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COMPANY REPORT                        Maritime 3-Axis Dish Manufacturer




                                                         Sea-Tel
                                                                                               Internet und Fernsehen sind heute auch
                                                                                               auf Schiffen fast schon Standard. Aber wie
                                                                                               bekommt man denn mitten auf dem Meer
                                                                                               einen Anschluß ans Internet? Und wie mon-

                                                         Alexander Wiese                       tiert man eine Satellitenschüssel, wenn
                                                                                               so ein Schiff doch die Tendenz hat, ein-
                                                                                               fach nicht stillstehen zu wollen? Dafür gibt
                                                        es Lösungen, und wir haben den Marktführer für maritimen Satellitenempfang in
                                                        Southampton im Süden Englands besucht. Dort befindet sich die Europa-Niederlas-
                                                        sung des amerikanischen Herstellers Sea-Tel.




▲ Gleich neben der Bahnlinie nach London und ganz nahe am Flughafen Southampton hat Sea-Tel
verkehrsgünstig seine europäische Niederlassung. Links das Lager, und rechts das Bürogebäude,
vor dem wir Peter Broadhurst sehen, den Sea-Tel Vice President.

   Gegründet wurde Sea-Tel 1978 von Robert        gesteckt. Robert J. Matthews sagte sich
J. Matthews, einem Design-Ingenieur.              eines Tages, „das geht doch auch preisgün-
Bevor er sich selbständig machte, arbei-          stiger!“ und gründete seine eigene Firma
tete er bei COMSAT und wurde beauftragt,          Sea-Tel in der buchstäblichen Garage. Und
die erste maritime Satellitenempfangsan-          da seine Garage und sein Haus in der Stadt
lage überhaupt zu entwickeln. Auftragge-          Concorde etwa 100 km östlich von San
ber war die amerikanische Marine, und wie         Francisco standen, hat Sea-Tel seither den
es bei militärischen Auftraggebern üblich         Firmensitz nicht an der Küste, sondern weit
ist, waren die Spezifikationen sehr hoch-          im Landesinneren.




                                                                                                   Mittlerweile gehört Sea-Tel der Firma
                                                                                                Cobham, die über ein Konglomerat an
                                                                                                Firmen aus dem militär-technischen Bereich
                                                                                                verfügt. Peter Broadhurst, Vice President
                                                                                                von Sea-Tel, erzählt uns, warum Matthews

                                                                                                   Stuart Broadfield, Training/Services, zeigt
                                                                                                ▲




                                                                                                uns das Innere einer Antenne der Coastal
                                                                                                Baureihe: der sehr tiefe Parabolspiegel wird in
                                                                                                der Elevation und im Azimuth gedreht. Da alle
                                                                                                Sea-Tel-Systeme in Cassegrain-Ausführung
                                                                                                gebaut werden, befindet sich der LNB wie im
                                                                                                Bild sichtbar auf der Rückseite, und ein Motor
                                                                                                führt den LNB ständig in die richtige Empfangs-
                                                                                                position. „Alle Steuersignale werden über die
                                                                                                Koaxleitung geführt“, erklärt Stuart, „das mini-
                                                                                                miert die Zahl der Anschlüsse und erleichtert
                                                                                                die Montage.“ Der Drehbereich der Antenne
                                                                                                beträgt 680° - die Antenne kann also fast 2mal
                                                                                                um sich selbst gedreht werden, bis es zu einem
                                                                                                Anschlag kommt.



60 TELE-satellite & Broadband — 02-03/2008 — www.TELE-satellite.com
„Wir konnten den Umsatz ständig halten
                                                                                                     und wuchsen mit mehr als 20% jedes Jahr.
                                                                                                     Heute beträgt unser Umsatz mehr als 100
                                                                                                     Mio US$.“
                                                                                                        Interessant ist, wie sich das Business
                                                                                                     immer wieder wandelt und neu erfindet.
                                                                                                     Peter erzählt: „Wir haben erst 2003 ange-
                                                                                                     fangen, VSAT Anlagen anzubieten, und
                                                                                                     heute macht VSAT 65% unseres Umsatzes
                                                                                                     aus.“ Die restlichen 35% werden mit TVRO
                                                                                                     Anlagen erwirtschaftet.
                                                                                                        Da es sich bei Schiffen ja um mobile Ein-
                                                                                                     heiten handelt, ist es nicht so leicht, die
                                                                                                     Kunden geografisch einzugrenzen. Peter
                                                                                                     schätzt, dass 45% der Kunden aus Europa
                                                                                                     kommen, 40% aus Amerika, und 15% aus
                                                                                                     Asien.
                                                                                                        Diese geografische Verteilung erklärt,
                                                                                                     warum Sea-Tel eine Niederlassung in
                                                                                                     Southampton unterhält. „35 Mitarbeiter sind
                                                                                                     hier in Southampton beschäftigt,“ erzählt
                                                                                                     Peter, „in der Zentrale in den USA sind es
                                                                                                     215, denn dort werden die Antennen ja auch
                                                                                                     produziert.“
                                                                                                        Weitere Büros befinden sich in Norwegen,
                                                                                                     Florida und eventuell bald in Singapur: „Ich
                                                                                                     bin dabei, in Asien ein Büro zu eröffnen, um
                                                                                                     näher an unseren asiatischen Kunden zu
                                                                                                     sein,“ verrät uns Peter seine Expansions-
                                                                                                     pläne.
                                                                                                        Wer kauft denn überhaupt eine sich
                                                                                                     selbst nachführende 3-Achsen Satelliten-
                                                                                                     empfangsanlage? „Den größten Kunden-
                                                                                                     kreis machen die Öl- und Gasfirmen aus,
                                                                                                     die sowohl ihre maritimen Bohrplattformen
                                                                                                     als auch ihre Versorgungsschiffe mit unse-
                                                                                                     ren Antennen ausrüsten,“ erzählt Peter,
                                                                                                     und strahlt übers Gesicht, als er fortfährt:
                                                                                                     „die norwegische Regierung hat eine Regel
                                                                                                     erlassen, wonach alle Schiffe über TV-Emp-
                                                                                                     fang verfügen müssen.“ Wenn das keine
                                                                                                     guten Aussichten sind! Diese Regel sollte
                                                                                                     schnellstens in weiteren Ländern einge-
                                                                                                     führt werden.
                                                                                                        Eine weitere wichtige Kundengruppe mit
                                                                                                     25% des Sea-Tel Umsatzes sind die Yachten
                                                                                                     und was im Jargon „Pleasure Ships“ heißt,
                                                                                                     also private Schiffe. Etwa 10% der Sea-Tel
                                                                                                     Anlagen gehen in die kommerzielle Schiff-
                                                                                                     fahrt, also Frachter. Diese Bereiche zeigen
                                                                                                     alle eine aufsteigende Tendenz. Gleichblie-
                                                                                                     bend ist das Geschäft mit Kreuzfahrtschif-
▲ Über eine aufwendigere Technik verfügt die mittlere Baureihe „04“: es wird ein künstlicher Hori-   fen, das 10% des Umsatzes ausmacht, und
zont gerschaffen, indem die Spiegelhalterung immer waagerecht gehalten wird. Der Kasten links am     die OEM-Produktion, die 5% ausmacht. Die
rechten Arm enthält die Steuerung dazu. Der Kasten rechts vom Arm enthält einen GPS-Empfänger.
                                                                                                     restlichen 10% gehen an Fischereischiffe,
Bei diesem System wird der LNB nur noch zur Feinjustierung des Skew gedreht. Die Verbindung der
                                                                                                     aber dieser Bereich ist rückläufig.
Dreheinheit geschieht elektronisch und über Schleifer, das bedeutet, dieser Typ kann sich endlos
                                                                                                        Peter gibt einen kleinen Einblick in die
drehen ohne Anschlag.
                                                                                                     Welt der Schiffahrt: „Wer heute ein Schiff
seine Firma verkaufte: „Er war schon in den       rechtzuerhalten.“ Der damalige Kaufpreis           bestellt, bekommt es 2010 oder 2011 gelie-
Siebzigern, die Firma expandierte stark,          betrug einen Jahresumsatz. „Das war für            fert.“ Aber wie wird sich die Situation bis
und da da war es ein logischer Schritt, die       Cobham eine gute Investition“, erläutert           dahin entwickelt haben? Steigt der Ölpreis
Firma zu verkaufen, um die Steigerung auf-        Peter, und erklärt, warum:                         bis dahin; Oder fällt er? Werden all die




▲ Dies ist die Steuereinheit im 19“ Rack. Auf dem Display erkennt man die Gradzahl - hier 013 E für den HOTBIRD, und die Threshold Einstellung sowie
den NID (Network Identification) PID zur Erkennung des HOTBIRD.


                                                                                 www.TELE-satellite.com — 02-03/2008 — TELE-satellite & Broadband   61
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     Blick in das Warenlager: „Hier sind 2 Millio-
   nen Dollar versammelt“, erzählt Peter Broad-
                                                      ▲
hurst. Es dauert 6 Wochen, bis die Anlagen von
  der Fertigung in den USA bis nach Southamp-
    ton ins Lager kommen. „Unser Bestseller ist
    die 100cm VSAT Antenne“, erzählt Peter und
     ergänzt: „Davon haben wir bislang mehr als
2000 Stück verkauft.“ Sea-Tel hat drei Produkti-
 onslinien: die Coastal Serie mit Spiegelgrößen
 von 30 bis 80 cm, die „04-Serie“ von 80 bis 150
cm, und die „97-Serie“ von 200 bis 360 cm, also
auch für C-Band geeignet. Sea-Tel liefert nur an
Händler, und die Preise reichen von der einfach-
 sten 30cm Ausführung für 4400 US$ bis hinauf
    zu 90.000 US% für die 3.6m Variante. „Kreuz-
  fahrtschiffe verwenden meist die 2m Variante,
und das zweifach wegen der Betriessicherheit“,
                                    verrät Peter.

                                                                                                              Amy Bishop im Ersatzteillager: Sea-Tel kann



                                                                                                            ▲
                                                                                                            Ersatzteile für Produkte liefern, die vor 10
                                                                                                            Jahren produziert wurden. Und da alle Produkte
                                                                                                            selbst hergestellt wurden und alle Produkti-
                                                                                                            onsunterlagen vorhanden sind, können nicht
                                                                                                            vorhandene Ersatzteile zur Not auch noch
                                                                                                            nachgefertigt werden. Damit garantiert Sea-Tel
                                                                                                            seinen Kunden eine extrem lange Laufzeit und
                                                                                                            Betriebssicherheit.




neuen Schiffe gebraucht werden, und wie-                    immer mehr mit den Fluggesellschaften,
viele von den neuen Schiffen werden eine                    und wollen mehr Service anbieten“, erzählt
Satellitenanlage benötigen? Sea-Tel sieht                   Peter. Ein erster Kunde ist die Firma Thalys,
die Antwort darauf nicht nur in exzellenter                 die unter dem Markennamen 21net in 2008
Fertigung, sondern auch in einem exzellen-                  Internet in ihren Zügen anbieten wird.
ten After-Sales Service.                                      Benutzt wird dabei Kapazität des HISPA-
  Und darin, neue Bereiche zu erschließen,                  SAT im Ku-Band, und im Zug selbst werden
z.B. den Bereich des Internet: „Die Gäste                   die Kunden über WiFi an einen Internet-
eines Kreuzfahrtschiffes erwarten ja heute                  Server angebunden. Sea-Tel liefert dafür
einen Internetanschluß“, sagt Peter, und                    die mobilen VSAT-Anlagen, die für diesen
nicht nur das: „Wir bieten auch Lösungen,                   Zweck modifiziert sind: sie haben einen
über sog. Pico Spots mobiles Telefonieren                   eingeschränkten Elevationsbereich, da ja
mit dem eigenen Handy zu ermöglichen.“                      bekannt ist, in welchen Breitengraden die
  Eine weiteres Zukunftsgeschäft sind                       Züge verkehren. So kann die Antenne sehr
mobile Empfangsanlagen für Züge: „Die                       klein gehalten werden, um einen niedrigen
Eisenbahngesellschaften       konkurrieren                  Luftwiderstand zu erreichen.


62 TELE-satellite & Broadband — 02-03/2008 — www.TELE-satellite.com
Blick in den Raum des Sales Teams: links                    Sea-Tel hat sich in einer faszinierenden Nische
▲




Peter Broadhurst, Vice President, und rechts                etabliert. Wobei sich diese Nische sehr wohl aus-
Samantha Whittlesey, Sales Coordinator.                     breiten kann. Denn unsere Welt wird mobiler, und
                                                            der Satellitenempfang nicht nur auf Schiffen und
                                                            Zügen, sondern auch in Flugzeugen und im eige-
                                                            nen Auto ist ja technisch kein Problem mehr.
                                                              Das sind interessante Zukunftsaussichten!




▲ Der Technische Kundendienst                               ▲ Aaron Peach ist Production Scheduler und
ist für Sea-Tel wesentlich. Jake                            dafür verantwortlich, dass die benötigten Pro-
Barrow-Sutton ist einer der Kun-                            dukte pünktlich und getestet bereitliegen und an
dendiensttechniker.                                         die Kunden ausgeliefert werden.


                                               www.TELE-satellite.com — 02-03/2008 — TELE-satellite & Broadband   63

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  • 1. COMPANY REPORT Maritime 3-Axis Dish Manufacturer Sea-Tel Internet und Fernsehen sind heute auch auf Schiffen fast schon Standard. Aber wie bekommt man denn mitten auf dem Meer einen Anschluß ans Internet? Und wie mon- Alexander Wiese tiert man eine Satellitenschüssel, wenn so ein Schiff doch die Tendenz hat, ein- fach nicht stillstehen zu wollen? Dafür gibt es Lösungen, und wir haben den Marktführer für maritimen Satellitenempfang in Southampton im Süden Englands besucht. Dort befindet sich die Europa-Niederlas- sung des amerikanischen Herstellers Sea-Tel. ▲ Gleich neben der Bahnlinie nach London und ganz nahe am Flughafen Southampton hat Sea-Tel verkehrsgünstig seine europäische Niederlassung. Links das Lager, und rechts das Bürogebäude, vor dem wir Peter Broadhurst sehen, den Sea-Tel Vice President. Gegründet wurde Sea-Tel 1978 von Robert gesteckt. Robert J. Matthews sagte sich J. Matthews, einem Design-Ingenieur. eines Tages, „das geht doch auch preisgün- Bevor er sich selbständig machte, arbei- stiger!“ und gründete seine eigene Firma tete er bei COMSAT und wurde beauftragt, Sea-Tel in der buchstäblichen Garage. Und die erste maritime Satellitenempfangsan- da seine Garage und sein Haus in der Stadt lage überhaupt zu entwickeln. Auftragge- Concorde etwa 100 km östlich von San ber war die amerikanische Marine, und wie Francisco standen, hat Sea-Tel seither den es bei militärischen Auftraggebern üblich Firmensitz nicht an der Küste, sondern weit ist, waren die Spezifikationen sehr hoch- im Landesinneren. Mittlerweile gehört Sea-Tel der Firma Cobham, die über ein Konglomerat an Firmen aus dem militär-technischen Bereich verfügt. Peter Broadhurst, Vice President von Sea-Tel, erzählt uns, warum Matthews Stuart Broadfield, Training/Services, zeigt ▲ uns das Innere einer Antenne der Coastal Baureihe: der sehr tiefe Parabolspiegel wird in der Elevation und im Azimuth gedreht. Da alle Sea-Tel-Systeme in Cassegrain-Ausführung gebaut werden, befindet sich der LNB wie im Bild sichtbar auf der Rückseite, und ein Motor führt den LNB ständig in die richtige Empfangs- position. „Alle Steuersignale werden über die Koaxleitung geführt“, erklärt Stuart, „das mini- miert die Zahl der Anschlüsse und erleichtert die Montage.“ Der Drehbereich der Antenne beträgt 680° - die Antenne kann also fast 2mal um sich selbst gedreht werden, bis es zu einem Anschlag kommt. 60 TELE-satellite & Broadband — 02-03/2008 — www.TELE-satellite.com
  • 2. „Wir konnten den Umsatz ständig halten und wuchsen mit mehr als 20% jedes Jahr. Heute beträgt unser Umsatz mehr als 100 Mio US$.“ Interessant ist, wie sich das Business immer wieder wandelt und neu erfindet. Peter erzählt: „Wir haben erst 2003 ange- fangen, VSAT Anlagen anzubieten, und heute macht VSAT 65% unseres Umsatzes aus.“ Die restlichen 35% werden mit TVRO Anlagen erwirtschaftet. Da es sich bei Schiffen ja um mobile Ein- heiten handelt, ist es nicht so leicht, die Kunden geografisch einzugrenzen. Peter schätzt, dass 45% der Kunden aus Europa kommen, 40% aus Amerika, und 15% aus Asien. Diese geografische Verteilung erklärt, warum Sea-Tel eine Niederlassung in Southampton unterhält. „35 Mitarbeiter sind hier in Southampton beschäftigt,“ erzählt Peter, „in der Zentrale in den USA sind es 215, denn dort werden die Antennen ja auch produziert.“ Weitere Büros befinden sich in Norwegen, Florida und eventuell bald in Singapur: „Ich bin dabei, in Asien ein Büro zu eröffnen, um näher an unseren asiatischen Kunden zu sein,“ verrät uns Peter seine Expansions- pläne. Wer kauft denn überhaupt eine sich selbst nachführende 3-Achsen Satelliten- empfangsanlage? „Den größten Kunden- kreis machen die Öl- und Gasfirmen aus, die sowohl ihre maritimen Bohrplattformen als auch ihre Versorgungsschiffe mit unse- ren Antennen ausrüsten,“ erzählt Peter, und strahlt übers Gesicht, als er fortfährt: „die norwegische Regierung hat eine Regel erlassen, wonach alle Schiffe über TV-Emp- fang verfügen müssen.“ Wenn das keine guten Aussichten sind! Diese Regel sollte schnellstens in weiteren Ländern einge- führt werden. Eine weitere wichtige Kundengruppe mit 25% des Sea-Tel Umsatzes sind die Yachten und was im Jargon „Pleasure Ships“ heißt, also private Schiffe. Etwa 10% der Sea-Tel Anlagen gehen in die kommerzielle Schiff- fahrt, also Frachter. Diese Bereiche zeigen alle eine aufsteigende Tendenz. Gleichblie- bend ist das Geschäft mit Kreuzfahrtschif- ▲ Über eine aufwendigere Technik verfügt die mittlere Baureihe „04“: es wird ein künstlicher Hori- fen, das 10% des Umsatzes ausmacht, und zont gerschaffen, indem die Spiegelhalterung immer waagerecht gehalten wird. Der Kasten links am die OEM-Produktion, die 5% ausmacht. Die rechten Arm enthält die Steuerung dazu. Der Kasten rechts vom Arm enthält einen GPS-Empfänger. restlichen 10% gehen an Fischereischiffe, Bei diesem System wird der LNB nur noch zur Feinjustierung des Skew gedreht. Die Verbindung der aber dieser Bereich ist rückläufig. Dreheinheit geschieht elektronisch und über Schleifer, das bedeutet, dieser Typ kann sich endlos Peter gibt einen kleinen Einblick in die drehen ohne Anschlag. Welt der Schiffahrt: „Wer heute ein Schiff seine Firma verkaufte: „Er war schon in den rechtzuerhalten.“ Der damalige Kaufpreis bestellt, bekommt es 2010 oder 2011 gelie- Siebzigern, die Firma expandierte stark, betrug einen Jahresumsatz. „Das war für fert.“ Aber wie wird sich die Situation bis und da da war es ein logischer Schritt, die Cobham eine gute Investition“, erläutert dahin entwickelt haben? Steigt der Ölpreis Firma zu verkaufen, um die Steigerung auf- Peter, und erklärt, warum: bis dahin; Oder fällt er? Werden all die ▲ Dies ist die Steuereinheit im 19“ Rack. Auf dem Display erkennt man die Gradzahl - hier 013 E für den HOTBIRD, und die Threshold Einstellung sowie den NID (Network Identification) PID zur Erkennung des HOTBIRD. www.TELE-satellite.com — 02-03/2008 — TELE-satellite & Broadband 61
  • 3. TELE-satellite World www.TELE-satellite.com/... Download this report in other languages from the Internet: Arabic ‫ﺍﻟﻌﺮﺑﻴﺔ‬ www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/ara/seatel.pdf Indonesian Indonesia www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/bid/seatel.pdf Bulgarian Български www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/bul/seatel.pdf German Deutsch www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/deu/seatel.pdf English English www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/eng/seatel.pdf Spanish Español www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/esp/seatel.pdf Farsi ‫ﻓﺎﺭﺳﻲ‬ www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/far/seatel.pdf French Français www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/fra/seatel.pdf Greek Ελληνικά www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/hel/seatel.pdf Croatian Hrvatski www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/hrv/seatel.pdf Italian Italiano www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/ita/seatel.pdf Hungarian Magyar www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/mag/seatel.pdf Mandarin 中文 www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/man/seatel.pdf Dutch Nederlands www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/ned/seatel.pdf Polish Polski www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/pol/seatel.pdf Portuguese Português www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/por/seatel.pdf Russian Русский www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/rus/seatel.pdf Swedish Svenska www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/sve/seatel.pdf Turkish Türkçe www.TELE-satellite.com/TELE-satellite-0803/tur/seatel.pdf Blick in das Warenlager: „Hier sind 2 Millio- nen Dollar versammelt“, erzählt Peter Broad- ▲ hurst. Es dauert 6 Wochen, bis die Anlagen von der Fertigung in den USA bis nach Southamp- ton ins Lager kommen. „Unser Bestseller ist die 100cm VSAT Antenne“, erzählt Peter und ergänzt: „Davon haben wir bislang mehr als 2000 Stück verkauft.“ Sea-Tel hat drei Produkti- onslinien: die Coastal Serie mit Spiegelgrößen von 30 bis 80 cm, die „04-Serie“ von 80 bis 150 cm, und die „97-Serie“ von 200 bis 360 cm, also auch für C-Band geeignet. Sea-Tel liefert nur an Händler, und die Preise reichen von der einfach- sten 30cm Ausführung für 4400 US$ bis hinauf zu 90.000 US% für die 3.6m Variante. „Kreuz- fahrtschiffe verwenden meist die 2m Variante, und das zweifach wegen der Betriessicherheit“, verrät Peter. Amy Bishop im Ersatzteillager: Sea-Tel kann ▲ Ersatzteile für Produkte liefern, die vor 10 Jahren produziert wurden. Und da alle Produkte selbst hergestellt wurden und alle Produkti- onsunterlagen vorhanden sind, können nicht vorhandene Ersatzteile zur Not auch noch nachgefertigt werden. Damit garantiert Sea-Tel seinen Kunden eine extrem lange Laufzeit und Betriebssicherheit. neuen Schiffe gebraucht werden, und wie- immer mehr mit den Fluggesellschaften, viele von den neuen Schiffen werden eine und wollen mehr Service anbieten“, erzählt Satellitenanlage benötigen? Sea-Tel sieht Peter. Ein erster Kunde ist die Firma Thalys, die Antwort darauf nicht nur in exzellenter die unter dem Markennamen 21net in 2008 Fertigung, sondern auch in einem exzellen- Internet in ihren Zügen anbieten wird. ten After-Sales Service. Benutzt wird dabei Kapazität des HISPA- Und darin, neue Bereiche zu erschließen, SAT im Ku-Band, und im Zug selbst werden z.B. den Bereich des Internet: „Die Gäste die Kunden über WiFi an einen Internet- eines Kreuzfahrtschiffes erwarten ja heute Server angebunden. Sea-Tel liefert dafür einen Internetanschluß“, sagt Peter, und die mobilen VSAT-Anlagen, die für diesen nicht nur das: „Wir bieten auch Lösungen, Zweck modifiziert sind: sie haben einen über sog. Pico Spots mobiles Telefonieren eingeschränkten Elevationsbereich, da ja mit dem eigenen Handy zu ermöglichen.“ bekannt ist, in welchen Breitengraden die Eine weiteres Zukunftsgeschäft sind Züge verkehren. So kann die Antenne sehr mobile Empfangsanlagen für Züge: „Die klein gehalten werden, um einen niedrigen Eisenbahngesellschaften konkurrieren Luftwiderstand zu erreichen. 62 TELE-satellite & Broadband — 02-03/2008 — www.TELE-satellite.com
  • 4. Blick in den Raum des Sales Teams: links Sea-Tel hat sich in einer faszinierenden Nische ▲ Peter Broadhurst, Vice President, und rechts etabliert. Wobei sich diese Nische sehr wohl aus- Samantha Whittlesey, Sales Coordinator. breiten kann. Denn unsere Welt wird mobiler, und der Satellitenempfang nicht nur auf Schiffen und Zügen, sondern auch in Flugzeugen und im eige- nen Auto ist ja technisch kein Problem mehr. Das sind interessante Zukunftsaussichten! ▲ Der Technische Kundendienst ▲ Aaron Peach ist Production Scheduler und ist für Sea-Tel wesentlich. Jake dafür verantwortlich, dass die benötigten Pro- Barrow-Sutton ist einer der Kun- dukte pünktlich und getestet bereitliegen und an dendiensttechniker. die Kunden ausgeliefert werden. www.TELE-satellite.com — 02-03/2008 — TELE-satellite & Broadband 63