FOM Hochschule für Oekonomie & Management Essen
Berufsbegleitender Studiengang zum Bachelor of Science
5. Semester
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Inhaltsverzeichnis
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1 Abkürzungsverzeichnis
5.1 Definition
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1 Abkürzungsverzeichnis
AWS: Amazon Web Services; Cloud Dienste von Amazon..........
4 Einleitung
5.1 Definition
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4 Einleitung
Die Globalisierung selbst und auch der wirtschaftliche Wettbewerb zwingen Unter...
5 Cloud Computing
5.2 Typische Module einer Cloud
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Es werden drei verschiedene Typen von Clouds unterschieden: Public, Pr...
6 Cloud Storage
6.1 Gebrauch im geschäftlichen und im privaten Bereich
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6 Cloud Storage
6.1 Gebrauch im geschäftlichen un...
6 Cloud Storage
6.3 Vorteile gegenüber lokaler Speicherung
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6.3 Vorteile gegenüber lokaler Speicherung
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6 Cloud Storage
6.4 Risiken und Nachteile
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6.4.2 Datensicherheit und Schutz vor unerlaubten Zugriffen
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7 Die Google Cloud
7.1 Google Apps
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7 Die Google Cloud
7.1 Google Apps
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7 Die Google Cloud
7.2 Anwendungsbeispiele
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7.3 In wie weit erfüllt die Google Cloud die zuvor genannten Vorteile
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Das Unternehmen operiert inzwi...
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8 Die Google Cloud im Vergleich mit anderen Anbietern
8.1 Die Amazon-Cloud
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8 Die Google Cloud im Vergleich mit anderen Anbietern
8.3 Microsoft
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8.3 Microsoft
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8 Die Google Cloud im Vergleich mit anderen Anbietern
8.5 Salesforce.com
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9 Fazit
9.1 Abschließende Beurteilung der Google Cloud
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Microsoft: Wie Amazon spricht Microsoft mit Azure eine andere Ku...
10 Literaturverzeichnis
9.2 Ausblick
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11 Ehrenwörtliche Erklärung
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11 Ehrenwörtliche Erklärung
Hiermit versichere ich, dass die vorliegende Arbei...
12 Anhang
9.2 Ausblick
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Abbildung 1: Eine Taxonomie des Cloud Computing (Gillam, 2010 S. 24)
Flexible Plan Ann...
12 Anhang
9.2 Ausblick
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Abbildung 2: Google Apps im Verglich zur Standard-Cloud (Google, 2011)
Android iPhone
Black-
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Seminararbeit in „E-Business und Mobile Computing“
Berufsbegleitender Studiengang zum Bachelor of Science
5. Semester
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Term paper for "E-Business und Mobile Computing"
Bachelor of Applied Science (B.A.Sc.), Business Informatics
Semester 5

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Cloud Storage unter Berücksichtigung der Risiken von großen Datensammlungen am Beispiel der Google Cloud

  1. 1. FOM Hochschule für Oekonomie & Management Essen Berufsbegleitender Studiengang zum Bachelor of Science 5. Semester Seminararbeit in „E-Business und Mobile Computing“ Cloud Storage unter Berücksichtigung der Risiken von großen Datensamm- lungen am Beispiel der Google Cloud Betreuer: Prof. Jörg Muschiol Autorin: Sarah Steffen Matrikelnr.: 241593 Adresse: Wallstraße 24, 40878 Ratingen Essen, den 15.01.2012
  2. 2. I Inhaltsverzeichnis 1 Abkürzungsverzeichnis.......................................................................................................... 1 2 Tabellenverzeichnis ............................................................................................................... 1 3 Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................... 1 4 Einleitung ............................................................................................................................... 2 5 Cloud Computing ................................................................................................................... 2 5.1 Definition ....................................................................................................................... 2 5.2 Typische Module einer Cloud........................................................................................ 3 6 Cloud Storage........................................................................................................................ 4 6.1 Gebrauch im geschäftlichen und im privaten Bereich .................................................. 4 6.2 Abgrenzung zum Filehosting und Filesharing............................................................... 4 6.3 Vorteile gegenüber lokaler Speicherung....................................................................... 5 6.4 Risiken und Nachteile ................................................................................................... 5 6.4.1 Datenverlust und Service-Ausfall.............................................................................. 5 6.4.2 Datensicherheit und Schutz vor unerlaubten Zugriffen............................................. 6 6.4.3 Rechtliche Fragen ..................................................................................................... 6 6.4.4 Technische Grenzen ................................................................................................. 7 7 Die Google Cloud................................................................................................................... 7 7.1 Google Apps.................................................................................................................. 7 7.2 Anwendungsbeispiele ................................................................................................... 9 7.3 In wie weit erfüllt die Google Cloud die zuvor genannten Vorteile.............................. 10 7.4 Wie begegnet Google bei der Cloud den zuvor genannten Risiken........................... 11 8 Die Google Cloud im Vergleich mit anderen Anbietern....................................................... 13 8.1 Die Amazon-Cloud ...................................................................................................... 13 8.2 Apples iCloud .............................................................................................................. 13 8.3 Microsoft...................................................................................................................... 14 8.4 IBM .............................................................................................................................. 14 8.5 Salesforce.com............................................................................................................ 15 8.6 Auswertung ................................................................................................................. 15 9 Fazit ..................................................................................................................................... 16 9.1 Abschließende Beurteilung der Google Cloud............................................................ 16 9.2 Ausblick....................................................................................................................... 16 10 Literaturverzeichnis ......................................................................................................... 17 11 Ehrenwörtliche Erklärung................................................................................................ 18 12 Anhang............................................................................................................................ 19
  3. 3. 1 Abkürzungsverzeichnis 5.1 Definition 1 1 Abkürzungsverzeichnis AWS: Amazon Web Services; Cloud Dienste von Amazon........................................................ 13 BaaS: Business as a Service; Teilmodell des Cloud Computings................................................ 3 CRM: Customer Relationship Management; Verwaltung von Kundenbeziehungen .................. 15 DNS: Domain Name System; Netzwerkdienst zur Namensauflösung........................................ 12 FaaS: Framework as a Service; Teilmodell des Cloud Computings ............................................ 4 FISMA: Federal Information Security Management Act; US-amerikanisches Gesetzt zum Datenschutz...................................................................................................................... 13 HaaS: Hardware as a Service; Teilmodell des Cloud Computings .............................................. 3 HIPAA: Health Insurance Portability and Accountability Act; US-amerikanisches Gesetz zum Datenschutz bei Krankenversicherungen......................................................................... 13 IaaS: Infrastructure as a Service; Teilmodell des Cloud Computings........................................... 3 ISAE: International Standards for Assurance Engagements; Prüfungsstandards zur Auslagerung...................................................................................................................... 11 ISO: International Organization for Standardization; Organisation zur Festlegung von Normen13 OaaS: Organization as a Service; Teilmodell des Cloud Computings.......................................... 4 P2P: Peer to Peer; Netzwerk aus gleichgestellten Rechnern, steht z.B. dem Client-Server- Modell entgegen ................................................................................................................. 4 PaaS: Platform as a Service; Teilmodell des Cloud Computings................................................. 3 PCI DSS: Payment Card Industry Data Security Standard; Sicherheitsstandard beim Zahlungsverkehr ............................................................................................................... 13 RSVP: répondez s'il vous plaît; Aufforderung zur Antwort............................................................ 8 SaaS: Software as a Service; Teilmodell des Cloud Computings, steht dem normalen Software- Lizenzmodell entgegen....................................................................................................... 3 SAS 70: Sarbanes-Oxley Act; US-amerikanisches Gesetz, das sich mit der Berichterstattung von Unternehmen befasst................................................................................................. 13 SQL: Structured Query Language; Datenbankabfragesprache.................................................. 14 SSL: Secure Sockets Layer; hybrides Verschlüsselungsprotokoll für Datenübertragungen.. 7, 12 2 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Pricing (Google, 2011) ............................................................................................... 19 Tabelle 2: Google Apps Features (Google, 2011) ...................................................................... 20 3 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Eine Taxonomie des Cloud Computing (Gillam, 2010 S. 24)................................ 19 Abbildung 2: Google Apps im Verglich zur Standard-Cloud (Google, 2011).............................. 20
  4. 4. 4 Einleitung 5.1 Definition 2 4 Einleitung Die Globalisierung selbst und auch der wirtschaftliche Wettbewerb zwingen Unter- nehmen mehr und mehr dezentral zu arbeiten und Synergien durch die Vernetzung geographisch verteilter Standorte zu nutzen. Eine solche Aufstellung wird schnell kostspielig; nicht nur durch die zusätzlich benötigte Hardware, den Aufbau von Inf- rastruktur und den Einkauf entsprechender Dienstleistungen, sondern vor allem durch die Aufstockung und Weiterbildung des IT-Personals. Ein weiterer großer Posten werden schließlich die Stromkosten, die anhand des wachsenden techni- schen Aufgebots in die Höhe schießen. Nicht für jeden Unternehmer ist es da noch rentabel, die informationstechnische Strukturierung seiner Standorte, Filialen oder Tochterfirmen selbst zu handhaben. Was wäre also naheliegender, als diese Auf- gabe an ein Unternehmen auszusourcen, das sich im Kerngeschäft mit IT beschäf- tigt und all diese Ressourcen daher bereits besitzt, sie also zielgerichtet vermieten kann? Aus diesem Ansatz hat sich in Zeiten des Web 2.0 und dem Aufkommen entsprechender technischer Möglichkeiten ein einflussreicher Trend entwickelt: Das Cloud Computing. 5 Cloud Computing 5.1 Definition Was ist eigentlich eine "Cloud"? Der Begriff rührt ursprünglich daher, dass das In- ternet in Netzwerkdiagrammen meist als Wolke (engl. cloud) dargestellt wird. Bei einer Cloud handelt es sich im informationstechnischen Sinne – grob zusammen- gefasst – um eine Gruppe zusammengehöriger Web-Services, deren grundliegen- des Prinzip die Abstraktion von konkreter Hardware ist. Genauer und professionel- ler ist die Definition des amerikanischen Informatik-Professors Carl Hewitt: "[cloud computing] is a paradigm in which information is permanently stored in servers on the Internet and cached temporarily on clients that include desktops, entertainment centers, table computers, notebooks, wall computers, handhelds, sensors, moni- tors, etc." (Chee, et al., 2003 S. 3). Das Kernkonzept des Cloud Computing ist also die Loslösung zur Verfügung gestellter Dienste von konkreten geographischen Standorten und von konkreter physischer Hardware, sowie deren Nutzung aus- schließlich nach Bedarf.
  5. 5. 5 Cloud Computing 5.2 Typische Module einer Cloud 3 Es werden drei verschiedene Typen von Clouds unterschieden: Public, Private und Hybrid Clouds. Public Clouds sind öffentlich zugänglich, darunter fallen z.B. Foto- Dienste wie Pixum oder Flickr, die die von Nutzern eingestellten Daten öffentlich verfügbar machen. Eine Private Cloud hingegen stellt einen abgeschlossenen Be- reich dar, zu dem nur der Nutzer selbst Zugang hat. Die Daten können also nur von ihm persönlich eingesehen werden und sind vor unerwünschten Zugriffen ge- schützt. Hybrid Clouds bieten beide Möglichkeiten, stellen also eine Kombinations- variante aus Public und Private Cloud dar. 5.2 Typische Module einer Cloud Die Cloud hält verschiedene Dienste für den Nutzer bereit, die dieser standortun- abhängig nutzen kann; einzig eine Internetverbindung und ein Browser werden benötigt. Eine genauere, verbindliche Definition über die Dienste und Module einer Cloud ist schwierig aufzustellen, da die Angebote sich von Hersteller zu Hersteller stark unterscheiden. Die Palette reicht z.B. von der reinen Datenablage ("Online- Festplatte") bis hin zu umfassenden Business-Lösungen mit komplexen Service- Landschaften. Seriöse und professionelle Angebote beinhalten in der Regel die folgenden Module (vgl. Gillam, 2010 S. 24): • Kern Dienste (Ressourcen-Management, Replizierung, Ausgleichen von Da- tenlast, etc.) • Virtualisierungsmanagement (Full- / Paravirtualization) • Sicherheit (Authentifizierung, Autorisierung) • Architekturen (Software as a Service, Platform as a Service, etc.) • Data Governance (Datenmigration) • Management Dienste Zu erläutern sind hierbei vor allem die Service-Modelle im Bereich der Architektu- ren, die ebenfalls entscheidende Charakteristika des Konzepts des Cloud Compu- ting sind (vgl. Gillam, 2010 S. 23): • SaaS (Software as a Service) • PaaS (Platform as a Service) • HaaS (Hardware as a Service) • IaaS (Infrastructure as a Service) • BaaS (Business as a Service) • FaaS (Framework as a Service) • OaaS (Organization as a Service) Das jeweils angehängte "as a Service" bedeutet, dass der betreffende Bereich nicht vom Unternehmen (Kunden) selbst, sondern von einem Dienstleistungsunter- nehmern betrieben und vom Kunden gegen Gebühren als Service genutzt wird.
  6. 6. 6 Cloud Storage 6.1 Gebrauch im geschäftlichen und im privaten Bereich 4 6 Cloud Storage 6.1 Gebrauch im geschäftlichen und im privaten Bereich Cloud Storage ist die Bezeichnung für das Ablegen von Daten in der Cloud. Auch hier ist ein Hauptbeweggrund die Unabhängigkeit von einzelnen physikalischen Geräten, zur Zeit vor allem im privaten Bereich. Heutzutage besitzt kaum noch je- mand "nur" einen Computer, und ist es nun nötig, von mehreren Geräten aus die gleichen Daten bearbeiten bzw. darauf zugreifen zu können, ergibt sich schnell ein Problem. Die Daten manuell mittels Flashspeichern, externen Festplatten usw. zu "synchronisieren" und aktuell zu halten wird irgendwann aufwändig, und bei stei- gender Datenmenge (z.B. Medienbibliotheken) kaum noch schaffbar. Werden die Daten in einem Cloud System abgelegt, sind sie zum einem von überall erreichbar, zum anderen können sie ganz automatisch synchronisiert werden. 6.2 Abgrenzung zum Filehosting und Filesharing Cloud Storage kann im simpelsten Fall einfach als eine Form des Online-Backups dienen. Damit ist prinzipiell schon die Definition von Filehosting erfüllt: es stellt also einen Teil, bzw. eine Nutzungsmöglichkeit von Cloud Computing und Cloud Stora- ge dar. Im Bereich Filesharing sieht es ähnlich aus. Prinzipiell kann jedes Filehosting- Angebot auch zum Filesharing (durch Verbreiten von Links) genutzt werden. Be- trachtet man unter dem Begriff Filesharing (in seiner populären Definition) aber Systeme wie Torrents, P2P-Netzwerke, etc., so ergibt sich ein deutlicher Unter- schied. Cloud Storage bezeichnet das zentrale Speichern von Daten (in der Reali- tät liegen die Daten zwar zum Teil auf verschiedenen Servern, doch aus Sicht des Nutzers ist die Datenhaltung zentral); beim Filesharing hingegen liegen die Daten verstreut auf unterschiedlichen Rechnern bzw. Servern – vor allem aber auf den Rechnern der Nutzer statt des Anbieters. Auch können diese Dateien nur teilweise (also fragmentiert) auf einem Rechner vorhanden sein, so dass die Dateien von mehreren Rechnern bzw. Servern geladen werden. Bei dieser Form des Filesha- rings wird das Netzwerk also von Ressourcen der Nutzer gebildet, bei Cloud Stora- ge wird es vom Anbieter zur Verfügung gestellt.
  7. 7. 6 Cloud Storage 6.3 Vorteile gegenüber lokaler Speicherung 5 6.3 Vorteile gegenüber lokaler Speicherung Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Sicherung der Daten. Seriöse Cloud Services bieten die automatische Replizierung der Daten auf geographisch verteilten Ser- vern an, was dem Nutzer eine gewisse Ausfallsicherheit bietet. Im Ernstfall ist eine Wiederherstellung schnell geleistet und der Kunde kann sofort weiterarbeiten. Ebenso zu erwähnen ist der deutliche Gewinn an Flexibilität. Steigt der Bedarf an Speicherplatz, so kann dieser mit wenigen Klicks sofort hinzugebucht werden – eine langwierige Planung der Anschaffung neuer Hardware und die Installation die- ser entfällt. Wie bereits zu Anfang erwähnt, ergibt sich für den Cloud-Kunden vor allem auch ein Kostenvorteil, da er keine Hardware mehr bereithalten und somit auch nicht warten muss. Die komplette Datenhaltung wird mit allen Kosten und einigen Risiken an einen Dienstleister outgesourct, und in der Regel rentiert sich dieses Outsourcing finanziell. Der Zugewinn von Flexibilität hierbei zahlt sich vor allem bei Projekten mit schwer absehbarer Zukunft aus. Statt hohe Summen in ein Projekt zu investieren, die eventuell zu versunkenen Kosten werden können, wer- den laufend Gebühren bezahlt, die flexibel zu steuern sind und gegebenenfalls schnell gesenkt oder gestoppt werden können. 6.4 Risiken und Nachteile 6.4.1 Datenverlust und Service-Ausfall Je größer die Datenmenge und je sensibler die Daten, umso höher ist das Risiko des Datenverlustes zu bewerten. Da man die Verantwortung für die Sicherheit der Daten vor Verlust ja an einen Dienstleister abgegeben hat, ist man schließlich auch davon abhängig, ob dieser seiner Aufgabe auch ordnungsgemäß nachkommt. Die Abgabe des Risikos wird also mit einem gewissen Kontrollverlust bezahlt. Das gleiche gilt für die Verfügbarkeit der bezahlten Services, beginnend beim Zu- griff auf die Daten in der Cloud. Wird die Arbeit aufgrund eines technischen Ausfalls beim Dienstleister zwangsweise unterbrochen, so kommt dies Unternehmen oft teuer zu stehen. Die meisten Anbieter garantieren bis zu 99% Uptime, jedoch gibt es hier zum einen unberechenbare Risiken (Naturkatastrophen, Terrorangriffe, etc.), zum anderen spielt die Vertrauenswürdigkeit und Reliabilität des Dienstleis- ters hier eine wichtige Rolle beim Abschätzen der Risikogrößen und - Wahrscheinlichkeiten.
  8. 8. 6 Cloud Storage 6.4 Risiken und Nachteile 6 6.4.2 Datensicherheit und Schutz vor unerlaubten Zugriffen Auch bei der Sicherheit der Daten vor Zugriffen Dritter ist das Unternehmen voll- ständig auf Verlässlichkeit des Anbieters angewiesen; auch hier entsteht ein ge- wisser Kontrollverlust. Da IT-Dienstleistungsunternehmen ebenso am Schutz ihrer eigenen Daten interessiert sein dürften und ggf. eine größere Expertise im Daten- schutz als ein nicht-IT Unternehmen aufweisen, ist anzunehmen, dass sie den Kundendaten einen besseren Schutz bieten können, als ein kundeneigenes Sys- tem. Doch auch hier zählt wieder die Seriosität des Anbieters, ebenso wie das un- wägbare Risiko, dass Hackerangriffe, usw. auch große, etablierte Unternehmen treffen können, wie die jüngere Vergangenheit mehrfach gezeigt hat. Besondere Sicherheitsprobleme gibt es zurzeit noch bei Smartphones bzw. mobi- len Geräten allgemein. Die Wege der Datenübertragung zwischen Smartphone und Internet sind weniger gut abgeschirmt und weniger sicher vor dem Abgreifen des Datenverkehrs, als eine feste Kabelverbindung zwischen PC und Router etwa – dabei ist gerade das mögliche Arbeiten mit Smartphones einer der entscheidenden Pluspunkte des Cloud Computing. Da das Speichern größerer Datenmengen auf mobilen Geräten nicht möglich ist, ist Cloud-Storage quasi eine Voraussetzung um standortunabhängig bzw. "zu Fuß" mit solchen Daten zu arbeiten. 6.4.3 Rechtliche Fragen Bei allen mit Cloud Computing verbundenen Risiken, die nicht unwägbar sind, kommt es im konkreten Fall auf den Vertrag mit dem Dienstleister an. Ein individu- ell ausgehandelter Vertrag, in dem alle wichtigen möglichen Risiken abgedeckt und mögliche Schadensfälle geklärt sind, ist leider eher selten möglich. In der Regel handelt es sich zwischen Kunde und Cloud Anbieter um standardisierte Geschäfts- verhältnisse und der Kunde muss sich im Fall der Fälle zwangsweise auf den Dienstleister verlassen. Besonders interessant ist der Fall einer Insolvenz, Über- nahme oder unrechtmäßigen "Verschwindens" des - im Zweifelsfall unseriösen - Anbieters. Was in diesem Fall mit den in der Cloud gespeicherten Daten geschieht, sollte auf keinen Fall unklar bleiben. Neben dem Cloud Anbieter selbst können auch die Daten, die der Kunde in der Cloud ablegt, zum Risiko werden. Bestimmte Dokumente oder Bilder können in dem einen Land legal und völlig unbedenklich, in einem anderen aber illegal sein. Sollte der Inhalt der Cloud tatsächlich illegale Da- ten enthalten, wird jedoch weiterhin der Kunde des Cloud Anbieters zur Rechen-
  9. 9. 7 Die Google Cloud 7.1 Google Apps 7 schaft gezogen; die rechtliche Verantwortung kann der Unternehmer oder Privat- kunde also keineswegs abgeben. 6.4.4 Technische Grenzen Trotz fortgeschrittener technischer Möglichkeiten gibt es immer noch definitive Grenzen. Als zentraler Aspekt ist hier die Bandbreite zu sehen, mit der ein Kunde auf seine Daten zugreifen kann. Auch wenn er all seine Daten an Extern ausgela- gert hat, muss er damit immer noch über seine eigene Internetanbindung zugreifen. Ist diese zu langsam, werden seine Mitarbeiter in der Arbeit behindert. Einige Ser- vices sind jedoch so datenlastig, dass sie auch bei bestmöglicher Internetanbin- dung nicht die gewünschte Arbeitsgeschwindigkeit realisieren können, so wie etwa Microsofts Online Office. Als Zusatz zum Punkt Datensicherheit ist zu erwähnen, dass auch die von den meisten Anbietern verwendeten SSL-Verschlüsselungen aus Sicht von Experten immer noch keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Der weltweite Datenaustausch ist also noch nicht als unbedenklich zu sehen. 7 Die Google Cloud 7.1 Google Apps Google fasst seine Cloud-Dienste unter dem Angebot "Google Apps" zusammen, von dem es eine kostenlose Variante für die Privatanwendung, eine (ebenfalls kos- tenlose) für Universitäten und Schulen (Google Apps for Education) und eine um- fangreichere Business-Variante gibt, die im Folgenden näher betrachtet wird. Quel- le aller diesbezüglichen Angaben ist die englischsprachige Website von Google (vgl. Google, 2011), zwecks Erhaltung der Verständlichkeit werden die Texte zum Teil übersetzt, gekürzt und als indirekte Zitate verwendet. Gmail for Business: Dieser Service entspricht der kommerziellen Variante eines Gmail-Kontos, wie es sich jeder privat und kostenlos zulegen kann. Es bietet Email, Instant Messaging, Voice- und Video-Chat mit 25GB Onlinespeicherplatz pro Nut- zer (vgl. Google, 2011). Eine Synchronisation des Gmail-Kontos mit Android- Geräten, iPhone und BlackBerry ist möglich, was einen zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf die Kommunikation erlaubt (siehe Tabelle 1). Neben einer schnellen, effizienten Suche über alle Emails bietet Google einen effektiven Spamfilter. Mit
  10. 10. 7 Die Google Cloud 7.1 Google Apps 8 dem Google-Tool Postini kann der User seinen Spamschutz individuell optimieren (vgl. Google, 2011). Google Calendar: Neben der bekannten Terminverwaltung bietet Google Calendar die Möglichkeit, mehrere Kalender übereinander zu legen, um die Ver- fügbarkeit von Personen für Meetings etc. zu prüfen. Automatisch werden Einla- dungen verschickt und RSVPs ("um Antwort wird gebeten"-Mitteilungen) verwaltet. Kalender können im gesamten Unternehmen oder von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern gemeinsam genutzt werden; Sicherheit und Privatsphäre können durch entsprechende Einstellungsmöglichkeiten gewährleistet werden (vgl. Google, 2011). Google Docs: Mit Google Docs kann jederzeit und überall mit Dokumenten gear- beitet werden. Es garantiert die Flexibilität, durch die sowohl vom Schreibtisch aus, unterwegs, zu Hause als auch auf mobilen Geräten produktiv gearbeitet werden kann – sogar offline (durch Synchronisation mit dem lokalen Dateisystem). Google Docs funktioniert über den Browser und somit sowohl auf PCs, Macs als auch Linux-Computern. Verbreitete Dateiformate wie .doc, .xls, .ppt, und .pdf werden unterstützt (vgl. Google, 2011). Dateien können unkompliziert hochgeladen und verteilt werden, sind immer verfügbar und werden online gebackupt. Administrato- ren können systemweit die Freigaben zum Filesharing setzen, während die Doku- mentenersteller den Zugriff auf ihre eigenen Dateien jederzeit verteilen und auch widerrufen können (vgl. Google, 2011). Google Cloud Connect: Word, PowerPoint und Excel-Dateien können gleichzeitig von mehreren Personen bearbeitet werden, ohne dass Dokumente oder Absätze innerhalb dieser gesperrt werden. Für jede Microsoft Office Datei wird eine Google Docs-Sharing-URL generiert, mit der die Datei abrufbar ist. Ebenso steht für jede Microsoft Office Datei eine Bearbeitungshistorie zur Verfügung, die in Google Docs gespeichert wird. Offline-Bearbeitung von Dateien wird möglich durch die Smart Synchronization von entsprechenden Ändernungen (vgl. Google, 2011). Für all dies ist kein Microsoft Office Upgrade oder SharePoint® Deployment nötig. Google Groups: Mit Google Groups können Mitarbeiter Dokumente, Kalender, Sites, Shared Folders und Videos mit Gruppen statt mit einzelnen Nutzern austau- schen. Der Zugriff auf solche Inhalte wird über Group Memberships geregelt und Abonnement-Einstellungen können individuell festgelegt werden. Gruppendiskussi-
  11. 11. 7 Die Google Cloud 7.2 Anwendungsbeispiele 9 onen werden standardmäßig archiviert, sodass Nutzer aktuelle und vergangene Diskussionen einfach über das Web-Interface ansehen und durchsuchen können (vgl. Google, 2011). Ebenso können Mail-Archive von abonnierten Listen durch- sucht werden, wodurch relevante Themen schnell auffindbar sind. Gruppen dienen als zentraler Anlaufpunkt für den Empfang und die Beantwortung von Kommunika- tionen, Gruppenmitglieder wiederum können stellvertretend für die gesamte Grup- pe antworten (vgl. Google, 2011). Google Sites: Mit Google Sites kann Information zentral organisiert werden, bei- spielsweise Dokumente, Spreadsheets, Präsentationen, Videos, Slideshows und mehr. Gemeinschaftlich genutzte Sites können schneller erstellt werden mithilfe von Templates für Projekt-Workspaces, Team Sites, Intranets, etc.. Betriebssyste- me spielen keine Rolle mehr, da auch Google Sites nur vom Browser aus genutzt wird (vgl. Google, 2011). Google Video: Google Video bietet einen eigenen Videokanal für das Kunden- Unternehmen. Das Verteilen von Videos macht wichtige Kommunikationen wie in- terne Weiterbildungen und geschäftliche Bekanntgaben verbindlicher und effekti- ver. Mitarbeiter können Videos gesichert mit Kollegen teilen ohne vertrauliche In- formationen preiszugeben. Der Service ist immer und überall über den Browser verfügbar und somit ebenfalls nicht betriebssystemgebunden (vgl. Google, 2011). 7.2 Anwendungsbeispiele bvb.net (Bus Verkehr Berlin KG): Das Berliner Verkehrsunternehmen hat sein Kerngeschäft auf Charter- und Touristikverkehr eingerichtet, der Linienverkehr spielt nur eine Nebenrolle. Um die Flexibilität und Zuverlässigkeit dieses bedarfs- orientierten Angebots zu erhalten, hat die BVB KG die zuvor hauptsächlich telefo- nische Kommunikation mit den Fahrern auf Google Mail umgestellt. Diese sind mit Vodafone Smartphones ausgestattet und können so dank der Zusammenarbeit zwischen Vodafone und Google ihre Mails von der Zentrale problemlos mit Voda- foneMail abrufen. Ebenso profitiert das Unternehmen seit es Google-Kunde ist von der "mobilen Echtzeitbearbeitung von Einsatzplänen, Reiseinformationen und Res- sourcenplanung." (Google, 2011), alles realisiert mit Google Apps. Qype.com: Qype.com (eine Wortzusammenführung aus quality und hype) ist ein Online-Empfehlungsportal, das sich insbesondere an den mobilen Nutzer richtet.
  12. 12. 7 Die Google Cloud 7.3 In wie weit erfüllt die Google Cloud die zuvor genannten Vorteile 10 Das Unternehmen operiert inzwischen in zwölf europäischen Ländern mit neun verschiedenen Sprachen. Allerdings hat die IT-Struktur bei diesem Wachstum nicht mithalten können und so wurde diese outgesourct und die Google Cloud eingeführt um den wachsenden Anforderungen zu begegnen, ohne unverhältnismäßige Kos- ten in Kauf zu nehmen. Radio.de GmbH: Bei radio.de handelt es sich um ein entsprechendes Portal mit mittlerweile mehr als 3.500 internationalen Radiosendern, Webradios, Podcasts, Themen- und Genrechannels. Ziel ist es, dieses Medium vor allem mobilen Usern und denen von sozialen Netzwerken zur Verfügung zu stellen. Das junge Unter- nehmen – 2007 gegründet – brauchte zunächst günstige Bürosoftware mit niedri- gen Serverkosten, sowie verlässlichem Service und Verfügbarkeit. Das Unterneh- men profitiert ebenso von weiteren Dienstleistungen wie Google AdSense, Google AdWords, Google Analytics und iGoogle (vgl. Google, 2011). 7.3 In wie weit erfüllt die Google Cloud die zuvor genannten Vortei- le Die Google Cloud bietet in Form von Google Apps ein breites Spektrum an Anwen- dungen, das geradezu exemplarisch für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Cloud Services bzw. Cloud Computing stehen kann. Google ermöglicht es seinen Kunden – wie in den Anwendungsbeispielen mehrfach gesehen – sich vollständig, oder zumindest nahezu vollständig, von ihren alten, nicht mehr ausreichenden oder nicht mehr tragbaren IT-Systemen zu trennen. Klar im Vordergrund steht bei Google das Verteilen und Austauschen von Daten und die Kommunikation. Wie in den oben genannten Beispielen zu erkennen ist, nutzen Firmen Google Apps vor allem um den internen Mailverkehr zu organisieren und mobile Kommunikation der Mitarbeiter möglich zu machen. Die Google Cloud kann zwar auch zur Cloud Sto- rage genutzt werden – und ist dank der Umfangreichen Sharing-Funktionen in be- stimmten Fällen durchaus dazu geeignet – doch primär handelt es sich bei den Google Apps um eine Sammlung von Kommunikationstools. Diese wiederum sind sehr gut geeignet um den geschäftlichen Alltag zu organisieren, sowie räumlich verteilte (größere) Gruppen von Mitarbeiten zu koordinieren, nicht zuletzt durch die gute Kompatibilität mit mobilen Geräten bzw. Smartphones.
  13. 13. 7 Die Google Cloud 7.4 Wie begegnet Google bei der Cloud den zuvor genannten Risiken 11 7.4 Wie begegnet Google bei der Cloud den zuvor genannten Risi- ken Zentrales Thema dieser Arbeit sind die Risiken von Cloud Storage, besonders bei der intensiven Nutzung, wenn also große, zusammenhängende Datenmengen dort abgelegt werden. In Kapitel 6.4 wurden die wichtigsten Risiken aufgeführt und er- läutert; im Folgenden wird Googles Umgang mit diesen Risiken hinsichtlich Google Apps näher betrachtet. Datenverlust, Ausfall: Wichtigstes Prinzip beim Schutz vor Datenverlust ist die redundante Speicherung. Google betreibt dazu mehrere Rechenzentren, deren Standorte aus Sicherheitsgründen geheim gehalten werden, und geographisch verteilt sind, damit z.B. bei Schäden durch Naturkatastrophen nicht direkt alle Res- sourcen betroffen sind. Garantiert wird die Echtzeit-Replizierung der Daten auf ei- nem primären und einem Backup-Server, um eine ausfallsichere Redundanz her- zustellen. Google betont weiterhin, dass kein System für den laufenden Betrieb von einem physikalischen oder logischen Server abhängt, was die Ausfalltoleranz wei- ter erhöht (vgl. Google, 2011). Die Anwendungs- und Netzwerkarchitektur, die Google für sein Cloud-Angebot nutzt, ist laut Google "auf höchste Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ausgelegt" (Google, 2011). Darüber hinaus hat Google noch ein "Totschlag-Argument" für die Sicherheit seiner Cloud-Systeme, das angesichts der Größe, Marktmacht und Expertise des Unternehmens durchaus berechtigt ist: "Wir vertrauen so sehr auf die Sicherheit unserer Google Apps-Umgebung, dass wir auch die unternehmenseigenen Daten von Google in dieser Umgebung speichern." (Google, 2011). Datensicherheit / Schutz vor unerlaubten Zugriffen: Zur Gewährleistung der Datensicherheit stützt sich Google auf "regelmäßige[n] Sicherheitsprüfungen durch Dritte sowie ISAE 3402-Überprüfungen durch unabhängige Unternehmen" (Google, 2011). Ebenso unterzieht Google all seine Produkte und Services einer Sicher- heitsprüfung, bei deren Nichtbestehen ein Sicherheitsteam mit der Fehlerbehebung beauftragt wird (vgl. Google, 2011). Besonderen Schutz bei Google Apps genießt das Administratorkonto, das nur vom Besitzer einer Domain persönlich erstellt wer- den kann. Bevor sämtliche Google Dienste überhaupt genutzt werden können, muss der Administrator seine Domaininhaberschaft durch eine Änderung der DNS- Datensätze unter Beweis stellen (vgl. Google, 2011). Generell stellt Google für die Datenübertragung bei E-Mail-, Kalender-, Video- und Chat-Daten und seinen Web-
  14. 14. 7 Die Google Cloud 7.4 Wie begegnet Google bei der Cloud den zuvor genannten Risiken 12 Anwendungen eine SSL-Verschlüsselung zur Verfügung, Administratoren können diese jedoch nach Bedarf für die User freigeben, damit diese stets Zugriff auf ihre eigenen Daten haben. Der Handy-Email-Client operiert ohnehin verschlüsselt, da die mobile Datenübertragung besonders kritisch im Zusammenhang mit Daten- schutz zu betrachten ist (vgl. Google, 2011). Für den Schutz vor Viren werden aus- führbare Dateien in Emails automatisch blockiert, Gmail erkennt sie sogar in kom- primierten Archiven wie z.B. .zip. Rechtliche Fragen: Google negiert jegliches Eigentum an Daten seiner Kunden, ebenso wird keine Festlegung getroffen, ob die Daten dem Kunden oder seinen einzelnen Mitarbeitern gehören; dies zu entscheiden obliegt dem Kunden. Schädli- che oder illegale Daten wie "Malware, Pornographie, Kinderpornographie und ur- heberrechtlich oder markenrechtlich geschützte Inhalte" (Google, 2011) entfernt Google auf Meldung von Dritten hin und informiert den primären Kontoadministra- tor. Google ist beim Safe Harbor-Programm des US-Handelsministeriums registriert und hat somit unter anderem die Pflicht, sich ggf. über die Datenprivatsphäre sei- ner Kunden hinwegzusetzen und solche Daten zu entfernen, ist auf der anderen Seite aber durch dieses Gesetz von der rechtlichen Verantwortung für besagte Kundendaten befreit (vgl. Google, 2011). Technische Grenzen: Die Verfügbarkeit von Speicherplatz stellt in der heutigen Zeit kaum noch ein Problem dar. Schwieriger ist die Lage hinsichtlich der Perfor- mance und der Übertragungsgeschwindigkeit, insbesondere bei Online- Applikationen. Damit die Kunden nicht minutenlang auf die Anzeige ihrer Daten warten müssen, scannt und indexiert Google Nutzerinhalte standardmäßig. Das Unternehmen beteuert zudem, dass die Daten nicht im öffentlichen Index der Google Suche erscheinen, solange dies nicht explizit vom Kunden beabsichtigt und bekundet wurde. Die Google-Rechner selbst sind auf Basis eines benutzerdefinier- ten, (gegen Angriffe) gehärteten Linux-Software-Stacks erstellt. Dieser enthält nur Komponenten und Services, die zum Betrieb von Google Apps absolut notwendig sind (vgl. Google, 2011). Durch diese schlank konstruierten Strukturen wird die zur intensiven Nutzung von Google Apps nötige Performance gewährleistet, ebenso wie die einheitliche Aktualisierung sämtlicher Systeme.
  15. 15. 8 Die Google Cloud im Vergleich mit anderen Anbietern 8.1 Die Amazon-Cloud 13 8 Die Google Cloud im Vergleich mit anderen Anbietern 8.1 Die Amazon-Cloud Die Amazon Web Services (AWS) bieten IT-Infrastruktur für Unternehmen in Form von Web Services. Wie die meisten Cloud-Dienstleister bietet Amazon ein "pay-as- you-go"-Preismodell an, also eine Bezahlung nach Inanspruchnahme. Dem Kun- den werden keine Vorlaufkosten und keine langfristige Bindung versprochen, ebenso beruft sich Amazon auf mehrfache Preissenkungen in der jüngeren Ver- gangenheit (vgl. Amazon, 2011). Amazon bietet sofortige Elastizität und Flexibilität seiner Dienste, sowohl was das Einrichten neuer Applikationen, als auch das Ver- größern bzw. Reduzieren der genutzten Ressourcen betrifft. Ebenso sind die Be- triebssysteme des Kunden für die AWS vollständig irrelevant ("AWS is a language and operating system agnostic platform" (Amazon, 2011)). Was die Sicherheit der AWS-Plattform betrifft, so kann sich Amazon auf mehrere in der Industrie aner- kannte Zertifikate und Audits berufen: PCI DSS Level 1, ISO 27001, FISMA Mode- rate, HIPAA, und SAS 70 Type II (vgl. Amazon, 2011). Die Daten der AWS-Kunden werden durch mehrere operative und physische Sicherheitsschichten geschützt. 8.2 Apples iCloud Apples iCloud setzt den Fokus auf die Verfügbarkeit von Inhalten von verschiede- nen Geräten aus, weniger auf das Arbeiten mit diesen online ("Your content. On all your devices." (Apple, 2011)). Die iCloud speichert die Dateien der Kunden auto- matisch von iPhone, iPad, iPod touch, Mac, oder auch PC; dies betrifft auch Kom- munikationsdaten wie Emails, Kontakte und Kalender. Apple legt den Hauptau- genmerk hierbei hauptsächlich auf die Bequemlichkeit für den Kunden, so dass dieser nichts selbst machen muss, sondern die Cloud alles übernimmt: "No syncing required. No management required. In fact, no anything required. iCloud does it all for you." (Apple, 2011). Die iCloud startet mit 5 GB kostenlosen Speicherplatz, al- lerdings gilt dies nur für Emails, Dokumente, Account-Informationen, Einstellungen, etc.; alle Medien, die der Nutzer über Apple gekauft hat – z.B. Musik, Apps, e- Books, TV-Sendungen sowie der Photo Stream – werden unbegrenzt gespeichert. Zudem kann jederzeit eine Erweiterung des Speicherplatzes gekauft werden (vgl. Apple, 2011).
  16. 16. 8 Die Google Cloud im Vergleich mit anderen Anbietern 8.3 Microsoft 14 8.3 Microsoft Auch Microsoft bietet einen Cloud-Dienst an, und zwar unter dem Namen Windows Azure. Der Ansatz ist dem von Amazon ähnlich; Windows Azure ist eine offene und flexible Cloud-Plattform, auf der Kunden ihre Applikationen betreiben und Daten in einem weltweiten Netz von Microsoft Datacentern ablegen können. Dabei haben sie die freie Wahl hinsichtlich Sprache, Tools oder Frameworks; ebenso verspricht Microsoft eine problemlose Integration einer bestehenden IT-Umgebung in seine Public Cloud Applikationen. Die Dienstgütevereinbarung garantiert 99,95% Uptime im Monat und automatisches Patchen der Services und genutzten Betriebssyste- me. Weiterhin verspricht Microsoft automatischen Lastausgleich im Netzwerk sowie Ausfallsicherheit bei Hardwarefehlern (vgl. Microsoft, 2011). Wie die meisten ande- ren Cloud-Anbieter auch stellt Microsoft besonders die Flexibilität und Elastizität seines Systems in den Vordergrund, die es sowohl für mittlere, große, als auch dynamische Projekte geeignet macht. Windows Azure ermöglicht die Datenablage in relationalen SQL-Datenbanken, NoSQL-Datenbanken, und unstrukturierten Blob Stores und bietet dazu noch Datamining-Services wie z.B. Hadoop. Weiterhin ist es möglich, hybride Systeme aufzustellen, die teilweise in der Azure Cloud und teil- weise in hausinternen IT-Strukturen laufen. Abschließend verspricht Microsoft sei- nen Kunden eine ausgezeichnete Performance, u.a. durch verteiltes Caching (vgl. Microsoft, 2011). 8.4 IBM Die Firma IBM bietet im Bereich Cloud Computing ein großes Portfolio mit einer kaum zu überblickenden Produktvielfalt an, daher muss an dieser Stelle eine kurze, oberflächliche Betrachtung ausreichen. Die IBM SmartCloud Foundation bietet ti- me-to-market-, Integrations- und Managementressourcen für Private und Hybrid Cloud Computing an und verspricht so die Vereinfachung der Einrichtung und Ad- ministration von Cloud-Umgebungen auf IBM System x und Power Servern. Dies ist vor allem möglich durch ein ausgeklügeltes Image-Management, das Kosten und Komplexität der Image-Verwaltung senken soll. Client-Images können selbst in heterogenen Systemen schnell verteilt und skaliert werden (vgl. IBM, 2011). Ein weiteres wichtiges Produkt in der Reihe der Cloud-Angebote von IBM ist Lo- tusLive aus der Produktfamilie um das als Email-Client bekannte Datenbanksystem Lotus Notes: "LotusLive social collaboration services: easy-to-use integrated email,
  17. 17. 8 Die Google Cloud im Vergleich mit anderen Anbietern 8.5 Salesforce.com 15 social business capabilities and third-party applications from the cloud" (IBM, 2012). Die Auswahl an Applikationen ist durchaus mit der von Google Apps ver- gleichbar; LotusLive bietet die Verwaltung von Profilen, Dateien, Communities, Meetings (bis hin zu Web-Konferenzen), Activities (als Collaboration-Tool), Email, Videos und integrierten Applikationen an (vgl. IBM, 2012). 8.5 Salesforce.com Salesforce stellt ein stark spezialisiertes Cloud-Angebot dar, da es sich im Prinzip nur auf den Bereich CRM beschränkt. Das kann vor allem für Kunden praktisch sein, die nur einen Teil ihrer IT outsourcen wollen. Das Unternehmen wirbt insbe- sondere mit niedrigen Kosten (bedingt vor allem dadurch, dass der Kunde nur für die Nutzung der Software zahlt und keine Lizenz erwerben muss) und der Beliebt- heit seines CRM-Web Services (vgl. Salesforce.com, 2011). 8.6 Auswertung Salesforce: Auf Grund der starken Spezialisierung ist ein Angebot wie Salesforce schwierig mit einem Allrounder wie Google zu vergleichen, doch es soll an dieser Stelle als Beispiel für differenzierte Cloud Services, die nur bestimmte Prozesse oder Sparten abdecken, dienen. Apple: Die iCloud ist verglichen mit der Google Cloud eher ein persönliches Tool zum Online-Backup und Verteilen der eigenen Daten auf persönliche Geräte, weni- ger ein kollaboratives Werkzeug zur Vernetzung und Organisierung von Kommuni- kation wie die Google Cloud. Im Prinzip ist die iCloud also nur eine Online- Festplatte mit Synchronisationsfunktion und bildet damit nur einen Teilbereich des Cloud Computings ab. Amazon: Im Gegensatz zu Google ist die Amazon-Cloud eher ein Angebot an Un- ternehmen, die in der zur Verfügung gestellten Infrastruktur ihre eigenen Applikati- onen betreiben; es wird weniger auf Kommunikations- und Austauschtools gesetzt, wie es bei Google Apps der Fall ist. Google bietet zwar mit seiner Google App En- gine ähnliche Möglichkeiten, doch das Projekt ist längst nicht so etabliert wie Ama- zons Angebote.
  18. 18. 9 Fazit 9.1 Abschließende Beurteilung der Google Cloud 16 Microsoft: Wie Amazon spricht Microsoft mit Azure eine andere Kundengruppe an als Google. Das Angebot ist eher technik- als serviceorientiert, im Sinne dass der Kunde dort vornehmlich seine eigenen Applikationen betreiben kann und nicht das Angebot von Produkten wie den Google Apps im Vordergrund steht. IBM: IBM ist im Rahmen der durchgeführten Betrachtungen ein ernstzunehmender Konkurrent für Google Apps, da das Angebot sich ebenfalls auf kollaborative Tools konzentriert und sehr ausgereift ist. Die IBM Cloud Services sind sehr umfangreich und stehen in den Möglichkeiten, die sie Unternehmen bieten, den Google Apps in nichts nach. Welcher Anbieter – Google oder IBM – nun der "bessere" oder geeig- netere ist, hängt letztendlich von den genauen Anforderungen der Kunden, deren Zahlungsbereitschaft und den Eigenschaften des auszulagernden Systems ab. Eine tiefere Analyse an dieser Stelle würde jedoch den Rahmen dieser Arbeit über- steigen. 9 Fazit 9.1 Abschließende Beurteilung der Google Cloud Nach eingehender Betrachtung der Google Cloud, bzw. Google Apps, hinsichtlich der gebotenen Features und des Risikomanagements des Anbieters kann die Aus- sage getroffen werden, dass diese eine gute Möglichkeit für Unternehmen bietet, ihre elektronische Kommunikation sowie Datenhaltung outzusourcen. Die verfügba- ren Applikationen sind ausgereift, haben einen großen, sinnvollen Funktionsumfang und haben sich auf dem Markt bewährt. So sehr Google nach außen hin auch das Image einer "Datenkrake" anhaftet, so sehr schützt es aber auch die Daten seiner zahlenden Kunden mit seinem umfassenden Knowhow und technischen Möglich- keiten. 9.2 Ausblick Um den Trend des Cloud Computings hat sich derzeit ein großer Hype entwickelt, der sicherlich wie alle Hypes irgendwann einmal wieder vorbei sein wird, dennoch darf man auf die Weiterentwicklung in diesem Sektor gespannt sein. Gegenwärtig gibt es noch viele Risiken, die die meisten Unternehmer davor abschrecken, auf den Zug aufzuspringen. Doch die Branche der IT-Riesen würde viele Kunden ver-
  19. 19. 10 Literaturverzeichnis 9.2 Ausblick 17 lieren, wenn sie dort nicht akribisch nachbessern würde. Im privaten Bereich haben Clouds in Form von Online-Backups und Synchronisation von Daten auf mehreren Geräten alá Dropbox oder Evernote längst Einzug gehalten und werden sicherlich nicht so schnell verschwinden, für die meisten Menschen sind solche Dienste heut- zutage kaum noch wegzudenken. Vielleicht wird der im wahrsten Sinne des Wortes unscharfe Begriff des Cloud Computings ja in naher Zukunft an Profil und Akzeptanz in der Businesswelt ge- winnen und mehr Unternehmen wirtschaftliche Vorteile bringen – oder auch ganz von der Bildfläche verschwinden und von einem neuen Trend verdrängt werden. 10 Literaturverzeichnis Amazon. 2011. Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2). http://aws.amazon.com/ec2/. [Online] Amazon Web Services LLC, 2011. [Zitat vom: 26. 12 2011.] Apple. 2011. Apple - iCloud - Your content. On all your devices. http://www.apple.com/icloud/. [Online] Apple Inc., 2011. [Zitat vom: 26. 12 2011.] Chee, Brian J. S. und Frankling, Curtis Jr. 2003. Cloud Computing: Technologies and Strategies of the Ubiquitous Data Center. Boca Raton, FL : CRC Press, 2003. ISBN: 1439806128. Gillam, Lee. 2010. Cloud Computing: Principles, Systems and Applications. London : Springer, 2010. ISBN: 1849962405. Google. 2011. Advantages of Google's cloud – Google Apps. http://www.google.com/apps/intl/en/business/cloud.html. [Online] Google, 21. 12 2011. [Zitat vom: 26. 12 2011.] IBM. 2011. IBM Cloud Computing. http://www.ibm.com/cloud-computing/us/en/. [Online] IBM Corporation, 19. 12 2011. [Zitat vom: 26. 12 2011.] —. 2012. LotusLive. https://www.lotuslive.com/. [Online] IBM Corporation, 2012. [Zitat vom: 12. 01 2012.] Microsoft. 2011. Windows Azure. http://www.windowsazure.com/en-us/. [Online] Microsoft, 2011. [Zitat vom: 26. 12 2011.] Reese, George. 2009. Cloud application architectures. Sebastopol, CA : O'Reilly Media, 2009. ISBN: 0596156367. Salesforce.com. 2011. CRM Software & Online CRM System - Salesforce.com. http://www.salesforce.com/de/. [Online] salesforce.com, inc., 2011. [Zitat vom: 26. 12 2011.]
  20. 20. 11 Ehrenwörtliche Erklärung 9.2 Ausblick 18 11 Ehrenwörtliche Erklärung Hiermit versichere ich, dass die vorliegende Arbeit von mir selbstständig und ohne unerlaubte Hilfe angefertigt worden ist, insbesondere dass ich alle Stellen, die wört- lich oder annähernd wörtlich aus Veröffentlichungen entnommen sind, durch Zitate als solche gekennzeichnet habe. Ich versichere auch, dass die von mir eingereich- te schriftliche Version mit der digitalen Version übereinstimmt. Weiterhin erkläre ich, dass die Arbeit in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner anderen Prüfungs- behörde vorgelegen hat. Ich erkläre mich damit nicht einverstanden, dass die Ar- beit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Ich erkläre mich damit einverstan- den, dass die Digitalversion dieser Arbeit zwecks Plagiatsprüfung auf die Server externer Anbieter hoch geladen werden darf. Die Plagiatsprüfung stellt keine Zur- verfügungstellung für die Öffentlichkeit dar. Ratingen, den 15.01.2012 (Ort, Datum) (Eigenhändige Unterschrift)
  21. 21. 12 Anhang 9.2 Ausblick 19 12 Anhang Abbildung 1: Eine Taxonomie des Cloud Computing (Gillam, 2010 S. 24) Flexible Plan Annual Plan Contract None 1 year Cost 4 € / user account / month 38 € / user account / year Save 8 € / user account / year Payment frequency monthly monthly User maximum unlimited unlimited Tabelle 1: Pricing (Google, 2011)
  22. 22. 12 Anhang 9.2 Ausblick 20 Abbildung 2: Google Apps im Verglich zur Standard-Cloud (Google, 2011) Android iPhone Black- Berry Windows Mobile Nokia S60 SyncML Gmail sync Calendar sync Contact sync Push support Google Docs (web interface) Enterprise admin controls 2-step verification Tabelle 2: Google Apps Features (Google, 2011)

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