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Aktienmärkte im Langfristcheck

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Auslandskrankenversicherung: Krankenversicherung Auslandsreise und Urlaub
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Auslandskrankenversicherung: Krankenversicherung Auslandsreise und Urlaub

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Eine Auslandskrankenversicherung ist in jedem Fall sinnvoll und nicht teuer. Die gesetzliche Kasse zahlt keinen Krankenrücktransport und übernimmt außerhalb der EU in der Regel keine Behandlungskosten. Der Patient würde dann auf den Rechnungen sitzen bleiben. Mit einer Auslandskrankenversicherung kann dies nicht passieren.

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Auslandskrankenversicherung: Krankenversicherung Auslandsreise und Urlaub

  1. 1. 4,90 Euro 8,50 sfr 6/2013 Titel Last-MinuteSteuererklärung Sofort Hilfe für Ältere 58 Sicher mehr Rendite 26 So sparen Sie hunderte Euro Depotkosten im Jahr Geldanlage mit Weitblick 20 Die Top-Aktienmärkte von 1970 bis heute Unfallversicherung für Senioren im Test – bei Anruf Hilfe rund um Haushalt, Essen und Pflege Seite 66 Tipps für Ihr Festgeld 34 Riester-Rente schlägt Betriebsrente 36 Steuern für Rentner 62 Tüv Süd half Finanzhaien 44 Mietwagen im Ausland Im Urlaub besser krankenversichert 74 12 www.test.de Juni 2013
  2. 2. Finanztest Rentenpaket Finanztest im Abo, Rente im Griff 1) Bestellen Sie 6 Ausgaben von Finanztest für nur 25,85 € – dazu schenken wir Ihnen das Buch »Der Renten-Fahrplan« und einen USB-Stick . 2) Heftabbildungen nur Muster. Sie erhalten die aktuellen Ausgaben. Haben Sie Ihre Rente im Griff? Unser Bestseller »Der Renten-Fahrplan« zeigt, wie Sie frühzeitig gut planen und an wichtigen Stationen die richtigen Entscheidungen treffen – damit Sie keine Rente verschenken. In Finanztest lesen Sie in den kommenden Ausgaben Tests und Wissenswertes zu diesen Themen : s %DXƂQDQ]LHUXQJV beratung s Krankentagegeld s Berufsunfähigkeits versicherung Bestellen Sie jetzt Ihr Rentenpaket von Finanztest – es lohnt sich! Unser Geschenk für Ihre Bestellung 2) E USB- t c mit GB Ein USB-Stick mit 4 GB USB B B-St m in Schlüsselform chlüssel orm lüsse 1) Sofern Sie innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des sechsten Heftes nicht abbestellen, erhalten Sie Finanztest Monat für Monat für insgesamt 25,85 € halbjährlich gegen Rechnung. Sie können Ihr Abonnement nach Ablauf des Bezugszeitraumes jederzeit kündigen. Die Lieferung wird dann sofort eingestellt. Preise inkl. Versandkosten und MwSt. Bei Auslandsbestellungen in Euro-Ländern versandkostenfrei. Für Abonnenten anderer Länder zzgl. 0,50 € Versandkosten pro Ausgabe. Abonnenten in der Schweiz erhalten eine Rechnung in sFr. Widerrufsrecht : Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen in Textform ( z. B. Brief, Fax, E-Mail ) oder – wenn Ihnen die Sache vor Fristablauf überlassen wird – auch durch Rücksendung der Sache widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Eingang der Ware beim Empfänger ( bei der wiederkehrenden Lieferung gleichartiger Waren nicht vor Eingang der ersten Teillieferung ) und auch nicht vor (UIÙOOXQJ XQVHUHU ,QIRUPDWLRQVSƃLFKWHQ JHPÁ¼ $UWLNHO „ LQ 9HUELQGXQJ PLW „ $EV XQG (*%*% =XU :DKUXQJ GHU Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder der Sache an : test.de / rentenpaket 3) 6WLIWXQJ :DUHQWHVW =(1,7 3UHVVHYHUWULHE *PE+ *HVFKÁIWVIÙKUHU -RDFKLP -RKQ 3RVWIDFK 6WXWWJDUW -RKQ 3RVWI 7HO )D[} (0DLO}VWLIWXQJZDUHQWHVW#]HQLWSUHVVHGH Widerrufsfolgen : Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren XQG JJI JH]RJHQH 1XW]XQJHQ ]% =LQVHQ
  3. 3. KHUDXV]XJHEHQ :HUWHUVDW] EHL 9HUVFKOHFKWHUXQJ GHU :DUH LVW QLFKW ]X OHLVWHQ 'LH :DUH LVW DXI XQVHUH .RVWHQ XQG *HIDKU ]XUÙFN]XVHQGHQ 9HUSƃLFKWXQJHQ ]XU (UVWDWWXQJ YRQ =DKOXQJHQ PÙVVHQ ELQQHQ 7DJHQ HUIÙOOW ZHUGHQ 'LH )ULVW EHJLQQW IÙU 6LH PLW GHU $EVHQGXQJ ,KUHU :LGHUUXIVHUNOÁUXQJ RGHU GHU 6DFKH IÙU XQV mit deren Empfang. 2) 'DV %XFK XQG ,KU *HVFKHQN HUKDOWHQ 6LH VRIRUW QDFK =DKOXQJVHLQJDQJ IÙU GLH HUVWH 5HFKQXQJ Ihre Stiftung Warentest 'LHV LVW HLQ $QJHERW GHU 6WLIWXQJ :DUHQWHVW 9RUVWDQG +XEHUWXV 3ULPXV /ÙW]RZSODW] t %HUOLQ Tel. 0 18 05 / 00 24 67 HQW0LQ DXV GHP GHXWVFKHQ )HVWQHW] .RVWHQ DXV GHP 0RELOIXQNQHW] NÓQQHQ DEZHLFKHQ PD[ HQW0LQ 0Rt )U t 8KU 6D t 8KU 3) Bestellkarte
  4. 4. Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, es gibt tatsächlich Versicherungen, die Ihnen sofort helfen, wenn Ihnen ein Unfall passiert. Nach Ihrem Anruf organisieren und bezahlen sie Essen auf Rädern, die Putzkolonne und eine Begleitung zum Arzt oder zur Behörde, damit Sie Ihren Alltag zuhause meistern können. Diese Policen gibt es oft ab 100 Euro im Jahr. Sie werden besonders gern an Senioren verkauft, im Fachjargon laufen die Verträge unter dem Begriff Senioren-Unfallversicherung. Wir haben die Produkte getestet und fünf gefunden, die wir Ihnen empfehlen können. Möglicherweise werden einige der fünf Versicherer mit dem positiven Urteil und dem Logo von Finanztest Werbung machen wollen. Dafür müssen sie künftig neue Wege gehen. Die Stiftung Warentest hat das gemeinnützige RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung) beauftragt, ab Juli 2013 für die Werbung mit den Logos der Stiftung Lizenzen zu vergeben, also für die Logos von test, test.de und Finanztest. Unsere Idee: Diese Lizenzen gibt es für maximal zwei Jahre, die Unternehmen sollen nur korrekt und nur mit aktuellen Urteilen werben können. Sie sollen die Nutzung des Logos beim RAL bezahlen. Mit den Erlösen, die nach den Kontrollen des RAL bleiben, können wir zum Beispiel prüfen, ob Anbieter nach dem Test ihr Produkt verschlechtern, aber munter weiter mit dem Logo für das gute Urteil werben. Sie finden unter www.test.de/logo Details zum neuen System. Ihr Hermann-Josef Tenhagen Chefredakteur Finanztest
  5. 5. 58 Sicher mehr Rendite Festgeld klug managen Schnell noch die Steuer Durch den Wechsel zu einem billigeren Depot sparen Anleger oft hunderte Euro pro Jahr. Am günstigsten ist Flatex – und für Internetmuffel die Postbank. Sparer können die Laufzeiten ihrer Festgeldanlagen staffeln. So bleiben sie flexibel und kassieren doch ein wenig mehr Zinsen. Müssen oder dürfen Sie eine Steuererklärung abgeben? Wir klären auf und helfen Ihnen, sich schnell Ihr Geld zurückzuholen. Inhalt Recht und Leben 8 In Kürze Gute Erfahrungen mit Mediation Kunde haftet nicht für Minus auf Prepaidkarte Reiseführer-Apps sammeln Daten der Nutzer j Geldanlage und Altersvorsorge 16 In Kürze Unter der Lupe: Tagesgeldangebot der Ikano-Bank 20 Test Aktienmärkte An welchen Börsen Anleger seit 1970 am meisten verdient haben 48 In Kürze Zuschüsse für Solaranlagen sinken weiter Unter der Lupe: erster variabler Stromtarif von Vivi-Power Wann Hobbygärtner den Rasenmäher abstellen müssen 26 Test Depotkosten So können Anleger hunderte Euro im Jahr sparen 52 Test Immobilienkredite Kredit mit festem Zins, doch Kunden können jederzeit aussteigen j j j 12 Mietwagen So buchen Urlauber günstig und vermeiden Extrakosten 14 Kredite von privat Die Onlineplattformen Auxmoney und Smava im Vergleich Bauen und Wohnen j j 33 Gold Bilanz nach dem Crash 34 Test Festgeld Klug anlegen mit Treppenstrategie j 55 Flexstrom-Pleite Viele Flexstrom-Kunden werden Geld verlieren 36 Test Riester-Rente und Betriebsrente im Vergleich Riester-Rente hat oft die Nase vorn 40 Test Neue Kurzinformation für Vermögensanlagen Anleger schlecht informiert 44 Anlageberatung Tüv-Süd half Finanzhaien 46 Finanztest macht Schule Neue Runde für Schulprojekt 4 Inhalt Finanztest 6/2013 EDITORIAL: IMAGO / HOFFMANN 34 TITEL: FOTOLIA / KLICKERMINTH 26
  6. 6. PLAINPICTURE; S. KORTE FOTOS: MAURITIUS IMAGES; THINKSTOCK; 74 66 Krankenschutz im Urlaub Daheim gut versorgt Viele Auslandsreise-Krankenversicherungen haben ihre Leistungen verbessert. Neuer Testsieger für den preisgünstigen und sinnvollen Schutz ist die Allianz. Nach einem Sturz oder einem anderem Unfall wird der Alltag für ältere Menschen oft schwierig. Unfallversicherer organisieren und bezahlen sofort Hilfe und Pflege zuhause. Fünf Angebote empfehlen wir. Steuern Gesundheit und Versicherungen 56 In Kürze Steuerzahler wollen Prozess kosten absetzen Arbeitszimmer im eigenen Haus bringt maximal 1 250 Euro Wann Anleger sich Abgeltungsteuer zurückholen können 64 In Kürze Gesetz soll Wucherzinsen der Krankenkassen stoppen Unter der Lupe: Risikolebensversicherung der Helvetia Was Pflegeversicherungen für Pflege im Ausland bezahlen 58 Steuererklärung Mit diesen Last-Minute-Tipps bekommen Sie viel Geld zurück 66 Test SeniorenUnfallversicherung Diese Versicherungen bieten sofort Hilfe und Pflege zuhause j j j 62 Steuern im Alter Seit das Finanzamt kontrolliert, haben Rentner viele Fragen j j j 74 Test AuslandsreiseKrankenversicherung Viele Versicherer haben ihre Tarife verbessert Marktplatz 81 Test Tagesgeld 82 Test Festgeld für Laufzeiten von einem Monat bis zu fünf Jahren 84 Fonds im Dauertest Diese Aktien-, Renten- und Mischfonds empfehlen wir 92 Test Immobilienkredite 93 Test Ratenkredite, KfW-Kredite, Neuwagenfinanzierung Rubriken 3 Editorial 6 Leserbriefe 7 So erreichen Sie uns 94 Register 95 Adressen 98 Gewusst wie Mehr Zins steuerfrei 99 ... und Schluss, Impressum 100 Vorschau 6/2013 Finanztest Inhalt 5
  7. 7. Neuwagenkauf 3/2013, Seite 20 Rabatt für Privatkunden Risikolebensversicherung 4/13, S. 68 Frau zahlt drauf – Mann spart kaum Risikolebensversicherung. Die neuen Einheitstarife für Männer und Frauen lassen die Preise steigen. Das zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr in unserem Test. Die Europa Lebensversicherung verlangt höhere Beiträge von Gymnasiallehrern. igentlich sollte alles gerechter werden, aber nun wird es vor allem teurer. 31 Prozent Preisaufschlag für Frauen, die jetzt neu eine Risikolebensversicherung abschließen – da werden viele tief Luft holen. Ab jetzt zahlen die Frauen für die Männer mit. Bisher waren ihre Beiträge rund ein Drittel geringer als die der Männer. Schließlich haben Frauen eine höhere Lebenserwartung – und nur im Todesfall gibt es aus einer Risikolebensversicherung Geld. Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen in der Vertragslaufzeit sterben und der Versicherer zahlen muss, ist geringer als bei Männern. Nun ist es vorbei mit dem Preisunterschied zwischen Frauen und Männern. Stattdessen müssen Versicherer von beiden den gleichen Beitrag nehmen. Deshalb haben sie die neuen Unisex-Tarife eingeführt. Thomas Stelljes, Tiste Motiviert durch Ihren Bericht zu neuen Einheitstarifen bei der Risikolebensversicherung habe ich bei meinem Versicherer nachgefragt, ob sich für mich möglicherweise ein Wechsel lohnen würde. Erst im Mai 2012 hatte ich eine solche Versicherung bei der Europa Lebensversicherung abgeschlossen. Da sich seither an meinen Basisdaten (Körpergröße, Gewicht) nichts geändert hat und ich gesund geblieben bin, hatte ich die leise Hoffnung, dass die von Finanztest für den Modellkunden ermittelte Beitragsveränderung von minus 25 Prozent auch für mich gelten könnte. Leider hat sich diese Hoffnung sehr schnell zerschlagen. Nur wenige Tarife unter 100 Euro Das Ergebnis: Es wird für Frauen bei den Nichtrauchertarifen mit durchschnittlich 23 Prozent viel teurer. Männer zahlen aber kaum weniger als zuvor, im Durchschnitt gerade einmal 12 Prozent. Noch schlimmer ist es bei Raucherinnen: Hier liegt der durchschnittliche Aufschlag noch höher, der Abschlag für Raucher ist noch geringer als der für Nichtraucher. Immerhin bekommen unsere 34-jährigen Modellkunden als Nichtraucher eine Versicherungssumme von 150 000 Euro im günstigsten Fall noch für unter 100 Euro im Jahr. Wenn sie rauchen, zahlen sie mindestens über 200 Euro. Eine Risikolebensversicherung sollten Menschen abschließen, die Angehörige absichern müssen. So kann sich zum Beispiel eine junge Familie für den Fall absichern, dass der Hauptverdiener stirbt. Die Preise betragen nur einen Bruchteil dessen, was eine Kapitallebensversicherung kostet. Das liegt daran, dass es aus der Risikolebens- E 68 versicherung nur Geld gibt, wenn der Versicherte stirbt. Die Kapitalleben zahlt auch etwas aus, wenn der Kunde das Vertragsende erlebt. Aber der Anteil des Beitrags für den Risikoschutz ist auch hier verloren. Der Preis entscheidet In unserer Tabelle auf den Seiten 70 und 71 lassen wir die neuen Unisex-Tarife gegen die Bisex-Policen aus unserer Untersuchung vom Sommer 2012 antreten. Die meisten Anbieter, die damals günstig waren, sind auch jetzt noch in der Spitzengruppe, darunter sind viele Direktversicherer. Sie betreiben keine Filialen, sondern wickeln den Kontakt zum Kunden meist über Internet oder Telefon ab. An der Spitze gab es aber Verschiebungen. Für Nichtraucher liegen jetzt CosmosDirekt, Huk24 und Europa vorn. Dort können Frauen sich fast noch so günstig versichern wie im Sommer 2012. Damals lag die Hannoversche vorn. Männer finden jetzt für unseren Modellfall vier Tarife unter 100 Euro, im Sommer waren es nur zwei. Das Angebot der Ergo Direkt für Nichtrauchertarife haben wir nicht in der Tabelle aufgeführt. Unsere Kontrollen ergaben, dass der sehr günstige Beitrag für unseren Modellfall das Tarifniveau des Anbieters nicht plausibel widerspiegelte. Mehrere Angebote einholen Der Beitrag für eine Risikolebensversicherung hängt von vielem ab: Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Beruf, Bildungsstand. Gefährliche Hobbys, Übergewicht, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Vorerkrankungen können zu Zuschlägen führen. Die in der Tabelle genannten Beiträge gelten nur für unsere Modellkunden. Wer sich für eine Police interessiert, sollte daher bei mehreren in der Tabelle vorn platzierten Gesellschaften Angebote einholen. Gesundheit und Versicherungen Beitrag sinkt im Schnitt um 9 % Entscheidend ist der Preis, denn die Leistungen sind bei den meisten Angeboten weitgehend gleich. Teure Tarife bieten zwar Extras, die empfehlen wir aber nicht wirklich. Was soll etwa ein Kinderbonus mit höherer Auszahlung, falls der Versicherte in den ersten sechs Monaten nach der Geburt eines Kindes stirbt? Da ist es besser, gleich eine höhere Summe abzuschließen. Große Unterschiede beim Preis So gering die Unterschiede bei den Leistungen, so groß sind sie bei den Preisen. Kaum zu glauben: Die Öffentliche Oldenburg verlangt mehr als dreimal so viel, wie der günstigste Nichtrauchertarif kostet. Die Oldenburger unterscheiden nicht zwischen ILLUSTRATIONEN: FOTOLIA Wie gefährlich leben Gymnasiallehrer? Finanztest 4/2013 Ein neuer Vertrag kostet mich bei völlig identischen Angaben wie vor einem Jahr etwa 30 Euro mehr. Grund: Es gibt jetzt eine neue Berechnungsgrundlage, zu der auch der berufliche Status gehört. Anders als 2012 ist es im Jahr 2013 nun teurer, Gymnasiallehrer zu sein. Stefan Schäfer, Bonn Ihr Artikel zur aktuellen Situation der Neuwagenrabatte empfiehlt unter anderem, sich an die einschlägig bekannten Internethändler zu wenden. Sie führen sogar Beispiele für einen Nachlass bis zu 39 Prozent auf. Von Ihnen als seriöse Zeitschrift hätte ich erwartet, dass Sie hinterfragen, wie es zu solchen außerordentlichen Rabatten kommt. Als Kenner der Automobilbranche kann ich Ihnen versichern, dass kein Autohaus über eine Marge verfügt, die es erlaubt, einem Privatkunden 39 Prozent Nachlass auf einen Neuwagen zu gewähren. Viele dieser Geschäfte basieren meiner Erfahrung nach schlicht auf Täuschung des Herstellers durch den Händler, zum Beispiel indem normale Privatkundengeschäfte über Großkundenabkommen abgewickelt werden. Sie sollten Ihre Leser darüber aufklären. Rentenkonto klären 2/2013, Seite 98 Rentenversicherung mag es umständlich Kreditgebühren 11/2012, Seite 16 Klage vor Gericht brachte Geld zurück Christoph Winter, Schlüchtern Mit Hilfe Ihrer Tipps konnte ich meine zu Unrecht vereinnahmten Kreditbearbeitungskosten von der Santander Consumer Bank AG zurückholen. In einem Darlehensvertrag von 2009 zu einer Kfz-Finanzierung hatte mir die Santander Consumer Bank 250 Euro Kreditbearbeitungskosten berechnet. In Ihrem Artikel haben Sie über die Unrechtmäßigkeit der Gebühren berichtet und empfohlen, sich an einen Fachanwalt für Bankund Kapitalmarktrecht der Schutzgemeinschaft für Bankkunden zu wenden. Durch mein eigenes Schreiben per Einschreiben an die Santander Consumer Bank vom 22. Oktober 2012 mit der Bitte um Rückzahlung der Kreditbearbeitungsgebühren hat sich leider gar nichts bewegt; ich habe noch nicht einmal eine Antwort erhalten. Dann hat der von mir beauftragte Fachanwalt die Bank zur Zahlung aufgefordert. 6 Leserbriefe Dieses Ansinnen wurde mit einer unverschämten Antwort abgelehnt. Angeblich hätte ich mit der Bank die Höhe der Bearbeitungsgebühr „individuell“ ausgehandelt. Ich habe mich aber nicht einschüchtern lassen und über meinen Anwalt am 27. Dezember 2012 Klage am Amtsgericht Mönchengladbach eingereicht. Da hat die Santander Consumer Bank anscheinend gemerkt, dass ich auf meinem Recht beharren werde und hat sich auch einen Anwalt genommen. Es hat sich also wieder einmal gezeigt, dass erst einmal die Kunden mit fadenscheinigen Begründungen abgespeist werden sollen und erst, wenn jemand hartnäckig bleibt, wird er für voll genommen. Da die beklagte Bank die Frist zur Klageerwiderung verstreichen ließ, erging am 11. Februar 2013 ein Versäumnisurteil zu meinen Gunsten: Die Bank wurde zur Zahlung aufgefordert und hat das inzwischen auch getan. Hätte sie gleich auf mein Einschreiben reagiert, wäre allen viel erspart geblieben. Dr. Sebastian Roller, Mannheim Leider war die Rentenkontoklärung in meinem Fall sehr viel aufwändiger als von Ihnen geschildert. Bei der Kontenklärung in der hiesigen Zweigstelle der Rentenversicherung Bund hatte ich sämtliche Bescheinigungen/Urkunden im Original vorgelegt: Studienbuch, Studienbescheinigungen, Abschlusszeugnisse, Geburtsurkunde, Elternzeitbescheinigungen etc. Von der Sachbearbeiterin wurden mehrere Kopien gemacht. Später erhielt ich von der Zentrale in Berlin mehrere Schreiben mit der Aufforderung, dieselben Formulare im Original beziehungsweise beglaubigt zu schicken. Ein Telefonat, bei dem ich über die bereits erfolgte Vorlage informierte, half nicht weiter. Das Studienbuch (inklusive Immatrikulations- und Exmatrikulationseintrag) reiche nicht aus, man benötige Studienbescheinigungen für jedes Semester, zusätzlich erneut die Geburtsurkunde unserer Tochter, Arbeitsbescheinigung meiner Lebensgefährtin usw. Die Zusendung per E-Mail sei jedoch nicht möglich, da die Sachbearbeiter in Berlin keine E-Mail hätten. Finanztest 6/2013
  8. 8. Leserbriefe Gastarife 12/2012, Seite 44 Kontakt Erfolgreich geschlichtet Peter Moser, per E-Mail Ich habe über Verivox bei Hitgas – einer Marke der ExtraEnergie GmbH – im Mai 2011 einen Zweijahresvertrag zur Gaslieferung abgeschlossen: Preisgarantie 24 Monate, Vertragslaufzeit 24 Monate, Verlängerung 12 Monate, Kündigungsfrist 3 Monate. Nach einem Jahr kam die Jahresrechnung von Hitgas mit der lapidaren Aussage, dass der Arbeitspreis von 0,0468 Euro/kWh auf 0,0578 Euro/kWh erhöht wird, also um 23,5 Prozent! Auf meinen schriftlichen Protest, dass ich einen 24-Monats-Vertrag mit 24 Monaten Preisgarantie abgeschlossen hätte, wurde mir erklärt, dass die 24-monatige Preisgarantie eine 12+12-Monatsgarantie sei. Die Preise würden nach einem Jahr überprüft und entsprechend angepasst werden. Daraufhin habe ich auf Empfehlung von Verivox die Schlichtungsstelle Energie in Berlin eingeschaltet. Nach sechs Monaten bekam ich Nachricht von der Schlichtungsstelle, dass sie ein Verfahren einleitet. Einen Monat später, im April 2013, kam per Mail die Nachricht von HitEnergie, dass der Anbieter die Erhöhung zurücknehmen und auch im zweiten Jahr zu dem anfangs garantierten Arbeitspreis liefern wird. Die Schlichtungsstelle Energie e. V. hat geholfen, einen versuchten Vertragsbruch zu verhindern! Stiftung Warentest Postfach 30 41 41 10724 Berlin www.test.de Leserservice für Abonnenten Sie haben inhaltliche Fragen zum Heft? Bitte geben Sie bei Anfragen Ihre Abonummer an. Anfragen, die über die Informationen in den Zeitschriften und Büchern der Stiftung Warentest hinausgehen, können wir leider nicht beantworten. Mail: finanztest@stiftung-warentest.de Internet: www.test.de/kontakt Tel. 0 900 1/58 37 82 (Di und Do 13 bis 16 Uhr, nur aus dem Festnetz, 50 Cent/Minute) Abo-Hotline Sparzinsen 3/2013, Seite 44 FOTO: THINKSTOCK Moral und Rendite Michael Müller, per E-Mail Seit langem verfolge ich Ihre einseitige Berichterstattung in Sachen Geldanlagen. Das Geld soll dort angelegt werden, wo es die meisten Zinsen gibt. Egal wie unbekannt die Bank ist. Das Wachstums- und Gewinndenken wird mit keinem Gedanken infrage gestellt. Dass eine Direktbank weniger Kosten hat als eine Sparkasse oder Volksbank, ist klar. Es wird ja auch kein kostenintensiver Bargeldservice angeboten, Wenn man das Geld vom Tagesgeld in bar abheben möchte, geht man da zu seiner Direktbank? Nee, geht ja nicht, da fällt einem die Sparkasse oder die Volksbank ein. Schnell per Mausklick transferiert und dann soll die das Bargeld besorgen. Kostenlos natürlich. Auch sollte bedacht werden, dass die Sparkassen und Volksbanken regelmäßig große Summen an Kindergärten, Sportvereine und soziale Projekte spenden in ihrer Region. Aufgrund der Finanznot der Kommunen kommen immer mehr Vereine in Bedrängnis. Sollten die Sparkassen und Volksbanken auf6/2013 Finanztest grund zurückgehender Gewinne dies auch nicht mehr können, dann wird es eng in der Region. Nur das Streben nach Rendite sollte nicht die einzige Entscheidungsgrundlage für eine Geldanlage sein. Sie möchten sich Ihr Heft an eine neue Adresse liefern lassen? Mail: stiftung-warentest@zenitpresse.de Tel. 07 11/7 25 21 90 (Mo bis Fr von 8 bis 18 Uhr) Fax 07 11/7 25 23 40 Bestell-Hotline Sie möchten Bücher und Hefte der Stiftung Warentest bestellen? Internet: www.test.de/shop Tel. 0 180 5/00 24 67 (Mo bis Fr von 8 bis 20 Uhr, Sa von 9 bis 14 Uhr) Fax 0 180 5/00 24 68 (14 Cent/Minute aus dem Festnetz, maximal 42 Cent/Minute aus dem Mobilnetz) Soziale Netzwerke www.facebook.com/stiftungwarentest www.youtube.com/stiftungwarentest www.twitter.com/warentest Prüfinstitute Die Stiftung Warentest bietet europaweit unabhängigen und erfahrenen Instituten die Übernahme von Prüfaufträgen für Warentests und Dienstleistungsuntersuchungen an. Näheres unter www.test.de/pruefinstitute. Die Leserbriefe geben die Meinungen der Verfasser, nicht die der Redaktion Finanztest wieder. Damit möglichst viele Leser zu Wort kommen können, behalten wir uns Kürzungen vor. Leserbriefe 7
  9. 9. Recht und Leben in Kürze Kurzmeldungen Radler auf Busspur Fahren Radler auf der Busspur gegen die Fahrtrichtung, verhalten sie sich grob verkehrswidrig. Wenn sie dabei mit einem Auto zusammenstoßen, tragen sie allein die volle Schuld (Oberlandesgericht Frankfurt, Az. 4 U 88/11). Unterhalt bis Gehalt Eltern dürfen ihrem minderjährigen Kind den Unterhalt erst ab dem Monat streichen, in dem es Einkommen bezieht, und nicht schon, wenn es eine Ausbildung beginnt. Beispiel: Beginnt eine Ausbildung am 1. August, entfällt der Unterhaltsanspruch für diesen Monat, wenn der erste Lohn noch im August gezahlt wird. Fließt er aber erst am 1. September, sind die Eltern für August noch unterhaltspflichtig (Oberlandesgericht Hamm, Az. II-3 UF 245/12). Promillegrenze für Radler Wer im europäischen Ausland aufs Rad steigt, muss die Promillegrenzen beachten. In den meisten Urlaubsländern wie Italien, Frankreich, Kroatien, Schweiz oder Niederlande sind 0,5 Promille erlaubt. Österreich hat mit 0,8 Promille die höchste Schwelle. In Tschechien hingegen liegt sie bei 0,0 Promille. Inklusive Endreinigung Wird ein Ferienhaus nur mit der Auflage vermietet, dass der Kunde auch die Endreinigung zahlt, muss der Vermieter in der Werbung auch den Endpreis inklusive Endreinigung nennen. Denn die Preisangabenverordnung verlangt die Angabe des Endpreises inklusive Steuern und sonstiger Preisbestandteile (Oberlandesgericht Schleswig-Holstein, Az. 6 U 27/12). 8 Recht und Leben Jugendliche Tanzen, Kino oder Club – was Jugendliche dürfen Jugendliche wollen selbstständig sein, allein etwas unternehmen. Doch nicht nur Eltern können Spaßbremsen sein, auch das Gesetz setzt Grenzen: Restaurant. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren dürfen eine Gaststätte alleine nur bis 23 Uhr besuchen. Club/Disco. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren dürfen nur in Clubs, wenn ein Erziehungsberechtigter dabei ist. 16bis 18-Jährige dürfen bis 24 Uhr bleiben – dann ist auch Schluss, wenn volljährige Freunde oder Geschwister dabei sind. Kino. Für 14- bis 16-jährige Jugendliche muss der Film bis 22 Uhr zu Ende sein. Alkohol. Ab 14 Jahren dürfen Jugend- liche Wein oder Bier in kleinen Mengen trinken, wenn ein Elternteil dabei ist und zustimmt. Ab 16 Jahren dürfen sie alkoholische Getränke wie Wein oder Bier kaufen und trinken. Hochprozentiges, wie etwa Cocktails, Alcopops oder Schnäpse, sind nur Volljährigen erlaubt. Tattoo/Piercing. Unter 16 Jahren ist ein Tattoo oder Piercing verboten – selbst wenn die Eltern zustimmen. Jugendliche zwischen 16 und 18 brauchen das schriftliche Einverständnis ihrer Eltern. Allein verreisen. Hier gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Einige Beförderungsbetriebe, Reiseveranstalter oder Staaten legen aber ein Mindestalter fest. Weiterbildung Finanzspritze für Lerner 2012 haben 49 Prozent der Bundesbürger im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren für den Beruf gebüffelt. Der Bildungshunger war damit so groß wie nie. Doch lebenslanges Lernen ist teuer – und nicht jeder kann sich das leisten. Manchmal zahlt der Arbeitgeber etwas dazu oder übernimmt die Kosten sogar ganz. Dazu ist er rechtlich meist nicht verpflichtet. Zusätzlich gibt es aber Fördertöpfe vom Staat und von den Ländern wie das Meister-Bafög oder die Bildungsschecks. Welche öffentlichen Finanzspritzen wo zu haben sind, steht im Online-Special der Stiftung Warentest (www. test.de/weiterbildung). Finanztest 6/2013
  10. 10. Bargeld abheben Netto zahlt Geld aus Kunden des Lebensmittel-Discounters Netto können seit März 2013 kostenlos Bargeld an der Ladenkasse abheben. Den Service gibt es bundesweit in den über 4 000 Filialen ab einem Einkaufswert von 20 Euro. Ausgezahlt werden täglich jeweils bis zu 200 Euro. Der Einkauf muss mit Girocard (früher ec-Karte) und Geheimzahl (Pin) bezahlt werden und ist für den Kunden gebührenfrei. Die Supermärkte Rewe und Penny sowie der Baumarkt Toom bieten schon seit Jahren zu gleichen Bedingungen Cash back an, wie der Service im Fachjargon heißt. Für den Händler bringt er den Vorteil, dass er sein Geld nach Ladenschluss nicht teuer bei der Bank einzahlen muss. Tipp Decken Sie die Eingabe der Pin mit der anderen Hand ab, damit kein Betrüger die Zahl erspähen kann. Prepaid FOTOS: MASTERFILE; GETTY IMAGES; IMAGO / CH. SCHRÖDTER; TH. RAUPACH Minus darf nicht sein Geraten Handynutzer mit Prepaidtarifen ins Minus, müssen sie nicht nachzahlen. Das kann passieren bei Servicenummern oder Roaming, weil dann die Abrechnung manchmal ein paar Tage dauert. Das aber ist dann das Problem des Providers, meinen die Landgerichte München I (Az. 12 O 16908/12) und Frankfurt (Az. 2–24 O 231/12, Berufung eingelegt). Sie erklärten Klauseln von Discotel.de und Simplytel.de für unwirksam. Ins Minus zu rutschen, stehe dem Vertragszweck – volle Kostenkontrolle – entgegen. Ähnlich urteilte das Landgericht Berlin, als ein Kunde 14 728 Euro nachzahlen sollte. Er hatte „automatisch nachladen“ gewählt und im Ausland nicht bemerkt, dass sein Handy ständig 10 Euro nachlud (Az. 38 O 350/10). Tipp Unser Produktfinder Handytarife zeigt günstige Mobilfunktarife und weist auf „unechte“ Prepaidtarife hin. 6/2013 Finanztest Mediation Streiten mit Schiedsrichter Streit schlichten mithilfe eines Mediators – das hat bei den meisten Teilnehmern einer Finanztest-Umfrage gut geklappt. Umfrage. Statt vor Gericht zu streiten, versuchen viele Menschen, mit der Hilfe eines Mediators eine gütliche Einigung zu erreichen. Finanztest hat in einer Onlineumfrage auf test.de nach den Erfahrungen mit Mediationsverfahren gefragt. (...) Unsere Unterlage könnten wir jetzt vor Gericht verwenden. Doch der ruhestörende Lärm hat sich gelegt.“ Ein anderer Teilnehmer schrieb: „Der Mediator hat es verstanden, durch seine ruhige, sachliche Art die Streithähne auf eine sachliche Ebene zu bringen.“ Erfolg. Gut zwei Drittel der 170 Umfrageteilnehmer, die schon eine Mediation gemacht haben, waren mit dem Ergebnis zufrieden oder sogar sehr zufrieden. In 98 Fällen unterzeichneten die Konfliktparteien am Ende eine verbindliche Vereinbarung. Nur in 29 Fällen entspann sich doch noch ein Rechtsstreit. Einschränkung. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, da sich jeder beteiligen konnte. Vielleicht nutzten einige Mediatoren sie, um Werbung für ihren Berufsstand zu machen. Datensätze, die klar von Versicherern stammten, haben wir nicht ausgewertet. Da die Mediation teure Rechtsstreitigkeiten ersparen kann, ist sie auch für Rechtsschutzversicherer interessant. Themen. Insgesamt beantworteten 562 Personen die Finanztest-Fragen. Die aus ihrer Sicht für eine Mediation geeigneten Themen sind Nachbarschafts- (333) und Familienstreitigkeiten (300), Konflikte im Unternehmen (195), in der Schule (172), in Erbangelegenheiten und Vertragsstreitigkeiten (jeweils 162). Hauptgrund für eine Mediation ist die Aussicht, einen Konflikt ohne Gesichtsverlust aller Beteiligten lösen zu können (242). Umweg. Manche Mediation führt offenbar auf Umwegen zum Erfolg. So notierte ein Teilnehmer: „Der Nachbar kam nicht. Unter Nachbarn Für gut geeignet halten viele die Mediation im Streit mit Nachbarn und in der Familie. 333 Nachbarschaft Familie Im Unternehmen In der Schule 300 195 172 Erben 162 Verträge 162 Antworten von 562 Befragten, Online-Umfrage auf test.de im April 2013 Recht und Leben 9
  11. 11. Betreuungsgeld Recht und Leben in Kürze Geld statt Kita Ab 1. August 2013 können Eltern Betreuungsgeld beziehen. Sie erhalten es für Kinder, die ab dem 1. August 2012 geboren sind. Es wird maximal 22 Monate lang gezahlt. Eltern müssen versichern, dass sie keinen geförderten Krippenplatz in Anspruch nehmen. Das Betreuungsgeld beträgt im ersten Jahr nach seiner Einführung 100 Euro monatlich für Kinder im zweiten Lebensjahr. Ab dem 1. August 2014 beträgt es 150 Euro für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr. Das Betreuungsgeld kann parallel zur dreijährigen Elternzeit beantragt werden und wird im Anschluss an das Elterngeld gezahlt, grundsätzlich ab dem 15. Lebensmonat des Kindes. Kurzmeldungen Ausstieg per E-Mail Sorge- vor Umgangsrecht Eine Frau darf mit ihrer Tochter zurück nach Irland ziehen. Das Oberlandesgericht Nürnberg lehnte den Antrag des getrennt lebenden Vaters ab, ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übertragen (Az. 10 UF 1899/11). Er wollte sein Kind weiter besuchen. Das Umgangsrecht des Vaters sei schwächer als das Sorgerecht der Mutter. Schäden melden Wer ein Haus verkauft, muss Schäden, die er kennt, vollständig nennen. Wurde das Dach nach Marderfraß teilsaniert und sind weitere Schäden möglich, muss der Verkäufer dies dem Käufer sagen. Ansonsten muss er spätere Sanierungskosten ersetzen (Oberlandesgericht Koblenz, Az. 4 U 874/12). Onlineschlichtung Datentarife In 859 Fällen suchten Internetkäufer im Jahr 2012 Hilfe beim OnlineSchlichter – und waren in zwei von drei Fällen erfolgreich. Die Schlichtung ist ein Projekt der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz. Nutzen können sie Kunden von dort, ebenso Kunden bundesweit, die Ärger mit einem Händler aus diesen Ländern haben (www.online-schlichter.de). Telekom bremst Nicht gelieferte oder nur zum Teil gelieferte Ware 220 Fälle Mängel der Ware 196 Fälle Sonstiges (Reparatur, Preiserhöhung, Gutschein) Probleme 251 Fälle beim Versand 14 Fälle Widerruf 154 Fälle Heimatsender Ausländer haben ein Recht darauf, TVProgramme ihrer Heimat zu empfangen. Sie dürfen aber keine Satellitenschüssel anbringen, wenn dies das Fassadenbild stört und sie Heimatsender auch per Kabel empfangen können (Amtsgericht München, Az. 473 C 12502/12). Quelle: Online-Schlichter 10 Recht und Leben Versandkosten 24 Fälle Die Drosselung des Internettempos wird für die Telekom zum PR-Desaster. Gegen die „Drosselkom“ geht ein Sturm der Entrüstung durchs Internet. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ) hat das Unternehmen per Abmahnung aufgefordert, das Tempolimit zurückzu- nehmen. Ansonsten will die VZ vor Gericht gehen. Ein auf 384 Kilobit pro Sekunde gedrosselter Internetzugang sei praktisch nicht nutzbar. Die Telekom bietet seit Anfang Mai neue DSL-Verträge nur noch mit Datentempolimit an. Überzieht der Kunde ein bestimmtes Volumen, zum Beispiel 75 Gigabyte im Monat, wird die Netzgeschwindigkeit gebremst. Mit datenintensiven Anwendungen wie HD-Filmen oder Internetradio kann diese Grenze leicht erreicht werden. Die Drosselung gilt für neue CallSurf- sowie EntertainVerträge. Für Bestandskunden gibt es keine Einschränkung. Finanztest 6/2013 FOTOS: GETTY IMAGES; FOTOLIA / K. EPPELE, GOODLUZ Eine Kündigung per Fax ist erlaubt, nicht aber per E-Mail? Und das, obwohl der Vertrag im Internet geschlossen wurde? Das geht nicht, entschied das Landgericht Hamburg und verbot eine Klausel in den Verträgen der Partnerbörse „Elitepartner“ (Az. 312 O 412/12, nicht rechtskräftig). Eine andere Klausel, die Werbe-E-Mails ohne ausdrückliche Einwilligung der Nutzer vorsah, zog Elitepartner auf Druck des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zurück.
  12. 12. Frage und Antwort Postbank-Sparcard sperren Elke P. aus Ravensburg: Ich habe in Singapur meine Postbank Sparcard verloren. Die telefonische Sperrung klappte nicht, obwohl es extra eine Nummer für Kartensperren aus dem Ausland gibt. Es gab nur die Ansage, dass der Service regional nicht zur Verfügung stehe. Wie kann das sein? Finanztest: Auf Nachfrage erklärte die Postbank, die Auslands-Sperrhotline gelte für Anrufe, die von einer ausländischen Festnetz- oder Handynummer eingehen. Wer aus dem Ausland mit einem Handy anrufe, das auf einen deutschen Provider angemeldet ist, werde vom Sprachcomputer als Anrufer aus Deutschland erkannt und höre deshalb diese Ansage. Wer dagegen über ein ausländisches Festnetz anruft oder ein Handy mit nationaler Sim-Karte nutzt, hat das Problem nicht. Laut Postbank gilt für alle Karten aber ab 13. Mai 2013 die einheitliche Sperr-Rufnummer 02 28/ 55 00 55 00 – aus dem Ausland in der Regel mit der Vorwahl 00 49. Tipp Unter www.kartensicherheit.de können Sie sich einen SOS-Infopass herunterladen. Darauf sind die wichtigsten Sperr-Rufnummern und zusätzlich Platz für eigene Einträge. Reiseführer-Apps App in den Urlaub Mit Reise-Apps verpassen Urlauber keine Sehenswürdigkeit. Doch Vorsicht, viele haben Schwächen beim Datenschutz. Angebot. Unsere Schwesterzeitschrift test hat vier Reiseführer-Apps für Smartphones für die Betriebssysteme Android und Apple iOS getestet. Die Informationen werden auf dem Display sehr komprimiert dargestellt. Dafür hat der Reisende sie auf seinem Smartphone immer dabei. den Reisekode unverschlüsselt, Tripwolf übermittelt die Gerätekennung. Beides ermöglicht es dem Anbieter oder anderen Firmen, Nutzerprofile des Kunden zu erstellen. Diese können sie zu Marketingzwecken verkaufen. Tipp Den ausführlichen Test – auch zu weiteren nützlichen Zusatzprogrammen für die Reise, wie etwa Übersetzer-, Restaurantsuche- oder Toilettenfinder-App finden Sie auf test.de (www.test.de/reise-apps). Datenschutz. Vorsicht. Bis auf die App von Marco Polo bewerten die Tester den Datenschutz als „kritisch“. Die Apps von ITS und Tourias versenden Telefon Ende der Warteschleife Der 1. Juni soll das Ende der TelefonWarteschleifen bringen. Bisher haben viele Firmen daran verdient, Anrufer warten zu lassen und Telefongebühren zu kassieren. Künftig darf es Warteschleifen nur noch bei kostenlosen 0800er-Nummern geben oder bei Ortsnetznummern. Sie sind für Anrufer mit einer Telefon-Flatrate meist gratis. Erlaubt bleiben Warteschleifen bei Anrufen im Blocktarif. Sie werden pro Anruf abgerechnet, nicht pro Minute, etwa für eine 01806er-Nummer 20 Cent aus dem Festnetz. Es bleiben aber Hintertürchen. So darf eine 0900erNummer im Blocktarif 30 Euro kosten. Und wenn ein Sprachcomputer den Anrufer bedient, gilt das nicht als Warten – auch wenn er nur Unsinn erzählt. 6/2013 Finanztest Reiseführer-Apps ITS Reiseführer Marco Polo Tourias Betriebssystem Android iOS Android iOS Android iOS Android iOS Version 1.3 1.1 1.162) 1.22) 1.0 3.03) 2.64) 2.9.24) Praxistest gut (2,1) befried. (2,6) befried. (3,3) gut (2,2) gut (2,2) befried. (2,6) Informationen ausreich. ausreich. ausreich. zum Reiseziel (4,3) (4,3) (3,7) befried. (3,1) mangelh. ausreich. sehr gut sehr gut (4,7) (4,1) (0,8) (0,7) Handhabung sehr gut (1,2) gut (2,1) gut (1,9) befried. gut (1,7) (3,3) gut (2,1) sehr gut gut (2,2) (1,3) Datenschutz1) kritisch Testkommentar kritisch Kostenlos. Dürftige allgemeine Infos zum Reiseziel, vor Ort etwas besser. unkritisch unkritisch kritisch Querschnitt an Sehenswürdigkeiten wird beschrieben. Nicht sehr detailliert. Tripwolf kritisch Kostenlos. Dürftige allgemeine Infos zum Reiseziel, vor Ort etwas besser. befried. befried. (3,3) (2,9) kritisch kritisch Sehr gute allgemeine Infos zum Reiseziel, vor Ort dagegen dürftig. 1) Datenschutzurteil bezieht sich auf die im gesendeten Datenstrom identifizierten Daten. 2) Preis: Grundversion kostenlos, getestet wurde die Premiumversion. Sie kostet je Reiseziel 4,49 Euro. 3) Preis: Grundversion kostenlos mit eingeschränktem Leistungsumfang, getestet wurde die Premiumversion. Sie kostet je Reiseziel 1,79 Euro. 4) Preis: Grundversion 1,79 Euro, Premiumversion je nach Reiseziel zusätzlich zwischen 3,59 Euro und 6,99 Euro. Getestet wurde Premiumversion. Stand: April 2013 Recht und Leben 11
  13. 13. Mietwagen. Onlineportale erleichtern die Buchung eines Mietautos. Finanztest zeigt, wie Urlauber ein gutes Angebot finden und Ärger vermeiden. Ä rger wollte sich der Kunde eigentlich ersparen. Bei einem Autoverleiher in Norddeutschland hatte er deshalb einen Wagen mit Vollkaskoversicherung gemietet, die für selbstverschuldete Schäden am Auto aufkommt. Im Falle eines Schadens sollte er laut Vertrag von den Reparaturkosten höchstens 550 Euro selbst bezahlen. Trotzdem erhielt er nach einem Unfall vom Vermieter eine Rechnung über fast 3 800 Euro. Die Begründung der Verleihfirma: Der Kunde habe es versäumt, den Unfall von der Polizei aufnehmen zu lassen – so wie es die allgemeinen Geschäftsbe- 12 Recht und Leben dingungen des Vermieters verlangen. Der Kunde klagte bis zum Bundesgerichtshof und bekam recht. Die obersten Richter erklärten eine Polizeiklausel, die für jeden Unfall gelte, für unwirksam (Az. XII ZR/44). „Probleme wegen fehlender Polizeiberichte gibt es manchmal auch bei Mietwagenbuchungen für das Ausland“, sagt Frieder Bechtel vom Internet-Vergleichsportal Billiger-mietwagen.de. Schwierigkeiten können zum Beispiel Kunden bekommen, die in Deutschland über günstige Vermittler wie Auto Europe, Cardelmar, Auto Escape oder Atlasoptionen Schnell zum guten Tarif Überraschungen können Kunden vermeiden, wenn sie die Mietbedingungen lesen. Hilfreich sind Vergleichsportale wie Billiger-mietwagen.de, Mietwagen-check.de, Check24.de oder Ihrmietwagen.de. Sie vergleichen nicht nur Preise von mindestens elf Anbietern, sondern stellen auch die oft verwirrenden Tarifbestandteile gut dar. Der Kunde tippt in die Suchmaske ein, wann und wo er einen Mietwagen buchen möchte und erhält dann eine Liste mit den günstigsten Angeboten. Er kann vorgeben, welche Wagenklasse er mieten möchte und Finanztest 6/2013 FOTO: MAURITIUS IMAGES / WORLD PICTURES Fahrspaß ohne Folgen einen Wagen im Ausland mieten und dafür eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung abschließen. Diese Vermittler haben keine eigene Wagenflotte, sondern vermitteln Verträge mit einem örtlichen Autoverleih. Verursacht ein Kunde einen Schaden am Mietauto, zahlt er bei der Autorückgabe zunächst die Selbstbeteiligung, die beim Vermieter vor Ort üblich wäre. Zuhause muss er sich das Geld vom Vermittler wiederholen. Voraussetzung für die Erstattung ist aber zum Beispiel bei Auto Europe ein Polizeibericht, selbst wenn der Fahrer das Mietauto nur beim Einparken selbst verbeult hat.
  14. 14. Mietwagen Unser Rat welchen Versicherungsumfang sein Vertrag haben soll. Mit den folgenden Einstellungen lässt sich leicht ein guter Vertrag finden: Vollkasko. Neben der Kfz-Haftpflichtversicherung sollte jeder Kunde eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung abschließen. In den Mietbedingungen steht, ob die Selbstbeteiligung, die der örtliche Anbieter im Schadensfall verlangt, rückerstattet wird oder gar nicht erst anfällt. Glas und Reifen. Im Ausland sind oft trotz Vollkaskoversicherung bestimmte Teile des Autos wie Reifen, Autoscheiben oder der Unterboden nicht mitversichert. Mindestens für Reifen und Glas empfiehlt sich deswegen eine Zusatzversicherung. Kilometer. Ist die Freikilometerzahl überschritten, verursacht jeder weitere Kilometer Zusatzkosten. Besser sind Tarife ohne Kilometerbegrenzung. Haftpflicht. Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt für Unfallschäden, die der Mietwagenfahrer anderen zufügt. Die gesetzliche Mindestversicherungssumme ist in einigen Ländern wie der Türkei so niedrig, dass es im Schadensfall eng werden könnte. Mietwagenangebote, die nur wenige Euro mehr kosten, haben oft einen deutlich besseren Versicherungsschutz. Tipp Schauen Sie in den Vertrag für Ihre deutsche Kfz-Haftpflichtversicherung. Enthält er eine „Mallorca-Police“, haben Sie in Europa auch als Mietwagenfahrer einen guten Haftpflichtschutz. Sie zahlt für Schäden, wenn die Versicherungssumme des Mietautos nicht ausreicht. Die Höhe ist abhängig vom Vertrag, maximal gibt es die vereinbarte Versicherungssumme. Ärger vermeiden Vermeintlich günstige Angebote erweisen sich schnell als teuer. Wer einen Mietwagen bucht, sollte deswegen auch auf die folgenden Preistreiber achten: Extrakosten. Zusatzfahrer, Kindersitz oder Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten der Mietstation kosten oft extra. Tankregelung. Schlecht ist die Regelung, wenn der Mieter die erste Tankfüllung beim Abholen bezahlen muss und das Mietauto mit leerem Tank zurückgeben soll. Hier wird oft doppelt abkassiert: Der Kunde zahlt einen überhöhten Preis für die erste Tankfüllung plus einer Servicegebühr und gibt das Auto außerdem mit Restbenzin im Tank zurück. Tipp Nehmen Sie einen Tarif mit „vollgetankt übernehmen, vollgetankt zurückgeben“. Tanken Sie aber wirklich voll. Wenn der Vermieter nachtanken muss, kann es für Sie doch noch teuer werden. Vergleich. Nutzen Sie zur Mietwagensuche Vergleichsportale im Internet wie Billiger-mietwagen.de, Check24.de oder Ihrmietwagen.de. Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auch auf die Vertragsbedingungen. Buchen Sie früh, denn gerade in der Hauptsaison kann es teurer werden, wenn Sie kurz vor der Reise buchen. Sie können den Vertrag oft bis 24 Stunden vor Mietbeginn kostenlos stornieren. Keine Extras aufschwatzen lassen „Kunden werden bei der Abholung des Autos manchmal gedrängt, Versicherungen abzuschließen, die bereits über ihren Vermittler abgedeckt sind“, sagt Daniel Friedheim vom Vergleichsportal Check24.de. Die Fahrer sollten sich keine unnötigen Extras aufschwatzen lassen und sowohl den Vermittler als auch den Betreiber des Vergleichsportals über solche Geschäftspraktiken informieren. Tipp Lesen Sie vor allem bei besonders günstigen Angeboten auf den InternetVergleichsportalen die Bewertungen andej rer Kunden. Extrakosten. Achten Sie auf Extrakosten, etwa für den Kindersitz, für Zusatzfahrer oder die Abgabe des Autos außerhalb der Öffnungszeiten. Guter Tarif. Schließen Sie nur Verträge mit Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung und mindestens eine Zusatzversicherung für Glas und Reifen ab. Empfehlenswert ist eine Deckungssumme für die Haftpflichtversicherung von mindestens 7,5 Millionen Euro für Personen- und 50 Millionen Euro für Sachschäden. Autoübernahme. Prüfen Sie das Auto von innen und außen. Lassen Sie sich Vorschäden bestätigen, sofern sie nicht schon im Vertrag stehen. Schäden. Lesen Sie in den Vertragsbedingungen nach, welche Formalitäten Sie erfüllen müssen, wenn Ihr Mietauto beschädigt ist. Kleingedrucktes Nicht alle Verleiher vermieten an Senioren Kunden über 70 Jahren erhalten nicht bei allen Verleihern problemlos Autos. Sie sollten vor dem Buchen auf solche Klauseln in den Mietbedingungen achten, damit sie vor Ort keine Überraschung erleben. Nur mit Zusatzversicherung Beim großen spanischen Autoverleiher „Record rent a car“ müssen Kunden, die das 70. Lebensjahr überschritten haben, auf Mallorca eine Komfort-plus- 6/2013 Finanztest Versicherung abschließen. Sie kostet für sieben Tage und für die kleinste Wagenklasse etwas über 46 Euro. Keine Autos für über 70-Jährige Einige Anbieter wie Atlasoptionen in Kroation vermieten erst gar nicht an Fahrer über 70 Jahre, „Surprise Rental Cars“ in Griechenland nicht an über 75-Jährige. Bei Budget in Irland erhalten Kunden über 75 Jahre zwar ein Auto, müssen aber nachweisen, dass sie die letzten fünf Jahre unfallfrei gefahren sind und eine Bestätigung ihres Hausarztes dabei haben, dass sie in guter körperlicher Verfassung sind. Alternativen vorhanden In allen gängigen Reiseländern gibt es gute Mietwagenangebote für Menschen über 70 Jahre. Wenn sie über ein Vergleichsportal buchen, erfahren sie dabei gleich auch mögliche Beschränkungen der Anbieter. Recht und Leben 13
  15. 15. Leihst Du mir was? Kredite von privat. Über Online-Kreditplattformen leihen sich Privatleute gegenseitig Geld. Jetzt vermittelt Smava auch Bankkredite, Auxmoney hat Gebühren gestrichen. K redite gibt es nicht nur bei der Bank. Seit rund sechs Jahren vermitteln in Deutschland Kreditplattformen im Internet Darlehen zwischen Privatleuten. Die Konditionen handeln die Partner aus, ohne sich persönlich zu kennen. Die Geldgeber erhalten Zinsen, die Kreditnehmer zahlen sie. Clemens und Katja suchen auf diesem Wege Menschen, die ihnen 2 250 Euro für die Reparatur ihres VW-Bullis leihen. Sie würden 13,50 Prozent Zinsen zahlen und das Geld binnen zwei Jahren zurückzahlen. Sechs Investoren haben sich gefunden, sie wollen zwischen 50 und 1 000 Euro geben. Einem 59 Jahre alten Freiberufler wollen elf Anleger 7 500 Euro borgen, damit er wieder „liquide“ ist. Er ist bereit, ihnen einen Zins von 4,2 Prozent zu zahlen. Smava und Auxmoney neu beurteilt Die zwei bedeutendsten Kreditplattformen heißen Auxmoney und Smava. Sie haben sich gewandelt, seit Finanztest im Jahr 2009 zuletzt über sie berichtet hat. Auxmoney kritisierten wir damals dafür, dass Kreditsuchende auch dann Gebühren bezahlen mussten, wenn kein Geschäft zustande kam. Smava bescheinigten wir das stimmigere Konzept. Vor vier Jahren hatten beide Plattformen dasselbe Geschäftsmodell. Mittlerweile haben sie ihr Angebot vor allem für Kreditnehmer verändert, so dass wir sie neu beurteilen. Ergebnis: Beide Anbieter sind heute für Kreditsuchende eine Alternative zur Bank. Für Menschen, deren Bonität nicht die beste ist, kann der Kredit sogar günstiger sein als bei der Bank. Risikofreudige Geldgeber können gute Renditen erzielen. Smava ist seit 2007 auf dem Markt. Die Berliner haben nach eigenen Angaben bisher Kredite für mehr als 100 Millionen Euro vermittelt. 14 Recht und Leben Seit Mitte 2011 bietet Smava auch Verbraucherkredite von Geschäftsbanken. Mit im Boot sind nun neun Institute, darunter Targobank, Postbank, ING Diba und die Santander Consumer Bank – allesamt führende Kreditbanken in Deutschland. Kredite von privaten Investoren gibt es weiterhin – unter dem Namen Smavaprivat. Smava-Geschäftsführer Alexander Artopé: „Wir haben auf die Wünsche unserer Kunden reagiert. Kreditsuchende können nun wählen zwischen einer Finanzierung durch private Anleger und durch Banken.“ Das bedeutet im Gegenzug, dass der Kunde immer gleichzeitig Angebote von Banken und von Smavaprivat einholt. Erst dann entscheidet er sich für eine Bank oder einen privaten Geldgeber. Auxmoney bessert nach Die Düsseldorfer Auxmoney GmbH ist genauso alt wie der Konkurrent. Rund 11 000 Kreditgesuche waren seitdem erfolgreich. Ihr Volumen: knapp 50 Millionen Euro. Der Kreditsuchende erhält ausschließlich Angebote von privaten Geldgebern. Seine Chancen erhöht er, wenn er sich Zertifikate ausstellen lässt: Er lässt zum Beispiel seine Identität prüfen, macht öffentlich, welche Kreditwürdigkeit ihm die Schufa oder andere Auskunfteien bescheinigen, lässt seine Haushaltsrechnung prüfen oder erlaubt eine Anfrage beim Arbeitgeber.
  16. 16. Kredite von privat Unser Rat Unterschiede im Detail Die Portale sind ähnlich in Anspruch, Aufbau und Kostenstruktur für Privatkredite. Unterschiede gibt es im Detail. Zielgruppe. Im Fokus beider Portale stehen vor allem Freiberufler und Selbstständige. Sie haben bei den Banken wegen unregelmäßiger Einkommen oder ungewöhnlicher Projekte oft schlechte Chancen auf einen Kredit. Anmeldung. Bei Auxmoney muss der Kreditsuchende nur Name, Geburtsdatum, Wohnanschrift, Staatsangehörigkeit, Telefonnummer und E-Mail-Adresse angeben. Dann kann er sofort seinen Kreditwunsch präsentieren. Smava verlangt dagegen alle Daten, die auch eine Bank für einen Kreditantrag abfragt. Neben Name, Geburtsdatum und Anschrift sind das etwa Informationen zum Einkommen und zur Wohnsituation und eine Kontoverbindung. Kosten. Wenn ein Kredit zustande kommt, wird eine Vermittlungsprovision fällig. Auxmoney berechnet 2,95 Prozent von der Kreditsumme. Zusätzlich muss der Kreditnehmer noch Gebühren an die Bank zahlen, die für die Plattform die Kredite unter Privatleuten abwickelt. Bei Auxmoney berechnet die SWK Bank für Kontoauszüge 17,50 Euro im Jahr und monatlich eine Servicepauschale in Höhe von 2,50 Euro. Bei Smavaprivat richten sich die Kosten nach der Laufzeit des Kre- dits: für 36 Monate werden 2,5 Prozent (mindestens 40 Euro) fällig, für 60 oder 84 Monate sind 3 Prozent (mindestens 60 Euro) zu zahlen. Für vier freiwillige Kontoauszüge werden 16 Euro im Jahr fällig. Smava arbeitet mit der Fidor Bank zusammen. Kredithöhe. Millionenprojekte lassen sich mit beiden Portalen nicht finanzieren. Die Obergrenzen sind 20 000 Euro bei Auxmoney und 75 000 Euro bei Smava. Zinsen. Bei Auxmoney schreibt der Kreditkunde in sein Gesuch, wie viel Zinsen er bereit ist zu zahlen. Im Durchschnitt liegt der Effektivzins bei Auxmoney nach eigenen Angaben derzeit um 10 Prozent. Bei Smavaprivat ist es anders. Die Firma macht einem Kreditsuchenden selbst einen Vorschlag für einen Zins, zu dem Geldgeber bereit sind, den Kredit zu finanzieren. Der Suchende kann aber auch noch einen Versuch zu einem niedrigeren Zins starten. Den Durchschnittseffektivzins gibt Smava derzeit mit 6,7 Prozent an. Inkasso. Die Zahlungsmoral der Kunden von Kreditportalen ist nicht wesentlich schlechter als die von Bankenkunden. Bei Auxmoney platzen etwa 3 von 100 Krediten, die Ausfallquote von Bankkrediten liegt derzeit bei 2,5 Prozent. Zahlt ein Kunde nach mehrmaliger Mahnung nicht, übernimmt eine Inkassofirma die Sache – sie gibt Geldgebern zumindest j einen Teil ihrer Investition zurück. Plattform. Die Online-Kreditplattformen Smava und Auxmoney sind einen Versuch wert, wenn Sie einen Kredit brauchen – besonders wenn Sie selbstständig arbeiten oder ein ungewöhnliches Projekt planen. Prüfen Sie aber Alternativen wie einen Ratenkredit. Stellen Sie Ihr Gesuch bei beiden Plattformen ein. Als risikofreudiger Geldgeber können Sie attraktive Zinsen erzielen, wenn Sie Kapital verleihen. Kreditnehmer. Beschreiben Sie Ihr Projekt auf den Kreditplattformen detailliert. Seien Sie bei der Kreditsumme realistisch. Bieten Sie einen Zins und eine Zahlungszeit an, die Sie sich leisten können. Nutzen Sie alle Möglichkeiten, Ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen. Auch einen Privatkredit sollten Sie nur aufnehmen, wenn Sie ihn zurückzahlen können. Anleger. Schauen Sie sich das Projekt genau an, für das Sie Geld geben wollen. Ist das Vorhaben ausführlich beschrieben, die Kreditsumme angemessen, die Rückzahlung realistisch? Investieren Sie nur einen kleinen Teil Ihres Geldes in ein Projekt. Legen Sie keinesfalls Ihren Notgroschen an. Stichwort: Privatkredit Für Kreditsuchende und Anleger Der Anleger. Für den Investor kann der Geldverleih an Privatpersonen gerade in Niedrigzinsphasen lukrativer sein als eine Geldanlage bei der Bank. Er kann Vorhaben unterstützen, die ihm sympathisch sind. Investitionen sind schon ab 50 Euro möglich, weil fast immer mehrere Anleger ein Vorhaben finanzieren. Der Kreditnehmer. Zinshöhe, Laufzeit und Sicherheiten handelt der Kreditkunde selbst aus. Er hat häufig auch dann Chancen, wenn die Bank abwinkt, weil das Vorhaben sie nicht überzeugt oder die Bonität des Kunden nach ihrem Maßstab nicht reicht. 6/2013 Finanztest Die Idee. Wer Geld hat, leiht es dem, der es braucht. Die beiden finden über Vermittler im Internet zusammen. Diese Vermittler sorgen mittels Partnerbanken dafür, dass das Geld beim Kreditnehmer landet und die Rückzahlung samt Zinsen beim Geldgeber. Die beiden größten Anbieter in Deutschland sind Auxmoney und Smava. Das Risiko. Der Kreditnehmer kann nicht sicher sein, dass er die nötige Kreditsumme zu den gewünschten Konditionen zusammenbekommt. Der Anleger geht das Risiko ein, dass er sein Geld nur teilweise oder gar nicht zurückbekommt. Recht und Leben FOTOS: MASTERFILE; FOTOLIA; COLLAGE: FINANZTEST Die Zertifikate und Kreditgesuche selbst sind neuerdings kostenlos. Früher konnte es passieren, dass Kunden für Anmeldung und Zertifikate fast 60 Euro zahlen mussten. Das Geld gab es nicht zurück, wenn kein Kredit vermittelt werden konnte. 15
  17. 17. Leseraufruf Geldanlage und Altersvorsorge in Kürze Kurzmeldungen auf Rente Junge vertrauen 82 Prozent der jungen Leute zwischen 17 und 27 Jahren trauen dem Staat zu, „auch in Zukunft für eine gute gesetzliche Rente zu sorgen“. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Versorgungswerks Metallrente hervor. Nur 38 Prozent der jungen Leute sorgen zusätzlich fürs Alter vor. Neue Rürup-Verträge Die Zahl der Rürup-Rentenversicherungen ist im Jahr 2012 um 178 000 gestiegen. Damit blieb das Neugeschäft weit hinter den Vorjahren zurück. Im Vergleich zu 2011 sank die Zahl der neu abgeschlossenen Rürup-Policen um 16 Prozent. Insgesamt gibt es jetzt 1,7 Millionen Verträge. Aktien zusammengelegt Die Commerzbank hat aus je zehn Aktien eine gemacht, der Kurs einer neuen Aktie ist zehnmal höher als der einer alten Aktie. Die Aktionäre haben weiterhin denselben Anteil am Grundvermögen. Die neue Wertpapierkennnummer lautet CBK100. Dividenden steigen Die börsennotierten Unternehmen in Deutschland schütten dieses Jahr mehr Geld an ihre Aktionäre aus als im Vorjahr. Die Dividenden der Unternehmen liegen insgesamt um 5,4 Prozent über dem Vorjahresniveau, errechnete die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Im Deutschen Aktienindex (Dax) seien die Dividendenzahlungen im Schnitt aber nur um 0,4 Prozent gewachsen, im MDax, dem Index der mittelgroßen Firmen, hätten sich die Ausschüttungen um 37,1 Prozent erhöht. 16 Geldanlage und Altersvorsorge Wie klappt Ihr früher Einstieg in die Rente? Auch nach Einführung der Rente mit 67 ist ein vorzeitiger Rentenbeginn noch möglich. So haben von den 377 000 Frauen, die 2011 neu in Altersrente gegangen sind, mehr als 40 Prozent die Sonderregelung für Frauen genutzt. Das zeigt die Statistik der Deutschen Rentenversicherung. Doch nicht nur Frauen, die jetzt 62 Jahre oder älter sind, dürfen eher gehen, sondern auch Versicherte, die 35 Jahre Beiträge gezahlt haben, Beschäftigte in Altersteilzeit, Arbeitslose und Schwerbehinderte. Sind Sie früher in Rente gegangen oder planen Sie dies? Welche Beweggründe haben Sie, welche Hindernisse gibt es? Bitte berichten Sie uns und schreiben Sie an rente@stiftung-warentest.de oder an Redaktion Finanztest, Stichwort „Rente“, Lützowplatz 11–13, 10785 Berlin. Leitzins auf Rekordtief Tagesgeldzinsen fallen, Rentenfondskurse steigen Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins von 0,75 Prozent auf 0,5 Prozent gesenkt hat, sind die Sparzinsen und die Renditen für Staatsanleihen gefallen. Für Tagesgeld gibt es in der Spitze noch 1,66 Prozent, zu Jahresbeginn waren es mehr als 2 Prozent. Nur für längere Laufzeiten steht noch die 2 vor dem Komma (S. 81 bis 83). Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag zuletzt nur noch bei rund 1,2 Prozent (siehe Grafik). Anleger mit Rentenfonds Euro profitieren von Zinssenkungen. Das liegt daran, dass die noch höher verzinsten alten Anleihen in den Fonds attraktiver werden, wenn die Zinsen für neue Papiere niedriger sind. In den vergangenen zwölf Monaten haben Rentenfonds Euro teils zweistellige Renditen gebracht (siehe S. 88). Seit Ende 2007 schafften die besten durchschnittlich rund 7 Prozent pro Jahr. Doch Vorsicht: Sollten die Zinsen am Markt steigen, drohen Verluste. Magere Renditen für Bundesanleihen Rendite bzw. Zinssatz (Prozent p. a.) 6 Quelle: Thomson Reuters 5 4 3 2 1 0 -1 31.01.1999 EZB Leitzins 31.01.2002 31.01.2005 2-jährige Bundesanleihe 31.01.2008 31.01.2010 03.05.2013 10-jährige Bundesanleihe Finanztest 6/2013
  18. 18. Riester-Rente Landgericht stoppt Allianz-Klauseln Das Landgericht Stuttgart hat der Allianz Lebensversicherung untersagt, weiterhin undurchsichtige Klauseln in Riester-Rentenversicherungsverträgen zu verwenden (Az. 11 O 231/12). Die Allianz lasse ihre Kunden im Unklaren darüber, dass sie nur dann an Kostenüberschüssen beteiligt werden, wenn sie aus eigenen Beiträgen mindestens 40 000 Euro für ihre Riester-Rente angespart haben. Staatliche Zulagen zählen dabei nicht. Hat ein Sparer weniger als 40 000 Euro eingezahlt, fällt die Beteiligung weg. Der Bund der Versicherten beziffert den Verlust für solche Kunden auf durchschnittlich 3 500 Euro. Die Allianz spricht von 500 Euro bei einem Vertrag, der 20 Jahre lang gelaufen ist. Ob die Allianz Berufung einlegt, war bei Redaktionsschluss noch unklar. Digitale Währung FOTOS: GETTY IMAGES; PICTURE ALLIANCE / DPA; PAWINSKI / FOTOLIA Staatsanwaltschaft sperrt Bitcoin-Konten Staatsanwälte in Berlin und Gorzów, Polen, ermitteln gegen den Betreiber des Internetportals Bitcoin-24.com wegen des Verdachts auf Betrug und Geldwäsche. Kunden konnten über das Internetportal andere Währungen in die digitale Währung Bitcoins tauschen. Die Ermittler ließen Bankkonten des Unternehmens sperren, sodass Nutzer keine Auszahlungen mehr erhielten. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat 2,4 Millionen Euro vorläufig gesichert. Sie rät Kunden, die sich Erfolg von einer Schadenersatzklage versprechen, umgehend zu handeln (Az. 241 Js 380/13). Tipp Betroffene Kunden tauschen sich unter http://board.btc24-help.com/ aus. 6/2013 Finanztest Keine gute Adresse für Opfer der Lehman-Pleite: Der Bundesgerichtshof hat viele abblitzen lassen. Sie können nur auf das Insolvenzverfahren hoffen. Lehman-Pleite Kaum Chancen für Opfer Erneut hat der Bundesgerichtshof Klagen von Lehman-Opfern abgewiesen. Die meisten können ihr Geld jetzt abschreiben. Niederlage. Ein weiteres LehmanOpfer hat vor dem höchsten deutschen Zivilgericht den Kürzeren gezogen. Die Bundesrichter hoben ein Urteil des Oberlandesgerichts München auf. Der Vermittler MPC Münchmeyer Petersen Capital Austria AG und die Assentus-Bank müssen einer Klägerin nun doch keinen Schadenersatz zahlen. Die Hausfrau hatte rund 32 000 Euro mit Lehman-Zertifikaten verloren. Die US-amerikanische Investmentbank Lehman ging 2008 pleite. Hintergrund. Die MPC-Berater hatten mit der erstklassigen Bonität der Investmentbank geworben. Tatsächlich stand hinter den Zertifikaten jedoch eine niederländische Lehman-Tochter ohne eigene Mittel. Die Oberlandesrichter hielten die Broschüre für irreführend. Dagegen urteilten die Bundesrichter, die Broschüre sei vor allem Werbung und kein Prospekt im rechtlichen Sinne (Az. III ZR 182/12). Aus ihrer Sicht reicht es, wenn die Lehman Holding für die Papiere garantiert habe – wie von MPC und Bank behauptet – und damit indirekt auch die Lehman Bank dahinterstand. Dass sie später pleiteging, interessiert dabei nicht. Chancen. Die Klägerin hat jetzt nur noch minimale Chancen auf Schadenersatz von Vermittlungsfirma und Assentus-Bank. Sie bekommt ihr Geld nur zurück, wenn sich herausstellt, dass es für die Zertifikate doch keine Garantie der Lehman-Holding gab. Das muss jetzt das Oberlandesgericht klären. Auch andere Kunden können kaum noch auf Schadenersatz hoffen. Nur wenn sie handfeste Beratungsfehler nachweisen können, haben Klagen gegen Banken oder Anlageberater Aussicht auf Erfolg. Ausschüttung. Die Kunden können nur hoffen, einen kleinen Teil ihres Geldes aus der Insolvenzmasse zurückzubekommen. Haben sie ihre Forderung rechtzeitig in den USA angemeldet, können sie bei der Ausschüttung von 22,5 Milliarden Dollar aus der Insolvenzmasse mit fast 14 Prozent des Nennbetrags ihrer Zertifikate rechnen. Das ist eine überraschend hohe Quote. Oft gibt es in Insolvenzverfahren nur 5 bis 10 Prozent der Beträge, die Gläubigern eigentlich zustehen. Vielleicht erhalten Zertifikatekäufer auch von der niederländischen Tochtergesellschaft noch etwas Geld. Geldanlage und Altersvorsorge 17
  19. 19. Minenaktien stürzen ab Geldanlage und Altersvorsorge in Kürze Wertentwicklung (Prozent) 15.4.2008 = 100 200 150 100 50 0 15. April 2008 Gold 15. April 2013 Goldminenindex Arca Gold Bugs Quelle: Thomson Reuters Kurseinbruch Service Sparangebote im Test. Wo gibt es die höchsten Zinsen? Die besten Angebote für Tagesgeld, Festgeld bis zwölf Monate sowie Festgeld und Sparbriefe mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr finden Sie im Marktplatz ab Seite 81. Alle Daten und weitere Laufzeiten gibts unter www.test.de/zinsen für 2 Euro pro Produktfinder. Fonds im Dauertest. Wir bewerten monatlich eine große Anzahl von Fonds. Eine Auswahl empfehlenswerter Fonds aus den wichtigsten Gruppen stellen wir im Marktplatz ab Seite 84 vor. Die vollständige Liste gibts in unserem Produktfinder unter Goldminenaktien reißen Fonds mit Der Preisverfall bei Gold (siehe auch S. 33) hat die Produzenten des Edelmetalls voll erwischt. Minenaktien wie Barrick Gold oder Newmont Mining verloren innerhalb weniger Wochen ein Viertel bis ein Drittel ihres Börsenwerts. Die vielzitierte Hebelwirkung von Minenaktien gegenüber dem Goldpreis hat also funktioniert – allerdings nur in der Abwärtsbewegung. In der jahrelangen Kursrallye des Edelmetalls war die Rechnung nicht aufgegangen. Goldminenaktien sind in vielen Aktienfonds Welt enthalten, meist aber mit geringer Gewichtung. Einige Mischfonds haben sich dagegen stark auf diese Branche konzentriert und nun heftige Verluste erlitten. So büßte der Noah Mix OP (Isin DE 000 979 953 6) rund zwei Drittel von seinem Höchstkurs ein. Glimpflicher davon kam der M W Privat (LU 027 583 270 6), der im vergangenen Jahr noch zu denSpitzenfonds seiner Kategorie zählte. Sein Kurs hat seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren. Der Fonds hat einen Schwerpunkt auf Edelmetallen, setzt aber vor allem direkt auf Gold- und Silberbestände. Tipp Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Mischfonds gründlich über Zusammensetzung und Strategie. Unsere Fondstabellen ab Seite 90 helfen dabei. www.test.de/fonds für 1 Euro pro Fonds, maximal 3 Euro je Produktfinder. Warnliste. Ist diese Geldanlage seriös? Finanztest warnt vor Angeboten, deren Werbung unseriös ist, die mit dubiosen Methoden vermittelt werden oder bei denen Chance und Risiko in krassem Missverhältnis stehen. Die umfangreiche Warnliste bekommen Sie für 2,50 Euro: www.test.de/warnliste Rechner für Ihre Geldanlagen. Finanztest bietet im Internet eine Reihe von kostenlosen Rechnern, mit denen Sie Ihre Geldanlage besser planen können. Mit den Programmen können Sie Renditen und Kosten von Fondsanlagen berechnen, Gewinne durch Umschichtung sichern oder Fonds mit Festzinsprodukten optimal kombinieren. Sie finden die Rechner unter www.test.de/geldanlage-banken/ rechner 18 Geldanlage und Altersvorsorge Unter der Lupe Ikano Bank lockt mit guten Zinsen Angebot. Die Ikano-Bank zahlt für ihr Fleks Horten Tagesgeld 1,66 Prozent Zinsen bis maximal 100 000 Euro. Die Onlinebank gehört der Familie des schwedischen IkeaGründers Ingvar Kamprad, sie hat ihre deutsche Niederlassung in Wiesbaden. Wir haben die Bank seit kurzem in unseren ständigen Zinstest ab Seite 81 aufgenommen. Vorteil. Die Konditionen sind im Moment spitze, eine Mindestanlage ist nicht nötig. Wie alle Zinsangebote im Test ist das Tagesgeldkonto kostenlos. Nachteil. Das Bankhaus bietet keine Festgeldanlagen an. Das Tagesgeldkonto ist nur online kostenlos. Finanztest-Kommentar Das Ikano-Tagesgeld liegt Anfang Mai gemeinsam mit den Angeboten der Onlinebanken RaboDirect und Renault Bank Direkt ganz vorn. Bei allen drei sollten Sparer nicht mehr als 100 000 Euro anlegen, so viel ist jeweils gesetzlich geschützt. Ob die Neulinge in unserem Test dauerhaft gutes Tagesgeld bieten, muss sich erst zeigen. Banken mit dauerhaft guten Zinsen nennen wir auf Seite 81 und im Internet (www.test.de/zinsen). Finanztest 6/2013
  20. 20. Sparangebote Renault Bank bietet jetzt auch Festgeld an Die Renault Bank Direkt bietet deutschen Privatanlegern jetzt auch Festgeld zu Topzinsen an: Für ein Jahr gibt es 1,75 Prozent, für zwei-, drei- und vierjährige Laufzeiten sind es 2 Prozent, 2,25 Prozent und 2,50 Prozent pro Jahr. Die Mindestanlage beträgt 2 500 Euro. Für das vor zwei Monaten eingeführte Tagesgeld gibt es derzeit 1,65 Prozent. Die Angebote der Renault Bank Direkt können Kunden nur über das Internet abschließen. Guthaben sind im Fall einer Bankpleite in Höhe von 100 000 Euro pro Kunde über den französischen Einlagensicherungsfonds geschützt. Honorarberater FOTOS: ISTOCK; REEDEREI LEONHARDT BLUMBERG Gesetz greift zu kurz Der Bundestag hat erstmals ein Gesetz zur Honorarberatung verabschiedet. Danach dürfen sich Finanzberater „Honorarberater“ nennen, wenn sie sich die Vermittlung von Wertpapieren wie Zertifikaten, offenen oder geschlossenen Fonds ausschließlich durch ein Honorar vom Kunden bezahlen lassen. Provisionen von Anbietern der Geldanlagen dürfen sie nicht annehmen. Verbraucherschützer kritisieren das Gesetz, weil es Bausparverträge, Versicherungen, Kredite und Sparprodukte vom Provisionsverbot ausschließt. „Eine Beratung für ein Honorar hat aber nur Sinn, wenn der Berater aus dem gesamten Spektrum der Finanzprodukte individuelle Lösungen für den Kunden entwickeln kann“, erklärt Dorothea Mohn vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. Nur so könne die Honorarberatung eine echte Alternative zum Provisionsmodell werden. Bisher werden Kunden in Deutschland überwiegend von Banken und Vertrieben beraten, die für die Vermittlung der Geldanlagen Provisionen von den Anbietern kassieren. Empfehlungen orientieren sich häufiger an der Höhe der Provision als am Bedarf des Kunden. Im Juni soll das neue Gesetz im Bundesrat diskutiert werden. Grüne und Sozialdemokraten hoffen, dass es im Vermittlungsausschuss noch verbessert wird. 6/2013 Finanztest Schiffsfonds Unglück rettet Anlegergeld Die Havarie des erfolglosen Fondsschiffs Hansa Berlin erspart Anlegern Verluste. Das Schiff war gut versichert. Havarie. Ein Sturm in der Karibik hat Anlegern des Schiffsfonds M/S Hansa Berlin viel Geld gerettet. Ihr Fondsschiff lief bei schwerer See im August 2012 vor Havanna auf Grund. Die Besatzung wurde evakuiert, die Versicherung zahlte. Damit war der Notverkauf des Schiffes hinfällig. Folgen. Der Notverkauf des verlustreichen Schiffes für nur 2,7 Millionen USDollar war bereits beschlossen. Nun zahlte stattdessen die Versicherung mit 8,25 Millionen US-Dollar etwa das Dreifache. Zusammen mit den Steuervorteilen, die Anleger schon erhalten hatten, hievte das ihre Beteiligung doch noch über die Gewinnschwelle. Das ersparte ihnen die Verluste, über die Finanztest noch in der Ausgabe 5/2013 ab Seite 42 berichtet hatte. Fehlprognose. Im Jahr 1993 hatte der Anbieter Hansa Treuhand Anlegern, die sich mit 100 000 Euro beteiligten, jährliche Ausschüttungen von rund 8 Prozent in Aussicht gestellt – insgesamt 92 Prozent binnen zwölf Jahren. Obendrauf sollte es rund 100 000 Euro aus dem Schiffsverkauf im Jahr 2005 geben. So hätten Anleger ihre Investition binnen zwölf Jahren mit 192 000 Euro nahezu verdoppelt und zusätzlich Steuervorteile erzielt. Doch die Prognose traf nicht zu. Wirklichkeit. Die Hansa Treuhand hatte viel zu positiv gerechnet. Obwohl die Schifffahrtsmärkte viele Jahre gut liefen, brachte der Schiffsbetrieb in 19 Jahren nur schlappe 74 Prozent an Ausschüttungen. Prognostiziert waren 92 Prozent in zwölf Jahren. Der Notverkauf hätte nichts eingebracht, Anleger hätten von ihren 100 000 Euro also nur 74 000 Euro zurückbekommen. Abrechnung. Im Jahr 2010* forderte die Fondsgesellschaft von Anlegern Ausschüttungen in Höhe von 12 000 Euro für die Sanierung des Fonds zurück. Nur ein Teil der Anleger zahlte. Anleger, die sich an der Sanierung beteiligt haben, bekommen nun bevorzugt rund 40 000 Euro aus dem Erlös (74 000 – 12 000 + 40 000 = 102 000). Alle anderen bekommen 20 000 Euro (74 000 + 20 000 = 94 000). Ihre Steuervorteile aus der Beteiligung müssen sie noch dazurechnen. * Passage geändert am 24.05.2013. Nach dem Sturm. Das Fondsschiff Hansa Berlin ist vor Kuba auf Grund gelaufen. Der Versicherungserlös bewahrt Anleger vor Verlusten. Geldanlage und Altersvorsorge 19
  21. 21. Die Welt der Börsen Großbritannien 1 948 Mrd. Euro 7,9 7,2 1,1 Aktienmärkte. Die USA sind der größte Markt, der beste seit 1970 ist die kleine Schweiz. Den höchsten Verlust hat Russland hingelegt. Ein Langfristcheck. 54,1 Kanada 966 Mrd. Euro 7,6 11,3 2,9 55,8 USA 11 499 Mrd. Euro Mexiko 165 Mrd. Euro 8,9 12,7 7,4 9,0 6,3 57,4 60,6 Brasilien 376 Mrd. Euro 11,7 -0,9 68,6 20 Geldanlage und Altersvorsorge
  22. 22. Frankreich Aktienmärkte im Langfristcheck 823 Mrd. Euro Deutschland Marktkapitalisierung in Mrd. Euro Summe des Börsenwertes aller im jeweiligen MSCI-Index gelisteten Aktien. 748 Mrd. Euro 7,3 7,4 -2,6 7,6 58,1 Wertentwicklung des jeweiligen MSCI-Indexes (mit vollständiger Wiederanlage der Dividende) in Prozent pro Jahr seit dem ... 7,4 -1,2 1,0 ... 31. Dezember 1969 1,0 oder -1,0 ... 31. Dezember 1994 1,0 oder -1,0 ... 31. Dezember 2007 67,9 Schweiz 816 Mrd. Euro Maximaler prozentualer Verlust seit 31. Dezember 1994 Größter zwischenzeitlicher Kursrückgang. 57,4 9,4 7,4 10,2 Russland 175 Mrd. Euro 44,3 Stand: 31. März 2013 Quelle: Thomson Reuters, eigene Berechnungen -12,1 0,7 97,2 Japan 1 895 Mrd. Euro 7,0 -0,5 0,6 64,6 Südkorea 442 Mrd. Euro 6,2 2,9 77,9 Taiwan 321 Mrd. Euro China 4,8 537 Mrd. Euro 1,3 68,0 Südafrika 1,5 -1,6 Australien 210 Mrd. Euro 820 Mrd. Euro 84,4 7,4 56,1 11,1 Indien 195 Mrd. Euro -5,0 7,6 64,2 57,4 6,3 INFOGRAFIK: FINANZTEST 6,5 7,3
  23. 23. V iele Deutsche lieben die Schweiz – wegen Heidi, der Berge, der leckeren Schokolade, als – vermeintliches – Steuerparadies und als sicheren Hafen für ihr Geld in Krisenzeiten. Die Stabilität des Schweizer Franken ist Legende. Und nicht nur das: Nun zeigt unsere Langfristanalyse, dass die Schweiz auch mit ihrer Börse punkten kann. Wir haben die, gemessen am Börsenwert, größten acht Industrieländer und größten acht Schwellenländer untersucht. Der Schweizer Aktienmarkt hat seit Ende 1969 im Schnitt um 9,4 Prozent pro Jahr zugelegt. Die anderen sieben Industrieländer liegen mindestens 1,5 Prozentpunkte dahinter. Zudem ist der Schweizer Markt zwischendurch weit weniger abgestürzt (Grafik S. 20). Die Zahlen spiegeln die Ergebnisse aus Sicht eines deutschen Anlegers wider. Ein großer Teil der Spitzenrendite ist der Entwicklung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro, früher der Mark, zuzuschreiben. Ein Schweizer selbst hat auf seinem Heimatmarkt weniger verdient: durchschnittlich 8 Prozent pro Jahr. Länder als Alternative zum Weltfonds Mit Fonds einzelner Länder können Anleger sich selbst ein Weltdepot bauen. Wir haben eine Auswahl an entsprechenden ETF zusammengestellt, also börsengehandelten Indexfonds. Sie bilden den jeweiligen Länderindex der US-Investmentbank Morgan Stanley (MSCI) ab (siehe Tabelle S. 25). Das individuelle Weltdepot hat den Vorteil, dass Anleger – anders als wenn sie einen ETF auf den MSCI World-Index kaufen – selbst entscheiden können, welchen Anteil ein Land in ihrem Depot jeweils einnimmt. Der MSCI World besteht zu mehr als der Hälfte aus US-Aktien, je 9 Prozent nehmen Japan und Großbritannien ein, Deutschland ist mit einem Anteil von 3,5 Prozent vertreten. Insgesamt listet der MSCI World 24 Industrieländer. Sogar Griechenland ist dabei, wenn auch nur mit einem Gewicht von 0,03 Prozent. Diese Länderanteile kaufen Anleger sich aber nicht nur mit einem Indexinvestment ein. Denn auch viele aktiv gemanagte Fonds orientieren sich an den Vorgaben des MSCI World. Der Nachteil eines individuellen Weltdepots ist der höhere Aufwand gegenüber einem Weltfonds, der schon gemischt ist. Für ein solches Depot ist aus Kostengründen zudem eine höhere Anlagesumme erforderlich als zum Beispiel für eine Einzelanlage in einen ETF auf den MSCI World. Das liegt an den Mindestgebühren der Banken, die Orders nicht ausschließlich prozentual abrechnen (siehe Test „Depotkosten“, S. 26). Über 18 Jahre liegt Mexiko vorn In der Gegenüberstellung seit Ende 1969 fehlen die Schwellenländer. Diese Märkte haben wir erst seit Ende 1994 untersucht. Das war der Zeitpunkt, als Morgan Stanley auch Russland in seine MSCI-Indexfamilie aufgenommen hat. Brasilien, Mexiko, Südkorea und Taiwan sind seit Ende 1987 dabei, China, Indien und Südafrika kamen Ende 1992 hinzu. Mexiko hat seit Ende 1994 am besten abgeschnitten. Mit einem jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 12,7 Prozent liegen die Mittelamerikaner nicht nur im Vergleich der Schwellenländer vorn, sondern führen auch die Liste aller Länder an (Grafik S. 20). Auf Platz zwei, gemessen über 18 Jahre, liegt Brasilien mit 11,7 Prozent pro Jahr. Die Renditen zeigen den Erfolg eines deutschen Anlegers, also aus Mark- oder Euro-Sicht. Auch auf den Schwellenmärkten beeinflussen die Wechselkurse die Ergebnisse. Anders als der Schweizer Franken haben der mexikanische Peso und der brasilianische Real aber an Wert verloren. Ein Mexikaner hat mit heimischen Aktien seit Ende 1994 mehr erzielt als ein deutscher Anleger, nämlich 18,6 statt 12,7 Prozent pro Jahr. Der Einfluss der Währung Hiesige Anleger, die außerhalb der Eurozone ausländische Aktien kaufen, gehen dabei immer ein Währungsrisiko ein. Das müssen sie berücksichtigen, wenn sie ihren An- 22 Geldanlage und Altersvorsorge Finanztest 6/2013
  24. 24. Aktienmärkte im Langfristcheck Unser Rat Kursverluste durch den Dollar blieben in seinem Portfolio noch 7,4 Prozent pro Jahr übrig. Basis. Verwenden Sie als Grundlage für Ihr Depot Aktienfonds, die breit gestreut in verschiedene Märkte und Branchen investieren, zum Beispiel Aktienfonds Welt oder Europa. Den sicheren Teil bestücken Sie mit Rentenfonds Euro, die in Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder Pfandbriefe guter Bonität investieren. Sie können auch Festzinsanlagen nutzen. Die Schweiz wurde ihrem Ruf gerecht Unser Langfristcheck gibt den Verlauf der Märkte aus Sicht eines deutschen Anlegers wieder. Außer auf Wertentwicklung und dem ärgsten zwischenzeitlichen Verlust haben wir die Börsen noch auf Chancen und Risiken hin ausgewertet (siehe Punktediagramm unten). Das linke Bild gibt die Ergebnisse der Industrieländer seit Ende 1969 wieder. Im Vergleich zu den einzelnen Ländermärkten weist der Gesamtmarkt erwartungsgemäß geringere Chancen und Risiken auf – mit Ausnahme der Schweiz. Dieses Ergebnis fußt jedoch zum großen Teil auf den Kursgewinnen des Franken, die nach den Interventionen der Schweizer Notenbank vorerst Vergangenheit sind. Die höchsten Chancen und Risiken gab es mit Australien. Das rechte Bild zeigt die Industrie- und die Schwellenländer im Vergleich seit Ende 1994. Es zeigt sich, dass die Industrieländer teils deutlich geringere Risiken aufwiesen als die Schwellenmärkte, aber gleichzeitig auch geringere Renditechancen boten. Wie bei den Industrieländern ist auch hier der Gesamtmarkt der Schwellenländer weniger riskant als einzelne Märkte. lageerfolg berechnen wollen. Wenn beispielsweise die Tagesschau abends den Stand des Dax und des Dow Jones verkündet, dann sind diese Werte nicht unmittelbar vergleichbar, da der Dow Jones die Entwicklung der Aktien in Dollar misst. Ein deutscher Anleger, der US-Aktien hat, muss für sich immer noch den Wechselkurs berücksichtigen. Wer hingegen die pure Stärke der Aktienmärkte messen möchte, muss sich die Entwicklung in lokaler Währung anschauen. Am besten abgeschnitten hat aus dieser Sicht der britische Aktienmarkt mit einem Zuwachs seit Ende 1969 von durchschnittlich 11,5 Prozent pro Jahr. Umgerechnet in Euro sind es nur noch 7,9 Prozent pro Jahr. Die US-Börsen haben seit Ende 1969 im Schnitt um 9,8 Prozent pro Jahr zugelegt. Aber auch davon hat ein deutscher Anleger unterm Strich nicht viel: Nach Abzug der Weltdepot. Sie können mit Fonds einzelner Länder selbst ein breit gestreutes Weltdepot bauen. Für Europa können Sie dafür zum Beispiel Deutschland, Großbritannien und die Schweiz kombinieren. Für die Welt kommen die USA, Japan, eventuell Australien sowie Schwellenländer je nach Ihrer Einschätzung hinzu. Beimischung. Als einzelnes Investment sind Länderfonds meist zu riskant. Sie sollten sie nur zur Beimischung nutzen, um bestimmte Länder stärker zu gewichten als vom Index MSCI World vorgegeben oder weitere Länder dazuzunehmen. Chancen und Risiken der Märkte im Überblick Die Punktediagramme zeigen die von uns berechneten Chancen und Risiken der Märkte. Die Gesamtmarktindizes MSCI World und MSCI Emerging Markets haben ein geringeres Risiko als die Einzelmärkte, allerdings auch geringere Renditechancen. Chance1) (Prozent p. a.) 54 31.12.1969 – 31.3.2013 31.12.1994 – 31.3.2013 150 43 9 33 3 2 4 18 100 78 5 6 1 16 17 67 FOTOS: FOTOLIA; ISTOCK; MAURITIUS IMAGES; PLAINPICTURE 25 12 13 15 14 54 11 10 43 18 974 3 8 6 2 1 5 33 11 25 18 11 5 5 5 10 15 20 25 30 35 5 10 15 20 25 30 35 40 Wertentwicklung 0 Prozent 1 Weltmarkt 2 Schweiz 3 USA 10 Schwellenmärkte 11 Südafrika 4 Deutschland 12 Mexiko 5 Großbritannien 13 Indien 14 Taiwan 6 Japan 15 China 7 Kanada 16 Brasilien 8 Frankreich 17 Südkorea 50 60 Risiko1) (Prozent p. a.) 9 Australien 18 Russland 1) Gemessen an den MSCI-Indizes. Die Chance eines Marktes zeigt, welche jährliche Rendite Anleger erzielt hätten, wenn sie nur in den GewinnQuelle: Thomson Reuters, eigene Berechnungen monaten investiert gewesen wären. Beim Risiko werden nur die Verlustmonate betrachtet. 6/2013 Finanztest Geldanlage und Altersvorsorge 23 0
  25. 25. Tops und Flops aus Sicht deutscher Anleger Jahr Top Rendite (in Prozent) Jahr Flop Rendite (in Prozent) 5,6 38,2 121,6 −12,4 4,4 134,8 13,1 42,0 50,0 44,8 75,2 33,3 29,2 78,6 35,4 84,8 58,4 16,1 55,8 40,2 −2,4 37,6 25,7 57,0 8,5 33,9 39,2 69,0 31,6 89,5 13,6 8,2 −15,4 37,1 22,5 48,5 22,4 22,6 −25,4 71,3 29,6 5,4 30,1 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Australien Australien Großbritannien Großbritannien Großbritannien Kanada Frankreich USA USA Japan Deutschland Frankreich Australien Großbritannien Australien Kanada Kanada Deutschland Großbritannien Japan Japan Deutschland Japan USA Frankreich Japan Japan Japan Kanada Schweiz Japan Japan Deutschland USA USA USA Japan Japan Australien Japan Frankreich Deutschland Japan −26,0 −11,0 1,8 −37,5 −56,0 25,4 −28,1 −18,1 −8,2 −16,6 1,7 −17,6 −17,7 34,5 1,1 −9,8 −12,9 −38,4 18,8 −2,9 −43,4 10,4 −16,0 18,0 −14,9 −6,9 −8,9 −10,8 −12,6 9,4 −23,2 −25,4 −43,1 7,4 2,7 21,8 −4,9 −13,5 −47,4 3,1 3,5 −14,7 6,7 -3,6 125,2 130,6 123,4 218,0 -6,0 56,8 8,6 78,9 37,6 93,5 63,6 62,3 −34,7 121,5 43,5 −8,8 27,1 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Russland Südkorea Südkorea Russland China Südkorea China Brasilien Mexiko China Taiwan Südkorea Taiwan Russland Mexiko China Indien Brasilien −47,8 −33,4 −61,1 −95,6 32,7 −46,2 −20,6 −41,2 10,5 -5,4 23,6 1,3 −1,6 −76,5 51,8 12,1 −35,1 −1,2 Industrieländer 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Kanada Japan Japan Frankreich Deutschland Großbritannien Japan Großbritannien Frankreich Kanada Australien Japan USA Australien Japan Deutschland Japan Japan Frankreich Deutschland Großbritannien Australien Schweiz Schweiz Japan Schweiz Kanada Schweiz Frankreich Japan Schweiz Australien Australien Deutschland Australien Kanada Deutschland Deutschland Japan Australien Kanada USA Deutschland Schwellenländer 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 Südafrika Russland Russland Südkorea Russland Brasilien Südkorea Südafrika Brasilien Mexiko Russland China Brasilien Südafrika Brasilien Südafrika Südkorea Mexiko Quelle: Thomson Reuters, eigene Berechnungen 24 Geldanlage und Altersvorsorge Russisches Roulette Wie unterschiedlich die Verläufe der Märkte aus DM/Euro-Sicht sind, zeigt unsere Übersicht über die besten und schlechtesten Jahresergebnisse (siehe Tabelle links). Japan bot ein wahres Achterbahngefühl: Die Asiaten waren 10-mal Spitze und 13-mal Schlusslicht. Unterm Strich war das Ergebnis denn auch durchwachsen: Das japanische war das schlechteste der acht untersuchten Märkte. Auch in Deutschland ging es auf und ab. Die hiesige Börse war seit Ende 1969 siebenmal top und fünfmal flop. Nach dem letzten Platz 2011 waren die Deutschen Spitzenreiter 2012. Die solide Schweiz fällt in dieser Statistik hingegen kaum auf. Allerdings fällt ins Auge, dass seit 2001 achtmal das schlechteste der untersuchten Industrieländer schlechter als alle untersuchten Schwellenländer abgeschnitten hat. Die extremsten Jahresergebnisse verzeichnet allerdings Russland: Minus 95,6 Prozent im Krisenjahr 1998, plus 218 Prozent im Jahr darauf. Die passenden ETF Anleger können am einfachsten und am kostengünstigsten mit börsengehandelten ETF in die Länder ihrer Wahl investieren. In unserer Tabelle rechts führen wir ETF und Indexfonds auf, welche den jeweiligen MSCI-Index am besten abbilden. Die Fonds von State Street global Advisors (SSgA) sind Indexfonds und werden nicht immer an der Börse gehandelt. Eine Ausnahme ist etwa der SSgA Germany Index Equity. Anleger können die SSgA-Fonds ähnlich wie aktiv gemanagte Fonds außerbörslich mit Ausgabeaufschlag kaufen. Für den deutschen Markt haben wir zusätzlich zwei ETF auf den Dax aufgeführt. Sie sind günstiger als der Fonds von SSgA, werden fortlaufend gehandelt, und obendrein entwickelt sich der Dax ähnlich wie der MSCI. Wer trotzdem einen ETF auf den MSCI-Index sucht, kann den Amundi MSCI Germany nehmen, den wir beispielhaft für unsere Pantoffel-Portfolios genannt hatten (siehe Finanztest 4/2013, S. 22). Übrigens: Die Fondswährung spielt für den Anlageerfolg und das Risiko keine Rolle. Anleger, die in US-Aktien investieren, haben immer ein Dollar-Euro-Währungsrisiko – gleich, ob der Fonds in US-Dollar notiert oder in Euro. Das gilt auch für andere Märkte: Wer australische Aktien kauft, kauft sich das Wechselkursrisiko des australischen Dollar ein – auch wenn er sich etwa für den Fonds iShares MSCI Australia entscheidet, j der in US-Dollar abgerechnet wird. Finanztest 6/2013
  26. 26. Aktienmärkte im Langfristcheck Lokale Börsenindizes Dax, Dow Co. Für die untersuchten Märkte gibt es lokale Leitindizes, wie etwa den Dax für Deutschland oder den Dow Jones für die USA. Anleger können ETF beispielsweise auf folgende Indizes finden: ASX 200 (Australien), Bovespa (Brasilien), Hang Seng China Enterprise (China), CAC 40 (Frankreich), FTSE 100 (Großbritannien), Nikkei 225 (Japan), SP TSX 60 (Kanada), SMI (Schweiz). Interessant für die USA wären zudem der Dow Jones Industrial Average oder der SP 500. Die Indexfonds und ETF auf MSCI-Indizes mit der besten Wertentwicklung Fonds FOTOS: ISTOCK j = Ja. e = Eingeschränkt. N = Nein. t = Thesaurierender Fonds. Alle anderen sind ausschüttende oder teilthesaurierende Fonds. 1) In Irland aufgelegter Fonds. 2) Beim Verkauf ausländischer thesaurierender Fonds können steuerliche Nachteile entstehen, weitere Informationen finden Sie unter www.test.de/auslandfonds. 3) Die Nachbildung des Indexes erfolgt nur mit einem Teil 6/2013 Finanztest t DE 000 A1C 2Y7 8 t FR 000 001 811 1 t LU 029 210 934 4 DE 000 A0H G2M 1 t LU 047 628 954 0 t FR 000 001 809 5 DE 000 ETF L32 6 t LU 051 469 569 0 t FR 000 001 807 9 t FR 000 001 802 0 t FR 001 071 372 7 t LU 051 469 518 7 LU 020 860 685 4 t LU 039 249 545 2 t LU 029 210 004 6 DE 000 A0H G2L 3 t FR 001 036 169 1 t LU 047 628 946 6 t LU 039 249 553 6 LU 032 225 250 2 t DE 000 A1C 2Y9 4 t FR 001 065 575 3 t FR 000 001 829 3 t LU 039 249 561 9 t FR 001 065 576 1 t IE 00B 539 F03 0 t LU 039 249 570 0 t IE 00B 52S FT0 6 t LU 027 421 067 2 DE 000 A1C 22K 7 FR 001 029 606 1 Art der Indexnachbildung Wertentwicklung seit FondsKontakt Ende 2007 währung Phy- Synthesisch tisch iShares MSCI Australia1)2) SSgA Australia Index Equity P2) db x-trackers MSCI Brazil ETF 1C2) iShares MSCI Brazil1) db x-trackers MSCI Canada ETF 1C2) SSgA Canada Index Equity P2) ETFlab MSCI China db x-trackers MSCI China ETF 1C2) SSgA France Index Equity P2) SSgA Germany Index Equity P2)7) Amundi ETF MSCI India2) db x-trackers MSCI India ETF 1C2) Pictet Japan Index-P dy JPY ComStage ETF MSCI Japan2) db x-trackers MSCI Korea ETF2) iShares MSCI Korea1) Lyxor ETF MSCI Korea A2) db x-trackers MSCI Mexico ETF 1C2) ComStage ETF MSCI Russia 30 % Capped2)5) db x-trackers MSCI Russia Capped ETF 1D6) iShares MSCI South Africa1)2) Amundi ETF MSCI Switzerland2) SSgA Switzerland Index Equity P CHF2) ComStage ETF MSCI Taiwan2) Amundi ETF MSCI UK2) CS ETF (IE) on MSCI UK B2) ComStage ETF MSCI USA2) CS ETF (IE) on MSCI USA B2) db x-trackers MSCI USA ETF 1C2) HSBC MSCI USA ETF1) Lyxor ETF MSCI USA Isin Prozent p. a. Differenz zum Index j N e3) N N j j N N j e3) N j N N j e3) N e3) N N j N j e3) N N j N j j N N j N j N j N j j N N j e3) N N j N j j N N j j N N j j N N j 5,54) 5,5 −1,9 −1,9 1,94) 1,8 −2,44) −2,54) −2,6 −1,5 −5,84) −5,84) 0,2 0,14) 1,8 1,8 1,8 8,04) −8,34) −8,4 5,64) 6,34) 6,2 3,44) 0,84) 0,74) 5,64) 5,64) 5,6 5,64) 5,6 −0,8 −0,8 −1,0 −1,0 −1,0 −1,1 −0,8 −0,9 0,0 −0,3 −0,8 −0,8 −0,4 −0,5 −1,1 −1,1 −1,1 −0,9 −0,5 −0,6 −0,9 −1,1 −1,2 −1,4 −0,3 −0,4 −0,7 −0,7 −0,7 −0,7 −0,7 der im Index enthaltenen Aktien. 4) Die Wertentwicklung des Fonds wurde aus der Differenz der historischen Wertentwicklung des Fonds und der des nachgebildeten Indexes hochgerechnet. 5) Beim MSCI Russia 30 % Capped Index ist die Gewichtung einzelner Unternehmen im Gegensatz zum MSCI Russia auf 30 Prozent begrenzt. 6) Beim MSCI Russia Capped Index ist die Gewichtung USD AUD USD USD USD CAD HKD USD EUR EUR EUR USD JPY USD USD USD EUR USD USD USD USD EUR CHF USD EUR GBP USD USD USD USD EUR de.ishares.com www.ssga.com www.etf.db.com de.ishares.com www.etf.db.com www.ssga.com www.etflab.de www.etf.db.com www.ssga.com www.ssga.com www.amundietf.com www.etf.db.com www.pictetfunds.com www.comstage.de www.etf.db.com de.ishares.com www.lyxoretf.de www.etf.db.com www.comstage.de www.etf.db.com de.ishares.com www.amundietf.com www.ssga.com www.comstage.de www.amundietf.com csetf.com www.comstage.de csetf.com www.etf.db.com www.etf.hsbc.com www.lyxoretf.de einzelner Unternehmen im Gegensatz zum MSCI Russia auf 25 Prozent begrenzt. 7) Eine kostengünstige Alternative stellen die von ETFlab angebotenen Fonds ETFlab Dax mit der Isin DE 000 ETF L01 1 und ETFlab Dax (ausschüttend) mit der Isin DE 000 ETF L06 0 dar, die den Dax 30 nachbilden. Quelle: Fondsanalyse siehe S. 87 Stand: 31. März 2013 Geldanlage und Altersvorsorge 25
  27. 27. Weniger Kosten, mehr Rendite Depotkosten. Durch den Wechsel zu einem billigeren Depotanbieter sparen Anleger oft hunderte Euro pro Jahr. Am günstigsten ist Flatex. Internetmuffel sind bei der Postbank gut aufgehoben. ehr als 800 Euro Gebühren im Jahr liegen zwischen der teuersten Filialbank und der billigsten Onlinelösung für unser Musterdepot mit 30 200 Euro. Bezogen auf den Depotwert entspricht das einem Renditeunterschied von fast 3 Prozent. Das ist etwa das Doppelte der Rendite, die Anleger zurzeit mit den besten, sicheren Zinsanlagen erzielen können. Gesparte Kosten sind ein sicherer Weg, die Rendite zu steigern. Finanztest hat die Konditionen von 42 Filial- und Direktbanken anhand von zwei Modellfällen untersucht. Dazu kommen mit Flatex und Vitrade zwei sogenannte Onlinebroker, die mit der biw Bank zusammenarbeiten. Entscheidend waren die Jahreskosten fürs Depot und die Gebühren für Käufe und Verkäufe von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen, Zertifikate und Fonds. Die meisten Anleger können viel Geld sparen, wenn sie zu einem preiswerten Anbieter wechseln. Sie müssen es nur wagen. Einfache Lösung für Kunden Für Filialbankkunden gibt es oft noch eine einfachere Möglichkeit, die Orderkosten deutlich zu senken. Bei jedem Auftrag können sie zwischen Service und Selbstbedienung wählen. Wenn sie sich in ihrer Filiale beraten lassen, zahlen sie für die an- schließende Wertpapierorder einen höheren Preis als für eine Transaktion, die sie selbst am heimischen Computer ausführen. Ersparnis bei Postbank und Targobank Die Eigeninitiative bringt spektakuläre Ersparnisse: Ein Kunde der Postbank mit unserem mittelgroßen Modelldepot kann mehr als 200 Euro, ein Kunde der Targobank sogar rund 450 Euro pro Jahr sparen, wenn er alle sechs Kauf- und Verkaufsaufträge selbst ausführt. Noch billiger kommen Anleger davon, die im Bankenverbund zum lupenreinen Onlineangebot wechseln. Für Sparkassenkunden liegt der Sparkassenbroker nahe, für Deutsche-Bank-Kunden das Portal Maxblue. Eine Beratung in der Filiale ist nach dem Wechsel aber nicht mehr möglich. Die meisten Anleger in Deutschland zahlen unnötig viel für Lage- Unser Rat Inventur. Wie viel bezahlen Sie für die Verwahrung Ihrer Wertpapiere, was kosten Käufe und Verkäufe? Schauen Sie in Ihre Abrechnungen oder fragen Sie nach. Sie können über bessere Konditionen verhandeln – oder das Depot wechseln (Checkliste S. 29). Verwahrung. Wenn Sie kaum Wertpapiere handeln, entscheiden die Depotgebühren. Viele Banken bieten kostenlose Depots (siehe S. 32). Das bringt bis zu 200 Euro Ersparnis pro Jahr. 26 Geldanlage und Altersvorsorge Handel. Kaufen und verkaufen Sie regelmäßig Wertpapiere? Dann sollten Sie sich einen günstigen Onlineanbieter suchen. Am billigsten und sehr transparent ist Flatex mit einer 5-EuroPauschale für jede Order. Filiale. Die günstigste Lösung für Filialbankkunden bietet die Postbank. Bei fast allen Filialbanken können Sie viel sparen, wenn Sie Ihre Orders selbst übers Internet ausführen, statt einen Mitarbeiter zu beauftragen. Finanztest 6/2013 FOTO: J. THORNTON / CORBIS M rung und Handel von Wertpapieren. Nur etwa ein Zehntel des Wertpapiervermögens deutscher Privatanleger ist bei Direktbanken deponiert, der Rest bei Filialbanken. Filialbanken sind aber die teuerste Adresse. Das betrifft die Verwahrung, vor allem aber den Kauf und Verkauf von Aktien, Fonds und Anleihen, wenn die Kunden nicht die Onlineangebote der Bank nutzen. Bei einer Direktbank verzichten Anleger komplett auf den persönlichen Kontakt zu einem Berater und führen alle Kauf- oder Verkaufsaufträge über Computer oder Telefon selbst aus. Das geht einfacher als viele glauben, setzt allerdings voraus, dass der Anleger keine zusätzlichen Informationen zu seinem Investment benötigt. Es kann gute Gründe geben, selbst einem teuren Depotanbieter die Treue zu halten. Wenn sich der Kunde dort gut aufgehoben fühlt und Wert auf regelmäßige Beratung legt, sollte er den Preis für diesen Service auch zahlen.
  28. 28. Depotkosten Vielen Anlegern sind die unaufgeforderten Investmenttipps des Bankberaters ihrer Hausbank aber sogar lästig. Sie wissen ohnehin genau, welche Aktien, Fonds oder Anleihen sie kaufen wollen. Warum sollten sie dann nicht zum für sie günstigsten Anbieter wechseln? Manche zögern aus Bequemlichkeit, andere haben Sicherheitsbedenken. Dabei ist ein Wertpapierdepot bei einer Direktbank ebenso gut geschützt wie bei einer Filialbank. Von einer Bankenpleite ist es in keinem Fall betroffen. Bleibt der mögliche Widerwille gegen die Abwicklung von Bankgeschäften übers In- ternet. Sie ist nicht jedermanns Sache. Auch müssen Anleger peinlich darauf achten, dass ihre Bankdaten wie Geheimzahlen und die Nummernlisten für einzelne Transaktionen nicht in falsche Hände geraten. Bei vielen Direktbanken können Anleger die Wertpapierorder auch telefonisch über einen Sprachcomputer eingeben. Das kostet dann ebenso wenig wie die Onlineorder, ist aber umständlicher. Wollen sie mit einem Bankmitarbeiter sprechen, schrumpft der Spareffekt. Dann ist die Order teurer als ein Onlineauftrag (siehe S. 28). Filialbanken bringt schon dann eine deutliche Ersparnis, wenn der Anleger sein Depot nur in Ausnahmefällen anrührt, also kaum einmal ein Wertpapier kauft oder verkauft. Die bloße Verwaltung kostet für unser großes Musterdepot mit einem Wert von 101 500 Euro üblicherweise zwischen 150 und 200 Euro pro Jahr. Die SpardaBank Berlin nimmt sogar 305 Euro. Bei den meisten Direktbanken und einigen Filialbanken kostet die Aufbewahrung gar nichts (siehe Tabellen auf S. 31 und 32). Manche Anbieter knüpfen die kostenlose Verwahrung allerdings an Bedingungen. Bei der Postbank ist dazu zum Beispiel ein Depotvolumen von 50 000 Euro nötig. Bei Comdirect und Sparkassenbroker reicht bereits ein Fondssparplan für ein kostenloses Depot, bei 1822direkt ist sogar nur ein Depotbestand am Quartalsende nötig. Kostenlose Depotführung ist möglich Die Gesamtkosten für ein Wertpapierdepot setzen sich aus den Gebühren für die Aufbewahrung und den Orderkosten zusammen. Die Verlagerung des Depots zu einer Direktbank oder einer der wenigen preiswerten Teure Umschichtungen Die größten Sparmöglichkeiten bieten sich aktiven Anlegern. Wer seine Wertpapiere gern einmal umschichtet, ist bei der Bankfiliale um die Ecke selten gut aufgehoben. Wie viel sich durch den Wechsel zu einem billigeren Anbieter sparen lässt, hängt maßgeblich von der Anzahl der Käufe und Verkäufe ab. Statistisch gesehen sind für Filialbankkunden jährlich höchstens vier bis fünf Wertpapierorders üblich. Die aktivere Klientel von Direktbanken kommt ungefähr auf die doppelte Anzahl. 6/2013 Finanztest Geldanlage und Altersvorsorge 0 27
  29. 29. Günstige Depots – die Top-Angebote für unterschiedliche Orderwege Bei der Auswahl ihres Depots sollten Anleger auf die Kosten für die Depotführung und auf die Transaktionsgebühren achten. Wir haben anhand von zwei Musterdepots die Gesamtkosten für Filial-, Internet- und Telefonorders verglichen. Großes Depot (101 500 Euro), 6 Orders pro Jahr (Ordergrößen 5 100 und 10 100 Euro) Mittelgroßes Depot (30 200 Euro), 18 Orders pro Jahr (Ordergrößen 2 500 Euro und 5 100 Euro) Top 10 Jährlicher Gesamtpreis für den Orderweg Filiale in Euro (Adressen S. 95) Postbank/Depot Easytrade 178 Postbank/Depot Easytrade Targobank/Depot 241 Degussa Bank/Beratungsdepot BBBank/Depot 248 BW Bank/Depot WP-komplett E 509 PSD Bank Rhein-Ruhr/Börse Direkt E 528 PSD Bank Rhein-Ruhr/Börse Direkt E 251 452 Degussa Bank/Beratungsdepot 320 Berliner Sparkasse/Depot Classic Santander Bank/StarDepot 323 Hamburger Sparkasse/Depot BW Bank/Depot WP-komplett E 380 Deutsche Apotheker- und Ärztebank/Depot Kölner Bank/Depot E 444 Kölner Bank/Depot Frankfurter Volksbank/Depot E 479 Commerzbank/Depot 489 549 E 549 579 E 583 586 Deutsche Bank/db PrivatDepot Comfort 496 Frankfurter Volksbank/Depot Teuerster Anbieter 660 Teuerster Anbieter E 608 970 Top 10 Jährlicher Gesamtpreis für den Orderweg Internet in Euro (Adressen S. 95) Flatex/Depot mit Cashkonto über biw Bank 30 Flatex/Depot mit Cashkonto über biw Bank Vitrade/Depot (Webtrading) über biw Bank 70 Deutsche Bank Maxblue/Maxblue-Depot 162 90 DKB/DKB-Broker 90 Targobank/Depot 176 Postbank/Depot Easytrade 100 Vitrade/Depot (Webtrading) über biw Bank 179 Deutsche Bank Maxblue/Maxblue-Depot 102 DKB/DKB-Broker 180 Ethikbank/DepotOnline1) 102 ING Diba/Direkt-Depot 190 ING Diba/Direkt-Depot 102 Wüstenrot Bank/Top Depot direct 190 Targobank/Depot 102 Ethikbank/DepotOnline1) 191 Wüstenrot Bank/Top Depot direct 102 NIBC Direct/Einfach.Invest.Depot 195 NIBC Direct/Einfach.Invest.Depot 105 Postbank/Depot Easytrade 218 Teuerster Anbieter 527 Teuerster Anbieter 688 Top 10 Jährlicher Gesamtpreis für den Orderweg Telefon in Euro (Adressen S. 95) Flatex/Depot mit Cashkonto Flatex/Depot mit Cashkonto 270 Postbank/Depot Easytrade 118 90 Postbank/Depot Easytrade 272 ING Diba/Direkt-Depot 130 BBBank/Depot 301 BBBank/Depot 136 Augsburger Aktienbank/1. Augsb. Service Konto 311 Vitrade/Depot 160 Netbank/Wertpapierdepot 337 Deutsche Bank Maxblue/Maxblue-Depot 161 Deutsche Bank Maxblue/Maxblue-Depot 340 Wüstenrot Bank/Top Depot direct 161 ING Diba/Direkt-Depot 358 Augsburger Aktienbank/1. Augsb. Service Konto 162 Wüstenrot Bank/Top Depot direct 368 Netbank/Wertpapierdepot 162 1822 direkt/1822direkt-Aktiv-Depot 372 1822direkt/1822direkt-Aktiv-Depot 179 Volkswagen Bank Direct/BörseDirect 394 Teuerster Anbieter 658 Teuerster Anbieter 970 E = Regionales Angebot. Preisangaben wurden kaufmännisch gerundet. 1) Dieselben Konditionen bietet die Volksbank Eisenberg Direkt mit dem DepotOnline. Stand: 2. April 2013 Wir haben uns mit unseren Musterdepots an diesen Zahlen orientiert und zwei Varianten durchgerechnet. Die erste geht von einem Anleger aus, der sein Depot mit rund 100 000 Euro weitgehend laufen lässt und nur im Notfall etwas an seinen Positionen verändert. Depotvariante zwei unterstellt einen jüngeren, aktiveren Anleger mit einem deutlich kleineren Vermögen von 30 200 Euro. Regelmäßiges Umschichten seiner Geldanlagen ist für ihn normal. Der aktive Anleger kommt bei preisgünstigen Direktbanken mit 150 bis 200 Euro pro Jahr davon, dagegen zahlt er selbst bei 28 Geldanlage und Altersvorsorge den attraktivsten Filialbanken das Doppelte bis Dreifache. Der teuerste Anbieter im Test, die Münchner Bank, verlangt für diese Depotvariante fast 1 000 Euro. Flatex für aktive Anleger ideal Erste Wahl für alle, die regelmäßig Wertpapiere handeln, ist Flatex. Mit einer Ordergebühr von 5 Euro ist der Onlinebroker der mit Abstand günstigste Anbieter im Test. Der Preis ist für alle Ordergrößen gleich und bei sehr großen Beträgen äußerst günstig. Flatex ist sogar eine gute Adresse für sogenannte Heavy Trader: Wer mehrere hundert Transaktionen pro Jahr macht, zahlt sich bei herkömmlichen Banken dumm und dämlich, bei Flatex nicht. Auch Onvista und Vitrade wenden sich vor allem an sehr aktive Anleger. Vitrade bietet dazu verschiedene Plattformen mit unterschiedlichen Konditionen. Die HTXPlattform ist nur etwas für Leute, die den Börsenhandel zum Haupt- oder Nebenberuf gemacht haben. Das von uns untersuchte „Webtrading“ eignet sich dagegen auch für Normalanleger, die häufiger kaufen und verkaufen als der Durchschnitt. Das Internetangebot von Onvista ist Börseninteressierten schon lange ein Begriff, die Onvista Bank gibt es erst seit ein paar Finanztest 6/2013

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