1. Internationaler BBB-Kongress 2011Hörsaalzentrum der TU Dresden, 15.09.2011Produzentenverantwortung undDesign for Recycl...
Hoher Materialumsatz im Bauwesen          Verbrauch bzw. Einsatz von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen in    ...
Wachsende Städte                                                                                      Flüsse [t/E.a]      ...
Urban Mining: Potenzial     Quelle: Wittmer, 2007      Separate Sammlung von                      Vergleich zwischen AL un...
mg Pb/kg                                                                                                            -     ...
kg Pb                                                                                                            -        ...
Dynamik des Anthropogenen Stoffhaushalts                         20                                Input an festen Gütern ...
Mögliche Versorgungsprobleme                                                                   Quelle: BMWAProduzentenvera...
Materiallebenszyklus am Beispiel Kupfer                    Halbzeug                                                  Abfal...
Entropiebetrachtung                                      1,0                                                              ...
Produzentenverantwortung: Grundgedanke     Produzentenverantwortung (extended producer responsibility)     Definition der ...
Produzentenverantwortung: Beispiele          • Verpackungen          • Altfahrzeuge          • Elektroaltgeräte          •...
Design for Recycling (DfR)          Produkt so gestalten, dass es während und nach der             Gebrauchsphase einfach ...
Entropiebetrachtung                                      1,0                                                              ...
Beispiel für DfR: Fassade                                                             Aufbau Leichtbaufassade             ...
Beispiel für DfR: Fassade                                              14                  Primärenergieaufwand [TJ]      ...
Beispiel für DfR: Fassade                                              14                  Primärenergieaufwand [TJ]      ...
Optimale Recyclingrate                                                                     Glas                           ...
Zusammenfassung          • Bauwesen setzt um und speichert große              Materialmengen          • Ohne Bauabfallrecy...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Prof. Helmut Reichberger: Produzentenverantwortung und Design for Recycling für das Bauwesen

730 Aufrufe

Veröffentlicht am

1. Internationaler BBB-Kongress 2011 Hörsaalzentrum der TU Dresden, 15.09.2011

Copyright: Prof. Helmut Reichberger, TU Vienna, Austria
Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft

Veröffentlicht in: Bildung
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
730
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
4
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Prof. Helmut Reichberger: Produzentenverantwortung und Design for Recycling für das Bauwesen

  1. 1. 1. Internationaler BBB-Kongress 2011Hörsaalzentrum der TU Dresden, 15.09.2011Produzentenverantwortung undDesign for Recycling für dasBauwesenHelmut RechbergerTechnische Universität WienInstitut für Wassergüte,Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft
  2. 2. Hoher Materialumsatz im Bauwesen Verbrauch bzw. Einsatz von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen in Deutschland im Laufe eines Lebens (Lebensalter 80 Jahre, Datenbasis 2008) Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und RohstoffeProduzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 2
  3. 3. Wachsende Städte Flüsse [t/E.a] Lager [t/E] 36 36 40 43 Luft Abgas Wasser Abwasser 147 147 144 144 Energieträger Exportgüter 2 3 8-12 8-12 Sonst. Abfälle Konsum und Investi- 3 tionsgüter, Baustoffe tionsg 12-18 12 Lager: 400 Restmüll 0.3  I~ 200 t/E.a  O ~ 190 t/E.a Quelle: Daxbeck et al. 1996 (aktualisiert)Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 3
  4. 4. Urban Mining: Potenzial Quelle: Wittmer, 2007 Separate Sammlung von  Vergleich zwischen AL und Reserven Kunststoffen: 20 kg/E.a Kupfer: 300 Mio. t 580 Mio. t Metallen: 15 kg/E.a Eisen: 14 800 Mio. t 77 000 Mio. t Holz: 2,5 kg/E.a Zink: 205 Mio. t 200 Mio. t Quelle: ARGEV, 2007 u. BAWP 2006 Quelle: Rechberger, 2004; Rauch 2009Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 4
  5. 5. mg Pb/kg - 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 Asphaltbelagschichten im 154 Gebäude Beschüttung 200 Betonschichten 34 Dachhaut 199 (Schwarzdeckerarbeiten) Dackdeckung 16Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Estriche 65 Fangkopfmauerwerk 37 Fenster und Türen 43 Wertstoffe vs. Schadstoffe Fliesen (Boden) 5.862 Mauersteine (Schlackenbeton) 905Helmut Rechberger Natursteinmauer 16 Putze und Putzträger 28 Wandbeläge in Innenräumen 6.197 Mauerwerk Ziegel 67 5 Quelle: Clement et al. 2010 7 Mauerwerk Stahlbeton
  6. 6. kg Pb - 20 40 60 80 100 120 140 160 Asphaltbelagschichten im 0 Gebäude Beschüttung 141 - Betonschichten Dachhaut - (Schwarzdeckerarbeiten) Dackdeckung 1Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Estriche 16 1 Fangkopfmauerwerk - Fenster und Türen Wertstoffe vs. Schadstoffe Fliesen (Boden) 29 6 Mauersteine (Schlackenbeton)Helmut Rechberger Natursteinmauer 19 Putze und Putzträger 12 Wandbeläge in Innenräumen 34 Mauerwerk Ziegel 107 6 Quelle: Clement et al. 2010 Mauerwerk Stahlbeton 17
  7. 7. Dynamik des Anthropogenen Stoffhaushalts 20 Input an festen Gütern in den Konsum 15 Mittlere Verweilzeit Masse [t/E.a] 10 Output an festen Gütern aus dem Konsum (Abfälle) 5 0 1960 1980 2000 2020 2040 2060 2080 JahrProduzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 7
  8. 8. Mögliche Versorgungsprobleme Quelle: BMWAProduzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 8
  9. 9. Materiallebenszyklus am Beispiel Kupfer Halbzeug Abfall Kupfer- Güter- Konsum Entsorgung produktion produktion Recycling-Produkt Erz ProduktProduzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 9
  10. 10. Entropiebetrachtung 1,0 „Erdkruste“ Relative Statistische Entropie 0.8 Kupfer- Güter- Konsum Entsorgung produktion produktion 0.6 0.4 0.2 Kreislaufwirtschaft 0,0 „Kupfer pur“ Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase 5 Lebenszyklus von Kupfer Quelle: Rechberger & Graedel, 2002Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 10
  11. 11. Produzentenverantwortung: Grundgedanke Produzentenverantwortung (extended producer responsibility) Definition der OECD und EU: die (erweiterte) Produzentenverantwortung folgt einem Lebenszyklusansatz und bezeichnet die Verantwortung des Herstellers für sein Produkt über die gesamte Lebenszeit hinweg. Danach erfasst die Produzentenverantwortung auch den Herstellungsprozess und die Nutzungsphase des Produkts sowie die Entsorgung nach Ende der Lebensdauer. Der Hersteller muss damit die Kosten der Sammlung und der Entsorgung des Produkts am Ende des Lebenskreislaufes tragen. Die Kosten für die Entsorgung der Altprodukte werden so internalisiert. Dadurch soll der Hersteller dazu animiert werden, seine Produkte so zu gestalten, dass sie sich am Ende der Lebensdauer möglichst einfach(er) und umweltgerecht(er) entsorgen lassen, um so Entsorgungskosten einzusparen.Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 11
  12. 12. Produzentenverantwortung: Beispiele • Verpackungen • Altfahrzeuge • Elektroaltgeräte • Batterien und AkkumulatorenProduzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 12
  13. 13. Design for Recycling (DfR) Produkt so gestalten, dass es während und nach der Gebrauchsphase einfach demontierbar und reparierbar ist, Teile wieder verwendet und Abfälle einfach recycliert werden können. Ziel ist es, die Lebensdauer des Produktes durch Wartungs- und Reparaturfreundlichkeit zu verlängern, sowie die Wieder- und Weiterverwertung nach dem Lebensende zu verbessern. Beim Produktdesign ist zu beachten: • Modularer Aufbau der Geräte • Demontagerechte Baustruktur • Demontagerechte Verbindungstechnik • Reduktion der Materialvielfalt • Auswahl einfach verwertbarer Werkstoffe • Kennzeichnung von Teilen und Werkstoffen • Kennzeichnung wertvoller bzw. schädlicher Werkstoffe • Auswahl verwertbarer Werkstoffpaarungen, z.B. Vermeidung von VerbundenProduzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 13
  14. 14. Entropiebetrachtung 1,0 „Erdkruste“ Relative Statistische Entropie 0.8 Kupfer- Güter- Konsum Entsorgung produktion produktion 0.6 Aufwand Aufwand 0.4 0.2 Kreislaufwirtschaft 0,0 „Kupfer pur“ Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase 5 Lebenszyklus von Kupfer Quelle: Rechberger & Graedel, 2002Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 14
  15. 15. Beispiel für DfR: Fassade Aufbau Leichtbaufassade innen Di cke [m] Gi ps ka rtonpl a tten (GKP) 2 La gen 0,025 Mi nera l wol l e  0,040 Al u ‐ C Profi l e für GKP zw. Mi nera l wol l e GKP 2 La gen 0,025 Da mpfs perre 0,000 Mi nera l wol l e 0,125 Al u‐C Profi l e für GKP zw. Mi nera l wol l e Sta hl unterkons trukti on für  zw. Mi nera l wol l e Fa s s a denpl a tten Zementba upl a tte 0,025 Hi nterl üftung 0,030 90+% recyclebar Fa s s a denpl a tten: 1. Al umi numverbundpl a tten 0,015 2. Zementfa s erpl a tten außen 0,285 WandstärkeProduzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 15
  16. 16. Beispiel für DfR: Fassade 14 Primärenergieaufwand [TJ] LBF 0% 12 LBF 98% LBF opt. 98% 10 Beton 0% 8 6 4 2 0 Errichtung 2 3 4Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 16
  17. 17. Beispiel für DfR: Fassade 14 Primärenergieaufwand [TJ] LBF 0% 12 LBF 98% LBF opt. 98% 10 Beton 0% 8 6 4 2 0 Errichtung 2 3 4Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 17
  18. 18. Optimale Recyclingrate Glas PUR Cu PS Fe Al Einsparung 1,5 1,0 0,5 [-] 0,0 Emission -0,5 KEA -1,0 GWP ODP -1,5 0 20 40 60 80 100 Recyclingquote [%] Laner & Rechberger 2007Produzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 18
  19. 19. Zusammenfassung • Bauwesen setzt um und speichert große Materialmengen • Ohne Bauabfallrecycling keine Kreislaufwirtschaft • Effektives Recycling ist technologisch, organisatorisch komplex • Produzentenverantwortung im Bauwesen: schwierig • Jedenfalls notwendig: Design for RecyclingProduzentenverantwortung und DfR im Bauwesen Helmut Rechberger 19

×