SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Fachbereich Jugend




                         Fotos: Stadt Gehrden




      Kindertagesbetreuung in
     der Region Hannover 2011
Kindertagesbetreuung im Zuständigkeitsbereich
  der Region Hannover als Jugendhilfeträger

      Bestandserhebung und Vorausschau
             über Plätze und Besuch
        in Kindertageseinrichtungen und
   Kindertagespflege zum Stichtag 01.10.2011
Herausgeber:
               Der Regionspräsident
               Dezernat II
               Stabsstelle Sozialplanung
               Fachbereich Jugend
               Team Fachdienste für Jugendhilfe
               Hildesheimer Str. 18
               30169 Hannover
               Tel.: 0511 – 616 0
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


Inhaltsverzeichnis


1. Abkürzungsverzeichnis ................................................................................................ 5
2. Einleitung....................................................................................................................... 6
   2.1. Zum Bericht ............................................................................................................ 6
   2.2. Kernergebnisse ...................................................................................................... 8
3. Gesamtübersicht über die Versorgungssituation in der Region Hannover ........... 12
4. Versorgung der Kinder im Alter von 0 – unter 3 Jahre ............................................ 15
   4.1. Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre 2007 – 2011.... 16
   4.2. Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre im kommunalen Vergleich........ 16
   4.3. Ausbauplanungen im U3-Bereich....................................................................... 18
   4.4. Ausbauplanungen im U3-Bereich im kommunalen Vergleich.......................... 20
   4.5. Förderungen des Bundes und des Landes zum Ausbau der U3-Betreuung .. 21
5. Versorgung der Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren .................................................... 24
   5.1. Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder von 3 – 6 Jahre 2007 – 2010 24
6. Versorgung der Kinder im Alter von 6 – 10 Jahre .................................................... 25
   6.1. Entwicklung der Versorgungsquote der 6 bis 10-Jährigen 2007 – 2011 ......... 25
7. Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen....................................................... 27
   7.1. Betreuungszeiten, Kinder unter 3 Jahre in Krippe + AüG (ohne KTPF) .......... 27
   7.2. Betreuungszeiten, Kinder von 3 - 6 Jahre im Kiga, AüG + SK (ohne KTPF) ... 28
   7.3. Betreuungszeiten, Kinder im Hort + AüG (ohne KTPF) .................................... 29
8. Besuchsquoten von Kindern in Kindertagesbetreuung nach Alter........................ 30
9. Struktur der Kindertageseinrichtungen .................................................................... 32
   9.1. Verteilung der Kindertageseinrichtungen.......................................................... 32
   9.2. Trägerzugehörigkeit............................................................................................. 33
   9.3. Anzahl der Kindertageseinrichtungen pro Träger und Kommune................... 33
10. Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen......... 34
11. Belegte Integrationsplätze in Kindertageseinrichtungen ...................................... 37
   11.1. Sondereinrichtungen in der Region Hannover................................................ 38
12. Kindertagespflege ..................................................................................................... 40




Gesamtauswertung                                                                                                                    3
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


    12.1. Kindertagespflegequote im Vergleich 2009 zu 2011 bezogen auf das
          Platzangebot ....................................................................................................... 40
    12.2. Betreuungszeiten in der Kindertagespflege .................................................... 41
    12.3. tatsächlich belegte Plätze in der Kindertagespflege....................................... 42
13. Gesamtauswertung der 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region
  Hannover als Jugendhilfeträger (absolute Zahlen).................................................. 43
14. Einzelauswertungen.................................................................................................. 49
    14.1. Einzelauswertung der Stadt Barsinghausen ................................................... 49
    14.2. Einzelauswertung der Stadt Burgwedel ........................................................... 56
    14.3. Einzelauswertung der Stadt Garbsen............................................................... 65
    14.4. Einzelauswertung der Stadt Gehrden .............................................................. 74
    14.5. Einzelauswertung der Stadt Hemmingen......................................................... 82
    14.6. Einzelauswertung der Gemeinde Isernhagen.................................................. 89
    14.7. Einzelauswertung der Stadt Neustadt.............................................................. 97
    14.8. Einzelauswertung der Stadt Pattensen .......................................................... 105
    14.9. Einzelauswertung der Stadt Ronnenberg ...................................................... 113
    14.10. Einzelauswertung der Stadt Seelze .............................................................. 122
    14.11. Einzelauswertung der Stadt Sehnde ............................................................ 130
    14.12. Einzelauswertung der Gemeinde Uetze ....................................................... 138
    14.13. Einzelauswertung der Gemeinde Wedemark............................................... 147
    14.14. Einzelauswertung der Gemeinde Wennigsen.............................................. 155
    14.15. Einzelauswertung der Stadt Wunstorf ......................................................... 163




4                                                                                                        Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


1. Abkürzungsverzeichnis

AüG           - Altersübergreifende Gruppe (Krippen- und Kindergartenkinder oder
                Kindergarten- und Hortkinder können gemeinsam in einer altersüber-
                greifenden Gruppe betreut werden, vgl. 1. DVO-KiTaG § 1, Abs. 5)
BE            - Betriebserlaubnis gemäß § 45 SGB VIII
Kiga          - Kindergarten
Kita          - Kindertagesstätte
KTPF          - Kindertagespflege
LK            - Landkreise
Mig           - Migrationshintergrund
Pl            - Plätze
RIK           - Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von
                Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung der unter Dreijährigen
                (Richtlinie Investitionen Kinderbetreuung, kurz: RIK)
SGB           - Sozialgesetzbuch
SK            - Spielkreis mit Rechtsanspruch (Der Rechtsanspruch auf einen Kinder-
                gartenplatz kann ggf. auch durch eine mindestens 15-stündige Vormittags-
                betreuung pro Woche in einem Kinderspielkreis erfüllt werden, sofern kein
                ausreichendes Angebot an Kindergartenplätzen zur Verfügung steht,
                vgl. § 12, Abs. 3, Satz 2, Nr. 2 KiTaG)
Std           - Stunden




Farbübersicht:

              - Kinder im Alter von 0 – unter 3 Jahre

              - Kinder im Alter von 3 – 6 Jahre

              - Kinder im Alter von 6 – 10 Jahre

              - Struktur der Kindertageseinrichtungen

              - Migrationshintergrund

              - Integrationsplätze

              - Kindertagespflege




Gesamtauswertung                                                                            5
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


2. Einleitung

2.1. Zum Bericht

Die Region Hannover als Jugendhilfeträger legt im Rahmen ihrer Gesamt- und Planungs-
verantwortung gemäß §§ 79, 80 SGB VIII für die in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden
15 Kommunen den Bericht über die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen
und in Kindertagespflege für das Kindergartenjahr 2011/2012 vor.

Der Bericht ist in enger Kooperation mit den 15 regionsangehörigen Städten und Gemein-
den entstanden. Für diese konstruktive und engagierte Zusammenarbeit sei ein herzlicher
Dank ausgesprochen.

Der Bericht gibt als Bestandsaufnahme für das Jahr 2011 einen Überblick zur Versor-
gungssituation in der Kindertagesbetreuung der Region Hannover. Er dient als Planungs-
und Steuerungsinstrument für die Städte und Gemeinden beim Ausbau eines bedarfsge-
rechten Betreuungsangebotes für Kinder in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege.
Die Region Hannover als Jugendhilfeträger unterstützt die Kommunen bei diesem Ausbau,
indem sie die Schaffung neuer Betreuungsplätze mit Baukostenzuschüssen nach den
„Richtlinien über die Förderung von Kindertagesstätten“ fördert. Zusätzlich erhalten die
Kommunen vom Land Niedersachsen Zuwendungen zur Förderung von Investitionen im
Bereich der Kinderbetreuung der unter Dreijährigen.

Die Daten zum Platzangebot, zur tatsächlichen Belegung in den Kindertageseinrichtungen
sowie zur Kindertagespflege wurden anhand einer Exceltabelle in Form eines Erhebungs-
bogens zum Stichtag 01.10.2011 ermittelt. Die digitalen Daten für die Auswertung dieses
Berichtes wurden von den Kommunen zur Verfügung gestellt. Durch die Verarbeitung der
digitalen Daten kann es ggf. geringe Rundungsdifferenzen geben, die jedoch keine Aus-
wirkungen auf das Gesamtergebnis haben.
Der Erhebungsbogen wurde in einer kleinen Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertre-
tern der Kommunen abgestimmt und anschließend allen Vertreterinnen und Vertretern der
15 Städte und Gemeinden im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfe-
träger vorgelegt.1

Der diesjährige Bericht gibt in Kapitel 3 zunächst einen Gesamtüberblick über die Versor-
gungssituation in der Region Hannover als Jugendhilfeträger.

In Kapitel 4 wird ein Überblick über den Stand, die bisherige Entwicklung und die weiteren
Planungen zur Umsetzung des gesetzlichen Auftrages gegeben.
1
 Auf eine Quellenangabe für die jeweiligen Abbildungen (Tabellen und Diagramme) wurde verzichtet. Bei
Abbildungen ohne Quellenangabe wurden die ausgewerteten Daten von den jeweiligen Vertreterinnen und
Vertretern der Städte und Gemeinden übermittelt. Die Daten wurden vom Team Fachdienste für Jugendhilfe
und der Stabsstelle Sozialplanung verarbeitet und ausgewertet.

6                                                                                   Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


In Kapitel 5 wird die Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder im Alter von 3 bis 6
Jahren und in Kapitel 6 die Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder im Alter von 6
bis 10 Jahren dargestellt.

Ein weiteres aktuell und zukünftig wichtiges Thema in den Kommunen ist nicht nur die Si-
cherung und der quantitative Ausbau im Bereich der U3-Betreuung, sondern auch die Op-
timierung des qualitativen Angebotes in der Kindertagesbetreuung. Viele Kinder besuchen
3 Jahre, mitunter auch länger, Kindertageseinrichtungen. Darin liegt eine große Chance,
denn die Förderung von Kindern ist eine notwendige Voraussetzung, um gleiche Bildungs-
und Entwicklungschancen sowie eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen
Leben zu erreichen. Gleichzeitig eröffnet ein quantitativ und qualitativ gut ausgebautes
lokales Betreuungsangebot Eltern sowie Unternehmen Beschäftigungs- und Arbeitsmarkt-
vorteile. Aus diesen Gründen informieren sich Eltern zunehmend über Öffnungszeiten und
konzeptionelle Ausrichtungen der Einrichtungen, sowie über qualitative Standards, um auf
dieser Grundlage die Entscheidung zu treffen, in welche Einrichtung sie ihr Kind geben.

Aus diesen Gründen werden die Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen (Kapitel 7)
und die Besuchsquoten von Kindern in Kindertageseinrichtungen (Kapitel 8) in den 15
Städten und Gemeinden im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfe-
träger abgebildet. Ergänzt werden diese Daten durch Daten zur Struktur der Kinderta-
geseinrichtungen (Kapitel 9). Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und die be-
legten Integrationsplätze in Kindertageseinrichtungen werden in den Kapiteln 10 und 11
ausgewertet. Zudem werden erstmals die Sondereinrichtungen in den regionsangehörigen
Kommunen genauer betrachtet.
Kapitel 12 beinhaltet Daten zur Kindertagespflege. Neben der Kindertagespflegequote be-
inhaltet dieses Kapitel auch die Betreuungszeiten in der Kindertagespflege und die tat-
sächlich belegten Plätze zum Stichtag 01.10.2011.
Ergänzend zu den Einzelauswertungen der regionsangehörigen Kommunen in Kapitel 14
beinhaltet dieser Bericht eine Gesamtauswertung der absoluten Zahlen über alle 15
Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger (Kapitel
13).




Gesamtauswertung                                                                       7
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


2.2. Kernergebnisse

Die folgenden Kernergebnisse fassen die aktuelle Versorgungssituation in den 254 Kinder-
tageseinrichtungen sowie in der Kindertagespflege in den 15 Städten und Gemeinden im
Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger zusammen:

•   In den vergangenen Jahren haben die Städte und Gemeinden die Kindertagesbetreu-
    ung kontinuierlich ausgebaut. Dabei stand und steht in Erwartung des Rechtsanspru-
    ches auf einen Betreuungsplatz ab Mitte 2013 vor allem der Ausbau der Betreuungs-
    plätze für die Kinder unter 3 Jahren im Zentrum. Der wichtigste Befund liegt jedoch in
    der Tatsache, dass in den vergangenen Jahren nicht nur für diese Altersgruppe zu-
    sätzliche Betreuungsplätze in teils beträchtlichem Ausmaß geschaffen wurden und
    werden, sondern dass gleichzeitig auch die Versorgungssituation im Kindergarten-
    und im Hortbereich deutlich verbessert werden konnte. Betrachtet man den Zeitraum
    der letzten 5 Jahre von 2007 bis 2011 so zeigt sich für den U3-Bereich eine Steige-
    rung der Versorgungsquote2 von 10,6% auf 24,4% (plus 130,2%), für den Kindergar-
    tenbereich von 91,2% auf 100,8% (plus 10,5%) und für den Hortbereich von 9,7% auf
    17,1% (plus 76,3%). Der Ausbau im U3-Bereich ist also nicht zu Lasten der anderen
    Versorgungsbereiche gegangen, sondern diese wurden und werden parallel dazu im
    Sinne eines Gesamtbetreuungssystems teils erheblich ausgebaut (siehe Kapitel 3).
•   Zum Stichtag 01.10.2011 lag die Gesamtversorgungsquote für die Kinder unter 3 Jah-
    ren über alle 15 Städte und Gemeinden hinweg bei 24,4% (2010 noch 21,2%). Die re-
    gionale Versorgungssituation variiert dabei nach wie vor erheblich: Die höchsten Ver-
    sorgungsquoten von über 30% sind in Gehrden (35,8%), Burgwedel (33,5%) und
    Isernhagen 32,3%), die niedrigsten von weniger bzw. um 20% in Wunstorf (20,7%),
    Seelze (19,8%) und Garbsen (16,9%) zu verzeichnen (siehe Kapitel 4 bis 4.2.).
•   Die seit dem letzten Planungsbericht dokumentierten Ausbaupläne der Städte und
    Gemeinden für die Tagesbetreuung der Kinder unter 3 Jahren erlauben im Moment
    einen Ausblick bis in das Jahr 2014. Demnach wird sich die Gesamtversorgungssitua-
    tion von aktuell 24,4% auf 26,3% im Jahr 2012, 31,7% im Jahr 2013 und 34,6% im
    Jahr 2014 verbessern. Damit wird deutlich, dass der Ausbau der Betreuungsplätze
    auch über das Jahr 2013 hinaus anhalten wird (siehe Kapitel 4.3.).
•   Die Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter 3
    Jahren ab Mitte 2013 ist jedoch weniger vom Erreichen oder auch Nichterreichen der
    auf Bundesebene vorgegebenen Zielmarge von 35%, sondern vielmehr vom tatsächli-
    chen Bedarf vor Ort abhängig. Wie sich dieser Bedarf tatsächlich darstellt und vor al-
    lem, wie er sich entwickeln wird, kann heute niemand sicher vorhersagen, denn mit
    dem Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung für Kinder unter 3 Jahren wird sich al-
    ler Voraussicht nach auch das Nachfrageverhalten der Eltern verändern. Deshalb sind

2
 Die Versorgungsquote berechnet sich aus der Anzahl der zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze im
Verhältnis zur Gesamtzahl der Kinder einer Altersgruppe (z. B. Krippenplätze im Verhältnis zu Krippenkin-
dern).

8                                                                                       Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


    alle Städte und Gemeinden auch über das Jahr 2013 hinaus darauf angewiesen, für
    den weiteren bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung zu sorgen – auch
    wenn das im Einzelfall bedeuten kann, deutlich über die bundesweite Zielmarge von
    35% hinaus auszubauen (siehe Kapitel 4.3, 4.4 und die Selbsteinschätzungen der
    Städte und Gemeinden zur örtlichen Bedarfslage in Kapitel 14).
•   Durch eine Umstellung der Datenerhebung können seit dem letzten Bericht auch die
    tatsächlichen Besuchsquoten3 von Kindern unter 3 Jahren nach Altersjahrgängen auf-
    geteilt abgebildet werden. Hierbei zeigt sich, dass die tatsächliche Inanspruchnahme
    von Betreuungsplätzen sehr unterschiedlich verteilt ist. Während zum Stichtag 2011
    nur 1,4% der 0 bis 1-Jährigen in Krippen und Kindertagespflege betreut wurden, sind
    es bei den 1 bis 2-Jährigen bereits 24,7% und bei den 2 bis 3-Jährigen sogar 41,6%.
    Ursächlich sind hierbei das altersabhängige unterschiedliche Nachfrageverhalten der
    Eltern, das Elterngeld im ersten Lebensjahr sowie die geltenden Aufnahmeregelungen
    der Betreuungseinrichtungen. Hier ist also ergänzend festzuhalten, dass bereits jetzt
    rund ein Viertel aller 1 bis 2-Jährigen und über 40% aller 2 bis 3-Jährigen eine institu-
    tionelle Kindertagesbetreuungseinrichtung besuchen bzw. durch Kindertagespflege-
    personen betreut werden (siehe Kapitel 8).
•   Von den rund 11,3 Mio. Euro aus dem Investitionsprogramm „Kindertagesbetreuungs-
    finanzierung“ (RIK-Mittel), die den 15 Städten und Gemeinden zum Ausbau im U3-
    Bereich zustehen, sind rund 92% der Mittel bereits abgerufen. Die örtliche Inan-
    spruchnahme der Fördermittel ist allerdings recht unterschiedlich. Neben einigen Städ-
    ten und Gemeinen, die mehr Gelder beantragt haben als ihnen laut Verteilungsschlüs-
    sel zusteht, gibt es 5 Kommunen, die ihre Kontingente noch nicht voll ausgeschöpft
    haben. Hier muss das Ziel sein, die noch zur Verfügung stehenden Mittel bis zum En-
    de des Förderzeitraumes 2013 auszuschöpfen und nach Möglichkeit auch die inzwi-
    schen zusätzlich vom Land bereitgestellten Fördermittel (nach dem „Neuplatzpro-
    gramm“) in Anspruch zu nehmen (siehe Kapitel 4.5.).
•   Die Betreuungsquoten für die 3 bis 6-Jährigen haben sich gegenüber 2010 nochmals
    erkennbar erhöht, nämlich von 96,9% auf nunmehr 100,8%. Im Detail zeigt sich, dass
    die Versorgungsquoten für diese Altersgruppe inzwischen in allen 15 Städten und
    Gemeinden bei über 90% liegen. Versorgungsquoten von über 100% erklären sich
    dabei zumeist durch ortsansässige Sonderkindergärten, die zumeist eine große Zahl
    von Kindern aus anderen Städten und Gemeinden betreuen. Insgesamt kann die
    Nachfrage an Kinderbetreuungsplätzen in dieser Altersgruppe als weitestgehend ge-
    deckt gelten (siehe Kapitel 5.1. sowie die Selbsteinschätzungen der Städte und Ge-
    meinden zur örtlichen Bedarfslage in Kapitel 14).
•   Auch für die 6 bis 10-Jährigen zeigt sich in fast jeder Kommune im Vergleich der Jahre
    2007 bis 2011 ein als positiv zu bewertender Ausbau des Versorgungsangebotes im
    Hortbereich von 9,7% in 2007 auf 17,1% in 2010. Einzelne Städte und Gemeinden er-
    reichen inzwischen eine Versorgungsquote von über 25% im Hortbereich (Wedemark




Gesamtauswertung                                                                           9
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


     30,7%, Burgwedel 27,6% und Isernhagen 26,1%). Die in vielen Kommunen trotz des
     Ausbaus der Angebote nach wie vor starke Auslastung und Nachfrage im Hortbereich
     veranlasst eine Reihe von Städten und Gemeinden das derzeit vorhandene Angebot
     weiter auszubauen. Insgesamt zeigt sich die Notwendigkeit, die Nachmittags- bzw.
     Hortbetreuung für Grundschulkinder dem Ausbau im Krippen- und Kindergartenbe-
     reich anzupassen, um eine bruchfreie Gesamtversorgungssituation zu schaffen (siehe
     Kapitel 6.1. sowie die Selbsteinschätzungen der Städte und Gemeinden zur örtlichen
     Bedarfslage in Kapitel 14).
•    Mit Blick auf die Betreuungszeiten der unter 3-Jährigen und der Kinder im Alter von 3
     bis 6 Jahren in Kindertageseinrichtungen gibt es nach wie vor große Unterschiede.
     Während im Krippenbereich 81,7% der Kinder dreiviertel (38,5%) oder ganztags
     43,2%) betreut werden – und es hier eine ganze Reihe von Städten und Gemeinden
     gibt, bei denen die Ganztags- bzw. Dreiviertelbetreuung der Regelfall ist – ist im Kin-
     dergarten noch immer fast jeder zweite Kindergartenplatz ein Halbtagsplatz. Über alle
     15 Städte und Gemeinden hinweg sind zum Stichtag 01.10.2011 23,9% der Plätze
     Ganztags-, 29,1% der Plätze dreiviertel- aber die restlichen 47,0% der Plätze noch
     immer Halbtagsplätze. Auch wenn der Anteil der Halbtagsplätze damit in den letzten
     beiden Jahren deutlich von rund 61% in 2009 auf nunmehr 47% gesunken ist, gibt es
     doch einen unverkennbaren Bruch zwischen dem sich entwickelnden Standardbetreu-
     ungsstundenumfang im Krippenbereich (zu über 80% dreiviertel oder ganztags) und
     dem Betreuungsumfang im Kindergarten (nur zu rund 53% dreiviertel oder ganztags).
     Im Sinne der Schaffung kontinuierlicher und verlässlicher Kindertagesbetreuung liegt
     hier eine weitere beträchtliche Ausbauaufgabe (siehe Kapitel 7.1. und 7.2. sowie die
     Selbsteinschätzungen der Städte und Gemeinden zur örtlichen Bedarfslage in Kapitel
     14).
•    Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen ist seit
     einigen Jahren kontinuierlich ansteigend. Aktuell haben über ein Fünftel (21,8%) aller
     institutionell betreuten Kinder im Alter zwischen 0 und 10 Jahren einen Migrationshin-
     tergrund, was im Vergleich zum Jahr 2007 (15,0%) einen deutlichen Anstieg bedeutet.
     Nach wie vor ist jedoch leider unklar, zu welchem Anteil dieser Anstieg auf eine in ein-
     zelnen Betreuungseinrichtungen veränderte bzw. sensiblere Erfassungspraxis zurück-
     zuführen ist und zu welchem Anteil heute tatsächlich mehr Kinder mit Migrationshin-
     tergrund an der institutionellen Kindertagesbetreuung teilhaben. Es spricht einiges da-
     für, dass beide Effekte gleichzeitig eintreten. Dort, wo die Versorgungssituation traditi-
     onell am besten ist, nämlich im Kindergartenbereich, ist auch der Anteil der Kinder mit
     Migrationshintergrund am höchsten (24,0%). Dort, wo derzeit noch rege Nachfrage an
     Betreuungsplätzen herrscht und wo das Betreuungsangebot erst in den letzten Jahren
     quantitativ deutlich ausgebaut wurde, ist deren Anteil hingegen (noch) deutlich gerin-
     ger (13,7% Krippe, 17,9% Hort) (siehe Kapitel 10).


3
 Die Besuchsquote berechnet sich aus der Anzahl der tatsächlich betreuten Kinder im Verhältnis zu allen
Kindern einer Altersgruppe (z. B. betreute Krippenkinder im Verhältnis zu allen Krippenkindern).

10                                                                                     Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


•   Der Beitrag der Kindertagespflege zur Gesamtbetreuungssituation fällt im Verhältnis
    zur institutionellen Kindertagesbetreuung trotz erkennbarer Steigerungen gering aus
    (2009 3,8%, 2011 5,1%). Größere Bedeutung hat die Kindertagespflege vor allem bei
    der Betreuung der unter 3-Jährigen. Hier wird derzeit etwa jedes vierte Kind in Kinder-
    tagespflege betreut. Der Betreuungsumfang in der Kindertagespflege beträgt nach wie
    vor in etwas mehr als der Hälfte aller Fälle weniger als 5 Stunden pro Tag. Außerhalb
    der Betreuung der unter 3-Jährigen leistet die Kindertagespflege damit vor allem er-
    gänzende Funktionen, wie z. B. die Randzeitenbetreuung (siehe Kapitel 12).




Gesamtauswertung                                                                        11
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


3. Gesamtübersicht über die Versorgungssituation in der Region Hannover

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Gesamtübersicht über die Versorgungssituation in
den 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger
zum Stichtag 01.10.2011. Die vorhandenen Betreuungsplätze in den Kindertageseinrich-
tungen und die tatsächlich belegten Plätze in der Kindertagespflege werden dabei zu-
sammengefasst. Die hier erfassten Plätze in der Kindertagespflege weisen alle zum Stich-
tag tatsächlich belegten Plätze in öffentlich geförderter Kindertagespflege aus. Eine Dar-
stellung der in der Kindertagespflege insgesamt zur Verfügung stehenden Plätze wäre
demgegenüber problematisch, da keine saubere Zuordnung von zur Verfügung stehenden
Plätzen zu der betreffenden Altersgruppe möglich wäre und die nicht unerhebliche Anzahl
unbelegter Kindertagespflegeplätze zu einer Überschätzung der tatsächlichen Versor-
gungssituation führen würde.

                  Anzahl der Kinder zum
                                                  u3 Jahre        3-6 Jahre       6-10 Jahre        gesamt
                       31.12.2011
Kommune
                 u3      3-6     6-10   gesamt   Plätze   %      Plätze    %      Plätze   %      Plätze   %
                Jahre   Jahre   Jahre

Barsinghausen    696      857   1.220   2.773      182    26,1     794     92,6      80     6,6   1.056    38,1
Burgwedel        477      663     831   1.971      160    33,5     701 105,7*       229    27,6   1.090    55,3
Garbsen         1.405   1.687   2.241   5.333      238    16,9   1.679     99,5     355    15,8   2.272    42,6
Gehrden          371      407     544   1.322      133    35,8     458    112,5      64    11,8     655    49,5
Hemmingen        416      563     738   1.717      121    29,1     557     98,9     166    22,5     844    49,2
Isernhagen       524      686     882   2.092      169    32,3     669     97,5     230    26,1   1.068    51,1
Neustadt         985    1.267   1.789   4.041      262    26,6   1.195     94,3     312    17,4   1.769    43,8
Pattensen        319      416     581   1.316       72    22,6     498    119,7     102    17,6     672    51,1
Ronnenberg       585      644     879   2.108      135    23,1     584     90,7     185    21,0     904    42,9
Seelze           850      944   1.217   3.011      168    19,8     908     96,2     177    14,5   1.253    41,6
Sehnde           586      680     978   2.244      152    25,9     655     96,3      54     5,5     861    38,4
Uetze            446      598     831   1.875      104    23,3     651    108,9     125    15,0     880    46,9
Wedemark         696      822   1.190   2.708      189    27,2     853 103,8*       365    30,7   1.407    52,0
Wennigsen        296      431     591   1.318       65    22,0     553 128,3*        75    12,7     693    52,6
Wunstorf         945    1.164   1.595   3.704      196    20,7   1.167 100,3*       241    15,1   1.604    43,3
gesamt          9.597 11.829 16.107 37.533       2.346    24,4 11.922     100,8   2.760    17,1 17.028     45,4

* Versorgungsquote beinhaltet die vorhandenen Plätze in Sondereinrichtungen in den jeweiligen Standort-
Kommunen
Quelle: Region Hannover, Team Statistik und Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als
Jugendhilfeträger.


In den Kommunen Burgwedel, Gehrden, Pattensen, Uetze, Wedemark, Wennigsen und
Wunstorf lag die Versorgungsquote bei den Kindergartenkindern über 100%. Die Gründe
hierfür lagen u.a. in den sinkenden Geburtenzahlen und den Zu- und Fortzügen, die die



12                                                                                             Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


Planungen in diesem Bereich erschweren. Vereinzelt wurden Kinder, die sowohl in einer
Einrichtung und in der Kindertagespflege betreut wurden, doppelt gezählt.
Die Versorgungsquote im Kiga-Bereich von 105,7% in der Stadt Burgwedel, von 103,8% in
der Gemeinde Wedemark, von 128,3% in der Gemeinde Wennigsen und von 100,3% in
der Stadt Wunstorf begründet sich außerdem durch den Anteil der jeweiligen Sonderein-
richtungen.
Bei ausschließlicher Berücksichtigung der Regelkindergartenplätze in diesen Kommunen
ergibt sich eine Versorgungsquote von 97,3% in Burgwedel, 100,9% in der Wedemark,
110,2% in Wennigsen und 95,4% in Wunstorf. Ohne Berücksichtigung der Plätze in Son-
dereinrichtungen verändert sich die Gesamtversorgungssituation der 3-6 jährigen in der
Region Hannover von 100,8% auf 99,0%.
Die Versorgungsquote der Gemeinde Wennigsen beinhaltet zudem 75 Plätze für Kinder im
Alter von 3 bis 6 Jahren in einem Waldorfkindergarten. Derzeit (Mai 2012) ist ca. die Hälfte
dieser Betreuungsplätze mit Kindergartenkindern aus der Gemeinde Wennigsen belegt.

Insgesamt lässt sich über die vergangenen Jahre ein kontinuierlicher Ausbau der Kinder-
tagesbetreuung über alle Betreuungsformen und alle Altersgruppen hinweg beobachten,
wie das nachfolgende Diagramm zeigt.

                                   Gesamtversorgungsquote Region Hannover als Jugendhilfeträger 2007 - 2011 (Kita + KTPF)


              110

                                                                                96,7                     96,9                      100,8
              100
                                                       94,4
                           91,2
               90

               80

               70

               60
    Prozent




               50

               40

               30
                                                                                                                            24,4
                                                                                                  21,2                                     17,1
               20                                                        15,0                                   15,9
                                                                                       14,3
                                                11,9          11,8
                    10,6           9,7
               10

                0
                           2007                        2008                     2009                     2010                      2011


                                  u3 Jahre                                 3 - 6 Jahre                                 6 - 10 Jahre




•         Im U3-Bereich ist die Versorgungsquote in den vergangenen fünf Jahren seit 2007 von
          10,6% auf 24,4% (+ 130,9%) gestiegen.
•         Der Betreuungsausbau für die Kinder unter 3 Jahren ist dabei nicht zu Lasten der an-
          deren Betreuungsangebote gegangen.


Gesamtauswertung                                                                                                                                  13
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


•                                      Im Kindergartenbereich ist für den gleichen Zeitraum eine Steigerung der Versor-
                                       gungsquote von 91,2% auf 100,8% (+ 10,5%) zu beobachten.
•                                      Und im Hortbereich ist eine Steigerung von 9,7% auf 17,1% (+76,3%) zu verzeichnen.

Damit haben die 15 Städte und Gemeinden in den vergangenen Jahren einen beachtli-
chen Ausbau der Kindertagesbetreuung realisiert, der sich nicht allein auf den Ausbau für
die unter 3-Jährigen beschränkt.


                                                 Entwicklung der Versorgungsquoten für Kinder u3 Jahre, 3 - 6 Jahre, 6 - 10 Jahre 2007 bis 2011
                                                                                       (2007 = 100)


                                       240
                                                                                                                                                     230,2
                                       220
    Versorgungsquote 2007 = 100 in %




                                       200                                                                                   200,0

                                       180
                                                                                                                                                     176,3

                                       160                                                                                   163,9
                                                                                                147,4

                                       140
                                                                                                 141,5
                                                                        121,6
                                       120
                                             100,0                      112,3                                                                        110,5
                                       100                                                         106,0                     106,3
                                                                        103,5
                                         2007                        2008                      2009                      2010                     2011



                                                          u3 Jahre                           3 - 6 Jahre                          6 - 10 Jahre




14                                                                                                                                       Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


4. Versorgung der Kinder im Alter von 0 – unter 3 Jahre

Erfreulicherweise hat sich in allen 15 Kommunen die Versorgungsquote der Kinder unter 3
Jahre im Vergleich zum Jahr 2007 deutlich erhöht. Dies lässt deutlich werden, dass in al-
len Kommunen die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kleinkinder ein Arbeitsschwer-
punkt ist, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab der Vollendung
des ersten Lebensjahres zum 01.08.2013 gemäß § 24 SGB VIII erfüllen zu können.
Darüber hinaus ist gemäß § 24, Abs. 1 SGB VIII ein Kind, das das erste Lebensjahr noch
nicht vollendet hat, in einer Einrichtung oder in Kindertagespflege zu fördern, wenn die
Erziehungsberechtigten u.a. einer Erwerbstätigkeit nachgehen, arbeitsuchend sind oder
sich in der Schul- oder Hochschulausbildung befinden.

Die Region Hannover bezieht auf dem Hintergrund dieser gesetzlichen Vorgaben bei der
detaillierten Berechnung der Versorgungsquote, in Absprache mit den Kommunen im Zu-
ständigkeitsbereich der Region Hannover, alle drei Jahrgänge ein. Es ist jedoch zu beo-
bachten, dass die Nachfrage der Eltern im ersten Lebensjahr eines Kindes, auch aufgrund
des Elterngeldes, erheblich geringer ausfällt, als in den folgenden zwei Lebensjahren.4

Die Bundesregierung geht derzeit davon aus, dass mit einer Betreuungsquote von 35%,
über alle 0 bis 3-Jährigen Kinder gerechnet, der Rechtanspruch auf einen Betreuungsplatz
gemäß dem Kinderförderungsgesetz (KiföG) - Gesetz zur Förderung von Kindern unter
drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege - erfüllt werden kann. Da sich
diese Quote als ein pauschal gesetzter Mittelwert darstellt, muss man davon ausgehen,
dass sich die tatsächlichen Bedarfe für eher städtisch geprägte Räume und für eher länd-
lich geprägte Räume in der Realität anders darstellen werden. Tatsächlich ist in der Praxis
auch kein abstraktes Versorgungsziel maßgeblich, sondern der tatsächliche Bedarf vor
Ort. Um die Umsetzung des Rechtsanspruches auf Betreuung ab 2013 in vollem Umfang
gewährleisten zu können, sind deshalb vielerorts weitere Anstrengungen notwendig. Alle
Kommunen sind deshalb bestrebt, den Ausbau einer bedarfsgerechten Versorgung bis
2013 weiter voranzutreiben.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann bei aller gebotenen Vorsicht davon ausgegangen werden,
dass das für 2013 angestrebte globale Ziel, für durchschnittlich 35% der Kleinkinder einen
Betreuungsplatz zu schaffen, über alle 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Regi-
on Hannover als Jugendhilfeträger gelegt, im Jahr 2013 ausreichen kann, um die Nachfra-
ge insgesamt zu befriedigen. Bei dieser durchschnittlichen Versorgungsquote für Kinder
von 0 bis unter 3 Jahren sind jedoch die nicht unerheblichen regionalen Unterschiede so-
wie Besonderheiten der einzelnen Städte und Gemeinden in der Region Hannover zu be-
rücksichtigen. Ob diese Versorgungsquote auf Dauer bedarfsdeckend sein wird, kann aus
heutiger Sicht indes nicht beantwortet werden.


4
    siehe hierzu Kapitel 8 – Besuchsquoten von Kindern in Kindertagesbetreuung nach Alter.

Gesamtauswertung                                                                             15
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


4.1. Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre 2007 – 2011

Das nachfolgende Diagramm verdeutlicht, dass die Versorgungsquote im U3 Bereich in
allen Kommunen im Vergleich von 2007, 2009 und 2011 z.T. deutlich erhöht werden konn-
te. In nahezu allen Kommunen ist die Versorgungsquote um mehr als 5 Prozentpunkte
angestiegen, wobei die Ausgangslagen unterschiedlich gewesen sind.


                                 Entwicklung der Gesamtversorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre 2007 - 2011 (Kita + KTPF)

              40
                                                                  35,8
                                        33,5




              35
                                                                                               32,3
                                                                                 29,1




              30
                                                              27,3




                                                                                                                                                                                                27,2
                                                                                                            26,6
                          26,1




                                                                                                                                                                   25,9
                                                                              24,8




                                                                                                                                                                                                                                             24,4
                                                                                                                                                                                 23,3
                                                                                                                                       23,1
              25                                                                                                         22,6
                                                           22,1




                                                                                                                                                                                                                22,0
                                    20,9




                                                                                                                                                                                                                              20,7
    Prozent




                                                                                                                                                    19,8




                                                                                                                                                                                            19,5
              20
                                                    16,9
                      16,7




                                                                          16,4




                                                                                                                                                                                                             15,7
                                                                                                                                                                15,6




                                                                                                                                                                                         15,2




                                                                                                                                                                                                                                         15,0
                                                                                                                                                                                                                           14,6
                                 14,3




                                                                                           14,2




                                                                                                                                    14,1
                                                                                                        14,0




                                                                                                                                                13,0
              15
                                                                                                                                 12,3




                                                                                                                                                            11,8




                                                                                                                                                                             11,1




                                                                                                                                                                                                                                      10,6
                   10,4




                                                                                                                                                                                                        10,2
                                                                                        10,0
                                                9,9
                                               9,4




                                                                                                                     8,8




              10
                                                                                                      8,4




                                                                                                                                                                                                                       7,4
                                                                                                                                              7,2




                                                                                                                                                                          7,0
                                                                                                                   5,3




               5


               0
                     n




                                               en




                                                                          n




                                                                                                                   en



                                                                                                                                  g


                                                                                                                                             ze



                                                                                                                                                            e


                                                                                                                                                                          ze
                               el




                                                         en




                                                                                        en



                                                                                                      t




                                                                                                                                                                                                                                       t
                                                                                                                                                                                                         n


                                                                                                                                                                                                                       rf
                                                                                                                                                                                          k
                                                                                                    ad




                                                                                                                                                                                                                                     am
                                                                                                                                er
                  se




                                                                         ge




                                                                                                                                                           nd




                                                                                                                                                                                        ar


                                                                                                                                                                                                       se



                                                                                                                                                                                                                       o
                             ed




                                                                                                                                          el




                                                                                                                                                                        et
                                                       rd
                                          bs




                                                                                                               ns
                                                                                     ag




                                                                                                                                                                                                                    st
                                                                                                  st




                                                                                                                           nb




                                                                                                                                                                                    m
               au




                                                                     in




                                                                                                                                                       h




                                                                                                                                                                                                   g




                                                                                                                                                                                                                                s
                                                                                                                                       Se
                          w




                                                                                                                                                                       U
                                                     eh




                                                                                                                                                                                                                un
                                                                                                            tte
                                        ar




                                                                                                eu




                                                                                                                                                                                                                             ge
                                                                                                                                                    Se




                                                                                                                                                                                                ni
                                                                               nh




                                                                                                                                                                                   e
                                                              m




                                                                                                                         ne
                        rg
              gh




                                                                                                                                                                                ed


                                                                                                                                                                                              en
                                        G




                                                                                                                                                                                                               W
                                                    G




                                                                                                        Pa
                                                            em




                                                                                               N
                                                                             er
                     Bu




                                                                                                                    on
     in




                                                                                                                                                                             W


                                                                                                                                                                                          W
                                                                           Is
   rs




                                                           H




                                                                                                                   R
Ba




                                                    2007                                                                        2009                                                                     2011




•             Einen Zuwachs von 2009 bis 2011 um mehr als 15 Prozentpunkte verzeichnet dabei
              die Gemeinde Isernhagen.
•             Einen Zuwachs zwischen 10 und 15 Prozentpunkte verzeichnen die Kommunen
              Burgwedel, Neustadt, Pattensen, Sehnde und Uetze.
•             Auf einen Zuwachs zwischen 5 und 10 Prozentpunkte kommen die Kommunen Bar-
              singhausen, Garbsen, Gehrden, Ronnenberg, Seelze, Wedemark, Wunstorf und
              Wennigsen.


4.2. Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre im kommunalen Vergleich

Zum 01.10.2011 betrug die Betreuungsquote für Kinder unter 3 Jahre in Tageseinrichtun-
gen sowie in der Kindertagespflege in der Region Hannover durchschnittlich 24,4%, davon
entfielen 18,5 Prozentpunkte auf den Krippenbereich und 5,9 Prozentpunkte auf die Kin-
dertagespflege. Dies entspricht einem Verhältnis bei den Betreuungsplätzen von 75,8% für
die institutionelle Krippenbetreuung und 24,2% für die öffentlich geförderte Kindertages-
pflege.

16                                                                                                                                                                                                             Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


Der Anteil der Kindertagespflege im U3-Bereich stellte sich in den einzelnen Kommunen
sehr unterschiedlich dar. Während beispielsweise in der Gemeinde Uetze mehr als die
Hälfte der Betreuungsplätze für Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren im Bereich der
Kindertagespflege angeboten wurden, lag das Verhältnis in den Städten Gehrden, Burg-
wedel, Ronnenberg und Garbsen bei ca. 85% (Krippe) zu 15% (Kindertagespflege).


                              Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre im kommunalen Vergleich
                        (vorhandene Krippenplätze und tatsächlich belegte Plätze in der Kindertagespflege)

         Gehrden                                                      30,5                                                                        5,4

       Burgwedel                                                   28,5                                                                     5,0

       Isernhagen                                           24,8                                                                 7,4

      Hemmingen                                         23,8                                                               5,3

       Wedemark                             17,7                                                          9,5

         Neustadt                                    21,5                                                       5,1

    Barsinghausen                           17,5                                                       8,6

          Sehnde                              18,6                                                        7,3

          gesamt                              18,5                                                  5,9

           Uetze              10,5                                              12,8

      Ronnenberg                                19,5                                                3,6

        Pattensen                           17,2                                              5,3

       Wennigsen                  12,5                                           9,5

         Wunstorf                        16,4                                          4,3

           Seelze                    14,8                                        4,9

         Garbsen                     14,2                                 2,7

                    0         5                    10                 15                      20                      25               30               35   40
                                                                                             Prozent

                             Versorgungsquote (Krippe)                                                       Versorgungsquote (Kindertagespflege)



•    Mit Versorgungsquoten zwischen 16,9% und 35,9% stellt sich die Situation insgesamt
     sehr uneinheitlich dar.
•    Die Städte Gehrden, Burgwedel und die Gemeinde Isernhagen erreichten zum Stich-
     tag eine Versorgungsquote von über 30% und liegen damit schon heute nahe dem
     bundesweiten Versorgungsziel von 35%.
•    Die Kommunen Hemmingen, Wedemark, Neustadt, Barsinghausen und Sehnde lagen
     zwischen 25% und 30%.
•    In den Kommunen Uetze, Ronnenberg, Pattensen, Wennigsen und Wunstorf lagen die
     Versorgungsquoten zwischen 20% und 25%.
•    Die Städte Seelze und Garbsen erreichten eine Versorgungsquote im U3-Bereich zwi-
     schen 15% und 20%.




Gesamtauswertung                                                                                                                                                  17
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011




4.3. Ausbauplanungen im U3-Bereich

In dem folgenden Diagramm werden die Ausbauplanungen für die Altersgruppe der 0 bis
unter 3-Jährigen auf Grundlage einer Stichtagsabfrage zum 01.10.2011 bis zum Ende des
Kindergartenjahres 2013/2014 dargestellt.

Um dabei ein möglichst präzises Bild sowohl von der aktuellen Versorgungssituation als
auch von den bestehenden Planungen zum Ausbau im U3-Bereich zu bekommen, wurden
hier insgesamt vier Kategorien unterschieden und in eine Gesamtübersicht integriert:

     •   Krippenquote (zum Stichtag)
     •   Kindertagespflegequote (zum Stichtag)
     •   Planungen Krippe
     •   Planungen Kindertagespflege


18                                                                    Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011



                         Entwicklung der Versorgungsquote im U3-Bereich
                                                                                   Prognose

   40%

                                                                                                       = 34,6%
   35%                                                                                                           0,5%
                                                                                   = 31,7%                       2,4%
                                                                                             0,7%
   30%
                                                                                             4,7%         7,1%
                                                               = 26,3%
                                                                         0,5%
                                               = 24,4%
   25%                                                                   1,4%
                                     = 21,1%                                          6,4%
                                                5,9%             5,9%
   20%
                                       5,0%
                         = 15,0%
   15%
           = 11,9%            3,0%
                                                                                                         24,6%
            1,8%
   10%                                          18,5%           18,5%
                                                                                     19,9%
                                      16,1%
                          12,0%
    5%      10,1%


    0%
            2008              2009    2010      2011       2012 (Planzahlen)    2013 (Planzahlen)   2014 (Planzahlen)



               Krippe + AüG          KTPF           Planungen Krippe                      Planungen KTPF




Bereits in dem letzten Bericht zur Bestandserhebung über Plätze in Kindertageseinrich-
tungen und Kindertagespflege im Jahr 2010 wurde eine Gesamtplanungsquote bis 2011
von ca. 23,8% angegeben. Diese Prognose wurde zum Stichtag 01.10.2011 mit 24,4%
noch einmal übertroffen.
Auch bei den diesjährigen Angaben zu Planungen haben sich die Kommunen eher zu-
rückhaltend geäußert, so dass davon auszugehen ist, dass sich die Gesamtplanungsquote
für 2012 von zusammen 1,9% (1,4 Prozentpunkte Zuwachs im Krippenbereich, 0,5 Pro-
zentpunkte Zuwachs in der Kindertagespflege) eher noch erhöhen wird. Wenn man davon
ausgeht, dass auch im laufenden Kita-Jahr mehr Betreuungsplätze geschaffen werden als
nach den vorsichtigen Planzahlen bisher angegeben wurden, erscheint eine durchschnitt-
liche Versorgungsquote um 26% zum nächsten Stichtag (01.10.2012) als realistisch.

Auch für die Jahre 2013 und 2014 planen die Städte und Gemeinden weitere neue Krip-
pen- und Kindertagespflegeplätze. Auf Grundlage der vorliegenden Planungen kann man
davon ausgehen, dass die Gesamtversorgungsquote über alle 15 Städte und Gemeinden
hinweg im Jahr 2012 auf 26,3%, im Jahr 2013 auf 31,7% und bis 2014 auf 34,6% anstei-
gen wird. Da die Realisierung dieser Ausbauplanungen von zahlreichen Faktoren abhängt,
wie z. B. der tatsächlichen Nachfrage nach Betreuungsplätzen, der Geburtenentwicklung
und den zur Verfügung stehen finanziellen Mitteln, muss diese Prognose mit Vorsicht be-
handelt werden. Eine fortlaufende Aktualisierung ist deshalb auch für die folgenden Be-
richte geplant.
Abschließend kann man feststellen, dass sich die Kommunen in Bezug auf den Beitrag
der Kindertagespflege zum Ausbau im U3-Bereich besonders vorsichtig äußern. Eine ge-

Gesamtauswertung                                                                                                        19
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


naue Planung ist in diesem Bereich nach wie vor offensichtlich nur bedingt möglich. Als
Gründe hierfür wurden insbesondere die hohe Fluktuation bei den Tagespflegepersonen,
die mitunter fehlende Passung zwischen angebotenem und nachgefragtem Betreuungs-
umfang, sowie die nur bedingt attraktive Bezahlung der Tagespflegepersonen angegeben.
Zudem kann nicht in allen Ortsteilen der Kommunen eine ausreichende Anzahl an Tages-
pflegepersonen vorgehalten werden.



4.4. Ausbauplanungen im U3-Bereich im kommunalen Vergleich

Das folgende Diagramm stellt die Ausbauplanungen im kommunalen Vergleich dar. Wie
bereits zuvor wird auch hier nach den vier Kategorien (Krippenquote, Kindertagespflege-
quote, Planungen Krippe und Planungen Kindertagespflege) unterschieden.5


                                 Entwicklung der Betreuungsplätze im U3-Bereich im kommunalen Vergleich

     45%
                                          5,4% 4,0% 1,3%




     40%
                         1,7%




                                                                   1,0%




     35%
                                                                                  3,0%
                         5,0%




                                                                                                                                                                  1,4%
     30%




                                                                                                                                                                                                            0,5%
                                                                   7,4%
                                                           5,3%




                                                                                                                                                       4,5%
                                                                                                                              3,5%




                                                                                                                                                                                                                  4%
                                                                                                 5,3% 4,7%




     25%
                                                                                  5,1%




                                                                                                                                                                             4,1%



                                                                                                                                                                                            4,3% 0,3%




                                                                                                                                                                                                                1,
                                                                                                                                                                  9,5%
                                                                                                                                           7,3%
                 8,6%




                                                                                                                                                                                                            5,9%
                                  2,1%




                                                                                                                  3,6%




     20%
                                                                                                                                                       12,8%




                                                                                                                                                                             9,5%
                                                                                                                              4,9%
                                          30,5%
                         28,5%




     15%
                                                                   24,8%
                                                           23,8%




                                                                                  21,5%




                                                                                                                  19,5%




                                                                                                                                           18,6%




                                                                                                                                                                                                            18,5%
                                                                                                                                                                  17,7%
                 17,5%




     10%
                                                                                                 17,2%




                                                                                                                                                                                            16,4%
                                                                                                                              14,8%
                                  14,2%




                                                                                                                                                                             12,5%
                                                                                                                                                       10,5%




         5%

         0%
                            n




                          en




                            n




                                                                             t


                                                                                            n


                                                                                                                g


                                                                                                                             e


                                                                                                                                      e


                                                                                                                                                      ze
                           el




                          en




                          en




                                                                                                                                                                                                        t
                                                                                                                                                                          en



                                                                                                                                                                                       rf
                                                                                                                                                                 k
                                                                             ad




                                                                                                                                                                                                        m
                                                                                                                           lz
                                                                                                              er
                         se




                         ge




                                                                                             e




                                                                                                                                       d




                                                                                                                                                               ar




                                                                                                                                                                                        o
                        ed




                                                                                                                                                    et
                       rd




                                                                                                                                    hn
                       bs




                                                                                          ns
                       ag




                                                                                                                                                                                                   sa
                                                                                                                                                                        gs
                                                                                                                         e




                                                                                                                                                                                     st
                                                                           st




                                                                                                             nb




                                                                                                                                                             em
            au




                      in




                                                                                                                      Se
                      w




                                                                                                                                                   U
                    eh




                                                                                                                                                                                un
                                                                                     tte
                    ar




                                                                    eu




                                                                                                                                                                                                 ge
                                                                                                                                                                      ni
                   nh




                                                                                                                                 Se
                    m




                                                                                                    ne
                   rg
         gh




                                                                                                                                                           ed


                                                                                                                                                                     en
                  G




                                                                                                                                                                               W
                  G




                                                                              Pa
                em




                                                                   N
                 er
                Bu




                                                                                             on
       in




                                                                                                                                                      W


                                                                                                                                                                  W
               Is
     rs




              H




                                                                                            R
    Ba




                    Krippe 2011                                                                                           KTP 2011
                    Planungen Krippe (bis Ende Kiga-Jahr 2011/2012)                                                       Planungen KTPF (bis Ende Kiga-Jahr 2011/2012)




Die örtliche Versorgungssituation stellt sich demnach sehr heterogen dar und zwar nicht
nur in der aktuellen Versorgungssituation, sondern auch in Bezug auf die Ausbauplanun-
gen bis zum Ende des Kindertagesstättenjahres 2011/2012.

•        Die Kommunen Garbsen, Gehrden, Neustadt, Seelze, Wennigsen und Pattensen pla-
         nen überwiegend neue Plätze im Bereich der institutionellen Betreuung.

5
  Bei den Krippenplätzen wurden alle zum Stichtag 01.10.2011 zur Verfügung stehenden Krippenplätze und
bei der Kindertagespflege alle zum Stichtag tatsächlich durch Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren beleg-
ten Plätze in öffentlich geförderter Kindertagespflege erfasst.

20                                                                                                                                                                             Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


•   Demgegenüber beabsichtigen die Gemeinden Isernhagen, Uetze, Wedemark und die
    Stadt Wunstorf neue Betreuungsplätze eher in der Kindertagespflege zu schaffen.
•   Die Städte Barsinghausen, Hemmingen, Ronnenberg und Sehnde haben keine Aus-
    bauplanungen für das Kiga-Jahr 2011/2012 gemeldet.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Kommunen in der Region in den vergangenen
Jahren große Anstrengungen unternommen haben, um das hochgesteckte Ziel eines be-
darfsgerechten Betreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren zu erreichen und mehr-
heitlich nach wie vor daran arbeiten, ihre Versorgungssituation weiter auszubauen.



4.5. Förderungen des Bundes und des Landes zum Ausbau der U3-Betreuung

Auf Grundlage des Investitionsprogramms „Kinderbetreuungsfinanzierung“ wurden den
Ländern der Bundesrepublik Deutschland von 2008 bis 2013 Bundesmittel zur Verfügung
gestellt, um den Ausbau von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegeplätze für
Kinder unter 3 Jahren zu fördern.
Den 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger
stehen von diesen Zuwendungen über die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendun-
gen zur Förderung von Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung der unter Dreijähri-
gen“ (kurz: RIK) insgesamt 11.270.693,00 € zur Verfügung.
Die Mittelverteilung erfolgte in den Städten und Gemeinden auf der Grundlage der vom
Nds. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie ermittelten Bevölke-
rungszahlen für Kinder unter 3 Jahre zum Stichtag 31.12.2005. Verwendet werden dürfen
die Zuwendungen ausschließlich für die Schaffung von neuen Betreuungsplätzen für unter
Dreijährige. In der folgenden Tabelle findet man eine Übersicht der Landeszuwendungen
(RIK) für die 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhil-
feträger vom Stand 07.05.2012, aufgeteilt in das Gesamtkontingent, das den einzelnen
Kommunen zur Verfügung steht und die Gelder, die von den Kommunen bereits beantragt
und bewilligt wurden.
In den drei Spalten ganz rechts wird dargestellt, welche Fördermittel den Kommunen nach
Abzug der beantragten Gelder noch zur Verfügung stehen bzw. welche Kommunen ihr
RIK-Kontingent durch Anträge bereits überschritten haben. Dabei zeigt sich insgesamt
folgendes Bild:
• Zum Stichtag 07.05.2012 war das Gesamtkontingent der Region Hannover in Höhe
     von 11.270.693,00 € unter Berücksichtigung aller Anträge der 15 Kommunen ausge-
     schöpft (siehe Spalte 3 der folgenden Tabelle „beantragte Gelder aus dem Kontingent“).
• Von den insgesamt rund 11,3 Mio. Euro sind, gemessen an den jeweiligen kommuna-
     len Kontingenten, rund 92% durch Anträge gebunden.
• 9 Kommunen haben bereits jetzt mehr Fördergelder beantragt, als ihnen laut Kontin-
     gent zustehen (siehe Spalte 7 der folgenden Tabelle „bereits über das Kontingent hin-
     aus beantragt“).


Gesamtauswertung                                                                        21
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


                                                                       noch verfügbare
                                                                            Gelder          bereits über
                RIK-Kontingent    beantragte Gel-
                                                    bewilligte RIK-     (Kontingent -      das Kontingent
     Kommune    gesamt 2008-       der aus dem
                                                       Mittel         beantragte Mittel)    hinaus bean-
                    2013            Kontingent
                                                                                                tragt
                                                                         in €      in %
Barsinghausen     786.103,00 €      431.446,88 €     398.946,88 € 354.656,12 € 45,1%               0,00 €
Burgwedel         537.008,00 €      680.497,63 €     255.100,00 €          0,00 €   0,0%    -143.489,63 €
Garbsen          1.719.934,00 €   2.476.524,00 € 1.291.524,00 €            0,00 €   0,0%    -756.590,00 €
Gehrden           304.807,00 €      140.916,69 €     140.212,55 € 163.890,31 € 53,8%               0,00 €
Hemmingen         492.796,00 €      504.285,00 €     390.000,00 €          0,00 €   0,0%     -11.489,00 €
Isernhagen        581.219,00 €      780.000,00 €     390.000,00 €          0,00 €   0,0%    -198.781,00 €
Neustadt         1.319.874,00 €   1.308.330,07 €     942.793,69 €     11.543,93 €   0,9%           0,00 €
Pattensen         382.807,00 €      432.807,00 €     382.807,00 €          0,00 €   0,0%     -50.000,00 €
Ronnenberg        627.587,00 €    1.126.545,59 €     259.773,56 €          0,00 €   0,0%    -498.958,59 €
Seelze            937.067,00 €    1.354.298,84 €     363.048,11 €          0,00 €   0,0%    -417.231,84 €
Sehnde            689.052,00 €      655.161,40 €     556.510,32 €     33.890,60 €   4,9%           0,00 €
Uetze             555.340,00 €      188.245,12 €     158.245,12 € 367.094,88 € 66,1%               0,00 €
Wedemark          817.373,00 €      961.406,82 €     378.781,82 €          0,00 €   0,0%    -144.033,82 €
Wennigsen         440.319,00 €      605.977,89 €     170.977,89 €          0,00 €   0,0%    -165.658,89 €
Wunstorf         1.079.407,00 €   1.079.407,00 € 1.075.929,80 €            0,00 €   0,0%           0,00 €

Gesamt          11.270.693,00 € 12.725.849,93 € 7.154.650,74 € 931.075,84 €         8,3% -2.386.232,77 €


Bis auf die Stadt Gehrden planen alle Kommunen ihr RIK-Kontingent bis zum Ende des
Förderzeitraumes im Jahr 2013 (gemäß den Richtlinien) auszuschöpfen.
Die Verteilung des noch verfügbaren RIK-Kontingents der Stadt Gehrden in Höhe von
63.890,31 € wurde auf der Sitzung der AG Kita am 29.02.2012 mit den Vertreterinnen und
Vertretern aus den Kommunen abgestimmt. Die Vertreterinnen und Vertreter aus den
Kommunen haben sich darauf verständigt, die 63.890,31 € gleichmäßig auf die 14 Kom-
munen zu verteilen.

Am 30.03.2012 sind zusätzlich zum RIK-Programm die „Richtlinien über die Gewährung
von Zuwendungen für den Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren“
(kurz: Neuplatzprogramm) des Landes Niedersachsen in Kraft getreten. Gefördert wer-
den neu geschaffene Betreuungsplätze, die die Gesamtzahl der Betreuungsplätze für un-
ter dreijährige Kinder in Kindertagesbetreuung erhöhen.
Inhalte der Richtlinien des Landes zur Verteilung zusätzlicher Mittel:
       Festbetragsfinanzierung: - in 2012: 7.000,- € pro Betreuungsplatz in der Kita
                                   - in 2012: 2.100,- € pro Betreuungsplatz in der KTPF
                                   - in 2013: 5.250,- € pro Betreuungsplatz in der Kita
                                   - in 2013: 1.575,- € pro Betreuungsplatz in der KTPF




22                                                                                     Gesamtauswertung
Kindertagesbetreuung in der Region Hannover
Berichtsjahr 2011


       Fördervoraussetzungen: - das RIK-Kontingent der jeweiligen Kommune muss
                                     ausgeschöpft sein
                                   - die Investitionskosten müssen in 2012 bzw. in 2013
                                     entstanden sein
                                   - keine Förderung mit anderen Bundes- oder Landes-
                                     mitteln
       ein Teil des Gesamtbudgets soll ausschließlich für Betreuungsplätze in der Kinder-
       tagespflege zur Verfügung gestellt werden
       die Bewilligung der Zuwendung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs des voll-
       ständigen Antrages
       die Auszahlung der Zuwendung erfolgt nach vollständiger Vorlage des Verwen-
       dungsnachweises
       die Richtlinien treten mit Ablauf des 31.12.2014 außer Kraft

In der folgenden Tabelle wird der Antragsstand zum Stichtag 07.05.2012 dargestellt:


                                                  beantragte Gelder aus dem Neuplatz-
       Kommune
                                                              programm

       Barsinghausen                                                           0,00 €
       Burgwedel                                                         287.000,00 €
       Garbsen                                                           498.750,00 €
       Gehrden                                                                 0,00 €
       Hemmingen                                                               0,00 €
       Isernhagen                                                        105.000,00 €
       Neustadt                                                                0,00 €
       Pattensen                                                               0,00 €
       Ronnenberg                                                         78.750,00 €
       Seelze                                                             80.000,00 €
       Sehnde                                                                  0,00 €
       Uetze                                                                   0,00 €
       Wedemark                                                                0,00 €
       Wennigsen                                                          77.000,00 €
       Wunstorf                                                          938.000,00 €
       Gesamt                                                          2.064.500,00 €




Gesamtauswertung                                                                        23
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf
Kita-Bericht_2011.pdf

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch (15)

Lípidos
LípidosLípidos
Lípidos
 
Tutorial reflex szenerie-konstruktionsprogramm 01
Tutorial reflex szenerie-konstruktionsprogramm 01Tutorial reflex szenerie-konstruktionsprogramm 01
Tutorial reflex szenerie-konstruktionsprogramm 01
 
USP-D Belastungen von Führungskräften
USP-D Belastungen von FührungskräftenUSP-D Belastungen von Führungskräften
USP-D Belastungen von Führungskräften
 
10 bittere Wahrheiten über das Social Web
10 bittere Wahrheiten über das Social Web10 bittere Wahrheiten über das Social Web
10 bittere Wahrheiten über das Social Web
 
Web 2.0
Web 2.0Web 2.0
Web 2.0
 
The simpsons family
The simpsons familyThe simpsons family
The simpsons family
 
Gunther schmidt sys telios
Gunther schmidt sys teliosGunther schmidt sys telios
Gunther schmidt sys telios
 
Reisetaschen
ReisetaschenReisetaschen
Reisetaschen
 
Premierenübersicht Theater Heilbronn 20092010.pdf
Premierenübersicht Theater Heilbronn 20092010.pdfPremierenübersicht Theater Heilbronn 20092010.pdf
Premierenübersicht Theater Heilbronn 20092010.pdf
 
Konzept april 2011
Konzept april 2011Konzept april 2011
Konzept april 2011
 
11-07+A Bayerische Sparkassen nachhaltig erfolgreich.pdf
11-07+A Bayerische Sparkassen nachhaltig erfolgreich.pdf11-07+A Bayerische Sparkassen nachhaltig erfolgreich.pdf
11-07+A Bayerische Sparkassen nachhaltig erfolgreich.pdf
 
Top 5 SEO Fehler
Top 5 SEO FehlerTop 5 SEO Fehler
Top 5 SEO Fehler
 
damentaschen leder
damentaschen lederdamentaschen leder
damentaschen leder
 
KS-ORIGINAL auf der BAU 2013.pdf
KS-ORIGINAL auf der BAU 2013.pdfKS-ORIGINAL auf der BAU 2013.pdf
KS-ORIGINAL auf der BAU 2013.pdf
 
PM F1-Test Valencia.pdf
PM F1-Test Valencia.pdfPM F1-Test Valencia.pdf
PM F1-Test Valencia.pdf
 

Mehr von unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH

Presseinformation Honda Modelle auf der Motorradwelt Boden….pdf
Presseinformation Honda Modelle auf der Motorradwelt Boden….pdfPresseinformation Honda Modelle auf der Motorradwelt Boden….pdf
Presseinformation Honda Modelle auf der Motorradwelt Boden….pdfunn | UNITED NEWS NETWORK GmbH
 
Verkostungen bei der ProWein 2013 Gemeinschaftsstand Pfalz.pdf
Verkostungen bei der ProWein 2013 Gemeinschaftsstand Pfalz.pdfVerkostungen bei der ProWein 2013 Gemeinschaftsstand Pfalz.pdf
Verkostungen bei der ProWein 2013 Gemeinschaftsstand Pfalz.pdfunn | UNITED NEWS NETWORK GmbH
 
Presseinformation Honda Neue Führerscheinregularien 18-01-….pdf
Presseinformation Honda Neue Führerscheinregularien 18-01-….pdfPresseinformation Honda Neue Führerscheinregularien 18-01-….pdf
Presseinformation Honda Neue Führerscheinregularien 18-01-….pdfunn | UNITED NEWS NETWORK GmbH
 

Mehr von unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH (20)

Über den Valentinstag.pdf
Über den Valentinstag.pdfÜber den Valentinstag.pdf
Über den Valentinstag.pdf
 
PM.pdf
PM.pdfPM.pdf
PM.pdf
 
130124_zoll_weltzolltag.pdf
130124_zoll_weltzolltag.pdf130124_zoll_weltzolltag.pdf
130124_zoll_weltzolltag.pdf
 
AL-KO Pressemeldung Vertragsverlaengerung FCA.pdf
AL-KO Pressemeldung Vertragsverlaengerung FCA.pdfAL-KO Pressemeldung Vertragsverlaengerung FCA.pdf
AL-KO Pressemeldung Vertragsverlaengerung FCA.pdf
 
Presseinformation Honda Modelle auf der Motorradwelt Boden….pdf
Presseinformation Honda Modelle auf der Motorradwelt Boden….pdfPresseinformation Honda Modelle auf der Motorradwelt Boden….pdf
Presseinformation Honda Modelle auf der Motorradwelt Boden….pdf
 
Presseinformation MSX125 auf den HMT 23-01-13.pdf
Presseinformation MSX125 auf den HMT 23-01-13.pdfPresseinformation MSX125 auf den HMT 23-01-13.pdf
Presseinformation MSX125 auf den HMT 23-01-13.pdf
 
130121RettedeinenNächstenRotary.pdf
130121RettedeinenNächstenRotary.pdf130121RettedeinenNächstenRotary.pdf
130121RettedeinenNächstenRotary.pdf
 
Verkostungen bei der ProWein 2013 Gemeinschaftsstand Pfalz.pdf
Verkostungen bei der ProWein 2013 Gemeinschaftsstand Pfalz.pdfVerkostungen bei der ProWein 2013 Gemeinschaftsstand Pfalz.pdf
Verkostungen bei der ProWein 2013 Gemeinschaftsstand Pfalz.pdf
 
ZLB_PM_IsraellnachderWahl.pdf
ZLB_PM_IsraellnachderWahl.pdfZLB_PM_IsraellnachderWahl.pdf
ZLB_PM_IsraellnachderWahl.pdf
 
V.COM_PIAGET_MINUTE_REPEATER_DE-email.pdf
V.COM_PIAGET_MINUTE_REPEATER_DE-email.pdfV.COM_PIAGET_MINUTE_REPEATER_DE-email.pdf
V.COM_PIAGET_MINUTE_REPEATER_DE-email.pdf
 
V.COM_PIAGET_ALTIPLANO_SIHH_2013_DE-email.pdf
V.COM_PIAGET_ALTIPLANO_SIHH_2013_DE-email.pdfV.COM_PIAGET_ALTIPLANO_SIHH_2013_DE-email.pdf
V.COM_PIAGET_ALTIPLANO_SIHH_2013_DE-email.pdf
 
4549 - Pflanzenroller-Modellreihe.pdf
4549 - Pflanzenroller-Modellreihe.pdf4549 - Pflanzenroller-Modellreihe.pdf
4549 - Pflanzenroller-Modellreihe.pdf
 
Prinz_Charles_besucht_Halewood.pdf
Prinz_Charles_besucht_Halewood.pdfPrinz_Charles_besucht_Halewood.pdf
Prinz_Charles_besucht_Halewood.pdf
 
PI Daimler Mobility Services.pdf
PI Daimler Mobility Services.pdfPI Daimler Mobility Services.pdf
PI Daimler Mobility Services.pdf
 
PM.pdf
PM.pdfPM.pdf
PM.pdf
 
36_imm cologne_Schlussbericht.pdf
36_imm cologne_Schlussbericht.pdf36_imm cologne_Schlussbericht.pdf
36_imm cologne_Schlussbericht.pdf
 
01-21-AI-Graziano.pdf
01-21-AI-Graziano.pdf01-21-AI-Graziano.pdf
01-21-AI-Graziano.pdf
 
Presseinformation Honda Neue Führerscheinregularien 18-01-….pdf
Presseinformation Honda Neue Führerscheinregularien 18-01-….pdfPresseinformation Honda Neue Führerscheinregularien 18-01-….pdf
Presseinformation Honda Neue Führerscheinregularien 18-01-….pdf
 
Text EÖ-PK 2013 .pdf
Text EÖ-PK 2013 .pdfText EÖ-PK 2013 .pdf
Text EÖ-PK 2013 .pdf
 
PM4 INVENTA Garden.pdf
PM4 INVENTA Garden.pdfPM4 INVENTA Garden.pdf
PM4 INVENTA Garden.pdf
 

Kita-Bericht_2011.pdf

  • 1. Fachbereich Jugend Fotos: Stadt Gehrden Kindertagesbetreuung in der Region Hannover 2011
  • 2.
  • 3. Kindertagesbetreuung im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger Bestandserhebung und Vorausschau über Plätze und Besuch in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zum Stichtag 01.10.2011
  • 4. Herausgeber: Der Regionspräsident Dezernat II Stabsstelle Sozialplanung Fachbereich Jugend Team Fachdienste für Jugendhilfe Hildesheimer Str. 18 30169 Hannover Tel.: 0511 – 616 0
  • 5. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 Inhaltsverzeichnis 1. Abkürzungsverzeichnis ................................................................................................ 5 2. Einleitung....................................................................................................................... 6 2.1. Zum Bericht ............................................................................................................ 6 2.2. Kernergebnisse ...................................................................................................... 8 3. Gesamtübersicht über die Versorgungssituation in der Region Hannover ........... 12 4. Versorgung der Kinder im Alter von 0 – unter 3 Jahre ............................................ 15 4.1. Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre 2007 – 2011.... 16 4.2. Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre im kommunalen Vergleich........ 16 4.3. Ausbauplanungen im U3-Bereich....................................................................... 18 4.4. Ausbauplanungen im U3-Bereich im kommunalen Vergleich.......................... 20 4.5. Förderungen des Bundes und des Landes zum Ausbau der U3-Betreuung .. 21 5. Versorgung der Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren .................................................... 24 5.1. Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder von 3 – 6 Jahre 2007 – 2010 24 6. Versorgung der Kinder im Alter von 6 – 10 Jahre .................................................... 25 6.1. Entwicklung der Versorgungsquote der 6 bis 10-Jährigen 2007 – 2011 ......... 25 7. Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen....................................................... 27 7.1. Betreuungszeiten, Kinder unter 3 Jahre in Krippe + AüG (ohne KTPF) .......... 27 7.2. Betreuungszeiten, Kinder von 3 - 6 Jahre im Kiga, AüG + SK (ohne KTPF) ... 28 7.3. Betreuungszeiten, Kinder im Hort + AüG (ohne KTPF) .................................... 29 8. Besuchsquoten von Kindern in Kindertagesbetreuung nach Alter........................ 30 9. Struktur der Kindertageseinrichtungen .................................................................... 32 9.1. Verteilung der Kindertageseinrichtungen.......................................................... 32 9.2. Trägerzugehörigkeit............................................................................................. 33 9.3. Anzahl der Kindertageseinrichtungen pro Träger und Kommune................... 33 10. Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen......... 34 11. Belegte Integrationsplätze in Kindertageseinrichtungen ...................................... 37 11.1. Sondereinrichtungen in der Region Hannover................................................ 38 12. Kindertagespflege ..................................................................................................... 40 Gesamtauswertung 3
  • 6. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 12.1. Kindertagespflegequote im Vergleich 2009 zu 2011 bezogen auf das Platzangebot ....................................................................................................... 40 12.2. Betreuungszeiten in der Kindertagespflege .................................................... 41 12.3. tatsächlich belegte Plätze in der Kindertagespflege....................................... 42 13. Gesamtauswertung der 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger (absolute Zahlen).................................................. 43 14. Einzelauswertungen.................................................................................................. 49 14.1. Einzelauswertung der Stadt Barsinghausen ................................................... 49 14.2. Einzelauswertung der Stadt Burgwedel ........................................................... 56 14.3. Einzelauswertung der Stadt Garbsen............................................................... 65 14.4. Einzelauswertung der Stadt Gehrden .............................................................. 74 14.5. Einzelauswertung der Stadt Hemmingen......................................................... 82 14.6. Einzelauswertung der Gemeinde Isernhagen.................................................. 89 14.7. Einzelauswertung der Stadt Neustadt.............................................................. 97 14.8. Einzelauswertung der Stadt Pattensen .......................................................... 105 14.9. Einzelauswertung der Stadt Ronnenberg ...................................................... 113 14.10. Einzelauswertung der Stadt Seelze .............................................................. 122 14.11. Einzelauswertung der Stadt Sehnde ............................................................ 130 14.12. Einzelauswertung der Gemeinde Uetze ....................................................... 138 14.13. Einzelauswertung der Gemeinde Wedemark............................................... 147 14.14. Einzelauswertung der Gemeinde Wennigsen.............................................. 155 14.15. Einzelauswertung der Stadt Wunstorf ......................................................... 163 4 Gesamtauswertung
  • 7. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 1. Abkürzungsverzeichnis AüG - Altersübergreifende Gruppe (Krippen- und Kindergartenkinder oder Kindergarten- und Hortkinder können gemeinsam in einer altersüber- greifenden Gruppe betreut werden, vgl. 1. DVO-KiTaG § 1, Abs. 5) BE - Betriebserlaubnis gemäß § 45 SGB VIII Kiga - Kindergarten Kita - Kindertagesstätte KTPF - Kindertagespflege LK - Landkreise Mig - Migrationshintergrund Pl - Plätze RIK - Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung der unter Dreijährigen (Richtlinie Investitionen Kinderbetreuung, kurz: RIK) SGB - Sozialgesetzbuch SK - Spielkreis mit Rechtsanspruch (Der Rechtsanspruch auf einen Kinder- gartenplatz kann ggf. auch durch eine mindestens 15-stündige Vormittags- betreuung pro Woche in einem Kinderspielkreis erfüllt werden, sofern kein ausreichendes Angebot an Kindergartenplätzen zur Verfügung steht, vgl. § 12, Abs. 3, Satz 2, Nr. 2 KiTaG) Std - Stunden Farbübersicht: - Kinder im Alter von 0 – unter 3 Jahre - Kinder im Alter von 3 – 6 Jahre - Kinder im Alter von 6 – 10 Jahre - Struktur der Kindertageseinrichtungen - Migrationshintergrund - Integrationsplätze - Kindertagespflege Gesamtauswertung 5
  • 8. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 2. Einleitung 2.1. Zum Bericht Die Region Hannover als Jugendhilfeträger legt im Rahmen ihrer Gesamt- und Planungs- verantwortung gemäß §§ 79, 80 SGB VIII für die in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden 15 Kommunen den Bericht über die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen und in Kindertagespflege für das Kindergartenjahr 2011/2012 vor. Der Bericht ist in enger Kooperation mit den 15 regionsangehörigen Städten und Gemein- den entstanden. Für diese konstruktive und engagierte Zusammenarbeit sei ein herzlicher Dank ausgesprochen. Der Bericht gibt als Bestandsaufnahme für das Jahr 2011 einen Überblick zur Versor- gungssituation in der Kindertagesbetreuung der Region Hannover. Er dient als Planungs- und Steuerungsinstrument für die Städte und Gemeinden beim Ausbau eines bedarfsge- rechten Betreuungsangebotes für Kinder in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege. Die Region Hannover als Jugendhilfeträger unterstützt die Kommunen bei diesem Ausbau, indem sie die Schaffung neuer Betreuungsplätze mit Baukostenzuschüssen nach den „Richtlinien über die Förderung von Kindertagesstätten“ fördert. Zusätzlich erhalten die Kommunen vom Land Niedersachsen Zuwendungen zur Förderung von Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung der unter Dreijährigen. Die Daten zum Platzangebot, zur tatsächlichen Belegung in den Kindertageseinrichtungen sowie zur Kindertagespflege wurden anhand einer Exceltabelle in Form eines Erhebungs- bogens zum Stichtag 01.10.2011 ermittelt. Die digitalen Daten für die Auswertung dieses Berichtes wurden von den Kommunen zur Verfügung gestellt. Durch die Verarbeitung der digitalen Daten kann es ggf. geringe Rundungsdifferenzen geben, die jedoch keine Aus- wirkungen auf das Gesamtergebnis haben. Der Erhebungsbogen wurde in einer kleinen Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertre- tern der Kommunen abgestimmt und anschließend allen Vertreterinnen und Vertretern der 15 Städte und Gemeinden im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfe- träger vorgelegt.1 Der diesjährige Bericht gibt in Kapitel 3 zunächst einen Gesamtüberblick über die Versor- gungssituation in der Region Hannover als Jugendhilfeträger. In Kapitel 4 wird ein Überblick über den Stand, die bisherige Entwicklung und die weiteren Planungen zur Umsetzung des gesetzlichen Auftrages gegeben. 1 Auf eine Quellenangabe für die jeweiligen Abbildungen (Tabellen und Diagramme) wurde verzichtet. Bei Abbildungen ohne Quellenangabe wurden die ausgewerteten Daten von den jeweiligen Vertreterinnen und Vertretern der Städte und Gemeinden übermittelt. Die Daten wurden vom Team Fachdienste für Jugendhilfe und der Stabsstelle Sozialplanung verarbeitet und ausgewertet. 6 Gesamtauswertung
  • 9. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 In Kapitel 5 wird die Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren und in Kapitel 6 die Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren dargestellt. Ein weiteres aktuell und zukünftig wichtiges Thema in den Kommunen ist nicht nur die Si- cherung und der quantitative Ausbau im Bereich der U3-Betreuung, sondern auch die Op- timierung des qualitativen Angebotes in der Kindertagesbetreuung. Viele Kinder besuchen 3 Jahre, mitunter auch länger, Kindertageseinrichtungen. Darin liegt eine große Chance, denn die Förderung von Kindern ist eine notwendige Voraussetzung, um gleiche Bildungs- und Entwicklungschancen sowie eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erreichen. Gleichzeitig eröffnet ein quantitativ und qualitativ gut ausgebautes lokales Betreuungsangebot Eltern sowie Unternehmen Beschäftigungs- und Arbeitsmarkt- vorteile. Aus diesen Gründen informieren sich Eltern zunehmend über Öffnungszeiten und konzeptionelle Ausrichtungen der Einrichtungen, sowie über qualitative Standards, um auf dieser Grundlage die Entscheidung zu treffen, in welche Einrichtung sie ihr Kind geben. Aus diesen Gründen werden die Betreuungszeiten in Kindertageseinrichtungen (Kapitel 7) und die Besuchsquoten von Kindern in Kindertageseinrichtungen (Kapitel 8) in den 15 Städten und Gemeinden im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfe- träger abgebildet. Ergänzt werden diese Daten durch Daten zur Struktur der Kinderta- geseinrichtungen (Kapitel 9). Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund und die be- legten Integrationsplätze in Kindertageseinrichtungen werden in den Kapiteln 10 und 11 ausgewertet. Zudem werden erstmals die Sondereinrichtungen in den regionsangehörigen Kommunen genauer betrachtet. Kapitel 12 beinhaltet Daten zur Kindertagespflege. Neben der Kindertagespflegequote be- inhaltet dieses Kapitel auch die Betreuungszeiten in der Kindertagespflege und die tat- sächlich belegten Plätze zum Stichtag 01.10.2011. Ergänzend zu den Einzelauswertungen der regionsangehörigen Kommunen in Kapitel 14 beinhaltet dieser Bericht eine Gesamtauswertung der absoluten Zahlen über alle 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger (Kapitel 13). Gesamtauswertung 7
  • 10. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 2.2. Kernergebnisse Die folgenden Kernergebnisse fassen die aktuelle Versorgungssituation in den 254 Kinder- tageseinrichtungen sowie in der Kindertagespflege in den 15 Städten und Gemeinden im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger zusammen: • In den vergangenen Jahren haben die Städte und Gemeinden die Kindertagesbetreu- ung kontinuierlich ausgebaut. Dabei stand und steht in Erwartung des Rechtsanspru- ches auf einen Betreuungsplatz ab Mitte 2013 vor allem der Ausbau der Betreuungs- plätze für die Kinder unter 3 Jahren im Zentrum. Der wichtigste Befund liegt jedoch in der Tatsache, dass in den vergangenen Jahren nicht nur für diese Altersgruppe zu- sätzliche Betreuungsplätze in teils beträchtlichem Ausmaß geschaffen wurden und werden, sondern dass gleichzeitig auch die Versorgungssituation im Kindergarten- und im Hortbereich deutlich verbessert werden konnte. Betrachtet man den Zeitraum der letzten 5 Jahre von 2007 bis 2011 so zeigt sich für den U3-Bereich eine Steige- rung der Versorgungsquote2 von 10,6% auf 24,4% (plus 130,2%), für den Kindergar- tenbereich von 91,2% auf 100,8% (plus 10,5%) und für den Hortbereich von 9,7% auf 17,1% (plus 76,3%). Der Ausbau im U3-Bereich ist also nicht zu Lasten der anderen Versorgungsbereiche gegangen, sondern diese wurden und werden parallel dazu im Sinne eines Gesamtbetreuungssystems teils erheblich ausgebaut (siehe Kapitel 3). • Zum Stichtag 01.10.2011 lag die Gesamtversorgungsquote für die Kinder unter 3 Jah- ren über alle 15 Städte und Gemeinden hinweg bei 24,4% (2010 noch 21,2%). Die re- gionale Versorgungssituation variiert dabei nach wie vor erheblich: Die höchsten Ver- sorgungsquoten von über 30% sind in Gehrden (35,8%), Burgwedel (33,5%) und Isernhagen 32,3%), die niedrigsten von weniger bzw. um 20% in Wunstorf (20,7%), Seelze (19,8%) und Garbsen (16,9%) zu verzeichnen (siehe Kapitel 4 bis 4.2.). • Die seit dem letzten Planungsbericht dokumentierten Ausbaupläne der Städte und Gemeinden für die Tagesbetreuung der Kinder unter 3 Jahren erlauben im Moment einen Ausblick bis in das Jahr 2014. Demnach wird sich die Gesamtversorgungssitua- tion von aktuell 24,4% auf 26,3% im Jahr 2012, 31,7% im Jahr 2013 und 34,6% im Jahr 2014 verbessern. Damit wird deutlich, dass der Ausbau der Betreuungsplätze auch über das Jahr 2013 hinaus anhalten wird (siehe Kapitel 4.3.). • Die Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter 3 Jahren ab Mitte 2013 ist jedoch weniger vom Erreichen oder auch Nichterreichen der auf Bundesebene vorgegebenen Zielmarge von 35%, sondern vielmehr vom tatsächli- chen Bedarf vor Ort abhängig. Wie sich dieser Bedarf tatsächlich darstellt und vor al- lem, wie er sich entwickeln wird, kann heute niemand sicher vorhersagen, denn mit dem Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung für Kinder unter 3 Jahren wird sich al- ler Voraussicht nach auch das Nachfrageverhalten der Eltern verändern. Deshalb sind 2 Die Versorgungsquote berechnet sich aus der Anzahl der zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze im Verhältnis zur Gesamtzahl der Kinder einer Altersgruppe (z. B. Krippenplätze im Verhältnis zu Krippenkin- dern). 8 Gesamtauswertung
  • 11. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 alle Städte und Gemeinden auch über das Jahr 2013 hinaus darauf angewiesen, für den weiteren bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung zu sorgen – auch wenn das im Einzelfall bedeuten kann, deutlich über die bundesweite Zielmarge von 35% hinaus auszubauen (siehe Kapitel 4.3, 4.4 und die Selbsteinschätzungen der Städte und Gemeinden zur örtlichen Bedarfslage in Kapitel 14). • Durch eine Umstellung der Datenerhebung können seit dem letzten Bericht auch die tatsächlichen Besuchsquoten3 von Kindern unter 3 Jahren nach Altersjahrgängen auf- geteilt abgebildet werden. Hierbei zeigt sich, dass die tatsächliche Inanspruchnahme von Betreuungsplätzen sehr unterschiedlich verteilt ist. Während zum Stichtag 2011 nur 1,4% der 0 bis 1-Jährigen in Krippen und Kindertagespflege betreut wurden, sind es bei den 1 bis 2-Jährigen bereits 24,7% und bei den 2 bis 3-Jährigen sogar 41,6%. Ursächlich sind hierbei das altersabhängige unterschiedliche Nachfrageverhalten der Eltern, das Elterngeld im ersten Lebensjahr sowie die geltenden Aufnahmeregelungen der Betreuungseinrichtungen. Hier ist also ergänzend festzuhalten, dass bereits jetzt rund ein Viertel aller 1 bis 2-Jährigen und über 40% aller 2 bis 3-Jährigen eine institu- tionelle Kindertagesbetreuungseinrichtung besuchen bzw. durch Kindertagespflege- personen betreut werden (siehe Kapitel 8). • Von den rund 11,3 Mio. Euro aus dem Investitionsprogramm „Kindertagesbetreuungs- finanzierung“ (RIK-Mittel), die den 15 Städten und Gemeinden zum Ausbau im U3- Bereich zustehen, sind rund 92% der Mittel bereits abgerufen. Die örtliche Inan- spruchnahme der Fördermittel ist allerdings recht unterschiedlich. Neben einigen Städ- ten und Gemeinen, die mehr Gelder beantragt haben als ihnen laut Verteilungsschlüs- sel zusteht, gibt es 5 Kommunen, die ihre Kontingente noch nicht voll ausgeschöpft haben. Hier muss das Ziel sein, die noch zur Verfügung stehenden Mittel bis zum En- de des Förderzeitraumes 2013 auszuschöpfen und nach Möglichkeit auch die inzwi- schen zusätzlich vom Land bereitgestellten Fördermittel (nach dem „Neuplatzpro- gramm“) in Anspruch zu nehmen (siehe Kapitel 4.5.). • Die Betreuungsquoten für die 3 bis 6-Jährigen haben sich gegenüber 2010 nochmals erkennbar erhöht, nämlich von 96,9% auf nunmehr 100,8%. Im Detail zeigt sich, dass die Versorgungsquoten für diese Altersgruppe inzwischen in allen 15 Städten und Gemeinden bei über 90% liegen. Versorgungsquoten von über 100% erklären sich dabei zumeist durch ortsansässige Sonderkindergärten, die zumeist eine große Zahl von Kindern aus anderen Städten und Gemeinden betreuen. Insgesamt kann die Nachfrage an Kinderbetreuungsplätzen in dieser Altersgruppe als weitestgehend ge- deckt gelten (siehe Kapitel 5.1. sowie die Selbsteinschätzungen der Städte und Ge- meinden zur örtlichen Bedarfslage in Kapitel 14). • Auch für die 6 bis 10-Jährigen zeigt sich in fast jeder Kommune im Vergleich der Jahre 2007 bis 2011 ein als positiv zu bewertender Ausbau des Versorgungsangebotes im Hortbereich von 9,7% in 2007 auf 17,1% in 2010. Einzelne Städte und Gemeinden er- reichen inzwischen eine Versorgungsquote von über 25% im Hortbereich (Wedemark Gesamtauswertung 9
  • 12. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 30,7%, Burgwedel 27,6% und Isernhagen 26,1%). Die in vielen Kommunen trotz des Ausbaus der Angebote nach wie vor starke Auslastung und Nachfrage im Hortbereich veranlasst eine Reihe von Städten und Gemeinden das derzeit vorhandene Angebot weiter auszubauen. Insgesamt zeigt sich die Notwendigkeit, die Nachmittags- bzw. Hortbetreuung für Grundschulkinder dem Ausbau im Krippen- und Kindergartenbe- reich anzupassen, um eine bruchfreie Gesamtversorgungssituation zu schaffen (siehe Kapitel 6.1. sowie die Selbsteinschätzungen der Städte und Gemeinden zur örtlichen Bedarfslage in Kapitel 14). • Mit Blick auf die Betreuungszeiten der unter 3-Jährigen und der Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in Kindertageseinrichtungen gibt es nach wie vor große Unterschiede. Während im Krippenbereich 81,7% der Kinder dreiviertel (38,5%) oder ganztags 43,2%) betreut werden – und es hier eine ganze Reihe von Städten und Gemeinden gibt, bei denen die Ganztags- bzw. Dreiviertelbetreuung der Regelfall ist – ist im Kin- dergarten noch immer fast jeder zweite Kindergartenplatz ein Halbtagsplatz. Über alle 15 Städte und Gemeinden hinweg sind zum Stichtag 01.10.2011 23,9% der Plätze Ganztags-, 29,1% der Plätze dreiviertel- aber die restlichen 47,0% der Plätze noch immer Halbtagsplätze. Auch wenn der Anteil der Halbtagsplätze damit in den letzten beiden Jahren deutlich von rund 61% in 2009 auf nunmehr 47% gesunken ist, gibt es doch einen unverkennbaren Bruch zwischen dem sich entwickelnden Standardbetreu- ungsstundenumfang im Krippenbereich (zu über 80% dreiviertel oder ganztags) und dem Betreuungsumfang im Kindergarten (nur zu rund 53% dreiviertel oder ganztags). Im Sinne der Schaffung kontinuierlicher und verlässlicher Kindertagesbetreuung liegt hier eine weitere beträchtliche Ausbauaufgabe (siehe Kapitel 7.1. und 7.2. sowie die Selbsteinschätzungen der Städte und Gemeinden zur örtlichen Bedarfslage in Kapitel 14). • Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen ist seit einigen Jahren kontinuierlich ansteigend. Aktuell haben über ein Fünftel (21,8%) aller institutionell betreuten Kinder im Alter zwischen 0 und 10 Jahren einen Migrationshin- tergrund, was im Vergleich zum Jahr 2007 (15,0%) einen deutlichen Anstieg bedeutet. Nach wie vor ist jedoch leider unklar, zu welchem Anteil dieser Anstieg auf eine in ein- zelnen Betreuungseinrichtungen veränderte bzw. sensiblere Erfassungspraxis zurück- zuführen ist und zu welchem Anteil heute tatsächlich mehr Kinder mit Migrationshin- tergrund an der institutionellen Kindertagesbetreuung teilhaben. Es spricht einiges da- für, dass beide Effekte gleichzeitig eintreten. Dort, wo die Versorgungssituation traditi- onell am besten ist, nämlich im Kindergartenbereich, ist auch der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund am höchsten (24,0%). Dort, wo derzeit noch rege Nachfrage an Betreuungsplätzen herrscht und wo das Betreuungsangebot erst in den letzten Jahren quantitativ deutlich ausgebaut wurde, ist deren Anteil hingegen (noch) deutlich gerin- ger (13,7% Krippe, 17,9% Hort) (siehe Kapitel 10). 3 Die Besuchsquote berechnet sich aus der Anzahl der tatsächlich betreuten Kinder im Verhältnis zu allen Kindern einer Altersgruppe (z. B. betreute Krippenkinder im Verhältnis zu allen Krippenkindern). 10 Gesamtauswertung
  • 13. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 • Der Beitrag der Kindertagespflege zur Gesamtbetreuungssituation fällt im Verhältnis zur institutionellen Kindertagesbetreuung trotz erkennbarer Steigerungen gering aus (2009 3,8%, 2011 5,1%). Größere Bedeutung hat die Kindertagespflege vor allem bei der Betreuung der unter 3-Jährigen. Hier wird derzeit etwa jedes vierte Kind in Kinder- tagespflege betreut. Der Betreuungsumfang in der Kindertagespflege beträgt nach wie vor in etwas mehr als der Hälfte aller Fälle weniger als 5 Stunden pro Tag. Außerhalb der Betreuung der unter 3-Jährigen leistet die Kindertagespflege damit vor allem er- gänzende Funktionen, wie z. B. die Randzeitenbetreuung (siehe Kapitel 12). Gesamtauswertung 11
  • 14. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 3. Gesamtübersicht über die Versorgungssituation in der Region Hannover Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Gesamtübersicht über die Versorgungssituation in den 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger zum Stichtag 01.10.2011. Die vorhandenen Betreuungsplätze in den Kindertageseinrich- tungen und die tatsächlich belegten Plätze in der Kindertagespflege werden dabei zu- sammengefasst. Die hier erfassten Plätze in der Kindertagespflege weisen alle zum Stich- tag tatsächlich belegten Plätze in öffentlich geförderter Kindertagespflege aus. Eine Dar- stellung der in der Kindertagespflege insgesamt zur Verfügung stehenden Plätze wäre demgegenüber problematisch, da keine saubere Zuordnung von zur Verfügung stehenden Plätzen zu der betreffenden Altersgruppe möglich wäre und die nicht unerhebliche Anzahl unbelegter Kindertagespflegeplätze zu einer Überschätzung der tatsächlichen Versor- gungssituation führen würde. Anzahl der Kinder zum u3 Jahre 3-6 Jahre 6-10 Jahre gesamt 31.12.2011 Kommune u3 3-6 6-10 gesamt Plätze % Plätze % Plätze % Plätze % Jahre Jahre Jahre Barsinghausen 696 857 1.220 2.773 182 26,1 794 92,6 80 6,6 1.056 38,1 Burgwedel 477 663 831 1.971 160 33,5 701 105,7* 229 27,6 1.090 55,3 Garbsen 1.405 1.687 2.241 5.333 238 16,9 1.679 99,5 355 15,8 2.272 42,6 Gehrden 371 407 544 1.322 133 35,8 458 112,5 64 11,8 655 49,5 Hemmingen 416 563 738 1.717 121 29,1 557 98,9 166 22,5 844 49,2 Isernhagen 524 686 882 2.092 169 32,3 669 97,5 230 26,1 1.068 51,1 Neustadt 985 1.267 1.789 4.041 262 26,6 1.195 94,3 312 17,4 1.769 43,8 Pattensen 319 416 581 1.316 72 22,6 498 119,7 102 17,6 672 51,1 Ronnenberg 585 644 879 2.108 135 23,1 584 90,7 185 21,0 904 42,9 Seelze 850 944 1.217 3.011 168 19,8 908 96,2 177 14,5 1.253 41,6 Sehnde 586 680 978 2.244 152 25,9 655 96,3 54 5,5 861 38,4 Uetze 446 598 831 1.875 104 23,3 651 108,9 125 15,0 880 46,9 Wedemark 696 822 1.190 2.708 189 27,2 853 103,8* 365 30,7 1.407 52,0 Wennigsen 296 431 591 1.318 65 22,0 553 128,3* 75 12,7 693 52,6 Wunstorf 945 1.164 1.595 3.704 196 20,7 1.167 100,3* 241 15,1 1.604 43,3 gesamt 9.597 11.829 16.107 37.533 2.346 24,4 11.922 100,8 2.760 17,1 17.028 45,4 * Versorgungsquote beinhaltet die vorhandenen Plätze in Sondereinrichtungen in den jeweiligen Standort- Kommunen Quelle: Region Hannover, Team Statistik und Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger. In den Kommunen Burgwedel, Gehrden, Pattensen, Uetze, Wedemark, Wennigsen und Wunstorf lag die Versorgungsquote bei den Kindergartenkindern über 100%. Die Gründe hierfür lagen u.a. in den sinkenden Geburtenzahlen und den Zu- und Fortzügen, die die 12 Gesamtauswertung
  • 15. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 Planungen in diesem Bereich erschweren. Vereinzelt wurden Kinder, die sowohl in einer Einrichtung und in der Kindertagespflege betreut wurden, doppelt gezählt. Die Versorgungsquote im Kiga-Bereich von 105,7% in der Stadt Burgwedel, von 103,8% in der Gemeinde Wedemark, von 128,3% in der Gemeinde Wennigsen und von 100,3% in der Stadt Wunstorf begründet sich außerdem durch den Anteil der jeweiligen Sonderein- richtungen. Bei ausschließlicher Berücksichtigung der Regelkindergartenplätze in diesen Kommunen ergibt sich eine Versorgungsquote von 97,3% in Burgwedel, 100,9% in der Wedemark, 110,2% in Wennigsen und 95,4% in Wunstorf. Ohne Berücksichtigung der Plätze in Son- dereinrichtungen verändert sich die Gesamtversorgungssituation der 3-6 jährigen in der Region Hannover von 100,8% auf 99,0%. Die Versorgungsquote der Gemeinde Wennigsen beinhaltet zudem 75 Plätze für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in einem Waldorfkindergarten. Derzeit (Mai 2012) ist ca. die Hälfte dieser Betreuungsplätze mit Kindergartenkindern aus der Gemeinde Wennigsen belegt. Insgesamt lässt sich über die vergangenen Jahre ein kontinuierlicher Ausbau der Kinder- tagesbetreuung über alle Betreuungsformen und alle Altersgruppen hinweg beobachten, wie das nachfolgende Diagramm zeigt. Gesamtversorgungsquote Region Hannover als Jugendhilfeträger 2007 - 2011 (Kita + KTPF) 110 96,7 96,9 100,8 100 94,4 91,2 90 80 70 60 Prozent 50 40 30 24,4 21,2 17,1 20 15,0 15,9 14,3 11,9 11,8 10,6 9,7 10 0 2007 2008 2009 2010 2011 u3 Jahre 3 - 6 Jahre 6 - 10 Jahre • Im U3-Bereich ist die Versorgungsquote in den vergangenen fünf Jahren seit 2007 von 10,6% auf 24,4% (+ 130,9%) gestiegen. • Der Betreuungsausbau für die Kinder unter 3 Jahren ist dabei nicht zu Lasten der an- deren Betreuungsangebote gegangen. Gesamtauswertung 13
  • 16. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 • Im Kindergartenbereich ist für den gleichen Zeitraum eine Steigerung der Versor- gungsquote von 91,2% auf 100,8% (+ 10,5%) zu beobachten. • Und im Hortbereich ist eine Steigerung von 9,7% auf 17,1% (+76,3%) zu verzeichnen. Damit haben die 15 Städte und Gemeinden in den vergangenen Jahren einen beachtli- chen Ausbau der Kindertagesbetreuung realisiert, der sich nicht allein auf den Ausbau für die unter 3-Jährigen beschränkt. Entwicklung der Versorgungsquoten für Kinder u3 Jahre, 3 - 6 Jahre, 6 - 10 Jahre 2007 bis 2011 (2007 = 100) 240 230,2 220 Versorgungsquote 2007 = 100 in % 200 200,0 180 176,3 160 163,9 147,4 140 141,5 121,6 120 100,0 112,3 110,5 100 106,0 106,3 103,5 2007 2008 2009 2010 2011 u3 Jahre 3 - 6 Jahre 6 - 10 Jahre 14 Gesamtauswertung
  • 17. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 4. Versorgung der Kinder im Alter von 0 – unter 3 Jahre Erfreulicherweise hat sich in allen 15 Kommunen die Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre im Vergleich zum Jahr 2007 deutlich erhöht. Dies lässt deutlich werden, dass in al- len Kommunen die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kleinkinder ein Arbeitsschwer- punkt ist, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab der Vollendung des ersten Lebensjahres zum 01.08.2013 gemäß § 24 SGB VIII erfüllen zu können. Darüber hinaus ist gemäß § 24, Abs. 1 SGB VIII ein Kind, das das erste Lebensjahr noch nicht vollendet hat, in einer Einrichtung oder in Kindertagespflege zu fördern, wenn die Erziehungsberechtigten u.a. einer Erwerbstätigkeit nachgehen, arbeitsuchend sind oder sich in der Schul- oder Hochschulausbildung befinden. Die Region Hannover bezieht auf dem Hintergrund dieser gesetzlichen Vorgaben bei der detaillierten Berechnung der Versorgungsquote, in Absprache mit den Kommunen im Zu- ständigkeitsbereich der Region Hannover, alle drei Jahrgänge ein. Es ist jedoch zu beo- bachten, dass die Nachfrage der Eltern im ersten Lebensjahr eines Kindes, auch aufgrund des Elterngeldes, erheblich geringer ausfällt, als in den folgenden zwei Lebensjahren.4 Die Bundesregierung geht derzeit davon aus, dass mit einer Betreuungsquote von 35%, über alle 0 bis 3-Jährigen Kinder gerechnet, der Rechtanspruch auf einen Betreuungsplatz gemäß dem Kinderförderungsgesetz (KiföG) - Gesetz zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege - erfüllt werden kann. Da sich diese Quote als ein pauschal gesetzter Mittelwert darstellt, muss man davon ausgehen, dass sich die tatsächlichen Bedarfe für eher städtisch geprägte Räume und für eher länd- lich geprägte Räume in der Realität anders darstellen werden. Tatsächlich ist in der Praxis auch kein abstraktes Versorgungsziel maßgeblich, sondern der tatsächliche Bedarf vor Ort. Um die Umsetzung des Rechtsanspruches auf Betreuung ab 2013 in vollem Umfang gewährleisten zu können, sind deshalb vielerorts weitere Anstrengungen notwendig. Alle Kommunen sind deshalb bestrebt, den Ausbau einer bedarfsgerechten Versorgung bis 2013 weiter voranzutreiben. Zum jetzigen Zeitpunkt kann bei aller gebotenen Vorsicht davon ausgegangen werden, dass das für 2013 angestrebte globale Ziel, für durchschnittlich 35% der Kleinkinder einen Betreuungsplatz zu schaffen, über alle 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Regi- on Hannover als Jugendhilfeträger gelegt, im Jahr 2013 ausreichen kann, um die Nachfra- ge insgesamt zu befriedigen. Bei dieser durchschnittlichen Versorgungsquote für Kinder von 0 bis unter 3 Jahren sind jedoch die nicht unerheblichen regionalen Unterschiede so- wie Besonderheiten der einzelnen Städte und Gemeinden in der Region Hannover zu be- rücksichtigen. Ob diese Versorgungsquote auf Dauer bedarfsdeckend sein wird, kann aus heutiger Sicht indes nicht beantwortet werden. 4 siehe hierzu Kapitel 8 – Besuchsquoten von Kindern in Kindertagesbetreuung nach Alter. Gesamtauswertung 15
  • 18. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 4.1. Entwicklung der Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre 2007 – 2011 Das nachfolgende Diagramm verdeutlicht, dass die Versorgungsquote im U3 Bereich in allen Kommunen im Vergleich von 2007, 2009 und 2011 z.T. deutlich erhöht werden konn- te. In nahezu allen Kommunen ist die Versorgungsquote um mehr als 5 Prozentpunkte angestiegen, wobei die Ausgangslagen unterschiedlich gewesen sind. Entwicklung der Gesamtversorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre 2007 - 2011 (Kita + KTPF) 40 35,8 33,5 35 32,3 29,1 30 27,3 27,2 26,6 26,1 25,9 24,8 24,4 23,3 23,1 25 22,6 22,1 22,0 20,9 20,7 Prozent 19,8 19,5 20 16,9 16,7 16,4 15,7 15,6 15,2 15,0 14,6 14,3 14,2 14,1 14,0 13,0 15 12,3 11,8 11,1 10,6 10,4 10,2 10,0 9,9 9,4 8,8 10 8,4 7,4 7,2 7,0 5,3 5 0 n en n en g ze e ze el en en t t n rf k ad am er se ge nd ar se o ed el et rd bs ns ag st st nb m au in h g s Se w U eh un tte ar eu ge Se ni nh e m ne rg gh ed en G W G Pa em N er Bu on in W W Is rs H R Ba 2007 2009 2011 • Einen Zuwachs von 2009 bis 2011 um mehr als 15 Prozentpunkte verzeichnet dabei die Gemeinde Isernhagen. • Einen Zuwachs zwischen 10 und 15 Prozentpunkte verzeichnen die Kommunen Burgwedel, Neustadt, Pattensen, Sehnde und Uetze. • Auf einen Zuwachs zwischen 5 und 10 Prozentpunkte kommen die Kommunen Bar- singhausen, Garbsen, Gehrden, Ronnenberg, Seelze, Wedemark, Wunstorf und Wennigsen. 4.2. Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre im kommunalen Vergleich Zum 01.10.2011 betrug die Betreuungsquote für Kinder unter 3 Jahre in Tageseinrichtun- gen sowie in der Kindertagespflege in der Region Hannover durchschnittlich 24,4%, davon entfielen 18,5 Prozentpunkte auf den Krippenbereich und 5,9 Prozentpunkte auf die Kin- dertagespflege. Dies entspricht einem Verhältnis bei den Betreuungsplätzen von 75,8% für die institutionelle Krippenbetreuung und 24,2% für die öffentlich geförderte Kindertages- pflege. 16 Gesamtauswertung
  • 19. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 Der Anteil der Kindertagespflege im U3-Bereich stellte sich in den einzelnen Kommunen sehr unterschiedlich dar. Während beispielsweise in der Gemeinde Uetze mehr als die Hälfte der Betreuungsplätze für Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren im Bereich der Kindertagespflege angeboten wurden, lag das Verhältnis in den Städten Gehrden, Burg- wedel, Ronnenberg und Garbsen bei ca. 85% (Krippe) zu 15% (Kindertagespflege). Versorgungsquote der Kinder unter 3 Jahre im kommunalen Vergleich (vorhandene Krippenplätze und tatsächlich belegte Plätze in der Kindertagespflege) Gehrden 30,5 5,4 Burgwedel 28,5 5,0 Isernhagen 24,8 7,4 Hemmingen 23,8 5,3 Wedemark 17,7 9,5 Neustadt 21,5 5,1 Barsinghausen 17,5 8,6 Sehnde 18,6 7,3 gesamt 18,5 5,9 Uetze 10,5 12,8 Ronnenberg 19,5 3,6 Pattensen 17,2 5,3 Wennigsen 12,5 9,5 Wunstorf 16,4 4,3 Seelze 14,8 4,9 Garbsen 14,2 2,7 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Prozent Versorgungsquote (Krippe) Versorgungsquote (Kindertagespflege) • Mit Versorgungsquoten zwischen 16,9% und 35,9% stellt sich die Situation insgesamt sehr uneinheitlich dar. • Die Städte Gehrden, Burgwedel und die Gemeinde Isernhagen erreichten zum Stich- tag eine Versorgungsquote von über 30% und liegen damit schon heute nahe dem bundesweiten Versorgungsziel von 35%. • Die Kommunen Hemmingen, Wedemark, Neustadt, Barsinghausen und Sehnde lagen zwischen 25% und 30%. • In den Kommunen Uetze, Ronnenberg, Pattensen, Wennigsen und Wunstorf lagen die Versorgungsquoten zwischen 20% und 25%. • Die Städte Seelze und Garbsen erreichten eine Versorgungsquote im U3-Bereich zwi- schen 15% und 20%. Gesamtauswertung 17
  • 20. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 4.3. Ausbauplanungen im U3-Bereich In dem folgenden Diagramm werden die Ausbauplanungen für die Altersgruppe der 0 bis unter 3-Jährigen auf Grundlage einer Stichtagsabfrage zum 01.10.2011 bis zum Ende des Kindergartenjahres 2013/2014 dargestellt. Um dabei ein möglichst präzises Bild sowohl von der aktuellen Versorgungssituation als auch von den bestehenden Planungen zum Ausbau im U3-Bereich zu bekommen, wurden hier insgesamt vier Kategorien unterschieden und in eine Gesamtübersicht integriert: • Krippenquote (zum Stichtag) • Kindertagespflegequote (zum Stichtag) • Planungen Krippe • Planungen Kindertagespflege 18 Gesamtauswertung
  • 21. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 Entwicklung der Versorgungsquote im U3-Bereich Prognose 40% = 34,6% 35% 0,5% = 31,7% 2,4% 0,7% 30% 4,7% 7,1% = 26,3% 0,5% = 24,4% 25% 1,4% = 21,1% 6,4% 5,9% 5,9% 20% 5,0% = 15,0% 15% = 11,9% 3,0% 24,6% 1,8% 10% 18,5% 18,5% 19,9% 16,1% 12,0% 5% 10,1% 0% 2008 2009 2010 2011 2012 (Planzahlen) 2013 (Planzahlen) 2014 (Planzahlen) Krippe + AüG KTPF Planungen Krippe Planungen KTPF Bereits in dem letzten Bericht zur Bestandserhebung über Plätze in Kindertageseinrich- tungen und Kindertagespflege im Jahr 2010 wurde eine Gesamtplanungsquote bis 2011 von ca. 23,8% angegeben. Diese Prognose wurde zum Stichtag 01.10.2011 mit 24,4% noch einmal übertroffen. Auch bei den diesjährigen Angaben zu Planungen haben sich die Kommunen eher zu- rückhaltend geäußert, so dass davon auszugehen ist, dass sich die Gesamtplanungsquote für 2012 von zusammen 1,9% (1,4 Prozentpunkte Zuwachs im Krippenbereich, 0,5 Pro- zentpunkte Zuwachs in der Kindertagespflege) eher noch erhöhen wird. Wenn man davon ausgeht, dass auch im laufenden Kita-Jahr mehr Betreuungsplätze geschaffen werden als nach den vorsichtigen Planzahlen bisher angegeben wurden, erscheint eine durchschnitt- liche Versorgungsquote um 26% zum nächsten Stichtag (01.10.2012) als realistisch. Auch für die Jahre 2013 und 2014 planen die Städte und Gemeinden weitere neue Krip- pen- und Kindertagespflegeplätze. Auf Grundlage der vorliegenden Planungen kann man davon ausgehen, dass die Gesamtversorgungsquote über alle 15 Städte und Gemeinden hinweg im Jahr 2012 auf 26,3%, im Jahr 2013 auf 31,7% und bis 2014 auf 34,6% anstei- gen wird. Da die Realisierung dieser Ausbauplanungen von zahlreichen Faktoren abhängt, wie z. B. der tatsächlichen Nachfrage nach Betreuungsplätzen, der Geburtenentwicklung und den zur Verfügung stehen finanziellen Mitteln, muss diese Prognose mit Vorsicht be- handelt werden. Eine fortlaufende Aktualisierung ist deshalb auch für die folgenden Be- richte geplant. Abschließend kann man feststellen, dass sich die Kommunen in Bezug auf den Beitrag der Kindertagespflege zum Ausbau im U3-Bereich besonders vorsichtig äußern. Eine ge- Gesamtauswertung 19
  • 22. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 naue Planung ist in diesem Bereich nach wie vor offensichtlich nur bedingt möglich. Als Gründe hierfür wurden insbesondere die hohe Fluktuation bei den Tagespflegepersonen, die mitunter fehlende Passung zwischen angebotenem und nachgefragtem Betreuungs- umfang, sowie die nur bedingt attraktive Bezahlung der Tagespflegepersonen angegeben. Zudem kann nicht in allen Ortsteilen der Kommunen eine ausreichende Anzahl an Tages- pflegepersonen vorgehalten werden. 4.4. Ausbauplanungen im U3-Bereich im kommunalen Vergleich Das folgende Diagramm stellt die Ausbauplanungen im kommunalen Vergleich dar. Wie bereits zuvor wird auch hier nach den vier Kategorien (Krippenquote, Kindertagespflege- quote, Planungen Krippe und Planungen Kindertagespflege) unterschieden.5 Entwicklung der Betreuungsplätze im U3-Bereich im kommunalen Vergleich 45% 5,4% 4,0% 1,3% 40% 1,7% 1,0% 35% 3,0% 5,0% 1,4% 30% 0,5% 7,4% 5,3% 4,5% 3,5% 4% 5,3% 4,7% 25% 5,1% 4,1% 4,3% 0,3% 1, 9,5% 7,3% 8,6% 5,9% 2,1% 3,6% 20% 12,8% 9,5% 4,9% 30,5% 28,5% 15% 24,8% 23,8% 21,5% 19,5% 18,6% 18,5% 17,7% 17,5% 10% 17,2% 16,4% 14,8% 14,2% 12,5% 10,5% 5% 0% n en n t n g e e ze el en en t en rf k ad m lz er se ge e d ar o ed et rd hn bs ns ag sa gs e st st nb em au in Se w U eh un tte ar eu ge ni nh Se m ne rg gh ed en G W G Pa em N er Bu on in W W Is rs H R Ba Krippe 2011 KTP 2011 Planungen Krippe (bis Ende Kiga-Jahr 2011/2012) Planungen KTPF (bis Ende Kiga-Jahr 2011/2012) Die örtliche Versorgungssituation stellt sich demnach sehr heterogen dar und zwar nicht nur in der aktuellen Versorgungssituation, sondern auch in Bezug auf die Ausbauplanun- gen bis zum Ende des Kindertagesstättenjahres 2011/2012. • Die Kommunen Garbsen, Gehrden, Neustadt, Seelze, Wennigsen und Pattensen pla- nen überwiegend neue Plätze im Bereich der institutionellen Betreuung. 5 Bei den Krippenplätzen wurden alle zum Stichtag 01.10.2011 zur Verfügung stehenden Krippenplätze und bei der Kindertagespflege alle zum Stichtag tatsächlich durch Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren beleg- ten Plätze in öffentlich geförderter Kindertagespflege erfasst. 20 Gesamtauswertung
  • 23. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 • Demgegenüber beabsichtigen die Gemeinden Isernhagen, Uetze, Wedemark und die Stadt Wunstorf neue Betreuungsplätze eher in der Kindertagespflege zu schaffen. • Die Städte Barsinghausen, Hemmingen, Ronnenberg und Sehnde haben keine Aus- bauplanungen für das Kiga-Jahr 2011/2012 gemeldet. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Kommunen in der Region in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen haben, um das hochgesteckte Ziel eines be- darfsgerechten Betreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren zu erreichen und mehr- heitlich nach wie vor daran arbeiten, ihre Versorgungssituation weiter auszubauen. 4.5. Förderungen des Bundes und des Landes zum Ausbau der U3-Betreuung Auf Grundlage des Investitionsprogramms „Kinderbetreuungsfinanzierung“ wurden den Ländern der Bundesrepublik Deutschland von 2008 bis 2013 Bundesmittel zur Verfügung gestellt, um den Ausbau von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegeplätze für Kinder unter 3 Jahren zu fördern. Den 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhilfeträger stehen von diesen Zuwendungen über die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendun- gen zur Förderung von Investitionen im Bereich der Kinderbetreuung der unter Dreijähri- gen“ (kurz: RIK) insgesamt 11.270.693,00 € zur Verfügung. Die Mittelverteilung erfolgte in den Städten und Gemeinden auf der Grundlage der vom Nds. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie ermittelten Bevölke- rungszahlen für Kinder unter 3 Jahre zum Stichtag 31.12.2005. Verwendet werden dürfen die Zuwendungen ausschließlich für die Schaffung von neuen Betreuungsplätzen für unter Dreijährige. In der folgenden Tabelle findet man eine Übersicht der Landeszuwendungen (RIK) für die 15 Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Region Hannover als Jugendhil- feträger vom Stand 07.05.2012, aufgeteilt in das Gesamtkontingent, das den einzelnen Kommunen zur Verfügung steht und die Gelder, die von den Kommunen bereits beantragt und bewilligt wurden. In den drei Spalten ganz rechts wird dargestellt, welche Fördermittel den Kommunen nach Abzug der beantragten Gelder noch zur Verfügung stehen bzw. welche Kommunen ihr RIK-Kontingent durch Anträge bereits überschritten haben. Dabei zeigt sich insgesamt folgendes Bild: • Zum Stichtag 07.05.2012 war das Gesamtkontingent der Region Hannover in Höhe von 11.270.693,00 € unter Berücksichtigung aller Anträge der 15 Kommunen ausge- schöpft (siehe Spalte 3 der folgenden Tabelle „beantragte Gelder aus dem Kontingent“). • Von den insgesamt rund 11,3 Mio. Euro sind, gemessen an den jeweiligen kommuna- len Kontingenten, rund 92% durch Anträge gebunden. • 9 Kommunen haben bereits jetzt mehr Fördergelder beantragt, als ihnen laut Kontin- gent zustehen (siehe Spalte 7 der folgenden Tabelle „bereits über das Kontingent hin- aus beantragt“). Gesamtauswertung 21
  • 24. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 noch verfügbare Gelder bereits über RIK-Kontingent beantragte Gel- bewilligte RIK- (Kontingent - das Kontingent Kommune gesamt 2008- der aus dem Mittel beantragte Mittel) hinaus bean- 2013 Kontingent tragt in € in % Barsinghausen 786.103,00 € 431.446,88 € 398.946,88 € 354.656,12 € 45,1% 0,00 € Burgwedel 537.008,00 € 680.497,63 € 255.100,00 € 0,00 € 0,0% -143.489,63 € Garbsen 1.719.934,00 € 2.476.524,00 € 1.291.524,00 € 0,00 € 0,0% -756.590,00 € Gehrden 304.807,00 € 140.916,69 € 140.212,55 € 163.890,31 € 53,8% 0,00 € Hemmingen 492.796,00 € 504.285,00 € 390.000,00 € 0,00 € 0,0% -11.489,00 € Isernhagen 581.219,00 € 780.000,00 € 390.000,00 € 0,00 € 0,0% -198.781,00 € Neustadt 1.319.874,00 € 1.308.330,07 € 942.793,69 € 11.543,93 € 0,9% 0,00 € Pattensen 382.807,00 € 432.807,00 € 382.807,00 € 0,00 € 0,0% -50.000,00 € Ronnenberg 627.587,00 € 1.126.545,59 € 259.773,56 € 0,00 € 0,0% -498.958,59 € Seelze 937.067,00 € 1.354.298,84 € 363.048,11 € 0,00 € 0,0% -417.231,84 € Sehnde 689.052,00 € 655.161,40 € 556.510,32 € 33.890,60 € 4,9% 0,00 € Uetze 555.340,00 € 188.245,12 € 158.245,12 € 367.094,88 € 66,1% 0,00 € Wedemark 817.373,00 € 961.406,82 € 378.781,82 € 0,00 € 0,0% -144.033,82 € Wennigsen 440.319,00 € 605.977,89 € 170.977,89 € 0,00 € 0,0% -165.658,89 € Wunstorf 1.079.407,00 € 1.079.407,00 € 1.075.929,80 € 0,00 € 0,0% 0,00 € Gesamt 11.270.693,00 € 12.725.849,93 € 7.154.650,74 € 931.075,84 € 8,3% -2.386.232,77 € Bis auf die Stadt Gehrden planen alle Kommunen ihr RIK-Kontingent bis zum Ende des Förderzeitraumes im Jahr 2013 (gemäß den Richtlinien) auszuschöpfen. Die Verteilung des noch verfügbaren RIK-Kontingents der Stadt Gehrden in Höhe von 63.890,31 € wurde auf der Sitzung der AG Kita am 29.02.2012 mit den Vertreterinnen und Vertretern aus den Kommunen abgestimmt. Die Vertreterinnen und Vertreter aus den Kommunen haben sich darauf verständigt, die 63.890,31 € gleichmäßig auf die 14 Kom- munen zu verteilen. Am 30.03.2012 sind zusätzlich zum RIK-Programm die „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen für den Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren“ (kurz: Neuplatzprogramm) des Landes Niedersachsen in Kraft getreten. Gefördert wer- den neu geschaffene Betreuungsplätze, die die Gesamtzahl der Betreuungsplätze für un- ter dreijährige Kinder in Kindertagesbetreuung erhöhen. Inhalte der Richtlinien des Landes zur Verteilung zusätzlicher Mittel: Festbetragsfinanzierung: - in 2012: 7.000,- € pro Betreuungsplatz in der Kita - in 2012: 2.100,- € pro Betreuungsplatz in der KTPF - in 2013: 5.250,- € pro Betreuungsplatz in der Kita - in 2013: 1.575,- € pro Betreuungsplatz in der KTPF 22 Gesamtauswertung
  • 25. Kindertagesbetreuung in der Region Hannover Berichtsjahr 2011 Fördervoraussetzungen: - das RIK-Kontingent der jeweiligen Kommune muss ausgeschöpft sein - die Investitionskosten müssen in 2012 bzw. in 2013 entstanden sein - keine Förderung mit anderen Bundes- oder Landes- mitteln ein Teil des Gesamtbudgets soll ausschließlich für Betreuungsplätze in der Kinder- tagespflege zur Verfügung gestellt werden die Bewilligung der Zuwendung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs des voll- ständigen Antrages die Auszahlung der Zuwendung erfolgt nach vollständiger Vorlage des Verwen- dungsnachweises die Richtlinien treten mit Ablauf des 31.12.2014 außer Kraft In der folgenden Tabelle wird der Antragsstand zum Stichtag 07.05.2012 dargestellt: beantragte Gelder aus dem Neuplatz- Kommune programm Barsinghausen 0,00 € Burgwedel 287.000,00 € Garbsen 498.750,00 € Gehrden 0,00 € Hemmingen 0,00 € Isernhagen 105.000,00 € Neustadt 0,00 € Pattensen 0,00 € Ronnenberg 78.750,00 € Seelze 80.000,00 € Sehnde 0,00 € Uetze 0,00 € Wedemark 0,00 € Wennigsen 77.000,00 € Wunstorf 938.000,00 € Gesamt 2.064.500,00 € Gesamtauswertung 23