWE“-App	integriert.	Diese	kostenlose	Anwendung	         FaceBook
     („Application“,	abgekürzt:	„App“)	stand	von	Beginn	an	Nutzern	   Der	Start	der	ESWE-Verkehr-Fanpage	beim	sozialen	Online-
     von	iPhone-	oder	iPad-Geräten	zur	Verfügung,	im	Jahresverlauf	   Netzwerk	Facebook	im	August	des	Berichtsjahres	wurde	
     wurde	das	Angebot	technisch	auch	auf	Geräte	mit	Android-Be-      gleich	mit	einer	besonders	aufmerksamkeitsstarken	Aktion	
     triebssystem	erweitert.	Ebenfalls	erweitert	wurde	der	Funkti-    verknüpft:	Via	Facebook	konnte	man	sich	an	der	Wahl	zum	
     onsumfang	der	App:	Beispielsweise	steht	den	Nutzern	neben	       „CleverCard-Gesicht	2012“	beteiligen	–	und	zwar	sowohl	
     den	„LiveTicker“-Störungsmeldungen	nun	auch	eine	spezielle	      als	Kandidatin	bzw.	Kandidat	als	auch	anschließend	bei	der	
     Google-Maps-Karte	zur	Verfügung,	auf	der	alle	Wiesbadener	       Abstimmung	(„Voting“).	Das	„CleverCard	CoverCasting“	ließ	
     Fahrkarten-Vorverkaufsstellen	samt	Anschrift	und	Öffnungs-       die	Besucherzahlen	auf	ESWEs	Facebook-Seite	erwartungs-
     zeiten	sowie	sämtliche	Fahrausweisautomaten-Standorte	           gemäß	rapide	in	die	Höhe	schnellen.
     verzeichnet	sind.	                                               	www.facebook.com/esweverkehr

     e-maIL-neWSLeTTer
     Der	E-Mail-Newsletter	für	ESWE-Kunden	erschien	im	Berichts-
     jahr	in	18	regulären	Ausgaben,	die	jeweils	etwa	fünf	Nachrich-
     tenmeldungen	enthielten,	sowie	in	zwei	monothematischen	
     Sonderausgaben	zum	Thema	„Meine	ESWE“-App.




                                                                      DVD
     Die	hier	eingeklebte	DVD	
     enthält	alle	ESWE-Verkehr-
     Firmenvideos,	die	im	Jahr	2011	
     in	den	YouTube-Kanal	von	
     ESWE	Verkehr	(www.youtube.
     com/esweverkehr)	eingestellt	
     wurden.	
     Viel Spaß beim ansehen!
Betriebsbereiche      31




SocIaL-meDIa-GuIDeLIneS                                              YouTuBe-VIDeoS
Unternehmensintern	wurden	im	Frühjahr	2011	erstmals	soge-            Im	Frühjahr	2011	ging	der	eigene	ESWE-Verkehr-Kanal	auf	der	
nannte	„Social-Media-Guidelines“	veröffentlicht.	Ihr	Ziel	war		      Online-Videoplattform	YouTube	an	den	Start.	Ebenso	informativ	
es,	die	Mitarbeiter	von	ESWE	Verkehr,	WiBus	und	EVS	über	die	Ri-     wie	unterhaltsam	sind	die	Unternehmensfilme,	die	man	sich	
siken	beim	Umgang	mit	sozialen	Internet-Netzwerken	aufzuklä-         dort	kostenlos	ansehen	kann	und	die	interessante,	manchmal	
ren	und	ihnen	praktische	Tipps	für	das	Verhalten	in	vernetzten	      auch	überraschende	Einblicke	hinter	die	Kulissen	von	ESWE	Ver-
Online-Welten	an	die	Hand	zu	geben.	Das	etwa	20-seitige	Kom-         kehr	ermöglichen.	Etwa	im	Monatsturnus	kam	ab	dem	Frühjahr	
pendium	war	dabei	bewusst	darauf	ausgelegt,	inhaltlich	sowohl	       jeweils	ein	neuer	Film	hinzu.	Zum	mit	Abstand	am	häufigsten	
die	berufliche	als	auch	die	private	Nutzung	von	Facebook	und	Co.	    angeklickten	2011er-Video	entwickelte	sich	der	Clip	„Ein	Tag	im	
zu	thematisieren.                                                    Leben	eines	Busfahrers“,	der	drei	ESWE-	bzw.	WiBus-Fahrer	einen	
                                                                     Tag	lang	bei	ihrer	Arbeit	begleitet.
                                                                     www.youtube.com/esweverkehr
Zeitschrift INFOMOBIL

Die	kombinierte	Kunden-	und	Mitarbeiterzeitschrift	INFOMOBIL,	       Pressestelle
die	regelmäßig	ein	Mal	je	Quartal	erscheint,	erfuhr	im	Berichts-
jahr	eine	deutliche	Erweiterung	ihres	internen	Leserkreises:	Seit	   Die	Pressestelle	von	ESWE	Verkehr	hat	im	Berichtsjahr	insgesamt	
der	Ausgabe	01/2011,	die	Mitte	März	erschien,	gehören	nun	auch	      135	Pressemitteilungen	verfasst	und	an	Journalisten	versendet,	
die	Mitarbeiter	der	ESWE-Schwestergesellschaft	WiBus	sowie	          außerdem	hat	sie	zahlreiche	Pressetermine	vorbereitet	und	
die	Beschäftigten	des	Tochterunternehmens	ESWE	Verkehr	              durchgeführt.
Service	GmbH	ganz	offiziell	zur	Leserschaft.	Aus	diesem	Anlass	      Eine	Analyse	der	Medienresonanz	ergab,	dass	die	allermeisten	
begrüßte	der	WiBus-Betriebsleiter	seine	Mitarbeiter	mit	einem	       Presseveröffentlichungen	in	Lokal-	und	Regionalmedien	in	
eigenen	INFOMOBIL-Editorial;	von	außen	kenntlich	gemacht	            Wiesbaden	und	Umgebung	unmittelbar	auf	Aussendungen	
wurde	die	Erweiterung	durch	den	Aufdruck	aller	drei	Firmen-          durch	die	Pressestelle	zurückzuführen	waren.	Dies	belegt,	
logos	auf	der	Titelseite	des	internen	Teils	der	Zeitschrift.         dass	die	durchgeführten	Presseaktivitäten	stets	sehr	genau	
                                                                     der	Erwartungshaltung	der	adressierten	Medienvertreter	
Neben	vielen	anderen	Themen	ragte	eine	ganz	besondere	Aktion	        entsprachen.
aus	dem	Artikelspektrum	des	Berichtsjahres	heraus:	Erstmals	
erhielten	die	INFOMOBIL-Leser	–	und	damit	die	Öffentlichkeit	–	
die	Möglichkeit,	die	Titelseite	des	alljährlich	zum	Fahrplan-        Verbesserungsmanagement
wechsel	im	Dezember	erscheinenden	Fahrplanbuchs	selbst	zu	
gestalten.	Zu	diesem	Zweck	wurde	im	Heft 02/2011 der	Wettbe-         Das	ebenfalls	zum	Bereich	Kundenkommunikation	gehörende	
werb	„Fahrplan	sucht	Foto!“	gestartet,	der	ein	großes	Interesse	     Arbeitsgebiet	Verbesserungsmanagement	(früherer	Name:	
hervorrief.	Das	später	von	einer	Jury	gekürte	Siegermotiv	wurde	     „Beschwerdemanagement“	–	hinter	der	vor	einiger	Zeit	er-
von	einem	Profifotografen	neu	in	Szene	gesetzt	(siehe	Seite	14	      folgten	Umbenennung	steht	eine	veränderte	Sichtweise	auf	
dieses	Geschäftsberichts),	und	die	Ausgabe	04/2011	berichtete	–      dieses	Thema)		verzeichnete	im	Berichtsjahr	einen	leichten	
parallel	zum	Erscheinen	des	neuen	Fahrplanbuchs	–	über	den	          Anstieg	der	Zahl	der	von	Fahrgästen	eingereichten	Verbesse-
Wettbewerbsgewinner	und	über	„sein“	Foto-Shooting.                   rungswünsche.	Dies	ist	hauptsächlich	darauf	zurückzuführen,	
                                                                     dass	nun	auch	für	die	Nutzung	des	Verbesserungsmanage-
                                                                     ments	die	modernen	Kommunikationskanäle	zur	Verfügung	
                                                                     stehen.

                                                                     Die	neue	inhaltliche	Zielrichtung	in	diesem	Bereich	lag	im	Jahr	
                                                                     2011	vorrangig	auf	der	schnellen	und	einfach	verständlichen	
                                                                     Kommunikation	mit	dem	Kunden,	die	möglichst	hilfreich	für	die	
                                                                     Lösung	der	vom	jeweiligen	Fahrgast	formulierten	Problemstel-
                                                                     lung	ist.




                                                                     Beinahe	schon	ein	Traditionsblatt:	Seit	2006	ist	das
                                                                     	INFOMOBIL	die	kombinierte	Fahrgast-	und	Mitarbeiter-
                                                                     zeitschrift	von	ESWE	Verkehr
32   Betriebsbereiche




     Personal
     Personalstruktur und -statistik

     (Stand: 31.12.2011, sofern nicht anders angegeben)                     · Schwerbehinderte Mitarbeiter: 55 (10,9 Prozent)
                                                                            · Durchschnittsalter der Beschäftigten: 49 Jahre
        ·   Belegschaftsstärke: 506 Mitarbeiter                             · Neu eingestellte Auszubildende: 5
        ·   Belegschaftsstärke im Jahresmittel: 514 Mitarbeiter             · Nach Ausbildung übernommene Auszubildende: 4
        ·   Vollzeitarbeitsverhältnisse: 473                                · Krankheitsbedingte Fehlzeiten (Jahresdurchschnitt):
        ·   Teilzeitarbeitsverhältnisse: 33                                   10,4 Prozent
        ·   Neu hinzugekommene Mitarbeiter: 8                               · Bezahlte Überstunden: 21.775
        ·   Ausländische Mitarbeiter: 28 (5,5 Prozent)
                                                                         (Informationen zum Personalaufwand: siehe Seite 49)




             Zugehörigkeit der Mitarbeiter zu den Fachbereichen, Stabsstellen und
             anderen Unternehmensbereichen                    (Stand: 31.12.2011)


                                                                       Fahrdienst: 283 Mitarbeiter*
                                                                       Technischer Betrieb: 87 Mitarbeiter**
                                                                       Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung: 34 Mitarbeiter
                                                                       Vertrieb: 23 Mitarbeiter
                                                                       Rechnungswesen: 22 Mitarbeiter***
                                                                       Personal: 16 Mitarbeiter
                                                                       Geschäftsführung: 4 Mitarbeiter
                                                                       Betriebsrat: 3 Mitarbeiter
                                                                       Nerobergbahn: 3 Mitarbeiter****
                                                                       Lokale Nahverkehrsaufgaben (LNO): 2 Mitarbeiter
                                                                       Arbeitssicherheit/Umweltschutz: 1 Mitarbeiter
                                                                       Stabsstelle „Innovative Projekte“: 1 Mitarbeiter
                                                                       an die ESWE Verkehr Service GmbH gestellt: 27 Mitarbeiter*****


                                                                       Summe: 506 Mitarbeiter


                                                                      * Weitere 267 Busfahrer waren zum Stichtag bei der
                                                                        Schwestergesellschaft WiBus GmbH angestellt,
                                                                        die insgesamt 276 Mitarbeiter beschäftigte.
                                                                     ** zuzüglich 12 Auszubildende (Kfz-Mechatroniker)
                                                                    *** zuzüglich 6 Auszubildende (kaufmännische Berufe)
                                                                   **** zuzüglich 21 saisonal beschäftigte studentische
                                                                        Aushilfskräfte
                                                                  ***** Zusätzlich waren bei der ESWE Verkehr Service GmbH
                                                                        zum Stichtag 14 eigene Mitarbeiter angestellt.
Betriebsbereiche       33




Dank und Würdigung

2011	verließen	insgesamt	24	Beschäftigte	das	Unternehmen:	          Mit	ausschlaggebend	für	das	Unternehmen,	diese	Qualifizie-
18	gingen	in	Rente,	sechs	schieden	infolge	von	Kündigung	aus.	      rungsmaßnahme	anzubieten,	war	unter	anderem,	dass	mit	
                                                                    der	Einführung	des	Gruppenleitermodells	im	Fahrdienst	neue	
22	Mitarbeiter	konnten	im	Berichtsjahr	ihr	25-jähriges	Dienstju-    Stellen	mit	Führungsverantwortung	und	damit	auch	neue	
biläum	feiern,	fünf	Mitarbeiter	blickten	auf	40	Jahre	Betriebszu-   Aufgabengebiete	mit	neuen	Anforderungen	entstanden	sind.	
gehörigkeit	zurück,	und	bei	einem	Mitarbeiter	lag	sein	Dienstan-    Die	berufsbegleitende	Weiterbildung	zum	Verkehrsfachwirt,	die	
tritt	sogar	50	Jahre	zurück.	All	ihnen,	wie	auch	den	Mitgliedern	   in	den	Stellenbeschreibungen	der	neuen	Gruppenleiter	aus-
des	Betriebsrates	sowie	der	gesamten	Belegschaft,	gilt	der	Dank	    drücklich	vorgesehen	war	und	auch	als	IHK-Abschluss	anerkannt	
des	Unternehmens	für	ihre	Leistungen	und	ihr	Engagement.            ist,	wird	in	Zeitblöcken	freitags	und	samstags	im	Unternehmen	
                                                                    selbst,	also	„inhouse“	angeboten	–	in	enger	Kooperation	mit	der	
Im	Jahr	2011	musste	die	ESWE	Verkehrsgesellschaft	den	Tod	von	      Akademie	des	Verbandes	Deutscher	Verkehrsunternehmen(VDV).
vier	aktiven	Mitarbeitern	sowie	von	neun	Pensionären	betrau-        	
ern.	Das	Unternehmen	wird	den	Verstorbenen	ein	ehrendes	
Gedenken	bewahren.                                                  Personalaufbau

                                                                    Fünf	junge	Leute	traten	im	Berichtsjahr	ihre	Berufsausbildung	
Personalakquisition                                                 bei	ESWE	Verkehr	an:	Drei	von	ihnen	werden	in	der	Werkstatt	zu	
                                                                    Kfz-Mechatronikern	ausgebildet,	zwei	absolvieren	im	Verwal-
Um	rechtzeitig	und	proaktiv	dafür	Sorge	zu	tragen,	dass	ESWE	       tungsbereich	ihre	Ausbildung	zur	Industriekauffrau	bzw.	zum	
Verkehr	auch	künftig	ihre	Ausbildungsplätze	im	technischen	und	     Industriekaufmann.	
im	Verwaltungsbereich	besetzen	kann,	nahm	das	Unternehmen	
im	Berichtsjahr	erstmals	an	der	von	der	Wiesbadener	Industrie-	     Beim	Fahrpersonal	kam	es	2011	zu	insgesamt	60	Neueinstel-
und	Handelskammer	veranstalteten	Ausbildungsmesse	in	den	           lungen	(inkl.	Aushilfen).	Darunter	befanden	sich	27	Personen,	die
Rhein-Main-Hallen	teil.	Am	15.	und	16.	Juni	konnten	sich	interes-   	in	Kooperation	mit	der	Kommunalen	Arbeitsvermittlung	der	
sierte	Schülerinnen	und	Schüler	im	Alter	ab	14	Jahre	am	eigens	     Landeshauptstadt	Wiesbaden	und	den	Sozialversicherungsträ-
entwickelten	ESWE-Präsentationsstand	über	die	Inhalte	der	          gern	in	der	ESWE-eigenen	Fahrschule	zu	Busfahrern	ausgebildet	
Berufsausbildungen	bei	den	Verkehrsbetrieben	informieren.	          wurden,	um	anschließend	bei	der	ESWE-Schwestergesellschaft	
                                                                    WiBus	eingesetzt	zu	werden.	
Nicht	nur	die	für	die	Ausbildung	zuständigen	Mitarbeiter,	
sondern	auch	acht	derzeitige	Auszubildende	des	Unterneh-            Acht	Mitarbeiter	stiegen	im	Verlauf	des	Berichtsjahres	aus	dem	
mens	standen	den	Besuchern	vor	Ort	Rede	und	Antwort.	Dabei	         Fahrdienst	in	fahrdienstspezifische	Verwaltungsberufe	auf:	Fünf
verstand	sich	die	ESWE-Messepräsenz	nicht	nur	als	bloße	Ori-        	Mitarbeiter	der	ESWE-Schwestergesellschaft	WiBus	traten	ihre	
entierungshilfe	für	Jugendliche,	die	sich	noch	unschlüssig	sind,	   neue	Tätigkeit	als	Gruppenleiter	im	WiBus-Fahrdienst	an,	drei	
welchen	Beruf	sie	später	einmal	ergreifen	möchten;	der	Info-        weitere	Mitarbeiter	wechselten	von	WiBus	zu	ESWE	Verkehr,	
stand	sollte	durchaus	auch	ganz	konkret	potenzielle	Bewerber	       um	dort	als	Verkehrsmeister	zu	arbeiten.
von	morgen	ansprechen.
	
                  Ein Video zu diesem Thema finden Sie              Fahrschule
                  auf der beiliegenden DVD sowie online
                  im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr:
                                                                    Fahrer-auS- unD ForTBILDunG
                  www.youtube.com/esweverkehr
                                                                    Neben	der	Ausbildung	von	27	Berufsneueinsteigern	(siehe	oben:	
                                                                    „Personalaufbau“)	stand	für	die	TÜV-zertifizierte	Fahrschule	der	
Personalqualifizierung                                              ESWE	Verkehrsgesellschaft	im	Berichtsjahr	abermals	die	Fortbil-
                                                                    dung	der	Busfahrer	im	Mittelpunkt	ihrer	Tätigkeit.	Die	von	dem	
Im	Herbst	des	Berichtsjahres	nahmen	14	Mitarbeiter	aus	ver-         seit	2008	EU-weit	geltenden	Berufskraftfahrerqualifizierungs-
schiedenen	Fachbereichen	von	ESWE	Verkehr	sowie	von	der	            Gesetz	vorgegebenen	Schulungsmodule	stellten	hierbei	die	
Schwestergesellschaft	WiBus	eine	zweijährige	Weiterbildung	         zentralen	Lerninhalte	dar.	Ein	spezielles	Augenmerk	galt	2011	
zum	Verkehrsfachwirt	auf.	Die	Inhalte	dieser	Weiterbildung	         wieder	der	intensiven	Betreuung	der	Jungfahrer;	aber	auch	
setzen	Schwerpunkte	im	kaufmännischen	Bereich;	die	14	Teilneh-      „altgediente“	Fahrer	wurden	–	zwecks	Sicherung	der	Leistungs-
mer	erwerben	dadurch	wertvolles	Basiswissen	unter	anderem	in	       qualität	–	bei	Bedarf	nachgeschult,	etwa	nach	der	Rückkehr	aus	
den	Bereichen	Controlling,	Rechnungswesen	und	Personal.             längerer	krankheitsbedingter	Abwesenheit.
34   Betriebsbereiche




     ESWEs	Fahrlehrer	nahmen	im	Berichtsjahr	ebenfalls	eine	wich-         maßnahmen	an	Computern	stattfinden,	steht	nun	auch	ein	
     tige	Funktion	ein,	wenn	es	um	die	Auswahl	neu	einzustellender	       gemütlicher	Aufenthaltsraum	mit	angeschlossener	Teeküche
     Fahrer	ging:	Bei	Überprüfungsfahrten	testeten	sie	die	Berufs-        	zur	Verfügung.
     tauglichkeit	der	Kollegen	in	spe.	Insgesamt	gestalten	sich	in	den	
     letzten	Jahren	die	Personalgewinnung	und	die	Personalauswahl	
     im	Fahrdienst	erheblich	schwieriger	als	früher.	Diese	Entwick-       WerBenDe auSBILDunGSBuSSe
     lung,	eine	Folge	unter	anderem	der	allgemeinen	Arbeitsmarkt-         Seit	Frühjahr	2011	sind	die	beiden	Busse	der	ESWE-Fahrschule	
     situation,	kennzeichnet	einen	Branchentrend,	der	nicht	nur	          auch	in	„werbender	Mission“	unterwegs:	Unter	dem	Motto	„Ihr	
     bundes-,	sondern	auch	europaweit	festzustellen	ist.                  Fahrausweis	mit	Zukunft“	fahren	der	Reise-	und	der	Linienbus	
                                                                          Werbung	für	die	Ausbildung	zum	Busfahrerberuf.	Während	die	
     rÄumLIche erWeITerunG                                                beiden	früheren	Fahrschulbusse,	die	2010	nach	zwölf	bzw.	18	
     Im	Frühsommer	2011	nahm	die	ESWE-Fahrschule	zusätzliche	             Dienstjahren	ausgemustert	worden	waren,	lediglich	anhand	
     Räumlichkeiten	in	Betrieb.	Die	neue	Halbetage,	genau	vis-à-vis	      einer	Texteinblendung	in	der	Zielanzeige	über	der	Frontschei-
     der	bisherigen	Fahrschulräume	gelegen,	bietet	–	frisch	renoviert,	   be	als	Ausbildungsbusse	erkennbar	waren,	werden	die	beiden	
     freundlich-hell	und	angenehm	ruhig	–	eine	ideale	Lernatmo-           neuen	Fahrzeuge	nun	ganz	offensiv	auch	zu	Kommunikations-
     sphäre.	Die	Flächenverdopplung	machte	es	der	Fahrschule	mög-         zwecken	genutzt	–	mit	dem	Ziel,	aktiv	gegen	die	Nachwuchs-
     lich,	die	gesamte	Raumaufteilung	großzügiger	zu	gestalten	und	       probleme	vorzugehen,	mit	denen	der	Fahrerberuf	seit	einigen	
     klarer	zu	gliedern:	Neben	Ausbildungs-	und	Schulungsräumen	          Jahren	zu	kämpfen	hat.
     sowie	einem	Technikraum,	in	dem	die	Aus-	und	Fortbildungs-




     Rechnungswesen
     Abrechnungsprozesse

     Im	Rechnungswesen	bestand	im	Berichtsjahr	eine	der	Haupt-
     aufgaben	darin,	jene	betriebsinternen	Abrechnungsprozesse	
     anzupassen,	die	im	Zusammenhang	mit	der	Einführung	der	
     neuen	Generation	von	Fahrausweisautomaten	standen	(siehe	
     dazu	auch	Seite	27).	Die	Indienststellung	der	neuen	Geräte,	die	
     bereits	Ende	2010	begonnen	hatte	und	im	Frühjahr	2011	abge-
     schlossen	werden	konnte,	brachte	beispielsweise	eine	sehr	viel	
     schnellere	Übertragung	der	durch	den	Fahrscheinabverkauf	an	
     den	Automaten	generierten	Verkaufsdaten	an	das	Unterneh-
     men	mit	sich:	Dank	eines	allnächtlichen	Datentransfers	per	GPRS	
     stehen	die	entsprechenden	Verkaufsdaten	nunmehr	tagesaktu-
     ell	im	Controlling	zur	Verfügung.
                                                                          Das	Gesetzbuch	als	Entscheidungsgrundlage:	Im	Personalbereich	
                                                                          sind	arbeitsrechtliche	Fragestellungen	zentraler	Bestandteil	der	
     „K 4“-Untersuchung                                                   täglichen	Arbeit

     In	enger	Zusammenarbeit	mit	den	vom	Unternehmen	beauf-               sein	muss,	wenn	es	ÖPNV-Leistungen	erbringen	möchte.	ESWE	
     tragten	externen	Wirtschaftsprüfern	zählte	auch	im	Berichts-         Verkehr	hat	diese	Voraussetzung	in	den	zurückliegenden	Jah-
     jahr	die	Untersuchung	der	Wirtschaftlichkeit	der	ESWE	Verkehrs-      ren	stets	erfüllt.	Damit	das	beauftrage	Wirtschaftsprüfungs-
     gesellschaft	zu	den	zentralen	Aufgaben	des	Rechnungswesens.	         unternehmen	die	entsprechende	„K	4“-Beurteilung	durchfüh-
     Einmal	mehr	spielte	hierbei	das	sogenannte	„K	4-Kriterium“	          ren	und	daraufhin	das	erforderliche	Testat	ausstellen	kann,	
     eine	entscheidende	Rolle.	Dieses	Kriterium,	vom	Europäischen	        müssen	vom	Rechnungswesen	zuvor	sämtliche	relevanten	
     Gerichtshof	in	einem	Urteil	aus	dem	Jahr	2003	festgelegt,	defi-      Daten,	insbesondere	die	Produktivitätskennzahlen,	aufwändig	
     niert	–	vereinfacht	gesagt	–,	dass	ein	Verkehrsunternehmen	als	      aufbereitet	werden.	Diese	große	Herausforderung	wurde	auch	
     „durchschnittliches,	gut	geführtes	Unternehmen“	anerkannt	           2011	erfolgreich	bewältigt.
Betriebsbereiche      35




Ob	in	Tabellen-	oder	in	Diagrammform:	Im	Rechnungswesen	dreht	sich	alles	um	Zahlen



Dieselpreis-Absicherung                                             Fremdleistungen

Bereits	im	dritten	Jahr	in	Folge	leistete	das	Instrument	der        In	seiner	Eigenschaft	als	klassische	Querschnittsaufgabe	oblag	
Dieselpreis-Absicherung	mittels	mehrerer	„Swap“-Geschäfte	          es	dem	Rechnungswesen	auch	im	Jahr	2011,	als	interner	Dienst-
auch	2011	wieder	einen	wichtigen	Beitrag	zur	positiven	wirt-        leister	die	anderen	Fachbereiche	und	Stabsstellen	der	ESWE	Ver-
schaftlichen	Entwicklung	des	Unternehmens.	Dank	der	mit	            kehrsgesellschaft	bei	der	Erfüllung	ihrer	jeweiligen	Aufgaben	zu	
verschiedenen	Bankhäusern	abgeschlossenen	„Swap“-Verträge,	         begleiten	und	zu	unterstützen.	
die	erstmals	im	Jahr	2009	vor	dem	Hintergrund	einer	mehr	und		
mehr	unsicheren	Situation	an	den	Mineralölmärkten	und	einer	        Ebenfalls	gehörten	zu	den	vom	Rechnungswesen	erbrachten	
zunehmend	sprunghaften	Entwicklung	der	Dieselpreise	initiiert	      unterstützenden	Tätigkeiten	auch	2011	wieder	die	von	diversen	
worden	waren,	gelang	es,	die	Kraftstoffkostensituation	der	         externen	Stellen	in	Anspruch	genommenen	kaufmännisch-
ESWE	Verkehrsgesellschaft	auch	im	Jahr	2011	im	kalkulierbaren	      buchhalterischen	Services.	Zu	den	externen	Kunden	zählten	im	
Rahmen	zu	halten.	                                                  Berichtsjahr	abermals	das	Tochterunternehmen	ESWE	Verkehr	
                                                                    Servicegesellschaft,	das	Schwesterunternehmen	WiBus,	der	
Das	Instrument	der	Dieselpreis-Absicherung	stellt	gewisserma-       Verkehrsverbund	Mainz-Wiesbaden	(VMW)	sowie	verschiedene	
ßen	eine	Art	„Versicherung“	gegen	unerwartete,	spekulations-        Ämter	und	Einrichtungen	der	Wiesbadener	Stadtverwaltung.	
bedingte	Preisschwankungen	dar.	ESWE	Verkehr	konnte	somit	
im	Berichtsjahr	über	einen	langen	Zeitraum	mit	einem	unverän-
derten	Einkaufspreis	kalkulieren	und	gewann	dadurch	ein	Mehr	
an	Planungssicherheit,	was	einmal	mehr	zur	wirtschaftlichen	
Solidität	des	Unternehmens	beitrug.	Angesichts	der	enormen	
Dimension	der	Kraftstoffkosten,	die	bei	den	Verkehrsbetrieben	
mit	ihren	rund	235	Bussen	in	jedem	Jahr	zu	Buche	schlagen,	
liegen	die	Vorteile	der	Risikominimierung,	die	die	Dieselpreis-
Absicherung	mit	sich	bringt,	auf	der	Hand.	Daher	entschloss	sich	
das	Unternehmen	im	Berichtsjahr,	das	stabilisierende	Finanz-
instrument	der	„Swap“-Geschäfte	in	Form	eines	Festpreisver-
tragsmodells	auch	im	Jahr	2012	einzusetzen.
36   Betriebsbereiche




       TOPTHEMA im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 4/11:



       Schutz vor Regen und Schnee: Neue Haltestellen-Wartehallen eingeweiht
       Gerade in der kalten Jahreszeit sorgen sie für den nötigen       Sitzplätze sind ebenso vorhanden wie eine Innenbeleuch-
       Schutz vor den Launen der Witterung: Die Wartehäuschen           tung sowie ausführliche Fahrgastinformationstafeln, und
       an Bushaltestellen, offiziell „Wartehallen“ genannt, schützen    insgesamt wirkt die transparente Gestaltung freundlich und
       die Fahrgäste bei Wind und Wetter. An zwei verkehrsneural-       einladend – die Optik der neuen Wartehallen zeigt deutlich,
       gischen Knotenpunkten des Wiesbadener Nahverkehrsnetzes          dass aus Sicht von ESWE Verkehr auch der wartende Fahrgast
       wurden vor kurzem neu errichtete, größere und modernere          als Kunde wertzuschätzen ist, der mehr braucht als nur ein
       Fahrgast-Unterstände eingeweiht: am Platz der deutschen          einfaches Dach über dem Kopf. Umso mehr freut man sich
       Einheit, genauer: am dortigen Bussteig C, sowie am Bussteig B    bei den Verkehrsbetrieben, dass hochmoderne Wartehallen
       am Hauptbahnhof.                                                 an den beiden verkehrsstrategisch enorm wichtigen Stellen
                                                                        aufgestellt und in Betrieb genommen werden konnten.



                                   Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorliegende Geschäftsbericht auf Seite 15 bereit.




     Nerobergbahn
     Die von ESWE Verkehr betriebene Nerobergbahn, Wiesbadens           stellte sich die Nerobergbahn in Gestalt eines anschaulichen
     romantischstes und gleichzeitig „schrägstes“ Wahrzeichen,          Bahnmodells auch bei einer Veranstaltung auf der Air-Base in
     verzeichnete im Berichtsjahr abermals einen beeindruckenden        Wiesbaden-Erbenheim öffentlichkeitswirksam vor.
     Rekord bei den Fahrgastzahlen: Fast 270.000 Passagiere (exakte
     Zahl: 269.983) wurden 2011 mit Europas zweitältester wasser-       Die bereits im Jahr 2009 begonnenen Vorbereitungen für das
     ballastbetriebenen Drahtseil-Zahnstangenbahn vom Nerotal           125-jährige Bahnjubiläum im September 2013 wurden auch im
     auf Wiesbadens Hausberg und wieder herunter gefahren.              Berichtsjahr fortgeführt: So wurden an der Südseite des Gebäu-
                                                                        des der Talstation das Bodenpflaster und der Zaun sowie die
     Im Jahr zuvor waren es „nur“ rund 256.000 Passagiere gewesen –     Blumenbeete erneuert – nicht zuletzt mit dem Ziel, der Original-
     der Fahrgastzahlenzuwachs von 2010 auf 2011 betrug also rund       optik des Gründungsjahres 1888 möglichst nahe zu kommen.
     5,4 Prozent.

     Das Gros der Fahrgäste stellte auch 2011 wieder die Gruppe der
     Touristen; ihr Anteil an der Gesamtzahl der Passagiere lag aber-
     mals bei etwa 80 Prozent. Nicht wenige der Gäste von außerhalb
     der Landeshauptstadt beriefen sich bei ihrem Besuch auf einen
     oder mehrere der zahlreichen Medienberichte, die im Berichts-
     jahr die Nerobergbahn direkt oder indirekt thematisierten. Als
     Beispiele seien die Unterhaltungssendung „Musikantendamp-
     fer“ (ARD-Fernsehen) sowie die politischen Sommerinterviews
     mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (RTL-Fernsehen)
     und mit der Co-Vorsitzenden der Fraktion „Die Linke“ im Hessi-
     schen Landtag, Janine Wissler (hr-Fernsehen), genannt. Aber
     auch in Printmedien, insbesondere in den lokalen Wiesbadener
     Tageszeitungen, zeigte die Nerobergbahn im Jahr 2011 deutlich
     Präsenz.

     Mit Blick auf die kommende Verlagerung des Hauptquartiers der
     europäischen US-Landstreitkräfte von Heidelberg nach Wiesba-
     den – die zu einem verstärkten Zuzug von US-amerikanischen
     Soldaten und deren Familien nach Wiesbaden führen wird –,
Betriebsbereiche        37




Die	gute	und	enge	Zusammenarbeit	mit	der	Wiesbaden	                optische	Reize	–	tummelten	sich	doch	an	diesem	Tag	jede	Menge	
Marketing	GmbH,	die	für	die	Vermarktung	aller	Wiesbadener	         Hexen,	Gespenster,	Vampire	und	Zauberer	sowie	andere	erschre-
Touristikangebote	zuständig	ist,	bewährte	sich	auch	im	Jahr	       ckende	Gestalten	auf	Wiesbadens	Hausberg.	Organisiert	wurde	
2011.	Beispielsweise	erfreuten	sich	die	von	Wiesbaden	Marketing	   das	Grusel-Fest	wie	stets	von	Mitgliedern	und	ehrenamtlichen	
mitvermarkteten	Technikführungen,	bei	denen	interessierten	        Helfern	des	Nerobergbahn-Fördervereins.
Besuchern	an	jedem	dritten	Samstag	im	Monat	die	Antriebs-
technik	der	Nerobergbahn	erklärt	wird,	im	Berichtsjahr	einmal	     Auch	für	den	voraussichtlich	im	Jahr	2013	anstehenden	Wechsel	
mehr	großer	Beliebtheit.	                                          in	der	Betriebsleitung	der	Nerobergbahn	wurden	im	Berichts-
                                                                   jahr	erste	Weichen	gestellt:	Der	langjährige	stellvertretende	Be-
Zu	den	weiteren	2011er-Höhepunkten	zählten	zwei	„Traditions-       triebsleiter	der	Bahn	absolvierte	2011	erfolgreich	einen	gesetzlich	
Events“:	Ebenso	wie	das	Nerobergfest	am	29.	Mai	bescherte	         vorgeschriebenen	Lehrgang.	Mit	dem	Ablegen	und	dem	Beste-
auch	das	Halloween-Kinderfest	am	30.	Oktober	der	Neroberg-         hen	der	Prüfung	am	Ende	der	dreiwöchigen	Ausbildung,	die	in	
bahn	enorme	Aufmerksamkeit.	Gerade	die	schaurig-fröhliche	         Dresden	stattfand,	ist	der	stellvertretende	Betriebsleiter	nun	
Halloween-Feier,	die	schon	zum	neunten	Mal	in	Folge	den	           offiziell	mit	der	„Betriebsleiterlizenz	BO-Seil“	ausgestattet.
herbstlichen	Saisonabschluss	der	Bahn	markierte,	bot	allerlei
38   Jahresabschluss




     Kein Zufall: Ein ESWE-Bus im Grünen



     Öfter mal das Auto stehenzu-
     lassen und stattdessen mit dem
     Bus zu fahren, schont Natur
     und Umwelt – und vermeidet
     zudem Parkplatzsuchstress in
     der Innenstadt
Jahresabschluss   39




JAHRESABSCHLUSS für die Zeit vom 1. Januar
                bis zum 31. Dezember 2011
40   Jahresabschluss




     Bilanz zum 31. Dezember 2011




     AKTIVA                                                   Anhang    31.12.2011   31.12.2010
                                                                               Te           Te
     A. Anlagevermögen                                            (1)

          I. Immaterielle Vermögensgegenstände                    (2)         222           73

          II. Sachanlagen                                         (3)      37.908        35.821

          III. Finanzanlagen                                      (4)         375          440

                                                                           38.505       36.334


     B. Umlaufvermögen

          I. Vorräte                                              (5)         443          393

          II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      (6)        2.336        3.458

          III. Kassenbestand und Guthaben                         (7)         816          275
               bei Kreditinstituten

                                                                            3.595         4.126


     C. Rechnungsabgrenzungsposten                               (8)            17           31

                                                                            42.117      40.491




     PASSIVA                                                  Anhang    31.12.2011   31.12.2010
                                                                               Te           Te
     A. Eigenkapital                                             (9)

          I. Gezeichnetes Kapital                                           1.500        1.500

          II. Kapitalrücklage                                               2.305        2.305

                                                                            3.805        3.805


     B. Rückstellungen                                           (10)      12.799       14.626

     C. Verbindlichkeiten                                        (11)      23.029        19.837

     D. Rechnungsabgrenzungsposten                               (12)       2.484        2.223

                                                                            42.117      40.491
Jahresabschluss   41




Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011



                                                    Anhang      2011     2010
                                                                  Te        Te
 1. Umsatzerlöse                                       (13)   44.133    43.744

 2. Bestandsveränderungen                              (14)       18         0

 3. Andere aktivierte Eigenleistungen                  (15)         1        9

 4. Sonstige betriebliche Erträge                      (16)    8.822     8.038

 5. Materialaufwand                                    (17)   24.587    22.992

 6. Personalaufwand                                    (18)   27.247    27.699

 7. Abschreibungen                                     (19)    5.518     5.063

 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen                 (20)    8.770     8.401

 9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen              (21)       65         0

 10. Zinsergebnis                                      (22)     -735      -561

 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit             -13.818   -12.925

 12. Außerordentliche Aufwendungen                     (23)       72       888

 13. Außerordentliches Ergebnis                                  -72      -888

 14. Sonstige Steuern                                  (24)       31        31

 15. Erträge aus Verlustübernahme                      (25)   13.921    13.844

 16. Jahresergebnis                                                0         0
42   Jahresabschluss




     ANHANG            für das Geschäftsjahr 2011
                       der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH


                       Allgemeine Angaben
                       Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des
                       Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften
                       mit beschränkter Haftung aufgestellt.
                       Es gelten gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften.
                       Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vor-
                       schriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke
                       ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im An-
                       hang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus sind der Klarheit der
                       Darstellung wegen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusam-
                       mengefasst. Diese Posten sind in den weiteren Abschnitten des Anhangs gesondert ausgewiesen
                       und erläutert.Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275
                       Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

                       Mit der WVV Wiesbaden Holding GmbH als herrschendem Unternehmen besteht ein Ergebnisabfüh-
                       rungsvertrag (Vertrag vom 29. August 2000).
                       Mit der ESWE Verkehr Service GmbH als beherrschtes Unternehmen besteht ein Ergebnisabfüh-
                       rungsvertrag (Vertrag vom 17. November 2011).



                       Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
                       Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaf-
                       fungskosten erfasst und werden linear nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
                       Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschrei-
                       bungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Herstellungskosten
                       umfassen Einzelkosten und angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten; Fremdkapitalzin-
                       sen sind nicht einbezogen. Erhaltene Kapitalzuschüsse werden bei den Zugängen gekürzt.
                       Für die vor dem 1. Januar 2008 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens,
                       insbesondere Fahrzeuge, die nicht dem Personenverkehr dienen, wurde vereinzelt aus steuerlichen
                       Gründen (§§ 254, 279 Abs. 2 HGB a. F.) bisher die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Mit
                       Inkrafttreten des BilMoG ist die umgekehrte Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Handelsbilanz
                       zwar entfallen, die Gesellschaft hat sich jedoch entschieden, von dem in der Übergangsregelung
                       nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB vorgesehenen Wahlrecht zur Fortführung der bisherigen Wertansätze
                       unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften Gebrauch zu
                       machen. Die degressive Abschreibung dieser Vermögensgegenstände, deren Restbuchwerte sich
                       zum 31. Dezember 2011 auf insgesamt 12 T b belaufen, wird daher fortgeführt. Im Vergleich zur line-
                       aren Methode ergeben sich dabei nur unwesentliche Mehrabschreibungen.

                       Für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind
                       und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 b und 1.000 b lagen, wurden in
                       den Vorjahren Sammelposten (Pool) gebildet, die inklusive des Anschaffungsjahres über fünf Jahre
                       abgeschrieben wurden.

                       Ab dem 1. Januar 2011 wird diese Poolbildung nicht mehr vorgenommen. Die Sammelposten der
                       Jahre 2008 bis 2010 laufen bis zum Ende aus, sodass der letzte 2014 vollständig abgeschrieben ist.
Jahresabschluss      43




In 2011 werden für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbstständigen
Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten bis 410 b betragen (Geringwertige Wirtschafts-
güter), Sofortabschreibungen vorgenommen; über diesem Wert liegend werden sie nach der Nut-
zungsdauer linear abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu
Anschaffungskosten bewertet. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nennwert, unverzinsliche
zum Barwert angesetzt. Hierbei wird ein Zinssatz von 5,5 Prozent p. a. zugrunde gelegt.

Die Vorräte werden zu durchschnittlichen fortgeschriebenen Einstandspreisen unter Beachtung
des Niederstwertprinzips nach dem Grundsatz der Einzelbewertung angesetzt. Bestandsrisiken
aufgrund verminderter Verwertbarkeit oder langer Lagerdauer wird durch angemessene Wertab-
schläge Rechnung getragen.

Bei den grundsätzlich zum Nennwert bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensge-
genständen wurden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Dem Ausfallwagnis bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit einer Pauschal-
wertberichtigung in Höhe von 1 Prozent des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen.

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit ent-
sprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versiche-
rungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit
Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von
der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Markt-
zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit
von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,14 Prozent . Bei der Ermitt-
lung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und
Gehaltssteigerungen von 2,0 Prozent und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 Prozent zugrunde
gelegt.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grund-
sätzen errechnet. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im
Monat Dezember 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2
HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,14 Prozent. Die Preis- und Kostensteigerung wurde mit 2,00 Prozent
p. a. angenommen.
44          Jahresabschluss




            Die Gesellschaft hatte zum 31. Dezember 2009 Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB, im Wesentlichen für Reparaturen
            bzw. Instandhaltungen, im Umfang von 6.620 T b gebildet. Nach der Neuregelung durch das BilMoG besteht für diese Innenverpflich-
            tungen zwar künftig ein Passivierungsverbot, die Gesellschaft macht jedoch von dem in der Übergangsregelung von Art. 67 Abs. 3
            Satz 1 EGHGB vorgesehenen Wahlrecht zur Beibehaltung und Fortführung der Rückstellungen unter Anwendung der bisherigen
            Regelungen Gebrauch. Der Buchwert der zum 31. Dezember 2011 noch bilanzierten Aufwandsrückstellungen beträgt 3.447 T b.

            Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw.
            Einnahmen erfasst, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.



            Erläuterungen zur Bilanz

            (1) Anlagevermögen


            Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten zeigt der nachfolgende Anlagenspiegel.




                                                                  ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN                                                   ABSCHREIBUNGEN              BUCHWERTE

                                                   Vortrag zum         Zugänge    Abgänge   Umbuchungen    Stand am     Vortrag zum    Abschreibungen        Abgänge   Stand am     31.12.2011   31.12.2010

                                                     01.01.2011                                            31.12.2011     01.01.2011    des Geschäfts-                 31.12.2011

                                                                                                                                                jahres



                                                            Te              Te        Te             Te          Te              Te                Te            Te          Te           Te            Te




I.     Immaterielle Vermögensgegenstände                   784             174         28             0         930             711                24             28        708          222            73




II.    Sachanlagen

       1.   Grundstücke und grundstücks-
            gleiche Rechte einschließlich Bauten
            auf fremden Grundstücken                    16.007           2.081       308          2.056       19.835         11.784                315            45     12.053         7.781        4.223

       2.   Technische Anlagen und Maschinen               521               51        0              0          573            251                44             0         295          278           271

       3.   Fahrzeuge für Personenverkehr               49.733           5.342      3.025            155     52.204         26.048               4.335         3.025     27.358       24.846       23.685

       4.   Andere Anlagen, Betriebs- und
            Geschäftsausstattung                        11.424             401        521         1.890       13.195          7.954               799            518      8.235        4.959         3.470

       5.   Geleistete Anzahlungen und
            Anlagen im Bau                               4.172              42         71         -4.100          43              0                 0             0            0           43        4.172

                                                        81.857            7.917     3.925             0      85.849         46.036              5.494          3.588      47.941      37.908        35.821

Summe immaterielle Vermögens-                          82.640            8.091      3.953             0      86.779          46.747              5.518         3.616    48.649        38.130       35.894
gegenstände und Sachanlagen




III.   Finanzanlagen

       1.   Anteile an verbundenen                         100               0         0              0         100               0                 0             0            0         100           100
            Unternehmen


       2.   Beteiligungen                                   26             0,4         0              0           26              0                 0             0            0           26           26

       3.   Sonstige Ausleihungen                          314              42        106             0         250              0,1                0             0           0,1        249           314

                                                          440               42        106             0         376              0,1                0             0           0,1         375         440

Summe Anlagevermögen                                   83.080             8.133     4.059             0       87.154         46.747              5.518         3.616    48.649        38.505       36.333




                                                                                                             Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen möglich.
Jahresabschluss    45




(2) Immaterielle Vermögensgegenstände
Bei den Zugängen in Höhe von 174 T b handelt es sich vorwiegend um Software-Lizenzen für Netzplanung und Fahrgastinformation.



(3) Sachanlagen
Die Zugänge des Berichtsjahres in Höhe von 7.917 T b betreffen im Wesentlichen Fahrzeuge für den Personenverkehr (5.342 T b ).



(4) Finanzanlagen
Name und Sitz der Gesellschaft                               Buchwert                Kapital-         Eigenkapital Jahresergebnis
                                                             31.12.2011                Anteil            31.12.2011              2011
                                                                    Te                     %                    Te                 Te
Anteile an verbundenen Unternehmen

ESWE Verkehr Service GmbH, Wiesbaden                               100                 100,0                   100                  0

Beteiligungen

Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden GmbH, Wiesbaden                     26                   50,0                   52                  0


Mit der ESWE Verkehr Service GmbH besteht seit dem 1. Januar 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag.



(5) Vorräte                                                                                              31.12.2011        31.12.2010
                                                                                                                Te                 Te
 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe                                                                               443                393

                                                                                                               443                393


Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um Lagermaterialbestände für den Betriebs- und Instand-
haltungsbereich der Fahrzeuge der Gesellschaft.



(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände                                                        31.12.2011        31.12.2010
                                                                                                                Te                 Te
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen                                                                    1.054               958

Forderungen gegen verbundene Unternehmen                                                                        48                828

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht                                                                              84                 73

Forderungen gegen die Landeshauptstadt Wiesbaden                                                               207                425

Sonstige Vermögensgegenstände                                                                                  943               1.174

                                                                                                             2.336               3.458


 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen vorrangig Forderungen gegenüber der ESWE Verkehr Service GmbH aus
 dem Liefer- und Leistungsverkehr.
 Die Forderungen gegen die Landeshauptstadt Wiesbaden betreffen im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlich-
 keiten gegenüber der Landeshauptstadt Wiesbaden in Höhe von 1 T a wurden mit den Forderungen saldiert.
 Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände haben 24 T a (Vorjahr: 35 T a) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen
 Forderungen des Berichtsjahres und des Vorjahres haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
46   Jahresabschluss




     (7) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

     Der stichtagsbezogene Stand der liquiden Mittel beträgt 816 T a (Vorjahr: 275 T a).



     (8) Rechnungsabgrenzungsposten

     Der Posten betrifft im Wesentlichen Pensionszahlungen für Januar 2012.



     (9) Eigenkapital

     Das Gezeichnete Kapital beträgt am 31. Dezember 2011 1.500 T a und wird zu 94,9 Prozent von der WVV Wiesbaden Holding GmbH
     und zu 5,1 Prozent von der Landeshauptstadt Wiesbaden gehalten.



     (10) Rückstellungen                                                                                     31.12.2011       31.12.2010
                                                                                                                    Te                Te
     Rückstellungen für Pensionen                                                                                  690               584

     Sonstige Rückstellungen                                                                                     12.109           14.042

                                                                                                                 12.799           14.626


     Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungs-
     bilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von 76 T a. Die Gesellschaft machte von
     dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (76 T a) linear über einen Zeit-
     raum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2011 wurde die verbleibende Unterdeckung von 72 T a als außerordentlicher Aufwand
     erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf 0 T a.

     Die sonstigen Rückstellungen bestehen vorwiegend für den Personalbereich (4.845 T a), und hier im Wesentlichen für Verpflichtungen
     aus Freifahrtberechtigungen (1.191 T a), Beihilfeverpflichtungen (812 T a), Zeitguthaben (690 T a), Jubiläumsverpflichtungen (582 T a)
     sowie Abfindungsvereinbarungen (518 T a).

     Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem RMV-Einnahmenaufteilungsverfahren 2011 (2.350 T a), aus
     Brandschutzmaßnahmen (858 T a), der Sanierung der Aartalbahn (705 T a), für Altlasten und Umweltschutzmaßnahmen (494 T a), für
     die Sanierung des Betriebsgeländes Gartenfeldstraße (832 T a) sowie für Versicherungen und Kosten des Jahresabschlusses.
Jahresabschluss    47




(11) Verbindlichkeiten                                                                                      31.12.2011       31.12.2010
                                                                                                                   Te                Te
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten                                                                    17.371            15.194

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen                                                                3.473             2.625

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen                                                             1.854             1.660

Sonstige Verbindlichkeiten                                                                                        331               358

      davon aus Steuern                                                                                          (245)             (272)

      davon im Rahmen der sozialen Sicherheit                                                                      (0)               (0)

                                                                                                               23.029             19.837


Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 17.371 T a sind 7.566 T a innerhalb eines Jahres fällig, 5.710 T a haben
eine Fälligkeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren, und 4.095 T a haben eine Fälligkeit von mehr als fünf Jahren. Darlehen
im Umfang von 11.731 T a sind durch Bürgschaften der Landeshauptstadt Wiesbaden besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit
der ESWE Versorgungs AG (607 Ta) sowie der WiBus GmbH (927 T a). Die Verbindlichkeiten haben – mit Ausnahme der Darlehensver-
bindlichkeiten – wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.



(12) Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Verkehrseinnahmen für das Jahr 2012.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo beläuft sich auf 5.140 T a. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen mehrjährige Verpflichtungen in Höhe von 74 T a
p. a. Vor dem Hintergrund eines üblichen Geschäftsverlaufes ist die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als hoch einzustufen.

Finanzinstrumente

Die ESWE Verkehrsgesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen steigende Bezugspreise bei dem Bezug von
Kraftstoffen bzw. Diesel ein. Bei den eingesetzten Derivaten handelte es sich im Jahr 2011 um zwei Rohwaren-Swap-Geschäfte.

Per 31. Dezember 2011 besteht kein Absicherungsgeschäft (Rohwaren-Swap). Im Februar 2010 war ein Geschäftsabschluss mit einer
Laufzeit von März 2010 bis Februar 2011 getätigt worden. Das abgesicherte Nominalvolumen (Gesamtbezugsmenge) betrug 1.260
metrische Tonnen pro Jahr. Darüber hinaus war, ebenfalls bereits in 2010, ein weiteres Absicherungsgeschäft mit einer Laufzeit von
Januar bis Dezember 2011 und einem Nominalvolumen (Gesamtbezugsmenge) von 3.720 metrischen Tonnen abgeschlossen.

Zwischen dem Rohwaren-Swap und den Verträgen über den Bezug von Kraftstoff bzw. Diesel wurde eine Bewertungseinheit gebildet.
Im Berichtsjahr waren circa 61 Prozent des jährlichen Treibstoffbedarfs gegen periodische Dieselpreisschwankungen abgesichert. Zur
kontinuierlichen Steuerung der Chancen und Risiken aus Sicherungsgeschäften dient ein monatliches Controlling-Tool, welches der
Geschäftsführung einen permanenten Überblick zur aktuellen Situation verschafft.
48   Jahresabschluss




     Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

     (13) Umsatzerlöse

     Die Umsatzerlöse, die ausschließlich im Inland erzielt werden, stellen sich wie folgt dar:
                                                                                                                    2011              2010
                                                                                                                      Te                Te
     Verkehrsbetriebe                                                                                             42.082            41.273

     Übrige Umsatzerlöse                                                                                            2.051             2.021

                                                                                                                   44.133           43.744


     In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse aus der Erstattung gemäß § 145 SGB IX im Umfang von 341 Tb (Vorjahr: 464 T b) enthalten.



     (14) Bestandsveränderungen

     Zum Bilanzstichtag betrugen nicht abgerechnete Leistungen 18 T b (Vorjahr: 0 T b).



     (15) Andere aktivierte Eigenleistungen

     Sie umfassen die im Anlagevermögen aktivierten Personalaufwendungen und Gemeinkosten des Berichtsjahres.



     (16) Sonstige betriebliche Erträge                                                                              2011             2010
                                                                                                                      Te                Te
      Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen                                                                     819             1.023

      Erträge aus Anlagenabgängen und Zuschreibungen                                                                  525              249

      Erträge aus öffentlichen Zuwendungen                                                                          4.743            4.205

      Übrige Erträge                                                                                                2.735             2.561

                                                                                                                    8.822            8.038


     Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen Auflösungen aus Rückstellungen für Verpflichtungen aus der RMV-
     Einnahmenaufteilung (272 T b), Prämienregelungen an Mitarbeiter (96 T b), Prozesskostenrisiken aus Vorjahren (72 T b), Beiträge zur
     Berufsgenossenschaft (22 T b), Rechtsstreit mit Atron (343 T b) sowie verschiedenen Instandhaltungsmaßnahmen (15 T b).

     Die übrigen Erträge betreffen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Treib- und Schmierstoffen, aus Schadenersatzleistungen,
     aus Aufwandszuschüssen sowie Erlöse aus Vermietung und Verpachtung.

     In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 130 T b (Vorjahr: 186 T b) enthalten. Diese betreffen
     im Wesentlichen Erstattungen von Versicherungen.
Jahresabschluss   49




(17) Materialaufwand                                                                                               2011              2010
                                                                                                                    Te                 Te
 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe                                                                 8.570              8.195

 Aufwendungen für bezogene Leistungen                                                                            16.017            14.797

                                                                                                                 24.587            22.992

Im Bereich der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stellen die Treibstoffkosten (5.718 T b) die größte Teilposition dar. Die
Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Fremdleistungen für die Personenbeförderung durch die Firma
WiBus Wiesbadener Busgesellschaft mbH in Höhe von 12.664 T b.



(18) Personalaufwand                                                                                               2011              2010
                                                                                                                    Te                 Te
 Löhne und Gehälter                                                                                             21.090              21.341

 Soziale Abgaben und Aufwendungen
 für Altersversorgung und für Unterstützung                                                                       6.157             6.358
      davon für Altersversorgung                                                                                 (1.707)           (1.743)

                                                                                                                 27.247            27.699


Die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich 514 Mitarbeiter (Vorjahr: 530 Mitarbeiter).

Die über die normale gesetzliche Sozialversicherung hinausgehende Versorgung erfolgte über die Zusatzversorgungskasse für
Gemeinden und Gemeindeverbände, deren Mitglied die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH ist. Der Umlagesatz der ZVK hat im Geschäfts-
jahr 2011 6,2 Prozent (5,7 Prozent Arbeitgeberanteil; 0,5 Prozent Arbeitnehmeranteil) betragen. Der Sanierungsbeitrag im Geschäftsjahr
2011 betrug 2,3 Prozent. Der Höchstbetrag für die Pauschalversteuerung des Arbeitgeberanteils an der Umlage beläuft sich auf monat-
lich 89,48 b je Mitarbeiter.

Ab dem 1. Januar 2012 werden der Umlagesatz 6,2 Prozent und das Sanierungsgeld 2,3 Prozent betragen. Die Summe der umlagepflich-
tigen Löhne und Gehälter betrug im Geschäftsjahr 2011 19.952.500,44 b.



(19) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.
Ergänzend verweisen wir auf die Darstellung der Bewertungsmethoden.
50   Jahresabschluss




      (20) Sonstige betriebliche Aufwendungen
                                                                                                                     2011              2010
                                                                                                                       Te                Te
      Verluste aus dem Abgang von Gegenständen                                                                         45                  5
      des Sachanlagevermögens
      Wertberichtigungen auf Forderungen                                                                              207                52

      Diestleistungsentgelte ESWE Versorgung                                                                         1.144             1.258

      Aufwendungen für Zuschüsse für Verkehrsleistungen                                                             1.699              1.717

      Treibstoffeinsatz für Verkauf an Dritte                                                                       1.240               1.111

      Übrige Aufwendungen                                                                                           4.435             4.258

                                                                                                                    8.770             8.401

     Die übrigen Aufwendungen beinhalten u. a. Aufwendungen für Instandhaltungen, allgemeine Aufwendungen für die Verwaltung,
     Versicherungsbeiträge, Mieten, Pachten, Aufwendungen für Dienstleistungen der Betriebskantine sowie Prüfungs- und Beratungs-
     kosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 309 T b (Vorjahr: 241 T b) ent-
     halten. Sie betreffen im Wesentlichen den Aufwand für die Partnerschaftsfinanzierung RBNV 2006 und 2007, die Umlageabrechnung
     HDN 2010, die Abrechnung der Berufsgenossenschaft für 2010, die Nebenkostenabrechnung im Deltahaus 2010 und die Wasserabrech-
     nung 2010.

     (21) Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen

     Die ESWE Verkehr Service GmbH hat mit der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen am 17. November 2011
     einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.
     Ihm hat die Gesellschafterversammlung am 30. November 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 zugestimmt. Der Jahresüberschuss 2011
     in Höhe von 65 T b der ESWE Verkehr Service GmbH ist somit der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH zuzurechnen.



     (22) Zinsergebnis                                                                                               2011             2010
                                                                                                                      Te                Te
      Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens                                                               14                17

      Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge                                                                             111               61

           davon von verbundenen Unternehmen                                                                          (0)               (0)

      Zinsen und ähnliche Aufwendungen                                                                              - 860             -639

           davon an verbundene Unternehmen                                                                           (23)               (0)

                                                                                                                     -735              -561

     Die unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen
     101 T b. Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen
     betragen 174 T b.



     (23) Außerordentliche Aufwendungen

     Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und beabsichtigte, den Aufwand aus der BilMoG-
     Umstellung bei den Pensionsrückstellungen (76 T b) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren zu verteilen. Im Geschäftsjahr 2011
     wurden 72 T b als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstel-
     lungen somit auf 0 T b.
Jahresabschluss      51




(24) Sonstige Steuern

Der Steueraufwand betrifft Grundsteuer (23 T b) und Kraftfahrzeugsteuern (8 T b) für das Jahr 2011.



(25) Erträge aus Verlustübernahme

Die Erträge aus Verlustübernahme betreffen die Übernahme des Jahresfehlbetrages 2011 durch die WVV Wiesbaden Holding GmbH in
Höhe von 13.921 T b (Vorjahr: 13.844 T b).



Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2011 waren              Volker Kühne,Betriebsrat; Arbeitnehmervertreter
folgende Personen:                                                     (bis zum 3. Dezember 2011)

Prof. Dr.-Ing. Joachim Pös, Dezernent für Stadtentwicklung, Bau        Fritz Nothegger, Omnibusfahrer; Arbeitnehmervertreter
und Verkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden, Stadtrat;                  (bis zum 3. Dezember 2011)
Vorsitzender (bis zum 3. Dezember 2011)
                                                                       Petermartin Oschmann, Jurist, Stadtverordneter
Sigrid Möricke, Dezernentin für Stadtentwicklung, Bau und
Verkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden, Stadträtin;                    Harald Schuck, Gewerkschaftssekretär
Vorsitzende (ab dem 4. Dezember 2011)
                                                                       Werner Springer, Kraftfahrzeugmechaniker;
Fred Wölfert, Betriebsratsvorsitzender; stellvertretender              Arbeitnehmervertreter (ab dem 4. Dezember 2011)
Vorsitzender
                                                                       Dennis Volk-Borowski, Soziologe, Stadtverordneter

                                                                       Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr
Lothar Brüllingen, Omnibusfahrer; Arbeitnehmervertreter                27.480,00 a.

Helge Dörr, Sachbearbeiter Qualitätskontrolle;                         An Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr Kredite
Arbeitnehmervertreter (ab dem 4. Dezember 2011)                        gewährt, die zum Bilanzstichtag mit 12.335,68 a erfasst sind. Die
                                                                       Kredite wurden im Jahr 2011 mit 3.046,68 a getilgt und mit 6,5
Rolf Eckhardt, Fahrdienstleiter; Arbeitnehmervertreter                 Prozent bzw. 4 Prozent p. a. verzinst.
(bis zum 3. Dezember 2011)

Dr. Vera Gretz-Roth, Diplom-Volkswirtin, Stadtverordnete               Geschäftsführung
(ab dem 4. Dezember 2011)
                                                                       Geschäftsführer der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH sind:
Claus-Peter Große, Diplom-Geologe, Stadtverordneter
                                                                       Dipl.-Ing. Uwe Cramer, Saulheim
Dieter Horschler, Rentner, Stadtverordneter
(bis zum 3. Dezember 2011)                                             Dipl.-Verwaltungswirt Stefan Burghardt, Wiesbaden

Wolfgang Janz, Fahrausweisprüfer; Arbeitnehmervertreter                Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführervergütung wurde
(ab dem 4. Dezember 2011)                                              von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch
                                                                       gemacht.
Hans-Martin Kessler, Werbe-/Kommunikationsplaner,
Stadtverordneter
52   Jahresabschluss




     Ergebnisabführung

     Der Jahresverlust 2011 in Höhe von 13.921.021,24 a wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der
     WVV Wiesbaden Holding GmbH übernommen.



     Abschlussprüferhonorar

     Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da diese Angaben
     im Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH, als einbeziehendes Mutterunternehmen, enthalten sind.



     Konzernbeziehungen

     Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der
     ESWE Verkehrsgesellschaft mbH besteht nach § 291 HGB nicht, da die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH und ihr Tochterunternehmen
     ESWE Verkehr Service GmbH in den Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH, Wiesbaden, einbezogen werden.
     Der Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH ist unter HRB 11941 beim Amtsgericht Wiesbaden hinterlegt.




     Wiesbaden, 31. März 2012

     ESWE Verkehrsgesellschaft mbH




     Dipl.-Ing. Uwe Cramer                        Dipl.-Verwaltungswirt Stefan Burghardt
Jahresabschluss    53




Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung
der Buchführung und den Lagebericht der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf
der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buch-
führung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fest-
gestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen
über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Ein-
schätzungen sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresab-
schluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.



Frankfurt am Main, 18. Mai 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft



ppa. Dirk Fischer                             ppa. Klaus Bilo
Wirtschaftsprüfer                             Wirtschaftsprüfer
54   Jahresabschluss




     Bericht des Aufsichtsrates
     Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2011 aufgrund regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichterstattung die
     Geschäftsführung laufend überwacht. Im Rahmen seiner satzungsmäßigen Zuständigkeit hat er die ihm obliegenden Entschei-
     dungen getroffen. Es handelte sich hierbei um folgende wesentliche Themen:

     · Jahresabschluss 2010
     · Bus-Port/Abstellhalle mit Photovoltaik-Anlage
     · Aartalbahn; Neubau Eisenbahnbrücke Flachstraße
     · Fahrplanwechsel
     · Tarifanpassung
     · E-Ticketsystem
     · Wirtschaftsplan




     Die Aufsichtsratsmitglieder wurden im Rahmen der Schwerpunktthemen über alle bedeutsamen Geschäftsvorgänge schriftlich in
     Form von Vorlagen informiert.

     Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht für die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH zum 31. Dezember 2011 wurden von
     der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Beanstandungen haben sich nicht
     ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers lag den Aufsichts-
     ratsmitgliedern vor. Vertreter des Wirtschaftsprüfers haben an der Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und Erläuterungen
     gegeben. Dem Ergebnis der Prüfung stimmt der Aufsichtsrat zu.

     Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts der ESWE Verkehrs-
     gesellschaft mbH zum 31. Dezember 2011 geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu
     erheben, sodass er den Jahresabschluss billigt.

     Der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat für die im Geschäftsjahr 2011 geleistete
     Arbeit seinen Dank aus.

     Wiesbaden, 19. Juni 2012

     Vorsitzende des Aufsichtsrates



     Sigrid Möricke
Jahresabschluss         55




Kennwerte 2011
                                                                                             2011            2010         Veränderungen
                                                                                                                       gegenüber Vorjahr
Verkehr         Leistungen Beförderungsfälle im Linienverkehr

                            Bartarif                                                  6,247 Mio.        6,488 Mio.                    -3,7 %

                            Zeitkarten                                              39,202 Mio.        38,752 Mio.                      1,2 %

                            Summe Fahrausweisverkauf                                45,449 Mio.        45,240 Mio.                     0,5 %

                            Freifahrer, Schwerbehinderte                              4,405 Mio.        4,129 Mio.                     6,7 %

                            Summe Linienverkehr                                     49,854 Mio.        49,369 Mio.                      1,0 %

                            Nerobergbahn                                             0,269 Mio.         0,256 Mio.                      5,1 %

                            Summe Bus- und Bahnbetrieb                               50,123 Mio.       49,625 Mio.                      1,0 %

                            Gesamterlöse                                               41.967 T a        41.250 T a                     1,7 %

                            Durchschnittserlöse im Fahrausweisverkauf              83,72 Ct/Bef        83,11 Ct/Bef                    0,7 %

                Kennwerte Anzahl der Linien                                                 39 St.           38 St.                    2,6 %

                            Linienlänge                                              646,33 km          601,55 km                       7,4 %

                            Anzahl der Fahrzeuge                                           205 St.          201 St.                    2,0 %

                davon        Gelenkzüge                                                     83 St.           84 St.                    -1,2 %

                             Standard-Linienbusse                                          122 St.           117 St.                   4,3 %

                            Nutzwagenkilometer im Linienverkehr                       11.566.179        11.420.984                     1,3 %
                                                                                          Nwkm             Nwkm
                            Platzkilometer im Linienverkehr                        889.281.839         881.051.634                     0,9 %
                                                                                            Plkm             Plkm
                            Platzausnutzung im Linienverkehr                               28,2 %           27,2 %                      3,7 %



Hafen- und      Leistungen Güterumschlag                                                  2.008 t           2.087 t                   -3,8 %
Gleisanlagen
                            Waggonumschlag                                                  34 St.           35 St.                   -2,9 %

                            Gesamterlöse                                                     5Ta              5Ta                      0,0 %




               Impressum        Herausgeber                            Text und Lektorat                   Redaktioneller Hinweis
                                ESWE Verkehrsgesellschaft mbH          www.textstark.de, Wiesbaden         Aus Gründen der besseren Lesbarkeit
                                Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden                                       verzichtet diese Publikation darauf,
                                Postfach 2369, 65013 Wiesbaden         Fotos                               personenbezogene Substantive außer
                                Telefon (0611) 450 22-450              · Roger Richter Photography,        in der männlichen immer auch in der
                                www.eswe-verkehr.de                      Mainz-Kastel                      weiblichen Form zu verwenden. Mit
                                                                                                           der männlichen Wortform sind stets
                                                                       · ESWE Verkehr
                                Gestaltung                                                                 beide Geschlechter gemeint.
                                                                       · Christoph Keller, Bad Kösen
                                www.99grad.de, Wiesbaden
Geschäftsbericht 2011

Geschäftsbericht 2011

  • 1.
  • 2.
    1. Januar bis31. Dezember 2011 Zur Vorlage in der Ordentlichen Gesellschafterversammlung am 19. Juni 2012 ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden
  • 3.
    INHALT Vorwort 4 Lagebericht 6 Jahresabschluss · Bilanz 40 Zentrale Themen des Jahres 2011 · Gewinn- und Verlustrechnung 41 · ERRECHNET: Fahrgastzahl en-Rekord 15 · Anhang 42 · ERNEUERT: Wartehallen, FGI-Systeme 15 · ERRICHTET: Bus-Port 16 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 53 Inhalt · ERLEBT: Elektromobilität 16 Bericht des Aufsichtsrates 54 · ERREICHT: „Ökoprofit“ und „EcoStep“ 17 Kennwerte 2011 55 · ERWEITERT: ESWE Verkehr Service GmbH 18 · ERMITTELT: Kundenzufriedenheit 19 Impressum 55 Informationen aus den Betriebsbereichen · Fahrdienst 21 · Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung 23 · Technischer Betrieb 26 · Vertrieb 27 · Kundenkommunikation 29 · Personal 32 · Rechnungswesen 34 · Nerobergbahn 36
  • 4.
    4 Vorwort Die Geschäftsführer Stefan Burghardt und Uwe Cramer
  • 5.
    Vorwort 5 VORWORT 2011 – ein Jahr der Innovationen Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, geben uns gewiss recht: Nur wenige Worte in der deutschen Sprache werden im alltäglichen Sprachgebrauch dermaßen überstrapaziert wie das Wort „Innovation“. In Zeiten, in denen uns Verbrauchern sogar die Markteinführung eines neuen Geschirrspülmittels als weltbewegende Innovation „verkauft“ wird, fällt es daher leider zunehmend schwer, die wirklichen, die echten und wahren Innovationen zu erkennen – und zu würdigen. Wir bei ESWE Verkehr können guten Gewissens, und auch mit einer selbstbewussten Por- tion Stolz, sagen: Bei uns sind echte Innovationen zu finden! Und für das Jahr 2011, über das der Ihnen vorliegende Geschäftsbericht Rechenschaft ablegt, gilt diese Aussage in ganz be- sonderer Weise. Zahlreiche Innovationen – sei es in technologischer, sei es in unternehmensstrategischer Hinsicht – werden Ihnen beim Durchblättern unseres Geschäftsberichts beispielhaft begeg- nen. Die Palette der technologischen Innovationen beginnt dabei mit der Errichtung des Bus-Ports auf unserem Betriebsgelände, der Wiesbadens größte Dachflächen-Photovol- taik-Anlage trägt; die Palette reicht weiter über die ersten Probefahrten mit einem neuarti- gen strombetriebenen Linienbus, dessen Elektromotor weder Abgas- noch Lärmemissionen verursacht; und sie findet bei den Vorbereitungen zur Einführung elektronischer Fahraus- weise noch nicht ihr Ende. Aber auch in der offensiven Hinwendung zu neuen Kommunikationstechnologien zeigt sich die Innovationsorientierung, die ESWE Verkehr gerade im Jahr 2011 an den Tag gelegt hat. Ob Sie sich in die vielfältigen Interaktiv- und Community-Funktionen unseres komplett überar- beiteten Internetauftritts vertiefen; ob Sie die neue Präsenz unseres Unternehmens in sozi- alen Online-Netzwerken, allen voran bei Facebook, betrachten; oder ob Sie sich zur stetig wachsenden Fangemeinde unserer ebenso informativen wie unterhaltsamen Firmenvideos* zählen, die dem ESWE-Verkehr-Kanal auf der Online-Plattform YouTube zu Rekord-Klickzahlen verhelfen: Stets geht es uns darum, den Kontakt zu unseren Fahrgästen, den Kunden des ÖPNVs in Wiesbaden, auf möglichst vielen Wegen zu suchen – und zu finden. Dass es naturgemäß vor allem die jüngeren Kunden sind, mit denen wir auf den Online- Kanälen kommunizieren, ist ein zentraler Aspekt der unternehmensstrategischen Bedeu- tung des Themas Innovation. Diese Bedeutung, nicht minder beachtenswert als die techno- * Innovativ zeigt sich in diesem logische Komponente, zeigt sich beispielsweise in Folgendem: Dank des interaktiven Charak- Jahr auch der Geschäftsbericht ters der Online-Kommunikation erhalten wir heute sehr viel schneller und sehr viel direkter selbst: Erstmals ist dem Bericht als früher Rückmeldungen zu unseren Dienstleistungen – insbesondere dann, wenn eine eine DVD beigefügt; zu finden Leistung einmal nicht der versprochenen Qualität entsprochen hat. Dieser schnelle „Rück- auf der Seite 30. Die DVD bein- kanal“ verpflichtet uns nicht nur zu zügiger Reaktion im konkreten Einzelfall, er erleichtert haltet alle im Jahr 2011 entstan- uns vor allem die stetige Optimierung unserer Arbeit – und nimmt auf diese Weise positiven denen ESWE-Verkehr-Unter- Einfluss auf die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens. nehmensvideos. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erkenntnisgewinn bei der Lektüre des Geschäftsberichts 2011 der ESWE Verkehrsgesellschaft und danken Ihnen schon im Voraus sehr herzlich für Ihr Interesse an unserem Unternehmen, seinen Dienstleistungen und seiner Innovationskultur. (Uwe Cramer) (Stefan Burghardt) Technischer Geschäftsführer, Kaufmännischer Geschäftsführer Vorsitzender der Geschäftsführung
  • 6.
    6 Lagebericht „Daumen hoch“ für die E-Mobilität Darin besteht Einigkeit: Elektroantriebe können ihren nachhaltigen Umweltnutzen nur dann in voller Wirkungs- breite ausspielen, wenn sie in Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere in Linienbussen, zum Einsatz kommen
  • 7.
    Lagebericht 7 laGEBERicHt der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2011 Allgemeines Das Wirtschaftsjahr 2011 war für die ESWE Verkehrsgesellschaft Die Betrauungsvereinbarung über die gemeinwirtschaftliche mbH geprägt von verschiedenen Themenstellungen. Die we- Verpflichtung zur Durchführung des auf Genehmigungen nach sentlichen Schwerpunkte der Gesellschaft lagen in folgenden dem Personenbeförderungsgesetz beruhenden ÖPNVs in der Entwicklungen: Landeshauptstadt Wiesbaden zwischen der Gesellschaft und der Landeshauptstadt Wiesbaden wurde am 30. November 2009 • Weiterführende nachhaltige wirtschaftliche Konsolidierung unterschrieben und galt für das Berichtsjahr in unveränderter des Öffentlichen Personennahverkehrs in Wiesbaden Form. Weiterführende Teilbereiche dieser Vereinbarung, wie • Fortsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Kunden- z. B. die Erstellung der jährlichen Trennungsrechnung unter der orientierung zur Erreichung der 50 Mio. beförderten sogenannten „K 4“-Analyse, wurden weiter vorangetrieben und Fahrgäste werden zukünftig in ihrer periodischen Durchführung intensi- • Fertigstellung der Sanierungsarbeiten im Betriebshof viert. • Ökologische und energetische Ertüchtigung der Betriebs- einrichtungen Weitere wesentliche Rahmenbedingungen für das Unterneh- • Neubau eines Bus-Ports zur witterungsgeschützten men im Geschäftsjahr 2011 waren: Abstellung des Fuhrparks • Neuausrichtung des Unternehmens in Richtung E-Mobilität • der von der Landeshauptstadt Wiesbaden beschlossene Nahverkehrsplan • die aktuelle Laufzeit nahezu aller Linienkonzessionen bis Wie in den Vorperioden wurden die aktuellen Entwicklungen zum Jahr 2017 der rechtlichen Rahmenbedingungen für die zukünftige • die vertraglichen Finanzierungsinstrumente im Entwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs genau Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), wie z. B. beobachtet. Die aus den Vorjahren bekannte mangelnde Rechts- Infrastrukturkostenzahlungen sicherheit aufgrund der zu diesen Zeiträumen noch nicht ab- • Fortsetzung der Leistungsverlagerung vom unternehmens- schließend vorliegenden Regularien der Personenverkehrsver- eigenen Fahrdienst zum Fahrdienst des Subunternehmens ordnung auf europäischer Ebene ist derzeit für die Gesellschaft WiBus von geringerer Bedeutung. Dies ist vorrangig einer eindeutigen Signalsetzung für die Zukunftssicherheit der Gesellschaft durch Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr zahlreiche Maßnahmen die Absichtserklärung der Landeshauptstadt Wiesbaden in zur Effizienzverbesserung durchgeführt und das seit mehre- Form des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom ren Jahren bestehende Unternehmensprogramm zur Kosten- 30. April 2008 gegeben. Darüber hinaus konnte im Januar 2009 rationalisierung bzw. Einnahmensteigerung weiterentwickelt. die Genehmigungsurkunde nach § 42 PBefG i. V. m. §§ 2 Abs. 6, 13 Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt an dieser Stelle weiterhin PBefG für die Linienkonzessionen, befristet bis zum 30. Septem- in den Effizienzsteigerungen im Fahr- und Dienstplanbereich. ber 2017, entgegengenommen werden. Im Zusammenhang mit dem Einsatz von computergestützten Planungsmodellen wird die gesamte Fahrplanleistung im Bis zu diesem Zeitpunkt ist die mittelfristige Zukunft der Ge- Wiesbadener ÖPNV, inkl. der Subunternehmerleistungen, einem sellschaft gesichert. Die Vorbereitungen für das bevorstehende kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterworfen. Ferner Konzessionsverfahren der Jahre 2016/2017 wurden vonseiten wurden verschiedene Optimierungsprozesse in den Analyse- der Geschäftsführung der ESWE Verkehrsgesellschaft in Zu- strukturen der Dienstplanungsauswertungen in Zusammen- sammenarbeit mit der Schwestergesellschaft WiBus und der arbeit mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begonnen. WVV Wiesbaden Holding GmbH aber bereits eingeleitet. Die Für das Jahr 2011 konnten verschiedene aktuelle Einflüsse in Zielsetzung dieser Projektgruppe besteht darin, frühzeitig die den Personalbereichen der Fahrdienste erfolgreich bearbeitet bedeutenden Entscheidungen für ein erfolgreiches Konzessi- werden. Durch kurzfristige Dispositionsarbeiten zwischen den onsverfahren 2017 einzuleiten. Fahrdienstbereichen konnten negative Auswirkungen durch Personalfluktuation beim Subunternehmer weitestgehend verhindert werden.
  • 8.
    8 8 Lagebericht Entwicklung des Verkehrsangebots Die Verkehrsleistungen im Wiesbadener Liniennetz werden überwiegend mit Omnibussen der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH erbracht. Im Berichtsjahr wurden neben 218 unterneh- menseigenen Omnibussen (Vorjahr: 202) bis zu 28 angemietete Fahrzeuge des Schwesterunternehmens WiBus (Vorjahr: 27) eingesetzt. Die Fahrleistungen wurden neben den ESWE-Fahrern weiter- hin durch Fahrer der Schwestergesellschaft WiBus erbracht. Die WiBus setzte zum Ende des Geschäftsjahres 256 Fahrer ein (Vorjahr: 253). Im Jahresdurchschnitt waren bei ESWE Verkehr 275 Fahrdienstmitarbeiter (Vorjahr: 299) beschäftigt. Die ge- fahrenen Platzkilometer änderten sich gegenüber dem Vorjahr von 881 Mio. Kilometer auf 889 Mio. Kilometer. Auch für das Jahr 2011 zieht die Gesellschaft ein positives Fazit für die Entwicklung des Verkehrsangebots. Unter der Prämisse einer wirtschaftlichen Erstellung der Fahrleistungen im Wiesba- dener ÖPNV wird punktuell das Verkehrsangebot ergänzt bzw. verstärkt. Zum für das Wirtschaftsjahr wichtigen Fahrplan- wechsel im Dezember 2010 konnten zahlreiche Fahrplanverbes- serungen umgesetzt werden. Infolge der nicht umzusetzenden Einstiegsregelung „Einstieg vorne“ und der daraus erwarteten Mehreinnahmen wird eine Überarbeitung des aktuellen Fahr- planangebots zum nächsten Fahrplanwechsel Ende des Jahres 2012 geprüft. Entwicklung der Verkehrsnachfrage Im Geschäftsjahr 2011 konnte der bereits in den Jahren 2006 bis analysiert werden. Die Beförderungsentwicklung aus dem Be- 2010 eingeschlagene positive Trend fortgesetzt werden und ein reich Summe Fahrausweisverkauf stieg um 0,5 Prozent von 45,2 Anstieg der Fahrgastzahlen verzeichnet werden. Die Zahl der Mio. auf 45,4 Mio. Beförderungsfälle gegenüber dem Vorjahr an. beförderten Fahrgäste im Verkehrsgebiet stieg um 0,5 Mio. auf insgesamt 49,9 Mio. Die Entwicklung der beförderten Fahrgäste Die positive Beförderungsentwicklung der ESWE Verkehrsge- ist auf eine Fülle von erfolgreichen Maßnahmen des Unterneh- sellschaft ist aus Sicht der Geschäftsführung auch auf intensive mens zurückzuführen. Marketing- und Vertriebsmaßnahmen zurückzuführen. Die Ge- sellschaft ist kontinuierlich bestrebt, der Nutzung des Öffentli- Der Schwerpunkt liegt in den vonseiten der Gesellschaft seit chen Personennahverkehrs in Wiesbaden ein positives Image zu 2008 beworbenen Maßnahmen zur Steigerung der Kundenbin- verleihen. Es ist allerdings aus Kundenreaktionen festzustellen, dung. Sowohl im Bereich der Erwachsenenfahrkarten wie auch dass die Treibstoffpreisentwicklungen der vergangenen Monate im Schüler- und Kinderbereich konnten Zuwachsraten bei den ebenfalls eine positive Wirkung auf das Nutzungsverhalten der langfristigen Zeittickets erreicht werden. Fahrgäste besitzen. Im Erwachsenenbereich konnte durch die eingesetzten Mar- Aber auch die zahlreichen Maßnahmen zur Verbesserung der ketinginstrumente die angestrebte Anzahl an Abonnenten in Fahrdienstleistungen wirken sich positiv aus. Als Ergebnis dieser Höhe von 10.000 zum Jahresende annähernd erreicht werden. Bemühungen wurde in der für das Jahr 2011 durchgeführten Besonders erfolgreich gestaltet sich hierbei das Job-Ticket-Pro- Kundenzufriedenheitsmessung mit der Note 2,6 wiederholt ein dukt „FirmenCard“, welches im Berichtsjahr mit verschiedenen erneut sehr gutes Ergebnis erzielt. Dieses Resultat ist als Wert Wiesbadener Firmen abgeschlossen werden konnte. identisch mit der Beurteilung des Vorjahres und konnte sogar in In der Gesamtbetrachtung kann eine weiterhin ausgesprochen einigen Detailpunkten leicht verbessert werden. positive ÖPNV-Entwicklung für das Geschäftsjahr in Wiesbaden
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    Lagebericht 9 Vermögens- und Finanzlage Das Investitionsvolumen in das Anlagevermögen belief sich im Berichtsjahr aufwandsstruktur 2011 auf 8,1 Mio. b (Vorjahr: 7,7 Mio. b ). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Anschaffung neuer Omnibusse in Höhe von 5,3 Mio. b. Insgesamt wurden im aktuellen Berichtsjahr 16 neue Omnibusse und ein Reisebus in Betrieb genom- men. Zur Finanzierung der Omnibusbeschaffungen wurde ein Darlehen mit einem Nennbetrag von 5,0 Mio. b aufgenommen. Als weitere Position ist die Anschaffung eines Bus-Ports (2,1 Mio. b ) zu nennen. Das Anlagevermögen ist zu 9,9 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent) durch Eigenkapital sowie zu 40,8 Prozent (Vorjahr: 44,8 Prozent) durch Eigenkapital und mittel- bis langfristiges Fremdkapital finanziert. Finanz- und Fördermittel der öffentlichen Hand wurden im Berichtsjahr im Wesentlichen in Form von Zuwendungen zur Finanzierung des Öffentlichen Gesamtaufwendungen Personennahverkehrs gemäß vertraglicher Vereinbarungen auf RMV-Ebene 66,1 Mio. e in Höhe von 2,6 Mio. b, für die Erstattung von Fahrgeldausfällen gemäß §§ 145 ff. SGB IX in Höhe von 1,9 Mio. b und für die pauschalierte Ausgleichszahlung Personalaufwand 41 % im Ausbildungsverkehr gemäß § 45a PBefG in Höhe von 2,0 Mio. b vereinnahmt. Materialaufwand 37 % Sonstige betriebliche Dem negativen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -8,8 Mio. b Aufwendungen 13 % (Vorjahr: -13,8 Mio. b) sowie den Auszahlungen für Investitionen von 8,1 Mio. b und Abschreibungen 9 % für die Tilgung von Bankverbindlichkeiten von 3,8 Mio. b stehen Einzahlungen der WVV Wiesbaden Holding GmbH aus dem Verlustausgleich in Höhe von 14,4 Mio. b sowie Darlehensaufnahmen von 5,9 Mio. b gegenüber. Die Zahlungsfähigkeit der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH war während des ganzen Jahres aufgrund der Abschlagszahlungen der WVV Wiesbaden Holding GmbH auf den zu übernehmenden Verlustausgleich uneingeschränkt gegeben. Aufgrund des Umsatzerlöse 2011 bestehenden Ergebnisübernahmevertrages mit der WVV Wiesbaden Holding GmbH ist die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft nachhaltig gesichert. Die Eigenkapi- talquote im Berichtsjahr hat sich unter anderem aufgrund der Darlehensaufnahme zur Finanzierung der Omnibusbeschaffungen von 9,4 Prozent auf 9,0 Prozent ver- ringert. Der Anstieg der Bilanzsumme um 1,6 Mio. b auf 42,1 Mio. b resultiert auf der Aktiv- seite im Wesentlichen aus der Zunahme der Sachanlagen (2,1 Mio. b), während sich das Umlaufvermögen um 0,5 Mio. b reduzierte. Auf der Passivseite sank die Summe der Rückstellungen um 1,8 Mio. b, während die Bankverbindlichkeiten um 2,2 Mio. b und die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 1,8 Mio. b stiegen. Summe Linienverkehr 42 Mio. ew Zeitkarten 52 % Einzelfahrscheine 15 % Schülerjahreskarten 13 % Mehrfachkarten 11 % Ausbildungsverkehr 5 % Schwerbehinderte 4 %
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    10 Lagebericht Ertragslage und Ergebnis Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme hat sich gegen- Die vergleichsweise geringen Auswirkungen im Bereich der über dem Vorjahresergebnis in Höhe von 13,8 Mio. b nur moderat Treibstoffaufwendungen sind auf die erfolgreichen Maß- verändert. Ein Jahresergebnis in Höhe von -13,9 Mio. b ist vor dem nahmen der Dieselpreisabsicherungsgeschäfte zurückzuführen. Hintergrund der anspruchsvollen Rahmenbedingungen der Gesellschaft als planmäßig zu bewerten. Den Kostensteigerungen im Bereich der Fahrdienstleistungen stehen gesunkene Personalaufwendungen (27,2 Mio. b; Die Umsatzerlöse aus der Verkehrsleistung beliefen sich im Vorjahr: 28,7 Mio. b) gegenüber. Trotz der durchgeführten Tarif- Geschäftsjahr auf 42,08 Mio. b (Vorjahr: 41,72 Mio. b). In diesen anpassungen konnte durch den konsequenten Mitarbeiterab- Werten sind die Einnahmen aus der Vermarktung von Bus- bau im Fahrdienst der Personalaufwand um 0,5 Mio. b verringert außenflächen in Höhe von 0,7 Mio. b (Vorjahr: 0,6 Mio. b) werden. enthalten. Bei höheren Erlösen aus der Verkehrsleistung hat sich die höhere Rückstellungsbildung für Verpflichtungen Die Abschreibungen stiegen im Berichtsjahr 2011 von 5,1 Mio. b aus dem Einnahmen-/Aufteilungsverfahren deutlich erlös- auf 5,5 Mio. b. Dies ist im Wesentlichen auf die zahlreichen mindernd ausgewirkt, sodass die Umsatzerlöse leicht über Investitionsmaßnahmen in den Fuhrpark sowie das Verwal- dem Vorjahresniveau liegen. tungsgebäude in den Jahren 2009 bis 2011 zurückzuführen. Die um 0,8 Mio. b gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge Das negative Zinsergebnis hat sich aufgrund der Darlehensauf- resultieren im Wesentlichen aus höheren Erträgen aus dem nahme zur Finanzierung der Omnibusbeschaffungen des Einnahmen-/Aufteilungsverfahren. Berichtsjahres um 0,2 Mio. b auf -0,7 Mio. b verschlechtert. Der Materialaufwand hat sich im Wesentlichen aufgrund der im Geschäftsjahr 2011 gestiegenen Treibstoffpreise (0,6 Mio. b) und der gestiegenen Fremdvergabe von Fahr- dienstleistungen an das Schwesterunternehmen WiBus (0,7 Mio. b) um insgesamt 1,6 Mio. b auf 24,6 Mio. b erhöht. Risikomanagement Das Risikomanagementsystem wurde im Berichtsjahr auf Basis bereiche im Rahmen einer vierteljährlichen Controlling-Informa- der Vorjahre fortgeführt. Das ESWE-Risikomanagement ist als tion. Zur Steuerung der Risiken hat das Unternehmen Maßnah- verbindliche Regelung im Unternehmen eingeführt und besteht men ergriffen, die im Wesentlichen neben dem Einsatz interner aus den einzelnen Elementen: und externer Fachleute ein umfangreiches technisches Regel- werk, die Zertifizierung des Unternehmens, einen umfassenden • Strategie und risikopolitische Grundsätze Versicherungsschutz sowie Führungsleitsätze umfassen. Das • Ziele, Aufgaben und Verantwortlichkeiten Risikomanagementsystem ist in das Interne Kontrollsystem der • Identifikation der Risiken durch eine Risikoinventur Gesellschaft eingebettet. • Risikobewertung mit einer Darstellung des Risikoportfolios des Unternehmens Das langfristig bei der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH vorlie- • Risikosteuerung mit Festlegung von Frühwarnindikatoren gende Hauptrisiko weist nach wie vor die Entwicklung im Euro- • Risikoberichtswesen zur Dokumentation und Kontrolle päischen Verkehrsrecht aus. Auch unter der Berücksichtigung des erfolgreichen Konzessionsverfahrens und der Konzessions- Als grundlegendes Instrumentarium für das Risikomanage- verlängerung bis 2017 bleibt dieses Risiko langfristig bestehen. mentsystem wurden im Unternehmen ein Handbuch erarbeitet Die Bewertung des Risikoszenarios insgesamt führt aber zu dem und ein Risikobeauftragter benannt. Das nach Bewertung der Ergebnis, dass durch die ergriffenen Steuerungsmaßnahmen Risikoinventur erstellte Risikoportfolio für das Unternehmen sowohl im Berichtsjahr als auch für die Zukunft keine Risiken er- wird regelmäßig fortgeschrieben. Hier erfolgt die regelmäßige kennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Information der Geschäftsführung sowie der Unternehmens-
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    Lagebericht 11 Risiken aus Finanzinstrumenten Die Gesellschaft ist bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die Für das Geschäftsjahr wurden insgesamt zwei Absicherungs- im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen Forderungen und geschäfte für Dieselpreise abgeschlossen. Aus dem Jahr 2010 sonstige Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten bestand noch ein Geschäftsabschluss mit einer Laufzeit von betreffen, bestimmten Risiken ausgesetzt. Das Ausfallrisiko März 2010 bis zum 28. Februar 2011. Für das Kalenderjahr 2011 aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des wurde noch ein weiteres Absicherungsgeschäft vereinbart. Zum Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in der 31. Dezember 2011 bestand kein Absicherungsgeschäft im Rah- Höhe der positiven Zeitwerte der betreffenden Forderungen. men der bisherigen Geschäftsmodelle mehr. Es waren insgesamt Wir gehen davon aus, dass durch Wertberichtigungen für For- rund 61 Prozent des jährlichen Treibstoffbedarfs gegen perio- derungsausfälle das tatsächliche Risiko aus originären Finanz- dische Dieselpreisschwankungen abgesichert. Für das Jahr 2012 instrumenten abgedeckt ist. wurde bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2011 ein Festpreis- vertragsmodell mit einem Treibstofflieferanten abgeschlossen. Seit Ende des Geschäftsjahres 2008 bestehen verschiedene Geschäfte im Bereich von Rohwaren-Swap-Geschäften zur Zur kontinuierlichen Steuerung der Chancen und Risiken aus Dieselpreisabsicherung. Derartige Absicherungsgeschäfte Sicherungsgeschäften dient ein monatliches Controlling-Tool, auf Basis von Dieselpreis-Swaps wurden ausschließlich zur welches der Geschäftsführung einen permanenten Überblick Planungssicherheit der zeitweise stark schwankenden Diesel- zur aktuellen Situation verschafft. Vonseiten der Geschäftsfüh- preise eingesetzt und deckten maximal 90 Prozent der erwar- rung wird die Strategie der Dieselpreisabsicherung weiterhin als teten Einsatzmenge. großer Erfolg bewertet, denn neben der hohen Planungssicher- heit für das laufende Geschäftsjahr konnte das wirtschaftliche Ergebnis der Gesellschaft mit den Erträgen aus den Absiche- rungsgeschäften um 587 T b verbessert werden.
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    12 Lagebericht ausblick und Ziele Die entscheidende Frage zur Zukunft der ESWE Verkehrsgesell- Die aktuellen Trends auf den Rohölmärkten unter Berücksich- schaft mbH konnte für die Geschäftsführung mit der Erteilung tigung der aktuellen politischen Entwicklungen werden nach der Linienkonzessionen bis 2017 positiv beantwortet werden. unserer Auffassung für 2012 weitestgehend erfolgsneutral für Somit kann für die Gesellschaft auch für die mittelfristige Zu- die Gesellschaft bleiben, da Festpreislieferverträge für die Peri- kunft ein positiver Ausblick gegeben werden. ESWE Verkehr ode 2012 vorliegen. Fortsetzungen dieser Geschäftsmodelle sind sieht sich aber bereits im Berichtsjahr in der Vorbereitungs- zwar nur unter deutlichen Kostensteigerungen zu realisieren, phase für die nächste Konzessionsbeantragung. Die veränder- aber für die Gesellschaft eine wichtige Prämisse zur Planungs- ten rechtlichen Rahmenbedingungen zur Vergabe von Verkehrs- sicherheit im Geschäftsjahr. Für die naheliegende Zukunft geht leistungen im ÖPNV werden im Strategie-Projekt 2017 unter die Geschäftsführung aber weiter davon aus, dass die Entwick- Federführung der WVV Wiesbaden Holding GmbH und Beteili- lungen auf den Rohölmärkten für ESWE Verkehr nur geringfügig gung der Schwestergesellschaft WiBus berücksichtigt. spürbar sein werden. Schwerpunkt der unternehmerischen Aktivitäten werden Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 werden gemäß der verab- weiterhin Prozessoptimierungs- und Restrukturierungsmaß- schiedeten Wirtschaftsplanung unter den Prämissen von mode- nahmen zur Effizienzsteigerung sein. Hierbei werden die Ergeb- rat steigenden Fahrgastzahlen, sinkenden Personalkosten und nisse der erneuten Analyse des sogenannten „Vierten Kriteri- steigenden Fremdleistungen für Subunternehmerleistungen ums“ für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 in Zusammenarbeit Verluste vor Ergebnisübernahme von 15,0 Mio. b bzw. 14,8 Mio. b mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einen wichtigen erwartet. Besondere Prämissen im Bereich der Subunternehmer- Beitrag leisten. Diese sollen zukünftig auch für entsprechende leistung erfordern eine Überarbeitung des Wirtschaftsplanes Wirtschaftsplanszenarien genutzt werden. 2012 im Verlauf des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in den zahlreichen Maßnahmen der Gesellschaft zur Erhöhung der Fahrgastzahlen in Wiesbaden. Durch eine verstärkte Ausrichtung des Unternehmens auf die Kundenbedürfnisse und eine Verbesserung des ÖPNV-Images in der hessischen Landeshauptstadt sollen die Fahrgastzahlen im Jahr 2012 die 50-Mio.-Marke erreichen. Die Herausforderung Wiesbaden, 31. März 2012 besteht darin, dieses unter Berücksichtigung der wirtschaftli- chen Rahmenbedingungen des Unternehmens und der Zielset- ESWE Verkehrsgesellschaft mbH zungen des Anteilseigners zu ermöglichen. Mit der Erreichung der Beförderungszahlen in Höhe von 49,9 Mio. in 2011 konnte wieder ein wichtiger Schritt in diese Richtung vollzogen werden. Mit dem Blick auf die andauernde Wirtschafts- und Schulden- Dipl.-Ing. Dipl.-Verwaltungswirt krise konnte die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr keine Uwe Cramer Stefan Burghardt wesentlichen Auswirkungen für die Gesellschaft feststellen. Auch im Geschäftsfeld zur Vermarktung von Busaußenflächen konnten wieder positive Impulse in der Werbe- und Marketing- branche festgestellt werden.
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    Lagebericht 13 Zwei Wahrzeichen Wiesbadens Auch sie prägen das Stadtbild: Die ESWE-Busse sind aus dem Wiesbadener Leben ebenso wenig wegzudenken wie etwa das Kurhaus
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    14 Zentrale Themen des Jahres 2011 „Fahrplan sucht Foto“ Erfolgreicher Fotoideenwett- bewerb: ESWEs Fahrgastma- gazin INFOMOBIL suchte – und fand – das Titelbild fürs Fahrplanbuch 2012
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    Zentrale Themen des Jahres 2011 15 ZeNTRaLe ThemeN DeS JahReS 2011 eRReChNeT: Fahrgastzahlen-Rekord Um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr stieg laut Statistischem „häuschenlos“ gewesen sind. Vorrangig werden bei der Neuer- Bundesamt im Jahr 2011 die Zahl der Busfahrgäste im öffentli- richtung sogenannte „Einstiegs-Haltestellen“ berücksichtigt, chen Nahverkehr in Deutschland. ESWE Verkehr konnte sogar ein also solche Haltestellen, die, meist in Fahrtrichtung Stadtzen- deutlich größeres Plus verzeichnen: Die Gesamtzahl der Buspas- trum gelegen, durchweg deutlich mehr einsteigende als ausstei- sagiere in Wiesbaden wuchs im Jahresverlauf um fast genau ein gende Fahrgäste verzeichnen. Prozent – von knapp 49,4 auf rund 49,9 Mio. Ebenfalls im Berichtsjahr wurde an Haltestellen ebenso wie an Bussen mit der Umsetzung des Prinzips „Dynamisierung der Fahrgastinformation“ begonnen – was bedeutet, dass Anzeigen, eRNeUeRT: Wartehallen,FGI-Systeme die sich selbsttätig aktualisieren, also dynamisch statt statisch sind, die Nahverkehrskunden stets auf den neuesten Informati- Die Wartehäuschen an Bushaltestellen, offiziell „Wartehallen“ onsstand hinsichtlich ihrer Busverbindungen bringen. genannt, schützen die Fahrgäste bei Wind und Wetter. Unter • Beispiel Bus-Zielanzeigen: Die nach außen gerichteten anderem an zwei verkehrsneuralgischen Knotenpunkten des Displays, oberhalb der Frontscheibe eines jeden Busses Wiesbadener Nahverkehrsnetzes, nämlich am Platz der deut- angebracht, können dank einer neuen „Aktualisierungs- schen Einheit (am dortigen Bussteig C) sowie am Bussteig B der Software“, die seit 2011 auf einigen Linien erprobt wird, ihre Haltestelle „Hauptbahnhof“, wurden im Herbst 2011 größere Inschrift automatisch anpassen. Die neue Software und modernere Fahrgast-Unterstände eines neuen Bautyps „befiehlt“ der vom Bus-Bordrechner gesteuerten Zielan- eingeweiht – als eines der ersten sichtbaren Ergebnisse des zeige beispielsweise ab einem bestimmten Punkt des Werbenutzungsvertrags, den die Stadt Wiesbaden mit dem Fahrtwegs, einen bestimmten Hinweis auszublenden. Unternehmen Wall AG geschlossen hatte und der neben vielen So kann etwa ein Bus der Linie 8 seine Fahrt in Biebrich mit anderen Werbeflächen im Stadtbild auch die Bushaltestellen- der Zielanzeigeninschrift „Eigenheim/über Hauptbahn- Wartehäuschen betrifft. hof“ beginnen, und sobald das Fahrzeug den Hauptbahn- hof hinter sich gelassen hat, erlischt im Zielanzeigen- Aber auch an vielen andern Bushaltestellen in Wiesbaden Display automatisch die – nun ja „erledigte“ – Zusatzinfor- wurde im Berichtsjahr mit Bauarbeiten begonnen: Denn an mation „über Hauptbahnhof“. 105 Standorten im gesamten Stadtgebiet, an denen es bislang • Beispiel Fahrgastinformationsanzeigen (FGI-Anzeigen): überhaupt kein Haltestellen-Wartehäuschen gab, wurden und Die an allen Großhaltestellen des ESWE-Liniennetzes vor werden nun erstmals Wartehallen errichtet – und zwar jene handenen FGI-Anzeigen, auf denen der Fahrgast ablesen des neuen Bautyps, der dem modernen, zeitgemäßen Standard kann, wann „sein“ Bus abfahren wird, können künftig noch entspricht (siehe oben). Nach Abschluss der Baumaßnahmen mehr. An den beiden Bussteigen der Haltestelle „Luisenplatz“ wird mehr als die Hälfte der insgesamt etwa 800 Wiesbadener sowie an einigen Bussteigen der Haltestelle „Platz der Haltestellen über einen Fahrgast-Unterstand verfügen. Deutschen Einheit“ konnten die Neuerungen im Berichts- jahr bereits realisiert werden: Nähert sich ein ankomender Die großflächige Erweiterung des Wartehallennetzes – es Bus der Haltestelle, blinkt „seine“ Zeile im FGI-Display – die handelt sich um den umfangreichsten Ausbau seit Jahrzehn- einsteigewilligen Passagiere werden also „alarmiert“. ten – komplettiert das 2009 gestartete ambitionierte Warte- Und mehr noch: Sehbehinderte Fahrgäste haben die Mög- hallen-Austausch- und Neubauprogramm, dessen erste lichkeit, eine akustische Anzeige zu nutzen – wer den Knopf Phase sich dem „Neu gegen Alt“-Austausch an bestehenden drückt, der an einem gelben Kasten unterhalb des Wartehäuschen-Standorten widmete. In der Phase zwei geht FGI-Displays angebracht ist, bekommt von einer Stimme es nun seit Ende 2011 um Haltestellen, die bislang gänzlich die vier nächsten Abfahrten angesagt.
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    16 Zentrale Themen des Jahres 2011 eRRIChTeT: Bus-Port eRLeBT: Elektromobilität Neu, innovativ, ökologisch: Eine echte Errungenschaft ist der im Die Elektromobilität war im Berichtsjahr in aller Munde: als – Juni 2011 auf dem ESWE-Betriebshof eingeweihte Bus-Port. Der vermeintliche – Universallösung für die vielfältigen Probleme, „Carport im XXL-Format“ ist ein wahrer Alleskönner: die der zunehmende Straßenverkehr in den Städten verursacht. Das Hauptaugenmerk lag und liegt bei allen Überlegungen • Der Bus-Port bietet rund 100 Linienfahrzeugen von meist auf dem Individualverkehr – doch können Elektroantriebe ESWE Verkehr und WiBus einen wirksamen Hitze- und Käl- ihren nachhaltigen Umweltnutzen erst dann in voller Wirkungs- teschutz, sodass die Heizung bzw. die Klimaanlage in den breite ausspielen, wenn sie in Fahrzeugen des öffentlichen Nah- Bussen nicht mehr, wie früher manchmal notwendig, bei verkehrs, insbesondere in Linienbussen, zum Einsatz kommen. eingeschaltetem Motor auf Hochtouren laufen muss, um Denn die E-Mobilität bietet nur für zwei der drei Hauptprobleme das Fahrzeuginnere auf Temperaturen zu bringen, die für des heutigen Straßenverkehrs eine Lösung: für die Abgas- und die Fahrgäste und den Fahrer angenehm sind. für die Lärmemissionen. Das dritte Problem jedoch bleibt: nämlich die Belastungen, die durch das grundsätzliche Zuviel an • Vor allem aber ist der Bus-Port ein riesiger Solar-Carport: Pkws entstehen und die in sinnlosem Parkplatzsuchverkehr, in Der Bus-Unterstand beherbergt auf seiner Oberseite zugeparkten Wohnstraßen sowie in den zahlreichen Staus, die Wiesbadens größte Dachflächen-Photovoltaik-Anlage. längst nicht mehr nur in der Rushhour entstehen, ihren Ausdruck Auf rund 5.500 Quadratmetern sind hier insgesamt 1.800 finden. Hier hilft die Elektromobilität per se nicht weiter, denn Solar-Panels montiert, die auf emissionsfreie Weise regene- auch ein Elektro-Pkw ist zuallererst ein Auto – er kann also Stra- rativen Strom erzeugen – und zwar rund 400.000 Kilowatt- ßen verstopfen und beansprucht Parkraum. stunden pro Jahr, die ins Netz der Schwestergesellschaft Die Konsequenz, die sich aus diesen Überlegungen ergibt, lautet: ESWE Versorgung eingespeist werden. Einsatz von Elektroantrieben im Öffentlichen Personennah- verkehr, insbesondere in Linienbussen. Hierzu ergriff die ESWE • Damit nicht genug: Das Regen- und Schmelzwasser, das sich Verkehrsgesellschaft im Jahr 2011 die Initiative: Am 25. Juli fand auf dem Dach des Bus-Ports ansammelt, läuft in seitlich in Wiesbaden die erste Kennenlernfahrt mit einem neuartigen am Bauwerk angebrachten Regenrinnen zusammen, wird Elektro-Linienbus namens „e.cobus“ statt, und im Rahmen des von dort aus nach unten geleitet, dann durch eine Unter- Stadtfests Mitte September wurde den Besuchern die E-Mobi- druckleitung in die nur wenige Meter entfernt gelegene lität auf vielfältige Weise erlebbar präsentiert und anschaulich Buswaschanlage befördert – und dort für die tägliche Bus- nahegebracht. wäsche genutzt. Der „e.cobus“, hergestellt von dem ebenfalls in Wiesbaden Ein Video zu diesem Thema finden Sie ansässigen Unternehmen CONTRAC, das sich schon seit Jahren auf der beiliegenden DVD sowie online im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr: www.youtube.com/esweverkeh r Jedes etwa einen Meter hoch und knapp 1,70 Meter breit, in 60 Reihen à 30 Stück angeordnet: So liegen die 1.800 Solar-Panels auf dem Bus-Port-Dach
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    Zentrale Themen des Jahres 2011 17 mit der Entwicklung elektrisch betriebener Linienbusse befasst, soll im Jahr 2012 bei ESWE Verkehr in einen Pilotversuch gehen. Ein Video zu diesem Thema finden Sie auf der beiliegenden DVD sowie online Ein oder zwei Exemplare des E-Busses sollen dann zwei Jahre im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr: lang im Wiesbadener Liniennetz ihre Praxistauglichkeit unter www.youtube.com/esweverkeh r Beweis stellen. Premierenbesuch vor dem Kurhaus: Im Juli 2011 war der „e.cobus“ erstmals im Wiesbadener Stadtzentrum zu Gast und präsentierte sich der Öffentlichkeit eRReIChT: „Ökoprofit“ und „EcoStep“ Seit dem Jahr 2007 nimmt die ESWE Verkehrsgesellschaft an Im Berichtsjahr neu hinzugekommen ist unter anderem die dem betrieblichen Umweltmanagementprogramm „Ökoprofit“ energetische Sanierung der Dächer der Buswerkstatt. teil; ein Jahr später wurde der Verkehrsgesellschaft das Quali- tätssiegel „Zertifizierter Ökoprofit-Betrieb“ zuerkannt. ESWE Die erreichten Umweltziele lassen sich auch in Zahlen ausdrü- Verkehr wirkt außerdem erfolgreich beim integrierten prozess- cken: Der Gesamtenergieverbrauch des Unternehmens lag im orientierten Unternehmensmanagementsystem „EcoStep“ mit; Jahr 2011 um rund 19 Prozent niedriger als noch im Jahr 2008; um ein entsprechendes Zertifikat der Deutschen Gesellschaft zur ebenfalls knapp ein Fünftel reduzierten sich im selben Zeitraum Zertifizierung von Managementsystemen hat das Verkehrs- die Energiekosten. unternehmen im Jahr 2010 erlangt. Zu den ökologisch relevanten Aktivitäten zählt auch die Tatsa- Im Rahmen ihrer Umweltschutzaktivitäten hat ESWE Verkehr che, dass die rund 235 Busse umfassende Fahrzeugflotte von auf dem Betriebsgelände an der Wiesbadener Gartenfeldstraße ESWE Verkehr und der Schwestergesellschaft WiBus stets mit eine ganze Reihe ökologisch bedeutender Maßnahmen realisiert. der neuesten Abgasfiltertechnologie ausgerüstet ist – in der Als Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit seien hier genannt: Regel werden hierbei gesetzliche Standards sogar schon lange • die Verwendung aufbereiteten Brauchwassers in der Bus- vor ihrem Inkrafttreten erfüllt. Ergänzt wird dieses Engagement waschanlage dadurch, dass eine umweltfreundliche, also lärm- und abgas- • die energieeffiziente Umrüstung der Werkstattbeheizung reduzierende Fahrweise seit langem fester Bestandteil der Aus- • die Ausstattung der Buswerkstatt und des Verwaltungsge- und Fortbildung der ESWE- und WiBus-Fahrer ist. bäudes mit Energiesparleuchten • die energetische Optimierung des Verwaltungsgebäudes mittels verbesserter Isolierung
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    18 Zentrale Themen des Jahres 2011 eRWeITeRT: ESWE Verkehr Service GmbH Zu einer flexiblen und schlagkräftigen „Schnelleingreiftruppe“ Unternehmensfamilie allgemeine Dienstleistungen unter- mit hoher und zuverlässiger Problemlösungskompetenz hat sie schiedlichster Art: seien es Fahrdienste, sei es die Unterstützung sich entwickelt: die zum Jahresbeginn 2010 gegründete ESWE bei Marketingaktionen und Großveranstaltungen, sei es die Verkehr Service GmbH, kurz: „EVS“. Das jüngste Tochterunter- Kinderbeaufsichtigung im Rahmen der „Busschule“. nehmen der ESWE Verkehrsgesellschaft weist ein beachtliches Wachstum auf – insbesondere in personeller Hinsicht: Am Auch externe Kunden können die Dienste der EVS buchen. Der 1. Januar 2010 mit gerade mal 25 Angestellten ins unterneh- erste Großauftrag von außerhalb der ESWE-Unternehmens- merische Leben gestartet (darunter 17 Mitarbeiter, die vom familie kam 2011 von der Wiesbadener Stadtverwaltung: Seither Mutterunternehmen ESWE Verkehr gestellt wurden, sowie acht sind es EVS-Mitarbeiter, die Wiesbadens Parkscheinautomaten eigene Mitarbeiter, die von der Mainzer Verkehrsservice GmbH entleeren. Darüber hinaus sind seit Herbst 2011 erstmals soge- übernommen worden waren), waren Ende Januar 2012 schon 67 nannte „Busstreifen“ in Wiesbaden unterwegs: Im Rahmen einer Männer und Frauen für die Service GmbH tätig – alle in unbe- bis dato einmaligen Kooperation werden die Angehörigen der fristeten Arbeitsverhältnissen. Damit nicht genug: Vom ersten Stadtpolizei, wenn sie im ÖPNV-Umfeld im Einsatz sind, von EVS- Jahr ihrer Existenz an konnte die junge ESWE-Servicegesellschaft Mitarbeitern begleitet, die zuvor erfolgreich eine Ausbildung stets ein positives Geschäftsergebnis ausweisen. zum Ordnungspolizisten absolviert haben. Die gemischten Dop- pelstreifen kümmern sich beispielsweise um die Beseitigung Nach der Unternehmensgründung Anfang 2010 hatte zunächst von Unrat an Bushaltestellen („Sauberkeit“), sie verhindern als ausschließlich die Fahrausweisprüfung auf der Aufgabenagen- uniformierte Respektspersonen gewalttätige Übergriffe in den da der EVS gestanden. Schnell jedoch kamen zahlreiche weitere Bussen („Sicherheit“), und sie nehmen jene Autofahrer ins Visier, Bereiche hinzu: So fallen heute beispielsweise auch der Betriebs- die ihren Pkw verkehrsbehindernd auf einer Busfahrspur parken schutz inklusive der Pförtnerei sowie die Unterhaltsreinigung („Schnelligkeit“). Die „Busstreifen“ tragen somit zur Attrak- des Firmengebäudes von ESWE Verkehr, des Betriebsgeländes tivitätssteigerung des Nahverkehrs in der Landeshauptstadt und der Buswerkstätten in die Zuständigkeit der EVS. Darüber insgesamt bei. hinaus erbringt die Servicegesellschaft innerhalb der ESWE-
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    Zentrale Themen desJahres 2011 19 ERMITTELT: Kundenzufriedenheit Ein Mal pro Jahr untersucht die Hochschule RheinMain im Auf- In der „Promotoren-Wertung“ (als Promotoren gelten in der trag von ESWE Verkehr, wie zufrieden die Wiesbadener Bevölke- Markt- und Meinungsforschung jene Befragten, die ein Produkt rung mit den Angeboten des hiesigen öffentlichen Nahverkehrs oder eine Dienstleistung in ihrem persönlichen Umfeld weiter- ist. Dies geschieht nicht nur aus nachvollziehbarem Eigeninte- empfehlen würden) kam der Nahverkehr – bei 32 Prozent Befür- resse: Seit die Verkehrsgesellschaft im Jahr 2008 erneut die Kon- wortern und 27 Prozent Kritikern – auf den sehr guten Wert von zessionen für den Betrieb des Linienbusverkehrs in Wiesbaden plus fünf. Der Pkw-Verkehr hingegen erzielte einen Promotoren- erhalten hat – und zwar für den Zeitraum 2009 bis 2017 –, muss Wert von minus 62, der sich aus nur neun Prozent Befürwortern, das Unternehmen den städtischen Gremien jährlich einen Leis- aber 71 Prozent Kritikern errechnete. tungsbericht vorlegen, der unter anderem aus einer aktuellen Analyse der Kundenzufriedenheit besteht. Bei den Einzelkriterien des Nahverkehrs wurden 2011 einerseits die Schnelligkeit der Verbindungen, die Fahrtentaktung und die Die Auswertung der im Jahr 2011 in vier Intervallen durchge- Erreichbarkeit der Ziele sowie andererseits die Linienführung, führten wissenschaftlichen Repräsentativbefragungen – insge- die Haltestellenstandorte und die Engmaschigkeit des Linien- samt wurden 1.876 Passanten an zehn verschiedenen Standorten netzes besser bewertet als im Vorjahr. Auch das Preis-Leistungs- im Stadtgebiet interviewt – ergab ein sehr stabiles Meinungs- Verhältnis sowie die Atmosphäre in den Bussen erhielten posi- bild: Schon zum dritten Mal in Folge erzielte der Wiesbadener tivere Beurteilungen. Etwas schlechter als 2010 fielen die Noten Nahverkehr, orientiert an der Schulnotenskala von eins bis sechs, für die Sauberkeit in den Bussen und für die Informationen über die Gesamtnote 2,6. Ebenfalls unverändert blieb gegenüber dem Tarife und Tickets aus. Jahr 2010 die Einschätzung der Pkw-Nutzung in Wiesbaden: Hier lautete die Gesamtnote abermals 3,2. TOPTHEMA im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 1/11: Mehr als 13 Monate Kreativarbeit Man sieht es dem Fahrplanbuch, dessen alljährliche Neuauf- Wenn man liest „Die Arbeiten beginnen im November“, lage stets am zweiten Dezember-Sonntag in Kraft tritt, nicht könnte man zu dem falschen Schluss kommen, vom Beginn an – und doch steckt in dem gut 550 Seiten umfassenden der Planungen bis zum Inkrafttreten des fertigen neuen Druckerzeugnis die planerische Arbeit von mehr als 13 Mona- Fahrplans Mitte Dezember vergingen lediglich anderthalb ten. Dass die Erstellung eines neuen Fahrplans beinahe mit Monate. Weit gefehlt: Für den Fahrplanwechsel 2011/2012 der kreativen Erschaffung eines Kunstwerks zu vergleichen (Stichtag: 11. Dezember 2011) haben die ersten Planungs- ist, zeigt die INFOMOBIL-Artikelserie „Einsatz für die Fahrplan- schritte bereits im November 2010, also gut 13 Monate zuvor, tüftler“, die über ein ganzes Jahr hinweg den Entstehungs- stattgefunden! prozess des „Gesamtkunstwerks Fahrplan“ dokumentiert. Der erste Teil der Serie beschreibt die Arbeitsschritte „von der Mängelanalyse zur Magistratsvorlage“. Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorlie- gende Geschäftsbericht ab Seite 23 bereit.
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    20 Betriebsbereiche Kundenkommunikation via Facebook Erfolgreicher Start für ESWEs Fanpage: Das „CleverCard CoverCasting“ ließ die Be- sucherzahlen auf der neuen Facebook-Seite rapide in die Höhe schnellen
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    Betriebsbereiche 21 INFORMATIONEN AUS DEN BETRIEBSBEREICHEN Fahrdienst Zivilcourage-Seminare Nachdem ESWE Verkehr bereits im Jahr 2010 erste und seither Dabei ging es in den Seminaren keineswegs um Selbstverteidi- regelmäßige Deeskalationstrainings für Fahrdienstmitarbeiter gung; den Teilnehmern wurde vielmehr erklärt und in Rollen- ins Leben gerufen hatte – diese besonderen Ausbildungen sollen spielen auch demonstriert, wie man andere Personen aus poten- den Fahrern zu mehr Sicherheit im Umgang mit brenzligen ziell gefährlichen Szenarien befreien kann. Zu den praktischen Situationen in den Bussen verhelfen –, wurden im Berichtsjahr Handlungsanleitungen, die dem Motto „Menschen möchten erstmals auch Zivilcourage-Trainings für Fahrgäste angeboten. helfen – sie wissen häufig nur nicht wie!“ folgten, gehörte es bei- „Zivilcourage: Ja! Aber wie?“: So lautete der programmatische spielsweise, in einer Konfliktsituation ganz gezielt Öffentlichkeit Titel der Seminarreihe, die sich in zunächst fünf jeweils vierstün- herzustellen, um auf diese Weise der möglichen Bedrohung digen Einzelveranstaltungen dem Thema Gewaltprävention entgehen zu können. Auch das Sich-Abwenden vom Angreifer, widmete. Initiiert, organisiert und gemeinsam durchgeführt den es zu isolieren gilt und aus dessen „Magnetfeld“ man sich wurden die Seminare vom Polizeipräsidium Westhessen, dem befreien soll, und das Sich-Konzentrieren auf die Situation des Wiesbadener Präventionsrat, dem hessischen Landesprojekt (potenziellen) Opfers zählten zu den Lerninhalten. „Netzwerk gegen Gewalt“, dem auch die Stadt Wiesbaden ange- hört, sowie dem Fahrdienst der ESWE Verkehrsgesellschaft. Ziel Die große und durchweg äußerst positive Resonanz auf das der Initiative war es, interessierte Bürger darin zu schulen, wie für die Teilnehmer kostenlose Seminarangebot zeigte, dass bei sie in Konfliktsituationen – etwa während der Fahrt in einem vielen Menschen ein starkes Interesse vorhanden ist, richtiges öffentlichen Verkehrsmittel – deeskalierend, also entschärfend Helfen zu lernen. Um diesem Interesse gerecht zu werden, reagieren können. wurde entschieden, die Seminarreihe im Jahr 2012 fortzusetzen. TOPTHEMA im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 2/11: Von der Leidenschaft, Busfahrer zu sein Eine Busaußenwerbung der etwas anderen Art bekommen Der Adressatenkreis dieser neuartigen Kommunikationskam- die Wiesbadener seit Ende Juni zu Gesicht: 20 Busfahrer pagne ist dabei weit gefasst: präsentieren sich mit ihren Konterfeis auf drei Bussen und erklären dem Betrachter mit launigen Sprüchen, warum sie Zum einen soll erreicht werden, dass die Öffentlichkeit ihren Beruf lieben und ihn gegen keinen anderen eintauschen mehr Verständnis für die anspruchsvolle Tätigkeit, die ein möchten. Busfahrer tagtäglich ausübt, aufbringt – es soll klar werden, dass Busfahrer für ihre verantwortungsvolle Arbeit, die sie „Wer braucht schon einen Ferrari, wenn er einen Bus fahren der Gemeinschaft erbringen, Respekt, Anerkennung und kann?“; „Wiesbaden ohne Busfahrer wäre wie Kochbrunnen Wertschätzung verdienen. Zum anderen ist die Kampagne ohne Wasser!“; „Busfahrer sein: Herausforderung mit Herz und bewusst als Imagekampagne konzipiert: Sie soll mit Blick auf Verstand!“: die Personalgewinnung Werbung für den Busfahrerberuf machen und diesen insbesondere in den Augen potenzieller Mit diesen und 17 weiteren Textbotschaften, teils schlagfer- Stellenaspiranten aufwerten. tig-pointiert, teils nachdenklich-besinnlich, wollen die 20 Wiesbadener Busführer – je zehn von ESWE Verkehr und von Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorlie- WiBus – vermitteln, dass sie stolz sind auf ihren Beruf. gende Geschäftsbericht auf Seite 29 bereit.
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    22 Betriebsbereiche Busschulung für Senioren Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, sollte eigentlich keine Hauptbahnhof in die „E6“-Sonderbusse einsteigen, die dort von Frage des persönlichen Mutes sein. Und doch schrecken vor etwa drei Stunden bis etwa anderthalb Stunden vor Spielbeginn allem gehbehinderte Menschen und auch Rollstuhlfahrer bis- in Fünf- bis 15-Minuten-Abständen abfuhren. weilen davor zurück, mit dem Bus zu fahren, denn Nervosität, Über die Fahrten zur „Coface-Arena“ hinaus fanden im Berichts- Unsicherheit und Ängste münden nicht selten in eine Stresssitu- jahr zahlreiche weitere Sonderfahrten statt, etwa zu Konzerten ation, die Menschen mit einer Gehbehinderung dazu verleiten des Rheingau-Musik-Festivals. Auch Schulen, Kindergärten und kann, auf die Fahrt mit dem Bus – und damit leider auch auf andere Einrichtungen mieteten im Jahr 2011 wieder so manchen manche Teilhabe am öffentlichen Leben – zu verzichten. Diese ESWE-Bus, darunter auch den Reisebus der Verkehrsgesell- Erkenntnis lag einer bis dato einmaligen Aktion zugrunde, die im schaft, für diverse Ausflugs- und andere Fahrten an. September des Berichtsjahres im Wiesbadener Stadtteil Biebrich stattfand: Dienstkleidung Interessierte Bewohner des Biebricher Seniorenzentrums Katha- Im Berichtsjahr wurde die Dienstkleidung der ESWE-Busfahrer rinenstift erhielten die Möglichkeit, an einem halbtägigen Bus- einer Modernisierung unterzogen. Zeitgemäße und bedarfs- training teilzunehmen, das hauptsächlich das Ziel verfolgte, die gerechte Kleidungsstücke wie beispielsweise Jeanshosen und Hemmschwelle vor dem Einsteigen in einen Bus abzubauen. Un- Polohemden erweitern seither das Bekleidungsangebot, das ter der ebenso sachkundigen wie seniorengerechten Anleitung seit dem Wechsel des Kleidungslieferanten im Jahr 2008 unter durch ESWE-Fahrer Ottmar Seliger lernten die Katharinenstift- der Devise „Weg von der Behörden-Uniform, hin zum Business- Bewohner in anschaulichen Lektionen, wie man auch als Gehbe- Outfit!“ steht. hinderter oder Rollstuhlfahrer gefahrlos den Bus nutzen kann. Auch die Bestell- und Verteilorganisation der Dienstkleidung Sonderfahrten hat sich deutlich verändert: So ist jeder Busfahrer nun Inhaber eines persönlichen Dienstkleidungskontos, auf dem ihm Punkte Seit der Eröffnung des neuen Mainzer Fußballstadions „Coface- zur Verfügung stehen, die er individuell für die Anschaffung Arena“ im Sommer 2011 unterstützte ESWE Verkehr die Kollegen von Kleidungsstücken ausgeben kann. Jedes Kleidungsstück aus der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) an allen Heimspielta- der umfangreichen Auswahlpalette besitzt einen definierten gen des Bundesligisten Mainz 05 mit Fahrzeugen und Fahrern: Punktewert, der vom Konto abgebucht wird, nachdem sich der Die rund 75 MVG-Busse, die die Fußballfans jedes Mal zur Arena Fahrer ein bestimmtes Stück bestellt hat. Die georderten Klei- brachten, wurden stets um rund zehn Wiesbadener Gelenkbusse dungsstücke werden den Fahrern dann bequem per Paketdienst ergänzt. Besonders praktisch für alle Schlachtenbummler von direkt nach Hause geliefert; eine Kleiderkammer existiert somit der hessischen Rheinseite: Sie konnten direkt am Wiesbadener bei ESWE Verkehr nicht mehr. Prüfung bestanden: Die ESWE-eigene Fahrschule bildet zum, so der offizielle Name, Berufskraftfahrer aus
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    Betriebsbereiche 23 Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung Angebotsoptimierungen FahrPLanWechSeL Der Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 brachte abermals • Linie 43 eine Reihe quantitativer wie qualitativer Verbesserungen im In Kooperation mit der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft Wiesbadener Linienverkehr mit sich. Wie in jedem Jahr gingen (MTV) verkehrt nun montags bis freitags auf der Strecke viele der zum Fahrplanwechsel wirksam werdenden Optimie- Breckenheim – Wallau – Nordenstadt – Hauptbahnhof rungen des Fahrtenangebots auf Wünsche und Anregungen (sowie in der Gegenrichtung) die neue ESWE-Linie 43. Neu vonseiten der Fahrgäste zurück. Erstmals kamen im Berichtsjahr ist auch die Haltestelle „Breckenheim/Gerbermühle“, die diese Vorschläge auch auf interaktivem Weg, nämlich über das die 43er-Busse auf ihrem Fahrtweg zwischen Breckenheim Online-Forum auf www.eswe-verkehr.de, bei der Verkehrsge- und Wallau bedienen. Die neue Linie 43 übernahm zudem sellschaft an. die bisherigen Fahrten der Linie E zwischen Breckenheim und dem Hauptbahnhof, wobei der Fahrtweg zwischen Breckenheim und Nordenstadt nun über Wallau verläuft. Einige Fahrten der Linie 43 finden als „Ringverkehr“ statt: Sie führen von Breckenheim nach Wallau und von dort aus auf anderer Fahrtstrecke direkt nach Breckenheim zurück. Die zum Fahrplanwechsel 2011/2012 in Kraft getretenen Ange- botsoptimierungen betrafen darüber hinaus folgende Linien (Auswahl der wichtigsten Änderungen): • Linie 2 Wegen gestiegener Fahrgastnachfrage verkehrt die Linie 2 an Schultagen nachmittags in Fahrtrichtung Klarenthal nun im 10-Minuten-Takt. Zudem werden die 2er-Busse, um eine umsteigefreie Verbindung von der Altstadt in Richtung Friedrich- und Bleichstraße sowie nach Klarenthal zu erzie- len, bereits an der Haltestelle „Webergasse“ eingesetzt. Zwischen „Dernsches Gelände“ und der Klarenthaler End- haltestelle „Graf-von-Galen-Straße“ entstand somit, im In der Verkehrssteuerung: Der Fahrzeugeinsatz ist eines der Zusammenwirken mit der Linie 14, ein 5-Minuten-Takt. Herzstücke der Arbeit bei ESWE Verkehr • Linie 8 Wegen gestiegener Fahrgastnachfrage auf der Wilhelm- straße sowie zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahn- Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember wurde insbesondere hof wurde die Linie 8 sonntags zwischen circa 12:00 und das Busangebot im „Ländchen“, der Region im Osten Wiesbadens, circa 20:00 Uhr vom 30- auf einen 15-Minuten-Takt ver- optimiert: Die neuen Linien 26 und 43 binden seither mehrere dichtet, wodurch im Zusammenwirken mit der Linie 1 ein östliche Vororte der Landeshauptstadt noch enger an die be- 7,5-Minuten-Takt entstand. nachbarten Kommunen im Main-Taunus-Kreis an. • Linie 14 • Linie 26 (inkl. Anrufsammeltaxi 26) Zwecks Anpassung des Fahrtenangebots an die Ladenöff- In Kooperation mit der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft nungszeiten kann das Äppelallee-Center in Biebrich seit (MTV) verkehrt nun montags bis freitags auf der Strecke dem Fahrplanwechsel nun auch montags bis samstags Medenbach – Wildsachsen – Bremthal (sowie in der Gegen- zwischen 20:30 und 22:30 Uhr direkt erreicht werden. richtung) die neue ESWE-Linie 26. Sie übernahm zudem die • Linie 16 bisherigen Fahrten der Linie 21 zwischen Wildsachsen und Wegen gestiegener Fahrgastnachfrage verkehrt die Linie 16 Medenbach. Zu bestimmten Tageszeiten werden – auch montags bis freitags in den Mittagsstunden ab Südfriedhof samstags – bedarfsweise Ergänzungsfahrten der Linie 26 statt im bisherigen 12- nun in einem einheitlichen 10-Minu- als Anrufsammeltaxi-Fahrten (AST 26) angeboten. ten-Takt.
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    24 Betriebsbereiche • Linie 18 Wegen gestiegener Fahrgastnachfrage verkehren die 18er- hessischen Herbstferien, in einem 7,5-Minuten-Takt. Statt Busse samstags zwischen circa 9:00 und circa 19:00 Uhr auf stündlich sechs Bussen verbanden nun also acht Busse je Stunde dem westlichen Linienast von der Sauerland-Siedlung aus die beiden Landeshauptstädte auf der Linie 6 miteinander – und über das Europa- und das Künstlerviertel in die Innenstadt zwar unter der Woche zwischen circa 7:00 und circa 19:00 Uhr. statt im bisherigen 30- nun im 15-Minuten-Takt. Die Taktverdichtung dauerte plangemäß rund zwei Monate • Linien 21, 23 und 24 an; sie endete am 21. Dezember, dem letzten Schultag vor den Sonntags zwischen 20:00 und 24:00 Uhr finden die Fahrten rheinland-pfälzischen Weihnachtsferien. Da gerade in den der Linien 21, 23 und 24 statt im bisherigen 60- nun im 30- Wochen zwischen dem Ende der Herbst- und dem Beginn der Minuten-Takt statt. Wegen mangelnder Fahrgastnachfrage Weihnachtsferien seit Jahren konstant ein erhöhtes Fahrgastauf- entfiel die Verlängerung der Linie 23 über Breckenheim kommen gegenüber dem Rest des Jahres verzeichnet werden hinaus nach Wildsachsen – als Ersatz steht jedoch mit der kann, wurden ESWE Verkehr und MVG mit der neuen Taktverdich- neuen Linie 26 (siehe oben) eine Anbindung Wildsachsens tung diesem Aufkommensplus gerecht, das hauptsächlich drei über Naurod nach Wiesbaden zur Verfügung. Ursachen hat: den Semesterbeginn an der Mainzer Universität, • Linie 48 die erhöhte Zahl von Radfahrern, die zu dieser Jahreszeit zumin- Infolge der voranschreitenden Gewerbeansiedlungen wird dest einen Teil ihrer Fahrtstrecke per Bus zurücklegen, sowie die seit dem Fahrplanwechsel auch die zweite Schleife des vorweihnachtliche Einkaufszeit. Gewerbegebiets Delkenheim, der Berta-Cramer-Ring, montags bis freitags mit einzelnen Fahrten angebunden. Da die Taktverdichtung erwartungsgemäß erfolgreich verlief, wurde sie auch für den Herbst 2012 bereits wieder fest ein- LINIE 6 geplant. Zu den traditionsreichsten Linien im hiesigen öffentlichen Nah- verkehr zählt ohne Zweifel die Linie 6 – schon anno 1929, damals LINIE 28 noch im Zeitalter der Straßenbahn, bezeichnete die Nummer 6 Die für das Jahr 2012 vorgesehene Verlegung des europäischen eine Verbindung zwischen Wiesbaden und Mainz. Zur Tradition Hauptquartiers der US-Landstreitkräfte von Heidelberg nach der Buslinie 6, der dienstältesten Gemeinschaftslinie von ESWE Wiesbaden zeigte ihre Vorboten bereits im Berichtsjahr. Um für Verkehr und Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), zählt seit die sich neu in Hessens Landeshauptstadt ansiedelnden Solda- Jahrzehnten der 10-Minuten-Takt. Diese Tradition wurde im ten und deren Familien das Nahverkehrsangebot frühzeitig zu Herbst 2011 erstmals gebrochen – zugunsten der Fahrgäste, verstärken, wurden weitere Fahrten der ESWE-Linie 28 über den versteht sich. Erbenheimer US-Militärflughafen (Haltestelle „Flugplatz“) und die Haltestelle „Domäne Mechtildshausen“ geführt. Hierdurch Als Folge des konstant hohen Fahrgastzuspruchs verkehrten die wurde dieses Areal besser an die Wiesbadener Innenstadt sowie 6er-Busse ab dem 24. Oktober, dem ersten Schultag nach den an Mainz-Kastel angebunden.
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    Betriebsbereiche 25 TOPTHEMA im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 3/11: Gesucht wird: Das besondere Gesicht Einmal im Leben auf einem großen Plakat abgebildet zu sein, Der Titel des Wettbewerbs lautet „CleverCard CoverCasting“, das Titelfoto einer Broschüre zu zieren, das eigene Lächeln kurz: „CCCC“. ESWE Verkehr beschreitet mit dieser Aktion im Großformat zu präsentieren, und zwar dort, wo ganz viele gleich auf mehreren Ebenen neue Wege: Zum einen fiel kurz Leute es sehen können – für so manchen jungen Menschen ist vor dem Beginn des Wettbewerbs der Startschuss für das das ein unerfüllter Traum. ESWE Verkehr lässt diesen Traum unternehmenseigene Online-Angebot im sozialen Netzwerk wahr werden: In einem großen Internet-Casting sucht das Facebook; dort spielt sich auch der komplette Casting-Wett- Verkehrsunternehmen junge Erwachsene im Alter bis 28 bewerb ab – von der Bewerbung der Teilnehmer bis zur Ab- Jahre, die der CleverCard, der Jahreskarte für Schüler und Aus- stimmung, also dem „Voting“, über den Sieger. Zum anderen zubildende, in einer neuen Werbekampagne ein Gesicht – ihr sucht, also „castet“, das Verkehrsunternehmen hiermit zum Gesicht – geben möchten. Dem Gewinner winken nicht nur ersten Mal real existierende Fahrgäste für eine große Werbe- ein professionelles Foto-Shooting und anschließend Ruhm kampagne, und das aus gutem Grund: Die CleverCard soll im und Ehre, sondern auch ein nagelneuer Tablet-Computer. wahrsten Wortsinn ein neues Gesicht erhalten, das das Ticket in der Zielgruppe authentisch repräsentiert. Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorliegende Geschäftsbericht auf Seite 30 bereit. So werden für die Fahrtrichtung Wiesbaden – Mainz nun mon- Beide Linien verknüpfen die beiden Landeshauptstädte Wies- tags bis freitags jeweils drei zusätzliche Fahrten angeboten; baden und Mainz auf ihrer wichtigsten Straßenverbindung, samstagabends, sonntagnachmittags und sonntagabends ist der Schiersteiner Autobahnbrücke, miteinander. In den Haupt- jeweils eine weitere Fahrt neu hinzugekommen. In der Fahrt- verkehrszeiten finden dank der Linie 47 nunmehr pro Stunde richtung Mainz – Wiesbaden finden montags bis freitags nun doppelt so viele Hin- und Rückfahrten über die Schiersteiner jeweils zwei zusätzliche Fahrten statt; sonntagnachmittags und Brücke statt wie zuvor, nämlich insgesamt vier (zwei 45er- und sonntagabends ist jeweils eine weitere Fahrt neu in den Fahrplan zwei 47er-Fahrten). Im Berichtsjahr standen den Fahrgästen also aufgenommen worden. stündlich bis zu acht Verbindungen über die Brücke zur Verfü- gung: vier Fahrten von Wiesbaden nach Mainz, vier Fahrten in Parallel zu diesen Fahrplanerweiterungen rund um die Domäne die Gegenrichtung. Mechtildshausen musste weiter südlich, in Mainz-Kastel, im Frühjahr 2011 das Fahrtenangebot der Linie 28 vorübergehend verkürzt werden. Grund waren die Umbauarbeiten am Kasteler Platz der deutschen Einheit Brückenkopf, deren Folge es war, dass die gleichnamige Halte- stelle bis Anfang Dezember nicht mehr angefahren werden Verbesserungsmaßnahmen betrafen im Jahr 2011 auch die konnte. Während der Bauzeit endete die Linie 28 aus Wiesbaden- Betriebsabläufe an der umgebauten und neu gestalteten Groß- Innenstadt und -Erbenheim kommend an der Haltestelle „Eleo- haltestelle „Platz der Deutschen Einheit“, die im Dezember 2010 norenstraße“ in Mainz-Kastel. In der Gegenrichtung starteten eingeweiht worden war. Insbesondere wurden die Umlaufzeiten die 28er-Busse ebenfalls an der „Eleonorenstraße“, von wo aus sie einiger der hier verkehrenden Linien optimiert. zunächst zum Kasteler Bahnhof und dann regulär weiter über Erbenheim ins Wiesbadener Stadtzentrum fuhren. Im Gegensatz Das grundsätzliche Fazit der Veränderung der Linienverkehrs- zur Linie 28 fuhren die Linien 6 und 9 weiterhin über die Theodor- Fahrtwege am „PLE“, wie der Platz der deutschen Einheit ESWE- Heuss-Brücke in die Mainzer Innenstadt, allerdings ohne am intern genannt wird, fiel im Berichtsjahr durchweg positiver Brückenkopf zu halten. aus als erwartet: Der neue S-förmige Streckenverlauf (er führt von der Friedrichstraße kommend nach rechts in die Schwal- LINIE 47 bacher Straße, um dann gleich wieder nach links in die Bleich- Die im Dezember 2010, zum Fahrplanwechsel 2010/2011, ver- straße abzubiegen) funktioniert reibungslos, und die Fahrgäste längerte und als Mainz-Wiesbadener Gemeinschaftslinie neu haben sich sehr schnell an die neuen Standorte der „PLE“-Bus- eingeführte Linie 47 erlebte 2011 ihr erstes volles Betriebsjahr. Es steige gewöhnt. zeigte sich, dass die „kleine Schwester“ der bereits im Dezember 2008 aus der Taufe gehobenen Linie 45 von den Fahrgästen gut angenommen wird.
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    26 Betriebsbereiche Technischer Betrieb Neue Busse Wie in nahezu jedem Jahr, so wurde auch im Frühjahr des Jahres 2011 der Fuhrpark der Verkehrsbetriebe um neue Busse erwei- tert. Insgesamt wurden 17 neue Fahrzeuge in Dienst gestellt: 13 Gelenkzüge und vier Solowagen. 16 dieser neuen Busse gingen als ESWE-Fahrzeuge, ein neuer Gelenkbus ging als WiBus-Fahr- zeug auf die Straße. Der Fuhrpark umfasste nach Abschluss der Neubeschaffungsaktion fortan 135 Solofahrzeuge und 98 Gelenkzüge. Dass bei der Busneulieferung im Berichtsjahr deutlich mehr Gelenkbusse als in den Vorjahren dabei waren, war eine direkte Folge der durchweg positiven Entwicklung der Fahrgastzahlen. Im Gegenzug zur 2011er-Neuanschaffung wurden zwölf Busse In der ESWE-Fahrzeugwerkstatt: An Bussen herumzuschrauben, aus dem Baujahr 1999 „in Rente geschickt“, also an Händler zum will – und muss – gelernt sein Weiterverkauf veräußert. Jedes der zwölf Altfahrzeuge wies eine Laufleistung von mindestens 650.000 Kilometern auf. Werkstattsanierung Die 17 neuen Fahrzeuge, die ein Investitionsvolumen in Höhe Das Jahr 2011 war im Technischen Betrieb geprägt von den von rund 5,5 Millionen Euro verkörperten, erfüllen in puncto größtenteils bereits im Vorjahr begonnenen umfangreichen Abgasfiltertechnik einmal mehr die strengste Norm, die es bis Umbauarbeiten in den Werkstatthallen. Zu den im Berichts- dato gab: den „EEV“-Standard (das Kürzel steht für „Enhanced jahr abschließend realisierten Modernisierungsmaßnahmen Environmental Friendly Vehicle“, was mit „Besonders umwelt- zählten unter anderem die Erneuerung der Heizungsanlage, die freundliches Fahrzeug“ übersetzt werden kann). Als technische Beseitigung von Undichtigkeiten an den Hallendächern sowie Neuerung verfügen die neuen Busse an ihren Türen über soge- die Sanierung der sanitären Anlagen. nannte „taktile Haltestangen“. Dies sind vertikal angebrachte Haltestangen, die auf ihrer ganzen Länge ein geriffeltes Griff- Die Umbaumaßnahmen führten im Ergebnis zu einer deutlich profil aufweisen. Vor allem für sehbehinderte Fahrgäste bedeu- verbesserten, weil sehr viel angenehmeren Arbeitsplatzsitu- tet dies eine Erleichterung bei der Orientierung im Bus – denn ation für die Mitarbeiter. Dennoch stellten die Bauarbeiten, ihr Tastsinn sagt ihnen nun, wo sich der Ausstieg befindet. die allesamt bei laufendem Betrieb stattfanden, eine große Herausforderung für die gesamte Werkstattmannschaft dar, die Kurz vor Ende des Berichtsjahres schaffte ESWE Verkehr auch monatelang unter erheblich erschwerten Bedingungen arbeiten einen neuen Reisebus an. Das Fahrzeug vom Typ Mercedes-Benz musste. Dafür, dass diese Herausforderung in einem gemein- Tourismo löste den vorherigen ESWE-Reisebus vom Typ Daimler- samen Kraftakt erfolgreich bewältigt werden konnte, gebührt Benz O 404 ab, der 2011 genau 15 Jahre alt geworden und mit einer den betroffenen Mitarbeitern großer Dank! Laufleistung von rund 670.000 Kilometern verkauft worden war. Der neue Reisebus, dessen Abgasreinigungsanlage ebenfalls Zusätzlicher Busparkplatz der strengen „EEV“-Norm genügt , ist im Vergleich zu seinem Vorgänger mit deutlich besseren Sitzen sowie mit 19-Zoll- Ein Mehr an Bussen als positive Folge stetig zunehmender Bildschirmen für die Unterhaltung der Passagiere ausgestattet. Fahrgastzahlen (siehe oben: „Neue Busse“) bedeutet auch einen Zu den regelmäßigen Fahrgästen des neuen Busses zählen die erhöhten Bedarf an Stellflächen. Als Reaktion auf das in den Spielerinnen des Volleyball-Bundesligisten 1. VC Wiesbaden, die vergangenen Jahren kontinuierliche Mengenwachstum des sich in dem Tourismo-Bus zu ihren Auswärtsspielen chauffieren Fahrzeugbestands wurden daher im Berichtsjahr die Planungen lassen. Darüber hinaus kann das Fahrzeug von jedermann zu für die Errichtung eines zusätzlichen Busparkplatzes in Angriff allen möglichen Anlässen angemietet werden. genommen – zumal die Werkstatthallen auf dem ESWE- Betriebshof aus Feuerschutzgründen ausdrücklich nur als Reparatur-, nicht aber als Abstellhallen zugelassen sind.
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    Betriebsbereiche 27 Die neuen Stellflächen werden im Lauf des Jahres 2012 an der Privatautos von Beschäftigten wurde im Zuge des Umbaus der Westseite des Betriebsgeländes, genauer: an der Habsburger- Hauptpforte an der Gartenfeldstraße teilweise in den dortigen straße, entstehen. Bis zu 30 Solobusse sollen hier künftig parken Mitarbeiterparkplatz integriert, der zu diesem Zweck neu ge- können. Der bisher an dieser Stelle gelegene Parkplatz für staltet und mit einer neuen Zufahrt versehen wurde. Vertrieb Vertriebsaktivitäten Fahrausweisautomaten „Betreuungsroutine“ Was im Jahr 2009 mit den ersten Planungen begonnen hatte, Das im Frühjahr 2010 in Zusammenarbeit mit dem Rhein-Main- konnte im Frühjahr 2011 final abgeschlossen werden: 60 neue Verkehrsverbund (RMV) gestartete Projekt „Betreuungsroutine“, Fahrausweisautomaten waren seit Oktober 2010 im gesamten in dem es um ein kontinuierliches, festen Regeln folgendes Ver- Wiesbadener Stadtgebiet aufgestellt worden. Nach Durchfüh- fahren der Kundenbetreuung geht, konnte im Berichtsjahr eine rung einiger technischer Feinjustierungen funktionieren die positive Zwischenbilanz vorlegen. ESWE-Kunden, die Inhaber neuen Geräte nunmehr problemlos, sodass auch und gerade eines Abonnements sind, erhalten im Rahmen des Projekts in die Rückmeldungen von Kundenseite, die im Berichtsjahr unter regelmäßigen Abständen – erstmals vier bis sechs Wochen nach anderem über die eigens geschaltete E-Mail-Adresse „fahraus- Abschluss des Abonnements und dann nach zehn und nach 22 weisautomaten@eswe-verkehr.de“ eintrafen, durchweg positiv Monaten der Abo-Laufzeit – wichtige Zusatzinformationen ausfielen. Gelobt wurden sowohl die Optik der Geräte als auch rund um ihr Abo und werden außerdem nach ihrer Zufriedenheit die verbesserte Nutzerführung und der berührungsempfind- befragt. liche Bildschirm. Ebenso fanden die dank der Worterkennung vereinfachte Auswahl der Fahrtziele sowie die Wahlmöglichkeit Fast 90 Prozent der telefonisch kontaktierten Kunden zeigten aus sechs verschiedenen Bedienungssprachen viel Anklang. sich 2011 „zufrieden“ oder „weitestgehend zufrieden“ sowohl mit dem Abonnement als Produkt als auch mit der Art und Weise der „eTicket“ Kundenbetreuung. Gleichermaßen wurde von den Kunden auch Im Berichtsjahr schritten die vorbereitenden Maßnahmen zu der die Möglichkeit geschätzt, im Rahmen der Anrufe Anregungen für das Jahr 2012 vorgesehenen Einführung des elektronischen oder Kritik loswerden zu können: Etwa jeder dritte Kunde äußer- Fahrausweises „eTicket“ weiter voran. So wurde begonnen, die te sich im Gespräch zu mindestens einem Thema rund um ESWE, Busse mit festinstallierten „eTicket“-Kontrollgeräten auszu- das ihn bewegt. Und bei Kunden, die ihr Abo kündigen wollten, statten, und auch die Fahrausweisprüfer wurden schrittweise konnte die „Betreuungsroutine“ mittels Aufklärung – etwa mit mobilen Prüfgeräten ausgerüstet. Voraussichtlich ab mit der Prüfung, ob sich für den Kunden eventuell ein anderes August 2012 will ESWE Verkehr mit der stückweisen Ausgabe der Ticketprodukt lohnt – erreichen, dass im Jahresvergleich 2010 zu „eTickets“ an die Inhaber von Abonnements oder Jahreskarten 2011 der Anteil jener Kunden, die von ihrer ursprünglichen Kün- beginnen, zu späteren Zeitpunkten sollen dann auch Clever- digungsabsicht wieder Abstand nahmen, von 2,7 auf 7,6 Prozent Card-Kunden und FirmenCard-Inhaber auf den Fahrausweis mit anstieg. Elektrochip umgestellt werden. Vorverkaufsstellen Im Berichtsjahr konnte die Zahl der externen Vorverkaufsstellen konstant bei etwa 71 Stück gehalten werden. Mit dieser Versor- eTicket RheinMain gungsdichte – bis in alle Vororte der Landeshauptstadt hinein – liegt Wiesbaden weiterhin deutlich über dem Niveau vergleich- barer Städte. Als „niedrigschwelliger“ Zugang zum Fahraus- weisangebot des Nahverkehrs stellt das engmaschige Netz der Vorverkaufsstellen ein wichtiges Werkzeug im vertrieblichen Instrumentarium der ESWE Verkehrsgesellschaft dar. 0012 4598 7557
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    28 Betriebsbereiche moBILITÄTSBeraTer-QuaLIFIZIerunG Sieben Mobilitätsberater von ESWE Verkehr haben sich im anderen Ticketprodukten gehört, sondern auch die ausführliche Berichtsjahr zur „Fachkraft für Mobilitätsberatung im RMV“ Beratung anspruchsvoller Kunden rund um deren individuelle weiterbilden lassen. Die Themenbereiche Tarif, Kommunikation Mobilität – nun noch kompetenter gerecht werden. Der ohnehin und Verkauf stellten die Schwerpunktinhalte der Weiterbildung sehr hohe Qualitätsstandard der Mobilitätsberatung in der Wies- dar. Dank der Qualifizierungsmaßnahme können die ausgebil- badener RMV-Mobilitätszentrale im LuisenForum sowie in den deten und nunmehr zertifizierten Mobilitätsberater ihren Auf- beiden RMV-Mobilitätsinfos am Luisenplatz und am Hauptbahn- gaben – zu denen nicht nur der Verkauf von Fahrausweisen und hof konnte dadurch weiter gefestigt werden. Fachkundige Beratung: Qualifizierte Mobilitätsberater empfangen ihre Kunden in der Mobilitätszentrale im LuisenForum Marketingaktivitäten VeranSTaLTunGen BroSchÜren Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen und Festivitäten zeigte Eine Vielzahl gedruckter Informationsmaterialien wurde im Jahr die ESWE Verkehrsgesellschaft auch im Jahr 2011 Präsenz und un- 2011 neu entwickelt bzw. neu aufgelegt. Beispielhaft sind all jene termauerte damit einmal mehr ihr Selbstverständnis, ein festes, Broschüren zu nennen, die vor dem oder direkt zum Fahrplan- sympathisch-„volksnahes“ Element des öffentlichen Lebens in wechsel am 11. Dezember erschienen, so etwa der thematische Wiesbaden zu sein: Folder „Neue Linien im ‚Ländchen‘ – Bessere Verbindungen für • Zu nennen sind zum einen die verschiedenen von ESWE die Region im Osten Wiesbadens: mit den Linien 26 und 43 von eigeninitiierten Veranstaltungen, etwa das traditionelle, ESWE Verkehr“, der eine der Hauptneuerungen, die der Fahrplan- besonders bei Familien beliebte Nerobergfest Ende Mai wechsel mit sich brachte, detailliert beschrieb. sowie die Krimidinner-Erlebnistour „Krimi im Bus“, die im Berichtsjahr eine erfolgreiche dritte Saison hinlegte. Viele der neuen Broschüren enthielten schon Vorab-Ankündi- • Zum anderen beteiligte sich ESWE Verkehr an diversen gungshinweise zur kommenden „eTicket“-Einführung (siehe städtischen Festen, darunter erstmals am Stadtfest Mitte oben); und auf die meisten der im Berichtsjahr neu erstellten September, dem die Verkehrsgesellschaft mit diversen Printinformationen wurden sogenannte „QR-Codes“ aufge- Aufklärungsaktionen und Mitmachangeboten zum Thema druckt, die es den Besitzern internetfähiger Mobilfunktelefone Elektromobilität einen deutlich ökologisch geprägten Stem- ermöglichen, sich per Handy mit ergänzenden oder vertiefenden pel aufdrückte. Auch die Rheingauer Weinwoche stellte im Informationen zu versorgen. Ein englischsprachiger Flyer, der die Berichtsjahr abermals einen großen Erfolg dar: So nutzten Taktverdichtung der Linie 28 thematisierte, wurde speziell für mehr Weinfest-Besucher denn je die Möglichkeit, als Käufer die Zielgruppe der jetzt oder künftig in der Landeshauptstadt des speziellen, besonders preisgünstigen „WeinfestTickets“ angesiedelten US-Soldaten und deren Familien entwickelt und (das im Übrigen eine Rekordverkaufszahl erreichte) oder produziert. aber als Abo-Inhaber einen Gratis-Sekt oder -Wein bei einem der nunmehr 15 ESWE-Partnerwinzer zu genießen. Auch die Auslastung der öffentlichen Verkehrsmittel rund ums Weinfest war äußerst zufriedenstellend: Noch mehr Feierfreudige als im Vorjahr nutzten die Busse von ESWE Verkehr, um dem „autofreien Rebensaftgenuss“ zu frönen.
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    Betriebsbereiche 29 ImaGe- unD STeLLenkamPaGne Kundenkommunikation Eine Busaußenwerbung der etwas anderen Art konnte ab Juni 2011 auf Wiesbadens Straßen bewundert werden: 20 Busfahre- Internet- und Social-Media-Aktivitäten rinnen und -fahrer präsentierten sich mit ihren Konterfeis auf drei Linienbussen und erklären dem Betrachter mit teils ernsten, Die Kommunikation mit den Fahrgästen über die unterschied- teils humorvollen Sprüchen, warum sie ihren Beruf lieben und lichsten Online-Kanäle wurde im Berichtsjahr massiv ausge- diesen gegen keinen anderen eintauschen möchten. Die unge- baut. Zu den bereits im Vorjahr – mit dem Start der neuen ESWE- wöhnliche Busaußenwerbung war und ist das zentrale Element Verkehr-Website im September 2010 – ins Leben gerufenen einer großangelegten Imagekampagne, die gemeinsam von Interaktiv-Funktionen, wie zum Beispiel dem Online-Forum, ESWE Verkehr und der Schwestergesellschaft WiBus initiiert kamen im Jahr 2011 zahlreiche weitere Elemente hinzu. und getragen wurde; von den 20 Fahrerinnen und Fahrern, die der Kampagne ihr Gesicht liehen, stammten je zehn von ESWE „meIne eSWe“-aPP Verkehr und von WiBus. Der Ende 2010 aus der Taufe gehobene „ESWE Verkehr LiveTicker“, eine stets genaue Echtzeit-Statusanzeige sämtlicher „Wer braucht schon einen Ferrari, wenn er einen Bus fahren Wiesbadener Buslinien, wurde im Berichtsjahr in die neue kann?“, „Wiesbaden ohne Busfahrer wäre wie Kochbrunnen ohne Wasser!“, „Busfahrer sein: Herausforderung mit Herz und Verstand!“, „18 Meter, 28 Tonnen, 350 PS: Adrenalin pur!“, „Hier an Bord: SIE – meine wertvollste Fracht!“: Mit diesen und 15 wei- Ein Video zu diesem Thema finden Sie auf der beiliegenden DVD sowie online teren Textbotschaften vermittelten die 20 „Imagebotschafter“, im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr: dass sie stolz sind auf ihren Beruf – und dass Busfahrer für ihre www.youtube.com/esweverkeh r verantwortungsvolle Arbeit, die sie der Gemeinschaft erbringen, Respekt, Anerkennung und Wertschätzung verdienen. Parallel dient die Imagekampagne auch der Werbung um Job- Aspiranten – denn der Busfahrerberuf ist seit längerem bran- chenweit von Nachwuchssorgen gekennzeichnet. Daher baute auch die später im Berichtsjahr gestartete WiBus-Stellenkam- pagne „Bus sucht Fahrer!“, bei deren Realisierung ESWE Verkehr die Schwestergesellschaft wirkungsvoll unterstützte, auf der Imagekampagne auf und entwickelte diese weiter. Ein Video zu diesem Thema finden Sie auf der beiliegenden DVD sowie online im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr: www.youtube.com/esweverkeh r
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    30 Betriebsbereiche „Meine ESWE“-App integriert. Diese kostenlose Anwendung FaceBook („Application“, abgekürzt: „App“) stand von Beginn an Nutzern Der Start der ESWE-Verkehr-Fanpage beim sozialen Online- von iPhone- oder iPad-Geräten zur Verfügung, im Jahresverlauf Netzwerk Facebook im August des Berichtsjahres wurde wurde das Angebot technisch auch auf Geräte mit Android-Be- gleich mit einer besonders aufmerksamkeitsstarken Aktion triebssystem erweitert. Ebenfalls erweitert wurde der Funkti- verknüpft: Via Facebook konnte man sich an der Wahl zum onsumfang der App: Beispielsweise steht den Nutzern neben „CleverCard-Gesicht 2012“ beteiligen – und zwar sowohl den „LiveTicker“-Störungsmeldungen nun auch eine spezielle als Kandidatin bzw. Kandidat als auch anschließend bei der Google-Maps-Karte zur Verfügung, auf der alle Wiesbadener Abstimmung („Voting“). Das „CleverCard CoverCasting“ ließ Fahrkarten-Vorverkaufsstellen samt Anschrift und Öffnungs- die Besucherzahlen auf ESWEs Facebook-Seite erwartungs- zeiten sowie sämtliche Fahrausweisautomaten-Standorte gemäß rapide in die Höhe schnellen. verzeichnet sind. www.facebook.com/esweverkehr e-maIL-neWSLeTTer Der E-Mail-Newsletter für ESWE-Kunden erschien im Berichts- jahr in 18 regulären Ausgaben, die jeweils etwa fünf Nachrich- tenmeldungen enthielten, sowie in zwei monothematischen Sonderausgaben zum Thema „Meine ESWE“-App. DVD Die hier eingeklebte DVD enthält alle ESWE-Verkehr- Firmenvideos, die im Jahr 2011 in den YouTube-Kanal von ESWE Verkehr (www.youtube. com/esweverkehr) eingestellt wurden. Viel Spaß beim ansehen!
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    Betriebsbereiche 31 SocIaL-meDIa-GuIDeLIneS YouTuBe-VIDeoS Unternehmensintern wurden im Frühjahr 2011 erstmals soge- Im Frühjahr 2011 ging der eigene ESWE-Verkehr-Kanal auf der nannte „Social-Media-Guidelines“ veröffentlicht. Ihr Ziel war Online-Videoplattform YouTube an den Start. Ebenso informativ es, die Mitarbeiter von ESWE Verkehr, WiBus und EVS über die Ri- wie unterhaltsam sind die Unternehmensfilme, die man sich siken beim Umgang mit sozialen Internet-Netzwerken aufzuklä- dort kostenlos ansehen kann und die interessante, manchmal ren und ihnen praktische Tipps für das Verhalten in vernetzten auch überraschende Einblicke hinter die Kulissen von ESWE Ver- Online-Welten an die Hand zu geben. Das etwa 20-seitige Kom- kehr ermöglichen. Etwa im Monatsturnus kam ab dem Frühjahr pendium war dabei bewusst darauf ausgelegt, inhaltlich sowohl jeweils ein neuer Film hinzu. Zum mit Abstand am häufigsten die berufliche als auch die private Nutzung von Facebook und Co. angeklickten 2011er-Video entwickelte sich der Clip „Ein Tag im zu thematisieren. Leben eines Busfahrers“, der drei ESWE- bzw. WiBus-Fahrer einen Tag lang bei ihrer Arbeit begleitet. www.youtube.com/esweverkehr Zeitschrift INFOMOBIL Die kombinierte Kunden- und Mitarbeiterzeitschrift INFOMOBIL, Pressestelle die regelmäßig ein Mal je Quartal erscheint, erfuhr im Berichts- jahr eine deutliche Erweiterung ihres internen Leserkreises: Seit Die Pressestelle von ESWE Verkehr hat im Berichtsjahr insgesamt der Ausgabe 01/2011, die Mitte März erschien, gehören nun auch 135 Pressemitteilungen verfasst und an Journalisten versendet, die Mitarbeiter der ESWE-Schwestergesellschaft WiBus sowie außerdem hat sie zahlreiche Pressetermine vorbereitet und die Beschäftigten des Tochterunternehmens ESWE Verkehr durchgeführt. Service GmbH ganz offiziell zur Leserschaft. Aus diesem Anlass Eine Analyse der Medienresonanz ergab, dass die allermeisten begrüßte der WiBus-Betriebsleiter seine Mitarbeiter mit einem Presseveröffentlichungen in Lokal- und Regionalmedien in eigenen INFOMOBIL-Editorial; von außen kenntlich gemacht Wiesbaden und Umgebung unmittelbar auf Aussendungen wurde die Erweiterung durch den Aufdruck aller drei Firmen- durch die Pressestelle zurückzuführen waren. Dies belegt, logos auf der Titelseite des internen Teils der Zeitschrift. dass die durchgeführten Presseaktivitäten stets sehr genau der Erwartungshaltung der adressierten Medienvertreter Neben vielen anderen Themen ragte eine ganz besondere Aktion entsprachen. aus dem Artikelspektrum des Berichtsjahres heraus: Erstmals erhielten die INFOMOBIL-Leser – und damit die Öffentlichkeit – die Möglichkeit, die Titelseite des alljährlich zum Fahrplan- Verbesserungsmanagement wechsel im Dezember erscheinenden Fahrplanbuchs selbst zu gestalten. Zu diesem Zweck wurde im Heft 02/2011 der Wettbe- Das ebenfalls zum Bereich Kundenkommunikation gehörende werb „Fahrplan sucht Foto!“ gestartet, der ein großes Interesse Arbeitsgebiet Verbesserungsmanagement (früherer Name: hervorrief. Das später von einer Jury gekürte Siegermotiv wurde „Beschwerdemanagement“ – hinter der vor einiger Zeit er- von einem Profifotografen neu in Szene gesetzt (siehe Seite 14 folgten Umbenennung steht eine veränderte Sichtweise auf dieses Geschäftsberichts), und die Ausgabe 04/2011 berichtete – dieses Thema) verzeichnete im Berichtsjahr einen leichten parallel zum Erscheinen des neuen Fahrplanbuchs – über den Anstieg der Zahl der von Fahrgästen eingereichten Verbesse- Wettbewerbsgewinner und über „sein“ Foto-Shooting. rungswünsche. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass nun auch für die Nutzung des Verbesserungsmanage- ments die modernen Kommunikationskanäle zur Verfügung stehen. Die neue inhaltliche Zielrichtung in diesem Bereich lag im Jahr 2011 vorrangig auf der schnellen und einfach verständlichen Kommunikation mit dem Kunden, die möglichst hilfreich für die Lösung der vom jeweiligen Fahrgast formulierten Problemstel- lung ist. Beinahe schon ein Traditionsblatt: Seit 2006 ist das INFOMOBIL die kombinierte Fahrgast- und Mitarbeiter- zeitschrift von ESWE Verkehr
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    32 Betriebsbereiche Personal Personalstruktur und -statistik (Stand: 31.12.2011, sofern nicht anders angegeben) · Schwerbehinderte Mitarbeiter: 55 (10,9 Prozent) · Durchschnittsalter der Beschäftigten: 49 Jahre · Belegschaftsstärke: 506 Mitarbeiter · Neu eingestellte Auszubildende: 5 · Belegschaftsstärke im Jahresmittel: 514 Mitarbeiter · Nach Ausbildung übernommene Auszubildende: 4 · Vollzeitarbeitsverhältnisse: 473 · Krankheitsbedingte Fehlzeiten (Jahresdurchschnitt): · Teilzeitarbeitsverhältnisse: 33 10,4 Prozent · Neu hinzugekommene Mitarbeiter: 8 · Bezahlte Überstunden: 21.775 · Ausländische Mitarbeiter: 28 (5,5 Prozent) (Informationen zum Personalaufwand: siehe Seite 49) Zugehörigkeit der Mitarbeiter zu den Fachbereichen, Stabsstellen und anderen Unternehmensbereichen (Stand: 31.12.2011) Fahrdienst: 283 Mitarbeiter* Technischer Betrieb: 87 Mitarbeiter** Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung: 34 Mitarbeiter Vertrieb: 23 Mitarbeiter Rechnungswesen: 22 Mitarbeiter*** Personal: 16 Mitarbeiter Geschäftsführung: 4 Mitarbeiter Betriebsrat: 3 Mitarbeiter Nerobergbahn: 3 Mitarbeiter**** Lokale Nahverkehrsaufgaben (LNO): 2 Mitarbeiter Arbeitssicherheit/Umweltschutz: 1 Mitarbeiter Stabsstelle „Innovative Projekte“: 1 Mitarbeiter an die ESWE Verkehr Service GmbH gestellt: 27 Mitarbeiter***** Summe: 506 Mitarbeiter * Weitere 267 Busfahrer waren zum Stichtag bei der Schwestergesellschaft WiBus GmbH angestellt, die insgesamt 276 Mitarbeiter beschäftigte. ** zuzüglich 12 Auszubildende (Kfz-Mechatroniker) *** zuzüglich 6 Auszubildende (kaufmännische Berufe) **** zuzüglich 21 saisonal beschäftigte studentische Aushilfskräfte ***** Zusätzlich waren bei der ESWE Verkehr Service GmbH zum Stichtag 14 eigene Mitarbeiter angestellt.
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    Betriebsbereiche 33 Dank und Würdigung 2011 verließen insgesamt 24 Beschäftigte das Unternehmen: Mit ausschlaggebend für das Unternehmen, diese Qualifizie- 18 gingen in Rente, sechs schieden infolge von Kündigung aus. rungsmaßnahme anzubieten, war unter anderem, dass mit der Einführung des Gruppenleitermodells im Fahrdienst neue 22 Mitarbeiter konnten im Berichtsjahr ihr 25-jähriges Dienstju- Stellen mit Führungsverantwortung und damit auch neue biläum feiern, fünf Mitarbeiter blickten auf 40 Jahre Betriebszu- Aufgabengebiete mit neuen Anforderungen entstanden sind. gehörigkeit zurück, und bei einem Mitarbeiter lag sein Dienstan- Die berufsbegleitende Weiterbildung zum Verkehrsfachwirt, die tritt sogar 50 Jahre zurück. All ihnen, wie auch den Mitgliedern in den Stellenbeschreibungen der neuen Gruppenleiter aus- des Betriebsrates sowie der gesamten Belegschaft, gilt der Dank drücklich vorgesehen war und auch als IHK-Abschluss anerkannt des Unternehmens für ihre Leistungen und ihr Engagement. ist, wird in Zeitblöcken freitags und samstags im Unternehmen selbst, also „inhouse“ angeboten – in enger Kooperation mit der Im Jahr 2011 musste die ESWE Verkehrsgesellschaft den Tod von Akademie des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen(VDV). vier aktiven Mitarbeitern sowie von neun Pensionären betrau- ern. Das Unternehmen wird den Verstorbenen ein ehrendes Gedenken bewahren. Personalaufbau Fünf junge Leute traten im Berichtsjahr ihre Berufsausbildung Personalakquisition bei ESWE Verkehr an: Drei von ihnen werden in der Werkstatt zu Kfz-Mechatronikern ausgebildet, zwei absolvieren im Verwal- Um rechtzeitig und proaktiv dafür Sorge zu tragen, dass ESWE tungsbereich ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bzw. zum Verkehr auch künftig ihre Ausbildungsplätze im technischen und Industriekaufmann. im Verwaltungsbereich besetzen kann, nahm das Unternehmen im Berichtsjahr erstmals an der von der Wiesbadener Industrie- Beim Fahrpersonal kam es 2011 zu insgesamt 60 Neueinstel- und Handelskammer veranstalteten Ausbildungsmesse in den lungen (inkl. Aushilfen). Darunter befanden sich 27 Personen, die Rhein-Main-Hallen teil. Am 15. und 16. Juni konnten sich interes- in Kooperation mit der Kommunalen Arbeitsvermittlung der sierte Schülerinnen und Schüler im Alter ab 14 Jahre am eigens Landeshauptstadt Wiesbaden und den Sozialversicherungsträ- entwickelten ESWE-Präsentationsstand über die Inhalte der gern in der ESWE-eigenen Fahrschule zu Busfahrern ausgebildet Berufsausbildungen bei den Verkehrsbetrieben informieren. wurden, um anschließend bei der ESWE-Schwestergesellschaft WiBus eingesetzt zu werden. Nicht nur die für die Ausbildung zuständigen Mitarbeiter, sondern auch acht derzeitige Auszubildende des Unterneh- Acht Mitarbeiter stiegen im Verlauf des Berichtsjahres aus dem mens standen den Besuchern vor Ort Rede und Antwort. Dabei Fahrdienst in fahrdienstspezifische Verwaltungsberufe auf: Fünf verstand sich die ESWE-Messepräsenz nicht nur als bloße Ori- Mitarbeiter der ESWE-Schwestergesellschaft WiBus traten ihre entierungshilfe für Jugendliche, die sich noch unschlüssig sind, neue Tätigkeit als Gruppenleiter im WiBus-Fahrdienst an, drei welchen Beruf sie später einmal ergreifen möchten; der Info- weitere Mitarbeiter wechselten von WiBus zu ESWE Verkehr, stand sollte durchaus auch ganz konkret potenzielle Bewerber um dort als Verkehrsmeister zu arbeiten. von morgen ansprechen. Ein Video zu diesem Thema finden Sie Fahrschule auf der beiliegenden DVD sowie online im YouTube-Kanal von ESWE Verkehr: Fahrer-auS- unD ForTBILDunG www.youtube.com/esweverkehr Neben der Ausbildung von 27 Berufsneueinsteigern (siehe oben: „Personalaufbau“) stand für die TÜV-zertifizierte Fahrschule der Personalqualifizierung ESWE Verkehrsgesellschaft im Berichtsjahr abermals die Fortbil- dung der Busfahrer im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit. Die von dem Im Herbst des Berichtsjahres nahmen 14 Mitarbeiter aus ver- seit 2008 EU-weit geltenden Berufskraftfahrerqualifizierungs- schiedenen Fachbereichen von ESWE Verkehr sowie von der Gesetz vorgegebenen Schulungsmodule stellten hierbei die Schwestergesellschaft WiBus eine zweijährige Weiterbildung zentralen Lerninhalte dar. Ein spezielles Augenmerk galt 2011 zum Verkehrsfachwirt auf. Die Inhalte dieser Weiterbildung wieder der intensiven Betreuung der Jungfahrer; aber auch setzen Schwerpunkte im kaufmännischen Bereich; die 14 Teilneh- „altgediente“ Fahrer wurden – zwecks Sicherung der Leistungs- mer erwerben dadurch wertvolles Basiswissen unter anderem in qualität – bei Bedarf nachgeschult, etwa nach der Rückkehr aus den Bereichen Controlling, Rechnungswesen und Personal. längerer krankheitsbedingter Abwesenheit.
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    34 Betriebsbereiche ESWEs Fahrlehrer nahmen im Berichtsjahr ebenfalls eine wich- maßnahmen an Computern stattfinden, steht nun auch ein tige Funktion ein, wenn es um die Auswahl neu einzustellender gemütlicher Aufenthaltsraum mit angeschlossener Teeküche Fahrer ging: Bei Überprüfungsfahrten testeten sie die Berufs- zur Verfügung. tauglichkeit der Kollegen in spe. Insgesamt gestalten sich in den letzten Jahren die Personalgewinnung und die Personalauswahl im Fahrdienst erheblich schwieriger als früher. Diese Entwick- WerBenDe auSBILDunGSBuSSe lung, eine Folge unter anderem der allgemeinen Arbeitsmarkt- Seit Frühjahr 2011 sind die beiden Busse der ESWE-Fahrschule situation, kennzeichnet einen Branchentrend, der nicht nur auch in „werbender Mission“ unterwegs: Unter dem Motto „Ihr bundes-, sondern auch europaweit festzustellen ist. Fahrausweis mit Zukunft“ fahren der Reise- und der Linienbus Werbung für die Ausbildung zum Busfahrerberuf. Während die rÄumLIche erWeITerunG beiden früheren Fahrschulbusse, die 2010 nach zwölf bzw. 18 Im Frühsommer 2011 nahm die ESWE-Fahrschule zusätzliche Dienstjahren ausgemustert worden waren, lediglich anhand Räumlichkeiten in Betrieb. Die neue Halbetage, genau vis-à-vis einer Texteinblendung in der Zielanzeige über der Frontschei- der bisherigen Fahrschulräume gelegen, bietet – frisch renoviert, be als Ausbildungsbusse erkennbar waren, werden die beiden freundlich-hell und angenehm ruhig – eine ideale Lernatmo- neuen Fahrzeuge nun ganz offensiv auch zu Kommunikations- sphäre. Die Flächenverdopplung machte es der Fahrschule mög- zwecken genutzt – mit dem Ziel, aktiv gegen die Nachwuchs- lich, die gesamte Raumaufteilung großzügiger zu gestalten und probleme vorzugehen, mit denen der Fahrerberuf seit einigen klarer zu gliedern: Neben Ausbildungs- und Schulungsräumen Jahren zu kämpfen hat. sowie einem Technikraum, in dem die Aus- und Fortbildungs- Rechnungswesen Abrechnungsprozesse Im Rechnungswesen bestand im Berichtsjahr eine der Haupt- aufgaben darin, jene betriebsinternen Abrechnungsprozesse anzupassen, die im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Generation von Fahrausweisautomaten standen (siehe dazu auch Seite 27). Die Indienststellung der neuen Geräte, die bereits Ende 2010 begonnen hatte und im Frühjahr 2011 abge- schlossen werden konnte, brachte beispielsweise eine sehr viel schnellere Übertragung der durch den Fahrscheinabverkauf an den Automaten generierten Verkaufsdaten an das Unterneh- men mit sich: Dank eines allnächtlichen Datentransfers per GPRS stehen die entsprechenden Verkaufsdaten nunmehr tagesaktu- ell im Controlling zur Verfügung. Das Gesetzbuch als Entscheidungsgrundlage: Im Personalbereich sind arbeitsrechtliche Fragestellungen zentraler Bestandteil der „K 4“-Untersuchung täglichen Arbeit In enger Zusammenarbeit mit den vom Unternehmen beauf- sein muss, wenn es ÖPNV-Leistungen erbringen möchte. ESWE tragten externen Wirtschaftsprüfern zählte auch im Berichts- Verkehr hat diese Voraussetzung in den zurückliegenden Jah- jahr die Untersuchung der Wirtschaftlichkeit der ESWE Verkehrs- ren stets erfüllt. Damit das beauftrage Wirtschaftsprüfungs- gesellschaft zu den zentralen Aufgaben des Rechnungswesens. unternehmen die entsprechende „K 4“-Beurteilung durchfüh- Einmal mehr spielte hierbei das sogenannte „K 4-Kriterium“ ren und daraufhin das erforderliche Testat ausstellen kann, eine entscheidende Rolle. Dieses Kriterium, vom Europäischen müssen vom Rechnungswesen zuvor sämtliche relevanten Gerichtshof in einem Urteil aus dem Jahr 2003 festgelegt, defi- Daten, insbesondere die Produktivitätskennzahlen, aufwändig niert – vereinfacht gesagt –, dass ein Verkehrsunternehmen als aufbereitet werden. Diese große Herausforderung wurde auch „durchschnittliches, gut geführtes Unternehmen“ anerkannt 2011 erfolgreich bewältigt.
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    Betriebsbereiche 35 Ob in Tabellen- oder in Diagrammform: Im Rechnungswesen dreht sich alles um Zahlen Dieselpreis-Absicherung Fremdleistungen Bereits im dritten Jahr in Folge leistete das Instrument der In seiner Eigenschaft als klassische Querschnittsaufgabe oblag Dieselpreis-Absicherung mittels mehrerer „Swap“-Geschäfte es dem Rechnungswesen auch im Jahr 2011, als interner Dienst- auch 2011 wieder einen wichtigen Beitrag zur positiven wirt- leister die anderen Fachbereiche und Stabsstellen der ESWE Ver- schaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Dank der mit kehrsgesellschaft bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben zu verschiedenen Bankhäusern abgeschlossenen „Swap“-Verträge, begleiten und zu unterstützen. die erstmals im Jahr 2009 vor dem Hintergrund einer mehr und mehr unsicheren Situation an den Mineralölmärkten und einer Ebenfalls gehörten zu den vom Rechnungswesen erbrachten zunehmend sprunghaften Entwicklung der Dieselpreise initiiert unterstützenden Tätigkeiten auch 2011 wieder die von diversen worden waren, gelang es, die Kraftstoffkostensituation der externen Stellen in Anspruch genommenen kaufmännisch- ESWE Verkehrsgesellschaft auch im Jahr 2011 im kalkulierbaren buchhalterischen Services. Zu den externen Kunden zählten im Rahmen zu halten. Berichtsjahr abermals das Tochterunternehmen ESWE Verkehr Servicegesellschaft, das Schwesterunternehmen WiBus, der Das Instrument der Dieselpreis-Absicherung stellt gewisserma- Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden (VMW) sowie verschiedene ßen eine Art „Versicherung“ gegen unerwartete, spekulations- Ämter und Einrichtungen der Wiesbadener Stadtverwaltung. bedingte Preisschwankungen dar. ESWE Verkehr konnte somit im Berichtsjahr über einen langen Zeitraum mit einem unverän- derten Einkaufspreis kalkulieren und gewann dadurch ein Mehr an Planungssicherheit, was einmal mehr zur wirtschaftlichen Solidität des Unternehmens beitrug. Angesichts der enormen Dimension der Kraftstoffkosten, die bei den Verkehrsbetrieben mit ihren rund 235 Bussen in jedem Jahr zu Buche schlagen, liegen die Vorteile der Risikominimierung, die die Dieselpreis- Absicherung mit sich bringt, auf der Hand. Daher entschloss sich das Unternehmen im Berichtsjahr, das stabilisierende Finanz- instrument der „Swap“-Geschäfte in Form eines Festpreisver- tragsmodells auch im Jahr 2012 einzusetzen.
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    36 Betriebsbereiche TOPTHEMA im Fahrgastmagazin INFOMOBIL, Ausgabe 4/11: Schutz vor Regen und Schnee: Neue Haltestellen-Wartehallen eingeweiht Gerade in der kalten Jahreszeit sorgen sie für den nötigen Sitzplätze sind ebenso vorhanden wie eine Innenbeleuch- Schutz vor den Launen der Witterung: Die Wartehäuschen tung sowie ausführliche Fahrgastinformationstafeln, und an Bushaltestellen, offiziell „Wartehallen“ genannt, schützen insgesamt wirkt die transparente Gestaltung freundlich und die Fahrgäste bei Wind und Wetter. An zwei verkehrsneural- einladend – die Optik der neuen Wartehallen zeigt deutlich, gischen Knotenpunkten des Wiesbadener Nahverkehrsnetzes dass aus Sicht von ESWE Verkehr auch der wartende Fahrgast wurden vor kurzem neu errichtete, größere und modernere als Kunde wertzuschätzen ist, der mehr braucht als nur ein Fahrgast-Unterstände eingeweiht: am Platz der deutschen einfaches Dach über dem Kopf. Umso mehr freut man sich Einheit, genauer: am dortigen Bussteig C, sowie am Bussteig B bei den Verkehrsbetrieben, dass hochmoderne Wartehallen am Hauptbahnhof. an den beiden verkehrsstrategisch enorm wichtigen Stellen aufgestellt und in Betrieb genommen werden konnten. Weitere Informationen zu diesem Thema hält der vorliegende Geschäftsbericht auf Seite 15 bereit. Nerobergbahn Die von ESWE Verkehr betriebene Nerobergbahn, Wiesbadens stellte sich die Nerobergbahn in Gestalt eines anschaulichen romantischstes und gleichzeitig „schrägstes“ Wahrzeichen, Bahnmodells auch bei einer Veranstaltung auf der Air-Base in verzeichnete im Berichtsjahr abermals einen beeindruckenden Wiesbaden-Erbenheim öffentlichkeitswirksam vor. Rekord bei den Fahrgastzahlen: Fast 270.000 Passagiere (exakte Zahl: 269.983) wurden 2011 mit Europas zweitältester wasser- Die bereits im Jahr 2009 begonnenen Vorbereitungen für das ballastbetriebenen Drahtseil-Zahnstangenbahn vom Nerotal 125-jährige Bahnjubiläum im September 2013 wurden auch im auf Wiesbadens Hausberg und wieder herunter gefahren. Berichtsjahr fortgeführt: So wurden an der Südseite des Gebäu- des der Talstation das Bodenpflaster und der Zaun sowie die Im Jahr zuvor waren es „nur“ rund 256.000 Passagiere gewesen – Blumenbeete erneuert – nicht zuletzt mit dem Ziel, der Original- der Fahrgastzahlenzuwachs von 2010 auf 2011 betrug also rund optik des Gründungsjahres 1888 möglichst nahe zu kommen. 5,4 Prozent. Das Gros der Fahrgäste stellte auch 2011 wieder die Gruppe der Touristen; ihr Anteil an der Gesamtzahl der Passagiere lag aber- mals bei etwa 80 Prozent. Nicht wenige der Gäste von außerhalb der Landeshauptstadt beriefen sich bei ihrem Besuch auf einen oder mehrere der zahlreichen Medienberichte, die im Berichts- jahr die Nerobergbahn direkt oder indirekt thematisierten. Als Beispiele seien die Unterhaltungssendung „Musikantendamp- fer“ (ARD-Fernsehen) sowie die politischen Sommerinterviews mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (RTL-Fernsehen) und mit der Co-Vorsitzenden der Fraktion „Die Linke“ im Hessi- schen Landtag, Janine Wissler (hr-Fernsehen), genannt. Aber auch in Printmedien, insbesondere in den lokalen Wiesbadener Tageszeitungen, zeigte die Nerobergbahn im Jahr 2011 deutlich Präsenz. Mit Blick auf die kommende Verlagerung des Hauptquartiers der europäischen US-Landstreitkräfte von Heidelberg nach Wiesba- den – die zu einem verstärkten Zuzug von US-amerikanischen Soldaten und deren Familien nach Wiesbaden führen wird –,
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    Betriebsbereiche 37 Die gute und enge Zusammenarbeit mit der Wiesbaden optische Reize – tummelten sich doch an diesem Tag jede Menge Marketing GmbH, die für die Vermarktung aller Wiesbadener Hexen, Gespenster, Vampire und Zauberer sowie andere erschre- Touristikangebote zuständig ist, bewährte sich auch im Jahr ckende Gestalten auf Wiesbadens Hausberg. Organisiert wurde 2011. Beispielsweise erfreuten sich die von Wiesbaden Marketing das Grusel-Fest wie stets von Mitgliedern und ehrenamtlichen mitvermarkteten Technikführungen, bei denen interessierten Helfern des Nerobergbahn-Fördervereins. Besuchern an jedem dritten Samstag im Monat die Antriebs- technik der Nerobergbahn erklärt wird, im Berichtsjahr einmal Auch für den voraussichtlich im Jahr 2013 anstehenden Wechsel mehr großer Beliebtheit. in der Betriebsleitung der Nerobergbahn wurden im Berichts- jahr erste Weichen gestellt: Der langjährige stellvertretende Be- Zu den weiteren 2011er-Höhepunkten zählten zwei „Traditions- triebsleiter der Bahn absolvierte 2011 erfolgreich einen gesetzlich Events“: Ebenso wie das Nerobergfest am 29. Mai bescherte vorgeschriebenen Lehrgang. Mit dem Ablegen und dem Beste- auch das Halloween-Kinderfest am 30. Oktober der Neroberg- hen der Prüfung am Ende der dreiwöchigen Ausbildung, die in bahn enorme Aufmerksamkeit. Gerade die schaurig-fröhliche Dresden stattfand, ist der stellvertretende Betriebsleiter nun Halloween-Feier, die schon zum neunten Mal in Folge den offiziell mit der „Betriebsleiterlizenz BO-Seil“ ausgestattet. herbstlichen Saisonabschluss der Bahn markierte, bot allerlei
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    38 Jahresabschluss Kein Zufall: Ein ESWE-Bus im Grünen Öfter mal das Auto stehenzu- lassen und stattdessen mit dem Bus zu fahren, schont Natur und Umwelt – und vermeidet zudem Parkplatzsuchstress in der Innenstadt
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    Jahresabschluss 39 JAHRESABSCHLUSS für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011
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    40 Jahresabschluss Bilanz zum 31. Dezember 2011 AKTIVA Anhang 31.12.2011 31.12.2010 Te Te A. Anlagevermögen (1) I. Immaterielle Vermögensgegenstände (2) 222 73 II. Sachanlagen (3) 37.908 35.821 III. Finanzanlagen (4) 375 440 38.505 36.334 B. Umlaufvermögen I. Vorräte (5) 443 393 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (6) 2.336 3.458 III. Kassenbestand und Guthaben (7) 816 275 bei Kreditinstituten 3.595 4.126 C. Rechnungsabgrenzungsposten (8) 17 31 42.117 40.491 PASSIVA Anhang 31.12.2011 31.12.2010 Te Te A. Eigenkapital (9) I. Gezeichnetes Kapital 1.500 1.500 II. Kapitalrücklage 2.305 2.305 3.805 3.805 B. Rückstellungen (10) 12.799 14.626 C. Verbindlichkeiten (11) 23.029 19.837 D. Rechnungsabgrenzungsposten (12) 2.484 2.223 42.117 40.491
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    Jahresabschluss 41 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 Anhang 2011 2010 Te Te 1. Umsatzerlöse (13) 44.133 43.744 2. Bestandsveränderungen (14) 18 0 3. Andere aktivierte Eigenleistungen (15) 1 9 4. Sonstige betriebliche Erträge (16) 8.822 8.038 5. Materialaufwand (17) 24.587 22.992 6. Personalaufwand (18) 27.247 27.699 7. Abschreibungen (19) 5.518 5.063 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (20) 8.770 8.401 9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (21) 65 0 10. Zinsergebnis (22) -735 -561 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -13.818 -12.925 12. Außerordentliche Aufwendungen (23) 72 888 13. Außerordentliches Ergebnis -72 -888 14. Sonstige Steuern (24) 31 31 15. Erträge aus Verlustübernahme (25) 13.921 13.844 16. Jahresergebnis 0 0
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    42 Jahresabschluss ANHANG für das Geschäftsjahr 2011 der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Es gelten gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vor- schriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im An- hang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus sind der Klarheit der Darstellung wegen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusam- mengefasst. Diese Posten sind in den weiteren Abschnitten des Anhangs gesondert ausgewiesen und erläutert.Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Mit der WVV Wiesbaden Holding GmbH als herrschendem Unternehmen besteht ein Ergebnisabfüh- rungsvertrag (Vertrag vom 29. August 2000). Mit der ESWE Verkehr Service GmbH als beherrschtes Unternehmen besteht ein Ergebnisabfüh- rungsvertrag (Vertrag vom 17. November 2011). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaf- fungskosten erfasst und werden linear nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschrei- bungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten; Fremdkapitalzin- sen sind nicht einbezogen. Erhaltene Kapitalzuschüsse werden bei den Zugängen gekürzt. Für die vor dem 1. Januar 2008 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens, insbesondere Fahrzeuge, die nicht dem Personenverkehr dienen, wurde vereinzelt aus steuerlichen Gründen (§§ 254, 279 Abs. 2 HGB a. F.) bisher die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Mit Inkrafttreten des BilMoG ist die umgekehrte Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Handelsbilanz zwar entfallen, die Gesellschaft hat sich jedoch entschieden, von dem in der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB vorgesehenen Wahlrecht zur Fortführung der bisherigen Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften Gebrauch zu machen. Die degressive Abschreibung dieser Vermögensgegenstände, deren Restbuchwerte sich zum 31. Dezember 2011 auf insgesamt 12 T b belaufen, wird daher fortgeführt. Im Vergleich zur line- aren Methode ergeben sich dabei nur unwesentliche Mehrabschreibungen. Für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 b und 1.000 b lagen, wurden in den Vorjahren Sammelposten (Pool) gebildet, die inklusive des Anschaffungsjahres über fünf Jahre abgeschrieben wurden. Ab dem 1. Januar 2011 wird diese Poolbildung nicht mehr vorgenommen. Die Sammelposten der Jahre 2008 bis 2010 laufen bis zum Ende aus, sodass der letzte 2014 vollständig abgeschrieben ist.
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    Jahresabschluss 43 In 2011 werden für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten bis 410 b betragen (Geringwertige Wirtschafts- güter), Sofortabschreibungen vorgenommen; über diesem Wert liegend werden sie nach der Nut- zungsdauer linear abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nennwert, unverzinsliche zum Barwert angesetzt. Hierbei wird ein Zinssatz von 5,5 Prozent p. a. zugrunde gelegt. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen fortgeschriebenen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach dem Grundsatz der Einzelbewertung angesetzt. Bestandsrisiken aufgrund verminderter Verwertbarkeit oder langer Lagerdauer wird durch angemessene Wertab- schläge Rechnung getragen. Bei den grundsätzlich zum Nennwert bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensge- genständen wurden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem Ausfallwagnis bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit einer Pauschal- wertberichtigung in Höhe von 1 Prozent des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit ent- sprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versiche- rungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Markt- zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,14 Prozent . Bei der Ermitt- lung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 Prozent und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grund- sätzen errechnet. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,14 Prozent. Die Preis- und Kostensteigerung wurde mit 2,00 Prozent p. a. angenommen.
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    44 Jahresabschluss Die Gesellschaft hatte zum 31. Dezember 2009 Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB, im Wesentlichen für Reparaturen bzw. Instandhaltungen, im Umfang von 6.620 T b gebildet. Nach der Neuregelung durch das BilMoG besteht für diese Innenverpflich- tungen zwar künftig ein Passivierungsverbot, die Gesellschaft macht jedoch von dem in der Übergangsregelung von Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB vorgesehenen Wahlrecht zur Beibehaltung und Fortführung der Rückstellungen unter Anwendung der bisherigen Regelungen Gebrauch. Der Buchwert der zum 31. Dezember 2011 noch bilanzierten Aufwandsrückstellungen beträgt 3.447 T b. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen erfasst, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten zeigt der nachfolgende Anlagenspiegel. ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE Vortrag zum Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am Vortrag zum Abschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2011 31.12.2010 01.01.2011 31.12.2011 01.01.2011 des Geschäfts- 31.12.2011 jahres Te Te Te Te Te Te Te Te Te Te Te I. Immaterielle Vermögensgegenstände 784 174 28 0 930 711 24 28 708 222 73 II. Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücks- gleiche Rechte einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 16.007 2.081 308 2.056 19.835 11.784 315 45 12.053 7.781 4.223 2. Technische Anlagen und Maschinen 521 51 0 0 573 251 44 0 295 278 271 3. Fahrzeuge für Personenverkehr 49.733 5.342 3.025 155 52.204 26.048 4.335 3.025 27.358 24.846 23.685 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.424 401 521 1.890 13.195 7.954 799 518 8.235 4.959 3.470 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.172 42 71 -4.100 43 0 0 0 0 43 4.172 81.857 7.917 3.925 0 85.849 46.036 5.494 3.588 47.941 37.908 35.821 Summe immaterielle Vermögens- 82.640 8.091 3.953 0 86.779 46.747 5.518 3.616 48.649 38.130 35.894 gegenstände und Sachanlagen III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen 100 0 0 0 100 0 0 0 0 100 100 Unternehmen 2. Beteiligungen 26 0,4 0 0 26 0 0 0 0 26 26 3. Sonstige Ausleihungen 314 42 106 0 250 0,1 0 0 0,1 249 314 440 42 106 0 376 0,1 0 0 0,1 375 440 Summe Anlagevermögen 83.080 8.133 4.059 0 87.154 46.747 5.518 3.616 48.649 38.505 36.333 Differenzen in den Summen durch Runden der Zahlen möglich.
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    Jahresabschluss 45 (2) Immaterielle Vermögensgegenstände Bei den Zugängen in Höhe von 174 T b handelt es sich vorwiegend um Software-Lizenzen für Netzplanung und Fahrgastinformation. (3) Sachanlagen Die Zugänge des Berichtsjahres in Höhe von 7.917 T b betreffen im Wesentlichen Fahrzeuge für den Personenverkehr (5.342 T b ). (4) Finanzanlagen Name und Sitz der Gesellschaft Buchwert Kapital- Eigenkapital Jahresergebnis 31.12.2011 Anteil 31.12.2011 2011 Te % Te Te Anteile an verbundenen Unternehmen ESWE Verkehr Service GmbH, Wiesbaden 100 100,0 100 0 Beteiligungen Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 26 50,0 52 0 Mit der ESWE Verkehr Service GmbH besteht seit dem 1. Januar 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag. (5) Vorräte 31.12.2011 31.12.2010 Te Te Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 443 393 443 393 Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um Lagermaterialbestände für den Betriebs- und Instand- haltungsbereich der Fahrzeuge der Gesellschaft. (6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2011 31.12.2010 Te Te Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.054 958 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48 828 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 84 73 Forderungen gegen die Landeshauptstadt Wiesbaden 207 425 Sonstige Vermögensgegenstände 943 1.174 2.336 3.458 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen vorrangig Forderungen gegenüber der ESWE Verkehr Service GmbH aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen die Landeshauptstadt Wiesbaden betreffen im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlich- keiten gegenüber der Landeshauptstadt Wiesbaden in Höhe von 1 T a wurden mit den Forderungen saldiert. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände haben 24 T a (Vorjahr: 35 T a) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen des Berichtsjahres und des Vorjahres haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
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    46 Jahresabschluss (7) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der stichtagsbezogene Stand der liquiden Mittel beträgt 816 T a (Vorjahr: 275 T a). (8) Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft im Wesentlichen Pensionszahlungen für Januar 2012. (9) Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt am 31. Dezember 2011 1.500 T a und wird zu 94,9 Prozent von der WVV Wiesbaden Holding GmbH und zu 5,1 Prozent von der Landeshauptstadt Wiesbaden gehalten. (10) Rückstellungen 31.12.2011 31.12.2010 Te Te Rückstellungen für Pensionen 690 584 Sonstige Rückstellungen 12.109 14.042 12.799 14.626 Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungs- bilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von 76 T a. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (76 T a) linear über einen Zeit- raum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2011 wurde die verbleibende Unterdeckung von 72 T a als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf 0 T a. Die sonstigen Rückstellungen bestehen vorwiegend für den Personalbereich (4.845 T a), und hier im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Freifahrtberechtigungen (1.191 T a), Beihilfeverpflichtungen (812 T a), Zeitguthaben (690 T a), Jubiläumsverpflichtungen (582 T a) sowie Abfindungsvereinbarungen (518 T a). Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem RMV-Einnahmenaufteilungsverfahren 2011 (2.350 T a), aus Brandschutzmaßnahmen (858 T a), der Sanierung der Aartalbahn (705 T a), für Altlasten und Umweltschutzmaßnahmen (494 T a), für die Sanierung des Betriebsgeländes Gartenfeldstraße (832 T a) sowie für Versicherungen und Kosten des Jahresabschlusses.
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    Jahresabschluss 47 (11) Verbindlichkeiten 31.12.2011 31.12.2010 Te Te Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.371 15.194 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.473 2.625 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.854 1.660 Sonstige Verbindlichkeiten 331 358 davon aus Steuern (245) (272) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0) 23.029 19.837 Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 17.371 T a sind 7.566 T a innerhalb eines Jahres fällig, 5.710 T a haben eine Fälligkeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren, und 4.095 T a haben eine Fälligkeit von mehr als fünf Jahren. Darlehen im Umfang von 11.731 T a sind durch Bürgschaften der Landeshauptstadt Wiesbaden besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit der ESWE Versorgungs AG (607 Ta) sowie der WiBus GmbH (927 T a). Die Verbindlichkeiten haben – mit Ausnahme der Darlehensver- bindlichkeiten – wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (12) Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Verkehrseinnahmen für das Jahr 2012. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestellobligo beläuft sich auf 5.140 T a. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen mehrjährige Verpflichtungen in Höhe von 74 T a p. a. Vor dem Hintergrund eines üblichen Geschäftsverlaufes ist die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als hoch einzustufen. Finanzinstrumente Die ESWE Verkehrsgesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen steigende Bezugspreise bei dem Bezug von Kraftstoffen bzw. Diesel ein. Bei den eingesetzten Derivaten handelte es sich im Jahr 2011 um zwei Rohwaren-Swap-Geschäfte. Per 31. Dezember 2011 besteht kein Absicherungsgeschäft (Rohwaren-Swap). Im Februar 2010 war ein Geschäftsabschluss mit einer Laufzeit von März 2010 bis Februar 2011 getätigt worden. Das abgesicherte Nominalvolumen (Gesamtbezugsmenge) betrug 1.260 metrische Tonnen pro Jahr. Darüber hinaus war, ebenfalls bereits in 2010, ein weiteres Absicherungsgeschäft mit einer Laufzeit von Januar bis Dezember 2011 und einem Nominalvolumen (Gesamtbezugsmenge) von 3.720 metrischen Tonnen abgeschlossen. Zwischen dem Rohwaren-Swap und den Verträgen über den Bezug von Kraftstoff bzw. Diesel wurde eine Bewertungseinheit gebildet. Im Berichtsjahr waren circa 61 Prozent des jährlichen Treibstoffbedarfs gegen periodische Dieselpreisschwankungen abgesichert. Zur kontinuierlichen Steuerung der Chancen und Risiken aus Sicherungsgeschäften dient ein monatliches Controlling-Tool, welches der Geschäftsführung einen permanenten Überblick zur aktuellen Situation verschafft.
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    48 Jahresabschluss Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (13) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse, die ausschließlich im Inland erzielt werden, stellen sich wie folgt dar: 2011 2010 Te Te Verkehrsbetriebe 42.082 41.273 Übrige Umsatzerlöse 2.051 2.021 44.133 43.744 In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse aus der Erstattung gemäß § 145 SGB IX im Umfang von 341 Tb (Vorjahr: 464 T b) enthalten. (14) Bestandsveränderungen Zum Bilanzstichtag betrugen nicht abgerechnete Leistungen 18 T b (Vorjahr: 0 T b). (15) Andere aktivierte Eigenleistungen Sie umfassen die im Anlagevermögen aktivierten Personalaufwendungen und Gemeinkosten des Berichtsjahres. (16) Sonstige betriebliche Erträge 2011 2010 Te Te Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 819 1.023 Erträge aus Anlagenabgängen und Zuschreibungen 525 249 Erträge aus öffentlichen Zuwendungen 4.743 4.205 Übrige Erträge 2.735 2.561 8.822 8.038 Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen Auflösungen aus Rückstellungen für Verpflichtungen aus der RMV- Einnahmenaufteilung (272 T b), Prämienregelungen an Mitarbeiter (96 T b), Prozesskostenrisiken aus Vorjahren (72 T b), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (22 T b), Rechtsstreit mit Atron (343 T b) sowie verschiedenen Instandhaltungsmaßnahmen (15 T b). Die übrigen Erträge betreffen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Treib- und Schmierstoffen, aus Schadenersatzleistungen, aus Aufwandszuschüssen sowie Erlöse aus Vermietung und Verpachtung. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 130 T b (Vorjahr: 186 T b) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erstattungen von Versicherungen.
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    Jahresabschluss 49 (17) Materialaufwand 2011 2010 Te Te Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.570 8.195 Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.017 14.797 24.587 22.992 Im Bereich der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stellen die Treibstoffkosten (5.718 T b) die größte Teilposition dar. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Fremdleistungen für die Personenbeförderung durch die Firma WiBus Wiesbadener Busgesellschaft mbH in Höhe von 12.664 T b. (18) Personalaufwand 2011 2010 Te Te Löhne und Gehälter 21.090 21.341 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.157 6.358 davon für Altersversorgung (1.707) (1.743) 27.247 27.699 Die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich 514 Mitarbeiter (Vorjahr: 530 Mitarbeiter). Die über die normale gesetzliche Sozialversicherung hinausgehende Versorgung erfolgte über die Zusatzversorgungskasse für Gemeinden und Gemeindeverbände, deren Mitglied die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH ist. Der Umlagesatz der ZVK hat im Geschäfts- jahr 2011 6,2 Prozent (5,7 Prozent Arbeitgeberanteil; 0,5 Prozent Arbeitnehmeranteil) betragen. Der Sanierungsbeitrag im Geschäftsjahr 2011 betrug 2,3 Prozent. Der Höchstbetrag für die Pauschalversteuerung des Arbeitgeberanteils an der Umlage beläuft sich auf monat- lich 89,48 b je Mitarbeiter. Ab dem 1. Januar 2012 werden der Umlagesatz 6,2 Prozent und das Sanierungsgeld 2,3 Prozent betragen. Die Summe der umlagepflich- tigen Löhne und Gehälter betrug im Geschäftsjahr 2011 19.952.500,44 b. (19) Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt. Ergänzend verweisen wir auf die Darstellung der Bewertungsmethoden.
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    50 Jahresabschluss (20) Sonstige betriebliche Aufwendungen 2011 2010 Te Te Verluste aus dem Abgang von Gegenständen 45 5 des Sachanlagevermögens Wertberichtigungen auf Forderungen 207 52 Diestleistungsentgelte ESWE Versorgung 1.144 1.258 Aufwendungen für Zuschüsse für Verkehrsleistungen 1.699 1.717 Treibstoffeinsatz für Verkauf an Dritte 1.240 1.111 Übrige Aufwendungen 4.435 4.258 8.770 8.401 Die übrigen Aufwendungen beinhalten u. a. Aufwendungen für Instandhaltungen, allgemeine Aufwendungen für die Verwaltung, Versicherungsbeiträge, Mieten, Pachten, Aufwendungen für Dienstleistungen der Betriebskantine sowie Prüfungs- und Beratungs- kosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 309 T b (Vorjahr: 241 T b) ent- halten. Sie betreffen im Wesentlichen den Aufwand für die Partnerschaftsfinanzierung RBNV 2006 und 2007, die Umlageabrechnung HDN 2010, die Abrechnung der Berufsgenossenschaft für 2010, die Nebenkostenabrechnung im Deltahaus 2010 und die Wasserabrech- nung 2010. (21) Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen Die ESWE Verkehr Service GmbH hat mit der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen am 17. November 2011 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Ihm hat die Gesellschafterversammlung am 30. November 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 zugestimmt. Der Jahresüberschuss 2011 in Höhe von 65 T b der ESWE Verkehr Service GmbH ist somit der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH zuzurechnen. (22) Zinsergebnis 2011 2010 Te Te Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 14 17 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 111 61 davon von verbundenen Unternehmen (0) (0) Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 860 -639 davon an verbundene Unternehmen (23) (0) -735 -561 Die unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen 101 T b. Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen 174 T b. (23) Außerordentliche Aufwendungen Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und beabsichtigte, den Aufwand aus der BilMoG- Umstellung bei den Pensionsrückstellungen (76 T b) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren zu verteilen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden 72 T b als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstel- lungen somit auf 0 T b.
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    Jahresabschluss 51 (24) Sonstige Steuern Der Steueraufwand betrifft Grundsteuer (23 T b) und Kraftfahrzeugsteuern (8 T b) für das Jahr 2011. (25) Erträge aus Verlustübernahme Die Erträge aus Verlustübernahme betreffen die Übernahme des Jahresfehlbetrages 2011 durch die WVV Wiesbaden Holding GmbH in Höhe von 13.921 T b (Vorjahr: 13.844 T b). Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2011 waren Volker Kühne,Betriebsrat; Arbeitnehmervertreter folgende Personen: (bis zum 3. Dezember 2011) Prof. Dr.-Ing. Joachim Pös, Dezernent für Stadtentwicklung, Bau Fritz Nothegger, Omnibusfahrer; Arbeitnehmervertreter und Verkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden, Stadtrat; (bis zum 3. Dezember 2011) Vorsitzender (bis zum 3. Dezember 2011) Petermartin Oschmann, Jurist, Stadtverordneter Sigrid Möricke, Dezernentin für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden, Stadträtin; Harald Schuck, Gewerkschaftssekretär Vorsitzende (ab dem 4. Dezember 2011) Werner Springer, Kraftfahrzeugmechaniker; Fred Wölfert, Betriebsratsvorsitzender; stellvertretender Arbeitnehmervertreter (ab dem 4. Dezember 2011) Vorsitzender Dennis Volk-Borowski, Soziologe, Stadtverordneter Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr Lothar Brüllingen, Omnibusfahrer; Arbeitnehmervertreter 27.480,00 a. Helge Dörr, Sachbearbeiter Qualitätskontrolle; An Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr Kredite Arbeitnehmervertreter (ab dem 4. Dezember 2011) gewährt, die zum Bilanzstichtag mit 12.335,68 a erfasst sind. Die Kredite wurden im Jahr 2011 mit 3.046,68 a getilgt und mit 6,5 Rolf Eckhardt, Fahrdienstleiter; Arbeitnehmervertreter Prozent bzw. 4 Prozent p. a. verzinst. (bis zum 3. Dezember 2011) Dr. Vera Gretz-Roth, Diplom-Volkswirtin, Stadtverordnete Geschäftsführung (ab dem 4. Dezember 2011) Geschäftsführer der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH sind: Claus-Peter Große, Diplom-Geologe, Stadtverordneter Dipl.-Ing. Uwe Cramer, Saulheim Dieter Horschler, Rentner, Stadtverordneter (bis zum 3. Dezember 2011) Dipl.-Verwaltungswirt Stefan Burghardt, Wiesbaden Wolfgang Janz, Fahrausweisprüfer; Arbeitnehmervertreter Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführervergütung wurde (ab dem 4. Dezember 2011) von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Hans-Martin Kessler, Werbe-/Kommunikationsplaner, Stadtverordneter
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    52 Jahresabschluss Ergebnisabführung Der Jahresverlust 2011 in Höhe von 13.921.021,24 a wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der WVV Wiesbaden Holding GmbH übernommen. Abschlussprüferhonorar Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH, als einbeziehendes Mutterunternehmen, enthalten sind. Konzernbeziehungen Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH besteht nach § 291 HGB nicht, da die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH und ihr Tochterunternehmen ESWE Verkehr Service GmbH in den Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH, Wiesbaden, einbezogen werden. Der Konzernabschluss der WVV Wiesbaden Holding GmbH ist unter HRB 11941 beim Amtsgericht Wiesbaden hinterlegt. Wiesbaden, 31. März 2012 ESWE Verkehrsgesellschaft mbH Dipl.-Ing. Uwe Cramer Dipl.-Verwaltungswirt Stefan Burghardt
  • 53.
    Jahresabschluss 53 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buch- führung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fest- gestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertrags- lage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Ein- schätzungen sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresab- schluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Frankfurt am Main, 18. Mai 2012 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ppa. Dirk Fischer ppa. Klaus Bilo Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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    54 Jahresabschluss Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2011 aufgrund regelmäßiger schriftlicher und mündlicher Berichterstattung die Geschäftsführung laufend überwacht. Im Rahmen seiner satzungsmäßigen Zuständigkeit hat er die ihm obliegenden Entschei- dungen getroffen. Es handelte sich hierbei um folgende wesentliche Themen: · Jahresabschluss 2010 · Bus-Port/Abstellhalle mit Photovoltaik-Anlage · Aartalbahn; Neubau Eisenbahnbrücke Flachstraße · Fahrplanwechsel · Tarifanpassung · E-Ticketsystem · Wirtschaftsplan Die Aufsichtsratsmitglieder wurden im Rahmen der Schwerpunktthemen über alle bedeutsamen Geschäftsvorgänge schriftlich in Form von Vorlagen informiert. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht für die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH zum 31. Dezember 2011 wurden von der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers lag den Aufsichts- ratsmitgliedern vor. Vertreter des Wirtschaftsprüfers haben an der Sitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und Erläuterungen gegeben. Dem Ergebnis der Prüfung stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts der ESWE Verkehrs- gesellschaft mbH zum 31. Dezember 2011 geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben, sodass er den Jahresabschluss billigt. Der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat für die im Geschäftsjahr 2011 geleistete Arbeit seinen Dank aus. Wiesbaden, 19. Juni 2012 Vorsitzende des Aufsichtsrates Sigrid Möricke
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    Jahresabschluss 55 Kennwerte 2011 2011 2010 Veränderungen gegenüber Vorjahr Verkehr Leistungen Beförderungsfälle im Linienverkehr Bartarif 6,247 Mio. 6,488 Mio. -3,7 % Zeitkarten 39,202 Mio. 38,752 Mio. 1,2 % Summe Fahrausweisverkauf 45,449 Mio. 45,240 Mio. 0,5 % Freifahrer, Schwerbehinderte 4,405 Mio. 4,129 Mio. 6,7 % Summe Linienverkehr 49,854 Mio. 49,369 Mio. 1,0 % Nerobergbahn 0,269 Mio. 0,256 Mio. 5,1 % Summe Bus- und Bahnbetrieb 50,123 Mio. 49,625 Mio. 1,0 % Gesamterlöse 41.967 T a 41.250 T a 1,7 % Durchschnittserlöse im Fahrausweisverkauf 83,72 Ct/Bef 83,11 Ct/Bef 0,7 % Kennwerte Anzahl der Linien 39 St. 38 St. 2,6 % Linienlänge 646,33 km 601,55 km 7,4 % Anzahl der Fahrzeuge 205 St. 201 St. 2,0 % davon Gelenkzüge 83 St. 84 St. -1,2 % Standard-Linienbusse 122 St. 117 St. 4,3 % Nutzwagenkilometer im Linienverkehr 11.566.179 11.420.984 1,3 % Nwkm Nwkm Platzkilometer im Linienverkehr 889.281.839 881.051.634 0,9 % Plkm Plkm Platzausnutzung im Linienverkehr 28,2 % 27,2 % 3,7 % Hafen- und Leistungen Güterumschlag 2.008 t 2.087 t -3,8 % Gleisanlagen Waggonumschlag 34 St. 35 St. -2,9 % Gesamterlöse 5Ta 5Ta 0,0 % Impressum Herausgeber Text und Lektorat Redaktioneller Hinweis ESWE Verkehrsgesellschaft mbH www.textstark.de, Wiesbaden Aus Gründen der besseren Lesbarkeit Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden verzichtet diese Publikation darauf, Postfach 2369, 65013 Wiesbaden Fotos personenbezogene Substantive außer Telefon (0611) 450 22-450 · Roger Richter Photography, in der männlichen immer auch in der www.eswe-verkehr.de Mainz-Kastel weiblichen Form zu verwenden. Mit der männlichen Wortform sind stets · ESWE Verkehr Gestaltung beide Geschlechter gemeint. · Christoph Keller, Bad Kösen www.99grad.de, Wiesbaden