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Crashtest für Utopien

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Crashtest für Utopien

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Vortrag in Berlin, veröffentlicht in: Jour fixe initiative Berlin (Hrsg.): „etwas fehlt“ - Utopie, Kritik und Glücksversprechen. Münster: edition assamblage 2013, S. 241-253.

Vortrag in Berlin, veröffentlicht in: Jour fixe initiative Berlin (Hrsg.): „etwas fehlt“ - Utopie, Kritik und Glücksversprechen. Münster: edition assamblage 2013, S. 241-253.

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Crashtest für Utopien

  1. 1. Was fehlt?Was fehlt? Ein Crashtest fürEin Crashtest für Schönwetter-UtopienSchönwetter-Utopien Annette Schlemm, 2011Annette Schlemm, 2011
  2. 2. • veröffentlicht in:veröffentlicht in: Jour fixe initiative berlin:Jour fixe initiative berlin: „Etwas fehlt“ – Utopie, Kritik„Etwas fehlt“ – Utopie, Kritik und Glücksversprechenund Glücksversprechen edition assamblage,edition assamblage, Münster 2013Münster 2013
  3. 3. 33 Worum geht’s?Worum geht’s? • Herausforderung CrashtestHerausforderung Crashtest • Umrisse einerUmrisse einer konkreten Utopiekonkreten Utopie • Kann sie den CrashtestKann sie den Crashtest überstehen?überstehen?
  4. 4. 44 Das kleinere Problem...Das kleinere Problem... Jede Utopie muss sich daran messen lassen,Jede Utopie muss sich daran messen lassen, wie in ihr das Problem des Kloputzens gelöst ist...wie in ihr das Problem des Kloputzens gelöst ist...
  5. 5. 55 (N)Irgendwo?(N)Irgendwo?
  6. 6. 66 (N)Irgendwo?(N)Irgendwo?
  7. 7. 77 Wunsch...Wunsch... Best Case Utopien Schönwetter- Utopien
  8. 8. 88 Wunsch...Wunsch... Best Case Utopien Schönwetter- Utopien
  9. 9. 99 ... und SF-Wirklichkeit... und SF-Wirklichkeit "Es geht nicht darum, neue Zivilisationen zu entdecken, oder neue Lebensformen zu suchen. Es geht vielmehr darum, eine zerstörte Welt zu beschützen und diese wieder Stück für Stück aufzubauen." R.H. Wolfe - ausführender Produzent von „StarTrek Andromeda“
  10. 10. 1010 Inzwischen...Inzwischen...
  11. 11. 1111 ... zu spät... zu spät
  12. 12. 1212 ... zu spät... zu spät
  13. 13. 1313
  14. 14. 1414
  15. 15. 1515 Prinzip Hoffnung?Prinzip Hoffnung? Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch. ?
  16. 16. 1616
  17. 17. 1717 Raus hier!Raus hier!
  18. 18. 1818 CrashtestCrashtest • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein! „Besseres Leben als je zuvor unter schlechtesten Bedingungen“
  19. 19. 1919 CrashtestCrashtest • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein!  Umwelt- und KlimaverträglichkeitUmwelt- und Klimaverträglichkeit
  20. 20. 2020 CrashtestCrashtest • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein!  Produktivität/ EffektivitätProduktivität/ Effektivität
  21. 21. 2121 CrashtestCrashtest • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein!  Selbstbestimmung – Teilhabe - „Demokratie“Selbstbestimmung – Teilhabe - „Demokratie“
  22. 22. 2222 CrashtestCrashtest • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein!  Global – „von unten“Global – „von unten“
  23. 23. 2323 Besser im Worst Case?Besser im Worst Case? Mühe undMühe und AnstrengungenAnstrengungen ersparendersparend d.h.d.h. mit hohermit hoher Arbeits-Arbeits- produktivitätproduktivität Ökologisch/Ökologisch/ klimatischklimatisch verträglichverträglich d.h.d.h. energie- undenergie- und materialsparendmaterialsparend dezentraldezentral globalglobal AnforderungenAnforderungen
  24. 24. 2424 Besser im Worst Case?Besser im Worst Case? Ökologisch/Ökologisch/ klimatischklimatisch verträglichverträglich d.h.d.h. energie- undenergie- und materialsparendmaterialsparend dezentraldezentral ÖkodörferÖkodörfer „„Alternative“Alternative“ Ökonomie-Ökonomie- ProjekteProjekte KommunenKommunen
  25. 25. 2525 Besser im Worst Case?Besser im Worst Case? Mühe undMühe und AnstrengungenAnstrengungen ersparendersparend d.h.d.h. mit hohermit hoher Arbeits-Arbeits- produktivitätproduktivität globalglobal ?? Ökologisch/Ökologisch/ klimatischklimatisch verträglichverträglich d.h.d.h. energie- undenergie- und materialsparendmaterialsparend dezentraldezentral
  26. 26. 2626 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft Mühe undMühe und AnstrengungenAnstrengungen ersparendersparend d.h.d.h. mit hohermit hoher Arbeits-Arbeits- produktivitätproduktivität globalglobal dezentraldezentral • Freie SoftwareFreie Software • Freie KulturFreie Kultur
  27. 27. 2727 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft • Freie SoftwareFreie Software • Freie KulturFreie Kultur  von Bedürfnissen ausgehend, Bedürfnisse befriedigendvon Bedürfnissen ausgehend, Bedürfnisse befriedigend  selbstbestimmt, selbst organisiert /koordiniertselbstbestimmt, selbst organisiert /koordiniert  ökologisch auf Grund von Immaterialität undökologisch auf Grund von Immaterialität und Bedürfnis- statt ProfitorientierungBedürfnis- statt Profitorientierung
  28. 28. 2828 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft • hochproduktiv, komplex, global – auch hier sind Dezentralität und Selbstbestimmung möglich! • Durchbrechen des kapitalistischen Eigentumprinzips im immateriellen Bereich (Software, Kultur) • Freie SoftwareFreie Software • Freie KulturFreie Kultur
  29. 29. 2929 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft Mühe undMühe und AnstrengungenAnstrengungen ersparendersparend d.h.d.h. mit hohermit hoher Arbeits-Arbeits- produktivitätproduktivität globalglobal dezentraldezentral ImmateriellImmateriell
  30. 30. 3030 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft Von LINUX und WikipediaVon LINUX und Wikipedia werde ich aber nichtwerde ich aber nicht satt !!!satt !!! Lässt sich dieLässt sich die Produktionsweise derProduktionsweise der Freien SoftwareFreien Software und Freien Kulturund Freien Kultur auf dieauf die materielle Produktion übertragen ???materielle Produktion übertragen ??? (www.oekonux.de, www.keimform.de)(www.oekonux.de, www.keimform.de)
  31. 31. 3131 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft Lässt sich die Produktionsweise der Freien Software undLässt sich die Produktionsweise der Freien Software und Freien Kultur auf die materielle Produktion übertragen ???Freien Kultur auf die materielle Produktion übertragen ??? Umsonst- „Laden“ + Ressourcenpool (keine Waren, sondern Commonsgüter) Güter BLEIBEN Commons („Lizenz“ !) ?
  32. 32. 3232 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft Lässt sich die Produktionsweise der Freien Software undLässt sich die Produktionsweise der Freien Software und Freien Kultur auf die materielle Produktion übertragen ???Freien Kultur auf die materielle Produktion übertragen ??? • dezentrale Arbeitsstationendezentrale Arbeitsstationen (PC)(PC) IMMATERIELLIMMATERIELL MATERIELLMATERIELL?? • dezentrale Arbeitsstationendezentrale Arbeitsstationen • Grundlage:Grundlage: MengenwachstumMengenwachstum ⇒⇒ PreissenkungPreissenkung
  33. 33. 3333 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft „„3D-Drucker“3D-Drucker“ VonVon Rapid PrototypingRapid Prototyping zuzu Rapid ProducingRapid Producing
  34. 34. 3434 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft RepRapRepRap
  35. 35. 3535 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft Daten weltweit verfügbar lokale Produktion im Fabricator CAD – virtuelles Produkt Open Design
  36. 36. 3636 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft HamburgHamburg
  37. 37. 3737 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft • Peer-Produktion (= Partnerschaftliche Produktion) • Freiwillige Kooperation zwischen Gleichberechtigten („Peers“), die zu einem gemeinsamen Ziel beitragen. (Siefkes)
  38. 38. 3838 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft • Basiert aufBasiert auf Freier KooperationFreier Kooperation statt Zwangstatt Zwang • Basiert aufBasiert auf CommonsCommons und Besitz statt auf Eigentumund Besitz statt auf Eigentum  Nicht „chaotisch“, sondern: Regeln werden jeweilsNicht „chaotisch“, sondern: Regeln werden jeweils selbst festgelegtselbst festgelegt • „„Wikinomics“ ->Wikinomics“ -> Wiki-&ÖkotopiaWiki-&Ökotopia
  39. 39. 3939 Peer-GesellschaftPeer-Gesellschaft • Aufgabenverteilung • Normalerweise durch Selbstauswahl und Stigmergie sonst (ungewünschte Aufgaben): • Automatisierung: die entsprechenden Tätigkeiten wegautomatisieren • Umorganisation: die Tätigkeiten angenehmer (unterhaltsamer, interessanter, leichter) machen, so dass sich Freiwillige finden. • Faire Aufteilung.
  40. 40. 4040 Worst Case ... undWorst Case ... und dann?dann? Ein wenig Geschichte/Ethnologie:Ein wenig Geschichte/Ethnologie: • Vergleich Melanesien – (Ost-)Polynesien (50er Jahre)Vergleich Melanesien – (Ost-)Polynesien (50er Jahre)
  41. 41. 4141 Worst Case ... undWorst Case ... und dann?dann? Ein wenig Geschichte/Ethnologie:Ein wenig Geschichte/Ethnologie: • Vergleich Melanesien – Polynesien (50er Jahre)Vergleich Melanesien – Polynesien (50er Jahre) • Beide: Ackerbaukulturen mit „steinzeitlichen“Beide: Ackerbaukulturen mit „steinzeitlichen“ ProduktionsmittelnProduktionsmitteln • Ähnliche Verfahren für ähnliche Produkte: Jams,Ähnliche Verfahren für ähnliche Produkte: Jams, Taro, Brotfrucht, Bananen, Kokosnüsse, FischfangTaro, Brotfrucht, Bananen, Kokosnüsse, Fischfang
  42. 42. 4242 Worst Case ... undWorst Case ... und dann?dann? MelanesienMelanesien • SchwereSchwere LebensbedingungenLebensbedingungen PolynesienPolynesien • Geringere ProblemeGeringere Probleme egalitär, offen hierarchisch, geschlossen ? ?
  43. 43. 4343 Worst Case ... undWorst Case ... und dann?dann? MelanesienMelanesien • SchwereSchwere LebensbedingungenLebensbedingungen PolynesienPolynesien • Geringere ProblemeGeringere Probleme egalitär, offen hierarchisch, geschlossen
  44. 44. 4444 Worst Case ... undWorst Case ... und dann?dann? MelanesienMelanesien • SchwereSchwere LebensbedingungenLebensbedingungen egalitär, offen „„Die offene Schichtungsstruktur ermöglichte [...] dieDie offene Schichtungsstruktur ermöglichte [...] die Mobilisierung aller individuellen Fähigkeiten mit demMobilisierung aller individuellen Fähigkeiten mit dem Ergebnis einer erfolgreichen und endgültigenErgebnis einer erfolgreichen und endgültigen Problembewältigung.“Problembewältigung.“
  45. 45. 4545 Worst Case ... undWorst Case ... und dann?dann? PolynesienPolynesien • Geringere ProblemeGeringere Probleme hierarchisch, geschlossen Erst nach erfolgreicher Bewältigung bedrohlicherErst nach erfolgreicher Bewältigung bedrohlicher Situationen verfestigen sich die Differenzierungen inSituationen verfestigen sich die Differenzierungen in Ansehen, Macht und Reichtum.Ansehen, Macht und Reichtum.
  46. 46. 4646 Worst Case ... undWorst Case ... und dann?dann?
  47. 47. 4747 Survival UtopiaSurvival Utopia • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein! • Gerade in Krisensituation „hilft“ Dezentralisierung,Gerade in Krisensituation „hilft“ Dezentralisierung, Enthierarchisierung, Flexibilisierung derEnthierarchisierung, Flexibilisierung der EntscheidungsfindungEntscheidungsfindung • Vgl. MelanesienVgl. Melanesien • WSF...:WSF...: Eine Welt für viele Welten !Eine Welt für viele Welten !
  48. 48. 4848 Survival UtopiaSurvival Utopia • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein! • Ökologische Lebensbedingungen erhalten undÖkologische Lebensbedingungen erhalten und wiederherstellenwiederherstellen • Regionalisierung, Lokalisierung bei globalerRegionalisierung, Lokalisierung bei globaler Vernetzung (ökologisch optimierteVernetzung (ökologisch optimierte Wechselbeziehungen)Wechselbeziehungen)
  49. 49. 4949 Survival UtopiaSurvival Utopia • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein!  Belastbarkeit abhängigBelastbarkeit abhängig von Flexibilitätvon Flexibilität • ResilienzResilienz == Spannkraft und Widerstandsfähigkeit bei Katastrophen oder anderen extremen Belastungssituationen
  50. 50. 5050 Survival UtopiaSurvival Utopia • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein! • Kooperation – P2PKooperation – P2P
  51. 51. 5151 Survival UtopiaSurvival Utopia • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein! • Kooperation – P2PKooperation – P2P
  52. 52. 5252 Survival UtopiaSurvival Utopia • UUnsere Utopie muss gerade im worst case die bessere Option sein! • DezentraleDezentrale Vernetzung bei Selbstbestimmung „vonVernetzung bei Selbstbestimmung „von unten“unten“⇒⇒ FlexibilitätFlexibilität ⇒⇒ ResilienzResilienz • KooperationKooperation ⇒⇒ Win-Win bei begrenzten RessourcenWin-Win bei begrenzten Ressourcen • Revolution:Revolution: Aus-KooperierenAus-Kooperieren!!
  53. 53. 5353 SurvivalSurvival →→UtopiaUtopia KatastrophenangstKatastrophenangst NotwendigkeitNotwendigkeit:: MöglichkeitenMöglichkeiten • ÖkologisierungÖkologisierung • DemokratisierungDemokratisierung • Dezentral-vernetzte Str.Dezentral-vernetzte Str. • KooperationKooperation Je größer die Möglichkeiten, desto weniger ist sogarJe größer die Möglichkeiten, desto weniger ist sogar das „normale Funktionieren“ im Alten erträglich...das „normale Funktionieren“ im Alten erträglich...
  54. 54. 5454 Zukunft selber machenZukunft selber machen „„Die Zukunft ist noch nicht geschrieben.Die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Die Zukunft ist immer das, was ihr daraus machtDie Zukunft ist immer das, was ihr daraus macht Also gebt euch ein bißchen Mühe!“Also gebt euch ein bißchen Mühe!“ (Doc Emmet Brown in „Zurück in die Zukunft“ III)(Doc Emmet Brown in „Zurück in die Zukunft“ III)

Notizen

  • Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie früher mal war...
  • Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie früher mal war...
  • Best Case Utopien Schönwetter- Utopien
  • Best Case Utopien Schönwetter- Utopien
  • Bisherige Schätzungen: bis 60 cm Anstieg Inzwischen werden bis 2100 0,9 bis 1,6 m erwartet Zu „Klima-Katastrophe“ (siehe Material zur Ausstellung „Katastrophenalarm“ der NGBK in Berlin 2998) Katastrophe: kata: nach unten, streiphen: wenden Tragödie: Aufbau der Handlung, Katastrophe, Schluss
  • http://www.archispass.org/?p=2677
  • http://www.fablab-hamburg.org/
  • Hans-Dieter Seibel (1978): Die Entstehung von Macht und Reichtum Vgl. auch Wikipedia: (http://de.wikipedia.org/wiki/Polynesien#Soziokulturelle_Entwicklung_der_Bev.C3.B6lkerung) Die Kulturen West-Polynesiens waren besonders an höhere Bevölkerungszahlen angepasst. Sie besaßen ein hochentwickeltes Rechtssystem und pflegten eine fortgeschrittene Handelstradition. Die gesellschaftlichen Strukturen waren starr und wurden durch ein rigides Heiratsrecht zementiert. Die ost-polynesischen Kulturen hingegen hatten sich vor allem an die schwierigen Bedingungen auf kleineren Inseln und Inselgruppen eingestellt. Obgleich von Natur aus konservativ, besaßen sie eine hohe Flexibilität, wenn es darum ging, die Opfer eventueller Naturkatastrophen auszugleichen. Melanesien: 70...300, max. 1000 Gruppenmitglieder Vielzahl autonomer Verwandtengruppen in gleichberechtigten kleinen Weilern Flexible Regulierungen, wechselnde Führungspersonen, keine starren Privilegien Überschusserwirtschaftung wird als „charismatische Leistung“ betrachtet Polynesien Gemeinwesen mit 2000-3000, max. 10 000 Menschen Schichtenspezifisch differenziert, viele Häuptlingsränge, dauerhaft besetzt Überschussproduktion ist im Rahmen regelmäßiger Abgaben routinisierte Pflicht Entwicklung vom „melanesischen“ zum „polynesischen“ Zustand, Z.B. von Mythen in Tahiti bestätigt...
  • Hans-Dieter Seibel (1978(: Die Entstehung von Macht und Reichtum
  • Hans-Dieter Seibel (1978(: Die Entstehung von Macht und Reichtum
  • Normannisch-Grönland und die Inuit : Während die Wikinger-Siedlungen in Grönland letztendlich untergingen, konnten die Inuit zur selben Zeit trotz der lebensfeindlichen Umgebung überleben. Diamond zeigt, dass hier insbesondere das Festhalten an mittelalterlich-europäischen Verhaltensweisen - die vorher jahrhundertelang sehr gut funktioniert hatten - den Wikingern eine Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen erschwerten . Entscheidend ist also die gewählte Reaktion auf Veränderungen.
  • Suarez: Die Initiative muss daher vielmehr aus dem Volk kommen – und dabei denke ich nicht an Proteste und Demonstrationen, sondern an den Aufbau und die Erprobung neuer Wirtschaftsformen [...] und vermaschte Open-Source-Netzwerke, die eine neue Ökonomie und damit ein soziales Geflecht schaffen, das die etablierten Mächte samt ihren selbsternannten Torwächtern und Lobbyisten eher umginge als stürzte. Solch ein System würde zunächst nur in embryonaler Form geschaffen. Es zöge immer mehr Anhänger an, die aus der bestehenden Ökonomie herausgefallen sind, und setzte sich schließlich durch, wenn eine kritische Masse sich dem neuen System angeschlossen hätte. Man könnte sich auch eine Übergangsphase vorstellen, in der die Menschen mit einem Bein in der alten und mit dem anderen in der neuen Ökonomie stünden, so dass der Übergang nicht so abrupt ausfiele. Man stelle sich nur einmal vor, wie viele gut ausgebildete Menschen es gibt, die gerne einen Neuanfang in einer Welt wagten, in der ihre Schulden – die Erbsünde der freien Märkte – getilgt wären. Entscheidend ist, dass die Verantwortung für Aufbau und Erhaltung der Netzwerkknoten bei einzelnen Gemeinschaften liegt. Für die vernünftige Regulierung sorgt dann eine Gesellschaft, deren Bürger die physische Kontrolle über ihre Infrastrukturnetze ausüben.
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