SchulbibliothekAufbau                          Schulbibliothek                            Table Of ContentsAufbau ...........
SchulbibliothekAufbauKindersuchmaschinen .................................................. 52Kombinierte Schul- und öffen...
SchulbibliothekAufbauWeb 2.0      .............................................................                 103Web 3.0...
SchulbibliothekAufbauSiehe BestandsaufbauSiehe HandreichungSiehe Ausstattung                       page 4 / 115
SchulbibliothekAufbauSiehe FortbildungSiehe Bibliothekslehrer                          page 5 / 115
SchulbibliothekAufbauAusleihe elektronischer Medien siehe Urheberrecht                                                    ...
SchulbibliothekAufbauModerne, multifunktionale und multimediale Schulbibliotheken erfordern eine Ausstattung - Möbel,Gerät...
SchulbibliothekAufbauDer **Friedrich-Boedecker-Kreis**, der staatliche Mittel erhält, bezuschusst Lesungen undSchreibwerks...
SchulbibliothekAufbau                  page 9 / 115
SchulbibliothekAufbauArbeitshilfenEine umfassende Checkliste:     TippsTricksGrundschulbibliothek.pdfEine ausführliche Bro...
SchulbibliothekAufbauEine ausführliche Arbeitshilfe der Büchereifachstelle Koblenz:   schulbib_brosch.pdfSchulen mit Bibli...
SchulbibliothekAufbauAusgangspunkt sollte die Frage sein: Welche Bücher brauchen wir in unserer Schulbibliothek?• Ein schu...
SchulbibliothekAufbau• der Inhalt nicht mehr den neueren Erkenntnissen entspricht und ein aktuellerer Nachfolgetitel erhäl...
SchulbibliothekAufbauEtwas aufwändig, aber sehr hilfreich bei der Ermittlung von Stärken und Schwächen des Bestandes istda...
SchulbibliothekAufbauSiehe Unterricht in der Schulbiliothek!S. a. Lesende Schule!                                         ...
SchulbibliothekAufbauEine Liste von Schulbibliothekseinrichtern:Bibliothekseinrichtung Lenk GmbHAuerbacher Str. 1a, 08304 ...
SchulbibliothekAufbauFax: 02593/9898-2E-Mail: portmann@aol.comKindermöbel, auch Bibliotheksmöbel♦Schlapp Möbel GmbH & Co, ...
SchulbibliothekAufbauDas B. ist Teil des schulischen Lehrplans. In ihm steht, welche Inhalte und welche Arbeitstechniken m...
SchulbibliothekAufbauAuch wenn sie nicht fortgeführt wird, diese Seite ist immer noch lesenswert: www.lesedock.de         ...
SchulbibliothekAufbau In vielen Ländern gibt es Schulbibliotheksspezialisten: Lehrer/in oder Bibliothekar/in, die oder der...
SchulbibliothekAufbauSiehe Ausstattung                    page 21 / 115
SchulbibliothekAufbauErstaunlich und erfreulich ist das Engagement der Softwarehersteller: Es gibt mehr als 50 Programme f...
SchulbibliothekAufbauSchule hat. Support und Weiterentwicklung gibt es in der Regel nicht.Ein neuseeländisches Programm, K...
SchulbibliothekAufbauEine Form der Zusammenarbeit von Schulbibliothek und öffentlicher Bibliothek ist die Blockausleihe.Di...
SchulbibliothekAufbauCollection Mapping bedeutet, sich ein Bild vom Bestand der Schulbibliothek zu machen.Anhand von Besta...
SchulbibliothekAufbau→ Schülerleistung und Schulbibliothek                                        page 26 / 115
SchulbibliothekAufbauSiehe "Schulbibliothek"                          page 27 / 115
SchulbibliothekAufbauDie eBooks werden nicht nur zum Verkaufserfolg bei Leser/innen. Auch in den Schulen gibt es großeAufg...
SchulbibliothekAufbauType in the content of your page here.                                         page 29 / 115
SchulbibliothekAufbauENSIL ist der europäische Verbund für Schulbibliotheken und Informationskompetenz, 2000 am Randeder I...
SchulbibliothekAufbauSiehe auch Standards!                        page 31 / 115
SchulbibliothekAufbauBasics/Handreichungen         Tipps für den Aufbau einer Schulbibliothek (pdf, 148 kb) von der Bücher...
SchulbibliothekAufbauWas in Deutschland fehlt, ist eine gesetzliche Regelung des Schulbibliothekswesens und seinerFinanzie...
SchulbibliothekAufbauSiehe Schulbibliotheksforschung                                  page 34 / 115
SchulbibliothekAufbauIm Rahmen der Lehrerfortbildung der Bundesländer gibt es unsystematische, man kann fast sagen,zufälli...
SchulbibliothekAufbauIn Frankreich gibt es einen Ausbildungsgang zum documentaliste, der zur Leitung der Schulbibliotheken...
SchulbibliothekAufbauFotos von Schulbibliotheken (IASL)Fotos von Schulbibliotheken (Robin Hood Projekt, New York )Lernräum...
SchulbibliothekAufbauim Aufbau!Siehe auch Finanzierung                          page 38 / 115
SchulbibliothekAufbauDas Interesse an Schulbibliotheken ist durch die Ausbreitung der Ganztagsschulen gewachsen.Da Ganztag...
SchulbibliothekAufbauruhige Spiele (sofern es nicht einen bibliotheksunabhängigen Spielebereich gibt) Ausbau des Bestandes...
SchulbibliothekAufbauSiehe Aufbau!                  page 41 / 115
SchulbibliothekAufbau         Einrichtungshinweise Knappe Aufzählung des Nötigsten         Tipps und Tricks für Grundschul...
SchulbibliothekAufbau                                                         Das Schulbibliotheks-Wiki                   ...
SchulbibliothekAufbau    Informationen und Links rund um Schulbibliotheken                und -mediatheken                ...
SchulbibliothekAufbau                   page 45 / 115
SchulbibliothekAufbauEine gute Schulbibliothek ist auf der Schulhomepage prominent vertreten.Damit wird deutlich, dass die...
SchulbibliothekAufbauIASL, International Association of School Librarianship, ist ein Welt umspannender Verband. Er führtj...
SchulbibliothekAufbauDie Klagen, dass Schülerinnen und Schüler schlecht lesen können und überfordert scheinen,Informatione...
SchulbibliothekAufbauDeutschlandLAG Schulbibliotheken in Hessen e. V.Servicestelle EDV für Schulbibliotheken in HessenAG d...
SchulbibliothekAufbauDie Beziehung von Internet und (Schul-)Bibliothek ist kompliziert und wechselhaft. Mit dem Siegeszugd...
SchulbibliothekAufbauBibliothekare studieren K. mehrere Jahre. Wer dem Link folgt, weiß, warum.                           ...
SchulbibliothekAufbauSiehe "Kindersuchmaschinen" bei Basedow1764Die Suchmaschine “Twurdy” bewertet die Lesbarkeit (Wortsch...
SchulbibliothekAufbauKombinierte Schul- und öffentliche Bibliotheken gelten als der Königsweg derSchulbibliotheksentwicklu...
SchulbibliothekAufbauZur Bedeutung von SchulbibliothekenIFLA-ManifestResolutionder LAG Schulbibliotheken in HessenArtikelb...
SchulbibliothekAufbauSiehe Zusammenarbeit Schule und Bibliothekund Zusammenarbeit Schulbibliothek und öffentliche Biblioth...
SchulbibliothekAufbauFachliteratur:Schreibwerkstatt: Geschichten und Gedichte: Schreibaufgaben, -übungen, -spiele von Joac...
SchulbibliothekAufbauDie Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen (LAG) ist ein gemeinnütziger Verein, zudem ...
SchulbibliothekAufbauOrt, an dem die Schulbibliothekarin oder der Schulbibliothekar häufig sein sollte.Lehrerinnen und Leh...
SchulbibliothekAufbauMethoden - eine Mindmap                          page 59 / 115
SchulbibliothekAufbau→ Lesekultur                  page 60 / 115
SchulbibliothekAufbauLesefeste Berliner SchulenSonnenschule Attendorn                             page 61 / 115
SchulbibliothekAufbauSiehe Lesekultur!                    page 62 / 115
SchulbibliothekAufbauLesekompetenz in der (amerikanischen) PISA-DefinitionSchwache Lesekompetenz in Hessen laut PISA. (pdf...
SchulbibliothekAufbauBücher - Lesen - Leseförderung         www.biblio.at/rezensionen/index.htm Literaturdatenbank des öst...
SchulbibliothekAufbauFähigkeiten (wie etwa der mentalen Strukturierung von Sätzen) über verschiedenen Verfahren derSelbsts...
SchulbibliothekAufbauLesenächte sind aufwändige, aber lohnende Veranstaltungen.Am besten ist es, die Lesenacht auf den Fre...
SchulbibliothekAufbauDie SB hat den Auftrag, in die ganze Schule hineinzuwirken. Sie beschränkt sich nicht auf die Ausleih...
SchulbibliothekAufbauhids                                                Hessischer Informationsdienst Schulbibliotheken, ...
SchulbibliothekAufbauIm Entstehen!Siehe auch Informationskompetenz!                                    page 69 / 115
SchulbibliothekAufbauDie Schulbibliothek macht gedruckte, audiovisuelle und digitale Medien zugänglich: Bücher,Zeitschrift...
SchulbibliothekAufbau→Lerntechniken                  page 71 / 115
SchulbibliothekAufbauOnline Public Access Catalogue. Der elektronische Katalog, den alle benutzen dürfen.Am besten ist er ...
SchulbibliothekAufbauWeltweit herrscht der Typus des teacher-librarian vor, der Bibliothekslehrkraft, die pädagogische,bib...
SchulbibliothekAufbauLandesregierungen.Wenn die Verträge Substanz haben sollen und nicht nur deklamatorischen Charakter, f...
SchulbibliothekAufbauMöglich ist, dass eine Landesregierung nicht nur Lehrer bezahlt, sondern auch pädagogischeAssistenten...
SchulbibliothekAufbauDer Einsatz von Langzeitarbeitslosen in Schulbibliotheken erfreut sich wachsender Beliebtheit. Das is...
SchulbibliothekAufbauPISA und andere Schulleistungsvergleiche werden gerne als Argument für Schulbibliotheken benutzt.Dies...
SchulbibliothekAufbauMit der Präsenzbibliothek erspart man sich Ausleih-, Rückgabe- und Mahnprozeduren. Die Bücher undande...
SchulbibliothekAufbauSiehe Standards!                   page 79 / 115
SchulbibliothekAufbauMöglichst zentrale Lage; Mindestgröße 50-70m2; bei mehr als 2.000 Bänden für zusätzliche 1.000Bücher ...
SchulbibliothekAufbauEine Schulbibliothek oder -mediathek ist eine Bibliothek in einer Schule. Ihre Aufgabe istes, Lehrern...
SchulbibliothekAufbauIn Anlehnung an den Artikel "School library" im amerikanischen Wikipedia.und dasSchulbibliotheksmanif...
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Schulbibliothekslexikon
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Schulbibliothekslexikon

2.156 Aufrufe

Veröffentlicht am

Ein Lexikon im Wiki-Format

Stand 01.10.2011
439 views + aktuelle Zahl

Am besten gleich online gehen: http://schulbibliothek.wikispaces.com/


Wer nicht gleich online geht:
Stichwörter immer wieder vom Register aufrufen! Die internen Links funktionieren leider nicht. Das Stichwort wird nicht als Überschrift angezeigt.

Veröffentlicht in: Bildung
1 Kommentar
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
2.156
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
1
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
1
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Schulbibliothekslexikon

  1. 1. SchulbibliothekAufbau Schulbibliothek Table Of ContentsAufbau ............................................................. 4Ausbildung .......................................................... 5Ausleihe ............................................................ 6Ausstattung .......................................................... 7Autorenlesung ........................................................ 8Berufsschule ......................................................... 9Best Practise Grundschule .............................................. 10Best Practise Sekundarstufe ............................................. 11Bestandsaufbau ...................................................... 12Bibliothek und Unterricht ................................................ 15Bibliotheksausstatter ................................................... 16Bibliothekscurriculum .................................................. 18Bibliotheksdidaktik .................................................... 19Bibliothekslehrer ...................................................... 20Bibliotheksmöbel ...................................................... 21Bibliothekssoftware .................................................... 22Blockausleihe ......................................................... 24Collection Mapping .................................................... 25Colorado-Studie ....................................................... 26Definition ........................................................... 27eBook .............................................................. 28Elternmitarbeit ....................................................... 29ENSIL ............................................................. 30Evaluation ........................................................... 31Fachliteratur ......................................................... 32Finanzierung ......................................................... 33Forschung ........................................................... 34Fortbildung .......................................................... 35Fotos von Schulbibliotheken .............................................. 37Fundraising .......................................................... 38Ganztagsschule ....................................................... 39Gründung ........................................................... 41Handreichungen ...................................................... 42home .............................................................. 43Homepage ........................................................... 46IASL .............................................................. 47Informationskompetenz ................................................. 48Institutionen ......................................................... 49Internet ............................................................. 50Katalogisierung ....................................................... 51 page 1 / 115
  2. 2. SchulbibliothekAufbauKindersuchmaschinen .................................................. 52Kombinierte Schul- und öffentliche Bibliothek ................................. 53Konzept ............................................................ 54Kooperation ......................................................... 55Kreatives Schreiben .................................................... 56LAG Schulbibliotheken in Hessen e.V. ....................................... 57Lehrerzimmer ........................................................ 58Lerntechniken ........................................................ 59Leseanimation ........................................................ 60Lesefest ............................................................. 61Leseförderung ........................................................ 62Lesekompetenz ....................................................... 63Lesekultur ........................................................... 64Lesenacht ........................................................... 66Lesende Schule ....................................................... 67Mailing Lists ......................................................... 68Medienkompetenz ..................................................... 69Medienmix .......................................................... 70Methodentraining ..................................................... 71OPAC .............................................................. 72Personal ............................................................ 73PISA ............................................................... 77Präsenzbibliothek ...................................................... 78Qualitätssicherung ..................................................... 79Raum .............................................................. 80Schulbibliothek ....................................................... 81Schulbibliothek 2.0 ..................................................... 83Schulbibliothekarische Arbeitsstelle ......................................... 84Schulbibliotheken weltweit ............................................... 86Schulbibliotheksforschung ............................................... 87Schulbibliotheksliteratur ................................................. 88Schulbibliothekstag .................................................... 89Schülerleistung und Schulbibliothek ......................................... 90Schulhomepage ....................................................... 91Schulleitung ......................................................... 92Schulprogramm ....................................................... 93Selbstlernzentrum ..................................................... 94Software ............................................................ 95Standards ........................................................... 96Südtirol ............................................................. 97Systematik .......................................................... 98Unterricht in der SB .................................................... 99Urheberrecht ........................................................ 100Verbände .......................................................... 101Vertretungsstunden ................................................... 102 page 2 / 115
  3. 3. SchulbibliothekAufbauWeb 2.0 ............................................................. 103Web 3.0 ............................................................. 104Weblog............................................................. 105Webquest........................................................... 106Weihnachtswunschzettel ................................................. 107Wissenszentrum ....................................................... 108Zusammenarbeit Fachlehrer und Schulbibliothekar .............................. 109Zusammenarbeit Schulbibliothek und öffentliche Bibliothek ........................ 110Zusammenarbeit Schule und Bibliothek...................................... 111Zusammenarbeit von Schulbibliotheken...................................... 113Zuständigkeit ........................................................ 114 page 3 / 115
  4. 4. SchulbibliothekAufbauSiehe BestandsaufbauSiehe HandreichungSiehe Ausstattung page 4 / 115
  5. 5. SchulbibliothekAufbauSiehe FortbildungSiehe Bibliothekslehrer page 5 / 115
  6. 6. SchulbibliothekAufbauAusleihe elektronischer Medien siehe Urheberrecht page 6 / 115
  7. 7. SchulbibliothekAufbauModerne, multifunktionale und multimediale Schulbibliotheken erfordern eine Ausstattung - Möbel,Geräte, Medien, Raumaufteilung -, die den Anforderungen an Unterricht genügt. Untericht muss so sein:Individualisierend, differenzierend, Selbsttätigkeit ermöglichend, forschend-entdeckend, gruppen-,projekt-, produkt- und handlungsorientiert.Entsprechend sollten dann in der SB vorhanden sein:Gruppentische und Einzelarbeitsplätze, Leseecken, Sitzlandschaft,Präsantationsfläche und -medien,Steh-OPACS und Internetcomputer,ein multimedialer Bestand - Bücher, Zeitungen, DVD, Internet/Intranet, Datenbanken,Software für die Produktion multimedialer Präsentationen.Angesichts der kurzen "Lebens"-Zyklen digitaler Geräte und der augenblicklichen Entwicklungsrichtungzu Tabletrechnern und mobilem Internet kann eine Austattungsempfehlung letztlich nur vorläufig sein.Erinnert sei an Sprachlabore und Video-Übertragungsanlagen, an Disketten, CD-ROMs, Röhrenmonitoreund Nadeldrucker.Jetzt stellt sich die Frage, ob Computerräume, in denen sich 30 Schüler/innen 15 Rechner teilen mussten,noch sinnvoll sind.Interaktive Beamer lassen den vorerst letzten Schrei in deutschen Klassenzimmeren, die Smartboards, altaussehen.Es gibt Schulbibliotheken, die ganz oder teilweise auf eBooks umgestellt haben. AuchNotebook-Klassensätze oder ausleihbare Notebooks sind in manchen SBen vorhanden.Liste von BibliotheksausstatternSiehe auch Handreichung page 7 / 115
  8. 8. SchulbibliothekAufbauDer **Friedrich-Boedecker-Kreis**, der staatliche Mittel erhält, bezuschusst Lesungen undSchreibwerkstätten. Schulen zahlen nur einen Teil der Kosten. Der FBK ist nich in allen Bundesländernvertreten.Erfahrungsgemäß kommen Schülerinnen und Schüler, die eine gute Lesung erlebt haben, nochwochenlang freiwillig in die Bibliothek. Wenn man Verlagen mitteilt, dass ein Autor kommt und maneine kleine Buchausstellung macht, führt das auch schon mal zu einem Bücherpaket.Was fehlt, ist ein Austausch darüber, wen man für eine erfolgreiche Lesung einladen sollte. Nicht alleAutorinnen und Autoren, die gute Bücher schreiben, können auch gut lesen oder unterhaltsam erzählen.Autorenlesungen sind gut geignet für die Zusammenarbeit von Schulbibliotheken und öffentlichenBibliotheken oder auch Buchhandlungen. Die Autorin, der Autor lesen vormittags in der Schule,nachmittags oder abends in der öB. Man teilt sich Honorar und Reisekosten. Die Buchhandlung sponsertvielleicht eine Lesung und macht dafür einen Büchertisch am Tag der offenen Tür. page 8 / 115
  9. 9. SchulbibliothekAufbau page 9 / 115
  10. 10. SchulbibliothekAufbauArbeitshilfenEine umfassende Checkliste:  TippsTricksGrundschulbibliothek.pdfEine ausführliche Broschüre:  schulbib_brosch.pdfSchulenAue-Schule DietzenbachLenau-Grundschule BerlinGrundschule am Weinberg, Neuruppin: Naturwiss. Experiment des Monats page 10 / 115
  11. 11. SchulbibliothekAufbauEine ausführliche Arbeitshilfe der Büchereifachstelle Koblenz: schulbib_brosch.pdfSchulen mit BibliothekHofheimButzbachHaiger page 11 / 115
  12. 12. SchulbibliothekAufbauAusgangspunkt sollte die Frage sein: Welche Bücher brauchen wir in unserer Schulbibliothek?• Ein schulisches und ein freizeitbezogenes Leseangebot, also eine Grundversorgung mit Büchern zuThemen des Unterrichts und Büchern, die Spaß am Lesen wecken.• Ein ausgewogenes Verhältnis von erzählender Literatur zur Sachliteratur. Hierbei ist zu bedenken, dassMädchen mehr, besser und häufiger sowie eher fiktionale Texte lesen, während Jungen Sachtexte undTexte mit informativen Inhalten vorziehen.• Ein breit gefächertes und differenziertes Leseangebot hinsichtlich der Textlänge, Textsorte undTextschwierigkeit; altersgemäße Inhalte und altersgemäßes Anspruchsniveau; verschiedene Gattungen anTexten; Bücher, deren Inhalt und Ausgestaltung die Kreativität fördern. Die Einbindung anderer Medien(Hörkassetten, CDs, Spiele, CD-ROMs, Videos, Internet), ist im Hinblick auf eine unterrichtliche oderunterrichtsergänzende Nutzung sinnvoll.(Nach einer Arbeitshilfe von Marie-Luise Wenndorf, Mitarbeit: Monika Soine, hrsg. vom LandesbibliothekszentrumRheinland-Pfalz / Büchereistelle Koblenz, 2008)Sehr viel hängt vom Programm der Schulbibliothek ab.Wenn eine kooperierende öffentliche Bibliothek vorhanden ist, kann in Bezug auf die belletristischeLiteratur auf sie verwiesen werden oder deren Bestand auf dem Weg der Blockausleihe genutzt werden.Als bibliotheksfachliche Faustregel gilt: 30% Belletristik, 70% Sachbuch.Kleinere Schulbibliotheken, deren Aufgabe es ist, zum Unterricht beizutragen, empfehlen wir,Themenschwerpunkte zu bilden. Dabei können durchaus die Fächer und Interessen der Lehrerinnen undLehrern berücksichtiogt werden, die die Schulbibliothek häufig nutzen.ZielbestandAuch für Zielbestand, den die Bibliothek einmal erreichen soll, gibt es eine bibliotheksfachlicheEmpfehlung:Für Schulen der Primarstufe empfehlen Schulbibliotheksexperten 5 - 10 Medieneinheiten (ME) proSchüler/in.Für die Sekundarstufe I 10, Sekundarstufe II 10-15 ME.Mit folgenden Mindestbeständen kann man aber schon erfolgreich arbeiten: Grundschule 1.500 Mittelstufe 5.000Oberstufe 3.000 - 5.000 MEDabei dürfen aber keine „Ladenhüter“ mitgezählt werden! Zur Zeit muss mit einem Durchschnittspreis von etwa 15 Euro kalkuliert werden (erzählendeKinderliteratur ist günstiger, Bilderbücher und Kindersachbücher sind teurer). Der Aufbau des Bestandeskann auf mehrere Jahre verteilt werden.PflegeBücher und Medien der Schulbibliothek müssen aktuell und attraktiv sein. Zerlesene und nicht mehrattraktive Titel müssen ersetzt werden. Oft entscheidet schon ein Cover mit altmodischen Frisuren oderKleidern über das Schicksal des Buches. Eine Aussonderung sollte erfolgen, wenn:• das Buch verschmutzt und zerschlissen ist,• das Buch inhaltlich und optisch nicht mehr attraktiv ist, page 12 / 115
  13. 13. SchulbibliothekAufbau• der Inhalt nicht mehr den neueren Erkenntnissen entspricht und ein aktuellerer Nachfolgetitel erhältlichist,• das Werk nicht mehr oder nur noch selten benutzt/ausgeliehen wird.Der jährliche Ersatzbedarf wird aus bibliotheksfachlicher Sicht mit 5-8% des Zielbestandes angegeben(Aussonderung wegen Verlusts, Beschädigung, Inaktualität).PräsentationVor allem in Grund- und Mittelstufe und wenn es um die Förderung der Lesekultur geht, sollten vieleBücher mit dem Cover und nicht mit dem Buchrücken präsentiert werden. Zu berücksichtigen ist auch,dass das oberste Regalbrett von den Schüler/innen noch gesehen und erreicht werden kann und dass auchschon junge Leute sich ungern bücken und im untersten Regal nach Lektüre suchen.Lexika, Reihen wie "Sehen-Staunen-Wissen" und "Was ist was?" sollten einen eigenen Platz haben undnicht in der Systematik untergehen. Gerne angenommen wird auch das "Abi-Regal" mit wichtigerLiteratur für Abiturienten.Wo gibt es Hilfe?Öffentliche Bibliotheken haben eigene Lektorate und abonnieren Besprechungsdienste. (Tipp: Die LAGhatte für die Mitglieder die Vorschlagsverzeichnisse der schulbibliothekarischen Arbeitsstelle derStadtbibliothek Frankfurt am Main für Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe angekauft und auch demKultusministerium zum Ankauf empfohlen. Diese Listen enthalten für öffentliche Bibliothekenempfohlene Bücher und Medien, bei denen die lektorierenden Bibliothekarinnen und Bibliothekare aucheine Eignung für Schulbibliotheken ausgesprochen haben.)Die Erwartung, dass Fachlehrerinnen und Fachlehrer geeignete Bücher vorschlagen können, erfüllt sichnicht immer, ihnen sollte aber Gelegenheit gegeben werden.Schülerinnen und Schüler sollten ebenfalls Vorschläge machen können ("Wunschbuch").Die LAG hat es über viele Jahre geschafft, vor den Sommerferien und dem WeihnachtsfestEmpfehlungslisten herauszugeben ("Sommerlesetipps", "Weihnachtswunschzettel", die zwar alsGeschenk- und Lektüretipps gedacht sind, aber auch zum Bestandaufbau herangezogen werden können.Das gilt auch für die Listen des Projekts "Die Bibliothek in der Kiste".Wer sich regelmäßig in den Feuilletons und mehrmals im Jahr erscheinenden Literaturbeilagen großerZeitungen und in Fachzeitschriften ("Eselsohr") informiert, wird sich wünschen, einen größeren Etat zuhaben.Die Bibliotheksausstattungsfirma ekz bietet eine standing order, ein Lieferabonnement, für Kinder- undJugendbücher an. Die Zusammenarbeit mit einer guten Buchhandlung ist sehr empfehlenswert. Es gibtBuchhandlungen, die ebenfalls standing orders anbieten. (Wie das z. B. Anagramm in Berlin tut.)Moderne Antiquariate und "Bücheraktionstische" der Kaufhäuser oder Discounter sollte man im Augebehalten.Eine Einschränkung ist bei den hier genannten Hilfen zu machen: Eine Garantie für häufige Nutzung oderAusleihe gibt es nicht. Hilfreich wäre es, wenn die in den Schulbiliotheken Arbeitenden sichuntereinander austauschten und auf "gut gehende" Bücher und Medien aufmerksam machten.Hilfreich sind die Hinweise auf schulmediothek.de. (Wenn man davon absieht, dass der Träger dieserSeite, der Deutsche Bibliotheksverband seine Informationen gerne und ausschließlich mit Links zumBibliotheksausstatter ekz GmbH versieht. page 13 / 115
  14. 14. SchulbibliothekAufbauEtwas aufwändig, aber sehr hilfreich bei der Ermittlung von Stärken und Schwächen des Bestandes istdas Collection Mapping. page 14 / 115
  15. 15. SchulbibliothekAufbauSiehe Unterricht in der Schulbiliothek!S. a. Lesende Schule! page 15 / 115
  16. 16. SchulbibliothekAufbauEine Liste von Schulbibliothekseinrichtern:Bibliothekseinrichtung Lenk GmbHAuerbacher Str. 1a, 08304 Schönheide/Erzgeb.Tel.: 037755/509-0Fax: 037755/509-20E-Mail: kontakt@bibliolenk.deEinrichtungsplanung, Einrichtungsgegenstände und Materialien♦Die Bibliothek (vormals BLS GmbH)Berliner Str. 5, 16775 Löwenberger LandTel.:+49(0 )3309471920Bücher in Spezialeinbänden, Bücher und andere Medien mit verbrauchsfertigen Verbuchungsmaterialien/ Einrichtungsplanung, Lieferung von Einrichtungsgegenständen und Materialien♦Eichmüller Organisation GmbHAugust-Mogler Str. 4, 74080 HeilbronnTel.: 07131/176091Fax: 07131/164828E-Mail: info@eichmueller.comInternetshop: www.eurobib.comBibliothekseinrichtungen, Bücher- und Zeitschriftenregale, Katalogmöbel, Bücherwagen,Signatursysteme, Material♦ekz.bibliotheksservice GmbHBismarckstraße 3, 72764 ReutlingenTel.: 07121/144-0Fax: 07121/144-280E-Mail: info@ekz.deEinrichtungsplanung, Lieferung von Einrichtungsgegenständen und Materialien♦institut für bibliothek designGermersheimer Straße 110, 67354 RömerbergTel.: 06232/6867-0Fax: 06232/6867-68E-Mail: vertrieb@bibliothek-design.deBibliothekseinrichtungen mit komplettem Möbelprogramm♦Omnithek BibliothekseinrichtungKreisstraße 10, 32469 PetershagenTel.: 05707/9319-0Fax: 05707/9319-19E-Mail: info@omnithek.de♦C. Portmann Bultenstraße 11, 59387 AschebergTel.: 02593/9898-0 page 16 / 115
  17. 17. SchulbibliothekAufbauFax: 02593/9898-2E-Mail: portmann@aol.comKindermöbel, auch Bibliotheksmöbel♦Schlapp Möbel GmbH & Co, KGZum Kirchborn, 61267 Neu-AnspachTel.: 06081/1022-0Fax: 06081/1022-99E-Mail: info@schlappmoebel.de♦Schulz Speyer Bibliothekstechnik AGFriedrich-Ebert-Str. 2a, 67346 SpeyerTel.: 06232/3181-0Fax: 06232/3181-700E-Mail: sales@schulzspeyer.deEinrichtungsplanung♦Wehrfritz GmbHAugust-Grosch-Straße 28-38, 96476 Bad RodachTel.: 09564/929-0 Fax: 09574/929-224E-Mail: wehrfritz@wefi.deKinderbibliotheksmöbel♦♦♦Sehr viele nützlich Informationen und eine noch längere Liste gibt es hier. Und hier gibt es weiterenützliche Tipps.Leider sind die Preise gelegentlich ziemlich hoch. Aber es gibt mehr als einen Anbieter.Falls der Hausmeister im Auftrag des Schulverwaltungsamtes die Bibliotheksmöbel wegen desMengenrabatts gleich beim Schulmöbelausstatter mitbestellen will: Nicht jedes Regal taugt alsBücherregal, nicht jeder Chemieraumhocker passt in eine Schulbibliothek.Der örtliche Schreiner ist oft billiger. Wenn man aber nach 5 Jahren etwas ergänzen oder erweitern will,ist man dankbar, wenn der ursprünglich teuere Lieferant das System noch lieferbar hält. page 17 / 115
  18. 18. SchulbibliothekAufbauDas B. ist Teil des schulischen Lehrplans. In ihm steht, welche Inhalte und welche Arbeitstechniken mitHilfe der Medien der SB und in den Räumen der SB unterrichtet werden. page 18 / 115
  19. 19. SchulbibliothekAufbauAuch wenn sie nicht fortgeführt wird, diese Seite ist immer noch lesenswert: www.lesedock.de page 19 / 115
  20. 20. SchulbibliothekAufbau In vielen Ländern gibt es Schulbibliotheksspezialisten: Lehrer/in oder Bibliothekar/in, die oder derspeziell für die Arbeit in Schulbibliotheken ausgebildet ist. D. h. sie oder er muss wissen, wie Schülerlernen, wie man unterrichtet, wie man mit Fachlehrern zusammenarbeitet, wie man Informationen findet.→ Personal page 20 / 115
  21. 21. SchulbibliothekAufbauSiehe Ausstattung page 21 / 115
  22. 22. SchulbibliothekAufbauErstaunlich und erfreulich ist das Engagement der Softwarehersteller: Es gibt mehr als 50 Programme fürSchulbibliotheken. Hessen bekam auf Vorschlag der LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V. nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren 1992 eine landesweite Lizenz von LITTERA. 1300 der etwas über 2000 Schulen setzen es inzwischen für die Bibliothek und/oder die Lehrbuchverwaltung ein. Ein Blick auf die Website von Fleischmann lohnt sich, weil dort auch aktuell aus der Schulbibliothekswelt berichtet wird und es eine nützliche Linkliste gibt (pdf). Dantek , das in den dänischen Schulbibliotheken eingeführte Programm, ist auch in Deutschland aktiv. Perpustakaan heißt das Programm von Müller und Stein , das nach Aussagen des Herstellers selbsterklärend ist, d. h. keine Schulungen benötigt und in einer Minimalversion kostenlos ist.Wer Informationen sucht:Die Anbieterliste der Fachzeitschrift B.I.T nennt 52 Programme.Eine Planungshilfe bietet die Büchereizentrale Lüneburg an.Eine bibliothekarische Bachelorarbeit aus dem Jahr 2008 nennt Gesichtspunkte, die beim Kauf einerSoftware zu bedenken sind, und listet Datenblätter von Programmen auf.Wesentlich sind die Module für Katalogisierung und Recherche im Katalog, evtl. auch für Ausleihe, einOPAC sollte möglich sein. In der Regel genügen "Light"-Versionen, die für kleinere Bestände ausgelegtsind. Fremddatenübernahme sollte möglich sein. Bei manchen Anbietern ist das recht teuer, bei anderenkostenlos. Die Anbieter entwickeln Updates, sie geben Support, bieten Schulungen an und "hosten" denOPAC. Sie sollten auf jeden Fall gegenüber "handgestrickten" Programmen von Schülern oder Lehrernden Vorzug erhalten.Besser als sich in der einzelnen Schule um die Finanzierung zu bemühen, ist es, wenn sich derSchulträger im Rahmen der Medienentwicklungsplanung um Software und (First Level-)Supportkümmert.Während es bei der Systematik sinnvoll ist, sich an der Stadtbibliothek zu orientieren, so es eine gibt,muss man das bei der Katalogisierungssoftware nicht unbedingt tun. Es gibt Anbieter, die die besonderenBelange von Schulbibliotheken besonders beachten (kleine Bestände,Übernahme der Schülerdaten ausder Schulstatistik, Module für die Lehrbuch-/LMF-Verwaltung, Veränderung von Klassen- undSchuljahresbezeichnungen usw.) In der Regel sind sie auch kostengünstiger, da die zu speicherndenDatenmengen geringer sind und man auch nicht alle Features braucht, die eine große Stadtbibliothekbenötigt.Einer Zusammenarbeit Schulbibliothek/öffentliche Bibliothek stehen unterschiedliche Programme nichtim Weg. Da braucht man nur eine offene Schnittstelle. Die ist aber nicht überall erwünscht.Da die Software der kommerziellen Anbieter für irregulär finanzierte Schulbibliotheken teuer ist und manmehr oder weniger gezwungen ist, Support, Update, Hosting zu abonnieren, sollte auch Open SourceSoftware in den Blick kommen. Das sind lizenzfreie Programme, die kostenlos genutzt und auchverändert werden können. Es kann bei ihrer Installation nicht schaden, wenn man EDV-Fachleute an der page 22 / 115
  23. 23. SchulbibliothekAufbauSchule hat. Support und Weiterentwicklung gibt es in der Regel nicht.Ein neuseeländisches Programm, Koha, hat aber inzwischen einen ansehnlichen Anwenderkreis, darunterauch große Bibliotheken. Gerade für Schulen, die keine riesigen Bestände haben und IT-Kundige imKollegium, könnte Open Source Software zu einem Thema werden.Von der UNESCO unterstützt wird das kostenlose Greenstone, das vor allem in Entwicklungsländern(Asien, Lateinamerika) benutzt wird. eine deutschsprachige Version gibt es nicht.Ein Blick über den Tellerrand lohnt, weil es anderswo auf der Welt sehr viel fortgeschrittenereProgramme gibt, z. B. Follett Destiny in USA page 23 / 115
  24. 24. SchulbibliothekAufbauEine Form der Zusammenarbeit von Schulbibliothek und öffentlicher Bibliothek ist die Blockausleihe.Die kooperierende öffentliche Bibliothek gibt Teile ihres Bestandes zeitlich befristet an eineSchulbibliothek. Das können z.B.neue Kinder- und Jugendbücher oder Themenpakete mit Jugendsachbüchern sein.Voraussetzung ist, dass die Themenpakete dem Bedarf der Schule entsprechend zusammengestellt sind(altersangemessen, evtl. gestaffelt) und Haftungsfragen geklärt sind.Auch bei Klassensätzen ist eine schulübergreifende Kooperation sinnvoll. Meist wird ein Klassensatz ineiner Schule nur ein- oder zweimal im Jahr genutzt und steht die restliche Zeit im Regal. page 24 / 115
  25. 25. SchulbibliothekAufbauCollection Mapping bedeutet, sich ein Bild vom Bestand der Schulbibliothek zu machen.Anhand von Bestandszahlen in den einzelnen Systematikgruppen, der Nutzung (Ausleihe), derGewichtung schulischer Fächer und Themen, der Schülerzahl, des Alters der Medien und der Medienart,können Stärken und Schwächen oder Ungleichwichte und Lücken im Bestand erkannt werden. Auf derBasis dieser Zahlen kann die Qualität eines Bestandes besser beurteilt werden sowie gezielter erweitertund ausgesondert werden.Die Orientierung an Maßstäben wie: "Je mehr Bücher eine Bibliothek hat, desto besser" oder "Dieempfohlene Quote von 10 Medien pro Schüler ist erreicht" ist vergleichsweise oberflächlich und sagtnichts über den Nutzen des Bestandes aus.Im angelsächsischen Schulbibliothekswesen ist es eine bekannte Methode. Insbesondere DavidLoertscher hat darüber publiziert: Loertscher, D.V. Collection Mapping in the LMC: Building Access in aWorld of Technology. Castle Rock, CO: Hi Willow. 1996.Es ist Bestandteil der Ausbildung zum Media Specialist. (Der Link enthält eine kurze Einführung undeine Linkliste.) page 25 / 115
  26. 26. SchulbibliothekAufbau→ Schülerleistung und Schulbibliothek page 26 / 115
  27. 27. SchulbibliothekAufbauSiehe "Schulbibliothek" page 27 / 115
  28. 28. SchulbibliothekAufbauDie eBooks werden nicht nur zum Verkaufserfolg bei Leser/innen. Auch in den Schulen gibt es großeAufgeschlossenheit. Lehrbücher aller Fächer eines Schuljahres nicht mehr mitschleppen zu müssen oderdummerweise eines zu Hause vergessen zu haben, sind kein Thema mehr. Nicht zu reden von demersparten Aufwand des Ausgebens, Einsammelns, Aufbewahrens, Nachbestellens in Bundesländern mitLernmittelfreiheit. Allein in Hessen umfasst die Verwaltungsarbeit dafür ca. 100 Lehrerstunden, in jederSchule werden ein oder mehrere Räume als Magazin gebraucht. In den meisten Schulen werden dieBücher Tage vor Ferinebeginn eingesammelt und in den ersten tagen nach Ferienende ausgegeben. Denso bedingten Unterrichtsausfall infolge fehlender Lehrbücher hat noch niemand beklagt.Die digitale Lektüre kann mit einer Interpretationshilfe kombiniert werden. Sach- und Fachbücher könnenmultimedial angereichert werden (Lexikon, Fotos, Karten, Animationen, Clips.) Die Verlage können dieBücher über Internet aktualisieren oder korrigieren.Ob die Nutzer/innen das "enriched e-book" wollen, ist noch nicht entschieden. Leser/-innen eines Romanswollen sich darin vertiefen und nicht durch Bonusmaterial hindurchklicken. Untersuchungen beiUS-amerikanischen Schülern und Studenten zufolge, kommen in Zeiten der Prüfungsvorbereitung Papier,Bleistift und gedruckte Bücher wieder zu Ehren. Man ist sich bewusst, dass die digitalen Medien dieKonzentration erschweren können. Youtube, MySpace, Internetmail u.a. sind nur einen Klick entfernt.Noch steckt auch die Technik noch in den Kinderschuhen. Lesbarkeit, Bedienungsfreundlichkeit,Dateiformate, vieles ist noch nicht ausgereift und nutzerfreundlich. Ein ganz großes Problem sind dieRechte. E-Books werden i. R. nicht verkauft wie gedruckte Bücher und gehen in den Besitz des Käufersüber. Die Verlage oder Internetkonzerne erlauben digitale Kopien, Weiterverkauf oder Nutzung aufmehreren Lesegeräten gar nicht oder nur sehr eingeschränkt.Wenig sinnvoll erscheint, dass jede einzelne Schule eine eBooklizenz erwirbt und eine konventionelleAusleihe an einen einzelnen Leser "simuliert". Wünschenswert ist ein auf schulische Bedürfnisse undjunge Leser/-innen abgestimmtes Angebot. Für die elektronischen "Buchhandlungen" derInternetkonzerne Amazon, Apple, Google stehen die Bedürfnisse von Schulen (und öffentlichenBibliotheken) nicht im Vordergrund. Derzeitige Lizenzbedingungen sind eher hinderlich.) Bei eBooksbestünde die Möglichkeit ein Buch nicht einmal zu verleihen, es nach der Leihfrist zurückzuforen unddann erneut auszuleihen. Ein eBook könnte zeitgleich mehrfach "ausgeliehen" werden.Siehe auch im Schulbibliotheks-Weblog Basedow1764 mehrere Einträge unter dem Suchwort Kindle! page 28 / 115
  29. 29. SchulbibliothekAufbauType in the content of your page here. page 29 / 115
  30. 30. SchulbibliothekAufbauENSIL ist der europäische Verbund für Schulbibliotheken und Informationskompetenz, 2000 am Randeder IASL-Konferenz in Malmö angedacht, seit 2003 bestehend. page 30 / 115
  31. 31. SchulbibliothekAufbauSiehe auch Standards! page 31 / 115
  32. 32. SchulbibliothekAufbauBasics/Handreichungen Tipps für den Aufbau einer Schulbibliothek (pdf, 148 kb) von der Büchereizentrale Lüneburg Praxisbuch Schulbibliotheken von S. Wolf/K. Schuldt. Siehe dazu die Besprechung Richtlinien für Schulbibliotheken, Bibliotheken, Medienzentren, Informationszentren an Volks-, Mittel- und Berufsschulen.Grundsätze, technische Daten und praktische Beispiele. Hrsg. von der SAB, 2. überarb. Auflage, Solothurn 200, 80 S. Basics (pdf) von Dipl.-Bibl.Sabine Wolf, Seminar auf dem 2. Berlin-Brandenburgischen Schulbibliothekstag 2009 Tipps und Tricks für Grundschulbibliotheken (pdf) von Lukas, Mörsberger, Velasco, Workshop auf dem 2. Berlin-Brandenburger SB-Tag 2009 Einrichtungshinweise Knappe Aufzählung des Nötigsten Die multimediale Schulbibliothek Die AG "Multimediale Schulbibliothek" in Österreich hat einen Bericht veröffentlicht, der die Rolle der Schulbibliothek für das Lernen und die zukünftige Schulentwicklung darstellt. Mit einer 60-seitigen Handreichung zu Infrastruktur, Bestand, Unterricht, Bibliotheksmanagement und Aus- und Weiterbildung. Nicht mehr ganz aktuell, angesichts der neuesten Entwicklungen (Netbooks, iPhone), aber immer noch vergleichsweise fortschrittlich.Konzepte, Architektur u. a. Die Schulbibliothek Ein Ort zum Arbeiten und zum Schmökern, von G. Brée und G. Schlamp, 1996 (doc, 6 S.) Die Schulbibliothek Auszug aus: Schulleitungshandbuch, G. Schlamp, 2001, (doc, 26 S.) Schulbibliotheksbau Tipps der Berliner Senatsbibliothek, Abt. Bibliotheksbauarchiv Schulräume der Zukunft Zur Notwendigkeit von Schulbibliotheken Prof. Konrad Umlauf, Humboldt-Universität Berlin, gibt im Dezember 2006 eine gute Darstellung des Diskussionsstandes um Schulbibliotheken. Umlauf stellt pädagogische und bibliothekarische Begründungsansätze nebeneinander, sieht die bibliothekarische Argumentation als zu berufsständisch orientiert und beschreibt auch, wie Schulbibliotheken in der einschlägigen Literatur als Kostenfaktor gesehen werden. Publikationen aus Südtirol Lesecurriculum BrandenburgSiehe auch Stichwort "Schulbibliotheksliteratur" im Weblog "Basedow1764"Neue Medien / Informationskompetenz www.i-cd-rom.de/ Datenbank für Lernsoftware (ISP, SODIS) www.bildungsserver.de Links zum Thema "Internet für Kinder" page 32 / 115
  33. 33. SchulbibliothekAufbauWas in Deutschland fehlt, ist eine gesetzliche Regelung des Schulbibliothekswesens und seinerFinanzierung.So lange das so ist, und es sieht nicht aus, als ob sich bald ändern würde, braucht es viel Einfallsreichtumum Geld zu bekommen.Der wesentliche "Konstruktionsfehler" des deutschen Schulbibliothekswesens ist, dass es keineeindeutige gesetzliche Regelung gibt, in der Zuständigkeit und Finanzierung verbindlich beschriebensind.Schulträger sollen Schulbibliotheken/Mediatheken bauen, sind aber auch nicht zu zwingen. In manchenSchulgesetzen wird dazu nichts ausgesagt. Personalstellen zu besetzen, weigern sich die allermeistenSchulträger. Ausnahmen gibt es im Berufsschulbereich und bei Gymnasien.Die Gesetzgeber in Bund und Ländern hüten sich davor, den Schulträgern präzise Vorgaben zu machen.Bei der Gesetzgebung muss das Konnektivitätsprinzip beachtet werden. Es besagt, dass derjenige, derbeschließt, auch für die Finanzierung sorgen muss. D. h. die Landtage müssten den Schulträgern das Geldgeben, mit dem diese Personalstellen in SBen bezahlen. In der Vergangenheit wurde von denSchulträgern zumindest die Mischfinanzierung gefordert. D. h., das Land sollte sich an den Kosten fürdas Schulbibliothekswesen beteiligen. In anderen Bereichen gibt es das, z. B. bei der Ausstattung derSchulen mit EDV. Da haben Bund und Länder den zur Ausstattung der Schulen verpflichtetenkommunalen Schulträgern Millionenbeträge überwiesen. Die Medienzentren, Einrichtungen derSchulträger für den Verleih von Medien an Schulen und Vereine, werden i. d. Regel von einem Lehrer,einem Landesbeamten, geleitet.Nicht einfacher wird die Situation des Schulbibliothekswesens dadurch, dass die bibliotheksfachlichenVerbände die Schulbibliothek als Sonderform der öffentlichen Bibliothek (öB) verstehen und dieZuständigkeit für sich reklamieren. Die Lobbyisten des öB-Wesens setzen zunehmend Bibliotheksgesetzeund Kooperationsvereinbarungen zur "Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule" durch. In diesen sindaber erstaunlicherweise Schulbibliotheken eher nicht benannt oder an einem unbedeutenden Platz.Kleine Tipps um an Geld zu kommen.  page 33 / 115
  34. 34. SchulbibliothekAufbauSiehe Schulbibliotheksforschung page 34 / 115
  35. 35. SchulbibliothekAufbauIm Rahmen der Lehrerfortbildung der Bundesländer gibt es unsystematische, man kann fast sagen,zufällige Angebote.In den Lehrerfortbildungseinrichtungen wird zunehmend nur das angeboten, was schulpolitischerwünscht ist, also die Umsetzung strategischer Lernziele, die Einführung von Bildungsstandards sowiequalitätssteigernde oder -sichernde Maßnahmen im Unterricht.Dennoch bleibt Platz für Wünsche und Vorschläge aus der Lehrerschaft. Es ist also möglich, auchschulbibliotheksbezogene Themen einzubringen und die Teilnahmebescheinigung oder credit points zubekommen. Allerdings muss jedes Mal nachgewiesen werden, dass ein pädagogischer Bezug besteht. Dasist dann nicht möglich, wenn es um bibliothekstechnische Fragen geht.In Hessen war es gelungen, einen Arbeitsbereich "Schulbibliothek" im Lehrerfortbildungsinstituteinzurichten und im Katalog jedes Jahr mehrer Veranstaltungen anzukündigen, darunter die zweijährlicheGroßveranstaltung "Hessischer Schulbibliothekstag".Nach der Schließung des Instituts werden (nicht nur bibliotheksfachliche) Fortbildungangebote von derLandesfachstelle für öffentliche Bibliotheken zusammengestellt. Dafür wurde eine Lehrerstelle an dieseEinrichtung gegeben.I. d. R. sind Fortbildungangebote in bibliothekarischen Institutionen Lehrkräften nicht bekannt oderwerden von ihnen nicht besucht, wenn es keine Fortbildungspunkte gibt.Da nicht nur Lehrkräfte in Schulbibliotheken tätig sind, sondern auch ehrenamtlich arbeitende Eltern undMItarbeiter in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und arbeitmarktpolitischen Maßnahmen,spielen die Kosten eine Rolle. Es gibt Fortbildungsveranstalter, die von Nichtlehrern Kostenübernahmeverlangen oder umgekehrt nur die Kosten der Nichtlehrer übernehmen.Die Schulbibliotheksfortbildung in der hessischen Lehrerfortbildung war auch für Nichtlehrer, also Elternund Verwaltungsangestellte, offen. Darüber ist die Zeit hinweggegangen.Es gibt eine verkürzte Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, FAMI.Aber meist sind die Voraussetzungen und Bedingungen nicht erfüllbar (dreijährige Praxis, mehrereWochenlehrgänge). Oder eine anschließende dauerhafte Beschäftigung in der SB ist nicht machbar.WeiterbildungEs gibt verschiedene Modelle für die Weiterbildung zum Bibliothekslehrer. In Südtirol können sichLehrkräfte qualifizieren, indem sie an mehrereren Lehrgängen (Module) teilnehmen und in einerExamensarbeit und einem Prüfungsgespräch nachweisen, dass sie in einer Schulbibliothek pädagogischarbeiten können, z. B. eine Leseförderaktion oder ein Unterrichtsprojekt durchgeführt haben. Ähnlich istes in Dänemark. Die LAG Schulbibliotheken in Hessen hatte dem Kultusminister einWeiterbildungscurriculum vorgelegt, in Analogie zu anderen schulischen Weiterbildungskursen (Ethik,Polytechnik), für die allerdings dringender Bedarf bestand. Die SB-Weiterbildung wurde abgelehnt.In Portugal werden von Bibliotheksleitern geeignete pädagogische, dokumentarische,medienpädagogische Qualifikationen erwartet, die nachgewiesen werden müssen, aber nicht in einemCurriculum eigens angeboten werden. Das ist eine Aufwertung der Tätigkeit, für die es vorher keineAusbildungsvorschriften gab, andererseits eine sehr unaufwendige, unbürokratische Lösung.Es kann so auf dem Weiterbildungsmarkt zu entsprechenden Angeboten kommen, wenn die Nachfrage daist. page 35 / 115
  36. 36. SchulbibliothekAufbauIn Frankreich gibt es einen Ausbildungsgang zum documentaliste, der zur Leitung der Schulbibliotheken,der centres de documentation et d´instruction, cdi, befähigt.USA usw......Die Ausbildung von Dipl.-Bibliothekaren mit schulbibliothekarischem Schwerpunkt haben dieFachhochschulen für Bibliothekswesen eingestellt, da es keinen nennenswerten Arbeitsmarkt für dieAbsolventen gibt. page 36 / 115
  37. 37. SchulbibliothekAufbauFotos von Schulbibliotheken (IASL)Fotos von Schulbibliotheken (Robin Hood Projekt, New York )Lernräume in einer Grundschule in Südtirol page 37 / 115
  38. 38. SchulbibliothekAufbauim Aufbau!Siehe auch Finanzierung page 38 / 115
  39. 39. SchulbibliothekAufbauDas Interesse an Schulbibliotheken ist durch die Ausbreitung der Ganztagsschulen gewachsen.Da Ganztagsschulen politisch umstritten sind (Zunahme der staatlichen Aufsicht über Kinder), sind diemeisten unter diesem Namen laufenden Schulen nur "ganztagsähnliche" Schulen oder freiwilligeAngebote, die eine sozialpolitische Aufgabe haben, nämlich berufstätige Eltern von der täglichenVersorgung der Kinder zu entlasten (Mittagessen, Beaufsichtigung bei den Hausaufgaben) undbenachteiligten Kindern besser Förderung angedeihen zu lassen. Sie sind nicht vergleichbar mitGanztagssystemen, in denen von 9 bis 15 Uhr 30 über den Tag verteilt unterrichtet wird.Die Gebietskörperschaften nutzten die vom Bund gezahlten Zuschüsse für Ganztagsschulbauten häufigauch für den Bau von Schulbibliotheken. In der Regel fehlen aber Zuweisungen für deren dauerhaftenBetrieb. Vereinzelt gibt es Schulträger, die im Rahmen ihrer Aufgaben der äußeren Schulverwaltung(Bauunterhaltung, Verwaltungspersonal) eine Schulbibliothekspauschale eingeführt haben oder über ihreMedienzentren auch Support für Schulbibliotheken anbieten.Da Ganztagsschulen ein besseres Personal- und Sachkosten-Budget erhalten, besteht die große Chance,dass Schulbibliotheken daran partizipieren und somit am Schulhaushalt beteiligt sind. Dies ist beiSchulbibliotheken, die als Zweigstellen von Stadtbibliotheken betrieben werden, nicht der Fall, beiehrenamtlich von Eltern geleiteten selten.Die Regelungen in den Bundesländern sind unterschiedlich. Keinesfalls ist die Schulbibliothek in diesenVorschriften vorgeschrieben. Alles hängt davon ab, ob Schulträger, Schulleitung und Kollegium gewilltsind, Personal- und Sachkosten in die Bibliothek zu investieren.Daher ist das Interesse anSchulbibliotheken in Ganztagsangeboten vor allem darauf gerichtet, Mittags- und Betreuungsangebote inihr machen zu können: Leseclub, Hausaufgabenbetreuung, Schmökerecken, Internetzugang,AG-Angebote.Neben die bestehenden Aufgaben einer Schulbibliothek in der Halbtagsschule treten in einer Ganztagsschule bzw.Schule mit pädagogischer Mittagsbetreuung weitere. Die längere Anwesenheit von Schülerinnen und Schülern inder Schule ermöglicht: • Offene Angebote für die Mittagspause (z. B. Vorlesen, selbstständiges Arbeiten, Unterstützung bei Referaten) • Hausaufgabenbetreuung unter Nutzung der Bibliotheksmedien • Internetcafé und Mailprojekte • bibliotheks- und literaturbezogene Projekte und Arbeitsgemeinschaften (z. B. Leseclub, kreatives Schreiben,Medienproduktion)Die Schaffung dieser Angebote hat Konsequenzen: Für die Bibliotheksräume und –einrichtung Einzelarbeitsplätze, Gruppenarbeitsplätze, -räume Vorleseecken, Sitzlandschaft Schmökerecken Computerarbeitsplätze Für die Bücher-/Medienausstattung Selbstlernmedien: Trainingsbücher, Lernprogramme, Übungsmaterialien, Sprachkurse,  page 39 / 115
  40. 40. SchulbibliothekAufbauruhige Spiele (sofern es nicht einen bibliotheksunabhängigen Spielebereich gibt) Ausbau des Bestandes an Kinder- und Jugendbüchern, Hörbücher Für die Personalausstattung Mittagsaufsicht verlängerte Öffnungszeiten  page 40 / 115
  41. 41. SchulbibliothekAufbauSiehe Aufbau! page 41 / 115
  42. 42. SchulbibliothekAufbau Einrichtungshinweise Knappe Aufzählung des Nötigsten Tipps und Tricks für Grundschulbibliotheken (pdf) von Lukas, Mörsberger, Velasco, Workshop auf dem 2. Berlin-Brandenburger SB-Tag 2009 Basics (pdf) von Dipl.-Bibl.Sabine Wolf, Seminar auf dem 2. Berlin-Brandenburgischen Schulbibliothekstag 2009 Zum Aufbau einer Schulbibliothek (pdf) von der Büchereizentrale Lüneburg Die Schulbibliothek Auszug aus: Schulleitungshandbuch, G. Schlamp, 2001 (doc, 26 S.) Richtlinien für Schulbibliotheken. Bibliotheken, Mediotheken, Informationszentren an Volks-, Mittel- und Berufsschulen. Grundsätze, technische Daten und praktische Beispiele. Hrsg. von der SAB, 2. überarb. und erw. Aufl. Solothurn 2000, 80 S.Weitere Literatur siehe Fachliteratur page 42 / 115
  43. 43. SchulbibliothekAufbau      Das Schulbibliotheks-Wiki                 page 43 / 115
  44. 44. SchulbibliothekAufbau    Informationen und Links rund um Schulbibliotheken und -mediatheken              page 44 / 115
  45. 45. SchulbibliothekAufbau  page 45 / 115
  46. 46. SchulbibliothekAufbauEine gute Schulbibliothek ist auf der Schulhomepage prominent vertreten.Damit wird deutlich, dass die Bibliothek als Bestandteil des Schullebens, der Schulkultur und des Lernensin der Schule gesehen wird und nicht als fünftes Rad am Wagen.Der Internetauftritt der SB ist die zweite Eingangstür. Die SB erreicht die Schülerinnen und Schüler da,wo sie leben, spielen und arbeiten, 24 Stunden und sieben Tage. Eine effektive Bibliothekswebsiteermöglicht über den OPAC den Zugang zu allen Ressourcen der Bibliothek - den Print- und denelektronischen. Die Website der Bibliothek bietet Beratung und unterstützt das Lesen, das Lernen und denErwerb von Wissen und Bildung. Es können Neuerwerbungen, Termine und Aktivitäten eingetragenwerden. Die Nutzer/innen können interagieren.Die Pflege der Schulbibliotheksseite erfordert einen gewissen Aufwand. Bei ehrenamtlicher Leitung kanndas zum Problem werden.Gut, wenn man einen Draht zu den Schüler-/innen oder Lehrer/-innen hat, dieWebmaster der Schulhomepage sind.Einfacher ist es, einen Weblog anzulegen, zu dem von der Schulhomepage verlinkt werden kann.Sehenswerte Schulbibliothekseiten:Eine Liste von SeitenNoch eine ListeUSABenton High School, St. Joseph, Missouri, USANürtingen-Grundschule Berlin page 46 / 115
  47. 47. SchulbibliothekAufbauIASL, International Association of School Librarianship, ist ein Welt umspannender Verband. Er führtjährlich an wechselnden Orten eine Großtagung durch. IASL vertritt das angelsächsischeSchulbibliothekkonzept: Die Schulbibliothek wird als Informationszentrum gesehen, in dem Schülerinnenund Schüler die - sehr viel häufiger als in Deutschland, nahezu wöchentlich - Referate anfertigen. Hinzukommen Aktivitäten zur Förderung des Lesens von Kinder- und Jugendliteratur.Zunehmend werden diese Einrichtungen als Orte zur Vermittlung von (digitaler) Informationskompetenzverstanden. Die zunehmend dafür ausgebildeten Informationsspezialisten (school library mediaspecialists) bereiten mit den Fachlehrern Unterricht vor und unterstützen im Unterricht einzelne Schülerund Gruppen oder übernehmen Lehrgänge mit der gesamten Lerngruppe zur Vermttlung vonMethodenkompetenz (Evaluation von Internetseiten, Nutzung von Suchmaschinen und Datenbanken).Daneben gibt es weitergebildete Lehrkräfte, die teacher-librarians. Dieser Begriff wird aber oft für beideGruppen verwendet.Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass qualifiziertes Personal in gut ausgestattetenSchulbibliotheken Schülerinnen udn Schüler zu besseren Schulleistungen verhilft.Die Arbeit von IASL konzentriert sich daher auf den Bereich Vermittlung von InformationskompetenzIASL-Website page 47 / 115
  48. 48. SchulbibliothekAufbauDie Klagen, dass Schülerinnen und Schüler schlecht lesen können und überfordert scheinen,Informationen aus Büchern und Zeitungen zu entnehmen, sind älter als PISA-Untersuchungen zurLesekompetenz und Klagen über kritiklosen Umgang mit Suchmaschinen.Eine Benutzerschulung für Informationssuche im Print- und Digitalbereich wird von Bibliothekaren alsnotwendig erachtet. Entsprechende Befunde bei Studentinnen und Studenten scheinen dies nahezulegen.Wie das die UB Stuttgart machtFür Schule wesentlicheres Ziel ist, Wissen und Bildung zu vermitteln. Das ist mehr, als Kompetenzen imSuchen und Finden zu erwerben.Suchmaschinen werden ständig verbessert. Die Entwicklung von Archie bis zu Google Instant istatemberaubend. Elektronische Bibliothekakataloge sind dagegen bisher sehr viel wenigerbenutzerfreundlich. Das soll sich ändern.Ein großer Teil der technischen Benutzerschulung (Stichworte: Syntax, Boole´sche Operatoren) kannzunehmend wegfallen , weil die Suchmaschinen zunehmend eine "unscharfe" Eingabe erlauben (Ziel: Diesemantische Suchmaschine).→ "Suchmaschinen für Kinder und Jugendliche", in: Basedow1764Mit Vermittlung von Informationskompetenz befasste Hochschullehrer (Todd, Oberg, Loertscher) setzeninzwischen auf "Guided Inquiriy". Sie sehen in der Informationssuche mehr als Benutzerschulung underwarten vom Schulbibliothekar bzw Infomationsspezialisten eine ganzheitliche, pädagogische Sicht desRechercheprozesses. Diese umfasst entwicklungs- und lernpsychologische Kenntnisse und die Fähigkeit,bei jedem Schritt des Lernprozesses angemessen intervenieren zu können. Man könnte zum Verständnisvon "Guided Inquiry" die große Unterrichtsvorbereitung des Lehramtsreferendars heranziehen, in der fürdie Planung eines Unterrichtsverlaufs das Thema und sein Bildungsinhalt, der Schüler und sein sozialerund psychischer Entwicklungsstand analysiert sowie geeignete didaktisch-methodische Schritte erörtertwerden.→ "Die pädagogische Wende in der information literacy", in: Basedow1764Fraglich erscheint, ob die Vermittlung von Informationskompetenz sich allein auf den Umgang mit derInformationsflut des Internets beziehen darf. Die schon vor der Ausrufung der digitalenInformationsgesellschaft konstatierte Unfähigkeit, aus einem Zeitungsartikel Informationen entnehmenund wiedergeben zu können, wird eher noch verstärkt. Erste Befunde weisen darauf hin, dass das Lesenam Bildschirm (Hypertext) zur Veränderung von Lesegewohnheiten führt. Man klickt sich durch,überfliegt und kopert Gefundenes in sein Referat, ohne es gedanklich durchdrungen zu haben und es miteigenen Worten wiedergeben zu können.In einem umfassenderen Verständnis von Informationskompetenz müssten auch Entwicklungen in derMedien- und Internetindustrie thematisiert werden: Werbung in Suchmaschinen, Demand media,Nachrichtenproduktion durch PR- und Kommunikationsagenturen, Lobbyismus, Popularisierung desöffentlich-rechtlichen Rundfunkwesens.Informationskompetenz bei WikipediaWikipedia bietet auch dem Erschöpften Trost. page 48 / 115
  49. 49. SchulbibliothekAufbauDeutschlandLAG Schulbibliotheken in Hessen e. V.Servicestelle EDV für Schulbibliotheken in HessenAG der Schulbibliotheken in Berlin und BrandenburgLAG Schulbibliotheken in Nordrhein-WestfalenSchulbibliothekarische Arbeitsstelle der Stadtbücherei Frankfurt am MainSchulbibliothekarische Arbeit Berlin-Treptow-KöpenickSchulbibliothekarische Arbeitsstelle LeipzigDeutschsprachiges EuropaSüdtirol  Amt für Bibliotheken, BozenÖsterreich Bibliotheken-Service für Schulen Lesekomptenzzentrum Oberösterreich Buch.Zeit.SchweizInternationalENSILIASL page 49 / 115
  50. 50. SchulbibliothekAufbauDie Beziehung von Internet und (Schul-)Bibliothek ist kompliziert und wechselhaft. Mit dem Siegeszugdes Internets im wissenschaftlichen Bereich und der nachfolgenden Popularisierung erschienenBibliotheken als Relikte des untergehenden Gutenberg-Zeitalters. Es gab ja jetzt im wachsenden Umfangdigitale Bibliotheken und das Internet als scheinbaren, gigantischen Wissenspeicher. Nach der erstenEuphorie ist Ernüchterung eingekehrt. Die Bibliotheken haben sich digitale Datenbanken zugelegt undstellen Internetkataloge auf ihre Homepages. Die digitalen und gedruckten Medien erschließen sie mitelektronischen Katalogen, die zunehmend nutzerfreundlich werden.Die Bibliothekare suchen in der neuen Welt der digitalen Ressourcen nach einer erweiterten Aufgabe undhaben sie in der Vermittlung von "Informationskompetenz" gefunden: Auf dem Meer der MilliardenInformationen im Internet zu surfen und dabei etwas Wissenswertes zu finden, ist nicht ganz einfach.Deshalb müsse man Schüler/-innen und lebenslang auch Erwachsenen beibringen, richtig zu suchen,möglichst verschiedene Suchmaschinen und spezielle Datenbanken zu nutzen, die Glaubwürdigkeit derAnbieter zu beurteilen, verantwortungsbewusst mit copy and paste umgehen.Auch in modernen Schulbibliotheken sind internetfähige Computer vorhanden. Im Unterricht wird einMedienmix erprobt, die Nutzung digitaler und nichtdigitaler Medien. Eine Form ist die Medienquest, eineAufgabenstellung durch die Lehrkraft, in der die Medien (Bücher, DVDs, Internetadressen als Quellengenannt werden, mit deren Hilfe eine Präsentation oder ein Referat erarbeitet werden soll.Mit der neuesten Generation internetfähiger Geräte (smartphone, tablet, eReader), die als mobiles Internetbezeichnet wird, ist eine neue Herausforderung entstanden.Wird fortgesetzt page 50 / 115
  51. 51. SchulbibliothekAufbauBibliothekare studieren K. mehrere Jahre. Wer dem Link folgt, weiß, warum. page 51 / 115
  52. 52. SchulbibliothekAufbauSiehe "Kindersuchmaschinen" bei Basedow1764Die Suchmaschine “Twurdy” bewertet die Lesbarkeit (Wortschatz, Satzlängen...) einer Seite und zeigtdas bei der Ergebnismeldung an: page 52 / 115
  53. 53. SchulbibliothekAufbauKombinierte Schul- und öffentliche Bibliotheken gelten als der Königsweg derSchulbibliotheksentwicklung.Als Vorteil wird der Synergieeffekt gesehen. Die bibliotheksfachliche Kompetenz und Qualität kämeauch der Schule bzw. Schulbibliothek zugute.Diese Betrachtung ist einseitig. Die K. wird überwiegend inihrer traditionellen Rolle gesehen: Ausleihe von Büchern an Schüler/innen.Eine Evaluation gibt es nicht.Die Zahl der Kombibibliotheken ist verschwindend gering, in Brandenburg z. B. 4 bei 800 Schulen, inHessen 11 bei 2000 Schulen. Es gibt neben Neueröffnungen auch immer wieder Schließungen: U. a.Berlin, Offenbach, Wiesbaden.In der Praxis zeigen sich zahlreiche, sicher nicht unlösbare Schwierigkeiten: Insbesondere ältere Nutzer/innen aus dem Stadtteil suchen ungerne Schulgelände/Schulgebäude auf. Im Bestand sind die spezifischen Belange von Schule und Unterricht wenig berücksichtigt: Z. B. fehlende "Bücherschwemme" bei unterrichtsrelevanten Büchern und Medien, etwa 30 für 14-15Jährige geeignete Medien zum Thema Vulkanismus statt der für öffentliche Bibliotheken üblichen 3 bis 4. Die Belange der Zentrale haben Vorrang. Die Stadtteilbibliothekarin, Bibl.-Assistentin, wird bei Personalausfall in die Zentrale beordert. Beschränkte Öffnungszeiten stehen einer spontanen Nutzung entgegen. In den Pausen schließt die Bibliothekarin, weil sie allein dem Ansturm der Schüler/innen nicht gewachsen ist. (In der Schweiz benutzen die Lehrkräfte schon einmal die K. vormittags in eigener Verantwortung, die Bibliothekarin kommt nur nachmittags für die Öffentlichkeit. Der Einkauf erfolgt über die Zentrale, d. h. es braucht eine Zeit, bis neue Bücher ins Regal kommen. Nicht immer kann vor Ort kurzfrisdtig gekauft werden, z. B. wegen einer Autorenlesung, eines aktuellen Unterrichtthemas. Die besonderen Anforderungen an eine Schulbibliothek als Lernzentrum im Unterricht, die Erwartungen der Lehrkräfte hinsichtlich Beratung und Kooperation bei Unterrichtsplanung und Unterrichsdurchführung sind kein Bestandteil der Bibliothekarsausbildung und keine Aufgabe des Personals der K. Häufig ist die Bibliothekarin dann enttäuscht, dass die Lehrkräfte die Bibliothek wenig oder nicht nutzen, obwohl sie alle bibliotheksfachlichen Standards erfüllt. Dennoch gelingt es engagierten Bibliothekarinnen immer wieder, die Erwartungen zu erfüllen. Die K. löst also allein durch ihre Existenz nicht das Problem, dass teacher-librarian oder Schulbibliothekar eine Doppelqualifikation voraussetzt und proaktives Berufsverständnis.Eine unverändert gültige Sekundäranalsye von Untersuchungen aus den 60er bis 90er Jahren legte AlanBundy 2001 vor.Eine englischsprachige Literaturliste zum Thema K. page 53 / 115
  54. 54. SchulbibliothekAufbauZur Bedeutung von SchulbibliothekenIFLA-ManifestResolutionder LAG Schulbibliotheken in HessenArtikelbei "Lesen-in-Deutschland"Entschließung des Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstages 2009 (pdf)Konzepte einzelner SchulenLesekonzept der Grundschule Hackenberg (pdf)(Vorläufige) Beschränkung auf SchwerpunkteEs ist empfehlenswert, sich zu überlegen, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und welche Ziele mitder Schulbibliotheksgründung verfolgt werden. Eine moderne, multimediale Schulbibliothek erfüllteigentlich mehrere Aufgaben. Sie muss aber nicht von Anfang an alle erfüllen.Es kann eine reine __Präsenzbibliothek__ sein. Dann braucht es aber ausreichende Öffnungszeiten undRaum zum Arbeiten. Meist ist eine Ausleihe dann doch unumgänglich.Es kann ein Lesezentrum sein und vor allem oder ausschließlich die Lektüre von Kinder- undJugendbüchern gefördert werden. Für einen attraktiven, aktuellen KJL-Bestand braucht man nichtunerhebliche Mittel. Gerade im belletristischen Bereich bietet sich eine Kooperation mit einer gutausgestatteten öB an. Von dort ist dann Blockausleihe möglich, so dass beispielsweise alle drei Monateneue Bücher angeboten werden können.Man kann sich darauf konzentrieren, die Schwerpunkte des Schulprofils zu unterstützen: Europa,Naturwissenschaften, Umwelt, Sprachen, Schulpartnerschaften.Früher oder später werden die Erwartungen von Schülern und Lehrern aber wachsen, die Ressourcen beierfolgreicher Arbeit hoffentlich auch.Siehe auch Fachliteratur, Lesende Schule! page 54 / 115
  55. 55. SchulbibliothekAufbauSiehe Zusammenarbeit Schule und Bibliothekund Zusammenarbeit Schulbibliothek und öffentliche Bibliothek page 55 / 115
  56. 56. SchulbibliothekAufbauFachliteratur:Schreibwerkstatt: Geschichten und Gedichte: Schreibaufgaben, -übungen, -spiele von Joachim Fritzsche,Katrin Bothe, und Karl Günter Rammoser page 56 / 115
  57. 57. SchulbibliothekAufbauDie Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen (LAG) ist ein gemeinnütziger Verein, zudem sich 300 Schulen mit Bibliothek und Lehrerinnen, Lehrer, Eltern, Bibliothekarinnen undBibliothekare zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel ist die Stärkung und Weiterentwicklung derSchulbibliotheken und die Förderung des Lesens in den Schulen.Die LAG führt Projekte durch und unterstützt die Mitglieder mit Information und Beratung. Sie veranstaltet den zweijährlichen Fortbildungskongress „Hessischer Schulbibliothekstag“ und vergibt die Auszeichnung „Schulbibliothek des Jahres“. Sie gibt selbst Broschüren heraus oder kauft nützliche für die Mitglieder an. Das Projekt "Die Bibliothek in der Kiste" gibt Bestandsempfehlungen für Schulbibliotheken. Gleichzeitig können die Bücher- und Medienkisten auch ausgeliehen werden.Konzeptionell orientiert sich die LAG am international verbreiteten Modell der modernen multimedialenSchulbibliothek als Informations- und Kulturzentrum für den Unterricht und das Schulleben.Zu einem fortgeschrittenen Schulbibliothekssystem gehören Spezialisten, die dafür qualifiziert sind,zusammen mit Fachlehrer/innen Unterricht zu planen und durchzuführen, die Lesekultur an der Schule zufördern, einzelne Schüler/innen und Gruppen bei Informationsrecherchen zu unterstützen und Kollegiumund Schulleitung bei der Qualitätsentwicklung der Schule zu beraten.Im Internet ist die LAG mitder Homepage www.schulbibliotheken.de, LAG in facebook,dem Weblog „Basedow1764“ - http://basedow1764.wordpress.com,der Mailing List „hids“ http://mailman.bildung.hessen.de/mailman/listinfo/hids und diesemSchulbibliotheks-Wikipräsent.Sie arbeitet mit IASL und ENSIL zusammen und pflegt den Austausch mit Partnern in Österreich undSüdtirol. page 57 / 115
  58. 58. SchulbibliothekAufbauOrt, an dem die Schulbibliothekarin oder der Schulbibliothekar häufig sein sollte.Lehrerinnen und Lehrer sind äußerst wichtige Adressaten. Wenn man sie davon überzeugen kann, dasssie mit der Bibliotheksnutzung ihren Unterricht verbessern können und die Vorbereitung nichtaufwändiger ist als beim Lehrbuchunterricht, hat man sie gewonnen.Es ist fahrlässig, allein die Schülerinnnen und Schüler als Nutzer/innen der SB zu sehen.Die ganze Schule sollte im Focus der Bibliothek sein. Wenn Lehrer und Schüler nicht in die Bibliothekkommen, muss die Bibliothek zu ihnen kommen! In die Klassen, in den Schulhof, ins Lehrerzimmer.Da Leserinnen und Leser Schulbibliotheken intensiver und erfolgreicher nutzen als Nichtleser/innen,müssen die Schülerinnen und Schüler zu Leserinnen und Lesern gemacht werden.Dazu ein Vidoclip: Drop everything and read! Anmerkungen zum Clip im Weblog Basedow1764 page 58 / 115
  59. 59. SchulbibliothekAufbauMethoden - eine Mindmap page 59 / 115
  60. 60. SchulbibliothekAufbau→ Lesekultur page 60 / 115
  61. 61. SchulbibliothekAufbauLesefeste Berliner SchulenSonnenschule Attendorn page 61 / 115
  62. 62. SchulbibliothekAufbauSiehe Lesekultur! page 62 / 115
  63. 63. SchulbibliothekAufbauLesekompetenz in der (amerikanischen) PISA-DefinitionSchwache Lesekompetenz in Hessen laut PISA. (pdf):Der Wert für die deutschen Jugendlichen (513 Punkte) ist recht hoch; im Deutschland-Vergleich handeltes sich um den viertbestenLesekompetenzwert – besser schließen lediglich Bayern (536), Baden-Württemberg (533) und Sachsen(514), ab.Andererseits ist das hessische Ergebnis der Jugendlichen mit Migrationshintergrund (439 Punkte) imBundesländervergleich das zweitschwächste. Lediglich der Stadtstaat Bremen liegt hier mit 433 Punktennoch etwas niedriger.Verbesserung der Lesekompetenz in der SI, Kurzbeschreibung des hessischen Projekts (pdf)Diagnostik LinklisteLesecurriculum Berlin-Brandenburg Angebote für ein Konzept zur systematischen Entwicklung derLesekompetenzDie Begriffe Lesekompetenz und Leseförderung werden, auch in den halbamtlichen Verlautbarungen, oftsynonym verwendet. Die klassische Leseförderung, unter der man Lesungen, Buchvorstellungen undBibliotheksführungen versteht, sowie die Schulbibliothek, spielen in Hessen in den amtlichen Konzeptenund Strategien keine nennenswerte Rolle. Wenn die Schjulbibliothek erwähnt wird, dann meistzusammen mit Klassenbücherei und Leseecken.Auffällig ist auch, dass die Projekte sich auf die S I beschränken und kaum die Vorschule und Grundstufeim Blick haben. Reparatur statt Prävention?Es wäre hilfreich, die Leseförderung als Leserförderung zu verstehen. Die Schulbibliothek ist attraktivund förderlich für Leserinnen und Leser. Für Nichtleser oder schwache Leser aber wenig bis gar nicht.Der Leserförderung vorgelagert ist die Erziehung zum Lesen. D. h. die technische Fertigkeit des flüssigenLesens, des sinnentnehmenden Lesens. Die vermeintlich veralteten Begriffe des Lesenlernens und derLeseerziehung sind gar nicht so schlecht. Bei Lesekompetenz in der PISA-Definition klingt dieangelsächsische information literacy an, bei der es um die Fähigkeit geht, Informationen zu finden, zuverstehen, zu bewerten und zu präsenmtieren, zudem nahezu auschließlich auf digitale Medien bezogen.Dass in Deutschland Bibliothekare den Anspruch vertreten, Lehrern und Schülern in öffentlichenBibliotheken diese Kompetenz beizubringen, ist erstaunlich.Das Potential der Schulbibliothek bei der Leseerziehung ist noch nicht ausgeschöpft. Beispiele ausEngland - "Drop everything and read" - zeigen, wie die Schulbibliothek nicht nur Leser/innen anzieht,sondern auch hilft aus Nichtlesern (reluctant readers) Leser zu machen.Es gibt erst wenige hessische Beispiele dafür, dass die Schulbibliothek in schulische Lesekonzepteeingebunden ist: z. B. Steinwaldschule Gießen (pdf)Siehe auch Lesekultur! page 63 / 115
  64. 64. SchulbibliothekAufbauBücher - Lesen - Leseförderung www.biblio.at/rezensionen/index.htm Literaturdatenbank des österreichischen Bibliothekswerkes mit vielen Rezensionen www.ajum.de Rezensionsdatenbank der AJuM www.lesen-in-deutschland.de Ein Portal des Deutschen Bildungsservers www.lesart.org gibt Anregungen zur Leseförderung Autorinnen und Autoren Kostenlose Hörbücher Friedrich-Bödecker-Kreis Hilfe bei der Finanzierung von Autorenlesungen www.ohrliestmit.de Ein Wettbewerb für kreatives Lesen und Hören www.buchmarkt.de Von der Fachzeitschrift BuchMarkt. Zielgruppe sind Buchhändlerinnen und Buchhändler. Aber die Zusammenstellung von Adressen, Ideen und Projekten ist üppig und jeder Interessierte wird fündig. lesen-weltweit.com Informationen zur Leseförderung weltweit, Portal des DIPF, Frankfurt/M, u.a. unterstützt vom Goethe-InstitutDas aktuellste Buch ist wohl:Rosebrock, Cornelia / Nix, Daniel: Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischenLeseförderung, Baltmannsweiler: Schneider 2008, 1244 S., 14 €. Es geht im Wesentlichen darum, wieschwache Leser/innen besser lesen lernen. Das Buch ist theoriegeleitet, enthält aber zahlreicheAnregungen für die Praxis.Prof. Rosebrock hat auch die Grundlegung für die hessischen Lesekomptenzmaßnahmen verfasst. IhrAusgangspunkt war das amerikanische "Reading for Understanding-Programm":Wie sähe ein Leseprogramm aus, das allein mit der Vorgabe entworfen wäre, schwachenLeserInnen in der zweiten Hälfte der Sekundarschulzeit auf die Beine zu helfen -- das wirklichprimär darauf focussiert wäre, 13-16-Jährigen mit schwachen Leseverstehensfähigkeiten undentsprechend misserfolgsreichen Lerngeschichten in ihren Leseverstehensfähigkeiten zu fördern,Jugendliche aus meist bildungsfernen sozialen Kontexten, mit Migrationshintergrund und wenigAntrieb, das Steuer in ihrer Bildungskarriere noch einmal herum zu reißen?Ein Leseförderprogramm, das nicht von vorne herein den Schul- und Unterrichtskonventionen kompatibelgemacht ist, das also keine Rücksichten nehmen würde auf eingefahrene Lehrgewohnheiten undUnterrichtsstile, auf den heimlichen Lehrplan, auf Benotungszwänge, Rahmenpläne, Vergleichsarbeitenund so weiter und so weiter....?Im amerikanischen Fortbildungsprogramm "Reading for Understanding" für die Lehrkräfte schwacherLeser liegt so ein Programm vor. Hier sind all die Komponenten zusammen gedacht und inHandlungsformen umgesetzt, die diese Jugendlichen bräuchten, um aus dem Teufelskreis schlechterLesefähigkeit, mangelnder (schrift)sprachlicher Kenntnisse, schwacher Schulleistung, fehlenderMotivation usw. herauszukommen: Da ist zunächst einmal die Vermittlung der Wahrnehmung, dass dieeigenen Lesefähigkeiten nicht ausreichen -- Hauptschülern fehlt oft gerade diese Erkenntnis, sie bewegensich in der Vorstellung, eigentlich lesen zu können und bloß aktuell oder konstitutionell zu faul dazu zusein. Dann die Bereitstellung und systematische Aneignung von "mentalen Werkzeugen", um den eigenenLeseprozess auf allen Ebenen erfolgreich zu verbessern: Sie reichen vom Training der hierarchieniedrigen page 64 / 115
  65. 65. SchulbibliothekAufbauFähigkeiten (wie etwa der mentalen Strukturierung von Sätzen) über verschiedenen Verfahren derSelbststeuerung, die sich unter dem Etikett "Lesestrategien" sammeln lassen und im amerikanischenSprachraum sehr viel besser eingeführt sind als hierzulande, bis hin zur Erfahrung von Lektüre alskultureller Praxis und Identitätsvergewisserung.Allerdings sind diesen Schülern solche Fertigkeiten Bildungserfahrungen nicht mehr im konventionellenLehrer-Schüler-Verhältnis zu vermitteln. Die Antwort auf die Notwendigkeit, die eingefahrene undstrukturell gescheiterte Lehr-Lern-Routine zu verlassen, ist beispielsweise bei dem Verstehenstraining dasreciprocal teaching, die konsequente Überantwortung der Lernverfahren an die Beteiligten. Hinzu zudiesem Lesenlernen im engeren Sinn tritt der ins Programm integrierte systematische Wissensaufbau inverschiedenen Schulfächern. Denn Lesen ist immer "Lesen von etwas", und es brauchtdomänenspezifische Kenntnisse der jeweiligen inhaltlichen und textanalytischen Dimensionen wie auchdie fachspezifischen Denkmuster, wie sie der Fachunterricht vermitteln sollte.Das Ganze kann nicht gut gehen in einer konventionellen Hauptschulklasse. Eine Atmosphäre vonSolidarität, Zielbewusstsein und Erfolgszuversicht ist notwendig, um das Gelingen des Programmsnachhaltig zu gewährleisten und die Reflexion über das, was geschieht und geschehen muss, zuprovozieren und gemeinsam zu verarbeiten. Wer sich auf das Programm einlässt, macht Ernst mit demErwerb besserer Leseleistung -- Lehrkräfte wie Schüler und Schülerinnen.(Statement von Prof. Dr. Rosebrock zu dem amerikanischen Prgramm, zit. auf dem HessischenBildugnsserver. Seite ab März 2010 nicht mehr erreichbar.) page 65 / 115
  66. 66. SchulbibliothekAufbauLesenächte sind aufwändige, aber lohnende Veranstaltungen.Am besten ist es, die Lesenacht auf den Freitag zu legen. Dann kann die Klasse oder Gruppe am Samstagungestört in der Schule frühstücken. Wenn der Hausmeister mitspielt.Besser im Winter als im Sommer. Es kann recht kühl werden.Wenn Prominenz zum Vorlesen kommt, der Bürgermeister z. B., wird es ein auch öffentlich beachtetesEreignis. page 66 / 115
  67. 67. SchulbibliothekAufbauDie SB hat den Auftrag, in die ganze Schule hineinzuwirken. Sie beschränkt sich nicht auf die Ausleihevon Büchern.In einer lesenden Schule gehen von der Bibliothek Impulse zur Leseförderung aus, z. B. Lesetage,Vorlese- und Schreibprojekte. Die SB wirkt bei schulischen Veranstaltungen (Tag der offenen Tür,Weihnachtsbasar) mit.Das Kollegium wird hinsichtlich der Ressourcen für die Unterrichtsfächer beraten, geieignete Ressourcendigitaler und nichtdigitaler Art werden bereitgestellt. Die Fachlehrer kooperieren mit derSchulbibliothekarin/dem Schulbibliothekar bei Unterrichtsplanung und -durchführung, Diese übernehmenauch die Arbeit mit Einzelnen und Gruppen, etwa bei Infomationsrecherche oder Mediennutzung.Die SB trägt zum Erfolg des Leseunterrichts und dem Erwerb der Lesefähigkeit bei.Soweit die Utopie. page 67 / 115
  68. 68. SchulbibliothekAufbauhids Hessischer Informationsdienst Schulbibliotheken, offen auch für Nicht-Hessen!schulbibliotheken Liste des Deutschen Bibliotheksverbandes. Anmeldung: schulbibliotheken-subscribe@stadt-frankfurt.delm-net 10000 Abonnenten bei der englischsprachigen mailing list; vor allem für NordamerikaEine Alternative zu mailing lists sind Foren, Wikis oder Weblogs. page 68 / 115
  69. 69. SchulbibliothekAufbauIm Entstehen!Siehe auch Informationskompetenz! page 69 / 115
  70. 70. SchulbibliothekAufbauDie Schulbibliothek macht gedruckte, audiovisuelle und digitale Medien zugänglich: Bücher,Zeitschriften, Datenbanken, Dateien, DVDs, Hörbücher, Podcasts, Videofilme.Ein Videoclip kann physikalische Vorgänge verstehbar machen. In einem digitalen Fachlexikon könnenVögelstimmen gehört werden. In einem sorgfältig lektorierten, mehrfach aufgelegten Buch kann einverständlich geschriebener und sachlich richtiger Text mit Gewinn gelesen und verstanden werden.Die Literatur, in der ein Unterschied im Leseverhalten und -verstehen am Bildschirm und beimgedruckten Text vermutet und beschrieben wird, nimmt zu. page 70 / 115
  71. 71. SchulbibliothekAufbau→Lerntechniken page 71 / 115
  72. 72. SchulbibliothekAufbauOnline Public Access Catalogue. Der elektronische Katalog, den alle benutzen dürfen.Am besten ist er an Stehtischen zugänglich, da geht es erfahrungsgemäß schneller als im Sitzen.Konkurrent jeden OPACs ist Google. Da glauben die meisten, einfacher und schneller fündig zu werden.Neuere OPACs sind Google ähnlicher geworden:Bei den Büchern können die Cover abgebildet werden. Man kann sich Listen zusammenstellen undspeichern, Leser können Anmerkungen zu Büchern schreiben. Bei der Buchsuche können ähnliche oderverwandte Themen abgerufen werden. Es können brauchbare Internetadressen erfasst werden. Natürlichmuss sich jemand drum kümmern und dafür Sorgen, dass alle Medien der Schule erfasst sind, neueInternetadressen und Neuerwerbungen eingegeben werden, alles verschlagwortet ist und die Schnittstellenzu externen Datenbanken funktionieren. Man kann den Bestand auf dem Server des Softwareherstellersaufspielen. Dann wird dort gesichert und Neueingaben in den Bestand eingelesen.Über einen Verbundkatalog kann man mit einer Suche die Bestände mehrerer Schulbibliotheken abfragenoder nur in der eigenen Bibliothek suchen. Auch der Katalog der Stadtbibliothek oder desKreismedienzentrums kann eingebunden werden. Verbundkataloge gibt es in Freiburg i. Br. und inFrankfurt am Main. Für ganz Hessen ist der hessen.OPAC im Aufbau.Siehe auch "OPAC der Zukunft" und "Zukunftstaugliche OPACs" (pdf)Der US-Bibliotheksdienstleister Follet hat seine Katalogisierungssoftware zu einem schultauglichenRechercheinstrument ausgebaut: Follett Destiny page 72 / 115
  73. 73. SchulbibliothekAufbauWeltweit herrscht der Typus des teacher-librarian vor, der Bibliothekslehrkraft, die pädagogische,bibliotheksfachliche und vor allem medienpädagogische Kompetenzen durch Aus- oderWeiterbildung erworben hat.1. In Dänemark und in Südtirol gibt es Baustein-Lehrgänge als Zusatzqualifikation für Lehrkräfte, die mit einer Prüfung abgeschlossen werden. In Frankreich ist es die Ausbildung zum professeur documentaliste, die zur Leitung der innerschulischen Informationszentren, centre de documentation et d´information (cdi) befähigt. In Nordamerika und im Pazifikraum sind es die school library media specialists, anderswo werden sie teacher-librarians genannt. Das Curriculum für den Master in Information and Library Services der Rutgers University, ein drei Jahre dauernder eLearning-Kurs (in Englisch) und für den Master of Education in Teacher-Librarianship der University of Alberta/Kanda Portugal verlangt geeignete Qualifikationsnachweise (Zertifikate), ohne eine bestimmte Berufsausbildung oder bestimmte Lehrgänge vorzuschreiben. Es wird aber an einem verbindlichen Curriculum gearbeitet. In Österreich gibt es ein Tätigkeitsprofil. Für die Tätigkeit ist eine Ausbildung vorgeschrieben. Ein Praxisbeispiel aus Groß-BritannienIn Deutschland gibt es bisher keine Lösung für das Personalproblem.Neben der fehlenden Finanzierung von SBen sind die ungeklärte Personalrekrutierung und-finanzierung der wesentliche Hemmschuh der Schulbibliotheksentwicklung in Deutschland. Der"Konstruktionsfehler" des deutschen Schulbibliothekswesen ist, dass es keine eindeutige gesetzlicheRegelung gibt. Teilweise wird in den Schulgesetzen der Länder die Schulbibliothek erwähnt. Sie wirddann den Aufgaben des Schulträgers zugeordnet. Dieser behandelt Schulbibliotheken, anders alsSchulturnhallen, als freiwillige Aufgabe, genau wie das öffentliche Bibliothekswesen. Zwar bauen undmöblieren immer mehr Schulträger Schulbibliotheksräume, weder Schulträger noch das Land bezahlenaber das Personal für diese Einrichtungen, von Ausnahmen abgesehen.Die Ausbildung zum Dipl. Bibliothekar mit schulbibliothekarischem Schwerpunkt haben die deutschenBibliotheksfachhochschulen aufgegeben, weil es keinen Arbeitsmarkt für die Absolventen gibt. Faktischsind es Eltern, Schüler/innen, Lehrer/innen, geringfügig Beschäftigte oder zu gemeinnütziger Arbeitverpflichtete Personen, im besten Falle Verwaltungsangestellte, noch seltener Bibliotheksassistenten(FaMI) oder gar Diplombibliothekare, die Schulbibliotheken betreuen.Die bibliotheksfachlichen Berufsverbände sehen in der Schulbibliothek eine Sonderform der öffentlichenBibliothek und mithin ihnen dort zustehende Arbeitsplätze. Ähnlich wird es auch in der Öffentlichkeitund von der Politik gesehen. Die spezifisch pädagogische Dimension der Schulbibliothek als täglichgenutzter Lernort wird dabei vernachlässigt. Daher wird von bibliothekarischen Interessensverbänden dieSchulbibliothek vor allem als Zweigstelle einer öffentlichen Bibliothek (öB) in der Schule gesehen.Oder die öffentliche Bibliothek firmiert selbst als außerschulischer Lernort, der die Schulbibliotheküberflüssig erscheinen lässt. Schulen werden durch "Kooperationsverträge" zwischen Landesregierungenund dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. aufgefordert, die Zusammenarbeit mit der öffentlichenBibliothek zu suchen und deren Angebote wahrzunehmen. Dies entlastet scheinbar Schulträger und auch page 73 / 115
  74. 74. SchulbibliothekAufbauLandesregierungen.Wenn die Verträge Substanz haben sollen und nicht nur deklamatorischen Charakter, führt diese Strategieebenfalls zu Problemen: Da die Schulträgerschaft i. d. R. bei den Landkreisen liegt, die Trägerschaft deröB aber bei den Städten und Gemeinden, muss der Kostenaufwand, der den Bibliotheken durch Nutzungvon Schulklassen entsteht, zwischen den Gebietskörperschaften geregelt werden.Die massenhafte Nutzung der öB als außerschulischerm Lernort und Ersatz für Schulbibliothekenscheitert allein schon an den quantitativen Problemen: 9 Millionen Schüler/innen müssten ca. 2000hauptamtlich geleitete öBen benutzen, deren Öffnungszeiten, räumliche, mediale und personelleAusstattung darauf i. d. R. nicht eingestellt ist. Auch die schul- und medienpädagogische Qualifikationdes Personals sowie der Zeit- und Transportaufwand für Lehrer und Schüler erscheinen problematisch.Es bleibt voraussichtlich bei dem bisherigen Zustand: Eltern als treibende Kraft für die Einrichtung vonSchulbibliotheken und als ehrenamtliche Helfer, Lehrkräfte als Freiwillige, allenfalls mit minimalerzeitlicher Entlastung, Verwaltungsangestellte und bibliothekarisches Fachpersonal, wenn Schulträger dieswollen und finanzieren können.2.Da Grundsatzentscheidungen hinsichtlich Finanzierung von Personalstellen und der Qualifikation nichtzu erwarten sind, stellt sich die Frage, was dennoch möglich ist.Die Bundesländer sind nicht für Schulbibliotheken zuständig, sondern Landkreise und kreisfreie Städte.Deswegen kann auf der Basis der jetzigen Regelungen von einer Landesregierung nicht erwartet werden,Lehrer für die Leitung freizustellen oder Leiterstellen anderweitig zu besetzen. Es muss politisch gewolltsein und die rechtliche Grundlage dafür geschaffen werden. Also, dass z. B. eine Lehrerin mit sechsStunden oder halber Stelle für die Leitung der SB freigestellt wird. In anderen Staaten geht das, s. o.In Hessen übernehmen Lehrer, die zum Oberstudienrat oder Rektor für besondere Aufgaben befördertwerden wollen, eine Zusatzaufgabe. In über 300 Fällen ist das die Leitung der Schulbibliothek. Das wirdaber so nicht genannt, weil ein Landesbeamter keine Tätigkeit ausüben soll, die vom Schulträger zubezahlen ist. (Das geht nur beim Leiter des Kreismedienzentrums: Ein Lehrer leitet hier eine Einrichtungdes Schulträgers! Angeblich geht das auf die Nazizeit zurück.)Bisher kann man als Lehrer allenfalls einmal eine halbe oder einige wenige sog. Anrechnungsstunden füraußerunterrichtliche Aufgaben erhalten. Dann geht i. d. R. ein anderer leer aus oder man wechseltjährlich.Es gibt in vielen Bundesländern Experimente mit "autonomen" Schulen. Da hat die Schulleitung Geld,mit dem sie Honorarkräfte "einkaufen" oder sogar befristet Stellen schaffen kann. Z. B. wenn dieSchulleitung aus drei Klassen à 20 zwei Klassen à 30 macht und damit 34 Lehrerstunden einspart, darf sieeinen Teil der gesparten Stunden behalten.(Teuflische Idee!) Es gibt dabei auch die Möglichkeit,Personalmittel in Sachmittel umzuwandeln und umgekehrt. Das ist alles haushaltsrechtliches Neuland,aber für engagierte Schulleiter eine große Chance.Ganztagsschulen (GTS) erhalten zusätzliche Geldmittel und einen besseren Personalschlüssel. Wenn dieSchule entsprechende Prioritäten setzt, kann sie jemanden für die Bibliothek holen, muss dann evtl. aufden Zeitvertrag mit dem Theaterpädagogen oder dem Sozialarbeiter verzichten. Da GTS erhalten Stellenfür Sozialarbeiter. Man kann versuchen, Stundenanteile aus diesem Kontingent für die SB zu verwenden. page 74 / 115
  75. 75. SchulbibliothekAufbauMöglich ist, dass eine Landesregierung nicht nur Lehrer bezahlt, sondern auch pädagogischeAssistentenstellen. Da könnte eine Stelle für die Schulbibliothek dabei sein. In Frankreich gibt es das.Lehrer machen dort weder Pausenaufsicht, Vertretungsunterricht noch Hausbesuche. Für die Bibliothekgibt es außerdem eine speziell ausgebildete Kraft - die/der documentaliste.In einer großen Schule mit drei Schulsekretärinnen könnte daraus auch eine halbe Stelle für dieBibliothek abgezweigt werden. (Passiert ist es aber umgekehrt: Dort, wo es Bibliotheksstellen gab, wurdeeinmal eine gute Angestellte ins Sekretariat geholt.)Vom Land bezahlte Assistentenstellen gibt es in NRW, das läuft aber anscheinend nichtzufriedenstellend, in RPF wurden sie abgeschafft. In Hessen hatte das Land die Schulträger, die Kreiseund Städte, zu Assistentenstellen per Verordnung gezwungen. Das fanden die gar nicht schön und habenes nach und nach rückgängig gemacht. Heute muss ein Landesparlament, das solches beschlösse, auch dieMittel dafür bereitstellen (Konnexitätsprinzip).Das Land könnte den Kommunen aber auch Zuschüsse aus dem Landeshaushalt geben. Das wäre dannMischfinanzierung. Ist aber auch nicht beliebt, schon gar nicht im Personalbereich.Bleibt die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Bibliotheken. Für die Verbände desBibliothekswesens sind Schulen seit einigen Jahren (wieder einmal) das Land, wo Milch und Honigfließen. Sie erhoffen sich von der Bildungspolitik Personalstellen und Geldmittel. Für sie steht dieZusammenarbeit mit der öffentlichen Bibliothek im Vordergrund, nicht so sehr die schulinterneBibliothek.Die öffentliche Bibliothek wäre der Ort der Leseförderung, der Vermittlung von Informations- undMedienkompetenz. So heißt es in bibliothekarischen Verlautbarungen und in Bibliotheksgesetzen. DenBildungspolitikern kommt das gerade recht. Können sie doch Forderungen nach mehr Schulbibliothekenmit dem Hinweis auf Kooperationen zwischen Bibliothek und Schule beantworten.Was geht? Einem Schulträger ist es nicht verboten, Personalstellen in Schulbibliotheken zu schaffen.Dann muss man entsprechende Haushaltsmittel einplanen. Damit ist noch nichts gewonnen, die können inletzter Sekunde wieder rausfliegen oder eine Stellenbesetzungssperre kommt. Es geht aber theoretischund in einigen Landkreisen auch praktisch, es muss nur gewollt werden.Es werden ständig neue Personalstellen in der öffentlichen Verwaltung geschaffen. Die neueBundesregierung hat etwa 900 neue Stellen im Regierungsapparat geschaffen. Um wie geplant zuverhindern, dass "Reiche" in den Genuss von Elterngeld kommen, müssen in den deutschen Finanzämternca. 150 Stellen neu geschaffen werden. Das kostet in etwa die erhofften Einsparungen.Was geht noch? Ich kenne ein Lehrerkollegium(!), das eine Stelle in einer Schulbibliothek finanziert. Esgibt Schulfördervereine, die das machen.Es geht immer mal wieder ein zeitlich begrenztes Projekt, für das es Lehrerstunden oder befristet Stellengibt. Nichts fürchtet die Verwaltung aber mehr, als dass daraus dann ein dauerhafterBeschäftigungsanspruch erwächst. page 75 / 115
  76. 76. SchulbibliothekAufbauDer Einsatz von Langzeitarbeitslosen in Schulbibliotheken erfreut sich wachsender Beliebtheit. Das isteine ambivalente Angelegenheit. Einerseits hat man wenigstens zeitweise jemanden. Wenn diebetreffende Person auch noch mit Kindern und Büchern umgehen kann, ist das gut für die Schule.Andererseits verfestigt sich der Eindruck, dass man in Schulbibliotheken kein qualifiziertes Personalbraucht. Mit Schulungskursen für diesen Personenkreis weckt man Hoffnungen, dass sich einBeschäftigungsverhältnis ergeben könnte. Das ist so gut wie nie der Fall.Der Bundesfreiwilligendienst, die Nachfolgeeinrichtung für den Zivildienst, der parallel zur Wehrpflichtentfiel, könnte eine Stelle ermöglichen.Es können auch junge Leute, z. B. zwischen Abitur und Studium benannt werden undTeilzeit-BeschäftungsverhältnisseDas Kontingent von 35000 Plätzen wird aber vor allem von den großen Wohlfahrtsverbänden inAnspruch genommen. page 76 / 115
  77. 77. SchulbibliothekAufbauPISA und andere Schulleistungsvergleiche werden gerne als Argument für Schulbibliotheken benutzt.Dies muss mit Vorsicht betrachtet werden.Die Gründe für das gute Abschneiden bei den PISA-Aufgaben sind umstritten. Die Rangsteigerung derBundesländer Sachsen und Thüringen bei dem zweiten PISA-E-Test ist keinesfalls auf eine verbesserteSchulbibliotheksversorgung dieser Länder zurückzuführen. Das Schulbibliothekswesen in Finnland istentgegen der landläufigen Meinung nicht hoch entwickelt, allerdings das Bibliothekswesen. Die Faktoren,die dem guten Abschneiden Finnlands zugerechnet werden, sind u.a. der geringe Anteil an Migranten undeine Schulorgansiation, in der unbürokratisch auf Lernprobleme einzelner Schüler reagiert werden kann.Einzig bei deutschsprqchigen Schulen in Südtirol treffen hervorragendes Abschneiden bei PISA und einhervorragendes Schulbibliothekswesen zu.(Allerdings weitestgehend ohne die vonBibliotheksorganisationen geforderte Professionalisierung. In der Regel leiten weiter gebildete Lehrkräftedie Südtiroler Schulbibliotheken). Allerdings treffen dort auch die bei Finnland vermutetenErfolgsfaktoren zu: Sprachlich und ethnisch homogene Lerngruppen, die überwiegend aus derMittelschicht und aus dem ländlichen Raum stammen. page 77 / 115
  78. 78. SchulbibliothekAufbauMit der Präsenzbibliothek erspart man sich Ausleih-, Rückgabe- und Mahnprozeduren. Die Bücher undanderen Medien werden nicht ausgeliehen, sondern sind nur in der Schulbibliothek nutzbar.Die Frage nach der Ausleihe, wenigstens übers Wochenende, nur Mitnahme in den Klassenraum, stelltsich früher oder später. Für den Anfang kann die P. auf jeden Fall eine pragmatische Lösung sein.Aber auch als dauerhafte Lösung ist sie dankbar. Dann ist allerdings sinnvoll, einen Bestand zu haben,der entsprechend genutzt wird und nicht das Verlangen weckt, auszuleihen. Also der Verzicht aufBelletristik.. Auch lange Öffnungszeiten sind für eine P. empfehlenswert. page 78 / 115
  79. 79. SchulbibliothekAufbauSiehe Standards! page 79 / 115
  80. 80. SchulbibliothekAufbauMöglichst zentrale Lage; Mindestgröße 50-70m2; bei mehr als 2.000 Bänden für zusätzliche 1.000Bücher je weitere 30 m2. Achtung: Bei einigen tausend Büchern ist schnell die zulässige Deckenbelastung erreicht!Raumerfordernisse (Übersicht von Buch.Zeit/Österreich)Raumwirkung (pdf; englisch)[[file/view/Nice_to_read_you_SB_Entw%C3%BCrfe.pdf|Nice_to_read_you]] (Utopische Entwürfe; pdf)Lernumgebungen des 21. Jahrhunderts (pdf; englisch)Be the Change Schulräume für das 21. Jahrhundert; englisch, pwt) page 80 / 115
  81. 81. SchulbibliothekAufbauEine Schulbibliothek oder -mediathek ist eine Bibliothek in einer Schule. Ihre Aufgabe istes, Lehrern und Schülern, der Schulleitung und auch den Eltern Zugang zu Büchern undanderen Medien zu ermöglichen. Sie erschließt alle Medien der Schule. Je nach Schulstufeund Schulform wird es Differenzierungen im Bibliotheksprogramm und im Medienbestand geben.Sie sollte Medienzentrum, Informations- und Kulturzentrum der Schule sein. Ihre Aufgabeund ihre im Einklang mit dem Schulprofil stehenden Schwerpunkte sollten imSchulprogramm beschrieben werden.Der Medienbestand einer multimedialen Schulbibliothek orientiert sich in erster Linie amCurriculum der Schulfächer. Er erschließt, vertieft und ergänzt das Curriculum multimedial.Der Raum/die Räume der Schulbibliothek, das Mobiliar und die technische Ausstattungermöglichen individuelles Lernen und die Arbeit in Gruppen. In der multimedialausgestatteten Schulbibliothek kann medienpädagogisch gearbeitet werden. Insbesonderedie Informationsrecherche in Sachbüchern und digitalen Medien kann geübt werden.Weiterhin sollte sie Lese- und Kulturzentrumsein, in dem Lesungen, Ausstellungen u. a.Aktivitäten stattfinden.Die Medien der Schulbibliothek werden durch einen OPAC erschlossen. Der OPAC nenntBücher, audiovisuelle und digitale Medien sowie Internetadressen.Notwendig wären in einer multimedialen Schulbibliothek Spezialisten, die überQualifikationen als Lehrer, Bibliothekare, IT-Spezialisten und Medienpädagogen verfügen.Schulbibliothekare oder Bibliothekslehrer entwickeln Curricula im Bereich derInformationsrecherche und unterrichten diese auch. Sie organisieren den Bestand anMedien für den Fachunterricht der Klassen und das selbstständige Lernen der Schüler.Siearbeiten mit den Fachlehrern bei Planung und Durchführung von Unterricht zusammen undberaten die Fachbereiche bei der Anschaffung und Nutzung von Medien. In derLeseerziehung wirken sie mit und beraten und unterstützen einzelne Schüler.In anderen Ländern gibt es dafür Ausbildungsgänge (school library media specialist,documentaliste). In Deutschland werden Schulbibliotheken i. d. R. von einzelnen Lehrernund Eltern organisiert, die mit Hilfe von Schülern, ehrenamtlichen Helfern und vonJobcentern vermittelten Hilfskräften arbeiten. Speziell ausgebildetes Personal oder Dipl.Bibliothekare sind die Ausnahme.Personell und sächlich gut ausgestattete Schulbibliotheken, wie sie hier beschriebenwerden, wirken sich positiv auf Schülerleistungen aus. Ergebnisse der internationalenWirkungsforschung sind: Schülerleistungen steigen in Schulen mit guten Schulbibliotheken, unabhängig vom sozioökonomischen Status des Elternhauses. Die Ergebnisse in Leseleistungstests sind besser. Mehrere Dimensionen der Lesefähigkeit werden verbessert: Wortschatz, Grammatik, Rechtschreibung, Schreibstil. Referate und Präsentationen sind fundierter. page 81 / 115
  82. 82. SchulbibliothekAufbauIn Anlehnung an den Artikel "School library" im amerikanischen Wikipedia.und dasSchulbibliotheksmanifest der LAG Schulbibliotheken in Hessen (1999) page 82 / 115

×