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Barrierefreiheit auf wien.at Richtlinien und praktische Anwendungsbeispiele beim Internetauftritt der Stadt Wien
Ausgangslage wien.at wird immer wichtiger für Bürgerinnen und Bürger aller Alters- und Bildungsschichten mit unterschiedlichen Behinderungen Nutzung auf wien.at steigt Immer mehr Informationen und Services online Internet ermöglicht und erleichtert selbstständige Erledigungen Internationale Richtlinien durch das W3C (WAI – Web Accessibility Initiative) Aktuell WCAG 2.0 (WCAG –  Web Content Accessibility Guidelines ) :  Deutsche Fassung  (seit 29.10.2009)
Rechtliche Rahmenbedingungen (1) Webseiten öffentlicher Einrichtungen seit 1.1.2008 zur Barrierefreiheit verpflichtet (E-Government Gesetz): „ Bei der Umsetzung der Ziele dieses Bundesgesetzes ist Vorsorge dafür zu treffen, dass behördliche Internetauftritte, die Informationen anbieten oder Verfahren elektronisch unterstützen, so gestaltet sind, dass internationale Standards über die Web-Zugänglichkeit auch hinsichtlich des barrierefreien Zugangs für behinderte Menschen eingehalten werden." (§1 Abs. 3)
Rechtliche Rahmenbedingungen (2) Behindertengleichstellungsgesetz: „ Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. (§6 Abs. 5) Erläuterung dazu:  "Herangezogen werden dafür beispielsweise die einschlägigen ÖNORMEN in den Bereichen Bauen und technische Ausstattung sowie die  WAI -Leitlinien betreffend Angebote im Internet."  Mehr dazu:  http://www. bizeps .or.at/ news . php ? nr =6552
Status wien.at Beschäftigung mit dem Thema seit 2000, seit 2001 interne Vorgaben („ Styleguide “) wien.at erfüllt seit 2005 zentrale Anforderungen der Barrierefreiheit Beispiele: Semantisch korrekter Code (kein Tabellenlayout, Überschriften, Alternativ-Texte) Navigationshilfen (Sprungmarken)
Barrierefreiheit als Prozess Ziel: Möglichst einfache Bedienbarkeit Regelmäßige Tests zu Usability (Bedienbarkeit) und Accessibility (Zugänglichkeit) Einbindung der Benutzerinnen und Benutzer Kooperation mit accessible media (Interessensvertretung für barrierefreie Webgestaltung)
WCAG 2.0 - Design-Prinzipien Wahrnehmbar Bedienbar Verständlich Robust
Wahrnehmbar (1)
Wahrnehmbar (2) Captchas sollen Hürden für Computer sein... ... sind es aber oft für Menschen
Bedienbar (1) Alle Inhalte und Funktionen müssen mit Tastatur erreichbar sein Geben Sie den Benutzern ausreichend Zeit, Inhalte zu lesen und zu benutzen Hilfen zur Orientierung und Navigation anbieten Beispiel:  Brotkrumen-Navigation
Bedienbar (2) Beispiel: Sprungmarken erleichtern die Benutzung für Tastaturbenutzer
Verständlich (1) Machen Sie Textinhalte lesbar und verständlich Sorgen Sie dafür, dass Webseiten vorhersehbar aussehen und funktionieren Helfen Sie den Benutzern dabei, Fehler zu vermeiden und zu korrigieren
Verständlich (2) Beispiele: - Fremdsprachige Texte auszeichnen. - Abkürzungen auszeichnen - Einfach, klar, verständlich formulieren (keine „interne Sicht“, an BenutzerInnen denken) Statt:   „Bei Verhinderung kann der Ausweis auch von einer von Ihnen schriftlich bevollmächtigten Person ausgehändigt werden.“  besser:  „Wenn Sie verhindert sind, bevollmächtigen Sie schriftlich eine Person, die den Ausweis bei der Behörde abgibt.“
Robust  Maximieren Sie die Kompatibilität mit aktuellen und zukünftigen Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken. Nicht für spezielle Browser optimieren.
Fazit Die Verpflichtung zur Barrierefreiheit ernst nehmen und in der täglichen Umsetzung mitdenken. Denn: „ Behinderung ist die mangelnde Fähigkeit, mit schlechtem Design umgehen zu können.“ Quelle:  http://www.slideshare.net/tcaspers/deutsche-bersetzung-der-wcag-20
Ausblick Herausforderung Multimedia Video mit Untertitel Live-Video mit Untertitel Gebärdensprache Herausforderung Geo-Visualisierungen Dazu folgt in Kürze mehr...
„ Wien Kulturgut“ Kulturgeschichtlicher Stadtplan von Wien www.kulturgut. wien .at  (seit 01.2008) Vorgaben Portalgedanke Steigerung Usability & Performance Barrierefreiheit
„ Wien Kulturgut“ barrierefrei ? Frage:  WO ist WAS ? Ergebnis: Karte allein ist zu WENIG Suche und Beschreibung von Objekten OHNE Karte ? Gezielte Objektsuche über Formulare Räumliche Eingrenzung möglich Ergebnis als LISTEN
Informationsvermittlung GEODATEN FOTO TEXT VIDEO AUDIO URLs Links Karte Formular Objektinformation
Beispiele Wie viele Soldaten lebten im „ römischen“ Legionslager ? Welcher Architekt plante das Wiener Burgtheater ?
Ausblick barrierefreie Geodienste Vereinheitlichung bei GIS Applikationen Objektsuche weiter ausbauen / verbessern Bildmaterial mit Metadaten versehen Durchgängige Tabulatorbedienung Einbinden von Nutzerinnen und Nutzern (Wünsche, Anregungen, Sorgen) Selbsttests (Bsp.: Screenreader, Tabulator Bedienung)
Danke für Ihre Aufmerksamkeit Mag. Thomas Jöchler Leiter Projektentwicklung wien.at thomas . joechler @extern. wien . gv .at Mag. Robert Saul ViennaGIS Projektmanagement robert [email_address] Wichtige Links: WCAG 2.0 (deutsch) Inspiration:  Tomas Caspers über WCAG 2.0 Styleguide wien .at

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Barrierefreiheit auf wien.at

  • 1. Barrierefreiheit auf wien.at Richtlinien und praktische Anwendungsbeispiele beim Internetauftritt der Stadt Wien
  • 2. Ausgangslage wien.at wird immer wichtiger für Bürgerinnen und Bürger aller Alters- und Bildungsschichten mit unterschiedlichen Behinderungen Nutzung auf wien.at steigt Immer mehr Informationen und Services online Internet ermöglicht und erleichtert selbstständige Erledigungen Internationale Richtlinien durch das W3C (WAI – Web Accessibility Initiative) Aktuell WCAG 2.0 (WCAG – Web Content Accessibility Guidelines ) : Deutsche Fassung (seit 29.10.2009)
  • 3. Rechtliche Rahmenbedingungen (1) Webseiten öffentlicher Einrichtungen seit 1.1.2008 zur Barrierefreiheit verpflichtet (E-Government Gesetz): „ Bei der Umsetzung der Ziele dieses Bundesgesetzes ist Vorsorge dafür zu treffen, dass behördliche Internetauftritte, die Informationen anbieten oder Verfahren elektronisch unterstützen, so gestaltet sind, dass internationale Standards über die Web-Zugänglichkeit auch hinsichtlich des barrierefreien Zugangs für behinderte Menschen eingehalten werden." (§1 Abs. 3)
  • 4. Rechtliche Rahmenbedingungen (2) Behindertengleichstellungsgesetz: „ Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. (§6 Abs. 5) Erläuterung dazu: "Herangezogen werden dafür beispielsweise die einschlägigen ÖNORMEN in den Bereichen Bauen und technische Ausstattung sowie die WAI -Leitlinien betreffend Angebote im Internet." Mehr dazu: http://www. bizeps .or.at/ news . php ? nr =6552
  • 5. Status wien.at Beschäftigung mit dem Thema seit 2000, seit 2001 interne Vorgaben („ Styleguide “) wien.at erfüllt seit 2005 zentrale Anforderungen der Barrierefreiheit Beispiele: Semantisch korrekter Code (kein Tabellenlayout, Überschriften, Alternativ-Texte) Navigationshilfen (Sprungmarken)
  • 6. Barrierefreiheit als Prozess Ziel: Möglichst einfache Bedienbarkeit Regelmäßige Tests zu Usability (Bedienbarkeit) und Accessibility (Zugänglichkeit) Einbindung der Benutzerinnen und Benutzer Kooperation mit accessible media (Interessensvertretung für barrierefreie Webgestaltung)
  • 7. WCAG 2.0 - Design-Prinzipien Wahrnehmbar Bedienbar Verständlich Robust
  • 9. Wahrnehmbar (2) Captchas sollen Hürden für Computer sein... ... sind es aber oft für Menschen
  • 10. Bedienbar (1) Alle Inhalte und Funktionen müssen mit Tastatur erreichbar sein Geben Sie den Benutzern ausreichend Zeit, Inhalte zu lesen und zu benutzen Hilfen zur Orientierung und Navigation anbieten Beispiel: Brotkrumen-Navigation
  • 11. Bedienbar (2) Beispiel: Sprungmarken erleichtern die Benutzung für Tastaturbenutzer
  • 12. Verständlich (1) Machen Sie Textinhalte lesbar und verständlich Sorgen Sie dafür, dass Webseiten vorhersehbar aussehen und funktionieren Helfen Sie den Benutzern dabei, Fehler zu vermeiden und zu korrigieren
  • 13. Verständlich (2) Beispiele: - Fremdsprachige Texte auszeichnen. - Abkürzungen auszeichnen - Einfach, klar, verständlich formulieren (keine „interne Sicht“, an BenutzerInnen denken) Statt: „Bei Verhinderung kann der Ausweis auch von einer von Ihnen schriftlich bevollmächtigten Person ausgehändigt werden.“ besser: „Wenn Sie verhindert sind, bevollmächtigen Sie schriftlich eine Person, die den Ausweis bei der Behörde abgibt.“
  • 14. Robust Maximieren Sie die Kompatibilität mit aktuellen und zukünftigen Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken. Nicht für spezielle Browser optimieren.
  • 15. Fazit Die Verpflichtung zur Barrierefreiheit ernst nehmen und in der täglichen Umsetzung mitdenken. Denn: „ Behinderung ist die mangelnde Fähigkeit, mit schlechtem Design umgehen zu können.“ Quelle: http://www.slideshare.net/tcaspers/deutsche-bersetzung-der-wcag-20
  • 16. Ausblick Herausforderung Multimedia Video mit Untertitel Live-Video mit Untertitel Gebärdensprache Herausforderung Geo-Visualisierungen Dazu folgt in Kürze mehr...
  • 17. „ Wien Kulturgut“ Kulturgeschichtlicher Stadtplan von Wien www.kulturgut. wien .at (seit 01.2008) Vorgaben Portalgedanke Steigerung Usability & Performance Barrierefreiheit
  • 18. „ Wien Kulturgut“ barrierefrei ? Frage: WO ist WAS ? Ergebnis: Karte allein ist zu WENIG Suche und Beschreibung von Objekten OHNE Karte ? Gezielte Objektsuche über Formulare Räumliche Eingrenzung möglich Ergebnis als LISTEN
  • 19. Informationsvermittlung GEODATEN FOTO TEXT VIDEO AUDIO URLs Links Karte Formular Objektinformation
  • 20. Beispiele Wie viele Soldaten lebten im „ römischen“ Legionslager ? Welcher Architekt plante das Wiener Burgtheater ?
  • 21. Ausblick barrierefreie Geodienste Vereinheitlichung bei GIS Applikationen Objektsuche weiter ausbauen / verbessern Bildmaterial mit Metadaten versehen Durchgängige Tabulatorbedienung Einbinden von Nutzerinnen und Nutzern (Wünsche, Anregungen, Sorgen) Selbsttests (Bsp.: Screenreader, Tabulator Bedienung)
  • 22. Danke für Ihre Aufmerksamkeit Mag. Thomas Jöchler Leiter Projektentwicklung wien.at thomas . joechler @extern. wien . gv .at Mag. Robert Saul ViennaGIS Projektmanagement robert [email_address] Wichtige Links: WCAG 2.0 (deutsch) Inspiration: Tomas Caspers über WCAG 2.0 Styleguide wien .at

Hinweis der Redaktion

  1. Nutzung: 800.000 versch. Benutzer pro Monat
  2. Bilder brauchen auch bei WCAG 2.0 einen Alternativen Text
  3. http://www.wien.gv.at/menschen/barrierefreiestadt/
  4. Portalgedanke: gemeinsam statt einsam
  5. Portalgedanke: gemeinsam statt einsam