INFO MOBIL
AUSGESUCHT
Casting-Wettbewerb fürs Werbe-Cover:
Die Wahl des CleverCard-Gesichts 2012




AUSGEBILDET
Industriekaufleute und Kfz-Mechatroniker:
Junge Mitarbeiter am Start ins Berufsleben




AUSGETRUNKEN
Rheingauer Weinwoche 2011:
Im direkten Dialog mit Tausenden von Fahrgästen




                                                                                              03
                                                                                              2011
                                                  Das Magazin der ESWE Verkehrsgesellschaft
JETZT NEU: DIE „MEINE ESWE“- APP 1.1

www.eswe-verkehr.de/mobile-app




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               r
h e r u nt e




ANKLICKEN, EINSTEIGEN, LOS GEHT’S !
WILLKOMMEN | INHALT
   WENN DIE ZUKUNFT greifbare Gegenwart wird                                                                             4/5   CLEVERCARD
                                                                                                                               COVERCASTING
Besitzen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, ein ei-          bene Linienbus, dessen Elektromotor weder
genes Profil bei Facebook? Die meisten von                  Abgas- noch Lärmemissionen verursacht                        6     E-TICKET
Ihnen haben von dem größten sozialen Inter-                 (siehe Seite 7), sind kommende Realitäten des
net-Netzwerk gewiss schon einmal gehört,                    Jahres 2012! Und wenn Sie dann noch auf der
manche von Ihnen zählen vielleicht sogar zu                 Seite 13 erfahren, welche intelligenten neuen                7     LINIENVERKEHRS-
den eifrigen Nutzern. Aber nicht nur für Pri-               Funktionen unseren Online-„LiveTicker“ und                         ZUKUNFT
vatpersonen, auch für Unternehmen wird die                  unsere „App“ für internetfähige Mobilgeräte
Präsenz im „Mitmach-Internet“, dem soge-                    ab sofort noch nutzerfreundlicher machen,
nannten „Web 2.0“, immer wichtiger – denn                   sind gewiss auch Sie restlos überzeugt davon,
                                                                                                                         8     EINSATZ FÜR DIE
dass wir Sie, unsere Kunden, auch in Online-                dass Zukunft und Innovation heutzutage
                                                                                                                               FAHRPLANTÜFTLER,
Netzwerken und -Communitys treffen, ist                     meist nicht mehr ferne Theorie sind, sondern
                                                                                                                               TEIL 3
nicht mehr Zukunft, sondern Gegenwart!                      konkret greifbare Praxis.

Daher freuen wir uns, Ihnen mit dieser INFO-                Verbunden mit herzlichen Grüßen aus der                      9     LINIE 6
MOBIL-Ausgabe nicht nur den offiziellen                     Gartenfeldstraße wünschen wir Ihnen eine                           BUCHSTABENLEHRE
Startschuss für die Facebook-Seite von ESWE                 interessante Lektüre!
Verkehr präsentieren zu können; unsere neue
Facebook-Präsenz wartet auch gleich mit                                                                                  10    HALTESTELLEN-
einem wahrhaft „cleveren“ Wettbewerb auf:                                                                                      SPAZIERGANG
Unter dem Titel „Das CleverCard CoverCas-
ting – ESWE Verkehr sucht das CleverCard-                    Uwe Cramer                 Stefan Burghardt
Gesicht 2012“ wird ein neues Werbeträger-
                                                                                                                         11    GEWINNSPIEL
Gesicht für unsere Schüler- und Azubi-Jahres-                E-Mail-Kontakt:
karte gesucht. Die Bewerbung der Teilneh-                    geschaeftsfuehrung@eswe-verkehr.de
                                                                                                                         12    WEINFEST
mer, die Abstimmung über die Kandidaten
sowie die Kür der Gewinner – alles findet auf
unserer Facebook-Seite statt. Näheres dazu                                                                               13    HBF-HALTESTELLE
lesen Sie auf den Seiten 4 und 5.
                                                                                                                               „MEINE ESWE“-APP
Dass Zukunft manchmal schneller Gegen-
wart wird als erwartet, zeigen auch einige
andere Themen im neuen INFOMOBIL: Tech-                                                                                  14    BERUFSAUSBILDUNG
nologische Innovationen wie das elektroni-                                                                                     BEI ESWE VERKEHR
sche Ticket, das wir Ihnen auf der Seite 6
vorstellen, und wie der neue strombetrie-
                                                                                                                         15    NEULICH IM BUS
                                                                                                                               RUDIS GEBABBEL

      +++ newsticker +++ newsticker +++ newsticker +++
                                                                                                                         16/17 24 STUNDEN FÜR SIE
                                                                                                                               IM EINSATZ
+++   Als filmische Ergänzung zu einem der Hauptthemen       bis etwa anderthalb Stunden vor Spielbeginn in Fünf- bis
der letzten INFOMOBIL-Ausgabe, der Imagekampagne für        15-Minuten-Abständen abfahren.
den Busfahrerberuf, steht im ESWE-Kanal auf der Video-                                                                   17    FAHRSCHULBUSSE
                                                            +++   Die vor genau einem Jahr online gegangene neue
plattform YouTube seit kurzem ein interessantes Video
                                                            Internetseite von ESWE Verkehr wartet seit kurzem mit
zur Ansicht bereit. Unter dem Titel „Ein Tag im Leben
                                                            einem neuen Bereich auf. Er heißt „ESWE Verkehr
eines Busfahrers“ hat das Kamerateam drei ESWE-
und WiBus-Fahrern während deren Arbeit über die Schul-
                                                            interaktiv“, ist auf der Startseite gleich unten links zu    18    HISTORISCHE LINIEN-
                                                            finden und bündelt übersichtlich und „auf einen Klick“ alle         WEGE, TEIL 10
tern geblickt. www.youtube.com/esweverkehr
                                                            Mitmach-Funktionen der Website, etwa die Mitglieder-
+++   Seit der Eröffnung des neuen Mainzer Fußball-         Community, das Newsletter-Abo und den Videokanal.
stadions „Coface-Arena“ unterstützt ESWE Verkehr                                                                         19    AUSFLUGS- UND
                                                            +++   Der Geschäftsbericht der ESWE Verkehrsgesell-
die Kollegen der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) an
                                                            schaft für das Jahr 2010 ist vor einigen Wochen erschie-           AUSGEHTIPPS
allen Heimspieltagen: Die rund 75 MVG-Busse, die die Fans
                                                            nen. Die 56 Seiten starke Publikation steht im Internet
zur Arena bringen, werden stets um rund zehn Wiesba-                                                                           IMPRESSUM
                                                            zum kostenlosen Download zur Verfügung.
dener Gelenkbusse ergänzt. Besonders praktisch für
                                                            www.eswe-verkehr.de/das-unternehmen/geschaefts-
alle Schlachtenbummler von der hessischen Rheinseite: Sie
                                                            berichte
können direkt am Wiesbadener Hauptbahnhof in die „E6“-
Sonderbusse einsteigen, die hier von etwa drei Stunden
C le v e rC a rd C o v e rC a s ti n g
4         IMAGEKAMPAGNE




Ge sucht wird:
                                                                                                                                         +

                                                                                                                     Gewinne
                                                                                                                                  ein profe
                                                                                                                                              ssi nelle
                                                                                                                                                io
                                                                                                                        FOTO - SH

                  Das besondere Gesicht
                                                                                                                                                          s
                                                                                                                                     OOTI NG
                                                                                                                          und ein
                                                                                                                                  i PAD 2™




                                                                                                                                           ne
                                                                                                 einer Broschüre zu zieren, das eige
                                                      at abgebildet zu sein, das Titelfoto
    Einm   al im Leben auf einem großen Plak                                                                                       manchen jun-
                                                                                          e Leute es sehen können – für so
                                                eren, und zwar dort, wo ganz viel
    Lächeln im Großformat zu präsenti                                                        Traum seit dem 8. September 2011
                                                                                                                                       wahr
                                                   Traum. ESWE Verkehr lässt diesen
    gen    Menschen ist das ein unerfüllter                                                                                        r bis 28 Jahre,
                                                                                            hmen junge Erwachsene im Alte
                                               -Casting sucht das Verkehrsunterne
    werden: In einem großen Internet                                                           r neuen Werbekampagne ein Ges
                                                                                                                                       icht
                                                     Schüler und Auszubildende, in eine
    die   der CleverCard, der Jahreskarte für                                                                                        anschließend
                                                                                          professionelles Foto-Shooting und
                                                   Gewinner winken nicht nur ein
     – ihr Gesicht – geben möchten. Dem
                                                nagelneues iPad 2™ von Apple®.
     Ruhm und Ehre, sondern auch ein
                                                                                                                          ig.“ Außerdem, so der
                                                                               sogar im gesamten RMV-Gebiet gült
                                erbs, der noch bis zum 9. Oktober
                                                                        2011
     Der Titel des Wettbew                                                                                                  Gültigkeitsbeginn
                                                                                „Azubi“ weiter, könne der Kunde den
     läuft, lautet „CleverCard Cove      rCasting“, kurz: „CCCC“. ESWE                                                st bestimmen: „Ab dem
                                                        h auf mehreren          seiner Karte frei und flexibel selb
     Verkehr    beschreitet mit dieser Aktion gleic                                                                     Monatsersten gilt die
                                                                 Beginn         vom Nutzer individuell gewählten
     Ebenen neue       Wege: Zum einen fiel kurz vor dem                                                                     .“
                                              für das unternehmens-             CleverCard genau zwölf Monate lang
      des Wettbewerbs der Startschuss
                                                 Netzwerk Facebook;                                                     eile des Junge-Leute-
      eigene Online-Angebot im sozialen                                          Diese und die vielen weiteren Vort
                                             te Casting-Wettbewerb                                                     r die Frau zu bringen,
      dort spielt sich auch der komplet                                          Ticketangebots an den Mann ode
                                                                                                                             gne, deren Gesicht
      ab – von der Bewerbung der Teiln
                                              ehmer bis zur Abstim-              ist die Kernaufgabe der Werbekampa
                                                                                                                            Wettbewerbs finden
      mung, also dem „Voting“, über den
                                                 Sieger.                         Sebastian Nebel mittels des Casting-
                                                                                                                        ting“ ist ihm jedoch
                                                                ener Ver-        möchte. Das „CleverCard CoverCas
      Zum anderen       sucht (oder „castet“) das Wiesbad                                                                  legenheit – stellt der
                                                                       tie-       auch eine persönliche Herzensange
       kehrsunternehm       en hiermit zum ersten Mal real exis                                                              kt seines praktischen
                                                                                  Wettbewerb doch den zentralen Pun
       rende Fahrgäste für eine       große Werbekampagne, und das                                                           ehender Industrie-
                                                    rd, die Jahreskarte           Abschlussprojekts dar, das er als ang
       aus  gutem Grund: Denn die CleverCa
                                                Auszubildende, soll im            kaufmann realisieren muss.
       von ESWE Verkehr für Schüler und
                                                                                                                             Hände voll zu tun: Das
       wahrsten Wortsinn ein neues Ges
                                                icht erhalten, das das            Und damit hat Sebastian Nebel alle
                                               sch repräsentieren kann.                                                    organisiert, sondern
        Ticket in der Zielgruppe authenti                                          Casting muss schließlich nicht nur
                                                                                                                              s der Auszubildende
                                                                    Verkehrs-      auch beworben werden. Hierfür mus
        Ebenfalls neu    ist, dass es ein Auszubildender der                                                              Aufgaben der ESWE-
                                                                                   unter anderem die verschiedenen
        betriebe ist, der weitgeh     end eigenständig für die Organi-                                                    Online-Redaktion koor-
                                            eines solchen, recht aufwän-           Pressestelle und der hauseigenen
        sation und die Durchführung                                                dinieren, und auch die Tätigkeiten
                                                                                                                           externer Dienstleister
                                                              Sebastian
        digen Groß    projekts verantwortlich zeichnet.                                                                        ckerei wollen geplant,
                                                                      e halbe      wie Grafikagentur, Textbüro und Dru
         Nebel absolvier   t bei ESWE Verkehr gerade das letzt                                                             . Gleichzeitig fällt die
                                                                                    beauftragt und abgerufen werden
         Jahr seiner Ausbildung      zum Industriekaufmann und wird                                                       els Bereich wie die – ganz
                                              s er damit altersmäßig                Budgetverwaltung ebenso in Neb
         in diesen Tagen 19 Jahre alt. Das                                          am Anfang zu treffende – Wahl der
                                                                                                                             Online-Plattform, über
                                                              rt, ist einer
         exakt der   Zielgruppe der CleverCard angehö                                                                     den soll. Hier hat sich
                                                                     „Casting-      die der Wettbewerb realisiert wer
         von zwei Hau     ptgründen, die ihn für die Rolle des                                                                : „Ich nutze interaktive
                                                                                    Sebastian für Facebook entschieden
          Chefs“ prädestinieren.                                                                                          r täglich, aber früher hat
                                                                                    Portale wie Facebook und Co. zwa
                                                 el hat das Ticket früher                                                      ve natürlich nie eine
          Der zweite Grund: Sebastian Neb                                            hierbei die Unternehmensperspekti
                                                    auseinanderg     esetzt                                                 eigenen Lernprozess.
          selbst genutzt, sich intensiv damit                                        Rolle gespielt“, schildert er seinen
                                                   Vorteile: „Die CleverCa   rd                                              ungen, die das Projekt
          und weiß daher genau um dessen                                             Und trotz der großen Herausforder
                                                     nisse junger Menschen an ihn stellt, hält er fest: „Es macht tierisch Spaß, das alles
          ist speziell auf die Mobilitätsbedürf
                                                  Jahr über rund um die                                                       umzusetzen!“
          zugeschnitten. Sie gilt das ganze                                          in ein Gesamtpaket zu packen und
                                                   auch an den Woc      henen-
           Uhr in den gewählten Tarifzonen,                                          Für den erfolgreichen Verlauf des „Cle
                                                                                                                                verCard CoverCastings“
           den, sodass sie gerade in der    Freizeit für die notwendige                                                         möglichst viele
                                                          ist die CleverCard          wünscht sich Sebastian Nebel, dass
           Mob  ilität sorgt. Und in den Schulferien
IMAGEKAMPAGNE                      5




    Kunden die neue Faceb
                            ook-Seite von ESWE Ver
    entdecken und dann am                             kehr für sich      platz verlost. Teilnehm
                               Wettbewerb teilnehm                                               en kann übrigens jeder,
    ganz einfach in vier Sch                           en. Dies geht     18 und 28 Jahren alt ist                        der zwischen
                             ritten:                                                              .
   1. Zustimmen: Interessi                                                Weitere Infos rund um
                            erte klicken auf die On                                                das „CleverCard CoverCa
   www.eswe-verkehr.de/c                            line-Seite           ter auch die ausführlich                            sting“, darun-
                             ccc, werden Facebook-F                                                 en Teilnahmebedingun
   Verkehr und bestätigen                             an von ESWE        Hinweise für alle, die sic                         gen sowie
                            dann, dass sie am Wettb                                                 h am „Voting“ beteilig
   nehmen möchten.                                     ewerb teil-       sind im Internet unter                            en möchten,
                                                                                                 www.eswe-verkehr.de/c
                                                                                                                            ccc zu finden.
   2. Bild hochladen: Der
                            Teilnehmer wählt nun
   tes, lustigstes oder coo                          sein schöns-
                            lstes Foto aus, trägt alle
  nahmeformular ein un                                 Infos ins Teil-
                             d schickt beides ab.
  3. Stimmen sammeln:                                                                    ESWE Verk
                           Jetzt geht es darum, mö                                                    ehr jetzt a
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 4. Gewinnen: Das Bild                                                         auch auf Fa                      bung gibt’
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                          ttbewerbs wird das Ge                                                        e Events od               rkehrs-
 Card-Kampagne 2012.                               sicht der Clever-          Hintergrun                             er interess
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                                                                              des „CleverC             pielsweise
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                       y und ebenfalls 16 GB Sp                                        it der ESW
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6         E-TICKET



KLARMACHEN ZUR UMSTELLUNG: Der elektronische Fahrschein kommt!
In gut einem Jahr steht den Fahrgästen von ESWE Verkehr eine        ausgestattet werden. Die Fahrzeugflotte erhält schon bis zum
elementare Änderung bevor: Der elektronische Fahrschein,            Oktober dieses Jahres eine entsprechende Ausrüstung, denn
das sogenannte „E-Ticket“, wird dann Schritt für Schritt im         offiziell beginnt im RMV das E-Ticket-Zeitalter am 1. Januar 2012.
Rhein-Main-Verkehrsverbund und im Wiesbadener Busver-               Zu diesem Datum stellen die ersten Verkehrsunternehmen auf
kehr eingeführt. Voraussichtlich ab August 2012 werden zu-          den elektronischen Fahrschein um, der dann auch in Wiesbaden
                                                                    gelesen werden können muss.
nächst alle Inhaber eines ESWE-Abonnements innerhalb eines
Jahres auf das scheckkartengroße Ticket mit Elektro-Chip um-        Bei ESWE Verkehr wird die Umstellung später beginnen – aus
gestellt. Bis der elektronische Fahrschein sämtliche Papier-        gutem Grund, wie Holger Elze sagt: „Wir wollen die technolo-
fahrausweise abgelöst haben wird, wird einige Zeit vergehen.        gische Entwicklung genau auf unsere Betriebssysteme und die
                                                                    betriebswirtschaftlichen Prozesse abstimmen.“ Daher erhalten
Ein Fahrgast hält beim Einsteigen in den Bus oder bei einem
                                                                    auch nicht alle Abonnenten im Tarifgebiet 65 – also auch auf
Fahrausweisprüfer eine Chipkarte an ein Lesegerät; dieses er-
                                                                    Mainzer Seite – zum selben Zeitpunkt ihren neuen Fahrschein;
kennt in Sekundenschnelle, ob der elektronische Fahrschein gül-
                                                                    vielmehr bekommt ein Kunde dann das neue E-Ticket, wenn
tig ist oder nicht. So oder so ähnlich wird der Ablauf sein, wenn
                                                                    sein neues Abo-Jahr beginnt. Nach derzeitigen Planungen er-
der elektronische Fahrschein in Wiesbaden und im Rhein-Main-
                                                                    halten also beispielsweise jene Fahrgäste, deren Abo-Jahr im
Verkehrsverbund (RMV) eingeführt worden sein wird. Bei ESWE
                                                                    Juli nächsten Jahres anfängt, ihren elektronischen Fahrschein
Verkehr beginnt die Ausgabe der ersten E-Tickets frühestens im
                                                                    erst Mitte 2013.
August 2012. Ab dann erhalten die Inhaber eines Abonnements
nicht mehr drei Mal im Jahr die gewohnten Papierfahrausweise,       Mit der E-Ticket-Umstellung wird nach und nach auch ein
sondern lediglich ein Mal einen scheckkartengroßen elektro-         noch besseres Kundenmanagement eingeführt. Künftig wird
nischen Fahrschein, den man dann für fünf Jahre behält. Auf         es möglich sein, das Abonnement auch online bequem von zu
diesem sind immer das gültige Tarifgebiet und der gültige           Hause aus zu verwalten, etwa Zeiträume und Tarifgebiete zu
Nutzungszeitraum von einem Jahr abgespeichert. Verlängert           ändern und die persönlichen Daten zu pflegen. „Hier arbeiten
sich oder kündigt man das Abonnement, wird diese Informa-           wir an entsprechenden Lösungen unter eswe-verkehr.de, die es
tion beim nächsten Kontakt mit einem Lesegerät automatisch          unseren Kunden möglichst einfach machen“, sagt Holger Elze.
auf die Chipkarte geschrieben.                                      Wann genau die Umstellung aller anderen Fahrausweise auf
Für den Kunden ändert sich im Kern also nur das Aussehen            das E-Ticket erfolgt, lässt der Projektleiter derzeit noch etwas
des Fahrscheins, den er immer bei sich trägt. „Dennoch“, sagt       offen: „Nach dem Abo und den Jahreskarten wird die nächste
Holger Elze, ESWE-Fachbereichsleiter für Rechnungswesen und         Umstellung voraussichtlich bei der CleverCard erfolgen und
Vertrieb, „ist dies eine elementare Änderung, auf die wir uns       danach bei den anderen Zeitkarten.“
gewissenhaft vorbereiten.“ Schließlich müssen jeder Bus und         Über weitere Details wird das INFOMOBIL in den nächsten Aus-
jeder Fahrausweisprüfer mit einem elektronischen Lesegerät          gaben berichten.




 Etwa so wird sie aussehen: die E-Ticket-Chipkarte für Wiesbaden
LINIENVERKEHRS-ZUKUNFT                                 7



100 % ELEKTRO, 0 % EMISSION: Wiesbaden startet ins E-Bus-Zeitalter
Ein Linienbus, der weder Abgase ausstößt noch Lärm verur-          Stefan Burghardt, Kaufmännischer Geschäftführer bei ESWE
sacht – was nach Zukunftsmusik klingt, ist seit Ende Juli          Verkehr, zeigte sich optimistisch, dass der emissionsfreie Bus
Realität. Die INFOMOBIL-Redaktion war bei der ersten Test-         schon im kommenden Jahr regulär auf hiesigen Straßen unter-
fahrt eines Elektro-Linienbusses in Wiesbaden mit an Bord.         wegs sein wird: „Unsere Busse sind pro Person gerechnet schon
                                                                   jetzt sehr umweltfreundlich, aber die Lösung ‚Null Emission
Es klingt ein bisschen wie bei einer Straßenbahn, wenn sich der    für Wiesbaden’ ist meine Vision.“ Welche Route der neue Bus
von der Firma CONTRAC aus Wiesbaden-Delkenheim gebaute             künftig womöglich fahren wird, skizzierte Oberbürgermeister
„e.cobus“ in Bewegung setzt. Dann nämlich zieht der bis zu         Dr. Müller, indem er die Idee einer „Innenstadt-Ringlinie an
200 PS starke Elektromotor seine Energie aus sieben großen         den Rhein-Main-Hallen vorbei“ formulierte.
Lithium-Ionen-Batterien, die in dem neuen E-Linienfahrzeug
verbaut sind. Das war es dann aber auch schon mit den Ge-
räuschen – mehr Lärm verursacht die Bus-Neuentwicklung nicht.

Zu bewundern war dieses Phänomen erstmals am 25. Juli 2011:           E-BUS FÄHRT AUCH AUF VIDEO
An diesem Tag fand eine Testfahrt mit dem rein elektrisch an-
getriebenen Gefährt statt. Einer der Fahrgäste auf der Strecke        Zur Präsentationsfahrt des „e.cobus“ steht im ESWE-Kanal
vom Wiesbadener Rathaus zum Kurhaus war Oberbürgermeis-               auf der Online-Videoplattform YouTube ein vierminütiger
ter Dr. Helmut Müller: „Ein Elektro-Bus ist aufgrund seiner           Filmbeitrag bereit: www.youtube.com/esweverkehr
kompletten Emissionsfreiheit – er verursacht weder Abgase
noch Lärm – gerade in Innenstädten ein Riesenvorteil“, zeigte
sich das Stadtoberhaupt von der neuen Antriebstechnik für
Linienbusse begeistert. Dass man einen E-Bus kaum höre, sei
sogar fast schon ein Problem, gab Müller zu bedenken. In der
Tat: So mancher Passant war sichtlich überrascht, als das Fahr-
zeug nahezu geräuschlos an ihm vorüberglitt.

Der E-Bus schafft mit einer voll aufgeladenen Batterie etwa
150 Kilometer Fahrtstrecke; getankt wird an der Steckdose.
Stimmt man Fahrplan und Ladevorgang gut aufeinander ab,
kann der Bus problemlos 15 Stunden am Stück unterwegs sein.
Dass dies nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch
wirtschaftlich attraktiv ist, erklärte Jürgen Kamps von der
Herstellerfirma CONTRAC. Der Geschäftsführer des Unterneh-
mens, das Weltmarktführer bei Flughafenvorfeldbussen ist und
sich bereits seit vielen Jahren mit der Entwicklung elektrischer
Linienbusse befasst, machte eine einfache Rechnung auf: „Der       Vergangenheit und Zukunft: Vor Wiesbadens historischem Rathaus wurde der
Sprit, um den Dieselmotor eines herkömmlichen Busses auf           „e.cobus“ am 25. Juli schnell zum Hingucker

100 Kilometern zu betreiben, kostet derzeit etwa 77 Euro. Im
Vergleich dazu verbraucht unser E-Bus auf der gleichen Strecke
lediglich für fünf Euro Strom.“

Wenn es jetzt noch gelingt, den „elektrischen Treibstoff“ für
das neue Fahrzeug auf rein ökologischem Weg zu erzeugen,
ist auch in dieser Hinsicht die vollkommene Emissionsfreiheit
gegeben. Hier hat ESWE Verkehr bereits selbst vorgesorgt und
auf dem Betriebsgelände einen überdimensionalen Car-Port für
Busse errichtet. Auf dem Dach des „Bus-Ports“ (siehe INFO-
MOBIL 02/2011, Seite 14) wurde eine Photovoltaik-Anlage instal-
liert, die Sonnenenergie in Strom umwandelt. „Mithilfe dieser
Anlage können wir etwa sieben Elektro-Busse ganzjährig
betreiben“, gab Uwe Cramer, Technischer Geschäftsführer von
ESWE Verkehr, zu Protokoll.

Wann der erste E-Bus im Wiesbadener Linienverkehr einge-           Allseitiger Optimismus vorm Kurhausportal: ESWEs Technischer Geschäftsführer
                                                                   Uwe Cramer, Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, CONTRAC-Geschäftsführer
setzt werden kann, steht allerdings noch nicht fest; alsbald
                                                                   Jürgen Kamps und ESWEs Kaufmännischer Geschäftsführer Stefan Burghardt
sollen aber weitere Testfahrten im Stadtgebiet erfolgen.           (v. l. n. r.) läuten Wiesbadens emissionsfreies Zeitalter ein
8         EINSATZ FÜR DIE FAHRPLANTÜFTLER | TEIL 3



WIE AUS „DIVA-DATEIEN“ das fertige Fahrplanbuch entsteht
Im INFOMOBIL ging vor zwei Ausgaben die Artikelserie „Ein-                                         führung steuert der RMV von sich aus bei; der Wortlaut des
satz für die Fahrplantüftler“ an den Start, die über ein ganzes                                    Wiesbadener Vorworts, als dessen Absender in aller Regel der
Jahr hinweg den Entstehungsprozess des „Gesamtkunstwerks                                           Oberbürgermeister der Landeshauptstadt fungiert, wird von
Fahrplan“ begleitet und dokumentiert. Die dritte Folge der                                         der ESWE-Pressestelle in enger Zusammenarbeit mit dem OB-
Serie widmet sich nun vor allem den diversen Produktions-                                          Büro im Rathaus abgestimmt.
schritten beim Entstehen des Fahrplanbuchs – von der Aufbe-                                        In einem nächsten Arbeitsschritt werden jene Daten, die mit-
reitung und Übertragung aller Daten über deren nochmalige                                          tels des „IVU.plan“-Programms gewonnen wurden, in Form von
Überprüfung bis hin zur Erteilung der Druckfreigabe.                                               ASCII-Dateien an die RMS, die Servicegesellschaft des RMV,
                                                                                                   gesendet. Dort werden die Dateien in „DIVA“-Dateien umge-
„Der Fahrplan ‚steht’ nun also im Wesentlichen“: Mit diesem
                                                                                                   wandelt und vorab jenen anderen Verkehrsunternehmen zur
Satz endete der zweite Teil der „Fahrplantüftler“-Serie. Gemeint
                                                                                                   Verfügung gestellt, die Anschlüsse an ESWE-Linien setzen
war damit, dass alle Fahrplandaten in Gestalt eines Datenge-
                                                                                                   möchten. Anschließend sendet die RMS die Dateien nach Wies-
samtwerks vorliegen, das mithilfe des Programms „IVU.plan
                                                                                                   baden zurück, wo sie umgehend ins hiesige „DIVA“-Programm
(Microbus)“ entstanden war. Im nächsten Schritt kommt nun
                                                                                                   eingespeist werden, um nun weiterbearbeitet werden zu kön-
eine „DIVA“ ins Spiel – wer hier jedoch an eine kapriziöse Künst-
                                                                                                   nen – was unter anderem heißt, dass bei jeder Linie alle Über-
lerin denkt, liegt vollkommen falsch. Das Kürzel „DIVA“ steht
                                                                                                   schriften, Fußnoten, Anschlüsse, Signets und Texte von Hand
für „Dialoggesteuertes Verkehrsmanagement- und Auskunfts-
                                                                                                   eingearbeitet werden. Extra bearbeitet werden zudem die
system“; in diesem Programm werden alle Daten der Haltestel-
                                                                                                   sogenannten „Perlleisten“, die die Linienverläufe mitsamt allen
lenliste aktualisiert. Erforderlich ist dies immer dann, wenn bei-
                                                                                                   Haltestellen veranschaulichen.
spielsweise ein Haltestellenname verändert wurde, wenn sich
die Lage einer Haltestelle geändert hat oder wenn Haltestellen                                     Die Breite der „Perlleisten“ kann individuell verändert werden,
neu hinzugekommen oder weggefallen sind. Durchgeführt                                              ebenso der Satzspiegel – insgesamt gilt nämlich die Devise,
wird die Aktualisierung der Haltestellenliste via Internet mittels                                 möglichst keinen Platz zu verschwenden. Fertige Arbeiten wer-
der vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zur Verfügung ge-                                         den, nach nochmaliger genauer Prüfung, zum Verlag geschickt,
stellten Software „Haltestellenmanagementsystem“, kurz: „HMS“.                                     sodass dieser schon mal mit dem Setzen beginnen kann. Über-
                                                                                                   haupt finden während dieser „heißen“ Herstellungsphase fast
Im Anschluss daran erfolgen Absprachen – intern und mit dem
                                                                                                   täglich Korrektur- und Abstimmungsarbeiten mit dem Verlag
Fahrplanbuchverlag – hinsichtlich ganz praktischer Dinge wie
                                                                                                   statt. Doch auch jetzt bleibt Flexibilität das oberste Gebot –
Papierqualität, Drucktermin und Liefermodalitäten; auch die
                                                                                                   denn eventuelle „Last-Minute-Änderungen“ müssen auch sehr
Auflagenhöhe wird festgelegt (aktuell liegt sie übrigens bei
                                                                                                   kurzfristig noch berücksichtigt werden können.
36.000 Exemplaren). Den weiteren Inhalten des Fahrplanbuchs,
die jenseits der Busfahrpläne das Informationsangebot kom-                                         Alle Sonderverkehre sowie der Weihnachts- und der Silvester-
plettieren, gilt im nächsten Schritt die Aufmerksamkeit der                                        verkehr werden nun noch separat bearbeitet, um den Lesern
„Fahrplantüftler“. Zu diesen weiteren Inhalten zählen zum Bei-                                     in einem gesonderten Bereich des Fahrplanbuchs präsentiert
spiel die Titelseite, die Werbeseiten, die Tarifinformationen, die                                  werden zu können. Ganz zum Schluss wird das Haltestellen-
Infos über die Standorte von Fahrscheinautomaten und Ticket-                                       verzeichnis überarbeitet – dann ist das „Gesamtkunstwerk
Vorverkaufsstellen, die Hinweise zur Nerobergbahn sowie die                                        Fahrplanbuch“ fertig. Alle Daten werden nun als PDF-Dateien
Linienverkehrsinformationen anderer Verkehrsunternehmen                                            online zum Verlag gesandt, der wiederum den Druckprozess
wie Deutsche Bahn (DB), Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG)                                         in Gang setzt.
und Schiffsbetriebe.                                                                               Der Tag des Fahrplanwechsels naht. Was um dieses magische
Auch um die beiden Vorworte des Fahrplanbuchs wird sich zu                                         Datum herum zu veranlassen ist, schildert im nächsten INFO-
diesem Zeitpunkt gekümmert: Das Vorwort der RMV-Geschäfts-                                         MOBIL der vierte Teil der „Fahrplantüftler“-Serie.




                                        Beispiel-Perlleiste mit Vorgeschmack: Dies ist der Streckenverlauf der künftigen Linie 43, die zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember
LINIE             43                    neu eingeführt wird (mehr dazu im nächsten INFOMOBIL)
                                                                G
                                                             IN




                                                                                                                                                                                     M
                                                                                                                         SE
                                                           -R




                                                                                                                                                                                  EI
                                                                                                                              SE
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                                                                                                                      AS
                          A




                                                                                                                                                                                  E
                                                                          E
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                                                                                                                                                                               SS
                                                                         SS




                                                                                                                             AS
                      F




                                                                                                            W

                                                                                                                    TR




                                                                                                                                                                             EN
                      O



                                    RA




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                                                                                                                                                                            RA
                                                                     RA




                                                                                                                         TR
                   H




                                                                                             LE




                                                                                                                 -S
                                                            SE




                                                                                                        ER




                                                                                                                                                                          CK
                                                   ER




                                                                                                                                  E
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                                                                           EG
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                                                                                                                                                                         ST
                                                                                                                              SS
                                                                                                                H
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                                                                                                                        -S
                                                                                         AL
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                                                                                                                                             LE
                                                                                                       AU




                                                                                                                                                                         E
                                         B

                                                  U
               H




                                                                                                                                                             RA BRE
                               RN




                                                                                                             SC




                                                                                                                                                                     RG
                                                                                                                    CK




                                                                                                                                                                      SS
                                                                         W




                                                                                                                                                               EN S
                                                                                                                             RA
                      RA




                                              -G
             BA




                                                                                         H




                                                                                                                                             H
                                        D




                                                                ER
                                                       TR




                                                                               EG




                                                                                                                                                           T H AU
                                                                                                   G

                                                                                                            O
                                                                                      ES




                                                                                                                                           Ü
                                    BA




                                                                                                                                                                   RA
                           BO




                                                                     ER




                                                                                                                    N




                                                                                                                                                                  BE
                                             N




                                                                                                                         ST
                  ST




                                                                                                   N
          PT




                                                             G
                                                   SS




                                                                                                                                                                   F
                                                                                                        -B




                                                                                                                                        RM
                                                                              W




                                                                                                                 LA




                                                                                                                                                                TH
                                            O




                                                                                    CH




                                                                                                                                                                 O
                                                                                                  EI
                                                           ER




                                                                                                                                                                ST
                                IT




                                                                     U




                                                                                                                         U
                          EN
                  N
        AU




                                                                                                       RT
                                                  EN




                                                                          EN
                                         -V




                                                                                                                                                       H
                                                                  LA




                                                                                              RH




                                                                                                             -P

                                                                                                                      SA
                               ZE
              FE




                                                                                                                                      BE




                                                                                                                                                              N
                                                                                  D
                                                        LB




                                                                                                                                                       D
                       D




                                        O




                                                                                                   BE
                                              EM
     IH




                                                                         D




                                                                                                            AX
                                                                                  N




                                                                                                                                                           LE
                                                                AL




                                                                                                                                                   IE
             EL




                               EI




                                                                                                                    AS




                                                                                                                                   ER
                      EI




                                    TT




                                                       O




                                                                                             AM




                                                                                                                                                           AM
                                                                       N

                                                                              LÄ




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LINIE 6 | BUCHSTABENLEHRE                        9



TAKTVERDICHTUNG: Traditionsbruch zugunsten der Fahrgäste
Zu den traditionsreichsten Linien im hiesigen öffentlichen Nah-    kommen gegenüber dem Rest des Jahres“, erklärt Dr. Martin
verkehr zählt ohne jeden Zweifel die Linie 6 – schon anno 1929,    Pächer, Leiter der Verkehrsplanung bei ESWE Verkehr; „diesem
damals noch im Zeitalter der Straßenbahn, bezeichnete die          Aufkommensplus werden wir mit der neuen Taktverdichtung
Nummer 6 eine Verbindung zwischen Wiesbaden und Mainz.             nun gerecht.“
Zur Tradition der Buslinie 6, der dienstältesten Gemeinschafts-
                                                                   Gefragt nach den Ursachen des verstärkten Fahrgastzuspruchs
linie von ESWE Verkehr und Mainzer Verkehrsgesellschaft
                                                                   gerade in der Zeitspanne von Mitte Oktober bis Mitte Dezember
(MVG), zählt seit vielen, vielen Jahren der Zehn-Minuten-Takt.
                                                                   nennt Dr. Pächer drei Hauptgründe: zum ersten den Semester-
Diese Tradition wird im Herbst 2011 nun erstmals gebrochen –
                                                                   beginn an der Mainzer Universität, zum zweiten die erhöhte
zugunsten der Fahrgäste, versteht sich.
                                                                   Zahl von Radfahrern, die zu dieser Jahreszeit zumindest einen
Aufgrund des konstant hohen Fahrgastzuspruchs verkehren die        Teil ihrer Fahrtstrecke per Bus zurücklegen, und drittens die vor-
6er-Busse ab dem 24. Oktober, dem ersten Schultag nach den         weihnachtliche Einkaufszeit, die die „Weihnachts-Shopper“ und
hessischen Herbstferien, in einem 7,5-Minuten-Takt. Statt stünd-   Weihnachtsmarktbesucher aus Mainz wie auch aus Wiesbaden
lich sechs Bussen verbinden dann also acht Busse je Stunde die     häufig auf die jeweils andere Rheinseite lockt.
beiden Landeshauptstädte auf der Linie 6 miteinander – und
                                                                   Auf die „auch hier wieder reibungslose Zusammenarbeit mit
zwar unter der Woche zwischen circa 7 und circa 19 Uhr. Die
                                                                   den Kollegen von der MVG“ weist Verkehrsplanungschef Martin
Taktverdichtung wird etwa zwei Monate andauern; sie endet
                                                                   Pächer abschließend hin – um dann zudem noch einen Blick in
am 21. Dezember, dem letzten Schultag vor den rheinland-pfäl-
                                                                   die Zukunft zu wagen: Denn daran, dass die Taktverdichtung
zischen Weihnachtsferien. „Gerade in den Wochen zwischen
                                                                   erfolgreich verlaufen wird, gibt es so wenig Zweifel, dass der „Tra-
dem Ende der Herbst- und dem Beginn der Weihnachtsferien
                                                                   ditionsbruch“ auch für den Herbst 2012 bereits fest eingeplant ist.
verzeichnen wir seit Jahren konstant ein erhöhtes Fahrgastauf-



DAS ALPHABET der Liniennummern

                                                                     Linie 3B = Fahrtwegabweichung ··> Brunhildenstraße
                                                                     Linie 6A = Fahrtwegabweichung ··> Albert-Stohr-Straße
                                                                     Linie 8B = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··> Bahnholz
                                                                     Linie 15D = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··>
                                                                     Delkenheim
                                                                     Linie 16H = Fahrtzielabweichung ··> Hofgartenplatz
                                                                     Linie 17 F = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··>
                                                                     Anne-Frank-Straße
                                                                     Linie 21 T = Fahrtwegabweichung ··> Tannenring
Die Bezeichnung, also der „Name“ einer Buslinie besteht aus
                                                                     Linie 24 W/S = Fahrtwegabweichung ··> Wolfsfeld bzw.
einer Zahl – normalerweise. Hin und wieder wird jedoch
                                                                     Schelmengraben; außerdem Fahrtrichtungshinweis
der Liniennummer ein Buchstabe hinzugefügt, um so dem
                                                                     (W ··> Wolfsfeld, S ··> Schelmengraben)
Fahrgast eine Zusatzinformation zu liefern. Im Lauf der Jahre
hat sich auf diese Weise ein regelrechtes „Linienalphabet“           Linie 27B = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··>
herausgebildet, das an dieser Stelle einmal näher unter die          Berufsschulzentrum
INFOMOBIL-Lupe genommen werden soll.                                 Linie 30P = Fahrtziel ··> Platte
                                                                     Die Linie 30P ist der sogenannte „Ski-Express“. Dessen Pen-
In den meisten Fällen steht der Buchstabe hinter der Linien-
                                                                     dant, den „Fahrrad-Express“ (Linie 30), gibt es mittlerweile
nummer. Dort gibt er Auskunft über eine geänderte Fahrt-
                                                                     nicht mehr. Früher hießen die beiden Linien 50 und 50P.
strecke, die vom Linienweg der buchstabenlosen „Hauptlinie“
abweicht, und/oder über ein geändertes Fahrtziel, das nicht          Linien 33A und 33B = Fahrtziel- und Fahrtwegabweichung
der Endhaltestelle der buchstabenlosen „Hauptlinie“ ent-             (33A ··> ELW-Entsorgungsbetriebe, das A steht für „Abge-
spricht. Nur in zwei Fällen steht der Buchstabe vor der Linien-      wandelter Linienweg“; 33B wie Linie 3B ··> Brunhildenstraße)
nummer: Das „E“ bezeichnet Einsatzwagen, die zusätzlich zu           Linie 39F = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··>
den regulär im Fahrplan verzeichneten Fahrten verkehren;             Friedhof Biebrich
und das „N“ ist das Kürzel für die Nightliner-Nachtbusse.
                                                                     Linie 48X = Expressbus
Doch nun im Detail zur Entschlüsselung des „Linienalphabets“:
10      HALTESTELLEN-SPAZIERGANG



DER BLICK „in alle Herrlichkeit der Welt“
Wiesbadens nördliche Randgebiete, wo sich in attraktiver           Geht man von der Warte aus in der Liebigstraße weiter nach
Halbhöhenlage die Ausläufer des Taunus bemerkbar machen,           Westen, steht man nach wenigen Schritten links am unschein-
sind begehrte Wohnadressen. Doch nicht nur das: Sie bieten         baren Zaun eines mitnichten unscheinbaren Gartens. Sieht
manch interessante, zu Unrecht kaum bekannte Sehenswür-            man näher hin, erkennt man ein parkähnliches, gut 6.500 Qua-
digkeit – ein idealer Ausgangspunkt also für einen INFO-           dratmeter großes Anwesen, das neben jeder Menge Grün auch
                                                                   einen ungewöhnlich großen Parkplatz beherbergt. Des Rätsels
MOBIL-Haltestellenspaziergang.
                                                                   Lösung: Wir blicken hier auf die Rückfront der „Villa von Scher-
Der Name der Haltestelle, an der man zum Start des Spazier-        tel“ in der Rosselstraße 19, die seit der Gründung des Bundes-
gangs den Bus verlässt, zeigt, in welchem Wohnquartier Wies-       landes Hessen nach dem Zweiten Weltkrieg dem hessischen Mi-
badens man sich befindet: „Humperdinckstraße“ heißt diese           nisterpräsidenten als repräsentativer Dienstsitz zur Verfügung
Haltestelle der Linie 8B; sie liegt in der Idsteiner Straße, und   steht. Im Obergeschoss des 1928/29 im englischen Landhausstil
das hier nach rechts abzweigende Sträßchen ist nach Engel-         errichteten Gebäudes befindet sich eine rund 200 Quadratme-
bert Humperdinck benannt, der durch seine Oper „Hänsel und         ter große Wohnung, die der jeweilige Ministerpräsident privat
Gretel“ Weltruhm erlangte – wir befinden uns also im Kompo-         nutzen kann. Allerdings werden die Räume schon seit langem
nistenviertel. Genau genommen stehen wir an dessen Rand,           nicht mehr bewohnt; Hans Eichel war der letzte hessische Regie-
denn gegenüber, auf der westlichen Seite der Idsteiner Straße,     rungschef, der hier tatsächlich Quartier bezogen hatte.
wohin wir uns nun wenden, sind die Straßenzüge meist nach
                                                                   Das exklusive Wohnviertel hält noch manch andere bauliche
Naturwissenschaftlern benannt – mit der Händelstraße als
                                                                   Sehenswürdigkeit bereit: etwa die imposante Henkell-Villa
einziger Ausnahme; doch dazu später mehr.
                                                                   (Rosselstraße 20), auf die man stößt, wenn man von der Liebig-
Geisberg nennt sich die Anhöhe, auf der man sich hier bewegt.      in die Kreutzerstraße abzweigt; die einstige Residenz der
Wenige Schritte unternimmt man von der Haltestelle aus in          berühmten Sektdynastie stellt ein besonderes Schmuckstück
Richtung Süden, dann biegt man nach rechts in die Liebigstra-      in dieser an noblen Wohnhäusern nicht gerade armen Gegend
ße ein und steht schon nach wenigen Metern linker Hand vor         dar. Hält man sich nun in der Rosselstraße rechts und folgt
der Goethewarte, einem Bauwerk, das eine Art Schattendasein        an deren Ende dem Verlauf der Händelstraße, erwartet einen
führt, obgleich der historische Hintergrund seiner Entstehung      rechter Hand, auf dem Hanggrundstück Händelstraße 19, ein
bedeutsam ist:                                                     besonders repräsentatives Gebäude. Das 1913 im neoklassizis-
Dass Johann Wolfgang von Goethe ein weitgereister Mann war,        tischen Stil erbaute Haus mit seitlichen Vorbauten und einem
ist gemeinhin bekannt. Kein Wunder also, dass seine Wege den       dazwischen liegenden, zehn Säulen vereinenden Portikus fun-
gebürtigen Frankfurter auch nach Wiesbaden führten. In den         gierte einst als „Kuranstalt für Innere- und Nervenkranke und
Jahren 1814 und 1815 weilte der weltgewandte Lebemann zu Kur-      Erholungsbedürftige“. Die wechselvolle Geschichte des Baus
aufenthalten in der damaligen Hauptstadt des Herzogtums            nahm vor genau 50 Jahren ihre bis heute letzte Wendung, als
Nassau. Mehrfach erklomm Goethe in diesen Jahren den zu je-        das Bundeskriminalamt in dem ehemaligen Sanatorium seine
ner Zeit noch außerhalb der Kurstadt gelegenen Geisberg. Seine     Kriminaltechnik-Abteilung unterbrachte.
Ausflüge auf die kleine nördliche Panorama-Anhöhe scheinen          Nur noch wenige Meter, und man trifft an der Ecke Tränkweg/
dem wanderlustigen Mittsechziger außerordentlich gut gefal-        Freseniusstraße auf die ESWE-Haltestelle „Händelstraße“. Von
len zu haben; gab er doch hernach zu Protokoll: „Man bedarf in     hier aus bringt die Linie 8 den Spaziergänger zurück ins Stadt-
Wiesbaden nur einer Viertelstunde Steigens, um in alle Herr-       zentrum.
lichkeit der Welt zu blicken!“

Goethes 100. Todestag im Jahr 1932 nahm der Verschönerungs-
verein Wiesbaden zum Anlass, dem „Dichterfürsten“ ein Denk-
mal zu setzen. Mit finanzieller Unterstützung des Industriellen
Wilhelm von Opel errichtete man auf dem Geisberg, Goethes
Lieblings-Wanderziel, einen Turm namens „Goethewarte“. Jahr-
zehnte später wurde das 13 Meter hohe Bauwerk unter Denk-
malschutz gestellt, was jedoch nicht verhinderte, dass der Zahn
der Zeit daran zu nagen begann. Um dem etwas in Vergessen-
heit geratenen Bauwerk seine ursprüngliche Bedeutung zu-
rückzugeben, wurden in den Jahren nach der Jahrtausendwen-
de umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, sodass
im Oktober 2007, genau 75 Jahre nach ihrer Einweihung, die
frisch renovierte Goethewarte der Wiesbadener Öffentlichkeit
präsentiert werden konnte.
                                                                   Wo der „Dichterfürst“ zu wandern beliebte: Die Goethewarte auf dem Geisberg
GEWINNSPIEL

Bauwerk suchen, Linien ermitteln,
Würfelspiel gewinnen!
Das mittlerweile zur beliebten Tradition gewordene INFO-
MOBIL-Gewinnspiel ist diesmal ein Suchspiel – und das so-
gar gleich in dreifacher, besser: dreistufiger Hinsicht. Denn
zunächst gilt es herauszufinden, um welches markante
Gebäude es sich bei dem hier rechts abgebildeten Bauwerk
handelt. Wer dies ermittelt hat, besitzt damit aber noch
nicht die richtige Antwort – denn nun muss im zweiten
Schritt erforscht werden, wo genau sich der Standort dieses
Bauwerks befindet. Erst wenn auch dies geklärt wurde,
kann man sich der eigentlichen Frage des INFOMOBIL-Ge-
winnspiels widmen. Diese Gewinnspielfrage lautet nämlich:

Welche drei ESWE-Buslinien fahren direkt an diesem
Bauwerk vorbei? (Kleiner Tipp: Zu den drei gesuchten Linien
gehört eine Nightliner-Linie.)

Und so können Sie teilnehmen:
• Senden Sie Ihre Antwort ganz einfach per E-Mail an ESWE
  Verkehr; die Mail-Adresse lautet presse@eswe-verkehr.de.
  Bitte geben Sie in der Betreffzeile die Worte „Gewinnspiel
  INFOMOBIL 03/2011“ an.

• Genauso gut können Sie das Online-Antwortformular
  unter www.eswe-verkehr.de/gewinnspiel nutzen.                    Die INFOMOBIL-Redaktion
                                                                   wünscht viel Spaß beim
• Antworteinsendungen sind natürlich auch per Post                 Liniensuchen und viel Erfolg
  möglich, und zwar an diese Anschrift:                            bei der Verlosung!
  ESWE Verkehr, Redaktion INFOMOBIL,
  Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden

Unter allen Teilnehmern, deren Antworten korrekt sind,                Der Rechtsweg ist bei diesem Gewinnspiel ausgeschlossen.
werden insgesamt zehn Exemplare des Spiels „Unterwegs                 Mitarbeiter von ESWE Verkehr, WiBus und EVS sowie deren
in Bierstadt“, eines rasanten Würfelspiels für die ganze              Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Einsendeschluss ist der
Familie, verlost. (Übrigens: Auch der Name des Spiels, das            31. Oktober 2011 (23.59 Uhr bei Online-Einsendungen, Datum
es zu gewinnen gibt, deutet auf das herauszufindende                   des Poststempels bei postalischen Einsendungen). Die Gewin-
Gebäude hin – denn obgleich das Bauwerk strenggenom-                  ner werden schriftlich benachrichtigt und außerdem in der
men auf Rambacher Boden steht, wird es fast immer dem                 nächsten INFOMOBIL-Ausgabe veröffentlicht.
Stadtteil Bierstadt zugeordnet.)




    GEWINNSPIEL-AUFLÖSUNG AUS DEM INFOMOBIL 02/2011

    Der Fotowettbewerb „Fahrplan sucht Foto“ aus der vergangenen INFOMOBIL-Ausgabe, bei dem es um das Titelmotiv des
    neuen Fahrplanbuchs 2012 und der dazugehörenden Werbematerialien ging, ist entschieden! Die INFOMOBIL-Redaktion
    und die Jury gratulieren herzlich den Gewinnern der drei Foto-Einkaufsgutscheine:
    1. Platz: Felix Riemann, 2. Platz: Mark Burggraf, 3. Platz: Heiko Neumann
    Die drei Gewinnerfotos können im Internet auf www.eswe-verkehr.de/service/infomobil/bisherige-gewinnspiele
    betrachtet werden.
    Übrigens: Das nächste INFOMOBIL, das Anfang Dezember, also rechtzeitig zum Fahrplanwechsel 2011 /12 am 11. Dezember,
    erscheint, wird über die Entstehungsgeschichte des neuen Fahrplanbuch-Titelfotos berichten.
12      WEINFEST



21.300-FACHES PROST aufs WeinfestTicket
Alle Stände und Bühnen sind abgebaut, das letzte Glas Wein        Rampe sorgten dafür, dass jeder Besucher uneingeschränkt
ist geleert – die Rheingauer Weinwoche, der Wiesbadener           unseren Service in Anspruch nehmen konnte.
liebstes Fest, ging wieder einmal viel zu schnell vorbei. Im      Die zahlreichen Gespräche mit unseren Kunden verliefen
INFOMOBIL-Interview zieht Reinhold Sturny, Sachgebietslei-        durchweg positiv; und das Beschwerdebuch, das wir ausgelegt
ter für Marketing und Vertrieb bei ESWE Verkehr, Bilanz und       hatten, zeigte am Ende der Weinwoche nur leere Seiten.
erläutert, warum das Weinfest 2011 ein voller Erfolg war.
                                                                  INFOMOBIL: Welche Highlights wurden auf der gemeinsamen
INFOMOBIL: Herr Sturny, wie zufrieden sind Sie mit dem Ver-       Bühne von ESWE Verkehr und Rockland-Radio geboten?
lauf des Weinfests 2011?
                                                                  Sturny: Es fällt schwer, einen einzelnen Auftritt herauszugrei-
Sturny: Aus verschiedenen Gründen können wir mehr als             fen. Als Beispiel für alle anderen hervorragenden Stimmungs-
zufrieden sein. Einer der Hauptgründe: In diesem Jahr haben       bringer möchte ich die exzellente Jugend-Showband „Castellum
wir beim Absatz unseres WeinfestTickets erstmals die 20.000er-    Music & Show“ aus Kastel nennen, die ihr tolles Programm
Schallmauer durchbrochen! Fast 21.300 Stück des besonders         nicht auf der Bühne, sondern auch direkt auf dem Festgelände
attraktiven Veranstaltungstickets wurden diesmal verkauft         präsentierte – eine Besonderheit, die nach Wiederholung ruft …
– mehr als drei Mal so viel wie 2006, als das Ticket erstmalig
                                                                  INFOMOBIL: Sie planen also in Gedanken schon für 2012?
angeboten worden war. Ein großer Dank also an die Weinfest-
besucher, von denen jedes Jahr mehr ihr Auto stehen lassen und    Sturny: Ja klar, für uns gilt: „Nach dem Weinfest ist vor dem
stattdessen den Bus nutzen; ein dickes Lob ebenso an unser        Weinfest!“
Fahrpersonal, das mit viel Engagement und großem Einsatz den
Fahrgastansturm bewältigt hat.

INFOMOBIL: In diesem Jahr waren es gleich 15 Partner-Weingü-
ter, bei denen die WeinfestTicket-Käufer ein Gratis-Getränk
erhalten konnten. Wie kam diese Erweiterung an?

Sturny: Die Erweiterung, die immerhin eine Verdreifachung ge-
genüber der Vorjahreszahl bedeutete, war offenkundig sehr im
Sinne unserer Kunden. Da wir ganz bewusst nicht vorgegeben
hatten, für welches konkrete Winzerprodukt der Ticket-Gut-
schein einzulösen war, hatten unsere Kunden die Möglichkeit
abzuwägen, welcher Sekt oder welcher Wein ihrem individu-
ellen Geschmack am besten entspricht.

Zudem ermöglichte die Präsenz der Partner-Weingüter auf
unserer Bühne – mittlerweile eine bewährte Tradition – den        Gehören zum Weinfest wie die Brezeln zum Spundekäs: Der Infostand von ESWE
                                                                  Verkehr an der Rathaus-Ostseite …
Besuchern einmal mehr, aus berufenem Profi-Mund allerlei
Interessantes über das Winzertum zu erfahren.

Viel Traditionsbewusstsein zeigte sich übrigens auch bei der
Auswahl der favorisierten Winzer: Das Martinsthaler Weingut
Christian Faust, das dereinst unser erster und einziger Partner
war, wurde in diesem Jahr mit nahezu einem Drittel aller aus-
gegebenen Gutscheine belohnt.

INFOMOBIL: Am ESWE-Infostand gab’s 2011 einige Neuerungen
gegenüber den Vorjahren. Wie kam’s dazu?

Sturny: Wir hatten den Stand dieses Jahr gemeinsam mit Wies-
baden Marketing gestaltet, um den Besuchern ein noch viel-
fältigeres Angebot an Informationen rund um Wiesbaden und
seinen Busverkehr präsentieren zu können – eine Einladung, die
viele Gäste sehr gerne angenommen haben.
                                                                  … sowie die gemeinsame ESWE- und Rockland-Radio-Bühne am Nordrand des
                                                                  Dern’schen Geländes
Besonders wichtig war uns in diesem Jahr außerdem, den Stand
barrierefrei zu gestalten: Eine breite Treppe und eine große
HBF-HALTESTELLE | „MEINE ESWE“-APP                                  13




   3        FRAGEN AN ...

                                1   Herr Lindgren, vor kurzem ist die neu gestalte-       Leider kam es vor allem in der Planungspha-
                                    te Haltestelle an der Reisinger-Anlage offiziell       se zu unerwarteten Verzögerungen. Die
                                    in Betrieb gegangen. Warum war der Umbau              eigentliche Bauphase, die ja bei laufendem
                                    erforderlich?                                         Busbetrieb stattfinden musste, ging dann
                                    Wir hatten es bei dieser Haltestelle, dem Bus-        jedoch zwischen Anfang Mai und Ende Juli
                                    steig B der Haltestelle „Hauptbahnhof“, noch          erfreulich „rund“ vonstatten. Inklusive Abriss
                                    mit der Beton- und Waschbetonarchitektur              der alten Bauten haben die Hochbaumaß-
                                    der 70er-Jahre zu tun. Diese war natürlich            nahmen des Neubaus übrigens etwa 150.000
                                    in die Jahre gekommen und daher nicht nur             Euro gekostet.
                                    ziemlich unansehnlich, sondern auch marode            In den vergangenen Jahren wurden viele Hal-
·> BJÖRN LINDGREN                                                                     3
                                    geworden. Heute hingegen werden die Fahr-             testellen modernisiert. Ist damit jetzt Schluss?
  Grundsatzplaner bei               gäste – darunter viele Wiesbaden-Besucher,            Tatsächlich sind wir jetzt bei allen Groß-
  ESWE Verkehr                      die hier, aus dem Hauptbahnhof kommend,               haltestellen in der Innenstadt auf einem
                                    ihren Weg ins Stadtzentrum antreten – am              hochmodernen Stand angelangt. Nicht nur
                                    Bussteig B von einer freundlich-hellen Halte-         alle vier Bussteige am Hauptbahnhof können
                                    stellenanlage mit „Visitenkartencharakter“            sich mittlerweile wirklich sehen lassen; auch
                                    empfangen, die zudem mit erhöhten Bord-               beispielsweise die neue Haltestellenanlage
                                    steinen und taktilen Leitstreifen ausgestattet        am Platz der deutschen Einheit, genauer: am
                                    wurde und somit komplett behindertenge-               Faulbrunnenplatz, spielt als zentrales Element
                                    recht ist.                                            unseres „Verschönerungsprogramms“ eine
                                2   Wie gestaltete sich der Ablauf der Baumaß-            wichtige Rolle. Dieses Programm ist jetzt in
                                    nahme organisatorisch?                                der Tat erst einmal abgeschlossen.




ESWE VERKEHR FÜR UNTERWEGS: „App“ jetzt auch für Android-Handys
            Seit gut einem halben Jahr gibt es ESWE Verkehr           gelegten Zeitraum nicht angefahren werden kann. Die Version
            auch zum Mitnehmen: Die kostenlose „Meine                 1.1 der „Meine ESWE“-App wartet noch mit weiteren neuen
            ESWE“-App, eine mobile Anwendung für Smart-               Funktionen auf. Zum Beispiel ist nun eine Google-Maps-Karte
            phones, informierte die Nutzer bislang hauptsäch-         integriert, auf der alle rund 75 Fahrschein-Vorverkaufsstellen
lich über aktuelle Störungen im Liniennetz. Sechs Monate und          sowie alle 60 Fahrausweisautomaten im Wiesbadener Stadtge-
rund 1.500 Downloads später ist nun die neue Version 1.1 der          biet verzeichnet sind. Außerdem gibt es nun einen Reader für
Applikation erschienen – und die kann einiges mehr.                   sogenannte „QR-Codes“. Diese quadratischen Codes werden
                                                                      künftig beispielsweise auf den Fahrplanaushängen von ESWE
Auffälligste Neuerung: Ab sofort kommen auch Besitzer eines
                                                                      Verkehr zu finden sein. Sobald ein QR-Code mithilfe eines inter-
Smartphones mit Android-Betriebssystem in den Genuss
                                                                      netfähigen Handys gelesen wird, werden dem Nutzer ergän-
der „Meine ESWE“-App; zuvor stand die Anwendung nur für
                                                                      zende Informationen auf sein mobiles Endgerät übertragen
iPhone, iPad und iPod touch zur Verfügung. Außerdem wurden
                                                                      (siehe auch INFOMOBIL 02/2011, Seite 6).
zahlreiche neue Funktionen in die Applikation integriert. Hier-
zu zählt vor allem die neue Version des „ESWE-LiveTickers“, der       Eine weiteres Plus der neuen App-Version: Ab jetzt sind auch
immer aktuell Auskunft über Störungen im Fahrbetrieb gibt.            die kompletten Fahrplanseiten aller Linien mühelos von unter-
Bisher wurde hier nur angezeigt, ob auf einer Linie alles plan-       wegs aus abrufbar.
mäßig läuft, ob es unvorhergesehene Störungen im Betriebs-
                                                                      iPhone-, iPad- und iPod-touch-Nutzer erhalten die Applikation
ablauf gibt, oder ob eine Linie ganz eingestellt werden musste
                                                                      im App Store SM von Apple® oder via iTunes Store auf PC oder
– jeweils markiert mit den Farben Grün, Gelb und Rot.
                                                                      Mac. Wer die Ursprungsversion der „Meine ESWE“-App instal-
Die aktualisierte Variante des „LiveTickers“ kennt nun einen          liert hat, kann diese beim nächsten Besuch des App Stores au-
neuen, vierten Status, gekennzeichnet durch ein Baustellen-           tomatisch aktualisieren lassen. Besitzer eines Android-Gerätes
symbol. Dieses zeigt an, auf welchen Linien es zu geplanten,          können sich die Applikation im Android Market herunterladen.
also vorhersehbaren Beeinträchtigungen kommt. Das ist zum
                                                                      Weitere Informationen zur kostenlosen „Meine ESWE“-App fin-
Beispiel der Fall, wenn – wie etwa aktuell am Kasteler „Brü-
                                                                      det man im Internet auf: www.eswe-verkehr.de/mobile-app
ckenkopf“ – eine Haltestelle baustellenbedingt für einen fest-
14        BERUFSAUSBILDUNG BEI ESWE VERKEHR



„COOL“, WEIL ABWECHSLUNGSREICH – „Genau mein Ding“, weil vielfältig




Sie stehen für die Ausbildungsvielfalt bei ESWE Verkehr: die kaufmännischen und die technischen „Azubis“


„Der Industriekaufmann ist genau mein Ding“, sagt Sebastian                       Acht Auszubildende und drei Mitarbeiter von ESWE Verkehr stan-
Nebel. Der Auszubildende im letzten Lehrjahr ist einer von                        den den interessierten Schülern an den beiden Messetagen Rede
derzeit 18 „Azubis“ bei ESWE Verkehr. Nebel, übrigens der                         und Antwort. Einer von ihnen war Harry Fridrich, Ausbildungs-
Sohn eines Gruppenleiters im ESWE-Fahrdienst, stand vor gut                       leiter in ESWEs Bus- und Pkw-Werkstatt: „Wir haben viele gute
drei Jahren genau an dem Punkt, an dem viele Jugendliche                          Gespräche geführt, vor allem die Nachfrage nach Praktikums-
                                                                                  stellen war sehr groß.“ Aber auch nach der Ausbildungsvergü-
mit Haupt- oder Realschulabschluss wie auch Abiturienten
                                                                                  tung wurde gefragt – und die ist bei den Wiesbadener Verkehrs-
in diesen Tagen stehen: am Beginn eines neuen Lebensab-
                                                                                  betrieben überdurchschnittlich: Von 703 Euro im ersten bis zu
schnitts nämlich, also am Start in eine Berufsausbildung.
                                                                                  826 Euro im letzten Ausbildungsjahr reicht die Spanne.
Jedes Jahr im September stellt ESWE Verkehr neue Auszubil-
                                                                                  Während die angehenden Industriekaufleute bei ESWE Verkehr
dende ein – in der Regel fünf an der Zahl: nämlich drei Kfz-Me-
                                                                                  in zweieinhalb Jahren Ausbildungszeit vor allem die kaufmän-
chatroniker und zwei Industriekaufleute. Worum es bei diesen
                                                                                  nischen Unternehmensbereiche wie Marketing und Vertrieb,
Berufen genau geht, darüber konnten sich Schülerinnen und
                                                                                  Rechnungswesen, Verkehrsplanung sowie die Personalabtei-
Schüler im Alter ab 14 Jahre auf der Wiesbadener Ausbildungs-
                                                                                  lung durchlaufen, haben auch die Kfz-Mechatroniker in spe viel
messe informieren. Am 15. und 16. Juni fand diese Messe mit
                                                                                  Abwechslung: Die technischen „Azubis“ schrauben in den ver-
zahlreichen Unternehmensständen in den Rhein-Main-Hallen
                                                                                  schiedenen ESWE-Werkstätten nicht nur an den bis zu 18 Meter
statt. Auch ESWE Verkehr durfte hier nicht fehlen; die Personal-
                                                                                  langen Omnibussen herum – auch der unternehmenseigene
experten und die Ausbilder des Unternehmens hatten zuvor
                                                                                  Pkw-Fuhrpark muss regelmäßig gewartet werden. Letzteres hat
eigens ein Präsentationskonzept für ihren 27 Quadratmeter
                                                                                  im Übrigen auch ausbildungsrechtliche Gründe, denn: „Eine
großen Messestand entwickelt. Dort gab es allerhand zum An-
                                                                                  Ausbildung zum Bus-Mechatroniker gibt es nicht“, erklärt Aus-
fassen und Ausprobieren: Die Jugendlichen konnten beispiels-
                                                                                  bildungsleiter Harry Fridrich. Wer also bei ESWE Verkehr eine
weise einen Wunschtext in eine Bus-Zielanzeige schreiben und
                                                                                  dreieinhalbjährige Kfz-Mechatroniker-Ausbildung absolviert,
sich anschließend davor fotografieren lassen. Auch ein großer
                                                                                  sammelt besonders viel Erfahrung – an Bussen und Autos! Aus
Busreifen und ein Steckfeld für elektronische Schaltungen
                                                                                  diesem Grund kommt auch Werkstatt-„Azubi“ Florian Hager
wollten von vielen Standbesuchern einmal genauer betrachtet
                                                                                  jeden Tag gerne zur Arbeit: „Die Ausbildung ist cool, weil jeden
werden.
                                                                                  Tag etwas anderes auf mich wartet.“
„Von Bewerbungsrückgängen spüren wir noch nichts“, betont
Anja Saliger vom ESWE-Fachbereich Personalbetreuung und
-entwicklung, „die bundesweit prognostizierten Trends sagen                            VIDEO-TIPP
aber, dass mittelfristig weniger Interessenten für eine Ausbil-
dung zu gewinnen sein werden.“ Somit war der Infostand auf
                                                                                       Auf dem YouTube-Kanal von ESWE Verkehr finden alle
der Ausbildungsmesse nicht nur als bloße Orientierungshilfe
                                                                                       Interessierten ein Video, das über die verschiedenen Aus-
für sich unschlüssige Jugendliche zu sehen; er sollte durchaus
                                                                                       bildungsmöglichkeiten bei ESWE Verkehr informiert und
auch proaktiv und ganz konkret potenzielle Bewerber von mor-
                                                                                       wichtige Tipps für die richtige Bewerbung bereit hält:
gen ansprechen.
                                                                                       www.youtube.com/esweverkehr
NEULICH IM BUS | RUDIS GEBABBEL                          15



„SIEHSTE, HAB DOCH RECHT GEHABT!“
Neulich im Bus … triumphierte Laura, vielleicht vier oder fünf        ihrem Innern der Respekt vor der Großmutter mit dem Wissen,
Jahre jung, über ihre vermeintlich allwissende Oma – und das          dass diese soeben ziemlichen Unsinn von sich gegeben hat.
kam so:                                                               Lauras Schweigen währt aber nur kurz, dann platzt es aus ihr
                                                                      heraus: „Nein, stimmt nicht, die Frau hat ‚Kirchstraße’ oder so
Das Mädchen mit Namen Laura sitzt mitsamt seiner Großmut-
                                                                      gesagt.“ Noch ehe die Oma etwas Rechtfertigendes entgeg-
ter, circa 60 Jahre alt, im Bus der Linie 4, aus Richtung Biebrich
                                                                      nen kann, stoppt der Bus an der Haltestelle – fast gleichzeitig
kommend, unterwegs in Richtung Kohlheck. Im Stadtzentrum,
                                                                      fallen Lauras und Großmutters Blicke auf das Haltestellenschild
und zwar dort, wo der Bus am Schillerplatz von der Bahnhof-
                                                                      „Kirchgasse“. Über das Gesicht des Kindes huscht verstohlen
nach links in die Friedrichstraße einbiegt, ertönt über die Bord-
                                                                      ein triumphierendes Lächeln, das allerdings erfolgreich vor den
lautsprecher die Ansage der nächsten Haltestelle: „Kirchgasse“,
                                                                      Augen der Seniorin verborgen wird.
vermeldet ankündigend eine freundliche Frauenstimme.
                                                                      Beide sagen erst einmal gar nichts. Der Bus fährt wieder an und
Laura, die sich gerade intensiv mit ihrem Plüschtier beschäftigt,
                                                                      hat schon fast die Bleichstraße erreicht, als Laura dann doch
hat bei der Ansage nicht genau zugehört: „Was hat die Frau
                                                                      noch einen ebenso treffenden wie trockenen Kommentar von
gesagt?“, fragt das Kind seine Oma. Diese will sich erkennbar
                                                                      sich gibt und damit die Situation, gewissermaßen siegreich,
keine Wissensblöße geben; und zugeben, dass auch sie die Hal-
                                                                      beschließt: „Siehste, hab doch recht gehabt!“
testellenankündigung nicht richtig mitbekommen hat, will sie
offenkundig ebenfalls nicht. Also erklärt sie in klugem Tonfall:      Merke: In den meisten Fällen sind ESWEs Haltestellen nicht nach
„Die Frau hat ‚Friedrichstraße’ gesagt, denn wir sind jetzt in der    jener Straße benannt, in der sie liegen; vielmehr tragen sie in der
Friedrichstraße, und so heißt auch die nächste Haltestelle.“          Regel den Namen der nächstgelegenen abzweigenden Quer- oder
Laura schweigt; in diesem Moment kämpft wahrscheinlich in             Seitenstraße.




                                                                                     Dausende Fänns habbe uns unentwescht
                                  Gude, Ihr Leut,                                    aagefeuert. Die schnellst ESWE-Mobilmacher-
                                                                                     Staffel war dann aach nach vier Stunne und
                                  wart Ihr letztens aach so ferdisch als wie isch?
                                                                                     sechsnfuffzisch Minude im Ziel, escht e doll
                                  Ihr müsst wisse, isch war am Sonndaach,
                                                                                     Leistung!
                                  de 14. Augusd, beim Ei-renn-Män Sibzisch
                                  Drei dadebei. Un isch sach Euch, bei dem           Als isch dann abber vors Kurhaus gewaggeld
                                  Driatlonn hab isch geschwitzt wie en Ochs!         kam, war isch rischtisch enddäuschd: Es war
                                  2.700 Fraae un Männer warn da am Start –           gar kaaner mer da! All Drebüüne warn schon
                                  un isch middedrin. Mei Kolleesche von de           foadd, die Mussigg war aus, un die ganze
                                  ESWE-Schportgemeischaft habbe aach als             hübsch Meedscher, die die Siegerkränzche
                                  Staffel mitgemacht. „Mobilmacher“ tun die          verdeilt habbe, warn aach schon im Feier-
                                  sisch nenne.                                       abend. Allaans mei Fraa, es Roswitha, hat
                                                                                     uff mich gewadd. Doch anstatt misch mit
                                  Geschwomme sinn se (1,9 km), radgefahrn
                                                                                     em Küssche zu begrüße, hatts geschimpft
                                  sinn se (90 km), und gelaafe sinn se aach
                                                                                     wie en Rohrspätzche: Es hätt sich solsche
                                  noch (21,1 km), die Adleehde. Vom Raunhei-
                                                                                     Sorsche gemacht un aach schon die Polizei
                                  mer Waldsee bis vors Wissbadner Kurhaus
                                                                                     gerufe. Dadebei hatt ich doch die 113 Kilome-
                                  musst mer sisch kämpfe. Un es ging ja
                                                                                     der in maaner persönlisch Bestzeit von nur
                                  schon vedammd frie los: Um sibbe Uhr fiel
                                                                                     achtunverzisch Stunne un drei Minude ge-
                                  de Staadschuss. Da dreh isch misch norma-
                                                                                     schafft! Dann aber hatt es Roswitha misch
                                  lerweis noch emol in meim Bettche rum,
                                                                                     in de Arm genomme und gesaacht: „Isch bin
                                  aber diesmal war isch aach aaner von dene
                                                                                     trotzdem stolz uff Disch, mei Eisemännche!“
                                  Schraubefresser un pünktlich wach.
                                                                                     Un wenn aach Ihr widder emol in alle Ruh
                                  De schnellste Deilnehmer war übrigens
                                                                                     Spord mache wollt, dann könnd Ihr mich
                                  schon nach gud vier Stunne im Ziel ange-
                                                                                     jederzeid fraache, denn uff mich könnd Ihr
                                  komme, kei Ahnung, wie der des geschafft
                                                                                     Euch immer verlasse!
                                  habbe tut. Des lag bestimmd aach an der
                                  subä Stimmung, die an de Streck war.               Euern Rudi
16         24 STUNDEN FÜR SIE IM EINSATZ


          02                                                                                                                                                        23
                          Folge                                                                                                            19
                           09                                                                                                    18                                      24
                                                                                                                    16
     FAHRAUSWEISPRÜFER                                                                      12        14                                                21
01              03                                                                                             15          17                  20
                                                                                                 13
                                                                                                  3                                                            22
                                                                                                                                                                2


     Der Job, der eine tägliche Prüfung ist
                                                                                            Kontrolle lediglich nicht bei sich hat, dem wird vom Prüfer zwar
                                                                                            zunächst der Zahlschein zur Entrichtung des „Erhöhten Beför-
                                                                                            derungsentgelts“ (EBE) in Höhe von 40 Euro ausgehändigt;
                                                                                            „jedoch muss der Kunde statt der 40 nur sieben Euro bezahlen,
                                                                                            wenn er sein Ticket innerhalb einer Woche nach der Kontrolle
                                                                                            bei ESWE Verkehr vorlegt“, erläutert Henes.

                                                                                            „Meist erkennen wir sehr schnell, ob die Zerknirschtheit, die
                                                                                            manche der von uns ‚Ertappten’ an den Tag legen, echt oder nur
                                                                                            gespielt ist“, schildert Mario Henes und weist so auf die ent-
                                                                                            scheidenden Fähigkeiten hin, die man als Fahrausweisprüfer
                                                                                            besitzen sollte: Menschenkenntnis, Selbstbewusstsein und
                                                                                            Flexibilität im Umgang mit den Fahrgästen zählen dazu, „aber
                                                                                            auch – mehr denn je – eine gesunde Vorsicht sowie Bestimmt-
     Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Diese Devise gilt auch im öffentlichen Nah-
                                                                                            heit und Durchsetzungsvermögen.“ Der EVS-Mann spielt damit
     verkehr. In der hier gezeigten Situation hat Hans-Joachim Hoyer (links), der für die
     Fahrausweisprüfung zuständige Gruppenleiter in der ESWE Verkehr Servicegesell-         auf die in den letzten Jahren unter den Fahrgästen merklich
     schaft, nichts zu beanstanden (Bild: Markus Hammrich)
                                                                                            gestiegene Bereitschaft zu verbaler, leider auch zu körperlicher
                                                                                            Gewalt an: „Dass wir beschimpft werden, kommt viel häufiger
     Der Volksmund nennt sie „Fahrscheinkontrolleure“, im offizi-
                                                                                            vor als früher. Und wenn mit der Anwendung von Gewalt ge-
     ellen Sprachgebrauch heißen sie „Fahrausweisprüfer“, kurz:                             droht wird, oder wenn es sogar tatsächlich mal zur Anwendung
     „FAP“ – die Rede ist von den derzeit 27 Mitarbeitern der                               von Gewalt kommt, macht das einen schon ziemlich nach-
     ESWE Verkehr Servicegesellschaft (EVS), die im Wiesbadener                             denklich.“
     Nahverkehr darüber wachen, dass möglichst jeder Fahrgast
                                                                                            Dass die Fahrausweisprüfer in der Regel in Zweier-, oft auch in
     im Besitz eines gültigen Tickets ist. Besonders beliebt sind die
                                                                                            Dreierteams auftreten, soll daher auch zur Stärkung des Sicher-
     Kontrollen bei den Passagieren zwar manchmal nicht, doch                               heitsgefühls beitragen. Henes: „Der Vorteil der Dreier-Beset-
     ihre Notwendigkeit ist unbestritten. Im Rahmen der „24 Stun-                           zung liegt vor allem in der Arbeitsteilung: Während zwei Kolle-
     den für Sie im Einsatz“-Serie hat die INFOMOBIL-Redaktion                              gen die eigentliche Kontrolle durchführen, positioniert sich
     mal mitgeprüft.                                                                        der dritte Prüfer vorne beim Fahrer, von wo aus er das gesamte
     Eines fällt gleich zu Beginn auf: Der Begriff „Schwarzfahrer“,                         Geschehen im Fahrzeug überblicken kann.“
     der landläufig für „Fahren ohne Fahrausweis“ steht, kommt                               Tagtäglich sind die FAP im ESWE-Liniennetz unterwegs, und
     einem routinierten Fahrausweisprüfer wie Mario Henes grund-                            zwar im Schichtdienst von morgens früh bis abends spät.
     sätzlich nicht über die Lippen. „Dieses Wort verallgemeinert                           Welche Strecken sie fahren und wo sie von einem Bus in den
     zu sehr“, erklärt der 46-jährige ehemalige Busfahrer, der aus                          nächsten umsteigen, können sie frei entscheiden. Die Insassen
     gesundheitlichen Gründen vor zehn Jahren den Job wechseln                              von etwa 25 bis 30 Bussen werden je Schicht inspiziert; rund
     musste: „Wenn wir Fahrgäste ohne gültiges Ticket antreffen,                            35 Fahrgäste kontrolliert jeder FAP pro Stunde. „Es kommt nur
     kann dies so viele unterschiedliche Ursachen haben, dass der                           ganz selten vor, dass wir in einer Schicht gar nicht fündig
     Begriff ‚Schwarzfahren’, der ja in der Regel Absicht unterstellt,                      werden“, so Mario Henes, der an dieser Stelle an das eigentliche
     oft völlig fehl am Platz wäre.“                                                        Warum der Fahrausweisprüfung erinnert: Es geht um Fairness
     In der Tat liegt es häufig nur an der Schusseligkeit des „Erwisch-                      und Gerechtigkeit – denn wer kein Ticket kauft, lässt letztlich
     ten“, wenn dieser keinen Fahrschein vorweisen kann: „Das                               die anderen Fahrgäste mitbezahlen.
     JobTicket, das in der Tasche jenes Sakkos steckt, das heute Mor-                       Befragt nach der kuriosesten Situation, die er in seinem FAP-
     gen im Schrank hängenblieb, oder die CleverCard, die schlicht                          Dasein bisher erlebt hat, beginnt Mario Henes zu schmunzeln:
     zu Hause vergessen wurde, sind immer wiederkehrende Klas-                              „Spontan fällt mir die junge Frau ein, die keinen gültigen Fahr-
     siker“, weiß Mario Henes zu berichten. Wer Inhaber eines                               schein vorzeigen konnte und dann tatsächlich glaubte, mir
     solchen personalisierten Tickets ist und dieses im Moment der                          ‚schöne Augen’ machen zu können. Ziel des Flirtversuchs war
24 STUNDEN FÜR SIE IM EINSATZ | FAHRSCHULBUSSE                                               17



natürlich, dass ich die Angelegenheit auf sich beruhen lassen
sollte.“ Derlei Bestechungsversuche fallen bei Mario Henes                           Auch 24 Stunden gehen einmal zu Ende
und seinen Kollegen selbstverständlich nicht auf fruchtbaren                         Nach neun Folgen mit insgesamt zehn Artikeln (die Folge 5,
Boden. „Am skurrilsten aber“, fährt Henes fort, „war ohne                            Thema „Buswerbung“, wurde im vergangenen Jahr in einen
Zweifel jener Fahrgast, der vor meinen Augen seinen Fahraus-                         a- und einen b-Beitrag untergegliedert) endet in diesem Heft
weis in den Mund steckte, darauf herumkaute und das Papier                           die INFOMOBIL-Serie „24 Stunden für Sie im Einsatz“. Zwei-
schließlich herunterschluckte. ‚Besser gar kein Fahrschein als                       einhalb Jahre lang hat die Redaktion Ihnen, liebe Leser, den
ein ungültiger’, wird der Mann sich gedacht haben“, vermutet                         Blick hinter die Kulissen zahlreicher Arbeitsbereiche bei ESWE
der Prüfer.                                                                          Verkehr ermöglicht. Wenn dieser Blick für Sie zu interessanten
Es sind Vorfälle wie dieser, die Mario Henes eine etwas zwie-                        und aufschlussreichen Einblicken geführt hat, hätte die Arti-
spältige Bilanz seiner Arbeit ziehen lassen: „Der Job macht                          kelreihe ihr Ziel erreicht.
Spaß, keine Frage. Aber als Fahrausweisprüfer erlebt man                             Im nächsten INFOMOBIL wird eine neue Serie beginnen, in der
Dinge, von denen man vorher nicht geglaubt hat, dass es sie                          sich Mitglieder der Redaktion für Sie in Situationen begeben,
geben könnte.“                                                                       die für uns Schreiberlinge alles andere als alltäglich sind – seien
                                                                                     Sie gespannt und lassen Sie sich überraschen!




MOBILES WERBEN um den Fahrschülernachwuchs




So kommt die Fahrschülerakquisition ins Rollen: Die beiden Busse der ESWE-Fahrschule werben für die Fahreraus- und Fortbildung



Während drei ESWE-Linienbusse seit Juni dieses Jahres im Rah-                     „Die Ausrichtung war und ist hierbei die gleiche wie bei der
men einer großen Imagekampagne positive Stimmung für den                          Imagekampagne für das Berufsbild des Busfahrers“, erläutert
Busfahrerberuf verbreiten (siehe INFOMOBIL 02/2011, Seiten                        Bianka Ranzenberger, Leiterin des ESWE-Fachbereichs Personal-
4 und 5), sind die beiden Busse der ESWE-eigenen Fahrschule                       entwicklung und -betreuung: „Wir möchten aktiv gegen die
schon seit dem Frühjahr in ganz ähnlicher Mission unterwegs:                      Nachwuchsprobleme vorgehen, von denen der Fahrerberuf seit
Unter dem Motto „Ihr Fahrausweis mit Zukunft“ fahren der Rei-                     einigen Jahren betroffen ist.“ Und das mit guten Argumenten –
se- und der Linienbus Werbung für die Fahreraus- und Fortbil-                     bietet die ESWE-Fahrschule doch eine hochwertige, besonders
dung, die in der TÜV-zertifizierten Ausbildungsstätte auf dem                      realitätsnahe Aus- und Fortbildung, die strengsten Qualitäts-
ESWE-Betriebsgelände durchgeführt wird.                                           maßstäben genügt.

„Unsere beiden vorherigen Fahrschulbusse fuhren völlig‚ neu-                      Grund genug, an dieser Stelle das zu wiederholen, was auf den
tral’ umher“, erinnert sich Horst Frick, Leiter der ESWE-Fahr-                    Flanken der beiden Fahrschulbusse aufgedruckt ist: Infos zur
schule, „lediglich anhand der Einblendung in der Zielanzeige                      Ausbildung können online auf www.eswe-verkehr.de nachgele-
über der Frontscheibe war erkennbar, dass hier ein Ausbildungs-                   sen werden, konkrete Stellenangebote findet man auf
bus unterwegs war.“ Nachdem die beiden früheren Fahrzeuge                         www.wibus.info.
im Jahr 2010 – nach zwölf bzw. 18 Dienstjahren – ausgemustert
und als Ersatz zwei moderne Busse angeschafft worden waren,
kam dann rasch die Idee auf, die beiden neuen Wagen auch zu
Kommunikationszwecken zu nutzen.
18        HISTORISCHE LINIENWEGE | TEIL 10



MIT DER 1 FING ALLES AN ...




In der Sonnenberger Straße auf dem Weg nach Biebrich: Ab Ende 1961 verkehrten die auf der Linie 2 neu eingesetzten Gelenkbusse zwischen Sonnenberg und dem Rheinufer



Die Linie 2, die seit drei INFOMOBIL-Ausgaben im Mittelpunkt                        neue „Nahverkehrs-Philosophie“, die Fahrgastselbstbedienung
der Artikelserie „Auf historischen Linienwegen“ steht, biegt                        per Fahrscheinentwerter Einzug hielt.
allmählich auf die Zielgerade ein. Die vorletzte Zeitetappe,                        Mit dem Fahrplanwechsel am 8. Januar 1971 wurde die Linie 2 in
um die es diesmal geht, umfasst die 60er- und die 70er-Jahre.                       Klarenthal bis zur Hermann-Brill-Straße verlängert; gleichzeitig
Nachdem die Linie 2 am Jahresende 1961 von der zum selben                           wurde am anderen Ende des Linienwegs die 1968 eingeführte
Zeitpunkt eingestellten Obus-Linie A die Fahrtstrecke Haupt-                        Verlängerung bis Rambach wieder rückgängig gemacht – End-
bahnhof–Biebrich/Rheinufer übernommen hatte, verkehrten                             station war nun, wie zuvor, der Sonnenberger Hofgartenplatz.
die 2er-Busse von Sonnenberg aus über den Hauptbahnhof                              Ebenfalls in Sonnenberg wurden in den 70er-Jahren verschie-
bis zum Biebricher Rheinufer. Doch damit war die „Expansion“                        dene Fahrtwegvarianten ausprobiert, deren Ziel die Anbindung
der Linie 2 noch nicht beendet: Die größte Streckenlänge ihrer                      des an der Flandernstraße gelegenen Friedhofs war; und auch
Daseinsgeschichte erfuhr die 2 mit Wirkung vom 1. September                         das im Aukammtal zu jener Zeit neu errichtete Thermalbad
1968, als sie von Sonnenberg aus bis nach Rambach verlängert                        wollte ins Busliniennetz integriert werden. Die unterschied-
wurde.                                                                              lichen Fahrtenvarianten trugen die Linienbezeichnungen 2 und
Ein weiterer Markstein wurde im Sommer 1969 gesetzt: Im Zuge                        2A sowie 16; sie wurden im Zeitraum September 1970 bis Mai
der großen Liniennetzreform, die am 20. Juli des Jahres in Kraft                    1979 durchgeführt. Ab dem Fahrplanwechsel im Jahr 1979 über-
trat, wurde durch die Linie 2 die Siedlung Klarenthal an das Wies-                  nahm dann die neue Linie 18 diese Bereiche des Liniennetzes.
badener Busliniennetz angeschlossen – weitere Linien fuhren in                      Wie die Linie 2 in den 80er- und 90er-Jahren an Bedeutung ein-
dem neuen Wohnbezirk im Westen der Stadt vorerst nicht. Die                         büßte und schließlich zu einer „Ergänzungslinie“ herabgestuft
Anbindung Klarenthals erfolgte von der Klarenthaler Straße aus                      wurde – darüber berichtet das nächste INFOMOBIL.
Richtung Elsässer Platz kommend über die zunächst nur für den
Baustellenverkehr vorgesehene Behelfsstraße namens „E 0“ und
die Otto-Wels-Straße zur Graf-von-Galen-Straße. Die eigentlich
als provisorisch geplante Linienführung bestand eine kleine                            Redaktions-Irrtum
Ewigkeit lang – und erst im Sommer 2010 wurde die „E 0“, die
vor allem im Winter häufig Probleme verursachte und deshalb                            Im vergangenen INFOMOBIL zeigte das Foto zur Artikelserie
bei Bus- wie Autofahrern wenig beliebt war, vom neuen Durch-                           „Historische Linienwege“ das Betanken eines Gasbusses der
stich der Goerdelerstraße zur Klarenthaler Straße abgelöst.                            Linie 15 an einer Gastankstelle. Die Bildunterschrift enthielt
                                                                                       bedauerlicherweise einen Fehler: Die gezeigte Gastankstelle
Seit Mitte 1969 verkehrten also die 2er-Busse an allen Wochen-
                                                                                       befand sich nicht am Kureck, sondern in der Rheinstraße in
tagen auf der Fahrtstrecke Klarenthal/Graf-von-Galen-Straße–
                                                                                       Höhe des Luisenplatzes. Vielen Dank an INFOMOBIL-Leser
Innenstadt–Sonnenberg–Rambach. Die bis dato üblichen Ge-
                                                                                       Ottmar Vollert, der die Redaktion auf diesen Irrtum hinge-
lenkbusse, die außer mit dem Fahrer auch mit einem Schaffner
                                                                                       wiesen hat!
besetzt waren, wurden Anfang der 70er-Jahre nach und nach
durch Einmannwagen ersetzt, bei denen, gewissermaßen als
AUSFLUGS- UND AUSGEHTIPPS                                         19



                                                MIT ESWE VERKEHR durch den Herbst
                                                STADTFEST 2011: ELEKTRO-INNOVATIONEN FÜR WIESBADENS EMISSIONSFREIE ZUKUNFT
                                                Wiesbaden soll künftig ganz im Zeichen des Buchstabens „E“ stehen: „E“ wie „Elektro“ bedeutet
                                                hier zugleich „e“ wie „emissionsfrei“ – also ohne Abgas- und ohne Lärmbelastung. Auf dem
                                                Stadtfest vom 22. bis zum 25. September wird ESWE Verkehr am Dern’schen Gelände (direkt an
                                                der Bushaltestelle) sowie zwischen dem Café „Lumen“ und der Marktkirche die technologischen
                                                E-Innovationen vorstellen und erlebbar machen.

                                                Zweirad-Testfahrten mit E-Segways und E-Bikes sowie ein Elektro-Erlebnisparcours stehen ebenso
                                                auf dem Programm wie die Präsentation modernster Linienbus-Technologie (am Stadtfest-Samstag,
                                                dem 24. September) sowie kostenlose Kennenlernfahrten in umweltfreundlichen Hybridbussen
(Bildquelle: Stadt Wiesbaden)
                                                und im nagelneuen Null-Emissionen-Elektrobus (siehe Seite 7 in diesem INFOMOBIL) am Stadtfest-
                                                Sonntag, dem 25. September. Auch für junge Technik-Begeisterte ist etwas dabei: Gratisfahrten in
                                                „E-Bobby-Cars“ garantieren rundum „umweltschonenden Spaß“ für die ganze Familie.

                                                www.wiesbaden.de/stadtfest


                                                „ENERGY ROCK 2011“: URGESTEINE DER 70ER-JAHRE ZU GAST BEI ESWE VERSORGUNG

                                                Am Freitag, dem 21. Oktober, werden ab 19 Uhr die Pop-Giganten Smokie beim diesjährigen
                                                „Energy Rock“-Festival mit ihren legendären Hits wie „Living next door to Alice“ und „Lay back in
                                                the arms of someone“ ihre Fans begeistern. Auch nach einigen personellen Umbesetzungen – Ex-
                                                Leadsänger Chris Norman ist nicht mehr dabei – sind die Briten bereit, in Wiesbaden unter Beweis
                                                zu stellen, dass sie mit Recht zu den erfolgreichsten Acts der 70er-Jahre zählten. In der Christian-
                                                Bücher-Halle in der Weidenbornstraße wird es außerdem ein Wiedersehen mit den Wiesbadener
                                                Lokalmatadoren Nize Boyz geben, die schon als Vorgruppe von Bryan Adams, Willy DeVille, Roger
                                                Chapman und Rod Stewart auftraten. Damit nicht genug: Die heimische Band Sinfonie, die ihr
(Bildquelle: ESWE Versorgung)                   letztes Konzert 1982 bestritt, feiert bei „Energy Rock 2011“ nach fast 30 Jahren ihr Revival!

                                                Bei einem solchen Programm der Superlative ist es nicht verwunderlich, wenn die Karten schnell ver-
                                                griffen sind. Daher sollten sich alle Rock- und Pop-Fans rasch im Energie-Center von ESWE Versorgung
                                                (an neuem Standort: Kirchgasse 54) oder im Kundencenter des „Wiesbadener Kuriers“ ihre Tickets
                                                sichern. Diese kosten 18 Euro plus Vorverkaufsgebühr und können auch online bestellt werden.

                                                www.eswe-versorgung.de/energyrock.html


                                                HALLOWEEN 2011: GRUSEL-SONNTAG AUF DEM NEROBERG ZUM SAISONFINALE DER BAHN
                                                Im neunten Jahr in Folge wird es zu Halloween für Groß und Klein wieder einmal Zeit, den Nero-
                                                berg als Gespenst, Vampir oder Hexe unsicher zu machen. ESWE Verkehr und der Verein der
                                                Freunde und Förderer der Nerobergbahn sorgen auch im Jahr 2011 zum Saisonabschluss der Bahn
                                                dafür, dass mit traditionellen Aktionsangeboten wie Kürbisschnitzen und Stockbrotbacken sowie
                                                mit dem immer wieder beliebten schaurig-schönen Bühnenprogramm Spaß für die ganze Familie
                                                garantiert ist. Ein weiteres Muss ist abermals natürlich das Kinderschminken, das dafür sorgen
                                                wird, dass Wiesbadens Hausberg einen Tag lang von kleinen schaurigen Wesen nur so wimmelt.

                                                Am Sonntag, dem 30. Oktober, heißt es also: ab in die Horror- und Schock-Kostüme und rauf auf
                                                den Neroberg!

                                                www.eswe-verkehr.de/nerobergbahn




                                Herausgeber und verantwortlich          Redaktion                          Redaktioneller Hinweis                            Druck
IMPRESSUM                       für den Inhalt
                                                                        Karl-Ludwig Mehl, Micha Spannaus   Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet    Claus Fischer
                                ESWE Verkehrsgesellschaft mbH,          (textstark.de)                     INFOMOBIL darauf, personenbezogene Substantive    Agentur für Druck und Produktion
                                Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden,   Holger Elze, Reinhold Sturny,      außer in der männlichen immer auch in der weib-
                                www.eswe-verkehr.de                     Melanie Schauß                     lichen Form zu verwenden. Mit der männlichen
                                                                                                           Wortform sind stets beide Geschlechter gemeint.
                                Gestaltung und Produktion

                                www.99grad.de
                                                                                                                           Die nächste INFOMOBIL-Ausgabe
                                                                                                                           erscheint Anfang Dezember 2011
Infomobil 03-2011

Infomobil 03-2011

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    INFO MOBIL AUSGESUCHT Casting-Wettbewerb fürsWerbe-Cover: Die Wahl des CleverCard-Gesichts 2012 AUSGEBILDET Industriekaufleute und Kfz-Mechatroniker: Junge Mitarbeiter am Start ins Berufsleben AUSGETRUNKEN Rheingauer Weinwoche 2011: Im direkten Dialog mit Tausenden von Fahrgästen 03 2011 Das Magazin der ESWE Verkehrsgesellschaft
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    JETZT NEU: DIE„MEINE ESWE“- APP 1.1 www.eswe-verkehr.de/mobile-app LOS KOSTENladen r h e r u nt e ANKLICKEN, EINSTEIGEN, LOS GEHT’S !
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    WILLKOMMEN | INHALT WENN DIE ZUKUNFT greifbare Gegenwart wird 4/5 CLEVERCARD COVERCASTING Besitzen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, ein ei- bene Linienbus, dessen Elektromotor weder genes Profil bei Facebook? Die meisten von Abgas- noch Lärmemissionen verursacht 6 E-TICKET Ihnen haben von dem größten sozialen Inter- (siehe Seite 7), sind kommende Realitäten des net-Netzwerk gewiss schon einmal gehört, Jahres 2012! Und wenn Sie dann noch auf der manche von Ihnen zählen vielleicht sogar zu Seite 13 erfahren, welche intelligenten neuen 7 LINIENVERKEHRS- den eifrigen Nutzern. Aber nicht nur für Pri- Funktionen unseren Online-„LiveTicker“ und ZUKUNFT vatpersonen, auch für Unternehmen wird die unsere „App“ für internetfähige Mobilgeräte Präsenz im „Mitmach-Internet“, dem soge- ab sofort noch nutzerfreundlicher machen, nannten „Web 2.0“, immer wichtiger – denn sind gewiss auch Sie restlos überzeugt davon, 8 EINSATZ FÜR DIE dass wir Sie, unsere Kunden, auch in Online- dass Zukunft und Innovation heutzutage FAHRPLANTÜFTLER, Netzwerken und -Communitys treffen, ist meist nicht mehr ferne Theorie sind, sondern TEIL 3 nicht mehr Zukunft, sondern Gegenwart! konkret greifbare Praxis. Daher freuen wir uns, Ihnen mit dieser INFO- Verbunden mit herzlichen Grüßen aus der 9 LINIE 6 MOBIL-Ausgabe nicht nur den offiziellen Gartenfeldstraße wünschen wir Ihnen eine BUCHSTABENLEHRE Startschuss für die Facebook-Seite von ESWE interessante Lektüre! Verkehr präsentieren zu können; unsere neue Facebook-Präsenz wartet auch gleich mit 10 HALTESTELLEN- einem wahrhaft „cleveren“ Wettbewerb auf: SPAZIERGANG Unter dem Titel „Das CleverCard CoverCas- ting – ESWE Verkehr sucht das CleverCard- Uwe Cramer Stefan Burghardt Gesicht 2012“ wird ein neues Werbeträger- 11 GEWINNSPIEL Gesicht für unsere Schüler- und Azubi-Jahres- E-Mail-Kontakt: karte gesucht. Die Bewerbung der Teilneh- geschaeftsfuehrung@eswe-verkehr.de 12 WEINFEST mer, die Abstimmung über die Kandidaten sowie die Kür der Gewinner – alles findet auf unserer Facebook-Seite statt. Näheres dazu 13 HBF-HALTESTELLE lesen Sie auf den Seiten 4 und 5. „MEINE ESWE“-APP Dass Zukunft manchmal schneller Gegen- wart wird als erwartet, zeigen auch einige andere Themen im neuen INFOMOBIL: Tech- 14 BERUFSAUSBILDUNG nologische Innovationen wie das elektroni- BEI ESWE VERKEHR sche Ticket, das wir Ihnen auf der Seite 6 vorstellen, und wie der neue strombetrie- 15 NEULICH IM BUS RUDIS GEBABBEL +++ newsticker +++ newsticker +++ newsticker +++ 16/17 24 STUNDEN FÜR SIE IM EINSATZ +++ Als filmische Ergänzung zu einem der Hauptthemen bis etwa anderthalb Stunden vor Spielbeginn in Fünf- bis der letzten INFOMOBIL-Ausgabe, der Imagekampagne für 15-Minuten-Abständen abfahren. den Busfahrerberuf, steht im ESWE-Kanal auf der Video- 17 FAHRSCHULBUSSE +++ Die vor genau einem Jahr online gegangene neue plattform YouTube seit kurzem ein interessantes Video Internetseite von ESWE Verkehr wartet seit kurzem mit zur Ansicht bereit. Unter dem Titel „Ein Tag im Leben einem neuen Bereich auf. Er heißt „ESWE Verkehr eines Busfahrers“ hat das Kamerateam drei ESWE- und WiBus-Fahrern während deren Arbeit über die Schul- interaktiv“, ist auf der Startseite gleich unten links zu 18 HISTORISCHE LINIEN- finden und bündelt übersichtlich und „auf einen Klick“ alle WEGE, TEIL 10 tern geblickt. www.youtube.com/esweverkehr Mitmach-Funktionen der Website, etwa die Mitglieder- +++ Seit der Eröffnung des neuen Mainzer Fußball- Community, das Newsletter-Abo und den Videokanal. stadions „Coface-Arena“ unterstützt ESWE Verkehr 19 AUSFLUGS- UND +++ Der Geschäftsbericht der ESWE Verkehrsgesell- die Kollegen der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) an schaft für das Jahr 2010 ist vor einigen Wochen erschie- AUSGEHTIPPS allen Heimspieltagen: Die rund 75 MVG-Busse, die die Fans nen. Die 56 Seiten starke Publikation steht im Internet zur Arena bringen, werden stets um rund zehn Wiesba- IMPRESSUM zum kostenlosen Download zur Verfügung. dener Gelenkbusse ergänzt. Besonders praktisch für www.eswe-verkehr.de/das-unternehmen/geschaefts- alle Schlachtenbummler von der hessischen Rheinseite: Sie berichte können direkt am Wiesbadener Hauptbahnhof in die „E6“- Sonderbusse einsteigen, die hier von etwa drei Stunden
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    C le ve rC a rd C o v e rC a s ti n g 4 IMAGEKAMPAGNE Ge sucht wird: + Gewinne ein profe ssi nelle io FOTO - SH Das besondere Gesicht s OOTI NG und ein i PAD 2™ ne einer Broschüre zu zieren, das eige at abgebildet zu sein, das Titelfoto Einm al im Leben auf einem großen Plak manchen jun- e Leute es sehen können – für so eren, und zwar dort, wo ganz viel Lächeln im Großformat zu präsenti Traum seit dem 8. September 2011 wahr Traum. ESWE Verkehr lässt diesen gen Menschen ist das ein unerfüllter r bis 28 Jahre, hmen junge Erwachsene im Alte -Casting sucht das Verkehrsunterne werden: In einem großen Internet r neuen Werbekampagne ein Ges icht Schüler und Auszubildende, in eine die der CleverCard, der Jahreskarte für anschließend professionelles Foto-Shooting und Gewinner winken nicht nur ein – ihr Gesicht – geben möchten. Dem nagelneues iPad 2™ von Apple®. Ruhm und Ehre, sondern auch ein ig.“ Außerdem, so der sogar im gesamten RMV-Gebiet gült erbs, der noch bis zum 9. Oktober 2011 Der Titel des Wettbew Gültigkeitsbeginn „Azubi“ weiter, könne der Kunde den läuft, lautet „CleverCard Cove rCasting“, kurz: „CCCC“. ESWE st bestimmen: „Ab dem h auf mehreren seiner Karte frei und flexibel selb Verkehr beschreitet mit dieser Aktion gleic Monatsersten gilt die Beginn vom Nutzer individuell gewählten Ebenen neue Wege: Zum einen fiel kurz vor dem .“ für das unternehmens- CleverCard genau zwölf Monate lang des Wettbewerbs der Startschuss Netzwerk Facebook; eile des Junge-Leute- eigene Online-Angebot im sozialen Diese und die vielen weiteren Vort te Casting-Wettbewerb r die Frau zu bringen, dort spielt sich auch der komplet Ticketangebots an den Mann ode gne, deren Gesicht ab – von der Bewerbung der Teiln ehmer bis zur Abstim- ist die Kernaufgabe der Werbekampa Wettbewerbs finden mung, also dem „Voting“, über den Sieger. Sebastian Nebel mittels des Casting- ting“ ist ihm jedoch ener Ver- möchte. Das „CleverCard CoverCas Zum anderen sucht (oder „castet“) das Wiesbad legenheit – stellt der tie- auch eine persönliche Herzensange kehrsunternehm en hiermit zum ersten Mal real exis kt seines praktischen Wettbewerb doch den zentralen Pun rende Fahrgäste für eine große Werbekampagne, und das ehender Industrie- rd, die Jahreskarte Abschlussprojekts dar, das er als ang aus gutem Grund: Denn die CleverCa Auszubildende, soll im kaufmann realisieren muss. von ESWE Verkehr für Schüler und Hände voll zu tun: Das wahrsten Wortsinn ein neues Ges icht erhalten, das das Und damit hat Sebastian Nebel alle sch repräsentieren kann. organisiert, sondern Ticket in der Zielgruppe authenti Casting muss schließlich nicht nur s der Auszubildende Verkehrs- auch beworben werden. Hierfür mus Ebenfalls neu ist, dass es ein Auszubildender der Aufgaben der ESWE- unter anderem die verschiedenen betriebe ist, der weitgeh end eigenständig für die Organi- Online-Redaktion koor- eines solchen, recht aufwän- Pressestelle und der hauseigenen sation und die Durchführung dinieren, und auch die Tätigkeiten externer Dienstleister Sebastian digen Groß projekts verantwortlich zeichnet. ckerei wollen geplant, e halbe wie Grafikagentur, Textbüro und Dru Nebel absolvier t bei ESWE Verkehr gerade das letzt . Gleichzeitig fällt die beauftragt und abgerufen werden Jahr seiner Ausbildung zum Industriekaufmann und wird els Bereich wie die – ganz s er damit altersmäßig Budgetverwaltung ebenso in Neb in diesen Tagen 19 Jahre alt. Das am Anfang zu treffende – Wahl der Online-Plattform, über rt, ist einer exakt der Zielgruppe der CleverCard angehö den soll. Hier hat sich „Casting- die der Wettbewerb realisiert wer von zwei Hau ptgründen, die ihn für die Rolle des : „Ich nutze interaktive Sebastian für Facebook entschieden Chefs“ prädestinieren. r täglich, aber früher hat Portale wie Facebook und Co. zwa el hat das Ticket früher ve natürlich nie eine Der zweite Grund: Sebastian Neb hierbei die Unternehmensperspekti auseinanderg esetzt eigenen Lernprozess. selbst genutzt, sich intensiv damit Rolle gespielt“, schildert er seinen Vorteile: „Die CleverCa rd ungen, die das Projekt und weiß daher genau um dessen Und trotz der großen Herausforder nisse junger Menschen an ihn stellt, hält er fest: „Es macht tierisch Spaß, das alles ist speziell auf die Mobilitätsbedürf Jahr über rund um die umzusetzen!“ zugeschnitten. Sie gilt das ganze in ein Gesamtpaket zu packen und auch an den Woc henen- Uhr in den gewählten Tarifzonen, Für den erfolgreichen Verlauf des „Cle verCard CoverCastings“ den, sodass sie gerade in der Freizeit für die notwendige möglichst viele ist die CleverCard wünscht sich Sebastian Nebel, dass Mob ilität sorgt. Und in den Schulferien
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    IMAGEKAMPAGNE 5 Kunden die neue Faceb ook-Seite von ESWE Ver entdecken und dann am kehr für sich platz verlost. Teilnehm Wettbewerb teilnehm en kann übrigens jeder, ganz einfach in vier Sch en. Dies geht 18 und 28 Jahren alt ist der zwischen ritten: . 1. Zustimmen: Interessi Weitere Infos rund um erte klicken auf die On das „CleverCard CoverCa www.eswe-verkehr.de/c line-Seite ter auch die ausführlich sting“, darun- ccc, werden Facebook-F en Teilnahmebedingun Verkehr und bestätigen an von ESWE Hinweise für alle, die sic gen sowie dann, dass sie am Wettb h am „Voting“ beteilig nehmen möchten. ewerb teil- sind im Internet unter en möchten, www.eswe-verkehr.de/c ccc zu finden. 2. Bild hochladen: Der Teilnehmer wählt nun tes, lustigstes oder coo sein schöns- lstes Foto aus, trägt alle nahmeformular ein un Infos ins Teil- d schickt beides ab. 3. Stimmen sammeln: ESWE Verk Jetzt geht es darum, mö ehr jetzt a Freunde, Bekannte und glichst viele uch auf Fa Verwandte zu animier Die neuest cebook! book für den Kandidaten en, auf Face- en Infos ru abzustimmen, also zu Wiesbaden nd ums Bu „voten“. und Umge sfahren in 4. Gewinnen: Das Bild auch auf Fa bung gibt’ mit den meisten Stimm cebook. Eg s ab sofort en gewinnt, meldungen al ob aktue und der Sieger des We , spannend lle Linienve ttbewerbs wird das Ge e Events od rkehrs- Card-Kampagne 2012. sicht der Clever- Hintergrun er interess dinfos, beis ante des „CleverC pielsweise ard CoverC das „Makin Dem Sieger winken ein astings“ – g of“ professionelles Foto-Sho menseigen auf der un schließlich werden für oting – en Seite im terneh- die Kampagne erstklass Online-Netz weltweit b ige Bilder werk erfäh eliebtesten des „CleverCard-Gesichts rt der Besu sozialen 2012“ benötigt – sowie ESWE Verk cher mehr nagelneues iPad 2™ von ein ehr. Ebenso über Apple ® mit 16 GB Speic lich, Komm ist es selbst her. Unter entare auf verständlich allen Teilnehmern werde der Pinnwa mög- n außerdem drei iPod nd zu hinte mit Multi-Touch-Displa nano® Wer sich m rlassen. y und ebenfalls 16 GB Sp it der ESW eicher- Facebook ve E-Verkehr-e rbinden m igenen Seit öchte, klickt e auf w w w.faceb einfach un ook.com/e ter mir“-Butto sweverkeh n. r auf den „G efällt
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    6 E-TICKET KLARMACHEN ZUR UMSTELLUNG: Der elektronische Fahrschein kommt! In gut einem Jahr steht den Fahrgästen von ESWE Verkehr eine ausgestattet werden. Die Fahrzeugflotte erhält schon bis zum elementare Änderung bevor: Der elektronische Fahrschein, Oktober dieses Jahres eine entsprechende Ausrüstung, denn das sogenannte „E-Ticket“, wird dann Schritt für Schritt im offiziell beginnt im RMV das E-Ticket-Zeitalter am 1. Januar 2012. Rhein-Main-Verkehrsverbund und im Wiesbadener Busver- Zu diesem Datum stellen die ersten Verkehrsunternehmen auf kehr eingeführt. Voraussichtlich ab August 2012 werden zu- den elektronischen Fahrschein um, der dann auch in Wiesbaden gelesen werden können muss. nächst alle Inhaber eines ESWE-Abonnements innerhalb eines Jahres auf das scheckkartengroße Ticket mit Elektro-Chip um- Bei ESWE Verkehr wird die Umstellung später beginnen – aus gestellt. Bis der elektronische Fahrschein sämtliche Papier- gutem Grund, wie Holger Elze sagt: „Wir wollen die technolo- fahrausweise abgelöst haben wird, wird einige Zeit vergehen. gische Entwicklung genau auf unsere Betriebssysteme und die betriebswirtschaftlichen Prozesse abstimmen.“ Daher erhalten Ein Fahrgast hält beim Einsteigen in den Bus oder bei einem auch nicht alle Abonnenten im Tarifgebiet 65 – also auch auf Fahrausweisprüfer eine Chipkarte an ein Lesegerät; dieses er- Mainzer Seite – zum selben Zeitpunkt ihren neuen Fahrschein; kennt in Sekundenschnelle, ob der elektronische Fahrschein gül- vielmehr bekommt ein Kunde dann das neue E-Ticket, wenn tig ist oder nicht. So oder so ähnlich wird der Ablauf sein, wenn sein neues Abo-Jahr beginnt. Nach derzeitigen Planungen er- der elektronische Fahrschein in Wiesbaden und im Rhein-Main- halten also beispielsweise jene Fahrgäste, deren Abo-Jahr im Verkehrsverbund (RMV) eingeführt worden sein wird. Bei ESWE Juli nächsten Jahres anfängt, ihren elektronischen Fahrschein Verkehr beginnt die Ausgabe der ersten E-Tickets frühestens im erst Mitte 2013. August 2012. Ab dann erhalten die Inhaber eines Abonnements nicht mehr drei Mal im Jahr die gewohnten Papierfahrausweise, Mit der E-Ticket-Umstellung wird nach und nach auch ein sondern lediglich ein Mal einen scheckkartengroßen elektro- noch besseres Kundenmanagement eingeführt. Künftig wird nischen Fahrschein, den man dann für fünf Jahre behält. Auf es möglich sein, das Abonnement auch online bequem von zu diesem sind immer das gültige Tarifgebiet und der gültige Hause aus zu verwalten, etwa Zeiträume und Tarifgebiete zu Nutzungszeitraum von einem Jahr abgespeichert. Verlängert ändern und die persönlichen Daten zu pflegen. „Hier arbeiten sich oder kündigt man das Abonnement, wird diese Informa- wir an entsprechenden Lösungen unter eswe-verkehr.de, die es tion beim nächsten Kontakt mit einem Lesegerät automatisch unseren Kunden möglichst einfach machen“, sagt Holger Elze. auf die Chipkarte geschrieben. Wann genau die Umstellung aller anderen Fahrausweise auf Für den Kunden ändert sich im Kern also nur das Aussehen das E-Ticket erfolgt, lässt der Projektleiter derzeit noch etwas des Fahrscheins, den er immer bei sich trägt. „Dennoch“, sagt offen: „Nach dem Abo und den Jahreskarten wird die nächste Holger Elze, ESWE-Fachbereichsleiter für Rechnungswesen und Umstellung voraussichtlich bei der CleverCard erfolgen und Vertrieb, „ist dies eine elementare Änderung, auf die wir uns danach bei den anderen Zeitkarten.“ gewissenhaft vorbereiten.“ Schließlich müssen jeder Bus und Über weitere Details wird das INFOMOBIL in den nächsten Aus- jeder Fahrausweisprüfer mit einem elektronischen Lesegerät gaben berichten. Etwa so wird sie aussehen: die E-Ticket-Chipkarte für Wiesbaden
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    LINIENVERKEHRS-ZUKUNFT 7 100 % ELEKTRO, 0 % EMISSION: Wiesbaden startet ins E-Bus-Zeitalter Ein Linienbus, der weder Abgase ausstößt noch Lärm verur- Stefan Burghardt, Kaufmännischer Geschäftführer bei ESWE sacht – was nach Zukunftsmusik klingt, ist seit Ende Juli Verkehr, zeigte sich optimistisch, dass der emissionsfreie Bus Realität. Die INFOMOBIL-Redaktion war bei der ersten Test- schon im kommenden Jahr regulär auf hiesigen Straßen unter- fahrt eines Elektro-Linienbusses in Wiesbaden mit an Bord. wegs sein wird: „Unsere Busse sind pro Person gerechnet schon jetzt sehr umweltfreundlich, aber die Lösung ‚Null Emission Es klingt ein bisschen wie bei einer Straßenbahn, wenn sich der für Wiesbaden’ ist meine Vision.“ Welche Route der neue Bus von der Firma CONTRAC aus Wiesbaden-Delkenheim gebaute künftig womöglich fahren wird, skizzierte Oberbürgermeister „e.cobus“ in Bewegung setzt. Dann nämlich zieht der bis zu Dr. Müller, indem er die Idee einer „Innenstadt-Ringlinie an 200 PS starke Elektromotor seine Energie aus sieben großen den Rhein-Main-Hallen vorbei“ formulierte. Lithium-Ionen-Batterien, die in dem neuen E-Linienfahrzeug verbaut sind. Das war es dann aber auch schon mit den Ge- räuschen – mehr Lärm verursacht die Bus-Neuentwicklung nicht. Zu bewundern war dieses Phänomen erstmals am 25. Juli 2011: E-BUS FÄHRT AUCH AUF VIDEO An diesem Tag fand eine Testfahrt mit dem rein elektrisch an- getriebenen Gefährt statt. Einer der Fahrgäste auf der Strecke Zur Präsentationsfahrt des „e.cobus“ steht im ESWE-Kanal vom Wiesbadener Rathaus zum Kurhaus war Oberbürgermeis- auf der Online-Videoplattform YouTube ein vierminütiger ter Dr. Helmut Müller: „Ein Elektro-Bus ist aufgrund seiner Filmbeitrag bereit: www.youtube.com/esweverkehr kompletten Emissionsfreiheit – er verursacht weder Abgase noch Lärm – gerade in Innenstädten ein Riesenvorteil“, zeigte sich das Stadtoberhaupt von der neuen Antriebstechnik für Linienbusse begeistert. Dass man einen E-Bus kaum höre, sei sogar fast schon ein Problem, gab Müller zu bedenken. In der Tat: So mancher Passant war sichtlich überrascht, als das Fahr- zeug nahezu geräuschlos an ihm vorüberglitt. Der E-Bus schafft mit einer voll aufgeladenen Batterie etwa 150 Kilometer Fahrtstrecke; getankt wird an der Steckdose. Stimmt man Fahrplan und Ladevorgang gut aufeinander ab, kann der Bus problemlos 15 Stunden am Stück unterwegs sein. Dass dies nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch wirtschaftlich attraktiv ist, erklärte Jürgen Kamps von der Herstellerfirma CONTRAC. Der Geschäftsführer des Unterneh- mens, das Weltmarktführer bei Flughafenvorfeldbussen ist und sich bereits seit vielen Jahren mit der Entwicklung elektrischer Linienbusse befasst, machte eine einfache Rechnung auf: „Der Vergangenheit und Zukunft: Vor Wiesbadens historischem Rathaus wurde der Sprit, um den Dieselmotor eines herkömmlichen Busses auf „e.cobus“ am 25. Juli schnell zum Hingucker 100 Kilometern zu betreiben, kostet derzeit etwa 77 Euro. Im Vergleich dazu verbraucht unser E-Bus auf der gleichen Strecke lediglich für fünf Euro Strom.“ Wenn es jetzt noch gelingt, den „elektrischen Treibstoff“ für das neue Fahrzeug auf rein ökologischem Weg zu erzeugen, ist auch in dieser Hinsicht die vollkommene Emissionsfreiheit gegeben. Hier hat ESWE Verkehr bereits selbst vorgesorgt und auf dem Betriebsgelände einen überdimensionalen Car-Port für Busse errichtet. Auf dem Dach des „Bus-Ports“ (siehe INFO- MOBIL 02/2011, Seite 14) wurde eine Photovoltaik-Anlage instal- liert, die Sonnenenergie in Strom umwandelt. „Mithilfe dieser Anlage können wir etwa sieben Elektro-Busse ganzjährig betreiben“, gab Uwe Cramer, Technischer Geschäftsführer von ESWE Verkehr, zu Protokoll. Wann der erste E-Bus im Wiesbadener Linienverkehr einge- Allseitiger Optimismus vorm Kurhausportal: ESWEs Technischer Geschäftsführer Uwe Cramer, Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller, CONTRAC-Geschäftsführer setzt werden kann, steht allerdings noch nicht fest; alsbald Jürgen Kamps und ESWEs Kaufmännischer Geschäftsführer Stefan Burghardt sollen aber weitere Testfahrten im Stadtgebiet erfolgen. (v. l. n. r.) läuten Wiesbadens emissionsfreies Zeitalter ein
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    8 EINSATZ FÜR DIE FAHRPLANTÜFTLER | TEIL 3 WIE AUS „DIVA-DATEIEN“ das fertige Fahrplanbuch entsteht Im INFOMOBIL ging vor zwei Ausgaben die Artikelserie „Ein- führung steuert der RMV von sich aus bei; der Wortlaut des satz für die Fahrplantüftler“ an den Start, die über ein ganzes Wiesbadener Vorworts, als dessen Absender in aller Regel der Jahr hinweg den Entstehungsprozess des „Gesamtkunstwerks Oberbürgermeister der Landeshauptstadt fungiert, wird von Fahrplan“ begleitet und dokumentiert. Die dritte Folge der der ESWE-Pressestelle in enger Zusammenarbeit mit dem OB- Serie widmet sich nun vor allem den diversen Produktions- Büro im Rathaus abgestimmt. schritten beim Entstehen des Fahrplanbuchs – von der Aufbe- In einem nächsten Arbeitsschritt werden jene Daten, die mit- reitung und Übertragung aller Daten über deren nochmalige tels des „IVU.plan“-Programms gewonnen wurden, in Form von Überprüfung bis hin zur Erteilung der Druckfreigabe. ASCII-Dateien an die RMS, die Servicegesellschaft des RMV, gesendet. Dort werden die Dateien in „DIVA“-Dateien umge- „Der Fahrplan ‚steht’ nun also im Wesentlichen“: Mit diesem wandelt und vorab jenen anderen Verkehrsunternehmen zur Satz endete der zweite Teil der „Fahrplantüftler“-Serie. Gemeint Verfügung gestellt, die Anschlüsse an ESWE-Linien setzen war damit, dass alle Fahrplandaten in Gestalt eines Datenge- möchten. Anschließend sendet die RMS die Dateien nach Wies- samtwerks vorliegen, das mithilfe des Programms „IVU.plan baden zurück, wo sie umgehend ins hiesige „DIVA“-Programm (Microbus)“ entstanden war. Im nächsten Schritt kommt nun eingespeist werden, um nun weiterbearbeitet werden zu kön- eine „DIVA“ ins Spiel – wer hier jedoch an eine kapriziöse Künst- nen – was unter anderem heißt, dass bei jeder Linie alle Über- lerin denkt, liegt vollkommen falsch. Das Kürzel „DIVA“ steht schriften, Fußnoten, Anschlüsse, Signets und Texte von Hand für „Dialoggesteuertes Verkehrsmanagement- und Auskunfts- eingearbeitet werden. Extra bearbeitet werden zudem die system“; in diesem Programm werden alle Daten der Haltestel- sogenannten „Perlleisten“, die die Linienverläufe mitsamt allen lenliste aktualisiert. Erforderlich ist dies immer dann, wenn bei- Haltestellen veranschaulichen. spielsweise ein Haltestellenname verändert wurde, wenn sich die Lage einer Haltestelle geändert hat oder wenn Haltestellen Die Breite der „Perlleisten“ kann individuell verändert werden, neu hinzugekommen oder weggefallen sind. Durchgeführt ebenso der Satzspiegel – insgesamt gilt nämlich die Devise, wird die Aktualisierung der Haltestellenliste via Internet mittels möglichst keinen Platz zu verschwenden. Fertige Arbeiten wer- der vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zur Verfügung ge- den, nach nochmaliger genauer Prüfung, zum Verlag geschickt, stellten Software „Haltestellenmanagementsystem“, kurz: „HMS“. sodass dieser schon mal mit dem Setzen beginnen kann. Über- haupt finden während dieser „heißen“ Herstellungsphase fast Im Anschluss daran erfolgen Absprachen – intern und mit dem täglich Korrektur- und Abstimmungsarbeiten mit dem Verlag Fahrplanbuchverlag – hinsichtlich ganz praktischer Dinge wie statt. Doch auch jetzt bleibt Flexibilität das oberste Gebot – Papierqualität, Drucktermin und Liefermodalitäten; auch die denn eventuelle „Last-Minute-Änderungen“ müssen auch sehr Auflagenhöhe wird festgelegt (aktuell liegt sie übrigens bei kurzfristig noch berücksichtigt werden können. 36.000 Exemplaren). Den weiteren Inhalten des Fahrplanbuchs, die jenseits der Busfahrpläne das Informationsangebot kom- Alle Sonderverkehre sowie der Weihnachts- und der Silvester- plettieren, gilt im nächsten Schritt die Aufmerksamkeit der verkehr werden nun noch separat bearbeitet, um den Lesern „Fahrplantüftler“. Zu diesen weiteren Inhalten zählen zum Bei- in einem gesonderten Bereich des Fahrplanbuchs präsentiert spiel die Titelseite, die Werbeseiten, die Tarifinformationen, die werden zu können. Ganz zum Schluss wird das Haltestellen- Infos über die Standorte von Fahrscheinautomaten und Ticket- verzeichnis überarbeitet – dann ist das „Gesamtkunstwerk Vorverkaufsstellen, die Hinweise zur Nerobergbahn sowie die Fahrplanbuch“ fertig. Alle Daten werden nun als PDF-Dateien Linienverkehrsinformationen anderer Verkehrsunternehmen online zum Verlag gesandt, der wiederum den Druckprozess wie Deutsche Bahn (DB), Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) in Gang setzt. und Schiffsbetriebe. Der Tag des Fahrplanwechsels naht. Was um dieses magische Auch um die beiden Vorworte des Fahrplanbuchs wird sich zu Datum herum zu veranlassen ist, schildert im nächsten INFO- diesem Zeitpunkt gekümmert: Das Vorwort der RMV-Geschäfts- MOBIL der vierte Teil der „Fahrplantüftler“-Serie. Beispiel-Perlleiste mit Vorgeschmack: Dies ist der Streckenverlauf der künftigen Linie 43, die zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember LINIE 43 neu eingeführt wird (mehr dazu im nächsten INFOMOBIL) G IN M SE -R EI SE E EG AS A E E KE H SS SS SS AS F W TR EN O RA IC RA RA TR H LE -S SE ER CK ER E E ST EG N ST SS H ST SS -S AL AS LE AU E B U H RA BRE RN SC RG CK SS W EN S RA RA -G BA H H D ER TR EG T H AU G O ES Ü BA RA BO ER N BE N ST ST N PT G SS F -B RM W LA TH O CH O EI ER ST IT U U EN N AU RT EN EN -V H LA RH -P SA ZE FE BE N D LB D D O BE EM IH D AX N LE AL IE EL EI AS ER EI TT O AM AM N LÄ RO RO ER FR FR ST W W W W M SI LI O N G
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    LINIE 6 |BUCHSTABENLEHRE 9 TAKTVERDICHTUNG: Traditionsbruch zugunsten der Fahrgäste Zu den traditionsreichsten Linien im hiesigen öffentlichen Nah- kommen gegenüber dem Rest des Jahres“, erklärt Dr. Martin verkehr zählt ohne jeden Zweifel die Linie 6 – schon anno 1929, Pächer, Leiter der Verkehrsplanung bei ESWE Verkehr; „diesem damals noch im Zeitalter der Straßenbahn, bezeichnete die Aufkommensplus werden wir mit der neuen Taktverdichtung Nummer 6 eine Verbindung zwischen Wiesbaden und Mainz. nun gerecht.“ Zur Tradition der Buslinie 6, der dienstältesten Gemeinschafts- Gefragt nach den Ursachen des verstärkten Fahrgastzuspruchs linie von ESWE Verkehr und Mainzer Verkehrsgesellschaft gerade in der Zeitspanne von Mitte Oktober bis Mitte Dezember (MVG), zählt seit vielen, vielen Jahren der Zehn-Minuten-Takt. nennt Dr. Pächer drei Hauptgründe: zum ersten den Semester- Diese Tradition wird im Herbst 2011 nun erstmals gebrochen – beginn an der Mainzer Universität, zum zweiten die erhöhte zugunsten der Fahrgäste, versteht sich. Zahl von Radfahrern, die zu dieser Jahreszeit zumindest einen Aufgrund des konstant hohen Fahrgastzuspruchs verkehren die Teil ihrer Fahrtstrecke per Bus zurücklegen, und drittens die vor- 6er-Busse ab dem 24. Oktober, dem ersten Schultag nach den weihnachtliche Einkaufszeit, die die „Weihnachts-Shopper“ und hessischen Herbstferien, in einem 7,5-Minuten-Takt. Statt stünd- Weihnachtsmarktbesucher aus Mainz wie auch aus Wiesbaden lich sechs Bussen verbinden dann also acht Busse je Stunde die häufig auf die jeweils andere Rheinseite lockt. beiden Landeshauptstädte auf der Linie 6 miteinander – und Auf die „auch hier wieder reibungslose Zusammenarbeit mit zwar unter der Woche zwischen circa 7 und circa 19 Uhr. Die den Kollegen von der MVG“ weist Verkehrsplanungschef Martin Taktverdichtung wird etwa zwei Monate andauern; sie endet Pächer abschließend hin – um dann zudem noch einen Blick in am 21. Dezember, dem letzten Schultag vor den rheinland-pfäl- die Zukunft zu wagen: Denn daran, dass die Taktverdichtung zischen Weihnachtsferien. „Gerade in den Wochen zwischen erfolgreich verlaufen wird, gibt es so wenig Zweifel, dass der „Tra- dem Ende der Herbst- und dem Beginn der Weihnachtsferien ditionsbruch“ auch für den Herbst 2012 bereits fest eingeplant ist. verzeichnen wir seit Jahren konstant ein erhöhtes Fahrgastauf- DAS ALPHABET der Liniennummern Linie 3B = Fahrtwegabweichung ··> Brunhildenstraße Linie 6A = Fahrtwegabweichung ··> Albert-Stohr-Straße Linie 8B = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··> Bahnholz Linie 15D = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··> Delkenheim Linie 16H = Fahrtzielabweichung ··> Hofgartenplatz Linie 17 F = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··> Anne-Frank-Straße Linie 21 T = Fahrtwegabweichung ··> Tannenring Die Bezeichnung, also der „Name“ einer Buslinie besteht aus Linie 24 W/S = Fahrtwegabweichung ··> Wolfsfeld bzw. einer Zahl – normalerweise. Hin und wieder wird jedoch Schelmengraben; außerdem Fahrtrichtungshinweis der Liniennummer ein Buchstabe hinzugefügt, um so dem (W ··> Wolfsfeld, S ··> Schelmengraben) Fahrgast eine Zusatzinformation zu liefern. Im Lauf der Jahre hat sich auf diese Weise ein regelrechtes „Linienalphabet“ Linie 27B = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··> herausgebildet, das an dieser Stelle einmal näher unter die Berufsschulzentrum INFOMOBIL-Lupe genommen werden soll. Linie 30P = Fahrtziel ··> Platte Die Linie 30P ist der sogenannte „Ski-Express“. Dessen Pen- In den meisten Fällen steht der Buchstabe hinter der Linien- dant, den „Fahrrad-Express“ (Linie 30), gibt es mittlerweile nummer. Dort gibt er Auskunft über eine geänderte Fahrt- nicht mehr. Früher hießen die beiden Linien 50 und 50P. strecke, die vom Linienweg der buchstabenlosen „Hauptlinie“ abweicht, und/oder über ein geändertes Fahrtziel, das nicht Linien 33A und 33B = Fahrtziel- und Fahrtwegabweichung der Endhaltestelle der buchstabenlosen „Hauptlinie“ ent- (33A ··> ELW-Entsorgungsbetriebe, das A steht für „Abge- spricht. Nur in zwei Fällen steht der Buchstabe vor der Linien- wandelter Linienweg“; 33B wie Linie 3B ··> Brunhildenstraße) nummer: Das „E“ bezeichnet Einsatzwagen, die zusätzlich zu Linie 39F = Fahrtweg- und Fahrtzielabweichung ··> den regulär im Fahrplan verzeichneten Fahrten verkehren; Friedhof Biebrich und das „N“ ist das Kürzel für die Nightliner-Nachtbusse. Linie 48X = Expressbus Doch nun im Detail zur Entschlüsselung des „Linienalphabets“:
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    10 HALTESTELLEN-SPAZIERGANG DER BLICK „in alle Herrlichkeit der Welt“ Wiesbadens nördliche Randgebiete, wo sich in attraktiver Geht man von der Warte aus in der Liebigstraße weiter nach Halbhöhenlage die Ausläufer des Taunus bemerkbar machen, Westen, steht man nach wenigen Schritten links am unschein- sind begehrte Wohnadressen. Doch nicht nur das: Sie bieten baren Zaun eines mitnichten unscheinbaren Gartens. Sieht manch interessante, zu Unrecht kaum bekannte Sehenswür- man näher hin, erkennt man ein parkähnliches, gut 6.500 Qua- digkeit – ein idealer Ausgangspunkt also für einen INFO- dratmeter großes Anwesen, das neben jeder Menge Grün auch einen ungewöhnlich großen Parkplatz beherbergt. Des Rätsels MOBIL-Haltestellenspaziergang. Lösung: Wir blicken hier auf die Rückfront der „Villa von Scher- Der Name der Haltestelle, an der man zum Start des Spazier- tel“ in der Rosselstraße 19, die seit der Gründung des Bundes- gangs den Bus verlässt, zeigt, in welchem Wohnquartier Wies- landes Hessen nach dem Zweiten Weltkrieg dem hessischen Mi- badens man sich befindet: „Humperdinckstraße“ heißt diese nisterpräsidenten als repräsentativer Dienstsitz zur Verfügung Haltestelle der Linie 8B; sie liegt in der Idsteiner Straße, und steht. Im Obergeschoss des 1928/29 im englischen Landhausstil das hier nach rechts abzweigende Sträßchen ist nach Engel- errichteten Gebäudes befindet sich eine rund 200 Quadratme- bert Humperdinck benannt, der durch seine Oper „Hänsel und ter große Wohnung, die der jeweilige Ministerpräsident privat Gretel“ Weltruhm erlangte – wir befinden uns also im Kompo- nutzen kann. Allerdings werden die Räume schon seit langem nistenviertel. Genau genommen stehen wir an dessen Rand, nicht mehr bewohnt; Hans Eichel war der letzte hessische Regie- denn gegenüber, auf der westlichen Seite der Idsteiner Straße, rungschef, der hier tatsächlich Quartier bezogen hatte. wohin wir uns nun wenden, sind die Straßenzüge meist nach Das exklusive Wohnviertel hält noch manch andere bauliche Naturwissenschaftlern benannt – mit der Händelstraße als Sehenswürdigkeit bereit: etwa die imposante Henkell-Villa einziger Ausnahme; doch dazu später mehr. (Rosselstraße 20), auf die man stößt, wenn man von der Liebig- Geisberg nennt sich die Anhöhe, auf der man sich hier bewegt. in die Kreutzerstraße abzweigt; die einstige Residenz der Wenige Schritte unternimmt man von der Haltestelle aus in berühmten Sektdynastie stellt ein besonderes Schmuckstück Richtung Süden, dann biegt man nach rechts in die Liebigstra- in dieser an noblen Wohnhäusern nicht gerade armen Gegend ße ein und steht schon nach wenigen Metern linker Hand vor dar. Hält man sich nun in der Rosselstraße rechts und folgt der Goethewarte, einem Bauwerk, das eine Art Schattendasein an deren Ende dem Verlauf der Händelstraße, erwartet einen führt, obgleich der historische Hintergrund seiner Entstehung rechter Hand, auf dem Hanggrundstück Händelstraße 19, ein bedeutsam ist: besonders repräsentatives Gebäude. Das 1913 im neoklassizis- Dass Johann Wolfgang von Goethe ein weitgereister Mann war, tischen Stil erbaute Haus mit seitlichen Vorbauten und einem ist gemeinhin bekannt. Kein Wunder also, dass seine Wege den dazwischen liegenden, zehn Säulen vereinenden Portikus fun- gebürtigen Frankfurter auch nach Wiesbaden führten. In den gierte einst als „Kuranstalt für Innere- und Nervenkranke und Jahren 1814 und 1815 weilte der weltgewandte Lebemann zu Kur- Erholungsbedürftige“. Die wechselvolle Geschichte des Baus aufenthalten in der damaligen Hauptstadt des Herzogtums nahm vor genau 50 Jahren ihre bis heute letzte Wendung, als Nassau. Mehrfach erklomm Goethe in diesen Jahren den zu je- das Bundeskriminalamt in dem ehemaligen Sanatorium seine ner Zeit noch außerhalb der Kurstadt gelegenen Geisberg. Seine Kriminaltechnik-Abteilung unterbrachte. Ausflüge auf die kleine nördliche Panorama-Anhöhe scheinen Nur noch wenige Meter, und man trifft an der Ecke Tränkweg/ dem wanderlustigen Mittsechziger außerordentlich gut gefal- Freseniusstraße auf die ESWE-Haltestelle „Händelstraße“. Von len zu haben; gab er doch hernach zu Protokoll: „Man bedarf in hier aus bringt die Linie 8 den Spaziergänger zurück ins Stadt- Wiesbaden nur einer Viertelstunde Steigens, um in alle Herr- zentrum. lichkeit der Welt zu blicken!“ Goethes 100. Todestag im Jahr 1932 nahm der Verschönerungs- verein Wiesbaden zum Anlass, dem „Dichterfürsten“ ein Denk- mal zu setzen. Mit finanzieller Unterstützung des Industriellen Wilhelm von Opel errichtete man auf dem Geisberg, Goethes Lieblings-Wanderziel, einen Turm namens „Goethewarte“. Jahr- zehnte später wurde das 13 Meter hohe Bauwerk unter Denk- malschutz gestellt, was jedoch nicht verhinderte, dass der Zahn der Zeit daran zu nagen begann. Um dem etwas in Vergessen- heit geratenen Bauwerk seine ursprüngliche Bedeutung zu- rückzugeben, wurden in den Jahren nach der Jahrtausendwen- de umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, sodass im Oktober 2007, genau 75 Jahre nach ihrer Einweihung, die frisch renovierte Goethewarte der Wiesbadener Öffentlichkeit präsentiert werden konnte. Wo der „Dichterfürst“ zu wandern beliebte: Die Goethewarte auf dem Geisberg
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    GEWINNSPIEL Bauwerk suchen, Linienermitteln, Würfelspiel gewinnen! Das mittlerweile zur beliebten Tradition gewordene INFO- MOBIL-Gewinnspiel ist diesmal ein Suchspiel – und das so- gar gleich in dreifacher, besser: dreistufiger Hinsicht. Denn zunächst gilt es herauszufinden, um welches markante Gebäude es sich bei dem hier rechts abgebildeten Bauwerk handelt. Wer dies ermittelt hat, besitzt damit aber noch nicht die richtige Antwort – denn nun muss im zweiten Schritt erforscht werden, wo genau sich der Standort dieses Bauwerks befindet. Erst wenn auch dies geklärt wurde, kann man sich der eigentlichen Frage des INFOMOBIL-Ge- winnspiels widmen. Diese Gewinnspielfrage lautet nämlich: Welche drei ESWE-Buslinien fahren direkt an diesem Bauwerk vorbei? (Kleiner Tipp: Zu den drei gesuchten Linien gehört eine Nightliner-Linie.) Und so können Sie teilnehmen: • Senden Sie Ihre Antwort ganz einfach per E-Mail an ESWE Verkehr; die Mail-Adresse lautet presse@eswe-verkehr.de. Bitte geben Sie in der Betreffzeile die Worte „Gewinnspiel INFOMOBIL 03/2011“ an. • Genauso gut können Sie das Online-Antwortformular unter www.eswe-verkehr.de/gewinnspiel nutzen. Die INFOMOBIL-Redaktion wünscht viel Spaß beim • Antworteinsendungen sind natürlich auch per Post Liniensuchen und viel Erfolg möglich, und zwar an diese Anschrift: bei der Verlosung! ESWE Verkehr, Redaktion INFOMOBIL, Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden Unter allen Teilnehmern, deren Antworten korrekt sind, Der Rechtsweg ist bei diesem Gewinnspiel ausgeschlossen. werden insgesamt zehn Exemplare des Spiels „Unterwegs Mitarbeiter von ESWE Verkehr, WiBus und EVS sowie deren in Bierstadt“, eines rasanten Würfelspiels für die ganze Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Einsendeschluss ist der Familie, verlost. (Übrigens: Auch der Name des Spiels, das 31. Oktober 2011 (23.59 Uhr bei Online-Einsendungen, Datum es zu gewinnen gibt, deutet auf das herauszufindende des Poststempels bei postalischen Einsendungen). Die Gewin- Gebäude hin – denn obgleich das Bauwerk strenggenom- ner werden schriftlich benachrichtigt und außerdem in der men auf Rambacher Boden steht, wird es fast immer dem nächsten INFOMOBIL-Ausgabe veröffentlicht. Stadtteil Bierstadt zugeordnet.) GEWINNSPIEL-AUFLÖSUNG AUS DEM INFOMOBIL 02/2011 Der Fotowettbewerb „Fahrplan sucht Foto“ aus der vergangenen INFOMOBIL-Ausgabe, bei dem es um das Titelmotiv des neuen Fahrplanbuchs 2012 und der dazugehörenden Werbematerialien ging, ist entschieden! Die INFOMOBIL-Redaktion und die Jury gratulieren herzlich den Gewinnern der drei Foto-Einkaufsgutscheine: 1. Platz: Felix Riemann, 2. Platz: Mark Burggraf, 3. Platz: Heiko Neumann Die drei Gewinnerfotos können im Internet auf www.eswe-verkehr.de/service/infomobil/bisherige-gewinnspiele betrachtet werden. Übrigens: Das nächste INFOMOBIL, das Anfang Dezember, also rechtzeitig zum Fahrplanwechsel 2011 /12 am 11. Dezember, erscheint, wird über die Entstehungsgeschichte des neuen Fahrplanbuch-Titelfotos berichten.
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    12 WEINFEST 21.300-FACHES PROST aufs WeinfestTicket Alle Stände und Bühnen sind abgebaut, das letzte Glas Wein Rampe sorgten dafür, dass jeder Besucher uneingeschränkt ist geleert – die Rheingauer Weinwoche, der Wiesbadener unseren Service in Anspruch nehmen konnte. liebstes Fest, ging wieder einmal viel zu schnell vorbei. Im Die zahlreichen Gespräche mit unseren Kunden verliefen INFOMOBIL-Interview zieht Reinhold Sturny, Sachgebietslei- durchweg positiv; und das Beschwerdebuch, das wir ausgelegt ter für Marketing und Vertrieb bei ESWE Verkehr, Bilanz und hatten, zeigte am Ende der Weinwoche nur leere Seiten. erläutert, warum das Weinfest 2011 ein voller Erfolg war. INFOMOBIL: Welche Highlights wurden auf der gemeinsamen INFOMOBIL: Herr Sturny, wie zufrieden sind Sie mit dem Ver- Bühne von ESWE Verkehr und Rockland-Radio geboten? lauf des Weinfests 2011? Sturny: Es fällt schwer, einen einzelnen Auftritt herauszugrei- Sturny: Aus verschiedenen Gründen können wir mehr als fen. Als Beispiel für alle anderen hervorragenden Stimmungs- zufrieden sein. Einer der Hauptgründe: In diesem Jahr haben bringer möchte ich die exzellente Jugend-Showband „Castellum wir beim Absatz unseres WeinfestTickets erstmals die 20.000er- Music & Show“ aus Kastel nennen, die ihr tolles Programm Schallmauer durchbrochen! Fast 21.300 Stück des besonders nicht auf der Bühne, sondern auch direkt auf dem Festgelände attraktiven Veranstaltungstickets wurden diesmal verkauft präsentierte – eine Besonderheit, die nach Wiederholung ruft … – mehr als drei Mal so viel wie 2006, als das Ticket erstmalig INFOMOBIL: Sie planen also in Gedanken schon für 2012? angeboten worden war. Ein großer Dank also an die Weinfest- besucher, von denen jedes Jahr mehr ihr Auto stehen lassen und Sturny: Ja klar, für uns gilt: „Nach dem Weinfest ist vor dem stattdessen den Bus nutzen; ein dickes Lob ebenso an unser Weinfest!“ Fahrpersonal, das mit viel Engagement und großem Einsatz den Fahrgastansturm bewältigt hat. INFOMOBIL: In diesem Jahr waren es gleich 15 Partner-Weingü- ter, bei denen die WeinfestTicket-Käufer ein Gratis-Getränk erhalten konnten. Wie kam diese Erweiterung an? Sturny: Die Erweiterung, die immerhin eine Verdreifachung ge- genüber der Vorjahreszahl bedeutete, war offenkundig sehr im Sinne unserer Kunden. Da wir ganz bewusst nicht vorgegeben hatten, für welches konkrete Winzerprodukt der Ticket-Gut- schein einzulösen war, hatten unsere Kunden die Möglichkeit abzuwägen, welcher Sekt oder welcher Wein ihrem individu- ellen Geschmack am besten entspricht. Zudem ermöglichte die Präsenz der Partner-Weingüter auf unserer Bühne – mittlerweile eine bewährte Tradition – den Gehören zum Weinfest wie die Brezeln zum Spundekäs: Der Infostand von ESWE Verkehr an der Rathaus-Ostseite … Besuchern einmal mehr, aus berufenem Profi-Mund allerlei Interessantes über das Winzertum zu erfahren. Viel Traditionsbewusstsein zeigte sich übrigens auch bei der Auswahl der favorisierten Winzer: Das Martinsthaler Weingut Christian Faust, das dereinst unser erster und einziger Partner war, wurde in diesem Jahr mit nahezu einem Drittel aller aus- gegebenen Gutscheine belohnt. INFOMOBIL: Am ESWE-Infostand gab’s 2011 einige Neuerungen gegenüber den Vorjahren. Wie kam’s dazu? Sturny: Wir hatten den Stand dieses Jahr gemeinsam mit Wies- baden Marketing gestaltet, um den Besuchern ein noch viel- fältigeres Angebot an Informationen rund um Wiesbaden und seinen Busverkehr präsentieren zu können – eine Einladung, die viele Gäste sehr gerne angenommen haben. … sowie die gemeinsame ESWE- und Rockland-Radio-Bühne am Nordrand des Dern’schen Geländes Besonders wichtig war uns in diesem Jahr außerdem, den Stand barrierefrei zu gestalten: Eine breite Treppe und eine große
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    HBF-HALTESTELLE | „MEINEESWE“-APP 13 3 FRAGEN AN ... 1 Herr Lindgren, vor kurzem ist die neu gestalte- Leider kam es vor allem in der Planungspha- te Haltestelle an der Reisinger-Anlage offiziell se zu unerwarteten Verzögerungen. Die in Betrieb gegangen. Warum war der Umbau eigentliche Bauphase, die ja bei laufendem erforderlich? Busbetrieb stattfinden musste, ging dann Wir hatten es bei dieser Haltestelle, dem Bus- jedoch zwischen Anfang Mai und Ende Juli steig B der Haltestelle „Hauptbahnhof“, noch erfreulich „rund“ vonstatten. Inklusive Abriss mit der Beton- und Waschbetonarchitektur der alten Bauten haben die Hochbaumaß- der 70er-Jahre zu tun. Diese war natürlich nahmen des Neubaus übrigens etwa 150.000 in die Jahre gekommen und daher nicht nur Euro gekostet. ziemlich unansehnlich, sondern auch marode In den vergangenen Jahren wurden viele Hal- ·> BJÖRN LINDGREN 3 geworden. Heute hingegen werden die Fahr- testellen modernisiert. Ist damit jetzt Schluss? Grundsatzplaner bei gäste – darunter viele Wiesbaden-Besucher, Tatsächlich sind wir jetzt bei allen Groß- ESWE Verkehr die hier, aus dem Hauptbahnhof kommend, haltestellen in der Innenstadt auf einem ihren Weg ins Stadtzentrum antreten – am hochmodernen Stand angelangt. Nicht nur Bussteig B von einer freundlich-hellen Halte- alle vier Bussteige am Hauptbahnhof können stellenanlage mit „Visitenkartencharakter“ sich mittlerweile wirklich sehen lassen; auch empfangen, die zudem mit erhöhten Bord- beispielsweise die neue Haltestellenanlage steinen und taktilen Leitstreifen ausgestattet am Platz der deutschen Einheit, genauer: am wurde und somit komplett behindertenge- Faulbrunnenplatz, spielt als zentrales Element recht ist. unseres „Verschönerungsprogramms“ eine 2 Wie gestaltete sich der Ablauf der Baumaß- wichtige Rolle. Dieses Programm ist jetzt in nahme organisatorisch? der Tat erst einmal abgeschlossen. ESWE VERKEHR FÜR UNTERWEGS: „App“ jetzt auch für Android-Handys Seit gut einem halben Jahr gibt es ESWE Verkehr gelegten Zeitraum nicht angefahren werden kann. Die Version auch zum Mitnehmen: Die kostenlose „Meine 1.1 der „Meine ESWE“-App wartet noch mit weiteren neuen ESWE“-App, eine mobile Anwendung für Smart- Funktionen auf. Zum Beispiel ist nun eine Google-Maps-Karte phones, informierte die Nutzer bislang hauptsäch- integriert, auf der alle rund 75 Fahrschein-Vorverkaufsstellen lich über aktuelle Störungen im Liniennetz. Sechs Monate und sowie alle 60 Fahrausweisautomaten im Wiesbadener Stadtge- rund 1.500 Downloads später ist nun die neue Version 1.1 der biet verzeichnet sind. Außerdem gibt es nun einen Reader für Applikation erschienen – und die kann einiges mehr. sogenannte „QR-Codes“. Diese quadratischen Codes werden künftig beispielsweise auf den Fahrplanaushängen von ESWE Auffälligste Neuerung: Ab sofort kommen auch Besitzer eines Verkehr zu finden sein. Sobald ein QR-Code mithilfe eines inter- Smartphones mit Android-Betriebssystem in den Genuss netfähigen Handys gelesen wird, werden dem Nutzer ergän- der „Meine ESWE“-App; zuvor stand die Anwendung nur für zende Informationen auf sein mobiles Endgerät übertragen iPhone, iPad und iPod touch zur Verfügung. Außerdem wurden (siehe auch INFOMOBIL 02/2011, Seite 6). zahlreiche neue Funktionen in die Applikation integriert. Hier- zu zählt vor allem die neue Version des „ESWE-LiveTickers“, der Eine weiteres Plus der neuen App-Version: Ab jetzt sind auch immer aktuell Auskunft über Störungen im Fahrbetrieb gibt. die kompletten Fahrplanseiten aller Linien mühelos von unter- Bisher wurde hier nur angezeigt, ob auf einer Linie alles plan- wegs aus abrufbar. mäßig läuft, ob es unvorhergesehene Störungen im Betriebs- iPhone-, iPad- und iPod-touch-Nutzer erhalten die Applikation ablauf gibt, oder ob eine Linie ganz eingestellt werden musste im App Store SM von Apple® oder via iTunes Store auf PC oder – jeweils markiert mit den Farben Grün, Gelb und Rot. Mac. Wer die Ursprungsversion der „Meine ESWE“-App instal- Die aktualisierte Variante des „LiveTickers“ kennt nun einen liert hat, kann diese beim nächsten Besuch des App Stores au- neuen, vierten Status, gekennzeichnet durch ein Baustellen- tomatisch aktualisieren lassen. Besitzer eines Android-Gerätes symbol. Dieses zeigt an, auf welchen Linien es zu geplanten, können sich die Applikation im Android Market herunterladen. also vorhersehbaren Beeinträchtigungen kommt. Das ist zum Weitere Informationen zur kostenlosen „Meine ESWE“-App fin- Beispiel der Fall, wenn – wie etwa aktuell am Kasteler „Brü- det man im Internet auf: www.eswe-verkehr.de/mobile-app ckenkopf“ – eine Haltestelle baustellenbedingt für einen fest-
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    14 BERUFSAUSBILDUNG BEI ESWE VERKEHR „COOL“, WEIL ABWECHSLUNGSREICH – „Genau mein Ding“, weil vielfältig Sie stehen für die Ausbildungsvielfalt bei ESWE Verkehr: die kaufmännischen und die technischen „Azubis“ „Der Industriekaufmann ist genau mein Ding“, sagt Sebastian Acht Auszubildende und drei Mitarbeiter von ESWE Verkehr stan- Nebel. Der Auszubildende im letzten Lehrjahr ist einer von den den interessierten Schülern an den beiden Messetagen Rede derzeit 18 „Azubis“ bei ESWE Verkehr. Nebel, übrigens der und Antwort. Einer von ihnen war Harry Fridrich, Ausbildungs- Sohn eines Gruppenleiters im ESWE-Fahrdienst, stand vor gut leiter in ESWEs Bus- und Pkw-Werkstatt: „Wir haben viele gute drei Jahren genau an dem Punkt, an dem viele Jugendliche Gespräche geführt, vor allem die Nachfrage nach Praktikums- stellen war sehr groß.“ Aber auch nach der Ausbildungsvergü- mit Haupt- oder Realschulabschluss wie auch Abiturienten tung wurde gefragt – und die ist bei den Wiesbadener Verkehrs- in diesen Tagen stehen: am Beginn eines neuen Lebensab- betrieben überdurchschnittlich: Von 703 Euro im ersten bis zu schnitts nämlich, also am Start in eine Berufsausbildung. 826 Euro im letzten Ausbildungsjahr reicht die Spanne. Jedes Jahr im September stellt ESWE Verkehr neue Auszubil- Während die angehenden Industriekaufleute bei ESWE Verkehr dende ein – in der Regel fünf an der Zahl: nämlich drei Kfz-Me- in zweieinhalb Jahren Ausbildungszeit vor allem die kaufmän- chatroniker und zwei Industriekaufleute. Worum es bei diesen nischen Unternehmensbereiche wie Marketing und Vertrieb, Berufen genau geht, darüber konnten sich Schülerinnen und Rechnungswesen, Verkehrsplanung sowie die Personalabtei- Schüler im Alter ab 14 Jahre auf der Wiesbadener Ausbildungs- lung durchlaufen, haben auch die Kfz-Mechatroniker in spe viel messe informieren. Am 15. und 16. Juni fand diese Messe mit Abwechslung: Die technischen „Azubis“ schrauben in den ver- zahlreichen Unternehmensständen in den Rhein-Main-Hallen schiedenen ESWE-Werkstätten nicht nur an den bis zu 18 Meter statt. Auch ESWE Verkehr durfte hier nicht fehlen; die Personal- langen Omnibussen herum – auch der unternehmenseigene experten und die Ausbilder des Unternehmens hatten zuvor Pkw-Fuhrpark muss regelmäßig gewartet werden. Letzteres hat eigens ein Präsentationskonzept für ihren 27 Quadratmeter im Übrigen auch ausbildungsrechtliche Gründe, denn: „Eine großen Messestand entwickelt. Dort gab es allerhand zum An- Ausbildung zum Bus-Mechatroniker gibt es nicht“, erklärt Aus- fassen und Ausprobieren: Die Jugendlichen konnten beispiels- bildungsleiter Harry Fridrich. Wer also bei ESWE Verkehr eine weise einen Wunschtext in eine Bus-Zielanzeige schreiben und dreieinhalbjährige Kfz-Mechatroniker-Ausbildung absolviert, sich anschließend davor fotografieren lassen. Auch ein großer sammelt besonders viel Erfahrung – an Bussen und Autos! Aus Busreifen und ein Steckfeld für elektronische Schaltungen diesem Grund kommt auch Werkstatt-„Azubi“ Florian Hager wollten von vielen Standbesuchern einmal genauer betrachtet jeden Tag gerne zur Arbeit: „Die Ausbildung ist cool, weil jeden werden. Tag etwas anderes auf mich wartet.“ „Von Bewerbungsrückgängen spüren wir noch nichts“, betont Anja Saliger vom ESWE-Fachbereich Personalbetreuung und -entwicklung, „die bundesweit prognostizierten Trends sagen VIDEO-TIPP aber, dass mittelfristig weniger Interessenten für eine Ausbil- dung zu gewinnen sein werden.“ Somit war der Infostand auf Auf dem YouTube-Kanal von ESWE Verkehr finden alle der Ausbildungsmesse nicht nur als bloße Orientierungshilfe Interessierten ein Video, das über die verschiedenen Aus- für sich unschlüssige Jugendliche zu sehen; er sollte durchaus bildungsmöglichkeiten bei ESWE Verkehr informiert und auch proaktiv und ganz konkret potenzielle Bewerber von mor- wichtige Tipps für die richtige Bewerbung bereit hält: gen ansprechen. www.youtube.com/esweverkehr
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    NEULICH IM BUS| RUDIS GEBABBEL 15 „SIEHSTE, HAB DOCH RECHT GEHABT!“ Neulich im Bus … triumphierte Laura, vielleicht vier oder fünf ihrem Innern der Respekt vor der Großmutter mit dem Wissen, Jahre jung, über ihre vermeintlich allwissende Oma – und das dass diese soeben ziemlichen Unsinn von sich gegeben hat. kam so: Lauras Schweigen währt aber nur kurz, dann platzt es aus ihr heraus: „Nein, stimmt nicht, die Frau hat ‚Kirchstraße’ oder so Das Mädchen mit Namen Laura sitzt mitsamt seiner Großmut- gesagt.“ Noch ehe die Oma etwas Rechtfertigendes entgeg- ter, circa 60 Jahre alt, im Bus der Linie 4, aus Richtung Biebrich nen kann, stoppt der Bus an der Haltestelle – fast gleichzeitig kommend, unterwegs in Richtung Kohlheck. Im Stadtzentrum, fallen Lauras und Großmutters Blicke auf das Haltestellenschild und zwar dort, wo der Bus am Schillerplatz von der Bahnhof- „Kirchgasse“. Über das Gesicht des Kindes huscht verstohlen nach links in die Friedrichstraße einbiegt, ertönt über die Bord- ein triumphierendes Lächeln, das allerdings erfolgreich vor den lautsprecher die Ansage der nächsten Haltestelle: „Kirchgasse“, Augen der Seniorin verborgen wird. vermeldet ankündigend eine freundliche Frauenstimme. Beide sagen erst einmal gar nichts. Der Bus fährt wieder an und Laura, die sich gerade intensiv mit ihrem Plüschtier beschäftigt, hat schon fast die Bleichstraße erreicht, als Laura dann doch hat bei der Ansage nicht genau zugehört: „Was hat die Frau noch einen ebenso treffenden wie trockenen Kommentar von gesagt?“, fragt das Kind seine Oma. Diese will sich erkennbar sich gibt und damit die Situation, gewissermaßen siegreich, keine Wissensblöße geben; und zugeben, dass auch sie die Hal- beschließt: „Siehste, hab doch recht gehabt!“ testellenankündigung nicht richtig mitbekommen hat, will sie offenkundig ebenfalls nicht. Also erklärt sie in klugem Tonfall: Merke: In den meisten Fällen sind ESWEs Haltestellen nicht nach „Die Frau hat ‚Friedrichstraße’ gesagt, denn wir sind jetzt in der jener Straße benannt, in der sie liegen; vielmehr tragen sie in der Friedrichstraße, und so heißt auch die nächste Haltestelle.“ Regel den Namen der nächstgelegenen abzweigenden Quer- oder Laura schweigt; in diesem Moment kämpft wahrscheinlich in Seitenstraße. Dausende Fänns habbe uns unentwescht Gude, Ihr Leut, aagefeuert. Die schnellst ESWE-Mobilmacher- Staffel war dann aach nach vier Stunne und wart Ihr letztens aach so ferdisch als wie isch? sechsnfuffzisch Minude im Ziel, escht e doll Ihr müsst wisse, isch war am Sonndaach, Leistung! de 14. Augusd, beim Ei-renn-Män Sibzisch Drei dadebei. Un isch sach Euch, bei dem Als isch dann abber vors Kurhaus gewaggeld Driatlonn hab isch geschwitzt wie en Ochs! kam, war isch rischtisch enddäuschd: Es war 2.700 Fraae un Männer warn da am Start – gar kaaner mer da! All Drebüüne warn schon un isch middedrin. Mei Kolleesche von de foadd, die Mussigg war aus, un die ganze ESWE-Schportgemeischaft habbe aach als hübsch Meedscher, die die Siegerkränzche Staffel mitgemacht. „Mobilmacher“ tun die verdeilt habbe, warn aach schon im Feier- sisch nenne. abend. Allaans mei Fraa, es Roswitha, hat uff mich gewadd. Doch anstatt misch mit Geschwomme sinn se (1,9 km), radgefahrn em Küssche zu begrüße, hatts geschimpft sinn se (90 km), und gelaafe sinn se aach wie en Rohrspätzche: Es hätt sich solsche noch (21,1 km), die Adleehde. Vom Raunhei- Sorsche gemacht un aach schon die Polizei mer Waldsee bis vors Wissbadner Kurhaus gerufe. Dadebei hatt ich doch die 113 Kilome- musst mer sisch kämpfe. Un es ging ja der in maaner persönlisch Bestzeit von nur schon vedammd frie los: Um sibbe Uhr fiel achtunverzisch Stunne un drei Minude ge- de Staadschuss. Da dreh isch misch norma- schafft! Dann aber hatt es Roswitha misch lerweis noch emol in meim Bettche rum, in de Arm genomme und gesaacht: „Isch bin aber diesmal war isch aach aaner von dene trotzdem stolz uff Disch, mei Eisemännche!“ Schraubefresser un pünktlich wach. Un wenn aach Ihr widder emol in alle Ruh De schnellste Deilnehmer war übrigens Spord mache wollt, dann könnd Ihr mich schon nach gud vier Stunne im Ziel ange- jederzeid fraache, denn uff mich könnd Ihr komme, kei Ahnung, wie der des geschafft Euch immer verlasse! habbe tut. Des lag bestimmd aach an der subä Stimmung, die an de Streck war. Euern Rudi
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    16 24 STUNDEN FÜR SIE IM EINSATZ 02 23 Folge 19 09 18 24 16 FAHRAUSWEISPRÜFER 12 14 21 01 03 15 17 20 13 3 22 2 Der Job, der eine tägliche Prüfung ist Kontrolle lediglich nicht bei sich hat, dem wird vom Prüfer zwar zunächst der Zahlschein zur Entrichtung des „Erhöhten Beför- derungsentgelts“ (EBE) in Höhe von 40 Euro ausgehändigt; „jedoch muss der Kunde statt der 40 nur sieben Euro bezahlen, wenn er sein Ticket innerhalb einer Woche nach der Kontrolle bei ESWE Verkehr vorlegt“, erläutert Henes. „Meist erkennen wir sehr schnell, ob die Zerknirschtheit, die manche der von uns ‚Ertappten’ an den Tag legen, echt oder nur gespielt ist“, schildert Mario Henes und weist so auf die ent- scheidenden Fähigkeiten hin, die man als Fahrausweisprüfer besitzen sollte: Menschenkenntnis, Selbstbewusstsein und Flexibilität im Umgang mit den Fahrgästen zählen dazu, „aber auch – mehr denn je – eine gesunde Vorsicht sowie Bestimmt- Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Diese Devise gilt auch im öffentlichen Nah- heit und Durchsetzungsvermögen.“ Der EVS-Mann spielt damit verkehr. In der hier gezeigten Situation hat Hans-Joachim Hoyer (links), der für die Fahrausweisprüfung zuständige Gruppenleiter in der ESWE Verkehr Servicegesell- auf die in den letzten Jahren unter den Fahrgästen merklich schaft, nichts zu beanstanden (Bild: Markus Hammrich) gestiegene Bereitschaft zu verbaler, leider auch zu körperlicher Gewalt an: „Dass wir beschimpft werden, kommt viel häufiger Der Volksmund nennt sie „Fahrscheinkontrolleure“, im offizi- vor als früher. Und wenn mit der Anwendung von Gewalt ge- ellen Sprachgebrauch heißen sie „Fahrausweisprüfer“, kurz: droht wird, oder wenn es sogar tatsächlich mal zur Anwendung „FAP“ – die Rede ist von den derzeit 27 Mitarbeitern der von Gewalt kommt, macht das einen schon ziemlich nach- ESWE Verkehr Servicegesellschaft (EVS), die im Wiesbadener denklich.“ Nahverkehr darüber wachen, dass möglichst jeder Fahrgast Dass die Fahrausweisprüfer in der Regel in Zweier-, oft auch in im Besitz eines gültigen Tickets ist. Besonders beliebt sind die Dreierteams auftreten, soll daher auch zur Stärkung des Sicher- Kontrollen bei den Passagieren zwar manchmal nicht, doch heitsgefühls beitragen. Henes: „Der Vorteil der Dreier-Beset- ihre Notwendigkeit ist unbestritten. Im Rahmen der „24 Stun- zung liegt vor allem in der Arbeitsteilung: Während zwei Kolle- den für Sie im Einsatz“-Serie hat die INFOMOBIL-Redaktion gen die eigentliche Kontrolle durchführen, positioniert sich mal mitgeprüft. der dritte Prüfer vorne beim Fahrer, von wo aus er das gesamte Eines fällt gleich zu Beginn auf: Der Begriff „Schwarzfahrer“, Geschehen im Fahrzeug überblicken kann.“ der landläufig für „Fahren ohne Fahrausweis“ steht, kommt Tagtäglich sind die FAP im ESWE-Liniennetz unterwegs, und einem routinierten Fahrausweisprüfer wie Mario Henes grund- zwar im Schichtdienst von morgens früh bis abends spät. sätzlich nicht über die Lippen. „Dieses Wort verallgemeinert Welche Strecken sie fahren und wo sie von einem Bus in den zu sehr“, erklärt der 46-jährige ehemalige Busfahrer, der aus nächsten umsteigen, können sie frei entscheiden. Die Insassen gesundheitlichen Gründen vor zehn Jahren den Job wechseln von etwa 25 bis 30 Bussen werden je Schicht inspiziert; rund musste: „Wenn wir Fahrgäste ohne gültiges Ticket antreffen, 35 Fahrgäste kontrolliert jeder FAP pro Stunde. „Es kommt nur kann dies so viele unterschiedliche Ursachen haben, dass der ganz selten vor, dass wir in einer Schicht gar nicht fündig Begriff ‚Schwarzfahren’, der ja in der Regel Absicht unterstellt, werden“, so Mario Henes, der an dieser Stelle an das eigentliche oft völlig fehl am Platz wäre.“ Warum der Fahrausweisprüfung erinnert: Es geht um Fairness In der Tat liegt es häufig nur an der Schusseligkeit des „Erwisch- und Gerechtigkeit – denn wer kein Ticket kauft, lässt letztlich ten“, wenn dieser keinen Fahrschein vorweisen kann: „Das die anderen Fahrgäste mitbezahlen. JobTicket, das in der Tasche jenes Sakkos steckt, das heute Mor- Befragt nach der kuriosesten Situation, die er in seinem FAP- gen im Schrank hängenblieb, oder die CleverCard, die schlicht Dasein bisher erlebt hat, beginnt Mario Henes zu schmunzeln: zu Hause vergessen wurde, sind immer wiederkehrende Klas- „Spontan fällt mir die junge Frau ein, die keinen gültigen Fahr- siker“, weiß Mario Henes zu berichten. Wer Inhaber eines schein vorzeigen konnte und dann tatsächlich glaubte, mir solchen personalisierten Tickets ist und dieses im Moment der ‚schöne Augen’ machen zu können. Ziel des Flirtversuchs war
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    24 STUNDEN FÜRSIE IM EINSATZ | FAHRSCHULBUSSE 17 natürlich, dass ich die Angelegenheit auf sich beruhen lassen sollte.“ Derlei Bestechungsversuche fallen bei Mario Henes Auch 24 Stunden gehen einmal zu Ende und seinen Kollegen selbstverständlich nicht auf fruchtbaren Nach neun Folgen mit insgesamt zehn Artikeln (die Folge 5, Boden. „Am skurrilsten aber“, fährt Henes fort, „war ohne Thema „Buswerbung“, wurde im vergangenen Jahr in einen Zweifel jener Fahrgast, der vor meinen Augen seinen Fahraus- a- und einen b-Beitrag untergegliedert) endet in diesem Heft weis in den Mund steckte, darauf herumkaute und das Papier die INFOMOBIL-Serie „24 Stunden für Sie im Einsatz“. Zwei- schließlich herunterschluckte. ‚Besser gar kein Fahrschein als einhalb Jahre lang hat die Redaktion Ihnen, liebe Leser, den ein ungültiger’, wird der Mann sich gedacht haben“, vermutet Blick hinter die Kulissen zahlreicher Arbeitsbereiche bei ESWE der Prüfer. Verkehr ermöglicht. Wenn dieser Blick für Sie zu interessanten Es sind Vorfälle wie dieser, die Mario Henes eine etwas zwie- und aufschlussreichen Einblicken geführt hat, hätte die Arti- spältige Bilanz seiner Arbeit ziehen lassen: „Der Job macht kelreihe ihr Ziel erreicht. Spaß, keine Frage. Aber als Fahrausweisprüfer erlebt man Im nächsten INFOMOBIL wird eine neue Serie beginnen, in der Dinge, von denen man vorher nicht geglaubt hat, dass es sie sich Mitglieder der Redaktion für Sie in Situationen begeben, geben könnte.“ die für uns Schreiberlinge alles andere als alltäglich sind – seien Sie gespannt und lassen Sie sich überraschen! MOBILES WERBEN um den Fahrschülernachwuchs So kommt die Fahrschülerakquisition ins Rollen: Die beiden Busse der ESWE-Fahrschule werben für die Fahreraus- und Fortbildung Während drei ESWE-Linienbusse seit Juni dieses Jahres im Rah- „Die Ausrichtung war und ist hierbei die gleiche wie bei der men einer großen Imagekampagne positive Stimmung für den Imagekampagne für das Berufsbild des Busfahrers“, erläutert Busfahrerberuf verbreiten (siehe INFOMOBIL 02/2011, Seiten Bianka Ranzenberger, Leiterin des ESWE-Fachbereichs Personal- 4 und 5), sind die beiden Busse der ESWE-eigenen Fahrschule entwicklung und -betreuung: „Wir möchten aktiv gegen die schon seit dem Frühjahr in ganz ähnlicher Mission unterwegs: Nachwuchsprobleme vorgehen, von denen der Fahrerberuf seit Unter dem Motto „Ihr Fahrausweis mit Zukunft“ fahren der Rei- einigen Jahren betroffen ist.“ Und das mit guten Argumenten – se- und der Linienbus Werbung für die Fahreraus- und Fortbil- bietet die ESWE-Fahrschule doch eine hochwertige, besonders dung, die in der TÜV-zertifizierten Ausbildungsstätte auf dem realitätsnahe Aus- und Fortbildung, die strengsten Qualitäts- ESWE-Betriebsgelände durchgeführt wird. maßstäben genügt. „Unsere beiden vorherigen Fahrschulbusse fuhren völlig‚ neu- Grund genug, an dieser Stelle das zu wiederholen, was auf den tral’ umher“, erinnert sich Horst Frick, Leiter der ESWE-Fahr- Flanken der beiden Fahrschulbusse aufgedruckt ist: Infos zur schule, „lediglich anhand der Einblendung in der Zielanzeige Ausbildung können online auf www.eswe-verkehr.de nachgele- über der Frontscheibe war erkennbar, dass hier ein Ausbildungs- sen werden, konkrete Stellenangebote findet man auf bus unterwegs war.“ Nachdem die beiden früheren Fahrzeuge www.wibus.info. im Jahr 2010 – nach zwölf bzw. 18 Dienstjahren – ausgemustert und als Ersatz zwei moderne Busse angeschafft worden waren, kam dann rasch die Idee auf, die beiden neuen Wagen auch zu Kommunikationszwecken zu nutzen.
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    18 HISTORISCHE LINIENWEGE | TEIL 10 MIT DER 1 FING ALLES AN ... In der Sonnenberger Straße auf dem Weg nach Biebrich: Ab Ende 1961 verkehrten die auf der Linie 2 neu eingesetzten Gelenkbusse zwischen Sonnenberg und dem Rheinufer Die Linie 2, die seit drei INFOMOBIL-Ausgaben im Mittelpunkt neue „Nahverkehrs-Philosophie“, die Fahrgastselbstbedienung der Artikelserie „Auf historischen Linienwegen“ steht, biegt per Fahrscheinentwerter Einzug hielt. allmählich auf die Zielgerade ein. Die vorletzte Zeitetappe, Mit dem Fahrplanwechsel am 8. Januar 1971 wurde die Linie 2 in um die es diesmal geht, umfasst die 60er- und die 70er-Jahre. Klarenthal bis zur Hermann-Brill-Straße verlängert; gleichzeitig Nachdem die Linie 2 am Jahresende 1961 von der zum selben wurde am anderen Ende des Linienwegs die 1968 eingeführte Zeitpunkt eingestellten Obus-Linie A die Fahrtstrecke Haupt- Verlängerung bis Rambach wieder rückgängig gemacht – End- bahnhof–Biebrich/Rheinufer übernommen hatte, verkehrten station war nun, wie zuvor, der Sonnenberger Hofgartenplatz. die 2er-Busse von Sonnenberg aus über den Hauptbahnhof Ebenfalls in Sonnenberg wurden in den 70er-Jahren verschie- bis zum Biebricher Rheinufer. Doch damit war die „Expansion“ dene Fahrtwegvarianten ausprobiert, deren Ziel die Anbindung der Linie 2 noch nicht beendet: Die größte Streckenlänge ihrer des an der Flandernstraße gelegenen Friedhofs war; und auch Daseinsgeschichte erfuhr die 2 mit Wirkung vom 1. September das im Aukammtal zu jener Zeit neu errichtete Thermalbad 1968, als sie von Sonnenberg aus bis nach Rambach verlängert wollte ins Busliniennetz integriert werden. Die unterschied- wurde. lichen Fahrtenvarianten trugen die Linienbezeichnungen 2 und Ein weiterer Markstein wurde im Sommer 1969 gesetzt: Im Zuge 2A sowie 16; sie wurden im Zeitraum September 1970 bis Mai der großen Liniennetzreform, die am 20. Juli des Jahres in Kraft 1979 durchgeführt. Ab dem Fahrplanwechsel im Jahr 1979 über- trat, wurde durch die Linie 2 die Siedlung Klarenthal an das Wies- nahm dann die neue Linie 18 diese Bereiche des Liniennetzes. badener Busliniennetz angeschlossen – weitere Linien fuhren in Wie die Linie 2 in den 80er- und 90er-Jahren an Bedeutung ein- dem neuen Wohnbezirk im Westen der Stadt vorerst nicht. Die büßte und schließlich zu einer „Ergänzungslinie“ herabgestuft Anbindung Klarenthals erfolgte von der Klarenthaler Straße aus wurde – darüber berichtet das nächste INFOMOBIL. Richtung Elsässer Platz kommend über die zunächst nur für den Baustellenverkehr vorgesehene Behelfsstraße namens „E 0“ und die Otto-Wels-Straße zur Graf-von-Galen-Straße. Die eigentlich als provisorisch geplante Linienführung bestand eine kleine Redaktions-Irrtum Ewigkeit lang – und erst im Sommer 2010 wurde die „E 0“, die vor allem im Winter häufig Probleme verursachte und deshalb Im vergangenen INFOMOBIL zeigte das Foto zur Artikelserie bei Bus- wie Autofahrern wenig beliebt war, vom neuen Durch- „Historische Linienwege“ das Betanken eines Gasbusses der stich der Goerdelerstraße zur Klarenthaler Straße abgelöst. Linie 15 an einer Gastankstelle. Die Bildunterschrift enthielt bedauerlicherweise einen Fehler: Die gezeigte Gastankstelle Seit Mitte 1969 verkehrten also die 2er-Busse an allen Wochen- befand sich nicht am Kureck, sondern in der Rheinstraße in tagen auf der Fahrtstrecke Klarenthal/Graf-von-Galen-Straße– Höhe des Luisenplatzes. Vielen Dank an INFOMOBIL-Leser Innenstadt–Sonnenberg–Rambach. Die bis dato üblichen Ge- Ottmar Vollert, der die Redaktion auf diesen Irrtum hinge- lenkbusse, die außer mit dem Fahrer auch mit einem Schaffner wiesen hat! besetzt waren, wurden Anfang der 70er-Jahre nach und nach durch Einmannwagen ersetzt, bei denen, gewissermaßen als
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    AUSFLUGS- UND AUSGEHTIPPS 19 MIT ESWE VERKEHR durch den Herbst STADTFEST 2011: ELEKTRO-INNOVATIONEN FÜR WIESBADENS EMISSIONSFREIE ZUKUNFT Wiesbaden soll künftig ganz im Zeichen des Buchstabens „E“ stehen: „E“ wie „Elektro“ bedeutet hier zugleich „e“ wie „emissionsfrei“ – also ohne Abgas- und ohne Lärmbelastung. Auf dem Stadtfest vom 22. bis zum 25. September wird ESWE Verkehr am Dern’schen Gelände (direkt an der Bushaltestelle) sowie zwischen dem Café „Lumen“ und der Marktkirche die technologischen E-Innovationen vorstellen und erlebbar machen. Zweirad-Testfahrten mit E-Segways und E-Bikes sowie ein Elektro-Erlebnisparcours stehen ebenso auf dem Programm wie die Präsentation modernster Linienbus-Technologie (am Stadtfest-Samstag, dem 24. September) sowie kostenlose Kennenlernfahrten in umweltfreundlichen Hybridbussen (Bildquelle: Stadt Wiesbaden) und im nagelneuen Null-Emissionen-Elektrobus (siehe Seite 7 in diesem INFOMOBIL) am Stadtfest- Sonntag, dem 25. September. Auch für junge Technik-Begeisterte ist etwas dabei: Gratisfahrten in „E-Bobby-Cars“ garantieren rundum „umweltschonenden Spaß“ für die ganze Familie. www.wiesbaden.de/stadtfest „ENERGY ROCK 2011“: URGESTEINE DER 70ER-JAHRE ZU GAST BEI ESWE VERSORGUNG Am Freitag, dem 21. Oktober, werden ab 19 Uhr die Pop-Giganten Smokie beim diesjährigen „Energy Rock“-Festival mit ihren legendären Hits wie „Living next door to Alice“ und „Lay back in the arms of someone“ ihre Fans begeistern. Auch nach einigen personellen Umbesetzungen – Ex- Leadsänger Chris Norman ist nicht mehr dabei – sind die Briten bereit, in Wiesbaden unter Beweis zu stellen, dass sie mit Recht zu den erfolgreichsten Acts der 70er-Jahre zählten. In der Christian- Bücher-Halle in der Weidenbornstraße wird es außerdem ein Wiedersehen mit den Wiesbadener Lokalmatadoren Nize Boyz geben, die schon als Vorgruppe von Bryan Adams, Willy DeVille, Roger Chapman und Rod Stewart auftraten. Damit nicht genug: Die heimische Band Sinfonie, die ihr (Bildquelle: ESWE Versorgung) letztes Konzert 1982 bestritt, feiert bei „Energy Rock 2011“ nach fast 30 Jahren ihr Revival! Bei einem solchen Programm der Superlative ist es nicht verwunderlich, wenn die Karten schnell ver- griffen sind. Daher sollten sich alle Rock- und Pop-Fans rasch im Energie-Center von ESWE Versorgung (an neuem Standort: Kirchgasse 54) oder im Kundencenter des „Wiesbadener Kuriers“ ihre Tickets sichern. Diese kosten 18 Euro plus Vorverkaufsgebühr und können auch online bestellt werden. www.eswe-versorgung.de/energyrock.html HALLOWEEN 2011: GRUSEL-SONNTAG AUF DEM NEROBERG ZUM SAISONFINALE DER BAHN Im neunten Jahr in Folge wird es zu Halloween für Groß und Klein wieder einmal Zeit, den Nero- berg als Gespenst, Vampir oder Hexe unsicher zu machen. ESWE Verkehr und der Verein der Freunde und Förderer der Nerobergbahn sorgen auch im Jahr 2011 zum Saisonabschluss der Bahn dafür, dass mit traditionellen Aktionsangeboten wie Kürbisschnitzen und Stockbrotbacken sowie mit dem immer wieder beliebten schaurig-schönen Bühnenprogramm Spaß für die ganze Familie garantiert ist. Ein weiteres Muss ist abermals natürlich das Kinderschminken, das dafür sorgen wird, dass Wiesbadens Hausberg einen Tag lang von kleinen schaurigen Wesen nur so wimmelt. Am Sonntag, dem 30. Oktober, heißt es also: ab in die Horror- und Schock-Kostüme und rauf auf den Neroberg! www.eswe-verkehr.de/nerobergbahn Herausgeber und verantwortlich Redaktion Redaktioneller Hinweis Druck IMPRESSUM für den Inhalt Karl-Ludwig Mehl, Micha Spannaus Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet Claus Fischer ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, (textstark.de) INFOMOBIL darauf, personenbezogene Substantive Agentur für Druck und Produktion Gartenfeldstraße 18, 65189 Wiesbaden, Holger Elze, Reinhold Sturny, außer in der männlichen immer auch in der weib- www.eswe-verkehr.de Melanie Schauß lichen Form zu verwenden. Mit der männlichen Wortform sind stets beide Geschlechter gemeint. Gestaltung und Produktion www.99grad.de Die nächste INFOMOBIL-Ausgabe erscheint Anfang Dezember 2011