erfolg und misserfolg

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erfolg und misserfolg

  1. 1. Umgang mitErfolg und Misserfolg
  2. 2. Lea, wir werden vier verschiedene Möglichkeiten sehen, wie du mit einemMisserfolg umgehen könntest.
  3. 3. Hast du eine Idee, nach welchen Kriterien man diese einteilen kann?
  4. 4. Naja, es gab Gründe, diemit mir zu tun haben und Gründe, die nichts mit mir zu tun haben.
  5. 5. Stimmt.
  6. 6. Wir verwenden übrigens denBegriff Attribution, wenn es darum geht, wo wir dieUrsachen von etwas suchen.
  7. 7. Und, wie Lea gerade sehr richtigerkannt hat, kann man Ursachen bei sich selbst suchen oder woanders.
  8. 8. Man spricht dann von internerAttribution, wenn man die Ursachen bei sich selbst sucht.intern
  9. 9. Und externe Attribution ist es dann bei äußeren Umständen?intern
  10. 10. Stimmt genau.internextern
  11. 11. Eine zweite Unterscheidung, diewir treffen müssen, ist, ob sichdie Ursachen verändern können oder nicht.
  12. 12. Das nennen wir dann variabel beziehungsweise stabil.
  13. 13. Unter „stabil“ stelle ich mir etwas vor, das längerfristig gleich bleibt. Ist das richtig? stabilinternextern
  14. 14. Ja. Und variabel istetwas, das sich öfters ändert. stabil variabelinternextern
  15. 15. Aha. Wenn ich also denke, dass ich die Matheaufgabe nicht verstanden habe, weil ich einfach zu dumm dafür bin... stabil variabelinternextern
  16. 16. ...dann wäre das intern attribuiert, weil du den Grund bei dir selbst suchst und stabil,weil sich daran vermutlich nicht viel ändert. stabil variabel intern extern
  17. 17. ...also wäre das eine stabile interne Attribution. stabil variabelinternextern
  18. 18. ...also wäre das eine stabile interne Attribution. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,intern Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas‚ das man hat oder nicht…extern
  19. 19. Aha. Das ist also wohl immer so, wenn es um Fähigkeiten geht, die man entweder hat oder nicht hat. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,intern Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht…extern
  20. 20. Ok. Und wenn ich denke, dass ich mir nur nicht genug Mühe gegeben habe... stabil variabelinternextern
  21. 21. ...dann wäre das eine variable interne Attribution. stabil variabel "Anstrengung" Anstrengung, Mühe, richtigeintern Strategie, Beharrlichkeit, aufgewendete Zeit…extern
  22. 22. Gut, das ist soweit klar. stabil variabelinternextern
  23. 23. Wenn du davon ausgehst, dass du die Aufgabe wegen äußerenUmständen nicht verstanden hast, dann kann das auch stabil oder variabel sein. stabil variabel intern extern
  24. 24. Vorher hast du zum Beispiel erwähnt, dass die Lehrerin nicht gut erklären kann. stabil variabel intern extern
  25. 25. Da das nicht mehr zu verändern ist, ist das ein Beispiel für stabile externe Attribution. stabil variabelintern „Situation" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebeextern des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  26. 26. Ok, dann fehlt ja nur noch die variable externe Attribution. stabil variabelinternextern
  27. 27. Genau. Das ist einfach Pech oder Glück. Kann man nicht beeinflussen; hat man eben manchmal und manchmal nicht. stabil variabel intern extern
  28. 28. Zum Beispiel, dass gerade eine Baustelle vor dem Haus ist und ich mich deshalb nicht konzentrieren kann? stabil variabelintern "Glück" Tagesform, Wetter, Zufall…extern
  29. 29. Ja, ein gutes Beispiel, Lea! stabil variabelintern "Glück" Tagesform, Wetter, Zufall…extern
  30. 30. stabil variabel "Fähigkeit" "Anstrengung" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, Anstrengung, Mühe, richtigeintern Vorlieben, Begabung; allgemein Strategie, Beharrlichkeit, gesagt: etwas ‚das man hat oder aufgewendete Zeit… nicht… "Situation" "Glück" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebe Tagesform, Wetter, Zufall…extern des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  31. 31. Egal, welche Gründe du für Misserfolge verantwortlichmachst, du kannst sie immer nach diesem Schema einteilen. stabil variabel "Fähigkeit" "Anstrengung" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, Anstrengung, Mühe, richtige intern Vorlieben, Begabung; allgemein Strategie, Beharrlichkeit, gesagt: etwas ‚das man hat oder aufgewendete Zeit… nicht… "Situation" "Glück" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebe Tagesform, Wetter, Zufall… extern des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  32. 32. Das ist ja ganz interessant. Ich verstehe nur nicht, was mir das bringen soll. stabil variabel "Fähigkeit" "Anstrengung" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, Anstrengung, Mühe, richtigeintern Vorlieben, Begabung; allgemein Strategie, Beharrlichkeit, gesagt: etwas ‚das man hat oder aufgewendete Zeit… nicht… "Situation" "Glück" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebe Tagesform, Wetter, Zufall…extern des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  33. 33. Das will ich dir jetzt erklären.
  34. 34. Für die Motivation ist es nämlichganz entscheidend, worin man die Ursachen für Misserfolge sieht!
  35. 35. Überlegen wir doch mal zusammen, was die Konsequenzen jeweils sind.Angenommen, du hälst dich für zu dumm für das Thema... stabil variabelinternextern
  36. 36. ...dann bringt es auch nichts, wenn ich es weiter probiere. stabil variabelinternextern
  37. 37. ...dann bringt es auch nichts, wenn ich es weiter probiere. stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attributionextern
  38. 38. Richtig. Das hat natürlich denVorteil, dass man in Zukunft Energie spart, indem man es nicht mehr probiert. Und man kann auch nicht enttäuscht werden. stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attributionextern
  39. 39. Aber es ist demotivierend und führt zuschlechteren Leistungen. Du erinnerst dich ja an das Thema realistische Ziele setzen... stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attributionextern
  40. 40. Und wenn du deinerLehrerin die Schuld gibst? stabil variabel Keine weitere Anstrengung intern  Schlechte Attribution extern
  41. 41. Das ist ja fast dasselbe - ich bemühe mich dann jedenfalls auch nicht mehr so sehr. stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attributionextern
  42. 42. stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengungextern  Schlechte Attribution
  43. 43. Wir hatten alle auch mal schlechte Lehrer. Trotzdem tragen wir die Verantwortung für uns selber! stabil variabel Keine weitere Anstrengung intern  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengung extern  Schlechte Attribution
  44. 44. Und die Baustelle? stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengungextern  Schlechte Attribution
  45. 45. Da kann ich ja sowieso nichts machen! Also gebe ich gleich auf... stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengungextern  Schlechte Attribution
  46. 46. stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengungextern  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  47. 47. Es bleibt dir eigentlich nur eine Möglichkeit, oder? stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengungextern  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  48. 48. Ja. Dann sollte ich wohl die Verantwortung selbst übernehmen und davon ausgehen, dass ich mir noch nicht genug Mühe gegeben habe... stabil variabel Keine weitere Anstrengungintern  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengungextern  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  49. 49. Richtig! Du selbst kannst verschieden mit jeglichen Störfaktoren umgehen. Zum Beispiel kannst du bei einem Freund oder in einerBibliothek lernen gehen, wenn die Baustelle dich stört! stabil variabel Keine weitere Anstrengung intern  Schlechte Attribution Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengung extern  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  50. 50. stabil variabel Keine weitere Anstrengung Mehr Anstrengungintern  Schlechte Attribution  Gute Attribution! Keine weitere Anstrengung Keine weitere Anstrengungextern  Schlechte Attribution  Schlechte Attribution
  51. 51. Bei Erfolgen ist es übrigens genau dasselbe!
  52. 52. Auch wenn man Erfolg hatte,kann man die Ursachen intern oder extern suchen.
  53. 53. Lea, versuche doch mal selber für die vier Alternativen jeweils ein Beispiel zu finden. Stelle dir mal eine erfolgreiche Situation vor.
  54. 54. Ich probier es mal. Also,ich hab gerade eine gute Note bekommen...
  55. 55. Zuerst einmal: Intern und stabil... stabil variabel intern extern
  56. 56. Ich hab es halt einfach drauf...! stabil variabelinternextern
  57. 57. Und ist es förderlich für die Motivation, das zu denken? stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, intern Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht‘… extern
  58. 58. Ja klar! stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,intern Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht‘…extern
  59. 59. Ja und Nein. Natürlich sollst du einpositives Selbstbild haben. Wenn du aber Erfolge nur daraufzurückführst, bräuchtest du dich ja nicht mehr anzustrengen. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, intern Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht‘… extern
  60. 60. Ok, da ist was dran. stabil variabel "Fähigkeit" Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit,intern Vorlieben, Begabung; allgemein gesagt: etwas ‚das man hat oder nicht‘…extern
  61. 61. Jetzt bitte ein Beispiel für extern und stabil... stabil variabelinternextern
  62. 62. Ich habe die gute Note bekommen, weil der Lehrer mich mag. stabil variabelinternextern
  63. 63. Und ist es hilfreich, so zu denken? stabil variabel intern "Situation" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebe extern des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  64. 64. Naja. Jedenfalls wird es mich nicht motivieren, mich das nächste Mal besonders anzustrengen, wenn mir der Lehrer sowieso gute Noten gibt. stabil variabelintern "Situation" Schwierigkeit der Aufgabe, Vorliebeextern des Lehrers, Können des Lehrers, Unterstützung durch Eltern/Freunde/andere...
  65. 65. Und wie sieht es aus mit extern und variabel... stabil variabel intern extern
  66. 66. Hm. Das wäre dann wohl einfach Glück, oder? stabil variabelinternextern
  67. 67. Genau. Zum Beispiel eine guteNote, weil die Klausur zufällig sehr einfach war. stabil variabel intern "Glück" Tagesform, Wetter, Zufall… extern
  68. 68. Klingt irgendwie nicht sehr motivierend... stabil variabelintern "Glück" Tagesform, Wetter, Zufall…extern
  69. 69. Dann bleibt jetzt nur noch intern und variabel... stabil variabel intern extern
  70. 70. Das ist ja dann wieder Anstrengung. Also: „Ich hab meine gute Note bekommen, weil ich viel gelernt habe.“ stabil variabelinternextern
  71. 71. Du merkst schon: Aufdiese Art kann man auf Erfolge stolz sein! stabil variabel "Anstrengung" Anstrengung, Mühe, richtigeintern Strategie, Beharrlichkeit, aufgewendete Zeit…extern
  72. 72. Stimmt. Eigentlich ist das total naheliegend, aber ich hab da noch nie drüber nachgedacht... stabil variabel "Anstrengung" Anstrengung, Mühe, richtigeintern Strategie, Beharrlichkeit, aufgewendete Zeit…extern
  73. 73. So geht es den meistenLeuten. Deswegen machenwir ja dieses Training hier.
  74. 74. In Zukunft werde ich also versuchen, Misserfolge wie auch Erfolge auf meine eigene Anstrengung zurückzuführen.
  75. 75. Sehr gut. Es geht dabei auch nicht immer um ganz große Erfolge und Misserfolge wie Noten.
  76. 76. Auch im Kleinen sollte man darauf achten - wenn man zum Beispielmal eine Aufgabe nicht lösen kannoder wenn man an einem Tag nicht alles gelernt hat, was man sich vorgenommen hatte!
  77. 77. Gut, dann geht es jetztweiter mit der Bezugsnorm.

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