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Social Media für Journalisten                                                                                           Impressum
                                                                                                                        Herausgeber
Soziale Medien sind gerade der         Homepage oder der Website der       Doch zurück zu Twitter. Konrad und           Junge Medien Schweiz
jüngeren Generation sehr ver-          Parlamentsdienste. Auch Zahl und    Julian sind sich einig, dass man die         8000 Zürich
traut. Aber wie kann man Social        Art der Follower, die Tweets selber wichtigsten Funktionen wie den               www.jugendmedientage.ch
Media als Journalist optimal nut-      oder Bilder können Hinweise auf     Retweet, Hashtags und Mentions               Redaktion
zen? Konrad Weber und Julian           die Authentizität geben.            beherrschen sollte. Listen seien für         Janosch Szabo (Leitung)
Schmidli brachten es engagierten                                           gewisse Themengebiete ebenfalls              René Rödiger (Leitung)
JMT-Teilnehmern im Workshop            Schwierige Verifikation             von grossem Nutzen. Geschlosse-              Melanie Obrist
„Online“ bei.                          Wie verifiziert ein Journalist aber ne Listen im Speziellen seien bei
                                       Bilder und Videos aus dem Inter- Recherchen von Vorteilen, die nicht
                                                                                                                        Rebecca Dütschler
                                                                                                                        Miriam Kalunder                   „Ich habe noch nie einen Artikel geschrieben“
Miriam Kalunder                        net? Konrad und Julian kennen sofort offensichtlich sein sollen.                 Anna Maltsev
                                       die Antwort und zeigen den Teil-                                                 Florance Hildebrand
Gerade bei Twitter stellt sich Jour-   nehmern einige Tricks. So können Filtern und foglen                              William Stern
nalisten immer wieder die Frage        Bilder beispielsweise auf ihre Me- Auch sollten die Filterfunktionen             Alina Dekker
nach der Echtheit von Profilen in      tadaten hin untersucht werden. bei der Suche benutzt werden.                     Matthias Strasser
sozialen Netzwerken. Das Twit-         Wer digitale Bilder schiesst, der Beim Attentat von Breivik filterte             Alexandra Scherrer
terprofil @ChrMoergeli gehört          verewigt Zeit, Datum und teilwei- Konrad beispielsweise nach Tweets
dem echten Nationalrat Mörgeli,        se sogar den Ort in der Bilddatei. in der Originalsprache, um die vie-          Bildredaktion
das Profil @real_moergeli nicht        Wer den Standort kennt, kann bei len Gerüchte auszuschliessen. Mit              Manuel Lopez
unbedingt. Das erschliesst sich        Bildern und Videos über Google einem Retweet von einem „Leader“                 Layout
dem Journalisten beispielsweise        Maps und Google Street View die kann ein Anliegen sehr rasch in der             Melanie Obrist
bei einem Besuch auf Mörgelis          Angaben prüfen.                     Community verbreitet werden.                Manuel Lopez
                                                                                                                       Auflage
                                                                                                                       100 Exemplare

                                                                                                                        Publikation
                                                                                                                        21. Oktober 2012
                                                                                                                        Partner




                                                                                                                                                          Zum ersten Mal in Zürich und sogleich am Bahnhof abgefangen: Pierre Romera im Interview mit „ZoooM!“ über Datenjournalismus
Wach, präsent, die Fühler immer ausgestreckt                                                                                                              und Journalisme + + . 	    									                                                                       (Foto: Manuel Lopez)
                                                                                                                                                          Pierre Romera fühlt sich mitten         sowohl programmieren als auch Es gibt zwei Ziele, die ich verfolge.       setzen, vor uns liegt aber noch ein
„Zmitzt dinna“: Mit ihrer Sen-         ruhiger. Aber Journalisten müssen     Du hast ja zweimal den Ost-             Eine „Rampensau“ würde ich nicht     drin im Journalismus und kommt          schreiben kann - es braucht nicht Das eine besteht darin, den Journa-     langer Weg.
dung auf Tele Südostschweiz            ihre Fühler natürlich immer aus-      schweizer Medienpreis gewon-            gerade sagen, aber auch nicht zu     doch aus einer ganz anderen             immer drei Leute.                   listen das Basiswissen im Program-
hat Sereina Venzin schon zwei-         gestreckt haben für Geschichten.      nen. Was bedeutet dir das?              bescheiden. Als Journalistin muss    Ecke. Als Programmierer hat der                                             mieren zu vermitteln, damit sie mit   Denkst Du, Datenjournalismus
mal den Ostschweizer Medien-           Wenn sechs Uhr ist, kann ich nicht    In erster Linie ist es eine grosse      ich wach sein, präsent sein. Ich     24-jährige Franzose angefangen.         Und Du bist was?                    den Experten kommunizieren kön-       bekommt in der Zukunft mehr
preis gewonnen. Und als Jour-          einfach Feierabend machen, wenn       Wertschätzung. Das sind ja gestan-      mache eine Geschichte vor allem,     Heute hilft er Journalisten, Daten      Angefangen habe ich als Program- nen. Ausserdem möchte ich ihnen          Bedeutung?
nalistin mitten drin zu sein, ist      nebenan gerade ein Grossbrand ist.    dene Profis, die das bewerten. Es       damit sie dem Publikum gefällt.      zu analysieren und aufzuarbei-          mierer, aber heute bin ich immer Mittel in die Hand geben, um diese       Es wird immer verschiedene Arten
denn auch ihr Credo – real na-                                               ist eines der schönsten Feedbacks,      Wenn sie dann auch noch ausge-       ten.                                    mehr Journalist. Ich interessiere Daten zu analysieren, zu interpre-      von Journalisten geben. Der Daten-
türlich, nicht virtuell.               Bist du auch rund um die Uhr er-      wenn man eine Auszeichnung er-          zeichnet wird, dann bringt das ne-                                           mich sehr für diesen Beruf. Die tieren und in einem Artikel zu ver-       journalismus wird die Arbeitsweise
                                       reichbar? Wie handhabst du Soci-      hält. Und die Bevölkerung sieht,        ben der persönlichen Freude letzt-   von Alexandra Scherrer                  Welt der Medien fasziniert mich wenden.                                   aber ändern. Das macht er jetzt
Rebecca Dütschler                      al Media?                             ah ja Sereina hat einen Preis für       lich auch dem Sender etwas.          und Florance Hildebrand                 und ich kenne sie sehr gut. Aller-                                        schon.
                                       Ich habe einen Facebook-Account       ihre Sendung erhalten. Es gibt aber                                                                                  dings habe ich noch nie einen Ar- Gibt es noch nicht viele Journa-
Sereina Venzin, müssen Journa-         aber nur unter einem anderen          auch Leute, die finden, diese Prei-
                                                                                                       Welche Bedeutung haben denn                        Du bist Experte im Datenjourna-         tikel geschrieben. Da ich jetzt nur listen, die so mit Daten umgehen
listen immer erreichbar sein?          Namen. Diesen habe ich für den        se nicht so toll, weil sie es komisch
                                                                                                       Preisverleihungen für die Me-                      lismus. Was versteht man darun-         noch für journalistische Projekte können?                                 Ausbildung: Études d‘informatique
Auf einer Redaktion ist man ja         Fall, dass ich einmal recherchieren   finden, wenn jemand sein eigenes
                                                                                                       dienlandschaft?                                    ter genau?                              arbeite, bin ich zwar immer noch Die Vorstellung, mit einem Pro-          (Informatik)
nicht alleine verantwortlich. Die      muss. Ansonsten pflege ich meine      Projekt einsendet und es preis-
                                                                                                       Ich denke, dass sie wichtig sind. Es               Datenjournalismus ist die Kombi-        Programmierer, aber richte meine grammierer zusammen zu arbei-            Herkunft: Grenoble (FR)
Arbeit wird aufgeteilt. Wenn ich       Freundschaften im realen Leben.       würdig findet. Sie würden das eher
                                                                                                       sind ja vor allem Fachpersonen, die                nation von drei Berufen: Program-       Arbeitsweise nach dem Journalis- ten, ist vielen Journalisten immer
                                                                                                                                                                                                                                                                            Wohnort: Paris
zum Beispiel Redaktionsleitung         Twitter benutze ich nicht. Ich bin    über Drittpersonen machen. Das
                                                                                                       solche Preisverleihungen beobach-                  mierer, Grafiker und Journalist. Die-   mus aus.                            noch fremd. Auch fehlen ihnen
habe, dann kann eine Woche sehr        eher der altmodische Typ, habe        muss halt jeder selbst entscheiden.
                                                                                                       ten. Die kennen die Preise. Es kann                se drei Kompetenzen braucht es,                                             oft die Kenntnisse, Tabellen und      twitter: @pirhoo
stressig sein, und ich mache viel-     alle Fühler ausgestreckt, aber ohne                             einen Journalisten auch beruflich                  um rohe Datensätze journalistisch       Euer Projekt Journalisme ++ bie- Grafiken zu erstellen. Es gibt zwar      mehr zu Journalisme ++ :
leicht Überstunden. Dafür ist dann     speziell Social Media miteinzube- Ein Journalist muss also eine weiterbringen oder ihn zumindest                   zu nutzen und aufzuarbeiten. Es         tet Weiterbildungen für Journalis- immer mehr Journalisten, die sich      http://jplusplus.org
die folgende Woche wieder etwas        ziehen.                             „Rampensau“ sein?           in den Fokus rücken.                               ist auch möglich, dass eine Person      ten an. Wie sieht so ein Kurs aus? mit diesem Thema auseinander-
Off The Record – Investigativer Journalismus                                                                                                                   Bunte Lippen und dunkle Städte
Im investigativen Journalismus        ver Journalismus viel komplizierter     Möglichkeit eines Sprachrohres für      ren. Gleich wie der Journalist dem
geht es um viel Taktik und Feinge-    als bei unseren Nachbarn“, meint        eigene Interessen, andererseits ist     Informanten Quellenschutz ver-
fühl, um an geheime und verbor-       Julian Schmidli, der als investigati-   das Beibehalten der Anonymität          spricht, muss der Informationsquel-
gene Informationen zu gelangen.       ver Journalist bei der Sonntagszei-     der sogenannten Whistleblower           le vertraut werden können. Dazu
Dass dabei grosse Unterschie-         tung und Le Matin Dimanche tätig        von grösster Wichtigkeit. Im Ge-        verwenden die Medienschaffenden
de zwischen der Schweiz und           ist. Als einen der Hauptgründe          genzug erhält der Journalist Ein-       die Zwei-Quellen-Regel als Über-
Deutschland bestehen, erklärte        sieht er die Diskretion der Schwei-     sicht in unveröffentlichte Daten        prüfungsmethode.
Julian Schmidli am Roundtable.        zer im Umgang mit ihrem Wissen          und Informationsnetze. Um aber
                                      und ihren Netzwerken. Sowieso sei       überhaupt an Informanten zu kom-        Gesuchte Leute
Von Melanie Obrist                    das deutsche System, politisch wie      men, braucht es zuerst ein ausge-       Selbst wenn investigativer Journa-
                                      auch gesellschaftlich betrachtet,       prägtes Netzwerk mit Ansprechs-         lismus in der Schweiz einen ande-
Fällt der Begriff „investigativer viel härter und kompetitiver.               personen und Bekannten aus              ren Stellenwert hat als in Deutsch-
Journalismus“, ist die erste Assotia-                                         jeglichen Bereichen. Entscheidend       land, sind gute Leute selten. Laut
tion dazu wohl „Der Spiegel“, Euro- Wissen ist Macht                          dafür ist nicht zuletzt der Ruf des     Schmidli, dessen Spezialität in der
pas auflagenstärkstes Nachrichten- Informationen gibt es nie umsonst,         Journalisten, der die Glaubwürdig-      Datenanalyse- und Beschaffung
Magazin. Was in Deutschland eine auch nicht für Journalisten, die             keit und mögliche Zusammenar-           liegt, sind investigative Journalisten
wichtige Rolle im Journalismus-Ge- sich bereits einen Namen gemacht           beit massgebend beeinflusst. Das        nicht nur in Politik und Wirtschaft,
füge eingenommen hat, stösst in haben. „Es ist immer ein Tausch-              Vertrauen zwischen Whistleblower        sondern auch in den Bereichen Kul-
der Schweiz schnell an seine Gren- handel“, meint der 27-jährige Jour-        und investigativem Journalisten         tur, Wissenschaft und Sport immer
zen: „In der Schweiz ist investigati- nalist. Dazu gehört einerseits die      muss aber gegenseitig funktionie-       mehr gesucht.


Nicole Krättli
                             „Ihr müsst hartnäckig sein und Rückschläge einstecken können.                                                                      Die Fotoausstellung der Jugendmedientage begeisterte mit Bildern von hoher künstlerischer Qualität. 	                            (Foto: Manuel Lopez)
                             Jeder Artikel ist eine Chance. Geht nicht immer den einfachsten                                                                   	
                             Weg, sondern probiert auch Neues aus.“
                                                                                                                                                               Der letzte Abend der Jugendme-         tailaufnahmen war an der Fotoaus-       nicht einmal weiss, dass er gerade
                                                                                                                                                                                                                                                                               Basel für super Stimmung und run-
                                                                                                                                                               dientage stand ganz im Zeichen         stellung am Samstagabend in der         fotografiert wird.“ Neben Men-   deten den letzten Abend der ersten
                                                      Sereina Venzin




                                                                                                                                                               der Fotografie. 16 Nachwuchs-          Remise alles zu sehen. „Ich hätte       schen fotografiert Jan am liebsten
                                                                                                                                                                                                                                                                               Schweizer Jugendmedientage ab.
                                                                                                                                                               talente stellten in der Remise in      nie gedacht, dass es so gute Fotos      grosse Städte bei Nacht. NebenbeiWährend die jungen Nachwuchs-
                                                                                                                                                               Zürich ihre besten Werke zu ver-       zu sehen gibt. Die meisten Fotogra-     engagiert sich der Hobbyfotograf journalisten, -redaktoren, und -fo-
                                                                                                                                                               schiedensten Themen aus und            fen sind zwischen 16 und 20 und die     für Tink.ch und möchte am liebsten
                                                                                                                                                                                                                                                                               tografen beim Grillieren die vielen
                                                                                                                                                               begeisterten Teilnehmer und Be-        Bilder sind wirklich sehr professio-    Fotojournalist werden.           Eindrücke der letzten Tage disku-
                                                                                                                                                               sucher gleichermassen.                 nell und kreativ gemacht – ich bin                                       tierten, war das Fazit eindeutig:
                                                                                                                                                                                                      beeindruckt“, sagt die 22-jährige       Abschluss mit The Drops          Die ersten Jugendmedientage der
                                                                                                                                         Simone Rau            Anna Maltsev                           Sophie, die an den JMT teilnahm.        Neben der beeindruckenden Aus- Schweiz werden bestimmt nicht
                                                                                                  „Schreiben, schreiben, schreiben, soviel wie möglich                                                                                        stellung sorgten „The Drops“ aus die letzten sein!
                                                                                                         und egal wo. Seid vor allem offen gegenüber           „Ich fotografiere, weil ich es ein-    Gelungener Abschluss
                                                                                                            Menschen, Themen und Medienkanälen.“               fach liebe“, sagt Elias Kaiser und     Ein anderer dieser Nachwuchsta-
                                                                                                                                                               strahlt. Neben ihm hängt seine         lente ist Jan Müller. Von klein auf
                                                                                                                                                               neueste Fotoserie „Lips“. In beein-    hat der heute 20-Jährige gerne fo-
                                                                                                                                                               druckender Art und Weise hat der       tografiert, vor zwei Jahren kaufte er
                                     „Ihr müsst für den Journalismus leben, das Feuer haben. Streckt auch
                                                                                                                                                               23-Jährige die Nahaufnahme von         sich die erste Spiegelreflexkamera.
                                     in der Freizeit alle Fühler nach spannenden Geschichten aus.“
                                                                                                                                                               Lippen in verschiedenen Farben         Mit viel Liebe zum Detail konzent-
                                                                                                                                                               in Szene gesetzt. Seine Kreativi-      riert er sich nun vor allem auf Mo-
                                                                              sie. Dass sie solange recherchieren     Anstellung beim Beobachter war           tät auszuleben, ist dem Studenten      mentaufnahmen. „Ich mag keine
Der Beobachter lebt langsam                                                   kann, wie sie dafür Zeit braucht, ist
                                                                              für Nicole ein Privileg. „Das Produkt
                                                                                                                      sie Praktikantin bei der „Südost-
                                                                                                                      schweiz“, beim „TagiMagi“, beim
                                                                                                                                                               besonders wichtig. „Ich habe mir
                                                                                                                                                               fest vorgenommen, immer noch
                                                                                                                                                                                                      gestellten Fotos. Den besonderen
                                                                                                                                                                                                      Augenblick einzufangen – eine be-
Es gibt einige Printmedien, die im    sumentenmagazin erscheint alle          ist so letztlich von hoher Qualität“,   „Stern“ und noch vielen mehr. Vor        meine eigenen Ideen umzusetzen         stimmte Atmosphäre – das geht
heutigen Nachrichtenfluss noch        zwei Wochen. Eine Woche bevor es        sagt Nicole. Die Möglichkeit zu auf-    allem die Zeit bei der „Südost-          – egal wie viele Aufträge ich ein-     am besten, wenn der Fotografierte
die Möglichkeit haben, „richtig“      in den Druck geht, müssen die Arti-     wändigen Nachforschungen habe           schweiz“ behält sie als gute Schule      mal habe.“ Und über mangelnde
zu recherchieren. Was sich po-        kel komplett sein. Wo bleibt da die     aber auch seine Nachteile. „Beim        in Erinnerung.                           Aufträge kann sich Elias schon jetzt
sitiv anhört, hat aber nicht nur
Vorteile.
                                      Zeit für anspruchsvolle Recherche?      Beobachter können wir uns nicht
                                                                              in ein aktuelles Thema vertiefen.  Lehrgeld bei der Tageszeitung
                                                                                                                                                               nicht beklagen – seit einem Jahr
                                                                                                                                                               lebt er von seiner Leidenschaft.
                                                                                                                                                                                                      The Drops – „Wir haben einen Song für euch“
                                      Drei Monate Recherche                   Denn eine Woche später kann alles  Sie empfiehlt jungen Journalisten                                                    „The Drops“ waren nicht nur vor-        Song zum Besten. Die Ansage war       nach dem Auftritt gegenüber Zoo-
Von Alina Dekker                      Nicole Krättli ist seit rund zwei       wieder anders aussehen.“ Deshalb   unbedingt zuerst Erfahrungen bei              Professionell und kreativ              dergründig das musikalische High-       simpel: „Wir haben einen Song für     om! Er ist übrigens der Bruder von
                                      Jahren Redaktorin beim „Beobach-        müsse man sich auf zeitlose The-   einer Tageszeitung zu sammeln,                Zusammen mit 15 weiteren Jung-         light des Samstagabends. Nach           euch.“ Was dann folgte, war typisch   Elias Kaiser, der nebst anderen in
Die Schnelllebigkeit des heutigen     ter“. Für ihre letzte Titelstory hat    men konzentrieren. Schlecht findet bevor sie sich überlegen zum Maga-            fotografinnen und Jungfotografen       ihrem Auftritt in der Remise über-      für die junge Basler Band: jung,      der Fotoausstellung ausgewählte
Journalismus macht intensive Re-      sie fast drei Monate lang recher-                                          zinjournalismus zu wechseln. „Denn
                                                                              das die Journalistin aber nicht. „Es                                             hatte er die Chance, einige seiner     raschten sie das JMT-Newsroom-          spontan und mit dem richtigen Ge-     Bilder zeigte.
cherche immer schwieriger. Trotz-     chiert. „Neben der Haupttätigkeit,      ist nun mal etwas Anderes und es   bei einer Tageszeitung bist du nicht          Werke an den Jugendmedientagen         Team mit einem kleinen Extra-           fühl fürs Publikum. Die Musiker der
dem gibt es immer noch Printme-       dem Recherchieren, muss ich mich        kommt immer darauf an, wo man      einfach Praktikant. Du wirst wirk-            in Zürich auszustellen. Von profes-    Auftritt. Sänger Noah Kaiser und        Band, die zum DRS3-Best-Talent        Ein ausführliches Interview mit
dien, welche die Recherche als        aber natürlich auch noch anderen        sich selbst sieht.“                lich gebraucht“, sagt Nicole: „Du             sionellen Studioporträts über dy-      Schlagzeuger Kevin Guida schau-         gewählt wurde, wissen sehr genau,     „The Drops“ gibt es im Blog auf
Hauptbestandteil ihrer journalisti-   Arbeiten widmen. Sonst gäbe es                                             lernst einiges mehr und bist in der           namische Konzertaufnahmen und          ten im Hinterzimmer vorbei und          was sie wollen: „Auf grossen Büh-     www.jugendmedientage.ch zu hö-
schen Arbeit sehen. Eines von ih-     nicht alle zwei Wochen eine neue        Nicole hat mit 24 Jahren schon ei- Zukunft für fast jedes Printmedium            poetische Schwarz-Weiss-Fotogra-       gaben direkt am Newsdesk einen          nen spielen“, sagte Noah Kaiser       ren.
nen ist der „Beobachter“. Das Kon-    Ausgabe des Beobachters“, erklärt       nen langen Lebenslauf. Vor ihrer gerüstet.“                                      fien bis hin zu faszinierenden De-

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Zoom! #2 – Das Magazin zu den ersten Schweizer Jugendmedientagen

  • 1. Social Media für Journalisten Impressum Herausgeber Soziale Medien sind gerade der Homepage oder der Website der Doch zurück zu Twitter. Konrad und Junge Medien Schweiz jüngeren Generation sehr ver- Parlamentsdienste. Auch Zahl und Julian sind sich einig, dass man die 8000 Zürich traut. Aber wie kann man Social Art der Follower, die Tweets selber wichtigsten Funktionen wie den www.jugendmedientage.ch Media als Journalist optimal nut- oder Bilder können Hinweise auf Retweet, Hashtags und Mentions Redaktion zen? Konrad Weber und Julian die Authentizität geben. beherrschen sollte. Listen seien für Janosch Szabo (Leitung) Schmidli brachten es engagierten gewisse Themengebiete ebenfalls René Rödiger (Leitung) JMT-Teilnehmern im Workshop Schwierige Verifikation von grossem Nutzen. Geschlosse- Melanie Obrist „Online“ bei. Wie verifiziert ein Journalist aber ne Listen im Speziellen seien bei Bilder und Videos aus dem Inter- Recherchen von Vorteilen, die nicht Rebecca Dütschler Miriam Kalunder „Ich habe noch nie einen Artikel geschrieben“ Miriam Kalunder net? Konrad und Julian kennen sofort offensichtlich sein sollen. Anna Maltsev die Antwort und zeigen den Teil- Florance Hildebrand Gerade bei Twitter stellt sich Jour- nehmern einige Tricks. So können Filtern und foglen William Stern nalisten immer wieder die Frage Bilder beispielsweise auf ihre Me- Auch sollten die Filterfunktionen Alina Dekker nach der Echtheit von Profilen in tadaten hin untersucht werden. bei der Suche benutzt werden. Matthias Strasser sozialen Netzwerken. Das Twit- Wer digitale Bilder schiesst, der Beim Attentat von Breivik filterte Alexandra Scherrer terprofil @ChrMoergeli gehört verewigt Zeit, Datum und teilwei- Konrad beispielsweise nach Tweets dem echten Nationalrat Mörgeli, se sogar den Ort in der Bilddatei. in der Originalsprache, um die vie- Bildredaktion das Profil @real_moergeli nicht Wer den Standort kennt, kann bei len Gerüchte auszuschliessen. Mit Manuel Lopez unbedingt. Das erschliesst sich Bildern und Videos über Google einem Retweet von einem „Leader“ Layout dem Journalisten beispielsweise Maps und Google Street View die kann ein Anliegen sehr rasch in der Melanie Obrist bei einem Besuch auf Mörgelis Angaben prüfen. Community verbreitet werden. Manuel Lopez Auflage 100 Exemplare Publikation 21. Oktober 2012 Partner Zum ersten Mal in Zürich und sogleich am Bahnhof abgefangen: Pierre Romera im Interview mit „ZoooM!“ über Datenjournalismus Wach, präsent, die Fühler immer ausgestreckt und Journalisme + + . (Foto: Manuel Lopez) Pierre Romera fühlt sich mitten sowohl programmieren als auch Es gibt zwei Ziele, die ich verfolge. setzen, vor uns liegt aber noch ein „Zmitzt dinna“: Mit ihrer Sen- ruhiger. Aber Journalisten müssen Du hast ja zweimal den Ost- Eine „Rampensau“ würde ich nicht drin im Journalismus und kommt schreiben kann - es braucht nicht Das eine besteht darin, den Journa- langer Weg. dung auf Tele Südostschweiz ihre Fühler natürlich immer aus- schweizer Medienpreis gewon- gerade sagen, aber auch nicht zu doch aus einer ganz anderen immer drei Leute. listen das Basiswissen im Program- hat Sereina Venzin schon zwei- gestreckt haben für Geschichten. nen. Was bedeutet dir das? bescheiden. Als Journalistin muss Ecke. Als Programmierer hat der mieren zu vermitteln, damit sie mit Denkst Du, Datenjournalismus mal den Ostschweizer Medien- Wenn sechs Uhr ist, kann ich nicht In erster Linie ist es eine grosse ich wach sein, präsent sein. Ich 24-jährige Franzose angefangen. Und Du bist was? den Experten kommunizieren kön- bekommt in der Zukunft mehr preis gewonnen. Und als Jour- einfach Feierabend machen, wenn Wertschätzung. Das sind ja gestan- mache eine Geschichte vor allem, Heute hilft er Journalisten, Daten Angefangen habe ich als Program- nen. Ausserdem möchte ich ihnen Bedeutung? nalistin mitten drin zu sein, ist nebenan gerade ein Grossbrand ist. dene Profis, die das bewerten. Es damit sie dem Publikum gefällt. zu analysieren und aufzuarbei- mierer, aber heute bin ich immer Mittel in die Hand geben, um diese Es wird immer verschiedene Arten denn auch ihr Credo – real na- ist eines der schönsten Feedbacks, Wenn sie dann auch noch ausge- ten. mehr Journalist. Ich interessiere Daten zu analysieren, zu interpre- von Journalisten geben. Der Daten- türlich, nicht virtuell. Bist du auch rund um die Uhr er- wenn man eine Auszeichnung er- zeichnet wird, dann bringt das ne- mich sehr für diesen Beruf. Die tieren und in einem Artikel zu ver- journalismus wird die Arbeitsweise reichbar? Wie handhabst du Soci- hält. Und die Bevölkerung sieht, ben der persönlichen Freude letzt- von Alexandra Scherrer Welt der Medien fasziniert mich wenden. aber ändern. Das macht er jetzt Rebecca Dütschler al Media? ah ja Sereina hat einen Preis für lich auch dem Sender etwas. und Florance Hildebrand und ich kenne sie sehr gut. Aller- schon. Ich habe einen Facebook-Account ihre Sendung erhalten. Es gibt aber dings habe ich noch nie einen Ar- Gibt es noch nicht viele Journa- Sereina Venzin, müssen Journa- aber nur unter einem anderen auch Leute, die finden, diese Prei- Welche Bedeutung haben denn Du bist Experte im Datenjourna- tikel geschrieben. Da ich jetzt nur listen, die so mit Daten umgehen listen immer erreichbar sein? Namen. Diesen habe ich für den se nicht so toll, weil sie es komisch Preisverleihungen für die Me- lismus. Was versteht man darun- noch für journalistische Projekte können? Ausbildung: Études d‘informatique Auf einer Redaktion ist man ja Fall, dass ich einmal recherchieren finden, wenn jemand sein eigenes dienlandschaft? ter genau? arbeite, bin ich zwar immer noch Die Vorstellung, mit einem Pro- (Informatik) nicht alleine verantwortlich. Die muss. Ansonsten pflege ich meine Projekt einsendet und es preis- Ich denke, dass sie wichtig sind. Es Datenjournalismus ist die Kombi- Programmierer, aber richte meine grammierer zusammen zu arbei- Herkunft: Grenoble (FR) Arbeit wird aufgeteilt. Wenn ich Freundschaften im realen Leben. würdig findet. Sie würden das eher sind ja vor allem Fachpersonen, die nation von drei Berufen: Program- Arbeitsweise nach dem Journalis- ten, ist vielen Journalisten immer Wohnort: Paris zum Beispiel Redaktionsleitung Twitter benutze ich nicht. Ich bin über Drittpersonen machen. Das solche Preisverleihungen beobach- mierer, Grafiker und Journalist. Die- mus aus. noch fremd. Auch fehlen ihnen habe, dann kann eine Woche sehr eher der altmodische Typ, habe muss halt jeder selbst entscheiden. ten. Die kennen die Preise. Es kann se drei Kompetenzen braucht es, oft die Kenntnisse, Tabellen und twitter: @pirhoo stressig sein, und ich mache viel- alle Fühler ausgestreckt, aber ohne einen Journalisten auch beruflich um rohe Datensätze journalistisch Euer Projekt Journalisme ++ bie- Grafiken zu erstellen. Es gibt zwar mehr zu Journalisme ++ : leicht Überstunden. Dafür ist dann speziell Social Media miteinzube- Ein Journalist muss also eine weiterbringen oder ihn zumindest zu nutzen und aufzuarbeiten. Es tet Weiterbildungen für Journalis- immer mehr Journalisten, die sich http://jplusplus.org die folgende Woche wieder etwas ziehen. „Rampensau“ sein? in den Fokus rücken. ist auch möglich, dass eine Person ten an. Wie sieht so ein Kurs aus? mit diesem Thema auseinander-
  • 2. Off The Record – Investigativer Journalismus Bunte Lippen und dunkle Städte Im investigativen Journalismus ver Journalismus viel komplizierter Möglichkeit eines Sprachrohres für ren. Gleich wie der Journalist dem geht es um viel Taktik und Feinge- als bei unseren Nachbarn“, meint eigene Interessen, andererseits ist Informanten Quellenschutz ver- fühl, um an geheime und verbor- Julian Schmidli, der als investigati- das Beibehalten der Anonymität spricht, muss der Informationsquel- gene Informationen zu gelangen. ver Journalist bei der Sonntagszei- der sogenannten Whistleblower le vertraut werden können. Dazu Dass dabei grosse Unterschie- tung und Le Matin Dimanche tätig von grösster Wichtigkeit. Im Ge- verwenden die Medienschaffenden de zwischen der Schweiz und ist. Als einen der Hauptgründe genzug erhält der Journalist Ein- die Zwei-Quellen-Regel als Über- Deutschland bestehen, erklärte sieht er die Diskretion der Schwei- sicht in unveröffentlichte Daten prüfungsmethode. Julian Schmidli am Roundtable. zer im Umgang mit ihrem Wissen und Informationsnetze. Um aber und ihren Netzwerken. Sowieso sei überhaupt an Informanten zu kom- Gesuchte Leute Von Melanie Obrist das deutsche System, politisch wie men, braucht es zuerst ein ausge- Selbst wenn investigativer Journa- auch gesellschaftlich betrachtet, prägtes Netzwerk mit Ansprechs- lismus in der Schweiz einen ande- Fällt der Begriff „investigativer viel härter und kompetitiver. personen und Bekannten aus ren Stellenwert hat als in Deutsch- Journalismus“, ist die erste Assotia- jeglichen Bereichen. Entscheidend land, sind gute Leute selten. Laut tion dazu wohl „Der Spiegel“, Euro- Wissen ist Macht dafür ist nicht zuletzt der Ruf des Schmidli, dessen Spezialität in der pas auflagenstärkstes Nachrichten- Informationen gibt es nie umsonst, Journalisten, der die Glaubwürdig- Datenanalyse- und Beschaffung Magazin. Was in Deutschland eine auch nicht für Journalisten, die keit und mögliche Zusammenar- liegt, sind investigative Journalisten wichtige Rolle im Journalismus-Ge- sich bereits einen Namen gemacht beit massgebend beeinflusst. Das nicht nur in Politik und Wirtschaft, füge eingenommen hat, stösst in haben. „Es ist immer ein Tausch- Vertrauen zwischen Whistleblower sondern auch in den Bereichen Kul- der Schweiz schnell an seine Gren- handel“, meint der 27-jährige Jour- und investigativem Journalisten tur, Wissenschaft und Sport immer zen: „In der Schweiz ist investigati- nalist. Dazu gehört einerseits die muss aber gegenseitig funktionie- mehr gesucht. Nicole Krättli „Ihr müsst hartnäckig sein und Rückschläge einstecken können. Die Fotoausstellung der Jugendmedientage begeisterte mit Bildern von hoher künstlerischer Qualität. (Foto: Manuel Lopez) Jeder Artikel ist eine Chance. Geht nicht immer den einfachsten Weg, sondern probiert auch Neues aus.“ Der letzte Abend der Jugendme- tailaufnahmen war an der Fotoaus- nicht einmal weiss, dass er gerade Basel für super Stimmung und run- dientage stand ganz im Zeichen stellung am Samstagabend in der fotografiert wird.“ Neben Men- deten den letzten Abend der ersten Sereina Venzin der Fotografie. 16 Nachwuchs- Remise alles zu sehen. „Ich hätte schen fotografiert Jan am liebsten Schweizer Jugendmedientage ab. talente stellten in der Remise in nie gedacht, dass es so gute Fotos grosse Städte bei Nacht. NebenbeiWährend die jungen Nachwuchs- Zürich ihre besten Werke zu ver- zu sehen gibt. Die meisten Fotogra- engagiert sich der Hobbyfotograf journalisten, -redaktoren, und -fo- schiedensten Themen aus und fen sind zwischen 16 und 20 und die für Tink.ch und möchte am liebsten tografen beim Grillieren die vielen begeisterten Teilnehmer und Be- Bilder sind wirklich sehr professio- Fotojournalist werden. Eindrücke der letzten Tage disku- sucher gleichermassen. nell und kreativ gemacht – ich bin tierten, war das Fazit eindeutig: beeindruckt“, sagt die 22-jährige Abschluss mit The Drops Die ersten Jugendmedientage der Simone Rau Anna Maltsev Sophie, die an den JMT teilnahm. Neben der beeindruckenden Aus- Schweiz werden bestimmt nicht „Schreiben, schreiben, schreiben, soviel wie möglich stellung sorgten „The Drops“ aus die letzten sein! und egal wo. Seid vor allem offen gegenüber „Ich fotografiere, weil ich es ein- Gelungener Abschluss Menschen, Themen und Medienkanälen.“ fach liebe“, sagt Elias Kaiser und Ein anderer dieser Nachwuchsta- strahlt. Neben ihm hängt seine lente ist Jan Müller. Von klein auf neueste Fotoserie „Lips“. In beein- hat der heute 20-Jährige gerne fo- druckender Art und Weise hat der tografiert, vor zwei Jahren kaufte er „Ihr müsst für den Journalismus leben, das Feuer haben. Streckt auch 23-Jährige die Nahaufnahme von sich die erste Spiegelreflexkamera. in der Freizeit alle Fühler nach spannenden Geschichten aus.“ Lippen in verschiedenen Farben Mit viel Liebe zum Detail konzent- in Szene gesetzt. Seine Kreativi- riert er sich nun vor allem auf Mo- sie. Dass sie solange recherchieren Anstellung beim Beobachter war tät auszuleben, ist dem Studenten mentaufnahmen. „Ich mag keine Der Beobachter lebt langsam kann, wie sie dafür Zeit braucht, ist für Nicole ein Privileg. „Das Produkt sie Praktikantin bei der „Südost- schweiz“, beim „TagiMagi“, beim besonders wichtig. „Ich habe mir fest vorgenommen, immer noch gestellten Fotos. Den besonderen Augenblick einzufangen – eine be- Es gibt einige Printmedien, die im sumentenmagazin erscheint alle ist so letztlich von hoher Qualität“, „Stern“ und noch vielen mehr. Vor meine eigenen Ideen umzusetzen stimmte Atmosphäre – das geht heutigen Nachrichtenfluss noch zwei Wochen. Eine Woche bevor es sagt Nicole. Die Möglichkeit zu auf- allem die Zeit bei der „Südost- – egal wie viele Aufträge ich ein- am besten, wenn der Fotografierte die Möglichkeit haben, „richtig“ in den Druck geht, müssen die Arti- wändigen Nachforschungen habe schweiz“ behält sie als gute Schule mal habe.“ Und über mangelnde zu recherchieren. Was sich po- kel komplett sein. Wo bleibt da die aber auch seine Nachteile. „Beim in Erinnerung. Aufträge kann sich Elias schon jetzt sitiv anhört, hat aber nicht nur Vorteile. Zeit für anspruchsvolle Recherche? Beobachter können wir uns nicht in ein aktuelles Thema vertiefen. Lehrgeld bei der Tageszeitung nicht beklagen – seit einem Jahr lebt er von seiner Leidenschaft. The Drops – „Wir haben einen Song für euch“ Drei Monate Recherche Denn eine Woche später kann alles Sie empfiehlt jungen Journalisten „The Drops“ waren nicht nur vor- Song zum Besten. Die Ansage war nach dem Auftritt gegenüber Zoo- Von Alina Dekker Nicole Krättli ist seit rund zwei wieder anders aussehen.“ Deshalb unbedingt zuerst Erfahrungen bei Professionell und kreativ dergründig das musikalische High- simpel: „Wir haben einen Song für om! Er ist übrigens der Bruder von Jahren Redaktorin beim „Beobach- müsse man sich auf zeitlose The- einer Tageszeitung zu sammeln, Zusammen mit 15 weiteren Jung- light des Samstagabends. Nach euch.“ Was dann folgte, war typisch Elias Kaiser, der nebst anderen in Die Schnelllebigkeit des heutigen ter“. Für ihre letzte Titelstory hat men konzentrieren. Schlecht findet bevor sie sich überlegen zum Maga- fotografinnen und Jungfotografen ihrem Auftritt in der Remise über- für die junge Basler Band: jung, der Fotoausstellung ausgewählte Journalismus macht intensive Re- sie fast drei Monate lang recher- zinjournalismus zu wechseln. „Denn das die Journalistin aber nicht. „Es hatte er die Chance, einige seiner raschten sie das JMT-Newsroom- spontan und mit dem richtigen Ge- Bilder zeigte. cherche immer schwieriger. Trotz- chiert. „Neben der Haupttätigkeit, ist nun mal etwas Anderes und es bei einer Tageszeitung bist du nicht Werke an den Jugendmedientagen Team mit einem kleinen Extra- fühl fürs Publikum. Die Musiker der dem gibt es immer noch Printme- dem Recherchieren, muss ich mich kommt immer darauf an, wo man einfach Praktikant. Du wirst wirk- in Zürich auszustellen. Von profes- Auftritt. 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