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RLB-Vorstandsdirektor
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Wenn Kinder an ihrer Zukunft bauen
Im Herbst zeigten 7.000
Ki...
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Knapp AG lädt zu
CSR-Sommerbrunch
Zum Austausch mit den Tri-
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Erfolgreiche Jung-Rauchfangkehrer
In der Berufsschule Murau gin...
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  1. 1. Foto:AleksandarTodorovic-Fotolia Ab in den UrlaubWohin es die Steirer im heu- rigen Sommer zieht und wie der Urlaub zum erholsamen Gewinn wird. Seiten 4–5 KTM-Pierer rechnet mit der Politik ab. Seiten 8–9 Wie Turkish Airlines in großem Stil abhebt. Seiten 22–23 Großer Ärger Großes Wachstum Druck. Lackierung. Folierung. Schriften. Aufkleber. Lichtwerbung. Transparente.Fahnen. Plakate. Textildruck. Fahrzeugbeschriftung. www.kogler.at WIR DRUCKEN ALLES! P.b.b.02Z032267MWirtschaftskammerSteiermark,Körblergasse111-113,A-8010GrazRetourenan„Postfach555,1008Wien“ Die Zeitung der Wirtschaftskammer Steiermark · 14. Jahrgang Nr. 24 · 3. Juli 2015
  2. 2. 2 · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Magazin Schon gewusst ? Arbeitsmarktdebatte: Snobe, Schachner, Pesserl, Buchmann, Bittmann und Pildner-Steinburg Foto:Fischer Wirtschaftsgipfel zeigt Job-Perspektiven auf Exakt 38.176 Menschen waren im Juni in der Steiermark arbeitslos: Dieser neuerliche Rekord (plus 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)undeineaktuelleArbeitslosenquote von 7,2 Prozent waren am Mittwoch Anlass für einen hochkarätig besetzten Wirtschafts- gipfel,beidemBilanzüberdasersteHalbjahr gezogen wurde. Das Podium mit Vertretern von Sozialpartnern, Wirtschaft und Industrie diskutierte Auswege aus dem Jobmarkt- Dilemma. Neben WKO-Steiermark-Vizeprä- sident Benedikt Bittmann skizzierten auch Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, AK-Präsident Josef Pesserl, IV-Präsident Jochen Pildner-Steinburg sowie ÖGB-Lan- desvorsitzender Horst Schachner und AMS- Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe Perspektiven für die nächsten Monate. ■ In eigener Sache Von Chefredakteur Mario Lugger Haben Sie gestern im Internet gesurft? Fast 70 Prozent der österreichischen Be- völkerung ab 14 Jahren beantwortet diese Frage in der aktuellen Mediaanalyse mit „Ja“. Zum Vergleich: Vor 15 Jahren lag dieser Wert noch bei zarten 7,5 Prozent. Damit hat sich die Onlinenutzung in nur eineinhalb Dekaden fast verzehnfacht. Aber man braucht kein großer Statisti- ker zu sein, um die massiven Umbrüche festzuhalten. Dafür genügt schon eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmit- teln, wo die Menschen mittlerweile quer durch alle Altersschichten gebannt auf ihr Smartphone starren. Nachrichten werden heutzutage in Echtzeit konsumiert. Für die klassische Printlandschaft bedeutet das die wohl massivsten Umwälzungen seit der Erfindung der Druckerpressen. Frei nach dem Motto „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ heißt es, sich diesen neuen Gegebenheiten anzupassen, was gleichzeitig aber auch eine enorme Chance ist. Eine Chance, Dinge für seine Kunden neu zu gestalten. Ihre „Steirische Wirtschaft“ tut das. Mit einer neuen Digitallösung, die sämtliche Vorteile des klassischen Prints mit den neuen Möglichkeiten des Webs kombi- niert (S. 20/21). Eine digital ausklappbare Zeitung sozusagen, in der Videos, Bilder- galerien, Studien, nützliche Links und vieles mehr enthalten sind. Aber überzeu- gen Sie sich doch selbst: Werden auch Sie „APPonnent“ der „Steirischen Wirtschaft! Editorial Mit 316,9 Milliarden Euro steht die griechische Regierung schon in der Kreide. Jede Sekunde wer- den es 6,15 Euro mehr. Themen der Woche ‣ 4–14 Weckruf: WKO-Präsident Herk und IV- Präsident Pildner-Steinburg fordern Maß- nahmen für Wettbewerbsfähigkeit. ‣ 6–7 Stadtflucht: Die Traditionsbäckerei Sorger in Eggenberg sucht jetzt einen neuen Stand- ort im Grazer Umland. ‣ 12–13 Service ‣ 15–17 Barrierefreiheit: Die Bau-Innung greift nun Unternehmern finanziell unter die Arme, die umbauen müssen. ‣ 15 Branchen ‣ 24–31 Banken: RLB-Vorstandsdirektor Rainer Stelzer im Interview über den Wert von Bar- geld und neue Mobil-Lösungen. ‣ 24 Gewerbe: Kunststoffverarbeiter Christian Fuchs setzt mit seiner Skulptur „Tosca“ ge- konnt in Szene. ‣ 27 Unternehmer ‣ 36–39 Innovativ: Robert Veit hat eine neue Lö- sung für industrielle CO2-Schneestrahlge- räte entwickelt. ‣ 36–37 Menschen40 „Grüner Teller“: Hohe Auszeichnung für die Tourismusschulen Bad Gleichenberg für nachhaltiges Speiseangebot. ‣ 40 Impressum ‣ 12 Inhalt
  3. 3. · Magazin · 3 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Die Woche in 64 Zeilen ‣‣Gerd Bacher, Journalistenle- gende und langjähriger ORF- Generalintendant, ist weni- ge Monate vor seinem 90. Geburtstag verstorben. Der gebürtige Salzburger baute ab 1967 das Informationsangebot deutlich aus, schuf Formate wie Ö3 und installierte die Landes- studios. ‣‣Griechenland kommt nicht aus den Schlagzeilen: Regie- rungschef Alexis Tsipras setzt jetzt auf neue Verhandlungen, damit könnte das geplante Re- ferendum wackeln. ‣‣Gesang undBühnenshowweiß Popschlager-Superstar Helene Fischer zu vereinen wie kaum ein anderer. Beweis dafür sind 90.000 Fans, die an zwei Aben- den im Ernst-Happel-Stadion „atemlos“ ihrem Idol lauschten. ‣‣Gerne gesehen ist Fernseh- Doktor McDreamy aus der US- Serie „Grey’s Anatomy“ bei der 23. Auflage der Ennstal Classic. Von 15. bis 18. Juli wird der Schauspieler Patrick Dempsey mit einem Porsche 550 Spyder durch die obersteirische Berg- welt fahren. ‣‣Großartige sportliche Leis- tungen zeigten die Teilnehmer beim Ironman in Klagen- furt. Der Belgier Marino Van- hoenacker siegte bereits zum siebenten Mal, bei den Frauen feierte die Kärntnerin Eva Wutti einen Heimsieg. ‣‣Grauenhafter Terroranschlag in Tunesien: Im Badeort Sousse richtete ein Mann am Strand ein Blutbad an. 38 Todesopfer sind zu beklagen, 39 Menschen wurden verletzt. Nach der Tat wurde der Attentäter von der Polizei erschossen. ‣‣Geschichte schreibt die Tän- zerin Misty Copeland: Die Af- roamerikanerin wurde als erste Ballerina mit dunkler Hautfar- be zur Solotänzerin im Ameri- can Ballet Theatre ernannt. ‣‣Graz trägt Trauer: Beim Ge- denkmarsch durch die Innen- stadt gedachten Tausende der Opfer der Amokfahrt vom 20. Juni, bei der drei Menschen getötet und 36 teils schwer verletzt wurden. Es war der Abschluss der offiziellen Trau- erwoche, jetzt signalisiert die Stadt: Graz trägt Hoffnung. Fotos:Syriza;Steiermark.at/Scheriau;F.C.G.-Fotolia;Wikipedia/FredKuhles Preis für die besten Einreichungen zum Staatspreis Marketing 2015 Für innovatives strategisches Mar- keting prämierte der Marketing Club Graz mit der WKO und der Kleinen Zeitung bereits zum drit- ten Mal die besten steirischen Ein- reichungen zum Staatspreis Mar- keting.Überden„MarketingAward Steiermark“ freuen sich Trachten- mode Hiebaum, Andritz Pulp Paper, die Kleine Zeitung Akade- mie, Creative Austria, die Zellstoff PölsAG,dieompuraGmbH,Estyria NaturprodukteGmbHundSchullin Söhne GmbH Co KG. ■ Die grüne Mark ist beim Tanken das günstigste Bundesland Österreichs Gute Nachrichten rechtzeitig vor dem Start der Urlaubssaison: Laut der AK-Spritpreiserhebung ist die Steiermark beim Tanken das günstigste Bundesland. Bei derbundesweitenErhebungwur- den knapp 240 steirische Tank- stellen geprüft. Demnach ist das Tanken von Eurosuper im Mur- tal, in Graz-Umgebung und Graz im Schnitt deutlich günstiger als in Liezen und Deutschlandsberg. Zwischen billigster und teuers- ter Tankstelle in der Steiermark liegen bei Eurosuper 17 und bei Diesel 28 Prozent. ■ Gerhard Valeskini (Kleine Zeitung), Josef Schiffer (Trachtenmode Hiebaum), Karin Ronijak (Marke- ting-Praxis), Tho- mas Foscht (Jury), Karl-Heinz Der- noscheg (WKO- Direktor) (v.l.) Foto: Wolf Foto:SandorJackal-Fotolia Vor dem Urlaub noch in der Steiermark zu tanken zahlt sich aus. Zahl der Woche 38,5 Prozent der steirischen Unternehmer würden laut aktu- ellem Newsletter-Voting der WKO ihr Auto im Rahmen von Carsharing mit anderen teilen. Jeder Zweite kann sich vorstellen, Carsharing auch persönlich zu nutzen.
  4. 4. Thema Wohin die Reisegeht Fünf goldene Regeln für einen garantiert erholsamen Urlaub Für Führungskräfte ist ein Ab- schalten im Urlaub nicht leicht. Hier fünf Tipps, wie es klappt… ‣‣Vorbereitung:EineVertrauens- person, die in Ihrer Abwesen- heit wichtige Dinge erledigen kann, und festgelegte „Online- Zeiten“ schonen die Nerven. ‣‣(Ver-)Planung: Auch wenn Boots­trip und Paragliding lo- cken: Gehen Sie es langsam an, man darf auch faulenzen. ‣‣Zeit geben: Wer sich zu „so- fortiger Erholung auf Knopf- druck“ zwingt, erntet Stress. ‣‣Offline: Tauschen Sie das iPad gegen ein Buch. Wer auf Papier liest, gerät nicht in Gefahr, ständig online zu gehen (außer Sie wollen zur neuen App der Steirischen Wirtschaft, s. S. 20–21). ‣‣Rückkehr: Schon vor der Reise den Arbeitstag danach planen. Endlich Sommer! Rund 18 Millionen Mal wer- den die Koffer gepackt, wir haben nachgefragt, wo die Österreicher in diesem Jahr relaxen. Foto:Fotolia „Reisen ist Gefühlssache, und im Moment sind die Kunden etwas zurückhal- tend. Trotz der Krise ist Grie- chenland gefragt, ganz stark werden auch Spanien und die Türkei gebucht. Wer kurz- fristig untertauchen möchte, Plätze auf Kreuzfahrtschiffen gibt es in allen Kategorien.“ „Das Geschäft ist im Moment nicht lustig. Der Anschlag in Tunesien hat Kunden stark verunsichert, nach Ägypten fehlt jetzt eine weitere Tra- ditionsdestination. Die Folge sind sehr viele Umbuchun- gen. Profitieren werden die Türkei und Spanien. Auch Griechenland ist noch stabil.“ Statements Angelika Pastner- Pirker Südlandreisen/Graz Foto: Furgler Herbert Orel Orel/Lieboch: 4 · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft
  5. 5. Das Verlangen nach einer sonni- gen Auszeit erhöht sich hierzu- landeproportionalmitden zuneh- mendenTagendesJahresunddem Stand auf der Quecksilbersäule. Kein Wunder also, dass jetzt land- auf, landab ein Thema ganz oben auf der To-do-Liste steht: „Wohin soll die Reise gehen?“ Grund genug für die „Steirische Wirt- schaft“, den aktuellen Reisetrends ein wenig nachzuspüren. Folgt man dem 45-Jahre-Trend der Statistik Austria (s. Box), dann werden von den erwarteten rund 18 Millionen Urlaubsreisen die meisten in den nahen Süden führen. Und das mit einer durch- schnittlichen Verweildauer von fünf bis sieben Tagen. Ganz oben auf der Beliebtheitsliste grüßt „Bella Italia“. Im Vorjahr zog es jeden fünften Auslandsurlauber aus Österreich ins Land von Ge- lati und Pizza, dicht gefolgt von Kroatien, das immer mehr Men- schen mit Trüffel und perfekten Segelrouten lockt (13,8 Prozent). EbensohochimKursistnatürlich der Urlaub in der Heimat. Nachgefragt bei den Reiseprofis (s. Statements), zeigt sich – allen Krisen zum Trotz – Griechenland ganz oben am Stockerl des som- merlichen Auslandsdestinations- wettbewerbs. „Wir hatten heuer über 20 Prozent mehr Buchungen gegenüber dem schon sehr hohen Niveau der letzten Jahre“, erzählt Michael Schlögl, Geschäftsführer von Gruber Reisen. Hellas boomt – das bestätigt auch Walter Krahl, Ruefa-Reisen-Vertriebsleiter, mit „zweistelligenWachstumsratenin den letzten beiden Jahren“. Aber wie sieht es in den anderen bri- santen Baderegionen aus? Gerade ÄgyptenoderzuletztTunesienzei- gen, dass Touristen immer wieder in den Fokus von Gewalttätern rü- cken. „Tunesien war nie wirkliches Reiseziel bei den Österreichern“, sagt Krahl. Und: Trüben lasse man sich hierzulande die „seit langem sehr hohe“ Reisefreudigkeit ge- nerell nicht. Man wechsle das Zielland, wie Schlögl erklärt. Und so ist die noch vor wenigen Jahren noch heißersehnte Nilkreuzfahrt längst der Sonne Spaniens ge- wichen. Doch Vorsicht: Wer die iberische Halbinsel erkundet, wird mit großer Sicherheit auch auf das eine oder andere bekannte Gesicht treffen – schließlich zählt das Land zu den sommerlichen Top Drei der rot-weiß-roten Reiseanbieter. Aber egal, wohin der Weg in den kommenden Wochen führt, wichtig ist den Österreichern die Erholung. 20,8 Prozent geben das als Grund ihrer Flucht aus dem Alltag an. Doch das ist mit einem Ohr am Smartphone, dem iPad am Liegestuhl und steter All-inclusi- ve-Bespaßung mitunter gar nicht leicht. Wie man es aber trotzdem schafft, ein wenig auszuspannen? Wir haben fünf Tipps zusammen- getragen… (Story links.) PraV ■ „Die Top-Ziele der Österreicher sind im Sommertourismus ganz klar Griechenland vor Spanien, der Türkei und Kroatien.“ Walter Krahl, Ruefa-Reisen Foto: Wilke „Griechenland ist allen Krisen zum Trotz bei den Urlaubern die Nummer eins. Wir verbuchen ein 20-Prozent-Plus gegenüber 2014.“ Michael Schlögl, Gruber Reisen Foto: Fischer Urlaub in Zahlen 18,34 ‣‣Millionen Urlaubsreisen wur- den 2014 von den Österreichern (ab 15 Jahren) unternommen. 58,9 ‣‣Prozent der Österreicher machten im Vorjahr eine Haupt- urlaubsreise. Vor 45 Jahren war es etwas mehr als ein Viertel. 39 ‣‣Prozent wählten vor 45 Jahren Italien als Haupturlaubsziel. Heute sind es rund 20,8 Prozent. 50,1 ‣‣Prozent der Haupturlaubsreisen dauerten 2014 zwischen fünf und sieben Tagen. 1969 dauerte mehr als die Hälfte der Urlaube ein bis zwei Wochen. Quelle: Statistik Austria · Thema · 5 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft
  6. 6. Steiermark Rückkehr an die Spitze Europas Unternehmerin des Jahres wird gekürt Rasch einreichen heißt es für die „Steirische Unterneh- merin des Jahres 2015“. Der Preis wird von „Frau in der Wirtschaft“ zum ersten Mal vergeben. Die Bewerbungs- frist endet mit 15. Juli. Alle Infos im Internet unter www. unternehmerin.at/stmk. Pleitegeierkreistüber Schwarzem Adler Das Traditionshotel „Schwar- zer Adler“ in Mariazell ist in die Insolvenz geschlittert. Am Landesgericht Leoben wurde ein Sanierungsverfah- ren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Vor allem in der Wintersaison ist der Umsatz eingebrochen, die Überschul- dungbeträgt920.000Euro.14 Arbeitnehmer sind betroffen. 6,4 Milliarden Euro für die Werbung Das Institut Marketmind hat im Auftrag der Post die Werbeausgaben österreichi- scher Firmen unter die Lupe genommen: Demnach gaben österreichische Firmen im Vorjahr 6,4 Milliarden Euro für Werbung aus. Der Löwen- anteil (rund 3,5 Milliarden Euro) floss in klassische Wer- bung in Printprodukten. In Kürze Werbung in Printmedien „Das ist keine kleine Kon- junkturdelle. Wir brauchen ganz neue Strukturen.“ Josef Herk, WKO-Steiermark-Präsident Jochen Pildner-Steinburg, IV-Präsident Foto:HenrySchmitt-Fotolia Von Karin Sattler karin.sattler@wkstmk.at Die jüngsten Wirtschaftsdaten lassen (einmal mehr) die Alarm- glocken schrillen: 381.898 Men- schen waren im Juni in Österreich arbeitslos, das sind um 7,7 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Der Jobmarkt ist aber nur die Spitze des Eisbergs: Das Wachstum stag- niert, während die Kosten in die Höhe schnellen und Investitionen auf die lange Bank geschoben werden. Von der Europa-Spitze ist das Land, das vor nicht allzu langer Zeit als das „bessere Deutschland“ galt, weit zurückgefallen. „Die über Jahre aufge- bauten strukturellen Schwächen haben ein bedrohliches Ausmaß angenommen“, warnen WKO- Steiermark-Präsident Josef Herk und IV-Präsident Jochen Pildner- Steinburgundstarteneinenregel- rechten Weckruf: „Wer glaubt, das ist eine kleine Konjunkturdelle, der irrt. Wir sind mitten in einer turbulenten Zeit, die neue Struk- turen und Systeme braucht.“ Die Warnsignale könnten deut- licher nicht sein, verweisen Herk und Pildner-Steinburg auf das „Sorgenkind“ Wachstum: Sowohl die EU-Frühjahrsprognose als auch die jüngste Studie der Öster- reichischen Nationalbank zeigen eine besorgniserregende Wachs- tumsschwäche Österreichs. Mit erwarteten 0,8 Prozent für 2015 findet sich die Alpenrepublik mit Griechenland, Zypern und Italien in der Schlussgruppe Europas. „Das ist beschämend“, findet Pildner-Steinburg scharfe Worte: „Österreich kann nicht einmal mehr im Windschatten der deutschen Konjunkturlokomotive fahren, geschweige denn Schritt halten oder die Nase vorn haben.“ Das belegt auch das renom- mierte IMD in Lausanne. In der jüngstenAusgabedes„WorldCom- petitivenessYearbook“hatmandie Alpenrepublik auf Platz 26 zurück- gereiht, 2007 lag man noch auf Platz elf. Negatives Highlight: In der Fiskalpolitik belegt man Rang 59 von 61 untersuchten Staaten. Nach oben zeigen lediglich die Pfeile bei den Lohnstückkosten: Diese steigen überdurchschnitt- lich, während die Produktivität sinkt. „Unterm Strich geht damit Technolo- giefortschritt verloren, österreichische Betriebe werden aus dem Markt gedrängt“, zeichnet Herk ein dramatisches Bild. Ein Bild, das sich auch in puncto Ausrüstungs- investitionen widerspie- gelt: Zuletzt wurde hier ein Rückgang von 4,3 Prozent quer durchs Land verzeichnet. Wenig verwunderlich also, dass Österreich in allen Standortran- kings weit zurückgefallen ist. Um rasch wieder Plätze gutzumachen und den Wohlstand im Land zu sichern, plädieren Herk und Pildner-Steinburgfürumfassende Maßnahmen (Details siehe Bei- trag rechts). ■ Keine guten Vorzeichen für die heimischen Betriebe: Während Arbeitslosigkeit und Kosten steigen, gehen Wachstum und Investitionen zurück. Die steirische Wirtschaft appelliert an Politik und Sozialpartner für einen regionalen und nationalen Schulterschluss, um wieder zu den Top-Ländern Europas zu zählen. 6 · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft
  7. 7. EntgeltlicheEinschaltung www.vw-nutzfahrzeuge.at * Unverb., nicht kart. Richtpreis exkl. MwSt. ** Unverb., nicht kart. Richtpreis inkl. MwSt. 1) Bei Kauf eines Volkswagen Nutzfahrzeuges erhalten Sie bis zu EUR 1.750,– Un- ternehmerbonus. Erhältlich für Unternehmer mit gültiger UID-Nummer bei Kauf und Anmeldung bis 31.12.2015 bzw. solange der Vorrat reicht. 2) Bonus bei Porsche Bank Finanzierung, Mindestlaufzeit 36 Monate, Mindest-Nettokredit 50 % vom Kaufpreis. Gültig für Unternehmerkunden bis 30.9.2015 (Datum Kaufvertrag und Finanzierungs- antrag). Nicht gültig für Sonderkalkulationen für Flottenkunden. Boni sind inkl. MwSt. und NoVA und werden vom unverb. empf. Listenpreis abgezogen. Nähere Infos bei teilnehmenden VW Betrieben. Symbolfoto. Verbrauch: 4,0 – 8,6 l/100 km, CO2-Emission: 106 – 226 g/km (vorläufige Werte). Die Entry-Modelle von Volkswagen bereits ab EUR 11.830,–* bzw. ab EUR 14.196,–** . € 1.000,–2) bei Finanzierung über die Porsche Bank € 1.750,–1) Unternehmerbonus Jetzt mit bis zu Entry_Range_Kammerrunde_07-2015_200x128.indd 1 18.06.15 08:21 Lohnstückkosten – Österreich geht in Führung (in %) 2016 2009 2007 Jahr 2002 = 100% 123,9 126,5 119,2116,7 113,0 106,2107,7 104,1 97,6 ■ Euro-Zone ■ Österreich ■ Deutschland wko.tv Mehr zum Thema auf Forderungspaket: Wie die Steiermark wieder fit wird für den Wettbewerb ‣‣Offener Dialog in der Sozi- alpartnerschaft: Die großen Herausforderungen in puncto Wettbewerbsfähigkeit müssen gemeinsam gelöst werden, z.B. Arbeits- und Lohnnebenkosten sowie die Arbeitszeitflexibili- sierung. ‣‣Ein neues Vertrauensklima schaffen, indem man eine Zielvision für den Standort etabliert. Hier sind Sozialpart- ner und die Politik gefordert. „Unternehmer darf man nicht unter Generalverdacht stellen“, so Herk. Stattdessen sollen Firmenchefs und Arbeitnehmer partnerschaftlich agieren. ‣‣Mehr Stabilität bei Entschei- dungen und Rahmenbedingun- gen, damit Investoren dem Land nicht den Rücken kehren. ‣‣Bürokratischen Aufwand dras- tisch reduzieren: Die Bürokra- tie-Flut ist mittlerweile ein Grund, sich gegen den Standort zu entscheiden. Hier müssen sich die Sozialpartner zu einem Reformprojekt bekennen. ‣‣Mehr Leistungsanreize: „Das System der Mindestsicherung in der aktuellen Form gehört überdacht“, plädieren Herk und Pildner-Steinburg für eine offe- ne, sachliche Diskussion über Zumutbarkeiten in der Jobver- mittlung und über Sozialtrans- fers.■ Ziehen in puncto Standortpolitik an einem Strang: IV- Präsident Jochen Pildner-Steinburg und WKO-Steier- mark-Präsident Josef Herk (v.l.). · Steiermark · 7 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft
  8. 8. „Politik macht Warum KTM-Boss Stefan Pierer der heimischen Politik die „Verschrottung“ unserer Kompetenzen vorwirft, er Apple „zügig“ mit einem E-Auto am Markt erwartet und der Verbrennungsmotor bald unter Druck kommen wird. Herr Pierer, die Steiermark ist ein Automotive-Land. Kann man davon ausgehen, dass das auch im anbrechen- den Elektrozeitalter so bleibt? Stefan Pierer: Der Standort hat alle Voraussetzungen: Tradition, Know-how, tüchtige und fleißige Mitarbeiter. Leider haben wir aber das Gegenteil davon in der Politik: Die bringt es fertig, diese hohe Kompetenz zu Schrott zu machen. Wirlebenineinemüberregulierten Land, das keine Flexibilität mehr kennt und Leistung bestraft. Wir sind diesbezüglich innerhalb von zehn Jahren zu einem der schlech- testen Industrieländer geworden. Was braucht es für Rah- menbedingungen, damit es wieder vorwärts geht? Pierer: Was schnell gehen, nichts kosten, aber viel brin- gen würde: flexiblere Arbeits- zeiten. Das ist eines der größten Hemmnisse. Wer global tätig ist, muss heute ganz anders agieren. Als Unternehmer steht man da täglich mit einem Fuß im Kriminal. Dabei wäre es für alle Be- teiligtenbesser,inruhigerenZeiten einen Zeitausgleich zu schaffen. Die Mitarbeiter sind auch längst so weit, auch die Betriebsräte. Aber da sind wir in einer Diktatur des Kammerstaates. Das Zweite ist die Bürokratie: Du bist mittlerweile überbeschäftigt mit Listenführen. Die Großen schaffen das noch, aber fürKMUistdaskaumnochdarstell- bar. Das ist, wie wenn man beim 100-Meter-Sprint eine Bleiplatte umgehängt bekommt. Die Steiermark punktet im- merhin noch mit ihren Bil- dungseinrichtungen. Pierer: Die Lehrlingsausbildung und die HTLs sind tragende Säulen unserer Ausbildung, das gibt es sonst nirgends. Aber es ist heute nicht mehr so einfach, Lehrlinge zu bekommen, die sinnerfassend lesen, rechnen und grüßen kön- nen und eine Kinderstube mit- bringen. Ich bin glücklicherweise mit meinen Unternehmungen im ländlichen Bereich. In meiner Fotos:Wolf Leichtbau-Schwergewichte in Graz AC Styria warf mit Charles Morgan und Stefan Pierer einen Blick auf aktuelle Leichtbau-Entwicklungen. Sie sind Pioniere im Bereich der Leichtbau-Fahrzeuge:StefanPierer (sieheoben)setztaufdasHightech- Material Carbon – und der Brite Charles Morgan seit mittlerweile mehr als 100 Jahren auf Eschen- holz. Warum diese Leichtbauma- terialien überhaupt in den Fokus kommen, ist rasch erklärt: „Die Automobilentwickler in Europa sind von der EU gezwungen, einer- seitsdieCO2-Emissionenzusenken und gleichzeitig die verwendeten Werkstoffe zu einem großen Teil wiederverwerten zu können“, er- klärt Franz Lückler, Geschäftsfüh- rer des Autoclusters Steiermark. Bei der Wiederverwertung muss zusätzlich noch das Recycling im Vordergrund stehen, nur rund zehn Prozent dürfen thermisch verwertet werden. Um die CO2- Emissionen zu senken, muss man am Treibstoffverbrauch schrauben – und das geht entweder durch effi- zientere Motoren oder eben leich- tere Fahrzeuge. Der hochfeste und ultraleichteWerkstoffCarbonrückt dabei in den Fokus – hat aber auch den Nachteil, nicht wiederverwert- bar zu sein. Hier kommt Holz – und damit Charles Morgan – ins Spiel. Bei einer Vortragsveranstaltung im Zuge des 20-Jahr-Jubiläums berichtete er etwa über perfekte Eigenschaften „seines“ Werkstoffs Holz – nicht nur beim Gewicht, sondern auch etwa in der Frage der Sicherheit. ■ Franz Lückler holte Stefan Pierer und Charles Morgan nach Graz (v. l.) KTM-Boss Stefan Pierer 8 · Steiermark · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft
  9. 9. EntgeltlicheEinschaltung Standort zu Schrott“ Gruppe habe ich 160 Lehrlinge: Mit Motorrädern kannst du bei 16-Jährigen punkten. Aber ich habe viele Unternehmerkollegen aus Städten und ich höre, was die mir erzählen. Ich will gar nicht Magna fragen, was die alles erleben – und dabei sind das noch Premium- Firmen. Jetzt stellen wir uns KMU vor: Die kriegen keine Leute mehr, aber das ist die tragende Säule. In diesem Sinn beginnt auch das Bildungssystem zu bröckeln. Und vondersteigendenAkademikerrate habe ich nichts, wenn wir weiterhin am Markt vorbeiproduzieren. Was bringt mir ein Soziologe im Taxi? Wir brauchen Techniker und ITler. Sie sind selbst Absolvent der Montanuni, wo viel an Mate- rialien geforscht wird. Ist das ein künftiges Stärkefeld? Pierer: Gerade im Bereich der Leichtbaufahrzeuge liegt die Zu- kunft in einem Mix aus verschie- densten Materialien: Stahl wird seine Rolle behalten, Aluminium hat seinen Platz gefunden, Carbon, Kunststoffe. In der Steiermark sehe ich vor allem im metallurgischen Bereich Unternehmen, die sich positionieren können – etwa mit Eisen- und Nicht-Eisen-Metallen oder auch hochlegierten Stählen. Auch Verbindungstechnologien werden wichtiger: Klebetechnik, Fügetechnik, das ist extremes Know-how.Dakönnensichkleinere und mittlere Firmen, die wen- dig und innovativ sind, irrsinnig schnell in die Nischen begeben. Sie gelten als Verfechter von Carbon als Werkstoff. Warum? Pierer:Carbon-Compositeshaben den Vorteil von extremer Steifig- keit bei gleichzeitig geringstem Gewicht. In den vergangenen zehn Jahren haben wir die Produktions- technologien so stark verbessert, dass sie langsam auch wirtschaft- lich interessant werden. Die inno- vativen Hersteller, hier allen voran BMW, sind die ersten, die das in der Großserie angewandt haben – im i3 oder i8. Im neuen Siebener sind schon etwa 50 bis 55 Strukturteile verbaut, die andere, viel schwerere Werkstoffe ersetzen. Das macht die Fahrzeuge leichter und spart CO2. Ist ein geringeres Gewicht auch der Schlüssel zu mehr Elektrofahrzeugen? Pierer: Je leichter ein Fahrzeug ist, umso mehr Batterie kann ich hineinpacken. Ein Elektromotor ist im Vergleich zu einem Verbren- nungsmotor von der Technologie hereigentlichwatscheneinfachund hat gleichzeitig einen hohen Wir- kungsgrad. Man kann sich beim E- Auto also auf Interieur, auf Connec- tivity und Batterietechnik konzen- trieren. Das ist der Grund, warum Tesla aus dem Stand technologisch soerfolgreichwar.Wennesgelingt, die Batteriekapazitäten dorthin zu bringen, dass man leicht 400 oder 500 Kilometer fahren kann, sehe ich den Verbrennungsmotor mas- siv unter Druck. Das dauert zwar noch – aber ich will nicht wissen, was in zehn Jahren ist. Außerdem erwarte ich mir Apple mit einem eigenen Elektroauto – und zwar relativ zügig. Dann werden die Kar- ten völlig neu gemischt. Mit Grazer Unterstützung – weil engineeren kann man ja hier. Krainer■ Stefan Pierer (58) ist Gründer der „Cross Industries AG“. Der in Bruck an der Mur geborene Unterneh- mer studierte „Betriebs- und Energiewirtschaft“ in Leoben. Er führte das damalige Pleiteunternehmen KTM an die Weltspitze und hält in seiner Gruppe Beteiligungen etwa bei Pankl, Husquarna und am zweitgrößten Carbonproduzenten der Welt, Wehtje. Zur Person Virtual Vehicle erforscht die L-Klasse Grazer Fahrzeug-Forscher koordinieren 6,7 Millionen Euro schweres Projekt zum Thema „Leichtfahrzeuge“. Längst haben steirische Techniker in der Fahrzeugforschung einen Namen von Weltrang. Über Jahre hat man sich mit hervorragender Arbeit etabliert – und dass man sich dort auch halten kann, zeigt, dass es etwa dem „Virtual Vehicle“ immer wieder gelingt, zentrale Koordinationsstelle für millio- nenschwere, länderübergreifende Forschungsprojekte zu werden. Das neueste Thema: Im „EU- LIVE“-Projekt – die Abkürzung steht für „Efficient Urban LIght VEhicles“ – geht es darum, die Stadtflitzer von morgen zu ent- wickeln. Hintergrund ist, dass die sogenannte L-Klasse (motorisierte leichte Fahrzeuge mit zwei, drei oder vier Rädern) in der Entwick- lung aufgrund geringer Produk- tions- und Absatzzahlen bislang für breite Bevölkerungsschichten uninteressant geblieben ist. Das Forschungsprojekt sucht nun nach Möglichkeiten, diese leichten Fahr- zeuge so weiterzuentwickeln, dass sie eine Ergänzung zu sanften Mobilitätsformen werden können – schließlich leben mittlerweile rund 50 Prozent (weltweit) der Menschen in Städten, in Europa sogar 73 Prozent in urbanen Bal- lungsräumen.Insgesamtsindzwölf Partner – unter ihnen auch Peugeot und zahlreiche prominente Zuliefe- rer – aus sechs Ländern involviert, das Virtual Vehicle koordiniert und bündelt dieses Know-how. ■ Die Nicht-Berücksichtigung ein- zelner Vermögensveränderungen ist dem Verwaltungsgerichtshof (VwGH) zufolge für das Vorliegen ei- ner Einbringungsbilanz nicht schäd- lich. Eine Bilanzberichtigung gem. § 4 Abs 2 Einkommensteuergesetz in diesem Zusammenhang ist zuläs- sig und systemkonform. Im konkreten Fall hatte die Abga- benbehörde nämlich bezweifelt, dass eine vorgelegte Bilanz tat- sächlich als solche zu qualifizieren sei und versagte die Anwendung des Umgründungssteuergesetzes, was im konkreten Fall die Aufde- ckung – und damit Versteuerung – erheblicher Stiller Reserven bedeu- tet hätte. Begründet wurde dies damit, dass die schließlich vom Finanzamt berichtigte Version um immerhin 0,09% der Bilanzsum- me von der ursprünglichen Version abwich. Erfreulicherweise ging der VwGH davon aus, dass dann, wenn eine ausreichende Darstellung der Vermögenslage vorliegt, einzelne unwesentliche Fehler für das Vor- liegen einer Bilanz im Sinne der steuerlichen Vorschri en unschäd- lich sind. Ein Fehler ist somit nicht grundsätzlich für das Vorliegen einer Bilanz nachteilig, sofern die Bilanz nicht „derart mangelha ist, dass sie nicht als solche im Sinne des § 4 EStG angesehen werden kann“. Fehlerha e Ansätze können jedoch berichtigt werden. Eine eindeutige Grenzziehung zwi- schen Bilanz und „Nichtbilanz“ lässt der VwGH jedoch offen. Dabei hätte ein Hinweis auf die Rechnungsle- gungsvorschri en der §§ 189 ff des Unternehmensgesetzbuches und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung leicht Klarheit schaf- fen können. Wann ist eine Bilanz eine Bilanz Wirtschaftsprüfung. Steuerberatung. Unternehmensberatung. Wir sind da, wo Sie sind. www.pwc.at PwC Steiermark Conrad-von-Hötzendorf- Straße 37a/II , 8010 Graz Tel.: +43 (316) 825 300-0 Ein Tipp von: WP/Stb Mag. Birgit Pscheider, WP/Stb Dr. Peter Hadl PwC Steiermark Wirtscha sprüfung und Steuerberatung GmbH C. v.-Hötzendorf-Straße 37a/II, 8010 Graz Tel.: +43 316 825 300, Fax: +43 316 825 300 - 8000 E-Mail: office.stmk@at.pwc.com www.pwc.at · Steiermark · 9 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft
  10. 10. Warum sich die WKO gegen weitere Belastungen der Tourismuswirtschaft zur Wehr setzt… Club International als Starthilfe Damit internationale Ex- perten im Land bleiben, müssen die Rahmenbedin- gungen stimmen. Der Club International sorgt dafür. Will man internationale Experten nach Graz locken und langfris- tig halten, dann muss man sich ordentlich ins Zeug legen. Unter diesem Zeichen wurde 2011 unter Federführung von Kathryn List gemeinsam mit der Stadt Graz, der WKO Steiermark und der In- dustriellenvereinigung der Club International (CINT) gegründet. DieIdeewareinfachundeffektiv. Nur wenn sich Schlüsselarbeits- kräfte und ihre Familien in Graz wohlfühlen, dann bleiben sie auch langfristig. „Das Jobangebot kann noch so gut sein. Wenn sich die Familie nicht wohlfühlt, wird man früher oder später zurück in die Heimat ziehen“, be- dauert List. Willkommenskultur am internationalen Standort Deshalb kümmert sich CINT vor allem um das „Drumherum“ für die Neo-Steirer. Angehörigen von internationalen Schlüsselkräften wird so bei den täglichen Heraus- forderungen von der Anmeldung des Stromanschlusses über die Suche nach einer geeigneten Schule bis zu gemeinsamen Aus- flügen unter die Arme gegrif- fen. „Ein Wirtschaftsstandort, der auf Internationalisierung setzt, braucht auch eine entsprechende Willkommenskultur“, sagt CINT- Geschäftsführerin Nicole Niederl. Und das sehen auch zahlreiche potente Wirtschaftsunter- nehmen genauso. Insgesamt 27 Mit- gliedsunternehmen bieten ihren auslän- dischen Arbeitskräf- ten entsprechende Unterstützung. Insgesamt 600 „Internationals“ aus 42 Nationen haben das Angebot vom Club In- ternational bereits genutzt, und es werden jedes Jahr mehr. Ein Erfolgskonzept für ganz Österreich „Als ich in den 80er-Jahren nach Österreich kam, wäre ich froh gewesen, wenn es eine Einrich- tung wie CINT gegeben hätte. Die Unterstützung und der Erfah- rungsaustausch sind für jeden, der mit seiner Familie neu in die Steiermark kommt, unheimlich wertvoll“, weiß Kathryn List aus eigener Erfahrung. „Es ist wichtig, dass sich internationale Fachkräfte hier wohlfühlen. Sie nehmen auch niemandem den Arbeitsplatz weg, sondern sind Fachkräfte, die wir in der Steiermark brauchen“, erklärt der Grazer Wirtschaftsstadtrat Gerhard Rüsch. Für WKÖ-Vizeprä- sident Jürgen Roth ist CINT eine wertvolle Einrichtung: „Aufgrund des Fachkräftemangels greifen immer mehr steirische Unterneh- menaufPersonalausdemAusland zurück. Der CINT ist hier eine wichtige Infrastruktureinrichtung geworden und leistet einen we- sentlichen Beitrag zur Standortat- traktivität.“ Er möchte daher das steirische Konzept auch in andere Bundesländer „exportieren“. ‣‣Im Web: Die Website des Club International unter http://www.cint.at 57 Prozent der steirischen „Ausländer“ kommen aus EU-Ländern. Nur zwölf Prozent sind nicht aus Europa. Schon gewusst ? Sonja Grabner, Jürgen Roth, Nicole Niederl, Gerhard Rüsch, Kathryn List und Gernot Pagger (v.l) heißen internationale Fachkräfte willkommen. Foto:Fischer 10 · Steiermark · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft
  11. 11. · 11 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Regionen Foto:industrieblick-Fotolia Arbeitslosigkeit nach Regionen ▼ Murau 569 –11,0% ▼ Gleisdorf 715 –8,9% ▼ Fürstenfeld 667 –0,9% ▲ Bruck/Mur 1.782 0,8% ▲ Hartberg 1.562 1,5% ▲ Voitsberg 1.481 2,7% ▲ Mürzzuschlag 919 2,8% ▲ Knittelfeld 834 4,9% ▲ Weiz 747 6,6% ▲ Leoben 1.729 8,6% ▲ Gröbming 695 9,4% ▲ Liezen 1.421 9,9% ▲ Graz 17.345 10,3% ▲ Feldbach 1.566 11,6% ▲ Mureck 523 12,0% ▲ Leibnitz 2.619 12,7% ▲ Judenburg 1.354 14,5% ▲ Deutschlandsberg 1.648 16,1% Vorgemerkte Arbeitslose, Quelle: AMS Trotz Rekordbeschäftigung: Am steirischen Arbeits- markt kehrt mit einem Arbeitslosen-Plus von 8,2 Prozent keine Ruhe ein. Von Michael Neumayr michael.neumayr@wkstmk.at Während bei den Unternehmern erste Silberstreifen am Konjunk- turhorizont aufgetaucht sind, jagt am Arbeitsmarkt weiterhin eine Hiobsbotschaft die nächste. Exakt 38.176MenschenhabenlautAMS- Statistik im Mai in der grünen Mark nach einer Beschäftigung gesucht. Zwar sind das 1.189 Men- schen weniger als noch im April, der Jahresvergleich sieht aber gar nicht gut aus. Denn vor einem Jahr gab es noch 8,2 Prozent weniger Arbeitslose. Und die Steiermark liegt damit sogar unter dem Durchschnitt, denn in Wien explo- diert die Arbeitslosigkeit weiter miteinemPlusvonfast23Prozent. Besonders betroffen sind ältere Menschen über 50 Jahre (+11,9 Prozent), während die Jugendar- beitslosigkeit gleich geblieben ist. „Das aktuelle Ergebnis ist keine Überraschung für uns. Nach wie vor sind es der Bereich Bau und die Branche der unternehmensbe- zogenen Dienstleistungen, die die Arbeitslosigkeit hoch halten“, er- klärt AMS-Steiermark-Geschäfts- führer Karl-Heinz-Snobe. Regional aufgeschlüsselt gibt es zwei Bezirke mit großen Lichtbli- cken. In den Bezirken Murau (–11 Prozent) und Gleisdorf (–8,9 Pro- zent) konnte die Arbeitslosigkeit signifikant reduziert werden. Das sind aber kleine Tropfen auf den heißen Stein, denn im Ballungs- zentrumGrazistnochimmerFeuer amDach.Dortsindnämlichderzeit 17.345 Menschen auf Jobsuche (+10,3 Prozent). Fast jeder zweite steirische Arbeitslose kommt also inzwischenausderMurmetropole. Bemerkenswert bleibt aber, dass trotz all dieser Hiobsbotschaften auch die Beschäftigung kontinu- ierlich steigt. 494.000 Menschen gehen in der Steiermark einer Arbeit nach. Das sind rund 1.500 mehr als noch im Vorjahr. „Hier ist gerade Graz betroffen, denn die Stadtwächstschneller,alsArbeits- plätze geschaffen werden kön- nen“, bedauert Wirtschaftsstadtrat Gerhard Rüsch. ■ Mehr „Speed“ für das Weizer Internet Weiz. Der Breitbandaus- bau im Bezirk Weiz geht in die Detailplanung. Die Hälfte der Kosten von insge- samt 600.000 Euro wird von den Gemeinden getragen. Bis Ende des Jahres soll die Planung abgeschlossen sein. Dann soll es einen gemeinde- übergreifenden Bezirksplan geben. L314 bei St. Stefan ob Stainz saniert Voitsberg. Die L 314, die Schilcherweinstraße, wird an einem 1,4 Kilometer lan- gen Abschnitt bei St. Stefan ob Stainz saniert. Insgesamt 700.000 Euro werden dafür investiert. Die Fahrbahn wird auf mindestens fünfeinhalb Meter erweitert. Kulinarische Tafel an der Weinstraße Leibnitz. An der südsteiri- schen Weinstraße luden 14 Wein- und Obstbaubetrie- be, Wirtsleute und Buschen- schenker aus Ratsch an der Weinstraße zur kulinarischen Tafel. Rund 200 Gäste gingen über den roten Teppich direkt an der Weinstraße und ließen sich verwöhnen. In Kürze Kulinarisch hat die Weinstraße viel zu bieten. Am steirischen Arbeitsmarkt ist weiterhin Feuer am Dach Foto:Steierm.Tourismus/Wolf
  12. 12. 12 · Regionen · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Medieninhaber, Herausgeber (Verleger) und Produzent: Wirtschaftskammer Steiermark, 8010 Graz, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/601-657, Fax DW 308. Offenlegung: wko.at/stmk/offen- legung Chefredakteur Mag. Mario ­Lugger Redaktion: Mag. Karin Satt- ler; redaktionelle Mitarbeiter der WKO|Inhouse GmbH: Veronika Pranger, Bakk. phil., Mag. (FH) Michael Neumayr, Klaus ­Krainer, Mag. Petra Mravlak. Kontakt: redak­tion.stwi@wkst- mk.at Anzeigenverwaltung: TRICOM OG, Körösistraße 9, A-8010 Graz, Mobil: 0664 / 467 10 12, www. tricom.at Druck: Druck Styria, Graz Fotos ohne Autorenhinweis stam- men aus unserem Archiv. Die in mit „Entgeltliche Einschaltung“ gekennzeichneten Artikeln vertre- tene Meinung muss nicht mit jener der Wirtschaftskammer Steier- mark übereinstimmen. Die inhalt- liche Verantwortung selbiger liegt beim jeweiligen Auftraggeber. Verbreitete Auflage Inland (1. Hj. 2014): 62.336 Impressum „Stadtflucht“: Sorger Exklusiv: Mit der Firma Sorger ist eine Grazer Bäcker-Institution auf der Suche nach einer neuen Bleibe im Umland. Graz. Sie ist so etwas wie eine Institution in Eggenberg, die Bäckerei Sorger. Bereits 1645 gegründet und seit 1845 in Famili- enbesitz, hat der Traditionsbetrieb in der Franz-Steiner-Gasse eine lange Historie – in Graz. Doch das könnte sich bald ändern, wie Albin Sorger-Domenigg, Assistent der Geschäftsführung, im Gespräch mit der „Steirischen Wirtschaft“ verrät: „Wir suchen einen neuen Der Betrieb in Eggenberg platzt aus allen Nähten: Albin Sorger-Dome- nigg ist auf der Suche nach einem neuen Standort. Foto:Fischer Das höchste Holzhochhaus der Steiermark wird in Graz gebaut Graz. Holzhochhäuser sind keine Utopie mehr. Auch nicht in Graz, wo derzeit am Gelände Reining- haus-Süd mit sechs Stockwerken der höchste Massivholzbau der Steiermark entsteht. Insgesamt enstehen vier Gebäude mit 92 Wohneinheiten, in denen rund 1.600 m3 Brettsperrholz verar- beitet werden. Das Holz kommt dabei auch aus der Steiermark und wird von Mayr-Melnhof Holz in Gaishorn gefertigt. „Holz zählt un- umstritten zu den nachhaltigsten und klimaschonendsten Werkstof- fen. Dieses Vorzeigeprojekt wird den Beweis erbringen, dass mit Holz auch im urbanen Bereich alle Anforderungen eines moder- nen Wohnbaus befriedigt werden können“, ist Wohnbau-Landesrat Johann Seitinger überzeugt. ■ Der Holzbau kann live per Webcam unter http://proholz- stmk.at beob- achtet werden. 15 Kids stellen sich schwerer Prüfung Leoben. Die Prüfungen zum „Junior Master of Science“ wurdenkürzlichanderNeuen Mittelschule in Leoben ab- solviert. Vor den Augen von Universitätsprofessoren, Ver- tretern der Wirtschaft, der Gemeinde, der Schulbehörde und des HTL-Direktors prä- sentierten Schüler der vierten Klasse ihre projektorientierte Fachbereichsarbeit. Erstmals konnten alle 15 teilnehmen- den Schüler die Prüfung erfolgreich ablegen. Die Prü- fungskomission staunte nicht schlecht, wie souverän die 14 Jahre alten Kinder waren. Mehr Güterverkehr im Selzthal geplant Liezen. Die ÖBB will die Bahnverbindung nach Linz attraktivieren. In Zukunft sollen auch private Eisen- bahnverkehrsunternehmen zu fairen Bedingungen die Strecke nutzen dürfen. Dafür werden nun von der ÖBB-In­ frastrukturAGneueAngebote für Vorspann- und Nachschie- betätigkeiten geschaffen. Bis dato war dies mit hohen Kos- ten und organisatorischem Aufwand für zusätzliche Nachschub-Loks verbunden. Damit düfte der Güterverkehr zwischen Selzthal und Spital am Pyhrn deutlich attraktiver werden. ■ Jungwissenschaftler bewei- sen ihr Können. In Selzthal wird die Bahn- strecke attraktiviert. Foto:proHolz/Wolf Foto:ThKatz-Fotolia
  13. 13. · Regionen · 13 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft sucht Standort Standort in einer Umlandgemein- de mit einer Fläche von 20.000 m2 und planen, mit der gesamten Produktion und rund 150 Mit- arbeitern aus Graz abzusiedeln.“ Zeitrahmen: rund fünf Jahre. Erste Gespräche hätten bereits statt- gefunden, doch es sei noch „alles offen“, wie er betont. Fördermög- lichkeiten werden sondiert, Auto- bahnnähewirdbevorzugt,„istaber kein Muss“, so der Junior-Chef. Eine Entscheidung, für die gleich mehrere Gründe aus- schlaggebend waren: Derzeit wird auf 6.000 m2 Fläche über drei Stockwerke mit Lift produziert: „Das ist unpraktisch, wenig ef- fizient und ein Kostentreiber.“ Der Platzmangel ist nicht nur in der Produktion ein Problem – am Standort werden 5.000 Kilo Brot und Gebäck täglich produziert –, sondern auch in der Logistik: „Ein Sattelschlepper kann am Standort nicht wenden. Um wettbewerbsfä- hig bleiben zu können, brauchen wir gute Zufahrtsmöglichkeiten.“ Auch Hygiene-Standards seien in einem Neubau wesentlich leich- ter zu erfüllen, setzt er nach. Zudem hat sich der aufstre- bende Bezirk Eggenberg in den letzten Jahren vom vorwiegenden Gewerbegebiet immer mehr in Richtung Wohngebiet entwickelt. Damit bleiben auch Anrainer- beschwerden nicht aus, gesteht der gelernte Bäckermeister: „Wir rösten Kaffee und backen Krapfen am Standort. Da lässt sich eine Geruchsentwicklung nicht ver- meiden.“ Auch die Lichtbelastung in der Nacht störe Bewohner, genauso wie Lärm durch Kühl- aggreggate und Rückfahrsignale. Was mit dem „alten“ Standort passieren soll? „Wir werden die Immobilie in Eggenberg Wohn- entwicklern anbieten.“KaSa ■ 2012 war eine Zeitenwende in der Kompaktklasse. Die neue A- Klasse brach radikal mit ihrem Vorgänger. Mit Erfolg: Als progressivstes Kom- paktklassemodell hat die Baureihe wesentlich zur Verjüngung der Marke Mercedes-Benz beigetra- gen. „Mit der Modellpflege erfül- len wir jetzt die Wünsche vieler Kunden nach mehr Komfort, ohne Abstriche bei der Dynamik“, sagt Ola Källenius, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. Der Erfolg der neuen A-Klasse seit ih- rer Einführung im September 2012 spiegelt sich auch in Zahlen wider. Der Absatz nahm im vergangenen Jahr in Großbritannien um über 46 Prozent zu, im Wachstumsmarkt China sogar um über 51 Prozent. Die meisten A-Klasse Modelle ge- hen aber nach wie vor an Kunden in Deutschland. Mit der neuen Ge- neration der A-Klasse schafft Mer- cedes-Benz den Spagat zwischen sportlichem Anspruch und einem Plus an Komfort: Mit DYNAMIC SE- LECT lässt sich die Charakteristik in Sekundenschnelle verändern – auf Knopfdruck fährt die A-Klasse komfortabel, sportlich oder beson- ders effizient. Zugleich erweitert Mercedes-Benz das Motorenan- gebot. Der A 160 mit 75 kW (102 PS) ist das neue Einstiegsmodell. Neuer Effizienz-Champion ist die 80 kW (109 PS) starke A 180 d BlueEFFICIENCY Edition mit einem CO2-Wert von 89 g/km. Auch der Mercedes-AMG A 45 4MATIC profitiert von der Mo- dellpflege. Mit 280 kW (381 PS) Höchstleistung und 475 Nm ma- ximalem Drehmoment ist das Ein- stiegsmodell von Mercedes-AMG der leistungsstärkste Kompakt- sportler der Welt. Die überarbeitete Getriebeabstufung, Feinschliff bei der Aerodynamik sowie die neuen DYNAMIC SELECT Fahrprogramme heben die Gesamtperformance auf ein höheres Level und unterstrei- chen den Führungsanspruch in sei- nem Marktsegment. Die neue Generation der A-Klasse kann ab 3. Juli 2015 bestellt wer- den. Die ersten Modelle kommen im September zu den Händlern. Die neue Generation A-Klasse So komfortabel wie nie, so dynamisch wie immer Info Bezahlte Anzeige Weitere Informationen im Internet: http://presse.mercedes-benz.at Entgeltliche Einschaltung BTE vor Millionen-Pleite gerettet Leoben. Die Gläubiger der obersteirischen BTE Blechtech- nik haben den Sanierungsplan angenommen. Die angemeldeten Forderungen betragen rund 4,5 Millionen Euro. Insgesamt erhal- ten die Gläubiger eine Quote von 20 Prozent. Die 45 Dienstnehmer können damit weiterbeschäftigt werden. ■ Mit 86 Jahren in den Ruhestand Deutschlandsberg. Karl Waltl aus Wies hat viel von seinem Berufsleben zu erzählen. Der 86-Jährige war für Jahrzehnte der Nahversorgungsanker der Wieser. Nach dem Krieg, als er durch den frühen Tod seines Vaters schnell Verantwortung übernehmen musste, waren es noch fünf Greißler im Ort. Nun geht der letzte Greißler im Ort in den verdienten Ruhestand. ■ Regionalstel- lenobmann Manfred Kainz gratuliert Karl Waltl zum Ruhe- stand. Gläubiger akzeptieren die Quote. Foto:Marco2811-Fotolia
  14. 14. 14 · Regionen · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft EntgeltlicheEinschaltung tessera ena® – Raaba Service GmbH, Dr. Auner Straße 20 8074 Graz/Raaba, T +43 316 40 70 00, graz@tesseraena.at Das Leben fordert viel. Doch nur wer wirklich gesund ist und seine Bedürfnisse kennt, kann täglichen Herausforderungen dauerhaft standhalten. Allein ein gesundes Team trägt ein Unternehmen erst zum wahren Erfolg – ein verantwor- tungsvoller Geschäftsführer ist sich dessen immer bewusst. Das tessera ena® Gesundheitskon- zept hilft dabei, die wertvollste Ressource Ihres Unternehmens – die körperliche, psychische und see- lische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter – zu messen, zu stabilisieren und zu verbessern. Informieren Sie sich über unsere Angebote, Packages und individuellen Programme zur nachhaltigen Gesundheitsförde- rung Ihres Erfolgsteams. Gesundheit leben! www.tesseraena.at Termin vereinbaren für Ihre erfolgreiche Zukunft! Das Weingut Krispel wird zur neuen Erlebniswelt Wirtschaft Südoststeiermark. Die Ange- bote des Genussgutes Krispel in HofbeiStradenkönnensichsehen lassen. Vom Speck der Mangalit- za-Wollschweine bis zum Quali- tätswein werden hier zahlreiche Spezialitäten produziert. Nun will man sich auch Besuchern öffnen und hat sich zu einer „Er- lebnisweltWirtschaft“weiterent- wickelt.„DenEntstehungsortvon Lebensmitteln zu kennen, wird für die Kunden immer wichtiger. Gleichzeitig wollen wir auch zeigen, was und wie wir produ- zieren.DeshalbpasstdasKonzept der Erlebniswelt Wirtschaft zu unserer Unternehmensphiloso- phie“, betont Geschäftsführer Stefan Krispel. ■ Förderpreis an die Polytechnische Schule in Leoben verliehen Leoben. Auf dem Gebiet der Berufsorientierung und Berufs- vorbereitung spielen die Poly- technischenSchuleneineganzbe- sondere Rolle. Die Polytechnische Schule in Leoben wurde daher für ihre besonderen Leistungen auf diesem Gebiet und für Kooperati- onen mit der Wirtschaft mit dem PTS-Förderpreis ausgezeichnet. So wurde bereits zum sechsten Mal ein Job Day veranstaltet, wo den Schülern das Lehrangebot vieler Unternehmen vorgestellt wurde. Der Preis wurde vom Lan- desschulrat Steiermark in Koope- ration mit der WKO Steiermark, der Arbeiterkammer und Spar Österreich gestiftet. Der Schule kommen so 3.000 Euro in Form eines Geldbetrages und von Gut- scheinen für Projekte zugute. ■ Der Förderpreis zeichnet Leistungen in der Berufsorientierung aus. Stefan Krispel freut sich mit Wirtschafts- landesrat Christian Buchmann über die Aus- zeichnung.­­ Foto: Rauch Foto:Weeber
  15. 15. · Service · 15 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Dagmar Köberl Service Wie erhalte ich Einsicht in EN und ÖNORMEN? Ihre Servicenummer für alle Fragen im Unternehmen: 0316/601-601 Ein Scheck gegen Barrieren Ab Jänner 2016 ist die Barrierefreiheit Gesetz. Die Bauinnung greift jetzt Unternehmern finanziell unter die Arme, die um- bauen müssen. Jetzt wird es Zeit, bauliche Maß­ nahmen zu setzen, um Menschen mit Handicap den Zugang zu Büros und Geschäften ohne Bar­ rieren zu ermöglichen. Am 31. Dezember ist es nämlich zu spät. Die Landesinnung Bau greift allen Unternehmern gemeinsam mit dem Wirtschaftsservice unter die Arme. Unter dem Titel „Barrie­ refreischeck – Aktion Baumeis­ ter“ hat Landesinnungsmeister Alexander Pongratz Geld in die Hand genommen: „Wir werden 25 Pilotberatungen mit je 400 Euro sponsern.“ Das Procedere ist unkompliziert, erklärt Pongratz, vor allem aufgrund der Koopera­ tion mit dem Wirtschaftsservice, das die Initiative gesetzt hat und die Abwicklung übernimmt. Ein BaumeisterauseinemPoolvon24 Experten kommt einen halben Tag zur Bestandsaufnahme in den Be­ trieb, erstellt einen Maßnahmen­ plan und gibt eine unverbindliche Kostenschätzung ab. Hochkarätige Experten Vom Gesamtwert der Leistung in der Höhe von 500 Euro (netto inkl. Fahrtspesen) übernimmt die Bauinnung 400 Euro. Der Un­ ternehmer trägt den fehlenden Betrag von 100 Euro plus Mehr­ wertsteuer. Für Pongratz eine ein­ malige Gelegenheit, „im Betrieb zu einer realistischen Kosten­ schätzung zu kommen, wie hoch die geforderte Barrierefreiheit aller Voraussicht nach zu Buche schlagen wird“. Die Baumeister im Pool sind hochkarätige Experten, die in den nächsten Wochen zu exakt 25 Pilotberatungen „ausrücken“. Natürlich erhoffe sich die Bran­ che Folgeaufträge, zeigt sich Pongratz zuversichtlich: „Viele Baumeister im Pool sind nicht nur Planer, sondern setzen auch alle notwendigen Arbeiten gerne um.“ Für Pongratz eine klare Win-Win- Situation, „von der Unternehmer und Baubranche gleichermaßen profitieren“. Alle über den Umfang des Be­ ratungspaketes hinausgehenden Leistungen bzw. ein über den halben Tag entstehender Zeitauf­ wand werden natürlich regulär verrechnet, ebenso wie allfällige Folgeaufträge. ■ Foto:Photographee.eu-Fotolia Dieses Bild soll ab Jänner der Vergangenheit angehören. Einreichung und Abwick- lung: Wirtschaftsservice, Tel. 0316/601-601, E-Mail wirtschaftsservice@wkst- mk.at. Infos: Wirtschafts- service, Leopold Strobl, und Landesinnung Bau, Susan- ne Grilz, Tel. 0316/601- 484, E-Mail susanne.grilz@ wkstmk.at. Es werden nur 25 Pilotberatungen finanziert. Hilfreich: Selbstcheck für Unternehmen zur Barriere- freiheit: www.barriere-check.at Der Förderscheck Geht sich für mich ein Mitarbeiter aus? Der Break-Even-Rechner der WKO hilft bei der Entschei­ dung, ob der erste Mitarbei­ ter angestellt werden soll. In sieben Schritten erhalten Interessierte Antwort auf die Fragen: Lohnt es sich, eine Arbeitskraft aufzunehmen? Ist der Umsatz ausreichend? Kann die Lohnnebenkos­ tenförderung in Anspruch genommen werden? Der Rechner berücksichtigt dabei verschiedene alternative Be­ schäftigungsformen und ist für einzelne Branchen opti­ miert. Rechner: http://epu. wko.at/BreakEvenRechner/ MEM.aspx Steuer: Österreich und Montenegro Das Abkommen zwischen der Regierung der Republik Österreich und der Regierung Montenegros zur Vermei­ dung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen ist in Kraft und wird ab 1. Jänner 2016 an­ wendbar sein. Der Abschluss des Abkommens wurde von der WKÖ gefordert und unter­ stützt und trägt zur Stärkung derbilateralenWirtschaftsbe­ ziehungen und der Rechtssi­ cherheit bei. In Kürze Der erste Mitarbeiter, eine spannende Entscheidung Foto:GajRudolf-Fotolia
  16. 16. 16 · Service · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Der Ideenreichtum von Abzockern ist uner- schöpflich. Zur Zeit wird die Firma ABC.at „miss- braucht“, um Unterneh- mer zu betrügen. Steirische Unternehmen bekom­ men derzeit unter der Aufma­ chung von „Firmen ABC.at“ eine Jahresrechnung 2015/2016 per E- Mail übermittelt. Es wird ein Pre­ miumeintrag in der Höhe von 647 Euro in Rechnung gestellt. Ach­ tung! Hierbei handelt es sich um betrügerische Trittbrettfahrer, die das seriöse Unternehmen „Firmen ABC.at“ mit Sitz in Eugendorf bei Salzburg für ihre betrügerischen Absichtenmissbrauchen.Cornelia Schöllauf, Expertin im Rechtsser­ vice: „Die signifikanten Merkmale der gefälschten Rechnung sind die spanische Adresse: Calle Las Bajas 304, E-35110 Santa Lucia de Tirajana, sowie die thailän­ dische Bankverbindung: Krung Thai Bank.“ Der Ideenreichtum diverser Abzocker ist laut Schöll­ auf fast unerschöpflich, gerade Unternehmersindimmerhäufiger im Visier von Betrügern. Ein paar Beispiele aus der leider viel zu vielfältigen Praxis: Frisch­ gebackene Unternehmer werden mit zugesandten und fertig aus­ gefüllten Erlagscheinen verleitet, sich um 500 Euro oder mehr in irgendwelchen Firmenregistern eintragen zu lassen. Es werden auch immer wieder Werbeein­ schaltungen gekeilt, die einer Schule oder einer gemeinnützi­ gen Einrichtung zugute kommen sollen. Defacto sieht die begüns­ tigte Institution vom Geld, das der Unternehmer für die gute Sache locker macht, nur ein paar lächerliche Euro. Schöllauf: „Der Löwenanteil wandert in die Ta­ sche des Abzockers.“ Schwer durchschaubar Immer wieder werden auch Erlagscheine geschickt, die Ad­ ressaten das Gefühl vermitteln, eine längst fällige Rechnung be­ gleichen zu müssen. Tatsächlich wird erst mit der Einzahlung der geforderten Summe ein Vertrag abgeschlossen – was diese Sorte von Geschäftemachern aber nicht daran hindert, dem Erlagschein beiNichteinzahlunggleichMahn­ schreiben und Drohungen mit Klagen und Inkassobüro folgen zu lassen. Was viele Chefs dann doch verunsichert und zum Zah­ len motiviert. Es hat sich zwar mittlerweile bereits herumge­ sprochen, dass das Internet nicht nur ein Raum für Informationen oder Unterhaltung, sondern auch für skrupellose Trickbetrüger ist – trotzdem kann nicht verhindert werden,dassimmerneueraffinier­ teSchwindlerletztlichimmerwie­ der Opfer zum Abkassieren finden. Was tun bei verdächtigen Zu­ sendungen? Jede Aussendung, sei sie noch so offiziell, genau durchsehen und nicht einfach un­ terschreiben, zurücksenden oder einzahlen (Vorsicht bei Mehrwert­ faxnummern). Falls ein Schreiben auf den Arbeitstisch flattert, das unseriös oder irreführend wirkt bzw. nicht zuordenbar ist, oder bei irrtümlicher Unterfertigung eines solchen Schreibens bitte sich so­ fort an das Rechtsservice der WKO Steiermark wenden. ■ Behaltefrist und Mutterschaft Meine Dienstnehmerin (und ehemaliger Lehr- ling) ist seit einem Mo- nat in der befristeten Be- haltezeit. Gestern hat sie mir mitgeteilt, dass sie schwanger ist. Wann en- det das Dienstverhältnis? Dazu Karin Hörmann: Der Lehrberechtigte ist verpflich­ tet, den ehemaligen Lehrling nach dem Ende der Lehrzeit für die Dauer der gesetzli­ chen bzw. kollektivvertrag­ lichen Behaltezeit weiter zu beschäftigen.Ratsamistes,für die Dauer dieser Behaltezeit ein befristetes Dienstverhält­ nis abzuschließen. Dies kann bereits zugleich mit dem Lehrvertrag, spätestens aber vor Beginn der Behaltezeit vereinbart werden. Der Vorteil einer solchen Befristungsver­ einbarung liegt darin, dass das Dienstverhältnis automa­ tisch durch Zeitablauf endet. Bei einer Schwangerschaft während der Behaltezeit ist allerdings zu beachten, dass – bei rechtzeitiger Meldung – der ausgelernte Lehrling im Normalfall bis zum späteren Beginn des Beschäftigungs­ verbotes vor dem voraussicht­ lichen Geburtstermin weiter­ beschäftigt werden muss; das befristete Dienstverhältnis endet durch Zeitablauf somit in diesem Fall nicht mit dem Ende der einzuhaltenden Be­ haltzeit, sondern erst am Tag vor Beginn dieser gesetzlichen Schutzfrist. Rat Tat: Praxistipps für Unternehmen Die Experten im WKO- Rechtsservice helfen. Bei Anruf bitte Mitglieds- nummer bereithalten: Tel. 0316/601-601, E-Mail rechtsservice@wkstmk.at Anruf genügt Wenn sich Betrüger Fälligkeitstag Steuerart Zahlstelle 15. Kommunalsteuer für Juni Gemeinde Steiermärkische Nächtigungs- und Ferienwohnungs- abgabe Vierteljahresfälligkeit - - Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum für Mai Finanzamt Normverbrauchsabgabe für Mai - - Lohnsteuer für Juni - - 4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen für Juni - - 0,39 %iger Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag („DZ“) für Juni - - Werbeabgabe für Mai - „ - Erklärung für Leistungen, die unter den Mini-One- Stop-Shop fallen (MOSS) für April - Juni - „ - 31. Zusammenfassende Meldung für innergemeinschaft- liche Warenlieferungen und Dienstleistungen bei monatlicher Meldung für Juni bzw. bei Vierteljahresmel- dung für das 2. Kalendervier- teljahr 2015 - - Steuerkalender Juli 2013 Karin Hörmann WKO-Rechtsservice Tel. 0316/601-601 Weitere Infos
  17. 17. · Service · 17 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Förderung und der ÖNACE-Code Ich brauche für den För- derantrag dringend den ÖNACE-Code meines Un- ternehmens. Wie komme ich dazu? DazuGertrudeSchmölzer:Die ÖNACE 2008 ist die Klassifi­ zierung der Wirtschaftstätig­ keiten von Unternehmen, Be­ trieben oder Arbeitsstätten in Österreich. Der ÖNACE-Code findet neben den Förderungen auch bei EORI-Anträgen und EU-weiten Ausschreibungen Anwendung. Die ÖNACE der Hauptwirtschaftstätigkeit (wirtschaftlicher Schwer­ punkt) wird von der Statistik Austria zugeordnet und in deren Unternehmensregister geführt. Es ist möglich, zu­ sätzliche Codes von even­ tuellen Nebentätigkeiten einzutragen. Bei den meis­ ten Förderansuchen ist nicht zwingend die Hauptwirt­ schaftstätigkeit gefordert, es gelten hier auch Nebentä­ tigkeiten. Die Einreihungs- information der Haupttätig­ keit erhält das Unternehmen von Statistik Austria im Rahmen der Klassifikations­ mitteilung, sie kann auch bei Statistik Austria angefragt werden: Tel. 01/71128-8686, E-Mail KLM2008@statistik. gv.at. Bei allgemeinen Fragen der Zuordnung zur ÖNACE stehen Hilfesuchenden die Experten im Unternehmer­ service mit Rat und Tat zur Seite. Bei Anruf immer Mit­ gliedsnummer bereithalten. Im WKO-Service­team für Sie da: Christian Turcsan Tel. 0316/601-601 in die Büros stehlen Der falschen Rech- nung folgt meist eine Mahnungen mit Klagsdrohung. Das verunsichert die Ad- ressaten besonders. Foto:BillionPhotos.com-Fotolia * Für Abgaben, die an einem Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällig werden, gilt als Fälligkeitstag der nächste Werktag. Wird eine Abgabe nicht spätes­tens am Fäl- ligkeitstag entrichtet, fällt automatisch ein ers­ter Säumniszuschlag in Höhe von zwei Prozent des nicht zeitgerecht entrichteten Betrages an. Die Verpflichtung zur Zahlung eines Säumnis­zuschlages entsteht dann nicht, soweit die Säumnis nicht mehr als fünf Tage beträgt und der Steuerpflichtige innerhalb der letzten sechs Monate alle Steuerschuldig­keiten zeitgerecht entrich- tet hat bzw. wenn der Säumniszuschlag im Einzelfall den Betrag von 50 Euro nicht erreichen würde. Für die Landes- und Gemeindeabga­ben besteht laut der Stei- ermärkischen Landesabgabenordnung insofern eine Sonderregelung bezüglich des Säumniszuschlages, als demnach von dessen Festsetzung abzusehen ist, wenn die hiefür maßgebliche Bemessungsgrund- lage 73 Euro nicht erreicht. Kurz notiert Servicetermine ‣‣Steuertipps für Gründer: 14. Juli, 14.00–16.00 Uhr, WIFI Stmk., 6. Stock, Zi. 677, Tel. 0316/601-600, E-Mail gs@ wkstmk.at ‣‣Gründer-Workshop: 23. Juli, 14.00–17.30 Uhr, WIFI Stmk., 6. Stock, Zi. 677, Tel. 0316/601- 600, E-Mail gs@wkstmk.at ‣‣Übergabeberatungen: Jeden Mittwoch, 9.00–11.00 Uhr, WKO Steiermark ‣‣Rechtsservice: Tel. 0316/601- 661, E-Mail rechtsservice@ wkstmk.at Buchtipp Wie versetze ich meine Kunden in Kauflaune? Wie mache ich mein Geschäft unverwechselbar? Claus Ebster und Marion Garaus wissen genau, wann, wo und wie wir gerne kaufen: In ihrem neuen Buch „Räume, die zum Kauf ver­ führen“ lüften sie manch lang gehegtes Geheimnis der Konsu­ mentenpsychologie, präsentieren Fakten aus der Forschung und geben zahlreiche Tipps und Ideen für Ihren Verkaufserfolg. ISBN: 978-3-7089-1264-6, 216 Seiten, 29 Euro. Gertrude Schmölzer WKO-Unternehmerservice Tel. 0316/601-601 Weitere Infos
  18. 18. Österreich Mehr Wertschätzung Die heimische Wirtschaft rasch wieder auf Wachstums- kurs bringen – dieses Thema dominierte die konstitu- ierende Sitzung des Wirtschaftsparlaments der Wirt- schaftskammer Österreich. Im Rahmen der Sitzung des höchsten Entscheidungsgremi- ums der WKÖ wurde Christoph Leitl als Präsident wiederbestellt und durch Vizekanzler Reinhold Mitterlehner angelobt. In seinem Eröffnungsstatement betonte der WKÖ-Präsident, dass in der „ver- gangenen Funktionsperiode alle Präsidiumsbeschlüsse einstim- mig erfolgt sind. Diese Kultur des Miteinander werden wir auch in den nächsten Jahren beibehalten.“ Richard Schenz und Martha Schultz bleiben in ihren Funkti- onen als Vizepräsidenten, ebenso Matthias Krenn (RFW) und Chris- toph Matznetter (SWV). Neu als Vizepräsidenten vertreten sind Ulrike Rabmer-Koller und Jürgen Roth (beide Wirtschaftsbund). Das neu bestellte Wirtschafts- parlament startet in einem schwie- rigen Umfeld: Viele Unternehmer müssten derzeit um ihre Existenz rudern, sagte Leitl, Österreich falle bei Wachstum und Wettbewerbs- fähigkeit zurück. In dieser Situ- ation sei die Wirtschaftskammer in einer schwierigen Doppelrolle: Einerseits müsse man anstehende Probleme aufzeigen, andererseits wolle man aber motivieren und Lösungen bieten. In diesem Zu- sammenhang forderte Leitl die Senkung der Lohnnebenkosten um fünf Milliarden Euro als „äu- ßerst wichtige Perspektive für Ös- terreichs Wirtschaft“. Außerdem sprach er sich für die Anhebung der Abschreibungsgrenze für ge- ringwertigeWirtschaftsgüter,eine zeitlich befristete Investitionszu- wachsprämie und die rasche Um- setzung des milliardenschweren Heftige Kritik der Gastronomie an Steuer-Ausnahmen Medienberichten zufolge plant die Politik im Rah- men der Steuerreform jetzt noch steuerliche und gewer- berechtliche Sonderausnah- men für Parteijugendorga- nisationen und parteinahe Vorfeldorganisationen. Mario Pulker, Obmann des Fachver- bandes Gastronomie in der WKÖ, kritisiert diese Pläne scharf: „Während die Gastro- nomie vom Gesetzgeber mit ständigneuenbürokratischen Auflagen belastet wird, soll auf der anderen Seite eine komplette Ausnahme von der Steuerpflicht für die eige- ne Parteijugend beschlossen werden. Das ist eine weite- re steuerfreie Parteienför- derung durch die Hintertür. Das ist unfair. Wir fordern gleiches Recht für alle.“ Für die Gastronomie ent- stünde durch diese neuen Sonderausnahmen noch mehr Konkurrenz von Veranstaltun- gen,diefernallerSteuerpflicht und Auflagen abgehalten wer- den und – insbesondere in den ländlichen Gebieten – den Wirten das Wasser abgraben, so Pulker. „Es geht nicht, dass Wirte gewerberechtliche Auflagen erfüllen und Steu- ern zahlen müssen, während Jugendorganisationen und Jungpolitiker im rechts- und steuerfreien Raum ihre Feste feiern“, sagt der Gastronom, der österreichweit 60.000 Wirte vertritt. Kein „Freibier“ für Parteijugend Österreich punktet bei der EXPO Unter dem Motto „breathe.aus- tria“ rückt Österreichs Beitrag zur Weltausstellung in Mailand das Lebensmittel Nummer eins ins Zentrum: die Luft. Rund 145 Länder präsentieren bei der Weltausstellung bis 31. Oktober 2015 ihre Visionen für die Zukunft unseres Planeten. Österreich punktet mit Natur: Ein dichter Wald im österreichi- schen Ausstellungsbereich nützt das Identifikationspotenzial der einmaligen Luft- und Lebensqua- lität in unserem Land. Der kli- maneutrale Österreich-Pavillon, der den kompletten Strombedarf über Solarenergie selbst erzeugt, gilt schon jetzt als Publikums- magnet: Seit der EXPO-Eröffnung am 1. Mai wurden bereits 600.000 Besucher gezählt. ■ Leitl, Fischer und Mitterlehner beim Besuch im Österreich-Pavillion. Foto:BMWFW/ArtworkCompany/Kramel Foto:engel.ac-Fotolia 18 · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft
  19. 19. · Österreich · 19 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Die neue Füh- rungsspitze der WKÖ (v.l.): Ge- neralsekretärin Hochhauser, die Vizepräsidenten Roth, Krenn, Rabmer-Koller, Präsident Leitl, die Vizepräsi- denten Schultz, Schenz, Matz- netter und Generalsekretär- Stv. Höllinger für Betriebe Wohnbau-Pakets aus. Beim Thema Verwaltung brauche es einen Kul- turwechsel: „Die Unternehmen müssen begleitet und ermutigt werden, nicht sanktioniert, be- straft und behindert.“ Das Prinzip „Beraten statt bestrafen“ müsse flächendeckendumgesetztwerden. Stärker müsse der Fokus auf Wertschätzung für Betriebe ge- legt werden: „Sie leisten Großar- tiges. Noch nie hatten wir so viel Beschäftigungundeinensohohen Export. Aber dafür gibt es von Politik und den Arbeitnehmer- vertretungen zu wenig Lob und Wertschätzung.“ Die Leistungen der Wirtschafts- treibenden hob auch Bundespräsi- dent Heinz Fischer in seiner Rede vor dem Wirtschaftsparlament hervor: „Sie alle sind Teil der ös- terreichischen Wirtschaft, Teil der Firma Österreich und zugleich in wachsendem Maß auch ein Teil der europäischen Familie. Es ist mir ein Anliegen, Ihnen für Ihre unternehmerischen Leistungen meinen Respekt auszudrücken und Sie zu ermutigen, auch wei- terhin mit Freude, Energie und Optimismus am Erfolg Ihrer Fir- men zu arbeiten und dadurch den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken“, so das Staatsoberhaupt vor den mehr als 100 Delegierten zum Wirtschaftsparlament aus allen Bundesländern. ■ Am Weg zu neuem All-Time-High Der Export ist und bleibt Stütze des Wohlstandes: Nach Rekord- werten 2014 erwartet die Wirt- schaftskammer auch heuer ein All-Time-High. 2014 erreichte das Ausfuhr- volumen aus Österreich 128 Milliarden Euro – und damit ein Plus von 1,8 Prozent. Die Dienst- leistungsexporte hinzugerechnet, machte das Volumen sogar 180 Milliarden Euro aus. Insgesamt vertreiben unsere Exporteure ihre Produkte in rund 220 Ländern. „Wir sind überzeugt, dass unsere Exporteure auch heuer wieder das Rekordergebnis des Vorjahres toppen werden – mit einem Aus- fuhrplus von über zwei Prozent auf rund 130 Milliarden Euro“, prognostizierte WKÖ-Präsident Christoph Leitl. ■ Aus der Statistik 12.600 Rund 12.600 Bäume, Büsche und Sträucher wurden im 2.000 Quadratmeter großen Österreich-Pavillon auf der EXPO gepflanzt. Damit stellt unser Land das Thema Luft und seine Kompetenz bei Umwelt- und Energiethemen in den Vordergrund. Jetzt ist es offiziell: Jürgen Roth ist als erster Steirer überhaupt Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich. Wir haben ihn zum Interview getroffen. Zwischen der Nominierung zum Vizepräsidenten und der nun erfolgten Wahl sind mehrere Wochen ver- gangen. Was ist in dieser Zeit alles passiert? Roth: Es waren für mich auf jeden Fall sehr spannende Tage, voller Vorfreude und Motivati- on, wenngleich auch ein biss- chen Wehmut mitgeschwungen hat.Denn ich war natürlich mit Leib und Seele Vizepräsident der WKO Steiermark – und zwar vom ersten bis zum letzten Tag. Jetzt aber überwiegt natürlich die große Freude darüber, als erster Steirer überhaupt Vize- präsident der Wirtschaftskam- mer Österreich zu sein. Welche inhaltlichen Schwerpunkte wollen Sie da vorantreiben? Roth: Im Grunde sind es drei Bereiche, die ich verstärkt besetzen möchte. Zum einen ist das ein regionaler Schwer- punkt mit der Stei- ermark, Kärnten und dem Burgenland, sprich der Süden Österreichs. Wei- ters werde ich mich vor allem im Handel engagieren, wo ja auch meine unternehmerischen Wurzeln liegen. Und nicht zu- letzt werde ich diese Agenden auch sehr stark international vertreten, und zwar sowohl auf europäischer Ebene – wo eine Spitzenfunktion im Bereich der Eurocommerce angedacht ist – als auch in Nordamerika. Ihr großes Ziel für die nächsten Jahre? Roth: Ich will auf jeden Fall den positiven Spirit, den wir hier in der steirischen Politik und in der Wirtschaft mit Josef Herk und Christian Buchmann haben, nach Wien weitertragen. Ein junger,frischerZugangbedeutet da immer eine große Chance. Starke Steirer-Stimme im Herzen der Republik
  20. 20. 20 · Marketing · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft D ie Welt wird digital. Davon zeugen nicht nur sämt- liche Studien zur Me- diennutzung, man braucht nur mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen. Gerade klassi- sche Printmedien stellt das vor enorme Herausforderungen, denn auf neue Kommunikationsfragen braucht es neue Antworten. Wir glauben, eine solche gefunden zu haben! Ab sofort können Sie Ihre „Steirische Wirtschaft“ auch als modernes E-Paper, optimiert für Smartphones und Tablets, mit zahlreichen Zusatzfeatures lesen. „Unsere Zeitung 1:1 im Internet abzubilden war und ist uns zu wenig. Wir wollen unseren Kun- den, den steirischen Unterneh- merinnenundUnternehmern,ein neues Leseerlebnis bieten“, sagt Mario Lugger, Chefredakteur der „Steirischen Wirtschaft“. Alles, was man dafür tun muss, ist die neue App im jeweiligen Appstore (Android und iOS, siehe rechts) kostenlos downzuloaden. Entwickelt wurden diese neuen Apps gemeinsam mit dem jun- gen Grazer Start-up Publiss (siehe links). Ziel war eine Zei- tung zum Ausklappen mit echtem Mehrwert. „Wir leben in einer aufregenden Zeit, in der wir prak- tisch täglich neue Möglichkeiten des Publizierens kennenlernen. Umso spannender ist es für uns als Redaktion, dass wir bei diesem Rennen um den digitalen User nun auch mitmischen werden“, freut sich Lugger. Dabei bekom- men unsere Leser eben nicht nur wie gewohnt eine Zeitung mit spannenden Unternehmer-News, die digitale Ausgabe bietet auch zahlreiche Funktionen, die in einer gedruckten Ausgabe in die- ser Form gar nicht möglich wären. SokönnenSiebeiausgewählten Artikeln etwa direkt weiterfüh- Sind Sie schon unser Apponnent? Mit zusätzlichen Bil- dergalerien können Sie Unser eigens produzier- tes WKO-TV können Sie noch tiefer in unsere Repor- tagen eintauchen. nun auch direkt auf Ihrem Gerät abspielen. Mit den neuen digitalen Lösun- gen der „Steirischen Wirtschaft“ können Sie Ihre Unternehmerzei- tung nicht nur schon einen Tag früher lesen, sondern auch zahl- reiche Zusatzfeatures nutzen. GrazerStart-upsetzt auf E-Publishing Das Grazer Start-up Publiss hat sich ganz dem E-Paper verschrieben. Dabei möchte das Unternehmen auch neue Wege gehen und Lösungen bieten, bei denen Unterneh- men ihre Magazine, Kun- denzeitungen und Kataloge einfach und mit wesentli- chem Mehrwert auch auf mobilen Endgeräten präsen- tieren können. „Bisher waren E-Papers meist eine Repro- duktion eines bestehenden Printmediums“, erklärt Mar- kus Barta, Geschäftsführer von Publiss: „Mit unserer Kiosk-App kann man aber die Zeitung zum Leben erwecken und mit zusätzlichen Inhal- ten hinterlegen.“ Besonders ist auch, dass die Technolo- gie ständig weiterentwickelt wird. „Wir bleiben nicht ste- hen und entwickeln ständig neue Features“, so Barta, der nun auch verstärkt am inter- nationalen Markt auftreten möchte. ■ ‣‣Im Internet: http://www.publiss.com Forschungsförderung macht’s möglich Das Rückgrat der neuen App basiert auf Peter Steinber- gers PSPDFKit. Steinberger ist CTO bei Publiss, sein System ist weltweit etwa bei Evernote und der Lufthansa im Einsatz. Gefördert wurde die Entwicklung durch die Österreichische Forschungs- förderungsgesellschaft (FFG), um in den Markt möglichst schnell einsteigen zu können. Schon 14 Monate später war die Entwicklung marktreif. Das Team rund um Publiss ist sichtlich stolz auf die neue App.
  21. 21. · Marketing · 21 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft rende Informationen im Internet abrufen. Auch unsere Videobei- träge von WKO-TV sind nun ab sofort direkt im jeweiligen Artikel eingebettet, und in unsere Re- portagen können Sie mit zusätz- lichen Bildergalerien noch tiefer ins Geschehen eintauchen. Sollte Ihnen eine unserer Geschichten besonders gut gefallen haben, können Sie die entsprechenden Seiten direkt per E-Mail verschi- cken und so Ihre Geschäftspartner oder Freunde darauf aufmerk- sam machen. Und wenn Sie uns etwas zu den aktuellen Storys mitteilen wollen? Dann tippen Sie doch einfach auf den Namen des Autors und schicken Sie ihm ein E-Mail. Oder Sie schreiben sich direkt in die App ein paar Notizen. Das sind nur einige von vielen neuen Funktionen, die die Apps der „Steirischen Wirtschaft“ zieren. Und dabei wird es auch nicht bleiben, denn laufend wird das Angebot mit unserem Partner Publiss weiterentwickelt. Schon bald wird man etwa unsere Arti- kel auch direkt auf Facebook und Twitter teilen können. Derzeit ist die „Steirische Wirt- schaft“ schon auf allen Geräten der Plattformen iOS und Andro- id sowie als Webviewer (www. stwi.at) verfügbar. Das volle Nutzererlebnis hat man aktuell aber nur auf Apple-Geräten. Bis zum Herbst soll dazu auch der Android-Markt, vom Smartphone bis zum Tablet, mit dem vollen Funktionsumfang ausgestattet werden. Eine wichtige Entwick- lung, an der derzeit fieberhaft ge- arbeitet wird. Ein weiterer Schritt wird wohl die Eroberung weiterer Plattformen – vom Windows- Phone bis zum Kindle – sein. „Das ist das Spannende, unsere App wird ständig erweitert“, ist Mario Lugger überzeugt. ■ Nicht nur am Tablet, auch am Smartphone Per App erhalten Sie die „Steirische Wirtschaft“ lässt sich nun die Zeitung wunderbar lesen. bereits einen Tag früher di- rekt auf Ihr mobiles Gerät. Alle Vorteile für Sie auf einen Blick Wann kann ich die neue Onlineausgabe der „Stei- rischen Wirtschaft“ he­ runterladen? +Die Apps sind ab sofort für Android- und Apple- Geräteverfügbar.DieE-Paper- Ausgaben erscheinen immer donnerstags, also einen Tag vor der Printversion. Man muss sie nur runterladen. Wie kann ich per App die Autoren kontaktieren? +Das ist so leicht wie nie zuvor. Tippen Sie einfach auf den Namen des Autors im Artikel und schon öffnet sich ihr E-Mail-Pro- gramm. Wie kann ich die Bilder- galerien aufrufen? +Tippen Sie einfach auf jeneFotos,diemiteinem Linkversehenwurden,umdie Galerie zu öffnen. Danach wi- schen Sie einfach in gewohn- ter Manier zum nächsten Bild. Ähnlich einfach ist das Abrufen von Videos. Ich möchte einen Artikel der „Steirischen Wirt- schaft“ teilen. Wie geht das? +Ganz einfach direkt aus der App können Sie die Artikel per Mail verschicken. Bald wird das auch direkt über Facebook und Twitter möglich sein. Warum kann ich noch nicht alle zusätzlichen Features am Android- Handy nutzen? +UnsereAppwirdständig weiterentwickelt. unser Partner Publiss arbeitet mit Hochdruck an der Weiterent- wicklung für Android-End- geräte. Schon jetzt lässt sich aber unsere Zeitung auch auf Android-Geräten lesen. ‣‣Für iOS: Hier ist der direkte Link zum App-Store: ‣‣Für Android: Hier geht es direkt zur Android-App. Fotos:Fischer
  22. 22. 22 · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft International Turkish Airlines will Istanbul zum weltweit größten Um- steigeflughafen machen. Die Entwicklungen in der Bran- che sprechen für die Türken, ihr Angebot an die Business- kunden ebenfalls: ein Lokalaugenschein am Bosporus. Von Klaus Krainer klaus.krainer@wkstmk.at Istanbul – hier treffen sich Welten: Asien und Europa, Orient und Abendland, Islam und Christen- tum. Schon vor Jahrtausenden war die Stadt an der Meerenge des Bosporus eine Metropole von Weltrang. Und genau das soll sie indenkommendenJahren,zumin- dest in wirtschaftlicher Hinsicht, wieder werden. Die halbstaatliche Fluglinie Tur- kish Airlines hat nämlich einiges vor und bringt erheblichen Rü- ckenwind mit: Seit 2004 wächst die Airline gewaltig, konnte in zehn Jahren ihr Passagieraufkom- men – ausgehend von 11,9 Mil- lionen – um fast 400 Prozent auf 55 Millionen Passagiere steigern. Damit kratzte Turkish 2014 bereits an den globalen Top 10. Zum Vergleich: Weltweit stieg das Passagieraufkommen in die- sem Zeitraum „nur“ um etwa 60 Prozent. In Bezug auf die meisten angeflogenen Länder ist Turkish mittlerweileweltweitdieNummer eins: Mit Graz wurde Ende Juni die 287. Destination in 110 Ländern in Betrieb genommen (siehe rechts). Gute geographische Lage trifft geschickte Strategie Turkish partizipiert geschickt an den Entwicklungen in der Branche, die vor allem im mittleren und fernen Osten in den kommenden Jahrzehnten schier unbegrenztes Wachstum versprechen: Die geflo- genen Passagierkilometer werden sichdortlautMarktstudiedesFlug- zeugherstellers Airbus bis 2033 nahezu vervierfachen, während es in Europa und Nordamerika „nur“ mehr eine Verdoppelung geben wird.AngesichtsdieserZahlenistes nichtverwunderlich,dasssichauch der durchschnittliche Schwerpunkt des Luftverkehrs immer weiter in Richtung Osten verschiebt: Lag der geographische Flugverkehrs- schwerpunkt 1971 noch mitten im Atlantik, soll er zwischen 2020 und 2030 etwas südlich von Istanbul ankommen. Kein Wunder also, dass sich der Vizepräsident des Unter- nehmens, Fatih Cigar, im Interview mit der „Steirischen Wirtschaft“ im Headquarter der Airline in Istanbul optimistisch zeigte. „Istanbul wird das neue Zentrum der Welt sein. Um diese Rolle ausfüllen zu kön- nen, sind wir auch bereit, kräftig zu investieren.“ Mit einem jährlichen Wachstum von etwa 15 Prozent undeinererwartetenVerdoppelung des Umsatzes auf 25 Milliarden Euro bis 2020 lässt es sich das auch selbstbewusst tun: Nordwestlich der Stadt wird aktuell ein neuer Flughafen gebaut, der bei seiner In- betriebnahme im Herbst 2017 eine Kapazität von 80 Millionen und nach Fertigstellung 2023 von 150 Millionen Passagieren haben soll. Kostenpunkt: 23 Milliarden Euro. Bleibt die Frage: Wie kann Tur- kish ein derartiges Wachstum hin- legen,währendsichetwaFluglinien wiedieAustrianAirlinesjedenLiter Zu Besuch im „neuen Zentrum der Luftfahrt“
  23. 23. · International · 23 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Kerosin vom Komfort absparen müssen? Cigar: „Aufgrund unserer geographischen Lage und unseres 24-Stunden-Flugbetriebs sind vor allem unsere Kurz- und Mittelstre- ckenflugzeugeimSchnitterheblich länger in der Luft.“ Soll heißen: Der Standort Istanbul ermöglicht es Turkish, den großen Teil seiner Flotte morgens in den mittle- ren Osten oder Nordafrika und nachmittags nach Skandina- vien und wieder zurück zu schi- cken, während mitteleuropäi- sche Fluglinien mit demselben Fluggerät kürzere Strecken an weniger Zielorte fliegen müssen. Turkish erreicht mit seinen Nor- malrumpfflugzeugen, beispiels- weiseeinemAirbus320,70Prozent seiner internationalen Ziele und 55 Länder – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil,dendieTürken geschickt auszunützen wissen. Denn die Strategie lautet ein- deutig: „Business first.“ Zwar macht der Anteil der Geschäfts- reisenden nur etwa 30 Prozent der Passagiere aus. Jedoch sind die Businessflieger auch bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, wenn das Angebot stimmt. Nicht zuletzt deshalb bietet Turkish mit „Do Co.“ ex- zellentes Bord- catering und die „beste Busi- nesslounge“ derWelt“(siehe rechts). Die Steier- mark passt also ins Konzept: eine starke, exportorientierte Wirtschaft, die einen leistungsfä- higenUmsteigeflughafenbraucht. Aktuell gibt es vier wöchentliche Verbindungen, aber bereits 2016 will Turkish die Linie auf eine tägliche Tagesrandverbindung upgraden – und sich damit zum steirischen Tor in künftige Wachs- tumsmärkte machen. ■ Viermal wöchentlich nach Istanbul Seit 22. Juni hebt Turkish jeweils am Montag, Mittwoch, Donners- tagundSamstagum15.40Uhrin Graz Richtung Istanbul ab (die Flüge nach Graz starten in Istan- bul um 13.30 Uhr Ortszeit und landen hier um 14.40 Ortszeit). DerStartwargut:Aktuellspricht Turkish von einer durchschnitt- lichen Auslastung von etwa 70-80 Prozent. Damit liegen die Buchungen sogar etwas besser, als von der türkischen Airline vor dem Start erwartet. ■ Chancen für heimischen Tourismus Natürlich ist die neue Verbin- dung auch touristisch interessant: Nicht nur Istanbul, die gesamte Türkei mit ihren 48 Flughäfen kann über die neue Linie er- schlossen werden. Umgekehrt investieren Steiermark- und Graz- Tourismus aktuell in die neuen Märkte: Damit will man nicht nur türkische, sondern auch arabische und asiatische Gäste verstärkt in die Steiermark – mit Hotspots in Graz (Kultur) und Schladming (Wintersport) – locken. ■ „Beste Airline“ und „Beste Lounge“ Um den Passagieren etwas zu bie- ten,tutTurkisheiniges:Mit„Do. Co.“ hat man österreichische Ku- linarikexzellenz in den Konzern geholt. Aktuell darf sich Turkish „beste Airline“ der Welt – basie- rend auf Passagierbewertungen –nennen.Außerdembietetsiemit der „CIP-Lounge“ für „Commer- cial Important Persons“ die von Fachmagazinen prämierte „beste Businesslounge“. ■ Aktuell fliegt Turkish mit Airbus A319 oder A320 die Strecke nach Graz. Im Landeanflug auf Istanbul: Über den Hub am Bosporus lässt sich die gesamte Türkei erreichen. Komfort pur: die „CIP-Lounge“ „Ab 2016 wollen wir zumindest einen täglichen Flug am Tagesrand ab Graz.“ Fatih Cigar, Vice-President 80 ‣‣Millionen Passagiere wurden 2014 auf den beiden Istanbuler Flughäfen abgefertigt, 57 davon am „Atatürk“, wo die „Grazer“ landen. 303Flugzeuge will Turkish Ende 2015 in seiner Flotte haben, weitere 231 sind bestellt: Die Sitzkapazität steigt bis 2020 auf 84.000. 150.000.000 ‣‣Euro kosteten die zwölf Flugsimulatoren, die in Istanbul auch von internationalen Airlines zur Pilotenausbildung genutzt werden.
  24. 24. 24 · Banken · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft RLB-Vorstandsdirektor ­Rainer Stelzer im Interview über den Wert von Bargeld und innovative Mobil- Lösungen für steirische Unternehmen. Von Michael Neumayr michael.neumayr@wkstmk.at Man sagt, dass nur Bares Wahres ist. Welchen Stellen- wert hat das Bargeld heute noch? Rainer Stelzer: Der Stellenwert des Bargeldes hängt natürlich vom Kundenwunsch ab. Wir glau- ben, dass das Bargeld immer eine gewisse Berechtigung haben wird. Gleichzeitig stellen wir aber fest, dass immer mehr Menschen bargeldlos zahlen. Und das wird weiter steigen, weil die neuen Technologien bargeldloses Zahlen erleichtern. Hier gehört etwa die NFC-Technologie dazu, die schon flächendeckend mit der Karte eingesetzt wird. Wir merken hier starke Steigerungsraten. Schon dreiProzentderZahlungenwerden mit NFC abgewickelt, obwohl wir es erst vor zwei Jahren eingeführt haben. Wir werden daher diese Technologie verbessern und in das Smartphone integrieren. Noch dieses Jahr werden wir das flächen- deckend anbieten. In Griechenland wird Bargeld aus dem Bankomaten knapp. Kann das eine Gesellschaft zum Wanken bringen? Stelzer: Bargeld hat etwas Hap- tisches und verleiht Sicherheit. Alles, was man in der Hand hat, hat einen Wert. In Griechenland lässt der nun fehlende Zugang zum Bar- geld die Leute leicht panisch wer- den. Wichtig ist aber der Zugang zur Liquidität, und davor haben die Griechen noch mehr Angst. Durch die vielen Zahlungs- formen wird das Cash-Ma- nagement eine Herausforde- rung. Wie behält da ein Un- ternehmer den Überblick? Stelzer: Für den Unternehmer ist wichtig, dass er immer und zu jeder Zeit eine Übersicht über seine Liquiditätssituation hat. Wir unterstützen hier sehr stark die Zahlungsverkehrssysteme, indem der Unternehmer ab sofort mit einer eigenen App am Smartphone jederzeit seine Situation über- prüfen kann. Hier legen wir Wert darauf, dass unsere Kunden mit dem Multibankstandard auch pro- blemlos und sicher auf die Konten anderer Banken zugreifen und so den Zahlungsverkehr zentral auto- risieren können. Muss man heute alle Zah- lungsformen anbieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Stelzer: Ein Unternehmer hat eher Nachteile, wenn er das nicht anbie- tet,daerbestimmteKundenschich- ten dann einfach nicht bedienen kann. Viele wollen einfach ohne Bargeld bezahlen. Wir empfehlen daher stark, auf die modernen Zah- lungsformen zu setzen. Mit einer ordentlichen Beratung ist es auch keinProblem.DieseUnterstützung kommt von uns als Bank und der Unternehmer hat eigentlich nur Vorteile. Selbst wenn es bei der neuen App Probleme gibt, dann wird immer in der Bankfiliale ge- holfen. Deshalb ist beides wichtig, die physische Beratung vor Ort, aber auch digitale Services, wenn der Unternehmer unterwegs ist. Gerade im Bankleben ist Si- cherheit sehr wichtig. Ist ein Zahlungsverkehr mit Papier- TAN noch zeitgemäß? Stelzer: Die Papier-TAN war vor über 20 Jahren die erste digitale Bezahlmöglichkeit. Zuletzt kam es aber verstärkt zu Phishing-Fällen und die Konten gerieten ernsthaft in Gefahr. Wir haben daher 2014 Papier-TANskomplettabgeschafft. DasbrauchtevielÜberzeugungsar- beit, wir wollten aber den Kunden das Risiko nicht mehr zumuten. Weiterentwickelt haben wir das System mit SMS-TANs, doch auch hier gibt es Risiken. Daher haben wir den Card-TAN eingeführt. Hier wird vor Ort eine Nummer gene- riert, die nur diese Transaktion auslöst. Sicherheitsprobleme sind uns da nicht bekannt.■ „Unternehmer müssen immer eine Übersicht über die Liquidität haben“, ist Rainer Stelzer überzeugt. Vorstandsdirektor Rainer Stelzer ist seit 2012 in der Raiffeisen Landesbank Steiermark für das Kommerzkunden- und Privatkunden-Geschäft zu- ständig. Davor war der Oberösterreicher für das Deutschland-Geschäft der Oberbank AG zustän- dig. Sein Studium absolvierte der Wirtschaftsin- formatiker in Linz und Florenz. Zur Person Foto:KANIZAJMARIJA-M. Branchen Wohin die digitale Reise im Bankgeschäft geht
  25. 25. · Industrie · 25 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Wenn Kinder an ihrer Zukunft bauen Im Herbst zeigten 7.000 Kinder mit Legosteinen vor, was sie sich von der Zukunft wünschen. Jetzt werden ihre Botschaften an die Politik übermittelt. Es war wohl eine der spannends- ten „Baustellen“ im vergangenen Herbst, als 7.000 Kinder auf Einladung der Industriellenverei- nigung (IV) in Graz ihre Visionen der Zukunft mit zehn Millionen Legosteinen verwirklichten. Jetzt liegen die Forderungen der jungen Generation in Buchform vor – die nun an die politischen Entschei- dungsträger überreicht werden. „Wir haben im Oktober von den Kindern einen Auftrag be- kommen und halten unser Ver- sprechen, ihre Wünsche an jene weiterzugeben, die sie erfüllen können“, so IV-Präsident Jochen Pildner-Steinburg. Vier zentrale Botschaften wurden in den ver- gangenen Monaten von Experten aus Architektur, Stadtentwick- lung, Pädagogik, Luftfahrt sowie Energie- und Umwelttechnik aus den Lego-Darstellungen gefiltert und zusammengefasst. Was sich die Kinder konkret von ihrer Zu- kunft wünschen? „Die erste Losung lautet: ,Macht mehr daraus‘. Dinge aller Art, von Autos über Schulen und Häuser bis hin zu Freizeitbe- reichen, sollen in ihren Funktionen flexibler werden“, so Pildner-Stein- burg. Die zweite Forderung, „Seid offen für neue Lösungen“, spricht den Einsatz moderner Technik etwa im Umweltschutzbereich an. Und auch schon die Kids wissen: „Zeit ist kostbar“, weshalb sie kluge Verkehrs- und Freizeitlösungen einfordern. „Der vierte Wunsch der Jugend heißt: ,Seid tolerant‘ – wir wollen ein Miteinander der Kul- turen“, erklärt Pildner-Steinburg, der diese Forderungen nun der Landespolitik übermittelt: „Diese Wünsche werden für die Regie- rungsverhandler bei der Ausge- staltung der Legislaturperiode eine bereichernde Inspiration sein.“ ■ ‣‣Im Web: Ausführliche Informa- tionen zum Projekt auf: www.esistdeinezukunft.at. „Build the Change“ – unter diesem Motto bauten von 2. bis 5. Oktober 2014 rund 7.000 Kinder an der Zukunft. Holzindustrie Ehrenurkunde I: Meister Für seine besonderen Verdienste um die Branche wurde kürzlich Franz Meister von der Sparte In- dustrie der WKO Steiermark mit einerUrkundegeehrt.„FranzMeis- ter erkannte schon früh, dass sein kleines Nadelholzsägewerk nicht rentabel zu führen war, und sattel- te auf Laubholz um – ein Novum in der Sägerbranche“, so Holzindus­ trie-ObfrauMonikaZechner.„Erist ein innovativer Vordenker und hat nun seinen Betrieb der nächsten Generation übergeben.“ Fahrzeugindustrie Ehrenurkunde II: Mayer Im Zuge des Branchentreffs der steirischen Fahrzeugindustrie wurde Erich Mayer für sein lang- jähriges Engagement eine Ehren- urkunde von Industrie-Obmann AngelikaKreschüberreicht.Mayer war als Personalchef der Magna auch Chefverhandler bei den Kol- lektivvertragsverhandlungen. Mit seinem Übertritt in den Ruhestand übergab Mayer die Personalver- antwortung bei Magna wie auch die Funktion des Vorsitzenden der Fahrzeugindustrie an Jörg Tutner. Metallwarenindustrie „Fair Trade“-Rohstoffe Der Kapfenberger Werkzeug- Spezialist „Böhlerit“ garantiert die Verwendung konfliktfreier Rohstoffe. „Die Wahrung der Men- schenrechte und die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten ist für Böhlerit selbstverständlich“, be- tont Böhlerit-GF Johann Werl. In Kürze Kresch, Mayer und Tutner (v.l.)Ehrenurkunde für Franz Meister RHI Rubner öffnet die Tore für Gäste und Kunden Das in Rohrbach an der Lafnitz an- sässige Unternehmen RHI Rubner begrüßte zahlreiche Interessierte am „Tag der offenen Tür“. Mit rund 100 Mitarbeitern erwirtschaftet das drittgrößte Sägewerk der Stei- ermark rund 44 Millionen Euro im Jahr. Infos: www.rhi.rubner.com Foto:Fischer/IV
  26. 26. 26 · Gewerbe · Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Knapp AG lädt zu CSR-Sommerbrunch Zum Austausch mit den Tri- gos-Steiermark-Gewinnern 2015 lädt die Knapp AG in die Zentrale nach Hart bei Graz – und zwar am Mitt- woch, dem 15. Juli, von 8.30 bis 11.30 Uhr unter dem Titel „CSR-Sommerbrunch“. Dort bekommt jedes Unternehmen die Möglichkeit, seine eige- nen CSR-Maßnahmen vorzu- stellen. Anmeldung bis 8. Juli: is@verantwortung-zeigen.at; Tel. 0463/507755-0. In Kürze Die Berufsbilder in den Bereichen Zimmerei, Landmaschinentechnik und Mechatronik wurden überarbeitet. Gold und Bronze für die Maler Über einen großartigen Erfolg darf sich die steirische Maler-Branche freuen: Beim Bundeslehrlingswett- bewerb in Linz malte sich Martin Lerchegger aus Stein an der Enns (Lehrbetrieb: Karl Moosbrugger, Gröbming) auf Platz eins, gefolgt von Caroline Trampitsch (Kärnten) und Daniel Löscher aus Gratwein (Lehrbetrieb: Manfred Löscher, Gratwein). Sehr zur Freude von Innungsmeister Alois Feuchter und Trainer Michael Tobisch. Neue Berufe machen Schule Das Lehrberufspaket ist unter Dach und Fach, auch Lehrberufe aus dem Gewer- be werden auf neue Beine gestellt. Ein Überblick. Gerade noch rechtzeitig vor der neuen Ausbildungsperiode gibt es 18 neue bzw. modifizierte Lehrbe- rufe, auf die sich die Sozialpartner kürzlich geeinigt haben. „Jeder Betrieb, der ausbilden möchte, muss sich ab sofort an neue Aus- bildungsordnungen halten“, sagt Gottfried Krainer, Leiter der WKO- Lehrlingsstelle. Auch etliche Bran- chen aus dem Gewerbe sind davon betroffen. Eine Übersicht: ‣‣Im Lehrberuf Ofenbau- und Verlegetechnik werden die Be- rufsbilder Hafner, Platten- und Fliesenleger kombiniert. ‣‣Zimmereitechnik ist eine tech- nisch anspruchsvolle Erweite- rung des Lehrberufs Zimmerei. Im Holzbau seien die Anforde- rungen massiv gestiegen, so Innungsmeister Oskar Beer: „Der Zimmereitechniker soll die Lücke zwischen dem Gesellen und dem Bauleiter bzw. Zimmer- meister schließen.“ ‣‣Mit der Neuordnung der Lehrbe- rufeLabortechnikundMechatro- nik werden zwei neue Modulbe- rufe geschaffen. ‣‣Modernisiert wurden die Lehr- berufe Gold- und Silberschmied sowie Juwelier, Hafner, Platten- und Fliesenleger, Reinigungs- technik, Stuckateur und Trocken- ausbauer, Textilgestaltung und Zimmerei. ‣‣Auch in der Land- und Bauma- schinentechnik bleibt kein Stein auf dem anderen. Es sei die größ- te Reform seit 1998, so der stv. Innungsmeister Erich Urch im Interview (siehe links). ‣‣Der Ausbildungsversuch Huf- schmied wird in einen regulären Lehrberuf übergeleitet.■ ‣‣Im Web Infos unter http://bit.ly/1C50X0s; Tel. 0316/601-454 Foto:Kunasz Foto:EwaldFrch-Fotolia Foto:JürgenFälchle-Fotolia Foto:industrieblick-Fotolia Sie haben am neuen Be- rufsbild der Land- und Baumaschinentechnik mitgearbeitet. Wieso war die Neuordnung nötig? In den letzten 15 Jahren haben sich echte Revolutio- nen in der Landmaschinen- technik ereignet. Wir sind in der digitalen Welt angekom- men. Daher war es notwen- dig, das Berufsbild neu zu beschreiben. Inwiefern? Die Grundanforderungen bleiben bestehen: Es geht weiterhin um die Neuanfer- tigung und Herstellung von Bauteilen, Werkstücken und Maschinen. Zudem geht es um das Suchen und Beur- teilen von Fehlern, aber mit computergestützten Diagno- semethoden. Welche Anforderungen werden im neuen Be- rufsbild formuliert? Neben Kenntnissen über den Lehrbetrieb werden auch Schlüsselqualifikationen wie Lösungsstrategien und Sozi- alkompetenz gefordert. Erich Urch ist stellvertretender Innungs- meister Land- und Baumaschinentechnik. Interview Branchen- vertreter Erich Urch
  27. 27. · Gewerbe · 27 Nr. 24 · 3. Juli 2015 Steirische Wirtschaft Erfolgreiche Jung-Rauchfangkehrer In der Berufsschule Murau ging kürzlich der Lehrlingswettbewerb der Rauchfangkehrer über die Bühne. Über den ersten Platz freut sich Florian Brandl (Lehr- betrieb Karl Brandl). Platz zwei ging an Marcel Huber (Firma Bernd Huber), Platz drei ex aequo an Martin Krainer (Firma Sonja Krainz) und Manuel Trost (Firma Helga Rappold). Innungsmeister Christian Plesar und Lehrlings- wart Harald Haidler gratulierten dem Berufsnachwuchs herzlich.■ Steirerin holt sich die „Silberne“ Beim Bundeslehrlingswettbe- werb in Klagenfurt zeigte der BerufsnachwuchsderFußpfleger, Kosmetiker und Masseure sein Können. Während Lisa Kathari- na Reiff (Salzburg) Gold in der Kosmetik holte, schaffte Selina Köb (Vorarlberg) in der Fußpflege Platz eins. In der Massage siegte Markus Rois (OÖ), im Fantasie- Make-up Jessica Schindelegger (NÖ). Katharina Amon (Grim- ming Therme GmbH) schaffte Platz zwei bei den Masseuren. ■ Die besten Nachwuchsta- lente des Lan- des zeigten beim Bundes- lehrlingswett- bewerb ihr Können. Ausgezeich- neter Rauch- fangkehrer- Nachwuchs: Brandl, Huber, Trost und Krai- ner (v.l.) Foto: Haselmann Steirer setzt „Tosca“ gekonnt in Szene Kunststoffverarbeiter Christian Fuchs hat für die Opernfestspiele in St. Mar- garethen eine 25 Meter hohe Skulptur kreiert. Von Karin Sattler karin.sattler@wkstmk.at Wenn bei den Opernfestspielen in St. Margarethen bald tausende Musikfans den Klängen von Gia- como Puccinis „Tosca“ lauschen, sorgt ein steirischer Unternehmer dafür, dass das Event im Römer- steinbruch gleichzeitig auch ein Augenschmaus wird: Christian Fuchs, Chef der Firma „Idee Design The Art Factory GmbH“ in Stainz. Er setzt mit einer 25 Meter hohen Figur, die auf einem impo- santen Federkleid thront, „Tosca“ gekonnt in Szene. Zwei Monate Arbeit stecken in der gigantischen Figur aus Polystyrol. Der renommierte Kunststoffverarbeiter hat die ur- sprünglich nur 50 cm große tonmodellierte Skulptur mittels 3D gescannt und gefräst. Auf eine Größe von zwei Metern „gewach- sen“, wurde die Skulptur auf eine Gesamtlänge von 15 Metern ska- liert, die gefrästen Einzelteile ver- klebt und transportfähig gemacht. Für Fuchs, einen gelernten Ma- lermeistermiteinerausgeprägten Affinität zu Kunst und Ästhetik, ist die überlebensgroße Figur nicht das erste Großprojekt: So zählt etwa ein 16 Meter hohes begeh- bares Raumschiff zu den Refe- renzprojekten des weststeirischen Unternehmens. 2009 gegründet, setzt der „Meister der Formenviel- falt“ Ideen von Architekten, Desi- gnern und Künstlern genauso um wie von Messebauern. Zu seinen bekanntesten Auftraggebern zählt etwa die britische Architektin Zaha Hadid. Gefertigt wird neben dem Werk in Stainz auch in einer Tisch- lerei in Mureck, die der findige Unternehmer übernommen hat. Von der Steiermark aus erobert der Formenbauer, der übrigens mit dem Bau von Kunstfelsen in die Branche eingestiegen ist, den ganzen Globus: „Wir liefern unsere Produkte weltweit“, sagt er nicht ohne Stolz, wie ein Blick auf die lange Referenzliste zeigt. Der beste Beweis dafür, wie gut dem 15-Mann-Betrieb der Spagat zwischen virtuellen und realen Formen gelingt. ■ ‣‣Im Web mehr Infos zum Unternehmen www.organic-forms.at Imposant: Die Skulptur von Christian Fuchs bringt es auf eine Gesamthöhe von 25 Metern. Christian Fuchs Foto: www.foto- augenblick.at Foto:Schuller

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