SEMINAR
ZUSCHAUERMANAGEMENT
MIT MARKUS LAYMANN
Über mich…
 Ich staune über: Derren Brown
 Ich erinnere mich gerne an: Ali Bongo
 Ich lache über: Josef Hader, Alf Poier, Max
Goldt, Die Echse
 Ich habe Hochachtung vor: Stefan Raab
 Ich ärgere mich über: Uri Geller; Erklärbären
und Magic-to-go
 Ich lese gern: Paul Watzlawick
Entertainment Weisheit I
Lieber einen guten Freund
verloren als einen guten Gag.
Entertainment Weisheit II
… undWeihnachten sind wir
wieder gut.
Entertainment Weisheit III
Es kommt nicht drauf an, was
man macht, sondern darauf
was man nicht macht…
(Rudi Carell)
Prolog:
Wieso, weshalb, warum?
Warum?
 Der Zauberer benötigt Hilfe (z.B. Halten)
 Es muss eine zufällige Auswahl getroffen werden (Karte
ziehen,Wort denken)
 Das Publikum muss überzeugt werden, dass alles mit
rechten Dingen zugeht…
(Zählen, Überprüfen, Untersuchen)
 Der Effekt soll mit fremdenGegenständen durchgeführt
werden.
 Ein magischer Effekt soll durch Zuschauerbeteiligung
verstärkt werden (Schaumgummiball)
 Der Zauberkünstler will durch die Reaktion des Zuschauers
Lacher provozieren. (Comedy-Objekt)
Fragen zur Auswahl:
 Wofür genau benötige ich den Zuschauer?
(Aktive Hilfe, Leihgeber,Verifizierer…)
 Benötige ich aktive Hilfe oder nur einen
Gegenstand ? (Backup-Strategie)
 Wie soll/ kann die Reaktion des Zuschauers
den Effekt oder die Stimmung verstärken?
 Welche Eigenschaften muss der Zuschauer
haben?
 Welche Eigenschaften darf der Zuschauer
nicht haben?
Grundsatz:
Zuschauer sollten in der Show so
sparsam wie und so
zurückhaltend (kurz) wie
möglich eingesetzt werden.
Mein Partyprogramm:
 Chop Cup
 Geldschein in Zigarette*
 Kartentrick
 Tuchfärbung
 Banknite*
 Vorhersageeffekt
 Zugabe: Babygag*
Akt I:
Von der richtigen Auswahl des
geeigneten Zuschauers…
Grundsatz:
Es gibt keine schlechten
Zuschauer sondern nur eine
schlechte Auswahl.
Ein kleines Experiment:
Welchen der folgenden Zuschauer
würden Sie für diese Kunststücke
auswählen:
 Kartenkunststück auf der Bühne
 Paper Balls over the Head
 Schaumgummiballroutine
 Buchtest (Mentalexperiment)
Beliebte Auswahlfallen
 Frage: „Wer hat Lust mir zu
helfen?“ oder „Haben Sie
Lust…?“
 Empfehlung Dritter: Nehmen Sie
mal den…
 Eingehen auf Herausforderungen
 Auswahl nach Schönheit.
Auswahlmethoden
 Gezielt
 Zufällig
 Wurf ins Publikum
 Losentscheid
 Wer hat zufälligerWeise…?
 Geleiteter Zufall
 Entscheidung durch anderen Zuschauer
anhand von vorgegebenen Kriterien.
Zuschauertypen
 DerWillige:Will sich „verzaubern“ lassen.Zeigt Emotionen und ist
dankbar für die Unterhaltung.
 Der Neugierige:Will unbedingt wissen wie es geht. Fordert den
Künstler immer wieder heraus, befolgt Anweisungen nicht immer
korrekt.
 Der Besserwisser:Weiß schon wie es geht. Zeigt sich entweder
desinteressiert oder herablassend anerkennend und nutzt jede
Gelegenheit um sich zu profilieren.
 Der Distanzierte:Verfolgt das Geschehen aus sicherer Entfernung.
Ist vor allem besorgt um sich und seinAnsehen in der Gruppe.
 Der Klassenclown: Hat in der Gruppe den Status des Unterhalters
und will sich diese Rolle ungern streitig machen lassen. Kann aber
auch amüsant sein, kennt aber häufig seine Grenzen nicht.
 Der Desinteressierte: Hat kein Interesse an Zauberei und/ oder der
Show und zeigt dies offen.
Auswahlgrundsätze
 Zuschauer(In) sollte passend zur Rolle als
Mitspieler und nicht als Dekorationsobjekt
ausgewählt und behandelt werden.
 Bei der Auswahl muss man sich im Klaren
darüber sein, welche Rolle der Mitspieler
spielen und welche Fähigkeiten er deshalb
besitzen sollte.
 Subjektive Hinderungsgründe und objektive
Abwehrsignale (Körpersprache) beachten.
Heuristik
Heuristik (altgr. εὑρίσκω heurísko „ich finde“;
heuriskein, „(auf-)finden“, „entdecken“)
bezeichnet die Kunst, mit begrenztemWissen
und wenig Zeit zu guten Lösungen zu kommen.
In der Psychologie sind Heuristiken einfache,
effiziente Regeln, die sich durch evolutionäre
Prozesse gefestigt haben oder erlernt wurden.
Sie werden insbesondere genutzt, um die
Lagebeurteilungen, Entscheidungsfindungen
und Problemlösungen von Menschen in
komplexen Situationen, in denen es häufig an
Informationen mangelt, zu erklären.
Heuristik
Zur Entwicklung einer Auswahlheuristik können
diese Faktoren herangezogen werden:
 Alter der Person
 Physiognomie
 Kleidung (Stil, Qualität), Schmuck
 Beruf (sofern bekannt)
 Körpersprache
 Positionierung im Raum
 Vorverhalten
Meine Heuristiken
 Keine Frauen unter 30!
 Niemals die Rangniedersten – je höher desto
besser. Hausherr, Chef, Geburtstagskind
 Traditionalisten bevorzugt (Trachtenanzug oder
eher unauffällige aber stimmige Kleidung)
 Eher aus dem vorderen Bereich des Saals als im
Hinteren (vorderes Drittel)
 Nie die Provokateure, Zwischenrufer
 Körpersprachliche Signale vor
Auswahlaufforderung beachten.
Akt II:
Vom richtigen Umgang
mit dem Zuschauer
Handling & Wording
 Richtige Positionierung im Bezug auf
 Raum
 Vorführenden (links, rechts, stehend, sitzend)
 Weitere Mitwirkende
 Distanzzonen beachten
 Namen erfragen (Wiederholen!)
 Klare, gut verständliche Arbeitsanweisungen – Step by
Step
 Am besten vormachen/ mit Gesten demonstrieren
Panne oder Sabotage?
 Pannen
 Ungenaue / missverständliche Erklärungen
 Subjektive Überforderungen
 Abweichungen von der Norm
 Sabotage?
 Zuschauer befolgt Anweisungen nicht korrekt
 Mangelnde Kontrolle
 Warum fühlt er sich zu so einemVerhalten
herausgefordert?
 Falsche Auswahl!
Richtiges Wording
entscheidet:
Bitte öffnen Sie das Buch auf irgendeiner
Seite und denken Sie an ein beliebiges
Wort…
Bitte denken Sie an einen Menschen, der
Ihnen nahesteht und schreiben Sie ihn
auf diesen Zettel…
Hilfsmittel bereithalten:
 Treppe
 Lupe oder Brille
 Taschentuch
 Handmikrofon
 Knietablett
 Taschenrechner
 Stuhl/ Barhocker
Stressoren
Was den Zuschauern in der Rolle des
„Assistenten“ Unbehagen bereitet:
 Vor einem Publikum stehen/ sprechen
 Angst Fehler zu machen
 Angst sich zu blamieren (blinder Fleck)
 Zwang gut auszusehen
 Technische Probleme
 Antipathie im Bezug auf denVorführenden
 Verletzung der natürlichen Distanzzonen
Distanzzonen:
Aber:
Stressoren können auch effektiv zur Kontrolle
des Zuschauers eingesetzt werden
 Klassische Force
 Hoy BookTest
 Ihre PIN
Dies funktioniert aber nur, wenn das
„Grundstresslevel“ nicht zu hoch ist.
Theorie der kognizierten
Kontrolle*
Menschen sind bestrebt, Ereignisse
 zu erklären,
 zu beeinflussen und
 vorherzusagen.
Kontrollverlust entsteht, wenn Ereignisse
 nicht erklärbar,
 nicht beeinflussbar,
 nicht vorhersagbar sind.
*nach Prof. Dr. Dieter Frey
Anwendung der
Kontrolltheorie in der Show
 Erklären, warum gerade dieser Zuschauer
ausgewählt wurde.
 Vorausschau was passieren wird bzw. was
nicht passiert.
 Aktive Mitwirkungsmöglichkeiten /
Entscheidungsalternativen bieten.
Humor ist…
…wenn man trotzdem lacht.
Trotzdem gibt es NoGos:
 Gags auf Kosten der Zuschauer
 Körperliche Misshandlungen (Elektrochair)
 Spiele mit der Angst
Merke:
Je geringer der Stress für den Zuschauer, desto:
 mehr Spass wird er haben
 weniger Fehler wird er machen
 schöner ist das Gesamtbild der Show
 angenehmer ist es für das Publikum
 wertvoller ist sein Beitrag für die Show
 besser lässt er sich tricktechnisch steuern.
Beachte
 Der Rest des Publikums nimmt den
ausgewählten Zuschauer immer als „zu sich
gehörend“ wahr.
 Das Publikum solidarisiert sich in der Regel
immer wieder mit dem Zuschauer.
 Was Du einem Zuschauer antust, tust Du
auch dem ganzen Publikum an.
Auf der Jagd nach dem Flow:
 90% _AkzeptableVorstellung: Alles funktioniert
tricktechnisch – aber schlechte
Rahmenbedingungen schränken Erfolg ein.
Trotzdem ordentlicherApplaus.
 100% _GuteVorstellung: Alles funktioniert, wie es
funktionieren soll. Publikum ist aufgeschlossen und
fühlt sich gut unterhalten. Zugabe wird gewünscht.
 Ab 120% _Flow: Außergewöhnliche Stimmung und
Resonanz, besondere Momente – Publikum liebt den
Vorführenden und zeigt die Zuneigung. Für Zauberer
und Publikum war es ein besonderes Erlebnis.
Standing Ovations…
Kann man schon mal bringen?
Darf ich Ihre Hand haben? –
Nicht die, die saubere…
ah, das war die saubere…
Blasen, nicht spucken!
4 Seiten einer Nachricht
Sachaussage
Selbstoffen-
barung
Beziehung Appell
4 Seiten einer
Nachricht
4 Seiten einer Nachricht
Sachaussage:
Die Zuschauerin hat schmutzige
Hände. (Objektiv falsch.)
Selbstoffenbarung:
Ich habe es nötig schlechte
Witze zu machen.
Beziehung:
EntertainerWeisheit I
Appell:
Bitte lachen!
4 Seiten einer
Nachricht
Akt III:
Zum Schluss…
Zum Schluss stellt sich die
Frage:
Wem gehört der Effekt?
Wem gebührt der Applaus?
Eventuell kann es Sinn machen, den Zuschauer
vorab zu entlassen.
Zum Download
 Die Präsentation gibt es ab Montag unter
www.magisch.info
oder auf Facebook unter
Magischer Zirkel München

Zuschauermanagement

  • 1.
  • 2.
    Über mich…  Ichstaune über: Derren Brown  Ich erinnere mich gerne an: Ali Bongo  Ich lache über: Josef Hader, Alf Poier, Max Goldt, Die Echse  Ich habe Hochachtung vor: Stefan Raab  Ich ärgere mich über: Uri Geller; Erklärbären und Magic-to-go  Ich lese gern: Paul Watzlawick
  • 3.
    Entertainment Weisheit I Liebereinen guten Freund verloren als einen guten Gag.
  • 4.
    Entertainment Weisheit II …undWeihnachten sind wir wieder gut.
  • 5.
    Entertainment Weisheit III Eskommt nicht drauf an, was man macht, sondern darauf was man nicht macht… (Rudi Carell)
  • 6.
  • 7.
    Warum?  Der Zaubererbenötigt Hilfe (z.B. Halten)  Es muss eine zufällige Auswahl getroffen werden (Karte ziehen,Wort denken)  Das Publikum muss überzeugt werden, dass alles mit rechten Dingen zugeht… (Zählen, Überprüfen, Untersuchen)  Der Effekt soll mit fremdenGegenständen durchgeführt werden.  Ein magischer Effekt soll durch Zuschauerbeteiligung verstärkt werden (Schaumgummiball)  Der Zauberkünstler will durch die Reaktion des Zuschauers Lacher provozieren. (Comedy-Objekt)
  • 8.
    Fragen zur Auswahl: Wofür genau benötige ich den Zuschauer? (Aktive Hilfe, Leihgeber,Verifizierer…)  Benötige ich aktive Hilfe oder nur einen Gegenstand ? (Backup-Strategie)  Wie soll/ kann die Reaktion des Zuschauers den Effekt oder die Stimmung verstärken?  Welche Eigenschaften muss der Zuschauer haben?  Welche Eigenschaften darf der Zuschauer nicht haben?
  • 9.
    Grundsatz: Zuschauer sollten inder Show so sparsam wie und so zurückhaltend (kurz) wie möglich eingesetzt werden.
  • 10.
    Mein Partyprogramm:  ChopCup  Geldschein in Zigarette*  Kartentrick  Tuchfärbung  Banknite*  Vorhersageeffekt  Zugabe: Babygag*
  • 11.
    Akt I: Von derrichtigen Auswahl des geeigneten Zuschauers…
  • 12.
    Grundsatz: Es gibt keineschlechten Zuschauer sondern nur eine schlechte Auswahl.
  • 13.
    Ein kleines Experiment: Welchender folgenden Zuschauer würden Sie für diese Kunststücke auswählen:  Kartenkunststück auf der Bühne  Paper Balls over the Head  Schaumgummiballroutine  Buchtest (Mentalexperiment)
  • 16.
    Beliebte Auswahlfallen  Frage:„Wer hat Lust mir zu helfen?“ oder „Haben Sie Lust…?“  Empfehlung Dritter: Nehmen Sie mal den…  Eingehen auf Herausforderungen  Auswahl nach Schönheit.
  • 17.
    Auswahlmethoden  Gezielt  Zufällig Wurf ins Publikum  Losentscheid  Wer hat zufälligerWeise…?  Geleiteter Zufall  Entscheidung durch anderen Zuschauer anhand von vorgegebenen Kriterien.
  • 18.
    Zuschauertypen  DerWillige:Will sich„verzaubern“ lassen.Zeigt Emotionen und ist dankbar für die Unterhaltung.  Der Neugierige:Will unbedingt wissen wie es geht. Fordert den Künstler immer wieder heraus, befolgt Anweisungen nicht immer korrekt.  Der Besserwisser:Weiß schon wie es geht. Zeigt sich entweder desinteressiert oder herablassend anerkennend und nutzt jede Gelegenheit um sich zu profilieren.  Der Distanzierte:Verfolgt das Geschehen aus sicherer Entfernung. Ist vor allem besorgt um sich und seinAnsehen in der Gruppe.  Der Klassenclown: Hat in der Gruppe den Status des Unterhalters und will sich diese Rolle ungern streitig machen lassen. Kann aber auch amüsant sein, kennt aber häufig seine Grenzen nicht.  Der Desinteressierte: Hat kein Interesse an Zauberei und/ oder der Show und zeigt dies offen.
  • 19.
    Auswahlgrundsätze  Zuschauer(In) solltepassend zur Rolle als Mitspieler und nicht als Dekorationsobjekt ausgewählt und behandelt werden.  Bei der Auswahl muss man sich im Klaren darüber sein, welche Rolle der Mitspieler spielen und welche Fähigkeiten er deshalb besitzen sollte.  Subjektive Hinderungsgründe und objektive Abwehrsignale (Körpersprache) beachten.
  • 20.
    Heuristik Heuristik (altgr. εὑρίσκωheurísko „ich finde“; heuriskein, „(auf-)finden“, „entdecken“) bezeichnet die Kunst, mit begrenztemWissen und wenig Zeit zu guten Lösungen zu kommen. In der Psychologie sind Heuristiken einfache, effiziente Regeln, die sich durch evolutionäre Prozesse gefestigt haben oder erlernt wurden. Sie werden insbesondere genutzt, um die Lagebeurteilungen, Entscheidungsfindungen und Problemlösungen von Menschen in komplexen Situationen, in denen es häufig an Informationen mangelt, zu erklären.
  • 21.
    Heuristik Zur Entwicklung einerAuswahlheuristik können diese Faktoren herangezogen werden:  Alter der Person  Physiognomie  Kleidung (Stil, Qualität), Schmuck  Beruf (sofern bekannt)  Körpersprache  Positionierung im Raum  Vorverhalten
  • 22.
    Meine Heuristiken  KeineFrauen unter 30!  Niemals die Rangniedersten – je höher desto besser. Hausherr, Chef, Geburtstagskind  Traditionalisten bevorzugt (Trachtenanzug oder eher unauffällige aber stimmige Kleidung)  Eher aus dem vorderen Bereich des Saals als im Hinteren (vorderes Drittel)  Nie die Provokateure, Zwischenrufer  Körpersprachliche Signale vor Auswahlaufforderung beachten.
  • 23.
    Akt II: Vom richtigenUmgang mit dem Zuschauer
  • 24.
    Handling & Wording Richtige Positionierung im Bezug auf  Raum  Vorführenden (links, rechts, stehend, sitzend)  Weitere Mitwirkende  Distanzzonen beachten  Namen erfragen (Wiederholen!)  Klare, gut verständliche Arbeitsanweisungen – Step by Step  Am besten vormachen/ mit Gesten demonstrieren
  • 25.
    Panne oder Sabotage? Pannen  Ungenaue / missverständliche Erklärungen  Subjektive Überforderungen  Abweichungen von der Norm  Sabotage?  Zuschauer befolgt Anweisungen nicht korrekt  Mangelnde Kontrolle  Warum fühlt er sich zu so einemVerhalten herausgefordert?  Falsche Auswahl!
  • 26.
    Richtiges Wording entscheidet: Bitte öffnenSie das Buch auf irgendeiner Seite und denken Sie an ein beliebiges Wort… Bitte denken Sie an einen Menschen, der Ihnen nahesteht und schreiben Sie ihn auf diesen Zettel…
  • 27.
    Hilfsmittel bereithalten:  Treppe Lupe oder Brille  Taschentuch  Handmikrofon  Knietablett  Taschenrechner  Stuhl/ Barhocker
  • 28.
    Stressoren Was den Zuschauernin der Rolle des „Assistenten“ Unbehagen bereitet:  Vor einem Publikum stehen/ sprechen  Angst Fehler zu machen  Angst sich zu blamieren (blinder Fleck)  Zwang gut auszusehen  Technische Probleme  Antipathie im Bezug auf denVorführenden  Verletzung der natürlichen Distanzzonen
  • 29.
  • 30.
    Aber: Stressoren können aucheffektiv zur Kontrolle des Zuschauers eingesetzt werden  Klassische Force  Hoy BookTest  Ihre PIN Dies funktioniert aber nur, wenn das „Grundstresslevel“ nicht zu hoch ist.
  • 31.
    Theorie der kognizierten Kontrolle* Menschensind bestrebt, Ereignisse  zu erklären,  zu beeinflussen und  vorherzusagen. Kontrollverlust entsteht, wenn Ereignisse  nicht erklärbar,  nicht beeinflussbar,  nicht vorhersagbar sind. *nach Prof. Dr. Dieter Frey
  • 32.
    Anwendung der Kontrolltheorie inder Show  Erklären, warum gerade dieser Zuschauer ausgewählt wurde.  Vorausschau was passieren wird bzw. was nicht passiert.  Aktive Mitwirkungsmöglichkeiten / Entscheidungsalternativen bieten.
  • 33.
    Humor ist… …wenn mantrotzdem lacht. Trotzdem gibt es NoGos:  Gags auf Kosten der Zuschauer  Körperliche Misshandlungen (Elektrochair)  Spiele mit der Angst
  • 34.
    Merke: Je geringer derStress für den Zuschauer, desto:  mehr Spass wird er haben  weniger Fehler wird er machen  schöner ist das Gesamtbild der Show  angenehmer ist es für das Publikum  wertvoller ist sein Beitrag für die Show  besser lässt er sich tricktechnisch steuern.
  • 35.
    Beachte  Der Restdes Publikums nimmt den ausgewählten Zuschauer immer als „zu sich gehörend“ wahr.  Das Publikum solidarisiert sich in der Regel immer wieder mit dem Zuschauer.  Was Du einem Zuschauer antust, tust Du auch dem ganzen Publikum an.
  • 36.
    Auf der Jagdnach dem Flow:  90% _AkzeptableVorstellung: Alles funktioniert tricktechnisch – aber schlechte Rahmenbedingungen schränken Erfolg ein. Trotzdem ordentlicherApplaus.  100% _GuteVorstellung: Alles funktioniert, wie es funktionieren soll. Publikum ist aufgeschlossen und fühlt sich gut unterhalten. Zugabe wird gewünscht.  Ab 120% _Flow: Außergewöhnliche Stimmung und Resonanz, besondere Momente – Publikum liebt den Vorführenden und zeigt die Zuneigung. Für Zauberer und Publikum war es ein besonderes Erlebnis. Standing Ovations…
  • 37.
    Kann man schonmal bringen? Darf ich Ihre Hand haben? – Nicht die, die saubere… ah, das war die saubere… Blasen, nicht spucken!
  • 38.
    4 Seiten einerNachricht Sachaussage Selbstoffen- barung Beziehung Appell 4 Seiten einer Nachricht
  • 39.
    4 Seiten einerNachricht Sachaussage: Die Zuschauerin hat schmutzige Hände. (Objektiv falsch.) Selbstoffenbarung: Ich habe es nötig schlechte Witze zu machen. Beziehung: EntertainerWeisheit I Appell: Bitte lachen! 4 Seiten einer Nachricht
  • 40.
  • 41.
    Zum Schluss stelltsich die Frage: Wem gehört der Effekt? Wem gebührt der Applaus? Eventuell kann es Sinn machen, den Zuschauer vorab zu entlassen.
  • 42.
    Zum Download  DiePräsentation gibt es ab Montag unter www.magisch.info oder auf Facebook unter Magischer Zirkel München